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Euro-Med Monitor entlarvt: Ramy Abdus Terror-Verbindungen und Desinformationskampagnen

2. Juni 2026

Sharon Levy, HonestReporting, 24. Mai 2026

Der Euro-Mediterranean Human Rights Monitor rühmt sich, eine gemeinnützige Organisation zu sein, die sich für Menschenrechte in Europa sowie im gesamten Nahen Osten und Nordafrika einsetzt.

Doch hinter dieser Menschenrechtsfassade steht eine Organisation mit dokumentierten Verbindungen zu Terrororganisationen, die wiederholt israelfeindliche Verschwörungstheorien verbreitet hat und damit ernsthafte Fragen nach der Glaubwürdigkeit ihrer Behauptungen und ihrem Einfluss auf die internationale Berichterstattung aufwirft.

Hamas-Verbindungen

Aber das Problem geht über einfache Voreingenommenheit hinaus. Eine genaue Untersuchung der Führung der Organisation, angefangen beim Gründer und Vorsitzenden Ramy Abdu, legt größere Bedenken offen.

Der OSINT-Ermittler und Journalist Eitan Fischberger enthüllt, dass Ramy Abdus Bruder, Abdu Saleh Mohammed Ismail, von den italienischen Behörden wegen seiner Rolle in einer Hamas-Finanzierungsoperation gesucht wird, die 7–8 Millionen Euro an die Hamas leitete, unter anderem über die von Mohammed Hannoun geführte Palestinian Solidarity Charity (ABSPP). Hannoun unterliegt US-Sanktionen, weil er als finanzieller Arm der Hamas in Italien fungiert.

Unter dem Decknamen „Abu Khaled“ überwies Ramy Abdus Bruder 462.700 Euro an die Hamas und wurde gebeten ein Treffen in Doha (Qatar) mit dem Hamas-Führer Ismail Haniyeh zu arrangieren, der 2024 von der IDF eliminiert wurde. Im Jahr 2012 wurde Ramy Abdu gemeinsam mit Haniyeh im Gazastreifen fotografiert.

In dem 300 Seiten starken Dokument, das das Spendensammel-Netzwerk beschreibt, erscheint der Name Ramy Abdu und bestätigt sowohl seine familiäre Verbindung zu Abdu Saleh als auch seine mögliche Unterstützung des Netzwerks. Eine auf dem ABSPP-Server gefundene Datei, von der angenommen wird, dass sie sich auf Ramy Abdu bezieht, zeigt umfangreiche finanzielle Aktivitäten und weist mehr als 1,1 Millionen Dollar an eingegangenen sowie etwa 1,2 Millionen Dollar an über das Netzwerk weitergeleiteten Beträgen aus.

Die Gerichtsakte führt außerdem Abdus Wohnsitz als Istanbul in der Türkei auf, obwohl Euro-Med Monitor als Organisation in Genf registriert ist. Die Verbindung der Hamas zur Türkei hat sich nach den Anschlägen vom 7. Oktober weiter verstärkt; sie bietet Terroristen einen Zufluchtsort sowie einen Rahmen für finanzielle Transaktionen.

Im Jahr 2013 tauchte Abdu gemeinsam mit aktuellen und ehemaligen Vorsitzenden des Euro-Med Monitor auf einer israelischen Liste auf, die sie als „main operatives and institutions“ (wichtigste Agenten und Institutionen) der Hamas in Europa bezeichnet, was bestätigt, dass die mutmaßlichen Verbindungen zur Terrororganisation über seine Familienmitglieder hinausgehen.

Verschwörungstheorien

Euro-Med Monitor stand hinter einigen der haltlosesten und extremsten Anschuldigungen und Verschwörungstheorien gegen Israel und nutzte dafür regelmäßig Wikipedia. Zu diesen Anschuldigungen gehört die Behauptung, Israel betreibe Organhandel, setze Hunde ein, um Menschen zu vergewaltigen, und begehe scholasticide (die systematische Zerstörung des Bildungssystems im Gazastreifen und die Verweigerung von Bildung für palästinensische Kinder).

In der vergangenen Woche behauptete Abdu, in „Massengräbern“ im Gazastreifen seien Kinder und Babys gefunden worden, „deren Hände mit Kabelbindern gefesselt waren“. Das von ihm verwendete Foto zeigte eine Gruppe von Kabelbindern, ungeschnitten und an keinem Körper befestigt.

Neben dem völligen Fehlen fotografischer Belege für die Massengräber, die Abdu gefunden haben wollte, trugen die Kabelbinder, die angeblich bei Kindern und Babys verwendet worden waren, hebräische Aufschriften mit „chalal“ – dem Begriff für im Kampf gefallene IDF‑Soldaten, zusammen mit ihrer Opfernummer.

Die in den Fotos gezeigten Kabelbinder wirken vollständig unversehrt, ohne Schnitte, Abnutzung oder Spuren einer Bestattung, die darauf hindeuten würden, dass sie an menschlichen Überresten befestigt gewesen wären. Das weist darauf hin, dass sie nicht an palästinensischen Kindern verwendet wurden, sondern vielmehr an Leichensäcken gefallener IDF-Soldaten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Abdu diese Behauptung aufstellt. Im März 2025 veröffentlichte er dasselbe Bild von Kabelbindern mit einer identischen Bildunterschrift und behauptete, im vorangegangenen April seien Massengräber entdeckt worden. Die vage Darstellung, wann diese Gräber „gefunden“ worden seien, scheint darauf ausgelegt zu sein den Eindruck zu erwecken, solche Entdeckungen fänden fortlaufend statt. Wenn der Gründer einer selbsternannten Menschenrechtsorganisation wiederholt dieselbe unbelegte Behauptung verbreitet, untergräbt das jede Glaubwürdigkeit, die die Organisation für sich beansprucht.

Die Verstärkung von Euro-Med Monitor

Trotz zunehmender Hinweise auf Verbindungen zu Terrororganisationen und der Verbreitung falscher Informationen wird die Organisation in den Medien weiterhin als glaubwürdige und unparteiische Menschenrechtsgruppe zitiert.

HonestReporting.ai Labs stellte fest, dass Euro-Med Monitor von März 2025 und Mai 2026 in 28 Medien insgesamt 104-mal erwähnt wurde, darunter CNN, die Associated Press und die New York Times. In rund 90 Prozent dieser Erwähnungen versäumten es die Medien, auf die Vorgeschichte der Organisation bei der Verbreitung israelfeindlicher Verschwörungstheorien und nachweislicher Voreingenommenheit hinzuweisen.

Tatsächlich enthielt die inzwischen berüchtigte Kolumne der New York Times, in der systemische sexuelle Übergriffe an palästinensischen Gefangenen behauptet wurden, einschließlich der Verleumdung der „Vergewaltigung durch Hunde“, mehrere Verweise auf Euro‑Med Monitor.

Während sich die Hinweise auf die Führung der Gruppe, ihre Verbindungen und die wiederholte Verbreitung von Fehlinformationen weiter verdichten, wirft das Versäumnis der internationalen Medien die Organisation kritisch zu prüfen ernsthafte Fragen auf.

Indem große Medien Euro-Med Monitor weiterhin ohne angemessene Prüfung oder Kontext als neutrale Menschenrechtsorganisation darstellen, führen sie ihr Publikum in die Irre und untergraben zugleich die Glaubwürdigkeit legitimer Menschenrechtsorganisationen, die versuchen, universelle Standards objektiv zu wahren.

Ist Hebräisch eine Europäische Sprache?

9. April 2026

Fünf Mythen über das moderne Hebräisch widerlegt

Chaim Lax, HonestReporting, 18. Februar 2026

Wenn man genug Zeit in sozialen Medien verbringt, stößt man unweigerlich auf Behauptungen über das Hebräische, die einen fassungslos machen.

Hebräisch ist eine europäische Sprache.

Hebräisch ist eigentlich gestohlenes Arabisch.

Es gibt keine Verbindung zwischen dem modernem Hebräisch und dem biblischem Hebräisch.

Für jeden, der jüdische Geschichte studiert hat oder Hebräisch spricht, sind diese ungeheuerlichen Behauptungen nicht nur offensichtlich falsch, sondern völlig absurd.

Doch sie sind nicht zufällig. Sie sind Teil eines breiteren Versuchs, den Zionismus zu delegitimieren und die historischen Bindungen des jüdischen Volkes zum Land Israel zu bestreiten.

Dieser Text untersucht einige dieser Behauptungen und die Fakten, die die Mythen zerlegen.

Mythos: Hebräisch war eine tote Sprache, bis Eliezer Ben Yehuda es wiederbelebte

Hebräisch war vor dem späten 19. Jahrhundert keine tote Sprache. Aber es war noch nicht die dynamische, alltägliche Umgangssprache, die heute von Millionen in Israel und weltweit gesprochen wird.

Um die Wurzeln des modernen Hebräisch zu verstehen, müssen wir zunächst in das zweite Jahrhundert n. Chr. zurückgehen. Nach der Niederschlagung des Bar-Kochba-Aufstands durch die Römer nahm der Gebrauch des Hebräischen als gesprochene Sprache unter Juden im Land Israel allmählich ab, während Aramäisch und andere Sprachen Vorrang gewannen.

Doch Hebräisch verschwand nicht und hörte nicht auf, als Sprache zu existieren. Es wandelte sich von einer täglich gesprochenen Sprache zu einer vorwiegend literarischen und liturgischen, bewahrt in Gebet, Gelehrsamkeit, Poesie, juristischem Diskurs und Korrespondenz.

Der jüdische Rechtskorpus, die Mischna, wurde ein paar Jahrhunderte später auf Hebräisch verfasst.

Rabbinische Kommentare, Korrespondenz zwischen verschiedenen jüdischen Gemeinden, wissenschaftliche Texte (einschließlich eines medizinischen Lehrbuchs) wurden in der Spätantike und im Mittelalter durchgehend auf Hebräisch geschrieben. Die erste hebräische Druckerei im Land Israel wurde im 16. Jahrhundert gegründet.

Die Aufklärung des 18. und 19. Jahrhunderts ließ hebräischer Zeitungen und eine neue hebräische Literatur aufkommen.

All dies geschah vor der Zeit von Eliezer Ben Yehuda.

Was er erreichen wollte, war, die hebräische Sprache zu einer gesprochenen Sprache zu machen, die die Kommunikation zwischen Juden aus unterschiedlichen Gemeinschaften erleichtern sollte.

Es stimmt, dass es vor Ben Yehudas Auftreten Juden im Land Israel gab, die Hebräisch sprachen. Es gab sogar Versuche im späten 19. Jahrhundert, reine Hebräischschulen im Osmanischen Palästina zu gründen. Doch es gab keine Sprecher, deren Hauptsprache Hebräisch war oder die hebräische Muttersprachler waren. Menschen konnten Hebräisch auf der Straße sprechen, gingen aber nach Hause und sprachen mit Familie und Freunden andere Sprachen.

Ben Yehudas Hebräisch-Projekt führte zur Gründung des ersten „Hebräisch-Haushalts“, in dem sein Sohn in einer strikt hebräischsprachigen Umgebung aufwuchs.

Die Wiederbelebung des Hebräischen gewann während der Zweiten Alija (1904–1914) entscheidenden Schwung, als Wellen jüdischer Einwanderer ins Land Israel es nicht mehr nur als literarische Sprache annahmen, sondern als gesprochene Alltagssprache. 1904 wurde Hebräisch offiziell zur Sprache der zionistischen Bewegung erklärt.

Als das britische Mandat Palästina 1922 eingerichtet wurde, wurde Hebräisch als eine der drei Amtssprachen des Mandats festgelegt.

Bis 1948 nutzten 93 Prozent der israelischen Kinder unter 15 Jahren Hebräisch als ihre Hauptsprache.

Während Ben Yehuda weitgehend dafür anerkannt wird, diese sprachliche Revolution angestoßen zu haben, war sie im Kern ein gemeinschaftliches Projekt: seine Familienmitglieder und andere Hebraisten erweiterten den hebräischen Wortschatz und formten daraus die moderne und dynamische Sprache, die wir heute kennen.

Mythos: Modernes Hebräisch ist eine europäische Sprache

Die Wahrheit: Eine der Methoden, mit denen Gegner der Rückkehr der Juden in ihre indigene Heimat Zweifel an der Verbindung zwischen dem modernen Israel und dem antiken Israel säen, besteht darin zu behaupten, dass das heute gesprochene Hebräisch nicht dasselbe sei wie das vor 2.000 Jahren im Land gesprochene – und dass modernes Hebräisch in Wirklichkeit eine europäische Sprache sei.

Diese Behauptung verweist auf die Wiederbelebung des Hebräischen durch einen europäischen Juden, Eliezer Ben Yehuda, sowie auf die Übernahme von Wörtern aus europäischen Sprachen (wie Englisch, Deutsch, Russisch und Französisch) in das moderne hebräische Wörterbuch.

Das ist jedoch ein Trugschluss.

Alle Sprachen übernehmen Begriffe aus anderen Sprachen. In der Antike entlehnten hebräische Manuskripte Begriffe aus benachbarten Sprachen wie Aramäisch, Persisch, Griechisch und Latein.

Auch das moderne Hebräisch ist heute von Fremdsprachen beeinflusst. Dasselbe gilt für Arabisch, Englisch, Russisch und Japanisch. Fast alle Sprachen verwenden „Lehnwörter“. Die Verwendung von Lehnwörtern im Hebräischen macht die Sprache nicht plötzlich zu einer europäischen Sprache.

Wie wir im nächsten Abschnitt sehen werden, basiert das moderne Hebräisch, auch wenn das moderne hebräische Wörterbuch von einem europäischen Juden entwickelt wurde, auf dem biblischen Hebräisch und ist tatsächlich eine semitische Sprache.

Mythos: Modernes Hebräisch ist keine semitische Sprache

Die Wahrheit: Ähnlich dem Mythos, modernes Hebräisch sei eine europäische Sprache, ist die absurde Behauptung, das moderne Hebräisch sei keine semitische Sprache.

Einer der Haupt-„Beweise“, die für diese Behauptung angeführt werden, lautet, die Aussprache einiger hebräischer Buchstaben unterscheide sich von der Aussprache in anderen semitischen Sprachen wie dem Arabischen. Die beiden prominentesten Buchstaben, die in diesem Zusammenhang angeführt werden, sind die Kehllaute Ajin und Het.

Natürlich gibt es mehrere Punkte, die diese Behauptung widerlegen.

Erstens ist die Aussprache kein Hinweis darauf, ob eine Sprache semitisch ist oder nicht.

Wie der Hebräisch-Forscher Elon Gilad betont, werden semitische Sprachen durch ihre Drei-Konsonanten-Wurzeln definiert — eine Struktur, die im biblischen Hebräisch existierte und im modernen Hebräisch weiterhin existiert.

Zweitens weisen selbst andere semitische Sprachen unterschiedliche Aussprachen je nach geografischer Region auf. Es gibt bestimmte Unterschiede zwischen dem Arabisch, das in Ägypten gesprochen wird, dem Arabisch in Jordanien und dem Arabisch im Irak. Dennoch gelten sie alle als semitische Sprachen.

Drittens verloren sogar einige antike Völker, die semitische Sprachen sprachen — wie die Akkader und Samaritaner — den Glottisschlag in ihrer Aussprache. Trotzdem kam niemand auf die Idee, ihre Aussprache als „nicht semitisch“ einzustufen.

Schließlich wird die stärker gutturale Aussprache des Hebräischen weiterhin von einigen Israelis praktiziert, deren Familien aus arabischsprachigen Ländern stammen, insbesondere von Jemeniten. Das macht ihr Hebräisch nicht „semitisch, während das Hebräisch eines anderen Israelis, der exakt dieselben Wörter mit einem anderen Akzent spricht, als nicht semitisch betrachtet würde.

Mythos: Modernes Hebräisch basiert auf Arabisch

Das Gegenteil des Mythos „Hebräisch ist europäisch“ ist der ebenso falsche Mythos, dass modernes Hebräisch auf Arabisch basiert.

Laut diesem Mythos besteht ein großer Teil des modernen Hebräischen (manche behaupten bis zu 80 %) aus arabischen Wörtern.

Wie bereits erwähnt, verwendet das moderne Hebräisch zwar Lehnwörter aus dem Arabischen (und anderen Sprachen), doch sein Wortschatz und seine Grammatik stellen keine umfassende Übernahme des Arabischen dar.

Dieser Mythos soll die Verbindungen zwischen biblischem und modernem Hebräisch bestreiten und damit auch die historischen Verbindungen zwischen dem jüdischen Volk und dem Land Israel kappen und israelische Juden als Betrüger darstellen.

Mythos: Sprecher des modernen Hebräisch können das biblische Hebräisch nicht verstehen

Es stimmt, dass modernes Hebräisch und biblisches Hebräisch nicht identisch sind.

Es stimmt jedoch nicht, dass ein Sprecher des modernen Hebräisch die Bibel nicht verstehen würde.

Auch wenn es strukturelle Unterschiede zwischen beiden Sprachstufen gibt und der Wortschatz nicht zu hundert Prozent übereinstimmt, wäre ein gebildeter Israeli in der Lage, die Bibel aufzuschlagen und einen großen Teil des hebräischen Textes zu verstehen.

Analysten haben festgestellt, dass die Beziehung zwischen dem biblischen Hebräisch und dem modernen Hebräisch deutlich enger ist als die Beziehung zwischen Altgriechisch und Neugriechisch (die als sprachliche Verwandte gelten).

Das Verhältnis von biblischem und modernem Hebräisch wird oft mit dem Verhältnis von Shakespeare‑Englisch und modernem Englisch verglichen. Ein moderner Englischsprecher mag ein ganzes Stück nicht ohne Hilfe lesen können, aber er erkennt die Sprache Shakespeares als der eigenen sehr ähnlich.

Es gibt jedoch manche, die behaupten, dass ein Student des biblischen Hebräisch (ohne Kenntnisse des modernen Hebräisch) einen zeitgenössischen hebräischen Text nicht verstehen könne, weil sich die Sprache weiterentwickelt hat.

Diese Beobachtung ist kaum überraschend. Sprachen entwickeln sich über Jahrhunderte – das heutige Englisch wäre für einen Leser von Chaucer kaum verständlich. Doch Entwicklung bedeutet nicht Bruch. Das moderne Hebräisch ruht auf denselben grammatikalischen Grundlagen und demselben Kernwortschatz, die jüdische Texte und Gemeinden seit Jahrtausenden verbinden.

Seine Wiederbelebung war nicht die Schaffung von etwas Neuem, sondern die Erneuerung von etwas, das Bestand hatte.

Nein, die IDF hat die Opferzahlen der Hamas nicht anerkannt

4. Februar 2026

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 1. Februar 2026

„Israelisches Militär räumt angeblich 70.000 Tote in Gaza ein, nachdem es zuvor die Angaben des Gesundheitsministeriums angezweifelt hatte“, titelte CNN. Die israelischen Streitkräfte hätten in einem Briefing für israelische Journalisten „eingestanden, dass im Gaza-Krieg etwa 70.000 Palästinenser getötet wurden und die Zahlen des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen weitgehend korrekt sind.“

Ähnliche Meldungen, die jeweils behaupteten, das israelische Militär habe nun die Opferzahlen der Hamas akzeptiert, erschienen schnell in großen Medien wie Reuters, BBC, The Guardian und The Times.

Die Behauptung verbreitete sich ebenso schnell in den sozialen Medien. Altbekannte israelfeindliche Kritiker griffen die Schlagzeilen auf und präsentierten sie als angeblichen Beweis dafür, dass Israel während des gesamten Krieges über zivile Opferzahlen gelogen habe. Mehdi Hasan etwa behandelte die Zahl als Bestätigung – wobei er praktischerweise übersah, dass er Israel zuvor beschuldigt hatte, mehr als 100.000 Menschen im Gazastreifen getötet zu haben, also eine weit höhere Zahl als jene, die er nun akzeptiert.

Auch Piers Morgan verstärkte die Behauptung, indem er einen Link zum Bericht von Haaretz weiterverbreitete und erklärte: „Seit über zwei Jahren haben die meisten meiner pro-israelischen Gäste wütend die Opferzahlen des Gesundheitsministeriums in Gaza bestritten und gesagt, sie seien völlig übertrieben. Jetzt hat die IDF akzeptiert, dass sie korrekt sind.“

Kurz darauf veröffentlichte das israelische Militär eine Art Klarstellung. In einer direkten Antwort an Morgan schrieb IDF‑Sprecher Nadav Shoshani auf X, dass „die veröffentlichten Details keine offiziellen Daten der IDF widerspiegeln. Jede Veröffentlichung oder jeder Bericht zu diesem Thema wird über offizielle und geordnete Kanäle erfolgen.“

Die Erklärung deutete darauf hin, dass das israelische Militär die Opferzahlen der Hamas nicht als offizielle Daten betrachtete.

