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Das echte „Modell Gaza“: Wie Hamas- und Hisbollah-Taktiken das Schlachtfeld formen

25. Mai 2026

Sharon Levy, HonestReporting, 30. April 2026

Die im Libanon eingesetzten Taktiken sind dieselben wie die in Gaza angewandten.

Doch die New York Times, CNN und der Guardian werden nicht erklären, warum das gemacht wird.

Alle drei Medien behaupten, Israel setze in Libanon ein „Modell Gaza“ um, aber keines untersucht den zugrunde liegenden Grund: das Wesen des Feindes.

Die Hisbollah bettet sich – wie die Hamas – in zivile Infrastruktur ein und nutzt Krankenhäuser, Krankenwagen, Wohnhäuser und andere geschützte Orte um Angriffe auf Israel zu starten. Das ist nicht zufällig. Es ist zentral für ihre Strategie. Und es wird in der Berichterstattung regelmäßig ausgelassen.

Der Ausdruck „Gaza-Manuskript“ mag zutreffen, aber nicht in der Weise, wie er dargestellt wird. Die Ähnlichkeit liegt nicht in den israelischen Taktiken, sondern in den identischen operativen Modellen der Terrororganisationen, mit denen Israel es zu tun hat.

Tunnelinfrastruktur

Während die IDF weiterhin Terror-Tunnel im Gazastreifen zerstört, stößt sie im Süden des Libanon auf dieselbe Bedrohung.

Das Tunnelsystem der Hisbollah wird weiterhin aufgedeckt und gilt weithin als ausgefeilter als das der Hamas.

Erst letzte Woche entdeckte die IDF zwei vollständig ausgestattete Hisbollah-Tunnel, die sich über etwa zwei Kilometer nahe der israelischen Nordgrenze erstreckten.

Aber Tunnel sind nur ein Teil der Geschichte.

Wie die Hamas bettet die Hisbollah ihre militärische Infrastruktur in zivile Bereiche ein. Im Gaza streifen wurden Tunnelschächte in Wohnhäusern gefunden. Im Libanon hat Hisbollah Kinderzimmer in Waffenlager verwandelt.

Diese Bedrohung ist nicht neu. Seit Jahren warnen die israelischen Sicherheitsdienste vor den Plänen der Hisbollah den Norden Israels über unterirdische Netzwerke zu infiltrieren – schon lange vor dem 7. Oktober 2023.

Die Hisbollah hat wiederholt versucht, Angriffe über die Grenze hinweg durchzuführen und bereits 2011 berichteten libanesische Medien über Pläne zur Eroberung von Galiläa.

Nach dem Massaker der Hamas im Oktober 2023 hatte die Hisbollah tausende Terroristen für einen ähnlichen Angriff positioniert. Gefangene Mitglieder ihrer Eliteeinheit Radwan haben Pläne zur Besetzung von Teilen Nordisraels bestätigt. Trotz schwerer Verluste bleibt die Radwan Force eine ernsthafte Bedrohung.

Missbrauch medizinischer Infrastruktur

Die Parallelen gehen über Tunnel hinaus.

Sowohl die Hamas als auch die Hisbollah nutzen medizinische Infrastruktur systematisch für militärische Zwecke.

Laut Völkerrecht sind Krankenhäuser und Krankenwagen geschützt, es sei denn, sie werden für Kampfhandlungen genutzt. Wenn Terrororganisationen diese Einrichtungen militarisieren, verlieren sie diesen Schutz.

Die Hamas hat wiederholt Gesundheitseinrichtungen für Terroraktivitäten ausgenutzt. Doch wenn Israel gegen diese Orte vorgeht, beschränkt sich die Berichterstattung der Medien oft auf Anschuldigungen, denen der Kontext fehlt.

Hisbollah operiert auf weithin dieselbe Weise.

Als hybride Organisation, die in die libanesische Zivilgesellschaft eingebettet ist, verwischt sie bewusst die Grenze zwischen ziviler und militärischer Infrastruktur, löscht die Unterscheidung vollständig aus.

Das ist kein Zufall; es ist Strategie. Zivile Umgebungen bieten Deckung – sowohl operativ als auch im Gericht der internationalen Öffentlichkeit.

Belege dafür, dass die Hisbollah Krankenwagen für militärische Zwecke nutzt, sind von der IDF öffentlich aufgedeckt worden. Dennoch ignoriert ein großer Teil der Medien diese Realität und verstärkt stattdessen das Narrativ, Israel greife das Gesundheitswesen an.

Das wahre „Modell Gazastreifen“

Die Ähnlichkeiten zwischen Gaza und Libanon sind nicht zufällig.

Sie sind von denselben Organisationen entwickelt worden, die die IDF bekämpft, um sie zu eliminieren.

Was die Medien als „Modell Gazastreifen“ oder „Gaza-Manuskript“ beschreiben, ist nicht Israel, das Taktiken exportiert. Es besteht darin, dass Israel derselben Strategie gegenübersteht, die von zwei verschiedenen Terrororganisationen eingesetzt wird.

Wenn also Schulen, Krankenhäuser und Wohnhäuser entlang der israelischen Grenzen Teil der Infrastruktur der Terroristen werden, geht es nicht darum, dass Israel ein Manuskript wiederholt.

Es geht darum, dass die Hamas und die Hisbollah mit demselben arbeiten.

Hamas-Brutalität: Die Realität, die die Medien praktischerweise vergessen

7. Mai 2026

Sharon Levy, HonestReporting, 30. April 2026

Wenn der 7. Oktober 2023 der Welt die Brutalität der Hamas preisgab, könnte man erwarten, dass die Gruppe weithin als das erkannt wird, was sie ist. Stattdessen werden ihre Verbrechen zunehmend verzerrt und in einigen Fällen offen entschuldigt.

Die Reinwaschung der Hamas ist inzwischen beunruhigend verbreitet. Aktivisten und Kommentatoren, die die angebliche „Stärke“ der Gruppe im Namen der Verteidigung der Palästinenser loben, verschleiern eine weitaus hässlichere Realität: dass diese „Stärke“ auf Gewalt beruht, die gegen genau jene Menschen ausgeübt wird, die zu schützen sie behauptet.

Die Podcast-Moderatorin und Journalistin Briahna Joy Gray veranschaulichte diesen Trend, als sie Hasan Pikers Aussage unterstützte, die Hamas sei „besser als die IDF“, eine Aussage, die sowohl israelische als auch palästinensische Opfer der Gewalt der Hamas ausblendet.

Es handelt sich um dieselbe Kommentatorin, die die Augen verdrehte, als die Schwester einer israelischen Geisel den Missbrauch beschrieb, unter dem Geiseln in der Gefangenschaft litten.

Aber die Anerkennung des Missbrauchs israelischer Geiseln durch Hamas würde auch erfordern, sich mit ihrem Missbrauch von Palästinensern auseinanderzusetzen — eine Realität, die ein großer Teil der internationalen Medien nur zögerlich thematisiert.

Als Frauen im Gazastreifen kürzlich über Missbrauch durch die Hamas sprachen, bestand die Reaktion der Welt weitgehend aus Schweigen. Kinder, darunter Jungen im Alter von neun oder zehn Jahren, haben ebenfalls Vergewaltigungsvorwürfe erhoben.

Wäre Israel ähnlicher Verbrechen beschuldigt worden, wäre die Berichterstattung erbarmungslos gewesen. Aber der Missbrauch der Hamas an der eigenen Bevölkerung passt nicht in das vorherrschende Narrativ und wird daher heruntergespielt oder ignoriert.

Es gibt keine moralische Gleichsetzung von einer terroristischen Organisation, deren Daseinszweck Israels Zerstörung ist und einem Militär, das nach einem erklärten ethischen Kodex zum Schutz seiner Bürger handelt.

Die Ausbeutung der Palästinenser durch die Hamas erfolgt systematisch.

Schon vor dem 7. Oktober wurden Kinder im Gazastreifen über Sommerlager rekrutiert und zur Gewalt indoktriniert. Tausende Minderjährige, einige erst zwölf Jahre alt, dienten Berichten zufolge als Kämpfer, auch während der Angriffe am 7. Oktober.

Die Gruppe hat humanitäres Leid ebenfalls instrumentalisiert. Hamas-Kämpfer haben Hilfsgüter gestohlen, Angriffe aus Lagern mit Hilfsgütern heraus gestartet und wichtige Vorräte zerstört, während sich das vorherrschende mediale Narrativ fast ausschließlich auf Israel konzentrierte.

Weitere Enthüllungen zeigten, dass Hamas Babynahrung zurückhielt und Lebensmittel in den Tunneln hortete, während sie gleichzeitig Behauptungen über weitverbreiteten Hunger propagierte.

Für viele Medien war es einfacher, Israel die Schuld zu geben, als sich mit der bewussten Ausbeutung der Zivilbevölkerung des Gazastreifens durch die Hamas auseinanderzusetzen.

Die Gewalt der Hamas richtet sich nicht nur gegen Israel. Sie richtet sich auch nach innen.

Nach dem Waffenstillstand im Oktober 2025 nahmen Berichte über die Brutalität der Hamas gegenüber Palästinensern zu. Personen, die der Abweichung oder Zusammenarbeit beschuldigt wurden, waren Entführung, Folter und Hinrichtung ausgesetzt, während die Gruppe ihre Kontrolle mit eiserner Härte durchsetzte.

Die Hamas ist nur dann „besser als die IDF“, wenn man eine völlige Missachtung des Völkerrechts – den Missbrauch von Zivilisten, die Ausbeutung von Kindern und die Umleitung von Hilfsgütern ohne Konsequenzen – als Tugend betrachtet. Was sie nicht ist.

Dadurch, dass Gray und andere die Hamas als vermeintlichen Verteidiger palästinensischer Rechte darstellen, löschen sie die Menschen aus, die unter ihrer Herrschaft leiden.

Das Vorgehen der Hamas ist eindeutig: Israels Vernichtung um jeden Preis. Die IDF handelt nach festgelegten ethischen Richtlinien und existiert, um genau dieses Ergebnis zu verhindern und ihre Bürger vor der Art von Gewalt zu schützen, die die Hamas verkörpert.

Die Hamas-Medienstrategie: Dokumente entlarven ein koordiniertes Propaganda-Netzwerk

31. März 2026

Dr. Rinat Harash, HonestReporting, 15. März 2026

Ein neuer Forschungsbericht des Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center bietet seltene Einblicke in den Medienapparat der Hamas. Basierend auf internen Dokumenten, die während des Krieges im Gazastreifen erbeutet wurden, zeigt die Studie ein streng kontrolliertes und strategisch geführtes Mediennetzwerk, das als zentraler Bestandteil von umfassenden Kampagne der Hamas um Einfluss und Legitimität fungiert.

Die Ergebnisse bestätigen ein Muster, das durch Recherchen von HonestReporting seit Langem dokumentiert ist: Hamas beeinflusst die Medienberichterstattung aus dem Gazastreifen nicht nur. Sie betreibt eine ausgefeilte Kommunikationsinfrastruktur, die darauf ausgelegt ist Narrative lokal und global zu formen.

Laut dem Bericht betreibt die Hamas ein „umfassendes Netzwerk“ offener und verdeckter Kommunikationskanäle, die formelle und informelle Medienplattformen kombinieren. Das System richtet sich an mehrere Zielgruppen und dient als Propaganda und Aufstachelung im Kampf der Hamas um Herzen und Köpfe.

Volle Kontrolle über die Medien in Gaza

Von israelischen Streitkräften während des Krieges sichergestellte Dokumente zeigen, dass die Hamas die vollständige administrative, finanzielle und strategische Kontrolle über Medienorganisationen hat, die mit der Bewegung verbunden sind. Diese Medien werden öffentlich oft als unabhängige Nachrichtenorganisationen präsentiert, was es der Hamas ermöglicht diplomatisch zu agieren und gleichzeitig glaubhaft die Möglichkeit des Leugnens zu wahren.

Die Dokumente zeigen ein hochstrukturiertes System. Die Medienaktivitäten der Hamas werden durch ein mehrjähriges Masterprogramm gesteuert, das aus 25 Projekten mit klar definierten Zielen, Budgets, Inhaltsvorgaben und Zeitplänen besteht.

Zu den Zielen gehören die Beeinflussung der internationalen öffentlichen Meinung, die Delegitimierung Israels und die Durchführung psychologischer Kriegsführung gegen die israelische Gesellschaft.

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Aus dem Dokument die Tabelle des Projekts zur Stärkung psychologischer Kommunikation-Kriegsführung gegen „Rivalen und Feinde“, Teil des Master-Programms, Nr. 10.
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Aus dem Dokument die Tabelle des Projekts zur Stärkung psychologischer Kommunikation-Kriegsführung gegen „Rivalen und Feinde“, Teil des Master-Programms, Nr. 11.
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Der Bericht beschreibt zudem ausführlich, wie die Hamas digitale Werkzeuge und zielgerichtete Botschaften einsetzt um Zielgruppen zu beeinflussen. Diese Aktivitäten umfassen die Produktion von Videos, Infografiken und Berichten für gegnerische Zielgruppen, das Durchführen von Onlinekampagnen und das Schalten gesponserter Werbung für israelische Zielgruppen durch soziale Medien.

Die Strategie umfasst auch die Anpassung von Narrativen an unterschiedliche Zielgruppen. Dieselben Ereignisse werden für interne Zielgruppen mit religiöser Terminologie und für westliche Zielgruppen mit humanitären Narrativen dargestellt, um die internationale Wirkung zu maximieren.

Entscheidend ist, dass die Dokumente auch Medienkanäle beleuchten, die sich als unabhängig darstellen. Laut dem Bericht arbeiten Agenturen wie Shehab und Safa innerhalb des größeren Mediensystems der Hamas, während sie nach außen den Anschein professioneller Nachrichtenorganisationen wahren.

Interne Prüfberichte, die in der Studie ausgewertet wurden, zeigen, dass diese Medien stark von Hamas finanziert werden und unter der Aufsicht der Informationsabteilung der Bewegung arbeiten, die von Ali al-Amoudi geleitet wird, einem ranghohen Hamas-Funktionär, der eng mit dem früheren Anführer Yahya Sinwar verbunden ist.

Unethische Verbindungen zu Hamas

Diese Erkenntnisse spiegeln jahrelange Dokumentation durch HonestReporting wider.

Untersuchungen der Watchdog-Gruppe haben wiederholt die verschwimmenden Grenzen zwischen der Hamas und mediennahen Akteuren im Gazastreifen hervorgehoben. In einem Enthüllungsbericht zeigte HonestReporting, dass Journalisten, die mit ausländischen Medien zusammenarbeiten, an einem von der Hamas organisierten „Tag der Loyalität“ teilnahmen.

Eine weitere Untersuchung zeigte, dass die Hamas Reuters-Journalisten im Gazastreifen ehrte, was Fragen zur Unabhängigkeit von Reportern aufwarf, die unter der Herrschaft von Hamas arbeiten.

Weitere Berichte dokumentierten, wie die Hamas Mediennarrative manipuliert und lokale Mediennetzwerke nutzt, um die internationale Berichterstattung über den Konflikt zu beeinflussen.

Zusammengenommen führen die Forschung des Meir-Amit-Zentrums und die Untersuchungen von HonestReporting zum gleichen Ergebnis.

Die Dokumente decken eine Realität auf, der sich viele Redaktionen nicht stellen wollen. Das Medienökosystem der Hamas ist kein zufälliges Nebenprodukt des Krieges. Es ist ein sorgfältig konstruiertes Propagandasystem, das allzu oft als unabhängige Berichterstattung durchgeht.

Für internationale Medienorganisationen, die stark auf Quellen aus dem Gazastreifen angewiesen sind, ist dieser Unterschied von Bedeutung, weil die neu aufgedeckten Dokumente das Ausmaß der Anstrengungen der Hamas zeigen das Narrativ zu kontrollieren.

Dieses Systems zu begreifen ist entscheidend, um zu verstehen, wie das Gaza-Narrativ hergestellt und in die Welt exportiert wird.

Hinter dem humanitären Heiligenschein: Ärzte ohne Grenzen, Oxfam und World Vision öffentlich entlarvt

21. Februar 2026

Sharon Levy, HonestReporting, 15. Februar 2026

Was haben Ärzte ohne Grenzen (MSF), Oxfam und World Vision gemeinsam? Alle drei haben bewusst die Wahrheit über den Krieg im Gazastreifen verschleiert, indem sie den Missbrauch ziviler und humanitärer Infrastruktur durch die Hamas verdeckten oder Narrative verbreiteten, die die Taktiken der Terrororganisation verschleiern und die Realität von Israels Krieg gegen die Hamas verzerren.

Nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober tauchten umfangreiche Belege dafür auf, wie die Terrororganisation ihre Operationen in Krankenhäusern, zivilen Gebieten und humanitären Strukturen eingebettet hatte. Doch anstatt sich mit den Konsequenzen dieser Realität auseinanderzusetzen, haben viele internationale NGOs und Institutionen das Ausmaß der Ausnutzung durch die Hamas heruntergespielt, ignoriert oder geleugnet.

In den vergangenen Wochen haben neue Enthüllungen über Ärzte ohne Grenzen (MSF), Oxfam und World Vision gezeigt, wie weit sich gemeinnützige Organisationen von ihren eigentlichen Aufgaben entfernt haben.

Alle drei profitierten in den letzten zweieinhalb Jahren von einem starken „Heiligenschein-Effekt“, bei dem ihr Ruf als humanitäre Akteure kritische Fragen zu ihrem Verhalten, ihrer Glaubwürdigkeit und den von ihnen verbreiteten Narrativen überdeckte. Nun ist dieser vermeintliche Heiligenschein zerbrochen und es wächst die öffentliche Skepsis sowie das Misstrauen gegenüber Organisationen, die lange als neutral und unparteiisch galten.

Ärzte ohne Grenzen (MSF)

Zweieinhalb Jahre lang stand Ärzte ohne Grenzen (MSF) abseits und ignorierte bewusst die dokumentierte Nutzung von Krankenhäusern im Gazastreifen durch die Hamas. Das geschah trotz der überwältigenden Beweise, die während des Krieges veröffentlicht wurden und zeigten, dass die Hamas in denselben Krankenhäusern präsent war, in denen auch MSF tätig war.

Erst in der vergangenen Woche räumte MSF ein, dass die Hamas – wie längst bekannt – das Nasser-Krankenhaus als Terrorbasis nutzte. MSF stellte seine Arbeit in dem Krankenhaus ein und erklärte, dass Mitarbeiter und Patienten von „bewaffneten Männern, teils maskiert“, berichtet hätten, die Zivilisten im Krankenhaus einschüchterten und „willkürliche Festnahmen“ durchführten.

Doch bereits vor einigen Monaten sagten ehemalige israelische Geiseln aus, dass sie den Missbrauch von Krankenhäusern durch die Hamas selbst miterlebt hatten und viele von ihnen sind im Nasser-Krankenhaus festgehalten worden. Dort wurden Waffenlager gefunden und die Hamas nutzte es auch als Basis für Verhöre von Palästinensern. Wo war Ärzte ohne Grenzen (MSF) damals?

Yet several months ago, former Israeli hostages testified that they had witnessed Hamas’ abuse of hospitals firsthand, and many were held in Nasser. Stockpiles of weapons have been found in the hospital, and Hamas has also used it as a base to interrogate Palestinians. Where was MSF then?

Als die israelischen Streitkräfte im Nasser-Krankenhaus operierten, beschuldigten die Medien umgehend Israel und deckten die Hamas. Jetzt, nachdem Ärzte ohne Grenzen (MSF) den Missbrauch im Krankenhaus eingeräumt hat, ist von den Medien nichts mehr zu hören.

