Um die IDF und die Hamas zu verstehen, schau dir ihre Militärtexte an

Verfasst 5. Dezember 2024 von spotplenni
Kategorien: Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Chaim Lax, HonestReporting, 13. Februar 2024

Studiert man Schlachten, Gebietsgewinne und -verluste oder die Auswirkungen auf die, die in einem Krieg direkt von der Gewalt betroffen sind, dann reicht das nicht für das volle Verständnis eines Konflikts. Man muss auch die ideologischen Wurzeln der Kriegsteilnehmer untersuchen, ebenso ihre Gründungsdokumente und Doktrinen, um die Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit der Anliegen jeder Seite abzuwägen.

Wenn man z.B. den amerikanischen Bürgerkrieg studiert, dann zeigt eine vergleichende Analyse der Verfassungen der Vereinigten Staaten von Amerika und der Konföderierten Staaten von Amerika sowie die Unabhängigkeitserklärungen/Sezessionserklärung die Werte, die jede Seite besaß und wie diese ihre Kriegsziele und -führung beeinflussten.

So auch im aktuellen Krieg zwischen Israel und der Hamas, damit man den Konflikt vollständig verstehen kann, ist es wichtig die Unterschiede hinsichtlich der ideologischen Grundlagen als auch der Kampfmoral des israelischen Militärs wie der Terrororganisationen im Gazastreifen zu untersuchen.

Es wird deutlich, dass dieser Krieg ein asymmetrischer Kampf zwischen einer militärischen Streitmacht ist, die Leben und Menschenwürde an die erste Stelle setzt und einer Organisation, die alles menschliche Leben als in ihrem ewigen Kampf gegen den jüdischen Staat entbehrlich findet.

Reinheit der Waffen: Die israelische Kampfmoral

Die Kampfmoral der IDF, allgemein als „Reinheit der Waffen“ bezeichnet, geht noch auf die Zeit vor der Gründung des Staates Israel zurück, als die jüdische Gemeinschaft während der Großen Arabischen Revolte in den 1930-er Jahren gegen marodierende Aufständische die Waffen aufnahm.

Nach der Gründung des Staats und der Einrichtung der Israelischen Verteidigungskräfte integrierte Israels Militärethik die Doktrin der Reinheit der Waffen (den Einsatz von Waffen, um den Auftrag zu erfüllen und nur einzusetzen, wenn notwendig) in die vom Völkerrecht festgelegten Normen.

In den 1990-er Jahren wurde diese Ethik im Geist der IDF verankert, in dem die leitenden moralischen Prinzipien und Werte ausdrücklich dargelegt wurden.

Diesem Kodes zufolge ist einer der Kernwerte, für die die IDF eintritt die Menschenwürde; dazu wird festgehalten: „Jede Person besitzt einen inhärenten Wert, ungeachtet seiner ethnischen Zugehörigkeit, Religion, Nationalität, Geschlecht oder Status.“

Aus diesem Kernwert ergibt sich die Reinheit der Waffen, die besagt: „Der Soldat wird seine Waffe nicht einsetzen, um unbeteiligte Zivilisten und Gefangene zu schädigen und wird alles in seiner Macht Stehende unternehmen, um Schaden für deren Leben, Leibern, Würde und Eigentum zu verhindern.“

Entsprechend dieser Werte ist eines der Hauptprinzipien der IDF, dass „die in der IDF Dienenden jedes Mitglied von Feindtruppen und Zivilisten in Bereichen, die die IDF kontrolliert, in Übereinstimmung mit dem Buchstaben und Geist des Kriegsrechts erfolgt und die Grenzen seiner Befugnisse nicht überschreitet.“

Diese moralischen Grundwerte und -Prinzipien sind von der IDF-Führung bewahrt worden und haben als Grundlage für Verweise durch das Armeekommando gedient, wenn Soldaten außerhalb der vom Moralkodex festgelegten Parameter gehandelt haben.

Selbst heute, während Israel gegen Hamas-Terroristen kämpft, die sich in die Zivilbevölkerung des Gazastreifens eingebettet haben, führt der ethische Kodex der IDF diese bei dem Erreichen der Ziele das Terror-Netzwerk der Hamas zu beschädigen und gleichzeitig die Zahl der zivilen Opfer gering zu halten.

Als John Spencer, ein amerikanischer Militärveteran und der Vorsitzende der Studien zu  Kriegsführung im Häuserkampf am Modern War Institute in West Point, schrieb vor kurzem: „Israel hat mehr Maßnahmen getroffen, um unnötigen zivilen Schaden zu vermeiden, als praktisch jede andere Nation, die eine Krieg in urbanem Umfeld geführt hat.“

Die Hamas-Doktrin der willkürlichen Grausamkeit und Barbarei

‚Für das Verstehen der Kampfethik der Hamas ist eines der Schlüsseldokumente „Anleitung für den Krieger: Jihadisten-Version“, ein achtseitiges Heft, das nach dem barbarischen Einmarsch der Hamas nach Südisrael am 7. Oktober an der Leiche eines toten Terroristen geborgen wurde.

Diese Anleitung, die erstmals von Israels Präsident Isaac Herzog in einem Interview mit CCN bekannt gemacht wurde, beinhaltete eine detaillierte Grafik der IDF-Hierarchie, tief gehende Analyse der Waffen und Technologie des israelischen Militärs sowie schrittweise Anweisungen dafür, wie israelische Geiseln zu nehmen sind.

Zu dem neunstufigen Prozess gehörten Anweisungen, wie man mit Drohungen, Elektroschocks, Schüssen und lähmenden Granaten, wenn nötig mit dem Töten von Geiseln Gefangene unter Kontrolle bekommt und wie Geiseln als menschliche Schutzschilde verwendet werden, egal, welches Geschlecht, Alter oder ethnische Zugehörigkeit sie besitzen.

Dieser barbarische Führer hat seine Wurzeln in den ideologischen Dokumenten der Haas – ihrer Charta von 1988, die den „bewaffneten Kampf gegen die Juden“ fordert und ich ihrer Erklärung der Allgemeinen Prinzipien und Politik von 2017, die bestätigt, dass Widerstand gegen Israel „mit allen Mitteln und Methoden ein legitimes Recht ist, das von göttlichen Gesetzen und durch internationale Normen und Gesetze garantiert wird“ (Hervorhebung hinzugefügt).

Damit wird klar, dass mit Israels Bemühungen zivile Opfer zu vermeiden und der abscheulichen Verwendung israelischer wie palästinensischer Zivilisten als Pfand für ihre eigenen verachtenswerten Zwecke, die mit den Texten der IDF und der Hamas vermittelten Werte von beiden Seiten auf dem Schlachtfeld voll zum Ausdruck gebracht werden.

Fotos via Flash90
David Cohen
Abed Rahim Khatib
Yonatan Sindel

Wofür steht die israelische Flagge wirklich?

Verfasst 21. November 2024 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel

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Emanuel Miller, HonestReporting, 11. Dezember 2019

„Wissen Sie, was die israelische Flagge bedeutet? … Sie ist weiß und hat zwei blaue Streifen. Die zwei Streifen repräsentieren zwei Flüsse und dazwischen ist Israel. Die Flüsse sind der Nil und der Euphrat.“
Yassir Arafat, Interview mit Playboy, September 1988

Es mag lächerlich erscheinen, aber im gesamten Nahen Osten glauben Leute weithin, dass diese Behauptung glaubwürdig ist. Israel, ein Land, das große Teile seines Gebiets für Frieden abgegeben hat, manchmal nicht einmal dafür, hat eindeutig nicht den Wunsch in das Ausmaß anzuschwellen, dass es zwei Flüsse erreicht, die hunderte Meilen voneinander entfernt sind.

Die Herkunft der Flagge Israels

Tatsächlich wurde die israelische Flagge erst am 18. Oktober 1948 eingeführt, fünf Monate nach der Staatsgründung Israels. So war die Atmosphäre damals – es herrschte Krieg und es gab drängende Aufgaben zu erledigen, als für das neu gegründete Israel eine Flagge zu gestalten.

Am 18. Juni 1948 veröffentlichte Israels provisorische Regierung eine Zeitungsanzeige, um Bürger einzuladen Vorschläge für das Staatswappen und die Flagge des entstehenden Staates einzureichen. Die Ankündigung legte fest, dass die Farben der israelischen Flagge „hellblau und weiß“ sein müssen, mit „einem Davidstern oder sieben Sternen (in Gold oder einer anderen Farbe)“ in der Mittel.

Der Wettbewerb erhielt weit verbreiteten Aufmerksamkeit und das Komitee für das Wappen und die Flagge erhielt zahlreiche Vorschläge von Bürgern aus allen Teilen der Bevölkerung. Nachdem es die verschiedenen Eingaben durchging, nahm das Komitee zwei Vorschläge in die engere Auswahl für die offizielle Flagge Israels. Etwas mehr als einen Monat nach Ankündigung des Wettbewerbs, am 11. Juli 1948, wählte die Regierung einen Entwurf des Grafikers Otto Wallisch; dieser bestand aus zwei blauen Streifen und trug dazwischen sieben Sterne Davids in „weißlichem Gold (oder gelb)“.

Das hätte es gewesen sein sollen.

War es aber nicht.

Statt den Vorschlag der Regierung anzunehmen, lehnte der Provisorische Staatsrat ihn ab und rief stattdessen ein eigenes Komitee zusammen, um einen eigenen Entwurf für das Wappen wie für die Flagge zu erstellen.

Nach Rücksprache mit Vertretern der jüdischen Diaspora-Gemeinden beschloss das Komitee am 28. Juli 1948 die Zionistenflagge als offizielle Staatsflagge Israels zu übernehmen.

Von der Zionistenflagge zur Flagge Israels

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts übernahmen zahlreiche jüdische Organisationen Flaggen in den Farben weiß und blau, zusammen mit dem sechszackigen Stern, zwei Streifen und anderen Elementen wie den Worten „Zion“ oder „Makkabäus“. Die erste solche Flagge wurde von Israel Belkind geschaffen, dem Gründer der Bewegung Zionist Bilu, der nach einer Welle an Pogromen und antisemitischen Gesetzen dem zaristischen Russland entkam. Seine Variante ist dem zeitgenössischen Design sehr ähnlich und hat einen Davidstern in der Mitte, aber anders als der einzelnen blauen Streifen im oberen und unteren Teil der israelische Flagge, hatte sein Entwurf zwei über und zwei unter dem Davidstern.

Sechs Jahre später, vor dem ersten Zionistischen Kongress in Basel in der Schweiz wurde die Zionistenflagge auf Bitten von David Wolffson geschaffen, dem Stellvertreter Theodor Herzls. Diese Version hatte einzelne Streifen, wie sie auf der israelischen Flagge erscheinen, hatte habe eine Reihe Unterschiede – sechs kleine Sternen in jeder Ecke des Davidsterns, mit einem weiteren Stern direkt darüber. Zusammen sollten diese Sterne den siebenstündigen Arbeitstag erinnern, über den Herzl in seiner Veröffentlichung „Der Judenstaat“ schrieb. Zusätzlich  befand sich in der Mitte des Davidsterns ein Löwe.

Die von Herzl vorgeschlagene Flagge, wie er sie in seinen Tagebüchern skizzierte. Obwohl er einen Davidstern zeichnete, beschrieb er ihn nicht als solchen.

Die von Herzl vorgeschlagene Flagge trug einen klaren Davidstern, aber der beschrieb ihn nicht in dieser Form. „Hiermit mein Entwurf für unsere Flagge: weißes Feld, sieben goldene Sterne.“ Sechs dieser Sterne sind in der Mitte der Flagge angeordnet, bilden zusammen einen größeren Stern – den Davidstern.

Als die zionistische Bewegung größer wurde, nahm auch ihr Bedarf für eigene Symbole und Identität zu. Als er sah, dass Herzls Vorschlag wenig Fuß fasste, schrieb David Wolffson (1856-1914), ein litauischer Geschäftsmann und zweiter Präsident der Zionistischen Organisation:

Auf Bitten unseres Anführers Herzl kam ich nach Basel, um den Zionistischen Kongress vorzubereiten. Zu vielen anderen Problemen, die mich damals beschäftigten, gehörte eines, das etwas wie das Wesen des jüdischen Problems beinhaltete. Welche Flagge sollten wir in die Kongresshalle hängen? Dann fiel mir etwas ein. Wir haben eine Flagge – und die ist blau-weiß. Der Thallit (Gebetsschal), den wir uns beim Gebet umhängen: Das ist unser Symbol. Lasst und diesen Thallit aus seiner Tasche holen und vor den Augen Israels und allen Nationen ausrollen. Also bestellte ich eine blau-weiße Flagge mit dem darauf gemalten Davidstern. So entstand die Nationalflagge, die über der Kongresshalle wehte.

Als der Kongress stattfand, wurde von Morris Harris, einem Mitglied des New Yorker Hovevei Zion, ein sehr ähnlicher Entwurf mitgebracht, der aus Materialien der Markise seines Ladens und der Hilfe seiner Mutter erstellt wurde. Die Flagge hatte zwei blaue Streifen und einen großen, blauen Davidstern in der Mitte, die alle die Farben blau und weiß hatten und als „Flagge Zions“ bekannt wurde. Der Entwurf wurde auf dem Zweiten Zionistischen Kongress als offizielle Zionistenflagge angenommen, der 1898 in der Schweiz stattfand; und dieser Entwurf war es, auf den das Komitee im Juli 1948 verwies, als der Prototyp der israelischen Flagge vorgelegt wurde.

Genau drei Monate nach der Entscheidung des Komitees, am 28. Oktober, nahmt der Provisorische Rat den Entwurf an. Von da an hat die Zionistenflagge Israel als Nationalflagge repräsentiert. Im Folgejahr, im Mai 1949, verabschiedete die Knesset das Gesetz Flagge und Wappen.

Die Bedeutung der israelischen Flagge

Eine Reihe von Elementen sind einer Bandbreite von Entwürfen gemeinsam, die vor der Übernahme der Flagge Israels 1948 zu sehen waren: Worte, die an das Erbe des jüdischen Volks erinnern – ein einzelner Stern oder eine Gruppe Sterne; die Farben blau, weiß und gold; und horizontale Streifen.

Die vom Komitee der provisorischen Regierung festgelegten Elemente entstammen der Flagge der World Zionist Organization, die aus zwei blauen Streifen mit dazwischengesetztem Davidstern bestand.

Die blauen und weißen Streifen

Es bleibt zwar unbekannt, welche Farben genau das jüdische Volk und die jüdischen Königreiche vor Jahrtausenden repräsentierten, ist aber klar, dass die in antiken Quellen als techelet bekannte Farbe für die Juden eine besondere Bedeutung hatte.

Die von antiken Mittelmeer-Zivilisationen hoch geschätzte und in der hebräischen Bibel 49-mal erwähnte techelet wurde mit einem Färbemittel produziert, das Meerschnecken extrahiert wurde, die in der Mittelmeer-Region heimisch war. Es wurde für die Kleidung des Hohepriesters, Wandteppich im Tabernakel und zur Färbung der Tzitzit (Quasten), die an den Ecken der rechteckigen Kleidungsstücke befestigt sind, die man als tallit kennt, die traditionell von jüdischen Männern getragen werden, die älter als 13 sind.

Nach der Zerstörung des zweiten Tempels in Jerusalem durch die Römer gingen die Einzelheiten über die Herkunft des Farbstoffs verloren und mehr als 1.400 Jahre später hat die Mehrheit der Juden ihren Gebetschals einfache weiße Quasten hinzugefügt, statt die falsche Art von Farbstoff zu verwenden.

Die Mehrheitsmeinung im Mainstream-Judentum betrachtet das von verschiedenen Quellen erwähnte techelet als Variante der Farbe Blau, mit Tönen von „Mitternacht“, bis „blau wie der Mittagshimmel“. Obwohl Forscher glauben, dass die wahre Farbe tatsächlich Tyrus-Lila näher kommt, wurde die Farbe Blau als die stärkste Annäherung an den seltenen Farbton betrachtet.

Ungeachtet der genauen Widergabe der geschätzten Farbe techelet steht außer Frage, dass Juden bis 1864 regelmäßig weiße Thallit-Schals mit blauen Streifen trugen. Und diesem Kleidungsstück entnahm der jüdische Autor Ludwig August von Frankl aus Böhmen den Hinweis, als er seinen Text „Die Farben des Landes Juda“ schrieb. Darin legte von Frankl nahe, dass die Nationalfarben des jüdischen Volks himmelblau und weiß sein sollten:

… Das sind die Farben des geliebten Landes, blau und weiß sind die Farben Judas; Weiß ist der Glanz des Priestertums und Blau die Herrlichkeit des Firmaments.

Etwa ein Jahrhundert später, als Zionisten und jüdische Organisationen begannen Symbole, Wappen und Flaggen zu entwickeln, mit denen sie sich identifizieren können, waren die Farben Blau und Weiß fast allgegenwärtig.

Der Davidstern

Der in verschiedenen Prototypen zu sehende sechszackige Stern, den man als Davidstern kennt, gründete auf Theodor Herzls Vorschlage, die Zionistenflagge solle mit sechs oder sieben Sternen verziert werden, die die sieben Tages-Arbeitsstunden symbolisieren.

Obwohl er nach David benannt ist, gibt es keine Aufzeichnung, dass der Stern irgendeine Verbindung zum berühmten König David hat. Tatsächlich kam der sechseckige Stern, der heute universell als Symbol des jüdischen Volks verstanden wird, erst sehr spät diese Bedeutung. Ursprünglich wurden Sterne verschiedener Formen von jüdischen Mystikern als besondere Merkmale betrachtet, die dazu führte, dass sie für Amulette und in religiöser Kunst und Literatur übernommen, aber nicht als Zeichen jüdischer Identität genutzt wurden.

Im Lauf der Jahrhunderte wurden Juden an verschiedenen Orten überall in Europa mit Pentagrammen und Hexagrammen in Verbindung gebracht. Im 17. Jahrhundert konnte man den Davidstern auf der Hauptstadt-Synagoge in Prag in Anerkennung jüdischer Anstrengungen bei der Abwehr von Invasoren aus der Stadt sehen. Um diese Zeit wurde sie auch in Budapest verwendet und im Lauf der nächsten Jahrhunderte verbreitete sich die Verwendung überall in Europa, um Synagogen und religiöse Objekte zu schmücken. Bis Ende des 19. Jahrhunderts fand sich der Davidstern regelmäßig auf den Kennzeichen jüdischer Organisationen, Gewerkschaften und sogar Sportvereinen.