Die gesamte Geschichte, die israelische Armee unterstütze die Hamas-Zahlen, geht auf Äußerungen einer ungenannten Quelle in einer Hintergrundbesprechung zurück, nicht auf die eines autorisierten Sprechers oder Experten für Opferzahlen und sollte nicht als offizielle Bestätigung der Hamas-Zahlen verstanden werden.

Doch selbst als diese Falschbehauptung die Schlagzeilen beherrschte, verschleierte sie das weitaus wichtigere Problem. Es ging nie darum, ob die Hamas-Zahlen „akzeptiert“ wurden. Das wurden sie nicht. Die Frage ist vielmehr, was diese Zahlen tatsächlich beinhalten – wer von wem und unter welchen Umständen getötet wurde.

Hinter den Zahlen

Die umfassendste forensische Untersuchung der Opferzahlen aus dem Gazastreifen wurde von Salo Aizenberg, Vorstandsmitglied von HonestReporting, durchgeführt. Er analysierte die vom Gesundheitsministerium in Gaza während des gesamten Krieges veröffentlichten Todeslisten. Seine neueste detaillierte Aufschlüsselung der Behauptung von 70.000 Toten finden Sie hier:

Um Aizenbergs Befunden zusammenzufassen: Das Gesundheitsministerium der Hamas meldet 70.125 Tote, doch seine Listen unterscheiden weder zwischen Zivilisten und Kombattanten noch zwischen Kriegsopfern und natürlichen Todesfällen oder zwischen durch die IDF verursachten Todesfällen und solchen, die auf Hamas oder andere interne Akteure zurückgehen. Während das Fehlen einer Kennzeichnung von Kombattanten in der Medienberichterstattung gelegentlich erwähnt wird, werden die übrigen Kategorien weitgehend ignoriert – als hätten natürliche Todesfälle und interne Gewalt während zwei Jahren Krieg im Gazastreifen einfach aufgehört zu existieren.

Natürliche Todesfälle sind daher in der Gesamtzahl enthalten. Vor dem Krieg verzeichnete der Gazastreifen im Durchschnitt etwa 6.800 natürliche und Säuglingstodesfälle pro Jahr. Im Jahr 2025 räumte die Hamas ein, dass einige der aufgeführten Todesfälle natürliche Tode seien, doch sie hat diese nie herausgerechnet. Eine konservative Schätzung veranschlagt rund 11.000 natürliche Todesfälle innerhalb der genannten Gesamtzahl.

Auch Fehler und Unstimmigkeiten bestehen weiterhin, darunter Fehlidentifizierungen, Personen, die in früheren Konflikten getötet wurden, sowie Patienten, die den Gazastreifen für medizinische Behandlung verlassen hatten, später aber als tot geführt wurden. Diese machen schätzungsweise 1.000 Fälle aus.

Nach Abzug natürlicher Todesfälle und verbleibender Fehler bleiben rund 58.000 Tote übrig, die plausibel kriegsbedingt sind.

Nicht alle diese Todesfälle wurden von Israel verursacht. Dokumentierte Hinrichtungen durch Hamas, interne Gewalt, Schüsse bei Hilfsgüter-Unruhen und fehlgeleitete Raketen verursachten schätzungsweise 4.000 Todesfälle, die routinemäßig der IDF zugeschrieben werden.

Die von der Hamas selbst veröffentlichten Daten zeigen zudem ein auffälliges Verhältnis von 3:1 zwischen Männern im kampffähigen Alter und Frauen unter den Toten – ein starkes demografisches Indiz für umfangreiche Kombattantenverluste statt wahlloser Tötung von Zivilisten.

Die IDF schätzt, dass etwa 25.000 Hamas- und verbündete Kämpfer getötet wurden – eine Zahl, die mit den Gefechtsverläufen und der dokumentierten Notfallrekrutierung der Hamas übereinstimmt. Tausende Kombattanten tauchten in den Listen der Hamas überhaupt nicht auf.

Die Rekonstruktion der Daten ergibt rund 61.000 Todesfälle, die auf Handlungen der IDF zurückzuführen sind: etwa 25.000 Kombattanten und 36.000 Zivilisten – eine Aufschlüsselung, die in deutlichem Gegensatz zu Behauptungen steht, Israel betreibe wahllose oder überwältigende Tötung von Zivilisten.

Warum 70.000 so vertraut klingt

Es liegt eine bittere Ironie darin, dass die Medien nun plötzlich darauf bestehen, die Opferzahlen der Hamas müssten „von Anfang an zuverlässig“ gewesen sein – zumal dieselben Medien etwas mehr als ein Jahr zuvor, im Januar 2025, bereits Behauptungen verbreiteten, wonach im Gazastreifen 70.000 oder mehr Menschen getötet worden seien.

Diese früheren Behauptungen stammten nicht von der Hamas selbst, sondern von modellbasierten „Übersterblichkeits“-Schätzungen, die in The Lancet veröffentlicht wurden – einer Zeitschrift, die im Verlauf des Krieges wiederholt extrem spekulative Opfermodellierungen zum Gazastreifen publiziert hat. Eine dieser Studien schätzte 64.260 „Todesfälle durch traumatische Verletzungen“ zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 30. Juni 2024. Zu diesem Zeitpunkt meldete das Hamas-geführte Gesundheitsministerium in Gaza etwas mehr als 37.000 Tote.

CNN, das nun suggeriert, Israel habe seine Kritik an den Hamas-Daten irgendwie zurückgenommen, griff diese Schätzungen im Januar 2025 auf und berichtete, die Zahl der Toten im Gazastreifen könne „deutlich höher“ liegen als die Angaben des Ministeriums – basierend auf einer angeblichen Untererfassung von 41 %. Reuters meldete das. Ebenso The New York Times und NBC News. [Anmerkung: Deutsche Medien, allen voran der SPIEGEL, haben das genauso gemacht.]

Der Punkt ist nicht, dass dieselbe Zahl wieder auftaucht, sondern dass das zugrunde liegende Narrativ konstant geblieben ist, obwohl ihre Quelle wechselte – ohne jede Prüfung dessen, was die Zahlen tatsächlich messen, voraussetzen oder ausklammern.

Die Zahl wurde nicht erst in diesem Jahr bedeutsam oder außergewöhnlich hoch. Bereits mehr als ein Jahr zuvor wurde sie – aus einer anderen Quelle – herangezogen, um dieselbe Schlussfolgerung zu stützen: dass Israel überwältigend viele zivile Opfer verursacht habe.

Das ist die durchgehende Linie. Während des gesamten Krieges wurden von der Hamas gelieferte Zahlen und darauf basierende Schätzungen als grundsätzlich glaubwürdig behandelt, ohne ernsthafte Bemühungen, sie kritisch zu hinterfragen.

Drei Dinge, die man im Kopf behalten sollte

  1. Die von der Hamas genannte Gesamtzahl wirft alle Todesfälle in einen Topf – Kombattanten, Zivilisten, natürliche Todesfälle und interne Tötungen – und schreibt sie alle Israel zu.
     
  2. Rund 25.000 der Getöteten waren Kämpfer, und Tausende weitere Todesfälle wurden überhaupt nicht von Israel verursacht.
     
  3. Das Verhältnis von zivilen zu kämpfenden Toten liegt bei etwa 1,5:1, was bedeutet, dass auf jeden Kombattanten ungefähr eineinhalb Zivilisten kommen – ein Wert, der erhebliche Kombattantenverluste widerspiegelt und nach Maßstäben moderner urbaner Kriegsführung niedrig ist.

Das – nicht die verzerrten Schlagzeilen – ist es, was die Zahl „70.000“ tatsächlich aussagt.

Die Apartheid-Anschuldigung der UNO: Politisches Narrativ übertrumpft Fakten vor Ort

15. Januar 2026

Sharon Levy, HonestReporting, 8. Januar 2026

Es ist inzwischen eine gängige Taktik, Israel jedes nur denkbare Vergehen unter der Sonne mit einem wohlklingenden Begriff anzulasten. Definitionen werden bewusst verdreht, um sie gegen den einzigen jüdischen Staat richten zu können. Fakten werden entweder absichtlich ignoriert oder gezielt verzerrt, um ein vorgefertigtes Narrativ zu bedienen, das Israel als einen Staat darstellt, der ununterbrochen der schlimmsten Verbrechen schuldig gesprochen wird.

Die UNO tat am 7. Januar genau dies erneut, indem sie Israel „Rassentrennung und Apartheid“ im Westjordanland vorwarf. Der Bericht umfasst mehrere Jahre, konzentriert sich jedoch speziell auf den Zeitraum vom 7. Oktober 2023 bis zum 30. September 2025.

Obwohl der Bericht in der überwiegenden Mehrheit der Medien bislang nicht auf den Titelseiten auftaucht – vermutlich, weil UNO-Anschuldigungen gegen Israel leider zur Routine geworden und damit kaum noch berichtenswert sind – verlor die BBC keine Zeit, die Geschichte zu veröffentlichen, was das obsessive Bestreben des Senders zeigt, eine israelfeindliche Agenda voranzutreiben.

Anstrengungen zu Terrorbekämpfung in der Westbank

Es ist unglaublich, aber der Bericht streift die Terrorangriffe der Hamas vom 7. Oktober nur am Rande, obwohl sein Schwerpunkt eigentlich auf deren Folgen liegen soll. Hätte die UNO die Schwere der Angriffe anerkannt, hätte sie zugleich eingestehen müssen, dass Israels Anti-Terro-‑ und Sicherheitsstrategie sich in Echtzeit veränderte, um Anschläge zu verhindern, bevor sie stattfinden konnten und um wahrgenommene Bedrohungen unmittelbar zu bekämpfen. Ab dem 7. Oktober war die mögliche Eröffnung einer neuen Front im Westjordanland keineswegs eine abwegige Vorstellung, sondern eine sehr wahrscheinliche Entwicklung, da die Hamas und andere Terrororganisationen in mehreren Städten feste Stützpunkte aufgebaut haben. Die Hamas rief die in der Westbank lebenden Palästinenser sogar unmittelbar nach dem 7. Oktober dazu auf, bewaffnete Angriffe auf Israel durchzuführen.

Von jedem Staat, der gerade einen grausamen Terroranschlag auf seine Zivilbevölkerung erlebt hat, wäre zu erwarten — ja er wäre verpflichtet — verstärkt vorbeugende und präventive Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass sich so etwas niemals wiederholen kann. Das erfordert von der IDF die Umsetzung neuer Terrorbekämpfungsoperationen in Hochburgen des Terrorismus wie Jenin und Tulkarm. Das ist keine Apartheid, sondern Terrorismusbekämpfung und der Schutz israelischer Zivilisten.

Die UNO versucht ihren Standpunkt zu untermauern, wonach die IDF wahllos Palästinenser in der Westbank ins Visier nimmt, indem sie auf einen Anstieg der Todesfälle nach dem 7. Oktober verweist und sich dabei auf Daten des UNO-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) stützt. Nicht nur fehlt erneut der Kontext des 7. Oktobers, die UNO verschweigt auch bequemerweise, dass viele dieser Palästinenser Mitglieder von Terrororganisationen waren oder als Einzeltäter versuchten, Terroranschläge auf Israelis zu begehen oder sie tatsächlich verübten. Berücksichtigt man die anhaltende Terrorbedrohung sowie die Tatsache, dass israelische Operationen sich auf Städte konzentrierten, die seit Langem als Zentren des Terrorismus gelten, bricht die Behauptung wahlloser Zielauswahl bereits unter geringster Prüfung in sich zusammen.

Während die UNO versucht, aus dem Ungleichgewicht zwischen israelischen und palästinensischen Todesopfern im Westjordanland eine Verbindung herzuleiten, spiegeln die Daten in Wahrheit vor allem die Wirksamkeit der israelischen Terrorbekämpfungsoperationen wider, die zu einem Rückgang israelischer Todesopfer geführt haben.

Zugang zu Bewegungsfreiheit und Ressourcen

Die Behauptung, Israel übe Kontrolle durch Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und des Zugangs zu Ressourcen wie Wasser aus, ignoriert die bestehenden Vereinbarungen, die gemeinsamen Verwaltungsstrukturen und die Rolle der Palästinensischen Autonomiebehörde bei der Wasserverteilung.

Über Terrorbekämpfungsoperationen hinaus musste Israel weitere Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Dazu gehören Beschränkungen auf bestimmten Straßen in der Westbank, um Anschläge zu verhindern, terroristische Aktivitäten zu stören und das Risiko von Gewalt zu verringern. Der Zugang richtet sich nach sicherheitsrelevanten Erwägungen und nicht nach ethnischer Zugehörigkeit oder Religion und viele dieser Straßen werden sowohl von Israelis als auch von Palästinensern genutzt.

Der UNO-Bericht ließ zudem die Bewegungseinschränkungen außer Acht, die Israelis im Westjordanland auferlegt werden — Maßnahmen, die ausdrücklich ihrem Schutz vor gezielten Terroranschlägen dienen. Es handelt sich daher nicht um eine Apartheidpolitik, sondern um sicherheitsbedingte Maßnahmen, deren Umfang sich je nach Bedrohungslage verändert.

Apartheid als weitere israelfeindliche Verleumdung

Die Verwendung des Begriffs Apartheid, der einen spezifischen historischen Kontext hat, zur Beschreibung einer komplexen Sicherheitslage ist nicht nur unzutreffend, sondern auch äußerst gefährlich. Diese Bezeichnung verschärft die Spannungen, delegitimiert Israels legitime Sicherheitsmaßnahmen und führt die internationale Gemeinschaft in die Irre, indem sie eine Verteidigungsstrategie als systematische rassistische Unterdrückung der Palästinenser darstellt.

Genau aus diesem Grund nutzte die Sowjetunion den Begriff Apartheid – um Israel politisch zu isolieren und das Ansehen des Landes in der Welt negativ zu beeinflussen. Es ist bedauerlich, dass die UNO, anstatt die Sicherheitslage objektiv zu beurteilen, auf Propaganda aus der Sowjetzeit zurückgreift.

Der Vorwurf der Apartheid ist zwar nicht neu, doch seine erneute Instrumentalisierung durch die UNO zur Erhebung einer pauschalen und politisch motivierten Anschuldigung gegen den jüdischen Staat ist zutiefst beunruhigend. Israel ist keineswegs ein perfektes Land. Dennoch steht es vor Sicherheitsherausforderungen, die ein Großteil der demokratischen Welt nicht kennt, also vor Schwierigkeiten, die im Westen ungewöhnlich oder gar unbekannt sind. Jede ehrliche Bewertung Israels muss das berücksichtigen, andernfalls riskiert man die Wahrheit völlig zu verfälschen.

Von den 1930-er Jahren bis zu Bondi Beach: Wie False-Flag- Märchen Juden als Opfer auslöschen

23. Dezember 2025

Ben M. Freeman, HonestReporting, 18. Dezember 2025

Am 14. Dezember 2025 ereignete sich während einer Hanukka‑Feier am Bondi Beach in Sydney ein tödlicher antisemitischer Schusswaffenanschlag mit vielen Opfern. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden ermordet, Dutzende weitere verletzt – ein Akt islamistischer Gewalt, den die australischen Behörden und internationale Medien als antisemitischen Terroranschlag beschrieben haben, inspiriert vom Islamischen Staat. Verdächtige wurden identifiziert, Zeugen befragt und physische Beweise sichergestellt. Politische Entscheidungsträger und Strafverfolgungsbehörden reagierten entsprechend.

False-Flag‑Vorwürfe

Doch nahezu unmittelbar nach dem Anschlag tauchte online ein vertrautes und beunruhigendes Narrativ auf. Es kursierten Behauptungen, das Massaker sei eine „False Flag“ gewesen – kein echter Terrorakt, sondern eine inszenierte Operation, die die Öffentlichkeit täuschen solle. Obwohl es nicht den geringsten Beleg für solche absurden Anschuldigungen gibt, verbreiteten sie sich dennoch rasch über soziale Medien und griffen auf ein tief verwurzeltes Reservoir antisemitischer Verschwörungsmythen zurück, das Juden beharrlich die Anerkennung als legitime Opfer von Gewalt verweigert.

Verifizierte Berichterstattung hat die grundlegenden Fakten des Anschlags eindeutig festgestellt. Die Behörden benannten die Täter, rekonstruierten den Ablauf der Ereignisse und stellten die Verbindung zur islamistischen Ideologie her. Einer der Angreifer wurde am Tatort getötet, ein weiterer unter Bewachung ins Krankenhaus eingeliefert. Ermittler stellten Material sicher, das die jihadistischen Motive bestätigte und der Anschlag wurde offiziell als Terrorismus eingestuft.

Doch soziale Medien waren noch nie ein Ort, an dem Fakten zählen. Auf X behaupteten einige Nutzer, die Aufnahmen seien gestellt, die Zeugen Schauspieler oder jüdische Organisationen und Medien hätten das Ereignis zu politischen Zwecken erfunden. In einem Austausch antwortete der Nutzer @MrHSuliman direkt auf einen Beitrag mit den Worten: „MOSSAD False Flag… fuck off jew.“ Das Massaker wurde nicht mehr als Gewaltakt verstanden, sondern als ausgeklügelte Täuschung – als angebliche Inszenierung statt als Opfererfahrung.

Andere Kommentatoren warnten vor diesem Phänomen. In einem Beitrag auf X vermerkte der Militäranalyst Andrew Fox, wie schnell nach dem Anschlag False‑Flag‑Vorwürfe aufkamen und mahnte, dass solche Narrative ein wiederkehrendes Element extremistischer Propaganda und moderner Informationskriegsführung seien.

Dieser Reflex jedoch ist weit älter als soziale Medien oder die geopolitische Gegenwart.

Wie Terroristen, die Juden ermorden, in der Berichterstattung stillschweigend vermenschlicht werden.
Nicht durch Lob – sondern durch geschickte Darstellung, Hervorhebung und Auslassung.
Hat man es einmal gesehen, kann man es nicht mehr ignorieren.

Historische und judenfeindliche Verschwörungen

Seit Jahrhunderten stehen Juden im Zentrum verschwörungsideologischer Fantasien, die sie als geheime Drahtzieher darstellen, die im Verborgenen Schaden anrichten. Im mittelalterlichen Europa beschuldigte man Juden, Brunnen zu vergiften und so Pestepidemien auszulösen. In Fällen von Ritualmord-Verschwörungen wurden sie fälschlich angeklagt, christliche Kinder entführt und getötet zu haben, um sie für religiöse Zwecke zu missbrauchen. Diese Mythen dämonisierten Juden nicht nur; sie verkehrten die Realität ins Gegenteil, indem sie jüdische Verwundbarkeit in vermeintliche kriminelle Handlungsmacht umdeuteten.

Spätere Verschwörungen folgten demselben Muster. „Die Protokolle der Weisen von Zion“, ein gefälschtes zaristisches Pamphlet aus dem frühen 20. Jahrhundert, behaupteten einen jüdischen Plan zur Kontrolle von Regierungen, Medien und Finanzwesen zu enthüllen. Obwohl das Dokument immer wieder als Fälschung entlarvt wurde, avancierte es zu einem der einflussreichsten antisemitischen Texte der Geschichte und befeuerte den Antisemitismus des 20. Jahrhunderts sowohl im nationalsozialistischen Deutschland als auch in der Sowjetunion. Sein zentraler Vorwurf lautete nicht, dass Juden Gewalt verübten, sondern dass sie Ereignisse im Hintergrund orchestrierten, während sie sich selbst als Opfer darstellten.

Dieses Muster setzt sich bis in die Gegenwart fort. Juden und Israel, der jüdische Staat, wurden beschuldigt, Organe von Nichtjuden zu entnehmen, Anschläge zu inszenieren, um militärische Maßnahmen zu rechtfertigen oder Gräueltaten zu erfinden, um die internationale Meinung zu manipulieren. Jede dieser Anschuldigungen beruht auf derselben Grundannahme: Jüdisches Leid ist niemals real. Es müsse strategisch, inszeniert oder betrügerisch sein.

False‑Flag‑Behauptungen nach Angriffen auf Juden fügen sich nahtlos in diese Tradition ein. Zu behaupten, ein antisemitisches Massaker sei inszeniert worden, bedeutet nicht einfach Fakten zu bestreiten; es reaktiviert eine uralte verschwörungsideologische Logik, die Juden den Status eindeutiger Opfer abspricht. Gewalt wird zum Komplott umgedeutet. Trauma wird zum Theater. Empathie weicht Misstrauen. Jüdische Erfahrung wird letztlich ausgelöscht.

Judenfeindliche Verschwörungen und KI

Moderne Technologien beschleunigen diesen Prozess. Nach dem Anschlag am Bondi Beach kursierte online ein KI-generiertes Bild, das angeblich den Menschenrechtsanwalt Arsen Ostrovsky zeigte, wie er nach der Schießerei lächelnd mit blutig geschminktem Gesicht posiert. Das Bild war nachweislich gefälscht, verbreitete sich jedoch rasch als vermeintlicher Beleg für jüdischen Zynismus oder angebliche Mitwirkung. Es sollte nicht informieren, sondern die moralische Reaktion auf jüdisches Leid zu vergiften.