World Vision

Genauso zeigte NGO Monitor öffentlich Hamas-Dokumente, die eindeutig beweisen, dass World Visions Mitarbeiter Mohammed El-Halabi zu den Funktionären der Terrororganisation gehörte. El-Halabi wurde zuvor von internationalen Hilfsorganisationen als „preisgekrönter“ Mitarbeiter dargestellt.

2022, nachdem El-Halabi von Israel verhaftet und in mehreren Anklagepunkten – darunter Mitgliedschaft in der Hamas – für schuldig befunden worden war, hielt HonestReporting fest, dass Medienberichte das Urteil infrage stellten, allein aufgrund seiner Anstellung bei World Vision. Doch genau diese Anstellung ermöglichte es ihm die Hamas unbemerkt zu unterstützen.

Der Fall El-Halabi steht exemplarisch für eine breitere Zurückhaltung innerhalb der Medien- und NGO-Landschaft, sich mit Belegen für eine Hamas-Infiltration in angesehenen internationalen Organisationen auseinanderzusetzen. Selbst nachdem NGO Monitor neue Erkenntnisse veröffentlichte, zeigte ein Großteil der internationalen Medien kaum Interesse die Geschichte mit derselben Dringlichkeit erneut aufzugreifen, mit der man ihn zuvor verteidigt hatte.

Oxfam

Der Missbrauch von NGOs beschränkt sich nicht darauf, dass Hamas-Mitglieder sich in die Infrastruktur von Krankenhäusern oder Organisationen einschleusen. Oxfam, eine globale NGO, die sich dem Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit verschrieben hat, wurde ironischerweise von ihrer ehemaligen Geschäftsführerin des „Rassismus, Sexismus und Antisemitismus“ beschuldigt.

Helima Begum erklärte in einem Interview mit Channel 4 News, dass die Organisation „rund um die Krise im Gazastreifen unverhältnismäßig stark aktiv gewesen“ sei und sogar den Begriff „Genozid“ ohne jegliche Belege verwendet habe, was einen Mangel an Neutralität innerhalb der Organisation offenlege.

Der Mangel an Neutralität beschränkt sich nicht auf Oxfam, sondern ist Teil eines größeren Problems in globalen Institutionen. Die ehemalige leitende Redakteurin von Human Rights Watch (HRW), Danielle Haas, stellte kürzlich ebenfalls fest, dass die Organisation „spaltende, aggressive Taktiken belohnte – besonders, wenn sie sich gegen Israel richteten“. Als Haas das „fehlende Gleichgewicht“ innerhalb der Organisation ansprach, wurden ihre Bedenken abgetan. In einem Fall, als sie einen Bericht über Mohammed El-Halabi redigierte, bat sie darum, die konkreten Anklagepunkte gegen ihn aufzunehmen, um den notwendigen Kontext zu liefern. Ihre Bitte wurde mit der Begründung abgelehnt, die Anklagepunkte seien „abwegig“.

Das Vorhandensein tief verwurzelten Antisemitismus und politisierten Framings innerhalb solcher Organisationen wirft ernste Fragen zu ihrer moralischen Autorität und ihrer weltweiten Glaubwürdigkeit auf. Denn wenn es um Israel geht, sind sie offensichtlich nicht daran interessiert, die Neutralität zu wahren, die sie für sich beanspruchen.

Die Fälle von MSF, World Vision und Oxfam zeigen, wie humanitäre Organisationen vereinnahmt werden können, um terroristische Akteure zu schützen, während sie gleichzeitig die Glaubwürdigkeit ihres eigenen Auftrags untergraben. Diese Organisationen haben dazu beigetragen ein Narrativ aufrechtzuerhalten, das die Hamas vor Verantwortung schützt und zugleich die Glaubwürdigkeit jener humanitären Prinzipien beschädigt, die sie angeblich vertreten.

Das ist erst der Anfang. In den kommenden Monaten werden wahrscheinlich immer mehr Informationen ans Licht kommen, einschließlich einer Bestätigung der israelischen Darstellung, die so oft entweder ignoriert oder von Medien angegriffen wurde, die es vorziehen die Behauptungen der Hamas als Fakten zu behandeln.

Doch wird die Presse diese Geschichten überhaupt aufgreifen – geschweige denn etwas zurücknehmen, wenn die Beweise unumstößlich sind?

Wenn Terroristen zugeben, dass ihre Raketen Gazaner töten und Medien die Story nicht erzählen wollen

9. Februar 2026

Dr. Rinat Harash, HonestReporting, 28. Januar 2026

Ein im Gazastreifen beschlagnahmtes Dokument, über das der israelische öffentlich-rechtliche Sender Kan berichtete, legt eine Realität offen, die stark im Widerspruch zu einem großen Teil der weltweiten Berichterstattung über den Krieg steht: Palästinensische Zivilisten wurden seit Langem durch palästinensische Raketen getötet, und die Terrorführer wussten es, sprachen darüber und nahmen es hin.

Das Dokument hält ein Treffen zwischen Funktionären der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Jihad fest, das vor dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem darauf folgenden Krieg stattfand. Darin konfrontieren Vertreter der Hamas die Führung des Islamischen Jihad mit einem tödlichen und wiederkehrenden Problem: Raketen, die fehlgehen und im Gazastreifen einschlagen und Zivilisten töten.

„Eure Raketen fallen auf die Häuser der Menschen und das ist ein wiederkehrendes Problem“, wird ein Hamas-Funktionär zitiert.

Die Antwort des Islamischen Jihad ist noch belastender. „Wir befinden uns im Krieg“, erwidert ein ranghoher Vertreter der Terrorgruppe. „Selbst wenn tausend Menschen durch eigenes Feuer getötet werden, das ist der Preis des Krieges.“

Das ist kein Missgeschick auf dem Schlachtfeld, das im Nachhinein eingeräumt wird. Es ist ein ausdrückliches Eingeständnis vor dem Krieg, dass palästinensische Terrororganisattionen wussten, dass ihre Waffen regelmäßig Zivilisten töteten — und dass sie diese Todesfälle als akzeptabel betrachteten.

Das Dokument hält außerdem fest, dass Vertreter des Islamischen Jihad zugaben, dass sie wussten, dass ihre Raketen fehlerhaft waren. Laut dem Bericht wurden die Waffen anhand von Bauplänen hergestellt, die von den Islamischen Revolutionsgarden des Iran geliefert wurden. Mit anderen Worten: Es wurden bewusst unzuverlässige Raketen produziert, aus dicht besiedelten Gebieten abgefeuert und man rechnete damit, dass sie zu kurz fliegen würden.

Bild des beschlagnahmten Dokuments, wie es vom Sender Kan gezeigt wurde.

Medien-Annahmen

Das ist wichtig, denn es untergräbt eine zentrale Annahme, die die Berichterstattung über den Gazastreifen seit Jahren dominiert und sich nach dem 7. Oktober noch verstärkt hat: dass zivile Opfer fast ausschließlich das Ergebnis israelischen Feuers seien.

Der Bericht von Kan beziffert nicht, wie viele Menschen im Gazastreifen durch palästinensische Raketen getötet wurden. Aber er zeigt etwas auf, dem sich Journalisten konsequent verweigert haben: Die Terrororganisationen selbst geben zu, dass ihr eigenes Feuer Zivilisten tötet — und dass dies seit Jahren geschieht.

Diese Realität wurde zehn Tage nach Beginn des Krieges kurz sichtbar, als eine PIJ‑Rakete im Hof eines Krankenhauses im Gazastreifen explodierte und [angeblich] hunderte Palästinenser tötete. Israel wurde sofort von großen Teilen der internationalen Medien die Schuld gegeben. Erst später tauchten Beweise auf, dass die Explosion durch eine fehlgeleitete palästinensische Rakete verursacht worden war.

Das nun veröffentlichte Dokument zeigt, dass dieser Vorfall keine Ausnahme war. Es war ein bekanntes Risiko, das intern lange vor dem 7. Oktober diskutiert wurde.

Warum hat diese Enthüllung außerhalb Israels also kaum Beachtung gefunden?

Journalisten rechtfertigen sich oft damit, dass sie sich auf Opferzahlen verlassen und mit den Nebel des Kriegs. Aber hier gibt es keinerlei Unklarheit. Das ist ein Primärdokument, das interne Gespräche zwischen Terrororganisationen beschreibt, in denen sie sich gegenseitig für Waffenversagen kritisieren und zivile Todesfälle ausdrücklich als hinnehmbar bezeichnen.

Wenn ein solches Dokument auftauchen würde, in dem israelische Beamte zivile Todesfälle als „Preis des Krieges“ abtun, würde es weltweit die Schlagzeilen dominieren. Wenn Terrororganisationen es untereinander sagen, wird dem mit Schweigen begegnet.

Diese selektive Aufmerksamkeit hat Folgen. Medien berichten routinemäßig über Opferzahlen im Gazastreifen, ohne zu fragen, wie viele durch palästinensisches Feuer verursacht wurden. Sie überdenken selten frühere Behauptungen, wenn neue Beweise auftauchen. Und sie prüfen das Verhalten der Terrororganisationen fast nie mit derselben Intensität, die sie auf Israel anwenden.

Der Bericht von Kan deckt nicht nur die Rücksichtslosigkeit palästinensischer Terrororganisationen auf, sondern auch die mangelnde Bereitschaft der Medien sich damit auseinanderzusetzen. Indem sie Beweise ignorieren, die ein vereinfachtes Narrativ infrage stellen, berauben Journalisten ihr Publikum wesentlichen Kontextes und der Möglichkeit, Verantwortlichkeiten zu erkennen.

Dieses Dokument entbindet Israel nicht von kritischer Betrachtung. Aber es verlangt, dass Journalisten aufhören, palästinensische bewaffnete Gruppen wie passive Akteure zu behandeln, deren Handlungen für zivile Opfer keine Rolle spielen.

Dass Terroristen ihre eigenen Zivilisten töten, ist keine Randnotiz. Es ist ein zentraler Fakt dieses Konflikts. Die Frage ist nicht mehr, ob es die Beweise gibt.

Sondern warum so viele Medien sich entscheiden, nicht darüber zu berichten.

Dass Ran Gvili auf einem muslimischen Friedhof vergraben wurde, ist nur das jüngste Beispiel der Ausnutzung heiliger Stätten durch die Terroristen

6. Februar 2026

Chaim Lax, HonestReporting, 28. Januar 2026

Mitten in der bittersüßen Freude über die Bergung des Leichnams von Ran Gvili, der letzten israelischen Geisel im Gazastreifen, wurde von vielen kaum erwähnt, dass die Terrororganisation Islamischer Jihad ihn auf einem muslimischen Friedhof im Gazastreifen begraben hatte. Andere wiederum haben genau dies als ein besonders deutliches Beispiel für die zynische Ausnutzung muslimischer Heiligtümer durch die Hamas und andere palästinensische Terrororganisationen hervorgehoben.

Die zwei palästinensischen Analysten Hamza Howidy und Ahmed Fouad Alkhatib wiesen beide in den sozialen Medien darauf hin, dass die zynische Nutzung eines muslimischen Friedhofs für terroristische Zwecke eine Entweihung des heiligen Ortes darstellt und ein finsteres Manöver ist, das Terroristen in ihrem Krieg gegen Israel einsetzen.

Hamza kommentierte, dass „die Tatsache, dass der Leichnam auf einem Friedhof in Gaza versteckt wurde – ohne Respekt für den Toten noch für die Heiligkeit der dort Begrabenen – zeigt, auf welches Niveau diese Milizen gesunken sind: Sie instrumentalisieren selbst den Tod für politische und militärische Zwecke.“

Alkhatib äußerte sich ähnlich und schrieb auf X, dass die Hamas und verbündete Terrororganisationen durch das Verstecken der Leichen von Gvili und anderen Geiseln auf muslimischen Friedhöfen nicht nur das heilige Gelände entweihten (es sei angemerkt, dass Nichtmuslime traditionell nicht auf muslimischen Friedhöfen bestattet werden dürfen), sondern auch die dort Begrabenen als Figuren in ihrem krankhaften Propagandaspiel missbrauchten.

Mit der Beerdigung von Geiseln auf Friedhöfen begruben, wussten sie die palästinensischen Terrororganisationen, dass israelische Kräfte Gräber öffnen würden, in der Hoffnung, ihre entführten Landsleute zu finden. Das störte nicht nur die letzte Ruhestätte Tausender verstorbener Palästinenser, sondern lieferte der Hamas zugleich einen propagandistischen Vorwand: Israelische Streitkräfte schänden palästinensische Friedhöfe.

Wie zu erwarten, fielen mehrere Medienorganisationen (darunter CNN, Le Monde und die Associated Press) auf dieses Manöver herein und veröffentlichten Berichte über angeblich mutwillige Zerstörung von Friedhöfen im Gazastreifen durch Israel.

Auch jetzt, bei der Rückführung von Gvilis Leichnam, haben verschiedene Online-Persönlichkeiten und Organisationen Israel für die Schändung eines Friedhofs im Gazastreifen verantwortlich gemacht – ganz im Sinne der Propagandamaschine der Hamas.

Die Beisetzung von Gvilis Leichnam auf einem muslimischen Friedhof in Gaza mag dreist sein, aber sie war nicht überraschend. Sowohl Hamas als auch der Islamische Jihad haben eine lange Geschichte der Ausnutzung muslimischer heiliger Stätten für ihre terroristischen Zwecke.

Im gesamten Krieg nach dem 7. Oktober gegen die Hamas (und auch in früheren Israel‑Hamas‑Konflikten) gab es zahlreiche Fälle, in denen entdeckt wurde, dass die Hamas und andere Terrororganisationen muslimische heilige Orte für Terroraktivitäten missbrauchten.

Zu diesen Vorfällen gehören:

  • Die Verwendung des „alten Friedhofs“ in Khan Junes durch ein bewaffnetes Terrorkommando, das mit Gewehren, RPGs und Granaten ausgerüstet war (2025).
     
  • Die Entdeckung eines Raketenwerfers auf einem Friedhof im Gebiet Daraj Tuffah (2025).
     
  • Die Entdeckung eines Tunnelsystems unter einer Moschee in Rafah (2024).
  • Die Entdeckung eines Tunnelschachts und von Waffen in einer Moschee in Khan Junes (2024).
     
  • Die Aufdeckung eines Tunnels sowie von Terroristen, Waffen und eines Kommandopostens unter dem Friedhof von Bani Suheila (2024).
     
  • Die Zerstörung einer Hamas-Führungs- und Kontrollzentrale, die sich in einer Moschee in Gaza-Stadt befand (2024).
     
  •  Der Abschuss von Raketen durch den Islamischen Jihad von einem Friedhof im Gazastreifen, von denen eine fehlgeleitet wurde und den Bereich vor dem Al-Ahli‑Krankenhaus traf (2023).
     
  • Die Verwendung einer Moschee in Jabaliya für RPG‑Training und zur Lagerung von Waffen (2023).
     
  • Die Verwendung der Al-Farouq-Moschee im Flüchtlingslager Nuseirat zur Lagerung von Waffen und Raketen sowie als Hamas‑Kommandoposten (2014).
     
  • Die Verwendung der Al-Khulafaa-Moschee in Jabaliya und anderer Moscheen im Gazastreifen zur Lagerung von Waffen und Raketen sowie für Waffentraining (2009).

Es ist offensichtlich, dass die Hamas und der Islamische Jihad keinerlei Skrupel haben muslimische heilige Stätten im Gazastreifen für ihre terroristischen Zwecke auszunutzen und zu missbrauchen. Die Beerdigung von Ran Gvili auf einem muslimischen Friedhof ist nur das jüngste Beispiel dafür.

Am Holocaust-Gedenktag entlarvt der Leitfaden der Hamas für eine „saubere“ Rhetorik die Lüge im Kern ihrer PR-Strategie

5. Februar 2026

Dr. Rinat Harash, HonestReporting, 27. Januar 2026

Während die Welt an diesem Internationalen Holocaust-Gedenktag innehält, um sich daran zu erinnern, was geschieht, wenn Hass offen ausgesprochen, öffentlich umgesetzt und zu lange ignoriert wird, soll dieser Tag moralische Klarheit schärfen. Genau deshalb ist ein neu aufgetauchtes Hamas-Dokument jetzt von Bedeutung.

Denn es zeigt, dass die Hamas den Holocaust sehr gut versteht. Nicht als Verbrechen, sondern als Kommunikationsproblem.

Ein internes Hamas-Dokument aus dem Jahr 2022, das während des Israel-Hamas-Krieges von der IDF im Gazastreifen beschlagnahmt und vor kurzem veröffentlicht wurde, legt eine ausgefeilte Strategie dar, wie westliche Zielgruppen manipuliert werden können, indem antisemitische Inhalte aus der externen Kommunikation entfernt, intern jedoch beibehalten werden. Das Ziel ist keine Mäßigung, sondern Verschleierung.

Das Heft mit dem Titel „Leitfaden für den Palästinenser-Sprecher in der Welt“ liest sich weniger wie Ideologie und mehr wie ein Handbuch für Öffentlichkeitsarbeit. Sein Zweck, so erklärt die Hamas, sei es, Sprecher dabei zu unterstützen, „positive mediale Aufmerksamkeit zu erzielen“ und Sympathie in westlichen Medienumgebungen zu gewinnen.

Die Methode ist bewusst doppeldeutig.

Auf Seite 7 weist der Leitfaden Hamas-Vertreter ausdrücklich an Begriffe zu vermeiden, die westliche Sensibilitäten auslösen, darunter Nationalsozialismus und Holocaust. „Man muss sich der großen Sensibilität und der schweren historischen Belastung bestimmter Begriffe in der westlichen Welt bewusst sein“, heißt es in dem Dokument, das davor warnt, bei nicht-muslimischen Zielgruppen von „Nazi-Praktiken“ oder „dem Holocaust“ zu sprechen.

Deckblatt des Hamas-Führers’ „Guide for the Palestinian Spokesman in the World“
Eine Seite aus dem Hamas-Führer „Guide for the Palestinian Spokesman in the World“
Dank an das Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center

Antisemitismus vs. Außenwirkung

Das Problem, so erklärt die Hamas, ist nicht der Antisemitismus. Das Problem ist die Außenwirkung.

Der Leitfaden geht aber weiter. Er warnt Sprecher davor, von „den Juden“ oder „der jüdischen Lobby“ zu sprechen – nicht, weil solche Behauptungen falsch wären, sondern weil sie „dem palästinensischen Diskurs schaden“, indem sie ihn rassistisch und extrem erscheinen lassen.

Er warnt ausdrücklich davor klassische antisemitische Verschwörungstheorien wie „jüdische Kontrolle der Medien“ zu verwenden oder auf die Protokolle der Weisen von Zion zu verweisen – nicht, weil sie Lügen wären, sondern weil sie dem Image der Hamas schaden und Israels „Propaganda“ helfen.

Mit anderen Worten: Hör nicht auf es zu denken. Sag es nur nicht laut.

Einer der aufschlussreichsten Abschnitte des Dokuments identifiziert das historische jüdische Leid offen als Hindernis für die weltweite Kampagne der Hamas. Der Leitfaden beklagt „den Einfluss des historischen Leidens der Juden in Europa“, besonders in Deutschland, wo Hinweise auf eine „historische Verpflichtung gegenüber Juden“ heute angeblich eine „unfaire Voreingenommenheit zugunsten der zionistischen Entität“ rechtfertigen.

Das ist keine Ablehnung von Antisemitismus. Es ist das Eingeständnis, dass Antisemitismus lästig ist.

Genehmigtes Glossar

Um damit umzugehen, liefert die Hamas sogar ein Glossar „falscher“ Begriffe und ihrer genehmigten Ersatzformulierungen. „Juden töten“ darf niemals gesagt werden. Der bevorzugte Ausdruck lautet „den zionistischen Besatzer töten“. Die Unterscheidung ist taktisch, nicht moralisch.

