Sharon Levy, HonestReporting, 15. Februar 2026
Was haben Ärzte ohne Grenzen (MSF), Oxfam und World Vision gemeinsam? Alle drei haben bewusst die Wahrheit über den Krieg im Gazastreifen verschleiert, indem sie den Missbrauch ziviler und humanitärer Infrastruktur durch die Hamas verdeckten oder Narrative verbreiteten, die die Taktiken der Terrororganisation verschleiern und die Realität von Israels Krieg gegen die Hamas verzerren.
Nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober tauchten umfangreiche Belege dafür auf, wie die Terrororganisation ihre Operationen in Krankenhäusern, zivilen Gebieten und humanitären Strukturen eingebettet hatte. Doch anstatt sich mit den Konsequenzen dieser Realität auseinanderzusetzen, haben viele internationale NGOs und Institutionen das Ausmaß der Ausnutzung durch die Hamas heruntergespielt, ignoriert oder geleugnet.
In den vergangenen Wochen haben neue Enthüllungen über Ärzte ohne Grenzen (MSF), Oxfam und World Vision gezeigt, wie weit sich gemeinnützige Organisationen von ihren eigentlichen Aufgaben entfernt haben.
Alle drei profitierten in den letzten zweieinhalb Jahren von einem starken „Heiligenschein-Effekt“, bei dem ihr Ruf als humanitäre Akteure kritische Fragen zu ihrem Verhalten, ihrer Glaubwürdigkeit und den von ihnen verbreiteten Narrativen überdeckte. Nun ist dieser vermeintliche Heiligenschein zerbrochen und es wächst die öffentliche Skepsis sowie das Misstrauen gegenüber Organisationen, die lange als neutral und unparteiisch galten.
Ärzte ohne Grenzen (MSF)
Zweieinhalb Jahre lang stand Ärzte ohne Grenzen (MSF) abseits und ignorierte bewusst die dokumentierte Nutzung von Krankenhäusern im Gazastreifen durch die Hamas. Das geschah trotz der überwältigenden Beweise, die während des Krieges veröffentlicht wurden und zeigten, dass die Hamas in denselben Krankenhäusern präsent war, in denen auch MSF tätig war.
Erst in der vergangenen Woche räumte MSF ein, dass die Hamas – wie längst bekannt – das Nasser-Krankenhaus als Terrorbasis nutzte. MSF stellte seine Arbeit in dem Krankenhaus ein und erklärte, dass Mitarbeiter und Patienten von „bewaffneten Männern, teils maskiert“, berichtet hätten, die Zivilisten im Krankenhaus einschüchterten und „willkürliche Festnahmen“ durchführten.
Doch bereits vor einigen Monaten sagten ehemalige israelische Geiseln aus, dass sie den Missbrauch von Krankenhäusern durch die Hamas selbst miterlebt hatten und viele von ihnen sind im Nasser-Krankenhaus festgehalten worden. Dort wurden Waffenlager gefunden und die Hamas nutzte es auch als Basis für Verhöre von Palästinensern. Wo war Ärzte ohne Grenzen (MSF) damals?
Yet several months ago, former Israeli hostages testified that they had witnessed Hamas’ abuse of hospitals firsthand, and many were held in Nasser. Stockpiles of weapons have been found in the hospital, and Hamas has also used it as a base to interrogate Palestinians. Where was MSF then?
Als die israelischen Streitkräfte im Nasser-Krankenhaus operierten, beschuldigten die Medien umgehend Israel und deckten die Hamas. Jetzt, nachdem Ärzte ohne Grenzen (MSF) den Missbrauch im Krankenhaus eingeräumt hat, ist von den Medien nichts mehr zu hören.
World Vision
Genauso zeigte NGO Monitor öffentlich Hamas-Dokumente, die eindeutig beweisen, dass World Visions Mitarbeiter Mohammed El-Halabi zu den Funktionären der Terrororganisation gehörte. El-Halabi wurde zuvor von internationalen Hilfsorganisationen als „preisgekrönter“ Mitarbeiter dargestellt.
