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Dieselbe Geschichte, neue Front: Die Wiederverwertung antiisraelischer Mediennarrative

4. April 2026

Sharon Levy, HonestReporting, 26. März 2026

Alle paar Monate tauchen vertraute Narrative im Nachrichtenzyklus wieder auf. Das ist kein Zufall. Während sie über aktuelle Ereignisse berichten, recyceln die Medien oft etablierte Narrative und verpacken sie neu, damit sie auf völlig andere Situationen passen.

Nirgends wurde das deutlicher als in den vergangenen zweieinhalb Jahren, in denen Israel sich im Kriegen an mehreren Fronten gleichzeitig wiederfand.

Nach den Terrorangriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 wurde der anschließende Konflikt schnell nicht nur zu einem militärischen Krieg, sondern ein Krieg der Narrative. Nachrichtenmedien beschuldigten Israel rasch, es würde gegen internationales Recht verstoßen und verstärkten Behauptungen des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums, Israel würde absichtlich Kinder ins Visier nehmen oder Zivilisten massakrieren.

Dieselben Narrative sind nun zu einer Vorlage geworden – die jetzt auf Israels Konflikt mit dem Iran und der Hisbollah angewendet wird.

Die Vorlage Gaza-Narrativ

HonestReporting.ai Labs hat festgestellt, dass zwar der Inhalt im aktuellen Krieg gegen Iran und die Hisbollah variieren kann, die erstmals während des Gaza-Konflikts verwendete Darstellung jedoch nahezu vollständig wiederverwendet wird.

Eine genauere Analyse zeigt, dass dies nicht einfach organischer Journalismus ist, der auf sich entwickelnde Ereignisse reagiert. Vielmehr wird ein strukturiertes Muster gespiegelt – eines, das es ermöglicht ein etabliertes, oft emotional aufgeladenes Narrativ in eine völlig andere Konfliktzone zu übertragen.

Die Auswirkungen sind erheblich. Wenn die Darstellung vorab festgelegt ist, sind die Schlussfolgerungen wahrscheinlich ebenfalls vorherbestimmt.

Wiederkehrende Narrative – Schaubild durch HonestReporting.ai Labs.

HonestReporting.ai Labs verfolgte die Wanderung von Desinformationsnarrativen, die ursprünglich während des Gaza-Konflikts eingesetzt wurden und nun auf den Krieg mit dem Iran angewendet werden. Das hat bereits zu mehr als 550 Warnmeldungen geführt, die sich speziell auf den Iran beziehen. Diese lassen sich in fünf dominante Narrativkategorien einordnen:

  • Zivile Opfer und Angriffe auf Krankenhäuser
     
  • Völkermordvorwürfe
     
  • Als gesicherte Tatsache präsentierte Kriegsverbrechen
     
  • Die eindeutige Zuschreibung der Eskalation an Israel oder die Vereinigten Staaten
     
  • Das Auftauchen dessen, was ausdrücklich als „Gaza-Modell“ bezeichnet wird

Diese Themen klingen für jeden bekannt, der die Medienberichterstattung über den Krieg Israels gegen die Hamas verfolgt hat. Ihr erneutes Auftreten jetzt, da Israel Bedrohungen aus dem Iran und durch die Hisbollah gegenübersteht, ist kaum zufällig.

Die Verbreitung von Narrativen

Besorgniserregend ist nicht nur die Vertrautheit dieser Narrative, sondern auch die Geschwindigkeit und das Ausmaß ihrer Verbreitung. Sie prägen die öffentliche Wahrnehmung nahezu sofort und lösen oft emotionale Reaktionen aus, bevor die Fakten vor Ort vollständig feststehen.

Innerhalb weniger Tage nach der Eskalation des Konflikts tauchten bereits identische Themen – häufig in nahezu identischer Sprache – in großen internationalen Medien auf, darunter in der New York Times, dem Guardian und der LA Times.

Das wirft eine wichtige Frage auf: Bewerten Journalistinnen und Journalisten die Ereignisse, während sie sich entwickeln oder passen sie sie in ein bereits bestehendes narratives Rahmenwerk ein?

Über diese breiteren Themen hinaus zeigen bestimmte Formulierungen, wie schnell die Darstellung aus der Gaza-Zeit auf den Iran und den Libanon übertragen wurde.

Schaubild durch HonestReporting.ai Labs.HonestReporting.ai Labs.

In den ersten fünf Tagen des Krieges waren Begriffe wie „Flächenbombardment“ und „Bombardierung“ bereits weit verbreitet. Noch bevor explizite Vergleiche zu Gaza gezogen wurden, leistete eine solche Sprache bereits die Rahmenarbeit, indem sie wahllose Gewalt als gegeben voraussetzte, statt als Behauptung, die einer Überprüfung bedarf.

Das steht im Gegensatz zur Realität, dass die IDF umfangreiche Maßnahmen ergriffen hat, um zivile Schäden zu minimieren, während sie einen Krieg gegen eine Guerillaführt. Die Strategie der Hisbollah, Kämpfer und Infrastruktur in zivilen Gebieten zu verbergen, verwandelt Häuser und Viertel bewusst in Kriegsschauplätze.

Kurz darauf tauchte der Begriff „Kollektivstrafe“ innerhalb eines 48‑Stunden‑Fensters in mehreren Medien auf. Seine Zuschreibung an den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun erhob ihn von einem Kommentar zu scheinbar akzeptierter diplomatischer Sprache.

Ein weiteres recyceltes Narrativ folgte kurz darauf: das Konzept von israelischer „Besatzung als Verhandlungsinstrument“. Zuvor im Diskurs über den Gazastreifen und die Westbank verankert, wurde es nun auf den Libanon angewendet und stellte militärische Operationen als politische Nötigung statt als Sicherheitsmaßnahmen dar.

Dabei wird ein differenziertes Verständnis der Bedrohung durch die Hisbollah und der Gefahr, die sie für israelische Zivilisten darstellt, weitgehend ausgelöscht.

Das „Gaza‑Modell“ als Abkürzung

Vielleicht die aufschlussreichste Entwicklung ist das Auftauchen des sogenannten „Gaza-Modells“ oder der „Gaza-Doktrin“. Anders als einzelne Narrative fungiert dies als Meta-Narrativ – eines, das einen gesamten Deutungsrahmen in einem einzigen Ausdruck importiert.

Wenn Schlagzeilen behaupten, Israel wende ein „Gaza-Modell“ auf den Libanon an, erübrigt sich jede Detailargumentation. Der Ausdruck selbst trägt eingebaute Annahmen: Vertreibung, Angriffe auf Zivilisten und Verstöße gegen internationales Recht.

Der zeitliche Ablauf ist aufschlussreich. Der Ausdruck erschien erstmals am 13. März bei Al-Jazira und verbreitete sich schnell auf andere Medien, darunter den Guardian. Selbst UNO-Generalsekretär António Guterres übernahm ähnliche Formulierungen, was zeigt, wie solche Narrative über die Medien hinausreichen.

Der Ausdruck wurde dem israelischen Verteidigungsminister Israel Katz zugeschrieben, jedoch auf eine Weise, die entscheidenden Kontext entfernte.

In Wirklichkeit hat die Hisbollah, so wie die Hamas, ihre Infrastruktur systematisch in zivilen Gebieten verankert. Das sogenannte „Gaza-Modell“ bezieht sich auf die Zerstörung terroristischer Infrastruktur, sowohl über als auch unter der Erde, nicht auf Angriffe auf Zivilisten, wie oft angedeutet wird.

Durch das Weglassen dieses Kontextes entsteht für die Leser ein irreführender Eindruck: dass Israel die Zerstörung ganzer Gemeinden anstrebt.

Wenn Framing zu irreführenden Schlussfolgerungen wird

Sobald ein narratives Rahmenwerk sich als wirksam erweist, wird es wiederverwendbar. In einem Umfeld, in dem Website-Traffic und Viralität oft Vorrang haben, besteht wenig Anreiz, neue Argumente zu entwickeln, wenn bestehende einfach umfunktioniert werden können.

Doch wenn entscheidender Kontext fehlt, hört Journalismus auf zu informieren. Stattdessen lenkt er das Publikum auf vorgegebene Schlussfolgerungen.

Wenn das „Gaza-Modell“ so leicht anderswo angewendet werden kann, stellt sich eine tiefergehende Frage: Ging es jemals wirklich um den Gazastreifen?

Dass Ran Gvili auf einem muslimischen Friedhof vergraben wurde, ist nur das jüngste Beispiel der Ausnutzung heiliger Stätten durch die Terroristen

6. Februar 2026

Chaim Lax, HonestReporting, 28. Januar 2026

Mitten in der bittersüßen Freude über die Bergung des Leichnams von Ran Gvili, der letzten israelischen Geisel im Gazastreifen, wurde von vielen kaum erwähnt, dass die Terrororganisation Islamischer Jihad ihn auf einem muslimischen Friedhof im Gazastreifen begraben hatte. Andere wiederum haben genau dies als ein besonders deutliches Beispiel für die zynische Ausnutzung muslimischer Heiligtümer durch die Hamas und andere palästinensische Terrororganisationen hervorgehoben.

Die zwei palästinensischen Analysten Hamza Howidy und Ahmed Fouad Alkhatib wiesen beide in den sozialen Medien darauf hin, dass die zynische Nutzung eines muslimischen Friedhofs für terroristische Zwecke eine Entweihung des heiligen Ortes darstellt und ein finsteres Manöver ist, das Terroristen in ihrem Krieg gegen Israel einsetzen.

