Komplizenschaft anprangern: Warum haben die Medien es versäumt angesichts entscheiden kompromittierte Journalisten zu handeln?

Verfasst 24. April 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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HonestReporting (Mitarbeiter), 24. November 2024

Wenn wir etwas aus der Berichterstattung aus dem Gazastreifen des letzten Jahres gelernt haben, dann das, dass es so etwas wie professionellen Journalismus innerhalb des Streifens praktisch nicht gibt. Bei zahlreichen Gelegenheiten hat HonestReporting die Journalisten des Gazastreifens entlarvt, die sich von objektiver Berichterstattung selbst disqualifiziert haben. Manche haben öffentlich ihren Antisemitismus oder ihre unverhohlen antiisraelische Einseitigkeit ausgedrückt. Andere sind als aktive Unterstützer oder Freunde der Hamas.

Medienorgane sind gegen einige dieser entlarvten Journalisten und ihre Namen sind in den Verfasserzeilen der Berichte der Mainstream-Medien aus dem Gazastreifen nicht mehr zu finden. Aber andere haben weiter berichtet, da die Medien es vorziehen das Thema unter den Teppich zu kehren, weil sie hoffen, dass das Problem einfach verschwindet.

Eilmeldung: Wird es nicht.

Es reicht nicht aus die einseitigen, antisemitischen oder Terror unterstützenden Journalisten zu entlarven. Es ist an der Zeit die sechs Medienorgane bloßzustellen, deren schweigen 20 einseitige Journalisten geschützt hat.

HonestReporting startet eine Kampagne in den sozialen Medien, um diese Medien zur Verantwortung zu ziehen. Wir fordern, dass sie aufhören diese „Journalisten“ zu israelbezogenen Themen berichten zu lassen.

Reuters

Die Agentur beschäftigt immer noch acht Journalisten, die wegen Eindringens nach Israel, einseitiger Ansichten oder unethischer Verbindungen zur Hamas entlarvt wurden.

  • Yassir Qudih: Drang am 7. Oktober nach Israel ein und wurde von der Hamas geehrt. Er gewann zudem mit den Fotografen von Reuters den Pulitzer-Preis 2024.
     
  • Doaa Rouqa und Hamuda Hassan: Es wurde nichts unternommen, nachdem sie Bilder von den Gräueln des 7. Oktobers feierten.
     
  • Timour Azhari, Bürochef Irak: Berichtet über den Konflikt zwischen Israel und Hisbollah, dämonisiert Israel aber online.
     
  • Suhaib Jadallah Salem, Mohammed Jadallah Salem, Fadi Shanaa und Ibrahim Abu Justafa: Sie alle erhielten Preise von der Hamas. Aber die Agentur hat keine Probleme damit oder mit den Utensilien der Terrorgruppe, die das Reuters-Büro schmücken:

Associated Press

Die Nachrichtenagentur beschäftigt weiterhin sieben Journalisten, die entweder nach Israel eindrangen oder mit Terrororganisationen kollaborieren:

  • Die Agentur hat nichts gegen Hatem Ali und Ali Mahmud unternommen, die am 7. Oktober genau an der richtigen Stelle waren, um Bilder von in den Gazastreifen verschleppten Israelis zu schießen:
  • Adel Hana, Hatem Moussa, Fatima Shbair und Khalil Hamra: Alle nahmen an offiziellen Hamas-Propagandaveranstaltungen teil, wurden und werden aber von der AP verteidigt. Adel Hana gab auch Medienkurse für das von der Hamas geleiteten Informationsbüro.
     
  • Mohammed Zanaty: Ein libanesischer Kameramann, der online einen verbündeten der Hisbollah unterstützte, doch die AP schwieg hierzu.

AFP

Die Agentur stand zu Mohammed Baba, einem Fotojournaliten, der an einer Hamas-Werbeveranstaltung teilnahm und von der Terrororganisation geehrt wurde:

Wall Street Journal, New York Times und CBS News

Absolut nichts wurde gegen die folgenden Journalisten unternommen:

  • Abeer Ayyoub, WSJ: Teilte Terroristen-Propaganda
     
  • Samar Abu Elouf, NYT: von der Hamas als „Arbeitspartner geehrt
     
  • Yousef Masoud, NYT: infiltrierte am 7. Oktober Israel
     
  • Marwan al-Ghoul, CBS News: Sprach bei einer offiziellen Veranstaltung der PFLP, einer geächteten Terror-Organisation

Diese 20 identifizierten Journalisten haben bewiesen, dass sie nicht objektiv über Israel berichten können.

Es ist längst an der Zeit, dass diese Medien und Journalisten zur Verantwortung gezogen werden.

Wie Sie helfen können

Handeln Sie jetzt. Fordern Sie von Reuters, AP, AFP, der New York Times, dem Wall Street Journal und CBS News Rechenschaft: Diesen Journalisten darf nicht länger erlaubt werden eine respektable Publikation über Israel zu berichten.

Gehen Sie auf unsere Seite Call Out Complicity (Komplizenschaft aufdecken), wo sie die Petition unterschreiben können; schicken Sie E-Mails an Herausgeber und posten den Inhalt unserer Kampagne in sozialen Medien.

Wir müssen laut werden.

Wir müssen Taten fordern.

Wie die CPJ Völkerrecht umdefiniert, um Terroristen als Journalisten zu bezeichnen

Verfasst 3. April 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, NGOs

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Chaim Lax, HonestReporting, 13. Februar 2025

In der Zusammenfassung des letzten Jahres hat das Committee to Protect Journalists (CPJ – Komitee zum Schutz von Journalisten) behauptet, 2024 sei das tödlichste Jahr für Journalisten in der Geschichte der Organisation gewesen, wobei Israel für fast 70% der getöteten Medienschaffenden verantwortlich sei.

2024 das tödlichste Jahr für Journalisten; fast 70% von Israel getötet

Da dies eine erstaunliche Statistik ist, stellt sich die Frage: Wie bestimmt das CPJ, wer der Datenbank der toten Medienleute hinzugefügt wird oder nicht? Und weiter gefragt: Wen betrachtet die Organisation als Journalisten?

Laut ihrer Kriterien nimmt das CPJ Journalisten in ihre Datenbank auf, wenn man „hinreichende Gründe dafür hat zu glauben, dass sie in Verbindung mit ihrer Arbeit getötet worden sein könnten: entweder in einer Konfliktzone oder bei einem gefährlichen Auftrag versehentlich getötet oder vorsätzlich wegen ihrer journalistischen Tätigkeit getötet.“

Man könnte zwar glauben, dass die Liste des CPJ sich auf diejenigen konzentriert, die wegen ihrer Berichterstattung getötet worden sind, womit die Aufmerksamkeit auf die Gefahren gelenkt wird, Journalist in feindlichen Gesellschaften zu sein, aber tatsächlich wird die Liste erweitert, um jeden einzuschließen, der behauptet in den Medien zu arbeiten und in einem Kriegsgebiet getötet wurde, selbst wenn sie zum Zeitpunkt ihres Todes nicht aktiv journalistischen Pflichten nachgingen.

Diese weit gefassten Kriterien erlauben es dem CPJ die Fälle der Geschwister Abu Skheil (wird auch Abu Sakhil geschrieben) einzubeziehen und hervorzuheben, obwohl sie getötet wurden, während sie sich an der Seite ihres Vaters in einer Schule im Gazastreifen befanden, die zu einem Bunker gemacht worden war; der Vater war der Operationschef des Islamischen Jihad im Gazastreifen.

zwei Journalisten-Geschwister … die zusammen mit ihrem Vater getötet wurden…

Wenn es darum geht zu definieren, welche Journalisten qualifiziert sind in die Datenbank der Medienschaffenden aufgenommen zu werden, schreibt das CPJ, nicht dazu gehören

Journalisten, wenn es Beweise gibt, dass sie zur Zeit ihres Todes zu unmittelbar bedrohender Gewalt aufstachelten oder direkt als Kombattanten an bewaffneten Konflikten beteiligt waren. Laut dem humanitären Völkerrecht gelten Journalisten, die zu einem bewaffneten, nichtstaatlichen Akteur gehören – auch wenn dieser von manchen Ländern als Terrororganisation eingestuft wird – als Zivilisten, nicht als Kombattanten, sollten sie sich nicht direkt an den Feindseligkeiten beteiligen.

Diese Kriterien erlauben es dem CPJ Medienschaffende mit Verbindungen zur Hamas und dem Islamic Jihad TV sowie Radiosendern in ihre Liste getöteter Journalisten aufzunehmen.

Ein Beispiel: Seit Israel seinen Krieg gegen die Hamas nach den Gräueltaten vom 7. Oktober begann, hat das CPJ Leute wie Hamza Murtaja (der Berichten zufolge dem militärischen Arm der Hamas angehörte), Mustafa Thuraya (der Berichten zufolge als stellvertretender Truppführer der Hamas diente) und Mohammed Jarghoun (der Berichten zufolge in den Al-Qassam-Brigaden der Hamas diente) in seine Liste aufzunehmen.

Laut dem Völkerrecht „verliert ein Journalist, wenn er sich direkt an Feindseligkeiten beteiligt … eine Immunität und wird zu einem legitimen Ziel“.

Es sollte deutlich gemacht werden, dass es, wenn es um „nicht-internationale bewaffnete Konflikte“ geht (worunter Israels Krieg gegen die Hamas fällt), einen Kombattanten, der direkt an den Feindseligkeiten teilnimmt“, nicht nur dann als einen solchen betrachtet, wenn eine Person aktiv an Kampfhandlungen beteiligt ist, sondern im weiteren Sinne als

eine Einzelperson, deren kontinuierliche Funktion die Vorbereitung, Ausführung oder Leitung von Operationen umfasst, die einer direkten Teilnahme an Feindseligkeiten im Auftrag einer organisierten bewaffneten Gruppe umfasst, wird als Mitglied dieser Gruppe („kontinuierliche Kampffunktion“) und für die Dauer dieser Mitgliedschaft seinen Schutz vor den Gefahren verliert, die aus Militäroperationen.

Damit hätten entsprechend des Völkerrechts und der eigenen Kriterien der CPJ die oben angeführten Beispiele von Hamas-Terroristen, die als Journalisten tätig waren, nicht in die CPJ-Datenbank getöteter Medienschaffenden aufgenommen werden dürfen.

Wie rechtfertigt das CJP dann die Aufnahme dieser Terroristen-Journalisten in ihre Liste?

Es scheint so, dass das CJP einfach die Beweise ignoriert, die Israel gegen diese Journalisten vorgelegt hat und sie implizit von allem Fehlverhalten freispricht.

Zum Beispiel werden zwei im Jahresendbericht aufgeführten Gaza-Journalisten Hamza Al-Dahdouh und Ismail al-Ghoul.

Die IDF hat Beweise vorgelegt, dass Al-Dahdouh Mitglied des Elektroingenieurseinheit war und zuvor stellvertretender Befehlshaber der Raketentruppe der Zeitoun-Brigade; und Al-Ghoul war Mitglied der Hamas-Elitetruppe Nukhba Force und war bei den Angriffen vom 7. Oktober dabei.

Doch statt die Manipulation des Journalismus im Gazastreifen durch international verbotene Terrororganisationen, wies das CPJ die Beweise zurück und nahm diese Terroristen in die Liste der getöteten Medienschaffenden auf.

Eilmeldung: Die IDF deckt auf, dass Hamza al-Dahdouh, der im Gazastreifen früher diese Woche getötete „Journalist“, Mitglied des Raketenbau-Apparats des Palästinensischen Islamischen Jihad war.
Hier ist das PIJ-Dokument, das Hamzas Namen trägt.

Als Organisation, die sich der Verteidigung von Journalisten weltweit widmet, sollte das CPJ an vorderster Front der Kampagne stehen, um den Missbrauch journalistischer Schutzrechte durch Terrororganisationen im Gazastreifen zu beenden und den geheiligten Status der blauen Presseweste zu schützen.

Statt aber das zu tun, ist das CJP dem Beispiel anderer Organisationen gefolgt und hat das Völkerrecht umdefiniert, um den jüdischen Staat und seine Bemühungen seine Bürger zu schützen, zu verunglimpfen.

„50.000 Tote im Gazastreifen“ und „Ramadan-Frieden zerstört“: Medien entschlossen alte Fehler zu wiederholen

Verfasst 27. März 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 24. März 2025

Der Krieg im Gazastreifen wurde letzte Woche wieder aufgenommen, nachdem die Hamas eine Verlängerung des Waffenstillstands ablehnte, der von ihr gefordert hätte die verbleibenden israelischen Geiseln freizulassen – von denen man annimmt, dass die Hälfte schon tot ist. In Reaktion führte Israel gezielte Luftangriffe durch.

Unterdessen haben sich die anderen Handlanger des iranischen Regimes, die Houthis, dem Angriff an – starteten eine ballistische Raketen aus dem Jemen, während die Hamas Raketen aus dem Gazastreifen schoss. Der Houthi-Angriff schickte hunderttausende israelische Zivilisten am Sonntagmorgen Schutz suchend in die Bunker.

Am 18. März eliminierte die israelische Luftwaffe zahlreiche ranghohe Hamasführer, darunter den Leiter ihres Innenministeriums und den Operationschef ihres internen Sicherheitsdienstes. Das waren bedeutende chirurgische Treffer.

Als erste große Operation der IDF seit Beginn des vorübergehenden Waffenstillstands mussten die Angriffe Schlagzeilen machen. Beunruhigend ist jedoch, wie schnell die Medien zu alten Gewohnheiten zurückkehrten – und wieder einmal die Opferzahlen der Hamas nachplapperten, ohne eine Spur von Skepsis oder Kontext.

Es war eine düstere Wiederholung des Debakels vom Al-Ahli-Krankenhaus im Oktober 2023, bei dem große Medien sich beeilten Israel für eine Explosion verantwortlich zu machen – die sich später als fehlgeschossene Rakete des Islamischen Jihad erwies – die einen Krankenhaus-Parkplatz traf, nicht das Krankenhaus selbst; getötet wurde nur ein Bruchteil der „500“ ursprünglich behaupteten Opfer. Aber die Hamas wusste, dass sie keine Fakten braucht – sie konnte auf willfährige Journalisten zählen, die die Lüge verstärken.

Und hier geht’s wieder los. Am Dienstag erbrachen die New York Times, CNN, AP, BBC, The Guardian, TIME dieselbe Schlagzeile: „Mehr als 400 Menschen getötet, zumeist Frauen und Kinder, an Gazas tödlichstem Tag seit dem 7. November.“

Ihre Quelle? Das „Gesundheitsministerium in Gaza“. Ein paar Medien murmelten, fast entschuldigend, dass dieses „Ministerium“ von der Hamas geführt wird. Noch weniger erklärten, dass die Hamas nicht zwischen Zivilisten und Kombattanten unterscheidet.

CNN und andere zitierten sogar den palästinensischen UNO-Gesandten Dr. Riyad Mansour, wie er das Blutvergießen im „heiligen Monat Ramadan“ beklagte und darauf bestand, in seiner Tradition „würde niemand während des Ramadan kämpfen“.

Offenbar ist es eine ziemlich neue Tradition, bedenkt man, dass die Hamas am 10. Mai 2021 ein Trommelfeuer an Raketen auf israelische Städte startete – im Ramadan, nur zwei Tage vor Ende des Monats.

Das Gaza-„Gesundheitsministerium“ ist auch die einzige Quelle hinter der neuen Welle an Schlagzeilen von dieser Woche, in der die Zahl der Toten die 50.000 überschritten haben soll.

Einmal mehr führte CNN die Meute an den Zahlen der Hamas Legitimität zu verleihen; sie beschrieben die Zahl als „düsteren Meilenstein für einen Krieg ohne Ende in Sicht, während Israel die Kämpfe wieder aufnimmt und vor noch härteren Tagen warnt“.

Vielleicht in der Erwartung, dass einige Leser die Behauptungen des von der Hamas geführten Ministeriums nicht für bare Münze nehmen würden, wandte sich CNN an diese andere unantastbare Quelle der Klarheit in Sachen Israel – die Vereinten Nationen. Laut der U NO „sind die Mehrheit der Toten Frauen und Kinder“, obwohl „die tatsächliche Zahl viel höher liegen könnte, da man vermutet, dass noch viele Tausende unter den Trümmern liegen“.

Und sie machten alle mit. Einige Medien machten sich nicht einmal die Mühe die Zahl dem „Gesundheitsministerium“ der Hamas zuzuschreiben, wie ein Blick auf die Top-Storys bei Google zeigt: Schlagzeilen, die Israel als rücksichtslos eine „erweiterte Offensive“ eskalierend darstellten, ohne sonderlich Kontext über die Andeutung von Böswilligkeit oder Kollektivbestrafung.

Die Medien scheinen wieder einmal nichts gelernt zu haben. Das Al-Ahli-Debakel irgendwelche Lektionen bot, dann zeigte die atemlose Kopieren-und-Einfügen-Berichterstattung der letzten Woche, dass sie schnell vergessen wurden.

Ein paar Erinnerungen für die Journalisten, denen ihre Standards entglitten sind:

  • Die Opferzahlen des von der Hamas geführte Gesundheitsministeriums sind wiederholt als aufgeblasen und manipuliert entlarvt worden. Eine aktuelle Analyse der Henry Jackson Society stellte fest, dass männliche Kombattanten als Frauen und Kinder falsch angegeben wurde, um den Anteil zu verzerren.
  • Behauptungen, die „Mehrheit“ der Getöteten sind Frauen und Kinder? Wiederholt widerlegt.
  • Israel wirft weiter Flugblätter ab, schickt Textnachrichten und drängt Zivilisten die Zielgebiete zu verlassen. Die Hamas befiehlt den Zivilisten indessen vor Ort zu bleiben – damit ihr Tod als Propaganda eingesetzt werden zu können – während ihre Führer in unterirdische Bunker fliehen.

Also ja: Der Krieg ist wieder aufgenommen worden – und mit ihm der Krieg der Medien gegen die Sorgfalt. Obwohl es, um ehrlich zu sein, nicht klar ist, ob sie den Waffenstillstand überhaupt je eingehalten haben.

