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Euro-Med Monitor entlarvt: Ramy Abdus Terror-Verbindungen und Desinformationskampagnen

2. Juni 2026

Sharon Levy, HonestReporting, 24. Mai 2026

Der Euro-Mediterranean Human Rights Monitor rühmt sich, eine gemeinnützige Organisation zu sein, die sich für Menschenrechte in Europa sowie im gesamten Nahen Osten und Nordafrika einsetzt.

Doch hinter dieser Menschenrechtsfassade steht eine Organisation mit dokumentierten Verbindungen zu Terrororganisationen, die wiederholt israelfeindliche Verschwörungstheorien verbreitet hat und damit ernsthafte Fragen nach der Glaubwürdigkeit ihrer Behauptungen und ihrem Einfluss auf die internationale Berichterstattung aufwirft.

Hamas-Verbindungen

Aber das Problem geht über einfache Voreingenommenheit hinaus. Eine genaue Untersuchung der Führung der Organisation, angefangen beim Gründer und Vorsitzenden Ramy Abdu, legt größere Bedenken offen.

Der OSINT-Ermittler und Journalist Eitan Fischberger enthüllt, dass Ramy Abdus Bruder, Abdu Saleh Mohammed Ismail, von den italienischen Behörden wegen seiner Rolle in einer Hamas-Finanzierungsoperation gesucht wird, die 7–8 Millionen Euro an die Hamas leitete, unter anderem über die von Mohammed Hannoun geführte Palestinian Solidarity Charity (ABSPP). Hannoun unterliegt US-Sanktionen, weil er als finanzieller Arm der Hamas in Italien fungiert.

Unter dem Decknamen „Abu Khaled“ überwies Ramy Abdus Bruder 462.700 Euro an die Hamas und wurde gebeten ein Treffen in Doha (Qatar) mit dem Hamas-Führer Ismail Haniyeh zu arrangieren, der 2024 von der IDF eliminiert wurde. Im Jahr 2012 wurde Ramy Abdu gemeinsam mit Haniyeh im Gazastreifen fotografiert.

In dem 300 Seiten starken Dokument, das das Spendensammel-Netzwerk beschreibt, erscheint der Name Ramy Abdu und bestätigt sowohl seine familiäre Verbindung zu Abdu Saleh als auch seine mögliche Unterstützung des Netzwerks. Eine auf dem ABSPP-Server gefundene Datei, von der angenommen wird, dass sie sich auf Ramy Abdu bezieht, zeigt umfangreiche finanzielle Aktivitäten und weist mehr als 1,1 Millionen Dollar an eingegangenen sowie etwa 1,2 Millionen Dollar an über das Netzwerk weitergeleiteten Beträgen aus.

Die Gerichtsakte führt außerdem Abdus Wohnsitz als Istanbul in der Türkei auf, obwohl Euro-Med Monitor als Organisation in Genf registriert ist. Die Verbindung der Hamas zur Türkei hat sich nach den Anschlägen vom 7. Oktober weiter verstärkt; sie bietet Terroristen einen Zufluchtsort sowie einen Rahmen für finanzielle Transaktionen.

Im Jahr 2013 tauchte Abdu gemeinsam mit aktuellen und ehemaligen Vorsitzenden des Euro-Med Monitor auf einer israelischen Liste auf, die sie als „main operatives and institutions“ (wichtigste Agenten und Institutionen) der Hamas in Europa bezeichnet, was bestätigt, dass die mutmaßlichen Verbindungen zur Terrororganisation über seine Familienmitglieder hinausgehen.

Verschwörungstheorien

Euro-Med Monitor stand hinter einigen der haltlosesten und extremsten Anschuldigungen und Verschwörungstheorien gegen Israel und nutzte dafür regelmäßig Wikipedia. Zu diesen Anschuldigungen gehört die Behauptung, Israel betreibe Organhandel, setze Hunde ein, um Menschen zu vergewaltigen, und begehe scholasticide (die systematische Zerstörung des Bildungssystems im Gazastreifen und die Verweigerung von Bildung für palästinensische Kinder).

In der vergangenen Woche behauptete Abdu, in „Massengräbern“ im Gazastreifen seien Kinder und Babys gefunden worden, „deren Hände mit Kabelbindern gefesselt waren“. Das von ihm verwendete Foto zeigte eine Gruppe von Kabelbindern, ungeschnitten und an keinem Körper befestigt.

Neben dem völligen Fehlen fotografischer Belege für die Massengräber, die Abdu gefunden haben wollte, trugen die Kabelbinder, die angeblich bei Kindern und Babys verwendet worden waren, hebräische Aufschriften mit „chalal“ – dem Begriff für im Kampf gefallene IDF‑Soldaten, zusammen mit ihrer Opfernummer.

Die in den Fotos gezeigten Kabelbinder wirken vollständig unversehrt, ohne Schnitte, Abnutzung oder Spuren einer Bestattung, die darauf hindeuten würden, dass sie an menschlichen Überresten befestigt gewesen wären. Das weist darauf hin, dass sie nicht an palästinensischen Kindern verwendet wurden, sondern vielmehr an Leichensäcken gefallener IDF-Soldaten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Abdu diese Behauptung aufstellt. Im März 2025 veröffentlichte er dasselbe Bild von Kabelbindern mit einer identischen Bildunterschrift und behauptete, im vorangegangenen April seien Massengräber entdeckt worden. Die vage Darstellung, wann diese Gräber „gefunden“ worden seien, scheint darauf ausgelegt zu sein den Eindruck zu erwecken, solche Entdeckungen fänden fortlaufend statt. Wenn der Gründer einer selbsternannten Menschenrechtsorganisation wiederholt dieselbe unbelegte Behauptung verbreitet, untergräbt das jede Glaubwürdigkeit, die die Organisation für sich beansprucht.

Die Verstärkung von Euro-Med Monitor

Trotz zunehmender Hinweise auf Verbindungen zu Terrororganisationen und der Verbreitung falscher Informationen wird die Organisation in den Medien weiterhin als glaubwürdige und unparteiische Menschenrechtsgruppe zitiert.

HonestReporting.ai Labs stellte fest, dass Euro-Med Monitor von März 2025 und Mai 2026 in 28 Medien insgesamt 104-mal erwähnt wurde, darunter CNN, die Associated Press und die New York Times. In rund 90 Prozent dieser Erwähnungen versäumten es die Medien, auf die Vorgeschichte der Organisation bei der Verbreitung israelfeindlicher Verschwörungstheorien und nachweislicher Voreingenommenheit hinzuweisen.

Tatsächlich enthielt die inzwischen berüchtigte Kolumne der New York Times, in der systemische sexuelle Übergriffe an palästinensischen Gefangenen behauptet wurden, einschließlich der Verleumdung der „Vergewaltigung durch Hunde“, mehrere Verweise auf Euro‑Med Monitor.

Während sich die Hinweise auf die Führung der Gruppe, ihre Verbindungen und die wiederholte Verbreitung von Fehlinformationen weiter verdichten, wirft das Versäumnis der internationalen Medien die Organisation kritisch zu prüfen ernsthafte Fragen auf.

Indem große Medien Euro-Med Monitor weiterhin ohne angemessene Prüfung oder Kontext als neutrale Menschenrechtsorganisation darstellen, führen sie ihr Publikum in die Irre und untergraben zugleich die Glaubwürdigkeit legitimer Menschenrechtsorganisationen, die versuchen, universelle Standards objektiv zu wahren.


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