Hamza kommentierte, dass „die Tatsache, dass der Leichnam auf einem Friedhof in Gaza versteckt wurde – ohne Respekt für den Toten noch für die Heiligkeit der dort Begrabenen – zeigt, auf welches Niveau diese Milizen gesunken sind: Sie instrumentalisieren selbst den Tod für politische und militärische Zwecke.“

Alkhatib äußerte sich ähnlich und schrieb auf X, dass die Hamas und verbündete Terrororganisationen durch das Verstecken der Leichen von Gvili und anderen Geiseln auf muslimischen Friedhöfen nicht nur das heilige Gelände entweihten (es sei angemerkt, dass Nichtmuslime traditionell nicht auf muslimischen Friedhöfen bestattet werden dürfen), sondern auch die dort Begrabenen als Figuren in ihrem krankhaften Propagandaspiel missbrauchten.

Mit der Beerdigung von Geiseln auf Friedhöfen begruben, wussten sie die palästinensischen Terrororganisationen, dass israelische Kräfte Gräber öffnen würden, in der Hoffnung, ihre entführten Landsleute zu finden. Das störte nicht nur die letzte Ruhestätte Tausender verstorbener Palästinenser, sondern lieferte der Hamas zugleich einen propagandistischen Vorwand: Israelische Streitkräfte schänden palästinensische Friedhöfe.

Wie zu erwarten, fielen mehrere Medienorganisationen (darunter CNN, Le Monde und die Associated Press) auf dieses Manöver herein und veröffentlichten Berichte über angeblich mutwillige Zerstörung von Friedhöfen im Gazastreifen durch Israel.

Auch jetzt, bei der Rückführung von Gvilis Leichnam, haben verschiedene Online-Persönlichkeiten und Organisationen Israel für die Schändung eines Friedhofs im Gazastreifen verantwortlich gemacht – ganz im Sinne der Propagandamaschine der Hamas.

Die Beisetzung von Gvilis Leichnam auf einem muslimischen Friedhof in Gaza mag dreist sein, aber sie war nicht überraschend. Sowohl Hamas als auch der Islamische Jihad haben eine lange Geschichte der Ausnutzung muslimischer heiliger Stätten für ihre terroristischen Zwecke.

Im gesamten Krieg nach dem 7. Oktober gegen die Hamas (und auch in früheren Israel‑Hamas‑Konflikten) gab es zahlreiche Fälle, in denen entdeckt wurde, dass die Hamas und andere Terrororganisationen muslimische heilige Orte für Terroraktivitäten missbrauchten.

Zu diesen Vorfällen gehören:

  • Die Verwendung des „alten Friedhofs“ in Khan Junes durch ein bewaffnetes Terrorkommando, das mit Gewehren, RPGs und Granaten ausgerüstet war (2025).
     
  • Die Entdeckung eines Raketenwerfers auf einem Friedhof im Gebiet Daraj Tuffah (2025).
     
  • Die Entdeckung eines Tunnelsystems unter einer Moschee in Rafah (2024).
  • Die Entdeckung eines Tunnelschachts und von Waffen in einer Moschee in Khan Junes (2024).
     
  • Die Aufdeckung eines Tunnels sowie von Terroristen, Waffen und eines Kommandopostens unter dem Friedhof von Bani Suheila (2024).
     
  • Die Zerstörung einer Hamas-Führungs- und Kontrollzentrale, die sich in einer Moschee in Gaza-Stadt befand (2024).
     
  •  Der Abschuss von Raketen durch den Islamischen Jihad von einem Friedhof im Gazastreifen, von denen eine fehlgeleitet wurde und den Bereich vor dem Al-Ahli‑Krankenhaus traf (2023).
     
  • Die Verwendung einer Moschee in Jabaliya für RPG‑Training und zur Lagerung von Waffen (2023).
     
  • Die Verwendung der Al-Farouq-Moschee im Flüchtlingslager Nuseirat zur Lagerung von Waffen und Raketen sowie als Hamas‑Kommandoposten (2014).
     
  • Die Verwendung der Al-Khulafaa-Moschee in Jabaliya und anderer Moscheen im Gazastreifen zur Lagerung von Waffen und Raketen sowie für Waffentraining (2009).

Es ist offensichtlich, dass die Hamas und der Islamische Jihad keinerlei Skrupel haben muslimische heilige Stätten im Gazastreifen für ihre terroristischen Zwecke auszunutzen und zu missbrauchen. Die Beerdigung von Ran Gvili auf einem muslimischen Friedhof ist nur das jüngste Beispiel dafür.

Warum erscheinen im Hamas-Manifest, das den 7. Oktober rechtfertigt, westliche Medienfotos?

20. Januar 2026

HonestReporting, 14. Januar 2026

Im vergangenen Monat veröffentlichte die Hamas stillschweigend ein Dokument mit dem Titel „Our Narrative: Al Aqsa Flood: Two Years of Steadfastness and the Will for Liberation“ [Unser Narrativ: Die al-Aqsa-Flut: zwei Jahre Standhaftigkeit und der Wille zur Befreiung]. Das als historische Rückschau präsentierte 42-seitige PDF aus dem Medienbüro der Hamas in Wirklichkeit eine Propagandaschrift. Darin legt die Hamas in ihren eigenen Worten dar, wie sie den 7. Oktober versteht, warum sie das Massaker verübte und warum sie es weiterhin rechtfertigt.

Weitgehend unbeachtet blieb, wie das Dokument diese Geschichte visuell erzählt.

HonestReporting hat herausgefunden, dass das Dokument – neben Screenshots aus Hamas‑Propagandavideos – stark auf Bildmaterial westlicher Nachrichtenagenturen zurückgreift. Von den Fotos aus dem Gazastreifen scheinen zehn von Fotografen aufgenommen worden zu sein, die für Reuters, Getty Images und AFP arbeiten.

Diese Fotos werden auf den digitalen Plattformen dieser Agenturen zum Verkauf angeboten, zu Preisen zwischen 375 und 500 US‑Dollar. Laut den jeweiligen Nutzungsbedingungen muss jedes Foto mit ordnungsgemäßer Genehmigung und Lizenzierung erworben werden. Daraus ergeben sich drei dringende Fragen:

  • Hat die Hamas die Agenturen für das Recht bezahlt, ihre Fotos herunterzuladen und zu verbreiten, was potenziell rechtliche Probleme nach US‑Gesetzen zur materiellen Unterstützung terroristischer Organisationen aufwerfen würde?
     
  • Hat die Hamas die Fotos ohne Genehmigung verwendet, was bedeuten würde, dass die Agenturen nun verpflichtet sind, Maßnahmen zu ergreifen, um die Nutzung ihrer Arbeit in Terrorpropaganda zu verhindern?
     
  • Wussten die Agenturen oder ihre im Gazastreifen ansässigen Fotografen von der Nutzung der Fotos durch die Hamas und sahen darüber hinweg, was als Sachzuwendung gelten könnte?

Wie auch immer: Reuters, Getty Images und AFP müssen erklären, wie es sein kann, dass ihre Bilder in einem Hamas‑Propagandamanifest auftauchen, das Massenmord rechtfertigt.

Beunruhigende Verbindungen

Obwohl keine Quellenangabe oder Herkunftsangaben für die Fotos angegeben ist, gelang es HonestReporting, sie und die Fotografen, die sie aufgenommen haben, zu identifizieren. Es überrascht nicht, dass sie unethische Verbindungen zur Hamas haben.

Daher ist es nicht schockierend, dass ihre Bilder dem Narrativ der Terrororganisation dienten. Hier ist eine Auswahl von Bildern aus dem Manifest, mit Bildunterschriften, die HonestReporting basierend auf unserer Recherche hinzugefügt hat:

Als Waffe eingesetzter Journalismus

Ds ist keine technische oder rechtliche Fußnote. Die Strategie der Hamas beruht seit langem auf der Kontrolle nicht nur von Fakten, sondern auch von Bildern. Durch die Einbeziehung von Bildern westlicher Medien hüllt die Hamas ihr Narrativ effektiv in geliehene Glaubwürdigkeit.

Diese Enthüllungen werfen die Frage auf, ob internationalen Nachrichtenagenturen rechtliche und ethische Risiken drohen, wenn ihre Bilder wissentlich oder unwissentlich von der Hamas in einem Propagandamanifest verwendet würden und ob sie nun zum Handeln verpflichtet sind.

Wenn sie handeln, müssen Agenturen wie Reuters – die es seit dem 7. Oktober weitgehend vermieden hat, die Hamas als Terrororganisation zu bezeichnen – sie möglicherweise öffentlich als solche anerkennen.

Wie auch immer, das Ergebnis ist dasselbe. Der Hamas ist es gelungen, westliches Bildmaterial in ihre eigene englischsprachige Propaganda einzubetten und damit ein Narrativ zu stärken, das Gewalt rechtfertigt, um potenzielle Verbündete im Westen anzusprechen.

HonestReporting hat seit Langem davor gewarnt, dass Medienarbeit im Gazastreifen in einem Umfeld stattfindet, in dem die Hamas Druck ausübt und Einfluss nimmt. Dieses Dokument liefert neue Belege dafür, wie dieses Umfeld es einer Terrororganisation ermöglicht, den Journalismus selbst zur Waffe zu machen.

