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Nein, die IDF hat die Opferzahlen der Hamas nicht anerkannt

4. Februar 2026

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 1. Februar 2026

„Israelisches Militär räumt angeblich 70.000 Tote in Gaza ein, nachdem es zuvor die Angaben des Gesundheitsministeriums angezweifelt hatte“, titelte CNN. Die israelischen Streitkräfte hätten in einem Briefing für israelische Journalisten „eingestanden, dass im Gaza-Krieg etwa 70.000 Palästinenser getötet wurden und die Zahlen des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen weitgehend korrekt sind.“

Ähnliche Meldungen, die jeweils behaupteten, das israelische Militär habe nun die Opferzahlen der Hamas akzeptiert, erschienen schnell in großen Medien wie Reuters, BBC, The Guardian und The Times.

Die Behauptung verbreitete sich ebenso schnell in den sozialen Medien. Altbekannte israelfeindliche Kritiker griffen die Schlagzeilen auf und präsentierten sie als angeblichen Beweis dafür, dass Israel während des gesamten Krieges über zivile Opferzahlen gelogen habe. Mehdi Hasan etwa behandelte die Zahl als Bestätigung – wobei er praktischerweise übersah, dass er Israel zuvor beschuldigt hatte, mehr als 100.000 Menschen im Gazastreifen getötet zu haben, also eine weit höhere Zahl als jene, die er nun akzeptiert.

Auch Piers Morgan verstärkte die Behauptung, indem er einen Link zum Bericht von Haaretz weiterverbreitete und erklärte: „Seit über zwei Jahren haben die meisten meiner pro-israelischen Gäste wütend die Opferzahlen des Gesundheitsministeriums in Gaza bestritten und gesagt, sie seien völlig übertrieben. Jetzt hat die IDF akzeptiert, dass sie korrekt sind.“

Kurz darauf veröffentlichte das israelische Militär eine Art Klarstellung. In einer direkten Antwort an Morgan schrieb IDF‑Sprecher Nadav Shoshani auf X, dass „die veröffentlichten Details keine offiziellen Daten der IDF widerspiegeln. Jede Veröffentlichung oder jeder Bericht zu diesem Thema wird über offizielle und geordnete Kanäle erfolgen.“

Die Erklärung deutete darauf hin, dass das israelische Militär die Opferzahlen der Hamas nicht als offizielle Daten betrachtete.

Die gesamte Geschichte, die israelische Armee unterstütze die Hamas-Zahlen, geht auf Äußerungen einer ungenannten Quelle in einer Hintergrundbesprechung zurück, nicht auf die eines autorisierten Sprechers oder Experten für Opferzahlen und sollte nicht als offizielle Bestätigung der Hamas-Zahlen verstanden werden.

Doch selbst als diese Falschbehauptung die Schlagzeilen beherrschte, verschleierte sie das weitaus wichtigere Problem. Es ging nie darum, ob die Hamas-Zahlen „akzeptiert“ wurden. Das wurden sie nicht. Die Frage ist vielmehr, was diese Zahlen tatsächlich beinhalten – wer von wem und unter welchen Umständen getötet wurde.

Hinter den Zahlen

Die umfassendste forensische Untersuchung der Opferzahlen aus dem Gazastreifen wurde von Salo Aizenberg, Vorstandsmitglied von HonestReporting, durchgeführt. Er analysierte die vom Gesundheitsministerium in Gaza während des gesamten Krieges veröffentlichten Todeslisten. Seine neueste detaillierte Aufschlüsselung der Behauptung von 70.000 Toten finden Sie hier:

Um Aizenbergs Befunden zusammenzufassen: Das Gesundheitsministerium der Hamas meldet 70.125 Tote, doch seine Listen unterscheiden weder zwischen Zivilisten und Kombattanten noch zwischen Kriegsopfern und natürlichen Todesfällen oder zwischen durch die IDF verursachten Todesfällen und solchen, die auf Hamas oder andere interne Akteure zurückgehen. Während das Fehlen einer Kennzeichnung von Kombattanten in der Medienberichterstattung gelegentlich erwähnt wird, werden die übrigen Kategorien weitgehend ignoriert – als hätten natürliche Todesfälle und interne Gewalt während zwei Jahren Krieg im Gazastreifen einfach aufgehört zu existieren.

Natürliche Todesfälle sind daher in der Gesamtzahl enthalten. Vor dem Krieg verzeichnete der Gazastreifen im Durchschnitt etwa 6.800 natürliche und Säuglingstodesfälle pro Jahr. Im Jahr 2025 räumte die Hamas ein, dass einige der aufgeführten Todesfälle natürliche Tode seien, doch sie hat diese nie herausgerechnet. Eine konservative Schätzung veranschlagt rund 11.000 natürliche Todesfälle innerhalb der genannten Gesamtzahl.

Auch Fehler und Unstimmigkeiten bestehen weiterhin, darunter Fehlidentifizierungen, Personen, die in früheren Konflikten getötet wurden, sowie Patienten, die den Gazastreifen für medizinische Behandlung verlassen hatten, später aber als tot geführt wurden. Diese machen schätzungsweise 1.000 Fälle aus.

Nach Abzug natürlicher Todesfälle und verbleibender Fehler bleiben rund 58.000 Tote übrig, die plausibel kriegsbedingt sind.

Nicht alle diese Todesfälle wurden von Israel verursacht. Dokumentierte Hinrichtungen durch Hamas, interne Gewalt, Schüsse bei Hilfsgüter-Unruhen und fehlgeleitete Raketen verursachten schätzungsweise 4.000 Todesfälle, die routinemäßig der IDF zugeschrieben werden.

Die von der Hamas selbst veröffentlichten Daten zeigen zudem ein auffälliges Verhältnis von 3:1 zwischen Männern im kampffähigen Alter und Frauen unter den Toten – ein starkes demografisches Indiz für umfangreiche Kombattantenverluste statt wahlloser Tötung von Zivilisten.

Die IDF schätzt, dass etwa 25.000 Hamas- und verbündete Kämpfer getötet wurden – eine Zahl, die mit den Gefechtsverläufen und der dokumentierten Notfallrekrutierung der Hamas übereinstimmt. Tausende Kombattanten tauchten in den Listen der Hamas überhaupt nicht auf.

Die Rekonstruktion der Daten ergibt rund 61.000 Todesfälle, die auf Handlungen der IDF zurückzuführen sind: etwa 25.000 Kombattanten und 36.000 Zivilisten – eine Aufschlüsselung, die in deutlichem Gegensatz zu Behauptungen steht, Israel betreibe wahllose oder überwältigende Tötung von Zivilisten.

Warum 70.000 so vertraut klingt

Es liegt eine bittere Ironie darin, dass die Medien nun plötzlich darauf bestehen, die Opferzahlen der Hamas müssten „von Anfang an zuverlässig“ gewesen sein – zumal dieselben Medien etwas mehr als ein Jahr zuvor, im Januar 2025, bereits Behauptungen verbreiteten, wonach im Gazastreifen 70.000 oder mehr Menschen getötet worden seien.

Diese früheren Behauptungen stammten nicht von der Hamas selbst, sondern von modellbasierten „Übersterblichkeits“-Schätzungen, die in The Lancet veröffentlicht wurden – einer Zeitschrift, die im Verlauf des Krieges wiederholt extrem spekulative Opfermodellierungen zum Gazastreifen publiziert hat. Eine dieser Studien schätzte 64.260 „Todesfälle durch traumatische Verletzungen“ zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 30. Juni 2024. Zu diesem Zeitpunkt meldete das Hamas-geführte Gesundheitsministerium in Gaza etwas mehr als 37.000 Tote.

CNN, das nun suggeriert, Israel habe seine Kritik an den Hamas-Daten irgendwie zurückgenommen, griff diese Schätzungen im Januar 2025 auf und berichtete, die Zahl der Toten im Gazastreifen könne „deutlich höher“ liegen als die Angaben des Ministeriums – basierend auf einer angeblichen Untererfassung von 41 %. Reuters meldete das. Ebenso The New York Times und NBC News. [Anmerkung: Deutsche Medien, allen voran der SPIEGEL, haben das genauso gemacht.]

Der Punkt ist nicht, dass dieselbe Zahl wieder auftaucht, sondern dass das zugrunde liegende Narrativ konstant geblieben ist, obwohl ihre Quelle wechselte – ohne jede Prüfung dessen, was die Zahlen tatsächlich messen, voraussetzen oder ausklammern.

Die Zahl wurde nicht erst in diesem Jahr bedeutsam oder außergewöhnlich hoch. Bereits mehr als ein Jahr zuvor wurde sie – aus einer anderen Quelle – herangezogen, um dieselbe Schlussfolgerung zu stützen: dass Israel überwältigend viele zivile Opfer verursacht habe.

Das ist die durchgehende Linie. Während des gesamten Krieges wurden von der Hamas gelieferte Zahlen und darauf basierende Schätzungen als grundsätzlich glaubwürdig behandelt, ohne ernsthafte Bemühungen, sie kritisch zu hinterfragen.

Drei Dinge, die man im Kopf behalten sollte

  1. Die von der Hamas genannte Gesamtzahl wirft alle Todesfälle in einen Topf – Kombattanten, Zivilisten, natürliche Todesfälle und interne Tötungen – und schreibt sie alle Israel zu.
     
  2. Rund 25.000 der Getöteten waren Kämpfer, und Tausende weitere Todesfälle wurden überhaupt nicht von Israel verursacht.
     
  3. Das Verhältnis von zivilen zu kämpfenden Toten liegt bei etwa 1,5:1, was bedeutet, dass auf jeden Kombattanten ungefähr eineinhalb Zivilisten kommen – ein Wert, der erhebliche Kombattantenverluste widerspiegelt und nach Maßstäben moderner urbaner Kriegsführung niedrig ist.

Das – nicht die verzerrten Schlagzeilen – ist es, was die Zahl „70.000“ tatsächlich aussagt.

„Breaking Ranks“ von ITV: Die IDF-Soldatendokumentation, die sich von der Wahrheit löste

20. November 2025

Sharon Levy, HonestReporting, 12. November 2025

Auf ITV gibt es eine neue Dokumentation, „Breaking Ranks: Inside Israel’s War“; diese gibt vor, „die Geschichte des Gaza-Krieges aus der Perspektive der Soldaten zu erzählen, die ihn geführt haben“. Ein Insiderbericht klingt vielversprechend, insbesondere angesichts der Flut an Fehlinformationen im Internet von Menschen, die nie als IDF-Soldaten vor Ort waren und keine Erfahrung mit dem Kampf gegen eine Terrororganisation haben.

Doch von Tausenden von Soldaten, sowohl im Wehrdienst als auch in der Reserve, präsentiert die Dokumentation nur eine sorgfältig ausgewählte Handvoll, die ihre Version der Ereignisse in Gaza schildern sollen.

Diese Darstellung verzerrt – wenn nicht gar verschweigt – entscheidende Fakten. Der Film blendet die Realität des Kampfes gegen eine von einer Vernichtungsideologie getrieben Terrororganisation aus, die sich gezielt unter die Zivilbevölkerung mischt, um aus deren Gemeinschaft heraus Krieg zu führen.

Das hielt andere Medien jedoch nicht davon ab, die Vorwürfe von Kriegsverbrechen aufzugreifen. So veröffentlichten beispielsweise der Guardian und der Independent Artikel, die auf den Schlussfolgerungen der Dokumentation basierten. Dass auch die Tehran Times sich genüsslich darauf stürzte, spricht für sich.

Der Krieg gegen die Hamas

Obwohl der Film einige Minuten den schrecklichen Tragödien des von der Hamas verübten Massakers vom 7. Oktober 2023 widmet, verlagert er seinen Fokus schnell auf angebliche Gräueltaten der israelischen Armee (IDF) im Nachgang.

Von Anfang an stellte die IDF unmissverständlich klar, dass sich der Krieg ausschließlich gegen Terrororganisationen richtete – es gab keine gezielten Angriffe auf unschuldige Zivilisten im Gazastreifen. Die IDF hielt während des gesamten Krieges daran fest und ergriff alle möglichen Maßnahmen, um die Zivilbevölkerung vor potenziellen Gefahren zu warnen, darunter den Abwurf von Flugblättern vor gezielten Angriffen und die Einrichtung von Schutzzonen für Zivilisten.

Die Komplexität des Kampfs gegen eine Terrororganisation wird im Film weitgehend außer Acht gelassen. An einer Stelle wird der Einsatz von Gewalt im Gazastreifen als „beispiellos in der Kampfgeschichte hinsichtlich der Anzahl der abgeworfenen Sprengkörper pro Quadratmeile“ bezeichnet, wodurch er schlimmer als die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki dargestellt wird. Verschwiegen wird dabei, dass Israel präzise Terroristen und deren Infrastruktur angreift.

Um die terroristische Infrastruktur in Gaza angemessen darzustellen, müsste die Dokumentation natürlich ausführlich auf das riesige Tunnelsystem eingehen, das die Hamas unter dem gesamten Gazastreifen gebaut hat. Diese unbestreitbare Tatsache wird jedoch schnell übergangen. Die Filmemacher suggerieren, die Tunnel würden lediglich für „Schmuggel, Kriegsführung und zur Vermeidung israelischer Luftangriffe“ genutzt.

Diese Darstellung schiebt die Schuld subtil Israel zu, als sei die Notwendigkeit der Hamas, der israelischen Luftwaffe zu „ausweichen“, eine Verteidigungsmaßnahme und keine bewusste Strategie, Krieg aus zivilen Gebieten heraus zu führen. Terrorismus? Die unmenschliche Gefangenschaft und Folter von Geiseln, die eklatant gegen alle Aspekte des humanitären Völkerrechts verstößt? Völlig unerwähnt.

Breaking the Silence

Das Auslassen des wahren Zwecks der Tunnel wird stattdessen zu der auf Hörensagen basierenden Behauptung verdreht, die IDF setze im Gazastreifen menschliche Schutzschilde ein. Trotz der eindeutigen Dementi der IDF wird diese Behauptung von den Interviewpartnern verstärkt.

Dies dürfte jedoch niemanden überraschen, da einer der Interviewpartner, unter dem Namen „Yaakov“, diese Behauptung bereits zuvor gegenüber der New York Times über Breaking the Silence geäußert hatte. Diese stark politisierte israelische Organisation verwendet weniger Zeit darauf, die israelische Öffentlichkeit von ihren Argumenten zu überzeugen, als vielmehr darauf, ausländischen Medien Material für Angriffe auf Israel zu liefern.

Die Organisation gibt zwar vor, „die Öffentlichkeit mit der Realität des Alltags in den besetzten Gebieten vertraut zu machen“, stützt sich aber in Wirklichkeit auf unbestätigte und übertriebene Behauptungen von IDF-Soldaten, von denen einige von der Organisation bezahlt werden und daher durchaus eigennützige Motive verfolgen könnten.

„Yaakov“ teilte Fotos, die er während seines Reservedienstes im Gazastreifen aufgenommen hatte, darunter ein mittlerweile berüchtigtes Foto, das er bereits in einem Artikel der New York Times veröffentlicht hatte. Das Foto soll Zivilisten zeigen, die von der IDF als menschliche Schutzschilde bei der Erkundung des Tunnelsystems missbraucht würden. Doch das unscharfe und aus dem Zusammenhang gerissene Bild liefert keinerlei Beweise für diese schwerwiegende Anschuldigung.

Im Abspann der Dokumentation wird „Yaakov“ von Breaking the Silence ein besonderer Dank ausgesprochen, was eine klare Voreingenommenheit der Quellen offenbart, die darauf abzielt, ein bestimmtes Bild der israelischen Armee zu zeichnen. Anstatt eine Reihe glaubwürdiger Stimmen – darunter zahlreiche aktive Soldaten, unabhängige Analysten und Militärexperten – zu Wort kommen zu lassen, wird eine Person hervorgehoben, die mit einer umstrittenen Interessengruppe verbunden ist, die für ihre Falschdarstellungen bekannt ist.

Verstärkung nicht-neutraler Stimmen

„Yaakov“ von Breaking the Silence ist nicht die einzige voreingenommene Quelle. Dr. Itamar Mann, Professor für Völkerrecht an der Universität Haifa, äußert sich beispielsweise äußerst kritisch zu den Aktionen der israelischen Streitkräfte.