Als Ergebnis dieses historischen Prozesses waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowohl der Davidstern und die blauen Streifen auf weißem Hintergrund zu weithin akzeptierten Symbolen des jüdischen Volks geworden.

Ob man religiös ist oder nicht: Traditionen und Geschichte sind für die nationale Identität aller Länder weltweit wichtig. Israel ist da nicht anders – und der Thallit ist das nationale Symbol des jüdischen Volks. Das und nichts sonst, ist der Grund, warum die israelische Flagge parallele [blaue] Streifen hat.

Von Mitgefühl bis Verachtung: Der Kampf gegen die Leugnung des 7. Oktobers in den Mainstream-Medien

Verfasst 14. November 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 6. Oktober 2024

Da waren wenig Worte übrig, die den schieren Horror des 7. Oktobers 2023 auf den Punkt bringen, den Tag, als Hamas-Terroristen zusammen mit palästinensischen Zivilisten, eine unfassbare Welle an Barbarei und Blutrausch gegen wehrlose Männer, Frauen und Kinder lostraten.

Die Brutalität, die sie an den Tag legten, ist fast unbeschreiblich und die Angst und Qual, die die Opfer ertragen mussten, verfolgen die Überlebenden noch heute.

Einige Überlebende haben, zusammen mit denen, die im Gazastreifen als Geiseln gehalten und später bei Austauschaktionen befreit wurden, mutig ihre Geschichten mitgeteilt, während viele weiter zu traumatisiert sind, um zu reden. Die untröstlichen Familien, die ihre letzten Worte mit ihren Lieben wechselten, die mit bewaffneten Terroristen in ihren Häusern von bewaffneten Terroristen in der Falle saßen, teilten ihre Trauer. Ersthelfer und Notfall-Personal, die zum Tatort eilten, haben in aller groben Begriffen die Gräueltaten geschildert, die sie miterlebten und die Leben, die sie zu retten versuchten.

Aber die Stimmen, die wir nie hören, gehören denen, die das Schlimmste der Hamas-Barbarei ertrugen – diejenigen, die gefoltert, sexuell missbraucht, verstümmelt und kaltblütig ermordet wurden. Viele dieser horrenden Taten wurden von den Bodycams der Terroristen selbst aufgenommen, die nicht nur das Gemetzel filmten, sondern auch ihren widerwärtigen Stolz darauf diese Gewalt zu begehen. Ihre Taten und die sadistische Freude daran, offenbaren die Tiefe der Grausamkeit und des Hasses, für den der 7. Oktober inzwischen steht.

Der 7. Oktober kennzeichnet den für das jüdische Volk tödlichsten Tag seit dem Holocaust. In diesen Stunden gab es einen flüchtigen Moment, in dem die Welt – oder zumindest die Medien – in Trauer vereint schienen. Als Israelis und Juden überall in der Diaspora angesichts der unfassbaren Brutalität weinten, die ihrer Gemeinschaft zugefügt wurde, schien es so, dass auch die Welt trauerte.

Einige Medien nahmen die Worte „Nie wieder“ oder „das klangvolle „Nie wieder ist jetzt“, die nach dem 7. Oktober erklangen, nicht wörtlich. Sobald Israel seine Verteidigungsantwort gegen die Hamas begann – die völkermörderische Terrororganisation , die sich offen dazu verpflichtet hat das Massaker zu wiederholen, bis Israel und sein Volk vom Angesicht der Erde getilgt sind – kam die Reaktion aus gewissen Ecken der Medien schnell, unverhältnismäßig und unerbittlich. Das Narrativ wechselte von Trauer und Entsetzen zu harter Kritik an Israels Recht sich zu verteidigen, was Verrat am kurzen Gefühl der Solidarität beging, das einen Augenblick lang aufgekommen war.

Tatsächlich waren kaum 72 Stunden vergangen, seit die erste Welle an Hamas-Terroristen über die Grenze kamen, dass die Medien begannen die Grundlage für das zu legen, was bald eine weitverbreitete und unverantwortliche Anschuldigung wurde: dass Israel im Gazastreifen Völkermord begehen würde.

Die „Völkermord-Verleumdung“ ist nicht neu – ganz im Gegenteil. Allerdings war die Geschwindigkeit und Leichtigkeit, mit der sie von denen, die es besser wissen sollten, übernommen wurde, atemberaubend.

Nehmen wir Reuters am 10. Oktober, als sie einen Text mit einer Schlagzeile veröffentlichten, die den palästinensischen UNO-Botschafter zitierte, der Israel beschuldigte, es würde einen „völkermörderischen Feldzug gegen den Gazastreifen“ beginnen. Diese von Riyad H. Mansour erhobene Anschuldigung gründete auf falschen Behauptungen – keine der angeblichen Taten, die einem Völkermord gleichkommen sollen, hatten stattgefunden, darunter die Verwendung von „Verhungern als Methode der Kriegsführung“ oder ein „Versuch ihre nationale Existenz auszulöschen“. Aber Reuters brachte die aufwiegelnde Schlagzeile trotzdem. Von diesem Moment an war der Ton angeschlagen und das Narrative begann Formen anzunehmen. Trotz aller Fakten, die das Gegenteil zeigen, entwickelten die Völkermord-Anschuldigung ein Eigenleben und hielt sich hartnäckig im öffentlichen Diskurs.

Der Versuch den Revisionismus zum 7. Oktober zu mainstreamen

Eine der Schlüsseltaktiken, die dazu eingesetzt werden Israels Recht auf Selbstverteidigung – und dabei sein Existenzrecht – zu delegitimieren, ist die Verbreitung des Revisionismus zum 7. Oktober. Diese Kampagne leugnet entweder Aspekte der Verbrechen der Hamas oder spielt das Massaker komplett herunter. Diese Narrative entstammten zwar nicht notwendigerweise den Medien, aber diejenigen, die Israels Vernichtung anstreben, haben in den Mainstream-Medien willige Helfer – freiwillig oder bewusst – gefunden, um ihr Anliegen voranzubringen.

Diese Kampagne konzentrierte sich auf drei Hauptpunkte: Leugnung der von den Hamas-Terroristen begangenen sexuellen Gewalt; Darstellung des Angriffs als legitimen Widerstandsakt; und die Behauptung, Israel würden den 7. Oktober dazu ausnutzen den Gazastreifen zu „besetzen“.

Leugnung der sexuellen Gewalt der Hamas

Die Leugnung der gut dokumentierten sexuellen Verbrechen der Hamas begann mit Verschwörungsmedien wie The Intercept und The Grayzone, aber diese Narrative gewannen durch eine Minderheit der Berichterstattung in den Medien einiges an Legitimität. Die politische Podcasterin Joy Gray z.B. behauptete, zu glauben, dass israelische Frauen vergewaltigt wurden, sei übergriffig, weil niemand „Zeugenaussagen machte“. Gray wurde später von The Hill entlassen, nachdem sie gegenüber Yarden Gonen, der Schwester der Geisel Romi Gonen, die Augen verdrehte, die diese an sie appellierte die Berichte israelischer Opfer zu glauben.

Masha Gessen trug im The New Yorker  zu diesem Narrativ mit einem Feature bei, das behauptete die sexuelle Gewalt am 7. Oktober zu „untersuchen“, nur um letztlich Israel zu beschuldigen diese Verbrechen „zur Waffe zu machen“. Zwar leugnete Gessen nicht rundheraus, dass sexuelle Gewalt auftrat, aber der Text spielte Ausmaß und Schwere herunter, indem er eine von Pramila Patten durchgeführte UNO-Ermittlung in Zweifel zog und Zeugenaussagen abtat.

Im New Yorker behauptet Gessen, eine verrückte Antizionistin, dass die IDF angeblich auch Araberinnen vergewaltigt, dass es in allen Kriegen Vergewaltigungen gibt – hier gibt’s nichts zu sehen. Gehen Sie weiter.

Allerdings konterten Organisationen wie HonestReporting dieses Leugnen von Anfang an und so dafür gesorgt, dass diese Unwahrheit sich in den Mainstream-Mediendurchsetzt oder weit verbreitet wird.

Zu Behaupten, ein „Bericht über 8 Monate Behauptung und Gegenbehauptung“ zur sexuellen Gewalt an Israelis am 7. Oktober ist die Story von Times-Auslandskorrespondenten Scribblercat und Gabrielle Siiais nichts weiter als ein Wirrwarr an Opferbeschuldigungen und Voreingenommenheit.

Darstellung des Hamas-Massakers als legitimen Akt des Widerstands

Einmal mehr ist ein Narrativ, das aus den antisemitischen Ecken des Internets kommt, von Teilen der Mainstream-Medien verstärkt worden: Die Behauptung, dass der Angriff der Hamas vom 7., Oktober ein legitimer Akt des Widerstands war.

Insbesondere die BBC ist erheblich in die Kritik geraten. Eine Analyse von vier Monaten ihrer Berichterstattung, beginnend mit dem 7. Oktober, deckte atemberaubende 1.500 Verstöße gegen ihre eignen redaktionellen Richtlinien. Diese vom britischen Anwalt Trevor Asserson und seiner Firma durchgeführte Untersuchung involvierte ein Team von rund 20 Anwälten und 20 Datenwissenschaftlern. Es deckte systematisches Versagen bei der Wahrung von Unparteilichkeit und Genauigkeit auf. Zu den Befunden gehörte, dass die regelmäßig Darstellung der Hamas in wohlwollenden Begriffen durch die BBC, insbesondere als „Widerstands“-Bewegung, wobei ihre Kämpfer als „Soldaten“ bezeichnet werden. Eines der ungeheuerlichsten Beispiele war eine Schlagzeile, die den Angriff der Hamas vom 7. Oktober als eine „spektakuläre“ Operation beschrieb.

Zahlreiche weitere Mainstream-Medien haben dieses Narrativ vom „Widerstand“ ebenfalls aufgegriffen. Die anhaltenden Bemühungen dieser grotesken Darstellung entgegenzuwirken haben jedoch dazu beigetragen, die Verbreitung dieses gefährlichen Revisionismus einzudämmen.

Andeutung, Israel würde den 7. Oktober als Vorwand zur Besetzung des Gazastreifens nutzen

Von CNN bis zur BBC haben Teile der Medien das Narrativ gepuscht, Israel werde das Massaker der Hamas als Vorwand nutzen den Gazastreifen einzunehmen. Diese irreführende Behauptung stützt sich auf Äußerungen einer kleinen Gruppe rechter israelischer Politiker, die für die breitere israelische Bevölkerung oder die Regierung nicht repräsentativ sind und implizieren, dass Israels langfristige Strategie darin besteht den Streifen zu besetzen.

Israels Rechtsextreme wollen die Palästinenser aus dem Gazastreifen vertreiben. Ihre Ideen gewinnen Aufmerksamkeit.
Jüdische Siedler visieren die Strände des Gazastreifens an.

Owen Jones, Kolumnist des Guardian, der die sexuelle Gewalt der Hamas auch in Zweifel zog, behauptete auf Good Morning Britain fälschlich, der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu, habe die ersten Steine einer neuen Siedlung im Gazastreifen gelegt. Nachdem HonestReporting offenlegte, dass Jones Netanyahus Rede falsch übersetzte – er bezog sich in Wirklichkeit auf einen zerstörten Kibbuz im Umfeld des Gazastreifens, außerhalb des Gazastreifens – publizierte Jones eine Korrektur.

Weitere Lügen von Owen Jones, der ITF GMB fälschlich behauptete, der israelische Premier Netanyahu habe im nördlichen Gazastreifen „einen Stein“ für eine neue Siedlung gelegt und rede über den Wiederaufbau von Siedlungen im Gazastreifen.
Auf dem Weg ins Studio las ich einen Tweet, der weithin kursierte und so verstanden wurde, dass Benjamin Netanyahu sich verpflichtete neue Siedlungen im Gazastreifen zu bauen.
Tatsächlich war es ein Fehler von Google Translate…

Aufdeckung und Konfrontation von Verzerrung des 7. Oktobers

Der Kampf gegen die Verzerrung der Gräueltaten des 7. Oktobers hat demonstriert, dass schnelles Handeln entscheidend dafür ist, dass gefährliche Unwahrheiten keine Wurzeln schlagen. Die Vorführung von Bearing Witness – einem Film, der Bodycam-Aufnahmen des Massakers durch die Hamas zeigt – war eine entschlossene und effektive Art Journalisten und Schlüsselpersonen die brutale Wirklichkeit zu zeigen. Dem Film gelang es, eine sorgfältige Balance zwischen der Ehrung des Andenkens der Opfer und Überlebenden und der Vermittlung der Wahrheit an eine breite Öffentlichkeit herzustellen.

Organisationen wie HonestReporting haben unermüdlich daran gearbeitet diejenigen bloßzustellen, die revisionistische Lügen verbreiten, aktiv Einzelne und Medien beschämen, die die Wirklichkeit der Brutalität der Hamas herunterzuspielen oder zu verdrehen. Lässt man gegen diese nicht vorgeht, riskiert man, dass sich diese Unwahrheiten im öffentlichen Bewusstsein festsetzen, ganz ähnlich der tückischen „Völkermord-Verleumdung“.

Aber die Bemühungen von HonestReporting  zeigen, dass es möglich ist diese Verzerrungen aufzuhalten, bevor sie in akzeptierte Narrative metastasieren. Die Wahrheit ist nicht nur eine Gegenmaßnahme – sie ist eine Waffe gegen die Lügen, die online in sozialen Medien wie auch gedruckt verbreitet werden.

Grabt weiter: Wie die Archäologie die Lüge von den israelischen „Kolonisatoren“ entzaubert

Verfasst 7. November 2024 von spotplenni
Kategorien: Geschichte, Israel

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Gastbeitrag – HonestReporting, 3. Juli 2024

Die verleumderische Behauptung, Israel sei ein Kolonialprojekt verursacht bei Juden weltweit Schäden und wurzelt schlicht nicht in der Realität. Jede Menge archäologischer Beweise offenbaren eine jüdische Gemeinschaft im Land Israel, die Jahrtausende anhielt. Trotz irreführender und antisemitischer Argumente, das jüdische Volk sei Kolonisatoren in fremdem Land dient der Zionismus, die Bewegung für jüdische Selbstbestimmung, in Wirklichkeit als Modell für Entkolonisierung.

Antike Berichte über Israel und das jüdische Volk

Einer der frühesten Verweise auf das jüdische Volk kommt von der Merneptah-Stele, einer ägyptischen Artefakt, die auf das Jahr 1200 v.Chr. datiert wird. Die Stele gedenkt des Sieges des Pharaos Merneptah über die Israeliten. Dies ist die erste bekannte Erwähnung Israels in antiker ägyptischer Literatur und bestätigt die seit langem bestehende Präsens des jüdischen Volks in der Region. Im Bild ist das Wort „Israel“ in den ägyptischen Hieroglyphen des Artefakts hervorgehoben. Obwohl es eine Handvoll genauer Übersetzungen gibt,  lautet der Satz: „Yisrael, sein Samen ist verstreut.“ Das betont das Narrativ der jüdischen Kontinuität.

Die Merneptah-Stele

Der schwarze Obelisk von Schlamaneser III. ist ein assyrisches Artefakt von 841 v.Chr. Er erwähnt das „Haus Omri“, zeichnet den Tribut auf, der von König Jehu von Israel an das assyrische Reich gezahlt wurde, nachdem diese das Königreich Israel erobert hatten. Der Obelisk ist das einzige bekannte Bild eines israelitischen Königs und demonstriert die politischen und dynastischen Aktivitäten des Nordkönigreichs Israel, was die jüdischen Präsenz in der Region untermauert.

Der schwarze Obelisk von Schalmaneser III.

Die Tel Dan-Stele, entdeckt in Nordisrael, wird auf das 9. Jahrhundert v.Chr. datiert und beinhaltet eine aramäische Inschrift, die das Königreich Israel und das „Haus Davids“ erwähnt. Dieser bedeutende Fund stärkt den biblischen Bericht von der Dynastie König Davids, dient als ältester nichtbiblischer Bericht zur davidischen Dynastie; damit ist sie ein greifbarer Beweis der jüdischen Souveränität im Land. Sie befindet sich derzeit im Israel Museum in Jerusalem, eingebettet in eine Sammlung tausender Artefakte aus dieser Ära, die die Existenz jüdischer Gemeinden im Land Israel vor mehr als zweitausend Jahren bestätigt.

Die Tel Dan-Stele

Zwei in Jerusalem entdeckte kleine Silber-Amulette, die auf das späte 7. Oder frühe 6. Jahrhundert v.Chr. datiert werden, beweisen eindrucksvoll frühe jüdische religiöse Bräuche. Diese Amulette sind die ältesten bekannten Abschriften biblischer Texte. Sie wurden im Raum Ketef Hinnom entdeckt und gehen den Rollten vom Toten Meer um rund 400 Jahre voraus. Sie tragen die Inschrift einer Wiederholung des Priestersegens aus Numeri (4. Mose) 6,24-26 und zitieren den Namen des jüdischen Gottes, womit sie die grundlegenden jüdischen Ursprünge in Jerusalem bekräftigen. Das Vorhandensein dieser Amulette unterstreicht die tiefgehenden spirituellen und kulturellen Wurzeln des jüdischen Volks in der Region.

Rückkehr aus dem Exil

Nach Jahrhunderten des Lebens im Exil wurde den Juden von König Kyros von Persien die Möglichkeit gewährt ins Land Israel zurückzukehren. Das Buch Esra (Kapitel 1) hindurch dokumentiert ist, erkannte dieser fremde Herrscher die Notwendigkeit an, dass indigene Völker in ihre Heimat zurückgebracht werden müssen. Diese Politik ist im Kyros-Zylinder zementiert, der 538 v.Chr. auf Ton geschrieben wurde. Mit der Erlaubnis der Rückkehr der durch die Babylonier ins Exil Gebrachten beeinflusste Kyros die jüdische Geschichte zugunsten des Zionismus.