Forschung zu Desinformation zeigt immer wieder, dass False‑Flag‑Narrative gerade deshalb gedeihen, weil sie nicht falsifizierbar sind. Jedes vorgelegte Beweismittel wird zum angeblichen Beweis für die Vertuschung. Diese zirkuläre Logik spiegelt ältere antisemitische Mythen wider, die sich ähnlich jeder Widerlegung entzogen, weil jüdisches Bestreiten selbst als Bestätigung der Schuld gedeutet wurde.

Die Folgen solcher Narrative sind keineswegs abstrakt. False‑Flag‑Vorwürfe geben den Opfern die Schuld, lenken die Aufmerksamkeit von den Tätern ab, traumatisieren Überlebende erneut und schüren Judenhass in Momenten kollektiver Trauer. Sie normalisieren die Vorstellung, jüdischer Schmerz sei inszeniert statt real.

Das Massaker am Bondi Beach war ein Akt judenfeindlichen Terrorismus. Behauptungen, es sei inszeniert oder erfunden worden, entbehren jeder Grundlage und wurzeln stattdessen in jahrhundertealten verschwörungsideologischen Fantasien über Juden. Diese Geschichten überdauern nicht, weil sie die Realität erklären, sondern weil sie jüdisches Opfersein auslöschen und die Welt von Verantwortung entbinden.

In Momenten des Traumas ist die Pflicht zwischen Tatsache und Fantasie zu unterscheiden nicht nur Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten. Sie ist eine moralische. Wenn digitale Plattformen und KI‑gestützte Systeme Täuschung beschleunigen, können diejenigen, die sie entwickeln und von ihnen profitieren, keine Neutralität beanspruchen. Die Geschichte zeigt, was geschieht, wenn Verschwörung die Wahrheit ersetzt und jüdisches Leid als Lüge abgetan wird.

Gaza-Hilfe: Fakten von Fiktion trennen

27. November 2025

Chaim Lax, HonestReporting, 19. November 2025

Das aktuelle Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas, das von US-Präsident Donald Trump vermittelt wurde, sieht eine bestimmte Menge humanitärer Hilfe für den Gazastreifen vor.

Medien und internationale Organisationen stellen die bisherige Hilfsmenge jedoch als verschwindend gering dar und behaupten, Israel hindere den Großteil der Hilfe daran, die notleidende Zivilbevölkerung in Gaza zu erreichen.

Stimmt das?

Folgendes ist über die humanitären Hilfslieferungen in den Gazastreifen seit Beginn des Waffenstillstands am 10. Oktober 2025 bekannt:

Laut COGAT, dem Gremium des israelischen Verteidigungsministeriums, das die Aktivitäten im Westjordanland und im Gazastreifen koordiniert, erfüllt Israel seine Verpflichtungen aus dem Waffenstillstand, indem es täglich die Einfuhr von Hunderten von Lkw mit Lebensmitteln, Medikamenten, Unterkünften und anderen Hilfsgütern nach Gaza ermöglicht.

Israel tut dies in Abstimmung mit internationalen Hilfsorganisationen und dem Civil-Military Coordination Center (CMCC), einer von den USA unterstützten Einrichtung, die seit Beginn des Waffenstillstands die humanitären Hilfsmaßnahmen im Gazastreifen koordiniert.

Jeden Tag kommen in Koordination mit der UNO, internationalen Organisationen, Geberländern und dem Privatsektor hunderte LKWs mit Lebensmitteln, Wasser, Treibstoff, Gas, Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Ausrüstung für Unterkünfte in den Gazastreifen.

Wenn Israel die Zunahme der Verteilung von Hilfen im Gazastreifen ermöglicht, wie lässt sich dann die Behauptung erklären, Israel verhindere Hilfslieferungen?

Dieses Missverständnis scheint auf Probleme zurückzuführen zu sein, die bereits vor dem Waffenstillstand bestanden.

Erstens gelten einige Güter als „Dual-Use“-Waren, deren Einfuhr Israel aufgrund der Möglichkeit, dass sie von der Hamas für terroristische Zwecke oder zur Aufstockung ihrer Reserven missbraucht werden könnten, in den Gazastreifen verboten hat. Laut COGAT koordiniert die Organisation bei einem Verbot von Dual-Use-Gütern für den Gazastreifen mit internationalen Hilfsorganisationen und dem CMCC die Suche nach geeigneten Ersatzgütern.

Zweitens scheint die UNO weiterhin nur die Lkw zu melden, die unter ihrer Schirmherrschaft in den Gazastreifen einfahren. Dies führt zu einer Untererfassung der tatsächlichen Anzahl der in den Gazastreifen einfahrenden Lkw in den UNO-Berichten, die dann von den Medien verbreitet werden. Diese Kette von Fehlinformationen erweckt den falschen Eindruck, Israel lasse nur einen Bruchteil der Hilfslieferungen in den Gazastreifen hinein.

Diese Untererfassung würde erklären, warum die UNO nur von einigen hundert Lkw berichtet, während das US-Zentralkommando meldete, dass in der zweiten Novemberwoche durchschnittlich 800 Lkw pro Tag in den Gazastreifen einfuhren.

Drittens ist ein weiteres Problem, das bereits vor dem Waffenstillstand bestand und weiterhin relevant zu sein scheint, die mangelnde Kooperation zwischen bestimmten Hilfsorganisationen und den israelischen Behörden. Um sicherzustellen, dass im Gazastreifen ansässige Organisationen keine Palästinenser mit Verbindungen zur Hamas oder anderen verbotenen Terrorgruppen beschäftigen, verlangt Israel von diesen Organisationen die Registrierung beim Ministerium für Diasporaangelegenheiten und die Vorlage einer Mitarbeiterliste für eine Sicherheitsüberprüfung.

Aus verschiedenen Gründen haben jedoch mehrere Hilfsorganisationen die Zusammenarbeit mit den israelischen Behörden verweigert. Ohne diese Kooperation kann Israel die Einfuhr ihrer Hilfsgüter in den Gazastreifen und deren Verteilung an die Zivilbevölkerung nicht gestatten. Selbst die Vereinten Nationen haben dies eingeräumt und am 6. November erklärt, dass von den 107 von Israel abgelehnten Anträgen mehr als die Hälfte „mit der Begründung abgelehnt wurden, dass die Organisationen nicht befugt seien, Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen“.

Schlagzeile: „UNRWA-Vertreter: Israel verstößt gegen Völkerrecht, indem es Hilfe für den Gazastreifen einschränkt.“
Eylon Levy: UNRWA lügt natürlich. Sie erzählte dem Guardian, dass täglich höchstens 250 bis 300 LKW in den Gazastreifen einfahren. Aber CENTCOM sagt, dass es jeden einzelnen Tag **800 LKWs mit Hilfe** sind. Aber die Hamas-Fassade namens UNRWA hat keinen Anteil daran, also lügt Natbouclyis zugunsten der Hamas.“

Kurz gesagt: Entgegen den Behauptungen einiger Medien und internationaler Hilfsorganisationen hat Israel seit dem Waffenstillstand die Lieferung von Hilfsgütern in den Gazastreifen nicht zynisch zurückgehalten. Vielmehr hängen etwaige Verzögerungen bei der Einfahrt bestimmter Hilfslastwagen in das Gebiet mit seit Langem bestehenden Problemen zusammen: dem durchaus angemessenen Verbot bestimmter Dual-Use-Güter, der unzureichenden Berichterstattung der Vereinten Nationen und der mangelnden Kooperation mehrerer Hilfsorganisationen mit den israelischen Behörden.

Medienblindheit: Wenn die Hamas den Waffenstillstand bricht und die Schlagzeilen Israel die Schuld geben

23. Oktober 2025

Rinat Harash, HonestReporting, 20. Oktober 2025

Der Waffenstillstand im Gazastreifen brach diese Woche beinahe auseinander. Das geschah, weil die Hamas zwei israelische Soldaten in einem gemäß dem international gestützten Abkommen mit der Terrororganisation von der IDF kontrollierten Bereich tötete.

In Reaktion schlug Israel mit Luftangriffen auf Hamas-Ziele in der Enklave zurück.

Dennoch schafften es die Medien die erste Tatsache zu verwischen und die zweite zu betonen; sie stellten Israel als den regionalen Schläger dar, der eine zerbrechlichen Waffenruhe brach.

Sie erreichten dies durch eine skeptische Sprache – oder indem sie die Hamas ganz aus der Geschichte ausklammerten.

Skepsis und Zweifel

Die erste Taktik stellte infrage, was die Hamas tatsächlich tat. Formulierungen, die das Handeln der Hamas wie bloße „Anschuldigungen“ aussehen ließen, machten in der New York Times Schlagzeilen.

Die BBC war ebenfalls skeptisch – ging aber noch weiter. Die britische Sender stellte subtil infrage, ob israelische Truppen sich tatsächlich innerhalb der vereinbarten Grenzen aufhielten, die als „Gelbe Linie“ bezeichnet werden, was praktisch implizierte, der Angriff sei möglicherweise gerechtfertigt gewesen.

Sky News bezweifelte sogar, ob die Hamas-Kämpfer, die zwei Soldaten mit einer direkt auf sie geschossenen Panzerfaust töteten, Terroristen waren. Und sie verließen sich dabei auf die Hamas – getarnt unter dem Titel „Das Medienbüro der Gaza-Regierung“ – um Israel für weitere Verstöße die Schuld zu geben.

Die Times of London machte sich gar nicht erst die Mühe Schuldige zu nennen. Ihre Schlagzeile begann mit Israels Angriff und bezeichnete den Angriff der Hamas als „angeblich“.

Hamas weglassen

Reuters vermied unterdessen die Fakten komplett, indem man die Hamas in der Schlagzeile gar nicht erst erwähnte – diese konzentrierte sich einzig auf Israel.

Und der Einführungsabsatz im Artikel der Agentur beschrieb „einen Angriff“ ohne Täter.

Das israelische Militär erklärte am Sonntag, der Waffenstillstand in Gaza sei wieder in Kraft getreten, nachdem bei einem Angriff zwei israelische Soldaten getötet und eine Welle von Luftangriffen ausgelöst worden war, bei denen nach Angaben der Palästinenser 26 Menschen ums Leben kamen – die bisher schwerwiegendste Bewährungsprobe für den Waffenstillstand dieses Monats.

Associated Press folgte diesem Beispiel, erwähnte die Hamas jedoch nicht.

France24 ging noch weiter: Der Sender ließ nicht nur die Hamas komplett außen vor und gab Israel die Schuld, sondern fügte auch noch eine eigene Verdrehung hinzu – dass der jüdische Staat „trotz Waffenstillstandsvereinbarung handelte.

Dieses Muster ist kein Zufall – es ist systembedingt. Indem sie die Hamas verschweigen oder ihre Taten als „angeblich“ abstempeln, schützen viele Medien die Terrororganisation vor der Verantwortung und machen Israel zum ewigen Verbrecher.

Wenn die Hamas während eines Waffenstillstands Israelis tötet, bricht sie den Waffenstillstand. Reagiert Israel, verteidigt es sich. Doch in den Schlagzeilen wird diese Wahrheit verwischt – und die Leser werden in die Irre geführt. Die Rolle des Journalismus besteht darin, aufzuklären, nicht zu verschweigen. Wenn große Medien verschleiern, wer den ersten Schuss abgefeuert hat, machen sie sich mitschuldig daran, die Geschichte von Aggression und Opferrolle umzuschreiben.

Anmerkung:
Deutsche Medien sind da nicht unbedingt besser – nur zwei Beispiele:

tagesschau, 19.10. (Sonntag): „Israel bestätigt Angriffe auf Gaza nach Vorwürfen gegen Hamas.“ Nach Vorwürfen – nachdem Terroristen gleich an 3 Stellen offene Angriffe auf Soldaten geführt haben.

SPIEGEL genauso: „mutmaßliche Angriffe auf israelische Soldaten“.

Fake-Massaker, verzerrte Statistiken und irreführende Behauptungen: Die 25 Lügen, die die Medien Ihnen über den 7. Oktober-Krieg erzählten

9. Oktober 2025

Chaim Lax. HonestReporting, 6. Oktober 2025

Die Medien sind übervoll mit Desinformation und Verleumdungen über Israels Verhalten während des Krieges, den vor zwei Jahren von den von der Hamas angeführten Massakern in Südisrael am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde.

HonestReporting hat Tag und Nacht daran gearbeitet diese israelfeindlichen Lügen zu bekämpfen, während sie sich im Mainstream-Diskurs verbreiten. Sie formen ein kontextfreies Narrativ, das Israel als alleinigen Aggressor darstellt und den Terrorismus der Hamas beschönigt.

Während einige Lügen schnell in den Mainstream-Medien auftauchten und nach ein paar Tagen wieder verschwanden, haben sich andere in der einen oder anderen Form gehalten. Unabhängig von ihrer Langlebigkeit dient jede Lüge als Baustein des israelfeindlichen Narrativs, das Israels Verteidigungskrieg als Verbrechen gegen die Menschheit darstellt und versucht, den jüdischen Staat innerhalb der internationalen Gemeinschaft zum Paria zu machen.

Im Folgenden sind die 25 wichtigsten Lügen aufgeführt, die seit dem 7. Oktober von den Mainstream-Medien verbreitet wurden:

Lüge Nr. 1: Israel begeht im Gazastreifen Völkermord

Wahrheit: Die Behauptung Israel begehe im Gazastreifen Völkermord reicht fast bis zum Beginn des israelischen Krieges gegen die Hamas zurück.

Allerdings erfüllen all diese Behauptungen (ob von Amnesty International, dem Wissenschaftler Omer Bartov, der International Association of Genocide Scholars oder der UN-Untersuchungskommission) nicht die rechtlichen Voraussetzungen für die Feststellung eines Völkermords: Die einzige vernünftige Schlussfolgerung, die aus Israels Vorgehen in Gaza gezogen werden kann, ist die Absicht zum Völkermord.

Diejenigen, die behaupten, Israel begehe einen Völkermord, scheinen diese Schlussfolgerung vorwegzunehmen und versuchen dann, die Beweise und die rechtliche Definition von Völkermord zu verdrehen, um Israel dieses abscheulichen Verbrechens für schuldig zu befinden.

Lüge Nr. 2: Israel ist für die Hungersnot im Gazastreifen verantwortlich.

Wahrheit: Während des gesamten Krieges im Gazastreifen haben Medien und Hilfsorganisationen eine unmittelbar bevorstehende Hungersnot im Gazastreifen vorhergesagt, um Israel für die Hungersnot der Palästinenser in Gaza verantwortlich zu machen.

Trotz der unmittelbaren und alarmierenden Beschaffenheit dieser Vorhersagen wurde bis August 2025 in keinem Teil des Gazastreifens eine Hungersnot ausgerufen und es gab keine Hinweise auf eine Massenhungersnot in der Enklave.

In einem Bericht vom August 2025 erklärte die von den Vereinten Nationen unterstützte Organisation zur Überwachung des Hungers eine Hungersnot im Gouvernement Gaza, zu dem auch Gaza-Stadt und Umgebung gehören. Analysten haben jedoch mehrere fragwürdige Aspekte der Methodik und Analyse des Berichts festgestellt, die seine Schlussfolgerungen in Frage stellen.

Eine vollständige Enthüllung des Hungerberichts finden Sie hier.

Lüge Nr. 3: Der Gazastreifen ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Am 7. Oktober hatte es 9 Millionen Einwohner.

Wahrheit: Am 7. Oktober 2023 hatte der Gazastreifen 2 Millionen Einwohner. Mit einer Fläche von 366 Quadratkilometern gehört der Gazastreifen nicht einmal zu den 200 bevölkerungsreichsten Gebieten der Welt.

Lüge Nr. 4: Nachdem Israel die Palästinenser aufgefordert hatte, den Norden Gazas zu verlassen, bombardierte es die nach Süden fliehenden Palästinenser.

Wahrheit: Im Oktober 2023 wiederholten einige Medien die Behauptung der Hamas, Israel bombardiere Palästinenser, die aus dem Norden Gazas fliehen; sie veröffentlichten Bilder, die Explosionen inmitten von Konvois in Richtung Süden zeigten.

Analysten stellten fest, dass es keine Beweise für einen israelischen Luftangriff auf die Konvois gab und dass die Explosionen durch von der Hamas platzierte Sprengsätze (um Zivilisten von der Flucht aus dem Kampfgebiet abzuhalten) oder defekte Treibstoffbehälter verursacht worden sein könnten, die von den nach Süden fliehenden Personen transportiert wurden.

Lüge Nr. 5: Israel bombardierte das Al-Ahli-Krankenhaus und tötete 500 Menschen.

Wahrheit: Am 17. Oktober 2023 ereignete sich im Al-Ahli-Krankenhaus in Gaza-Stadt eine Explosion. Die Medien berichteten zunächst über die Behauptung der Hamas, das Krankenhaus sei bombardiert und Hunderte Menschen getötet worden.

In Wirklichkeit traf eine fehlgezündete Rakete des Islamischen Jihad den Parkplatz des Krankenhauses. Sie verursachte nur minimalen Schaden am Krankenhaus selbst und tötete auf tragische Weise einige Palästinenser, die im Einschlagsbereich der Rakete Zuflucht gesucht hatten.

Lüge Nr. 6: Israel nimmt palästinensische Journalisten ins Visier.

Wahrheit: Seit Kriegsbeginn behaupten verschiedene Medienrechtsorganisationen, darunter das Committee to Protect Journalists (CPJ) und Reporter ohne Grenzen (RSF), dass Israel palästinensische Journalisten in Gaza ins Visier nimmt.

Es stimmt, dass laut CPJ während des anhaltenden Krieges zwischen Israel und der Hamas fast 200 Journalisten und Medienschaffende getötet wurden. Eine Analyse dieser Namen zeigt jedoch, dass etwa 40 % der Getöteten Verbindungen zu Terrorgruppen hatten (einschließlich der Arbeit für terroristische Medienorganisationen) und dass einige an aktiven Kampfhandlungen gegen Israel teilgenommen hatten.

Angesichts der Einbettung der Hamas-Truppen in zivile Gebiete ist es tragisch, aber unvermeidlich, dass Zivilisten (einschließlich Journalisten) bei militärischen Aktivitäten getötet werden. Dies ist jedoch kein Beweis für gezielte Angriffe auf Journalisten.

Lüge Nr. 7: 500 Lastwagen werden benötigt, um Gazas Vorkriegsniveau an Hilfsgütern zu erreichen.

Wahrheit: Die Behauptung der Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen, vor dem 7. Oktober seien täglich 500 Lastwagen nach Gaza gefahren und diese Zahl sei nötig, um den Bedarf der Zivilbevölkerung zu decken, ist irreführend.

Vor dem 7. Oktober fuhren täglich durchschnittlich 500 Lastwagen nach Gaza, doch die überwiegende Mehrheit davon transportierte Handelsgüter, landwirtschaftliche Produkte, Textilien und Baumaterialien. Nur 100 Lastwagen enthielten humanitäre Hilfe, was in etwa der Anzahl der Lastwagen entspricht, die während des größten Teils des Krieges täglich nach Gaza gefahren sind.

Lüge Nr. 8: Israels Beweise dafür, dass die Hamas das Al-Shifa-Krankenhaus als Basis nutzte, sind nicht überzeugend.

Wahrheit: Entgegen den Medienbehauptungen hat die israelische Armee zahlreiche Beweise dafür vorgelegt, dass die Hamas das Al-Shifa-Krankenhaus für Terrorzwecke nutzte.

Zu diesen Beweisen gehören Aussagen gefangener Terroristen, abgefangene Nachrichten über die Nutzung des Al-Shifa-Krankenhauses durch die Hamas, die Entdeckung von Waffen und militärischer Ausrüstung auf dem Krankenhausgelände, die Freilegung eines Terrortunnels unter dem Krankenhaus sowie Videoaufnahmen, die zeigen, wie Geiseln am 7. Oktober ins Krankenhaus gebracht werden.

Lüge Nr. 9: UNRWA ist keine problematische Hilfsorganisation und eine der wichtigsten humanitären Ressourcen im Gazastreifen.

Wahrheit: Trotz Dementis der Medien und der UNO gibt es unwiderlegbare Beweise dafür, dass die UNO-Hilfsorganisation für palästinensische Flüchtlinge, UNRWA, im Gazastreifen eine problematische Rolle spielt.

1.200 UNRWA-Mitarbeiter sind entweder Mitglieder der Hamas oder des Islamischen Jihad, die Schulen der Organisation lehren Antisemitismus und fördern antiisraelische Gewalt, und die global finanzierte Organisation ignoriert die Platzierung terroristischer Infrastruktur und Waffen in der Nähe ihrer Einrichtungen. Sogar unter dem UNRWA-Hauptquartier befand sich eine Hamas-Kommandozentrale, von der die Organisation selige Unwissenheit behauptete.