Dr. Mann wird als Autor und Rechtsberater in einem Bericht von Physicians for Human Rights (Israel) aufgeführt, der einen Völkermord im Gazastreifen behauptet. Die Organisation ist dafür bekannt, falsche und verzerrte Darstellungen zu verbreiten, um Israel zu delegitimieren. Tatsächlich erklärte die Organisation unmittelbar nach den Ereignissen vom 7. Oktober, es sei unsere „menschliche Pflicht, die Gewalt des Vortages in den Kontext zu setzen“.

Die Dokumentation bringt auch Amjad al-Shara, den Direktor des Palästinensischen NGO-Netzwerks (PNGO), ein, der die israelischen Streitkräfte als „Besatzungstruppen“ bezeichnet und selbst als „Hamas-nah“ beschrieben wird. Das PNGO hat in der Vergangenheit Terrorismus unterstützt und war Gastgeber für Konferenzen oder Redner mit Verbindungen zur PFLP.

Falsche Opferstatistiken und widerlegte Behauptungen

Angesichts der mangelhaften Quellen und der Abhängigkeit von fragwürdigen Organisationen überrascht es nicht, dass auch die Dokumentation in die Falle tappte, bereits widerlegte Behauptungen über Opferstatistiken, Völkermord und Hungersnot im Gazastreifen zu wiederholen.

An einer Stelle bezieht sich der Film auf eine bereits widerlegte Statistik aus einer sogenannten Studie des Guardian und des Magazins +972, die behauptet, 83 % aller Opfer im Gazastreifen seien Frauen und Kinder. Diese Zahl basiert auf Daten des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums und führt zu einem irreführenden Vergleich mit der von der israelischen Armee bestätigten Zahl von 8.900 identifizierten Terroristen. Indem diese Medien und die Dokumentation diese Zahl von der damals von der Hamas angegebenen, nicht überprüfbaren Opferzahl von 53.000 abziehen, stellen sie die verbleibenden 83 % der Opfer fälschlicherweise als Zivilisten dar und verbreiten damit die Propaganda der Hamas.

Angesichts der einseitigen Darstellung im Dokumentarfilm werden Israel ebenfalls Völkermord und Hungersnot zur Last gelegt. Obwohl die Definitionen beider Begriffe verzerrt wurden, um Israel solcher Gräueltaten zu bezichtigen, präsentiert der Film diese Anschuldigungen als Tatsachen und nicht als Propaganda.

Damit eine Dokumentation ihrer Aufgabe gerecht wird und bei solch schwerwiegenden Anschuldigungen neutral bleibt, müssen auch gegenteilige Beweise vorgelegt werden. Dies wurde jedoch in der gesamten Dokumentation bewusst vermieden.

Krieg, insbesondere gegen eine Terrororganisation, die mit Guerillataktiken operiert, birgt immens schwierige Herausforderungen. Im Nebel des Krieges können Fehler und Fehlentscheidungen passieren. Es stimmt aber auch, dass die IDF von ihren Soldaten stets höchste Standards verlangen und jedes Fehlverhalten umgehend untersuchen.

Es wäre naiv anzunehmen, dass sich jeder Soldat der IDF oder einer vergleichbaren Armee vorbildlich verhält. Im September 2024 veröffentlichte der New Yorker eine Datenbank mit der nach eigenen Angaben „größten bekannten Sammlung von Untersuchungen zu möglichen Kriegsverbrechen [des US-Militärs] im Irak und in Afghanistan seit dem 11. September – insgesamt fast achthundert Vorfälle“.

Zu den mutmaßlichen Verbrechen gehören unter anderem der Fall von Soldaten, die ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigten und anschließend sie und ihre Familie ermordeten; die mutmaßliche Tötung eines Mannes durch einen Green Beret, der seinem Opfer das Ohr abschnitt und es behielt; sowie Grausamkeiten gegenüber Gefangenen im Abu-Ghraib-Gefängnis und in der Haftanstalt auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram.

All dies soll nicht bedeuten, dass die IDF zwangsläufig moralischer seien als das US-Militär, obwohl es durchaus gute Argumente dafür gibt. Fakt ist: Niemand würde die gesamte US-Armee als unmoralische Institution verurteilen, die Schande über ihr Land bringt, nur weil sich eine Minderheit ihrer Truppen danebenbenommen hat.

Letztendlich stützt sich die ITV-Dokumentation auf eine winzige Anzahl israelischer Soldaten als „Augenzeugen“, von denen die meisten offenbar eine politische Agenda verfolgen, die von „Breaking the Silence“ unterstützt wird. Anstatt einen ehrlichen Einblick in die Komplexität der modernen Kriegsführung gegen eine Terrororganisation zu geben, wählten die Filmemacher eine vereinfachte, einseitige Darstellung der angeblichen israelischen Aggression. Damit scheitert ITV mit „Breaking Ranks“ an dem selbstgesteckten Anspruch: die Geschichte des Krieges „durch die Augen der Soldaten, die ihn geführt haben“, zu erzählen. Stattdessen erzählt sie eine bereits geschriebene Geschichte – eine Geschichte, die von Voreingenommenheit, Auslassungen und der Weigerung, sich der vollen Wahrheit zu stellen, geprägt ist.

Medien sagen „IDF schießt auf Kinder“, ignorieren aber die Realität der Bekämpfung der Hamas

15. August 2025

Channa Rifkin, HonestReporting, 12. August 2025

Westliche Medien lieben das Narrativ „IDF schießt auf Kinder“, lassen aber die Realität des Kämpfen einer Terrororganisation wie der Hamas aus – wo das Schlachtfeld ein Kinderspielplatz, ein Krankenhaus oder ein Wohnzimmer ist und die „Soldaten“ wie Zivilisten aussehen.

Seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2023 ist „die IDF schießt auf Kinder“ ein Narrativ der Medien gewesen – oder vielmehr ein Narrativ der Hamas. Das Exposé „65 Doctors, Nurses and Paramedics: What We Saw in Gaza“ [65 Ärzte, Pfleger und Sanitäter: Was wir im Gazastreifen gesehen haben] der New York Times und der investigative Bericht der BBC „Two girls shot in Gaza…“ [Zwei Mädchen im Gazastreifen angeschossen] sind nur zwei Beispiele der grotesken Zurschaustellung von Einseitigkeit. Beweise für die Verantwortung der Hamas werden oft bezweifelt oder abgetan, während in einem Narrativ wie im Fall der BBC die Schuld einzig Israel und seiner „fehlenden Rechenschaft“ zugewiesen wird.

Grundlagen der guerilla-artigen urbanen Kriegsführung im Gazastreifen

Urbane Guerilla-Kriegsführung unterscheidet sich enorm von konventionellem Häuserkampf. Bill Roggio, Senior Fellow bei der und Herausgeber des Long War Journals der Foundation for Defense of Democracy’s (FDD), sagte gegenüber HonestReporting, dass Israels eigentliche Herausforderung zur Hamas „die ist, dass die nicht in Uniform kämpft und die kämpfen aus Orten wie Moscheen, Schulen und Krankenhäusern heraus“. Er sagt, zivile Opfer sind im Krieg zwar immer unvermeidbar, aber Feinde wie die Hamas, die sich zwischen ihnen verstecken und von da aus operieren, machen ihn noch „weit komplizierter“.

Im Guerilla-Krieg können die Einsatzregeln oder wie Soldaten gegenüber verdächtigen Aktivitäten handeln sollen, unklar werden. Mit Herausforderungen, die Militärs wie der IDF auf dem Schlachtfeld begegnen, während sie im Gazastreifen manövrieren oder stationiert sind, haben Berichte über verletzte Zivilisten oder sogar Kinder die Medien überflutet und das globale Verständnis des Konflikts gewaltig beeinflusst. Das Problem? Der durchschnittliche Medienkonsument versteht die Realitäten vor Ort nicht.

Roggio bespricht den Zusammenbruch der Einsatzregeln im Chaos einer Guerilla-Umgebung:

Man kann nicht auf jemanden schießen, nur weil der mit einem Funkgerät auf einem Dach steht… Aber dann findest du heraus, dass dieser junge Mensch ein Spotter oder ein Beobachter war oder dass sie benutzt wurden um in Feuergefechten Munition zu bringen oder Frauen und Kinder wurden auf dieselbe Weise eingesetzt oder in manchen Fällen als Selbstmord-Bomber. Bei restriktiven Einsatzregeln benutzt der Feind sie, sobald er sich ihrer bewusst wird, zu seinem Vorteil.

Ganz zu schweigen davon, dass männliche Personen im wehrfähigen Alter von 16 bis 20 immer noch als Kinder gelten, erinnert er uns. Die Medien berichten von angeschossenen Kinder, aber die Hamas unterscheidet bei ihren Angaben zu Toten nicht zwischen Terroristen und Zivilisten. Das dient nur dazu, die Propaganda der Terroristen weiter zu verstärken.

Diese Realitäten des Krieges werden von der Presse, der internationalen Gemeinschaft und NGOs oft missverstanden, sagt Roggio. Seine Kriegsberichterstattung und Militärerfahrung haben ihm den Einblick gegeben, das zu bewerten. Er nutzt die US-Drohnenangriffe auf Al-Qaida in Pakistan im Jahr 2004 als weiteres Beispiel; damals wurde die Rate der Terroristen zu Zivilisten mit 1:1 oder 2:1 berechnet.

Die USA erhielten deswegen sehr viel Kritik, aber das ist ein Falschverstehen des Krieges… Ich denke, manchmal ist es ein absichtliches Falschverstehen oder ich vermute, das wäre kein Missverständnis. Es ist absichtliche Ignoranz.

Und dann behandeln sie die Zahlen und Äußerungen der Terrororganisationen – oder im Fall der Hamas: „Ministerien“ – als glaubwürdig. Hierin liegt eines größten Probleme: Propaganda abzukaufen und wichtigen Kontext wegzulassen ist Irreführung des Publikums.

Der BBC fehlt „Verantwortlichkeit“ für wahrhaftige Berichterstattung

Stephanie Hegarty, Bevölkerungskorrespondentin der BBC, nahm es im November 2023 persönlich auf sich ihr regulär angesetztes Programm zu unterbrechen, um zu zwei getöteten kleinen Gaza-Mädchen zu „ermitteln“ – noch zu Anfang des Krieges.

Hegarty kam zu dem Schluss, auf Grundlage von Ortungen der BBC, die IDF könne für den tragischen Tod von Layan al-Majdalawi und Mira Tanboura verantwortlich sein. Die Logik lautet: Wo die IDF präsent ist, werden Gazaner getötet. Daher muss die IDF sie getötet haben.

Aber die IDF bringt Terroristen zur Strecke, nicht kleine Mädchen. Hegarty gesteht die Möglichkeit nicht zu, dass auch die Hamas dort war und es sich um eine urbane Guerillas-Kampfzone handelte. Die Möglichkeit bleibt unerwähnt, dass sie ins Kreuzfeuer gerieten, von der Hamas getötet wurden oder dass sie von der IDF als Bedrohung verdächtigt wurden.

Obwohl die Hamas zu identifizieren nicht immer offensichtlich ist, dient das Hegartys Narrativ, also ignoriert sie es.

Und natürlich wird eine gemeinsame Anstrengung initiiert, die IDF als abscheuliches, völkermörderisches Militär zu entlarven. Aller Kontext weht zum Fenster hinaus. Nur der angebliche „Mangel an Rechenschaft“ der IDF bleibt.

„K“, ein anonymer IDF-Reservist, gibt Hegarty die Tonschnipsel, die sie haben will, also muss sie sich nicht darum kümmern den Kontext hinter Ks Äußerung „F**k it. Zerstört alles“ zu den Befahlen des IDF-Kommandeurs bezüglich der Einsatzregeln zu untersuchen.

Obwohl der Krieg im Gazastreifen kompliziert ist, kann man den Zuschauern leicht ein vollständigeres Bild bieten.

Dasselbe Narrativ, ein anderes Szenario

Dasselbe gilt für Palästinenser, die auf der Suche nach humanitäre Hilfe getötet werden. Der Artikel der Washington Post „Doctors detail the daily deluge of Gazans shot while seeking foot“ [Ärzte berichten die Einzelheiten zur täglichen Flut der Gazaner, die auf der Suche nach Nahrung erschossen werden] legt die Berichte von Ärzten zu Ereignissen mit Massen an Opfern in den Krankenhäusern des Gazastreifen vor. Der Autor arbeitet an der Unterstellung, dass die Schüsse systematisch sind und erwähnt einzige die Anwesenheit von IDF-Soldaten und dass ihnen die Abgabe von Warnschüssen erlaubt ist.

Keine Erwähnung der Hamas, obwohl es jede Menge Videobeweise gibt, dass die Hamas aus den Hilfskonvois stiehlt und es Berichte gibt, dass die Hamas und andere Banden und andere Banden Palästinenser verprügeln und erschießen, die versuchen an Hilfe zu kommen. Aber es gab auch keinen Kontext zu Feuer der IDF denjenigen, die ihre „militärischen Stellungen“ passierten.

Zeugen sagen, israelische Truppen haben regelmäßig auf Menschen geschossen, die in der Nähe von Militärposten vorbeikommen, wenn sie sich Hilfestellen nähern oder sich bei Hilfskonvois drängen.

Es gibt klare Anweisungen zu Wegen und Zeiten für Hilfesuchende. Man kann annehmen, dass jeder, der diese Zonen verlässt, besonders im Umfeld im Gazastreifen, von der IDF als verdächtig betrachtet werden kann; ihre Soldaten müssen sich ständig der Möglichkeit eines Angriffs auf ihre Stellungen zu jeder Zeit bewusst sein. Eine bedauerliche Realität, die von den Terroristen geschaffen wurde, die ständig innerhalb der Zivilbevölkerung agieren.

Die Washington Post nimmt das Thema von Kindern als Opfer mit hinein:

Der Gang zu GHF-Verteilstellen ist regelmäßig lang und mühsam, also schicken palästinensische Familien oft ihre Fähigsten – in der Regel Teenager-Jungs und junge Männer. Aber bei durch Israels Militäroperationen im Gazastreifen zehntausenden getöteten und verstümmelten Palästinensern hat nicht jede Familie diese Möglichkeit. Das Rote Kreuz sagt, seine Ärzte haben auch Frauen und Kleinkinder wegen Schusswunden behandelt.“

Noch einmal: Urbane Kriegszonen sind chaotisch. Es ist nicht immer klar, was geschieht. Aber medizinisches Personal kann nur die Verletzungen erklärten und Patienten beschreiben, die sie behandelt haben.

Trotzdem ist genau das der Grund, warum die Medien alle Informationen auf den Tisch legen müssen, statt einen vorgefertigte Geschichte vorzulegen die die Medienkonsumenten dazu bringt jegliche Agenda zu übernehmen, die die Journalisten propagieren.

(Fotos. Daphne Lemelin/AFP via Getty Images)

Die Einseitigkeit der Überprüfung: Die Medien vertrauen Terroristen, stellen aber die IDF infrage

16. Januar 2025

Rinat Harash, HonestReporting, 6. Januar 2025

Jemandem zu vertrauen ist knifflig, denn es ist nicht automatisch klar, ob der andere die Wahrheit sagt oder nicht. Um Zuverlässigkeit zu bewerten, muss man in der Regel seine Geschichte, seine Beziehungen und Werte einbeziehen.

Aber wenn es um die Berichterstattung zum Krieg zwischen Israel und der Hamas geht, ignorieren die Meiden diese bewährte Methode. Sie nehmen alles, was von den Terroristen kommt, deren Jihad auf Lügen fußt, als Evangelium, während sie die Gültigkeit dessen, was die Armee eines demokratischen Staates sagt, infrage stellen.

Zugegeben, es ist schwer Fakten zu verifizieren, wenn die einzige Informationsquelle die beiden Seiten sind, die den Krieg führen. Aber die Medien fügen die Vorbehaltsformulierung, sie konnten eine Angabe „nicht unabhängig verifizieren“ nur bei Äußerungen der IDF ein. Die des Gaza-Gesundheitsministeriums oder der Gaza-Zivilverteidigung – alles Hamas-Fassaden – werden ohne solche wertenden Disclaimer zitiert.

Hier sind ein paar aktuelle Beispiele aus der The New York Times, Newsweek und The Washington Post:

Die Tatsache, dass ein Disclaimer nur bei IDF-Stellungnahmen erfolgt, selbst wenn sie buchstäblich den Hamas-Quallen nahe kommen, ist alarmierend, denn es zeigt Einseitigkeit, die entweder zu tief sitz um bewusst zu sein (bei Reportern, Autoren und Redakteuren) oder dass sie zu sehr agendagetrieben sind.