Der Kyros-Zylinder

In der Davidstadt in Jerusalem wurden verschiedene Bullen mit yahwistischen Namen entdeckt, die Jahrtausende jüdischer Existenz in dieser Region Juden belegen. Diese Ansammlung von Bullen, kleinen Tonsiegeln, trägt hebräische Inschriften, die auf das 6. Und 7. Jahrhundert datiert werden, was die tief verwurzelte jüdische Präsens im Land widerspiegeln. In dem, was man damals als das Land Judah kannte, waren Juden in wirtschaftlichen und administrativen Tätigkeiten aktiv. Derselbe Gott, auf den man sich auf den Silberamuletten bezieht, ist mit den jüdischen Namen auf diesen Stempeln verbunden. Diese Artefakte stärkt biblische Berichte aus der Zeit des ersten Tempels und benutzen hebräische Buchstaben, die eindeutig jüdische Aktivität in Israel bestätigten.

Eine Bulle

Das römische Zeitalter

Der im Jahr 81 n.Chr. gebaute Titusbogen zeigt die Römer bei der Plünderung Jerusalems, als die Juden – erneut – aus ihrem Heimatland ins Exil getrieben wurden und religiöse Artefakte als Symbol des Sieges der Römer geplündert wurde. Die Brandschatzung Jerusalem war für das jüdische Volk derart traumatisierend, dass viel jüdische Besucher Roms sich als anhaltenden Widerstand gegen die römische Besatzung weigern unter dem Bogen hindurchzugehen.  Die Menora, ein beständiges Symbol des jüdischen Volks, ist in der Mitte des Bildes als Symbol römischer Überlegenheit über die Juden abgebildet. Daher illuminiert das ungewollt die Existenz einer jüdischen Gemeinschaft in dem Land, das sie vor so vielen Jahrhunderten eroberten.

Der Titusbogen

Das  Zeitalter der Römer hinterließ in der jüdischen Psyche verschiedene unauslöschbare Spuren, die von den Überresten der Festung Masada noch deutlicher gezeigt werden. Die in den 1960-er Jahren bei Ausgrabungen freigelegte Festung des König Herodes aus dem ersten Jahrhundert leistete heftigen Widerstand gegen die Römer, bevor sie zerstört wurde und die Römer einen weiteren Sieg über das Volk des Landes kennzeichnete. Heute dient Masada als eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Israel, in der Besucher antike Zisternen, Tonwaren und technische Meisterleistungen jüdischer Architekten besichtigen können. Obwohl es immer noch Teile der Festung, die ausgegraben werden müssen, ist Masada eine der schmerzlichsten Erinnerungen der jüdischen Verbindung zum Land Israel – jüdische Menschen starben bei der Verteidigung vor tausenden Jahren.

Masada

Historiker sagen…

Über die Archäologie hinaus bieten die Werke des Flavius Josephus, eines jüdischen Historikers des ersten Jahrhunderts, eine Insider-Erfahrung des jüdischen Lebens und der römischen Regierung in Judäa. In seiner Arbeit Antiquitates Judaicae (Altertümer der Juden) führt Josephus detailliert die römisch-administrative Präsens in der Region auf, einschließlich der vom syrischen Statthalter Cyrenius in Syrien eingeführte Steuerpolitik. Flavius hält fest: „Darüber hinaus kam Cyrenius selbst nach Judäa, das jetzt der Provinz Syrien angeschlossen ward, um dort eine Bestandsaufnahme zu machen und über das Geld von Archelaus zu verfügen.“ Diese Bericht betont sowohl jüdisches Eigentum und wirtschaftliche Aktivitäten im römischen Judäa. Josephus‘ umfangreiche Aufzeichnungen dienen als wichtige Quelle und unterstreichen die kontinuierliche jüdische Beteiligung in diesem Land über Jahrtausende hinweg.

Benjamin Tudela, Autor von Die Reiseroute des Benjamin von Tudela, zeichnet jüdische Aktivitäten in der Patriarchenhöhle auf. Tudela, ein im Mittelalter lebender Jude, beschreibt die religiösen Bräuche, die ausdrücklich an diesem Ort ausgeübt werden. Er schreibt, dass Generationen an Israeliten in der Höhe beerdigt wurden und dass unsere Vorväter „ein eisernes Tor“ bauten, um die zu schützen, die die Überreste ihrer Lieben besuchen wollen. Dank Tudela finden Geschichten der Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und seinem im Land beerdigten Vorfahren tiefere Resonanz.

Anhaltende jüdische Praxis

Die Entdeckung der Schriftrollen vom Toten Meer im frühen 20. Jahrhundert bietet vermutlich die überzeugendsten Beweise der anhaltenden Verbindung des jüdischen Volks zu seinem Land und Erbe. Diese antiken Manuskripte, die in die letzen drei Jahrhunderte v.Chr. und das erste Jahrhundert n.Chr. datiert werden, beinhalten die frühesten bekannten Kopien der hebräischen Bibel, liefern unschätzbare Einblicke in jüdisches Leben, Recht und Überzeugungen in der Zeit des zweiten Tempels. Diese auf Hebräisch, Aramäisch und Griechisch geschriebenen Rollen sind ein machtvolles Symbol jüdischer spiritueller und intellektueller Widerstandsfähigkeit. Ihr Überleben über zwei Jahrtausende bestätigt das fortwährende Vermächtnis jüdischer Gelehrsamkeit und die unerschütterliche Hingabe an ihre heiligen Texte.

„Apartheid“, „brutale Angriffe“ und „Kriegsmaschine“: die israelfeindlichen Post des Reuters-Bürochefs aufgedeckt

Verfasst 31. Oktober 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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HonestReporting, 14. Oktober 2024

Timour Azhari hätte es besser wissen müssen. Als Reuters-Bürochef im Irak, der aktuell über den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon berichtet, soll er als Vorbild für professionellen Journalismus handeln.

Stattdessen offenbart sein Account auf X (früher twitter) israelfeindliche Einseitigkeit, die Zweifel an seiner Objektivität aufwirft.

Und er ist es nicht alleine: Zu seinen Followern gehören Top-Redakteure von Reuters. Entweder wissen sie von seinen Posts und schweigen oder sie haben keine Vorstellung von seinen Aktivitäten – beides zeigt einen Niedergang journalistischer Standards einer ehemals respektierten Nachrichtenagentur.

Apartheid und „Terror“

Zwei Posts zum israelisch-palästinensischen Konflikt entlarven Azharis wahres Gesicht.

Der erste wurde während des Konflikts zwischen Israel und der Hamas im Mai 2021 gepostet, als Azhari Libanon-Korrespondent für Reuters war. Darin rät er Journalisten zu erwähnen, dass „Israel an den Palästinensern das Verbrechen der Apartheid begeht“, ansonsten würde ihre Texte „mangelhaft“ sein.

Er festigt seinen sogenannten journalistischen Rat, indem er die Anschuldigung „Top-Menschenrechtsorganisationen“ wie B’Tselem, und Human Rights Watch zuschreibt – zwei von Agenden getriebenen Nichtregierungsorganisationen, die ihre politisierten Agenden über die Menschenrechte stellen, die zu schützen sie behaupten.

Wenn das die Art ist, wie Azhari als Korrespondent manipulierte, dann ist es alarmierend zu denken, wie sein Team als Bürochef betreut.In einem jüngeren zweiten Post setzte Azhari das Wort „Terror“ in einem Post über einen Schusswaffen- und Messeranschlag in Jaffa am 1. Oktober in Anführungszeichen, bei dem zwei Palästinenser sieben unschuldige Israelis ermordeten.

Die Anführungszeichen sind überflüssig, da die Beschreibung der israelischen Polizei zugeschrieben wird. Damit ist die Botschaft klar: Für Azhari kann dieser brutale Anschlag nicht als terroristisch gelten.

Israels „Kriegsmaschine“

Er hat allerdings kein Problem damit Israels Selbstverteidigung als „brutal“ zu bezeichnen.

Das ist das Wort, dass Azhari wählte, um Israels Gegenschlag gegen die Hisbollah zu beschreiben, die am 8. Oktober 2023 begann auf die nördlichen Gemeinden des jüdischen Staats zu schießen.

Und hier bezeichnete er Israel als „Kriegsmaschine“, wobei er vielleicht vergaß, dass die Hisbollah der am stärksten bewaffnete nichtstaatliche Akteur der Welt ist.

Wenn das die israelfeindliche Reaktionsarbeit ist, die Azhari auf seinen sozialen Medien postet, wie kann man ihm vertrauen, dass er im aktuellen Konflikt für Reuters objektiv berichtet?

Azharis Hintergrund als Beirut-Reporter für das von Qatar finanzierte Al-Jazira erklären könnte, warum er nicht darüber nachdenkt Nachrichten zu filtern, die bei dem mit der Hamas sympathisierenden Sender kein Aufsehen erregt hätten.

Wie können Nachrichten-Konsumenten Reuters vertrauen, wenn ein solcher „Journalist“ dessen Nahost-Berichterstattung handhabt?

Eine kurze Geschichte der israelischen Siedlungen von 1967 bis heute

Verfasst 27. Oktober 2024 von spotplenni
Kategorien: Geschichte, Israel

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Chaim Lax, HonestReporting, 17. September 2024

Ob in den Mainstream-Medien, der akademischen Welt oder in einem zwanglosen Gespräch unter Freunden – jede Diskussion über israelische Politik wirft unweigerlich das Thema „israelische Siedlungen“ auf.

Aber während der Begriff „israelische Siedlungen“ ins Volkslexikon Einzug gehalten haben: Wie viel weiß der Durchschnittsmensch wirklich über sie?

Lassen Sie uns einen Blick auf die Geschichte der israelischen Siedlungen von ihrer Entstehung 1967 bis heute werfen.

Die Ersten Siedlungen (1967/68)

Im Juni 1967 führte Israel einen Verteidigungskrieg gegen die Armeen von Ägypten, Jordanien und Syrien. Nach sechs Tagen der Kämpfe kamen die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) siegreich daraus hervor und drängten das Feind-Militär nicht nur von den Grenzen zurück, sondern gewann auch die Kontrolle über große Gebiet: die Wüste Sinai und den Gazastreifen von Ägypten, die Golanhöhen von Syrien und Ostjerusalem und die Westbank von Jordanien.

Bald nach Kriegsende begannen Israelis Graswurzeln-Initiativen zur Gründung von Gemeinden in diesen neuen Territorien. Diese Israelis betrachteten dieses Gemeindegründungen als eine Fortsetzung des Pioniergeistes, der die jüdischen Gemeinden vor der Gründung des Staates Israel durchdrang.

Die meisten dieser frühen Siedlungen, zahlenmäßig nur wenige, wurden in Bereichen gegründet, die vom Alon-Plan als von strategischer Bedeutung eingestuft wurden.

Der Alon-Plan, den der israelische Arbeitsminister Yigal Alon von Juni bis Juli 1967 entworfen wurde, war ein Programm, mit dem Israel die Kontrolle über bestimmte Teile der Westbank (hauptsächlich das Jordantal, der Gusch Etzion und Ostjerusalem) beibehalten sollte, um sich vor zukünftigen Angriffen Jordaniens zu schützen. Der Rest des Gebiets sollte entweder an Jordanien oder an eine palästinensische Verwaltung gehen.

Aus Sicht des Alon-Plans dienten diese neu gegründeten Siedlungen als vorgeschobene Posten, die helfen sollten diese neuen, verteidigungsfähigen Grenzen zu sichern.

Zusätzlich zu Sicherheitsüberlegungen wurden einige der frühen Siedlungen an Stellen jüdischer Gemeinden gegründet, die in Zeiten der Gewalt, insbesondere während des arabischen Aufstands (1947-48) und des israelischen Unabhängigkeitskriegs, entvölkert wurden.

Der Kibbuz Kfar Etzion zum Beispiel, eine der ersten gegründeten Siedlungen, wurde im September 1967 von Kindern der ursprünglichen Einwohner des Kibbuz gegründet, die größtenteils bei einem jordanischen Massaker im Mai 1948 getötet worden waren.

Die zweite Welle der Siedlungen (1968 bis 1980)

1968 versuchte eine Gruppe religiöser Familien eine Gemeinde in der uralten Stadt Hebron aufzubauen, deren jüdische Bevölkerung nach dem Massaker von Hebron 1929 entfernt worden war. Diese Gruppe wurde letztlich zum Kern der nahe gelegenen Siedlung Kiryat Arba und später der wiedergegründeten jüdischen Gemeinde von Hebron.

Dieser Versuch läutete die „zweite Welle“ des Siedlungsbaus ein, die stärker von Ideologie angetrieben war und die Gründung jüdischer Gemeinden aufgrund des Status von Judäa und Samaria (der traditionelle jüdische Name der Westbank) als Geburtsstätte des jüdischen Volks als nationales und religiöses Gebot betrachtete,

1974 wurde die Bewegung Gusch Emunim (Block der Getreuen) offiziell als Graswurzel-Organisation gegründet, die daran arbeitet neue jüdische Gemeinden in Judäa und Samaria aufzubauen.

Nach der Wahl von Menachem Begins rechter Regierung 1977 wurde die israelische Regierung der Gründung jüdischer Gemeinden überall in der Westbank gegenüber zugänglicher.

Das bedeutet allerdings nicht, dass den Israelis ein Blankoscheck ausgestellt wurde, um überall, wo es ihnen passte, Siedlungen zu gründen. Bei einem heute berühmten Vorfall im Jahr 1979 wurde die israelische Regierung nach einem Gesuch arabischer Einwohner eines nahe gelegenen Dorfs vom Obersten Gerichtshof gezwungen die entstehende Gemeinde Elon Moreh 10 Kilometer weiter weg zu verlegen.

Siedlungswachstum, Siedlungsstopps und Siedlungszerstörung

Seit den 1970-er Jahren hat es Perioden des Siedlungswachstums innerhalb von Judäa und Samaria gegeben, ebenso Zeiten des Siedlungsstopps, insbesondere während der Periode der Friedensverhandlungen mit den Palästinenser und benachbarten arabischen Staaten.

Infolge des Stopps der Gründung neue Siedlungen seit dem Oslo-Friedensprozesses wurden von Leuten Außenposten gebaut, die den Wunsch hatten neue Gemeinden in Judäa und Samaria zu gründen, aber die Erlaubnis der israelischen Regierung nicht hatten. Seit Mitte der 1990-er Jahre sind mehrere dieser Außenposten von der israelischen Regierung als offizielle Siedlungen anerkannt worden.

Gelegentlich hat die israelische Regierung auch jüdische Gemeinden in der Westbank aufgelöst, darunter vier, die als Teil der Abkoppelung vom Gazastreifen im Jahr 2005 abgerissen wurden; außerdem wurde die Siedlung Amona von 2006 bis 2017 geräumt.

Blick auf den Außenposten Evyatar (Foto: Sraya Diamant/Flash90)
Blick auf die Siedlung Efrat (Foto: Hadas Parush/Flash90)

Weitere Informationen zu Siedlungen, Außenposten und Siedlungsblocks siehe Blocs, Towns & Outposts: What Are the Settlements?

Warum braucht es einen iranischen Raketenangriff auf Israel, damit die Medien die Wahrheit berichten?

Verfasst 10. Oktober 2024 von spotplenni
Kategorien: Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Rachel O’Donogue, HonestReporting, 2. Oktober 2024

Am Dienstagabend startete die Islamische Republik Iran einen groß angelegten Angriff mit ballistischen Raketen auf Israel, feuerte fast 200 Raketen auf das gesamte Land. Luftschutzsirenen erklangen überall in Israel, Zivilisten suchten Sicherheit, als das Trommelfeuer sich entfaltete.

Der Iran stellte den Angriff als Vergeltung für Israels jüngste Operationen, die bei einem Angriff in Beirut am 27. September ranghohe Hisbollah-Mitglieder eliminierte, darunter den Führer der Gruppe, Hassan Nasrallah, eliminierte. Während die Berichterstattung der Medien zu Nasrallahs Tod – besonders der verstörend mitfühlende Sprachgebrauch zur Beschreibung deines Terrorführers – war fehlerhaft, die Berichte zum Irans direktem Angriff auf Israel schlugen einen deutlich anderen Ton an.

Die Mehrheit der Medien hielt sich in ihrer Berichterstattung zum Vorfall an die Fakten gehalten, anerkannt, dass der beispiellose Angriff ist, was er war: eine bedeutende Eskalation, initiiert vom Iran. Trotzdem  gab es bemerkenswerte und enttäuschende Ausnahmen, die wir später besprechen werden.

Associated Press und Reuters veröffentlichten z.B. Berichte mit Schlagzeilen, die die Lage genau wiedergaben: Der Iran hatte Israel in einem Schritt angegriffen, der die Entzündung eines größeren regionalen Konflikts riskierte. Reuters brachte dazu eine Fotogalerie, die die Auswirkungen des Angriffs auf die israelischen Zivilisten dokumentierte, Bilder von Menschen zeigte, die am Straßenrand Schutz suchten und was ein Raketentreffer sich auf ein Schulgebäude in Gadera anrichtete.

Derweil widmete die New York Times einen Anteil ihrer Berichterstattung dem einzigen bestätigten Opfer – ein Arbeiter aus dem Gazastreifen – und hob seinen Tod hervor, wozu die Äußerung seines Vaters zitiert wurde, der Angriff „dient nicht den Interessen der Palästinenser“.

Stunden nach dem Angriff veröffentlichte The Telegraph einen Leitartikel, der den Iran unmissverständlich als den „Aggressor“ im Nahen Osten benannte – eine Tatsache, die offensichtlich sein sollte, aber regelmäßig von den meisten der Weltmedien in ihrer Berichterstattung über die Region übersehen wird.

Sky News und CNN widmeten beide den dramatischen Augenblicken Beiträge, ihre Livesendungen wurden abgebrochen und ihre Journalisten rannten in Deckung, als es Raketen regnete, was einen flüchtigen Blick in die harte Realität bot, denen sich israelische Zivilisten bei solchen Angriffen gegenüber sehen.