Israel wird beschuldigt den Gaza-Waffenstillstand zu zerschmettern – von genau denselben Meiden, die zugaben, dass der schon zu Ende war

Verfasst 20. März 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 18. März 2025

In der Nacht auf Dienstag nahmen die Israelischen Verteidigungskräfte die Militäroperationen gegen die Hamas im Gazastreifen wieder auf; sie beschossen Ziele im gesamten Streifen und ordneten die Evakuierung von Zivilisten aus gefährdeten Gebieten an.

Karoline Leavitt, Pressesekretärin des Weißen Hauses, bestätigte, dass die USA zu Israels Plänen konsultiert wurden; sie erklärte: „Wie Präsident Trump deutlich gemacht hat: Die Hamas, die Houthis, der Iran, alle, die nicht nur Israel sondern auch die Vereinigten Staaten terrorisieren wollen, werden einen Preis dafür zahlen müssen. Die Hölle wird losbrechen“, sagte sie gegenüber Fox News.

Ihre Bemerkungen bestätigten, was Unterhändler in Washington und Jerusalem bereits gesagte hatten: Bemühungen das vorherige Waffenstillstandsabkommen zu verlängern – das im Januar vereinbart wurde und am 1. März auslief – waren gescheitert, weil die Hamas es ablehnte die Bedingungen zu akzeptieren.

Präsident Donald Trumps Gesandter für den Nahen Osten, Steve Witkoff, hatte früher schon bekräftigt, dass die Entwaffnung der Hamas eine Voraussetzung  für jeden langfristigen Waffenstillstand sei: „Eine erster Schritt ist die Entmilitarisierung der Hamas, keine Wiederbewaffnung – sie müssen all ihre Waffen vor Ort lassen und den Gazastreifen verlassen. Wir brauchen eine Frist für die zweite Phase. Die Art, wie die Geiseln festgehalten werden, ist inakzeptabel.“

Ein dauerhafter Waffenstillstand, den es nie gab

Der im Januar vereinbarte Waffenstillstand war nie eine dauerhafte Vereinbarung. Es handelte sich um einen Waffenstillstand in Phasen mit einer ersten Phase, zu der der Austausch von Geiseln gegen Häftlinge gehörte, humanitäre Hilfe für den Gazastreifen und eine Vorkehrung für weitere Verhandlungen – Verhandlungen, die 16 Tage nach Beginn der ersten Phase beginnen sollten, aber nie zustande kamen.

Entscheiden ist, dass in der zweiten Phase – der weder die Hamas noch Israel zugestimmt haben – die Möglichkeit eines dauerhaften Waffenstillstands hätte diskutiert werden sollen. DAs ist nie geschehen.

Die Medien schienen dies vor nur zwei Wochen verstanden zu haben.

Am 3. März berichtete die BBC: „Seit dem 1. März, als Phase 1 auslief, ist der Waffenstillstand in der Schwebe gewesen. Phase 2 hat nicht begonnen und beide Seiten stellten sich stur.“

Nachrichtenagenturen – Reuters, Associated Press und AFP – berichteten am 2. März, dass Israel Hilfe blockiert, „nachdem die erste Phase des Waffenstillstandsabkommens ausgelaufen ist.“

CNN, NBC News und Sky News bestätigten ebenfalls, dass der Waffenstillstand ausgelaufen war.

Bemerkenswerterweise beschuldigen dieselben Medien jetzt Israel einen angeblich dauerhaften Waffenstillstand zu verletzen, indem es im Gazastreifen angreift.

Sky News verkündete in seiner Schlagzeile am Montagabend: „Explosives Ende des Waffenstillstands im Gazastreifen, während Leichen sich nach israelischen Angriffen zu hunderten stapeln.“ [Es gibt nichts „Explosives“ an einem Ergebnis, vor dem wiederholt gewarnt worden war.]

POLITICO stellte Israels Operation unter Verwendung eines Berichts von AP als Massaker dar und behauptete, dass Luftangriffe „mindestens 200 Personen“ bei dem getötet hätten, was sie „die schwersten Angriffe auf das Territorium seit Inkrafttreten eines Waffenstillstands im Januar“ nannte. Insbesondere ließ der Bericht jegliche Quellenanagabe für die schnell gemeldeten Zahlen – Zahlen, die wie immer von der Hamas stammten.

Derweil hielt es der Guardian angebracht die absurde Behauptung der Türkei abzudrucken, Israel habe ein „Massaker“ begangen – eine bemerkenswerte Wortwahl angesichts der Tatsache , dass dieselbe türkische Regierung in vergangene Woche damit verbracht hat syrische Armeekräfte dabei zu unterstützen tausende Alawiten in Syrien zu massakrieren.

CNN erklärte, dass der Waffenstillstand „zerschmettert wurde, weil Israel den Gazastreifen mit einer Welle tödlicher Angriffe bombardierte“; der Sender begann mit den Anschuldigungen der Hamas, Israel habe „die fast zwei Monate andauernde Waffenstillstandsvereinbarung aufgekündigt“ und „setze die Gefangenen im Gazastreifen der Gefahr eines unbekannten Schicksals aus“.

NBC News berichtete: „Mehr als 400 Palästinenser“ wurden getötet, nachdem „die Hamas sagte, Israel habe die Waffenstillstandsvereinbarung verletzt“. Der Sender erwähnte in seiner Zusammenfassung der Ereignisse auch die Behauptung der Hamas, Israel setze „die Gefangenen im Gazastreifen einem unbekannten Schicksal aus“ – ja, „Gefangene“ bezeichnet in diesem Fall die israelischen Geiseln, die am 7. Oktober verschleppt wurden.

Die Wahrheit über die „Waffenruhe“ zwischen Israel und der Hamas

  • Die erste Phase der gestaffelten Waffenstillstandsvereinbarung lief am 1. März aus.
     
  • Die Hamas hat es wiederholt abgelehnt einer Verlängerung zuzustimmen oder den Voraussetzungen für eine zweite Phase zuzustimmen.
     
  • Vor zwei Wochen schienen die internationalen Medien sich dieser beiden Fakten vollkommen bewusst zu sein.

Was hat sich dann geändert?

Natürlich nicht die Fakten. Aber das Narrativ der Medien? Das hat sich geändert.

Stromabschaltung: Widerlegung des Mediennarrativs von der Energiekrise im Gazastreifen

Verfasst 17. März 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Lena Gaber, HonestReporting, 12. März 2025

Der israelische Energieminister Eli Cohen hat die Einstellung der Energieversorgung des Gazastreifens durch Israel angekündigt. Laut großen westlichen Medien – darunter der Guardian, die BBC, ABC News und anderen – soll diese Entscheidung zu einer Apokalypse führen, nicht sofort, sondern sehr bald.

Nehmen Sie z.B. die Berichterstattung von CNN:

„Wasser ist bereits knapp und die Haltung der israelischen Regierung wird diese Krise im Gazastreifen noch verstärken“, sagte der Bürgermeister der Stadt Gaza, Asem Al-Nabih am Montag gegenüber CNN. „Den Strom für den Gazastreifen abzuschalten wird den Bedarf an Wasser zunehmen lassen, besonders den von Trinkwasser.“

„Die Entscheidung wird noch starken Einfluss auf die Entsalzungsbemühungen in der Enklave haben“, so der Bürgermeister von Deir al-Balah im mittleren Gazastreifen, Nizar Ayyasch. „Zusätzlich zu unserer unterbrochenen Versorgungsleitung wird es in der mittleren Region und dem Süden eine Reduzierung von 70% des entsalzten Wasser geben, das man trinken kann“, erklärte Ayyasch.

Oder das hier aus dem Guardian:

Die Hamas beschuldigte Israel der „billigen und inakzeptabel Erpressung“ durch die Entscheidung. „Wir verurteilen die Entscheidung der Besatzung die Stromversorgung des Gazastreifens abzuschalten, aufs Schärfste, nachdem sie ihm Lebensmittel, Medikamente und Wasser vorenthalten“, sagte Izzat al-Rischq, Mitglied des Politbüros der Hamas in einer Äußerung; er fügte an, es sei „ein verzweifelter Versuch unser Volk und seinen Widerstand mit billigen und inakzeptablen Erpressungstaktiken unter Druck zu setzen.“

Die Sorgen der Hamas sind verständlich. Immerhin hatte sie Jahre lang ihr Exklusivrecht den Gazanern Lebensmittel, Medikamente und Wasser vorzuenthalten.

Für jeden mit etwas Grundverständnis der Situation im Gazastreifen ist klar, dass diese Darstellung von der Realität weit entfernt ist.

Israel stellte den größten Teil seiner Energieversorgung für den Gazastreifen nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober ein. Seitdem setzten die Gazaner in erster Linie auf private Generatoren und Solarmodule. Die jüngste Entscheidung des Ministers betrifft hauptsächlich die Entsalzungsanlage in Deir al-Balah, die mehr als 600.000 Gaza-Einwohnern über Tankwagen oder das Wasser-Netzwerk der Regierungsbezirke Deir al-Balah und Khan Junes bedienen. Die Anlage wurde im Dezember 2024 wieder an Israels Stromnetz angeschlossen – ein Ereignis, das fast keine Aufmerksamkeit durch die Medien erfuhr. Seitdem hat sie laut UNICEF etwa 16.000 Kubikmeter Wasser pro Tag produziert.

Einfache Arithmetik zeigt, dass – angenommen, die Anlage arbeitet mit voller Kapazität, die Einstellung des Betriebs in Deir al-Balah für etwa 30% der Versorgung mit sauberem Wasser für Deir al-Balah und Khan Junes sorgt, während CNN und andere unter Nutzung der Information der von der Hamas ernannten Beamten eine Reduzierung von 70% berichteten. Die Medien betonten zudem nicht ausreichend – oder versäumte es ganz zu erwähnen – dass dieser Schnitt nur einen Teil der Bevölkerung des Gazastreifens betrifft, so dass das einer Kürzung der Gesamtmenge des Versorgung des Gazastreifens mit sauberem Wasser nur etwa 8,6% gleichkommt.

Eli Cohens Entscheidung trägt also zwar zur bestehenden Wasserknappheit bei, aber das ist weit davon entfernt katastrophal zu sein oder die Stromversorgung komplett zu stoppen, wie die Medien nahelegen.

Wie haben westliche Medien diese Information zu einer unmittelbar bevorstehenden Apokalypse gemacht?

Die Antwort: Unprofessioneller Journalismus, der es versäumt grundlegende Sorgfalt walten zu lassen. Statt sich auf öffentlich verfügbare Daten zu verlassen, nehmen diese Bericht die Äußerungen von Beamten, die die Hamas eingesetzt hat, für bare Münze.

Hinter den scheinbar neutralen titeln des „Bürgermeisters der Stadt im mittleren Gazastreifen“ oder „Sprecher der Stadt“ stecken Personen, die direkt von der Hamas ernannt wurden. Der Gazastreifen hat seit Jahren unter der totalen Herrschaft der Hamas gestanden, was es praktisch unmöglich macht, dass offizielle Vertreter nicht der Parteilinie folgen. Asem Al-Nabih wurde 2019 von der Hamas ernannt und Nizar Ayyasch – 2024.

Eli Cohens Entscheidung könnte sich an seine innenpolitischen Wähler richten. Die westlichen Medien sind hingegen zu eifrig dabei Israel als Verbrechen gegen die Menschheit, Kriegsverbrechen und reiner Unmoral begehend zu framen – sie stellen diese Entscheidung so dar, als hätte Israel abrupt über Nacht allen Gazanern allen Strom abgestellt.

Bedenken Sie derweil aktuelle türkische Luftangriffe vom November 2024 im von einer Trockenheit heimgesuchten nordöstlichen Syrien. Diese Angriffe schneiden mehr als einer Million Menschen, zumeist Kurden, allen Zugang zu Strom und Wasser ab. Ein Jahr zuvor legten Angriffe auf die Strom-Infrastruktur im Oktober 2023 das Hauptwasserwerk der Region, Alou, still; dieses ist seitdem nicht wieder in Betrieb gegangen. Es gibt einen anhaltenden Konflikt zwischen Türken und Kurden, doch die Türkei hat keinen Angriff der Kurden erlitten, der dem Massaker der Hamas vom 7. Oktober gleichkommt. Trotzdem folgte keine anhaltende internationale Empörung, die mit dem Fall Gaza vergleichbar ist, keine humanitären  Organisationen, die drängende Kampagnen begannen und der Internationale Strafgerichtshof gab keinen Haftbefehl gegen den türkischen Präsidenten Erdoğan aus. Die BBC z.B. hielt lediglich fest, dass Experten sagen, es könnte ein Verstoß gegen das Völkerrecht vorliegen.

Ein blinder Fleck der Medien

Kehren wir zurück zum Gazastreifen: Selbst internationale Hilfsorganisationen schätzen, dass die Hamas genug Treibstoff hat, um die Generatoren etwa 45 Tage weiter zu betreiben. Diese Schätzung hätte allerdings mit höchster Vorsicht getroffen werden sollen, da diese Organisationen es wiederholt versäumten erlässliche Daten zur Hungersnot zu liefern, sie keine ernsthaften Bemühungen gezeigt haben israelischen Geiseln zu helfen und sie dokumentierte Verbindungen zur Hamas haben.

Aber selbst, wenn wir annehmen, ihr Zahlen seien akkurat, dann bleibt die wahre Frage: Was würde eine humane Regierung tun, die sich aufrichtig um die Zivilisten sorgt, um die schlimmen Folgen zu vermeiden, wenn in von 45 Tagen die Energie ausgeht? Und was ist mit den Zivilisten selbst – denen, die sich wirklich um ihr Leben und das Leben ihrer Kinder sorgen?

Es gibt nur eine Antwort: Sie würden die unschuldigen Geiseln freilassen, die jetzt seit mehr als 500 Tagen festgehalten werden. Jetzt denken Sie mal über eine Regierung nach, die das Festhalten von 24 lebenden Geiseln und 35 Leichen über die Versorgung der eigenen Bevölkerung mit Lebensmitteln und sauberem Wasser stellt.

Mit Worten von Golda Meir ausgedrückt: Das Kernproblem ist nicht, dass Israel sich nicht ausreichend um Zivilisten im Gazastreifen kümmert. Es ist, dass Menschen in Israel sich so sehr um ihre Zivilisten sorgen, dass sie bereit sind tausende Mörder freizulassen. In krassem Gegensatz dazu ist es der Hamas, die einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung stellt, viel wichtiger Israel zu vernichten, als sich um das Wohlergehen ihrer Zivilisten zu kümmern – einschließlich der Kinder.

Und so sollten vertrauenswürdige Medien das auch zeigen.

Eine kurze Geschichte der israelischen Siedlungen von 1967 bis heute

Verfasst 13. März 2025 von spotplenni
Kategorien: Geschichte, Israel

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Chaim Lax, HonestReporting, 17. September 2024

Ob in den Mainstream-Medien, der akademischen Welt oder bei einen zwanglosen Gespräch unter Freunden: Jede Diskussion über israelische Politik wird das Thema „israelische Siedlungen“ auf.

Aber warum ist der Begriff „israelische Siedlungen“ in das Popular-Lexikon eingegangen, wie viel weiß der Durchschnittsbürger wirklich über sie?

Lassen Sie uns einen Blick auf die Geschichte der israelischen Siedlungen von Entstehung 1967 bis heute werfen.

Die ersten Siedlungen (1967/1968)

Im Juni 1967 führte Israel einen Verteidigungskrieg gegen die Armeen von Ägypten, Jordanien und Syrien. Nach sechs Tagen Kämpfen hatten die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) gesiegt und nicht nur die Militärs der Feinde von ihrer Grenze zurückgetrieben, sondern auch die Kontrolle über große Gebiet gewonnen: die Wüste Sinai und den Gazastreifen von Ägypten, die Golanhöhen von Syrien und Ostjerusalem sowie die Westbank von Jordanien.

Bald nach Kriegsende begann Israel Basisinitiativen zur Gründung von Gemeinden in diesen neuen Gebieten. Diese Israelis betrachteten diese Gemeindebau als Fortsetzung des Pioniergeistes, der die jüdische Gemeinschaft vor der Gründung des Staates Israel durchdrungen hatte.

Die meisten dieser frühen Siedlungen, die klein an Zahl waren, wurden in Bereichen gegründet, die vom Alon-Plan als von strategischer Bedeutung ausgewiesen wurden.

Der Alon-Plan, den der israelische Arbeitsminister Yigal Alon im Juni und Juli 1967 entworfen hatte, war ein Programm, gemäß dem Israel die Kontrolle über bestimmte Teile der Westbank (vor allem das Jordantal, der Gusch Etzion und Ost-Jerusalem) beibehalten sollte, um sich vor zukünftigen jordanischen Angriffen zu schützen. Der Rest des Gebiets würde entweder an Jordanien oder an eine palästinensische Verwaltung fallen.

Aus Sicht des Alon-Plans sollten die neu gegründeten Siedlungen als Vorposten dienen, die helfen würden diese neuen Verteidigungsgrenzen zu sichern.

Zusätzlich zu Sicherheitsüberlegungen wurden einige der frühen Siedlungen an Stellen jüdischer Gemeinden aufgebaut, die während gewalttätigen Zeiten entvölkert wurden, insbesondere während des arabischen Aufstands (1947/48) und dem israelischen Unabhängigkeitskriegs.

Z.B. wurde der Kibbuz Kfar Etzion als eine der ersten gegründeten Siedlungen im September 1967 von Kindern der ursprünglichen Einwohner des Kibbuz aufgebaut, die bei einem von Jordanien angeführten Massaker im Mai 1948 getötet worden waren.

Die zweite Welle der Siedlungen (1968-1980)

1968 versuchte eine Gruppe religiöser Familien eine Gemeinde in der uralten Stadt Hebron aufzubauen, die nach dem Hebron-Massaker von 1929 von ihrer jüdischen Bevölkerung entleert worden war. Diese Gruppe wurde schließlich zum Zellkern der nahegelegenen Siedlung Kiryat Arba und später der wiedergegründeten jüdischen Gemeinde Hebron.

Dieser Versuch läutete die „zweite Welle“ des Siedlungsbaus ein, die stärker ideologisch angetrieben war und die Gründung jüdischer Gemeinden infolge des Status von Judäa und Samaria (der traditionelle jüdische Name der Westbank) als Geburtsort des jüdischen Volks als nationales und religiöses Gebot betrachtete.

1974 wurde die Bewegung Gusch Emunim („Block der Getreuen“) offiziell als Basisorganisation gegründet, die daraufhin arbeiten sollte neue jüdische Gemeinden überall in Judäa und Samaria aufzubauen.