Wenn ein Hamas‑Manifest größtenteils mit Fotos westlicher Medien illustriert ist, stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Hamas die Medien manipuliert. Sondern es stellt sich die Frage, ob die Medien bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen, wie leicht ihre Arbeit zur Rechtfertigung der Ermordung von Juden genutzt wird.

Der Pastor, den die Medien reinwaschen – samt seiner Rechtfertigung des 7. Oktobers

30. Dezember 2025

Dr. Rinat HArash, HonestReporting, 24. Dezember 2025

In jeder Weihnachtszeit kehren internationale Medien zu derselben vertrauten Figur in Bethlehem zurück: Munther Isaac. Als lutherischer Pastor vorgestellt, der moralische Reflexionen aus dem Geburtsort Jesu anbietet, wird Isaac regelmäßig zitiert, wenn er die Auswirkungen der israelischen Politik auf palästinensische Christen beklagt.

Seine Stimme, verstärkt durch das weit verbreitete Bild „Christus in den Trümmern“ während des jüngsten Krieges in Gaza, wird als maßgeblich, mitfühlend und moralisch fundiert behandelt.

Genauso wie letztes Jahr wird Munther von Reuters mit einer Krippenszene gezeigt, die von Evanglisch-Lutherischen Weihnachtskirche in Bethlehem aufgebaut wurde; darin wird ein „palästinensisches“ Jesuskind in einer Keffiyeh auf einem Haufen Schutt liegend gezeigt.

Was dem Publikum jedoch nicht gesagt wird: Derselbe Pastor hat das Hamas-Massaker vom 7. Oktober öffentlich gerechtfertigt, indem er es als vorhersehbare und sogar verständliche Reaktion auf israelische Maßnahmen darstellte.

Am 8. Oktober 2023, einen Tag nachdem Hamas-Terroristen im Süden Israels mehr als 1.200 Israelis ermordet hatten, hielt Isaac eine Predigt, in der er den Angriff nicht als Terrorismus, sondern als Folge der Umstände beschrieb. Unter Verweis auf die sogenannte „Belagerung“ des Gazastreifens sprach er bewundernd von „der Stärke des palästinensischen Mannes, der seiner Belagerung die Stirn bot“ und stellte die Gewalt als Ausdruck von Durchhaltevermögen dar – nicht als Gräueltat.

Laut dem Medienanalysten Eitan Fischberger und der Jewish Insider-Korrespondentin Lahav Harkov, die über die inzwischen entfernte Predigt berichteten, ordnete Isaac das Massaker anschließend in das ein, was er als jahrzehntelange Ungerechtigkeit seit der Gründung Israels im Jahr 1948 bezeichnete. Mit anderen Worten: Die gezielte Tötung von Zivilisten wurde nicht als solche verurteilt, sondern in ein historisches Beschwerde-Narrativ eingebettet.

Isaacs schriftstellerisches Werk untermauert diese Weltanschauung. In seinem im März 2025 veröffentlichten Buch Christ in the Rubble: Faith, the Bible, and the Genocide in Gaza lehnt er ausdrücklich ab, den 7. Oktober vom größeren politischen Kontext zu trennen. „Wir können nicht über den Krieg gegen Gaza oder den 7. Oktober sprechen, ohne die Belagerung Gazas anzusprechen, die sechzehn Jahre vor dem Oktober 2023 begann, sowie die zahlreichen Kriege, die in diesem Zeitraum gegen Gaza geführt wurden“, schreibt er. An anderer Stelle betont er, dass „wenn die fünfundsiebzig Jahre Kolonialismus und Unterdrückung gegenüber den Palästinensern den weiteren Kontext für den 7. Oktober bilden, die Belagerung Gazas der unmittelbare Kontext für den 7. Oktober ist.“

Er geht noch weiter und richtet sich direkt an jene, die das Massaker verurteilten: „Diejenigen, die schnell die Gewalt der Palästinenser am 7. Oktober verurteilen, bitte ich darum, einmal in unseren Schuhen zu gehen, bevor ihr uns belehrt, wie wir reagieren sollten.“ Er beschreibt den Gazastreifen als „das größte Freiluftgefängnis der Welt“ und argumentiert, dass eine gewaltsame Reaktion unter diesen Lebensbedingungen nahezu unvermeidlich gewesen sei.

Diese Aussagen sind bedeutsam, weil Isaac nicht irgendein lokaler Geistlicher ist. Er ist Vorstandsmitglied von Kairos Palestina, einer 2009 gegründeten palästinensisch-christlichen Bewegung, deren Gründungsdokument wegen antisemitischer Elemente kritisiert wurde, darunter eine Ersatztheologie, die jüdische historische und religiöse Bindungen an Israel leugnet. Dieses Dokument bezeichnete zudem die Erste Intifada – eine Phase, die von weit verbreiteten Angriffen auf israelische Zivilisten geprägt war – als friedlichen Widerstand. Heute bezeichnet Kairos Palestina Israels Krieg im Gazastreifen als Völkermord und fördert aktiv internationale Boykotte.

Isaac leitet außerdem Christ at the Checkpoint, eine evangelische Initiative mit Sitz in Bethlehem, die laut NGO Monitor einen theologischen und politischen Rahmen vertritt, der Israel als Unterdrücker darstellt und jüdische Verbindungen zum Land in Zweifel zieht.

Dieser Kontext wird selten offengelegt, wenn Isaac in westlichen Medien zitiert wird. Wie HonestReporting in seiner Berichterstattung über die Weihnachtszeit in Bethlehem im vergangenen Jahr dokumentierte, stellen Medien ihn routinemäßig als moralische Instanz dar, während sie seine ideologischen Überzeugungen und seine explizite Rechtfertigung von Gewalt auslassen.

Isaac kritisiert nicht einfach nur die israelische Politik. Er liefert religiöse und moralische Rückendeckung für die Handlungen der Hamas – einschließlich des schlimmsten Massakers an Juden seit dem Holocaust. Diese Realität ist unvereinbar mit dem erhabenen religiösen Image, das dem weltweiten Publikum immer wieder präsentiert wird.

Die Frage ist nicht, ob Isaac das Recht auf seine Ansichten hat. Sondern warum Medien ihn weiterhin als moralische Stimme hervorheben, ohne Leser und Zuschauer darüber zu informieren, was er tatsächlich gesagt hat, als es am wichtigsten war.

Israelfeindliche Lüge online: Jüdische Flüchtlinge wurden von palästinensischen Araber nach dem Holocaust willkommen geheißen

11. Dezember 2025

Chaim Lax, HonestReporting, 10. November 2025

Ein weiterer Tag, eine weitere Lüge, wenn es um Israel in den sozialen Medien geht. Dazu gehört auch die Geschichte des jüdischen Staates zusammenzulügen.

Während die meisten israelfeindlichen Erfindungen keine große Verbreitung finden und im Stimmengewirr der Randgruppen, die in den dunklen Ecken des Internets gedeihen, untergehen, schaffen es andere, sich durchzusetzen und ein Eigenleben zu entwickeln.

Eine der neuesten historischen Falschbehauptungen, die online abheben, ist die Behauptung, dass die Palästinenser nach dem Holocaust jüdische Überlebende des nationalsozialistischen Völkermords willkommen geheißen (einige behaupten sogar, sie seien in ihre Privathäuser aufgenommen worden) und dass eben diese Überlebenden später die Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben hätten.

Selbst der unerfahrenste Student der israelischen Geschichte könnte Ihnen sagen, dass diese Behauptung eine lächerliche Verzerrung der Vergangenheit ist – so absurd, dass sie eigentlich keine Antwort verdient.

Dennoch hat diese Erzählung trotz ihrer offensichtlichen Unwahrheit online Fuß gefasst aufgenommen: Eine Darstellung auf einem X-Konto (früher Twitter) erreichte über zwei Millionen Aufrufe. Roy Casagranda, ein Geschichtsprofessor (!!) am Austin Community College, teilte diese Fiktion ebenfalls auf seiner Instagram-Seite, wo sie über 57.000 Likes erhielt (sein zweitbeliebtester Beitrag auf Instagram).“

Aus Europa in Palästina ankommenden Flüchtlinge, 1947
Kurz nachdem sie von Bord gingen, begannen sie zu töten und die Häuser der Palästinenser auszurauben, die sie mit offenen Armen empfangen hatten.
Jetzt glauben sie, sie seien die Einheimischen im Land.

Bevor diese anti-israelische Lüge in bestimmten Kreisen als akzeptierte Geschichte gilt, wollen wir deshalb darlegen, warum sie haltlos und lächerlich ist:

Zunächst einmal: Zwischen 1945 und 1948 gab es keine unabhängige palästinensische Regierung, die jüdische Flüchtlinge hätte aufnehmen können – selbst wenn sie es gewollt hätte. Die Einwanderungspolitik wurde von der Verwaltung des britischen Mandats für Palästina festgelegt, und diese Politik war kaum einladend für die Tausenden von Flüchtlingen, die die Küsten des Landes Israel erreichen wollten.

Einige Monate vor Beginn des Zweiten Weltkriegs veröffentlichte die britische Regierung das Weißbuch von 1939, das eine strenge Begrenzung der jüdischen Einwanderung in das britische Mandatsgebiet festlegte: 75.000 Juden innerhalb der nächsten fünf Jahre. Danach sollte jede weitere jüdische Einwanderung vom Willen der arabischen Bevölkerung des Landes abhängen. Für die Massen von Juden, die bald Zuflucht vor den Klauen des NS-Regimes suchen würden, bedeutete diese Politik faktisch ein Todesurteil.