Matt Gutman berichtete für ABC News aus einem Schutzraum in Tel Aviv und beschrieb, wie die Zivilisten nach den Alarmen wegen eines kommenden Angriffs gezwungen gewesen waren in Deckung zu rennen

Wie aber schon erwähnt, gab es bei der Berichterstattung mehrere enttäuschende Ausnahmen. Ein solches Beispiel sind zwei separate Interviews der BBC mit sogenannten „Experten“ als Gästen. In einem wurde dem britischen Akademiker Andras Krieg eine unterbrechungslose Plattform gegeben, um zu warnen, die internationale Gemeinschaft müsse „sicherstellen, dass Israel die regionale Ordnung, wie wir sie kennen, nicht stört“, während es sich gegen Angriffe wehrt.

Noch verstörender war die Entscheidung der BBC den iranischen Akademiker Sayed Mohammad Marandi zu dem Angriff zu interviewen, nur Stunden, nachdem der Sender zugegeben hatte, dass er es versäumte Marandi während eines früheren Interviews mit Mischal Husain im BBC Radio 4 infrage zu stellen, in dem er Israel wiederhold beschuldigte Völkermord zu begehen.

Und in einem der unprofessionelleren Momente der Berichterstattung beschrieb Ben Wedeman von CNN die Menschen in Beirut als von dem Angriff auf Israel „getröstet“, den er dem sogenannten „bescheidenen“ iranischen Raketen- und Drohnenangriff auf Israel im April gegenüberstellte.

Ein letzter Punkt muss noch angeführt werden.

Während die Berichterstattung der internationalen Medien in diesem Fall ermutigend war, sollte sie jedoch keine Ausnahme bleiben – sie muss Standard werden.

Die Hisbollah und die zahnlose UNO-Resolution 1701

Verfasst 3. Oktober 2024 von spotplenni
Kategorien: Nahost-Konflikt, UNO

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Paul Shindman, HonestReporting, 8. September 2019

Nach dem Libanon-Krieg von 2006 verabschiedete der UNO-Sicherheitsrat die Resolution 1701, die damals als ein streng formuliertes Dokument wahrgenommen wurde. Sie zielte nicht nur darauf ab den Waffenstillstand zu aufrechtzuerhalten, sondern die Hände der Regierung in Beirut zu stärken, indem sie die Zentralregierung aufforderte die Kontrolle über das ganze Land durchzusetzen.

Zum größten Teil hat 1701 die zahnlose Unfähigkeit des internationalen Gremiums gezeigt diese Worte zu nehmen und vor Ort effektiv umzusetzen.

Der Krieg von 2006 war keiner zwischen zwei Ländern, sondern zwischen Israel und der Terrororganisation Hisbollah, geführt von Hassan Nasrallah, finanziert, ausgebildet und bewaffnet durch den Iran. Die Hisbollah steht nicht unter der Kontrolle der libanesischen Regierung, ist kein Teil der Libanesischen Streitkräfte und betrachtet sich daher als dem Dokument nicht ansatzweise verpflichtet. Ihre Terroraktivitäten sind seit Jahren dokumentiert worden.

Resolution 1701 in den eigenen Worten

Zwei Absätze der Resolution des UNO-Sicherheitsrats (UNSC) schienen sich direkt an die Hisbollah zu richten:

  • „Sicherheitsvorkehrungen zur Verhinderung der Wiederaufnahme von Feindseligkeiten, einschließlich der Gründung eines Bereichs ohne jegliches bewaffnetes Personal, Aktivposten und Waffen außer denen der Regierung des Libanon und UNIFILs zwischen der Blauen Linie und dem Litani …“
  • „Volle Umsetzung der relevanten Vorkehrungen der Taif-Vereinbarungen und der Resolutionen 1559 (2004) und 1680 (2006) des UNSC, die die Entwaffnung aller bewaffneten Gruppen im Libanon fordern, so dass es laut des libanesischen Kabinettsbeschlusses vom 27. Juli 2006 keine Waffen oder Behörden im Libanon gibt außer denen des libanesischen Staates.“

Kurz gesagt, fordert 1701 die Entwaffnung der Hisbollah und die Stationierung der libanesischen Armee, um Souveränität ausgeübt wird – besonders im Süden des Landes entlang der libanesisch-israelischen Grenze. Dieses Gebiet wird von der UNIFIL überwacht, der United Nations Interim Force in Lebanon, die mit der Beobachtung des Bereichs beauftragt ist und deren schwere Präsenz die Milizen abschrecken soll.

Resolution 1701: die Unzulänglichkeiten

In der Praxis erwies sich die Resolution als zahnlos. Damals kamen Experten des angesehenen Institute for National Security Studies (INSS) in Tel Aviv zu dem Schluss, dass die Resolution 1701 „keinen effektiven Mechanismus für Handeln zur Entwaffnung der Hisbollah oder die Beendigung ihrer Existenz als Staat im Staat bietet“.

Der Analyst Aiman Mansour hielt fest, dass Nasrallah von 1701 nicht betroffen war, was eine Situation schuf, „in der der Libanon nach dem Feldzug wenig anders als der Libanon davor ist … sie schuf keinen rahmen, der die Existenz der Hisbollah oder anhaltender Terroraktivitäten bedroht“.

Dreizehn Jahre nach der Verabschiedung von Resolution 1701 ist die Hisbollah nicht nur bewaffnet, sondern ihr Waffenarsenal ist enorm vergrößert worden und sie bleibt südlich des Litani voll stationiert – als ob es die Resolution des UNO-Sicherheitsrats nie gegeben hätte. Schätzungen geben das Raketen- und Flugkörper-Arsenal der Hisbollah mit mehr als 130.000 an – genug, um theoretisch vier Monate lang 1.000 Raketen am Tag auf Israel zu feuern.

UNIFIL (die United Nations Interim Force in Lebanon) wurde 1978 geschaffen, angeblich der libanesischen Regierung zu helfen Souveränität über den Süden des Landes durchzusetzen, das von bewaffneten Milizen kontrolliert wurde. Die UNO blättert fast eine halbe Milliarde Dollar im Jahr hin, um die Friedensschützer-Truppe zu betreiben. Stand August 2019 bestand sie aus 1.0277 Friedensschützern aus 44 Truppen beitragenden Ländern, während von der Hisbollah geschätzt wird, dass sie 21.000 aktive Kämpfer hat.

Machtlose Friedensschützer

Seit 2006 haben die Libanesischen Streitkräfte (LAF) Einheiten im Süden stationiert, aber die militärische Kontrolle des Bereichs ist fest in der Hand der Hisbollah. Die Hisbollah agiert unter der Nase der UNIFIL und sie ist die Kraft, die de facto den Bereich entlang der gesamten Länge der libanesisch-israelischen Grenze kontrolliert. Tatsächlich dominieren Hisbollah-Flaggen gegenüber denen der libanesischen Nationalflagge.

Abgesehen von einer Reihe von Scharmützeln mit grenzüberschreitendem Raketen- und Gewehrfeuer sowie dem Hisbollah-Angriff, der den Krieg von 2006 auslöste, war das eklatanteste Beispiel der Schwäche der UNIFL die zahlriechen Angriffstunnel, die die Hamas unter der Grenze auf israelisches Territorium gegraben hatte. Das  Ziel der Tunnel, die 2018 aufgedeckt wurden, bestand darin in Israel verheerende Schäden anzurichten: israelische Zivilisten und Soldaten gefangen zu nehmen, aber dennoch einen offenen Krieg zu vermeiden, der für den Libanon katastrophal und für Israel schädlich sein würde.

Obwohl die UNIFIL anerkannte, dass die Tunnel „gegen die Waffenstillstands-Vereinbarungen verstoßen“, waren die UNIFIL-Friedensschützer machtlos und konnten nicht handeln.

„Auf die ständigen Aufforderungen der UNIFIL an die libanesische Obrigkeit diesbezüglich sofortiges zu handeln wurde nicht reagiert und UNIFILs Zugang zu der Stelle wird von den libanesischen Streitkräften weiter verhindert, trotz der wiederholten Anfragen“, sagte der Sicherheitsrat in einem Bericht.

UNIFIL-Friedensschützer patrouillieren im Südlibanon

Die UNO ist allgemein für ihre Geduld bekannt; Diplomaten tun ihre Arbeit mit Verhandlungen, suchen nach Kompromissen und arbeiten auf konsens-orientierte Lösungen hin. Diese Geduld wird manchmal überstrapaziert, besonders wenn die USA involviert sind.

Bei der jährlichen Erneuerung des UNIFIL-Mandats stimmte die US-Delegation 2019 mit den anderen Mitgliedern des UNSC, um die UNIFIL ein weiteres Jahr lang weitermachen zu lassen., hielt aber fest, dass UNIFIL der Zugang zu den Tunneln der Hisbollah verweigert worden ist. „Angesichts dessen, dass UNIFIL eine Aufgabe innerhalb ihres Mandats nicht erfüllen kann, ist es an der Zeit ihre Truppenstärke und Ressourcen-Effektivität zu überprüfen“, sagten die Amerikaner.

Libanesischer Frust.

Frustration wegen der Resolution 1701 ist ebenfalls bei einigen Parteien im Libanon offensichtlich, deren zänkische und brüchige Regierungskoalition aus Sunniten, Schiiten, Christen und Drusen ist nicht in der Lage gewesen die libanesischen Milizen unter Kontrolle zu bringen – insbesondere die Hisbollah und Nasrallah – um den Auftrag der Resolution zu erfüllen „dass es keine Waffen ohne Zustimmung der Regierung des Libanon gibt und keine Obrigkeit außer der der Regierung des Libanon“.

„Die Resolution 1701 ist seit 2006 nicht geachtet worden und wird tagtäglich missachtet, ob von Israel mit seinen Verstößen gegen die libanesische Souveränität in der Luft und auf dem Boden, oder von der Hisbollah und ihrem Anspruch, dass sie, und sie allein, mit der Aufgabe der Verteidigung des Libanon beauftragt ist“, sagte der pensionierte libanesische Brigadegeneral Khaled Hamada, ehemaliger Direktor des Strategic Research & Studies Centre der libanesischen Streitkräfte.

Seitdem ist die schiitische Terrororganisation so mächtig geworden, dass der libanesische Premierminister Saad Hariri eingestand, dass der Libanon die Hisbollah nicht unter Kontrolle bekommen kann und die Verantwortung von sich wies.

Die Gefahren, die dem Versagen innewohnen die UNSC-Resolution 1701 Versageumzusetzen, sind offensichtlich. Die Hisbollah, eine anerkannte Terrororganisation, wird weiter von Iran bewaffnet und geführt. Es gibt keine internationalen Druck, der die Hisbollah zwingt ihre Politik aufzugeben, ein Staat im Staate mit einer eigenen großen, gefährlich bewaffneten Privatarmee zu ein.

Trotz ihrer gut klingenden Absichten ist die Resolution 1701 ein erbärmlicher Fehlschlag. Die Hisbollah hat keinerlei Anreiz ihr zentrale Ideologie oder Politik zu ändern, die das wiederholt erklärte nationale Ziel des Iran nachahmt „Israel komplett auszulöschen“.

Achtung, Medien: Israel schlägt nach 11 Monaten Hisbollah-Angriffen zurück

Verfasst 26. September 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Chaim Lax, HonestReporting, 24. September 2024

Am Montag, 23. September, eskalierten die Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hisbollah, als die IDF hunderte von Terrorzielen im Südlibanon und Beirut angriff. Derweil schoss die iranische Terrororganisation Salven an Raketen, Marschflugkörper und Drohnen tief nach Nord- und Zentralisrael.

Israels Angriffe richteten sich gegen die Terror-Infrastruktur der Hisbollah, die letzten in einer einwöchigen Anstrengung die unablässige Bombardierung Nordisraels seit dem 8. Oktober zu stoppen. Die Operation hat die Einstellung Trommelfeuers zum Ziel, dazu soll tausenden israelischer Binnenflüchtlinge die Rückkehr nach Hause an der libanesischen Grenze ermöglicht werden.

Um zivile Opfer im Libanon zu minimieren, gab die IDF Warnungen über Textnachrichten, Anrufe und Radioalarme aus, mit denen die Zivilisten gedrängt wurden die Bereiche zu evakuieren, in denen die Hisbollah Waffen versteckt.

Dennoch, trotz der Präzision der israelischen Operationen, brachten zahlreiche Nachrichtemedien Schlagzeilen, die die Angriffe als willkürlich darstellten, womit sie Israel zum Hauptantreiber der Spannungen an seiner Nordgrenze machten.

Die Schlagzeile der Washington Post z.B. beschrieb Israels Präzisionsangriffe auf die Terrorinfrastruktur der Hisbollah so: „Hunderte israelischer Luftangriffe treffen den Libanon.“ Die Unterüberschriften gaben Israel und der Hisbollah gleichermaßen die Schuld für die Eskalation des Konflikts. Dieses Framing ignorierte praktischerweise die Gewalt durch Raketenschüsse auf Israel seit dem 8. Oktober.

Genauso berichteten Schlagzeilen von Voice of America und NBC News über israelische Angriffe auf den Libanon, die den irreführenden Eindruck vermittelten, dass Israel den libanesischen Staat als Ganzes angreift, statt dass es sich auf die Terrororganisation konzentriert, die den Südlibanon kontrolliert.

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Schlagzeilen der Associated Press, Los Angeles Times und Politico konzentrierten sich einzig auf libanesische Opfer und ließen die Tatsache aus, dass diese Zahlen Hisbollah-Kämpfer beinhalten. Sie versäumten es auch zu erwähnen, dass Israels Angriffe sich gegen Waffenalger und Personal der Hisbollah richteten.

Jeder, der diese Schlagzeilen liest, würde mit dem falschen Eindruck zurückbleiben, dass Israel einen willkürlichen Bombenfeldzug gegen unschuldige libanesische Zivilisten führt, dem jedes klar taktische Ziel fehlt.

In einer anderen Schlagzeile beschuldigte Associated Press Israel den Konflikt zu „eskalieren“, wobei bequemerweise die monatelangen Raketenangriffe der Hisbollah auf Nordisrael und die jüngste Intensivierung ihrer Angriffe auf zivile Bereiche Israels ignoriert wird.

Eine der ungeheuerlichsten Schlagzeilen kam von Sky News, die Israel beschuldigte die Hisbollah zum vollen Einsatz ihres Arsenals „provozierte“.

Im bizarren Weltbild von Skynews und seinem Redakteur für internationale Themen Dominic Waghon wird Israel als irrationaler Aggressor dargestellt, während die Hisbollah als rationale, zurückhaltende Organisation vorgestellt wird. Nur mit kompletter Missachtung des Handelns der Hisbollah in den letzten 11 Monaten kann solch eine unsensible Schlagzeile rechtfertigen.

Nicht nur die Schlagzeilen sorgen für Probleme. CNNs anhaltende Berichterstattung zu den eskalierenden Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hisbollah hat durchweg ein Narrativ gepuscht, Israel zeige wenig Interesse an Zivilisten im Kreuzfeuer zeigt. CNN hat die Verantwortung für die zunehmenden Spannungen weitgehend Israel angelastet, spielt die Rolle der Hisbollah bei der Initiierung des Konflikts vor 11 Monaten und die unablässige Bombardierung Nordisraels seitdem herunter.

Mit der Fixierung auf Israels Angriffe auf Hisbollah-Stellungen bei Missachtung oder Verharmlosung der zentralen Rolle der Terrororganisation in diesem Konflikt, untergraben die Medien nicht nur Israels legitimen Selbstverteidigungshandlungen vor dem Gericht der öffentlichen Meinung, sondern liefert der Hisbollah auch Deckung ihre Aggression gegen den jüdischen Staat weiterzuführen.

Wie irreführender Journalismus ein destruktives Narrativ zu israelischer Siedlergewalt anheizt

Verfasst 29. August 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Channa Rifkin, HonestReporting, 26. August 2024

Es gibt eine gewisse Art von Journalismus, die aus Ignoranz geboren ist, mit einem Widerwillen fair zu sein. Das ist die schlimmste Art von Journalismus, besonders, wenn der Autor seine bzw. ihre Artikel dabei mit schweren Ungenauigkeiten füllt.

Das ist ein anhaltender Trend, wenn es um israelische Siedlergewalt und IDF-Aktivitäten in der Westbank geht. Um das klarzustellen: HonestReporting will keinerlei politische Haltung verteidigen oder Ausreden für Gewalt geben.

Es ist allerdings nötig aufzuzeigen, wo die Medien mit ihren Fakten falsch liegen. Das gilt für Christina Lambs „Gun in hand, the Israeli settler tells the Palestinian: I will kill you“ (Mit der Waffe in der Siedler Palästinensern: Ich werde euch töten), den sie für die Sunday Times schrieb.

Andeutung, dass israelische Siedlergewalt üblich und von allen Siedlern akzeptiert ist

Aber viele in beiden Gemeinschaften glauben, dass Israel eine zweite Front in der Westbank aufgemacht hat, wo jüdische Siedler, gestützt von der Regierung, die Besatzung und Gewalt gegen Palästinenser auf nie dagewesenes Niveau intensiviert haben.

Die Medien haben die Tendenz eine Rand-Minderheit israelischer Siedler mit der Siedler-Bevölkerung als Ganzem zusammenzuwerfen. Das schafft ein Bild, dass alle Siedler gewalttätig sind, während die überwiegende Mehrheit von ihnen keine Gewalt betreiben und einfach israelische Staatsbürger sind, die aus einer ganzen Reihe unterschiedlicher Gründe jenseits der sogenannten Grünen Linie leben.

De facto gibt es ständig palästinensischen Terroranschläge auf israelische Siedler, die in den Medien selten dokumentiert werden und die auch in Lambs Artikel nicht erwähnt werden. Erst letzte Woche wurde ein jüdischer Wachmann im Industriegebiet Bar-On in der Westbank mit einem Hammer von einem palästinensischen Terroristen geschlagen, als der seine Waffe stahl. Der Wachmann, Gideon Peri, erlag seinen Verletzungen.

Idealerweise hätten wir erwähnen sollen, dass unabhängig von persönlichen Überzeugungen zu einer israelischen Präsenz in der Westbank Siedler es nicht verdienen angegriffen oder ermordet zu werden.

Lamb versäumt es auch zwischen palästinensischen Terroristen und von der IDF bei Vorstößen und Zusammenstößen getötete Zivilisten zu unterscheiden; sie unterscheidet nicht zwischen Siedlergewalt und IDF-Operationen.