Nach der Wahl der rechten Regierung Menachem Begin 1977 wurde die israelische Regierung offener für die Gründung jüdischer Gemeinden in der Westbank.

Das bedeutete allerdings nicht, dass Israelis ein Blankoscheck zum Aufbau von Siedlungen überall dort bekamen, wo sie es für richtig hielten. In einem jetzt berühmten Fall von 1979 wurde die israelische Regierung vom Obersten Gerichtshof gezwungen die neu entstehende Gemeinde Elon Moreh 10 Kilomater weiter die Straße entlang zu verlegen, nachdem arabische Einwohner eines nahegelegenen Dorfs dagegen geklagt hatten.

Siedlungswachstum, Siedlungsstopps und Zerstörung von Siedlungen

Seit den 1970-er Jahren hat es Perioden des Siedlungswachstums in Judäa und Samaria gegeben, ebenso Zeiten mit Baustopps, insbesondere während der Friedensverhandlungen mit den Palästinenser und anderen benachbarten arabischen Staaten.

Aufgrund des Baustopps für neu Siedlungen seit dem Oslo-Friedensprozess wurden von denen, die neue Gemeinden in Judäa und Samaria schaffen wollten, Außenposten gebaut, die aber nicht von der israelischen Regierung genehmigt waren. Seit Mitte der 1990-er Jahre sind mehrere dieser Außenposten von der israelischen Regierung als offizielle Siedlungen anerkannt worden.

Gelegentlich hat die israelische Regierung solche jüdische Gemeinden in der Westbank auch aufgelöst, darunter vier, die als Teil des Abkoppelungsprozesses vom Gazastreifen 2005 und der Siedlung Amona abgerissen wurden; sie wurden zwischen 2006 und 2017 evakuiert.

Blick auf den Außenposten Evyatar (Foto: Sraya Diamant/Flash90)
Blick auf die Siedlung Efrat (Foto: Hadas Parush/Flash90)

Weitere Informationen zu Siedlungen, Außenposten und Siedlungsblock finden sie in Blocs, Towns & Outposts: What Are the Settlements? (auf Englisch).

Medien verdrehen Oscar-Sieg für „No Other Land“ in eine weitere gefälschte Geschichte über „israelische Siedler“

Verfasst 6. März 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel, Medieneinseitigkeit

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 3. März 2025

An einem Abend voller Glitzer, Prunk auf dem rotem Teppich und selbstgefälligen Reden im Dolby Theatre in Los Angeles war ein Oscar-Sieg so vorhersagbar wie die fast vierstündige Laufzeit der Veranstaltung: die Beste abendfüllende Dokumentation.

Der Preis ging an die israelischen und palästinensischen Filmemacher hinter „No Other Land“, einem Film, der den palästinensischen Aktivisten Basel Adra festhält, sie er angeblich „seine Verhaftung riskiert, um die Zerstörung seiner Heimatstadt zu dokumentieren“, Masafer Yatta am Südende der Westbank.

Das ist kaum schockierend. Der Film war nicht nur Favorit, er erfüllte auch all die richtigen Kriterien einer Academy, die nie einen Gelegenheit auslässt eine politisch modische Wahl zu feiern. Und weil Israel seit den Hamas-Angriffen vom 7. Oktober und dem folgenden Krieg gegen Terrororganisation die Schlagzeilen beherrscht, brauchte man keinen Hellseher, um diesen Sieg vorherzusagen.

Stichwort Dankesreden: Adra kam an der Seite des israelischen Filmemachers Yuval Abraham auf die Bühne, der den Augenblick nutzten die USA zu rügen, weil sie „eine politische Lösung ohne ethnische Vorherrschaft, mit nationalen Rechten für beide Völker“ blockieren. Der Satz erntete tosenden Applaus – denn gibt es einen besseren Weg filmische Errungenschaften zu feiern, als mit stark vereinfachten, selbstgerechten Parolen?

Ebenfalls vorhersagbar? Die verworrene Berichterstattung der Medien zum Thema von „No Other Land“ ist wichtig. Viele schienen überzeugt, dass Masafer Yatta ein uraltes palästinensisches Netzwerk aus Dörfern ist, das in den letzten Jahrzehnten systematisch entwurzelt wurde, um Platz für israelische Siedler zu schaffen.

Was natürlich genau das Narrativ ist, das die Filmemacher verbreiten wollten.

Die Wahrheit über Masafer Yatta

Die Wirklichkeit ist, wie üblich, weit weniger dramatisch als die Version der Oscar-Gewinner.

Historisch war Masafer Yatta ein Weidegrund für Beduinen und örtliche Ansässige aus dem nahegelegenen Ort Yatta – Land, das sie nutzten, das aber nie dauerhaft besiedelt war. Diejenigen, die längere Zeit dort blieben, leben in Höhlen, nicht in etablierten Dörfern.

Anfang der 1980-er Jahre kennzeichnete die IDF das Gebiet als Trainingszone 918, einen Truppenübungsplatz. Die Vereinbarung war einfach: Die örtlich Ansässigen konnten weiter ihre Herden dort weiden lassen, und die IDF würde sie rechtzeitig vorab informieren, wann Schießtraining geplant war. Dieses System funktionierte fast zwei Jahrzehnte lang mit wenig Streit.

Dann änderte sich das 1997. Örtliche Palästinenser klagten vor dem Israelischen Obersten Gerichtshof, die Ausweisung als Truppenübungsplatz sollte aberkannt werden. Gleichzeitig intensivierte sich die illegale Bautätigkeit. Dauerhafte Bauwerke begannen aufzutauchen, zuerst in kleinen Ansammlungen, die sich dann in das ausweiteten, was heute großzügig als die „12 Dörfer“ von Masafer Yatta beschrieben wird.

Laut den Oslo-Vereinbarungen behält Israel die volle Kontrolle über dieses – als Area C bekannte – Gebiet, bis eine Endstatus-Vereinbarung erzielt ist. Aber das hielt die schleichende Expansion nicht auf; militärische Quellen sagen, dass es nicht um die Unterbringung einer zunehmenden Bevölkerung ging, sondern darum politische „Fakten vor Ort“ zu schaffen. Viele Gebäude, berichten sie, standen leer, existierten einzig, um das Erscheinungsbild dauerhafter palästinensischer Präsenz aufzublähen.

Bis 2000 stoppte der israelische Oberste Gerichtshof die Räumung, verbot aber ausdrücklich weitere Bautätigkeit – Regeln, die prompt ignoriert wurden. Die IDF bot Kompromisse an, gestattete Zugang an Wochenenden, jüdischen Feiertagen und jedes Jahr für zwei Monate, was alles abgelehnt wurde. Sie genehmigte sogar dauerhafte Siedlungen in den nordwestlichen Teilen der Zone, aber der Rechtsstreit zog sich in die Länge.

Nach Jahren juristischen Gerangels entschied das Gericht zugunsten der IDF: Die Einstufung als Truppenübungsplatz blieb bestehen und illegale Bauten konnten abgerissen werden.

Doch trotz atemloser Medienberichte über „Vertreibung“ bleibt die Realität: Evakuierungen sind minimal gewesen, die illegalen Gebäude sind immer noch da und das sogenannte „Dorf“ steht weiter.

Was die Medien bequemerweise auslassen

So wachte Israel am Montagmorgen zu einer Welle verzerrter Berichte über den Sieg von „No Other Land“ auf, die allesamt den Streit um Masafer Yatta als irgendwie mit israelischen Siedler in Verbindung brachten.

ABC News suggerierte z.B., der Fall sei Teil der breiten „Siedlungserweiterung“ Israels; dort hieß es:

Israels Abrissbemühungen in der Westbank in dem, was Israel als illegale Bauten betrachtet, sind weitgehend ein Versuch gewesen den Weg für israelische Siedler freizumachen, damit diese aus Gründen in die Region ziehen können, zu denen religiöse Überzeugungen und verbesserte Lebensqualität gehören.

Derweil versäumte es CNN überhaupt zu erwähnen, dass die sogenannte „Ansammlung von Dörfern“ in den Hebron-bergen aus unbestreitbar illegalen Bauwerken besteht, während man den Streit ebenfalls mit der „Jahrzehnte langen Übergriffigkeit jüdischer Siedler“ in Verbindung zu bringen versuchte.

Und die BBC? Sie machte sich gar nicht erst die Mühe die Tatsache zu erwähnen, dass Masafer Yatta ein Truppenübungsplatz ist, was bei den Lesern für den völlig falschen Eindruck sorgt, dass Israel das Gebiet für Siedler räumt:

Israel hält die Westbank seit 1967 besetzt. Israelische Siedlungen in dem Gebiet werden laut internationalem Recht als illegal betrachtet, obwohl Israel das bestreitet. Sie haben sich im Lauf der letzten 55 Jahre ausgeweitet, sind zum Mittelpunkt von Gewalt und kollidierenden Ansprüchen auf Land geworden.

Und das war durch die Bank die Story – von NPR bis zum The Hollywood Reporter. Die Fakten gingen verloren und Masafer Yatta wurde zu einer weiteren grob vereinfachten Erzählung, in der Israel passenderweise der Verbrecher ist.

Wenn das Medien-Schlachtfeld und die Heimatfront miteinander kollidieren

Verfasst 13. Februar 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel, Medienwelt, Nahost-Konflikt

Simon Plosker, HonestReporting, 6. Oktober 2024

Einen beträchtlichen Teil meines Berufslebens habe ich bei HonestReporting verbracht. Ich habe viel zu viele Krisen durchgearbeitet, darunter mehrere wichtige IDF-Militäroperationen, Terroranschläge mit Massen an Opfern und zahlreiche Vorfälle, die es auf die Titelseiten jeder internationalen Zeitung weltweit schafften.

In diesem Bereich muss man mit dem ständig anstehenden Kampf klarkommen. Man mag entscheidende Kämpfe gewinnen, aber der Krieg selbst – ein Krieg, der über das militärische Schlachtfeld hinausgeht – ist einer, den man nie ganz gewinnen kann. Dieser Kampf wird um Israels Legitimität und sein Recht wie jeder andere Staat unter den Nationen behandelt zu werden ausgetragen.

Das vergangene Jahr ist eines der schwersten gewesen, das ich je erlebt habe, nicht nur wegen der gnadenlosen Angriffen in den internationalen Medien bezüglich Israels Recht sich gegen Hamas-Terroristen zu verteidigen, die die schlimmste Gräueltat am jüdischen Volk seit dem Holocaust verübten. Außerdem werden die sozialen Meiden von überwältigendem Antisemitismus und Beschimpfungen geflutet – Dinge, die ich mich zu sehen zwinge und auf die ich tagtäglich antworte.

Aber ich kann meine Arbeit nicht von der harten Realität trennen, die die Israelis durchmachen – denn ich bin einer von ihnen. In einem so kleinen Land ist es fast ein Klischee zu sagen, dass jeder mit jemandem verbunden ist, der von der Lage direkt betroffen ist. Es ist aber die Wahrheit.

Ich lebe in Modi’in, einer Stadt mit 100.000 Einwohnern, genau auf halbem Weg zwischen Jerusalem und Tel Aviv. Es ist ein Ort, der stolz darauf ist den höchsten Anteil an 18-jährigen zu haben, die dem Wehrdienst in der IDF Folge leisten.

Tragischerweise wurde in den Tagen nach dem 7. Oktober deutlich, dass mehrere dieser jungen Soldaten in ihren Standorten brutal ermordet worden waren, darunter einige aus meinem Viertel. Ich habe seit 14 Jahren im selben Haus gelebt, dennoch nie die Nachbarn zwei Etagen unter mir getroffen – bis ich zur Schiwa für ihre Teenager-Enkelin ging, die an diesem Tag fiel. Zu anderen Zeiten füllten sich die Straßen unseres Viertels mit Einwohnern, die still standen, israelische Flaggen hielten, während Konvois die Familien der Gefallenen transportierten, um ihre Lieben auf dem örtlichen Friedhof zur letzten Ruhe zu betten – eine herzzerreißende Szene, die im ganzen Land widerhallte.

Ich bin Ende vierzig, in Alter, in dem die Soldaten an der Front sowohl meine Altersgenossen als auch die Kinder vieler Freunde und Bekannten sind. In meiner Position erhalte ich ständig Aktualisierungen verschiedener Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, darunter der IDF, der Polizei und der Notfallhelfer des Magen David Adom. Nur allzu oft wach ich zu einer IDF-Mitteilung zu den jüngsten Opfern auf. Manchmal sticht ein Name heraus und ich bete, dass es nicht das Kind eines Freunds oder Kollegen war. Tragischerweise war es manchmal so.

Der Ehemann einer früheren Kollegin und der Sohn eines Familienfreundes, beide im Gazastreifen getötet. Ein Cousin aus meiner erweiterten Familie, erstochen, während sie als Grenzpolizistin in der Altstadt von Jerusalem dienste. Für den Schmerz und die Trauer gibt es keine Worte.

HonestReporting ist ein Mikrokosmos des gesamten Landes. Ein Kollege ist seit mehr als 200 Tagen im Reservedienst; er hat seine Frau und zwei kleine Kinder zurückgelassen, sie müssen ohne ihn auskommen, während unserer Organisation ein Schlüsselmitglied unseres Teams fehlt. Der Mann einer weiteren Kollegin hat viele Tage in Uniform verbracht, sie muss sich allein um ihr Baby kümmern. Jeder ist irgendwie betroffen und wir unterscheiden uns nicht von zahllosen Arbeitsplätzen, die von Einberufung in den IDF-Dienst gestört wird.

Ich werde es immer als Privileg betrachten einen gewissen Insider-Zugang zu haben, den viele Israelis nicht haben. Ende November wrude ich zu einem Frühstück im Wohnsitz eines Botschafters aus dem Ausland eingeladen, zusammen mit Kollegen anderer Organisationen und einigen Familienmitgliedern von Geiseln.

Wir saßen dort und hörten zu, wie die Familien die Geschichten ihrer Lieben mitteilten, die immer noch im Gazastreifen festgehalten werden. An einer Stelle brach eine Teilnehmerin in Tränen aus. Sie entschuldigte sich schnell und fragte sich laut, wie sie diejenige sind kann, die weint, wenn andere im Raum Brüder, Schwestern, Ehemänner, Ehefrauen und Kinder haben, die von der Hamas festgehalten werden – doch irgendwie schafften sie es die Fassung zu bewahren, während sie um die Freilassung ihrer Familienangehörigen kämpfen.

Ihre Tränen waren nicht schändlich. Es ist hart für Außenstehende, die tiefen Bande voll zu begreifen, die Israels und die größer jüdische Gemeinschaft weltweit verbinden; oder die einfache Wahrheit, dass diese Katastrophe fast jeden von uns irgendwie berührt.

In den Wochen nach dem 7. Oktober hatte ich die Gelegenheit Sderot und mehrere Kibbuzim an der Gaza-Grenze zu besuchen zu besuchen. Es fühlte sich an wie an einen riesigen Tatort zu treten, der seit diesem furchtbaren Tag in der Zeit eingefroren war. Viele der Mitarbeiter von HonestReporting sind dort gewesen, haben die Zerstörung aus erster Hand gesehen, so dass wir der Welt akkurat das Barbarentum vermitteln können, das sich dort ereignet hat.

Israel ist ein Land das immer noch vom Trauma gepackt ist, denn es gibt kein Zeichen, dass das nachlässt. Hinter jedem Artikel, Video und Post in den sozialen Medien steht ein Mitarbeiter von HonestReporting, das die Realität einer Nation im Krieg lebt – wo die Frontlinien auch die Heimatfront sind. Am Computer verbrachte Arbeitstage werden oft von Sirenen und hektischem Rennen in Schutzräume unterbrochen. Eine Arbeit, die sich auf den Umgang mit schlechten Nachrichten konzentriert, ist nicht vom ständigen Beschuss mit furchtbaren Ereignisse zu unterscheiden, die unsere Gefühle überwältigen.

Unmittelbar nach den Ausschreitungen der Hamas glaubte ich, Israel würde drei oder vier Tage haben, bevor das globale Narrativ sich gegen uns wendet. In Wirklichkeit bin ich mir nicht sicher, dass wird überhaupt die hatten.

Heute kämpfen wir weiter gegen Medieneinseitigkeit und israelfeindliche Verleumdung – nicht nur, weil das unsere Job oder Karriere ist, sondern weil es unsere Verantwortung als stolze Israelis ist. Und ist das Privileg zuteil geworden unserem Land und Volk nach besten Kräften zu dienen.

Medien behaupten moralische Gleichwertigkeit

Verfasst 30. Januar 2025 von spotplenni
Kategorien: Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 16. Januar 2025

Die Familien der israelischen Geiseln, die immer noch im Gazastreifen festgehalten werden, versammelten sich Mittwochabend in Tel Aviv, als Einzelheiten eines vorläufigen Waffenstillstandsabkommens zwischen Israel und der Hamas bekannt gegeben wurden. Dabei kam es zu anfangs zu Verwirrung, ob beide Seiten den Bedingungen des Abkommens vollständig zugestimmt hatten.

Der qatarische Premierminister Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim al-Thani verkündete die Vereinbarung, die am Sonntag in Kraft treten soll, bei einer Pressekonferenz in Doha. Dem folgte eine Rede von US-Präsident Joe Biden, der das Abkommen als eines bezeichnete, das „ein dauerhaftes Ende des Krieges“ herbeiführen könnte.

Es bleiben einige der Bedingungen noch unklar bleiben – darunter die Namen derer, die freigelassen werden sowie der genaue Zeitpunkt – ist sicher, dass hunderte palästinensische Häftlinge entlassen werden, davon viele, die wegen Gewalttaten und tödlichen Terrorstraftaten inhaftiert sind. Dazu gehören rund 1.300 Terroristen, von denen etwa 250 lebenslange Freiheitsstrafen verbüßen.

Doch die Berichterstattungen der Medien zum Waffenstillstandsabkommen am Mittwochabend unglaublich; sie schafften es die Freilassung von mehr als 1.000 palästinensischen Häftlingen nicht nur als positiven Schritt darzustellen, sondern auch als irgendwie moralisches Äquivalent zur Freilassung israelischer Geiseln, die bei den Terrorangriffen am 7. Oktober 2023 verschleppt wurden.