Das Ergebnis ist moralische Umkehrung: Es wird geschickt suggeriert, dass Israel lügt, während die Obrigkeit im Gazastreifen (d.h. Hamas) die Wahrheit sagt.

Nachrichtenberichte sollten ausgewogen und fair sein – die Medien sollten beiden Angaben einen Disclaimer hinzufügen oder keinem. Vor allem sollten sie nicht beide Seiten dieses Konflikts moralisch dasselbe Gewicht beimessen.

Es gib keine Rechtfertigung dafür jihadistische Lügner dem Militär eines demokratischen Staates gegenüber den Vorzug zu geben.

Um die IDF und die Hamas zu verstehen, schau dir ihre Militärtexte an

5. Dezember 2024

Chaim Lax, HonestReporting, 13. Februar 2024

Studiert man Schlachten, Gebietsgewinne und -verluste oder die Auswirkungen auf die, die in einem Krieg direkt von der Gewalt betroffen sind, dann reicht das nicht für das volle Verständnis eines Konflikts. Man muss auch die ideologischen Wurzeln der Kriegsteilnehmer untersuchen, ebenso ihre Gründungsdokumente und Doktrinen, um die Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit der Anliegen jeder Seite abzuwägen.

Wenn man z.B. den amerikanischen Bürgerkrieg studiert, dann zeigt eine vergleichende Analyse der Verfassungen der Vereinigten Staaten von Amerika und der Konföderierten Staaten von Amerika sowie die Unabhängigkeitserklärungen/Sezessionserklärung die Werte, die jede Seite besaß und wie diese ihre Kriegsziele und -führung beeinflussten.

So auch im aktuellen Krieg zwischen Israel und der Hamas, damit man den Konflikt vollständig verstehen kann, ist es wichtig die Unterschiede hinsichtlich der ideologischen Grundlagen als auch der Kampfmoral des israelischen Militärs wie der Terrororganisationen im Gazastreifen zu untersuchen.

Es wird deutlich, dass dieser Krieg ein asymmetrischer Kampf zwischen einer militärischen Streitmacht ist, die Leben und Menschenwürde an die erste Stelle setzt und einer Organisation, die alles menschliche Leben als in ihrem ewigen Kampf gegen den jüdischen Staat entbehrlich findet.

Reinheit der Waffen: Die israelische Kampfmoral

Die Kampfmoral der IDF, allgemein als „Reinheit der Waffen“ bezeichnet, geht noch auf die Zeit vor der Gründung des Staates Israel zurück, als die jüdische Gemeinschaft während der Großen Arabischen Revolte in den 1930-er Jahren gegen marodierende Aufständische die Waffen aufnahm.

Nach der Gründung des Staats und der Einrichtung der Israelischen Verteidigungskräfte integrierte Israels Militärethik die Doktrin der Reinheit der Waffen (den Einsatz von Waffen, um den Auftrag zu erfüllen und nur einzusetzen, wenn notwendig) in die vom Völkerrecht festgelegten Normen.

In den 1990-er Jahren wurde diese Ethik im Geist der IDF verankert, in dem die leitenden moralischen Prinzipien und Werte ausdrücklich dargelegt wurden.

Diesem Kodes zufolge ist einer der Kernwerte, für die die IDF eintritt die Menschenwürde; dazu wird festgehalten: „Jede Person besitzt einen inhärenten Wert, ungeachtet seiner ethnischen Zugehörigkeit, Religion, Nationalität, Geschlecht oder Status.“

Aus diesem Kernwert ergibt sich die Reinheit der Waffen, die besagt: „Der Soldat wird seine Waffe nicht einsetzen, um unbeteiligte Zivilisten und Gefangene zu schädigen und wird alles in seiner Macht Stehende unternehmen, um Schaden für deren Leben, Leibern, Würde und Eigentum zu verhindern.“

Entsprechend dieser Werte ist eines der Hauptprinzipien der IDF, dass „die in der IDF Dienenden jedes Mitglied von Feindtruppen und Zivilisten in Bereichen, die die IDF kontrolliert, in Übereinstimmung mit dem Buchstaben und Geist des Kriegsrechts erfolgt und die Grenzen seiner Befugnisse nicht überschreitet.“

Diese moralischen Grundwerte und -Prinzipien sind von der IDF-Führung bewahrt worden und haben als Grundlage für Verweise durch das Armeekommando gedient, wenn Soldaten außerhalb der vom Moralkodex festgelegten Parameter gehandelt haben.

Selbst heute, während Israel gegen Hamas-Terroristen kämpft, die sich in die Zivilbevölkerung des Gazastreifens eingebettet haben, führt der ethische Kodex der IDF diese bei dem Erreichen der Ziele das Terror-Netzwerk der Hamas zu beschädigen und gleichzeitig die Zahl der zivilen Opfer gering zu halten.

Als John Spencer, ein amerikanischer Militärveteran und der Vorsitzende der Studien zu  Kriegsführung im Häuserkampf am Modern War Institute in West Point, schrieb vor kurzem: „Israel hat mehr Maßnahmen getroffen, um unnötigen zivilen Schaden zu vermeiden, als praktisch jede andere Nation, die eine Krieg in urbanem Umfeld geführt hat.“

Die Hamas-Doktrin der willkürlichen Grausamkeit und Barbarei

‚Für das Verstehen der Kampfethik der Hamas ist eines der Schlüsseldokumente „Anleitung für den Krieger: Jihadisten-Version“, ein achtseitiges Heft, das nach dem barbarischen Einmarsch der Hamas nach Südisrael am 7. Oktober an der Leiche eines toten Terroristen geborgen wurde.

Diese Anleitung, die erstmals von Israels Präsident Isaac Herzog in einem Interview mit CCN bekannt gemacht wurde, beinhaltete eine detaillierte Grafik der IDF-Hierarchie, tief gehende Analyse der Waffen und Technologie des israelischen Militärs sowie schrittweise Anweisungen dafür, wie israelische Geiseln zu nehmen sind.

Zu dem neunstufigen Prozess gehörten Anweisungen, wie man mit Drohungen, Elektroschocks, Schüssen und lähmenden Granaten, wenn nötig mit dem Töten von Geiseln Gefangene unter Kontrolle bekommt und wie Geiseln als menschliche Schutzschilde verwendet werden, egal, welches Geschlecht, Alter oder ethnische Zugehörigkeit sie besitzen.

Dieser barbarische Führer hat seine Wurzeln in den ideologischen Dokumenten der Haas – ihrer Charta von 1988, die den „bewaffneten Kampf gegen die Juden“ fordert und ich ihrer Erklärung der Allgemeinen Prinzipien und Politik von 2017, die bestätigt, dass Widerstand gegen Israel „mit allen Mitteln und Methoden ein legitimes Recht ist, das von göttlichen Gesetzen und durch internationale Normen und Gesetze garantiert wird“ (Hervorhebung hinzugefügt).

Damit wird klar, dass mit Israels Bemühungen zivile Opfer zu vermeiden und der abscheulichen Verwendung israelischer wie palästinensischer Zivilisten als Pfand für ihre eigenen verachtenswerten Zwecke, die mit den Texten der IDF und der Hamas vermittelten Werte von beiden Seiten auf dem Schlachtfeld voll zum Ausdruck gebracht werden.

Fotos via Flash90
David Cohen
Abed Rahim Khatib
Yonatan Sindel

Um die IDF und die Hamas zu verstehen, sieh dir ihre militärischen Texte an

22. Februar 2024

Chaim Lax, HonestReporting, 13. Februar 2024

Schlachten, territoriale Gewinne und Verluste oder die Auswirkungen auf die direkt von der Gewalt in einem Krieg Betroffenen zu studieren, reicht nicht aus, um einen Konflikt komplett zu verstehen. Man muss auch die ideologischen Wurzeln der Kriegführenden untersuchen, ebenso ihre Gründungsdokumente und Doktrinen, um die Gerechtigkeit (oder Ungerechtigkeit) dessen abzuwägen, um das jede Seite kämpft.

Wenn man z.B. den amerikanischen Bürgerkrieg studiert, zeigt eine vergleichende Analyse der Verfassungen und Unabhängigkeitserklärung/Sezessionserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Konföderierten Staaten von Amerika eindeutig die Werte beider Seiten und wie diese ihre Kriegsziele und die Kriegsführung beeinflussten.

So auch beim derzeitigen Krieg zwischen Israel und der Hamas, um den Konflikt voll zu verstehen ist es wichtig die Unterschiede als auch der ideologischen Grundlagen und Kampfethik des israelischen Militärs sowie der Terrorgruppen im Gazastreifen zu untersuchen.

Es wird deutlich, dass dieser Krieg ein asymmetrischer Kampf zwischen einem Militär ist, das großen Wert auf Leben und menschliche Würde legt, und einer Organisation, die in ihrem Kampf gegen den jüdischen Staat alles menschliches Leben für entbehrlich hält.

Reinheit der Waffen: die israelische Kampfethik

Die Kampfethik der IDF, die allgemein als „Reinheit der Waffen“ bezeichnet wird, geht auf die Zeit vor der Gründung des Staates Israel zurück, als die jüdische Gemeinschaft während der Großen Arabischen Revolte der späten1930-er Jahre gegen marodierende Aufständische zu den Waffen griff.

Nach der Gründung des Staates und der Gründung der Israelischen Verteidigungskräfte integrierte Israels Militärethik die Doktrin der Reinheit der Waffen (die Verwendung von Waffen, um den Auftrag zu erfüllen und sie nur einzusetzen, wenn nötig) mit den im Völkerrecht festgelegten Normen.

In den1990-er Jahren wurde diese Ethik im Geist der IDF verankert, die in den moralischen Leitlinien und Werten der israelischen Armee ausdrücklich dargelegt sind.

Gemäß diesem Kodex ist einer der von der IDF vertretenen Grundwerte die Menschenwürde, die besagt, dass „Jeder Einzelne einen inhärenten Wert hat, ungeachtet seiner Ethnie, Religion, Nationalität, Geschlecht oder Status“.

Aus diesem Grundwert ergibt sich der Wert der Reinheit der Waffen, der u.a. besagt: „Der Soldat wird seine Waffe oder macht nicht dazu verwenden unbeteiligte Zivilisten und Gefangene zu schädigen und wird alles in seiner Macht stehende tun, um ihr Leben, Körper, Würde und Eigentum keinen Schaden zuzufügen.“

Entsprechend dieser Werte ist eines der Hauptprinzipien der IDF, dass „der IDF-Soldat Feindtruppen und Zivilisten in von der IDF kontrollierten Bereichen gemäß dem Wortlauft und Geist des Kriegsrechts behandelt und seine Befugnisse nicht überschreitet“.

Die moralischen Grundwerte und -prinzipien sind von der IDF-Führung gewahrt und haben als Grundlage für Maßregelungen durch die Armeeführung gedient, wenn Soldaten außerhalb der vom Ethikkodex festgelegten Parameter gehandelt haben.

Selbst heute, da Israel Hamas-Terroristen bekämpft, die sich in der Zivilbevölkerung des Gazastreifens eingebettet haben, leitet der Ethik-Kodex der IDF sie dabei das Terrornetzwerk der Hamas zu schädigen, während auch versucht wird die Zahl der zivilen Opfer verringern.

John Spencer, ein amerikanischer Militärveteran und Vorsitzender der Studien zu Häuserkampf beim Modern War Institute in West Point, schrieb gerade: „Israel hat mehr Maßnahmen ergriffen, um unnötige zivile Schäden zu vermeiden, als praktisch jeder andere Staat, der einen Häuserkampf geführt hat.“

Die Hamas-Doktrin der unterschiedslosen Grausamkeit und Barbarei

Eines der Schlüsseldokumente, um die Kampfethik der Hamas zu verstehen, ist The Warrior’s Guide: Jihadi Version [Krieger-Führer: Jihadisten-Version], ein achtseitiges Heft, das nach dem barbarischen Einmarsch der Hamas nach Israel am 7. Oktober bei der Leiche eines toten Terroristen gefunden wurde.

Dieses Handbuch, das erstmals durch den israelischen Präsidenten Isaak Herzog bei einem Interview mit CNN gezeigt wurde, beinhaltet eine detaillierte Karte der IDF-Hierarchie, tiefgehende Analyse der israelischen Waffen und Technologie des israelischen Militärs sowie schrittweise Anleitungen dafür Israelis als Geiseln zu nehmen.

Zu dem neunstufigen Prozess gehörten Anweisungen, wie man die Kontrolle über die Gefangenen ausübt: mit Drohungen, Elektroschocks, Gewehrfeuer und handlungsunfähig machende Granaten, dem Töten von Geiseln bei Bedarf sowie die Verwendung von Geiseln als menschlichen Schutzschilden unabhängig von Geschlecht, Alter oder ethnischer Identität.

Diese barbarische Anleitung wurzelt in den obersten ideologischen Dokumenten der Hamas, ihrer Charta von 1988, die zum „Kampf gegen die Juden“ aufruft und ihrer Erklärung der Grundprinzipien und Regeln von 2017, die behaupten, Widerstand gegen Israel „mit allen Mitteln und Methoden ist ein legitimes Recht, das von göttlichem Gesetz und Völkerrechtsnormen und -gesetzen garantiert sind“ (Hervorhebung hinzugefügt).

Zwischen Israels Bemühungen zivile Opfer zu reduzieren und die ungeheuerliche Verwendung israelischer  wie palästinensischer Zivilisten als Schachfiguren für verachtenswerte eigene Zwecke ist damit klar, dass die von den Texten der IDF und der Hamas vermittelten Werte von allen Seiten auf dem Schlachtfeld voll zum Ausdruck gebracht werden.

Der Besuch Blinkens zeigt, was in der Nahost-Diplomatie nicht stimmt

9. Februar 2023

Chaim Lax, 2. Februar 2023

Masafer Yatta und Khan al-Ahmar sind zwei kleine Beduinen-Enklaven in der Westbank, die der Staat Israel evakuieren will, was eine beträchtliche Menge an internationaler Medienaufmerksamkeit hervorgerufen hat.

Große Nachrichtenorganisationen wie die BBC, CNN und die Washington Post haben detaillierte Berichte über die Kontroverse um diese beiden Bereiche veröffentlicht. Aber wie viel weiß man wirklich über die Geschichte hinter dem Streit? Und wie viel von der Perspektive Israels wird in diesen Berichten dargestellt?

Hier ist ein genauerer Blick in die Geschichte von Masafer Yatta und Khan al-Ahmar sowie eine Analyse der israelischen Sicht zu ihrer Räumung.

Masafer Yatta

Zusammenfassung:

  • Masafer Yatta liegt in den südlichen Hebron-Bergen und wurde traditionell zum Grasen und für Landwirtschaft genutzt; es gab keine permanenten Einwohner.
  • In den frühen 1980-er Jahren richtete die IDF in dem Bereich die Übungszone 918 ein.
  • 1997 zerrten örtliche Araber die IDF vor Gericht, um die Feststellung als Übungsgebiet aufheben zu lassen.
  • Die meisten Bauten in Masafer Yatta sind im Verlauf der letzten 20 Jahre illegal errichtet worden und dienen dazu Fakten vor Ort zu schaffen.
  • 2022 entschied der israelische oberste Gerichtshof zugunsten der IDF.

In den südlichen Hebron-Bergen gelegen setzt sich Masafer Yatta aus 12 Dörfern/Weilern zusammen, die von lokalen Beduinen nur spärlich bewohnt werden. Derzeit ist der 36 Quadratkilometer große Bereich von annähernd 1.000 Bewohnern bevölkert (und 5% des Bereichs haben die Größe von New York City mit rund 0,01% von dessen Bevölkerung.)

Während der Zeit der Osmanen, der Briten und der Jordanier wurde Masafer Yatta als Staatsland betrachtet und in erster Linie von Beduinen und lokalen Arabern aus der großen Stadt Yatta als Weideland für ihre Tiere sowie für landwirtschaftliche Entwicklung genutzt.

Während dieser Zeit gab es auf dem Land keine festen Bauten und Menschen, die  eine längere Zeit in dem Bereich verbrachten, lebten zeitweiligen besonderen Höhlenwohnungen.

In den frühen 1980-er Jahren beschlagnahmte die IDF die Gegend als militärisches Übungsgelände und es wurde zur Trainingszone 918 (manchmal als „Schießstand 918“ bezeichnet).

Fast 20 Jahre lang war die IDF in der Lage ungehindert Militärmanöver in der Zone durchführen konnte, während gleichzeitig lokalen Arabern erlaubt wurde ihre Herden dort weiter grasen zu lassen sowie ihnen vorab zu sagen, wann Soldaten scharf schießen.