HR stellt richtig:
Die Mehrheit dieser Palästinenser wurde getötet, als sie aktiv an Gewalt gegen die IDF beteiligten. Diese Opferzahlen unterschieden nicht zwischen Kombattanten und Zivilisten.
Und warum werden keine israelischen Opfer palästinensischen Terrors in der Westbank in diesem Zeitraum erwähnt?

Das soll nicht heißen, dass israelische Siedlergewalt kein Problem ist. Es ist ein reales, leider. Wie Lamb schrieb, warnte Schin-Bet-Chef Ronen Bar kürzlich Premierminister Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Gallant vor dem „unbeschreiblichen Schaden“, den Siedlergewalt für Israel anrichtet.

Anmerkung HR:
Siedlergewalt ist ein ernstes Problem, begangen von einer Minderheit der jüdischen Einwohner der Region und muss verurteilt werden. Aber die Leser der Times verdienen genauso angemessene Fakten oder zumindest Kommentierung zu den Einwohnern des jüdischen Mainstreams, statt nur zu den Extremisten.

Hebron ist keine „Geisterstadt“

Ein weiterer wichtiger Punkt ist hier die Art, wie Lamb ein Bild von Westbank-Städten wie Hebron als „Geisterstadt“ malt, obwohl diese tatsächlich ziemlich genau das Gegenteil sind. Leider ist das in den Medien ein gängiges Sprachbild, weil die Neigung besteht politisierte Organisationen wie B’Tselem oder Breaking the Silence zu interviewen, statt neutralere Experten.

HR-Kommentar:
NICHT BETRETEN-Schilder sollen verhindern, dass Israelis palästinensische Städte und Dörfer betreten.
Checkpoints existieren, um palästinensischen Terrorismus zu verhindern.
Hebron ist eine Stadt mit mehr als 200.000 Einwohnern, nur ein kleiner Teil wird von Israel kontrolliert. Es ist keine „Geisterstadt“.

Die Realität sieht so aus, dass Israel gemäß dem Hebron-Protokoll, das Netanyahu 1997 unterschrieb, die Kontrolle über nur rund 20 Prozent der Stadt hat. Mit dem im Hinterkopf malen Palästinenser, sogenannte Menschenrechtsgruppen und andere ein Bild von Hebron und anderen Städten als unter militärischer Unterdrückung leidend. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass in Hebron die echten Probleme und Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis sich nur einen kleinen Teil der Stadt beschränken, in der die meisten der 200.000 Einwohner unter der vollen Kontrolle der palästinensischen Autonomiebehörde leben.

Was die „Nicht betreten“-Schilder angeht, so richten die nicht an Palästinenser, sondern an Israelis, um sie davon abzuhalten palästinensische Städte und Dörfer zu betreten, wo sie dem Risiko ausgesetzt werden Opfer von Terror zu sein. Und es ist dieser Terrorismus, der aus Sicherheitsgründen militärische Checkpoints nötig macht.

Ein offensives Fehlen von Faktenchecks

Zusätzlich zu dieser Einseitigkeit, gibt es auch ein Problem mit Faktenchecks. Es ist schwer zu sagen, ob dies absichtliche Ignoranz oder journalistische Faulheit ist. Eine fehlerhafte Bildbeschreibung liegt in der Regel nicht in der Verantwortung des Journalisten, sondern deutet die Art an, in der von der Redaktion mit einem Thema umgegangen wird.

HR kommentierte:
Memo an die Times: Es gibt in Aschkelon keine „Siedler“, das ist eine große Stadt an der Küste Israels.
Aber das ist nur eines der Probleme mit Christina Lambs Story zu Siedlergewalt in der Westbank.

Aber eine Tatsache, die benutzt wird, um jemanden in Gewalt zu verwickeln, muss wasserdicht sein und in diesem Fall ist es das auf keinen Fall:

Anmerkung von HR:
Das Sturmgewehr AK47 wird an keine Israelis ausgegeben; diese müssen einen Waffenschein haben und alle Waffen registrieren lassen. Seltsam, dass ein israelischer Siedler mit einer Waffe bewaffnet ist, die üblicherweise von islamistischen Terroristen benutzt wird. Ist sich Christina Lamb da sicher?

Die Spannungen und Gewalt in der Westbank sind für die Medien ein gefundenes Fressen und anständige Journalisten haben die Pflicht echtes Fehlverhalten aufzudecken, aber es ist unfair Fakten zu verdrehen oder sie auszulassen. Die anscheinend von ihren eigenen Einseitigkeiten getriebene Lamb versäumt es Mainstream-Israelis aus der Siedlerbewegung oder aus den Sicherheitskräften zu befragen – was auf die Richtung ihrer Story ernsthaft beeinflussen.

Wenn jemand über israelische Siedlergewalt berichtet, dann sollte er oder sie auch über palästinensische Gewalt in der Westbank berichten – um genau anzugeben, warum die IDF Razzien in der Westbank ausführt und wer genau bei diesen Razzien getötet wurde. Es muss ein genaues Bild geben und nicht die Lieblings-Verzerrung der Medien davon.

Enttarnt: Die Pro-Hamas-„Quellen“ der internationalen Medien

Verfasst 22. August 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 19. August 2024

Die Associated Press wurde vor kurzem in Sachen ihrer lange laufenden Verwendung der unglaubwürdigen Augenzeugenberichte des Direktors des Al-Ahli-Krankenhauses im Gazastreifen bloßgestellt; diese war ein demaskierter Partner des vor kurzem eliminierten Hamasführers Ismail Haniyeh.

Dr. Fadel Naim, dessen Facebookseite vor gewalttätiger und antisemitischer Rhetorik nur so strotzt, wurde auch als Quelle für Informationen zum Konflikt entlarvt, die sich später als gefälscht erwiesen.

Das Thema unzuverlässige Quellen geht über Associated Press und ihr Vertrauen auf Naim hinaus. Wir können jetzt aufdecken, dass zahlreiche weitere führende Nachrichtenorgane ebenfalls Informationen aus fragwürdigen Quellen im Gazastreifen veröffentlicht haben. Zu diesen Einzelpersonen, oft mit professionellen Titeln bemäntelt, die ihnen den Anstrich von Glaubwürdigkeit verleihen, wurde festgestellt, dass sie – wie Naim – gewalttätige Terroraktivitäten unterstützen.

Der Gaza dokumentierende „Journalist“

Zusätzlich zu den freien Journalisten im Gazastreifen, von denen HonestReporting aufdeckte, dass sie am 7. Oktober nach Israel einmarschiert waren, und die von einigen Presseorganen für die Dokumentierung ihrer Verbrechen bezahlt wurden, haben weitere selbsternannte Journalisten eine Schlüsselrolle dabei gespielt prominenten Nachrichtenmedien Augenzeugenberichte zu liefern.

Eine solche Person ist Plestia Alaqad, einen „aufstrebende Journalistin“, die in mehreren Medien gebracht wurde, darunter der Washington Post; sie hat in jüngster Zeit Kommentar-Leitartikel im Guardian veröffentlicht. Auch wenn sie als glaubwürdige Quelle dargestellt wird, ist zu Alaqad und anderen wie ihr festgestellt worden, dass sie irreführende Informationen verbreiten, die auf einer Linie mit der Hamas-Propaganda liegen.

In einem aktuellen Text im Guardian wiederholte Alaqad die gelogene Behauptung, eine Studie im Lancet würde sagen, dass im Gazastreifen bis zu 186.000 Menschen getötet worden sein könnten, eine Zahl, die in Wirklichkeit aus einem Brief an das Magazin stammte und diskreditiert wurde.

Alaqad ist auch dafür bekannt, dass sie Hamas-Propaganda und israelfeindliche Verleumdungen verbreitet, darunter Behauptungen von Völkermord und die gelogene Aussage, die in einem BBC-Interview nicht hinterfragt wurde, Israel habe 1.000 Palästinenser bei einem „Massaker“ im Al-Ahli-Krankenhaus getötet – bei einer Explosion, von der man später feststellte, dass sie durch eine fehlgeschossene Rakete des Islamischen Jihad verursacht wurde.

Dennoch ist sie das Individuum, an das sich angesehene Medien, einschließlich der Washington Post, des Guardian und der BBC, für „Experten“-Aussagen wenden. Sie präsentieren sie als Journalistin, verleihen ihr den Anstrich der Seriosität, ignorieren aber die Tatsache, dass sie ständig Narrative fördert, die nicht nur irreführen, sondern gefährlich sind.

In einem ähnlichen Fall verließ sich BBC Verify – ein Team, das für das Faktenchecken von nachrichtenwürdigen Ereignissen zuständig ist, auf die Aussagen von Mahmoud Awadeyah, einem Journalisten, der Berichten zufolge mit einem iranischen Nachrichtenmedium der Revolutionsgarden in Verbindung steht. Awadeyah, der offen Terroranschläge auf Israelis gepriesen hat, wurde von der BBC zitiert, wie er Behauptungen unterstützte, Israel habe während eines Vorfalls mit einem Hilfskonvoi im Gazastreifen auf Zivilsten gezielt auf Zivilisten geschossen.

Herzzerreißende Geschichten über Zivilisten

Zahlreiche Nachrichtemedien haben sich nicht nur auf fragwürdige Personen wie Plestia Alaqad verlassen, sondern sich auch an andere sogenannte Augenzeugen gewandt, deren Glaubwürdigkeit von verstörenden Online-Postings untergraben worden ist.

Zum Beispiel erschien Dunia Abu Rahma, eine 22-jährige Architektur-Studentin im Gazastreifen, in CNNs Anderson Cooper und in NBC News, wo sie ein herzzerreißendes Bild des Lebens im Gazastreifen entwarf und ihren Wunsch nach Frieden und einem normalen Leben betonte. „Alles, was ich sie wissen lassen will, ist, dass es Zivilisten gibt, Leute, die ein normales, friedliches Leben führen wollen“, sagte sie Anderson Cooper, wobei sie sich als unschuldige Zuschauerin darstellte, die auf friedliche Koexistenz zwischen Israelis und Palästinensern hofft.

Abu Rahmas Geschichte in den sozialen Medien erzählt allerdings etwas ganz anderes: HonestReporting deckte zahlreiche Posts auf, in denen sie das Hamas-Massaker vom 7. Oktober feierte, Gewalt gegen Israelis verherrlichte und antisemitische Ansichten zum Ausdruck brachte. Am Tag des Angriffs twitterte sieh mit offensichtlichem Entzücken von der Invasion israelischer Gemeinden, äußerte sogar den Wunsch bei der Gewalt mitzumachen. Bei einem anderen Fall klagte sie, das Adolf Hitler seinen Holocaust an den Juden nicht zu Ende geführt habe.

Als „Interessenvertretung“ maskierter Hass

HonestReporting hat zudem Beispiele dafür gefunden, dass Medienorgane sich auf Einzelpersonen aus Wohlfahrtsorganisationen oder auf Aktivisten verlassen, deren Online-Präsenz ein Muster der Propagierung extremistischer Ansichten oder der Verbreitung von Desinformation offenbart.

Die BBC zitierte in einem aktuellen Beitrag die im Gaza ansässige Lobbyistin für eine britische Wohlfahrtsorganisation Tarneem Hammad; in dem Beitrag wurde ihre Arbeit für „Gerechtigkeit und Frieden“ angeführt:

Tarneem Hammad, im mittleren Gazastreifen ansässige Lobbyistin für die britische Organisation Medical Aid for Palestinians, sagte: „40.000 Leben im Gazastreifen verloren – eine verheerende Erinnerung daran, das hinter jeder Zahl eine Geschichte steckt, eine Familie, eine gestohlene Zukunft. Das gewaltige Ausmaß darf uns nicht abstumpfen, sondern muss unsere Entschlossenheit entzünden nach Gerechtigkeit und Frieden zu streben und einen Waffenstillstand zu fordern. Es sollte kein Leben mehr verloren gehen.“

Aber kurz nach dem Angriffe vom 7. Oktober twitterte Hammad Unterstützung für das horrende Massaker:


Diese Einsätze sind nicht kostenlos, sie sind für uns keine Quelle der Unterhaltung. Es gibt seit gestern mehr als 300 Märtyrer, so die niedrigsten Schätzungen. Und der Feind bombardierte in weniger als 24 Stunden mehr als 500 Heime, von denen ein großer Teil mit denen darin zerstört wurden. Diejenigen, die den Feind hinter den Grenzen bekämpfen, haben nicht nur ihr Leben geopfert, sondern auch ihre Heime und das Leben ihrer Familien und Verwandten.

Die ehemalige Amnesty-Aktivistin Hind Khoudary wurde von der BBC, der Washington Post, Assoicated Press und dem Indipendent im Gazastreifen als Quelle genutzt, bevor sie als Hamas-Kollaborateurin entlarvt wurde, deren Informationen zur Verhaftung von palästinensischen Friedensaktivisten führte. 2020 informierte sie [die Hamas] über Gazaner, die sich an einem Friedensdialog mit Israelis beteiligten, was ihre Inhaftierung und Anklage wegen „Hochverrat“ zur Folge hatte.

Scheinquellen

Dass die internationalen Medien sich auf Aussagen von Augenzeugen im Gazastreifen verlassen, ist zu erwarten. Es ist allerdings inakzeptabel sie als glaubwürdige Journalisten, medizinische Mitarbeiter, Aktivisten oder unbeteiligte Zuschauer zu präsentieren, wenn sie in einigen Fällen eine Geschichte der Verbreitung von gewalttätiger Pro-Terror-Rhetorik haben.

Diese Quellen mit ihren besorgniserregenden Ansichten formen das Verständnis des westlichen Publikums zum Konflikt. Medienorgane versagen bei ihrer grundlegendsten Pflicht, der gebotenen Sorgfalt; denn sie überprüfen die Leute nicht ordentlich, auf die sie sich bei Informationen verlassen.

Hamas-Kriegsverbrechen

Verfasst 15. August 2024 von spotplenni
Kategorien: Palästinenser

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Hamas – sie dokumentieren ihre Kriegsverbrechen selbst, warum wird da nicht ermittelt?

gesehen auf X/twitter, 13. August 2024

Hamas veröffentlicht ein Video ihres Raketenstarts auf Tel Aviv (der sein Ziel nicht traf) aus dem Inneren eines FLÜCHTLINGSZELTS in der HUMANITÄREN ZONE im Gazastreifen. [Noch dazu in Zivil, ohne militärische Kennzeichnung.]

Reuters-Journalist teilte am 7. Oktober terroristische Propaganda, verbreitete online antisemitische Inhalte

Verfasst 15. August 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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HonestReporting, 7. August 2024

Ein Video-Journalist von Reuters in der Westbank teilte am 7. Oktober terroristisch Propaganda und verbreitete antisemitische Inhalte unter Verweis auf „die israelische Zionazi-Besatzung“, zeigte eine Umfrage auf seinem X (früher twitter) -Account.

Hamuda Hassan teilte auch pro-palästinensische, israelfeindliche Posts über „Völkermord“ im Gazastreifen und „die Ungerechtigkeit in Palästina“.

Die Reposts durch Hassan, der seit mehr als drei Jahrzehnten für Reuters gearbeitet hat, werfen ernste Fragen zu seiner journalistischen Objektivität und den Standards von Reuter auf, bedenkt man, dass viele seiner Kollegen in den großen Nachrichteagenturen als Follower seines Accounts in den sozialen Medien aufgeführt sind.

Am 7. Oktober repostete Hassan während des von der Hamas angeführten Massakers in Südisrael ein Bild, das seinen Terroristen des Islamischen Jihad zeigt, der mit einer alten Israelin posierte, die das Sieges-V zeigt, während sie eine AK-47 hält. Die Bildbeschreibung dazu bezeichnet sie als Kriegsgefangene (POW), nicht als Geisel.

Ein solch böses Propagandastück zu teilen, das eindeutig darauf abzielt eine hilflose Zivilistin zu demütigen, ist journalistisch nicht zu rechtfertigen. Statt ein Nachrichten-Update zu posten, entschied sich Hassan Inhalte zu reposten, die den „Sieg“ der Terroristen verherrlichen und Geiselnahme legitimieren.

Einen Monat später repostete Hassan Inhalte mit Bezug auf die „israelische Zionazi-Besatzung“.

Laut der Arbeitsdefinition für Antisemitismus der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) ist es antisemitisch Gleichsetzungen zwischen zeitgenössischer israelischer Politik und den Nazis zu ziehen.

Solch vergiftete Begrifflichkeiten zu verwenden ist genauso gefährlich wie ihre Niederschrift.

Aber Hassan scheint Bedenken zu haben seinen Account als politische Plattform zu verwenden.

Im letzten Februar repostete er mit offensichtlichem Bezug auf den Krieg im Gazastreifen, eine pro-palästinensische, israelfeindliche Grafik, deren Beschreibung lautete: „Wir kann uns nicht gut gehen, wenn wir rund um die Uhr live auf unserer Handys einen Völkermord zusehen:

Als Journalist hätte Hassan es besser wissen müssen. Einen Monat zuvor entschied der Internationale Gerichtshof NICHT, dass Israels Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen plausibel als Völkermord betrachtet werden kann. Aber wahrscheinlich macht eine solche Anschuldigung für jemanden Sinn, der Israel als gleichwertig mit dem Nazi-Regime betrachtet.

Weitere Reposts Hassans geben seine pro-palästinensische Aktivisten-Agenda preis. Im Juli 2023 repostete er das Bild einer Faust in den Farben der palästinensischen Flagge, die aus der Parole „Free Palastine“ [sic] hervortritt. Die Beschreibung dazu lautete: „Wer ist bei mir?“

Und mehrere Wochen zuvor repostete er das Foto eines Demonstranten, der ein Schild hielt, auf dem auf Englisch stand: „Hört auf die Ungerechtigkeit in Palästina zu ignorieren.“ Dazu stand dabei: „Gebt es weiter!“

Laut der Reuters-Datenbank ist der in Ramallah ansässige Hassan an der Produktion von Multimedia-Nachrichten aus der gesamten Region beteiligt ist, einschließlich des Gazastreifens und des Libanons.

Sein Einfluss auf die Nahost-Berichterstattung der Firma dar also nicht unterschätzt werden.