Associated Press zum Beispiel behauptete, der Deal würde die Freilassung „hunderter palästinensischer Frauen und Kinder involvieren, die von Israel inhaftiert wurden“, einen widerliche Fehldarstellung der Fakten durch eine der größten Nachrichtenagenturen der Welt.

HR: Es reicht mit der falschen moralischen Gleichsetzung, AP. Die „hunderte von Israel inhaftierten palästinensischen Frauen und Kinder“ befinden sich wegen Terror und weiteren Delikten im Gefängnis, während Israels Geiseln von der Hamas brutal verschleppt wurden.

Sky News ging sogar noch weiter; sie behaupteten, der Austausch beinhalte „die Freilassung einer Reihe von Geiseln im Austausch für die Freilassung palästinensischer Gefangener, darunter Frauen, Kinder, Kranken und Alte beider Seiten“. Damit wurde eine groteske und falsche Gleichsetzung zwischen unschuldigen Geiseln und Häftlingen gezogen, die wegen Gewaltverbrechen einsitzen.

Der widmete sich AFP in ihrer Berichterstattung den Familien der palästinensischen Häftlinge, die angesichts des Waffenstillstandsabkommens „Hoffnung“ schöpften. In einem schamlos verständnisvollen Artikel interviewte AFP Wafaa Ghalmi, deren Ehemann Ahed Ghalmi eine lebenslange Freiheitsstrafe plus fünf Jahre wegen Führung einer Terrorzelle verbüßt, die 2001 den israelischen Tourismusminister Rehavam Ze’evi ermordete. Ghalmi gab ihrer Freunde angesichts der Möglichkeit der Freilassung ihres Mannes Ausdruck; sie bezeichnete es als „glückliche“ Zeit für ihre Familie und andere im Gazastreifen.

Zusätzlich entschieden sich zahlreiche Medien, darunter Reuters, NPR und Sky News dafür die palästinensischen Häftlinge als „Gefangene“ zu beschreiben, womit sie suggerierten, diese würden aus politischen Gründen statt wegen terroristischer Gewalttaten festgehalten.

Noch beunruhigender ist, das einige Medien bereits begonnen haben nahezulegen, dass Israel gegen die Bedingungen des Abkommens verstößt – bevor es überhaupt in Kraft trat. Reuters z.B. unterstellte, dass israelische Luftangriffe am Mittwochabend ein Bruch des Waffenstillstands seien, obwohl dieser noch gar nicht begonnen hatte. Der ehemalige MSNBC-Experte Mehdi Hasan schaltete sich ebenfalls ein; er behauptete, die Vereinbarung würde nur halten, wenn „Israel sich daran hält“. Praktischerweise ignorierte er die lange Geschichte der Verstöße der Hamas gegen Waffenstillstandsvereinbarungen.

Der Waffenstillstand tritt nicht vor kommendem Sonntag in Kraft.
Aber das hat Reuters nicht davon abgehalten zu unterstellen, dass Israel ihn bereits gebrochen hat.

Da der Waffenstillstand in den kommenden Tagen schrittweise in Kraft tritt, wobei die letzten Einzelheiten weiter ungeklärt sind, ist es von entscheidender Bedeutung die Medien an einige wesentliche Fakten zu erinnern:

  1. Israel hat nie eine Waffenstillstandsvereinbarung mit der Hamas gebrochen.
  2. Die Hamas hat diesen Krieg am 7. Oktober 2023 angefangen, als ihre Terroristen über die Grenze kamen, unschuldige Zivilsten massakrierten und hunderte Männer, Frauen und Kinder verschleppten. Diese Geiseln sind unter unmenschlichen Bedingungen in den unterirdischen Tunneln im Gazastreifen festgehalten worden.
  3. Es gibt keine moralische Gleichsetzung zwischen den israelischen Geiseln – unschuldigen Zivilisten, die aus ihren Häusern gerissen wurden – und den hunderten Terroristen, die wegen Gewalttaten legitim in israelischen Gefängnissen einsitzen.
  4. Israels Krieg im Gazastreifen richtet sich gegen die Hamas, eine Terrororganisation, die sich der Auslöschung Israels verschrieben hat. Die Hamas hat geschworen den 7. Oktober „immer wieder“ zu wiederholen, während sie palästinensische Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzen und sich weigern die unschuldigen Menschen freizulassen, die sie verschleppte.

Die Medien müssen ihren Job tun und diese Fakten berichten.

Wenn Israel das Feuer einstellt, wird die Hamas wieder schießen?

Verfasst 20. Januar 2025 von spotplenni
Kategorien: Geschichte, Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Medien leiden unter selektiver Amnesie

Gidon Ben-Zvi, HonestReporting, 9. Januar 2025

In den letzten Wochen ist in der Berichterstattung der Medien zu einem möglichen Handel zur Beendigung der Feindseligkeiten zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas ein Muster aufgetaucht. Israel wird regelmäßig als Haupthindernis für die Umsetzung eines Waffenstillstands verurteilt (siehe hier, hier, hier, hier und hier).

Was aber nie zur Kenntnis genommen wird, ist zum einen, dass der Einmarsch der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 während eines Waffenstillstands stattfand. Darüber hinaus haben Israel und die Hamas in der Vergangenheit mehr als ein Dutzend Waffenstillständen zugestimmt. Sie wurden alle von der Hamas gebrochen.

In der Berichterstattung fehlt zudem die Tatsache, dass die Hamas geschworen hat zukünftig immer wieder ähnliche Angriffe zu verüben; Ziel ist die Eliminierung Israels.

Solch entscheidende Hintergrundinformationen könnten zumindest zum Teil die ernsten Vorbehalte der israelischen Regierung bezüglich einer Zustimmung zu einem weiteren Waffenstillstand mit den mit eiserner Hand regierenden Herrschern des Gazastreifens erklärten.

Da aber die meisten Gelegenheits-Nachrichtenkonsumenten nicht auf die lange Geschichte der Waffenstillstandsverstöße der Hamas aufmerksam gemacht werden, denken sie wahrscheinlich, dass die Seite, die heute auf einen Waffenstillstand drängt, Frieden befürwortet, während die Seite, die gegen einen Waffenstillstand ist, nur an Krieg interessiert ist.

Reinwaschen der Völkermordziele der Hamas

Dies ist ein Zitat aus einem Artikel des Guardian vom 6. Januar 2025; Überschrift: „Reports of optimism about Gaza ceasefire and hostage release deal“ [Optimistische Berichte über Deal zu Gaza-Waffenstillstand und Geiselfreilassung“]

Trotz der jüngsten Gespräche hat Israel seine Luftangriffe auf das palästinensische Gebiet am Wochenende verstärkt und mindestens 100 Personen getötet.

Dieser Text und weitere, die Israel als Waffenstillstands-Quertreiber hinstellen, erwähnen zwar die Angriffe vom 7. Oktober, aber sie beschreiben weder die Motivation noch die Ziele der Hamas. Stattdessen wird die Hamas regelmäßig als rationale, quasi politische Organisation dargestellt, die rein zufällig einen militärischen Arm hat und will, dass Israel den Gazastreifen aus keinem anderen Grund verlässt, als in der Lage sein zu wollen endlich einen unabhängigen Palästinenserstaat zu gründen.

Daher wird Israels vermeintliche Unnachgiebigkeit für eine Verhandlungslösung als kontraproduktiv für die Sache des Friedens verhöhnt.

In Wirklichkeit hat die Hamas kein Interesse daran Seite an Seite mit Israel zu leben. Seit ihrer Gründung hat sich die Terrortruppe offen der Vernichtung des jüdischen Staats durch Jihad zum Ziel gesetzt. Die Hamas erklärt unverblümt, dass sie Israels Exitenzrecht nicht anerkennt und gibt als vorübergehende Maßnahme Lippenbekenntnisse zur Gründung eines Palästinenserstaats ab.

Und während Sie erleben, dass die wichtigsten Medienunternehmen in der Beschreibung der Hamas nie die Worte „religiös“ oder „jihadistisch“ verwenden, ist der ganze Daseinsgrund der Organisation von einer fundamentalistischen, apokalyptischen Interpretation des Islam geprägt. Das folgende Zitat ist der Hamas-Charta oder Pakt der Islamischen Widerstandsbewegung entnommen:

Die Islamische Widerstandsbewegung ist eine ausgesprochen palästinensische Bewegung, deren Loyalität Allah gilt und deren Lebensweise der Islam ist. Sie strebt an das Banner Allahs über jedem Zentimeter Palästinas zu hissen.

Die Hamas hat ihre Gründungscharta 2017 mit weicheren, konzilianteren Worten aktualisiert. Aber ihr Handeln seitdem – insbesondere das am 7. Oktober 2023 begangene Massaker – beweist ohne Zweifel, dass die Hamas den beiden langfristigen Zielen verpflichtet bleibt: dem Ende des jüdischen Staats und der Gründung eines islamischen Staats vom Jordan bis zum Mittelmeer.

Medien-Gedächtnislücken: Alle bisherigen Waffenstillstände zwischen Israel und der Hamas

Angesichts der weit verbreiteten Berichterstattung über die Entwicklungen bezüglich der möglichen Waffenstillstandsvereinbarung ist es absolut erstaunlich, dass mit keinem Wort die vielen früheren Versuche einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas zu erreichen erwähnt werden. Der Grund ist, dass sie alle scheiterten.

Das ist der Grund, weshalb Geschichte wichtig ist. Es gibt nichts Verlockendes bei einem Waffenstillstand im Gazastreifen – besonders angesichts der Geisellage und des Leidens von Gazanern, die von einer völkermörderischen Terrororganisation regiert werden.

Aber es wäre töricht die Tatsache zu ignorieren, dass es eine lange Geschichte an Brüchen von Waffenstillstandsvereinbarungen durch die Hamas gibt. Die Hamas hat Unterstützung des Iran genutzt, um von ihrer Basis im Gazastreifen aus mehrere Kriege gegen Israel zu beginnen. Um Millionen israelische Bürger zu schützen, war das Land jedes Mal gezwungen militärisch zu reagieren, darunter die Operation Gegossenes Blei 2008, die Operation Wolkensäule 2012, die Operation Fels in der Brandung 2014 und die Operation Wächter der Mauern 2021.

Und natürlich die Angriffe vom 7. Oktober 2023. Die Hamas brach einen bestehenden Waffenstillstand, indem sie tausende Raketen auf israelische Bevölkerungszentren startete, ins Land eindrang, Israelis ermordete, Geiseln nahm und die eigenen Leute als menschliche Schutzschilde benutzte.

Medien unterdrücken die öffentliche Diskussion

Eine der Schlüsselfunktionen des Journalismus besteht darin Foren für öffentliche Diskussionen zu schaffen. Aber ihren Lesern wichtige Hintergrundinformationen über frühere Waffenstillstandsbemühungen und die oft erklärten Ziele der Hamas vorzuenthalten, die durch einen Waffenstillstand nicht erreicht werden können, verhindern die führenden Publikationen, dass die Welt eine ernsthafte Debatte des Themas führt.

Innerhalb von Israel begann diese Diskussion am 7. Oktober. Vernünftige Männer und Frauen haben unterschiedliche Meinungen, was die Wirksamkeit eines Waffenstillstandsabkommens betrifft. Jeder in einer demokratischen Gesellschaft lebende israelische Bürger hat das Recht seine Meinung zu diesem wichtigen Thema beizutragen.

Weil sie gut informiert sind, sind sich Israelis, die eine Waffenstillstandspolitik befürworten auch bewusst – weil sie die früheren Waffenstillstände kennen, die fehlschlugen – welch hohen preis ihr Land dafür vielleicht zahlen muss.

Indem sie nicht zu einer ehrlichen Diskussion beitragen, stellen sich die Nachrichtenmedien der Welt praktisch eine Seite. Das ist für den Journalismus nicht gut. Das ist für keine demokratische Gesellschaft gut, die sich für ihr Überleben auf eine informierte Bevölkerung verlässt.

Die Einseitigkeit der Überprüfung: Die Medien vertrauen Terroristen, stellen aber die IDF infrage

Verfasst 16. Januar 2025 von spotplenni
Kategorien: Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rinat Harash, HonestReporting, 6. Januar 2025

Jemandem zu vertrauen ist knifflig, denn es ist nicht automatisch klar, ob der andere die Wahrheit sagt oder nicht. Um Zuverlässigkeit zu bewerten, muss man in der Regel seine Geschichte, seine Beziehungen und Werte einbeziehen.

Aber wenn es um die Berichterstattung zum Krieg zwischen Israel und der Hamas geht, ignorieren die Meiden diese bewährte Methode. Sie nehmen alles, was von den Terroristen kommt, deren Jihad auf Lügen fußt, als Evangelium, während sie die Gültigkeit dessen, was die Armee eines demokratischen Staates sagt, infrage stellen.

Zugegeben, es ist schwer Fakten zu verifizieren, wenn die einzige Informationsquelle die beiden Seiten sind, die den Krieg führen. Aber die Medien fügen die Vorbehaltsformulierung, sie konnten eine Angabe „nicht unabhängig verifizieren“ nur bei Äußerungen der IDF ein. Die des Gaza-Gesundheitsministeriums oder der Gaza-Zivilverteidigung – alles Hamas-Fassaden – werden ohne solche wertenden Disclaimer zitiert.

Hier sind ein paar aktuelle Beispiele aus der The New York Times, Newsweek und The Washington Post:

Die Tatsache, dass ein Disclaimer nur bei IDF-Stellungnahmen erfolgt, selbst wenn sie buchstäblich den Hamas-Quallen nahe kommen, ist alarmierend, denn es zeigt Einseitigkeit, die entweder zu tief sitz um bewusst zu sein (bei Reportern, Autoren und Redakteuren) oder dass sie zu sehr agendagetrieben sind.

Das Ergebnis ist moralische Umkehrung: Es wird geschickt suggeriert, dass Israel lügt, während die Obrigkeit im Gazastreifen (d.h. Hamas) die Wahrheit sagt.

Nachrichtenberichte sollten ausgewogen und fair sein – die Medien sollten beiden Angaben einen Disclaimer hinzufügen oder keinem. Vor allem sollten sie nicht beide Seiten dieses Konflikts moralisch dasselbe Gewicht beimessen.

Es gib keine Rechtfertigung dafür jihadistische Lügner dem Militär eines demokratischen Staates gegenüber den Vorzug zu geben.

Von Mitgefühl zu Verachtung: Der Kampf gegen die Leugnung des 7. Oktobers in den Mainstream-Medien

Verfasst 9. Januar 2025 von spotplenni
Kategorien: Antiisraelismus, Antisemitismus, Die Welt und Nahost, Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

Rachel O’Donogue, HonestReporting, 6. Oktober 2025

Es gibt nur noch wenige Worte, die den blanken Horror des 7. Oktobers 2023 auf den Punkt bringen können – des Tages, ans Hamas-Terroristen zusammen mit palästinensischen Zivilisten eine unbegreifliche Welle der Barbarei und Blutrünstigkeit gegen wehrlose Männer, Frauen und Kinder entfesselten.

Die an den Tag gelegte Brutalität ist fast unbeschreiblich und die Angst und Qual, die die Opfer ertrugen, wird die Überlebenden weiter verfolgen.

Einige Überlebende sowie die im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln, die später ausgetauscht wurden, haben ihre Geschichte mutig ihre Geschichte erzählt; viele andere sind jedoch immer noch zu traumatisiert um zu sprechen. Untröstliche Familien, die letzte Worte mit ihren Lieben wechselten, die wegen der Terroristen in ihren Häusern festsaßen, haben ihre Trauer ebenfalls geteilt. Ersthelfer und Rettungskräfte, die zum Ort des Geschehens eilten, haben grob die Gräuel beschrieben, die sie miterlebten und die Leben, um die sie kämpften.

Aber die Stimmen, die wir nie hören werden, gehören denen, die das Schlimmste der Hamas-Grausamkeiten durchmachten – diejenigen, die kaltblütig gefoltert, vergewaltigt, verstümmelt und ermordet wurden. Viele dieser entsetzlichen Taten wurden von den Bodycams der Terroristen selbst aufgenommen, die nicht nur das Gemetzel filmten, sondern auch ihren widerwärtigen Stolz darauf diese Taten begangen zu haben. Ihr Tun und ihre sadistische Freude, mit der sie sich daran weideten, zeigen, wie tief die Grausamkeit und der Hass gehen, für die der 7. Oktober steht.

Der 7. Oktober war für das jüdische Volk der tödlichste einzelne Tag seit dem Holocaust. In den Stunden unmittelbar danach gab es einen flüchtigen Moment, an dem die Welt – oder zumindest die Medien – in Trauer vereint zu sein schien. Als Israelis und Juden in der gesamten Diaspora angesichts der unfassbaren Brutalität weinten, die ihrer Gemeinschaft zugefügt wurde, schien es so, als ob auch die Welt trauerte.

Manche Medienvertreter sollten allerdings die Worte „Nie wieder“ oder das mitschwingende „Nie wieder ist jetzt“, die nach dem 7. Oktober erklangen, nicht wörtlich nehmen. Sobald Israel seine verteidigende Reaktion gegen die Hamas begann – eine völkermörderische Terrororganisation, die sich offen der Wiederholung des Massakers verpflichtet hat, bis Israel uns en Volk vom Angesicht der Erde gewischt ist – begannen gewisse Medien zügig, unverhältnismäßig und erbarmungslos mit dem Gegenschlag. Das Narrativ wechselte von Trauer und Erschrecken zu scharfer Kritik an Israels Recht auf Selbstverteidigung und hinterging damit das kurze Gefühl der Solidarität, des vorübergehend aufgekommen war.

Tatsächlich waren kaum 72 Stunden seit dem Grenzdurchbruch der ersten Welle an Hamas-Terroristen vergangen, als die Medien anfingen die Grundlage für das zu legen, was schon bald eine weitverbreitete und unverantwortliche Anschuldigung werden sollte: dass Israel im Gazastreifen einen Völkermord begeht.

Die „Völkermord-Verleumdung“ ist nicht neu – ganz im Gegenteil. Aber das Tempo und die Leichtigkeit, mit der sie von denen aufgenommen wurde, die es besser wissen müssten, war niederschmetternd.