Jüdische und arabische Zuwanderung während der Zeit des Mandats Palästina nahm dramatisch zu, hauptsächlich infolge der politischen und wirtschaftlichen Anreize. Die Spannungen zwischen Arabern und Juden nahmen allerdings zu, die jüdische Zuwanderung wurde von der britischen Mandatsverwaltung stark eingeschränkt.
Trotz des Weißbuchs von 1939 hielt die illegale jüdische Zuwanderung an und nahm während des Zweiten Weltkriegs weiter zu. Nach 1945 war jüdsiche Zuwanderung ins Mandat Palästina immer noch illegal – hielt aber über Schmuggel-Netzwerke weiter an.

Das Weißbuch war eine Reaktion auf drei Jahre Gewalt während der Großen Arabischen Revolte (1936–1939). Die Revolte, bei der Araber sowohl Juden als auch Briten im Mandatsgebiet Palästina angriffen, war teilweise auf den Anstieg der jüdischen Einwanderung ins Land in den vorangegangenen Jahren zurückzuführen. Anstatt diejenigen willkommen zu heißen, die aus Nazi-Deutschland und Osteuropa flohen, griff die Führung der arabischen Bevölkerung des britischen Mandats zu Gewalt, um den Zustrom jüdischer Einwanderer zu stoppen.

Wenn manche darauf antworten: „Sicher, das war vor dem Holocaust. Nach der Vernichtung des europäischen Judentums öffneten die Palästinenser ihre Arme für jüdische Flüchtlinge“, dann ist dies schlichtweg nicht wahr.

Selbst nachdem das NS-Regime besiegt und das Massenmorden an Juden beendet war, setzten die Briten ihre Politik zur Verhinderung der meisten jüdischen Einwanderungen fort. Da so viele jüdische Displaced Persons ins Land Israel einwandern wollten, kam es zu einer Zunahme koordinierter Versuche, die britische Seeblockade mit Flüchtlingsschiffen zu durchbrechen (das bekannteste war die Exodus 1947). Etwa 50.000 jüdische Flüchtlinge aus den Ruinen Europas wurden von den Briten abgefangen und größtenteils in Internierungslagern auf Zypern festgehalten.

Es waren nicht nur die Briten, die nach dem Holocaust versuchten, die jüdische Einwanderung ins Mandatsgebiet zu stoppen. 1946 stellte das Anglo-Amerikanische Untersuchungskomitee fest, dass die arabische Führung jeglicher jüdischen Einwanderung nach Palästina ablehnend gegenüberstand und dass ihr Hauptproblem mit dem Weißbuch von 1939 darin bestand, dass es bei der Blockierung jüdischer Einwanderung nicht weit genug ging.

So hält Absatz 9 von Kapitel VI fest:

„Das Weißbuch von 1939 und die drastische Einschränkung der jüdischen Einwanderung sowie des Landverkaufs an Juden, die darauf folgten, entsprachen der arabischen Sichtweise nur teilweise. Die Araber wären noch viel weiter gegangen.
Die von ihren Führern geäußerten Forderungen wollen sofortige Unabhängigkeit, endgültige Beendigung der jüdischen Einwanderung und das Verbot jeglicher Landverkäufe von Arabern an Juden.“

Diese Haltung überrascht nicht, da der Bericht des Komitees feststellte, dass sich viele Araber Palästinas weiterhin mit dem exilierten Großmufti von Jerusalem identifizierten, der während des Zweiten Weltkriegs als Gast und Verbündeter Hitlers fungierte.

Damit ist klar, dass die Palästinenser – entgegen der falschen, online verbreiteten Darstellung – jüdische Flüchtlinge nach dem Holocaust nicht mit offenen Armen empfingen. Vielmehr kämpften sie gegen jede jüdische Einwanderung in das britische Mandatsgebiet.

Obwohl wir die zentrale Prämisse dieser falschen Behauptung von der angeblichen Gastfreundschaft gegenüber Palästinensern und der angeblichen Doppelzüngigkeit der Juden widerlegt haben, sollten wir uns kurz mit ihrem zweiten Teil befassen: der Behauptung, Palästinenser, die jüdische Flüchtlinge (im Land oder sogar in ihren Häusern) aufnahmen, seien später von diesen vertrieben worden.

Erstens ist klar, dass es keinerlei historische Belege für ein großflächiges Phänomen gibt, bei dem jüdische Flüchtlinge in palästinensischen Häusern lebten.

Zweitens gab es keine Massenvertreibung von Palästinensern durch Juden oder Israelis.

In den Monaten vor der Gründung des Staates Israel und während des israelischen Unabhängigkeitskrieges verließen schätzungsweise 750.000 Palästinenser ihre Häuser. Die überwiegende Mehrheit dieser Palästinenser floh jedoch vor den vorrückenden arabischen Armeen oder aus dem Kriegsgebiet. Nur in wenigen Fällen vertrieben israelische Streitkräfte Palästinenser aus ihren Häusern, in der Regel aufgrund der Lage in militärisch sensiblen Gebieten.

Es ist daher klar, dass diese Behauptung von Anfang bis Ende Unsinn ist und jeglicher Grundlage in der Realität entbehrt. Leider hat dies nicht verhindert, dass es bei Menschen, die die israelische Geschichte

680.000 Tote im Gazastreifen?

27. September 2025

Soziale Medien verschlingen unsinnige Analyse

Chaim Lax, HonestReporting, 15. September 2025

Die neueste israelfeindliche Verleumdung, die sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien verbreitet, ist die Behauptung, im Gazastreifen seien während der beinahe zwei Jahre Krieg zwischen Israel und der Hamas 680.000 Menschen getötet worden, einschließlich 380.000 Kinder unter 5 Jahren.

Im Verlauf der letzten Tage ist diese erstaunliche Behauptung von Accounts der sozialen Medien einem breiten Publikum geteilt worden, darunter vom Middle East Monitor (für sein israelfeindliches Weltbild, die Unterstützung der Hamas und israelfeindliche Verschwörungstheorien bekannt), der israelfeindlichen Aufwiegel-Aktivistin Nerdeen Kiswani und selbst der abgehalfterten Schauspielerin Rosie O’Donnell.

Aber woher kam diese wahnsinnige Zahl?

Werden die Leute, die sich als pro-palästinensisch betrachten es jemals müde belogen zu werden? Diese Zahlen sind nicht nur erfunden, sondern 380.000 Kinder unter 5 Jahren in einer Bevölkerung von etwas mehr als 2 Millionen wären selbst bei einer jugendlichen Bevölkerung jedes einzelne Kind in diesem Alter im Gazastreifen.
Völkermord wird nicht nur durch Zahlen, sondern durch Absicht definiert. Israel hat sein Ziel erklärt das palästinensische Leben im Gazastreifen auszulöschen. Das Ausmaß ist klar: 680.000 tote, 380.000 Kinder. Ein Völkermord, der in überwältigendem Maß gegen Kinder geführt wird, Auslöschung palästinensischen Lebens an der Wurzel.

Die Behauptung, Israel habe ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Gazastreifens getötet, entstammt aus einem Artikel in Arena vom Juli 2025 mit der Überschrift „Skewering History: The Odious Politics of Counting Gaza’s Dead“ (Geschichte aufspießen: Die abstoßende Politik die Gaza-Toten zu zählen); Arena ist ein linksextremes australisches Magazin.

Der Artikel zielt darauf ab den Ruf Israels und seiner Verteidiger zu beschmutzen, während das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium des Gazastreifens verteidigt wird.

Seine Autoren kommen zu dem Schluss, dass die menschlichen Kosten des Krieges über die zehntausenden (Kombattanten und Zivilisten) hinaus gehen, die das Gesundheitsministerium des Gazastreifens zählt und auf 680.000 Menschen steigt, wenn indirekte Tote in die Opferstatistik einbezogen werden.

Ein genauerer Blick auf die Methodik der Autoren zeigt jedoch, dass das amateurhaft ist und die Realität nicht wiedergibt.

Die Autoren verlassen sich auf eine Studie des Lancet vom Januar 2025, der festlegte, die Zahlen des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums würden um 41% zu niedrig angegeben.

Den Autoren des Arena-Artikels zufolge müsste unter Nutzung der Methodik des Lancet die Zahl der Gazaner, die bis Ende April 2025 einen gewaltsamen Tod erlitten haben, bei 136.000 liegt (etwa zweieinhalb mal so viele wie die, die die Hamas selbst angibt).

Die Studie des Lancet ist allerdings keine unanfechtbare Analyse. Tatsächlich stellen mehrere Beobachter fest, dass sowohl die Methodik der Studie als auch ihre Schlussfolgerungen problematisch seien.

Analysten wie Mark Zlochin und Salo Aizenberg (die auch HonestReporting-Vorstandsmitglieder sind) wiesen damals darauf hin, dass die in der Studie verwendete Methode der „Eroberung und Wiedereroberung“ zur Feststellung der Zahl der im Gazastreifen getöteten Palästinenser fehlerhaft ist, weil:

  • Die drei von der Studie verwendeten Opferlisten wurden miteinander verflochten (womit die Ergebnisse verzerrt wurden).
     
  • Ihre Algorithmen zum Vergleich von in sozialen Medien gemeldeten Toten mit anderen Opferlisten waren in 30% der Fälle fehlerhaft.
     