Lüge Nr. 10: Israel massakrierte während des „Mehlmassakers“ palästinensische Zivilisten, die auf Hilfe warteten.

Wahrheit: Am 29. Februar 2024 starben zahlreiche Palästinenser, während sie in Gaza-Stadt auf Hilfsgüter warteten. Die Medien wiederholten zunächst die Behauptung der Hamas, sie seien bei einem gezielten israelischen Angriff getötet worden.

In Wirklichkeit wurde die überwiegende Mehrheit der Todesopfer entweder im Chaos, das bei der Ankunft der Hilfstransporter ausbrach, von der Menge erdrückt oder von den Transportern selbst überfahren. Etwa zehn Palästinenser wurden durch israelisches Gewehrfeuer getötet, als sie auf nahegelegene IDF-Stellungen zustürmten.

Lüge Nr. 11: Während der israelischen Operation im Al-Shifa-Krankenhaus im März 2024 vergewaltigten israelische Streitkräfte palästinensische Frauen und ermordeten andere Zivilisten brutal.

Wahrheit: Diese Lüge wurde von einer Frau aus Gaza namens Jamila al-Hessi während eines Interviews mit dem Top-Nachrichtensprecher von Al-Jazeera Arabic verbreitet.

Keine 24 Stunden nach dem Interview wurde al-Hessis Behauptung sowohl von einem ehemaligen Direktor von Al Jazeera als auch von der Hamas selbst zurückgewiesen. Al-Hessi gab zu, diese Lüge verbreitet zu haben, um „die Begeisterung und Brüderlichkeit der Nation zu wecken“.

Lüge Nr. 12: Massengräber vor zwei Krankenhäusern in Gaza zeugen von israelischen Hinrichtungen und Leichenschändungen.

Wahrheit: Ende April 2024 wurden Massengräber vor dem Al-Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt und dem Nasser-Krankenhaus in Khan Younis entdeckt.

Analysten stellten fest, dass die Gräber tatsächlich vor dem Eintreffen der israelischen Streitkräfte ausgehoben worden waren, um diejenigen zu begraben, die in den Krankenhäusern gestorben waren, aber nicht auf einem offiziellen Friedhof beigesetzt werden konnten. Es ist möglich, dass während der Kämpfe zwischen israelischen Streitkräften und der Hamas weitere Leichen hinzukamen, aber höchstwahrscheinlich wurden sie von anderen Palästinensern begraben.

Trotz einiger Behauptungen, Leichen mit auf dem Rücken gefesselten Händen gefunden zu haben, wurden für diese Behauptung nie unabhängige Beweise vorgelegt.

Obwohl israelische Streitkräfte bei der Suche nach israelischen Geiseln tatsächlich einige Gräber ausgehoben hatten, begruben die israelischen Streitkräfte alle vorübergehend entfernten Leichen erneut und zerstörten weder Erkennungszeichen noch schändeten sie die Gräber.

Lüge Nr. 13: Das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium von Gaza liefert genaue Opferzahlen.

Wahrheit: Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen versuchen die Medien und die Vereinten Nationen, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass die Opferzahlen des Gesundheitsministeriums von Gaza korrekt sind.

Es gibt jedoch mehrere Hinweise darauf, dass das Gesundheitsministerium und seine Behauptung, 70 % der Opfer seien Frauen und Kinder, unzuverlässig sind.

Beispiele für diese Unzuverlässigkeit sind nicht überprüfbare und anonyme „Medienberichte“ in den Zahlen des Ministeriums, der geringe Anteil nicht kämpfender Männer unter den Opfern und Diskrepanzen zwischen den Zahlen von einem Tag zum nächsten.

Ein Beispiel für den letzten Punkt: Zwischen dem 2. und 5. Dezember 2023 überstieg die Zahl der Todesfälle von Frauen und Kindern die Gesamtzahl der Todesfälle – eine absurde statistische Anomalie.

Lüge Nr. 14: Der IGH entschied, dass es „plausible“ Beweise für einen Völkermord in Gaza gebe und Israel seine Operationen in Rafah einstellen müsse.

Wahrheit: Im Dezember 2023 reichte Südafrika Klage vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) ein und behauptete, Israel begehe im Gazastreifen einen Völkermord. Im Januar 2024 fällte der IGH sein erstes Urteil in dieser Angelegenheit. Wie Joan Donoghue, die ehemalige Präsidentin des Gerichtshofs, klarstellte, wurde kein „plausibler Völkermord“ im Gazastreifen festgestellt, sondern lediglich, dass die Palästinenser „ein plausibles Recht auf Schutz vor Völkermord“ hätten.

Im Mai 2024 fällte der IGH ein Urteil über die israelischen Militäraktivitäten im südlichen Gazastreifen und entschied, dass Israel alle militärischen Aktivitäten einstellen müsse, die „der palästinensischen Gruppe im Gazastreifen Lebensbedingungen auferlegen könnten, die ihre physische Vernichtung ganz oder teilweise herbeiführen könnten“.

Dabei handelte es sich nicht um eine generelle Einschränkung der israelischen Militäraktivitäten, und Israels Krieg gegen die Hamas konnte im Süden der Enklave fortgesetzt werden.

Lüge Nr. 15: Israel bombardierte gezielt ein Flüchtlingslager in Rafah und verursachte einen Zeltbrand, bei dem Dutzende Zivilisten ums Leben kamen.

Wahrheit: Ende Mai 2024 griff Israel zwei hochrangige Hamas-Kommandeure an, die sich in der Nähe von Zivilisten, aber außerhalb einer ausgewiesenen Sicherheitszone versteckt hielten.

Berichten aus Israel und den USA zufolge ist es wahrscheinlich, dass Granatsplitter des gezielten Angriffs auf etwas Brennbares (entweder Munition oder einen Treibstoffbehälter) trafen, sich entzündeten und das tödliche Feuer auslösten, das die Zelte erfasste. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bezeichnete dies als „tragischen Unfall“.

Lüge Nr. 16: Israel massakrierte mehr als 200 Palästinenser, als es vier israelische Geiseln im Flüchtlingslager Nuseirat rettete.

Wahrheit: Am 8. Juni 2024 retteten israelische Sicherheitskräfte vier Geiseln (Noa Argamani, Almog Meir Jan, Shlomi Ziv und Andrey Kozlov) aus zivilen Häusern, in denen sie im Flüchtlingslager Nuseirat festgehalten wurden. Während der Rettungsaktion griffen lokale Hamas-Kräfte das Rettungsteam und die Geiseln bei ihrem Fluchtversuch an, was zu einem Feuergefecht mitten in einem zivilen Gebiet führte.

Es gab keine unabhängigen Beweise für die Behauptung der Hamas, dass während der Rettungsaktion Hunderte von Palästinensern getötet worden seien oder dass die Mehrheit der Getöteten Zivilisten und keine an dem Feuergefecht beteiligten Kombattanten waren.

Lüge Nr. 17: Studien im Lancet belegen, dass viel mehr Palästinenser getötet wurden, als das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium des Gazastreifens behauptet.

Wahrheit: Im Juli 2024 veröffentlichte The Lancet einen nicht begutachtete Brief, in dem behauptet wurde, die Zahl der Toten in Gaza könnte bis zu 186.000 betragen. Diese fehlerhafte Analyse kam zu dieser Zahl, indem sie die fragwürdige Opferzahl der Hamas (damals 37.000) mit fünf multiplizierte, basierend auf der unbegründeten Annahme, dass es fünfmal so viele indirekte Todesfälle wie aktiv während des Krieges Getötete geben wird.

Der Widerstand gegen den Artikel war so groß, dass einer der Autoren zugeben musste, dass es sich nicht um eine wissenschaftlich fundierte Analyse handelte, sondern „rein illustrativ“ für das, was sein könnte.

Im Januar 2025 veröffentlichte The Lancet einen Artikel, der angeblich beweisen sollte, dass die vom Gesundheitsministerium des Gazastreifens angegebene Opferzahl die Realität unterschätzte.

Diese Studie geriet jedoch aufgrund mehrerer Mängel ins Visier. So war der Algorithmus, der die in sozialen Medien gemeldeten Todesfälle mit anderen Opferlisten verglich, in 30 % der Fälle fehlerhaft. Die drei für die Studie verwendeten Opferlisten waren miteinander verflochten (was die Ergebnisse verfälschte) und die Autoren ignorierten analytische Modelle, die eine niedrigere geschätzte Opferzahl zeigten.

Lüge Nr. 18: Ismail Haniyeh war eine mäßigende und pragmatische Stimme innerhalb der Hamas, die Israel mit seiner Ermordung im Juli 2024 zum Schweigen brachte.

Wahrheit: Im Gegensatz zu seiner Darstellung in den Medienberichten zum Zeitpunkt seines Todes war Hamas-Führer Ismail Haniyeh kein Gemäßigter.

Haniyeh war ein kaltblütiger Terrorist, der die Anschläge vom 7. Oktober feierte, zu „Widerstandsaktivitäten“ (d. h. terroristischen Aktivitäten) in ganz Israel aufrief und den Tod palästinensischer Zivilisten für das höhere Ziel des Kampfes gegen Israel und der letztendlichen Zerstörung des jüdischen Staates förderte.

Lüge Nr. 19: Wie ein Essay der New York Times zeigt, zielen israelische Streitkräfte gezielt auf Kinder ab.

Wahrheit: Die New York Times veröffentlichte einen Gastbeitrag mit dem Titel „65 Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter: Was wir in Gaza sahen“. Der Artikel wurde von medizinischem Personal verfasst, das in Gaza gedient hatte. Darin wurde behauptet, Beweise dafür gesehen zu haben, dass Israel gezielt Kinder durch Kopfschüsse angegriffen habe.

Mehrere Militär-, Medizin- und Forensik-Experten stellten jedoch bestimmte Aspekte des Artikels in Frage, darunter Röntgenaufnahmen, die angeblich Kugeln des Kalibers 5,56 in den Schädeln dieser Kinder zeigten, die aber nicht mit der Einschlagskraft einer Kugel dieser Größe übereinzustimmen schienen. So gab es beispielsweise keine Austrittswunden, Schädelbrüche oder Veränderungen der Form der Kugeln.

Darüber hinaus gibt es keine Beweise dafür, dass die Kugeln aus einer israelischen Waffe und nicht aus der eines palästinensischen Terroristen abgefeuert wurden. Um die Zweifel an dem Artikel noch weiter zu säen, reagierte einer seiner Autoren auf die Kritik mit der falschen Behauptung, dass die Hamas keine menschlichen Schutzschilde verwende, Israel jedoch schon.

Lüge Nr. 20: Israelische Streitkräfte brannten im Dezember 2024 das Kamal-Adwan-Krankenhaus nieder.

Wahrheit: Während einer Anti-Terror-Operation im Kamal-Adwan-Krankenhaus in Beit Lahia, bei der 240 Mitglieder der Hamas und des Islamischen Jhad festgenommen und eine beträchtliche Menge an Waffen beschlagnahmt wurden, brach in einem leeren Teil des Krankenhauses ein Feuer aus, das schnell eingedämmt wurde.

Eine erste Untersuchung der IDF ergab, dass kein Zusammenhang zwischen dem Brand und den in dem Gebiet operierenden israelischen Streitkräften bestand.

Lüge Nr. 21: Wenn die Hilfskräfte nicht sofort vor Ort wären, würden innerhalb der nächsten 48 Stunden 14.000 Babys sterben.

Wahrheit: Diese absurde Behauptung wurde vom UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe, Tom Fletcher, im Mai 2025 in einem Interview mit der BBC aufgestellt.

Auf Nachfrage lieferte Fletcher keine Beweise für seine Behauptung, außer dass fähige Teams vor Ort seien.

Es stellte sich außerdem heraus, dass Fletchers Behauptung eine falsche Darstellung eines IPC-Berichts war, der prognostizierte, dass zwischen April 2025 und März 2026 14.000 Kinder im Gazastreifen an akuter Unterernährung leiden könnten.

Lüge Nr. 22: Israel plant, 600.000 Palästinenser in Lagern im südlichen Gazastreifen zu internieren.

Wahrheit: Im Juli 2025 kündigte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz Pläne zum Bau einer „humanitären Stadt“ im südlichen Gazastreifen an. Diese sollte 600.000 palästinensischen Zivilisten aus der Region Al-Mawasi Unterkunft bieten und ihnen besseren Zugang zu humanitärer Hilfe ermöglichen. Um den zivilen Charakter dieser Stadt zu gewährleisten, sollten alle Personen einer Kontrolle unterzogen werden, um sicherzustellen, dass sie keine Verbindung zur Hamas haben. Katz erwähnte diesen Plan zu keinem Zeitpunkt mit dem Wort „Lager“.

Israelischen Berichten zufolge handelte es sich bei Katz‘ Idee um einen Notfallplan zur Unterstützung von Zivilisten im Kampf gegen die Hamas. Die Arbeit daran war jedoch noch nicht begonnen worden.

Lüge Nr. 23: Bilder von unterernährten Kindern zeugen von weit verbreitetem Hunger in Gaza.

Wahrheit: Ende Juli 2025 veröffentlichten verschiedene Medien Fotos von abgemagerten und unterernährten Kindern und gaben sie als Beweis für weit verbreiteten Hunger in Gaza aus.

Viele der abgebildeten Kinder litten jedoch an Vorerkrankungen, von denen einige (wie Muskeldystrophie und Zerebralparese) selbst in Friedenszeiten ein erhöhtes Risiko für Unterernährung bergen.

In einigen Fällen waren auf Fotos unterernährter Kinder ihre wohlgenährten Geschwister im Hintergrund zu sehen.

Obwohl die humanitäre Krise in Gaza zweifellos tragisch ist, sind Bilder von unterernährten Kindern mit Vorerkrankungen kein Beweis für weit verbreiteten Hunger.

Lüge Nr. 24: Israel verhindert die Lieferung von Hilfsgütern nach Gaza.

Wahrheit: Abgesehen von den ersten beiden Kriegswochen und einer zweimonatigen Blockade im Jahr 2025, die darauf abzielte, die Hamas zur Kapitulation zu zwingen, hat Israel die kontinuierliche Lieferung von Hilfsgütern in den Gazastreifen zugelassen.

Tatsächlich wurden zwischen Kriegsbeginn und Ende August 2025 über zwei Millionen Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen geliefert. Dies ist eine der größten humanitären Operationen während eines Krieges in der modernen Geschichte.

Verzögerungen bei der Lieferung dieser Hilfsgüter an die Bevölkerung des Gazastreifens sind auf die inhärenten Schwierigkeiten bei der Lieferung in Kampfgebieten, den Diebstahl von Hilfsgütern durch die Hamas, die Weigerung der UNO, die Hilfsgüter abzuholen, und die Weigerung der UNO, von Israel genehmigte Routen zu nutzen, zurückzuführen.

Lüge Nr. 25: Israel massakriert Gaza-Bewohner, die Hilfe von GHF-Standorten suchen.

Wahrheit: Als Israel im Mai 2025 seine Hilfslieferungen in den Gazastreifen wieder aufnahm, unterstützten Israel und die Vereinigten Staaten eine neue Hilfsorganisation, die Gaza Humanitarian Foundation (GHF), die Hilfsgüter an palästinensische Zivilisten liefern und gleichzeitig sicherstellen sollte, dass die Hamas diese nicht in die Hände bekommt.

Obwohl die GHF Millionen von Mahlzeiten an Palästinenser geliefert hat, wurde sie von den Medien, der UNO und anderen Hilfsorganisationen verleumdet.

Eine der Hauptverleumdungen über die GHF lautet, Israel massakriere regelmäßig Hilfssuchende. Zwar gibt die IDF manchmal Warnschüsse auf diejenigen ab, die von den ausgewiesenen Wegen in der Nähe der Hilfszentren abweichen und tötet manchmal diejenigen, die sich ihren Positionen zu nahe nähern, doch viele Fälle gemeldeter Massaker erwiesen sich als unbegründet oder waren fälschlicherweise als Feuerfälle gemeldet worden, die nichts mit dem Hilfsstandort zu tun hatten.

Widerlegt: UNO-Ermittlungsbericht beschuldigt Israel fälschlich des „Völkermords“

25. September 2025

HonestReporting, 17. September 2025 (Gastbeitrag)

Die Veröffentlichung des Berichts einer UNO-Untersuchungskommission, der Israel „Völkermord“ vorwirft, hat vorhersagbar weltweit Schlagzeilen erzeugt und die potenziellen Folgen sind ernst.

Die New York Times gibt Navi Pillay eine Plattform, um Israel zu beschuldigen Völkermord zu begehen, aber sie sagt ihnen nicht, warum diese Untersuchungskommission schon vor langem jedes Recht aufgegeben hat als legitimes oder objektives Gremium zu gelten.

Was ist die Pillay-Kommission? Und wer sind die Personen dahinter? Während die Medien sich darauf konzentrieren dieser Völkermord-Anschuldigungen Glaubwürdigkeit zu verleihen, die der UNO und nur allzu vielen anderen internationalen automatisch zugesprochen wird, haben sie es versäumt die wahre Agenda hinter dem Bericht zu erkennen.

Wie UN Watch erklärt, beriefen Pakistan und die PLO eine Dringlichkeitssitzung ein, die zur Einsetzung einer beispiellosen Untersuchungskommission gegen Israel führte, die damit beauftragt wurde die „Ursachen“ für den Konflikt und „systematische Diskriminierung“ zu untersuchen.

Anders als alle bisherigen Untersuchungen ist diese mit einem offenen Mandat ausgestattet, das die Untersuchung beliebiger Themen und Zeiträume ermöglicht und kein Enddatum hat.

Es ist eine unendliche Untersuchung des jüdischen Staates, wobei das Schuldig-Urteil bereits vorab festgelegt ist. Kanadas Botschafter bei der UNO Bob Rae drückte es so aus: Es ist eine moderne Inquisition.

Für den Fall, dass es dazu irgendwelche Zweifel gibt. Die UNO hat ihre Absichten unmissverständlich klar gemacht, als sie Navi Pillay zur Vorsitzenden der Untersuchung ernannte – die bei Regierungen Lobbyarbeit für „Sanktionen gegen das Apartheid-Israel“ geleistet hat.

Ihr zwei Kollegen sind nicht besser. Kommissar Miloon Kothan löste weltweit Empörung aus, als er in einem Interview auf „die jüdische Lobby“ schimpfte und Israels Recht auf Mitgliedschaft in der UNO infrage stellte. Kothan wurde von 20 Regierungen wegen seines Antisemitismus angeprangert, sogar vom UNO-Generalsekretär.

Chris Sioti, der dritte Kommissar, hat Verbindungen zu einer Gruppe, die im Juli 2022 zum Boykott Israels aufrief; er sagte dem Rat, manche Juden würden „mit Antisemitismus-Anschuldigungen um sich werfen, wie mit Reis auf einer Hochzeit“.

Unter Bruch der UNO-Anforderung der Unparteilichkeit wurden alle drei Kommissare nur aus einem einzigen Grund ernannt: um ein Schuldig-Urteil gegen Israel sicherzustellen und es mit Imprimatur der UNO als „Apartheidstaat“ zu bezeichnen.

Nach Druck der US-Regierung traten alle drei Kommissare im Juli 2025 von ihren Posten zurück, aber sie hinterließen mit diesem jüngsten Bericht ein letztes Abschiedsgeschenk.

Ein flüchtiger Blick verrät zum Beispiel, dass der Bericht aufgrund von Fake News zu seinem Völkermord-Schluss kommt, die von Medien wie dem Guardian veröffentlicht wurden, was die manchmal hinterhältige symbiotische Beziehung zwischen Medien und sogenannten Menschenrechts-Gruppen veranschaulicht, wenn es um den israelisch-palästinensischen Konflikt geht.

VERLEUMDUNG: Ein UNO-Bericht, der Israel des Völkermords beschuldigt, zitiert einen Artikel des Guardian, israelische Daten zeigten, dass 83% der im Gazastreifen Getöteten Zivilisten seien.
Es wurde bewiesen, dass der Artikel und die Zahlen wurden kategorisch falsch waren.
Die Beweise der UNO? Fake News.