Daraus entsteht ein klares Bild davon, wie die Hamas ihre Sprache an westliche Ohren anpasst, während sie intern eine völkermörderische Weltanschauung beibehält. Es ist das rhetorische Äquivalent dazu Blutspuren aus einer Uniform zu waschen, bevor man vor eine Kamera tritt.

Das ist wichtig, weil es funktioniert.

Westliche Medien geben regelmäßig Personen mit Hamas-Bezug eine Plattform, die fließend in der bereinigten Sprache sprechen, die dieser Leitfaden vorgibt. Begriffe wie „koloniales Projekt“, „Widerstand“ und „Völkerrecht“ ersetzen offene Aufrufe zur Auslöschung von Juden. Das Ergebnis ist eine Bewegung, die sich als menschenrechtsorientiert präsentiert, während sie Massenmord praktiziert.

HonestReporting hat wiederholt dokumentiert, wie die Hamas globale Mediennarrative manipuliert, Journalisten im Gazastreifen unter Druck setzt und Berichterstattung durch Angst und disziplinierte Botschaften steuert. Der Leitfaden bestätigt, dass dies nicht zufällig geschieht. Es ist Politik.

Am Holocaust-Gedenktag sollte dieses Dokument als Warnung dienen.

Hass kündigt sich nicht immer mit Hakenkreuzen an. Manchmal kommt er in der Sprache der Menschenrechte daher, sorgfältig für westliche Ohren bearbeitet, während seine Sprecher angewiesen werden, über den Völkermord zu schweigen, den sie bewundern oder zu wiederholen hoffen.

Des Holocausts zu gedenken bedeutet nicht nur die Toten zu betrauern. Es bedeutet, die Verkleidungen zu erkennen, die das Böse zu tragen lernt.

Und die Hamas hat das Handbuch dazu geschrieben.

Warum erscheinen im Hamas-Manifest, das den 7. Oktober rechtfertigt, westliche Medienfotos?

20. Januar 2026

HonestReporting, 14. Januar 2026

Im vergangenen Monat veröffentlichte die Hamas stillschweigend ein Dokument mit dem Titel „Our Narrative: Al Aqsa Flood: Two Years of Steadfastness and the Will for Liberation“ [Unser Narrativ: Die al-Aqsa-Flut: zwei Jahre Standhaftigkeit und der Wille zur Befreiung]. Das als historische Rückschau präsentierte 42-seitige PDF aus dem Medienbüro der Hamas in Wirklichkeit eine Propagandaschrift. Darin legt die Hamas in ihren eigenen Worten dar, wie sie den 7. Oktober versteht, warum sie das Massaker verübte und warum sie es weiterhin rechtfertigt.

Weitgehend unbeachtet blieb, wie das Dokument diese Geschichte visuell erzählt.

HonestReporting hat herausgefunden, dass das Dokument – neben Screenshots aus Hamas‑Propagandavideos – stark auf Bildmaterial westlicher Nachrichtenagenturen zurückgreift. Von den Fotos aus dem Gazastreifen scheinen zehn von Fotografen aufgenommen worden zu sein, die für Reuters, Getty Images und AFP arbeiten.

Diese Fotos werden auf den digitalen Plattformen dieser Agenturen zum Verkauf angeboten, zu Preisen zwischen 375 und 500 US‑Dollar. Laut den jeweiligen Nutzungsbedingungen muss jedes Foto mit ordnungsgemäßer Genehmigung und Lizenzierung erworben werden. Daraus ergeben sich drei dringende Fragen:

  • Hat die Hamas die Agenturen für das Recht bezahlt, ihre Fotos herunterzuladen und zu verbreiten, was potenziell rechtliche Probleme nach US‑Gesetzen zur materiellen Unterstützung terroristischer Organisationen aufwerfen würde?
     
  • Hat die Hamas die Fotos ohne Genehmigung verwendet, was bedeuten würde, dass die Agenturen nun verpflichtet sind, Maßnahmen zu ergreifen, um die Nutzung ihrer Arbeit in Terrorpropaganda zu verhindern?
     
  • Wussten die Agenturen oder ihre im Gazastreifen ansässigen Fotografen von der Nutzung der Fotos durch die Hamas und sahen darüber hinweg, was als Sachzuwendung gelten könnte?

Wie auch immer: Reuters, Getty Images und AFP müssen erklären, wie es sein kann, dass ihre Bilder in einem Hamas‑Propagandamanifest auftauchen, das Massenmord rechtfertigt.

Beunruhigende Verbindungen

Obwohl keine Quellenangabe oder Herkunftsangaben für die Fotos angegeben ist, gelang es HonestReporting, sie und die Fotografen, die sie aufgenommen haben, zu identifizieren. Es überrascht nicht, dass sie unethische Verbindungen zur Hamas haben.

Daher ist es nicht schockierend, dass ihre Bilder dem Narrativ der Terrororganisation dienten. Hier ist eine Auswahl von Bildern aus dem Manifest, mit Bildunterschriften, die HonestReporting basierend auf unserer Recherche hinzugefügt hat:

Als Waffe eingesetzter Journalismus

Ds ist keine technische oder rechtliche Fußnote. Die Strategie der Hamas beruht seit langem auf der Kontrolle nicht nur von Fakten, sondern auch von Bildern. Durch die Einbeziehung von Bildern westlicher Medien hüllt die Hamas ihr Narrativ effektiv in geliehene Glaubwürdigkeit.

Diese Enthüllungen werfen die Frage auf, ob internationalen Nachrichtenagenturen rechtliche und ethische Risiken drohen, wenn ihre Bilder wissentlich oder unwissentlich von der Hamas in einem Propagandamanifest verwendet würden und ob sie nun zum Handeln verpflichtet sind.

Wenn sie handeln, müssen Agenturen wie Reuters – die es seit dem 7. Oktober weitgehend vermieden hat, die Hamas als Terrororganisation zu bezeichnen – sie möglicherweise öffentlich als solche anerkennen.

Wie auch immer, das Ergebnis ist dasselbe. Der Hamas ist es gelungen, westliches Bildmaterial in ihre eigene englischsprachige Propaganda einzubetten und damit ein Narrativ zu stärken, das Gewalt rechtfertigt, um potenzielle Verbündete im Westen anzusprechen.

HonestReporting hat seit Langem davor gewarnt, dass Medienarbeit im Gazastreifen in einem Umfeld stattfindet, in dem die Hamas Druck ausübt und Einfluss nimmt. Dieses Dokument liefert neue Belege dafür, wie dieses Umfeld es einer Terrororganisation ermöglicht, den Journalismus selbst zur Waffe zu machen.

Wenn ein Hamas‑Manifest größtenteils mit Fotos westlicher Medien illustriert ist, stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Hamas die Medien manipuliert. Sondern es stellt sich die Frage, ob die Medien bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen, wie leicht ihre Arbeit zur Rechtfertigung der Ermordung von Juden genutzt wird.

Selektive Berichterstattung: Wie die Überprüfung von Gaza-Hilfsorganisationen zum Medienthema wurde

4. Januar 2026

Sharon Levy, HonestReporting, 31. Dezember 2025

Eine zentrale Strategie der Hamas und anderer Terrororganisationen ist das Einbetten von Kombattanten in zivile und humanitäre Organisationen im Gazastreifen, um der Entdeckung durch israelische Behörden zu entgehen. Israel hat kontinuierlich daran gearbeitet zu verhindern, dass gutmeinende Hilfsorganisationen für diese Zwecke missbraucht werden.

In der vergangenen Woche zeigte Israel erneut seine Entschlossenheit, Terrorismus überall dort zu bekämpfen, wo er existiert, indem es die Arbeit von 37 humanitären Organisationen im Gazastreifen aussetzte, die sich weigerten, die von Israel festgelegten Regeln zu befolgen.

Im März 2025 informierte Israel alle Hilfsorganisationen im Gazastreifen darüber, dass sie einen erneuten Registrierungsprozess durchlaufen müssten, um ihre Arbeit ab Januar 2026 fortsetzen zu können. Die wichtigste Anforderung an die Organisationen bestand darin, dass sie im Rahmen eines Sicherheitsüberprüfungsverfahrens eine Liste sämtlicher Mitarbeiter einzureichen haben. Wer diesen Prozess nicht abschloss, würde seine Tätigkeit nicht fortsetzen können.

Viele Medien, darunter auch CNN, haben dies so dargestellt, als könne es zu einer „humanitären Krise“ führen. Dies geschieht, obwohl die gesamte Hilfe all dieser 37 Organisationen lediglich 1% der gesamten in den Gazastreifen gelangenden Hilfsgüter ausmacht. Alex Crawford von Sky News behauptete, Israel blockiere diese Organisationen „ohne Beweise“ für Verbindungen zu Terrororganisationen zu haben und bezeichnete die Gruppen als „angesehen“.

Aber es gibt nichts „Respektables“ daran, wenn Terroristen Organisationen unterwandern, die eigentlich Zivilisten in Not helfen sollen. Darüber hinaus dient diese Maßnahme dazu sicherzustellen, dass Terrororganisationen keine Kontrolle über humanitäre Einsätze gewinnen oder sie unterlaufen.

Im Verlauf des Krieges sind humanitäre Organisationen immer wieder von Terrororganisationen missbraucht worden. Ärzte ohne Grenzen (MSF) ist beispielsweise eine der Organisationen, deren Tätigkeit in den kommenden Monaten ausgesetzt wird, nachdem sie keine Liste ihrer Mitarbeiter im Gazastreifen vorgelegt hat. MSF ist dabei kein unbeschriebenes Blatt. Im Jahr 2024 wurde aufgedeckt, dass ein MSF-Mitarbeiter in den Islamischen Jihad aktiv war und ein weiterer als Scharfschütze in einer Hamas-Einheit diente.

Mosab Abu Toha, ein Pulitzer-Preisträger, zu dem HonestReporting aufdeckte, dass er die Entführung israelischer Geiseln am 7. Oktober verharmloste, stimmte online ebenfalls in den Chor derjenigen ein, die sich über die Suspendierung von MSF im Gazastreifen beklagen. Ihm fehlt das grundlegende Verständnis dafür, dass sich Hamas und andere Terrororganisationen in zivile Infrastruktur eingebettet haben – einschließlich Krankenhäusern. Und während er den Eindruck erweckt, die Zivilbevölkerung des Gazastreifens sei auf MSF angewiesen, sieht die Realität laut COGAT so aus, dass MSF lediglich fünf von insgesamt 220 Primärversorgungskliniken und medizinischen Anlaufstellen im Gazastreifen betreibt.

Natürlich wird dieser Kontext in internationalen Berichten über die Suspendierung der NGOs ausgelassen, weil er nicht in das gewünschte Narrativ passt. Ebenso bezeichnend ist, dass sich die mediale Aufmerksamkeit auf die 15% der Organisationen richtet, die Israels Vorgaben nicht erfüllen und nicht auf die 85%, die es tun. Das würde jedoch voraussetzen, dass die Medien hinterfragen, warum 37 sogenannte Hilfsorganisationen sich weigern die einfache Aufgabe zu erfüllen eine Liste ihrer Mitarbeiter vorzulegen.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Hilfssystem im Gazastreifen durch terroristische Unterwanderung als anfällig – wenn nicht gar als kompromittiert –hervorgehoben wurde. Die Hamas hat systematisch Mitglieder in zivile Infrastruktur eingeschleust, um Ressourcen zu kontrollieren. In der Folge haben internationale Hilfsorganisationen Behauptungen der Hamas ohne jede Prüfung übernommen. Diese Behauptungen wurden dann unkritisch von den Medien verstärkt, wodurch ein sich selbst verstärkender Kreislauf entstand, in dem die Hilfsnarrative der Hamas zu akzeptierten „Fakten“ wurden.

Während Terrororganisationen versuchen, Falschinformationen über einen angeblichen Mangel an humanitärer Hilfe im Gazastreifen zu verbreiten, bleibt die Realität bestehen: Wöchentlich gelangen 4.200 Lastwagen voller Hilfsgüter nach Gaza, koordiniert zwischen Israel und denjenigen Hilfsorganisationen, die sich an die Regeln halten. Organisationen, die sich weigern, eine Mitarbeiterliste vorzulegen, müssen erklären, warum sie sich dieser grundlegenden Transparenzanforderung hartnäckig entziehen.

Selektives Schweigen: Das zweierlei Maß der Medien zu israelischen Überlebenden von sexueller Gewalt

3. Januar 2026

Sharon Levy, HonestReporting, 29. Dezember 2025

Glaubt allen Frauen – außer israelischen Frauen. Diese Botschaft sendet die Medienlandschaft immer wieder. Als vor einigen Jahren Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen Hollywoodstars erhoben wurden, standen die Frauen, die sich zu Wort meldeten, ununterbrochen in den Schlagzeilen – gefeiert für ihren Mut, trotz der Einschüchterungen durch ihre Täter zu sprechen. Doch wenn israelische Frauen und Männer über ihre Erfahrungen in der Gefangenschaft der Hamas oder über das berichten, was sie am 7. Oktober erlebt haben, sind die Medien deutlich leiser gewesen.

Wenn große Medienhäuser israelischen Überlebenden doch eine Plattform geben, wird ihre Geschichte entweder heruntergespielt, verschleiert oder von anderen online als erfundener Bericht verspottet.

Genau das geschah, als Romi Gonen, die 471 Tage lang in Gaza als Geisel festgehalten wurde, mit ihrer Geschichte über sexuelle Gewalt während der Gefangenschaft an die Öffentlichkeit ging. In ihrem Interview mit Israels Kanal 12 schilderte Romi die grausamen und wiederholten sexuellen Übergriffe, die sie durch Hamas-Täter erleiden musste.

Romi Gonen beschreibt Missbrauch in Gefangenschaft

Die westlichen Medien, die Israel so schnell – trotz fehlender Beweise – Verbrechen wie Völkermord vorwerfen, sind nun auffallend abwesend, sobald das Verbrechen sexueller Gewalt öffentlich wird, das eine ehemalige Geisel erlitten hat. Es ist äußerst enttäuschend, dass zum Zeitpunkt, da dies geschrieben wird, lediglich die Daily Mail und der Telegraph über Romis wichtige Aussage berichtet haben.

Die sexuellen Gewalttaten, die an Israelis am und nach dem 7. Oktober verübt wurden, sind seit den Tagen unmittelbar nach den Angriffen bekannt – dokumentiert durch Zeugenaussagen von Überlebenden, forensische Beweise, Augenzeugenberichte sowie Ermittlungen israelischer Behörden und internationaler Institutionen. Dennoch wird online und in den Medien, selbst wenn immer mehr Beweise von Überlebenden ans Licht kommen, all dies weiterhin als kontrovers behandelt, statt als Wahrheit.

Das ist kein Zufall. Es spiegelt ein beunruhigendes zweierlei Maß wider, bei dem israelischen Opfern jene moralische Klarheit verweigert wird, die man anderen routinemäßig zugesteht. Für Romi begann diese Verweigerung nicht erst in der vergangenen Woche mit der nahezu vollständigen Ausblendung ihrer Geschichte. Bereits vor einigen Monaten, als ihre Schwester Yarden Gonen mit Briahna Joy Gray, früher von The Hill, sprach und sie bat, israelischen Vergewaltigungsopfern zu glauben, reagierte Gray mit einem Augenrollen.

Dieser Moment brachte das Problem auf den Punkt. Wenn israelische Frauen über sexuelle Gewalt sprechen, begegnet man ihnen nicht mit Mitgefühl, sondern mit Misstrauen, Zynismus oder Abwertung. Was in jedem anderen Kontext sofort als Grausamkeit erkannt würde, wird normalisiert, sobald die Opfer Israelis sind.

Seit der Ausstrahlung von Romis Interview hat die Leugnung der sexuellen Gewaltverbrechen, die Hamas am und nach dem 7. Oktober begangen hat, deutlich zugenommen. Drop Site News etwa versuchte, den ersten Bericht von Amnesty International über sexuelle Gewalt am 7. Oktober zu diskreditieren (ein Bericht, der ohnehin verzögert veröffentlicht wurde, um die Israel-Hasser in den eigenen Reihen nicht zu verärgern), indem behauptet wurde, es seien „keine solchen Beweise“ für sexuelle Gewalt vorhanden. Nur wenige Wochen zuvor hatte Drop Site die Hamas-Leugnung sexueller Gewalt am 7. Oktober erneut verbreitet.

Ebenso veröffentlichte Drop Site ein Video erneut, in dem eine Journalistin, die im vergangenen Sommer an der Freedom Flotilla teilgenommen hatte, behauptete, sie sei während eines Transfers zwischen israelischen Gefängnissen vergewaltigt worden. Zeitpunkt und Authentizität dieser Behauptung werfen erhebliche Fragen auf, da sie genau zu dem Zeitpunkt auftauchte, als Romis Aussage öffentlich wurde. Die plötzliche Verstärkung einer unbestätigten Gegenbehauptung, die den Fokus von israelischen Opfern weg und zurück auf Anschuldigungen gegen Israel lenkt, kann nicht isoliert betrachtet werden.

Gleichzeitig sind inzwischen zwei Jahre vergangen, seit die New York Times ihren Bericht „‘Screams Without Words’: How Hamas Weaponized Sexual Violence on Oct. 7“ veröffentlichte – und erneut versuchen Social-Media-Influencer, die Untersuchung zu diskreditieren, indem sie sie als „Desaster“ und als „historisch beschämende israelische Propaganda“ bezeichneten.

Die Auslöschung israelischer Opfer sexueller Gewalt ist keine Neutralität. Sie ist Komplizenschaft – und die Botschaft ist eindeutig: Ihr Leid ist verhandelbar, ihr Trauma bedingt, ihre Glaubwürdigkeit dauerhaft angeklagt. Romis Mut, an die Öffentlichkeit zu gehen, verdient dieselbe Empathie und Verstärkung, die anderen Opfern sexueller Gewalt selbstverständlich zuteil wird. Dass die Medien dies verweigern, ist eine moralische Entscheidung, kein selektives Versehen.

Amnesty hat endlich israelische Opfer eingestanden und die Medien haben weggesehen

26. Dezember 2025

Mehr als zwei Jahre nach den Gräueln vom 7. Oktober und nachdem sie Israel fälschlich des Völkermords beschuldigt haben, veröffentlichte Amnesty International einen Bericht zu den Hamas-Verbrechen Mord, Geiselnahme und sexueller Gewalt an diesem Tag.

Sharon Levy, HonestReporting, 15 Dezember 2025

Zwei Jahre. So lange hat Amnesty International, eine der angeblich führenden Menschenrechtsorganisationen der Welt, gebraucht, um in einem Bericht offiziell anzuerkennen, dass die Hamas am 7. Oktober 2023 schreckliche Verbrechen am jüdischen Volk und dem Staat Israel begangen hat.

Das sind Tatsachen, für deren Feststellung Juden Amnesty nicht benötigten. Der Massenmord, die sexuelle Gewalt, die Geiselnahmen und die Brutalität wurden in Echtzeit dokumentiert. Die Beweise existierten. Die Zeugenaussagen existierten. Die Verbrechen waren unbestreitbar und hätten von jeder Organisation, die vorgibt Menschenrechte zu verteidigen, sofort berichtet werden müssen.

Stattdessen wählte Amnesty einen anderen Weg. Von Anfang an stellte die Organisation Israel als Hauptaggressor dar, während sie die gegen Israelis verübten Gräueltaten ausblendete, verharmloste oder deren Anerkennung verzögerte.