  • Die Autoren missachten analytische Modelle, die zeigten, dass die geschätzten Opferzahlen niedriger liegen

Wenn es bis zum April 2025 136.000 gewaltsame Tötungen im Gazastreifen gegeben hätte, muss es 544.000 nicht gewaltsam Getötete in Verbindung mit dem Konflikt geben, so die Berechnungen der vom Lancet inspirierten Autoren.

Die Autoren kommen zu diesem Schluss, indem sie eine „konservative“ Schätzung der nicht gewaltsamen Tode auf viermal so viele wie gewaltsame Tode im Konflikt schätzen. Die kommen zu dieser Einschätzung, indem sie sich das Verhältnis von gewaltsamen zu nicht gewaltsamen Todesfällen in anderen Konflikten schätzen.

Wie aber Mark Zlochin herausstellte, als eine Korrespondenz des Lancet ähnliche Behauptungen aufstellte, „gab es, außer wenn sehr starke Beweise, die anderes nahelegen“, keine Grundlage für die Rate der gewaltsamen zu nicht gewaltsamen Todesfällen niedriger als vier, darunter null für den Kosovo-Konflikt.

Es sollte zudem festgehalten werden, dass die von der Hamas gelieferten Opferlisten einige beinhaltet, die nicht von Israel getötet wurden, sondern an Krankheiten, durch Unfälle usw. starben. Damit ist die ganze Annahme, dass es in diesem Krieg viermal so viele nicht gewaltsame wie gewaltsame Todesfälle e gab, unbegründet und spiegelt offenbar nicht die Realität des Gazastreifens wider.

Um zu veranschaulichen, wie abgehoben von der Realität diese Studie ist, ist ein Aspekt ihrer Schlussfolgerungen besonders ins Lächerliche gezogen wurde: Die Behauptung, es seien während des Krieges 380.000 Kinder im Alter unter 5 Jahren getötet worden. Diese Behauptung ist absurd, weil die jüngste Schätzung für die Bevölkerung unter 5 Jahren im Gazastreifen 341.790 betrug. Damit behauptet dieser Studie, es seien mehr Kinder im Alter unter 5 Jahren getötet worden, als es im Gazastreifen gab.

Dieser Artikel hält eindeutig nicht der geringsten Überprüfung stand.

Aber vielleicht war das der Punkt. Diese beiden „Akademiker“ entschlossen sich, ihren Artikel nicht in einem wissenschaftlichen Journal zu veröffentlichen (wo er einer akademischen Kontrolle unterworfen gewesen wäre), sondern in einem politischen Magazin, das solche israelfeindlichen Analysen nur wenige Wochen nach den Angriffen vom 7. Oktober als „Wer hat das Recht auf Selbstverteidigung, der Besatzer oder die Besetzten?“ und „Kritische Einstellungen zum israelischen Kolonialismus und der Vielfalt von Nazi-Opfern in der Popkultur“ veröffentliche.

Dieser Artikel ist von seiner fehlerhaften Analyse bis zu ihren unbegründeten Schlussfolgerungen (wie der, dass Israels Feldzug im Gazastreifen schlimmer sei als das Massaker der Nazis 1944 in Italien) keine ernstzunehmende Analysearbeit, sondern ein Stück Propaganda, das diejenigen beeinflussen soll, die nicht über di Schlagzeile hinausblicken, die Israel als boshaftes Monster darstellt.

Auf Grundlage der Beliebtheit, die dieser Artikel im Lauf der letzten Tage in sozialen Medien gewann, scheint es so, dass die Autoren leider erfolgreich ihren Propagandazweck erfüllt haben, sehr zum Nachteil echter akademischer Forschung und dem israelischen Krieg gegen die Hamas.

Der Teddybär in den Trümmern: Das Bild, das im Gazastreifen immer wieder erscheint

17. Juli 2025

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 8. Juli 2025

Sie haben es wahrscheinlich früher schon gesehen, nicht nur im Gazastreifen, nicht nur in diesem Krieg, sondern in Kriegsgebieten rund um die Welt. Inmitten von verbogenem Metall liegt: ein Teddybär. Weich, kindlich, absurd fehl am Platz. Die Schlussfolgerung ergeht unmittelbar und instinktiv. Hier ist ein unschuldiges Kind gestorben. Das Spielzeug, halb im Staub vergraben, ist alles, was übriggeblieben ist. Es handelt sich um ein Bild, das Trauer, Empörung und Vorwürfe hervorrufen soll.

Die düstere Wahrheit lautet, dass Krieg furchtbar ist und die Unschuldigen oft am meisten leiden. Der Tod eines Kindes ist immer eine Tragödie, ob im Gazastreifen, in Israel oder sonstwo auf der Welt.

Aber im Gazastreifen gefährdet die Hamas, wie HonestReporting wiederholt schon dokumentiert hat, nicht nur Zivilisten, darunter Kinder, sie manipuliert auch das Narrativ. Sie bläst die Zahl der zivilen Toten auf, besonders die von Frauen und Kindern; das ist Teil ihres breiteren Propagandakriegs gegen Israel.

Und das funktioniert. Die Medien haben diese Strategie ermöglicht, oft durch fraglose Wiedergabe von von der Hamas gelieferten Daten oder schlimmer durch den Einsatz von Bildern, die eine einseitig emotionale Botschaft vermitteln. Eines der bekanntesten Beispiele ist der Teddybär in den Trümmern.

Diese Bilder neigen dazu kurz nach israelischen Luftangriffen aufzutauchen und verbreiten sie schnell über internationale und soziale Medien. Die Botschaft ist unmissverständlich: Hier wurde ein Kind getötet. Keine Bildunterschrift nötig. Das Spielzeug sagt alles.

Ein Beispiel dafür erschien in einem BBC-Bericht zu einer Explosion in einem Café in Gaza-Stadt, in dem ein ranghoher Hamas-Terrorist das Ziel war. Inmitten der Zerstörung ein Teddybär, bis auf etwas Staub kaum beschädigt, saß aufrecht und markant in den Trümmern platziert. Die Folgerung war klar. Aber sind Bilder wie diese immer so echt, wie sie scheinen?

Eine Durchsicht des Archivs von Getty Images, das die großen Nachrichtenmedien der Welt mit Fotografien versorgt, weckt Zweifel. In mehreren Fällen schienen Teddybären bewusst dort platziert worden zu sein.

Am 21. Januar 2025, als während eines Waffenstillstands Einwohner zu ihren Häusern in Rafah zurückkehrten, schossen zwei verschiedene Fotografen Bilder von Kindern, die einen roten Teddybären aus den Trümmern zogen. Die Bildbeschreibungen sage, sie versuchen Besitz zu retten. Doch derselbe Bär taucht auf zahlreichen Fotos auf, gehalten von verschiedenen Kindern, was Fragen zur Darstellung dieser Szene aufwirft.

Derselbe Bär erschien in einer fast identischen Anordnung einem anderen Getty-Bild mit Datum vom 1. Dezember 2024. Dieses Foto, das Saeed Jaras von Middle East Images zugeordnet ist, wurde mit der Beschreibung gepostet: „Das Mädchen, das sie sammelte, versucht inmitten der Zerstörung Freude zu bewahren.“

Eine breiter angelegte Suche des Getty-Archivs zeigt immer wieder ähnliche Bilder. Die Bären sind oft sauber, sorgsam positioniert und stechen krass auf dem grauen Schutt um sie herum heraus.

Nichts davon soll nahelegen, dass Kinder keine Kriegsopfer sind. Das sind sie. Es gibt zivile Tote, auch wenn Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Aber das wiederholte Erscheinen sorgfältig platzierten Spielzeugs sollte Fragen aufwerfen. Nicht dazu, ob es Tragödien gibt, sondern dazu, wie und durch wen sie präsentiert werden.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und die kumulative Wirkung dieser sorgfältig kuratierten Bilder besteht darin ein falsches Narrativ aufzubauen. Eines, in dem Israel als rücksichtlos oder grausam dargestellt wird, während die Taktiken und Verantwortung der Hamas übersehen werden.

Dieses Narrativ hat sich durchgesetzt. Schlagzeilen wie kürzlich im New Yorker (Der Krieg gegen Gazas Kinder) zeigt, wie machtvoll diese Bilder sein können. Sie überdröhnen Fakten, schüren Empörung und machen es schwerer ehrlich über das zu reden, was wirklich passiert.

Weil manchmal en Teddybär auf einem Haufen Schutt überzeugender ist als die Wahrheit.

Wie die Medien Israel (wieder) die Schuld dafür geben, dass das Weihnachtsfest in Bethlehem ruiniert ist

28. Dezember 2024

Rinat Harash, HonestReporting, 25. Dezember 2024

Es ist wieder diese Zeit im Jahr. Aber wir werden das Offensichtliche nicht wiederholen: Die Medien lieben es, Israel die Schuld dafür zu geben, dass das Weihnachtsfest in Bethlehem ruiniert ist.

Wir werden aber die Strategie aufzeigen, die sie verwenden, um das zu erreichen.

Hier ist das Problem: Die Medien müssen berichten, was sie sehen. Und in Bethlehem sehen sie eine Baby-Jesus-Puppe in Schutt gelegt, keine Touristen und Proteste in Solidarität zum Gazastreifen. Es ist zweifelsohne ein nüchternes Weihnachten im traditionellen Geburtsort Jesu und das sollte berichtet werden.