Nehmen wir Reuters am 10. Oktober, als sie einen Artikel mit einer Schlagzeile veröffentlichten, die der palästinensische UNO-Gesandte zitiert wurde, der Israel beschuldigte einen „Völkermord-Feldzug gegen den Gazastreifen“ zu beginnen. Diese Anschuldigung von Riyad H. Mansour gründete auf falschen Behauptungen – nichts von dem angeblichen, Völkermord gleichkommendem Handeln hatte stattgefunden, darunter der Einsatz von „Hunger als Methode der Kriegsführung“ oder ein „Versuch die nationale Existenz auszulöschen“. Dennoch brauchte Reuters unbekümmert diese hetzerische Schlagzeile. Von diesem Moment an war der Ton angeschlagen und das Narrativ begann Gestalt anzunehmen. Trotz aller gegenteiligen Fakten sollte die Völkermord-Anschuldigung ein Eigenleben entwickeln und sich hartnäckig im öffentlichen Diskurs halten.

Der Versuch des Mainstreamings des 7. Oktobers

Eine der Schlüsseltaktikten das Recht Israels auf Selbstverteidigung – und damit seines Existenzrechts – zu delegitimieren, ist die Verbreitung von Revisionismus vom 7. Oktobers. Diese Kampagne bestreitet entweder Teile der Hamas-Verbrechen oder spielt das Massaker insgesamt herunter. Diese Narrative entstehen zwar nicht unbedingt in den Medien, aber die, die Israel vernichten wollen, haben – ob unwissentlich oder absichtlich – willige Helfer in den Mainstream-Medien gefunden, die ihre Sache vorantreiben.

Diese Kampagne hat sich auf drei Hauptpunkte konzentriert: die Leugnung der sexuellen Gewalt, die Hamas-Terroristen begingen, die Darstellung des Angriffs als legitime Handlung und Widerstand und die Behauptung, Israel nutze den 7. Oktober aus um den Gazastreifen zu „besetzen“.

Leugnung der sexuellen Gewalt der Hamas

Die Leugnung der gut dokumentierten sexuellen Verbrechen der Hamas begann mit Verschwörungs-Verbreitern wie The Intercept und The Grayzone, aber diese Narrative gewannen durch eine Minderheit der Berichterstattung der Mainstream-Medien eine gewisse Legitimität. Zum Beispiel suggerierten politische Podcaster wie Brianna Joy Gray, zu glauben, israelische Frauen seien vergewaltigt worden, sei „übertrieben“, weil keine von ihnen „eine Aussage gemacht“ habe. Gray wurde später von The Hill entlassen, nachdem sie die Augen verdrehte, als Yarden Gonen, die Schwester der Geisel Romi Gonen, in ihrem Namen darum bat den Berichten israelischer Opfer zu glauben.

Masha Gessen trug im The New Yorker zu diesem Narrativ mit einem Feature bei, das vorgab die sexuelle Gewalt am 7. Oktober zu „untersuchen“, nur um am Ende Israel zu beschuldigen, es würde diese Verbrechen „als Waffe einsetzen“. Gessen bestritt zwar nicht rundheraus, dass es zu sexueller Gewalt kam, aber der Artikel spielte deren Ausmaß und Schwere herunter, zog eine von Pramila Patten geführte Ermittlung der UNO in Zweifel und verwarf Zeugenaussagen.

Organisationen wie HonestReporting traten dieser Leugnung jedoch schon früh entgegen und haben so verhindert, dass diese Unwahrheiten Fuß fassten oder sich in den Mainstream-Medien weit verbreiteten.

Das Hamas-Massaker zu einem legitimen Akt des „Widerstands“ darstellen

Einmal mehr wurde ein Narrativ, das seinen Ursprung in den antisemitischen Ecken des Internets hat, von Teilen der Mainstream-Medien verstärkt: die Behauptung, der Angriff der Hamas vom 7. Oktober sei ein legitimer Akt des Widerstands.

Insbesondere die BBC ist hier auf dem Prüfstand. Eine Analyse von vier Monaten ihrer Berichterstattung, beginnend mit dem 7. Oktober, deckte atemberaubende 1.500 Verstöße gegen ihre eigenen redaktionellen Richtlinien fest. Diese vom britischen Anwalt Trevor Asserson und seiner Firma angeführte Untersuchung beschäftigte ein Team aus 20 Anwälten und 20 Datenwissenschaftlern. Sie deckte systemisches Versagen beim Aufrechterhalt von Objektivität und Akkuratesse auf. Zu den Befunden gehört, dass die der Hamas von der BBC regelmäßig in wohlwollenden Begriffen dargestellt wird, besonders als „Widerstandsbewegung“, wobei ihre Kämpfer als „Soldaten“ bezeichnet werden. Eines der unerhörtesten Beispiele war eine Schlagzeile, die den Angriff der Hamas vom 7. Oktober als „spektakuläre“ Operation beschrieb.

Zahlreiche weitere Mainstream-Medien haben dieses Narrativ vom „Widerstand“ ebenfalls nachgeplappert. Anhaltende Bemühungen, dieser grotesken Darstellung entgegenzuwirken, haben allerdings zur Eindämmung der Verbreitung dieses gefährlichen Revisionismus beigetragen.

Andeuten, dass Israel den 7. Oktober als Vorwand benutzt den Gazastreifen zu besetzen

Von CCN bis zur BBC haben Teile der Medien das Narrativ vorangetrieben, Israel werde das Massaker der Hamsa als Ausrede benutzen den Gazastreifen einzunehmen. Diese irreführende Behauptung beruht auf Äußerungen einer kleinen Gruppe rechter israelischer Politiker, die weder die breite israelische Bevölkerung noch die Regierung repräsentieren, um zu unterstellen, Israels langfristige Strategie bestehe darin den Streifen zu besetzen.

Kolumnist Owen Jones vom Guardian, der auch die sexuelle Gewalt der Hamas in Zweifel zog, behauptete auf Good Morning Britain fälschlich, der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu habe den ersten Stein für eine neue Siedlung im Gazastreifen gelegt. Nachdem HonestReporting aufdeckte, dass Jones Netanyahus Rede falsch übersetzt hatte – tatsächlich ging es um einen zerstörten Kibbuz im Umfeld, außerhalb des Gazastreifens – veröffentlichte Jones eine Richtigstellung.

Die Verdrehungen zum 7. Oktober aufdecken und ihnen entgegentreten

Der Kampf gegen die Verdrehungen der Gräueltaten vom 7. Oktober hat demonstriert, dass rasches, entschiedenes Handeln essenziell ist, um zu verhindern, dass gefährliche Unwahrheiten Fuß fassen. Die Vorführung von Bearing Witness – ein Film, der Hamas-Bodycam-Aufnahmen des Massakers zeigt – war eine entschlossene und effektive Weise Journalisten die brutale Realität und die Schlüsselpersonen zu zeigen. Der Film schuf ein sorgfältig ausgewogenes Verhältnis zwischen der Ehrung der Opfer und Überlebenden und der Vermittlung der Wahrheit an eine breite Öffentlichkeit sicherzustellen.

Organisationen wie HonestReporting haben unermüdlich daran gearbeitet diejenigen zu entlarven, die revisionistische Lügen verbreiten, indem aktiv Einzelpersonen und Medien bloßgestellt werden, die die Realität der Hamas-Brutalität herunterspielen oder verzerren wollen. Lässt man sie unbehelligt, dann riskiert man, dass diese Unwahrheiten sich im öffentlichen Bewusstsein festsetzen, ganz ähnlich der heimtückischen „Völkermord-Verleumdung“.

Aber die Bemühungen von HonestReporting zeigen, dass es möglich ist diese Verzerrungen aufzuhalten, bevor sie in anerkannte Narrative metastasieren. Die Wahrheit ist nicht nur eine Gegenmaßnahme – sie ist eine Waffe gegen die online, in sozialen Medien und gedruckt verbreiteten Lügen.

Wie die Hamas die Medien manipuliert und das Narrativ über seinen Krieg gegen Israel kontrolliert

Verfasst 2. Januar 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt

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Chaim Lax, HonestReporting, 23. Dezember 2024

Den ganzen derzeitigen Krieg zwischen Israel und der Hamas hindurch hat HonestReporting die Verbindungen zwischen Beschäftigen der Mainstream-Medien und den terroristischen Herrschern des Gazastreifens aufgedeckt.

Von Freiberuflern, die beim Massaker des 7. Oktobers mit den Hamas-Terroristen nach Südisrael eindrangen, über palästinensische Journalisten, die von der Hamas für ihre Zusammenarbeit mit dem Regierungs-Medienbüro der Hamas geehrt wurden, gibt es überzeugende Beweise dafür, dass die Hamas das Narrativ kontrolliert und manipuliert, das aus dem Gazastreifen kommt und hilft die Weise zu formen, wie überall auf der Welt über den Konflikt berichtet wird.

Es sind aber nicht nur lokale Journalisten aus dem Gazastreifen, deren Arbeit der tyrannischen Fuchtel der Hamas unterliegen. Die 17 Jahre ihrer Kontrolle über den Gazastreifen hindurch hat die Hamas auch gewalttätig ihre Macht ausgeübt, um die Berichte von Auslandsjournalisten zu zensieren und sicherzustellen, dass nur von der international als Terrororganisation eingestuften Gruppe genehmigte Nachrichten ans Tageslicht kommen.

Reuters beschäftigt immer noch 5 Journalisten, die von der Hamas geehrt wurden.
Ja, das haben Sie richtig gelesen.

Operation Fels in der Brandung

Es gibt kein besseres Beispiel für diese Unterdrückung der Pressefreiheit als die Medien-Richtlinien, die von der Hamas während der Operation Fels in der Brandung (Juli/August 2014) veröffentlicht wurden.

Nach Angaben eines Berichts vom August 2014, der vom Meir Amit Intelligence and Information Center veröffentlicht wurde, gaben sowohl das von der Hamas geführte Innenministerium als auch der mit der Hamas verbundene palästinensische Journalistenblock in den frühen Tagen der Operation Richtlinien dazu aus, wie Nutzer der sozialen Medien und Personal der Traditionsmedien im Gazastreifen über den laufenden Konflikt berichten sollten.

Eine Schlüsselanweisung der Hamas lautete, dass nie Informationen über Raketen veröffentlicht oder Fotos geteilt werden sollen, damit die Nähe von Raketenabschussrampen zu dicht bevölkerten zivilen Bereichen veröffentlicht werden.

Zu weiteren Regeln, die die Hamas für Nutzer sozialer Medien während der Operation Fels in der Brandung festlegte, gehörte die Aufforderung alle getöteten Gazaner als „unschuldig“ zu bezeichnen, niemals Nahaufnahmen von Hamas-Mitgliedern zu teilen und alle Hamas-Aktivitäten als Reaktion auf israelisches Handeln zu bezeichnen.

Die Regeln und ihre Durchsetzung durch die Hamas waren so streng, dass sich selbst die Vereinigung der Auslandspresse in Israel gezwungen sah, am 11. August 2014 eine Stellungnahme zu veröffentlichen, die die „eklatanten, unaufhörlichen, gewaltsamen und unorthodoxen Methoden zu verurteilen, die die Hamas-Obrigkeit und ihre Repräsentanten im Gazastreifen während des letzten Monats gegen Auslandsjournalisten einsetzten“.

Nach Angaben des Meir Amit Centers gelang es der Hamas durch die Kontrolle der aus dem Gazastreifen kommenden Informationen in den ersten Tagen der Operation ein Narrativ von Israel als dem Aggressor und den Menschen im Gazastreifen als Opfer der Wut des jüdischen Staates zu erzeugen.

Das Center hält allerdings fest, dass es eine Reihe von Vorfällen gab, bei denen Auslandsjournalisten im Gazastreifen die Nähe von Raketenabschussrampen zu zivilen Bereichen bestätigten. In einigen Fällen veröffentlichten diese Journalisten ihre Erfahrung erst, nachdem sie den Gazastreifen verlassen hatten (und sich außerhalb des Einflussbereichs der Hamas befanden), während andere gezwungen wurden den Streifen kurz nach ihren Berichten zu verlassen.

Hamas gibt strikte Regeln für Journalisten aus

Operation Fels in der Brandung war nicht das einzige Mal, dass die Hamas ihre zwingende Gewalt über Journalisten im Gazastreifen ausübte.

Im August 2022, ein Jahr nach schweren Kämpfen zwischen der IDF und der Hamas während der Operation Wächter der Mauern wurde berichtet, dass die Hamas strenge Regeln für Palästinenser ausgegeben hatte, die mit Auslandsmedien arbeiteten, darunter Anweisungen keine durch fehlgeleitete Hamas-Raketen getötete Palästinenser zu melden und in ihren Berichten Israel die Schuld für die Kampfhandlungen zu geben.

Wie die Times of Israel damals berichtete, wurden diese Regeln nach einem Aufschrei von Vertretern der Auslandspresse zurückgenommen. Allerdings hielt ToI fest:

Die Regeln wären weit über die bestehenden Einschränkungen durch die Hamas hinausgegangen. Sie schienen darauf ausgerichtet zu sein der Berichterstattung der Medien über den Konflikt das Narrativ der islamischen Gruppe aufzuzwingen, indem implizit palästinensische Reporter und Übersetzer bedroht wurden, die unter ihrer harten Herrschaft leben.

Obwohl die Regeln offiziell zurückgezogen wurden, signalisierte die Hamas weiter ihre Erwartungen, was wiederum eine abschreckende Wirkung auf kritische Berichterstattung haben könnte, berichtete AP.

Die Hamas verkauft ihr Narrativ

Abgesehen von den schon erwähnten Verbindungen zwischen Freiberuflern im Gazastreifen und der Hamas sowie den Bedrohungen von und den Übergriffen auf Journalisten, die ihrem Terror-Regime kritisch gegenüber stehen, versucht die Hamas auch die öffentliche Wahrnehmung ihres aktuellen Krieges mit Israel zu beeinflussen, dem Westen, insbesondere den Mainstream-Medien, ihr Narrativ zu verkaufen.

Im Januar 2024 veröffentlichte das Medienbüro der Hamas ein Heft mit dem Titel „Unser Narrativ – Operation Al-Aqsa-Flut“. Dieses Dokument, das den Angriff der Terrororganisation vom 7. Oktober in Südisrael rechtfertigen und kontextualisieren soll, wurde sowohl auf Arabisch als auch auf Englisch veröffentlicht. Die Publikation eines Hamas-Dokuments in beiden Sprachen war ungewöhnlich und zeigt, dass die Gruppe darauf aus ist, nicht nur die arabische öffentliche Meinung zu beeinflussen, sondern auch die Meinung der im Westen Lebenden.

„Unser Narrativ“ ist ein Meisterwerk der Propaganda und der Desinformation, voller Behauptungen wie diesen:

  • Die Hamas hat nur militärische Stellen angegriffen, nie Zivilisten.
  • Viele der Opfer wurden von Israel getötet, nicht von der Hamas.
  • Dieser „Kampf“ begann vor 105 Jahren und die Hamas wurde in die Enge getrieben und war gezwungen Israel anzugreifen.

Aus diesem Grund ignorierten die meisten Medien, obwohl sie das Kernziel der Informationskampagne der Hamas sind, damals seine Veröffentlichung.

Sowohl Agence France Presse (AFP) als auch Voice of America (VOA) fielen auf die Hamas-Propagandamaschine herein und veröffentlichten die haltlosen Behauptungen der Terrororganisation, der sie letztlich den Anschein der Legitimität verliehen und deren Extremismus sie an ein internationales Publikum weitergaben.

Im Rückblick wird jedoch angesichts der Vielzahl von Quellen, die die Hamas als „nationale Befreiungsorganisation“ bezeichnen, die „gegen Kolonialismus“ kämpft, dass das Hamas-Narrativ an zu vielen Orten auf offene Ohren gestoßen ist. Das Hamas-Dokument forderte sogar eine Untersuchung durch den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH/ICC), womit es den Haftbefehlen vorgriff, die gegen Benjamin Netanyahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant erlassen wurden.

Eine weitere subtile Art, wie die Hamas das Narrativ um den laufenden Krieg mit Israel pflegt, besteht in der Veröffentlichung haltloser Opferzahlen unter dem Deckmantel des Gaza-Gesundheitsministeriums als Tatsache; damit soll Israel als Aggressor darstellen werden, der alle palästinensischen Einwohner des Gazastreifens vernichten will, nicht nur die Terroristen, die sich in die eingebettet haben. Wenn Mainstream-Medien diese Zahlen veröffentlichen, dann helfen sie dabei weltweit Hamas-Propaganda zu verbreiten.

Im Verlauf ihrer 17-jährigen Herrschaft über den Gazastreifen hat die Hamas versucht die Art und Weise zu manipulieren, wie lokale Palästinenser und Auslandsjournalisten über Kampfhandlungen mit der IDF berichten, im Bestreben das Narrativ zu kontrollieren und die Meinung des uninformierten Publikums weltweit zu beeinflussen.

Über die Ausgabe der einengenden Medienrichtlinien der Hamas 2014 und 2022, den Einsatz von Gewalt gegen Journalisten der Opposition, die vor kurzem aufgedeckten Beweise der Kollaboration bestimmter palästinensischer Freiberufler mit der Terrororganisation und ihre Propagandakampagnen, die sich auf die Beeinflussung der Mainstream-Medien konzentrieren, wird klar, dass jede Nachricht, die aus dem Gazastreifen kommt, kritisch betrachtet und nicht für bare Münzen genommen werden darf.

Medien bevorzugen in der Berichterstattung das Hamas-Narrativ zum Sturm auf das Krankenhaus im Gazastreifen

Verfasst 31. Dezember 2024 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rinat Harash, HonestReporting, 29. Dezember 2024

Das war ein arbeitsreiches Nachrichten-Wochenende: Israel stürmte ein Krankenhaus im Gazastreifen und nahm hunderte Terroristen fest.

Die Medien hätten diese Tatsache berichten sollen, wobei die israelische Erklärung zu betonen gewesen wäre, dass die Hamas in diesem Krankenhaus agierte.

Stattdessen entschieden sich viele Medien für das Narrativ der Hamas, einer hinterlistigen Terrororganisation, deren Gesundheitsministerium Israel so aussehen ließ, als habe es vorsätzlich unschuldige Patienten angegriffen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden drei Strategien eingesetzt: provokative Schlagzeilen, verbergen oder verzerren der Stellungnahme Israels und man verließ sich auf die Schilderung des Krankenhaus-Direktors, der verdächtig ist Hamas-Terrorist zu sein.