Noch schlimmer: Nur ein Jahr nach dem Massaker veröffentlichte Amnesty einen Bericht, in dem Israel des Völkermords beschuldigt wurde. Um zu diesem Schluss zu gelangen, dehnte und verzerrte die Organisation die Definition von Völkermord und vermied auffällig jede ernsthafte Aufschlüsselung darüber, wie viele Hamas-Terroristen in den Kämpfen getötet wurden. Das Ergebnis war kein sorgfältiger Menschenrechtsbericht, sondern ein Dokument, das so geformt wurde, dass es in ein vorgefertigtes Narrativ passte.

Für Amnesty International sind Beweise weniger wichtig als die Aufrechterhaltung eines falschen Völkermord-Narrativs. Als unwiderlegbare Beweise für die am 7. Oktober begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit auftauchten, schwieg die Organisation. Der Grund liegt auf der Hand: Die Anerkennung dieser Verbrechen hätte das sorgsam konstruierte Narrativ zerstört, mit dem Israel die internationale Sympathie entzogen werden sollte.

Ursprünglich sollte ein Bericht, der die Verbrechen der Hamas detailliert darstellt, im September 2025 veröffentlicht werden. Seine Veröffentlichung wurde nach interner Opposition innerhalb von Amnesty International verzögert; Kritiker sollen argumentiert haben, dass selbst ein verspätetes Eingeständnis der Gräueltaten der Hamas Israel in der öffentlichen Wahrnehmung zugutekommen könnte, insbesondere angesichts der Nähe zu laufenden Waffenstillstandsverhandlungen.

Amnesty International präsentiert sich als unparteiische humanitäre Organisation, die sich dem Schutz aller Opfer von Menschenrechtsverletzungen verpflichtet fühlt. Doch dieser Vorfall zeigt, wie interne Politik dieses Mandat überlagern konnte. Israelische Opfer wurden erst dann anerkannt, als dies zeitlich so gesteuert werden konnte, dass ein bevorzugtes Narrativ nicht gestört wurde. Diese selektive moralische Abwägung untergräbt die ohnehin fragwürdige Glaubwürdigkeit und den Anspruch der Organisation auf Unparteilichkeit noch weiter.

Selbst mit der Verzögerung hätte allein die Tatsache, dass eine große Menschenrechtsorganisation endlich die an Israelis begangenen Verbrechen dokumentiert hatte, es für sich genommen wert sein müssen, dass darüber berichtet wird.

Stattdessen blieben viele derselben Medien, die Amnestys zutiefst fehlerhafte Völkermordbeschuldigung gegen Israel bereitwillig verstärkten, bezüglich des Berichts, der die am 7. Oktober an Israelis verübten Verbrechen gegen die Menschheit dokumentiert, auffallend still. Der Kontrast ist schwer zu übersehen — und spricht Bände, welche Opfer als berichtenswert gelten und welche nicht.

Große Medienhäuser, darunter CNN, die BBC, The Washington Post und die Associated Press, haben zu dem neuen Bericht von Amnesty International geschwiegen, obwohl sie die Völkermord-Vorwürfe der Organisation nur ein Jahr zuvor sofort verstärkt hatten. Diese Ungleichbehandlung deckt auf, wie selektiv diese Medien mit Material aus derselben Organisation umgehen: Sie heben Behauptungen hervor, die in ein bevorzugtes Narrativ passen, während sie die ignorieren, die es verkomplizieren.

Hätten die Medien, die Amnestys zutiefst fehlerhaften Völkermordbericht so eifrig verbreiteten, sich grundlegenden journalistischen Standards verpflichtet, dann hätten sie dessen Verzerrungen und den Missbrauch des Begriffs Völkermord gründlich untersucht. Zumindest hätten sie auch über Amnestys Dokumentation der israelischen Opfer berichten müssen. Ihre Weigerung, dies zu tun, erzählt eine beunruhigende Geschichte — eine, in der redaktionelle Entscheidungen nicht nur bestimmen, welche Geschichten erzählt werden, sondern auch, welche Opfer überhaupt existieren dürfen.

Wenn Menschenrechtsorganisationen und Redaktionen entscheiden, wessen Leid Anerkennung verdient — und diese Anerkennung nur dann gewähren, wenn sie politisch opportun ist —, dann geht es nicht nur um den Umgang mit einem einzelnen Bericht. Sie untergraben das öffentliche Vertrauen, höhlen die Prinzipien aus, die zu verteidigen sie vorgeben und verwandeln die Sprache der Menschenrechte in ein Werkzeug selektiver Auslöschung.

Fehlender Kontext: Medien verzerren die Terrorbedrohung aus der Westbank

18. Dezember 2025

Sharon Levy, HonestReporting, 30. November 2025

Verglichen mit den Terrorbedrohungen, die von zahlreichen Fronten ausgehen – darunter dem Gazastreifen, dem Libanon, Syrien, dem Jemen und Iran – spielt die internationale Presse die Gefahren, denen Israel vom Westjordanland ausgesetzt ist, oft herunter oder tut sie ab.

Nach dem Massaker vom 7. Oktober machte die Hamas keinerlei Anstrengung ihre Absicht zu verbergen im Westjordanland eine Front zu eröffnen und rief die Palästinenser dazu auf die Waffen gegen Israel zu erheben.

Im Jahr 2024 sah sich Israel laut der Abteilung Nationale Öffentliche Diplomatie mehr als 18.000 Terrorvorfällen gegenüber. Der Shin Bet, Israels Inlandsgeheimdienst, vereitelte im Jahr 2024 1.040 Vorfälle im Westjordanland und in Jerusalem, zusätzlich wurden 231 bedeutende Terrorakte gemeldet.

Im Jahr 2025 hielt die Bedrohung an. Im Februar 2025 löste ein Terrorist aus dem Raum Nablus im Westjordanland eine Serie von Explosionen in Bussen im Raum Tel Aviv aus. Glücklicherweise detonierten die Sprengsätze, als die Busse leer waren, so dass niemand verletzt wurde.

Im September forderte ein tödlicher Terroranschlag an der Ramot-Kreuzung in Jerusalem sechs unschuldige Menschenleben und verletzte einundzwanzig weitere. Die Terroristen kamen aus dem Westjordanland.

In dieser Woche, am 29. November, schleuderte ein Terrorist eine Eisenstange gegen die Windschutzscheibe eines Autos auf der Straße 5, einer Schnellstraße im nördlichen Westjordanland. Wie durch ein Wunder wurde niemand körperlich verletzt, doch der Vorfall unterstreicht die Bedrohung, die sich gegen Israelis richtet.

Die Sicherheitsherausforderung ist real und hält an. Sie richtet sich gegen Israelis, ganz gleich, wo im Land sie sich befinden.

Nach Inkrafttreten des Waffenstillstands im Gazastreifen im Oktober stellten Analysten fest, dass die Hamas und andere Terrororganisationen begannen, ihre Operationen im Westjordanland neu zu organisieren, um ihren sogenannten „Widerstand“ fortzusetzen.

Aus diesen Gründen begann die IDF am 26. November die Operation Fünf Steine, eine Terrorbekämpfungsoperation, die speziell darauf abzielt, Bedrohungen im nördlichen Westjordanland zu bekämpfen.

Natürlich verurteilten Terrorgruppen die Operation. Das hinderte AFP jedoch nicht daran, die Pressemitteilungen der Hamas und des Islamischen Jihad zu bekräftigen.

Die Anstrengungen der IDF zur Terrorbekämpfung haben sich als erfolgreich erwiesen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden von palästinensischen Terroristen aus dem Westjordanland 22 Terroranschläge verübt – im Vergleich zu 90 im Jahr 2024. Mit dem Beginn der neuen Operation agiert die IDF gezielt in bestimmten Orten des Westjordanlands, die sich als Brennpunkte früherer Anschläge erwiesen haben, darunter Jenin, Tulkarm, Nur Schams, Tubas und Tammun. Diese Städte und Dörfer haben sich zu operativen Zentren der Hamas, des Islamischen Jihad und anderen von Iran unterstützten Gruppen entwickelt, die dort alles produzieren – von Straßenbomben über Schusszellen bis hin zu koordinierten Anschlagsplänen gegen israelische Zivilisten im ganzen Land.

Me’ata, ein palästinensisches Medienzentrum, behauptete, es habe im Oktober 2025 im Westjordanland und in Ostjerusalem 356 „Aktionen des Volkswiderstands“ gegeben, darunter 16 Fälle, in denen Sprengsätzen gelegt und gezündet wurden, vor allem im Bereich von Jenin und Tubas. Einer dieser Explosionen in Tubas verletzte zwei IDF-Soldaten.

Jenin ist vielleicht der Lieblingsort der Medien im Westjordanland, sie bezeichnen ihn durchweg als „Hauptstadt der Märtyrer“. Was die meisten Berichte jedoch verschweigen, ist, dass dieser Name die Rolle der Stadt widerspiegelt, aus der während der Zweiten Intifada mehr als ein Drittel der Terroranschläge kam. Das nächste Mal, wenn Sie „Hauptstadt der Märtyrer“ lesen, sollten Sie wissen: Der Journalist spricht in Wahrheit von Terrorismus.

Die IDF begann im Januar 2025 mit intensiven Operationen in Jenin, nachdem ein Terroranschlag von Terroristen aus der Region drei Israelis das Leben kostete.

Während der laufenden Operation in Jenin schaltete die IDF zwei Terroristen aus, die der Islamischen Jihad für sich beanspruchte. Der Schusswechsel wurde auf Film dokumentiert und es wurde eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob die Einsatzkräfte korrekt gehandelt haben um Schaden von sich selbst abzuwenden – wie es sich gehört in einem Fall, in dem Fragen bestehen, ob Einzelne gegen die Einsatzregeln und den Verhaltenskodex der IDF verstoßen haben.

Mehrere große Medien, darunter CNN, derGuardian und dieWashington Post, berichteten über den Vorfall jedoch, ohne in der Schlagzeile zu erwähnen, dass die beiden Getöteten keine gewöhnlichen palästinensischen Zivilisten, sondern Terroristen waren. Diese Auslassung vermittelt den Lesern einen verzerrten Eindruck des Geschehens und verschleiert den Kontext der anhaltenden Terroraktivitäten in Jenin.

Sky News ging sogar so weit, zu suggerieren, die beiden seien überhaupt keine Terroristen gewesen.

Die terroristische Bedrohung, mit der Israel aus dem Westjordanland konfrontiert ist, ist weder theoretisch noch isoliert; und sie ist auch nach den Terroranschlägen vom 7. Oktober nicht verschwunden. Hätte die IDF nicht fortlaufend gehandelt, um weitere Anschläge zu verhindern, stünden die Israelis heute einer weitaus tödlicheren und besser koordinierten Terrorkampagne gegenüber.

Nach dem 7. Oktober gelobte Israel, niemals wieder das Land oder das jüdische Volk einer solchen Verwüstung und Unsicherheit auszusetzen. Ein sicheres Israel nach diesem Massaker bedeutet, dass Terrornetzwerke zerschlagen werden, bevor sie Anschläge mit Massen an Opfern verüben können – nicht erst danach. Es bedeutet, dass der Hamas und dem Islamischen Jihad die Möglichkeit verwehren wird sich in zivilen Gebieten einzunisten, Sprengstofffabriken zu errichten oder Terroristen in israelische Städte zu entsenden. In einer Realität nach dem 7. Oktober ist Terrorbekämpfung nicht optional. Sie ist die Voraussetzung für jede jegliche echte Stabilität, Sicherheit und Frieden.

Die Drohnen-Illusion: Wie Luftaufnahmen aus dem Gazastreifen geschnitten, gedeutet und der Welt verkauft werden

8. Dezember 2025

David Katz, HonestReporting, 3. Dezember 2025

Drohnenaufnahmen sind zur einflussreichsten visuellen Währung des Gaza-Konflikts geworden. Sie wirken zuverlässig. Sie wirken neutral. Sie scheinen das gesamte Bild zu zeigen.

In Wirklichkeit wird keine andere Form von Bildmaterial in diesem Krieg stärker vom Bediener gesteuert oder redaktionell geformt als der Blick aus der Luft.

Von Höhe bis Winkel, von Zuschnitt bis Farbgebung, von der zeitlichen Planung der Flüge bis zur bewussten Ausblendung der umgebenden Normalität – Drohnenaufnahmen aus dem Gazastreifen entstehen durch eine visuelle Sprache, die den meisten Betrachtern gar nicht auffällt.

Was wie objektive Dokumentation erscheint, ist oft ein konstruiertes emotionales Produkt, das darauf abzielt Verwüstung, Verzweiflung oder Anklage zu vermitteln. Die Drohne zeigt nicht was ist, sondern was der Bediener zu zeigen wählt und was das veröffentlichende Medium zu verstärken entscheidet.

Diese Untersuchung stellt den Mythos der Objektivität von Drohnen infrage. Sie zeigt, wie Luftbilder zu narrativen Waffen werden, die Wahrnehmungen des Gazastreifens durch technische Entscheidungen prägen, die alles andere als neutral sind.

1. Forensische Analyse

Dieses Luftbild zeigt lange Gemeinschafts-Iftar-Tafeln, die in einem schmalen Korridor aus Trümmern innerhalb des Flüchtlingslagers Nuseirat aufgestellt sind. Die Tafeln bilden eine gerade geometrische Linie durch eine zerstörte Straßenlandschaft. Mehrere umliegende Gebäude weisen teilweise Einstürze, beschädigte Böden und freiliegenden Bewehrungsstahl auf.

Gemeinschaftliche Iftar-Tafeln, angeordnet in einem schmalen Trümmerkorridor in Nuseirat. Der mittelhohe Drohnenwinkel hält die Zerstörung im Vordergrund, während er das weitere Umfeld verbirgt. Die Inszenierung platziert Zivilisten in einer strukturell gefährlichen Zone und wirft Fragen nach Zugang, Koordination und Zweck auf.

Gemeinschafts-Iftar-Tische, arrangiert in einem engen Korridor zwischen Schutt in Nuseirat. Der halbhoe Drohnen-Blickwinkel macht die Zerstörung dominant, während das weitere Gebiet verborgen bleibt. Die Inszenierung setzt Zivilisten innerhalb einer strukturell gefährlichen Zone, was Fragen zu Zugang, Koordination und Zweck aufwirft.

Der für das Mahl gewählte Ort ist nicht neutral. Er zwingt Zivilisten – darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen – dazu, eine aktive Gefahrenzone zu betreten und dort zu verweilen:

  • Strukturell instabile Gebäude flankieren die Szene.
     
  • Trümmerfelder enthalten scharfkantiges Metall, Betonfragmente und möglicherweise nicht explodierte Gefahren.
     
  • Zufahrtsstraßen in das Gebiet wirken schmal oder blockiert, was auf einen kontrollierten Zugang hinweist.

Die Platzierung wirft ernste Fragen auf: Wer hat den Zugang genehmigt, warum wurde genau dieser Korridor gewählt und wie konnten Hunderte von Zivilisten in eine Hochrisikoumgebung hinein- und wieder hinausgeführt werden? Nichts im Bild deutet auf eine organische öffentliche Versammlung hin. Das Arrangement ist angesichts der umgebenden Instabilität zu geordnet, zu symmetrisch und zu logistisch durchdacht.

Fotografisch-technische Analyse

Der Fotograf setzt mehrere Konstruktionsstrategien ein:

  • Rahmengebung aus mittlerer bis hoher Flughöhe

Verstärkt den Eindruck völliger Verwüstung und verhindert die Sichtbarkeit sicherer oder alternativer Bereiche außerhalb des beschnittenen Korridors.

  • Geführte Symmetrie

Die gerade Iftar-Linie erzeugt einen bewusst theatralischen Kontrast – das Ritual im Vordergrund, die kuratierte Zerstörung im Hintergrund.

  • Randbeschnitt

Die Drohne wird so positioniert, dass die Betrachter weder sichere Ausgänge noch breitere funktionierende Zonen erkennen können; gezeigt wird nur der enge Ausschnitt der Verwüstung.

  • Zeitlich angepasst: grauer Himmel

Die Wahl eines bedeckten Moments entfernt jede Farbwärme und verstärkt die wahrgenommene Härte der Umgebung.

  • Menschliche Dichte als emotionaler Maßstab

Überfüllte Tafeln verstärken die wahrgenommene Nähe zwischen Zivilisten und struktureller Gefahr.

Risiko- und Zuganglogik

Die Szene kann nicht stattfinden ohne:

  • Vorab freigegebene Zugangswege in eine Gefahrenzone
     
  • Genehmigung durch die kontrollierende Behörde
     
  • Logistische Vorbereitung, einschließlich Tischen, Stühlen, Lautsprechern und Beschilderung
     
  • Koordination der Bewegung der Menschen und Planung der Ausgänge in einem aktiven Konfliktumfeld

Das Bild dokumentiert daher nicht nur ein Iftar, sondern die gezielte Platzierung von Zivilisten in einer Hochrisikoumgebung zu fotografischen Zwecken.

2. Forensische Analyse

Dieses Bild zeigt eine lange, gemeinschaftliche Iftar-Tafel mitten in einer verwüsteten Straße im Viertel al-Shujaiyya in Gaza-Stadt. Die Szene wurde von einem erhöhten Standpunkt aus aufgenommen, um das Ausmaß der Zerstörung rund um die Zusammenkunft zu verdeutlichen.

Ein langer Gemeinschafts-Iftartisch steht mitten im Zentrum einer zerstörten Straße in Schujaiyya. Familien versammeln sich in einer strukturellen Gefahrenzone, umgeben von eingestürzten Gebäuden und Schutt. Die erhöhte Perspektive und die Tiefenschärfe betonend die Zerstörung und werfen Fragen zu Sicherheit Organisation und Zugangskontrolle auf.

Große Teile der Straße bleiben uneben, instabil und von Trümmern übersät. Der Zugang zu diesem Ort erfordert das Durchqueren eingestürzter Gebäude, losen Gerölls und scharfkantiger Betonfragmente. Entlang der Tafel erscheinen an mehreren Stellen Personen in Warnwesten, was auf koordinierte Inszenierung, Kontrolle der Menschenmenge und logistische Organisation hindeutet.

Während die Bildunterschrift die Szene als eine Gemeinschaft darstellt, die religiöse Rituale inmitten der Ruinen wiederaufnimmt, macht die visuelle Realität deutlich, dass es sich um eine aktive Kriegszone handelt – nicht um einen sicheren öffentlichen Raum. Die Platzierung von Familien in einem strukturell gefährlichen Korridor zerstörter Gebäude wirft Fragen darüber auf, wer den Ort bestimmt hat und unter welchem Maß an Zwang oder Anleitung dies geschah.

Fotografisch-technische Analyse

Der Fotograf verwendet einen hohen Abwärtswinkel, um eine dramatische lineare Komposition zu erzeugen. Der lange Tisch wird zu einer visuellen Achse, die sich durch die Trümmer zieht. Dieser Winkel maximiert die vertikalen Wände der Zerstörung rund um die Versammlung.

Zusätzliche im Bild erkennbare Techniken umfassen:

  • Symmetrische Rahmung des Tisches, um kollektive Einheit und Entschlossenheit zu suggerieren
     
  • Vordergrundtrümmer und Gäste im Mittelgrund, die zusammengefügt werden, um ein Narrativ von Widerstandskraft vor dem Hintergrund der Verwüstung zu verstärken
     
  • Erweiterte Tiefenschärfe, die sowohl den Tisch als auch die beschädigten Gebäude scharf abbildet, sodass die Zerstörung die emotionale Wahrnehmung dominiert
     
  • Subtile Betonung grauer Tonwerte, ob natürlich oder nachbearbeitet, die die Trostlosigkeit verstärken und einen Kontrast zu den farbigeren Westen und Tischdecken schaffen

Das ist eine sorgfältig gestaltete visuelle Botschaft. Die Gemeinschaft wirkt klein im Vergleich zur gewaltigen Zerstörung, die sie umgibt.