Aber die Medien sollten und können in ihrer Auswahl der Interviewpartner und des Hintergrundmaterials kritisches Denken einsetzen. Und sie versagen darin.

Der einzige Priester in Bethlehem?

Der Medienstar der Jahreszeit, außer Jesus, war (erneut) Munther Isaac, ein Pastor in der lutherischen Kirche in Bethlehem.

Medien wie Reuters, die BBC, ABC News und NBC News waren glücklich Isaac zu zitieren, aus eine einzigen Grund: Seine Kirche war für die Mediennummer verantwortlich die das Baby Jesus als palästinensisches Kind inmitten von Schutt zeigte.

Schön und gut. Aber nirgendwo erwähnten die Medien, dass Isaac auch das Massaker vom 7. Oktober rechtfertigte und als „der Hohepriester der antisemitischen Christenheit“ beschrieben worden ist.

Angesehen Nachrichtenmedien sollten nicht den Manipulationen eines Priesters erliegen. Professionelle Berichterstattung hätte sich darum bemühen müssen seine Ansichten anderen stimmen in der örtlichen Christengemeinde gegenüberzustellen.

Aber das Problem geht tiefer. Denn diese Medien verlassen sich auf palästinensische Produzenten in Bethlehem, die – aus Angst oder weil sie voreingenommen sind – dieses israelfeindliche Narrativ niemals untergraben würden. Und ihre Bosse im Ausland würde es nie wagen ihre Arbeit zu hinterfragen, denn sie brauchen ihre Verbindungen.

Selektiver Hintergrund

Ein weiterer Beweis für die saisonale Einseitigkeit der Medien gegenüber Israel kann den Hintergrundinformationen entnommen werden, die in bestimmten Artikeln gebracht werden.

Statt die Nachrichten-Konsumenten an die Verantwortung der palästinensischen Autonomiebehörde für die schwindende Zahl örtlicher Christen zu erinnern, geben viele Medien langatmige Hintergrund-Absätze zu Israels Besetzung der Westbank hinzu.

Bei Reuters wird zum Beispiel ein Abschnitt der Siedlungsaktivität Israels gewidmet. Ein außergewöhnlich irrelevanter Teil lautet:

Israel hat im ganzen Gebiet verteilt jüdische Siedlungen gebaut, die von den meisten Ländern als illegal betrachtet werden. Israel bestreitet das, führt historische und biblische Bande zum Land an. Mehrere Minister leben in Siedlungen und befürworten ihre Ausweitung.

Genauso gibt es in der Fotosammlung „Weihnachten in Bethlehem“ von AP ein Bild der Sicherheitsbarriere, die die Stadt teilweise umgibt. Darauf geht ein Mann zufällig an einem Graffiti vorbei, das lautet: „Mauern sind zum Bombardieren da.“ Egal, dass diese Mauer auch schon dort stand, als Bethlehem sich noch blühender Festtagsfeiern erfreute.

Lasst Sie uns nicht vergessen, dass diese Einseitigkeit nicht auf die christlichen Feiertage beschränkt ist. Jeder von Palästinensern in der Region begangene Feiertag – von Ramadan bis Ostern – wird automatisch auf der Grundlage des Handelns Israels beurteilt.

Andersherum funktioniert das nie, als ob Palästinenser für nichts Verantwortung hätten. Die Medien haben zum Beispiel nie die Hamas dafür die Schuld gegeben den jüdischen Feiertag Simchat Thora ruiniert zu haben, der gezielt als Datum für das Massaker des 7. Oktobers ausgesucht worden war.

Für die Medien, so scheint es, gelten die „unterdrückten“ Palästinensern automatisch als tugendhaft, während die israelischen „Unterdrücker“ als von Haus aus bösartig betrachtet werden. Die Feiertagssaison ist nur eine weitere Gelegenheit das zu zeigen.

Deir Yassin: Das „Massaker“, das es nie gab

10. August 2023

Bailey Pasternak, HonestReporting, 1. August 2023

Israels Legitimität wird ständig von der falschen Vorstellung bestritten, dass schon seine Gründung 1948 eine Art von „Ursünde“ ist. Die lautet, dass das Land mit ungerechtfertigten Mitteln erworben wurde. Vertreter dieses Narrativs verunglimpfen die Gründer Israels als habgierige Eroberer, die das Land mit Gewalt eroberten und jeden vertrieben oder ermordeten, der ihnen in die Quere kam.

Warum Deir Yassin?

Eine zentrale Geschichte in diesem Narrativ ist die Schlacht um das arabische Dorf Deir Yassin am 9. April 1948. Dieses Ereignis wird jedoch allgemein nicht als Schlacht bezeichnet, sondern ausnahmslos (und falsch) als „Massaker“ beschrieben, was als Beweis für angebliche jüdische Grausamkeit gegenüber Arabern benutzt wird.

In den frühen Tagen des Unabhängigkeitskriegs waren 100.000 Juden in Jerusalem eingeschlossen, weil arabische Kämpfer die Straße von Tel Aviv nach Jerusalem blockierten.

Weil es ihnen an Lebensmitteln, Wasser und anderen überlebenswichtigen Gütern mangelte, waren diese Juden dringend auf Unterstützung angewiesen. Als Ergebnis wurde die Öffnung der Straße nach Jerusalem zu einem wichtigen strategischen Ziel der israelischen Seite.

Im April 1948 initiierten jüdische Milizen die Operation Nachschon, eine Aktion zur Eroberung arabischer Bollwerke und Dörfer entlang der Straße und um einen Korridor zu schaffen, der es Konvois ermöglichen sollte sicher nach Jerusalem zu fahren.

Deir Yassin lag sehr nahe an der Straße und weniger als eine Meile entfernt von benachbarten jüdischen Dörfern. Einwohner von Deir Yassin schossen schon Tage vor Schlacht auf diese jüdischen Dörfer. Weil Deir Yassin eine Hochburg arabischer Kämpfer war, wurde es zum legitimen militärischen Ziel, da es Beweise dafür gab, dass Kombattanten im Dorf auf jüdische Zivilisten schossen.

Zusätzlich erlangte die Haganah vor der Schlacht Informationen, dass im März mehr als 150 irakische und syrische Kämpfer ins Dorf kamen und sich auf einen Angriff vorbereiteten. Diese Information erwies sich zwar später als falsch, aber Deir Yassin wurde trotzdem als feindlich betrachtet.

Planung des Angriffs

Anders als bei einem organisierten Massaker gaben die israelischen Soldaten das Überraschungselement auf, um die Zivilisten von Deir Yassin vor dem Angriff zu warnen, damit sie es verlassen konnten, bevor der Kampf begann.

Sie planten einen LKW mit Lautsprecher darauf zu dem Dorf zu fahren, der eine Aufzeichnung in Arabisch abspielen sollte, die den Zivilisten erklärte, sie sollten fliehen und das Dorf über zwei Pfade verlassen, die bei dem Angriff offen gelassen wurden, damit die Zivilisten sicher in ein benachbartes arabisches Dorf zeihen konnten.

Der knifflige Teil

Obwohl der Angriff auf Deir Yassin militärisch zulässig und so gestaltet war, dass er die zivilen Opfer klein hielt, verlief die Operation nicht nach Plan. Das war allerdings nicht so, weil jüdische Soldaten plötzlich beschlossen Zivilisten zu ermorden. Vielmehr gab es heftigen Widerstand aus dem Dorf heraus und Dutzende Zivilisten wurden getötet.

Nach der Schlacht gab es zahlreiche unterschiedliche Zeugenaussagen darüber, was geschehen war. Die britische Polizei befragte Überlebende aus Deir Yassin, die behaupteten die jüdischen Soldaten hätten Frauen vergewaltigt, Föten aus Bäuchen von Schwangeren geschnitten und Zivilisten hingerichtet.

Die arabischen Forscher Sharif Kan’ane und Nihad Zeitawi hingegen befragten 1987 Überlebende des Angriff und keine einzige Aussage erwähnte Vergewaltigung oder irgendeine Misshandlung arabischer Frauen. Zusätzlich stellten Kan’ane und Zeitawi eine Liste aller getöteter Dorfbewohner zusammen – alles in allem 107, was beträchtlich weniger ist als die ursprünglich berichtete Zahl von mehr als 200 toten Dorfbewohnern.

Walid Khalidi, ein weiterer arabischer Wissenschaftler, schrieb ein Buch über Deir Yassin, in dem er die Äußerung von 30 Überlebenden sowie weitere Informationen verwendete, die über die Schlacht geschrieben worden sind. Laut Khalidi gab es isolierte Vorfälle jüdischer Soldaten, die Zivilisten töteten, aber die Vorwürfe von Vergewaltigung und anderem schwerem Missbräuchen waren erfunden.

Tatsächlich ist bekannt, dass der Führer des Arabischen Hohen Rats in Jerusalem, Hussein Fakhri al-Khalidi, die Überlebenden davon überzeugte das falsche Narrativ zu verbreiten, wenn sie von den Briten verhört wurden, um die jüdischen Soldaten zu diskreditieren und die Unterstützung für die arabische Sache zu verstärken.

Ein wahrer Akt der Grausamkeit

Obwohl die Vorwürfe eines vorsätzlichen Massakers umstritten waren, gab es eine Gräueltat, die von einem jüdischen Soldaten begangen wurde.