Die unvermeidliche Frage lautet: Kann jemand, der offen Terroristen-Propaganda teilt, antisemitische Inhalte verbreitet und pro-palästinensischen Aktivismus fördert, seine widerlichen Ansichten von seinem Journalismus trennen und objektiv über Israel berichten? Und wie kann er sogar seinen israelisch-jüdischen Kollegen in die Augen sehen, nachdem er solch beleidigende Inhalte verbreitete?

Reuters mit seinem Moralkodex und „Vertrauensprinzipien“ ist stolz auf seine „Integrität, Unabhängigkeit und Freiheit von Voreingenommenheit“.

Aber Vertrauen kann einem Nachrichtenmedium nicht gewährt werden, das jemanden beschäftigt, der offen dagegen verstößt.

Weil Hassans Bosse von seinen inakzeptablen Aktivitäten in den sozialen Medien wussten und sie ignorierten – macht sie ebenfalls schuldig.

Wenn sie es nicht wussten – welchen sonstigen niederträchtigen Einflüssen in ihrer Nahost-Berichterstattung sind sie sich sonst noch nicht bewusst?

Wie die UNRWA ihre falschen Gaza-Lebensmitteldaten vertuscht

Verfasst 1. August 2024 von spotplenni
Kategorien: Nahost-Konflikt, UNO

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HonestReporting, 9. Juli 2024

Von der UNRWA veröffentlichte neue Daten zu einer angeblichen „Hungersnot“ im Gazastreifen hat Schlüsselfragen aufgeworfen.

Steht eine Hungersnot unmittelbar bevor? Gab es überhaupt eine Hungersnot? Oder ist das angebliche Risiko eine Hungersnot vorbei?

Die Antworten haben sich verändert und widersprechen einander.

User auf X (früher twitter) haben die sich verändernden Behauptungen der UNO verfolgt. Hier ist etwas Kontext:

UNRWA aktualisiert ständig eine Datenbank, die detailliert die Menge an Hilfe aufführt, die in den Gazastreifen geht, einschließlich Lebensmitteln und humanitärer Hilfe. Aber diese Datenbank ist zutiefst fehlerhaft. Im April begannen Leute auf die Ungenauigkeiten hinzuweisen; beispielsweise:

  1. Geplündertes Material wurde vor der Öffentlichkeit verborgen.
  2. Kommerzielles Material wurde ausgeklammert.
  3. Material wurde falsch kategorisiert. Zum Beispiel wurde Mehl als „Nicht-Lebensmittel“ eingeordnet, aber Decken in der Kategorie „Lebensmittel“ aufgeführt.

Diese Fehler und andere machten die UNO-Daten nichtig. Nachdem sie auf X deswegen angeprangert wurde, nahm die UNO ihre Datenbank im Juni vom Netz, um die Fehler in Ordnung zu bringen.

Im Juni stellte die UNRWA ihre Datenbank wieder in, mit Behebung der offensichtlichen Kategorisierungsfehler, obwohl es nicht so scheint, dass sich darüber hinaus etwas korrigiert wurde. Stattdessen hat die UNO jetzt beschlossen ihren Daten HaftungsHaftungsausschlusserklärungen hinzuzufügen, die ihrem Publikum im Grund sagt, dass die Daten falsch sind, dass sie sie aber trotzdem weiter veröffentlichen.

HaftungsHaftungsausschlusserklärung 1: „Diese Seite zur Lieferung und Nachverfolgung zeichnet derzeit nur UNO-LKWs auf, die über die Landübergänge Rafah und Kerem Schalom in den Gazastreifen einfahren.“

Hier zählen sie weiterhin nur von UNO-LKWs gelieferte Hilfe und nur Hilfe, die von zwei Punkte kommt: Rafah und Kerem Schalom. Laut COGAT „läuft ein humanitärer Hilfskanal über Jordanien und zusätzlich Hilfskanäle befinden sich in Planung“. Am 29. Juni z.B. „wurden 32 Hilfs-LKWs über die jordanische Route koordiniert“. Es gibt auch Hilfe, die über Luftabwürfe eingebracht wird, die nicht in die Statistiken eingeht.

Haftungsausschlusserklärung 2: „Dazu gehören Teillieferungen von INGOs und dem Roten Kreuz, kommerzielle Akteure sind nicht eingeschlossen.

Einmal mehr gibt die UNO zu, dass sie kommerzielle Hilfe ausklammert und nur „Teillieferungen“ einbezieht. Wie viel ist Teillieferung? Selbst die UNO sagt, dass man das nicht sagen kann, aber die Menge an in den Gazastreifen gelieferten Hilfe ist definitiv größer als berichtet wird.

Haftungsausschlusserklärung 3 (unter der Registerkarte „Lebensmittelsicherheit“ der Übersicht): „Zahlen zu Lebensmittelhilfe wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern ermittelt. Daher könnten die vorgelegten Zahlen Doppelzählungen beinhalten.“

Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die UNO vollauf zugibt, dass ihr Datenermittlungsprozess fehlerhaft ist. Doch diese Haftungsausschlusserklärung wurde unten rechts sehr klein auf eine Seite einer ästhetisch und professionell aussehenden Datenpräsentation gedruckt.

Das Ziel der UNRWA-Übersicht: Sie soll als „umfassendes Mittel“ zur Nachverfolgung von Hilfe dienen und der Öffentlichkeit „detaillierte Einsicht“ geben, wie die Zivilisten im Gazastreifen Hilfe erhalten. Während UNRWA behauptet eine „transparente Übersicht“ zu geben, scheint ihre Definition von Transparenz darin zu bestehen einfach Haftungsausschlusserklärungen hinzuzufügen, mit denen zugegeben wird, dass die Daten fehlerhaft sind. Das ist weder „umfassend“ noch „detailliert“. In Wirklichkeit wird manchmal zu viel geschätzt, manchmal zu wenig und sie sind immer unvollständig.

Das Einzige, was an den Daten der UNO stimmt, ist, dass sie falsch sind. Es werden falsche Zahlen veröffentlicht und Behebungsversuche finden mit klein gedruckten Haftungsausschlusserklärungen statt.

UNRWA behauptet, die Übersicht sei eine „unersetzliche Quelle“, die „humanitäre Organisationen stärkt“ um Gaza-Zivilisten zu helfen, aber sie ist auch eine gefährliche, ungenaue Ressource.

Was sie gefährlich macht, ist, dass sie Nachrichtenmedien ermöglicht Israel zu diffamieren, indem sie zitieren, was wie eine glaubwürdige Quelle erscheint.

Die Medien zitieren ungenaue  Informationen der UNO, die dann von den Meiden großgeschrieben werden; beide schaden dabei Israel – und der Wahrheit.

Achtung Medien: Bella Hadid ist antisemitisch und nicht nur Israel hat ein Problem mit ihr

Verfasst 25. Juli 2024 von spotplenni
Kategorien: Deutschland, Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt

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Channa Rifkin, HonestReporting, 22. Juli 2024

Es ist verständlich, dass Adidas in einer neuen Kampagne ein Supermodel bringen will, die 61,3 Millionen Follower auf Instagram hat.

Und vielleicht hat Adidas die Verbindung zwischen Bella Hadid als stolzer Palästinenserin und den Münchner Olympischen Spielen von 1972 nicht hergestellt, bei denen palästinensische Terroristen israelische Sportler ermordeten, als die Firma sie für eine Werbekampagne engagierte, die den Turnschuh SL72OG erneut in Verkehr brachte.

Das Problem mit Hadid und ihrer berühmten Familie ist, dass sie online Propaganda und antisemitische Ritualmordlügen an ihre zusammen hunderte Millionen Follower verbreiten.

Verständlicherweise waren viele empört, dass Adidas zum Gesicht einer Kampagne im Zusammenhang mit Olympischen Spielen gemacht hat, an die man sich nur wegen eines tragischen Terroranschlags auf israelische Sportler erinnert. Eine palästinensische Terrororganisation namens Schwarzer September nahm im Olympischen Dorf elf israelische Sportler als Geiseln und ermordete sie dann brutal.

HonestReporting führt Hadids Spur gefährlicher Desinformation vor und was bei den Münchener Spielen 1972 geschah:

Es gab eine Million andere Möglichkeiten für Adidas mit einem palästinensischen Model zusammenzuarbeiten, das den Juden nicht ins Gesicht schlägt.
Stattdessen haben sie sich für das eine entschieden, die genau das macht.

Es ist ziemlich unglaublich, dass ein gesamtes Werbe- und Kreativteam sowie das Management von Adidas in Vorbereitung diese Kampagne um einen Tisch saßen – vermutlich Wochen oder Monate lang – und niemand gegen die Idee Einspruch einlegte Hadid zu ihrem Gesicht zu machen.

Man müsste unter einem Felsen leben, um nicht zu wissen, dass ihr Name synonym mit Terrorpropaganda ist. Viele betrachten sie als eine Antisemitin, die für den „Widerstand“ der Palästinenser gegen Israel propagiert und sie hat die Hamas nicht direkt verurteilt, nur „Gewalt“.

Das ist nicht nur ein Flop, besonders, wenn man bedenkt, dass die Olympischen Spiele 1972 in Deutschland stattfanden und Adidas eine deutsche Firma ist. Man sollte denken, diese Art von Auswirkungen wären, wie jedes andere soziale Problem, zumindest bedacht worden oder bekannt.

Aber Sie würden nichts davon wissen, wären Sie ein eifriger Leser des Guardian, der BBC oder der Los Angeles Times. Anders als das, was verbreitet worden ist und das eigentliche Problem ist (siehe oben), wird der Staat Israel als der Grund für die Entschuldigung von Adidas und die Entscheidung genommen, die Werbung zurückzuziehen. Sie stellten Israel als verärgert dar, dass eine Sportartikelfirma ein palästinensisches Model für ihre Werbekampagne nimmt.

Der Guardian und die BBC: Adidas lässt Hadid wegen „Israelkritik“ fallen

Die vielleicht belastendsten Artikel sind die, die allein diesen Tweet auf Israels offiziellem X-Account (ehemals twitter) dafür verantwortlich machen, dass Adidas seine Werbekampagne „überarbeitet“:

Adidas hat gerade eine neue Kampagne für seine Schuhe begonnen, um die Münchener Olympiade 1972 zu begehen.
Elf Israelis wurden während der Münchener Spiele von palästinensischen Terroristen ermordet.
Raten Sie mal, wer das Gesicht der Kampagne ist: Bella Hadid, ein halbpalästinensisches Model, die eine Geschichte…

Israels offizieller Account auf X sagte, man erhebe Einspruch gegen Hadid als „Gesicht der [Adidas-] Kampagne… Hadid hat über die Jahre die israelische Regierung wiederholt kritisiert und die Palästinenser unterstützt und am 23. Oktober auf Instagram eine Äußerung abgegeben, die den Verlust unschuldigen Lebens beklagt, während sie ihre Follower aufrief Druck auf ihre Führungspolitiker die Zivilisten im Gazastreifen zu schützen.

Anscheinend will der Guardian, dass seine Leser die Gegenreaktion einzig mit Israel verbinden, während diese in Wirklichkeit innerhalb weniger Stunden weit verbreitet und viral ging. Das American Jewish Committee war nur eine der jüdischen Gruppen, die sich äußerten, Rechenschaft von der großen Sportartikelfirma forderten und auch Einzelpersonen drückten sofort Wut und Empörung aus.

Bei den Olympischen Spielen 1972 in München wurden 12 Israelis ermordet und von der palästinensischen Terrorgruppe Schwarzer September als Geiseln genommen.
Dass Adidas ein lautstarkes israelfeindliches Model auswählt, um an diese dunklen Olympischen Spiel zu erinnern, ist entweder ein massiver Fehler oder gewollte Hetze…

Sowohl die BBC als auch der Guardian haben beschlossen, dass einzig Israel verantwortlich ist – so sehr, dass das in ihren Schlagzeilen steht.

Die BBC ging weiter, indem sie nahelegt, der Grund sei ihr palästinensischer Hintergrund:

Adidas hat das Supermodel Bella Hadid, eine Halbpalästinenserin, aus seiner Werbekampagne für Retro-Schuhe mit Bezug zu den Olympischen Spielen von München 1972 genommen. Israel hat die Entscheidung für Ms Hadid kritisiert. Es beschuldigt sie der Israelfeindlichkeit und merkte an, dass 11 israelische Sportler bei den Münchener Spielen von palästinensischen Angreifern getötet worden sind.

Es wird nirgendwo die Jahre dauernde Geschichte israelfeindlicher Äußerungen und falscher Behauptungen durch Hadid und ihre Familie erwähnt, die Reaktionen, die ihr Bruder erhielt, weil er im Maio 2021 sagte, er wolle, dass alle Israelis „ausradiert“ werden, oder dass ihr Vater behauptete, ein früher israelischer Luftangriff nach dem 7. Oktober sei ein Völkermord an Gazanern, ohne dass jeglicher Kontext zu dem fraglichen Angriff gegeben wurde. Die Liste lässt sich fortsetzen, aber irgendwie wird dieser Kontext in beiden Artikeln als irrelevant betrachtet.

Wie oben geschrieben, erwähnt der Guardian lediglich Hadids Kritik an „der israelischen Regierung“ und ihre Unterstützung für die Palästinenser. Das ist eine Untertreibung, bedenkt man, dass sie im Mai 2021 an einem Protest teilnahm, auf dem sie „From the river to the sea, Palestine will be free“ skandierte. Der Post befand sich ursprünglich auf ihrer Instagram-Seite, ist aber inzwischen abgelaufen oder entfernt worden.

Los Angeles Times spielt Hadids Geschichte antisemitischer Äußerungen herunter

In die gleiche Richtung geht, dass die LA Times die verleumderisch israelfeindlichen Äußerungen des Supermodels herunterspielt:

Der Streit folgt der Entscheidung der Sportkleidungsfirma Hadid zu engagieren, die palästinensische Amerikanerin ist und lautstark für Hilfsaktionen für Palästinenser eintritt… Adidas erhielt Kritik von jüdischen Organisationen und Israel, weil es die SL72-Kampagne mit einem Model zusammenbrachte, das für seine pro-palästinensischen Ansichten bekannt ist.

Es reicht nicht, dass die Medien nur eine Seite dieser Geschichte erzählen. Das würde die Öffentlichkeit von angemessenem Kontext und Transparenz zu dem abhalten, was Hadid als Gesicht der SL72-Werbekampagne von Adidas problematisch macht.

Israelischer Olympiasportler zu sein bringt zwangsläufig Gepäck und Verantwortung mit sich. Jedes Mal, wenn jemand aus Israel öffentlich im Ausland auftritt, egal, wie unpolitisch, dann weiß er oder sie, was für eine Last das ist. Dieses Jahr ist besonders signifikant – wir erlebten das bei der israelischen Sängerin Eden Golan beim ESC und wir sehen es jetzt bei Aufrufen Israel von den Olympischen Spielen in Paris 2024 auszuschließen; den Sportlern werden sogar Morddrohungen geschickt.

Dass die Medien dieses Thema derart unsensibel und derart einseitig behandeln, schürt die Flammen des Antisemitismus und macht Israeli oder Jude zu sein noch gefährlicher. Es ist unmoralisch eine Prominente mit problematischem Ruf, die im Zentrum dieser Kampagne steht, um des Narrativs willen zu verharmlosen.

Dan Wolken von USA Today brachte auf den Punkt und fing den wahren Grund ein, weshalb die SL72-Kampagne von Adidas solch heftige Reaktionen erhielt:

Stellen Sie sich vor, Sie leben Ihr ganzes Leben in dem Wissen, dass der Traum, für den Sie jeden Tag trainieren, untrennbar mit einem der traumatischsten Ereignisse in der Geschichte Ihres Landes verbunden ist, als 11 Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft beim Terroranschlag auf die Münchener Spiele 1972 ihr Leben verloren.

Er schreibt auch, dass dieses Jahr für israelische Sportler die Teilnahme in Paris in diesem Sommer emotionaler ist, die neun Monate „Trauer und Chaos“ seit dem von der Terrororganisation Hamas und ihren Verbündeten am 7. Oktober verübten Massakers stattfinden.

Wo hattet ihr eure Köpfe, Adidas? Medien, wo ist eure Integrität?

Warum die Geiseln ein internationales Thema sein sollten – nicht nur ein israelisches

Verfasst 18. Juli 2024 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Nahost-Konflikt

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Miriam Bash, HonestReporting, 9. Juli 2024

Die Welt war Zeuge einer beispiellosen Krise, als Bürger aus 24 Ländern am 7. Oktober 2023 von der Hamas verschleppt und als Geiseln in den Gazastreifen entführt wurden.

Selbst jetzt gibt es Geiseln, die immer noch von der Hamas festgehalten werden; sie haben 22 Nationalitäten: die der USA, Argentinien, Österreich, Brasilien, Bulgarien, Kanada, Kolumbien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Litauen, Nepal, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Serbien, Tansania, Thailand, Großbritannien und Ukraine.

Obwohl sie Länder aus allen Teilen des Globus repräsentieren, ist der internationale Aufschrei überraschend und traurigerweise verhalten gewesen. Die „Geiselfrage“ ist weitgehend als israelisch betrachtet worden, was die Verantwortung dafür sie nach Hause zu bringen bei der IDF und der israelischen Regierung liegen lässt.

Laut Daniel Schek, einem ehemaligen israelischen Diplomaten und Sprecher des Hostages and Missing Families Forums, ist die internationale Dimension dieser Krise entscheidend. Er warnt, dass die präzedenzlose Verschleppung am 7. Oktober die Weltgemeinschaft beunruhigen sollte und dass etwas Ähnliches könne überall in der Welt passieren, besonders wenn die Verantwortlichen nicht schwer bestraft werden.

Scheks Bewertung der internationalen Reaktion ist schonungslos: „Ausreichend? Beileibe nicht.“ Es hat keinen bedeutsame, abgestimmte Bemühung der verschiedenen Länder gegeben zusammenzuarbeiten oder eine Art Druck ausübende Gruppe zu bilden, um die Geiseln zu befreien, sagt er. Die meisten der konkreten Bemühungen zu versuchen die Situation zu lösen sind individuelle oder voneinander unabhängig erfolgt.