Risiko- und Zuganglogik

Dieser Ort ist erkennbar gefährlich. Die vertikalen Platten, zerbrochenen Böden und lockeren Trümmerfelder deuten auf eine baulich instabile Zone mit Einsturzgefahr, Staubbelastung oder der Gefahr von Sekundärverletzungen hin. Zivilisten, darunter Kinder, zu einem gemeinsamen Essen in eine solche Umgebung zu bringen, würde nicht spontan geschehen.

Dies wirft drei entscheidende Fragen auf:

1. Wer hat den Zugang und den Versammlungsort organisiert?

Normale Bewegungen von Zivilisten führen selten in den strukturell gefährlichsten Korridor eines zerstörten Viertels.

2. Wurden die Teilnehmer angewiesen oder ermutigt, sich hier zu versammeln?

Die synchronisierte Tischanordnung und die Anzahl der Menschen deuten auf Planung und Koordination hin.

3. Wurde dem Fotografen exklusiver sicherer Zugang gewährt?

Aufnahmen aus großer Höhe erfordern kontrollierten Zugang und operative Genehmigung, insbesondere in einem Trümmerfeld.

Diese Faktoren entsprechen bekannten Mustern der Medienkontrolle im Gazastreifen. Zugang wird erleichtert, wenn das entstehende Bildmaterial den narrativen Zielen dient

3. Forensische Analyse

Zwei Luftaufnahmen zeigen mehrere hundert Schulkinder, die in streng kontrollierten Formationen vor provisorischen Zeltklassen angeordnet sind, die neben der Harun-al-Rashid-Schule stehen. Die Flughöhe der Drohne ist bewusst niedrig bis mittel gewählt, wodurch die Kinder im Vordergrund visuell besonders hervorgehoben werden.

Luftbilder zeigen Schüler in präziser Formation neben Zelt-Klassezimmern; die Bildbeschreibungen schildern harte Umstände, das warme Licht, kontrollierte Inszenierung und gefährliche Standorte, die eine kuratierte Szene nahelegen, die emotional beeinflussen sollen, statt eine natürliche Darstellung schulischen Tagesgeschehens.

Die von den Schülern geformten Linien – sie bilden Kurven und parallele Reihen – deuten auf eine gezielte Anordnung hin und nicht auf spontane Bewegung. Ihre symmetrische Positionierung verstärkt ein Narrativ von Bildung inmitten der Zerstörung, wobei visuelle Ordnung den emotionalen Kontrast erhöht.

Aus fotografischer Sicht:

  • Der abwärts gerichtete Kamerawinkel von etwa 35 bis 45 Grad sorgt dafür, dass Trümmer das Bild dominieren, während unbeschädigte Bereiche außerhalb der Szene weggelassen werden.
     
  • Starkes Sonnenlicht zur Mittagszeit und klare Schatten zeigen warme und stabile Bedingungen, statt des rauen Wetters, das in Bildunterschriften oft angedeutet wird.
     
  • Zeltklassen, teils mit UNICEF-Logo versehen, sind zentral platziert, um symbolische Hinweise auf Abhängigkeit und Krise zu verstärken.
     
  • Der Sicherheitswiderspruch ist deutlich. Hunderte Kinder sind in einer aktiven, kriegsbeschädigten Zone positioniert, die normalerweise wegen struktureller Instabilität und der Gefahr nicht explodierter Munition gesperrt wäre.

Die Gesamtdarstellung signalisiert eine visuell konstruierte Szene – organisiert, symmetrisch und höchst fotogen, jedoch an einem Ort, der üblicherweise als zu gefährlich für Schulunterricht gelten würde. Diese beiden Bilder sind ein starkes Indiz für drohnengestützte narrative Konstruktion, nicht für neutrale Dokumentation.

4. Forensische Analyse

Dieses Luftbild zeigt das Yarmouk-Stadion, das einst für Sport- und öffentliche Veranstaltungen genutzt wurde und nun mit provisorischen Unterkünften gefüllt ist. Die Bildunterschrift stellt die Szene als humanitäre Folge zweijähriger israelischer Angriffe dar, doch das Foto offenbart auch wichtige Kontextfaktoren, die in der Bildunterschrift unerwähnt bleiben

Eine Drohnenaufnahme des Yarmuk-Stadions zeigt es voller Zelte und so symmetrisch aufgenommen, dass es den Eindruck von Massenvertreibung gibt. Am unteren Rand sichtbare Fahrzeuge deuten auf funktionierende Zugangsrouten und gewisse betriebsbereite Infrastruktur, was der Bildunterschrift widerspricht, die völlige Isolation von Versorung suggeriert. Die Bildkomposition lässt intakte benachbarte Straßen und Gebäude aus und verstärkt das visuelle Narrativ des völligen Zusammenbruchs, das von der Umgebung nicht unterstützt wird.

Aus fotografisch-forensischer Sicht:

  • Die Drohne wird in mittlerer Höhe geflogen, nicht in großer Höhe, wodurch der Innenraum des Stadions komprimiert und verhindert wird, dass angrenzende intakte Straßen die Erzählung abschwächen.
     
  • Die Bildgestaltung ist bewusst symmetrisch und auf das ovale Innere zentriert, was die Vorstellung einer abgeschlossenen, eingeschlossenen humanitären Krise verstärkt.
     
  • Die umliegenden Gebäude wirken teilweise intakt, doch der Bildausschnitt blendet viele der unmittelbar um das Stadion vorhandenen funktionierenden Gebäude aus. Der gewählte Winkel sorgt dafür, dass die Zelte das Sichtfeld füllen und ihre Dimension verstärken.
     
  • Das Stadion ist nur über kontrollierte Zugangspunkte erreichbar, was bedeutet, dass die Menschen im Inneren in die exponierte Zone einer aktiven Konfliktumgebung gebracht werden mussten – ein zentraler Widerspruch, der in Bildunterschriften nie thematisiert wird.
     
  • Die gesamte Farbgestaltung tendiert zu kühlen und entsättigten Tönen, die die emotionale Wahrnehmung von Trostlosigkeit verstärken.

Aus Sicht des Narrativs handelt es sich um eine konstruierte visuelle Behauptung, nicht um vollständige dokumentarische Wahrheit. Das Bild betont Massenvertreibung, während es den operativen Kontext verschleiert. Zelte, die in einem offenen Stadion in einer aktiven Kriegszone platziert sind, werfen Fragen darüber auf, wer das organisiert hat, warum dieser Ort gewählt wurde und ob Zivilisten in eine baulich unsichere Umgebung geleitet wurden.

Die Behauptung der Bildunterschrift von „harten Bedingungen ohne Zugang zu Wasser, Strom oder sanitären Einrichtungen“ wird durch die visuellen Belege nicht gestützt. Sichtbare Fahrzeuge und weit verbreitete Nutzung von Mobiltelefonen widersprechen der Vorstellung eines vollständigen infrastrukturellen Zusammenbruchs.

5. Forensische Analyse

Dieses Drohnenbild zeigt die Küste von Gaza-Stadt in Richtung Norden. Die Bildunterschrift beschreibt die Szene als Gazas ehemalige Touristenküste, die sich nun in eine Zufluchtsstätte für Obdachlose verwandelt hat. Diese Formulierung steht im direkten Widerspruch zu jahrelanger internationaler Berichterstattung und der Rhetorik von Nichtregierungsorganisationen, die den Gazastreifen lange vor dem aktuellen Krieg als das größte Freiluftgefängnis oder Konzentrationslager der Welt darstellten. Es kann nicht gleichzeitig eine Touristenküste und ein Gefängnis gewesen sein. Die Bildunterschrift schreibt die Vergangenheit subtil um, um die emotionale Wucht der Gegenwart zu verstärken.

Eine Drohnenaufnahme aus mittlerer Höhe zeigt den Küstenstreifen von Gaza-Stadt mit Zelten und provisorischen Unterkünften zwischen beschädigten und teilweise intakten Gebäuden. Die Bildunterschrift bezeichnet das Gebiet als ehemalige Touristenküste, im Widerspruch zu jahrelanger Berichterstattung, die den Gazastreifen als Freiluftgefängnis darstellte; ein schmaler Küstenkorridor wird genutzt, um die gesamte Stadt zu repräsentieren.

Visuell wird die Drohne in mittlerer bis großer Höhe geflogen und in einem flachen Winkel geneigt, wodurch sich eine weitläufige Staffelung ergibt – vom dichten und beschädigten Vordergrund bis hin zum hellen Streifen aus Strand und Meer. Die Komposition zwingt den Betrachter, einen einzigen schmalen Korridor aus Zerstörung und Zelten als repräsentativ für die gesamte Küste zu lesen.

Nahe am Strand sind Gruppen von Zelten und provisorischen Bauwerken sichtbar, eingebettet zwischen beschädigten und teilweise intakten Betongebäuden. Der Bildausschnitt blendet den größten Teil des städtischen Hinterlands sowie jegliche funktionierende Infrastruktur außerhalb dieses Korridors aus. Diese selektive Auslassung ist die entscheidende fotografische Wahl. Dem Betrachter wird nie gezeigt, was sich direkt außerhalb des Objektivs befindet – nur dieses sorgfältig kuratierte Band einer zerstörten Touristenküste, das die Erzählung von totaler Transformation und Verlust stützt.

6. Forensische Analyse

Dieses Luftbild zeigt die Gegend um das Kulturzentrum Rashad Shawa in Gaza-Stadt. Das Gebäude und seine Umgebung sind beschädigt, provisorische Unterkünfte füllen den freien Raum darum herum. Die visuelle Botschaft ist bewusst gewählt. Es handelt sich nicht um ein anonymes Gebäude, sondern um ein kulturelles Wahrzeichen, das nun von vertriebenen Familien umgeben ist.

Das Kulturzentrum wird als langjähriger Mittelpunkt für Ausstellungen, Festivals und Konferenzen präsentiert, in dem jetzt heimatlose Palästinenser untergebracht sind, was ein höchst emotionales Narrativ verstärkt und einen klaren Widerspruch zu früheren Behauptungen bloßstellt, der Gazastreifen fungiere einzig als Freiluftgefängnis.

Die Bildunterschrift betont, dass das Zentrum seit vielen Jahren Ausstellungen, Festivals, Konferenzen und öffentliche Podiumsdiskussionen beherbergt hat. Diese Formulierung ist sorgfältig gewählt. Indem die kulturelle Geschichte des Gebäudes hervorgehoben wird, lädt die Fotografie den Betrachter dazu ein, den Schaden als Angriff auf das zivile Leben, die Bildung und die Kultur zu sehen – und nicht als einen Ort unter vielen im größeren Konflikt.

Dies fügt sich in ein klares Muster der Drohnenserie ein. Redakteure wählen wiederholt emotional aufgeladene öffentliche Orte, darunter Schulen, Stadien, eine ehemalige Touristenküste und nun ein Kulturzentrum. Jeder wird ausgewählt, weil er im Bewusstsein des Betrachters bereits symbolische Bedeutung trägt. Die Wahl des Motivs leistet ebenso viel wie die Zerstörung selbst.

Darüber hinaus legt diese Bildunterschrift einen tieferen Widerspruch offen. Jahrelang wurde der Gazastreifen vor dem Krieg in internationalen Medien und NGO-Kampagnen weithin als Freiluftgefängnis beschrieben – mit wenig Bewegungsfreiheit oder normalem öffentlichen Leben. Doch dieselbe Bildunterschrift beschreibt nun einen Veranstaltungsort, der regelmäßig Ausstellungen, Festivals, Konferenzen und Diskussionsrunden ausrichtete. Beide Darstellungen können nicht gleichzeitig wahr sein. Die Drohnenaufnahme zeigt daher mehr als nur Trümmer. Sie offenbart stillschweigend, wie Narrative angepasst werden, um den emotionalen Bedürfnissen des Augenblicks zu entsprechen.

Aus visueller Sicht verdichten die Höhe und der Winkel der Drohne die beschädigten Gebäude, Zelte und das dichte urbane Raster zu einem abgeflachten Feld. Dadurch fällt es dem Betrachter schwer, zwischen temporär und dauerhaft oder zwischen stark beschädigt und noch stehend zu unterscheiden. Das Auge liest das gesamte Gebiet als gleichmäßig überwältigt – genau der Effekt, den die Komposition zu erzeugen beabsichtigt.

7. Forensische Analyse

Diese Drohnenaufnahme des Al-Saraya-Platzes setzt das in den vorangegangenen Abschnitten etablierte Muster fort: die bewusste Auswahl emotional aufgeladener Orte des öffentlichen Lebens wie religiöse Versammlungsstätten, Schulen, ein Stadion, ein Kulturzentrum und symbolträchtige Plätze. Jedes dieser Wahrzeichen trägt symbolisches Gewicht und vermittelt so den Eindruck, dass die Grundpfeiler des gesellschaftlichen Lebens einheitlich zerstört wurden. Die visuelle Strategie bleibt konsistent: Wiedererkennbare öffentliche Räume werden genutzt, um die emotionale Wirkung zu verstärken und einen totalen gesellschaftlichen Zusammenbruch zu suggerieren.

Der Al-Saraya-Platz wird als Zone von Massenvertreibung dargestellt, obwohl nur begrenzt Schutzunterkünfte zu sehen sind, während die breitere Szenerie belebte Straßen und weitgehend intakte Gebäude der Umgebung zeigt.

Der Bildausschnitt setzt eine einzelne große Ruine im unteren rechten Quadranten und nutzt sie als dominanten emotionalen Anker. Das steht im Kontrast zu einem breiten Hintergrund aus weitgehend intakten, mehrstöckigen Wohn- und Geschäftsgebäuden mit sichtbaren Balkonen, Fenstern und durchgehender urbaner Dichte. Die Flughöhe ist so gewählt, dass das Ausmaß der Zerstörung übertrieben wirkt, während die ausgewählte Ruine dennoch als visuelles Zentrum bestehen bleibt.

Die Bildunterschrift behauptet, dass der Al-Saraya-Platz zu einem Zufluchtsort für Hunderte von Familien geworden sei, doch die sichtbaren Belege zeigen nur eine begrenzte Anzahl von Zelten und provisorischen Bauwerken, die über den Platz verteilt sind. Die Straßen rund um den Platz bleiben belebt, Fahrzeuge und Fußgänger bewegen sich frei. Dies widerspricht der Implikation eines Raums, der von Vertriebenen überwältigt ist.

Dies folgt dem breiteren Muster, das in der Serie zu beobachten ist. Symbolische öffentliche Räume werden ausgewählt, ein einzelner Cluster von Schäden oder Zelten wird isoliert und dann als repräsentativ für das Ganze dargestellt – unabhängig davon, was das umgebende gebaute Umfeld tatsächlich zeigt.

8. Forensische Analyse

Diese Luftaufnahme des Friedhofs von Alt-Gaza nutzt Asymmetrie als zentrales emotionales Gestaltungsmittel. Der Fotograf positionierte die Kamera schräg nach oben, sodass der Bildausschnitt optisch zu den zerstörten Gräbern im Vordergrund geneigt ist. Dieser starke Kompositionsgradient erzeugt einen psychologischen Sturz von der lebendigen Stadt in eine Landschaft der Zerstörung und vermittelt dem Betrachter das Gefühl, dass sich die Verwüstung vom Friedhof aus in Richtung des zivilen Lebens ausbreitet.

Ein Luftbild des Friedhofs von Alt-Gaza – Die Bildgestaltung schafft eine schroffe Asymmetrie zwischen den inrakten Hochhäusern in der Umgebung und dem Friedhof darunter; die emotionale Wirkung wird verstärkt, während sie sich in eine Reihe mit dem breiteren Muster der auswähenden Symbolik stellt, durch die Wahrzeigen die Wahrnehmung formen.

Der Friedhof selbst wird aufgrund seiner maximalen symbolischen Bedeutung ausgewählt. Als Ruhestätte von Vorfahren, Erbe und kollektiver Identität trägt die Zerstörung hier ein schwereres emotionales Gewicht als Trümmer gewöhnlicher Straßen. Das spiegelt das Muster in allen acht Aufnahmen wider – eine bewusste Fokussierung auf emotional aufgeladene öffentliche Wahrzeichen, darunter Schulen, Stadien, Kulturzentren, religiöse Versammlungsorte, Touristenzonen und nun auch Begräbnisstätten. Keiner der ausgewählten Orte ist neutral. Sie werden aufgrund ihrer Fähigkeit gewählt, emotionale Interpretationen zu verstärken, anstatt einen ausgewogenen räumlichen Kontext zu liefern.

Wesentlich ist, dass das Bild – wie die anderen auch – jeden Hinweis auf das unterirdische Tunnelsystem unter dem Gazastreifen auslässt, das direkte Relevanz für Bodeninstabilität, Einsturzmuster und das Ausmaß der Schäden an der Oberfläche ist. Diese Auslassung ist in den Drohnen- und Luftaufnahmen von Anadolu durchgängig zu beobachten und bildet einen Teil der visuellen Erzählstrategie, die in diesem Artikel dokumentiert wird.

Schlussfolgerung

Bei all diesen Drohnenaufnahmen findet sich dasselbe Muster. Das Material ist konstruiert, nicht einfach gefunden.

Den Zuschauern werden Trümmer gezeigt und nicht Wiederaufbau. Graues Licht und nicht die helle Sonne, die ebenfalls existiert. Selektive Zerstörung und nicht die funktionierenden Straßen, die direkt außerhalb des Bildausschnitts liegen. Ein kurzer Flug wird zu einem umfassenden visuellen Urteil über ein ganzes Gebiet.

Diese Aufnahmen sind keine aus der Luft aufgenommenen neutralen Dokumente. Sie sind narrative Objekte, kontrollierte visuelle Aussagen, die darauf ausgelegt sind, Mitgefühl zu wecken, Schuld zuzuweisen und bestehende politische Botschaften zu verstärken.

Was ausgelassen wird, ist oft wichtiger als das, was gezeigt wird.

Die funktionierenden Viertel in der Nähe.

Das Marktgeschehen direkt außerhalb des Bildausschnitts.

Operativer Kontext, wie Tunnelzschächte oder kontrollierte Sprengungen.

Das tatsächliche Wetter und Licht, die auf einen einzigen grauen Moment reduziert werden.

Drohnenaufnahmen sind zu einem der überzeugendsten Werkzeuge im globalen Informationskrieg geworden. Um visuelle Integrität wiederherzustellen und falsche oder verzerrte Narrative herauszufordern, müssen Zuschauer und Redakteure gleichermaßen lernen, diese Bilder als das zu lesen, was sie sind. Sie zeigen einen ausgewählten Ausschnitt der Realität, nicht das Ganze.

Die Wahrheit liegt nicht in der Höhe.

Die Wahrheit liegt im Kontext, der bewusst außerhalb des Rahmens gelassen wurde.

Medienblindheit: Wenn die Hamas den Waffenstillstand bricht und die Schlagzeilen Israel die Schuld geben

23. Oktober 2025

Rinat Harash, HonestReporting, 20. Oktober 2025

Der Waffenstillstand im Gazastreifen brach diese Woche beinahe auseinander. Das geschah, weil die Hamas zwei israelische Soldaten in einem gemäß dem international gestützten Abkommen mit der Terrororganisation von der IDF kontrollierten Bereich tötete.

In Reaktion schlug Israel mit Luftangriffen auf Hamas-Ziele in der Enklave zurück.

Dennoch schafften es die Medien die erste Tatsache zu verwischen und die zweite zu betonen; sie stellten Israel als den regionalen Schläger dar, der eine zerbrechlichen Waffenruhe brach.