1997 reichten lokale Palästinenser einen Antrag beim Obersten Gerichtshof ein, um der Gegend die Bestimmung Gegend als Übungszone zu entziehen und jegliches Hindernis für Zugang zu ihr zu beseitigen.

Gleichzeitig begannen sie illegale feste Bauten überall in der Zone ohne Baugenehmigung durch die israelischen Behörden zu errichten. Laut den Oslo-Vereinbarungen hat Israel volle Kontrolle in Area C (zu der Masafer Yatta gehört), bis eine Endstatus-Vereinbarung mit der palästinensischen Autonomiebehörde erzielt ist.

Diese illegale Bautätigkeit war zuerst auf drei Abschnitte beschränkt, aber später auf die 12 ausgeweitet, die es heute gibt (die Feuerzone der IDF betrifft acht dieser 12 Weiler).

Im Jahr 2000, nach einem Versuch der IDF die neu bezogenen Gebiete zu räumen, wies der israelische oberste Gerichtshof die IDF an alle Räumungen einzustellen, verbot aber gleichzeitig jede Bautätigkeit an der Stelle, bis das Gericht seine endgültige Entscheidung getroffen hat.

Während es in dieser Zeit keine Räumungen gab, ging die illegale Errichtung fester Bauwerke ungehindert weiter.

Laut Militärquellen wurde die weit überwiegende Mehrheit der festen Bauwerke im Verlauf der letzten 20 Jahre illegal errichtet, viele davon stehen leer und dienen einzig der Schaffung eines falschen Eindrucks, das Gebiet sei stark bewohnt.

Während der Fall vor Gericht sich über Jahre dahinzog, machte die IDF Reihe Kompromiss-Gesten gegenüber den Einwohnern der Gegend; so erlaubte er ihnen an Wochenenden, jüdischen Feiertagen und volle zwei Monate im Jahr Zugang zu der Stelle, aber das wurde von denen zurückgewiesen, die behaupteten dort ihren Wohnsitz zu haben.

Zusätzlich stimmte die IDF in diesem Zeitraum der dauerhaften Besiedlung des nordwestlichen Teils der Feuerzone zu, die zwei der Weiler beinhaltet.

Im Mai 2022 entschied der oberste israelische oberste Gerichtshof zugunsten der IDF und erlaubte den legale Abriss der festen Bauten und die Räumung aller in dem Bereich der Feuerzone lebenden Personen.

Seitdem hat die IDF minimale Räumungen vorgenommen, während die Mehrheit der illegalen Bauten und ihre Einwohner weiterhin das Übungsgelände bewohnen.

Khan al-Ahmar

Zusammenfassung:

  • Khan al-Ahmar ist ein kleiner Beduinen-Weiler für 200 Menschen zwischen Jerusalem und dem Jordan.
  • Die Gemeinde wurde in den späten 1970-er Jahren illegal gebaut.
  • Wegen seiner Nähe zu einer großen Schnellstraße will die Regierung die Gemeinde an eine passendere Stelle umsiedeln.
  • Der oberste Gerichtshof genehmigte den Abbau von Khan al-Ahmar 2018, aber folgende Regierungen haben die Umsetzung ständig verzögert.

Khan al-Ahmar ist ein kleiner Beduinen-Weiler direkt neben der Schnellstraße 1, der Hauptverkehrsanbindung zwischen Jerusalem und dem Jordantal, innerhalb des strategischen Bereichs E1. Die aktuelle Bevölkerung von Khan al-Ahmar beträgt circa 200 Personen.

Der Beduinenstamm der Jahalin zog in den 1950-er Jahren erstmals in die Gegend (nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg), blieb aber bis in die späten 1970-er Jahre nomadisch; dann wurden in dem als Khan al-Ahmar bekannten Gebiet illegal die ersten festen Gebäude erstellt.

Anfänglich nahm die Bevölkerung bis in die 1990-er Jahre sehr langsam zu, ab da etwas schneller.

Laut einigen Beobachtern wuchs die Bevölkerung von Khan al-Ahmar in den 1990-ern auf Initiative der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) exponentiell; diese wollte die palästinensische Präsenz in Area C, dem israelisch verwalteten Teil der „Westbank“ verstärken.

Gemäß den Oslo-Vereinbarungen hat Israel die volle Kontrolle über das Land, bis eine Endstatus-Vereinbarung mit der palästinensischen Autonomiebehörde erzielt wird.

Der Hauptgrund für die Räumung von Khan al-Ahmar ist die Verlagerung seiner Einwohner weg von der Schnellstraße 1.

Da diese Hauptverkehrsstraße Jerusalem mit dem Jordantal verbindet, hat sie große strategische Bedeutung und die Existenz eines illegal gebauten Weilers direkt daneben könnte ebenso eine Bedrohung von Zivilisten, die die Straße tagtäglich nutzen, wie die potenzielle Bewegung von Truppen zu Israels östlicher Grenze darstellen.

Zusätzlich stellt die Lage von Khan al-Ahmar eine Gefahr für die Bewohner des Weilers an. Zum Beispiel befindet sich die Schule nur 20 Meter entfernt von der belebten Schnellstraße entfernt, was die Sicherheit sowohl der Schulkinder als auch der Fahrer auf der Straße bedroht.

2018 genehmigte der israelische oberste Gerichtshof die Räumung von Khan al-Ahmar und die Umsiedlung seiner Einwohner durch die Regierung.

Bis zum 1. Februar 2023 hat die Regierung allerdings das Gericht neunmal die Verschiebung der Räumung der Gemeinde beantragt, um eine passende Lösung für die Evakuierten zu finden.

Zu den Plänen, die die Regierung für die Umsiedlung der Gemeinde in Betracht gezogen hat, gehört:

  • Der Bereich der Palästinenserstadt Anata, der sich zwischen 500 und 1.000 Meter entfernt vom aktuellen Standort befindet.

Zusätzlich hofft die Regierung eine Vereinbarung mit den Einwohnern von Khan al-Ahmar zu erzielen, wohin sie von ihrem aktuellen Standort freiwillig umziehen werden. Während Einwohner des Ortes in der Vergangenheit der Idee einer Umsiedlung in die Nähe von Anata gegenüber eine gewissen Offenheit gezeigt haben, bedeutet die Politisierung des Themas, das es unwahrscheinlich sein wird eine einvernehmlich Entscheidung zwischen beiden Seiten geben wird.

Teil dieser Politisierung ist die Folge von Druck seitens der palästinensischen Autonomiebehörde, die Khan al-Ahmar als strategischen Aktivposten zur Aushöhlung der rechtlichen Obrigkeit Israels in Area C betrachtet.

Die PA hat internationale Akteure gedrängt Einfluss auf Israel auszuüben, seine geplante Räumung nicht durchzuführen, während sie gleichzeitig Aktivisten unterstützt, die gegen die Pläne der israelischen Regierung sind.

Humanitäre IDF-Hilfsmissionen retten die Welt

30. Januar 2020

Simon Plosker, HonestReporting, 20. Januar 2020

Soldaten, Reservisten und ständiges Personal retteten bei humanitären IDF-Hilfsmissionen weltweit tausende Menschen und behandelten sie medizinisch. Die erste Mission gab es 1953; die jüngste endete am 14. Dezember 2019. Der Ethos der IDF – des Staates Israel – lautet, dass menschliches Leben an erster Stelle steht. Die Such- und Rettungsteams des Heimatfront-Kommandos, Ärzte und anderes militärisches Personal reagierten schnell, effektiv und mitfühlend auf Naturkatastrophen und andere Krisen. Die IDF blieb Tage, Monate oder Jahre lang vor Ort. Die humanitäre Hilfe der DF für syrische Zivilisten, unten beschrieben, lief 5 Jahre lang.

Arten von Naturkatastrophen und anderen Krisen

  • Erdbeben
  • ein Taifun
  • ein Tsunami
  • Hochwasser
  • Bürgerkriege
  • ein geborstener Staudamm
  • ein eingestürztes Gebäude
  • Bomenanschläge

Menschen, nicht Politik

Die IDF schätzt menschliches Leben höher ein als politische oder religiöse Differenzen. Humanitäre Hilfe der IDF gründet auf jüdischen Werten. UNO-Botschafter Danny Danon sprach 2019 bei einer Ausstellung über Israels humanitäre Hilfe und Anstrengungen:

Für Israel hat Menschenleben immer Vorrang vor Politik. Die jüdische Tradition lehrt: Wenn man ein Leben rettet, dann ist das so als rettet man das gesamte Universum. Krisen und Tragödien machen keinen Unterschied, also können wir das auch nicht. Lasst uns Leben mit allen notwendigen Mitteln schützen und zusammen bauen wir eine stärkere und fürsorglichere Welt.

Schnelles Eingreifen

Die Hilfsmission der IDF war die erste vor Ort, als bei der US-Botschaft in Kenia 1998 eine Bombe explodierte und nachdem in Mexiko 2017 zwei Erdbeben 469 Menschen töteten und 250.000 Menschen obdachlos zurückließen (s. IDF-Internetseite). Danon sagte:

Trotz Jahren der Provokation und Raketenangriffe ist Israel immer als erstes da, wenn es um Menschenleben geht.

Mexico Stadt, 2017

Juan Ramón de la Fuente, Botschafter bei den Vereinten Nationen, sprach bei der UNO-Ausstellung. Er sagte:

Andere Länder können „absolut“ von Israels schneller Reaktionszeit und seiner Fähigkeit lernen vor Ort zu sein, Feldlazarette zu bauen und die notwendigen menschlichen Ressourcen und Infrastruktur nur Stunden nach einer Naturkatastrophe irgendwo in der Welt vor Ort zu haben.

Höchst effektiv

Zehn Experten aus dem Heimatfront-Kommando sorgten vom 4. bis 14. Dezember 2019 humanitäre Hilfe der IDF in Albanien, nachdem ein Erdbeben mehr als 50 Menschen tötete und 3.000 verletzte. Die IDF berichtete, dass als Folge der Hilfe Schulen und Krankenhäuser wieder öffneten und mehr als 1.600 Familien in ihre Häuser zurückkehrten.

Fürsorge

Humanitäre Hilfe der IDF verkörpert die Hingabe des Staats Israel sich um andere zu kümmern. De la Fuente sagte, Israels Hilfe unterscheide sich von der der anderen 25 Staaten, die Hilfe nach Mexiko schickten, nachdem zwei aufeinander folgende Erdbeben 2017 nicht nur für Israels „koordinierte Bemühungen Lebensmittel, Matratzen und Decken zu schicken“, sondern auch für Premierminister Netanyahus persönlichen Besuch in Mexiko und den Einsatz von 72 Ingenieuren, Rettern und anderen Experten, die die betroffenen Gebiete besuchten und Hilfe boten. De la Fuente sagte:

Wir honorieren mit unserem tiefsten Dank die Hilfe, die aus Israel kam. Die Unterstützung, die wir aus Israel erhielten, sticht aus verschiedenen Gründen heraus. Noch einmal Danke für Ihre Solidarität, Ihre effiziente Hilfe und vor allem für Ihre Freundschaft.

Nach der Hilfsmission in Albanien vom Dezember 2019 twitterte die IDF:

Nach einem verheerenden Erdbeben in Albanien schickten wir unsere Soldaten, um dem albanischen Volk in der Zeit der  Not zu helfen. Weil Freunde das tun.

Mitfühlende Langzeit-Hilfe

Das längste humanitäre Hilfsprogramm der IDF – Hilfe für Syrer – dauerte 5 Jahre. Es begann 2013 und endete 2018. Viele Aspekte dieses Projekts demonstrieren das Mitgefühl der IDF. Die Initiative begann, nachdem ein verletzter Mann über die Grenze kam um medizinische Behandlung zu erbitten. IDF-Personal behandelte ihn und während der nächsten fünf Jahre viele andere Syrer. Oberstleutnant Dr. Tomer Koller war medizinischer Offizier der Division Baschan auf den Golanhöhen. In einem auf der IDF-Internetseite veröffentlichten Artikel vom April 2017 sagte er:

Angesichts der in Syrien stattfindenden Gräueltaten… bieten die IDF-Soldaten verletzten Syrern medizinische Hilfe, wie wir es seit mehr als vier Jahren gemacht haben. Die Behandlung von verwundeten Syrern verläuft durchgehend und wird fast täglich durchgeführt. Es ist unsere Pflicht als Mitglieder des medizinischen Korps die Verletzten zu behandeln – sowohl die Verbündeten als auch den Feind. Für uns sind es verletzte Menschen, die Hilfe brauchen. Rund 2800 verletzte Syrer sind nach Israel gekommen, um medizinische Versorgung zu erhalten und die Zahl steigt weiter.

Die IDF berichtete, dass 2016 in israelischen Krankenhäusern 600 Syrer behandelt wurden.

2016 schuf das IDF-Nordkommando die Operation Guter Nachbar. Das war eine Initiative, durch die „die humanitären Hilfsbemühungen ausgeweitet“  wurden, laut IDF-Internetseite auf 200.000 Einwohner des südwestlichen Syrien. Die Operation Guter Nachbar koordinierte medizinische, infrastrukturelle und zivile humanitäre Hilfe. Über dieses programm hatten mehr als 4.900 verletzte Syrer – darunter 1.300 Kinder – Zugang zu medizinischer Behandlung in Israel. Sanitäter behandelten Syrer an der Grenze und brachten sie dann in israelische Krankenhäuser. Die IDF baute an einem Militärposten auf den Golanhöhen nahe der Grenze ein Feldlazarett. 7.000 Patienten wurden in der Tagesklinik medizinisch behandelt. Sicherheit war ein wichtiges Anliegen.

Oberstleutnant A. sagte:

 Wir haben an jedes Sicherheitsdetail dieser Anlage gedacht. Wir haben einen sicheren Bunker, den Notfall-Mitarbeiter nutzen können, Sicherheitswachen patrouillieren die Gegend und operative Aktivitäten in dem Bereich, die es dem Lager ermöglicht selbst jenseits des Zauns in absoluter Routine zu arbeiten.

Zwei medizinische Anbieter beschrieben ihre Erfahrungen. Sie sprachen während der Operation Guter Nachbar mit IDF-Reportern:

Aufgrund meiner 20-jährigen medizinischen Karriere kann ich wirklich sagen, dass die medizinische Versorgung, die unseren Nachbarn hier im  Norden Israels gegeben haben, eine der bedeutendsten Bemühungen ist die Bedürftigen zu behandeln, die ich je erlebt habe“, sagte Oberst Dr. Noam Fink, chefmedizinischer Offizier des Nordkommandos. „Ich hoffe zutiefst, dass unser Beitrag eine direkte Wirkung auf das Leben unserer syrischen Nachbarn hat.“

Eine Sanitäterin der Golani-Brigade, Feldwebel Aviya, behandelte täglich verletzte Syrer. Sie beschrieb ihre erste Begegnung als Sanitäterin:

Mein Team und ich wurden gerufen, um einen 10-jährigen syrischen Jungen zu behandeln, der durch eine Explosion auf der anderen Seite der Grenze schwer verletzt worden war. Als wir ihn trafen, waren seine Augen tränenunterlaufen und er stand unter Schock wegen allem was um ihn herum geschah – er war verletzt und durcheinander. Wir leisteten ihm Erste Hilfe und bereiteten ihn für eine schnelle Evakuierung in ein Krankenhaus in Israel vor. Als wir mit der Behandlung fertig waren, schaute das Kind auf und gab uns dieses kleine, schüchterne Lächeln. Ich verstand, dass wir gerade das Leben dieses Kindes gerettet haben könnten, aber nicht weniger wichtig: Wir schufen diese Brücke zwischen zwei Welten. Das ist das Schöne daran, Teil dieses Teams zu sein.

Während die Mitarbeiter der IDF humanitäre Hilfe leisteten, kümmerten sie sich um die Grundbedürfnisse der Einzelnen. Essen, Sauberkeit, die Möglichkeit zu spielen. Oberstleutnant A. beschrieb die Erfahrungen der Syrer in der Klinik. Er sagte:

Nehmen Sie z.B. eine syrische Mutter, die mit ihren Kinder kommt. Am Ende des Tages verlässt sie die Klinik mit gesünderen Kindern und einem Hilfskit des Staates Israel, zu dem Lebensmittel, Hygiene-Grundprodukte und Medikamente gehören. Zu einem Tag in der Klinik gehören auch Zeit im Spielzimmer und eine heiße Mahlzeit.