Am 18. September 2025 legte die Pillay-Kommission dem UNO-Menschenrechtsrat ein 72 Seiten starkes Konferenzraum-Papier vor, das den Titel trug: Legal analysis of the conduct of Israel in Gaza pursuant to the Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide (Rechtliche Analyse des Verhaltens Israels in Gaza gemäß der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes). Der Text erhebt extreme und haltlose Fakten gegen den Staat Israel, wobei er sich auf eine einseitige Darstellung, die Fakten außer Acht lässt, die seinen vorgefassten Schlussfolgerungen widersprechen. Die Pillay-Kommission, ein mit unabhängiger Faktenfindung beauftragt ist, erstellte einen Bericht, der nichts anderes ist als in juristische Sprache gehüllte Pro-Hamas-Propaganda. Der Bericht untergräbt die internationale Faktenfindung, das Völkerrecht und das UNO-System als Ganzes. Eine Zusammenfassung der detaillierten juristischen Widerlegung durch UN Watch folgt (die komplette Widerlegung finden Sie hier):

Von Salo Aizenberg

Völkermord-Beschuldigungen gehören zu den schwersten Vorwürfen, die man gegen einen Staat erheben kann. Sie beschwören die dunkelsten Episoden der modernen Geschichte herauf – den Holocaust, Ruanda und Srebenica – und sie haben immense rechtliche Folgen sowie tiefgreifende moralische Folgen. Aus diesem Grund legte die Völkermord-Konvention von 1948 die Messlatte bewusst sehr hoch: Für Völkermord gibt es die Anforderung einer spezifische Absicht (dolus specialis) zu eine geschützte Gruppe als Ganzes oder in Teilen zu vernichten.[1] Völkermordabsicht wird erst festgestellt, wenn es keine andere vernünftige Schlussfolgerung gibt. Beweise für weitverbreitete zivile Opfer, umfangreiche Zerstörung oder aufhetzerische Rhetorik reichen nicht aus; erforderlich ist der Beweis, dass Tote und Leiden das Ergebnis einer gezielten Politik zur Auslöschung eines Volks sind. Solche Absicht festzustellen gehört zu dem schwierigsten Elementen im Völkerrecht und der Völkermord-Vorwurf gegen Israel verfehlt diese Messlatte selbst noch bevor man die im Bericht erhaltenen Verzerrungen seines Vorgehens im Gazastreifen berücksichtigt.

Der Untersuchungsbericht des UNO-Menschenrechtsrats weist fatale Mängel auf: Seine Argumentation ist zutiefst fehlerhaft, seine Beweislage ist unzuverlässig und seinen Methodik fragwürdig. Er betreibt fehlerhafte Interpretation von Äußerungen israelischer Führungspolitiker, akzeptiert nicht verifizierte Hamas-Opferzahlen, missachtet den systematischen Einsatz menschlicher Schutzschilde durch die Hamas, verlässt sich auf nicht verifizierte Medienberichte (wie die von Al-Jazira) und geht davon aus, dass zivile Tote im Gazastreifen sind einzig das Ergebnis vorsätzlicher Angriffe auf sie durch Israel. Da auszulassen ist genauso auffallend. Der Bericht löscht die Hamas als aktiven Kriegsteilnehmer aus; in den gesamte 72 Seiten wird nie eingestanden, dass die IDF gegen eine 30.000 Mann starke Streitkraft kämpft, die ein Schlachtfeld eingerichtet hat, das mit 500 km Tunneln befestigt wurde. Solche Mängel nehmen dem Dokument juristische Glaubwürdigkeit und machen es nicht unterscheidbar von in juristische Sprache gekleidete Propaganda.

Diese Widerlegung untersucht die zentralen Fehler des UNO-Berichts (der „Bericht“), die von der Untersuchungskommission (die „Kommission“). Sie zeigt auf, warum die vorgelegten Beweise nach internationalem Recht keinen Völkermord begründen können. Die wichtigsten Mängel sind wie folgt zusammengefasst:

  1. Fehlender Nachweis eines dolus specialis: Die konkrete Absicht, eine geschützte Gruppe zu vernichten, ist die zentrale und extrem hohe Hürde in jedem Völkermordfall. Die Behauptung der Kommission, es liege eine Völkermordabsicht vor, scheitert allein an dieser Schwelle. Sie stützt sich auf eine mühevolle Analyse von Aussagen, ausgewählte Zitate und Vermutungen statt auf eindeutige Beweise.
     
  2. Ausblendung der Hamas als Kriegspartei: Der Bericht erwähnt nicht, dass die israelischen Streitkräfte im Gazastreifen mit einer schätzungsweise 30.000 Mann starken Hamas-Truppe sowie Tausenden Kämpfern anderer militanter Gruppen kämpfen. Der Leser könnte glauben, die israelischen Streitkräfte würden in diesem Krieg nur gegen Frauen und Kinder eingesetzt, während die Hamas aus der Darstellung gestrichen wird. Die Kommission unternimmt keinen Versuch, den Krieg selbst zu analysieren, da es in ihrer alternativen Version der Realität keinen solchen gibt.
     
  3. Schweigen zur militärischen Infrastruktur der Hamas: Der 17-jährige militärische Aufmarsch der Hamas im Gazastreifen, einschließlich ihres riesigen Tunnelnetzes, der mit Sprengfallen versehenen Gebäude und der massiven Aufrüstung, wird nicht erwähnt. Indem der Bericht diese Realität ignoriert, löst er den Konflikt aus seinem militärischen Kontext und stellt rechtmäßige militärische Ziele als Beweis für Völkermord dar.
     
  4. Die Nutzung ziviler Infrastruktur durch die Hamas wird ignoriert: Die Kommission ignoriert die offen bekannte Strategie der Hamas, menschliche Schutzschilde zu nutzen,[2] einschließlich der Nutzung von Moscheen, Schulen, Wohngebäuden und Krankenhäusern zum Verstecken von Tunneln und Waffen. Stattdessen werden Schäden an diesen Orten konsequent als gezielte Angriffe Israels auf Zivilisten dargestellt.
     
  5. Keine Anerkennung der Geiselnahme: Der Bericht verschweigt die Tatsache, dass die Hamas israelische Geiseln nahm und diese weiterhin festhält, aushungert[3] und vergewaltigt.[4] Diese Auslassung steht im Einklang mit der allgemeinen Ausblendung der Hamas als aktivem Akteur im Gazastreifen und entfernt wesentliche Zusammenhänge aus der Darstellung der Kommission.
     
  6. Den von der Hamas bereitgestellten Opferzahlen wird vertraut: Obwohl die Hamas seit Langem die Zahl der zivilen Todesopfer übertreibt und obwohl sie von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird, werden ihre Zahlen als Tatsachen behandelt, während die Daten der IDF über getötete Kämpfer ignoriert werden.
     
  7. Zivile Opfer werden als Beweis für Völkermord verdreht: Der Bericht stellt zivile Opfer als Anscheinsbeweis für Völkermord dar und nicht als tragische und unvermeidbare Folgen des Häuserkampfes, der durch die menschliche Schutzschild-Strategie der Hamas noch verschärft wird. Zahlreiche Vorfälle, bei denen Zivilisten getötet wurden, werden im Bericht als vorsätzliche und gezielte Taten Israels bezeichnet, ohne dass es dafür Beweise gibt.
     
  8. Normale Kriegsfolgen werden als Verbrechen behandelt: Regelmäßige und zu erwartende Auswirkungen eines Krieges auf die Zivilbevölkerung, wie etwa psychische Probleme, Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischer Versorgung und Verschiebung, werden als Beweis für einen Völkermord und nicht als unvermeidliche Folgen eines städtischen Konflikts dargestellt.
     
  9. Die Zerstörung von Städten wird als Ausrottung dargestellt: Große Zerstörungen werden als Beweis für einen Völkermord angeführt, wobei ignoriert wird, dass Kämpfe in Städten zwangsläufig zu erheblicher Zerstörung führen, insbesondere wenn Militärkräfte sich in zivile Gebiete einbetten.

Die Kommission ignoriert zudem das Offensichtliche: Das Leid der Gaza-Bewohner könnte deutlich gemindert oder sogar beendet werden, wenn die Hamas alle Geiseln freiließe und die Kontrolle über den Gazastreifen aufgäbe. Die Idee, die Bevölkerung, die den angeblichen Völkermord erlebt, hätte die Macht, ihn zu stoppen, weigert sich aber, ist in der Geschichte tatsächlicher Völkermorde beispiellos und offenbart einen bewussten blinden Fleck im Bericht. Diese Auslassung spiegelt die allgemeine Ausblendung der Hamas durch die Kommission als aktive Konfliktpartei, als Gruppe mit Handlungsmacht und Verantwortung wider und erweckt bei den Lesern den falschen Eindruck, alles Leid in Gaza trage allein Israels Verantwortung.

Der Bericht ist voller sachlicher Fehler und Behauptungen ohne glaubwürdige Beweise. Ein vollständiger Katalog dieser Fehler und ihrer Korrekturen würde den Bericht selbst übersteigen. Diese Widerlegung hebt wesentliche sachliche Fehler und erhebliche Auslassungen hervor, auf die sich die Kommission zur Untermauerung ihrer These vom Völkermord stützt.


[1] Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide, 78 U.N.T.S. 277 (verabschiedet am 9. Dezember 1948, in Kraft seit dem 12. Januar 1951)

[2] How Hamas is fighting in Gaza: tunnels, traps and ambushes, New York Times, 13. Juli 2024

[3] World leaders condemn videos of emaciated Israeli hostages in Gaza as Red Cross calls for access, BBC, 4. August 2025

[4] Hostages released from Gaza detail sexual violence as Israeli report concludes Hamas used it as ‘weapon of war’ on October 7, CNN, 8. Juli 2025); A Quest for Justice: October 7 and Beyond, The Dinah Project, Juni 2025; Mission report Official visit of the Office of the SRSG-SVC to Israel and the occupied West Bank 29 January – 14 February 2024, UNO, 4. März 2024

Hungersnot-Standard für den Gazastreifen heruntergesetzt, Medien schauen weg

17. August 2025

Chaim Lax, HonestReporting, 14. August 2025

Die Schlagzeilen flimmerte Ende Juli über den Bildschirm.

Famine unfolding across Gaza, says global hunger monitor” – The Washington Post (globaler Hunger-Beobachter: Hungersnot breitet sich im Gazastreifen aus)

Famine ‘currently playing out’ in Gaza, UN-backed experts warn” – BBC (UNO-Experten warnen vor sich entwickelnder Hungersnot im Gazastreifen)

‘Worst-case scenario of famine’ is happening in Gaza, food crisis experts warn” – AP (Ernährungs-Experten warnen: Im Gazastreifen findet Worst-Case-Szenario Hungersnot statt)

Dies schockierenden Schlagzeilen stützten sich auf die Veröffentlichung eines Alarms der Integrated Food Security Classification (IPC) vom 29. Juli 2025, die warnt, dass sich im Gazastreifen angeblich eine Hungersnot entfaltet.

Aber haben Nachrichtenmedien in der Berichterstattung über diese IPC-Warnung ihre journalistische Pflicht erfüllt? Oder haben diese Medien ihre professionelle Integrität im Tausch gegen sensationsheischende Schlagzeilen geopfert?

Eine Reihe Fakten deuten auf Letzteres hin.

1. Die Schlagzeilen oben und ähnliche bei anderen Nachrichtenmedien waren irreführend.

Jeder, der die Schlagzeilen überfliegt, würde den Eindruck gewinnen, dass von den führenden Experten der Welt offiziell eine Hungersnot im Gazastreifen erklärt wurde.

Nur diejenigen, die den gesamten Artikel lesen, würden feststellen, dass mehrere Absätze in der Warnung klarstellen, dass diese keine offiziellen Angaben zu Hungersnot im Gazastreifen sind. Mit dem Vergraben dieser wichtigen Information halfen die Medien zum falschen Bild beizutragen, Israel habe eine Hungersnot im Gazastreifen herbeigeführt, das sich wie ein Lauffeuer rund um die Welt verbreitet hat.

2. Zweitens müssen drei Schwellenwerte überschritten werden, damit das IPC ein Gebiet offiziell als von Hungersnot betroffen einstuft: 20% der Haushalte sind von extremem Nahrungsmangel betroffen, 30% der Kinder seiden unter akuter Mangelernährung und es gibt mindestens zwei Todesfälle pro 10.000 Einwohner, die nicht auf ein Trauma zurückzuführen sind.

Wieder einmal haben die Meiden das in tief in ihren Berichten vergraben, dass selbst laut der IPC-Warnung nur ein Schwellenwert (extremer Mangel an Nahrungsmitteln) im gesamten Gazastreifen überschritten wurde. Der zweite Schwellenwert wurde nur in bestimmten Gebieten überschritten, während vom dritten niemals gesagt wurde, er sei irgendwo im Streifen überschritten worden.

Damit im Gazastreifen mit seinen Bevölkerung von mehr als 2 Millionen eine Hungersnot erklärt werden kann, müssten 420 Menschen am Tag aufgrund von Nahrungsmangel sterben. Das wird nirgendwo behauptet, auch nicht von der Hamas-Obrigkeit.

Aber noch einmal: Diese herausstechende Tatsache wurde in den Berichten nur tief vergraben erwähnt, wobei eine vage Behauptungen einer Hungersnot einer angemessenen Darstellung der Fakten den Vorzug erhielten.

Änderung der Parameter

In den letzten Tagen ist aufgedeckt worden, dass diese jüngste IPC-Warnung auch die Parameter dafür änderten, wie akute Unterernährung im Gazastreifen bisher gemessen wurden.

Diese Aufdeckung, zuerst im The Washington Free Beacon veröffentlicht, ergab, dass das IPC die Messgröße zur Feststellung des Schwellenwertes für akute Mangelernährung geändert hatte.

Wo der Schwellenwert ursprünglich festgelegt wurde, indem man das Gewicht und die Größe eines jeden Kindes maß, stützte sich der jüngste IPC-Bericht auf den Umfang des mittleren Oberarms. Obwohl dieses Maß in früheren IPC-Berichten selektiv genutzt wurde, wird als weniger genau betrachtet als Gewicht und Größe.

Der Free Beacon stellte auch fest, dass das IPC den Schwellenwert von 30% der Kinder auf 15% der Kinder gesenkt hatte, wobei die Messung des Arms und vage „Beweise sich rasche Verschlechterung der zugrundeliegenden Ursachen“ genannt wurden.

Das ist eine starke Verschiebung dessen, wie Hungersnot festgestellt wird und könnte ein Signal sein, dass das IPC seine Standards nach unten verschiebt, um den Gazastreifen zu einer Hungerzone zu erklären, egal, was vor Ort passiert; diese Veränderung ist in den Traditionsmedien völlig unerwähnt geblieben.

Es scheint so, dass die Medien sich weit stärker darauf konzentrierte die Hunger-Behauptungen des IPC nachzuplappern, als den Bericht der Organisation kritisch zu analysieren.

Hamas bläht die Zahlen auf

Abgesehen vom IPC-Bericht ist eine weitere Quelle der Medienbehauptung von Hunger im Gazastreifen das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium. Die Medien haben unkritisch die jüngsten Zahlen der durch Mangelernährung und Hunger Verstorbenen veröffentlicht, die vom Gesundheitsministerium geliefert werden.

COGAT, die israelische Organisation, die die Einfuhr von Hilfe in den Gazastreifen koordiniert, stellte gerade fest, dass die Hamas diese Zahlen aufzublähen scheint. Während bisherige Tote durch Verhungern offiziell in offiziellen Kanälen mit voller Beschreibung der Verstorbenen identifiziert wurden, fehlen in den jüngsten Behauptungen der Hamas diese Angaben.

Auf dieser Grundlage vermutet COTAG, dass die Hamas die Zahlen aufbläht, um Israels Kriegsführung im Gazastreifen zu trüben. Trotzdem veröffentlichen die Medien diese Zahlen weiter als verifizierte Fakten.

Jede Form von Hunger und Mangelernährung sind beklagenswert. Allerdings sind, ob es im Gazastreifen eine  Hungersnot gibt oder nicht, wer für diesen weit verbreiteten Mangel an Nahrung verantwortlich ist und welches Ausmaß die Hungersnot im Gazastreifen hat, alles wichtige Fragen, die in der realen Welt Auswirkungen auf die Zukunft von Israels Feldzug, internationale Beziehungen und Innenpolitik haben.

Die vom PIC und den Hamas-Behörden im Gazastreifen vorgelegten Behauptungen müssen kritisch analysiert und nicht blind nachgeplappert werden. Wenn die Medien diese Aufgabe nicht leisten können, dann muss der Durchschnittskonsument die Aufgabe übernehmen hinter die Schlagzeilen zu sehen, indem er diese Behauptungen ernsthaft untersucht und nicht der Autoritätsvoreingenommenheit zu Opfer fällt.

48 Stunden, 2 Ritualmordlügen: Verteilstellen-Massaker von Hamas vorgetäuscht, von den Medien verbreitet

5. Juni 2025

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 3. Juni 2025

Im Verlauf von nur zwei Tagen berichtete die BBC, so wie auch andere Medien, über zwei angebliche Massaker an palästinensischen Zivilisten an Verteilstellen für humanitäre Hilfe im Gazastreifen. Beide Storys haben sich rasant verbreitet und tun das noch. Beide sind unwahr. Und  beide spiegeln zutiefst fehlerhaften journalistischen Prozess, der Sensationsgier über Genauigkeit stellt und terroristischer Propaganda mehr Gewicht gibt als verifizierten Daten.

Beginnen wir mit den Fakten.

Am 27. Mai begann die Gaza Humanitarian Foundation (GHF) – eine von den USA gestützte Initiative, die sicherstellen soll, dass die Hilfe Zivilisten erreicht, nicht die Hamas – innerhalb des Gazastreifens zu agieren. Am 2. Juni berichtete die GHF, dass sie an Verteilstellen im südlichen  und mittleren Gazastreifen fast 5,9 Millionen Mahlzeiten in mehr als 87.000 Lebensmittelkisten ausgeliefert. Sie kündigte außerdem Pläne an ihre Operationen in den Norden des Streifens auszuweiten.

Der erste volle Betriebstag war chaotisch. Die Hamas versuchte Berichten zufolge den Zugang zu blockieren und große Mengen stürmten den Ort. Warnschüsse in die Luft wurden abgegeben, um die Kontrolle wiederherzustellen. Von entscheidender Bedeutung ist, dass weder Verletzte noch Tote gemeldet wurden. Seitdem, sagt die GHF, ist die Verteilung der Hilfsgüter ohne größere Zwischenfälle verlaufen.

Das ist das, wir über das Geschehen wissen.

Doch das hier ist das, was die BBC – wie auch andere große Medien – der Welt berichtete:

Retter: 26 Tote nachdem israelische Panzer nahe eines Hilfezentrums das Feuer eröffnen

Wir konzentrieren uns auf die BBC, weil deren Berichterstattung besonders aufschlussreich ist. Es handelt sich um einen Sender, der behauptet unparteiisch zu sein und sich als globaler Standard für Journalisten positioniert. Aber seine redaktionellen Entscheidungen im Verlauf dieses Krieges haben ein durchgängiges Muster des Versagens entlarvt. Er hat eine Bereitschaft gezeigt nicht verifizierte Behauptungen aus Quellen zu veröffentlichen, die Verbindungen zu Terrororganisationen haben; dabei wird wenig Vorsicht und noch weniger Verantwortung an den Tag gelegt.

Gefälschter Bericht über ein Massaker auf Grundlage anonymer Quellen

Am 1. Juni veröffentlichte die BBC eine ergänzende Eilmeldung mit der Behauptung „israelische Panzer“ hätten das Feuer auf die Palästinensermenge vor Ort eröffnet, wobei 26 getötet wurden. Der Vorwurf wurde ohne Bestätigung vorgelegt, basiert einzig auf anonymen Quellen: „Einwohner und Sanitäter“ sowie ein „lokaler palästinensischer Journalist“. Zu den Einzelheiten gehörte laut Sebastian Usher, dem BBC-eigenen Nahost-Redakteur, Leichen, die per Esel weggekarrt wurden und „tausende“ Zivilisten, die sich nahe des von den USA unterstützen Hilfezentrums in Rafah sammelten.

Die Story erschien als wichtige Aktualisierungs-Schlagzeile zu einer bereits irreführenden und verständnisvollen Schlagzeile zur Ablehnung eines Waffenstillstands durch die Hamas: „Die Hamas verspricht 10 lebende Geiseln freizulassen, strebt aber in Reaktion auf US-Plan einen dauerhaften Waffenstillstand an.“

Diese Schlagzeile blieb den Großteil des Tages so stehen. Die Behauptung von 26 Toten wurde später danke des Hamas- Gesundheitsministeriums zu 31. Und obwohl die GHF das vehement bestritt – sie erklärte unmissverständlich, dass Berichte über Tote und Verletzte „falsch und erfunden“ waren und warnte, dass die Lügen „von der Hamas aktiv geschürt“ werden – zog die BBC die Story nicht zurück.

Die IDF gab ebenfalls eine Stellungnahme ab: Sie sei sich keiner Verletzten durch israelisches Feuer bewusst, würde die Sache aber überprüfen. Statt das mit Vorsicht zu behandeln, veröffentlichte die BBC eine weitere Aktualisierung, in der über israelische Verantwortung spekuliert wurde – auf Grundlage von Operationen, die am selben Morgen in Khan Junes durchgeführt wurden, wobei die BBC es versäumte zu sagen, dass das in rund 8 Kilometer Entfernung von Rafah stattfand, wo die Ausgabe stelle sich befindet.