Sie erreichten dies durch eine skeptische Sprache – oder indem sie die Hamas ganz aus der Geschichte ausklammerten.

Skepsis und Zweifel

Die erste Taktik stellte infrage, was die Hamas tatsächlich tat. Formulierungen, die das Handeln der Hamas wie bloße „Anschuldigungen“ aussehen ließen, machten in der New York Times Schlagzeilen.

Die BBC war ebenfalls skeptisch – ging aber noch weiter. Die britische Sender stellte subtil infrage, ob israelische Truppen sich tatsächlich innerhalb der vereinbarten Grenzen aufhielten, die als „Gelbe Linie“ bezeichnet werden, was praktisch implizierte, der Angriff sei möglicherweise gerechtfertigt gewesen.

Sky News bezweifelte sogar, ob die Hamas-Kämpfer, die zwei Soldaten mit einer direkt auf sie geschossenen Panzerfaust töteten, Terroristen waren. Und sie verließen sich dabei auf die Hamas – getarnt unter dem Titel „Das Medienbüro der Gaza-Regierung“ – um Israel für weitere Verstöße die Schuld zu geben.

Die Times of London machte sich gar nicht erst die Mühe Schuldige zu nennen. Ihre Schlagzeile begann mit Israels Angriff und bezeichnete den Angriff der Hamas als „angeblich“.

Hamas weglassen

Reuters vermied unterdessen die Fakten komplett, indem man die Hamas in der Schlagzeile gar nicht erst erwähnte – diese konzentrierte sich einzig auf Israel.

Und der Einführungsabsatz im Artikel der Agentur beschrieb „einen Angriff“ ohne Täter.

Das israelische Militär erklärte am Sonntag, der Waffenstillstand in Gaza sei wieder in Kraft getreten, nachdem bei einem Angriff zwei israelische Soldaten getötet und eine Welle von Luftangriffen ausgelöst worden war, bei denen nach Angaben der Palästinenser 26 Menschen ums Leben kamen – die bisher schwerwiegendste Bewährungsprobe für den Waffenstillstand dieses Monats.

Associated Press folgte diesem Beispiel, erwähnte die Hamas jedoch nicht.

France24 ging noch weiter: Der Sender ließ nicht nur die Hamas komplett außen vor und gab Israel die Schuld, sondern fügte auch noch eine eigene Verdrehung hinzu – dass der jüdische Staat „trotz Waffenstillstandsvereinbarung handelte.

Dieses Muster ist kein Zufall – es ist systembedingt. Indem sie die Hamas verschweigen oder ihre Taten als „angeblich“ abstempeln, schützen viele Medien die Terrororganisation vor der Verantwortung und machen Israel zum ewigen Verbrecher.

Wenn die Hamas während eines Waffenstillstands Israelis tötet, bricht sie den Waffenstillstand. Reagiert Israel, verteidigt es sich. Doch in den Schlagzeilen wird diese Wahrheit verwischt – und die Leser werden in die Irre geführt. Die Rolle des Journalismus besteht darin, aufzuklären, nicht zu verschweigen. Wenn große Medien verschleiern, wer den ersten Schuss abgefeuert hat, machen sie sich mitschuldig daran, die Geschichte von Aggression und Opferrolle umzuschreiben.

Anmerkung:
Deutsche Medien sind da nicht unbedingt besser – nur zwei Beispiele:

tagesschau, 19.10. (Sonntag): „Israel bestätigt Angriffe auf Gaza nach Vorwürfen gegen Hamas.“ Nach Vorwürfen – nachdem Terroristen gleich an 3 Stellen offene Angriffe auf Soldaten geführt haben.

SPIEGEL genauso: „mutmaßliche Angriffe auf israelische Soldaten“.

Fake-Massaker, verzerrte Statistiken und irreführende Behauptungen: Die 25 Lügen, die die Medien Ihnen über den 7. Oktober-Krieg erzählten

9. Oktober 2025

Chaim Lax. HonestReporting, 6. Oktober 2025

Die Medien sind übervoll mit Desinformation und Verleumdungen über Israels Verhalten während des Krieges, den vor zwei Jahren von den von der Hamas angeführten Massakern in Südisrael am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde.

HonestReporting hat Tag und Nacht daran gearbeitet diese israelfeindlichen Lügen zu bekämpfen, während sie sich im Mainstream-Diskurs verbreiten. Sie formen ein kontextfreies Narrativ, das Israel als alleinigen Aggressor darstellt und den Terrorismus der Hamas beschönigt.

Während einige Lügen schnell in den Mainstream-Medien auftauchten und nach ein paar Tagen wieder verschwanden, haben sich andere in der einen oder anderen Form gehalten. Unabhängig von ihrer Langlebigkeit dient jede Lüge als Baustein des israelfeindlichen Narrativs, das Israels Verteidigungskrieg als Verbrechen gegen die Menschheit darstellt und versucht, den jüdischen Staat innerhalb der internationalen Gemeinschaft zum Paria zu machen.

Im Folgenden sind die 25 wichtigsten Lügen aufgeführt, die seit dem 7. Oktober von den Mainstream-Medien verbreitet wurden:

Lüge Nr. 1: Israel begeht im Gazastreifen Völkermord

Wahrheit: Die Behauptung Israel begehe im Gazastreifen Völkermord reicht fast bis zum Beginn des israelischen Krieges gegen die Hamas zurück.

Allerdings erfüllen all diese Behauptungen (ob von Amnesty International, dem Wissenschaftler Omer Bartov, der International Association of Genocide Scholars oder der UN-Untersuchungskommission) nicht die rechtlichen Voraussetzungen für die Feststellung eines Völkermords: Die einzige vernünftige Schlussfolgerung, die aus Israels Vorgehen in Gaza gezogen werden kann, ist die Absicht zum Völkermord.

Diejenigen, die behaupten, Israel begehe einen Völkermord, scheinen diese Schlussfolgerung vorwegzunehmen und versuchen dann, die Beweise und die rechtliche Definition von Völkermord zu verdrehen, um Israel dieses abscheulichen Verbrechens für schuldig zu befinden.

Lüge Nr. 2: Israel ist für die Hungersnot im Gazastreifen verantwortlich.

Wahrheit: Während des gesamten Krieges im Gazastreifen haben Medien und Hilfsorganisationen eine unmittelbar bevorstehende Hungersnot im Gazastreifen vorhergesagt, um Israel für die Hungersnot der Palästinenser in Gaza verantwortlich zu machen.

Trotz der unmittelbaren und alarmierenden Beschaffenheit dieser Vorhersagen wurde bis August 2025 in keinem Teil des Gazastreifens eine Hungersnot ausgerufen und es gab keine Hinweise auf eine Massenhungersnot in der Enklave.

In einem Bericht vom August 2025 erklärte die von den Vereinten Nationen unterstützte Organisation zur Überwachung des Hungers eine Hungersnot im Gouvernement Gaza, zu dem auch Gaza-Stadt und Umgebung gehören. Analysten haben jedoch mehrere fragwürdige Aspekte der Methodik und Analyse des Berichts festgestellt, die seine Schlussfolgerungen in Frage stellen.

Eine vollständige Enthüllung des Hungerberichts finden Sie hier.

Lüge Nr. 3: Der Gazastreifen ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Am 7. Oktober hatte es 9 Millionen Einwohner.

Wahrheit: Am 7. Oktober 2023 hatte der Gazastreifen 2 Millionen Einwohner. Mit einer Fläche von 366 Quadratkilometern gehört der Gazastreifen nicht einmal zu den 200 bevölkerungsreichsten Gebieten der Welt.

Lüge Nr. 4: Nachdem Israel die Palästinenser aufgefordert hatte, den Norden Gazas zu verlassen, bombardierte es die nach Süden fliehenden Palästinenser.

Wahrheit: Im Oktober 2023 wiederholten einige Medien die Behauptung der Hamas, Israel bombardiere Palästinenser, die aus dem Norden Gazas fliehen; sie veröffentlichten Bilder, die Explosionen inmitten von Konvois in Richtung Süden zeigten.

Analysten stellten fest, dass es keine Beweise für einen israelischen Luftangriff auf die Konvois gab und dass die Explosionen durch von der Hamas platzierte Sprengsätze (um Zivilisten von der Flucht aus dem Kampfgebiet abzuhalten) oder defekte Treibstoffbehälter verursacht worden sein könnten, die von den nach Süden fliehenden Personen transportiert wurden.

Lüge Nr. 5: Israel bombardierte das Al-Ahli-Krankenhaus und tötete 500 Menschen.

Wahrheit: Am 17. Oktober 2023 ereignete sich im Al-Ahli-Krankenhaus in Gaza-Stadt eine Explosion. Die Medien berichteten zunächst über die Behauptung der Hamas, das Krankenhaus sei bombardiert und Hunderte Menschen getötet worden.

In Wirklichkeit traf eine fehlgezündete Rakete des Islamischen Jihad den Parkplatz des Krankenhauses. Sie verursachte nur minimalen Schaden am Krankenhaus selbst und tötete auf tragische Weise einige Palästinenser, die im Einschlagsbereich der Rakete Zuflucht gesucht hatten.

Lüge Nr. 6: Israel nimmt palästinensische Journalisten ins Visier.

Wahrheit: Seit Kriegsbeginn behaupten verschiedene Medienrechtsorganisationen, darunter das Committee to Protect Journalists (CPJ) und Reporter ohne Grenzen (RSF), dass Israel palästinensische Journalisten in Gaza ins Visier nimmt.

Es stimmt, dass laut CPJ während des anhaltenden Krieges zwischen Israel und der Hamas fast 200 Journalisten und Medienschaffende getötet wurden. Eine Analyse dieser Namen zeigt jedoch, dass etwa 40 % der Getöteten Verbindungen zu Terrorgruppen hatten (einschließlich der Arbeit für terroristische Medienorganisationen) und dass einige an aktiven Kampfhandlungen gegen Israel teilgenommen hatten.

Angesichts der Einbettung der Hamas-Truppen in zivile Gebiete ist es tragisch, aber unvermeidlich, dass Zivilisten (einschließlich Journalisten) bei militärischen Aktivitäten getötet werden. Dies ist jedoch kein Beweis für gezielte Angriffe auf Journalisten.

Lüge Nr. 7: 500 Lastwagen werden benötigt, um Gazas Vorkriegsniveau an Hilfsgütern zu erreichen.

Wahrheit: Die Behauptung der Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen, vor dem 7. Oktober seien täglich 500 Lastwagen nach Gaza gefahren und diese Zahl sei nötig, um den Bedarf der Zivilbevölkerung zu decken, ist irreführend.

Vor dem 7. Oktober fuhren täglich durchschnittlich 500 Lastwagen nach Gaza, doch die überwiegende Mehrheit davon transportierte Handelsgüter, landwirtschaftliche Produkte, Textilien und Baumaterialien. Nur 100 Lastwagen enthielten humanitäre Hilfe, was in etwa der Anzahl der Lastwagen entspricht, die während des größten Teils des Krieges täglich nach Gaza gefahren sind.

Lüge Nr. 8: Israels Beweise dafür, dass die Hamas das Al-Shifa-Krankenhaus als Basis nutzte, sind nicht überzeugend.

Wahrheit: Entgegen den Medienbehauptungen hat die israelische Armee zahlreiche Beweise dafür vorgelegt, dass die Hamas das Al-Shifa-Krankenhaus für Terrorzwecke nutzte.

Zu diesen Beweisen gehören Aussagen gefangener Terroristen, abgefangene Nachrichten über die Nutzung des Al-Shifa-Krankenhauses durch die Hamas, die Entdeckung von Waffen und militärischer Ausrüstung auf dem Krankenhausgelände, die Freilegung eines Terrortunnels unter dem Krankenhaus sowie Videoaufnahmen, die zeigen, wie Geiseln am 7. Oktober ins Krankenhaus gebracht werden.

Lüge Nr. 9: UNRWA ist keine problematische Hilfsorganisation und eine der wichtigsten humanitären Ressourcen im Gazastreifen.

Wahrheit: Trotz Dementis der Medien und der UNO gibt es unwiderlegbare Beweise dafür, dass die UNO-Hilfsorganisation für palästinensische Flüchtlinge, UNRWA, im Gazastreifen eine problematische Rolle spielt.

1.200 UNRWA-Mitarbeiter sind entweder Mitglieder der Hamas oder des Islamischen Jihad, die Schulen der Organisation lehren Antisemitismus und fördern antiisraelische Gewalt, und die global finanzierte Organisation ignoriert die Platzierung terroristischer Infrastruktur und Waffen in der Nähe ihrer Einrichtungen. Sogar unter dem UNRWA-Hauptquartier befand sich eine Hamas-Kommandozentrale, von der die Organisation selige Unwissenheit behauptete.

Lüge Nr. 10: Israel massakrierte während des „Mehlmassakers“ palästinensische Zivilisten, die auf Hilfe warteten.

Wahrheit: Am 29. Februar 2024 starben zahlreiche Palästinenser, während sie in Gaza-Stadt auf Hilfsgüter warteten. Die Medien wiederholten zunächst die Behauptung der Hamas, sie seien bei einem gezielten israelischen Angriff getötet worden.

In Wirklichkeit wurde die überwiegende Mehrheit der Todesopfer entweder im Chaos, das bei der Ankunft der Hilfstransporter ausbrach, von der Menge erdrückt oder von den Transportern selbst überfahren. Etwa zehn Palästinenser wurden durch israelisches Gewehrfeuer getötet, als sie auf nahegelegene IDF-Stellungen zustürmten.

Lüge Nr. 11: Während der israelischen Operation im Al-Shifa-Krankenhaus im März 2024 vergewaltigten israelische Streitkräfte palästinensische Frauen und ermordeten andere Zivilisten brutal.

Wahrheit: Diese Lüge wurde von einer Frau aus Gaza namens Jamila al-Hessi während eines Interviews mit dem Top-Nachrichtensprecher von Al-Jazeera Arabic verbreitet.

Keine 24 Stunden nach dem Interview wurde al-Hessis Behauptung sowohl von einem ehemaligen Direktor von Al Jazeera als auch von der Hamas selbst zurückgewiesen. Al-Hessi gab zu, diese Lüge verbreitet zu haben, um „die Begeisterung und Brüderlichkeit der Nation zu wecken“.

Lüge Nr. 12: Massengräber vor zwei Krankenhäusern in Gaza zeugen von israelischen Hinrichtungen und Leichenschändungen.

Wahrheit: Ende April 2024 wurden Massengräber vor dem Al-Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt und dem Nasser-Krankenhaus in Khan Younis entdeckt.

Analysten stellten fest, dass die Gräber tatsächlich vor dem Eintreffen der israelischen Streitkräfte ausgehoben worden waren, um diejenigen zu begraben, die in den Krankenhäusern gestorben waren, aber nicht auf einem offiziellen Friedhof beigesetzt werden konnten. Es ist möglich, dass während der Kämpfe zwischen israelischen Streitkräften und der Hamas weitere Leichen hinzukamen, aber höchstwahrscheinlich wurden sie von anderen Palästinensern begraben.

Trotz einiger Behauptungen, Leichen mit auf dem Rücken gefesselten Händen gefunden zu haben, wurden für diese Behauptung nie unabhängige Beweise vorgelegt.

Obwohl israelische Streitkräfte bei der Suche nach israelischen Geiseln tatsächlich einige Gräber ausgehoben hatten, begruben die israelischen Streitkräfte alle vorübergehend entfernten Leichen erneut und zerstörten weder Erkennungszeichen noch schändeten sie die Gräber.

Lüge Nr. 13: Das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium von Gaza liefert genaue Opferzahlen.

Wahrheit: Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen versuchen die Medien und die Vereinten Nationen, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass die Opferzahlen des Gesundheitsministeriums von Gaza korrekt sind.

Es gibt jedoch mehrere Hinweise darauf, dass das Gesundheitsministerium und seine Behauptung, 70 % der Opfer seien Frauen und Kinder, unzuverlässig sind.

Beispiele für diese Unzuverlässigkeit sind nicht überprüfbare und anonyme „Medienberichte“ in den Zahlen des Ministeriums, der geringe Anteil nicht kämpfender Männer unter den Opfern und Diskrepanzen zwischen den Zahlen von einem Tag zum nächsten.

Ein Beispiel für den letzten Punkt: Zwischen dem 2. und 5. Dezember 2023 überstieg die Zahl der Todesfälle von Frauen und Kindern die Gesamtzahl der Todesfälle – eine absurde statistische Anomalie.

Lüge Nr. 14: Der IGH entschied, dass es „plausible“ Beweise für einen Völkermord in Gaza gebe und Israel seine Operationen in Rafah einstellen müsse.

Wahrheit: Im Dezember 2023 reichte Südafrika Klage vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) ein und behauptete, Israel begehe im Gazastreifen einen Völkermord. Im Januar 2024 fällte der IGH sein erstes Urteil in dieser Angelegenheit. Wie Joan Donoghue, die ehemalige Präsidentin des Gerichtshofs, klarstellte, wurde kein „plausibler Völkermord“ im Gazastreifen festgestellt, sondern lediglich, dass die Palästinenser „ein plausibles Recht auf Schutz vor Völkermord“ hätten.

Im Mai 2024 fällte der IGH ein Urteil über die israelischen Militäraktivitäten im südlichen Gazastreifen und entschied, dass Israel alle militärischen Aktivitäten einstellen müsse, die „der palästinensischen Gruppe im Gazastreifen Lebensbedingungen auferlegen könnten, die ihre physische Vernichtung ganz oder teilweise herbeiführen könnten“.

Dabei handelte es sich nicht um eine generelle Einschränkung der israelischen Militäraktivitäten, und Israels Krieg gegen die Hamas konnte im Süden der Enklave fortgesetzt werden.

Lüge Nr. 15: Israel bombardierte gezielt ein Flüchtlingslager in Rafah und verursachte einen Zeltbrand, bei dem Dutzende Zivilisten ums Leben kamen.

Wahrheit: Ende Mai 2024 griff Israel zwei hochrangige Hamas-Kommandeure an, die sich in der Nähe von Zivilisten, aber außerhalb einer ausgewiesenen Sicherheitszone versteckt hielten.

Berichten aus Israel und den USA zufolge ist es wahrscheinlich, dass Granatsplitter des gezielten Angriffs auf etwas Brennbares (entweder Munition oder einen Treibstoffbehälter) trafen, sich entzündeten und das tödliche Feuer auslösten, das die Zelte erfasste. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bezeichnete dies als „tragischen Unfall“.

Lüge Nr. 16: Israel massakrierte mehr als 200 Palästinenser, als es vier israelische Geiseln im Flüchtlingslager Nuseirat rettete.

Wahrheit: Am 8. Juni 2024 retteten israelische Sicherheitskräfte vier Geiseln (Noa Argamani, Almog Meir Jan, Shlomi Ziv und Andrey Kozlov) aus zivilen Häusern, in denen sie im Flüchtlingslager Nuseirat festgehalten wurden. Während der Rettungsaktion griffen lokale Hamas-Kräfte das Rettungsteam und die Geiseln bei ihrem Fluchtversuch an, was zu einem Feuergefecht mitten in einem zivilen Gebiet führte.

Es gab keine unabhängigen Beweise für die Behauptung der Hamas, dass während der Rettungsaktion Hunderte von Palästinensern getötet worden seien oder dass die Mehrheit der Getöteten Zivilisten und keine an dem Feuergefecht beteiligten Kombattanten waren.

Lüge Nr. 17: Studien im Lancet belegen, dass viel mehr Palästinenser getötet wurden, als das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium des Gazastreifens behauptet.