Zusätzlich zur medizinischen Versorgung gehörte zur humanitären Hilfe der IDF in der Operation Guter Nachbar infrastrukturelle und zivile Hilfe: Kraftstoff zum Heizen, Betreiben von Brunnen und Backöfen, außerdem Generatoren, Wasserleitungen und Schulausstattung. Zur zivilen Hilfe gehörten 40 Tonnen Mehl für Bäckereien, 225 Tonnen Lebensmittel, 12.000 Pakete Babynahrung, 1.800 Pakete Windeln, 12 Tonnen Schuhe und 55 Tonnen warme Kleidung.

Die humanitäre Hilfe der IDF bei der Operation Guter Nachbar veranschaulicht das Mitgefühl und den Moralkodex, der die IDF und die israelische Gesellschaft leiten.

Koller sagte:

Die Geschichte der Behandlung all derer, die sie brauchten, ist eine Geschichte der Barmherzigkeit und des Moralkodex der IDF. Obwohl wir darauf achten nicht in die internen Kämpfe in Syrien verwickelt zu werden, steht die Behandlung einer verletzten Person, die Hilfe braucht – ungeachtet der Nationalität oder von welcher Seite der Grenze sie kommen – über allem und das ist das, wer wir als Gesellschaft sind.

Die IDF beendete die Operation Guter Nachbar 2018, nachdem der syrische Diktator Baschar Assad die Kontrolle über das südwestliche Syrien zurückerlangte.

28 weitere humanitäre IDF-Hilfsmissionen

  • 1953, Ionische Inseln, Griechenland: Erdbeben. Mehr als 1.000 Tote. Die Marine half Überlebenden und stellte medizinische Hilfe zur Verfügung.
  • 1975, Kambodscha: Flüchtlinge vor dem Krieg zwischen Vietnam und Kambodscha. Einen Monat lang stellte ein Team in Lagern lebenden Flüchtlingen medizinische Hilfe zur Verfügung.
  • 1985, Mexiko: 4 Erdbeben, mehr als 10.000 Tote. Medizinische und Rettungsteams – 350 Reservisten wurden innerhalb von drei Tagen nach dem Erdbeben einberufen.
  • 1988, Armenien: Erdbeben. Fast 60.000 Menschen starben. Rettungsmannschaften retteten 14 Personen und hielten sie am Leben, bis sie in Krankenhäuser gebracht wurden. Medizinischer Nachschub.
  • 1989, Rumänien: Krawalle. Ärzte, Chirurgen und 8t medizinische Ausrüstung sowie Lebensmittel.
  • 1992, Kroatien: Bürgerkrieg. 13t humanitäre Hilfe.
  • 1994, Argentinien: Terroranschlag au feine große jüdische Organisation. 85 Tote, hunderte verletzt. Rettungs- und andere Teams.
  • 1994, Goma, Demokratische Republik Konto: Flüchtlinge aus dem Bürgerkrieg in Ruanda. Ein 270 Personen starkes Team auf einer 40-tägigen humanitären Mission der IDF – Feldlazarett, Ausrüstung, Lebensmittel und Kleidung.
  • 1998, Kenia: Bombenanschlag nahe der US-Botschaft in Nairobi. IDf schickt 170: Rettungsmannschaften und Mediziner.
  • 1999, Mazedonien: Flüchtlingskrise. IDF schickt 60, erstellt ein 100-Betten-Feldlazarett.
  • 1999, Türkei: Erdbeben. Heimatfront-Kommando rettete 12 Überlebende und baute ein Feldlazarett auf. Sie behandelten 1.200 Personen, führten 40 Operationen durch, brachten 15 Babys zur Welt.
  • 1999, Griechenland: Erdbeben. Rettungsmannschaften – stellten schweres Gerät bereit.
  • 2001, Indien: Erdbeben. Rettungsmannschaften bauten ein 100-Betten-Feldlazarett, behandelten 1.300, führten 52 Operationen durch, brachten 12 Babys zur Welt.
  • 2004, Ägypten: Terroranschlag. Medizinische und Rettungsmannschaften, blieben 3 Tage lang.
  • 2004, Sri Lanka: Erdbeben, Tsunami und Überschwemmungen. Ärzte, ein Mitglied eines Rettungsteams und ein Repräsentant des Außenministeriums. Medizinische und anderer Nachschub wurden geschickt.
  • 2005, New Orleans, USA: Hurricane Katrina. 80 Tonnen humanitäre Hilfe.
  • 2006, Kenia: ein Gebäude stürzte ein. IDF schickte 80 Rettungsleute.
  • 2010, Haiti und Dominikanische Republik: Erdbeben. IDF-Teams retteten Überlebende, bauen ein Feldlazarett. Behandelten mehr als 1.100 Patienten, führten 319 Operationen durch und brachten 16 Babys zur Welt, darunter drei mit Kaiserschnitt.
  • 2010, Kolumbien: Hochwasser und Erdrutsche. Medizinische Versorgung. 50t Ausrüstung: 20t Lebensmittel, 5.000 Medizin-Kästen, 2.000 Decken, 1.000 Ponchos, 1.000 Matratzen und 100 Zelte. Medizinische Versorgung.
  • 2011, Japan: Erdbeben und Tsunamiwellen. IDF errichtete eine Klinik mit Spezialisten für Kinderheilkund, Chirurgie, Entbindungen, Gynäkologie und eine Station für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, eine für Optometrie, ein Labor, eine Apotheke und eine Intensivstation. 220 Personen wurden behandelt.
  • 2011, Türkei: Erdbeben. IDF behandelte Überlebende.
  • 2012, Bulgarien: Terroranschlag. Hisbollah zündete eine Bombe an einem Bus mit 42 Israelis. Medizinische Versorgung und Hilfe beim Transport von Verletzten.
  • 2012, Ghana: Einsturz eines großen Kaufhauses. Experten mit Spezialisierung und Ausrüstung. 78 Personen gerettet.
  • 2013, Philippinen: Taifun. IDF schickte 148 Personen für Rettung und ärztliche Versorgung. Sie bauten ein „fortschrittliches Feldlazarett mit mehreren Abteilungen, ausgerüstet mit etwa 100t humanitärer und medizinischer Hilfe aus Israel“.
  • 2015, Nepal: Erdbeben. Ein Team aus 260 Rettungs- und medizinischem Personal. Sie bauten ein „hochmodernes“ Feldlazarett mit vielen Abteilungen. 1.600 Patienten behandelt, acht Babys zur Welt gebracht und 85 Operationen durchgeführt. Die IDF schickte 95t humanitäre Hilfe.
  • 2016 – 2018, syrische Grenze/Golanhöhen: Operation Guter Nachbar.
  • 2017, Mexiko: Erdbeben: Die IDF schickte 70 Helfer, darunter 25 Ingenieure zur Schadensfeststellung. Sie reisten am ersten Abend des jüdischen Feiertags Rosch HaSchanah nach Mexiko.
  • 2018, Golanhöhen: Rettung der Mitglieder der humanitären Organisation Weißhelme und ihrer Familien aus Syrien.
  • 2019, Brasilien: Zusammenbruch eines Staudamms. Verwendung von Marine-Sonar, Drohnen und zellularer Ortungstechnologie.
  • 2019, Albanien: Erdbeben. Ein Team au 10 Mann vom Heimatfront-Kommando. Resultat: Krankenhäuser und Schulen öffneten wieder und mehr als 1.600 Personen konnten wieder nach Hause ziehen.

IDF-Fotos von Soldaten, Reservisten und festen Personal offenbaren die machtvolle humanitäre Verbindung, die über die humanitäre Hilfe der IDF gebildet worden ist. Ein Arzt lächelt, als er ein Kleinking im Arm hält. Ein Kind umarmt einen Soldaten. Vier Israelis – einer davon trägt Handschuhe – betrachten freudig eine Mutter und ihr Neugeborenes. Das nächste Mal, wenn eine Natur- oder andere Katastrophe irgendwo in der Welt eintritt, sehen Sie in die Nachrichten. Die IDF könnte schon da sein.

Israels unverhältnismäßige Zivilverteidigung

19. Dezember 2019

Paul Shindman, HonestReporting, 21. November 2019

Israelis rennen während eines palästinensischen Raketenangriffs auf Beer Sheva am 23. März 2011 in Deckung. (Foto: Menahem Kahana/AFP, via Getty Images)

Unverhältnismäßig ist Israels Verteidigung seiner Zivilbevölkerung, nicht die Taktik der IDF.

Jedes Mal, wenn die Hamas und der Islamische Jihad Raketen auf israelische Städte feuern, sind die Nachrichten voll von Bildern des Abwehrsystems Eiserne Kuppel, die die einfliegenden Bomben abfängt, von Experten, die ihre Analyse abgeben, Bilder der verursachten Schäden und Berichte aus Krankenhäusern zum Status der Verletzten.

Seit 2006, als die Hamas die Kontrolle über den Gazastreifen mit Gewalt übernahm, hat es mehrere große Ausbrüche, darunter die IDF-Operationen Gegossenes Blei, Wolkensäule und Fels in der Brandung, dazu zahlreiche Konflikte von weniger großer Intensität. Bei diesen Gewaltausbrüchen schossen die Hamas und andere Terrororganisationen tausende Raketen auf Israel und die IDF schlug mit gezielten Angriffen auf Terrorziele zurück. Bei den größten IDF-Operationen von 2008/09, 2012 und 2014 schickte Israel auch Bodentruppen in den Gazastreifen.

Zwangsläufig werden von den Auslandsmedien Vergleiche zwischen den Opfern beider Seiten gezogen, allerdigns in der Regel ohne jeglichen Kontext oder Erklärung. Viel zu oft greifen Redakteure eines der übermäßig missbrauchten Modewörter auf, unverhältnismäßig.

Um zu verstehen, warum es oft eine unverhältnismäßige Zahl an Opfer gibt, braucht es einige Erklärungen. Aber infolge der begrenzten Sendezeit und unerbittlichen Wortzählungen werden diese Gründe allgemein nicht angeführt. Die Öffentlichkeit versteht nicht, warum Israel hat, was eine unverhältnismäßig geringe Opferzahl zu sein scheint.

Die Bedrohung für Israels Bevölkerung

Seit dem ersten Hamas-Raketenangriff im Jahr 2001 ist Israel aus dem Gazastreifen von rund 20.000 Raketen und Mörsergranaten getroffen worden. Die weit überwiegende Mehrheit ist auf zivile Ziele gerichtet und es wurden mehr als 50 Menschen getötet, hunderte verletzt und hunderte Häuser und Geschäfte zerstört.

Selbst als Gazas Wirtschaft verfaulte, investierten Hamas und der Islamische Jihad hunderte Millionen Dollar in die Entwicklung von Raketen, die bis nach Haifa reichen, womit mehr als sechs Millionen Israelis bedroht sind.

Das ständige Raketenfeuer auf die Bevölkerungszentren zwang Israel zur Entwicklung von Strategien, um mit den Angriffen umzugehen. Die Ergebnisse haben trotz der Salven eine beeindruckende Reduktion der zivilen Opfer gezeigt.

Verfahren zur Verteidigung der Zivilisten

Die israelische Regierung und Vertreter des Verteidigungsapparates haben schon immer die Bedeutung der Zivilverteidigung begriffen; seit 1948 hat es in den meisten Gegenden Bunker gegeben. Die Verwendung von Kurzstreckenraketen durch die Hamas erforderte allerdings neue Maßnahmen.

Die Behörden für die Zivilverteidigung erkannten, dass der Hauptfaktor für die Vermeidung von Opfern das Verhalten der Zivilbevölkerung ist, die „erzogen“ und trainiert werden muss, um auf Raketenangriffe zu reagieren.

Die  Hauptmaßnahmen der Zivilverteidigung sind:

  • Die Zivilisten werden instruiert sofort auf die Alarme zu Luftangriffen zu reagieren und Schutz zu suchen. Die Bürger wissen, dass sie in Bunker rennen, in armierte Räume, Treppenhäuser oder, wenn sie im Freien überrascht werden, sich auf den Boden zu legen und zu schützen. Bürger in allen angegriffenen Städten und Orten werden über die Zeit instruiert und wissen, wie viel Zeit sie haben um Schutz zu suchen, wenn der Alarm losgeht: nur 15 bis 90 Sekunden.
  • In stark angegriffenen Bereichen wie Sderot, wo die Einwohner nur 15 Sekunden oder weniger Vorwarnzeit haben, sind Spielplätze und Bushaltestellen umgebaut worden und dienen als armierte Beton-Bunker.
  • Schulen und Krankenhäuser nahe der Grenze zum Gazastreifen sind mit armiertem Beton bedeckt worden, um Schüler und Lehrer tagsüber vor Raketenangriffen zu schützen.
  • Als die Raketensalven aus dem Gazastreifen besonders intensiv waren, befahl die Zivilverteidigung den Einwohnern innerhalb von sieben Kilometern vom Gazastreifen in den Bunkern zu bleiben. Alle Kindegärten, Schulen und Universitäten im einem 40km-Radius bleiben geschlossen und diesen Zivilisten wird gesagt, sie sollen in der Nähe von Bunkern bleiben.
  • Israel veranstaltet jedes Jahr einwöchige Zivilverteidigungsübungen mit Schulen, an Arbeitsplätzen, Heimen, Verwaltungen Krankenhäusern, um die Bürger zu trainieren, wie sie sich während Angriffen verhalten sollen. Und jedes Jahr machen Schulen Sonderübungen, bei denen Raketenangriffe und Erdbeben simuliert werden.

In Sderot dienen aus armiertem Beton gebaute Geräte auf Spielplätzen gleichzeitig als Bunker.

Die Ergebnisse sind dramatisch effektiv.

In dutzenden Vorfällen wurden Häuser, wo Raketen explodierten, nur Sekunden zuvor evakuiert und die Einwohner suchten Schutz.

Zum Beispiel erwachte im Oktober 2018 eine Mutter in Beer Sheva um 3:40 Uhr morgens durch eine Warnsirene. Sie hatte nur 60 Sekunden, um ihre drei Kinder aufzuwecken und in den Bunker zu kommen. Als sie gerade die Tür zu ihrem Bunkerraum schloss, zerstörte eine Rakete ihr Haus, aber sie entkamen unbeschadet.

Nach drei Tagen Raketenangriffen im November 2019 gab das Heimatkommando der IDF eine Erklärung aus, die die Zivilbevölkerung lobte. „Sie haben die Anweisungen aufmerksam befolgt, Sie haben die Richtlinien eingehalten und sich um Ihre persönliche Sicherheit gekümmert“, heiß es in der Erklärung.

* * *

Zusammen mit dem oben Beschriebenen schließen Israels Verteidigungsmaßnahmen drei weitere Fakten ein: ein fortschrittliches Frühwarnsystem, das Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel und neue Militärtaktiken, die akkurat auf militärische Ziele schießen.

Das Warnsystem Roter Alarm

Die Israelischen Verteidigungskräfte stationierten das Frühwarn-Radarsystem „Farbe Rot“ (Hebräisch: Tzewa Adom), um einfliegende Raketen zu entdecken. Bevor das System installiert wurde, hatten die Einwohner Israels nahe der Gaza-Grenze keine Warnung und Raketen konnten jederzeit detonieren. Viele Zivilisten wurden getötet oder verwundet.

Dieses Alarmsystem wurde erstmals 2004 in Sderot stationiert; es gibt den Einwohnern bis zu 15 Sekunden um Schutz zu finden, bevor die Rakete explodiert. Ortsansässige haben sich auf das System eingestellt, sie fangen an zu rennen, wenn sie den „Klick“ hören, wenn die Lautsprecher des Systems einen Sekundenbruchteil vor dem Ertönen der aufgezeichneten Stimme hören, die „Roter Alarm, Roter Alarm“ verkündet.

Das nationale Frühwarnsystem wurde ausgeweitet und 2012 fertiggestellt. Das System „Farbe Rot“ wird in der Nähe zum Gazastreifen verwendet, während andernorts traditionelle Luftschutzsirenen genutzt werden.

Das System ist nicht nur an landesweite Fernseh- und Radiosendungen gekoppelt, um automatisch einen Alarm und den angegriffenen Ort zu verkünden, sondern reicht bis zum Internet und auf Telefone. Das Land ist heute in 1.700 Zonen aufgeteilt, so dass Alarme nur in Bereichen ertönen, wo Raketeneinschläge unmittelbar bevorstehen.