Ende Oktober 2023 trafen sich russische Diplomaten in Moskau mit einer Hamas-Delegation und bestanden darauf, dass acht im als Geiseln festgehaltenen russisch-israelischen Bürgern besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, darunter Roni Kriovoi, ein Tontechniker, der auf dem Nova-Festival arbeitete, als es angegriffen wurde (einer der wenigen Männer, der in dieser Zeit aus der Gefangenschaft freigelassen wurde).

Nach der ersten Freilassung von 17 Thailändern wurden im November zwei weitere Thais freigelassen. Eine thailändische Muslimgruppe behauptete, ihre Bemühungen seien der Schlüssen zur Sicherstellung dieser Geiseln gewesen. „Wir waren die einzige Partei, die seit Beginn des Krieges mit der Hamas sprach, um um die Freilassung der Thais zu bitten“, sagte Lerpong Syed, der Präsident der Vereinigung der thailändisch-muslimischen Absolventen gegenüber Reuters.

Ein wichtiger Einsatz erfolgte am 25. April, als die Führer von 17 Ländern sich US-Präsident Joe Biden bei der ersten offiziellen Erklärung anschlossen, die die Freilassung der Geiseln forderte. Zu den Ländern gehörten Argentinien, Frankreich, Deutschland und Großbritannien.

Wir fordern die sofortige Freilassung aller Geiseln, die von der Hamas seit mehr als 200 Tagen im Gazastreifen festgehalten werden. Dazu gehören unsere Bürger. Zum Schicksal der Geiseln und der Zivilbevölkerung im Gazastreifen, die laut Völkerrecht geschützt sind, besteht internationale Sorge … Wir unterstützen die die Vermittlungsbemühungen sehr, um unsere Leute nach Hause zu bringen. Wir bekräftigen unsere Forderung an die Hamas die Geiseln freizulassen und lassen Sie uns diese Krise zu beenden, damit wir uns kollektiv auf unsere Bemühungen konzentrieren können der Region Frieden und Stabilität zu bringen.

Seit dieser Erklärung sind die konkreten Bemühungen jedoch minimal gewesen. Biden hat eine moralische Verpflichtung abgegeben die israelisch-amerikanischen Geiseln nach Hause zu bringen und hat sich oft mit ihnen und ihren Familien getroffen, aber sein Erfolg dabei ist begrenzt gewesen. Es werden immer noch acht amerikanische Staatsbürger im Gazastreifen festgehalten, von fünf wird angenommen, dass sie noch am Leben sind.

Liat Beinin Atili ist eine Überlebende.
Es war mir eine Ehre sie heute Abend im Weißen Haus willkommen zu heißen, aus erster Hand von ihrer Unverwüstlichkeit zu hören, obwohl sie das Undenkbare aushalten musste und ihr zu versprechen, dass meine Arbeit nicht getan ist, bis wir die Freilassung aller verbleibenden, von der Hamas festgehaltenen Geiseln sichergestellt haben.

Vergleicht man das mit früheren schlagzeilenträchtigen Geiselsituationen wie der iranischen Geiselkrise von 1979, dann ist das Missverhältnis bei der globalen Aufmerksamkeit unverkennbar. Die iranische Geiselkrise ergriff die amerikanische Öffentlichkeit und Medien, während die israelischen Geiseln, einschließlich der US-Bürger, beim amerikanischen Volk kein ähnliches Niveau an Aufmerksamkeit erlangt hat.

Als 2014 au seiner Schule in Chibok in Nigeria 276 Mädchen von der islamistischen Milizgruppe Boko Haram entführt wurden, erhielt eine Kampagne für ihre Rückkehr umfassende internationale Unterstützung.

Zur Kampagne „Bring Back Our Girls“ gehörte Unterstützung von prominenten Persönlichkeiten wie Michelle Obama und Hillary Clinton. Im Gegensatz dazu hat die bedrängte Lage der israelischen Geiseln keine vergleichbare weltweite Empörung ausgelöst. Und das trotz der harten Arbeit der Familien der Geiseln, die rund um die Welt fliegen, um für die Freiheit ihrer Lieben zu kämpfen.

In einigen Fällen haben sich die Geiseln sogar negative Aufmerksamkeit gegenüber gesehen – ein Phänomen, das in Krisen der Vergangenheit unbekannt war. Weltweit sind Poster der Geiseln abgerissen worden und einige Medienpersönlichkeiten haben die Legitimität der Berichte von den Angriffen des 7. Oktobers infrage gestellt.

Schek fasst den allgemeingültigen Charakter dieser Sache zusammen. „Ist spielt für mich wirklich keine Rolle, auf welcher Seite der politischen Kluft in Israel, in den USA, in Frankreich oder wo sonst du stehst. Es spielt wirklich keine Rolle, auf welcher Seite der israelisch-palästinensischen Kluft du stehst“, sagt er. „Es ist ungerecht, dass unschuldige Zivilisten seit neun Monaten unter unmenschlichen Umständen festgehalten werden. Ihnen werden ihre Rechte, die ihnen das Völkerrecht gibt, vorenthalten; und sie haben keine angemessene medizinische Versorgung bekommen und das Rote Kreuz hat keinen Zugang. Das sollte bei jedem Besorgnis erregen, dem Menschenrechte wichtig sind.“

Die Tatsache, dass 120 Geiseln aus 22 verschiedenen Ländern von Terroristen aus Israel verschleppt wurden und sich bis heute im Gazastreifen befinden, fordert dringendes internationales Handeln. Diese Geiselkrise ist kein nur israelisches Thema, sondern ein globales.

Also, Welt, wo ist eure Empörung? Warum kämpft ihr nicht darum eure Leute nach Hause zu bringen?

Das Versteck des Hamas-Führers Mohammed Deif: Medien übersehen den strategischen menschlichen Schutzschild

Verfasst 16. Juli 2024 von spotplenni
Kategorien: Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rachel O’Donogue, HonestReporting, 14. Juli 2024

Die IDF führte am Samstag eine ihrer bedeutendsten Operationen im Gazastreifen seit dem Beginn des Krieges gegen die Hamas durch. Sie vollführte einen Angriff, der sich gegen einen der Drahtzieher des Angriffes vom 7. Oktober richtete, Mohammed Deif.

Deif zu eliminieren, den Führer der Issedin al-Qassam-Brigaden und zweiten Mann der Hamas im Gazastreifen, wäre ein bedeutender Schlag. Auch wenn es keine offizielle Bestätigung seines Todes gibt und die Hamas behauptet, Deif gehe es „gut“, lohnt es sich festzuhalten, dass der saudische Nachrichtensender Al-Hadath berichtete, sein Stellvertreter Rafa Salama, Kommandeur der Khan Junes-Brigade, der sich bei Deif aufhielt, getötet wurde.

Deif, der wegen seiner Gewohnheit regelmäßig seinen Aufenthaltsort wechselt, um seiner Entdeckung zu entgehen, wurde von Israel wegen seiner Rolle bei der Planung und Ausführung zahlreicher Terroranschläge in den 1990-er und 2000-er Jahre, darunter den Busbomben auf der Jaffa Road 1996 schon lange gejagt.

Einige Fakten zum Vorfall am Samstag waren sofort klar:

Erstens erfolgte er in der humanitären Zone al-Muwasi bei Khan Junes im südlichen Gazastreifen und die IDF untersucht Berichte, es sei eine Reihe Zivilisten gestorben.

Zweitens richtete sich der Luftangriff gegen ranghohe Hamas-Akteure.

Dieser Punkt wurde von fast allen internationalen Medien hervorgehoben, die festhielten, dass Deif getötet worden sein könnte und ausnahmslos auf ihn als den „Militärchef“ der Hamas oder den „Architekt des 7. Oktobers“ verwiesen; es gab ein paar bemerkenswerte Ausnahmen.

Die BBC verpfuschten einen ersten Bericht am 13. Juli. Auf ihrem YouTube-Kanal stellte der Sender den Vorfall als „90 getötet und 300 verletzt“ bei einem israelischen Angriff auf einen „humanitären Bereich“ im Gazastreifen dar und erwähnte erst später in dem Bericht, dass Israel ranghohe Hamas-Kommandeure, darunter Deif, ins Visier genommen hatte.

Genauso versäumte es CBS Deif in der Schlagzeile zu erwähnen; stattdessen wurde es als „israelischer Angriff auf den südlichen Gazastreifen“ beschreiben, der laut Gaza-Gesundheitsministerium „ 90 Tote hinterließ“.

Die Irish Times berichtete die Opferzahl als Tatsache, ohne jegliche Zuordnung, in einem Artikel mit der Schlagzeile „Gaza: Mindestens 90 Tote, 300 Verletzte bei israelischen Luftangriff auf festgelegt humanitäre Zone“.

Irish Times

Der Fokus auf den Luftangriff, der  in einer ausgewiesenen humanitären Zone stattfand, erklärt, warum es zivile Opfer gab. Allerdings kommentierte kein einziges Medienorgan die Tatsache, dass ranghohe Hamas-Kommandeure, darunter Deif, sich vorsätzlich dort versteckten. Diese Auslassung ignoriert die offenkundige Realität, dass die Hamas zivile Bereiche als Deckung ausnutzt, was unausweichlich zu Toten führt.

Journalismus-Studenten werden oft die „fünf Ws“ gelehrt – Wer? Was? Wann? Wo? Warum? – um wesentliche Punkte für eine Story zu sammeln. Es gab eine andere entscheidende Frage – eine, die viel Journalisten jetzt zu stellen vergessen: „Wie?“

Wie starben palästinensische Zivilsten bei einem israelischen Luftangriff, der dazu geplant war ranghohe Hamas-Kommandeure auszuschalten?

Die Medien sollte die völlig offensichtliche Antwort berichten: Deif und seine Terror-Gefolgsleute entschieden sich, sich in der humanitären Zone al-Muwasi zu verstecken, wo sie dort Schutz suchende Männer und Frauen als menschliche Schutzschilde benutzten.

Die Hamas-Führer betten sich in die Zivilbevölkerung ein, weil sei wollen, dass Palästinenser sterben; Yahya Sinwar beschrieb zivile Tote sogar als „notwendiges Opfer“. Am Samstag beschrieb die New York Times ausführlich, wie zivil gekleidete Hamas-Terroristen „sich in Wohnvierteln verstecken, ihre Waffen in Kilometern von Tunneln und in Häusern, Moscheen, Sofas – selbst in einem Kinderzimmer – lagern, womit sie die Grenze zwischen Zivilisten und Kombattanten verwischen“.

Während das israelische Militär alles unternimmt, um zivile Schäden zu minimieren – darunter in diesem Fall die Verwendung von präziser Visualisierungen des „offenen, bewaldeten Geländers“ und unter Zuhilfenahme zusätzlicher Geheimdienstinformationen – sind unbeabsichtigte Opfer eine tragische Folge der Hamas-Strategie.

Fakt ist, dass Israel die Pflicht hat seine Bürger zu verteidigen und sie vor weiteren Schäden zu schützen. Im Kontext dieses Krieges gegen die Hamas im Gazastreifen bedeutet das die Terroristen zu eliminieren, die das Massaker begingen, das diesen Krieg auslöste.

„186.000 Tote im Gazastreifen“: The Lancet veröffentlicht bisher die höchst hanebüchenen Behauptungen zum Krieg Israel-Hamas-Krieg

Verfasst 12. Juli 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 9. Juli 2024

Eines der ältesten medizinischen Magazine mit Peer-Review der Welt, The Lancet, prahlt mit seinen „extrem hohen Standards“; man wählt „nur die besten Forschungsaufsätze wegen der Qualität ihrer Arbeit und dem Fortschritt, den sie bringen“.

Diese angeblichen Goldstar-Standards waren nicht zu sehen, als die Redakteure des Magazins die beunruhigende Entscheidung trafen Inhalte zu veröffentlichen, der eindeutig behauptet Israel sie des Völkermords schuldig. Diese Desinformation, im Namen des angesehenen Magazins ^vorgelegt, verleiht ihr eine unverdiente Fassade der Legitimität.

Das von Rasha Khatib, Martin McKee und Salim Yusuf geschriebene „Counting the dead in Gaza: difficult but essential“ (Die Toten im Gazastreifen zählen: schwierig, aber unerlässlich) beginnt mit der Behauptung, mehr als 37.000 Menschen seien seit dem 7. Oktober im Gazastreifen getötet worden – eine Zahl, die dem Gesundheitsministerium in Gaza zugeschrieben wird. Die Autoren behaupten, diese Daten seien durch israelische Geheimdienste gesichert und würden von unabhängigen Analysen gestützt.

So werden falsche Informationen verbreitet:
1. The Lancet veröffentlicht Behauptungen von 186.000 Toten im Gazastreifen.
2. Die Medien geben die falsche Zahl weiter, ignorieren dabei die frühere Terror-Rechtfertigung des Autors.
3. Israel wird für zahllose Tote verantwortlich gemacht, die es gar nicht gibt.

Erstens ist die Behauptung, israelische Geheimdienstinformationen würden diese Zahlen stützen, schlicht falsch; von den Autoren gibt es für diese haltlose Behauptung kaum Belege außer nicht identifizierte Sekundärquellen.

Zweitens wird nicht erwähnt, dass rivalisierende und glaubwürdigere Analysen zu dem Schluss gekommen sind, dass die aus dem Gazastreifen kommenden Zahlen der Todesopfer „jeglichen Anspruch auf Richtigkeit verloren haben“.

Die schnelle und dramatische Behauptung der Autoren, die Opferzahlen seien genau, bilden die Grundlage für die bisher haarsträubendste Anschuldigung – dass die gemeldete Zahl in Wirklichkeit nur ein Bruchteil der gesamten Toten sein könnte und dass „es nicht unwahrscheinlich ist, dass bis zu 186.000 oder sogar noch mehr Tote dem aktuellen Konflikt im Gazastreifen zugeschrieben werden könnten“.

Die Behauptung ist Berichten zufolge das Ergebnis des Vergleichs des Gazastreifens mit anderen jüngsten Konflikten, wo „indirekte Tote vom Drei- bis Fünfzehnfachen der direkten Toten reichen“. Mit dieser fehlerhaften Logik sind die Autoren zu ihrer stark überhöhten Zahl gekommen.

Solche Vergleiche helfen keiner nützlichen Hochrechnung. Sie ignorieren ausnahmslos die einzigartige Dynamik urbaner Kriegsführung im Gazastreifen, einschließlich der hohen Dichte der Zivilbevölkerung und zeigen den Mangel an Verständnis der Autoren für die spezifischen Umstände der medizinischen Versorgung, Infrastruktur und humanitären Lage im Gazastreifen; ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Opferzahlen nicht zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten differenzieren.

Darüber hinaus bezieht sich schon das Konzept der „indirekten Toten“ im Krieg auf solche, die als Ergebnis von Umständen auftreten, die durch den Konflikt geschaffen sind, zum Beispiel Tote aufgrund des Fehlens von sauberem Wasser, nicht aus direkter Gewalt während des Konflikts selbst.

Der weithin zitierte Brief im The Lancet impliziert lächerlich, die Gesamttodesopfer im Gazastreifen könnten sich auf 186.000 belaufen. Genaue Überprüfung zeigt, dass dieser kurze Text auf Schrott-Forschung basiert, die unzuverlässige Quellen, grobe Fehldarstellungen, Fehler und Auslassungen anführt. Das lässt The Lancet schlecht aussehen.

Diesen Text als „Artikel“ zu bezeichnen ist großzügig, denn das erkennt ihm eine Niveau an Vertrauenswürdigkeit zu, obwohl er in Wirklichkeit ein Brief ist – eine Meinungsäußerung – die auf The Lancets Internetseite im Bereich „Schriftverkehr“ steht.

Die Kommentarbereich des Artikels wird in der Medienberichterstattung verschleiert; Publikationen stellen die Daten als von The Lancet selbst unterstützt dar. Etwas vorhersagbar hat das zu voreiligen Schlagzeilen chronisch israelfeindlicher Organe wie Al-Jazira, The National und The New Arab geführt, die behaupten, hinter der Opferzahl von 186.000 steckten The Lancet oder seine „Experten“.

Al-Jazira: Gaza-Opfer könnte 186.000 überschreiten, sagt Lancet-Studie

Khatib, McKee und Yusuf wissen wahrscheinlich, dass weitere Fußnoten zu ihrer Schrift sie für die meisten Leser glaubwürdiger erscheinen lassen. Das ist der Grund, warum es immer nützlich ist beim Lesen ein kleines Spiel „Folge der Fußnote“ zu spielen.

In diesem Fall bringt das Anklicken einiger der von den Autoren angeführten Quellen  zur alternativen Nachrichtenseite Vice News sowie Airwars, einer gemeinnützigen Organisation, die „Behauptungen ziviler Schädigungen in von Konflikten betroffenen Staaten verfolgt, auswertet, archiviert und untersucht“. Die Qualität der investigativen Arbeit von Airwars und, was wichtiger ist, die dahinterstehende Agenda ist im ersten Artikel über den Gazastreifen auf der Website offenkundig, der im zweiten Absatz einen eklatanten Fehler enthält: die unzutreffende Behauptung, dass der Internationale Strafgerichtshof habe ein „plausibles Risiko eines Völkermords im Gazastreifen“ festgestellt…

Das machte er nicht.

Joan Donoghue, ehemalige Präsidentin des IStGH, stellte bei BBC News klar, dass das Gericht *nicht* entschied, Israels Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen könnte glaubhaft als Völkermord betrachtet werden.

Und selbst auf die bereitgestellte, marginal vertrauenswürdigere Information, wird falsch verwiesen. Zum Beispiel verlinken die Autoren zu einer UNO-Studie, in der behauptet wird, dass in dem Konflikt 35 Prozent des Gazastreifens „zerstört“ worden sind. Eine schnelle Durchsicht des Berichts verrät jedoch, dass die 35 Prozent der UNO den „Schaden“ beinhalten – er behauptete nicht, dass mehr als ein Drittel des Strips komplett zerstört wurde.

Schließlich wurde darauf hingewiesen, dass mindestens einer der Briefeschreiber in The Lancet – Rasha Khatib, ehemalige Wissenschaftlicher der Birzeit Universität in der Westbank – eine Geschichte der Verteidigung des palästinensischen Terrorismus hat; sie hat früher schon solche barbarischen Angriffe als „unvermeidliche Reaktion auf die Besatzung“ gerechtfertigt.

Genau die Art von „Objektivität“, die man von The Lancet erwarten würde.