Wahrheit: Im Juli 2024 veröffentlichte The Lancet einen nicht begutachtete Brief, in dem behauptet wurde, die Zahl der Toten in Gaza könnte bis zu 186.000 betragen. Diese fehlerhafte Analyse kam zu dieser Zahl, indem sie die fragwürdige Opferzahl der Hamas (damals 37.000) mit fünf multiplizierte, basierend auf der unbegründeten Annahme, dass es fünfmal so viele indirekte Todesfälle wie aktiv während des Krieges Getötete geben wird.

Der Widerstand gegen den Artikel war so groß, dass einer der Autoren zugeben musste, dass es sich nicht um eine wissenschaftlich fundierte Analyse handelte, sondern „rein illustrativ“ für das, was sein könnte.

Im Januar 2025 veröffentlichte The Lancet einen Artikel, der angeblich beweisen sollte, dass die vom Gesundheitsministerium des Gazastreifens angegebene Opferzahl die Realität unterschätzte.

Diese Studie geriet jedoch aufgrund mehrerer Mängel ins Visier. So war der Algorithmus, der die in sozialen Medien gemeldeten Todesfälle mit anderen Opferlisten verglich, in 30 % der Fälle fehlerhaft. Die drei für die Studie verwendeten Opferlisten waren miteinander verflochten (was die Ergebnisse verfälschte) und die Autoren ignorierten analytische Modelle, die eine niedrigere geschätzte Opferzahl zeigten.

Lüge Nr. 18: Ismail Haniyeh war eine mäßigende und pragmatische Stimme innerhalb der Hamas, die Israel mit seiner Ermordung im Juli 2024 zum Schweigen brachte.

Wahrheit: Im Gegensatz zu seiner Darstellung in den Medienberichten zum Zeitpunkt seines Todes war Hamas-Führer Ismail Haniyeh kein Gemäßigter.

Haniyeh war ein kaltblütiger Terrorist, der die Anschläge vom 7. Oktober feierte, zu „Widerstandsaktivitäten“ (d. h. terroristischen Aktivitäten) in ganz Israel aufrief und den Tod palästinensischer Zivilisten für das höhere Ziel des Kampfes gegen Israel und der letztendlichen Zerstörung des jüdischen Staates förderte.

Lüge Nr. 19: Wie ein Essay der New York Times zeigt, zielen israelische Streitkräfte gezielt auf Kinder ab.

Wahrheit: Die New York Times veröffentlichte einen Gastbeitrag mit dem Titel „65 Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter: Was wir in Gaza sahen“. Der Artikel wurde von medizinischem Personal verfasst, das in Gaza gedient hatte. Darin wurde behauptet, Beweise dafür gesehen zu haben, dass Israel gezielt Kinder durch Kopfschüsse angegriffen habe.

Mehrere Militär-, Medizin- und Forensik-Experten stellten jedoch bestimmte Aspekte des Artikels in Frage, darunter Röntgenaufnahmen, die angeblich Kugeln des Kalibers 5,56 in den Schädeln dieser Kinder zeigten, die aber nicht mit der Einschlagskraft einer Kugel dieser Größe übereinzustimmen schienen. So gab es beispielsweise keine Austrittswunden, Schädelbrüche oder Veränderungen der Form der Kugeln.

Darüber hinaus gibt es keine Beweise dafür, dass die Kugeln aus einer israelischen Waffe und nicht aus der eines palästinensischen Terroristen abgefeuert wurden. Um die Zweifel an dem Artikel noch weiter zu säen, reagierte einer seiner Autoren auf die Kritik mit der falschen Behauptung, dass die Hamas keine menschlichen Schutzschilde verwende, Israel jedoch schon.

Lüge Nr. 20: Israelische Streitkräfte brannten im Dezember 2024 das Kamal-Adwan-Krankenhaus nieder.

Wahrheit: Während einer Anti-Terror-Operation im Kamal-Adwan-Krankenhaus in Beit Lahia, bei der 240 Mitglieder der Hamas und des Islamischen Jhad festgenommen und eine beträchtliche Menge an Waffen beschlagnahmt wurden, brach in einem leeren Teil des Krankenhauses ein Feuer aus, das schnell eingedämmt wurde.

Eine erste Untersuchung der IDF ergab, dass kein Zusammenhang zwischen dem Brand und den in dem Gebiet operierenden israelischen Streitkräften bestand.

Lüge Nr. 21: Wenn die Hilfskräfte nicht sofort vor Ort wären, würden innerhalb der nächsten 48 Stunden 14.000 Babys sterben.

Wahrheit: Diese absurde Behauptung wurde vom UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe, Tom Fletcher, im Mai 2025 in einem Interview mit der BBC aufgestellt.

Auf Nachfrage lieferte Fletcher keine Beweise für seine Behauptung, außer dass fähige Teams vor Ort seien.

Es stellte sich außerdem heraus, dass Fletchers Behauptung eine falsche Darstellung eines IPC-Berichts war, der prognostizierte, dass zwischen April 2025 und März 2026 14.000 Kinder im Gazastreifen an akuter Unterernährung leiden könnten.

Lüge Nr. 22: Israel plant, 600.000 Palästinenser in Lagern im südlichen Gazastreifen zu internieren.

Wahrheit: Im Juli 2025 kündigte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz Pläne zum Bau einer „humanitären Stadt“ im südlichen Gazastreifen an. Diese sollte 600.000 palästinensischen Zivilisten aus der Region Al-Mawasi Unterkunft bieten und ihnen besseren Zugang zu humanitärer Hilfe ermöglichen. Um den zivilen Charakter dieser Stadt zu gewährleisten, sollten alle Personen einer Kontrolle unterzogen werden, um sicherzustellen, dass sie keine Verbindung zur Hamas haben. Katz erwähnte diesen Plan zu keinem Zeitpunkt mit dem Wort „Lager“.

Israelischen Berichten zufolge handelte es sich bei Katz‘ Idee um einen Notfallplan zur Unterstützung von Zivilisten im Kampf gegen die Hamas. Die Arbeit daran war jedoch noch nicht begonnen worden.

Lüge Nr. 23: Bilder von unterernährten Kindern zeugen von weit verbreitetem Hunger in Gaza.

Wahrheit: Ende Juli 2025 veröffentlichten verschiedene Medien Fotos von abgemagerten und unterernährten Kindern und gaben sie als Beweis für weit verbreiteten Hunger in Gaza aus.

Viele der abgebildeten Kinder litten jedoch an Vorerkrankungen, von denen einige (wie Muskeldystrophie und Zerebralparese) selbst in Friedenszeiten ein erhöhtes Risiko für Unterernährung bergen.

In einigen Fällen waren auf Fotos unterernährter Kinder ihre wohlgenährten Geschwister im Hintergrund zu sehen.

Obwohl die humanitäre Krise in Gaza zweifellos tragisch ist, sind Bilder von unterernährten Kindern mit Vorerkrankungen kein Beweis für weit verbreiteten Hunger.

Lüge Nr. 24: Israel verhindert die Lieferung von Hilfsgütern nach Gaza.

Wahrheit: Abgesehen von den ersten beiden Kriegswochen und einer zweimonatigen Blockade im Jahr 2025, die darauf abzielte, die Hamas zur Kapitulation zu zwingen, hat Israel die kontinuierliche Lieferung von Hilfsgütern in den Gazastreifen zugelassen.

Tatsächlich wurden zwischen Kriegsbeginn und Ende August 2025 über zwei Millionen Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen geliefert. Dies ist eine der größten humanitären Operationen während eines Krieges in der modernen Geschichte.

Verzögerungen bei der Lieferung dieser Hilfsgüter an die Bevölkerung des Gazastreifens sind auf die inhärenten Schwierigkeiten bei der Lieferung in Kampfgebieten, den Diebstahl von Hilfsgütern durch die Hamas, die Weigerung der UNO, die Hilfsgüter abzuholen, und die Weigerung der UNO, von Israel genehmigte Routen zu nutzen, zurückzuführen.

Lüge Nr. 25: Israel massakriert Gaza-Bewohner, die Hilfe von GHF-Standorten suchen.

Wahrheit: Als Israel im Mai 2025 seine Hilfslieferungen in den Gazastreifen wieder aufnahm, unterstützten Israel und die Vereinigten Staaten eine neue Hilfsorganisation, die Gaza Humanitarian Foundation (GHF), die Hilfsgüter an palästinensische Zivilisten liefern und gleichzeitig sicherstellen sollte, dass die Hamas diese nicht in die Hände bekommt.

Obwohl die GHF Millionen von Mahlzeiten an Palästinenser geliefert hat, wurde sie von den Medien, der UNO und anderen Hilfsorganisationen verleumdet.

Eine der Hauptverleumdungen über die GHF lautet, Israel massakriere regelmäßig Hilfssuchende. Zwar gibt die IDF manchmal Warnschüsse auf diejenigen ab, die von den ausgewiesenen Wegen in der Nähe der Hilfszentren abweichen und tötet manchmal diejenigen, die sich ihren Positionen zu nahe nähern, doch viele Fälle gemeldeter Massaker erwiesen sich als unbegründet oder waren fälschlicherweise als Feuerfälle gemeldet worden, die nichts mit dem Hilfsstandort zu tun hatten.

Israels Taktiken beim Kampf im Gazastreifen im Gaza-Stadt verstehen

1. Oktober 2025

Channa Rifkin, HonestReporting, 18. September 2025

Es gibt mehrere Punkte, die zu Israels Operation zur Einnahme von Gaza-Stadt zu beleuchten sind. Der erste Punkt ist aber der eklatante Widerspruch in der Darstellung des Gazastreifens im Internet.

Der Gazastreifen als „Freiluftgefängnis“

Eines der am häufigsten im Internet geäußerten Argumente ist, Gaza sei ein „Freiluftgefängnis“. Doch genau diese Behauptung wird von den Influencern, die sie vertreten, widerlegt. Seit Kriegsbeginn posten Persönlichkeiten wie Bisan Owda, Plestia Alaqad und Hind Khoudary wehmütig von den Strandcafés, Luxushäusern und internationalen Reisen, die sie einst genossen haben. Ihre eigenen Beschreibungen offenbaren einen Lebensstil, der nicht mit dem Narrativ eines abgeschotteten, mittellosen Gefängnisses vereinbar ist.

Ja, das Leben in Gaza ist unter der Kontrolle der Hamas schwieriger geworden. Aber ein „Freiluftgefängnis“ ist kein Ort mit Nutella-Cafés, Hochhaushotels oder Märkten, die hochwertige Waren verkaufen. Accounts wie der von Jacqui Peleg (@imshin) posten regelmäßig Bilder von Gazas Luxusgütern und Infrastruktur, die unter einer jahrzehntelangen „Belagerung“ unmöglich wären. Hätte Israel den Gazastreifen 20 Jahre lang wirklich abgeriegelt, gäbe es kein Baumaterial für Türme, keine Smartphones und schon gar keine Vorräte für den Bau des riesigen unterirdischen Tunnelnetzes der Hamas.

Wenn der Gazastreifen sich wie ein Gefängnis anfühlt, dann ist die Hamas der Wärter – nicht Israel.

Warum Israel Hochhäuser beschießt

Die Angriffe der israelischen Armee auf Hochhäuser in Gaza-Stadt sorgten weltweit für Schlagzeilen. Kritiker stellen sie als wahllose Zerstörung dar, doch die Realität sieht anders aus: Die Hamas hat ihre Streitkräfte in genau diesen Gebäuden verankert.

Die israelischen Angriffe wurden auch nicht blind durchgeführt. Die Bewohner erhielten lange im Voraus Evakuierungswarnungen, was sogar die Associated Press in ihrer Berichterstattung einräumte, die dennoch Zweifel an den israelischen Absichten zu säen versuchte.

Israels Militär zerstörte am Sonntag zahlreiche Hochhäuser in Gaza-Stadt, nachdem Einwohner gewarnt wurden, sie sollten evakuieren. Die Palästinenser eilten, um ihre Habe zu retten, warfen sie aus den Fenstern, bevor die Gebäude getroffen wurden.

Laut Peleg wurden Geheimdienstinformationen über die Nutzung der Hochhäuser im Gazastreifen durch die Hamas von Experten wie dem israelischen Militäranalysten Or Fikalov bestätigt. Er berichtete, dass das Hotel Ayan nördlich von Gaza-Stadt am Sudaniyya-Strand kurz vor dem 7. Oktober 2023 renoviert wurde –doch es war von Tunnelschächten durchzogen und als Beobachtungsposten der Hamas genutzt wurde.

Ein weiterer wichtiger Angriff richtete sich gegen den al-Ghafri-Turm, von den die IDF sagte, die Hamas haben ihn für die Beobachtung israelischer Truppenbewegungen genutzt wurde. In seinen oberen Stockwerken, wurde von Restaurants wie dem Flamingo berichtet, dass sie von Journalisten frequentiert wurden, die Raketenschüsse nach Israel filmten. Das Dach des Turms war schon lange als Hauptplatz für das Fotografieren von Hamas-Angriffe bekannt – ein deutliches Beispiel dafür, wie aus zivilen Stellen Waffen gemacht wurden.

Diese Angriffe wurden von der internationalen Medien heftig kritisiert, die die Evakuierungsanweisungen und Gebäudezerstörungen als willkürlich oder übertrieben bezeichnen. Militärexperten hingegen betrachten sie anders.

Andrew Vox, ein altgedienter Analyst zu urbaner Kriegsführung, erklärte auf X:

Willkommen in der urbanen Kriegsführung, wenn der Verteidiger die gesamte Landschaft in einem Maß zur Waffe gemacht hat, wie es in der modernen Kriegsführung noch nie zu sehen war. Ich meine *NIE*. Was die Hamas mit der Militarisierung der zivilen Infrastruktur des Gazastreifens gemacht hat, hat es bisher noch nie gegeben.

Unter solchen Umständen wird der Beschuss von Hochhäusern erwartet, sondern notwendig, um vorrückende Truppen zu schützen – eine Taktik, die in anderen Kriegen zu sehen ist, auch in der Ukraine.

Die rechtlichen Gründe für Israels Belagerung

John Spencer, ein angesehener Experte für urbane Kriegsführung, argumentierte in einem Artikel für die Washington Post, Israels Belagerung des Gazastreifens „rechtmäßig und notwendig“ ist. Er betonte, dass Belagerungen gemäß den Gesetzen für bewaffnete Konflikte erlaubt bleiben, wenn sie sich gegen Kombattanten richten, vorausgesetzt es werden Vorkehrungen getroffen den Schaden für Zivilisten zu minimieren. Tatsächlich, so argumentiert er, ist eine Belagerung oft die beste Möglichkeit in urbanem Krieg zivile Opfer zu begrenzen.

Westliche Meiden hingegen tendieren dazu palästinensische zivile Tote zu betonen, während sie Israels Behauptungen über die Minimierung von Schäden in Anführungszeichen setzen. Spencer weist jedoch darauf hin, dass Israel Herangehensweise einem etablierten Präzedenzfall folgt.

Er führt die zweite Schlacht um Fallujah an (2004), wo US- und irakische Kräfte die Stadt einschlossen, die Zivilisten drängten sie zu verlassen und dann den größten Angriff des Irak-Kriegs begannen. In der Schlacht um Marawi auf den Philippinen 2017 lag die Stadt nach monatelangen Kämpfen in Ruinen. Doch kein ernst zu nehmender Beobachter argumentierte, die Belagerung sei illegal gewesen – sie war notwendig, um Militante zu besiegen, die sich in der Zivilbevölkerung verschanzten.

Spencer schloss, dass Gaza-Stadt genau in dieses Muster passt:

Angesichts der bisherigen Bilanz Israels, wird sein Angriff auf Gaza-Stadt rechtmäßig, moralisch und notwendig sein. Die IDF wird wie jedes andere moderne Militär einem verschanzten Feind in dichtbesiedelten Städten gegenüberstehen.

Nichts Böses sehen, nichts Böses senden

4. September 2025

Rolene Marks, HonestReporting, 31. August 2025

Ein weiser Mensch sagte einmal: „Es gibt niemanden, der so blind ist, dass er nicht sieht.“ Wenn es je Beweise dafür gab, dann ist es die Berichterstattung der Presse während Israels Krieg mit der Hamas. Wir werden mit Schlagzeilen überflutet, die regelmäßig Israel Schuld geben und die Hamas von jeder Verantwortung für ihre Rolle in diesem Krieg freisprechen. Medien zitieren die von der Hamas gelieferten Opferzahlen als Fakt und die jüngste Verleumdung ist die Anschuldigung einer Politik des Massenhungerns, trotz der transparenten Vermittlung von Informationen der COGAT-Einheit der IDF, die für humanitäre Hilfe verantwortlich ist. Die herzzerreißende Bilder ausgemergelter palästinensischer Kinder, von denen nachgewiesen ist, dass sie Patienten sind, die unter angeborenen Krankheiten leiden.

Scheiß auf Beweise!

Viele fragen sich, ob die Medien Stenografen der Hamas geworden sind, statt vertrauenswürdige Informationsquellen. Wir glauben, dass wir die sorgfältig gefertigte Propagandakampagne der Hamas mit Fakten bekämpfen können; und in einer idealen Welt, wie es sein sollte – aber in den letzten zwei Jahren haben wir bei den Traditionsmedien ein beängstigendes neues Phänomen erlebt: das Versagen sachlich zu berichten.

Ist das träger Journalismus – oder etwas viel tückischeres?

Es beginnt vor Ort.

Wir glauben, wenn wir die Auslandspresse dazu bringen die Killing Fields im Süden oder die tausenden Paletten nicht eingesammelter Hilfe im Gazastreifen zu sehen , dann werden sie irgendwie unsere Seite und gegen was wir kämpfen sehen.

Leider haben viele ihre Geschichte bereits geschrieben, bevor sie die Beweise sehen. Ich weiß das, weil ich das in den letzten neun Monaten ein paarmal erlebt haben, wenn ich mich Kollegen anschloss, um über Ereignisse zu berichten. Zwei besondere Vorfälle haben sich in mein Bewusstsein eingebrannt.

Ich erinnere mich an einen Besuch in Nir Oz am 360. Tag des Krieges mit einer Gruppe Auslandspresse und ein paar von uns israelischen Journalisten. Fast ein Jahr später schlug uns der Gestank des Todes entgegen, als wir durch den verwüsteten Kibbuz gingen. Als wir vor dem zerstörten Haus von Oded und Yocheved Lipschitz standen, hörten wir alle ihrer Schwiegertochter Rita zu, die erzählte, dass die Familie hoffte, wer immer Oded gefangen hält, erkennt, dass er einer von mehreren Freiwilligen war, der palästinensische Kinder zur Krebsbehandlung in israelischen Krankenhäusern fuhr. Einer der Auslandsjournalisten wandte sich mit breitem Grinsen einem anderen zu: „Ist ein bisschen zerstört, dieses Viertel.“ Der Journalist, den er mit seinem Kommentar ansprach, grinste in Reaktion. Ich kann die Wut und den Schmerz wegen dieses Austauschs nicht in Worte fassen. Im Februar 2025 sollte die Familie Lipschitz Oded beerdigen. Er wurde in der Gefangenschaft ermordet und seine Überreste wurden zusammen mit denen von Schiri Bibas und ihren beiden rothaarigen Kindern Kfir und Ariel in einer grotesken Zeremonie während des vereinbarten Waffenstillstands und Geiselfreilassung Anfang dieses Jahres übergeben.

Das jüngere Beispiel betrifft den australischen nationalen Sender ABC. Es ist kein Geheimnis, dass Spannungen zwischen Jerusalem und Canberra seit dem 7. Oktober immer weiter zugenommen haben. Nur wenige können Außenministerin Wongs Weigerung vergessen die von dem Massaker betroffenen, dezimierten Gemeinden zu besuchen oder den öffentlichen Austausch von Kritikzwischen Regierungsvertretern beider Länder in Anschluss an Australiens erklärte Absicht im nächsten Monat in der UNO-Vollversammlung einen Palästinenserstaat anzuerkennen.