Beim Kampf um die Kontrolle eines Hauses in dem Dorf wurde ein Soldaten namens Yehuda Segal getötet. Als die Bewohner sich ergaben und nach draußen gebracht wurden, sah ein anderer jüdischer Soldat die Leiche seines Freundes Segal und in einem Akt blinder Wut ermordete er 11 Mitglieder des Haushalts.

So furchtbar das Verbrechen war, es war für das Verhalten jüdischer Soldaten im Allgemeinen nicht repräsentativ.

Das schwelende Problem

Obwohl jüdische Soldaten in dem Dorf 70 bis 80 Kombattanten begegneten, blieben Fragen, warum so viele Opfer Zivilisten waren.

Manche argumentieren, dies sei das Ergebnis davon, dass der Warnmechanismus nicht ordentlich funktionierte. Auf dem Weg ins Dorf blieb der Lautsprecherwagen in einem Graben stecken, ziemlich außerhalb der Hörweite vom Dorf, also wurden arabische Zivilisten nicht ordnungsgemäß gewarnt, dass die Schlacht vor dem Ausbruch stand.

In der Erwartung, nur Kombattanten in den Wohnbereichen vorzufinden, führten die jüdischen Soldaten – denen traditionelle Kampferfahrung fehlte – ihren ursprünglichen Schlachtplan aus, der darin bestand Granaten in Häuser zu werfen, aus denen die Kombattanten schossen, bevor sie sie betraten und räumten.

Weil sie nicht erwarteten dort noch immer Schutz suchende Zivilisten vorzufinden, ließen sie die Möglichkeit auch nicht zu.

Der Kampf um das Haus der Familie Zahran zeigt die Folgen dieser Taktik in der Schlacht am besten auf. Während dieses Kampfs verteidigten Muhmand Zahran, zwei seiner Söhne und sein Enkel das Anwesen. Die jüdischen Soldaten warfen blind Granaten und schossen in das Haus, töteten auf diese Weise 24 Personen.

Letztlich handelte es sich um mangelhafte Taktik statt ein Interesse zu morden, das für die zivilen Toten verantwortlich war.

Der wahre Terrorangriff

Die Schlacht um Deir Yassin war weder ein Terrorangriff noch ein Massaker. Deir Yassin stellte für die jüdischen Soldaten ein legitimes militärisches Ziel im breiteren militärischen Ziel dar die Straße nach Jerusalem zu sichern. Während sie den Angriff planten, planten die jüdischen Soldaten die zivilen Opfer zu minimieren, selbst auf Kosten des eigenen taktischen Vorteils.

Der Verlust eines jeden zivilen Lebens ist eine Tragödie. Im Fall von Deir Yassin war es eine vermeidbare Tragödie, wäre die militärische Operation nach Plan verlaufen. Aber die Jahrzehnte dauernde Lüge, dass das Dorf Ort eines geplanten und vorsätzlichen Massakers gewesen sei, ist genau das – eine Lüge.

Leider handelt es sich um eine Lüge, die tödliche Folgen hatte. Am 13. April 1948 töteten arabische Militante mehr als 70 Personen medizinisches Personal und Zivilisten in einem Racheangriff wegen Deir Yassin. Ihre Ziel bestand darin so viele unbewaffnete Zivilisten wie möglich zu töten.

Schlussfolgerung

Deir Yassin war ein Fehlschlag. Vor allem war es ein militärischer Misserfolg. Das allgegenwärtige und heimtückische Narrativ, dass eine jüdische Miliz das Dorf und seine Einwohner mit einem Plan unaussprechliche Grausamkeiten zu begehen angegriffen habe, wird von den beweisen schlicht nicht gestützt.

Quellen:

Avner, Yehuda: The Prime Ministers. New Milford, Conn: Toby, 2010.

Gordis, Daniel: Menachem Begin: The Battle for Israel’s Soul. New York: Schocken Books, 2014.

Karsh, Efraim: The Arab-Israeli Conflict the Palestine War, 1948. Oxford: Osprey Publishing, 2010.

Lorch, Netanel: The Edge of the Sword: Israel’s War of Independence, 1947-1949. Easton Press, 1991.

Max Abrahms: “Why Terrorism Does Not Work.” International Security 31, Nr. 2 (2006): S. 42–78. http://www.jstor.org/stable/4137516

Morris , Benny: The Historiography of Deir Yassin.” Taylor & Francis. Zugriff am 28. November 2022. https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13531040500040305.

Shapira, Anita: “Jerusalem in 1948: A Contemporary Perspective.” Jewish Social Studies 17, Nr. 3 (2011): S. 78–123. https://doi.org/10.2979/jewisocistud.17.3.78.

Tauber, Eliezer: Massacre That Never Was. S.l.: TOBY PRESS, 2021. [Anmerkung d. Übers.: Dieses Buch ist mit Sicherheit die wichtigste und genauste Arbeit, die über Deir Yassin geschrieben wurde. Sie stimmt einigen der Angaben dieses Artikels und der Schlussfolgerung nicht zu; so wird die Anwesenheit der Zivilisten im Dorf nicht nur dem steckengebliebenen Lautsprecherwagen und damit den Juden zu. Die Angaben zu Zivilisten, Kombattanten und Opfern sind ausführlich dargestellt, auch in den möglichen Schwankungen, die sich aus den unterschiedlichen Berichten ergeben. Es erfolgt auch eine ausführliche Darstellung der möglichen Herkunft und Motivation der Angaben, es habe ein Massaker gegeben, was eine Lüge, aber auch als Propagandamittel der arabischen Seite wie auch jüdischer Extremistengruppen war. Darüber hinaus gibt es weitere Einzelheiten, die ich auf die Schnelle nicht mehr erinnere.]

Israel trauert um drei ermordete Teenager, Medien veranstalten Sauerei

2. Juli 2014

Simon Plosker, HonestReporting.com, 1. Juli 2014

Israel betrauert den Verlust von Naftali Fraenkel, Eyal Yifrach und Gil-ad Shaar, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden. Die Leichen der drei Teenager wurden Montagabend in Halhul, nördlich von Hebron entdeckt. Da wir unseren Sitz in Israel und viele unserer Mitarbeiter eigene Kinder haben, wird der Verlust hier bei HonestReporting gefühlt, wie das in ganz Israel und der jüdischen Welt der Fall ist.

Leider ist ein Teil der Medienberichterstattung mangelhaft. Wir zeigen hier einige er schlimmsten Übeltäter.

Israel will „Rache“

Der Christian Science Monitor veröffentlichte seinen Bericht unter der folgenden Schlagzeile:

Wird sich nach dem Fund dreier toter israelischer Teenager der Kreislauf der Rache verschärfen?

Was den Bericht selbst angeht, so ist er angefüllt mit von Vorurteilen geprägten Äußerungen:

Seit dem Verschwinden der Jungen hat die Westbank die Wiederbelebung der Kollektivbestrafung durch Israel erlebt.

Nach Angaben des CSM geht es bei Israels Operation sie zurückzubekommen also schlicht darum die Palästinenser zu bestrafen.

Der Eindruck israelischer Böswilligkeit und rachsüchtigem Verhalten geht weiter:

Derweil hat die israelische Öffentlichkeit hartes Handeln gefordert. Die jetzt noch stärkeren Kontrollen ihrer Bewegungen und mehr Toten unterworfenen Palästinenser haben geschäumt.

Und in einem weiteren Beispiel für unprofessionellen Journalismus berichtet der CSM unbegründete Gerüchte eines Vorfalls, den es nicht gab:

Es gibt Gerüchte über Mobs an Westbank-Siedlern, die sich versammeln, um Selbstjustiz-Anschläge gegen Palästinenser und palästinensisches Eigentum auszuüben.

Der CSM beginnt dann Opferstatistiken zu zitieren, die sich besonders auf Kinder und Teenager konzentrieren, um zu beweisen, dass es einen „Kreislauf der Gewalt“ und Rache gibt. Nach Angaben des CSM „geht das Töten auf beiden Seiten weiter“. Für nicht relevant betrachtet der CSM jedoch, dass es nur eine Seite in diesem Konflikt ist, die darauf erpicht ist um des Tötens willen zu töten. So wird die vorsätzliche Ermordung von Israelis durch palästinensische Terroristen moralisch dem Tod von Palästinensern bei Antiterror-Operationen der IDF gleichgestellt.

Sie können Ihre durchdachten Kommentare an den Christian Science Monitor schicken: letters@csmontor.com

Raketen werden nicht erwähnt

Nach Angaben der IDF führten nach mehr als 18 Raketen, die seit Sonntagabend auf Israel abgefeuert wurden, Flugzeuge der israelischen Luftwaffe am frühen Dienstagmorgen einen Präzisionsschlag gegen 34 Ziele im Gazastreifen aus.

Aber nirgendwo sind bei Sky News die Raketen auch nur erkennbar; dort wurden Raketenangriffe auf Israel überhaupt nicht erwähnt. Es geht nur um die drei ermordeten Jugendlichen:

Seit der Entdeckung hat es eine Reihe von Luftangriffen auf den Gazastreifen gegeben, darunter einen auf die südliche Stadt Khan Junis.

Eine „angebliche“ Entführung

Die Times of London lässt wissen:

Israel bereitete gestern Abend einen massiven Vergeltungsschlag gegen Gaza und die Westbank vor, nachdem die Leichen von drei Jungen im Teenageralter, die angeblich von palästinensischen Militanten entführt wurden, nach einer dreiwöchigen Suche gefunden wurden.