Nachtrag:
Wie leider zu erwarten, haben „große“ Medien die Verleumdung aus The Lancet einfach wiederholt, darunter die New York Times, die Washington Post, der britische Independent und die Irish Times.

Grabt weiter: Wie Archäologie die Verleumdung „Israel kolonisiert“ widerlegt

Verfasst 11. Juli 2024 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Geschichte, Nahost-Konflikt

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Sophie Kalmin, HonestReporting, 3. Juli 2024

Die verleumderische Behauptung, Israel sei ein Kolonialprojekt schadet Juden weltweit und wurzelt schlicht nicht in der Realität. Jede Menge archäologische Beweise offenbaren eine jüdische Gemeinschaft im Land Israel, die seit Jahrtausenden bestanden hat. Trotz irreführender und antisemitischer Argumenten, das jüdische Volk sei Kolonisator fremden Landes, dient der Zionismus, die jüdische Selbstbestimmungsbewegung, in Wirklichkeit als Vorbild für Entkolonisierung.

Antike Berichte über Israel und das jüdische Volk

Einer der frühesten Verweise auf das jüdische Volk kommt von der Merneptah-Stele, einem ägyptischen Artefakt, das auf das Jahr 1200 v.Chr. zurückgeht. Die Stele feiert die Siege von Pharao Merneptah über die Israeliten. Das kennzeichnet die erste bekannte Erwähnung Israels in antiker ägyptischer Literatur, was die langjährige Anwesenheit des jüdischen Volks in der Region bestätigt. Im Bild links ist das Wort „Israel“ auf den originalen ägyptischen Hieroglyphen hervorgehoben. Auch wenn es eine Handvoll genauer Übersetzungen gibt, lautet der Satz: „Yisrael, dein Same ist verstreut“, was das Narrativ des jüdischen Fortbestehens betont.

Die Merneptah-Stele

Der Schwarze Obelisk von Schalmaneser III. ist ein assyrisches Artefakt aus dem Jahr 841 v.Chr. Er erwähnt das „Haus Omri“, verzeichnet den Tribut, den König Jehu von Israel an das assyrische Reich zahlte, nachdem dieses das Königreich Israel eroberte hatte. Der Obelisk ist das einzige zeitgenössische Bild eines israelitischen Königs, der die politischen und dynastischen Aktivitäten des nördlichen Königreichs Israel demonstriert, womit die jüdische Präsenz in der Region untermauert.

Der Schwarze Obelisk von Schalmaneser III.

Die Stele von Tel Dan, entdeckt in Nordisrael, wird auf das 9. Jahrhundert v.Chr. datiert und beinhaltet eine aramäische Inschrift, die das Königreich Israel und das „Haus David“ erwähnt. Dieser bedeutende Fund bestärkt den biblischen Bericht der Dynastie König Davids, stellt den ältesten nicht biblischen Bericht der Dynastie David dar, womit konkrete Beweise jüdischer Souveränität im Land vorliegt. Sie befindet sich derzeit im Israel Museum in Jerusalem, in einer Sammlung tausender Artefakte aus dieser Zeit, was die Existenz jüdischer Gemeinden im Land Israel vor mehr als zweitausend Jahren bestätigt.

Die Stele von Tel Dan

Zwei in Jerusalem gefundene kleine Silberamulette die auf das späte 7. oder frühe 6. Jahrhundert v.Chr. datiert wird, bietet einen eindrucksvollen Beleg früher jüdischer Praxis. Diese Amulette sind die ältesten bekannten Kopien biblischer Texte. Sie wurden im Bereich Ketef Hinnom gefunden und sind etwa 400 Jahre älter als die Schriftrollen vom Toten Meer. Sie tragen eine Inschrift des Priestersegens aus dem 4. Buch Mose 6,24-26, sie rufen den Namen Gottes an, womit sie die grundlegenden jüdischen Ursprünge in Jerusalem unterstreichen. Die Anwesenheit dieser Amulette unterstreicht die tiefen spirituellen und kulturellen Wurzeln des jüdischen Volks in der Region.

Die Rückkehr aus dem Exil

Nach Jahrhunderten des Lebens im Exil wurde den Juden vom persischen König Kyros die Möglichkeit gewährt ins Land Israel zurückzukehren. Wie das Buch Esra 1 dokumentiert, erkannte der fremde Herrscher die Notwendigkeit, die Ureinwohner in ihre Heimat zurückzubringen. Diese Politik ist im Kyros-Zylinder festgehalten, die 538 v.Chr. auf Ton geschrieben wurde. In dem er den von den Babyloniern Verbannten die Rückkehr erlaubte, beeinflusste Kyros die jüdische Geschichte wirksam zugunsten des Zionismus.

Der Cyrus-Zylinder

In der Davidstadt in Jerusalem wurden verschiedene Bullen mit jahwistischen Namen gefunden, die die Jahrtausende aufzeigen, die die Juden in dieser Region gelebt haben. Diese Ansammlung von Bullen, kleinen Tonsiegeln, trägt hebräische Inschriften, die ins sechste und siebte Jahrhundert datiert werden, was die die tief verwurzelte Anwesenheit der Juden im Land belegen. In dem, was damals als das Land Judah bekannt war, waren Juden in den wirtschaftlichen und Verwaltungsaktivitäten aktiv. Derselbe Gott, auf den diese Silberamulette verweisen, ist mit den jüdischen Namen auf diesen Stempeln verbunden. Diese Artefakte stärken die biblischen Berichte der Zeit des ersten Tempels und verwenden hebräische Buchstaben, was die ausgesprochen jüdischen Aktivitäten in Israel bestätigt.

Eine Bulle

Die Römerzeit

Der im Jahr 81 n.Chr. gebaute Titusbogen zeigt die römische Plünderung Jerusalems, als die Juden aus ihrer Heimat – wieder – vertrieben und religiöse Artefakte als Symbol des römischen Sieges geplündert wurden. Die Brandschatzung Jerusalems war für das jüdische Volk so traumatisierend, dass viele jüdische Besucher Roms es ablehnen unter dem Bogen durchzugehen, was eine andauernde Forme des Widerstands gegen die römische Besatzung. Die Menora, ein durchgängiges Motiv des jüdischen Volks, ist in der Mitte des Stücks als Symbol der römischen Überlegenheit über die Juden dargestellt. Daher beleuchtet das unabsichtlich die Existenz einer jüdischen Gemeinschaft im Land, das sie vor so vielen Jahrhunderten eroberten.

Der Titusbogen

Die Römerzeit hinterließ mehrere unauslöschliche Zeichen in der jüdischen Psyche, was von den Resten der Festung Masada noch weiter zeigen. Die in den 1960-er Jahren ausgegrabene Feste des Königs Herodes aus dem ersten Jahrhundert n.Chr. dient als mächtiges Symbol jüdischer Widerstandskraft. Es war in Masada, dass jüdische Rebellen den Römern entschieden Widerstand leisteten, bis die Festung zerstört wurde und die Römer einen weiteren Sieg über das Volk des Landes erlangten. Heute dient Masada als eine der beliebtesten Touristenorte in Israel, wo Besucher antike Zisternen, Töpferwaren und technische Meisterleistungen jüdischer Architekten besichtigen. Obwohl Bereiche der Festung immer noch ausgegraben werden müssen, bleibt Masada als eine der ergreifendsten Erinnerungen an die jüdische Verbindung der Juden zum Land Israel – Juden starben bei seiner Verteidigung vor tausenden Jahren.

Masada

Historiker sagen…

Über die Archäologie hinaus bieten die Schriften des Flavius Josephus, ein jüdischer Historiker des ersten Jahrhunderts, eine Insider-Erfahrung des jüdischen Lebens und der römischen Regierung in Judäa. In seinem Werk Jüdische Altertümer (Antiquitates Judaicae) berichtet Josephus detailliert die römische Verwaltung in der Region, einschließlich der vom Statthalter von Syrien, Cyrenius, umgesetzte  Steuerpolitik. Flavius hält fest: „Darüber hinaus kam Cyrenius selbst nach Judäa, das nun der Provinz Syrien zugeschlagen worden war, um eine Bestandsaufnahme zu machen und über das Geld von Archelaus zu verfügen.“ Dieser Bericht betont sowohl das jüdische Eigentum als auch die wirtschaftlichen Aktivitäten im römischen Judäa. Josephus‘ umfangreiche Aufzeichnungen dienen als entscheidende Quelle, denn sie unterstreichen die kontinuierliche jüdische Einbindung in dieses Land über Jahrtausende hinweg.

Benjamin Tuldela, Autor des 12. Jahrhunderts von „Massaot Binjamin mi-Tudela“ (Reisen des Benjamin aus Tudela) zeichnet jüdische Aktivitäten an der Machpela (Patriarchenhöhle in Hebron) auf. Tudela war ein im Mittelalter lebender Jude; er beschreibt die ausgeprägten religiösen Bräuche, die an diesem Ort ausgeübt wurden. Er schreibt, dass in der Höhle Generationen von Israeliten beerdigt wurden und dass unsere Vorväter „ein eisernes Tor“ bauten, um die zu schützen, die die Überreste ihrer Lieben besuchten. Dank Tudela finden die Geschichten der Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und seinen im Land Israel beerdigten Vorfahren einen tieferen Widerhall.

Anhaltende jüdische Praxis

Die Entdeckung der Schriftrollen vom Toten Meer Mitte des 20. Jahrhunderts bietet wohl den überzeugendsten Belegt für die dauerhafte Verbindung des jüdischen Volks zu seinem Land und Erbe. Zu diesen antiken Manuskripten, die auf die letzten drei Jahrhunderte vor und das erste Jahrhundert n.Chr.  datiert werden, gehören die frühesten bekannten Kopien der hebräischen Bibel, die unschätzbare Einsichten in jüdisches Leben, Recht und Überzeugungen während der Zeit des Zweiten Tempels bieten. Geschrieben sind sie auf Hebräisch, Aramäisch und Griechisch; diese Rollen sind damit ein machtvolles Symbol jüdischer spiritueller und intellektueller Stabilität. Dass sie mehr als zwei Jahrtausende überlebt haben, bestätigt das anhaltende Erbe jüdischer Gelehrsamkeit und die unerschütterliche Hingabe ihre heiligen Texte zu erhalten.

Schriftrollen vom Toten Meer

Israel ist die jüdische Heimat

Als britische Schiffe im späten 16. Jahrhundert in Nordamerika anlandeten, gruben sie keine Theaterstücke von Shakespeare aus und fanden keine auf Englisch geprägten Münzen. Per Definition sind Kolonialmächte keine Einheimischen der Orte, die sie kolonisieren. Juden haben seit Anbeginn des Judentums in Israel eine kontinuierliche Präsenz unterhalten, trotz zahlreicher Eroberer, die kamen und die Juden aus ihrem Land warfen. Diese Exile sind nicht nur gründlich in der jüdischen Literatur und kulturellen Evolution dokumentiert, sondern in ständigen archäologischen Funden. Gescheiterte Versuche das jüdische Volk aus seinem Land auszulöschen haben die Notwendigkeit einer dauerhaften Existenz eines jüdischen Landes nur verstärkt.

Medien berichten nicht, dass Beamte mit der „Hungersnot“ im Gazastreifen falsch lagen

Verfasst 27. Juni 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, UNO

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HonestReporting, 18. Juni 2024

„Eine Hungersnot steht unmittelbar bevor, weil 1,1 Millionen Menschen, der halbe Gazastreifen, eine katastrophale Lebensmittelunsicherheit erlebt“, behauptete die Integrated Food Security Classfication (IPC) in einer am 18. März veröffentlichten Sonderinformation.

Nach der Veröffentlichung ergriffen große Nachrichten die Gelegenheit das Wort „Hungersnot“ in ihre Schlagzeilen zu bringen.

Associated Press: Hungersnot im Nordgazastreifen unmittelbar bevorstehend, während das wichtigste Krankenhaus erneut angreift.
The New York Times: Israel schickt während Warnungen vor Hungersnot im Gazastreifen weitere Truppen nach Rafah
BBC News: Gaza steht vor Hungersnot im Ramadan, dem heiligen Fastenmonat

Allerdings deckte ein am 4. Juni veröffentlichter, neuer Bericht des Hungersnot-Berichts des IPC (FRC) mehrere Fehler in den im März veröffentlichten Originaldaten, was sie dazu brachte ihre ursprünglichen Behauptungen zu berichtigen. Letztlich kam der FRC zu dem Schluss, dass sie „die Lage im Gazastreifen nicht als ‚Hungersnot‘ betragen können“.

Hier sind die wichtigsten Punkte, die es verdienen hervorgehoben zu werden:

  • Der ursprüngliche Bericht sagte, dass die Kalorienverfügbarkeit im April im erfassten Bereich nur „59-63% der Bedürfnisse betrug (einzig aufgrund der Humanitarian Food Assistance)“
  • Der neue Bericht schätzt, dass die tatsächliche Bandbreite der Abdeckung der Kalorienverfügbarkeit tatsächlich 75-109% betrug.

Wie also kam das IPC vom der Behauptung, die Gazaner im Norden seien auch nur nahe daran ihrer Ernährungsanforderungen um zu bestätigen, dass sie nicht ansatzweise unterernährt sind? Wie kamen sie dazu, das beim ersten Mal so falsch machen?

  1. Bei der Diskussion von Lebensmittel-LKWs und anderer Methoden der Hilfe, die in den Gazastreifen kommt, ließ das IPC beim ersten Mal kommerzielle und/oder privat beauftragte Lieferungen und solche des Welternährungsprogramms (WEP) an Bäckereien im nördlichen Gazastreifen weg.
  2. Der vorige Bericht „verließ sich auf mehrere Schichten von Annahmen und Eingriffen, angefangen mit der Verfügbarkeit von Lebensmitteln und dem Zugang in den nördlichen Gazastreifen bis hin zum Ernährungsstatus und Sterblichkeit“.
  3. Es könnte seitens des Famine Early Warning Systems Networks (FEWS NET) eine „Diskrepanz in den Berichterstattungs-Zeiträumen“ gegeben haben.

Die korrigierten Daten des FRC erhalten zwar Öffentlichkeit in verschiedenen X/twitter-Threads , aber große Nachrichtenmedien scheinen ihre Veröffentlichung zu ignorieren.

Erinnern Sie sich an den berühmten IPC-Bericht, der behauptete, der Gazastreifen – besonders der nördliche Teil – stehe „unmittelbar vor einer Hungersnot“?
Nun, es stellt sich heraus, dass das Famine Review Committee (FRC) eine neue Analyse veröffentlichte, die, soweit ich das sehe – NULL Berichterstattung in den Medien erhielt.

Die korrigierten Daten des FRC erhalten zwar Öffentlichkeit in verschiedenen X/twitter-Threads , aber große Nachrichtenmedien scheinen ihre Veröffentlichung zu ignorieren.

Erinnern Sie sich an den berühmten IPC-Bericht, der behauptete, der Gazastreifen – besonders der nördliche Teil – stehe „unmittelbar vor einer Hungersnot“?
Nun, es stellt sich heraus, dass das Famine Review Committee (FRC) eine neue Analyse veröffentlichte, die, soweit ich das sehe – NULL Berichterstattung in den Medien erhielt.

Die Medien unternehmen einen gemeinschaftlichen Versuch die Lüge von der Hungersnot im Gazastreifen“ zu propagieren – und die Daten zeigen das deutlich.
Seit etwa November haben wir gehört, dass im Gazastreifen „die Hungersnot unmittelbar bevorsteht“. Diese Behauptungen haben beträchtliche Aufmerksamkeit der Medien erhalten.

Indem sie versäumen die jüngsten Informationen zu berichten, täuschen die Nachrichtenmedien ihr Publikum zum Ausmaß der Lebensmittel, die in den Gazastreifen strömen und stellen die Hungerlage in dem Bereich falsch dar.

Noch gefährlicher ist, dass am 16. Juni, fast zwei Wochen nach der Veröffentlichung der neuen Daten, die New York Times sich immer noch auf veraltete, entkräftete Behauptungen bezieht.

Die „taktische Pause“ kommt auch, weil Israel diesen Monat einen weiteren internationalen Bericht zu Lebensmittelunsicherheit im Gazastreifen erwartet. Ein früherer Bericht im März warnte, die Hälfte der Bevölkerung im Gazastreifen stehe vor einer „katastrophalen“ Lebensmittelunsicherheit und drohenden Hungersnot.

Warum hat die New York Times nicht die neuen Daten herangezogen und in ihren Artikeln stattdessen auf falsche Informationen verlinkt.

Der neue Bericht der FRC erklärt, dass es unmöglich ist, die Zahl der Leute festzustellen, die im Gazastreifen überhaupt keinen Zugang zu Lebensmitteln hat und es ist unzutreffend zu sagen, dass der Gazastreifen von einer „unmittelbar bevorstehenden Hungersnot“ bedroht ist.

Das soll nicht andeuten, dass es keine ernsten Probleme bei der Verteilung von Lebensmitteln in einer Kriegszone gibt. Aber 32 Tote, die Unterernährung zugeschrieben werden, überschreiten nicht die Grenze, die notwendig war, um von einer „Hungersnot“ zu sprechen und die meisten davon litten unter Vorerkrankungen.

Stattdessen haben die aktualisierten Daten in den Mainstream-Medien kaum Aufsehen erregt; nur Fox News gaben der Story die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Wie viele andere ignorierte die Entscheidung der New York Times die neuen Daten zu ignorieren zu einer Medienumwelt bei, die Israel diffamiert und dazu beiträgt die vorhandenen Anschuldigungen an Orten wie dem Internationalen Strafgerichtshof bei, Israel würde die Palästinenser vorsätzlich aushungern.

Statt ihr Publikum in die Irre zu führen, indem sie falsche Behauptungen gutheißen, dass eine unzureichende Menge an Lebensmitteln in den Bereich kommt, sollten die Medien sich lieber auf ihre Berichterstattung über zahlreiche Gruppen konzentrieren, die dafür sorgen, dass die Lebensmittel an bedürftige Zivilisten verteilt wird.

Man kann nur hoffen, dass die Berichterstattung der großen Nachtrichtemedien mit dem Erscheinen neuer Daten ihre journalistische Integrität wahren und ihr Publikum entsprechend auf dem Laufenden halten.


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