2022, nachdem El-Halabi von Israel verhaftet und in mehreren Anklagepunkten – darunter Mitgliedschaft in der Hamas – für schuldig befunden worden war, hielt HonestReporting fest, dass Medienberichte das Urteil infrage stellten, allein aufgrund seiner Anstellung bei World Vision. Doch genau diese Anstellung ermöglichte es ihm die Hamas unbemerkt zu unterstützen.
Der Fall El-Halabi steht exemplarisch für eine breitere Zurückhaltung innerhalb der Medien- und NGO-Landschaft, sich mit Belegen für eine Hamas-Infiltration in angesehenen internationalen Organisationen auseinanderzusetzen. Selbst nachdem NGO Monitor neue Erkenntnisse veröffentlichte, zeigte ein Großteil der internationalen Medien kaum Interesse die Geschichte mit derselben Dringlichkeit erneut aufzugreifen, mit der man ihn zuvor verteidigt hatte.
Oxfam
Der Missbrauch von NGOs beschränkt sich nicht darauf, dass Hamas-Mitglieder sich in die Infrastruktur von Krankenhäusern oder Organisationen einschleusen. Oxfam, eine globale NGO, die sich dem Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit verschrieben hat, wurde ironischerweise von ihrer ehemaligen Geschäftsführerin des „Rassismus, Sexismus und Antisemitismus“ beschuldigt.
Helima Begum erklärte in einem Interview mit Channel 4 News, dass die Organisation „rund um die Krise im Gazastreifen unverhältnismäßig stark aktiv gewesen“ sei und sogar den Begriff „Genozid“ ohne jegliche Belege verwendet habe, was einen Mangel an Neutralität innerhalb der Organisation offenlege.
Der Mangel an Neutralität beschränkt sich nicht auf Oxfam, sondern ist Teil eines größeren Problems in globalen Institutionen. Die ehemalige leitende Redakteurin von Human Rights Watch (HRW), Danielle Haas, stellte kürzlich ebenfalls fest, dass die Organisation „spaltende, aggressive Taktiken belohnte – besonders, wenn sie sich gegen Israel richteten“. Als Haas das „fehlende Gleichgewicht“ innerhalb der Organisation ansprach, wurden ihre Bedenken abgetan. In einem Fall, als sie einen Bericht über Mohammed El-Halabi redigierte, bat sie darum, die konkreten Anklagepunkte gegen ihn aufzunehmen, um den notwendigen Kontext zu liefern. Ihre Bitte wurde mit der Begründung abgelehnt, die Anklagepunkte seien „abwegig“.
Das Vorhandensein tief verwurzelten Antisemitismus und politisierten Framings innerhalb solcher Organisationen wirft ernste Fragen zu ihrer moralischen Autorität und ihrer weltweiten Glaubwürdigkeit auf. Denn wenn es um Israel geht, sind sie offensichtlich nicht daran interessiert, die Neutralität zu wahren, die sie für sich beanspruchen.
Die Fälle von MSF, World Vision und Oxfam zeigen, wie humanitäre Organisationen vereinnahmt werden können, um terroristische Akteure zu schützen, während sie gleichzeitig die Glaubwürdigkeit ihres eigenen Auftrags untergraben. Diese Organisationen haben dazu beigetragen ein Narrativ aufrechtzuerhalten, das die Hamas vor Verantwortung schützt und zugleich die Glaubwürdigkeit jener humanitären Prinzipien beschädigt, die sie angeblich vertreten.
Das ist erst der Anfang. In den kommenden Monaten werden wahrscheinlich immer mehr Informationen ans Licht kommen, einschließlich einer Bestätigung der israelischen Darstellung, die so oft entweder ignoriert oder von Medien angegriffen wurde, die es vorziehen die Behauptungen der Hamas als Fakten zu behandeln.
Doch wird die Presse diese Geschichten überhaupt aufgreifen – geschweige denn etwas zurücknehmen, wenn die Beweise unumstößlich sind?

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