Verantwortungslose Schlagzeilen

Die schlimmsten Schlagzeilen – von angesehenen Medien wie AP, Newsweek und NBC News gaben Israel die Schuld für das „Niederbrennen“ des Kamal Adwan-Krankenhauses. Und wie bei jeder guten Ritualmordlüge verbreiteten sich die Anschuldigungen wie ein Lauffeuer.

Egal, dass Israel das kategorisch abstritt. Egal, dass es keine Quellenangabe gab. Der Schaden war angerichtet: Die meisten Nachrichten-Konsumenten legen nicht viel mehr als die Schlagzeile und für sie wurde Israel auf der Stelle als blutrünstiges Monster hingestellt:

AP: Jüngste Ereignisse in Nahost: Israelische Soldaten brennen Krankenhaus im Gazastreifen nieder
Nadav Shoshani: Heute begann die IDF eine präzise Terrorbekämpfungs-Operation im Bereich des Kamal Adwan-Krankenhauses. Als IDF-Soldaten nicht im Krankenhaus waren, brach in einem leeren Gebäude im Hospital ein kleines Feuer aus, das unter Kontrolle ist.
Newsweek: Israel brennt Krankenhaus im nördlichen Gazastreifen nieder, nachdem Patienten und Mitarbeiter abtransportiert wurden, sagen offizielle Vertreter)
NBC News: Israel brennt letztes funktionierendes Krankenhaus im nördlichen Gazastreifen nieder, Patienten und Mitarbeiter abtransportiert

Die Quelle der Verleumdung wird erst klar, wenn man weiterliest: Eine nicht unbestätigte Behauptung des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums.

Dennoch nennen die Medien das „Gesundheitsministerium im Gazastreifen“, ohne einzuräumen, dass sie dessen Behauptungen „nicht unabhängig bestätigen konnten“. Dieser Satz schient einzig Israels Angaben vorbehalten zu sein, selbst wenn diese von Beweisen gestützt werden.

Warum plappern die Medien dann die Lügen einer Terrororganisation nach? Die traurige Antwortlautet, dass sie ihre Gaza-Reporter als Verfasser nennen müssen, die entweder befangen sind oder ihre Beziehungen ihren Hamas-Quellen riskieren würden.

Wenn daher ein nicht voreingenommener Redakteur eine Schlagzeile infrage stellt oder Israels Reaktion oben hinzufügen wollte, dürfe er oder sie unangenehmen Widerstand der Crew aus dem Gazastreifen erleben und nie wieder versuchen professionell zu handeln. Ist er oder sie bereits voreingenommen? Problem gelöst.

Wie auch immer, die Wahrheit ist verloren.

Israels Stellungnahme versteckt oder verzerrt.

Das ist exakt das, was ein weiteres verstörendes Problem erklären könnte: Die Tatsache, dass Medien Israels ausführliche Stellungnahme vergraben oder verzerrt haben.

Zu dieser Stellungnahme gehörten die folgenden Punkte:

  • 240 Terroristen wurden im Krankenhaus festgenommen, dazu Munition und Waffen.
  • Hunderte Patienten und medizinisches Personal wurden sicher in ein anderes Krankenhaus evakuiert.
  • Einige der Terroristen gaben sich als Patienten aus oder versuchten in Krankenwagen zu fliehen.
  • Der Krankenhausdirektor, verdächtigt Hamas-Terrorist zu sein, wurde zur Befragung mitgenommen.
  • Hamas-Terroristen schossen mit Panzerabwehrraketen und Panzerfäusten auf IDF-Truppen.

Reuters bezeichnete die 240 Verdächtigen nur als „Palästinenser“ und ließ die Aussage aus, dass Terroristen sich als Patienten ausgaben, in Krankenwagen flohen oder auf israelische Soldaten schossen. Israels Aussage wurde erst im drittletzten Absatz beschrieben.

Reiters hat von uns einen Stellungnahme erhalten, dass wir 240 Terroristen von Hamas und Islamischem Jihad festgenommenhaben.
Diese rund 240 Terroristen wurden mit zahlreichen Geheimdienst-Quellen der IDF und des ISA abgeglichen. Viele haben auch zugegeben an Terrorismus beteiligt gewesen zu sein…

Genauso beschrieb der Guardian Israels Seite erst im 5. Absatz, ohne irgendwelche Details zu den Aktivitäten der Terroristen anzuführen.

Und CNN vergrub einige der Angaben Israels im 7. Absatz.

Verlass auf einen Terrorverdächtigen

Derweil gründen die Behauptungen, von denen die Medien sich entschieden sie hervorzuheben, auf Berichten, die von Dr. Hussam Abu Safiya, dem Direktor des Krankenhauses, in sozialen Medien eingestellt wurden – dem Mann, den die Armee als Hamas-Verdächtigen festgenommen hat.

Allein das hätte ausreichen müssen, um automatisch die Glaubwürdigkeit Abu Safiyas zu kompromittieren. Stattdessen wurde ein auf seinen Accounts verbreiteter Post weithin zitiert; darin heißt es: „Überall im Krankenhaus brennt es lichterloh“ – was zu der oben erwähnten verleumderischen Schlagzeile geführt haben dürfte.

Jeder weiß, dass bei Häuserkampf Feuer ausbrechen kann, besonders wenn Hamas-Terroristen Panzerfäuste und Panzerabwehrraketen auf IDF-Truppen schießen (was kaum einmal berichtet wird).

Israels Terrorbekämpfungsoperation im Kamal Adwan-Krankenhaus hat große Schlagzeilen ausgelöst, die fälschlich IDF-Gräueltaten behaupten.
Hier ist der Knüller: Der Krankenhausdirektor Hussam Abu Safiya ist ein Oberst der Hamas.

Aber Journalisten scheint gesunder Menschenverstand zu fehlen, wenn es um Berichterstattung aus dem Gazastreifen geht.

Sie ignorieren die Wahrheit, die einfach und klar ist: Israel beschießt keine Krankenhäuser. Die Hamas versteckt sich darin.

Wie die Medien Israel (wieder) die Schuld dafür geben, dass das Weihnachtsfest in Bethlehem ruiniert ist

Verfasst 28. Dezember 2024 von spotplenni
Kategorien: Christen in Nahost, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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Rinat Harash, HonestReporting, 25. Dezember 2024

Es ist wieder diese Zeit im Jahr. Aber wir werden das Offensichtliche nicht wiederholen: Die Medien lieben es, Israel die Schuld dafür zu geben, dass das Weihnachtsfest in Bethlehem ruiniert ist.

Wir werden aber die Strategie aufzeigen, die sie verwenden, um das zu erreichen.

Hier ist das Problem: Die Medien müssen berichten, was sie sehen. Und in Bethlehem sehen sie eine Baby-Jesus-Puppe in Schutt gelegt, keine Touristen und Proteste in Solidarität zum Gazastreifen. Es ist zweifelsohne ein nüchternes Weihnachten im traditionellen Geburtsort Jesu und das sollte berichtet werden.

Aber die Medien sollten und können in ihrer Auswahl der Interviewpartner und des Hintergrundmaterials kritisches Denken einsetzen. Und sie versagen darin.

Der einzige Priester in Bethlehem?

Der Medienstar der Jahreszeit, außer Jesus, war (erneut) Munther Isaac, ein Pastor in der lutherischen Kirche in Bethlehem.

Medien wie Reuters, die BBC, ABC News und NBC News waren glücklich Isaac zu zitieren, aus eine einzigen Grund: Seine Kirche war für die Mediennummer verantwortlich die das Baby Jesus als palästinensisches Kind inmitten von Schutt zeigte.

Schön und gut. Aber nirgendwo erwähnten die Medien, dass Isaac auch das Massaker vom 7. Oktober rechtfertigte und als „der Hohepriester der antisemitischen Christenheit“ beschrieben worden ist.

Angesehen Nachrichtenmedien sollten nicht den Manipulationen eines Priesters erliegen. Professionelle Berichterstattung hätte sich darum bemühen müssen seine Ansichten anderen stimmen in der örtlichen Christengemeinde gegenüberzustellen.

Aber das Problem geht tiefer. Denn diese Medien verlassen sich auf palästinensische Produzenten in Bethlehem, die – aus Angst oder weil sie voreingenommen sind – dieses israelfeindliche Narrativ niemals untergraben würden. Und ihre Bosse im Ausland würde es nie wagen ihre Arbeit zu hinterfragen, denn sie brauchen ihre Verbindungen.

Selektiver Hintergrund

Ein weiterer Beweis für die saisonale Einseitigkeit der Medien gegenüber Israel kann den Hintergrundinformationen entnommen werden, die in bestimmten Artikeln gebracht werden.

Statt die Nachrichten-Konsumenten an die Verantwortung der palästinensischen Autonomiebehörde für die schwindende Zahl örtlicher Christen zu erinnern, geben viele Medien langatmige Hintergrund-Absätze zu Israels Besetzung der Westbank hinzu.

Bei Reuters wird zum Beispiel ein Abschnitt der Siedlungsaktivität Israels gewidmet. Ein außergewöhnlich irrelevanter Teil lautet:

Israel hat im ganzen Gebiet verteilt jüdische Siedlungen gebaut, die von den meisten Ländern als illegal betrachtet werden. Israel bestreitet das, führt historische und biblische Bande zum Land an. Mehrere Minister leben in Siedlungen und befürworten ihre Ausweitung.

Genauso gibt es in der Fotosammlung „Weihnachten in Bethlehem“ von AP ein Bild der Sicherheitsbarriere, die die Stadt teilweise umgibt. Darauf geht ein Mann zufällig an einem Graffiti vorbei, das lautet: „Mauern sind zum Bombardieren da.“ Egal, dass diese Mauer auch schon dort stand, als Bethlehem sich noch blühender Festtagsfeiern erfreute.

Lasst Sie uns nicht vergessen, dass diese Einseitigkeit nicht auf die christlichen Feiertage beschränkt ist. Jeder von Palästinensern in der Region begangene Feiertag – von Ramadan bis Ostern – wird automatisch auf der Grundlage des Handelns Israels beurteilt.

Andersherum funktioniert das nie, als ob Palästinenser für nichts Verantwortung hätten. Die Medien haben zum Beispiel nie die Hamas dafür die Schuld gegeben den jüdischen Feiertag Simchat Thora ruiniert zu haben, der gezielt als Datum für das Massaker des 7. Oktobers ausgesucht worden war.

Für die Medien, so scheint es, gelten die „unterdrückten“ Palästinensern automatisch als tugendhaft, während die israelischen „Unterdrücker“ als von Haus aus bösartig betrachtet werden. Die Feiertagssaison ist nur eine weitere Gelegenheit das zu zeigen.

Irreführende palästinensische Landkarten verzerren die Wahrheit

Verfasst 26. Dezember 2024 von spotplenni
Kategorien: Geschichte, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Dov Lipman, HonestReporting, 24. Februar 2020

Im Februar 2020 erschien Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vor dem UNO-Sicherheitsrat, um gegen Präsident Trumps Vorschlag für einen Nahost-Friedensplan zu protestieren. Abbas hielt eine Landkarten-Serie hoch, die er als „Der historische Kompromiss der Palästinenser“ bezeichnete. Sie hätten „Die irreführenden palästinensischen Landkarten“ heißen sollen.

Die Leute nehmen an, dass Landkarten genau sind, weil man sie so leicht für bare Münze nimmt. Aber wir versäumen es oft über ihre Grenzen und ihrer Fähigkeit irrezuführen nachzudenken. Die Fähigkeit von Landkarten dreidimensionale Realitäten auf einem zweidimensionalen Blatt zu vermitteln, ist stärker eingeschränkt, als wir merken. Titel, wie Schlagzeilen, formulieren die Art, wie wir zu der Karte in Verbindung treten. Und wenn sie aus dem Zusammenhang genommen werden, können Landkarten dazu benutzt werden zu manipulieren und andere zu blenden.

Die irreführenden Landkarten des Mahmud Abbas

Was Abbas mit seinen irreführenden Landkarten zu behaupten versuchte, war, dass die Palästinenser im Verlauf der letzten 100 Jahre ihres Landes beraubt wurden.

  • Die erste Karte mit der Aufschrift „1917“ zeigte das gesamte Land Israel zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer als grüne Fläche, was suggerieren sollte, dass das gesamte Land den Palästinensern gehörte; es wurde als „historisches Palästina“ angegeben.
  • Die zweite Karte mit der Aufschrift „1937 Plan der Peel-Kommission“ zeigte den größten Teil Südisraels und den größten Teil von Zentralisrael als „palästinensisch“; Teile von Zentralisrael und ganz Nordisrael wurden als jüdisch beschrieben.
  • Die dritte Karte mit der Aufschrift „1947 UNO-Teilungsplan“ zeigte den größten Teil Südisraels, Teile Zentralisraels und den größten Teil Nordisraels als jüdisch; den größten Teil Zentralisraels und nur einen kleinen Teil des Nordens und des Südens als palästinensisch.
  • Die vierte Karte mit der Aufschrift „1967 Grenzen, von der PLO 1988 als historischer Kompromiss begrüßt“ zeigte den größten Teil des Heiligen Landes als jüdisch, nur die Westbank und den Gazastreifen als palästinensisch.
  • Die fünfte Karte trug das Datum 2020 und die Worte „Trump-Plan“ in großen Buchstaben als Überschrift. Sie zeigte den Gazastreifen, kleine Landstriche im Süden Israels und Teile der Westbank als palästinensisch und den Rest Israels als jüdisch.
Die von Mahmud Abbas im UNO-Sicherheitsrat gezeigten Landkarten.

Karte 1: Vom Fluss bis zum Meer

1917 wurde das gesamte Gebiet, von dem Abbas suggeriert, es gehörte „den Palästinensern“, „Palästina“ genannt, aber es gehörte keiner arabischen Einheit. Das Land in diesen Grenzen ist in Wirklichkeit die Heimat des jüdischen Volks und war tausende Jahre „das Land Israel“. Die Römer trieben die Juden vor 2.000 Jahren ins Exil und nannten das gesamte Land „Palästina“ (ein Name, der „wandernd“ bedeutet, der von einem Volk stammt, der die Küstengegend bei Gaza erobert hatte), ein Versuch jeden Hinweis auf jüdische Verbindung zum Land zu beseitigen. Während der folgenden 2.000 Jahre übernahmen verschiedene Reiche die Kontrolle über das Land.

Ab 1917: Mit dem Zusammenbruch des osmanischen Reichs beauftragte der Völkerbund Großbritannien mit einem Mandat das Heilige Land und riesige Teile des Gebiets östlich des Jordan zu verwalten.

In der Region lebten damals 600.000 Araber und 60.000 Juden. Alle Einwohner wurden als „Palästinenser“ bezeichnet und die Briten hatten mit der Balfour-Erklärung zur Gründung eines jüdischen Staats aufgerufen. Es gab damals im Land weder einen arabischen Staat, noch gab es irgendwelche Bemühungen einen zu gründen.

Abbas verwendete irreführender palästinensische Landkarten, um das gesamte Heilige Land als einem arabischen „palästinensischen Volk“ gehören darzustellen, dem dieses dann geraubt wurde. Eine ehrliche Landkarte würde das volle Ausmaß des Mandats angeben – das die Briten ursprünglich für einen jüdischen Staat vorsahen!

Karte 2: Der Vorschlag der Peel-Kommission

Die Peel-Kommission wurde von der britischen Obrigkeit 1936 ernannt, um arabische Gewalt gegen die Juden zu untersuchen und Lösungen zu entwickeln.

Im Folgejahr schlug die Kommission die Teilung des Landes in zwei Staaten vor – einen jüdischen und einen arabischen. Die Karte ist die, die Abbas zeigte – wobei die arabische Seite den größten Teil des Landes erhalten und ein Bevölkerungsaustausch sicherstellen sollte, dass Juden im jüdischen Staat und Araber im arabischen Staat lebten.

Die Peel-Kommission schlug auch eine Reihe Wirtschaftsmaßnahmen vor; u.a. sollte der jüdische Staat dem arabischen Staat finanzielle Hilfe leisten, da die meisten arabischen Einkommen damals von jüdischen Arbeitgebern kamen. Jerusalem und ein Landstreifen zum Mittelmeer würden unter britischer Kontrolle mit internationaler Aufsicht bleiben.

Hätten die Araber diesen Plan akzeptiert, dann würden sie jetzt [2020] den 83. Jahrestag eines großen, unabhängigen arabischen Staats an der Seite eines kleinen jüdischen Staats feiern.

Aber die arabische Führung lehnte den Vorschlag der Peel-Kommission ab. Die arabische Gewalt gegen die Juden ging weiter.

Irreführende palästinensische Landkarten spinnen ein falsches Narrativ des Missstands. Diese konkrete Karte verzerrt eine historische Gelegenheit zur Gründung eines Palästinenserstaats im größten Teil des Heiligen Landes. Die Araber drängten auf Alles oder Nichts und scheiterten.

Karte 3: Verfälschung des UNO-Teilungsplans

Es folgten zehn Jahre arabischer Gewalt gegen die Juden, was zum britischen Entschluss im Februar 1947 führte ihr Mandat für Palästina zu beenden. London gab das Problem an die UNO weiter. Das UNO-Sonderkomitee zu Palästina (UNSCOP) wurde eingerichtet, um festzulegen, was zu tun sei.

Das Komitee kehrte im August mit seinen Empfehlungen zurück: dem UNO-Teilungsplan.

Weil die jüdische Bevölkerung in dem Jahrzehnt seit der Peel-Kommission beträchtlich zugenommen hatte, schlug der UNO-Teilungsplan erheblich andere Grenzen für den jüdischen und den arabischen Staat vor. Der jüdische Staat sollte Ostgaliläa beinhalten, die Küste von Haifa bis Rehovot und den größten Teil des Negev. Der arabische Staat sollte Zentral- und Westgaliläa bekommen, Akko, die Höhen von Judäa und Samaria (heute als Westbank bekannt), Jaffa und die Südküste von Aschdod bis zur ägyptischen Grenze, einschließlich des Gazastreifens. Jerusalem würde unter internationale Kontrolle gestellt.

Dieser im Plan vorgesehene arabische Staat hätte 43 Prozent von Palästina ausgemacht, darunter sämtliche Höhen (ohne Jerusalem), ein Drittel der Küste und die Kontrolle über alle Grundwasserleiter.