Eiserne Kuppel

Um sich gegen Kurzstrecken-Artillerieraketen zu verteidigen, die sich gegen Personen richten, entwickelte Israel ein neues Abwehr-System, das als „Eiserne Kuppel“ bekannt ist. Das verwendete System nutzt fortschrittliches Radar um einfliegende Raketen zu verfolgen und ihren Einschlagsort zu bestimmen. Das löst für die Gemeinden das System Roter Alarm aus, auf die geschossen wird.

Innerhalb von Sekunden startet die Eiserne Kuppel gelenkte Raketen, die die einfliegenden Raketen abfangen. Wenn jedoch die Eiserne Kuppel berechnet, dass die angreifenden Raketen in offenem Gebiet landen werden, schießt es keine Abfangrakete.

Das bahnbrechende Verteidigungssystem bekämpft die Bedrohung durch Kurzstreckenraketen und 155mm-Artilleriegranaten. Das System versucht den Gefechtskopf des Ziels über einem neutralen Gebiet zu sprengen, womit es den Kollateralschaden in städtischen Regionen reduziert.

Das System Eiserne Kuppel hat hunderte Raketen erfolgreich abgefangen, die auf israelische Städte zielten; es hat eine berichtete Erfolgsrate von mehr als 90%.

Dieses System ist eigentlich Teil von Israels dreistufigem Radar-Abwehrsystem. Während die Eiserne Kuppel Kurzstrecken-Raketen bekämpft, bekämpft „Davids Schleuder“ (auch als Zauberstab bekannt) Mittelstrecken-Raketen mit einer Reichweite von 40 bis 300km. Der „Pfeil“ ist konzipiert, um ballistische Langstrecken-Raketen zu bekämpfen.

Israels Eiserne Kuppel

Palästinensische Opfer

Zu begreifen, was hinter den „unverhältnismäßigen“ Opfern steckt, heißt auch zu verstehen, warum die Zahl bei den Palästinensern höher ist.

Während die palästinensische Autonomiebhörde ein bescheidenes Budget für die Zivilverteidigung in der Westbank hat, gibt die Hamas nichts dafür aus. Der Gazastreifen hat keine Bomben-Schutzräume oder ein Frühwarnsystem, aber nicht wegen fehlendem Geld oder Ressourcen. Ein typischer Hamas-Terrortunnel kostet schätzungsweise 4 bis 10 Millionen Dollar. Während der Operation Fels in der Brandung im Jahr 2014 entdeckte die IDF 18 Tunnel, die mit geschätzten 800.000t Beton gebaut wurden. Der Journalist Liel Leibovitz wies darauf hin:

Um Dubais Burj Khalifa, den höchsten Turm der Welt zu bauen, wurden 110.000t Beton gebraucht. Die Hamas hätte sich daher sieben solche Monströsitäten leisten können und immer noch einige tausend Dutzend Tonnen übrig gehabt. Hätte sie z.B. Kindergärten mit Bombenschutzräumen bauen wollen, wie Israel sie für die belagerten Bürger von Sderot baute – immerhin haben bekannte Militärstrategen wie Jon Stewart die letzte Woche damit verbracht zu verkünden, dass Gazas Bürger nichts hatten, um sich vor Israels Artillerie in Sicherheit zu bringen – dann hätte die Hamas ihre Reste dazu nutzen können etwa zwei zu errichten, die so groß sind wie das Stadion der New York Giants sind. Und das sind nur 18 Tunnel. Ägypten behauptete vor kurzem, dass es auf seiner Seite weitere 1.370 zerstört hat. Das ist eine Menge Beton.

Darüber hinaus gibt es beträchtliche Dokumentation des Raketenfeuers der Hamas aus zivilen Gebieten und die Lagerung von Waffen in Krankenhäusern, Moscheen und Schulen. Statt Zivilisten zu beschützen, sagte der damalige UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, verwandelte die Hamas Schulen „in potenzielle militärische Ziele und gefährdete das Leben unschuldiger Kinder“.

Die IDF tut was sie kann, um palästinensische Opfer zu minimieren. Mit Luftüberwachung rund um die Uhr werden Raketen schießende Trupps identifiziert und unter Verwendung von Präzisionsmunition statt Feldartillerie angegriffen. Gezielte Angriffe sind so gestaltet, dass sie nur Kombattanten treffen und das Risiko für nahe dabei befindliche Zivilisten minimieret wird.

Israelischen Luftangriffen gehen oft automatisierte Telefonanrufe, SMS oder abgeworfene Flugblätter voraus, die die Palästinenser warnen Gefahr aus dem Weg zu gehen. Eine weitere von der IDF übernommene, einzigartige Taktik ist das „Anklopfen auf dem Dach“. Vor dem Beschuss eines Gebäudes wirft ein Pilot eine laute, nicht tödliche Bombe ab, um palästinensischen Zivilisten vorab zu warnen. In eingen Fällen wurden Angriffe wegen der Anwesenheit von Zivilisten abgebrochen.

Während diese Warnungen viele palästinensische Leben gerettet haben, bezeichnet die Hamas sie als psychologische Tricks und drängt die Palästinenser regelmäßig sie zu missachten. Und in einigen Fällen veranlassten die Warnungen die Palästinenser sogar auf die Dächer der Gebäude zu gehen, die das Ziel waren, um als menschliche Schutzschilde zu dienen.

Wenn die palästinensischen Opfer im vollgestopften Gazastreifen unverhältnismäßig zahlreich sind, muss man sich da wirklich noch wundern?


Bild: Spielplatz in Sderot, via
YouTube/aquafountain

Der Guardian behauptet, das israelische Militär habe eine Palästinenserin vergewaltigt

2. März 2016

Simon Plosker, HonestReporting, 26. Februar 2016

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UPDATE

HRsuccess2Kurz nach Veröffentlichung dieses Beitrags reagierte der Guardian und änderte die Unterüberschrift:

Gericht sagt, PTBS-Aussage hätte im Falle von Odeh zugelassen werden sollen. Odeh sagt, ihr Geständnis bzgl der Bombenlegung von 1969 sei das Resultat von Vergewaltigung und Folter durch das israelische Militär gewesen.

Zwar stehen die Behauptungen der Frau immer noch in gedruckter Form da, aber immerhin werden sie nicht mehr als Tatsache hingestellt.

* * *

Eine Reuters-Story im Guardian über eine palästinensische Aktivistin, der Einwanderungsbetrug zur Last gelegt wird, da sie den US-Behörden nicht mitteilte, dass sie wegen einer Bombenlegung in einem Supermarkt im Jahr 1969 mit zwei Todesopfern im israelischen Gefängnis saß, enthält folgende Passage:

Die 68jährige Rasmieh Yousef Odeh sagte, ihr Geständnis über die Bombenlegung war das Resultat schrecklicher Folter durch das israelische Militär, einschließlich Vergewaltigung und Elektroschocks.

Es stimmt — es ist Odeh, die diese Behauptungen aufstellt. Aber über diese blanken Behauptungen hinaus gibt es keinerlei Beweise.

Die Unterüberschrift des Guardian stellt diese Behauptungen jedoch als Tatsache dar:

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Das sind ernste Anschuldigungen, aber das ist eben alles, was sie sind: Anschuldigungen. Und als solche sollten sie nicht so dargestellt werden, als handle es sich um erwiesene Tatsachen.

Das ist nicht nur unprofessionelle Redaktionsarbeit auf Seiten des Guardian — zu behaupten, die IDF habe vergewaltigt, kommt einer Verhetzung gleich.

Wir haben den Guardian aufgefordert, diese Unterüberschrift abzuändern.

Oberst Richard Kemp: Israelischer Pilot hat Angriff in Gaza 17 Mal abgebrochen um Zivilisten zu schützen – Das jüdische Volk sollte stolz sein auf den Staat Israel (INTERVIEW)

13. August 2014

Deborah Danan, The Algemeiner vom 30. Juli 2014

Grade zurück von einer weiteren Reise nach Sderot und mit Diskussionen mit israelischen Soldaten in der Aufmarschzone in der Nähe von Gaza, ist Oberst (a.D.) Richard Kemp, der frühere Kommandant der britischen Streitkräfte in Afghanistan, mit The Algemeiner zu einem Interview zusammengesessen.

Deborah Danan: Was denken Sie warum die internationale Gemeinschaft derart lautstarken Widerstand gegen die Aktionen der IDF in Gaza ausdrückt?

Oberst Richard Kemp: Nun, der Startpunkt für so viele Weltmedien, Meinungsmacher, politische Führer, NGOs, Menschenrechtsgruppen, wird immer der sein, dass was immer Israel auch tut, es ist falsch. Es wird als der Unterdrücker der Palästinenser angesehen, illegaler Besetzer – sogar von Gaza trotz dem Rückzug vor 9 Jahren – und dann hast du von Anfang an einen Nachteil. Dann fügen wir die Tatsache hinzu, dass die israelischen Militäroperationen gegen die Hamas unvermeidbar zivile Opfer verursacht. Der Grund dafür ist, dass die Hamas sie als Schlüsselelement einsetzt – wahrscheinlich DAS Schlüsselelement ihrer Strategie – Menschliche Schutzschilde. Sie wollen Israel ködern und dazu zwingen, Zivilisten zu töten. Und deshalb sieht man Bilder toter Babies, toter Jungs am Strand, von Frauen, die um ihre Kinder schreien, und keine Realität kann diese Bilder überwinden. Es ist auf eine Weise verständlich, weil es herzzerreissend ist, ich habe aus erster Hand gesehen, was Schrapnell einem Baby antun kann, und es ist entsetzlich, und das Problem ist, dass es keine Referenz gibt, kein Verständnis für die Tatsache, dass der einzige Grund, weshalb diese Kinder getötet wurden, die Aggression der Hamas gegen Israel ist.

DD: Haben Sie irgendwelche Empfehlungen, was Israel tun könnte, um diese Sichtweise zu verändern?

RK: Israel tut sehr viel von dem, was es tun kann; offensichtlich benötigt es effiziente und gewiefte Medienkenner, um die Verzerrungen, die in den internationalen Medien so verbreitet sind, zu kontern. Aber natürlich ist Israel da ebenfalls im Hintertreffen, weil, während Israel vielleicht das Bedürfnis versteht, mit einer raschen Widerlegung oder einer Botschaft der Wahrheit über das, was tatsächlich im Konflikt passiert ist, muss es immer noch zutiefst wahrhaftig sein den Fakten gegenüber und kann sich keine Fehler und keine Übertreibung erlauben. Die Hamas auf der anderen Seite kann sagen was immer sie will, und keiner fordert sie heraus, oder wenn doch, dann spielt es keine Rolle für sie weil sie niemandem Rechenschaft schuldig sind.

Für mich liegt das wichtigste, was Israel tun kann, nicht bei den Massen, sondern bei den Entscheidungsträgern, bei den Führern dieser Welt; letztendlich ist es deren Einstellung und ihr Verständnis, das die Art formt, wie der Westen nach Israel blickt.

DD: Welche spezifischen Schritte unternehmen die USA und Grossbritannien, um zivile Opfer zu vermeiden?

RK: Sie haben restriktive Angriffsregeln in Konflikten, wo es ein erhebliches Risiko gibt, dass Zivilisten getötet werden könnten, beispielsweise in Irak, Afghanistan und Nordirland. Sie treiben einen grossen Aufwand, um das Minimum an Verlust von Menschenleben bei der zivilen Bevölkerung sicherzustellen, einschliesslich Überwachungen, um die An- oder Abwesenheit von Zivilisten sicherzustellen, angemessene Munition einzusetzen – beispielsweise keine massiven Bomben fallen zu lassen, wenn es ein Risiko gibt, nebenan Zivilisten zu töten, und manchmal entscheidet sich die Armee dafür, mit Bodentruppen einzugreifen, um den Kollateralschaden von Luftangriffen zu vermeiden. Oder zum Beispiel, wenn man ein Objekt aus allen Rohren schiessend angreifen möchte, aber man denkt, dass noch Zivilisten in der Nähe sind, dann schiesst man nicht bis man ganz genau weiss, dass man ein definitiv feindliches Ziel vor sich hat, was natürlich die eigenen Truppen in den Nachteil versetzt, aber es ist ein Risiko, das man eingeht, um Menschenleben zu schützen.

Vor drei Tagen habe ich mit einem israelischen Piloten geredet, der mir erzählt hat, dass er am selben Morgen ein feindliches Ziel insgesamt 17 Mal abgebrochen hat, weil Zivilisten in der Zielzone waren, und letztendlich hat er die ganze Operation abgebrochen. Ich fragte ihn, ob das nicht frustrierend gewesen sei? Sein Antwort war einfach nein. Und das ist, für mich, eines der besten Dinge an den IDF – dass das letzte, was sie tun wollen, ist, eine Bombe ins Ziel zu werfen und das dann auf ihrem Gewissen lasten zu haben für den Rest ihres Lebens. Und es war dasselbe mit Kindersoldaten. Ich sprach mit Soldaten, die in Gaza kämpften, und mehrere von ihnen sagten mir: ‚Wir kennen die Einsatzregeln, aber selbst ohne sie ist es immer in unserem Hinterkopf, dass wir keine Zivilisten töten können.‘ Sehen Sie, für sie hat das nichts mit Befehlen zu tun, es ist einfach immer da im Vordergrund. Wer reden über [Reservisten, die] einfache Künstler, Metallarbeiter, Musiker, sie sind keine Killer. Sie haben absolut kein Bedürfnis danach, Zivilisten zu töten. In der Tat, in Sachen verletzte Zivilisten ist die Einstellung der IDF-Soldaten das genaue Gegenteil des Images, mit denen sie vor der Welt porträtiert werden.

DD: Erzählen Sie uns mehr über das Verhältnis von Zivilen zu Kämpfern in Konflikten seit dem zweiten Weltkrieg.

RK: Seit dem 2. WK war der Durchschnitt 3 zivile Tote für jeden getöteten Kämpfer. In manchen Konflikten war die Zahl höher, 4 oder 5 tote Zivilisten für jeden Kämpfer. Bei der Operation ‚gegossenes Blei‘ und ‚Säule der Verteidigung‘ war es 1-zu-1 — und diese Zahl wurde auch von den Palästinensern bestätigt. Natürlich kann ich das Verhältnis dieser Operation nicht sagen, weil sie noch nicht zuende ist. Was aber entmutigend ist, ist die Bereitschaft der Medien, ganz einfach die Anzahl getöteter Zivilisten in Gaza zu berichten, sowie die Anzahl getöteter Kinder – Zahlen die nur von palästinensischen medizinischen Autoritäten stammen, die von der Hamas kontrolliert werden. Ich weiss nicht, ob sie stimmen oder nicht, aber man muss Annahmen machen, in Anbetracht der in der Vergangenheit nachgewiesenen Fälschungen von Opferzahlen. Es ist aber sehr gut möglich, dass wir am Ende dieses Konfliktes ein Verhältnis sehen, das höher ist als 1-zu-1, und wenn dies der Fall ist, dann dürfte das auf zwei Gründe zurückzuführen sein: Der eine ist dass die Hamas aus ‚Säule der Verteidigung‘ und ‚gegossenes Blei‘ gelernt hat, ihre Kämpfer und Waffen besser vor israelischen Luftangriffen zu schützen, einschliesslich in Untergrund-Tunnels, und zum Zweiten wissen sie von ‚Säule der Verteidigung‘, wie viel Zugkraft man kriegt, wenn man Zivilisten tötet — und natürlich wollen sie daraus profit schlagen.

DD: Nach Ihrer Schätzung, wie viel Schaden hat die Hamas verursacht durch Raketen, die zu kurz flogen und innerhalb der Grenzen von Gaza niedergegangen sind?

RK: Das weiss ich nicht — ich könnte auf keinen Fall schätzen, wie hoch das insgesamt läuft. Jedoch offensichtlich haben wir grade erst gesehen, dass eine Hamas-Rakete auf dem Al Shifa Spital und dem Al Shati Flüchtlingslager gelandet ist. Es gibt keinen Zweifel dass ihre zu kurz gelandete Munition ernsthafte zivile Schäden anrichtet.

DD: Welches ist die britische Einstellung zum Krieg in Gaza, und denken Sie, dass sich diese in den letzten paar Operationen verändert hat?