„Angeblich entführt“? Abgesehen von den Leichen der drei Jugendlichen – wie viel mehr Beweise braucht die Times, bevor sie das Offensichtliche schreibt?

Idiotische Vergleiche

Während Bürgerkrieg und Tod in großem Ausmaß im Nahen Osten stattfinden, wird Paul Whitefield von der Los Angeles Times komplett apokalyptisch:

Haben Sie Sorge wegen des Irak, Syriens oder der Bedrohung durch die ISIS? Nun, Sie sollten Ihrer Liste lieber das hier hinzufügen: eine neue israelisch-palästinensische Auseinandersetzung.

Doch es sieht nach einer Auseinandersetzung aus, die nur von einer Seite initiiert werden konnte – Israel:

Fassen Sie alles zusammen und was haben Sie? Jau, ein Rezept für mehr Kämpfe: ein weiterer israelischer Angriff auf den Gazastreifen, vermutlich, und vielleicht auch noch die Westbank. Ganz zu schweigen von einem weiteren Rückschlag für jegliche Hoffnung nach einer Regelung des lange laufenden israelisch-palästinensischen Konflikts.

Whitefield beschreibt sich selbst in seinem Twitter-Profil als „eine leicht schräge Sicht auf die Nachrichten vertretend“. Direkt aus der Quelle.

Fehlgeleitete Ausrichtung

Mx News, die Nachmittagsausgabe der australischen The Age, scheint sehr schräge Prioritäten zu haben. Was ist wichtiger: Drei ermordete Kids oder Ziegelsteine und Mörser?

Israel reißt Häuser ab

„Bombardierung“ von Häusern

Es ist schon eine wahre Übertreibung aus dem Abriss des Hauses eines Terroristen einem Bomben-Feldzug zu machen, aber Irlands RTE schafft es Bilder von F-16 statt von Bulldozern herbeizuzaubern:

Israels Armee bombardiert Häuser von Verdächtigen der Westbank-Entführung

Palästinensischer Politiker macht Israel für die Morde verantwortlich

Dr. Mustafa Barghouti beweist, dass die Palästinenser nicht in der Lage sind Verantwortung für irgendeinen Terrorakt zu übernehmen und macht auf BBC Newsnight Israel für den Tod der drei Teenager verantwortlich:

Zu allererst denke ich, dass der Hauptverantwortliche für den tragischen Tod, der geschah, Herr Netanyahu selbst ist. Er schickte diese Jungen als illegale Siedler in eine illegale Siedlung und er ist auch für den tragischen Tod von bisher mehr als zehn Palästinensern verantwortlich, die von seiner Armee getötet wurden, einschließlich dreier Kinder.

Das falsche Zitat Mick Jaggers verbreitet sich in den sozialen Medien

13. Mai 2014

Simon Plosker, HonestReporting.com, 12. Mai 2014 (übersetzt von Cora)

Als Besitzer eines Tickets für das Konzert der Rolling Stones nächsten Monat in Tel Aviv freue ich mich riesig, Mick Jagger und den Rest seiner legendären Rockband zuzusehen wie sie beides bekämpfen, ihr Alter und die BDS Kampagnen.

Da erstaunt es nicht, dass die Anwälte Israels das Konzert als eine monumentale Niederlage des BDS hinausposaunen, was dazu führte, dass folgendes Bild samt Aussage sich wie ein Buschfeuer in den sozialen Medien der pro-israelischen Gemeinde verbreitete.

„Wir wurden von der anti-israelischen Seite jede Menge beschimpft, beleidigt und zugetwittert; alles was ich dazu sagen kann:
Alles, was es wert ist getan zu werden, ist es wert, dass es übertrieben wird.
Deshalb haben wir uns entschlossen ein weiteres Konzert zu geben.“

Leider stimmt dieses Zitat nicht!

Obwohl es eigentlich ein bemerkenswert prophetischer Ulk-Artikel war, war dieses Zitat Teil einer Scherz-Geschichte aus „The Jewish Press“ für Purim 2013.

Israel ist ständig der Empfänger falscher oder zurechtgebogener Anti-Israel-Zitate die so ziemlich jedem zugeschrieben werden – von Nelson Mandela bis David Ben Gurion. Auch wenn die Verbreitung des falschen Mick Jagger Zitats in keinster Weise mit den böswilligen Absichten der Anti-Israel Aktivisten vergleichbar ist, ist es nichtsdestotrotz vernünftig, die Weiterverbreitung aufzuhalten.

Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie leicht es ist, gefälschte Nachrichten online zu allgemein anerkannten Tatsachen zu machen.

Auch wenn Mick Jaggers Aussage nicht der Wahrheit entspricht, können wir uns doch auf echte Worte der Unterstützung freuen, wenn die Rolling Stones am 4. Juni in Israel aufschlagen werden.

Volltreffer: BBC korrigiert syrische Propaganda-Headline

10. Mai 2013

HonestReporting Media BackSpin, 10. Mai 2013

Am Montag hatten wir unsere Leser gebeten, wegen dieser Headline eine Beschwerde an die BBC zu richten:


Wir hatten darauf hingewiesen, dass bei der BBC die syrische Propaganda, in der suggeriert wurde, Israel arbeite mit Terrorristen zusammen, im Wortlaut übernommen worden war. Die BBC hat nun mit einer neuen Headline und Korrektur reagiert:

Korrektur (7. Mai 2013): die Überschrift dieses Berichts wurde geändert, um klarzustellen, dass die Behauptung, israelische Luftangriffe wären mit den Rebellen koordiniert worden, von den syrischen Behörden aufgestellt wurde.


Geänderte Headline übersetzt: Syrien behauptet, dass israelische Luftschläge „mit Terroristen koordiniert worden sind“

Auch wenn zu bedauern ist, dass syrische Propaganda als so berichtenswert befunden wurde und wir immer noch sehr unzufrieden sind mit der Berichterstattung selbst, bedeutet die aktualisierte Schlagzeile eine Verbesserung gegenüber dem Original.

Die BBC mag wohl nicht immer so auf Beschwerden reagieren, wie wir uns das wünschten, aber Ihre/Eure Aktionen beweisen, dass sie diese registriert. Gemeinsam können wir viel bewirken.

Die tägliche Dosis Schwachsinn vom PA-Regierungssprecher

11. Januar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 11. Januar 2011

Der palästinensischer Regierungssprecher Ghassan Khatib zum Tod von Jawaher Abu-Rahma:

„Es gibt nur eine Botschaft, die sie damit aussenden, nämlich dass dies ein typischer Fall von Gasinhalation war“

Typischer Fall? Wie kann das möglich sein, wenn Tod durch Tränengas praktisch unbekannt ist?

Szenen aus dem größten Konzentrationslager der Welt

20. Juni 2010

HonestReporting Media BackSpin, 20. Juni 2010

In diesem Fall Kompliment an AP und AFP für die Hervorhebung der (Ernährungs-) „Krise“ in Gaza.

Die Bildbeschriftungen findet man bei den Links 1 2 3 4 5 und 6.

Dazu passend: Raketen verschießende Tunnelbauer und Gazas humanitäre Krise.

Zur Blockade des Gazastreifens auch ein guter Artikel von beer7.

Amnesty und die Mainstream-Medien als Wasserverschmutzer

27. Oktober 2009

HonestReporting Media BackSpin, 27. September 2009

Amnesty International veröffentlichte einen Bericht, der Israel beschuldigt, den Palästinensern illegal Wasser vorzuenthalten. Wieder einmal profitiert die Nichtregierungsorganisation vom Halo-Effekt, wenn Journalisten über Vorwürfe berichten, ohne kritisch nachzufragen.

Doch wirft der Report seinerseits Fragen zu Amnesty auf:

Beamte der israelischen Wasserbehörde erklärten der Jerusalem Post gegenüber, dass ihnen weder die Gelegenheit gegeben worden sei, die Amnesty-Nachforscher mit Informationen zu versorgen, noch auf die palästinensischen Vorwürfe zu reagieren. Sie sagen auch, dass die im Bericht angeführten Zahlen vollkommen falsch seien.

NGO-Monitor geht davon aus, dass der Amnesty-Report zeitlich so angesetzt war, dass er eine Boykottkampagne gegen Israel pushen sollte. Und tatsächlich startet nächste Woche in den USA eine Vortragsreise mit Omar Barghouti an der juristischen Fakultät (Loyola Law School) in Los Angeles mit dem Aufmacher „Palästina: Dursten nach Gerechtigkeit. Israels Kontrolle über das Wasser als Mittel der Apartheid und etnischen Säuberung.“

Zusätzlich zur weit verbreiteten Öffntlichkeitswirksamkeit, die durch AP, Reuters und die BBC erzielt wurde, schafften Amnesty und die Boykottbewegung einen Extrabonus zusammen mit der Times of London dank dieser alles übertreffenden Schlagzeile:

World Agenda: Palästinenser leiden unter israelischer Wasserfolter

Robin Shepherd nimmt das Thema auch auf. Lesen Sie dazu bitte The Issue of of Water Between and the Palestinians (pdf-Format), ein im März von der israelischen Wasserbehörde veröffentlichtes Dokument.

Medien geben radikalem Arzt Propagandaplattform

13. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 13. Januar 2009

Warum zitieren die Medien weiterhin den Propagandisten Mads Gilbert?

Lesen sie dazu mehr im neuen Kommuniqué von HonestReporting:

Medien geben radikalem Arzt Propagandaplattform

Ins Deutsche übertragen auf  Castollux.

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