Später an dem Tag ergänzte die BBC nach erheblichem Druck und weiteren Klarstellungen der IDF wie der GHF endlich ihre Schlagzeile:

„Israel bestreitet auf Zivilisten geschossen zu haben, nachdem das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium sagt, beim Angriff auf ein Hilfszentrum im Gazastreifen seien 31 Menschen getötet worden.

Immer noch keine Rücknahme. Keine Entschuldigung.

Die Farce von „BBC Verify“

Die BBC beauftragte dann ihre sogenannte Faktenchecker-Einheit BBC Verify mit Untersuchungen. Das Team kam zu dem Schluss, es könne nicht bestätigen, was geschehen sei; dazu wurden „widersprüchliche Berichte“ seitens der IDF, des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums und der Gaza Humanitarian Foundation angeführt.

Um das klar zu machen: BBC Verify behauptete, sie seien nicht in der Lage gewesen festzustellen, ob man dem israelischen Militär, einer von den USA unterstützten Hilfsorganisation, die transparent vor Ort arbeiten, oder einer Terrororganisation mit einer dokumentierten Geschichte Opferzahlen zu erfinden und Angriffe zu inszenieren, glauben kann.

Aber es wird noch schlimmer. Einer der wenigen Inhalte, die BBC Verify zu widerlegen in der Lage war, war ein Video, das die Folgen des sogenannten Massakers zeigen soll – ein Video, das sie BBC selbst zuvor in ihrer Berichterstattung gezeigt hatte.

In der Tat überprüfte die BBC ihre eigene Unwahrheit, während sie die ursprüngliche Anschuldigung stehen ließ.

Eine zweite Blutlüge

Kaum 48 Stunden später, am 3. Juni, berichtete die BBC von einem weiteren sogenannten Massaker an derselben Stelle in Rafah:

Einmal mehr erklärte die IDF, sie sei sich keines Vorfalls bewusst, abgesehen von einer Gruppe Verdächtiger, die sich etwa 500m von der Stelle auf die Truppen zubewegten – was Warnschüsse veranlasste. Und einmal mehr bestätigte die GHF: „Verteilung wurde sicher und ohne Vorfall durchgeführt.“

Sie fügte hinzu, dass jeder Vorfall, zu dem ermittelt wird, deutlich außerhalb des sicheren Verteilbereichs ereignet hätten und die Zivilisten aufgefordert wurden innerhalb eines ausgewiesenen Sicherheitskorridors zu bleiben.

Trotzdem bestand Jeremy Bowen, BBCs Redakteur für internationale Angelegenheiten, dass es „Zeugen gab, die von einer massiven Schießerei redeten“, als ob das irgendwie das gleiche Gewicht hätte wie Äußerungen von Einsatzkräften vor Ort und Militärs, die sich an rechtliche Vorschriften halten müssen.

Radikalisierende Lügen

Was wir hier erleben, hat nichts mehr mit Nachlässigkeit zu tun. Das ist etwas weitaus Ernsteres.

Indem sie die Hamas-Propaganda als Tatsachen präsentieren und falsche Anschuldigungen über israelische Massaker unter dem Banner von Eilmeldungen ausstrahlt, informiert die BBC die Öffentlichkeit nicht. Sie stiftet Verwirrung und vertieft Spaltungen.

Diese Schlagzeilen haben nicht nur irregeführt. Sie schüren Wut. Sie tragen zu einer Atmosphäre bei, in der jüdisches Leben abgewertet wird, es offene Angriffe auf „Zionisten“ gibt und israelfeindlicher Hass sich in der realen Welt in Gewalttaten ausdrückt.

Andere große Medien, darunter CNNNBC und die New York Times, haben in den letzten Wochen ähnlich unverantwortliche Fehler gemacht. Auch sie tragen Verantwortung. Aber die BBC hat mit ihrem globalen Einfluss und öffentlich finanziertem Auftrag neutral zu sein keine Ausrede.

Was wir hier dokumentiert haben, ist kein isolierter Aussetzer. Es ist ein durchgängiges Muster.

Schlagzeile um Schlagzeile. Blutlüge nach Blutlüge. Eine Kaskade an Lügen mit tödlichen Konsequenzen.

Das sind keine journalistischen Versager.

Das sind die Lügen, die töten.

„50.000 Tote im Gazastreifen“ und „Ramadan-Frieden zerstört“: Medien entschlossen alte Fehler zu wiederholen

27. März 2025

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 24. März 2025

Der Krieg im Gazastreifen wurde letzte Woche wieder aufgenommen, nachdem die Hamas eine Verlängerung des Waffenstillstands ablehnte, der von ihr gefordert hätte die verbleibenden israelischen Geiseln freizulassen – von denen man annimmt, dass die Hälfte schon tot ist. In Reaktion führte Israel gezielte Luftangriffe durch.

Unterdessen haben sich die anderen Handlanger des iranischen Regimes, die Houthis, dem Angriff an – starteten eine ballistische Raketen aus dem Jemen, während die Hamas Raketen aus dem Gazastreifen schoss. Der Houthi-Angriff schickte hunderttausende israelische Zivilisten am Sonntagmorgen Schutz suchend in die Bunker.

Am 18. März eliminierte die israelische Luftwaffe zahlreiche ranghohe Hamasführer, darunter den Leiter ihres Innenministeriums und den Operationschef ihres internen Sicherheitsdienstes. Das waren bedeutende chirurgische Treffer.

Als erste große Operation der IDF seit Beginn des vorübergehenden Waffenstillstands mussten die Angriffe Schlagzeilen machen. Beunruhigend ist jedoch, wie schnell die Medien zu alten Gewohnheiten zurückkehrten – und wieder einmal die Opferzahlen der Hamas nachplapperten, ohne eine Spur von Skepsis oder Kontext.

Es war eine düstere Wiederholung des Debakels vom Al-Ahli-Krankenhaus im Oktober 2023, bei dem große Medien sich beeilten Israel für eine Explosion verantwortlich zu machen – die sich später als fehlgeschossene Rakete des Islamischen Jihad erwies – die einen Krankenhaus-Parkplatz traf, nicht das Krankenhaus selbst; getötet wurde nur ein Bruchteil der „500“ ursprünglich behaupteten Opfer. Aber die Hamas wusste, dass sie keine Fakten braucht – sie konnte auf willfährige Journalisten zählen, die die Lüge verstärken.

Und hier geht’s wieder los. Am Dienstag erbrachen die New York Times, CNN, AP, BBC, The Guardian, TIME dieselbe Schlagzeile: „Mehr als 400 Menschen getötet, zumeist Frauen und Kinder, an Gazas tödlichstem Tag seit dem 7. November.“

Ihre Quelle? Das „Gesundheitsministerium in Gaza“. Ein paar Medien murmelten, fast entschuldigend, dass dieses „Ministerium“ von der Hamas geführt wird. Noch weniger erklärten, dass die Hamas nicht zwischen Zivilisten und Kombattanten unterscheidet.

CNN und andere zitierten sogar den palästinensischen UNO-Gesandten Dr. Riyad Mansour, wie er das Blutvergießen im „heiligen Monat Ramadan“ beklagte und darauf bestand, in seiner Tradition „würde niemand während des Ramadan kämpfen“.

Offenbar ist es eine ziemlich neue Tradition, bedenkt man, dass die Hamas am 10. Mai 2021 ein Trommelfeuer an Raketen auf israelische Städte startete – im Ramadan, nur zwei Tage vor Ende des Monats.

Das Gaza-„Gesundheitsministerium“ ist auch die einzige Quelle hinter der neuen Welle an Schlagzeilen von dieser Woche, in der die Zahl der Toten die 50.000 überschritten haben soll.

Einmal mehr führte CNN die Meute an den Zahlen der Hamas Legitimität zu verleihen; sie beschrieben die Zahl als „düsteren Meilenstein für einen Krieg ohne Ende in Sicht, während Israel die Kämpfe wieder aufnimmt und vor noch härteren Tagen warnt“.

Vielleicht in der Erwartung, dass einige Leser die Behauptungen des von der Hamas geführten Ministeriums nicht für bare Münze nehmen würden, wandte sich CNN an diese andere unantastbare Quelle der Klarheit in Sachen Israel – die Vereinten Nationen. Laut der U NO „sind die Mehrheit der Toten Frauen und Kinder“, obwohl „die tatsächliche Zahl viel höher liegen könnte, da man vermutet, dass noch viele Tausende unter den Trümmern liegen“.

Und sie machten alle mit. Einige Medien machten sich nicht einmal die Mühe die Zahl dem „Gesundheitsministerium“ der Hamas zuzuschreiben, wie ein Blick auf die Top-Storys bei Google zeigt: Schlagzeilen, die Israel als rücksichtslos eine „erweiterte Offensive“ eskalierend darstellten, ohne sonderlich Kontext über die Andeutung von Böswilligkeit oder Kollektivbestrafung.

Die Medien scheinen wieder einmal nichts gelernt zu haben. Das Al-Ahli-Debakel irgendwelche Lektionen bot, dann zeigte die atemlose Kopieren-und-Einfügen-Berichterstattung der letzten Woche, dass sie schnell vergessen wurden.

Ein paar Erinnerungen für die Journalisten, denen ihre Standards entglitten sind:

  • Die Opferzahlen des von der Hamas geführte Gesundheitsministeriums sind wiederholt als aufgeblasen und manipuliert entlarvt worden. Eine aktuelle Analyse der Henry Jackson Society stellte fest, dass männliche Kombattanten als Frauen und Kinder falsch angegeben wurde, um den Anteil zu verzerren.
  • Behauptungen, die „Mehrheit“ der Getöteten sind Frauen und Kinder? Wiederholt widerlegt.
  • Israel wirft weiter Flugblätter ab, schickt Textnachrichten und drängt Zivilisten die Zielgebiete zu verlassen. Die Hamas befiehlt den Zivilisten indessen vor Ort zu bleiben – damit ihr Tod als Propaganda eingesetzt werden zu können – während ihre Führer in unterirdische Bunker fliehen.

Also ja: Der Krieg ist wieder aufgenommen worden – und mit ihm der Krieg der Medien gegen die Sorgfalt. Obwohl es, um ehrlich zu sein, nicht klar ist, ob sie den Waffenstillstand überhaupt je eingehalten haben.

Medien behaupten moralische Gleichwertigkeit

30. Januar 2025

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 16. Januar 2025

Die Familien der israelischen Geiseln, die immer noch im Gazastreifen festgehalten werden, versammelten sich Mittwochabend in Tel Aviv, als Einzelheiten eines vorläufigen Waffenstillstandsabkommens zwischen Israel und der Hamas bekannt gegeben wurden. Dabei kam es zu anfangs zu Verwirrung, ob beide Seiten den Bedingungen des Abkommens vollständig zugestimmt hatten.

Der qatarische Premierminister Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim al-Thani verkündete die Vereinbarung, die am Sonntag in Kraft treten soll, bei einer Pressekonferenz in Doha. Dem folgte eine Rede von US-Präsident Joe Biden, der das Abkommen als eines bezeichnete, das „ein dauerhaftes Ende des Krieges“ herbeiführen könnte.

Es bleiben einige der Bedingungen noch unklar bleiben – darunter die Namen derer, die freigelassen werden sowie der genaue Zeitpunkt – ist sicher, dass hunderte palästinensische Häftlinge entlassen werden, davon viele, die wegen Gewalttaten und tödlichen Terrorstraftaten inhaftiert sind. Dazu gehören rund 1.300 Terroristen, von denen etwa 250 lebenslange Freiheitsstrafen verbüßen.

Doch die Berichterstattungen der Medien zum Waffenstillstandsabkommen am Mittwochabend unglaublich; sie schafften es die Freilassung von mehr als 1.000 palästinensischen Häftlingen nicht nur als positiven Schritt darzustellen, sondern auch als irgendwie moralisches Äquivalent zur Freilassung israelischer Geiseln, die bei den Terrorangriffen am 7. Oktober 2023 verschleppt wurden.

Associated Press zum Beispiel behauptete, der Deal würde die Freilassung „hunderter palästinensischer Frauen und Kinder involvieren, die von Israel inhaftiert wurden“, einen widerliche Fehldarstellung der Fakten durch eine der größten Nachrichtenagenturen der Welt.

HR: Es reicht mit der falschen moralischen Gleichsetzung, AP. Die „hunderte von Israel inhaftierten palästinensischen Frauen und Kinder“ befinden sich wegen Terror und weiteren Delikten im Gefängnis, während Israels Geiseln von der Hamas brutal verschleppt wurden.

Sky News ging sogar noch weiter; sie behaupteten, der Austausch beinhalte „die Freilassung einer Reihe von Geiseln im Austausch für die Freilassung palästinensischer Gefangener, darunter Frauen, Kinder, Kranken und Alte beider Seiten“. Damit wurde eine groteske und falsche Gleichsetzung zwischen unschuldigen Geiseln und Häftlingen gezogen, die wegen Gewaltverbrechen einsitzen.

Der widmete sich AFP in ihrer Berichterstattung den Familien der palästinensischen Häftlinge, die angesichts des Waffenstillstandsabkommens „Hoffnung“ schöpften. In einem schamlos verständnisvollen Artikel interviewte AFP Wafaa Ghalmi, deren Ehemann Ahed Ghalmi eine lebenslange Freiheitsstrafe plus fünf Jahre wegen Führung einer Terrorzelle verbüßt, die 2001 den israelischen Tourismusminister Rehavam Ze’evi ermordete. Ghalmi gab ihrer Freunde angesichts der Möglichkeit der Freilassung ihres Mannes Ausdruck; sie bezeichnete es als „glückliche“ Zeit für ihre Familie und andere im Gazastreifen.

Zusätzlich entschieden sich zahlreiche Medien, darunter Reuters, NPR und Sky News dafür die palästinensischen Häftlinge als „Gefangene“ zu beschreiben, womit sie suggerierten, diese würden aus politischen Gründen statt wegen terroristischer Gewalttaten festgehalten.

Noch beunruhigender ist, das einige Medien bereits begonnen haben nahezulegen, dass Israel gegen die Bedingungen des Abkommens verstößt – bevor es überhaupt in Kraft trat. Reuters z.B. unterstellte, dass israelische Luftangriffe am Mittwochabend ein Bruch des Waffenstillstands seien, obwohl dieser noch gar nicht begonnen hatte. Der ehemalige MSNBC-Experte Mehdi Hasan schaltete sich ebenfalls ein; er behauptete, die Vereinbarung würde nur halten, wenn „Israel sich daran hält“. Praktischerweise ignorierte er die lange Geschichte der Verstöße der Hamas gegen Waffenstillstandsvereinbarungen.

Der Waffenstillstand tritt nicht vor kommendem Sonntag in Kraft.
Aber das hat Reuters nicht davon abgehalten zu unterstellen, dass Israel ihn bereits gebrochen hat.

Da der Waffenstillstand in den kommenden Tagen schrittweise in Kraft tritt, wobei die letzten Einzelheiten weiter ungeklärt sind, ist es von entscheidender Bedeutung die Medien an einige wesentliche Fakten zu erinnern:

  1. Israel hat nie eine Waffenstillstandsvereinbarung mit der Hamas gebrochen.
  2. Die Hamas hat diesen Krieg am 7. Oktober 2023 angefangen, als ihre Terroristen über die Grenze kamen, unschuldige Zivilsten massakrierten und hunderte Männer, Frauen und Kinder verschleppten. Diese Geiseln sind unter unmenschlichen Bedingungen in den unterirdischen Tunneln im Gazastreifen festgehalten worden.
  3. Es gibt keine moralische Gleichsetzung zwischen den israelischen Geiseln – unschuldigen Zivilisten, die aus ihren Häusern gerissen wurden – und den hunderten Terroristen, die wegen Gewalttaten legitim in israelischen Gefängnissen einsitzen.
  4. Israels Krieg im Gazastreifen richtet sich gegen die Hamas, eine Terrororganisation, die sich der Auslöschung Israels verschrieben hat. Die Hamas hat geschworen den 7. Oktober „immer wieder“ zu wiederholen, während sie palästinensische Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzen und sich weigern die unschuldigen Menschen freizulassen, die sie verschleppte.

Die Medien müssen ihren Job tun und diese Fakten berichten.

Medien bevorzugen in der Berichterstattung das Hamas-Narrativ zum Sturm auf das Krankenhaus im Gazastreifen

31. Dezember 2024

Rinat Harash, HonestReporting, 29. Dezember 2024

Das war ein arbeitsreiches Nachrichten-Wochenende: Israel stürmte ein Krankenhaus im Gazastreifen und nahm hunderte Terroristen fest.

Die Medien hätten diese Tatsache berichten sollen, wobei die israelische Erklärung zu betonen gewesen wäre, dass die Hamas in diesem Krankenhaus agierte.

Stattdessen entschieden sich viele Medien für das Narrativ der Hamas, einer hinterlistigen Terrororganisation, deren Gesundheitsministerium Israel so aussehen ließ, als habe es vorsätzlich unschuldige Patienten angegriffen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden drei Strategien eingesetzt: provokative Schlagzeilen, verbergen oder verzerren der Stellungnahme Israels und man verließ sich auf die Schilderung des Krankenhaus-Direktors, der verdächtig ist Hamas-Terrorist zu sein.

Verantwortungslose Schlagzeilen

Die schlimmsten Schlagzeilen – von angesehenen Medien wie AP, Newsweek und NBC News gaben Israel die Schuld für das „Niederbrennen“ des Kamal Adwan-Krankenhauses. Und wie bei jeder guten Ritualmordlüge verbreiteten sich die Anschuldigungen wie ein Lauffeuer.

Egal, dass Israel das kategorisch abstritt. Egal, dass es keine Quellenangabe gab. Der Schaden war angerichtet: Die meisten Nachrichten-Konsumenten legen nicht viel mehr als die Schlagzeile und für sie wurde Israel auf der Stelle als blutrünstiges Monster hingestellt:

AP: Jüngste Ereignisse in Nahost: Israelische Soldaten brennen Krankenhaus im Gazastreifen nieder
Nadav Shoshani: Heute begann die IDF eine präzise Terrorbekämpfungs-Operation im Bereich des Kamal Adwan-Krankenhauses. Als IDF-Soldaten nicht im Krankenhaus waren, brach in einem leeren Gebäude im Hospital ein kleines Feuer aus, das unter Kontrolle ist.
Newsweek: Israel brennt Krankenhaus im nördlichen Gazastreifen nieder, nachdem Patienten und Mitarbeiter abtransportiert wurden, sagen offizielle Vertreter)
NBC News: Israel brennt letztes funktionierendes Krankenhaus im nördlichen Gazastreifen nieder, Patienten und Mitarbeiter abtransportiert

Die Quelle der Verleumdung wird erst klar, wenn man weiterliest: Eine nicht unbestätigte Behauptung des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums.

Dennoch nennen die Medien das „Gesundheitsministerium im Gazastreifen“, ohne einzuräumen, dass sie dessen Behauptungen „nicht unabhängig bestätigen konnten“. Dieser Satz schient einzig Israels Angaben vorbehalten zu sein, selbst wenn diese von Beweisen gestützt werden.

Warum plappern die Medien dann die Lügen einer Terrororganisation nach? Die traurige Antwortlautet, dass sie ihre Gaza-Reporter als Verfasser nennen müssen, die entweder befangen sind oder ihre Beziehungen ihren Hamas-Quellen riskieren würden.

Wenn daher ein nicht voreingenommener Redakteur eine Schlagzeile infrage stellt oder Israels Reaktion oben hinzufügen wollte, dürfe er oder sie unangenehmen Widerstand der Crew aus dem Gazastreifen erleben und nie wieder versuchen professionell zu handeln. Ist er oder sie bereits voreingenommen? Problem gelöst.

Wie auch immer, die Wahrheit ist verloren.

Israels Stellungnahme versteckt oder verzerrt.

Das ist exakt das, was ein weiteres verstörendes Problem erklären könnte: Die Tatsache, dass Medien Israels ausführliche Stellungnahme vergraben oder verzerrt haben.

Zu dieser Stellungnahme gehörten die folgenden Punkte:

  • 240 Terroristen wurden im Krankenhaus festgenommen, dazu Munition und Waffen.
  • Hunderte Patienten und medizinisches Personal wurden sicher in ein anderes Krankenhaus evakuiert.
  • Einige der Terroristen gaben sich als Patienten aus oder versuchten in Krankenwagen zu fliehen.
  • Der Krankenhausdirektor, verdächtigt Hamas-Terrorist zu sein, wurde zur Befragung mitgenommen.
  • Hamas-Terroristen schossen mit Panzerabwehrraketen und Panzerfäusten auf IDF-Truppen.

Reuters bezeichnete die 240 Verdächtigen nur als „Palästinenser“ und ließ die Aussage aus, dass Terroristen sich als Patienten ausgaben, in Krankenwagen flohen oder auf israelische Soldaten schossen. Israels Aussage wurde erst im drittletzten Absatz beschrieben.