RK: I denke, dass die Menschen in Grossbritannien schwer beeinflusst wurden von den Fotos von toten Kindern, von Hamas-Propaganda, die, natürlich, gefälschte Fotos von toten Kindern beinhaltet — einschliesslich Fotos von toten israelischen Kindern, die als tote palästinensische Kinder dargestellt werden. Die Familie Fogel wurde als palästinensische Familie dargestellt. Um Ihnen die Dummheit der Leute, die sowas tun, zu zeigen: Auf dem Bild kann man sogar eine Menorah sehen. Diese Art Zeugs beeinflusst die britischen Menschen, plus die schrillen Stimmen vieler aus der muslimischen Bevölkerung in England, die aufgebracht sind über die Anzahl ihrer getöteten Brüder in Gaza — die aber anscheinend keinerlei Empörung zeigen gegenüber den 190’000 in Syrien getöteten. Keine Proteste, keine Empörung dort, nichts. Die Einstellung der britischen Öffentlichkeit insgesamt ist negativ. Jedoch war die Einstellung des Premierministers [David Cameron] viel unterstützender, als wir in den anderen beiden Gaza-Konflikten gesehen haben. Trotzdem denke ich, dass die britische Enthaltung bei der Abstimmung über die Resolution der UNHRC mit der Verurteilung Israels und einer Untersuchung von Kriegsverbrechen ein Akt moralischer Feigheit Grossbritanniens ist, und einer, der die ansonsten starke Unterstützung von Israel durch die Regierung unterminiert hat. Wenn politische Führer Israel sagen, es müsse mehr Anstrengungen unternehmen, um zivile Opfer zu vermeiden — und damit insinuieren, dass Israel nicht genug tut und irgendwie glücklich ist damit, zivile Opfer zu verursachen — diese Art Botschaft ermutigt die Hamas, mit ihrer Strategie der menschlichen Schutzschilde weiterzufahren und ausserdem ermutigt sie weitere Extremistengruppen rund um die Welt, es ihnen mit derselben Strategie gleichzutun. Und das führt zum Tod von unschuldigen Menschen. Ban Ki Moon ist dessen schuldig, David Cameron ist dessen schuldig, Barack Obama ist dessen schuldig.

DD: Wie hat die britische Armee in Afghanistan von der Expertise der israelischen Armee profitiert?

RK: Es gibt viele Elemente, die die Briten von der israelischen Armee übernommen haben. Eines davon sind Methoden, zivile Opfer zu reduzieren, die wir in Afghanistan gesehen haben, wo Briten die Taktik übernommen haben, Flugblätter über Zielen abzuwerfen mit potentiellen Zivilisten in Reichweite. Britische Soldatenleben wurden auch dadurch gerettet, dass israelische Schlachtfeld-Medizintechnik zum Einsatz kam, und ebenfalls durch israelische Anti-Bomben-Technologie, das heisst, technologische Ausrüstung, die improvisierte Sprengfallen wie Strassenrandbomben stoppt oder entdeckt. Britische Soldatenleben wurden und werden in Afghanistan durch diese Technologie gerettet. Darüber hinaus ist die Kooperation zwischen britischen und israelischen Nachrichtenoperationen sehr hoch und das hat nicht nur das Leben von Soldaten sondern auch von britischen Zivilpersonen gerettet. Nebenbei unterstützen britische Soldaten und Ex-Soldaten Israel und die IDF sehr stark weil, im Gegensatz zu vielen Zivilpersonen verstehen sie die Bedrohung, der Israel gegenübersteht und die Taktiken, die von der Hamas eingesetzt werden, weil dieselben Taktiken auch von den Taliban benutzt werden und, als Reaktion darauf müssen britische Soldaten die Taktiken der IDF benutzen, um sie zu bekämpfen.

DD: Haben Sie zum Schluss eine Botschaft an das jüdische Volk?

RK: Ich würde sagen, das jüdische Volk sollte sehr stolz sein auf den Staat Israel,d sie sollten ihr bestes Versuchen, die schreckliche Anti-Israel-Propaganda zu ignorieren, die es nur darauf angelegt hat, der Verschwörung zur Vernichtung des Staates Israel beizutragen. Ich selber bin persönlich empört über die schockierende antisemitische Gewalt und Verbalattacken, die durch diesen Konflikt gegen Juden ausgelöst worden sind, speziell in Paris und Deutschland, aber auch in Grossbritannien und anderen Ländern — es absolut niederträchtig und sollte von den Autoritäten auf das Energischste bekämpft werden.

Israel ist das einzige Land in der westlichen Welt heute, das für seine Moral und für seine Werte aufsteht gegen den Ansturm des internationalen Jihad.

Die Wahrheit noch mehr verdrehen: Haaretz und IDF-Untersuchungen bei Soldaten

2. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 2. November 2012

Simon Plosker, Chefredakteur von HonestReporting

Anfang Oktober 2012 brachte Haaretz einen Bericht mit folgender verstörenden Schlagzeile:


Professor Asa Kasher (Abbildung links), israelischer Preisträger und Autor des Code of Ethics der IDF, hätte nach Darstellung von Haaretz den Standpunkt vertreten, dass

…medizinische Experimente an Soldaten wünschenswert und auch gerechtfertigt sind. Kascher erklärte, dass „die Beteiligung von eingezogenen oder Reservedienst leistenden Soldaten an medizinischen Versuchen im militärischen Rahmen zum Zwecke der Schlagkraft oder deren Aktivierung durchgeführt werden muss. Im Fall eines medizinischen Versuchs dürfen nur Gesichtspunkte zur Stärkung der Schlagkraft in Erwägung gezogen werden. Das Ziel eines medizinischen Versuchs muss [allein] dem Wohle der Soldaten dienen.“

Kurze Zeit nach Aufdeckung des unprofessionell und unethischen Stücks Journalismus von Haaretz, das in verfälschender Weise die Ergebnisse einer Umfrage als Beleg für israelische Apartheid uminterpretierte, schrieb Professor Kasher uns (HonestReporting) an, um seine eigenen Erfahrungen mit Haaretz zu schildern:

Vor wenigen Wochen erschien in Haaretz ein „Bericht“ eines gewissen Chaim Levinson, der mir die Behauptung in den Mund legte, dass die IDF Experimente an Soldaten vornehmen würde, wenn es denn zum Wohle des Militärs wäre. Damit zog er sofort die Aufmerksamkeit der Haaretz-Freunde auf sich – auf einer palästinensischen Webseite wurde dies mit einem Foto von Nazi-Medizinern goutiert.

Zunächst wurde dies ohne Rücksprache mit mir veröffentlicht, da Haaretz nicht in der Lage gewesen sei, mich zu kontaktieren, wie sie behaupteten. Das war eine glatte Lüge, da ich, wie üblich, immer leicht zu erreichen gewesen wäre. Ich schickte ihnen eine Richtigstellung zu, die sie nicht veröffentlichten. Nachdem ich protestierte, baten sie mich um eine Stellungnahme und veröffentlichten diese. In meiner Antwort wies ich ihre Behauptungen entschieden zurück und teilte den Lesern mit, dass sie mich bezüglich der Dokumente kontaktieren könnten und selbst nachvollziehen sollten, wie Haaretz lügt. Viele folgten diesem Aufruf und waren schockiert, nachdem sie den riesengroßen Unterschied zwischen [meiner (bd)] Dokumentation und dem „Bericht“ realisierten.

Das Dokument [erhältlich mittels E-Mail-Anfrage an Professor Kasher hier] handelte von einer ethischen Diskussion über medizinische Versuche, die Soldaten miteinschließt. Ich erstellte es auf Antrag eines Bezirksgerichtspräsidenten. Dabei führte ich eine lange Reihe von Bedingungen an, die als Vorraussetzung für medizinische Untersuchungen dienen müssen und den Soldaten ethisch korrektes Verhalten vorschreiben. Die Bedingungen stützen sich auf medizinische Ethik, wissenschaftlich-medizinische Versuche unter ethischen Bedingungen und militärischer Ethik. Mein Dokument listet zahlreiche Voraussetzungen auf.

Der Reporter nahm sich ein Beispiel davon heraus, stellte es verzerrt dar und präsentierte es als Fakt. Ich habe gesagt, dass „zum Wohl des Militärs“ das Wohl der Soldaten in ihrer Individualität betrifft. Und ich erwähnte dies neben den notwendigen Bedingungen. Haaretz stellte dies so dar, als wäre es allein schon ausreichend.

Obwohl mein Dokument seitdem öffentlich einsehbar ist und ich den Bericht zurückgewiesen hatte, haben Haaretz und deren Reporter sich geweigert (Wer ist dort übrigens – nebenbei gesagt – nicht Reporter für medizinische oder militärische Fragen, sondern vielmehr Reporter für Siedlungsthemen…), den Text umzuformulieren und sich selbstverständlich auch nicht entschuldigt.

Im Lichte dieses jüngst offenbarten Verhaltens stellt sich die Frage: „Warum sind wir davon nicht überrascht?“

Waren die Aktivisten wirklich unbewaffnet?

16. April 2012

HonestReporting Media BackSpin, 16. April 2012

Dieses Bild machte im Internet die Runde:

Es stammt offensichtlich von derselben Protestaktion, bei der ein IDF-Soldat gezeigt wurde, der einem Demonstranten mit seinem Gewehr ins Gesicht schlug. Viele gehen davon aus, dass der Demonstrant ein Messer in der Hand hält.

Nahmen die Demonstranten wirklich an einem „Friedensmarsch“ teil, wie dargestellt in den Medien, oder treffen Behauptungen zu, dass das Video zum Ereignis selektiv bearbeitet worden war?

Bleiben Sie dran für neue Informationen zum Thema.

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Nachtrag (bd):

Niemand rechtfertigt per se –  auch ich nicht -, dass Aktivisten, oder wie immer sie sich auch nennen oder tarnen mögen, von der IDF körperlich verletzt werden, auch wenn sie sich gewaltbereit zeigen.

Aber auch hier gilt, dass Ursache und Wirkung auseinander gehalten werden müssen und dass auf „Aktivisten“-Aggression auch staatliche Ordnung reagieren muss, so wie bei uns in Deutschland und überall in demokrastischen Staaten selbstverständlich auch.

Medien-Nebelwand fesselt der IDF die Hände

26. Januar 2012

Pesach Benson, HonestReporting Media Backspin, 26. Januar 2012

Hier haben wir ein klassisches Beispiel dafür, wie Medienberichterstattung der IDF die Hände fesselt.

Die IDF diskutiert den Gebrauch von Phosphorgranaten bei zukünftigen Aktionen im Gazastreifen. Nach Angaben der Jerusalem Post konzentriert sich die Debatte auf negative PR, nicht operationelle Überlegungen.

Die Granaten – made in U.S.A. und von der NATO für Einsätze genehmigt – dürfen in besiedeltem Gebiet eingesetzt werden, um Ziele zu illuminieren oder zu markieren und um eine Nebelwand für die eigenen Truppen zu schaffen. Doch die Armee-Oberen machen sich nicht darum Sorgen.

Die JPost schreibt:

Bilder explodierender Granaten – die wie weißer Phosphor erscheinen – kamen während der Operation Gegossenes Blei in der Presse weit verbreitet vor und die IDF brauchte Tage, bevor sie bestätigte, dass sie im Gazastreifen Granaten einsetzte, die weißen Phosphor beinhalteten…

Die Nutzung der Granaten wird als entscheidend in der Unterstützung von Bodenoperationen in städtischem Gelände wie Gaza und dem Libanon angesehen, aber in der IDF gibt es eine fortgesetzte Diskussion darum, ob sie in einer zukünftigen Operation im Gazastreifen eingesetzt werden sollte, da sie in Israel möglicherweise Public Relations-Schäden verursachen könnte.

Anfang des Monats enthüllte die Jerusalem Post, dass der Generalstab der IDF das Kommando Süd angewiesen hatte, Vorbereitungen für eine groß angelegte Operation im Gazastreifen innerhalb der nächsten Monate zu treffen.

„Es steht außer Frage, dass die Nutzung der Granaten Israels Image unglaublichen Schaden zufügte, da eine Reihe von NGOs behaupteten ihr Gebrauch sei ein Kriegsverbrechen“, sagte diese Woche ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.

Wollen wir die Luft etwas reinigen.

  1. Der Gebrauch von Phosphorgranaten innerhalb angemessener Vorgehensweisen ist legal.
  2. Die IDF schoss sich selbst ins Knie, wenn sie anfangs den Gebrauch von Phosphor abstritt, als die Times of London die Sache erstmals aufbrachte.
  3. Der Medien-Hype insistierte, dass Israel absichtlich Phosphorgranaten in großer Menge einsetzte, um Menschen zu schädigen und Gebäude zu zerstören.
  4. Die Armee maßregelte zwei höhere Offiziere, weil sie in einem Fall den Gebrauch der Granaten unangemessen befahlen.

Ich wünschte oft, dass die IDF der öffentlichen Meinung sensibler anginge. Dieser Fall gehört nicht dazu. Phosphorgranaten einzusetzen sollte eine rein operationelle Frage sein. Das System muss nur gestrafft werden, um den IDF-Repräsentanten zu erlauben, dass sie rasch und genau reagieren.

Die Palästinenser haben keine Hemmungen, weißen Phosphor in ihre Granaten zu füllen. Erst diesen Monat schlugen zwei Phosphorgranaten im westlichen Negev ein. Die Hamas schuf weder eine Nebelwand noch markierte sie ein Ziel.

Die Moral von der Geschicht‘: Die Meinungsmache-Spielchen der Medien können der IDF erfolgreich die Hände fesseln.

(Bild via YouTube/babySmokesTooMuch)

Libyen-Berichterstattung: Doppelmoral der Medien

19. Juni 2011

HonestReporting Media BackSpin, 19. Juni 2011

Es ist immer wieder interessant zu untersuchen, wie im Zuge der Volksaufstände und Umbrüche in Nahost die Medien im Vergleich zur Berichterstattung über Israel zu Werke gehen. Besonders aufschlussreich angesichts einer Situation, in der westliche Nationen an einem Militäreinsatz beteiligt sind, ist die Berichterstattung im Vergleich zu ähnlichen Situationen, in denen sich Israel befunden hat.

Ein paar kleine Änderungen unsererseits an diesem Associated Press-Artikel, der eine NATO-Sprecherin zitiert, die über menschliche Schutzschilde in Libyen spricht, illustrieren es treffend:

„Wir verhindern jeden Tag zahllose Opfer an Menschenleben im ganzen Land“, sagte sie. „Wir führen [unsere] Operationen mit höchster Sorgfalt und Präzision durch, um zivile Opfer zu vermeiden. Zivile Opfer, wie vom libyschen Regime Hamas-Regime angeführt, sind reine Propaganda.“

libysche Regierungstruppen Hamas-Terroristen „haben Städte unter Beschuss genommen, Häfen vermint und Moscheen sowie Kinderspielplätze als Schutzschilde missbraucht.“

Die Stellungnahmen der NATO-Sprecherin Lungescu des IDF-Sprechers richten sich gegen Vorwürfe von Libyens Ministerpräsident Al-Baghdadi al-Mahmoudi Hamas-Ministerpräsident Ismail Hanija, der die NATO die IDF am Freitag beschuldigt hatte, eine „neue Phase der Aggression“ eingeleitet zu haben; und er sagte, das Militärbündnis hätte in den letzten Tagen absichtlich zivile Gebäude unter Beschuss genommen, darunter ein Hotel und eine Universität.

„Es ist offensichtlich, dass die NATO die IDF dazu übergegangen ist, bewusst zivile Gebäude ins Visier zu nehmen. […] Dies ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit „, sagte er Reportern in der Hauptstadt.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Ersetzen Sie die Verweise auf NATO und Libyen in der Geschichte durch die Namen IDF und Hamas, und die Geschichte erhält bemerkenswerte Ähnlichkeit mit der israelischen Operation Gegossenes Blei.

Aber hier erschöpfen sich auch schon die Ähnlichkeiten. Während der Operation Gegossenes Blei und dem nachfolgenden Fallout aus dem Goldstone-Bericht machte auch Israel deutlich, dass die Hamas sich hinter der Zivilbevölkerung verschanzt hatte, während weltweit die Medien vage Vorwürfe nachplapperten, die IDF hätte absichtlich auf Zivilisten geschossen und „Kriegsverbrechen“ verübt.

Warum gehen die Medien bereitwillig davon aus, dass ein Feind zynischerweise Waffen in einem Gotteshaus lagert oder Raketen aus dem Areal einer Schule abfeuert und dieser Feind das libysche Regime ist, nicht aber dann, wenn die Hamas von Israel wegen des gleichen Verbrechens beschuldigt wird?

