Nichts Böses sehen, nichts Böses senden

Verfasst 4. September 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Rolene Marks, HonestReporting, 31. August 2025

Ein weiser Mensch sagte einmal: „Es gibt niemanden, der so blind ist, dass er nicht sieht.“ Wenn es je Beweise dafür gab, dann ist es die Berichterstattung der Presse während Israels Krieg mit der Hamas. Wir werden mit Schlagzeilen überflutet, die regelmäßig Israel Schuld geben und die Hamas von jeder Verantwortung für ihre Rolle in diesem Krieg freisprechen. Medien zitieren die von der Hamas gelieferten Opferzahlen als Fakt und die jüngste Verleumdung ist die Anschuldigung einer Politik des Massenhungerns, trotz der transparenten Vermittlung von Informationen der COGAT-Einheit der IDF, die für humanitäre Hilfe verantwortlich ist. Die herzzerreißende Bilder ausgemergelter palästinensischer Kinder, von denen nachgewiesen ist, dass sie Patienten sind, die unter angeborenen Krankheiten leiden.

Scheiß auf Beweise!

Viele fragen sich, ob die Medien Stenografen der Hamas geworden sind, statt vertrauenswürdige Informationsquellen. Wir glauben, dass wir die sorgfältig gefertigte Propagandakampagne der Hamas mit Fakten bekämpfen können; und in einer idealen Welt, wie es sein sollte – aber in den letzten zwei Jahren haben wir bei den Traditionsmedien ein beängstigendes neues Phänomen erlebt: das Versagen sachlich zu berichten.

Ist das träger Journalismus – oder etwas viel tückischeres?

Es beginnt vor Ort.

Wir glauben, wenn wir die Auslandspresse dazu bringen die Killing Fields im Süden oder die tausenden Paletten nicht eingesammelter Hilfe im Gazastreifen zu sehen , dann werden sie irgendwie unsere Seite und gegen was wir kämpfen sehen.

Leider haben viele ihre Geschichte bereits geschrieben, bevor sie die Beweise sehen. Ich weiß das, weil ich das in den letzten neun Monaten ein paarmal erlebt haben, wenn ich mich Kollegen anschloss, um über Ereignisse zu berichten. Zwei besondere Vorfälle haben sich in mein Bewusstsein eingebrannt.

Ich erinnere mich an einen Besuch in Nir Oz am 360. Tag des Krieges mit einer Gruppe Auslandspresse und ein paar von uns israelischen Journalisten. Fast ein Jahr später schlug uns der Gestank des Todes entgegen, als wir durch den verwüsteten Kibbuz gingen. Als wir vor dem zerstörten Haus von Oded und Yocheved Lipschitz standen, hörten wir alle ihrer Schwiegertochter Rita zu, die erzählte, dass die Familie hoffte, wer immer Oded gefangen hält, erkennt, dass er einer von mehreren Freiwilligen war, der palästinensische Kinder zur Krebsbehandlung in israelischen Krankenhäusern fuhr. Einer der Auslandsjournalisten wandte sich mit breitem Grinsen einem anderen zu: „Ist ein bisschen zerstört, dieses Viertel.“ Der Journalist, den er mit seinem Kommentar ansprach, grinste in Reaktion. Ich kann die Wut und den Schmerz wegen dieses Austauschs nicht in Worte fassen. Im Februar 2025 sollte die Familie Lipschitz Oded beerdigen. Er wurde in der Gefangenschaft ermordet und seine Überreste wurden zusammen mit denen von Schiri Bibas und ihren beiden rothaarigen Kindern Kfir und Ariel in einer grotesken Zeremonie während des vereinbarten Waffenstillstands und Geiselfreilassung Anfang dieses Jahres übergeben.

Das jüngere Beispiel betrifft den australischen nationalen Sender ABC. Es ist kein Geheimnis, dass Spannungen zwischen Jerusalem und Canberra seit dem 7. Oktober immer weiter zugenommen haben. Nur wenige können Außenministerin Wongs Weigerung vergessen die von dem Massaker betroffenen, dezimierten Gemeinden zu besuchen oder den öffentlichen Austausch von Kritikzwischen Regierungsvertretern beider Länder in Anschluss an Australiens erklärte Absicht im nächsten Monat in der UNO-Vollversammlung einen Palästinenserstaat anzuerkennen.

Vor drei Wochen war ich Teil eines kleinen Press-Kontingents, das auf die Gaza-Seite des Übergangs Kerem Schalom gebracht wurde, um die tausenden Paletten humanitärer Hilfe zu dokumentieren, die die UNO und verschiedene Hilfsorganisationen immer noch nicht abgeholt hatte, während sie regelmäßig Israel beschuldigten eine Politik des Massenverhungerns initiiert zu haben. Hilfs-LKWs samt ihren Fahrern warteten dort auf grünes Licht der UNO und ein UNO-Fahrzeug war in der Nähe stationiert.