Reiters hat von uns einen Stellungnahme erhalten, dass wir 240 Terroristen von Hamas und Islamischem Jihad festgenommenhaben.
Diese rund 240 Terroristen wurden mit zahlreichen Geheimdienst-Quellen der IDF und des ISA abgeglichen. Viele haben auch zugegeben an Terrorismus beteiligt gewesen zu sein…

Genauso beschrieb der Guardian Israels Seite erst im 5. Absatz, ohne irgendwelche Details zu den Aktivitäten der Terroristen anzuführen.

Und CNN vergrub einige der Angaben Israels im 7. Absatz.

Verlass auf einen Terrorverdächtigen

Derweil gründen die Behauptungen, von denen die Medien sich entschieden sie hervorzuheben, auf Berichten, die von Dr. Hussam Abu Safiya, dem Direktor des Krankenhauses, in sozialen Medien eingestellt wurden – dem Mann, den die Armee als Hamas-Verdächtigen festgenommen hat.

Allein das hätte ausreichen müssen, um automatisch die Glaubwürdigkeit Abu Safiyas zu kompromittieren. Stattdessen wurde ein auf seinen Accounts verbreiteter Post weithin zitiert; darin heißt es: „Überall im Krankenhaus brennt es lichterloh“ – was zu der oben erwähnten verleumderischen Schlagzeile geführt haben dürfte.

Jeder weiß, dass bei Häuserkampf Feuer ausbrechen kann, besonders wenn Hamas-Terroristen Panzerfäuste und Panzerabwehrraketen auf IDF-Truppen schießen (was kaum einmal berichtet wird).

Israels Terrorbekämpfungsoperation im Kamal Adwan-Krankenhaus hat große Schlagzeilen ausgelöst, die fälschlich IDF-Gräueltaten behaupten.
Hier ist der Knüller: Der Krankenhausdirektor Hussam Abu Safiya ist ein Oberst der Hamas.

Aber Journalisten scheint gesunder Menschenverstand zu fehlen, wenn es um Berichterstattung aus dem Gazastreifen geht.

Sie ignorieren die Wahrheit, die einfach und klar ist: Israel beschießt keine Krankenhäuser. Die Hamas versteckt sich darin.

Wie die Medien Israel (wieder) die Schuld dafür geben, dass das Weihnachtsfest in Bethlehem ruiniert ist

28. Dezember 2024

Rinat Harash, HonestReporting, 25. Dezember 2024

Es ist wieder diese Zeit im Jahr. Aber wir werden das Offensichtliche nicht wiederholen: Die Medien lieben es, Israel die Schuld dafür zu geben, dass das Weihnachtsfest in Bethlehem ruiniert ist.

Wir werden aber die Strategie aufzeigen, die sie verwenden, um das zu erreichen.

Hier ist das Problem: Die Medien müssen berichten, was sie sehen. Und in Bethlehem sehen sie eine Baby-Jesus-Puppe in Schutt gelegt, keine Touristen und Proteste in Solidarität zum Gazastreifen. Es ist zweifelsohne ein nüchternes Weihnachten im traditionellen Geburtsort Jesu und das sollte berichtet werden.

Aber die Medien sollten und können in ihrer Auswahl der Interviewpartner und des Hintergrundmaterials kritisches Denken einsetzen. Und sie versagen darin.

Der einzige Priester in Bethlehem?

Der Medienstar der Jahreszeit, außer Jesus, war (erneut) Munther Isaac, ein Pastor in der lutherischen Kirche in Bethlehem.

Medien wie Reuters, die BBC, ABC News und NBC News waren glücklich Isaac zu zitieren, aus eine einzigen Grund: Seine Kirche war für die Mediennummer verantwortlich die das Baby Jesus als palästinensisches Kind inmitten von Schutt zeigte.

Schön und gut. Aber nirgendwo erwähnten die Medien, dass Isaac auch das Massaker vom 7. Oktober rechtfertigte und als „der Hohepriester der antisemitischen Christenheit“ beschrieben worden ist.

Angesehen Nachrichtenmedien sollten nicht den Manipulationen eines Priesters erliegen. Professionelle Berichterstattung hätte sich darum bemühen müssen seine Ansichten anderen stimmen in der örtlichen Christengemeinde gegenüberzustellen.

Aber das Problem geht tiefer. Denn diese Medien verlassen sich auf palästinensische Produzenten in Bethlehem, die – aus Angst oder weil sie voreingenommen sind – dieses israelfeindliche Narrativ niemals untergraben würden. Und ihre Bosse im Ausland würde es nie wagen ihre Arbeit zu hinterfragen, denn sie brauchen ihre Verbindungen.

Selektiver Hintergrund

Ein weiterer Beweis für die saisonale Einseitigkeit der Medien gegenüber Israel kann den Hintergrundinformationen entnommen werden, die in bestimmten Artikeln gebracht werden.

Statt die Nachrichten-Konsumenten an die Verantwortung der palästinensischen Autonomiebehörde für die schwindende Zahl örtlicher Christen zu erinnern, geben viele Medien langatmige Hintergrund-Absätze zu Israels Besetzung der Westbank hinzu.

Bei Reuters wird zum Beispiel ein Abschnitt der Siedlungsaktivität Israels gewidmet. Ein außergewöhnlich irrelevanter Teil lautet:

Israel hat im ganzen Gebiet verteilt jüdische Siedlungen gebaut, die von den meisten Ländern als illegal betrachtet werden. Israel bestreitet das, führt historische und biblische Bande zum Land an. Mehrere Minister leben in Siedlungen und befürworten ihre Ausweitung.

Genauso gibt es in der Fotosammlung „Weihnachten in Bethlehem“ von AP ein Bild der Sicherheitsbarriere, die die Stadt teilweise umgibt. Darauf geht ein Mann zufällig an einem Graffiti vorbei, das lautet: „Mauern sind zum Bombardieren da.“ Egal, dass diese Mauer auch schon dort stand, als Bethlehem sich noch blühender Festtagsfeiern erfreute.

Lasst Sie uns nicht vergessen, dass diese Einseitigkeit nicht auf die christlichen Feiertage beschränkt ist. Jeder von Palästinensern in der Region begangene Feiertag – von Ramadan bis Ostern – wird automatisch auf der Grundlage des Handelns Israels beurteilt.

Andersherum funktioniert das nie, als ob Palästinenser für nichts Verantwortung hätten. Die Medien haben zum Beispiel nie die Hamas dafür die Schuld gegeben den jüdischen Feiertag Simchat Thora ruiniert zu haben, der gezielt als Datum für das Massaker des 7. Oktobers ausgesucht worden war.

Für die Medien, so scheint es, gelten die „unterdrückten“ Palästinensern automatisch als tugendhaft, während die israelischen „Unterdrücker“ als von Haus aus bösartig betrachtet werden. Die Feiertagssaison ist nur eine weitere Gelegenheit das zu zeigen.

Neuer Bericht schreddert die von der Hamas gelieferten Opferzahlen, die von den Mainstream-Medien nicht hinterfragt werden

18. Dezember 2024

Sharon Levy, HonestReporting, 15. Dezember 2024

Ein neuer Bericht der Henry Jackson Society (HJS) offenbart, was die ganze Zeit schon offensichtlich war: Die vom Hamas-Gesundheitsministerium (GHM) im Gazastreifen angegebene Zahl der Todesopfer stimmt hinten und vorne nicht. Obwohl die palästinensischen Opferzahlen von Israel bestritten werden, hat das die Mainstream-Medien nicht davon abgehalten sie mit der kaum verdienten Glaubwürdigkeit zu behandeln. Der HJS-Bericht analysierte eine Sammlung von 1.378 Artikeln, die von führenden englischsprachigen Zeitungen und anderen Medien veröffentlicht wurden, insbesondere der New York Times, der Washington Post, des Guardian, von CNN, BBC, Reuters, Associated Press und der australischen ABC.

Die Befunde sind atemberaubend:

  • 84% der analysierten Publikationen versäumten es, bei der Gesamtzahl die entscheidende Unterscheidung zwischen toten Kombattanten und toten Zivilisten zu treffen.
  • In 19% der analysierten Publikationen wurden die von der Hamas geführten Institutionen zur Verfügung gestellten Zahlen verwendet, ohne eine Quelle zu nennen, womit suggeriert wird, dass diese Zahlen unstrittig sind.
  • Ganze 5% der Medien führten die Opferstatistiken an, die Israel bietet; 98% zitierten Zahlen des von der Hamas geführten GHM. Die israelischen Zahlen wurden in der Hälfte der Artikel, die sie brachten, infrage gestellt, während die Zahlen der Hamas oft unbesehen geglaubt wurden.
  • Männer wurden in Totenlisten als weiblich geführt, obwohl dieselbe Person im palästinensischen Bevölkerungsregister als männlich geführt wurde. Genauso hat sich das Alter verschiedener Toter als ungenau herausgestellt – Männer in ihren Zwanzigern oder Dreißigern wurden als Kinder und Babys geführt, womit die gemeldete Zahl der getöteten Frauen und Kinder verzerrt wurde.
  • Es gibt eine unverhältnismäßige Zahl junger Männer im kampffähigen Alter, die zu den Opfern gezählt werden. Es wird nicht zwischen Zivilisten und Hamas-Kombattanten unterschieden.
  • Die vom von der Hamas geführten GHM gemeldeten Zahlen schließen die ein eines natürlichen Todes gestorben sind.

Die Ergebnisse unterstreichen ein deutliches Muster der systematischen Beeinflussung der Medien-Wahrnehmung des Krieges durch die Hamas.

Kapitel 6 ist die Arbeit der unglaublichen Tania Glezer von Fifty Global und dem International Institute for social and Legal Studies.
Sie zeigen die erschreckende Unausgewogenheit in der Berichterstattung der globalen Medien in diesem Konflikt.
„Woher erhalten die Medien ihre Informationen? – Anteil der Artikel aus großen Medien, darunter CNN, BBC und die New York Times“

Das ist nicht das erste Mal, dass die Zahl der toten im Gazastreifen von der Hamas aufgebläht wurde. Die Hamas hat in ihren Kriegen gegen Israel mindestens seit 2009 angestrebt die Wahrnehmung der Medien zu beeinflussen. Dies entspricht dem übergeordneten Ziel der Organisation die internationale Meinung zu beeinflussen, um Mitgefühl für sich und die Verurteilung des Handelns Israels zu erlangen.

In den Kriegen der Vergangenheit zwischen Israel und der Hamas hat die Hamas Richtlinien ausgegeben, die die Palästinenser auffordern alle Opfer als „unschuldige Zivilisten“ zu betrachten.

Es stellt sich aber regelmäßig heraus, dass diese „unschuldigen Zivilisten“ mit der Hamas oder anderen Terrororganisationen im Gazastreifen verbunden sind.

Palästinensische Bevölkerung vs. Realität:
Palästinensische Medien behaupten, dass Israel 36 Palästinenser gnadenlos tötete. Aber dies Kanäle entfernten Kontext und versuchten sie als unschuldige Zivilisten hinzustellen.
„Palästinensische Medien behaupten, dass Israel 36 Palästinenser ermordete. Entpacken wir diese Zahl mal …“

Wie viele Nachrichtenorgane werden den HJS-Bericht anerkennen oder in ihren eigenen Artikeln überhaupt darüber berichten? Um das zu tun, müssten sie zugeben, dass sie von der Hamas vorgegebene, ungenaue Todeszahlen verwenden. Als die Hamas in aller Stille die Zahl der Opfer revidierte, haben die Medien weggesehen. Was könnte Israel besser verteufeln und gleichzeitig der Verantwortung für die Verbreitung falscher Informationen entgehen, die eine Terrororganisation geliefert hat?

Das hat ernste Auswirkungen auf die Berichterstattung der Medien zu Opferzahlen der letzten Monate; so hieß es zum Beispiel, 70% der Kriegsopfer seien Frauen und Kinder. Diese Berichte verwendeten nicht nur Statistiken mit irreführenden Stichprobengrößen, der von der HJS erbrachte Bericht mit seinen zusätzlichen Erkenntnissen deutet an, dass die falsche Klassifizierung von Männern als Frauen sowie andere Ungenauigkeiten bei den Opferdaten der von der Hamas geführten Institutionen diese Zahlen noch weiter verzerrt haben.

Kapitel 1 beschäftigt sich mit der Methodik der Berichterstattung. Es gibt drei Mechanismen. Todesopfer werden über eine Mischung aus Krankenhausberichten, Eingaben von Familien unter Nutzung eines Online-Formulars und „Medienquellen“ aufgezeichnet…
Kapitel 2 beschäftigt sich viel detaillierter mit der Altersstruktur der Bevölkerungsgruppen und hebt offensichtliche Fehler hervor.
Dieses Kapitel erlaubt es Ihnen die Vorstellung umfassend zu widerlegen, dass Israel gezielt auf Frauen und Kinder schießt.

Andrew Fox, Autor des Berichts, bestätigte: „Diese Fehleinstufung trägt zum Narrativ bei, dass die Zivilbevölkerung, insbesondere Frauen und Kinder, die Hauptlast des Krieges trägt, was möglicherweise die Stimmung und die Medienberichterstattung beeinflusst.“

Es kann nicht bestritten werden, dass die von der Hamas gelieferten Opferzahlen ungenau sind und die Medien sich nicht darauf verlassen sollten. Um eine Antwort auf den Bericht des Telegraph gebeten, behauptete die BBC trotzdem: „Es ist schwierig exakte Angaben zu den Toten im Gazastreifen zu machen, wenn Israel internationalen Journalisten keinen unabhängigen Zugang gestattet.“ Aber die BBC hat Korrespondenten im Gazastreifen. Gibt die BBC zu, dass sie ihren Korrespondenten im Gazastreifen nicht vertrauen kann, dass sie genau und unparteiisch über den Krieg berichten? Vielleicht könnten die Medienmitarbeiter der BBC die Opferzahlen ermitteln, aber dazu müsste die BBC öffentlich erklären, dass es im Gazastreifen aufgrund des Einflusses und der Kontrolle der Hams keine Pressefreiheit gibt.

Zu behaupten, Israel erlaube keinen unabhängigen Zugang internationaler Journalisten, ist keine Entschuldigung dafür Opferzahlen der Hamas nachzuplappern.
Gibt die BBC zu, dass ihre Korrespondenten im Gazastreifen nicht unparteiisch oder in der Lage sind selbst zu recherchieren?
rot unterstrichen: „…weil Israel keinen unabhängigen Zugang für internationale Journalisten zulässt.“

Die Hamas hat die Medien dazu verleitet eine derart kunstvoll ausgearbeitete Lüge in die Welt zu posaunen, dass die Wahrheit zuzugeben heute, nach mehr als einem Jahr Krieg die Medienorgane, die die Behauptungen einer Terrororganisation für bare Münze genommen haben, einfach nur in Verlegenheit bringen würde.

Wenn die eigenen Opferzahlen der Hamas nicht stimmen, dann gilt das auch für die Mediennarrative, die diese Zahlen wiedergeben.

Wie irreführender Journalismus ein destruktives Narrativ zu israelischer Siedlergewalt anheizt

29. August 2024

Channa Rifkin, HonestReporting, 26. August 2024

Es gibt eine gewisse Art von Journalismus, die aus Ignoranz geboren ist, mit einem Widerwillen fair zu sein. Das ist die schlimmste Art von Journalismus, besonders, wenn der Autor seine bzw. ihre Artikel dabei mit schweren Ungenauigkeiten füllt.

Das ist ein anhaltender Trend, wenn es um israelische Siedlergewalt und IDF-Aktivitäten in der Westbank geht. Um das klarzustellen: HonestReporting will keinerlei politische Haltung verteidigen oder Ausreden für Gewalt geben.

Es ist allerdings nötig aufzuzeigen, wo die Medien mit ihren Fakten falsch liegen. Das gilt für Christina Lambs „Gun in hand, the Israeli settler tells the Palestinian: I will kill you“ (Mit der Waffe in der Siedler Palästinensern: Ich werde euch töten), den sie für die Sunday Times schrieb.

Andeutung, dass israelische Siedlergewalt üblich und von allen Siedlern akzeptiert ist

Aber viele in beiden Gemeinschaften glauben, dass Israel eine zweite Front in der Westbank aufgemacht hat, wo jüdische Siedler, gestützt von der Regierung, die Besatzung und Gewalt gegen Palästinenser auf nie dagewesenes Niveau intensiviert haben.

Die Medien haben die Tendenz eine Rand-Minderheit israelischer Siedler mit der Siedler-Bevölkerung als Ganzem zusammenzuwerfen. Das schafft ein Bild, dass alle Siedler gewalttätig sind, während die überwiegende Mehrheit von ihnen keine Gewalt betreiben und einfach israelische Staatsbürger sind, die aus einer ganzen Reihe unterschiedlicher Gründe jenseits der sogenannten Grünen Linie leben.

De facto gibt es ständig palästinensischen Terroranschläge auf israelische Siedler, die in den Medien selten dokumentiert werden und die auch in Lambs Artikel nicht erwähnt werden. Erst letzte Woche wurde ein jüdischer Wachmann im Industriegebiet Bar-On in der Westbank mit einem Hammer von einem palästinensischen Terroristen geschlagen, als der seine Waffe stahl. Der Wachmann, Gideon Peri, erlag seinen Verletzungen.

Idealerweise hätten wir erwähnen sollen, dass unabhängig von persönlichen Überzeugungen zu einer israelischen Präsenz in der Westbank Siedler es nicht verdienen angegriffen oder ermordet zu werden.

Lamb versäumt es auch zwischen palästinensischen Terroristen und von der IDF bei Vorstößen und Zusammenstößen getötete Zivilisten zu unterscheiden; sie unterscheidet nicht zwischen Siedlergewalt und IDF-Operationen.

HR stellt richtig:
Die Mehrheit dieser Palästinenser wurde getötet, als sie aktiv an Gewalt gegen die IDF beteiligten. Diese Opferzahlen unterschieden nicht zwischen Kombattanten und Zivilisten.
Und warum werden keine israelischen Opfer palästinensischen Terrors in der Westbank in diesem Zeitraum erwähnt?

Das soll nicht heißen, dass israelische Siedlergewalt kein Problem ist. Es ist ein reales, leider. Wie Lamb schrieb, warnte Schin-Bet-Chef Ronen Bar kürzlich Premierminister Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Gallant vor dem „unbeschreiblichen Schaden“, den Siedlergewalt für Israel anrichtet.

Anmerkung HR:
Siedlergewalt ist ein ernstes Problem, begangen von einer Minderheit der jüdischen Einwohner der Region und muss verurteilt werden. Aber die Leser der Times verdienen genauso angemessene Fakten oder zumindest Kommentierung zu den Einwohnern des jüdischen Mainstreams, statt nur zu den Extremisten.

Hebron ist keine „Geisterstadt“

Ein weiterer wichtiger Punkt ist hier die Art, wie Lamb ein Bild von Westbank-Städten wie Hebron als „Geisterstadt“ malt, obwohl diese tatsächlich ziemlich genau das Gegenteil sind. Leider ist das in den Medien ein gängiges Sprachbild, weil die Neigung besteht politisierte Organisationen wie B’Tselem oder Breaking the Silence zu interviewen, statt neutralere Experten.

HR-Kommentar:
NICHT BETRETEN-Schilder sollen verhindern, dass Israelis palästinensische Städte und Dörfer betreten.
Checkpoints existieren, um palästinensischen Terrorismus zu verhindern.
Hebron ist eine Stadt mit mehr als 200.000 Einwohnern, nur ein kleiner Teil wird von Israel kontrolliert. Es ist keine „Geisterstadt“.

Die Realität sieht so aus, dass Israel gemäß dem Hebron-Protokoll, das Netanyahu 1997 unterschrieb, die Kontrolle über nur rund 20 Prozent der Stadt hat. Mit dem im Hinterkopf malen Palästinenser, sogenannte Menschenrechtsgruppen und andere ein Bild von Hebron und anderen Städten als unter militärischer Unterdrückung leidend. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass in Hebron die echten Probleme und Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis sich nur einen kleinen Teil der Stadt beschränken, in der die meisten der 200.000 Einwohner unter der vollen Kontrolle der palästinensischen Autonomiebehörde leben.

Was die „Nicht betreten“-Schilder angeht, so richten die nicht an Palästinenser, sondern an Israelis, um sie davon abzuhalten palästinensische Städte und Dörfer zu betreten, wo sie dem Risiko ausgesetzt werden Opfer von Terror zu sein. Und es ist dieser Terrorismus, der aus Sicherheitsgründen militärische Checkpoints nötig macht.

Ein offensives Fehlen von Faktenchecks

Zusätzlich zu dieser Einseitigkeit, gibt es auch ein Problem mit Faktenchecks. Es ist schwer zu sagen, ob dies absichtliche Ignoranz oder journalistische Faulheit ist. Eine fehlerhafte Bildbeschreibung liegt in der Regel nicht in der Verantwortung des Journalisten, sondern deutet die Art an, in der von der Redaktion mit einem Thema umgegangen wird.