Warum bezweifeln die Medien zu Recht die Behauptungen Oberst Gaddafis, Opferzahlen betreffend, haben aber kein Problem damit, Zahlen zu hinterfragen, die von Hamas-Terroristen veröffentlicht worden waren?

Die NATO bestätigte am Samstag, dass ihre Flugzeuge irrtümlich eine militärische Fahrzeugkolonne nahe des libyschen Ölhafen von Brega angegriffen haben; und am frühen Sonntagmorgen zeigte die Gaddafi Regierung den Reportern einen abgebrannten Wohnblock, von dem es hieß, er sei wegen eines fehlgeleiteten NATO-Luftangriffes auf die Hauptstadt getroffen worden….

Es war das erste Mal nach drei Monaten Luftangriffen, dass die Gaddafi-Regierung glaubwürdige Beweise dafür präsentiert hatte, was zivile Opfer der NATO-Angriffe direkt betrifft. Obwohl die Regierung oft große Zahlen ziviler Todesopfer angegeben hatte, konnte sie niemals zuvor Leichen oder harte Fakten dazu liefern.

Das zerstörte Gebäude lag im Gebier Souq al Juma – weit entfernt von jeglicher klar erkennbaren militärischen Einrichtung, und bekannt für seine Feindseligkeit gegenüber Oberst Muammar el-Gaddafi, und einige Anwohner, die nach wie vor gegen ihn sind, bestätigten die Regierungsberichte zum Luftangriff. Dennoch fanden Journalisten, die das Areal aufsuchten, keine Spuren einer Bombe. Die NATO wollte keine Stellungnahme abgeben und es war unmöglich, eine andere Erklärung auszuschließen.

So liest sich ein Bericht der New York Times. Im Nebel des Krieges bleibt [vorerst] unklar, wie die oben erwähnten Umstände hinter den Vorgängen genau aussahen. Offensichtlich gibt es aber einen Grad an Akzeptanz, dass auch die technisch ausgereiftesten Militärmaschinen Fehler machen und die Feinde dies in absichtlich irreführender Propaganda für sich verwenden.

Sky News schreibt zum Beispiel:

Es konnte nicht sofort sicher überprüft werden, ob die drei Leichen aus dem zerstörten Gebäude im Stadtteil Arada stammen.

Arada ist ein Viertel im Souq al-Juma Bezirk, der für seine Anti-Gaddafi-Haltung bekannt ist.

Vor Ort berichtete ein Mann Reportern, dass in unmittelbare Nähe Flak-Geschütze installiert gewesen seien, was den Verdacht bestärkt, dass der Luftschlag sich auf ein Ziel nahe dem Einschlagsort gerichtet haben könnte.

Zwei Wochen zuvor waren libysche Regierungsvertreter von einem Mitarbeiter am selben Krankenhaus in einer Notiz an Journalisten beschuldigt worden, die Verletzung eines Kindes bei einem Autounfall als Opfer eines NATO-Angriffes deklariert zu haben.

Dennoch klagt niemand (außer dem libyschen Regime) die NATO an, absichtlich auf Zivilisten gefeuert zu haben, und niemand ruft nach einer Goldstone-Untersuchung. In ähnlicher Weise unterliefen der NATO Fehler wie in Afghanistan mit dem Hinweis auf „Kollateralschäden“.

Warum also diese Doppelmoral?

Libyen ist nicht das einzige Beispiel. Werfen Sie einen Blick auf die Vorgehensweise der Medien bezüglich Israel, als Hamas-Führer Scheich Yassin getötet worden war und vergleichen Sie das mit der Tötung Osama bin Ladens durch die USA. (Mit freundlicher Genehmigung von The Israel Project).

Zur Vergrößerung der Abbildung bitte zweimal draufklicken.

Einem Soldaten alle möglichen Fragen stellen

20. Februar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 20. Februar 2011

Ich mag das Friend-a-Soldier-Konzept: man wählt einen israelischen Soldat aus einer Liste aus und stellt ihm ein paar Fragen.

Diese Soldaten weichen keinen harten Fragen aus. Stellen Sie ihnen Fragen zu Terrorismus, zur Gaza-Blockade, den Checkpoints, der Flottille, der „Besatzung“, über den Dienst in der Armee oder was Ihnen sonst einfällt. Alle haben ihren Wehrdienst hinter sich, sind aktive Reservisten.

Mehr in der Jerusalem Post.

Warum Facebook auch künftig die IDF ärgern wird

22. August 2010

HonestReporting Media BackSpin, 22. August 2010

Gesellschaftsredakteur Alex Margolin schreibt gelegentlich Einträge zu sozialen Medienfragen. Er ist für HonestReportings Facebook-Seite verantwortlich.

Trotz der enormen Aufmerksamkeit, die Eden Abergils geschmacklosen Facebook-Fotos gezollt wurden war, ist dieser Vorfall nicht der erste, der der IDF Kopfschmerzen bereitet hat.

Im April wurde eine Festnahmeaktion abgeblasen, nachdem der Soldat einer Artillerieeinheit mittels seiner Facebook-Identität Details preisgegeben hatte. Er schrieb:

Am Mittwoch räumen wir auf [Name des Dorfes] – heute eine Festnahmeaktion, morgen eine  Festnahmeaktion und am Donnerstag hoffentlich wieder zuhause.

Die IDF reagierte auf den Vorfall, indem sie für die Militärstützpunkte Plakate anfertigte, auf denen die Soldaten über die Notwendigkeit strenger Sicherheitsmaßnahmen hingewiesen wurden, dazu der Hinweis, dass „nicht jeder dein Freund ist“. Die Soldaten wurden angehalten, weder Fotos ihrer Stützpunkte, Namen ihrer Einheiten, bevorstehende Operationen noch Datensätze, die militärische Informationen enthalten, ins Netz zu stellen.

Trotz dieser Plakataktion sah sich die Armee nicht in der Lage, eine Gruppe ehemaliger Soldaten eines streng geheimen Stützpunktes zu stoppen, die eine Facebook-Gruppe gegründet hatte und Fotos ihrer Mitglieder auf dem Militärgelände in Umlauf brachte. Ein Yediot Aharonot-Reporter ohne Verbindungen zum Militärstützpunkt konnte sich der Gruppe ohne Probleme anschließen und leicht an deren geheime Informationen kommen.

Die Erfahrung mit Abergil wird kaum die letzte sein, in der die IDF mit Facebook in Verbindung gebracht wird.

Weil sie mehr als 500 Millionen Menschen miteinander verbindet, ist Facebook mehr als eine gigantische Webseite. Sie ist der selbstverständliche Ort geworden, auf dem Menschen ihre Lebensgeschichte aufzeichnen und ihn als Kombination von Blog, Fotoalbum und Twitter-Feed nutzen. Die User bringen ihre politischen und sozialen Interessen zum Ausdruck, indem sie Gruppen beitreten, auf interessante Artikel und Videos in ihrer Statusleiste verlinken und routinemäßig die Beiträge anderer Gruppenmitglieder kommentieren.

Solange also weiterhin Israelis im frühen Erwachsenenalter bei der Armee dienen, werden Reste ihrer Erfahrungen mittels Facebook ihren Weg in den öffentlichen Raum finden.

Und ebenso wie College-Studenten auch weiterhin kompromittierende Abbildungen von sich selbst bei Parties veröffentlichen werden, obwohl sie gewarnt worden sind, dass zukünftige Arbeitgeber diese Fotos wahrscheinlich in die Hände bekommen, werden fortan IDF-Soldaten – besonders nach Ablauf ihrer Dienstzeit – Fotos und Informationen posten, auch wenn sie wissen, dass Israels Feinde Facebook abgrasen, um geheime Informationen zu sammeln.

Video: Bewaffnete „Friedensaktivisten“

31. Mai 2010

HonestReporting Media BackSpin, 31. Mai 2010

22:26 Uhr (Jerusalem-Zeit):

Nun, da sich langsam der Staub legt, die Zahlen der Verwundeten und Getöteten. Quelle: IDF Spokesperson’s Blog

7 Soldaten verwundet
9 Aktivisten getötet

Die Zahl der Toten ist beklagenswert; aber was heute geschah, kann nicht im Entferntesten als Massaker bezeichnet werden.

Es würde Rufe nach einer eingehenden Untersuchung dennoch nicht verstummen lassen.

Robin Shepherd erklärt, warum:

Warum Forderungen nach einer Ermittlung, wenn Sie bereits beschlossen haben, dass der Einsatz von Gewalt unangemessen war?

21:35 Uhr (Jerusalem-Zeit): Jonathan Kay (über Martin Kramer) bei WWNKD (wie es Nordkorea machen würde):

Wenn Israel wirklich die Hamas-Sympatisanten und ihre Gesinnungsgenossen auf den 6 Schiffen der Gaza-Flotte hätte abschlachten wollen, wäre das kein Problem gewesen. Die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) hätten die logische koreanische Lösung gewählt: Die Schiffe mit Torpedos versenken und dabei zusehen, wie sie absaufen. Genau das hätte die Hamas mit einer Bootsladung von Juden gemacht, wenn sie die Gelegenheit dazu gehabt hätte….

Wie beim inszenierten Jenin-Blutbad wird diese Episode als weiterer Prügel eingesetzt werden, den jüdischen Staat zu brandmarken – mit denselben Experten und Aktivisten, die jegliches Wort darüber verpennen, wenn wirkliche „Massaker“ weltweit verübt werden, so wie zum Beispiel das Abschlachten von mehr als 90 Mitgliedern der Ahmadi-Sekte in Pakistan. Auf dem Meer oder auf Land ist dies die Doppelmoral, gegen die Israel immer anzukämpfen hat, wenn es sich gegen Terroristen und die Medien wehren muss, die sie unterstützen.

21:28 Uhr (Jerusalem-Zeit): Kleider machen Leute. David Hazony schreibt:

Eine meiner Freundinnen ist Krankenschwester: Sie hatte in der Unfallstation an einem Jerusalemer Krankenhaus Dienst, als einige der verletzten „Aktivisten“ eingeliefert wurden. Sie berichtete mir, dass viele von ihnen Tarnkleidung trugen. „Ich bin nicht sicher, dass es türkische Armeeuniformen waren“, sagt sie, „aber Zivilisten waren sie sicher nicht.“ (Kleine Anmerkung von Medien BackSpin: Das erhärtet zwingend den Verdacht, dass Erdogan ein doppeltes Spiel praktiziert – sowohl im Atomgeschäft mit dem Iran als auch im (feindseligen) Umgang mit Israel. Die Türkei: Ein strategischer Partner für Israel? Zurzeit sicher nicht! [Bernd D.] Dazu hier auch ein früherer Artikel von mir auf Castollux aus dem Jahr 2007!, der politische Zusammenhänge aufzeigt.

21:13 Uhr (Jerusalem-Zeit):  Zeigt diese AFP-Bildunterschrift auf der Frontpage der NY Times nicht, dass die Politik merkwürdige Liasonen eingeht?

Wer wusste, dass es einen Unterschied zwischen antiisraelischen Demonstranten und iranischer Polizei gab?

18:14 Uhr (Jerusalem-Zeit): Meine Voraussage zur ungebremsten Medienschlacht: Britische Medien treten überall zur Lynchjustiz gegen Israel an. Interessant zu sehen, wie israelische Autoren während der Woche in Gastbeiträgen der USA darauf reagieren werden. Jeder kommt vom Volkstrauertag zurück und war mit den neuesten Nachrichten von der Katastrophe am Golf von Mexiko beschäftigt.

175:57 Uhr (Jerusalem-Zeit): Dank an Elder of Ziyon für das Video von Channel 2, das diesen Beitrag eröffnet hat, jetzt bei YouTube abrufbar.

17.09 Uhr (Jerusalem-Zeit): Pesach Benson wird diesen Bericht in umgekehrter chronologischer Reihenfolge fortführen*. Eigentlich wollte er live bloggen, aber ein Post mit dem gesamten Inhalt in einem ist sinnvoller. Die IDF nahm dieses Video von einem Helikopter aus auf, der über der Mavi Marmara schwebte.

17:37 (Jerusalem-Zeit): Netanyahus Besuch im White Hause abgesagt. (Überraschung? [bd])

17:20 Uhr (Jerusalem-Zeit): Ich stimme mit Stephanie Gutmann überein, wenn sie eine „Win-Win“-Situation für die Hamas sieht.

Während der letzten Jahre hat die Hamas, Herrscher über den Gaza-Streifen, in zunehmendem Maße die Nutzen und Kostenvorteile des Medienkrieges für sich entdeckt. Wenn man Glück hat, tötet eine Rakete, die vom Strip abgefeuert wird, ein oder zwei israelische Zivilisten. Währenddessen geht ein gut getimtes Videoband von Al Jazeera oder BBC über israelische „Gräueltaten“ rund um die Welt. In zunehmendem Maße haben Hamas und ihre internationalen Unterstützer versucht, solche Bilder zu konstruieren; Leben von Zivilisten sind dafür noch der kleinste Preis, den es zu entrichten gilt.

Kommandoeinheiten berichten auch bei YNet News über die Ereignisse.

15.52 Uhr (Jerusalem-Zeit): Israels TV- Sender Channel 2 mit Videomaterial, das Gaza-„Friedensaktivisten“ zeigt, die Soldaten mit Messern und Brechstangen an Bord der Mavi Marmara angreifen.

Zum besseren Verständnis: Die Free Gaza-Leute tragen orangefarbene Schwimmwesten.

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*Weitere Updates könnten folgen….

Lektionen aus der „Internationalen Gesundheitspolitik“ der IDF in Haiti

8. März 2010

HonestReporting Media BackSpin, 8. März 2010

Ein muslimischer Arzt fragt sich, warum die humanitären Gesten aus der arabischen Welt im Vergleich zum Einsatz der IDF so dürftig ausfielen.

Ein bemerkenswert selbstkritischer und ehrlicher Beitrag, in dem Dr. Qanta Ahmed einige wichtige Aspekte zusammenfasst, darunter:

* Die logistische Meisterleitung der IDF, ein Feldlazarett so schnell aufzubauen.

* Der tragische Tod von Dr. David Applebaum, dem Pionier der israelischen Notfallmedizin.

*Saudi Arabiens Erfahrung mit „halb-permanenter Gesundheits-Infrastruktur für jährlich 2,5 Millionen moslemische Pilger.

* Wie der Iran nach dem Erdbeben 2004 in Bam israelische Hilfe zurückwies.

* Der arabische Brauch, einfach einen dicken Scheck auszustellen.

Dr. Qanta fasst zusammen:

Wir befinden uns in einer Zeit, in der mitmenschliche Aktionen internationaler Gesundheitspolitik möglicherweise eine der wenigen Währungen bleiben, die dazu beitragen können, eine zunehmend fragile und entzündete internationale Landschaft zu vereinen. Die derzeitige Stimmung, die gegenüber Moslems und dem Islam vorherrscht, muss uns erst recht dazu anspornen, unser Bestes zu geben, wenn es um Hilfe für andere Menschen geht – weit über das Ausstellen von Schecks und elektronischen Überweisungen hinaus.

Wir müssen die Grenzen eingefahrener Politikpfade und den Generationen anhaltenden Hass überschreiten, und uns – auf diese Weise befreit – mit unserer dynamischen Fantasie, unseren vielfältigen Erfahrungen und unserer ureigenen Energie unter den anderen einreihen, ’selbst’ neben der IDF.

Lesen Sie bitte den vollständigen Artikel.

Donald Bostroms Brief an den Weihnachtsmann

24. Dezember 2009

HonestReporting Media BackSpin, 24. Dezember 2009

Lieber Weihnachtsmann,

Bitte sende mir einen eindeutigen Beweis dafür, dass die IDF Organe von palästinensischen Kindern gestohlen hat. Ich habe leider keine, und jüdische Blogger sitzen mir immer noch im Nacken. Ungeachtet der Auszeichnung von HonestReporting für den unehrlichsten Reporter des Jahres bin ich doch eigentlich ganz okay.

Lass mich an deine Verbindung zum Alder Hey Skandal im Jahr 2001 erinnern. Es ist sehr merkwürdig, dass all die unrechtmäßig entnommenen Organe von britischen Kindern stammten, die auf deiner Liste mit dem Vermerk „Waren unartig, gehören bestraft“ standen.

Es wäre eine echte Tragödie, dein Bild neben der israelischen Armee zu sehen, inmitten einer internationalen Untersuchung, und das auch noch zu Weihnachten.

Ich freue mich auf deine Antwort.

Frohe Festtage!
Donald Bostrom


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