Vor drei Wochen war ich Teil eines kleinen Press-Kontingents, das auf die Gaza-Seite des Übergangs Kerem Schalom gebracht wurde, um die tausenden Paletten humanitärer Hilfe zu dokumentieren, die die UNO und verschiedene Hilfsorganisationen immer noch nicht abgeholt hatte, während sie regelmäßig Israel beschuldigten eine Politik des Massenverhungerns initiiert zu haben. Hilfs-LKWs samt ihren Fahrern warteten dort auf grünes Licht der UNO und ein UNO-Fahrzeug war in der Nähe stationiert.

Mein Bericht:

Die Journalisten durften sich frei bewegen, umhergehen und dokumentieren, was sie sahen. Während wir dort unter dem wachsamen Auge der IDF standen, die uns beschützten und jegliche Fragen beantworten sollten, die wir vielleicht gehabt hätten, behinderte uns kein einziger der Soldaten auf irgendeine Weise oder sagte uns, dass wir eine bestimmte Information weitergeben MÜSSEN. Was wir sahen, sprach für sich selbst. Es sprach zu jedem, so schien es, außer zu den beiden Korrespondenten von ABC.

Der ABC-Journalist stand zwischen den Türmen mit den Aufschriften UNO, UNICEF und Welternährungsprogramm und sagte mit ernster Miene: „Dies ist das Gesicht, von dem Israel will, dass Sie es sehen, wie es die Lieferung humanitärer Hilfe betreibt.“ Der Reporter fuhr mit seinem beleidigenden Bericht fort und versuchte Israels Behauptungen in Zweifel zu ziehen.

Es bedurfte mehrerer Aufnahmen, um die Darbietung mit ausreichender Intensität zu gestalten.

Die Anspielung lautete, es habe sich um einen inszenierten Versuch Israels gehandelt, Anschuldigungen des vorsätzlichen Verhungerns wegzubürsten. Diejenigen von uns, die Zeugen davon waren, waren verblüfft. Wir konnten nicht glauben, was wir sahen. Hatten sie nicht genau das Gleiche gesehen wie wir? Berge an Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Babynahrung und so viel davon verrottete in der glühenden Hitze, wartete darauf von genau den Organisationen abgeholt zu werden, die Israel die Hungersnot zum Vorwurf machen? Es war kein Zufall, dass die beiden, sobald sie wieder sicher zurück in Israel waren, einen ziemlich hastigen Rückzug antraten.

Diese beiden Vorfälle verdeutlichen den alarmierenden Trend zu agendabasierter Berichterstattung. Wir müssen unsere Medien zur Verantwortung ziehen, in der Erwartung, dass sie Fakten mitteilen und nicht Redaktions- oder persönliche Absichten. Fehldarstellung von Fakten und vorsätzliche Fehlinformationen schaffen ein furchterregendes globales Klima des Antisemitismus und fehlgeleiteter außenpolitischer Entscheidungen. Wir können diesen Trend nicht ignorieren – unsere Sicherheit steht auf dem Spiel. Wir müssen unsere Medien zur Verantwortung ziehen. Als Medienkonsumenten sind wir nicht machtlos; wir haben Möglichkeiten und müssen von unseren Medien bessere Leistungen verlangen. Davon hängen Leben ab – sowohl das von Israelis als auch von Palästinensern.

Wie man die Hamas verschwinden lässt: Wie die Medien Israels Krieg im Gazastreifen neuschreiben

10. Juli 2025

Channa Rifkin, HonestReporting, 8. Juli 2025

Im Gazastreifen werden IDF-Soldaten getötet und niemand redet darüber, schon gar nicht wird gefragt, wer das macht. Das ist entscheidender, als es scheint.

Am Montagabend brach zwischen israelischen Soldaten und Hamas-Terroristen einer der intensivsten Kämpfe aus, seit der Krieg zwischen Israel und der Hamas begann. Soldaten waren zu Fuß in Beit Hanoun im nördlichen Gazastreifen unterwegs, als ein Sprengsatz am Straßenrand explodierte und mindestens fünf Soldaten tötete sowie 14 verletzte. So wurden im Verlauf der letzten Monate die meisten Soldaten im Gazastreifen getötet.

Als die Toten und Verletzten evakuiert wurden, wurden die IDF-Kräfte beschossen. Jemand schoss eindeutig auf sie, Aber wer?

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Israel hat in der Enklave eindeutig einen Feind und da sind keine Kinder, trotz allem, was der New Yorker seine Leser glauben machen will.

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Das ist im Verlauf von mehr als 21 Monaten Krieg im Gazastreifen zum Muster geworden: Meiden veröffentlichen einen Artikel darüber, dass Israel „zivile“ Infrastruktur wie ein Wohngebäude oder eine Schule angreift oder berichten, dass die IDF angeblich auf Dutzende oder Hunderte Palästinenser schießt und sie tötet, die um Hilfsgüter anstehen. Dem folgt ein Bericht über die Zahl der Todesopfer, in der Regel geliefert vom von der Hamas gelführten Gesundheitsministerium. Die Beteiligung der Hamas oder die Taktik der menschlichen Schutzschilde wird nie erwähnt – abgesehen davon, dass der gelegentliche IDF-Kommentar dazu abschätzig behandelt wird.

Und wenn die IDF-Kommentare enthalten sind, dann sieht das oft so aus:

Wenn das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium etwas sagt, behandelt es die BBC als Fakten. Wenn die von Israel und den USA gestützte Gaza Humanitarian Foundation etwas sagt, sät die BBC Zweifel. Warum bevorzugt die BBC immer die Terroristen?

Das ist ein offenes Täuschungsmanöver. Warum? Weil das, was der durchschnittliche Leser oder Nachrichtenkonsument verinnerlicht, ist, dass den Worten der Hamas vertraut werden sollte, während Israel mit Skepsis behandelt wird und dass Israel einfach unschuldige Zivilisten angreift. Das Narrativ lautet: Die IDF beschießt Schulen und Krankenhausgelände, in denen obdachlose und kranke Menschen untergebracht sind, also müssen sie versuchen unschuldige Palästinenser zu töten.

Das ist aber nicht die ganze Geschichte. Warum greift Israel diese Orte an? Gegen wen führt Israel Krieg? Bei jedem Angriff, bei jedem berichteten Angriff auf Zivilisten, die bei der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) kostenlose Hilfe erhalten wollen, bei jedem Sprengsatz, der IDF-Soldaten tötet, versteckt sich der wahre Feind im Schatten – in Zivil und er versucht die Medien und den Rest der Welt zu täuschen.

Der ehemalige IDF-Sprecher Oberstleutnant (a.D.) Jonathan Conricus fragte ein einem Interview auf Sky News: „Wann war das letzte Mal, dass jemand einen Hamas-Kämpfer – den wir als Terroristen bezeichnen würden – gesehen hat, der in Uniform kämpft? Ich kann mich nicht erinnern, dass die Hamas in den letzten eineinhalb Jahren in Uniform gekämpft hat. Die einzige Gelegenheit, dass sie Uniform getragen haben, ist bei der Übergabe von Geiseln oder bei Paraden.“

Und wenn die Hamas ein unsichtbarer Spieler in diesem Krieg ist, dann gibt es nur eine Seite, die aus Sicht der Medien beteiligt ist.

Und nur eine Seite schießt mit Waffen und nur eine Seite wird für den Tod und die Zerstörung im Gazastreifen verantwortlich gemacht: Israel.

Wundert es dann wirklich, dass die Hamas in der Lage ist ihrer Verantwortung für die Katastrophe zu entgehen, die sie über die Menschen des Gazastreifens gebracht hat?

Tragische Geschichte einer Gaza-Ärztin lässt zahlreiche Alarme klingeln – die die Medien lieber ignorieren

29. Mai 2025

HonestReporting, 26. Mai 2025

Wer ist Alaa Al-Najjar?

Laut Hamas ist sie eine Ärztin und Mutter von neun Kindern, die bei einem israelischen Luftangriff am Freitag (23. Mai) getötet wurden, während sie im Nasser-Krankenhaus im südlichen Gazastreifen im Dienst war. Als sie von dem Angriff hörte, rannte sie zu ihrem zerstörten Haus in Khan Junes, nur um die verkohlten Leichen ihrer Kinder zu entdecken. Ihr Ehemann und ein Kind überlebten schwer verletzt.

Diese tragische Geschichte machte übers Wochenende Schlagzeilen, begleitet von herzerweichenden Fotos winziger, eingewickelter Leichen, weinender Frauen und alter Familienbilder der bezaubernden Kinder. Während es keinen Zweifel an ihrem tragischen Tod gab, fragen wir uns, warum die Mutter selbst nirgendwo auf einem Foto aus der Notaufnahme, dem Ort des Vorfalls, der Beerdigung oder den Familienfotos auftaucht, die nur den Vater zeigen.

Tatsächlich verbreiteten Medien unkritisch oder vorsätzlich alte und gefälschte Fotos, identifizierten die Nichte fälschlich als die Mutter und schließlich – nach drei Tagen – veröffentlichten sie ein Foto, das angeblich die Mutter zeigt – nicht in einem Arztkittel, sondern verschleiert durch einen Niqab.

Irreführende Fotos

Eines der ersten Bilder, die nach dem Vorfall kursierten, war das dramatische Foto einer schreienden Frau, die die eingewickelte Leiche eines Babys festhält, umgeben von einem weinenden Jungen und einem Mann, der versucht sie zu tröten.

Das schmerzliche Bild, das auf tragische Weise an Michelangelos Pieta erinnert, bewegte zweifellose manche Redakteure. Und weil sie ein Foto für ihren Artikel über Alaa Al-Najjar brauchten, kümmerten sie sich nicht darum das Datum des Bildes zu überprüfen, das aus dem Dezember 2023 stammt.

„Israel verbrennt 9 Kinder einer Kinderärztin bei lebendigem Leib“
31 (Such-) Ergebnisse; erstmals am 28. Dezember 2023 im Index aufgenommen

Derweil brachten viele Medien – einschließlich CNN und dem Guardian – Getty/Anadolu-Bilder der Nichte des Ehemanns, die ihn im Krankenhaus besuchte und identifizierten sie fälschlich als die Mutter.

Dieselbe Frau erscheint in einem Reuters-Interview; sie beschreibt die furchtbare Erfahrung ihrer Tante. Andere Reuters-Interviews zeigen die Schwester und den Bruder des Ehemanns. Aber seine Frau – die Mutter der neun toten Kinder – wird nirgendwo interviewt, ist nirgendwo zu sehen.

rot unterstrichen: Interview mit Hamdi Al-Najjars Nichte

Schließlich erschien sie am Sonntag (25. Mai) in einem Reuters-Foto, das sie in einem Niqab zeigen sollte. Niemand in der weltweiten Nachrichtenagentur schien sich darüber zu wundern, aber ein Experte für Arabisches sagte HonestReporting, die streng religiöse Erscheinung sei „sehr seltsam“, angesichts dessen, dass ihr erlaubt werde Medizin zu praktizieren und Kinderärztin zu werden.

Die Maskierung von Alaas Erscheinung war auch auf einem Foto offensichtlich, das eine Frau zeigte, deren Gesicht nicht zu sehen war, als sie sich über die Leichen ihrer Kinder beugte. Ein weiteres Foto, das fast identische Kinderleichen mit einer über ihnen weinenden, nicht identifizierten Frau zeigt, war höchstwahrscheinlich KI-generiert.

Das Fehlen er Mutter auf Familienfotos, die online kursierten, hätte ein paar hochgezogene Augenbrauen veranlassen müssen.

Der Hamas glauben

Der Tod eines jeden Kindes ist eine Tragödie, die nicht bagatellisiert werden kann und es gibt keinen Zweifel am Tod der Kinder Al-Najjars. Wir weisen schlicht auf Löcher im Narrativ der Hamas hin, die von jedem Journalisten, der der Story auf den Grund gehen will, hätten aufgeworfen werden müssen.

Im Gazastreifen erhalten medizinische Teams in der Regel sehr schnell Aufnahmen – besonders, wenn viele Menschen getötet werden und wenn trauernde Familienmitglieder im Zentrum des Narrativs stehen. Daher lohnt es sich zumindest zu fragen, warum Fotos manipuliert worden sind und wo die echte Mutter ist.

Wichtig ist auch zu fragen, warum alle Quellen dieser traurigen Geschichte bestenfalls aus zweiter Hand kommen (die Verwandten) oder schlimmstenfalls Agenda getrieben sind (Vertreter des Hamas-Gesundheitsministeriums).

Schließlich hätte jeder Journalist fragen müssen, warum Al-Najjars Haus beschossen wurde, denn die IDF hat deutlich gemacht, dass sie Terroristen ins Visier nimmt, nicht die Zivilisten, hinter denen sie sich verstecken.

Wenn solche Fragen nicht gestellt werden, dann ist das Ergebnis verantwortungslose Berichterstattung, die die Worte der Hamas als Evangelium nimmt und denen weitere Ungerechtigkeit erweist, die sie als menschliche Schutzschilde benutzt. Dieses Verhalten nutzt zudem das Vertrauen von Nachrichten-Konsumenten aus, die glauben, sie würden aus einer verlässlichen Quelle alle Fakten erhalten.

Aber wenn Medien nicht einmal die falschen Ritualmordverleumdung hinterfragen, die zu verbreiten sie letzte Woche zu 14.000 Babys im Gazastreifen halfen, von denen man erwartete, sie würden innerhalb von zwei Tagen Hungers sterben – warum sollte irgendwer erwarten, dass sie überhaupt etwas anzweifeln?

Israel wird beschuldigt den Gaza-Waffenstillstand zu zerschmettern – von genau denselben Meiden, die zugaben, dass der schon zu Ende war

20. März 2025

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 18. März 2025

In der Nacht auf Dienstag nahmen die Israelischen Verteidigungskräfte die Militäroperationen gegen die Hamas im Gazastreifen wieder auf; sie beschossen Ziele im gesamten Streifen und ordneten die Evakuierung von Zivilisten aus gefährdeten Gebieten an.

Karoline Leavitt, Pressesekretärin des Weißen Hauses, bestätigte, dass die USA zu Israels Plänen konsultiert wurden; sie erklärte: „Wie Präsident Trump deutlich gemacht hat: Die Hamas, die Houthis, der Iran, alle, die nicht nur Israel sondern auch die Vereinigten Staaten terrorisieren wollen, werden einen Preis dafür zahlen müssen. Die Hölle wird losbrechen“, sagte sie gegenüber Fox News.

Ihre Bemerkungen bestätigten, was Unterhändler in Washington und Jerusalem bereits gesagte hatten: Bemühungen das vorherige Waffenstillstandsabkommen zu verlängern – das im Januar vereinbart wurde und am 1. März auslief – waren gescheitert, weil die Hamas es ablehnte die Bedingungen zu akzeptieren.

Präsident Donald Trumps Gesandter für den Nahen Osten, Steve Witkoff, hatte früher schon bekräftigt, dass die Entwaffnung der Hamas eine Voraussetzung  für jeden langfristigen Waffenstillstand sei: „Eine erster Schritt ist die Entmilitarisierung der Hamas, keine Wiederbewaffnung – sie müssen all ihre Waffen vor Ort lassen und den Gazastreifen verlassen. Wir brauchen eine Frist für die zweite Phase. Die Art, wie die Geiseln festgehalten werden, ist inakzeptabel.“

Ein dauerhafter Waffenstillstand, den es nie gab

Der im Januar vereinbarte Waffenstillstand war nie eine dauerhafte Vereinbarung. Es handelte sich um einen Waffenstillstand in Phasen mit einer ersten Phase, zu der der Austausch von Geiseln gegen Häftlinge gehörte, humanitäre Hilfe für den Gazastreifen und eine Vorkehrung für weitere Verhandlungen – Verhandlungen, die 16 Tage nach Beginn der ersten Phase beginnen sollten, aber nie zustande kamen.

Entscheiden ist, dass in der zweiten Phase – der weder die Hamas noch Israel zugestimmt haben – die Möglichkeit eines dauerhaften Waffenstillstands hätte diskutiert werden sollen. DAs ist nie geschehen.

Die Medien schienen dies vor nur zwei Wochen verstanden zu haben.

Am 3. März berichtete die BBC: „Seit dem 1. März, als Phase 1 auslief, ist der Waffenstillstand in der Schwebe gewesen. Phase 2 hat nicht begonnen und beide Seiten stellten sich stur.“

Nachrichtenagenturen – Reuters, Associated Press und AFP – berichteten am 2. März, dass Israel Hilfe blockiert, „nachdem die erste Phase des Waffenstillstandsabkommens ausgelaufen ist.“

CNN, NBC News und Sky News bestätigten ebenfalls, dass der Waffenstillstand ausgelaufen war.

Bemerkenswerterweise beschuldigen dieselben Medien jetzt Israel einen angeblich dauerhaften Waffenstillstand zu verletzen, indem es im Gazastreifen angreift.

Sky News verkündete in seiner Schlagzeile am Montagabend: „Explosives Ende des Waffenstillstands im Gazastreifen, während Leichen sich nach israelischen Angriffen zu hunderten stapeln.“ [Es gibt nichts „Explosives“ an einem Ergebnis, vor dem wiederholt gewarnt worden war.]

POLITICO stellte Israels Operation unter Verwendung eines Berichts von AP als Massaker dar und behauptete, dass Luftangriffe „mindestens 200 Personen“ bei dem getötet hätten, was sie „die schwersten Angriffe auf das Territorium seit Inkrafttreten eines Waffenstillstands im Januar“ nannte. Insbesondere ließ der Bericht jegliche Quellenanagabe für die schnell gemeldeten Zahlen – Zahlen, die wie immer von der Hamas stammten.

Derweil hielt es der Guardian angebracht die absurde Behauptung der Türkei abzudrucken, Israel habe ein „Massaker“ begangen – eine bemerkenswerte Wortwahl angesichts der Tatsache , dass dieselbe türkische Regierung in vergangene Woche damit verbracht hat syrische Armeekräfte dabei zu unterstützen tausende Alawiten in Syrien zu massakrieren.

CNN erklärte, dass der Waffenstillstand „zerschmettert wurde, weil Israel den Gazastreifen mit einer Welle tödlicher Angriffe bombardierte“; der Sender begann mit den Anschuldigungen der Hamas, Israel habe „die fast zwei Monate andauernde Waffenstillstandsvereinbarung aufgekündigt“ und „setze die Gefangenen im Gazastreifen der Gefahr eines unbekannten Schicksals aus“.

NBC News berichtete: „Mehr als 400 Palästinenser“ wurden getötet, nachdem „die Hamas sagte, Israel habe die Waffenstillstandsvereinbarung verletzt“. Der Sender erwähnte in seiner Zusammenfassung der Ereignisse auch die Behauptung der Hamas, Israel setze „die Gefangenen im Gazastreifen einem unbekannten Schicksal aus“ – ja, „Gefangene“ bezeichnet in diesem Fall die israelischen Geiseln, die am 7. Oktober verschleppt wurden.

Die Wahrheit über die „Waffenruhe“ zwischen Israel und der Hamas

  • Die erste Phase der gestaffelten Waffenstillstandsvereinbarung lief am 1. März aus.
     
  • Die Hamas hat es wiederholt abgelehnt einer Verlängerung zuzustimmen oder den Voraussetzungen für eine zweite Phase zuzustimmen.
     
  • Vor zwei Wochen schienen die internationalen Medien sich dieser beiden Fakten vollkommen bewusst zu sein.

Was hat sich dann geändert?

Natürlich nicht die Fakten. Aber das Narrativ der Medien? Das hat sich geändert.


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