HR kommentierte:
Memo an die Times: Es gibt in Aschkelon keine „Siedler“, das ist eine große Stadt an der Küste Israels.
Aber das ist nur eines der Probleme mit Christina Lambs Story zu Siedlergewalt in der Westbank.

Aber eine Tatsache, die benutzt wird, um jemanden in Gewalt zu verwickeln, muss wasserdicht sein und in diesem Fall ist es das auf keinen Fall:

Anmerkung von HR:
Das Sturmgewehr AK47 wird an keine Israelis ausgegeben; diese müssen einen Waffenschein haben und alle Waffen registrieren lassen. Seltsam, dass ein israelischer Siedler mit einer Waffe bewaffnet ist, die üblicherweise von islamistischen Terroristen benutzt wird. Ist sich Christina Lamb da sicher?

Die Spannungen und Gewalt in der Westbank sind für die Medien ein gefundenes Fressen und anständige Journalisten haben die Pflicht echtes Fehlverhalten aufzudecken, aber es ist unfair Fakten zu verdrehen oder sie auszulassen. Die anscheinend von ihren eigenen Einseitigkeiten getriebene Lamb versäumt es Mainstream-Israelis aus der Siedlerbewegung oder aus den Sicherheitskräften zu befragen – was auf die Richtung ihrer Story ernsthaft beeinflussen.

Wenn jemand über israelische Siedlergewalt berichtet, dann sollte er oder sie auch über palästinensische Gewalt in der Westbank berichten – um genau anzugeben, warum die IDF Razzien in der Westbank ausführt und wer genau bei diesen Razzien getötet wurde. Es muss ein genaues Bild geben und nicht die Lieblings-Verzerrung der Medien davon.

Enttarnt: Die Pro-Hamas-„Quellen“ der internationalen Medien

22. August 2024

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 19. August 2024

Die Associated Press wurde vor kurzem in Sachen ihrer lange laufenden Verwendung der unglaubwürdigen Augenzeugenberichte des Direktors des Al-Ahli-Krankenhauses im Gazastreifen bloßgestellt; diese war ein demaskierter Partner des vor kurzem eliminierten Hamasführers Ismail Haniyeh.

Dr. Fadel Naim, dessen Facebookseite vor gewalttätiger und antisemitischer Rhetorik nur so strotzt, wurde auch als Quelle für Informationen zum Konflikt entlarvt, die sich später als gefälscht erwiesen.

Das Thema unzuverlässige Quellen geht über Associated Press und ihr Vertrauen auf Naim hinaus. Wir können jetzt aufdecken, dass zahlreiche weitere führende Nachrichtenorgane ebenfalls Informationen aus fragwürdigen Quellen im Gazastreifen veröffentlicht haben. Zu diesen Einzelpersonen, oft mit professionellen Titeln bemäntelt, die ihnen den Anstrich von Glaubwürdigkeit verleihen, wurde festgestellt, dass sie – wie Naim – gewalttätige Terroraktivitäten unterstützen.

Der Gaza dokumentierende „Journalist“

Zusätzlich zu den freien Journalisten im Gazastreifen, von denen HonestReporting aufdeckte, dass sie am 7. Oktober nach Israel einmarschiert waren, und die von einigen Presseorganen für die Dokumentierung ihrer Verbrechen bezahlt wurden, haben weitere selbsternannte Journalisten eine Schlüsselrolle dabei gespielt prominenten Nachrichtenmedien Augenzeugenberichte zu liefern.

Eine solche Person ist Plestia Alaqad, einen „aufstrebende Journalistin“, die in mehreren Medien gebracht wurde, darunter der Washington Post; sie hat in jüngster Zeit Kommentar-Leitartikel im Guardian veröffentlicht. Auch wenn sie als glaubwürdige Quelle dargestellt wird, ist zu Alaqad und anderen wie ihr festgestellt worden, dass sie irreführende Informationen verbreiten, die auf einer Linie mit der Hamas-Propaganda liegen.

In einem aktuellen Text im Guardian wiederholte Alaqad die gelogene Behauptung, eine Studie im Lancet würde sagen, dass im Gazastreifen bis zu 186.000 Menschen getötet worden sein könnten, eine Zahl, die in Wirklichkeit aus einem Brief an das Magazin stammte und diskreditiert wurde.

Alaqad ist auch dafür bekannt, dass sie Hamas-Propaganda und israelfeindliche Verleumdungen verbreitet, darunter Behauptungen von Völkermord und die gelogene Aussage, die in einem BBC-Interview nicht hinterfragt wurde, Israel habe 1.000 Palästinenser bei einem „Massaker“ im Al-Ahli-Krankenhaus getötet – bei einer Explosion, von der man später feststellte, dass sie durch eine fehlgeschossene Rakete des Islamischen Jihad verursacht wurde.

Dennoch ist sie das Individuum, an das sich angesehene Medien, einschließlich der Washington Post, des Guardian und der BBC, für „Experten“-Aussagen wenden. Sie präsentieren sie als Journalistin, verleihen ihr den Anstrich der Seriosität, ignorieren aber die Tatsache, dass sie ständig Narrative fördert, die nicht nur irreführen, sondern gefährlich sind.

In einem ähnlichen Fall verließ sich BBC Verify – ein Team, das für das Faktenchecken von nachrichtenwürdigen Ereignissen zuständig ist, auf die Aussagen von Mahmoud Awadeyah, einem Journalisten, der Berichten zufolge mit einem iranischen Nachrichtenmedium der Revolutionsgarden in Verbindung steht. Awadeyah, der offen Terroranschläge auf Israelis gepriesen hat, wurde von der BBC zitiert, wie er Behauptungen unterstützte, Israel habe während eines Vorfalls mit einem Hilfskonvoi im Gazastreifen auf Zivilsten gezielt auf Zivilisten geschossen.

Herzzerreißende Geschichten über Zivilisten

Zahlreiche Nachrichtemedien haben sich nicht nur auf fragwürdige Personen wie Plestia Alaqad verlassen, sondern sich auch an andere sogenannte Augenzeugen gewandt, deren Glaubwürdigkeit von verstörenden Online-Postings untergraben worden ist.

Zum Beispiel erschien Dunia Abu Rahma, eine 22-jährige Architektur-Studentin im Gazastreifen, in CNNs Anderson Cooper und in NBC News, wo sie ein herzzerreißendes Bild des Lebens im Gazastreifen entwarf und ihren Wunsch nach Frieden und einem normalen Leben betonte. „Alles, was ich sie wissen lassen will, ist, dass es Zivilisten gibt, Leute, die ein normales, friedliches Leben führen wollen“, sagte sie Anderson Cooper, wobei sie sich als unschuldige Zuschauerin darstellte, die auf friedliche Koexistenz zwischen Israelis und Palästinensern hofft.

Abu Rahmas Geschichte in den sozialen Medien erzählt allerdings etwas ganz anderes: HonestReporting deckte zahlreiche Posts auf, in denen sie das Hamas-Massaker vom 7. Oktober feierte, Gewalt gegen Israelis verherrlichte und antisemitische Ansichten zum Ausdruck brachte. Am Tag des Angriffs twitterte sieh mit offensichtlichem Entzücken von der Invasion israelischer Gemeinden, äußerte sogar den Wunsch bei der Gewalt mitzumachen. Bei einem anderen Fall klagte sie, das Adolf Hitler seinen Holocaust an den Juden nicht zu Ende geführt habe.

Als „Interessenvertretung“ maskierter Hass

HonestReporting hat zudem Beispiele dafür gefunden, dass Medienorgane sich auf Einzelpersonen aus Wohlfahrtsorganisationen oder auf Aktivisten verlassen, deren Online-Präsenz ein Muster der Propagierung extremistischer Ansichten oder der Verbreitung von Desinformation offenbart.

Die BBC zitierte in einem aktuellen Beitrag die im Gaza ansässige Lobbyistin für eine britische Wohlfahrtsorganisation Tarneem Hammad; in dem Beitrag wurde ihre Arbeit für „Gerechtigkeit und Frieden“ angeführt:

Tarneem Hammad, im mittleren Gazastreifen ansässige Lobbyistin für die britische Organisation Medical Aid for Palestinians, sagte: „40.000 Leben im Gazastreifen verloren – eine verheerende Erinnerung daran, das hinter jeder Zahl eine Geschichte steckt, eine Familie, eine gestohlene Zukunft. Das gewaltige Ausmaß darf uns nicht abstumpfen, sondern muss unsere Entschlossenheit entzünden nach Gerechtigkeit und Frieden zu streben und einen Waffenstillstand zu fordern. Es sollte kein Leben mehr verloren gehen.“

Aber kurz nach dem Angriffe vom 7. Oktober twitterte Hammad Unterstützung für das horrende Massaker:


Diese Einsätze sind nicht kostenlos, sie sind für uns keine Quelle der Unterhaltung. Es gibt seit gestern mehr als 300 Märtyrer, so die niedrigsten Schätzungen. Und der Feind bombardierte in weniger als 24 Stunden mehr als 500 Heime, von denen ein großer Teil mit denen darin zerstört wurden. Diejenigen, die den Feind hinter den Grenzen bekämpfen, haben nicht nur ihr Leben geopfert, sondern auch ihre Heime und das Leben ihrer Familien und Verwandten.

Die ehemalige Amnesty-Aktivistin Hind Khoudary wurde von der BBC, der Washington Post, Assoicated Press und dem Indipendent im Gazastreifen als Quelle genutzt, bevor sie als Hamas-Kollaborateurin entlarvt wurde, deren Informationen zur Verhaftung von palästinensischen Friedensaktivisten führte. 2020 informierte sie [die Hamas] über Gazaner, die sich an einem Friedensdialog mit Israelis beteiligten, was ihre Inhaftierung und Anklage wegen „Hochverrat“ zur Folge hatte.

Scheinquellen

Dass die internationalen Medien sich auf Aussagen von Augenzeugen im Gazastreifen verlassen, ist zu erwarten. Es ist allerdings inakzeptabel sie als glaubwürdige Journalisten, medizinische Mitarbeiter, Aktivisten oder unbeteiligte Zuschauer zu präsentieren, wenn sie in einigen Fällen eine Geschichte der Verbreitung von gewalttätiger Pro-Terror-Rhetorik haben.

Diese Quellen mit ihren besorgniserregenden Ansichten formen das Verständnis des westlichen Publikums zum Konflikt. Medienorgane versagen bei ihrer grundlegendsten Pflicht, der gebotenen Sorgfalt; denn sie überprüfen die Leute nicht ordentlich, auf die sie sich bei Informationen verlassen.

Reuters-Journalist teilte am 7. Oktober terroristische Propaganda, verbreitete online antisemitische Inhalte

15. August 2024

HonestReporting, 7. August 2024

Ein Video-Journalist von Reuters in der Westbank teilte am 7. Oktober terroristisch Propaganda und verbreitete antisemitische Inhalte unter Verweis auf „die israelische Zionazi-Besatzung“, zeigte eine Umfrage auf seinem X (früher twitter) -Account.

Hamuda Hassan teilte auch pro-palästinensische, israelfeindliche Posts über „Völkermord“ im Gazastreifen und „die Ungerechtigkeit in Palästina“.

Die Reposts durch Hassan, der seit mehr als drei Jahrzehnten für Reuters gearbeitet hat, werfen ernste Fragen zu seiner journalistischen Objektivität und den Standards von Reuter auf, bedenkt man, dass viele seiner Kollegen in den großen Nachrichteagenturen als Follower seines Accounts in den sozialen Medien aufgeführt sind.

Am 7. Oktober repostete Hassan während des von der Hamas angeführten Massakers in Südisrael ein Bild, das seinen Terroristen des Islamischen Jihad zeigt, der mit einer alten Israelin posierte, die das Sieges-V zeigt, während sie eine AK-47 hält. Die Bildbeschreibung dazu bezeichnet sie als Kriegsgefangene (POW), nicht als Geisel.

Ein solch böses Propagandastück zu teilen, das eindeutig darauf abzielt eine hilflose Zivilistin zu demütigen, ist journalistisch nicht zu rechtfertigen. Statt ein Nachrichten-Update zu posten, entschied sich Hassan Inhalte zu reposten, die den „Sieg“ der Terroristen verherrlichen und Geiselnahme legitimieren.

Einen Monat später repostete Hassan Inhalte mit Bezug auf die „israelische Zionazi-Besatzung“.

Laut der Arbeitsdefinition für Antisemitismus der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) ist es antisemitisch Gleichsetzungen zwischen zeitgenössischer israelischer Politik und den Nazis zu ziehen.

Solch vergiftete Begrifflichkeiten zu verwenden ist genauso gefährlich wie ihre Niederschrift.

Aber Hassan scheint Bedenken zu haben seinen Account als politische Plattform zu verwenden.

Im letzten Februar repostete er mit offensichtlichem Bezug auf den Krieg im Gazastreifen, eine pro-palästinensische, israelfeindliche Grafik, deren Beschreibung lautete: „Wir kann uns nicht gut gehen, wenn wir rund um die Uhr live auf unserer Handys einen Völkermord zusehen:

Als Journalist hätte Hassan es besser wissen müssen. Einen Monat zuvor entschied der Internationale Gerichtshof NICHT, dass Israels Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen plausibel als Völkermord betrachtet werden kann. Aber wahrscheinlich macht eine solche Anschuldigung für jemanden Sinn, der Israel als gleichwertig mit dem Nazi-Regime betrachtet.

Weitere Reposts Hassans geben seine pro-palästinensische Aktivisten-Agenda preis. Im Juli 2023 repostete er das Bild einer Faust in den Farben der palästinensischen Flagge, die aus der Parole „Free Palastine“ [sic] hervortritt. Die Beschreibung dazu lautete: „Wer ist bei mir?“

Und mehrere Wochen zuvor repostete er das Foto eines Demonstranten, der ein Schild hielt, auf dem auf Englisch stand: „Hört auf die Ungerechtigkeit in Palästina zu ignorieren.“ Dazu stand dabei: „Gebt es weiter!“

Laut der Reuters-Datenbank ist der in Ramallah ansässige Hassan an der Produktion von Multimedia-Nachrichten aus der gesamten Region beteiligt ist, einschließlich des Gazastreifens und des Libanons.

Sein Einfluss auf die Nahost-Berichterstattung der Firma dar also nicht unterschätzt werden.

Die unvermeidliche Frage lautet: Kann jemand, der offen Terroristen-Propaganda teilt, antisemitische Inhalte verbreitet und pro-palästinensischen Aktivismus fördert, seine widerlichen Ansichten von seinem Journalismus trennen und objektiv über Israel berichten? Und wie kann er sogar seinen israelisch-jüdischen Kollegen in die Augen sehen, nachdem er solch beleidigende Inhalte verbreitete?

Reuters mit seinem Moralkodex und „Vertrauensprinzipien“ ist stolz auf seine „Integrität, Unabhängigkeit und Freiheit von Voreingenommenheit“.

Aber Vertrauen kann einem Nachrichtenmedium nicht gewährt werden, das jemanden beschäftigt, der offen dagegen verstößt.

Weil Hassans Bosse von seinen inakzeptablen Aktivitäten in den sozialen Medien wussten und sie ignorierten – macht sie ebenfalls schuldig.

Wenn sie es nicht wussten – welchen sonstigen niederträchtigen Einflüssen in ihrer Nahost-Berichterstattung sind sie sich sonst noch nicht bewusst?

Wie die UNRWA ihre falschen Gaza-Lebensmitteldaten vertuscht

1. August 2024

HonestReporting, 9. Juli 2024

Von der UNRWA veröffentlichte neue Daten zu einer angeblichen „Hungersnot“ im Gazastreifen hat Schlüsselfragen aufgeworfen.

Steht eine Hungersnot unmittelbar bevor? Gab es überhaupt eine Hungersnot? Oder ist das angebliche Risiko eine Hungersnot vorbei?

Die Antworten haben sich verändert und widersprechen einander.

User auf X (früher twitter) haben die sich verändernden Behauptungen der UNO verfolgt. Hier ist etwas Kontext:

UNRWA aktualisiert ständig eine Datenbank, die detailliert die Menge an Hilfe aufführt, die in den Gazastreifen geht, einschließlich Lebensmitteln und humanitärer Hilfe. Aber diese Datenbank ist zutiefst fehlerhaft. Im April begannen Leute auf die Ungenauigkeiten hinzuweisen; beispielsweise:

  1. Geplündertes Material wurde vor der Öffentlichkeit verborgen.
  2. Kommerzielles Material wurde ausgeklammert.
  3. Material wurde falsch kategorisiert. Zum Beispiel wurde Mehl als „Nicht-Lebensmittel“ eingeordnet, aber Decken in der Kategorie „Lebensmittel“ aufgeführt.

Diese Fehler und andere machten die UNO-Daten nichtig. Nachdem sie auf X deswegen angeprangert wurde, nahm die UNO ihre Datenbank im Juni vom Netz, um die Fehler in Ordnung zu bringen.

Im Juni stellte die UNRWA ihre Datenbank wieder in, mit Behebung der offensichtlichen Kategorisierungsfehler, obwohl es nicht so scheint, dass sich darüber hinaus etwas korrigiert wurde. Stattdessen hat die UNO jetzt beschlossen ihren Daten HaftungsHaftungsausschlusserklärungen hinzuzufügen, die ihrem Publikum im Grund sagt, dass die Daten falsch sind, dass sie sie aber trotzdem weiter veröffentlichen.

HaftungsHaftungsausschlusserklärung 1: „Diese Seite zur Lieferung und Nachverfolgung zeichnet derzeit nur UNO-LKWs auf, die über die Landübergänge Rafah und Kerem Schalom in den Gazastreifen einfahren.“

Hier zählen sie weiterhin nur von UNO-LKWs gelieferte Hilfe und nur Hilfe, die von zwei Punkte kommt: Rafah und Kerem Schalom. Laut COGAT „läuft ein humanitärer Hilfskanal über Jordanien und zusätzlich Hilfskanäle befinden sich in Planung“. Am 29. Juni z.B. „wurden 32 Hilfs-LKWs über die jordanische Route koordiniert“. Es gibt auch Hilfe, die über Luftabwürfe eingebracht wird, die nicht in die Statistiken eingeht.

Haftungsausschlusserklärung 2: „Dazu gehören Teillieferungen von INGOs und dem Roten Kreuz, kommerzielle Akteure sind nicht eingeschlossen.

Einmal mehr gibt die UNO zu, dass sie kommerzielle Hilfe ausklammert und nur „Teillieferungen“ einbezieht. Wie viel ist Teillieferung? Selbst die UNO sagt, dass man das nicht sagen kann, aber die Menge an in den Gazastreifen gelieferten Hilfe ist definitiv größer als berichtet wird.

Haftungsausschlusserklärung 3 (unter der Registerkarte „Lebensmittelsicherheit“ der Übersicht): „Zahlen zu Lebensmittelhilfe wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern ermittelt. Daher könnten die vorgelegten Zahlen Doppelzählungen beinhalten.“

Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die UNO vollauf zugibt, dass ihr Datenermittlungsprozess fehlerhaft ist. Doch diese Haftungsausschlusserklärung wurde unten rechts sehr klein auf eine Seite einer ästhetisch und professionell aussehenden Datenpräsentation gedruckt.

Das Ziel der UNRWA-Übersicht: Sie soll als „umfassendes Mittel“ zur Nachverfolgung von Hilfe dienen und der Öffentlichkeit „detaillierte Einsicht“ geben, wie die Zivilisten im Gazastreifen Hilfe erhalten. Während UNRWA behauptet eine „transparente Übersicht“ zu geben, scheint ihre Definition von Transparenz darin zu bestehen einfach Haftungsausschlusserklärungen hinzuzufügen, mit denen zugegeben wird, dass die Daten fehlerhaft sind. Das ist weder „umfassend“ noch „detailliert“. In Wirklichkeit wird manchmal zu viel geschätzt, manchmal zu wenig und sie sind immer unvollständig.

Das Einzige, was an den Daten der UNO stimmt, ist, dass sie falsch sind. Es werden falsche Zahlen veröffentlicht und Behebungsversuche finden mit klein gedruckten Haftungsausschlusserklärungen statt.

UNRWA behauptet, die Übersicht sei eine „unersetzliche Quelle“, die „humanitäre Organisationen stärkt“ um Gaza-Zivilisten zu helfen, aber sie ist auch eine gefährliche, ungenaue Ressource.

Was sie gefährlich macht, ist, dass sie Nachrichtenmedien ermöglicht Israel zu diffamieren, indem sie zitieren, was wie eine glaubwürdige Quelle erscheint.

Die Medien zitieren ungenaue  Informationen der UNO, die dann von den Meiden großgeschrieben werden; beide schaden dabei Israel – und der Wahrheit.


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