Rinat Harash, HonestReporting, 25. Dezember 2024
Es ist wieder diese Zeit im Jahr. Aber wir werden das Offensichtliche nicht wiederholen: Die Medien lieben es, Israel die Schuld dafür zu geben, dass das Weihnachtsfest in Bethlehem ruiniert ist.
Wir werden aber die Strategie aufzeigen, die sie verwenden, um das zu erreichen.
Hier ist das Problem: Die Medien müssen berichten, was sie sehen. Und in Bethlehem sehen sie eine Baby-Jesus-Puppe in Schutt gelegt, keine Touristen und Proteste in Solidarität zum Gazastreifen. Es ist zweifelsohne ein nüchternes Weihnachten im traditionellen Geburtsort Jesu und das sollte berichtet werden.
Aber die Medien sollten und können in ihrer Auswahl der Interviewpartner und des Hintergrundmaterials kritisches Denken einsetzen. Und sie versagen darin.
Der einzige Priester in Bethlehem?
Der Medienstar der Jahreszeit, außer Jesus, war (erneut) Munther Isaac, ein Pastor in der lutherischen Kirche in Bethlehem.
Medien wie Reuters, die BBC, ABC News und NBC News waren glücklich Isaac zu zitieren, aus eine einzigen Grund: Seine Kirche war für die Mediennummer verantwortlich die das Baby Jesus als palästinensisches Kind inmitten von Schutt zeigte.
Schön und gut. Aber nirgendwo erwähnten die Medien, dass Isaac auch das Massaker vom 7. Oktober rechtfertigte und als „der Hohepriester der antisemitischen Christenheit“ beschrieben worden ist.
Angesehen Nachrichtenmedien sollten nicht den Manipulationen eines Priesters erliegen. Professionelle Berichterstattung hätte sich darum bemühen müssen seine Ansichten anderen stimmen in der örtlichen Christengemeinde gegenüberzustellen.
Aber das Problem geht tiefer. Denn diese Medien verlassen sich auf palästinensische Produzenten in Bethlehem, die – aus Angst oder weil sie voreingenommen sind – dieses israelfeindliche Narrativ niemals untergraben würden. Und ihre Bosse im Ausland würde es nie wagen ihre Arbeit zu hinterfragen, denn sie brauchen ihre Verbindungen.
Selektiver Hintergrund
Ein weiterer Beweis für die saisonale Einseitigkeit der Medien gegenüber Israel kann den Hintergrundinformationen entnommen werden, die in bestimmten Artikeln gebracht werden.
Statt die Nachrichten-Konsumenten an die Verantwortung der palästinensischen Autonomiebehörde für die schwindende Zahl örtlicher Christen zu erinnern, geben viele Medien langatmige Hintergrund-Absätze zu Israels Besetzung der Westbank hinzu.
Bei Reuters wird zum Beispiel ein Abschnitt der Siedlungsaktivität Israels gewidmet. Ein außergewöhnlich irrelevanter Teil lautet:
Israel hat im ganzen Gebiet verteilt jüdische Siedlungen gebaut, die von den meisten Ländern als illegal betrachtet werden. Israel bestreitet das, führt historische und biblische Bande zum Land an. Mehrere Minister leben in Siedlungen und befürworten ihre Ausweitung.
Genauso gibt es in der Fotosammlung „Weihnachten in Bethlehem“ von AP ein Bild der Sicherheitsbarriere, die die Stadt teilweise umgibt. Darauf geht ein Mann zufällig an einem Graffiti vorbei, das lautet: „Mauern sind zum Bombardieren da.“ Egal, dass diese Mauer auch schon dort stand, als Bethlehem sich noch blühender Festtagsfeiern erfreute.

Lasst Sie uns nicht vergessen, dass diese Einseitigkeit nicht auf die christlichen Feiertage beschränkt ist. Jeder von Palästinensern in der Region begangene Feiertag – von Ramadan bis Ostern – wird automatisch auf der Grundlage des Handelns Israels beurteilt.
Andersherum funktioniert das nie, als ob Palästinenser für nichts Verantwortung hätten. Die Medien haben zum Beispiel nie die Hamas dafür die Schuld gegeben den jüdischen Feiertag Simchat Thora ruiniert zu haben, der gezielt als Datum für das Massaker des 7. Oktobers ausgesucht worden war.
Für die Medien, so scheint es, gelten die „unterdrückten“ Palästinensern automatisch als tugendhaft, während die israelischen „Unterdrücker“ als von Haus aus bösartig betrachtet werden. Die Feiertagssaison ist nur eine weitere Gelegenheit das zu zeigen.












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