Der jüdische Staat hätte 56% der Landmasse gehabt, von der der größte Teil trockene Negev-Wüste war, ungeeignet für Stadt- wie landwirtschaftliche Entwicklung. Dem jüdischen Staat wurde alleiniger Zugang zum See Genezareth gegeben, was für die Wasserversorgung entscheidend war.

Während der Plan sein Bestes unternahm, um jüdische und arabische Bevölkerung zu trennen, hätte es eine große arabische Minderheit im jüdischen Staat (45%) und eine unbedeutende jüdische Minderheit (lediglich 1 Prozent) im arabischen Staat gegeben. Der Plan diktierte, dass die jüdischen und arabischen Minderheiten volle Staatsbürger der Staaten sein würden, in denen sie lebten.

Die zionistische Führung akzeptierte den Teilungsplan. Die Araber hingegen lehnten ihn ab; sie erklärten, sie „schlossen aus einer Studie der palästinensischen Geschichte, dass zionistische Ansprüche auf das Land weder eine rechtliche noch eine moralische Grundlage haben“. Sie würden einen jüdischen Staat in der Region schlicht nicht akzeptieren und sagten offen, dass sie mit dem Ziel der Vernichtung angreifen würden, sollten die Juden versuchen einen Staat zu gründen.

Wir sehen wieder irreführende palästinensische Landkarten, die die arabische Verweigerung unter den Teppich kehren.

Karte 4: Die Grüne Linie – Grenzen oder Waffenstillstandslinien?

Das ist die größte Irreführung der palästinensischen Karten. Was Abbas die Karte von 1967 nennt, zeigt in Wirklichkeit die Waffenstillstandslinien, die Israel 1949 nach dem Unabhängigkeitskrieg mit Jordanien und Ägypten unterzeichnete. Im Völkerrecht sind Waffenstillstandslinien keine Grenzen; sie markieren lediglich Unterbrechungen der Kämpfe. Es handelte sich also nie um international anerkannte Grenzen. Jordanien hielt die Westbank und Ägypten kontrollierte den Gazastreifen und die Halbinsel Sinai. Keiner dieser Bereiche, die Abbas als palästinensisch bezeichnet, war „palästinensisch“.

1967 wurden massiv arabische Armeen an Israels grenzen zusammengezogen; die Absicht war den jüdischen Staat anzugreifen und zu vernichten. Ägypten schloss zudem die Straße von Tiran für israelische Schifffahrt, ein Kriegsakt. Israel begann einen erfolgreichen Präventivschlag gegen Ägypten, der zu einem umfassenden Krieg mit Ägypten und Syrien führte, das aus dem Norden angriff. Israel appellierte an Jordanien sich aus dem Osten den Kämpfen nicht anzuschließen, aber Jordanien griff an. Israel fügte den Arabern eine vernichtende Niederlage zu. Die jordanische Armee flog auf das Ostufer des Jordan. Ägypten verlor nicht nur die Kontrolle über den Gazastreifen, sondern über die gesamte Halbinsel Sinai. Die Golanhöhen, von denen aus Syrien Galiläa beschoss, war in israelischer Hand.

Unmittelbar nach dem Krieg bot Israel die Rückgabe der eroberten Gebiete im Tausch für Frieden an. Die arabische Antwort an Israels Land-für-Frieden-Angebot ist als die Drei Nein bekannt:

1. Nein zu Frieden mit Israel.

2. Nein zur Anerkennung Israels.

3. Nein zu Verhandlungen mit Israel.

Israels Außenminister Abba Eban

Während des Jahrzehnts nach dem Yom Kippur-Krieg schaffte es die Palästinenserführung die Formel Land für Frieden zu akzeptieren. Es gab aber einen Haken. Die Palästinenser bestanden neben anderen Forderungen darauf, die Kontrolle über alles Land zu bekommen, das Israel im Sechstage-Krieg erobert, obwohl die Grenzen Waffenstillstandslinien und keine internationalen Grenzen waren.

Für Israel sind diese Grenzen jedoch nicht sicher. Der israelische Außenminister Abba Eban nannte die Linien von 1967 bekanntlich „Auschwitz-Grenzen“; er erklärte, dass der jüdische Staat nicht in der Lage sein würde sich zu verteidigen, sollten die die Westbank und die Höhen kontrollierenden Palästinenser angreifen.

Mahmud Abbas vergaß, außerdem dem Sicherheitsrat eine Reihe anderer Dinge zu erzählen:

  • Die Versuche, die Israel unternahm bei den Gesprächen von Camp David II eine Vereinbarung mit den Palästinensern zu erzielen, wo Israel fast 100% dessen anbot, was die Palästinenser haben wollten – und was die Palästinenser ablehnten.
  • Israels Abzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005.
  • Ehud Olmerts dramatisches Angebot 2008, von dem Abbas zugab, dass er darauf noch nicht einmal antwortete.
  • Abbas lehnte Verhandlungen ab, trotz Israels 10-monatiges Moratorium zu Siedlungsaktivitäten, die der Palästinenserführer als Vorbedingungen für Gespräche forderte.

Irreführende palästinensische Landkarten können Worte wie „historischer Kompromisse“ benutzen, aber historische Fakten mit palästinensischen Zurückweisungen angefüllt sein, die etwas anderes sagen.

Karte 5: Dier US-Friedensplan

Abbas bezeichnete den Friedensplan von Präsident Donald Trump als „Schweizer Käse“ und stellte die Karte als Fortsetzung der Verluste von immer mehr Land für die Palästinenser vor. Eine genauere Analyse erzählt aber eine andere Geschichte.

Dadurch hätten die Palästinenser dieselbe Landmenge erhalten, die sie bekämen, wenn man ihnen die gesamte Westbank überließe – der „historische Kompromiss“, von dem Abbas sagte, die Palästinenser seien ihn eingegangen. Der Plan gibt dem jüdischen Staat jedoch, was er braucht, um sich gegenüber dem Palästinenserstaat sichern kann. Aber um sicherzustellen, dass die Palästinenser keine Landmasse verlieren würden, während Israel behält, was es für seine Sicherheit braucht, gibt die Karte den Palästinensern im Tausch Land in anderen Gegenden.

Die Palästinenser lehnten diesen Plan nicht nur ab, sondern drohte, er würde zu weiteren Terroranschlägen gegen Israel führen.

* * *

Einzeln für sich genommen benötigen die von Abbas vorlegten Karten etwas historischen Kontext, damit man sie verstehen kann. Aber wenn man sie zusammennimmt, besteht die kumulative Wirkung darin ein verzerrtes Bild eines zerfallenden Palästinenserstaats.

Ist es möglich, dass die Palästinenser Gelegenheiten zur Eigenstaatlichkeit 1937, 1947, 1967, 2000, 2008 und jetzt 2020 vertan haben, weil sie es ablehnen die bloße Existenz eines jüdischen Staates zu akzeptieren?

Die irreführenden palästinensischen Landkarten, die Abbas im Sicherheitsrat vorlegte und die Wahrheit hinter ihren Geschichten deuten darauf hin, dass die Antwort auf diese Frage ein bedauernswertes ja ist.

Medien entschlossen palästinensischen Dichter zum Helden zu machen, der Witze darüber machte israelische Babys zu verbrennen

Verfasst 19. Dezember 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Palästinenser

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 12. Dezember 2024

Rafaat Alareer war kein guter Mensch.

Tatsächlich offenbarte sich Alareer in seinem Leben als eine durch und durch verachtenswerte Person, die die grausame Ermordung israelischer Baby durch Hamas-Terroristen feierte und Holocaust-Revisionismus betrieb.

Und doch haben aus irgendeinem unbegreiflichen Grund internationale Medienorgane beschlossen den palästinensischen Akademiker Alareer als eine Art Messias-Figur zu verehren: einen weisen Märtyrer, der angeblich für sein Volk starb.

Es ist egal, dass Alareer nur Stunden, nachdem Hamas-Terroristen in Israel einmarschierten, Zivilisten vergewaltigten und massakrierten, diese Gräueltagen in einem Interview mit der BBC als „legitim und moralisch“ beschrieb, sie dem Aufstand im Warschauer Ghetto gleichsetzte. Es kümmerte sie auch nicht, dass er Witze darüber riss, Babys mit Backpulver zu verbrennen.

Nö. Die Medien waren entschlossen aus einer durch und durch widerlichen Person einen Helden zu machen und kein noch so grotesker Kommentar über das Abschlachten von Juden sollte ihr Narrativ verändern.

„TIME Magazines „berühmter palästinensischer Dichter, Akademiker und Aktivist“ ist in Wirklichkeit ein dreister Antisemit“.

Alareer, der and er Islamischen Universität in Gaza lehrte und auch Schriftsteller war, wurde im Dezember letzten Jahres bei einem Luftangriff getötet. Das geschah, als er unerklärlicherweise die Evakuierung aus dem nördlichen Gazastreifen verweigerte, trotz wiederholter Warnungen der IDF, dass die Gegend aufgrund von Hamas-Infrastruktur beschossen würde.

2021 deckte HonestReporting Alareers beunruhigende Online-Geschichte auf. Dazu gehörten die Beschreibung Israels als „Nazi-Deutschland auf Steroiden“ und die Behauptung, der Zionismus und der Nationalsozialismus seien „zwei Backen desselben dreckigen Arschs“.

Er erklärte auch: „Hitler ist so friedlich wie jeder israelische Führer“, und beschuldigte den jüdischen Staat einen „zweiten Holocaust“ zu begehen. Beachten Sie, dass Alareer diese Behauptung in einem Jahr aufstellte, in dem die Bevölkerung des Gazastreifens um rund 100.000 Menschen wuchs – eine kuriose Behauptung also, angesichts der Definition eines Holocaust als „Vernichtung oder massenhaftes Abschlachten eines Volks“.

Jetzt, ein Jahr nach seinem Tod, haben die Medien beschlossen diesen akademischen Antisemiten mit glühenden Lobpreisungen erneut zu würdigen, die sein hasserfülltes Vermächtnis ignorieren.

Um hinter den überschwänglichen Lobeshymnen überall in den sozialen Medien nicht übertroffen zu werden, veröffentlichte der altgediente Journalist Chris Hedges das, was er vermutlich als herzzerreißenden „Brief an Refaat“ betrachtete, während eine beliebte Literaturseite Alareer als den „Dichter, Lehrer, Ehemann [und] Vater“ lobte.

Der Guardian übernahm die Führung mit einem Artikel, der mit „Wie viele tote Palästinenser genügen? Die unerträgliche Vorahnung des verstorbenen Dichters Rafaat Alareer“ überschrieben war.

Der Text des Guardian geht so weit Alareer dann als prophetische Gestalt zu präsentieren und ergeht sich dann in seiner eigenen Art des schamlosen Geschichtsrevisionismus. Zum Beispiel verweist er auf den palästinensischen „Großen Rückkehr-Marsch“ als „friedliche Demonstration“. Nur in den Hirnen des Guardian konnten gewalttätige Krawalle – mit Molotow-Cocktails, Granaten und Parolen, den Juden die Köpfe abzureißen – als friedlich bezeichnet werden.

Überschrift: „Wie viele Tote Palästinenser sind genug? Die unerträgliche Vorahnung des verstorbenen Dichters Refaat Alareer.“
Der Schriftsteller und Akademiker wurde vor einem Jahr bei einem israelischen Luftangriff getötet. Eine posthume Sammlung seiner Arbeiten, Wenn ich sterben muss, erzählt die Geschichten des Gazastreifens in einem Plädoyer für Veränderung.

Die Verfasserzeile zum Artikel des Guardian gehört zu Sarah Aziza, einer palästinensischen Schriftstellerin, die fünf Tage nach dem Massaker vom 7. Oktober schrieb: „Ich gestehe, meine Fantasie war so beschränkt, dass ich nicht berücksichtigt habe, dass ein solcher Coup aus diesem misshandelten, belagerten Ort hätte kommen können.“ Als sie schließlich zugab, dass die Hamas Israelis getötet hatte, weigerte sie sich „das Leiden dieser Getöteten und von der Hamas gefangen Genommenen zu überschreiben“, ein Eingeständnis, dass den wahren Horrer, den die Opfer durchlitten, nicht einmal einräumen wollte.

Deshalb behauptet Azizia in den letzten Zeilen ihres Artikels, Alareer sei für Gegenreaktionen „herausgepickt“ worden, nachdem er Witz über bei lebendigem Leibe verbrannte Babys machte. In diesem Narrativ wird Kritik wegen sadistischer Kommentare über abgeschlachtete Babys zum Beweis dafür Opfer zu sein. Wer weiß? Der Guardian bildet sich wahrscheinlich ein, dass die Babys das verdient hätten.

Das ist der traurige Zustand der internationalen Medien von heute: Einzelpersonen wie Rafaat Alareer zu erheben, während ihre widerwärtige Rhetorik und Handeln vorsätzlich ignoriert werden.

Neuer Bericht schreddert die von der Hamas gelieferten Opferzahlen, die von den Mainstream-Medien nicht hinterfragt werden

Verfasst 18. Dezember 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Sharon Levy, HonestReporting, 15. Dezember 2024

Ein neuer Bericht der Henry Jackson Society (HJS) offenbart, was die ganze Zeit schon offensichtlich war: Die vom Hamas-Gesundheitsministerium (GHM) im Gazastreifen angegebene Zahl der Todesopfer stimmt hinten und vorne nicht. Obwohl die palästinensischen Opferzahlen von Israel bestritten werden, hat das die Mainstream-Medien nicht davon abgehalten sie mit der kaum verdienten Glaubwürdigkeit zu behandeln. Der HJS-Bericht analysierte eine Sammlung von 1.378 Artikeln, die von führenden englischsprachigen Zeitungen und anderen Medien veröffentlicht wurden, insbesondere der New York Times, der Washington Post, des Guardian, von CNN, BBC, Reuters, Associated Press und der australischen ABC.

Die Befunde sind atemberaubend:

  • 84% der analysierten Publikationen versäumten es, bei der Gesamtzahl die entscheidende Unterscheidung zwischen toten Kombattanten und toten Zivilisten zu treffen.
  • In 19% der analysierten Publikationen wurden die von der Hamas geführten Institutionen zur Verfügung gestellten Zahlen verwendet, ohne eine Quelle zu nennen, womit suggeriert wird, dass diese Zahlen unstrittig sind.
  • Ganze 5% der Medien führten die Opferstatistiken an, die Israel bietet; 98% zitierten Zahlen des von der Hamas geführten GHM. Die israelischen Zahlen wurden in der Hälfte der Artikel, die sie brachten, infrage gestellt, während die Zahlen der Hamas oft unbesehen geglaubt wurden.
  • Männer wurden in Totenlisten als weiblich geführt, obwohl dieselbe Person im palästinensischen Bevölkerungsregister als männlich geführt wurde. Genauso hat sich das Alter verschiedener Toter als ungenau herausgestellt – Männer in ihren Zwanzigern oder Dreißigern wurden als Kinder und Babys geführt, womit die gemeldete Zahl der getöteten Frauen und Kinder verzerrt wurde.
  • Es gibt eine unverhältnismäßige Zahl junger Männer im kampffähigen Alter, die zu den Opfern gezählt werden. Es wird nicht zwischen Zivilisten und Hamas-Kombattanten unterschieden.
  • Die vom von der Hamas geführten GHM gemeldeten Zahlen schließen die ein eines natürlichen Todes gestorben sind.

Die Ergebnisse unterstreichen ein deutliches Muster der systematischen Beeinflussung der Medien-Wahrnehmung des Krieges durch die Hamas.

Kapitel 6 ist die Arbeit der unglaublichen Tania Glezer von Fifty Global und dem International Institute for social and Legal Studies.
Sie zeigen die erschreckende Unausgewogenheit in der Berichterstattung der globalen Medien in diesem Konflikt.
„Woher erhalten die Medien ihre Informationen? – Anteil der Artikel aus großen Medien, darunter CNN, BBC und die New York Times“

Das ist nicht das erste Mal, dass die Zahl der toten im Gazastreifen von der Hamas aufgebläht wurde. Die Hamas hat in ihren Kriegen gegen Israel mindestens seit 2009 angestrebt die Wahrnehmung der Medien zu beeinflussen. Dies entspricht dem übergeordneten Ziel der Organisation die internationale Meinung zu beeinflussen, um Mitgefühl für sich und die Verurteilung des Handelns Israels zu erlangen.

In den Kriegen der Vergangenheit zwischen Israel und der Hamas hat die Hamas Richtlinien ausgegeben, die die Palästinenser auffordern alle Opfer als „unschuldige Zivilisten“ zu betrachten.

Es stellt sich aber regelmäßig heraus, dass diese „unschuldigen Zivilisten“ mit der Hamas oder anderen Terrororganisationen im Gazastreifen verbunden sind.

Palästinensische Bevölkerung vs. Realität:
Palästinensische Medien behaupten, dass Israel 36 Palästinenser gnadenlos tötete. Aber dies Kanäle entfernten Kontext und versuchten sie als unschuldige Zivilisten hinzustellen.
„Palästinensische Medien behaupten, dass Israel 36 Palästinenser ermordete. Entpacken wir diese Zahl mal …“

Wie viele Nachrichtenorgane werden den HJS-Bericht anerkennen oder in ihren eigenen Artikeln überhaupt darüber berichten? Um das zu tun, müssten sie zugeben, dass sie von der Hamas vorgegebene, ungenaue Todeszahlen verwenden. Als die Hamas in aller Stille die Zahl der Opfer revidierte, haben die Medien weggesehen. Was könnte Israel besser verteufeln und gleichzeitig der Verantwortung für die Verbreitung falscher Informationen entgehen, die eine Terrororganisation geliefert hat?

Das hat ernste Auswirkungen auf die Berichterstattung der Medien zu Opferzahlen der letzten Monate; so hieß es zum Beispiel, 70% der Kriegsopfer seien Frauen und Kinder. Diese Berichte verwendeten nicht nur Statistiken mit irreführenden Stichprobengrößen, der von der HJS erbrachte Bericht mit seinen zusätzlichen Erkenntnissen deutet an, dass die falsche Klassifizierung von Männern als Frauen sowie andere Ungenauigkeiten bei den Opferdaten der von der Hamas geführten Institutionen diese Zahlen noch weiter verzerrt haben.

Kapitel 1 beschäftigt sich mit der Methodik der Berichterstattung. Es gibt drei Mechanismen. Todesopfer werden über eine Mischung aus Krankenhausberichten, Eingaben von Familien unter Nutzung eines Online-Formulars und „Medienquellen“ aufgezeichnet…
Kapitel 2 beschäftigt sich viel detaillierter mit der Altersstruktur der Bevölkerungsgruppen und hebt offensichtliche Fehler hervor.
Dieses Kapitel erlaubt es Ihnen die Vorstellung umfassend zu widerlegen, dass Israel gezielt auf Frauen und Kinder schießt.

Andrew Fox, Autor des Berichts, bestätigte: „Diese Fehleinstufung trägt zum Narrativ bei, dass die Zivilbevölkerung, insbesondere Frauen und Kinder, die Hauptlast des Krieges trägt, was möglicherweise die Stimmung und die Medienberichterstattung beeinflusst.“

Es kann nicht bestritten werden, dass die von der Hamas gelieferten Opferzahlen ungenau sind und die Medien sich nicht darauf verlassen sollten. Um eine Antwort auf den Bericht des Telegraph gebeten, behauptete die BBC trotzdem: „Es ist schwierig exakte Angaben zu den Toten im Gazastreifen zu machen, wenn Israel internationalen Journalisten keinen unabhängigen Zugang gestattet.“ Aber die BBC hat Korrespondenten im Gazastreifen. Gibt die BBC zu, dass sie ihren Korrespondenten im Gazastreifen nicht vertrauen kann, dass sie genau und unparteiisch über den Krieg berichten? Vielleicht könnten die Medienmitarbeiter der BBC die Opferzahlen ermitteln, aber dazu müsste die BBC öffentlich erklären, dass es im Gazastreifen aufgrund des Einflusses und der Kontrolle der Hams keine Pressefreiheit gibt.

Zu behaupten, Israel erlaube keinen unabhängigen Zugang internationaler Journalisten, ist keine Entschuldigung dafür Opferzahlen der Hamas nachzuplappern.
Gibt die BBC zu, dass ihre Korrespondenten im Gazastreifen nicht unparteiisch oder in der Lage sind selbst zu recherchieren?
rot unterstrichen: „…weil Israel keinen unabhängigen Zugang für internationale Journalisten zulässt.“

Die Hamas hat die Medien dazu verleitet eine derart kunstvoll ausgearbeitete Lüge in die Welt zu posaunen, dass die Wahrheit zuzugeben heute, nach mehr als einem Jahr Krieg die Medienorgane, die die Behauptungen einer Terrororganisation für bare Münze genommen haben, einfach nur in Verlegenheit bringen würde.

Wenn die eigenen Opferzahlen der Hamas nicht stimmen, dann gilt das auch für die Mediennarrative, die diese Zahlen wiedergeben.

Reuters entlarvt versehentlich den Schwindel hinter den Behauptungen von einer Hungersnot im Gazastreifen

Verfasst 12. Dezember 2024 von spotplenni
Kategorien: Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 5. Dezember 2024

Die sogenannte „Sonderuntersuchung“, die Reuters diese Woche um weltweiten Hungersnot-Verhinderungssystem veröffentlichte, war zweifellos aufschlussreich – wenn auch wohl nicht so, wie die Nachrichtenagentur es beabsichtigte.

Die Untersuchung zielte zwar darauf ab, das Versagen des Integrated Food Security Phase Classification (IPC)-Systems bei der Vorbeugung von Hunger aufzudecken – ein Versagen, das laut Reuters nicht auf die Schuld des IPC zurückzuführen ist. Allerdings wurden dabei unbeabsichtigt auch eklatante Mängel bei der Messung von Hungersnöten ans Licht gebracht, insbesondere im Gazastreifen.

Der Artikel diskutiert mehrere Hungersnöte aus aller Welt, darunter die angebliche im Gazastreifen; dort hatte die IPC von einer „unmittelbar bevorstehenden Hungersnot“ in der nördlichen Region. Diese Hungersnot ist natürlich nie eingetreten. HonestReporting hat früher schon aufgedeckt, dass die IPC ihre Behauptung in aller Stille zurücknahm. Laut Reuters hingegen erfolgte diese ungenaue Vorhersage nicht aufgrund von Daten oder übertriebenen Behauptungen – es war natürlich Israels Fehler.

„Israelische Bombenangriffe und Einschränkungen auf Bewegungen“ werden als Hindernisse für das Sammeln von Daten über Unterernährung und nicht durch Trauma verursachte Tote gesammelt. Israel hat zum Beispiel seit dem Beginn des Krieges die Einfuhr von fast einer halben Million Hilfs-LKWs in den Gazastreifen ermöglicht – eine Information, die Reuters bequemerweise aus. Genauso fehlt jede Nennung der gut dokumentierten Gewohnheit der Hamas Hilfe zu stehlen und zu horten. Tatsächlich erscheint das Wort „Hamas“ in dem 4.000 Worte langen Artikel unglaublich hohe zwei Male auf und auch da nur in Fotobeschreibungen, die auf den „Krieg zwischen Israel und der Hamas“ verweisen.

Reuters gibt zu, dass die Datensammlung der IPC im Gazastreifen fehlerhaft ist, da die Organisation ihre „bevorzugten Methoden“ zur Auswertung von Unterernährung nicht nutzen kann; Grund ist angeblich Israels Zerstörung von Krankenhäusern und Kliniken. Dazu gehört offenbar die Vernichtung aller Waagen und Höhentafeln – Werkzeuge, von denen es heißt, sie seien für die Messung einer Hungersnot entscheidend seien.

Die unbequeme Wahrheit darüber, dass die Hamas aus Krankenhäusern Kommandozentren  und Waffenlager macht? Wird nicht erwähnt. Stattdessen haben humanitäre Gruppen ausgebildete Gesundheitsfachkräfte Berichten zufolge die Oberarme von Kindern vermessen und auf diesen Daten gründen die Hungersnot-Behauptungen.

Doch die IPC weigert sich offenzulegen, wer diese für die Datensammlung verantwortlichen Mitarbeiter hinter der Hungersnot-Behauptung steckt, geschweige denn, dass sie die Identität dieser Mitarbeiter selbst nennen; dazu führen sie Ängste an, sie „könnten von Israel ins Visier genommen werden“. Ja, Reuters legt ernsthaft nahe, die IDF könnte die Gesundheitsfachkräfte wegen der Meldung der Hungersnot jagen. Wenn das nach Verschwörung klingt, dann weil es eine ist.

Ein weit wahrscheinlicherer Grund für diese Heimlichtuerei? Namen zu nennen könnte mit einer Namensliste an „Gesundheits-Fachkräften“ zu tun haben, die gleichzeitig als Hamas-Terroristen fungieren.

Noch rätselhafter ist, dass die IPC trotz aller Sicherheitsbedenken nicht mit Vertretern Israels zusammenarbeiten – etwas, das mit anderen Regierungen in ähnlichen Krisen gemacht worden ist. Reuters erklärt diese Weigerung mit der Andeutung, dass die IPC annahm, Israel wolle nicht, dass Hilfe verhungernde Palästinenser erreicht.

Die Wirklichkeit? Eine halbe Million LKWs sind in den Gazastreifen gefahren, selbst während die Hamas immer noch israelische Zivilisten als Geiseln hält.

Das ist die Story, die Reuters nicht erzählen will. Stattdessen verbiegt sich Reuters, um zu erklären, dass

Medien plappern blind Amnesty-Bericht nach, der Israel Völkermord vorwirft

Verfasst 7. Dezember 2024 von spotplenni
Kategorien: Antiisraelismus, Antisemitismus, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, NGOs

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Simon Plosker, HonestReporting, 5. Dezember 2024

Amnesty Internationals jüngster wichtiger Bericht „‘You Feel Like You Are Subhuman’: Israel’s Genocide Against Palestinians in Gaza“ [Du fühlst dich wie ein Untermensch: Israels Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen] beschuldigt den jüdischen Staat entsprechend der langen Geschichte der Feindseligkeit der Organisation gegenüber Israel des Völkermords im Gazastreifen.

Laut Amnesty wird in dem Bericht

Israels Handeln bei seiner Offensive vom 7. Oktober in den besetzten Gazastreifen dokumentiert. Er untersucht die Tötung von Zivilisten Schaden an und Zerstörung von ziviler Infrastruktur, Zwangsvertreibung, die Behinderung oder Verweigerung lebensrettender Güter und humanitärer Hilfe und die Einschränkung der Stromversorgung. Er analysiert Israels Absicht über Verhaltensmuster und Äußerungen israelischer Entscheidungsträger. Er kommt zu dem Schluss, dass Israel an den Palästinenser im Gazastreifen einen Völkermord begangen hat.

Amnestys Schlussfolgerung ist allerdings kategorisch falsch.

Amnesty definiert Völkermord um

So wie die Gruppe 2022 bereits auf eine völlig neue Definition dessen verfallen ist, was sie „das Verbrechen der Apartheid“ nennt, hat Amnesty die Definition für Völkermord verändert, damit sie zu ihren vorher festgelegten Schlussfolgerungen passt.

Unterstrichen: „Amnesty betrachtet das als eine allzu einengende Interpretation internationaler Rechtsprechung und als eine, die eine Feststellung von Völkermord im Kontext eines bewaffneten Konflikts praktisch ausschließt.“

Abgesehen davon demonstriert die Berichterstattung zu Amnestys Völkermord-Bericht, dass nur allzu viele Journalisten nicht bereit sind eigenes kritisches Denken zu üben.

Die Medien leiden bereits allgemein unter dem „Heiligenschein-Effekt“, über den Journalisten Nichtregierungs- und sogenannte Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty anführen, sie als über jeden Zweifel erhaben behandeln und davon ausgehen, dass ihre Informationen verlässlich sind.

Dieser Effekt wird von der Notwendigkeit verschärft, dass Medien die Story schnell veröffentlichen müssen. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Journalist die Zeit damit verbringt die umfangreichen Amnesty-Bericht von 296 Seiten angemessen durchzusehen. Also wird das, was Amnesty als Hauptpunkte in seiner sechsseitigen Presseveröffentlichung oder an Äußerungen auf einer Pressekonferenz veröffentlicht das sein, was in den Medien erscheint.

Die Nachrichtenkreisläufe sind schnelllebig. Bis diejenigen, die auf den Bericht tiefer gehend antworten wollen, ihn zu Ende gelesen haben, wird die Amnesty-Story vorbei sein. Die Auswirkungen des Berichts und der Völkermord-Vorwurf hingegen werden viel länger anhalten, Teil des Mediennarrativs sein, während Israel aus zahlreichen Quellen unter anhaltenden Beschuss gerät, der sein Recht auf Selbstverteidigung und sogar sein Existenzrecht delegitimiert.

NGO Monitor schaffte es Amnesty Presseerklärung vorab zu erhalten und hielt in seiner vorläufigen Analyse fest, dass die sechs Seiten und 2.500 Worte lange, noch nicht zur Veröffentlichung freigegebene Zusammenfassung „die mangelnde Substanz und die Dominanz von Parolen und Mythen hervorhebt. Früherer Praxis folgend erklärt die Presseveröffentlichung Israel des Völkermords für schuldig, ohne sich um die Realität im Gazastreifen zu kümmern. Dieses Grundmuster ist durch Amnestys selektive Verwendung von ‚Beweisen‘ dokumentiert, darunter grundlegende Auslassung von Fakten, die ihre politische Linie nicht stützen sowie der eklatant manipulativen Diskussion ziviler Opfer.“

Diese Diskussion ziviler Opfer wird von Salo Aizenberg aufgenommen, der festhält, dass Amnesty es vermeidet sich mit der Zahl der getöteten Kombattanten und der sich daraus ergebende Verhältnis Zivilisten/Kombattanten zu beschäftigen; das hätte die Zielgenauigkeit der IDF gezeigt, was Amnestys Bericht bedeutungslos gemacht hätte.

Eine Möglichkeit schnell zu beweisen, dass Amnestys neuen „Bericht“ mit der Völkermord-Behauptung reiner Müll ist: Auf 296 Seiten sagt Amnesty nichts zur Zahl der getöteten Hamas-Leute (nicht einmal als israelische Behauptung) und sagt nie etwas zum Verhältnis Zivilisten/Kombattanten. Warum? Weil die Daten ihre gefälschte These vernichten würden.

NGO Monitor stellte auch fest, dass Amnesty „ausgesuchten Journalisten einen noch nicht zur Veröffentlichung freigegebenen Text und eine langatmige Presseerklärung zur Verfügung gestellt hatte, ein Versuch wohlwollende Medienberichte zu gewährleisten. Obwohl sie nicht verpflichtet sind sich an die Veröffentlichungstermine von Amnesty zu halten, sollten Journalisten, die über Amnestys Bericht berichten, diese Manipulation vermeiden und eine detaillierte kritische Analyse integrieren.

Dieser Zug scheint aber abgefahren zu sein, denn Medien wie Associated Press, CNN, Reuters, AFP, die BBC, The Guardian, die Washington Post and Sky News sind auf die Story aufgesprungen.

Amnesty Israel weist den Bericht zurück

Es ist also unwahrscheinlich, dass die internationale Presse Extraarbeit erledigen wird, Amnestys dehnbare Völkermord-Definition infrage zu stellen. Es ist ebenfalls unwahrscheinlich, dass irgendjemand sich hinsetzt und die Presseerklärung (auf Hebräisch) zur Kenntnis nehmen wird, die Amnestys Zweig in Israel veröffentlicht hat.

Amnesty Israel steht dem Handeln Israels im Gazastreifen zwar höchst kritisch gegenüber, erklärt aber, dass es „die Behauptung nicht akzeptiert, es sei bewiesen, dass im Gazastreifen ein Völkermord stattfindet und auch die operativen Erkenntnisse des Berichts werden nicht akzeptiert.“

Ha’aretz, der Auslandsmedien regelrecht religiös folgen, berichtet derweil in einer gemeinsamen Erklärung mehrerer Mitglieder von Amnesty Israel und jüdischen Mitgliedern von Amnesty International, sie:

argumentieren, dass die „künstliche Analyse“ des Berichts – besonders hinsichtlich der weitverbreiteten Zerstörung im Gazastreifen, die angeblich eine Völkermord-Absicht zeigt – nahelegt, dass die Autoren „zu einer vorher festgelegten Schlussfolgerung kommen – und keine Schlüsse auf Grundlage einer objektiven Überprüfung der Fakten und des Rechts zogen.

„Von Anfang an verwies der Bericht in interner Korrespondenz als ‚Völkermord-Bericht‘, obwohl die Recherche noch in ihren Anfangszügen steckte“, enthüllen die jüdischen Mitarbeiter.

„Das ist ein starker Hinweis auf Voreingenommenheit und außerdem ein Faktor, der weitere Einseitigkeit verursachen kann: Stellen Sie sich vor, wie schwierig es für einen Rechercheur ist Monate lang an einem Bericht mit dem Titel ‚Völkermord-Bericht‘ zu arbeiten und dann zu dem Schluss kommen zu müssen, dass es sie ‚nur‘ um Verbrechen gegen die Menschheit handelt. Vorher festgelegte Schlussfolgerungen dieser Art sind für andere Ermittlungen von Amnesty International untypisch.“

Die gemeinsame Erklärung besagt weiter, dass der Bericht „von einem Wunsch motiviert ist ein bei Amnesty Internationals Zielgruppe beliebtes Narrativ zu unterstützen“ und dass dies „leider einer Atmosphäre innerhalb von Amnesty International entstammt, die die Schwere des Massakers vom 7. Oktober bagatellisieren will.

Es war ein Versäumnis – und manchmal sogar die Weigerung – die israelischen Opfer auf persönliche und humane Weise zu thematisieren.“ Laut den jüdischen Mitarbeitern „ignorierte die internationale Organisation auch Bemühungen diese Bedenken anzusprechen“.

Aber werden Journalisten dem Beachtung schenken?

Holocaust-Vereinnahmung

Es sagt viel über die Denkweise eines Journalisten, wenn der Holocaust vereinnahmt wird, um unbewusst Israels Handeln im Gazastreifen, von dem Amnesty behauptet, es sei Völkermord, mit dem echten Nazi-Völkermord am jüdischen Volk in Verbindung zu bringen.

Leider haben sowohl Associated Press als auch der Guardian in ihren Artikeln zum Amnesty-Bericht diesen Weg eingeschlagen.

„Israel, das in der Folge des Holocaust gegründet wurde…“
„… wird wahrscheinlich in Israel mit Empörung begegnet werden und Antisemitismus-Vorwürfe hervorrufen…
Der Holocaust führte zur Gründung des jüdischen Staates…“

Der Guardian ging sogar so weit israelische Reaktionen auf den Amnesty-Bericht vorwegzunehmen und behauptete, er würde „Antisemitismus-Vorwürfe hervorrufen“, womit er Israelis und Juden quasi beschuldigte in böser Absicht Antisemitismus zur Waffe zu machen.

AFP machte sich nicht einmal die Mühe irgendeine israelische Reaktion auf den Bericht zu bringen, bis auf den Textbaustein „Israel hat Völkermord-Vorwürfe wiederholt und entschieden bestritten und die Hamas beschuldigt Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu benutzen“.

Die Washington Post zitiert Paul O’Brien, Exekutivdirektor von Amnesty International USA, der sagt: „Was das Gesetz verlangt, dass wir – neben all den andren komplexen Absichten, die es im Krieg gibt – beweisen, hinreichend Beweise dafür gibt, dass [Völkermord-] Absicht besteht.“

Und das ist der Haken an der Sache: Die Zahl der Toten und die Zerstörung im Gazastreifen können als eine unvermeidliche und tragische Folge eines Krieges erklärt werden, in dem die Hamas alles ihr Mögliche getan hat, um die Zivilbevölkerung des Gazastreifens in Gefahr zu bringen. Und Israel hat jede Vorkehrung getroffen zivile Opfer zu vermeiden und gleichzeitig humanitäre Hilfe in den Gazastreifen kommen lassen.

Das unvermeidliche Ergebnis der Herangehensweise von Amnesty besteht darin, aus jedem Krieg einen Völkermord zu machen, womit dem Wort seine wahre Bedeutung genommen wird.

Israels Handeln ist nicht das eines Staates, der die Absicht zeigt Völkermord zu begehen und Israel ein solches Verbrechen vorzuwerfen zeigt einzig, wie fernab von aller Realität Amnesty International und seine Bejubler sind.

Leider haben die internationalen Medien dieser Verleumdung ohne sie zu hinterfragen eine Plattform gegeben


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