Mein Bericht:

Die Journalisten durften sich frei bewegen, umhergehen und dokumentieren, was sie sahen. Während wir dort unter dem wachsamen Auge der IDF standen, die uns beschützten und jegliche Fragen beantworten sollten, die wir vielleicht gehabt hätten, behinderte uns kein einziger der Soldaten auf irgendeine Weise oder sagte uns, dass wir eine bestimmte Information weitergeben MÜSSEN. Was wir sahen, sprach für sich selbst. Es sprach zu jedem, so schien es, außer zu den beiden Korrespondenten von ABC.

Der ABC-Journalist stand zwischen den Türmen mit den Aufschriften UNO, UNICEF und Welternährungsprogramm und sagte mit ernster Miene: „Dies ist das Gesicht, von dem Israel will, dass Sie es sehen, wie es die Lieferung humanitärer Hilfe betreibt.“ Der Reporter fuhr mit seinem beleidigenden Bericht fort und versuchte Israels Behauptungen in Zweifel zu ziehen.

Es bedurfte mehrerer Aufnahmen, um die Darbietung mit ausreichender Intensität zu gestalten.

Die Anspielung lautete, es habe sich um einen inszenierten Versuch Israels gehandelt, Anschuldigungen des vorsätzlichen Verhungerns wegzubürsten. Diejenigen von uns, die Zeugen davon waren, waren verblüfft. Wir konnten nicht glauben, was wir sahen. Hatten sie nicht genau das Gleiche gesehen wie wir? Berge an Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Babynahrung und so viel davon verrottete in der glühenden Hitze, wartete darauf von genau den Organisationen abgeholt zu werden, die Israel die Hungersnot zum Vorwurf machen? Es war kein Zufall, dass die beiden, sobald sie wieder sicher zurück in Israel waren, einen ziemlich hastigen Rückzug antraten.

Diese beiden Vorfälle verdeutlichen den alarmierenden Trend zu agendabasierter Berichterstattung. Wir müssen unsere Medien zur Verantwortung ziehen, in der Erwartung, dass sie Fakten mitteilen und nicht Redaktions- oder persönliche Absichten. Fehldarstellung von Fakten und vorsätzliche Fehlinformationen schaffen ein furchterregendes globales Klima des Antisemitismus und fehlgeleiteter außenpolitischer Entscheidungen. Wir können diesen Trend nicht ignorieren – unsere Sicherheit steht auf dem Spiel. Wir müssen unsere Medien zur Verantwortung ziehen. Als Medienkonsumenten sind wir nicht machtlos; wir haben Möglichkeiten und müssen von unseren Medien bessere Leistungen verlangen. Davon hängen Leben ab – sowohl das von Israelis als auch von Palästinensern.

Der Gaza-Hungersnot-Bericht: Fragwürdige Methoden und israelfeindliche Autoren

Verfasst 28. August 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO

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Chaim Lax, HonestReporting, 25. August 2025

Am 22. August 2025 erklärte das Famine Review Committee (Hunger-Überprüfungskomitee) des IPC, einer von der UNO gestützten Hunger-Beobachtungsorganisation, offiziell, dass sich im Gouvernement Gaza, zu dem auch Gaza-Stadt und seine Umgebung gehören, eine Hungersnot ausbreitet. Der Bericht warnte zudem, dass die Hungersnot sich in den kommenden Wochen nach Khan Junes und Deir al-Balah ausbreiten wird.

Die Medien griffen diese Hungerklassifizierung schnell auf und plapperten die Befunde des Berichts mit Schlagzeilen wie diesen kritiklos nach:

Gaza City and Surrounding Areas Are Officially Under Famine, Monitors Say (The New York Times – Beobachter: Gaza-Stadt und umgebende Bereich stehen offiziell von Hungersnot betroffen sind)

How Israel’s policies created famine in Gaza (BBC – WieIsraels Politik im Gazastreifen eine Hungersnot schuf)

Gaza City suffering a ‘man-made’ famine that’s likely to spread, UN-backed initiative says (CNN – Von der UNO unterstützte Initiative sagt: Gaza-Stadt leidet unter einer „menschgemachten“ Hungersnot, die sich wahrscheinlich ausbreitet)

Während die Medien die Erkenntnisse des Berichts weitgehen aufgriffen und Israels Einwände abtaten, haben Kritiker Zweifel an der Hungererklärung gesät und verwiesen auf fehlerhafte Methodik, Missachtung etablierte Standards  und die fragwürdigen Beiträge zweier israelfeindlicher Akademiker zu dem Bericht.

Fragwürdige Methodik und Missachtung etablierter Standards

Damit in einem bestimmten Gebiet eine Hungersnot erklärt werden kann, müssen drei Schwellenwerte überschritten werden:

  1. 20% der Haushalte müssen von extremer Ernährungsunsicherheit betroffen sein.
     
  2. 30% der Kinder unter 5 Jahren (oder 15% gemäß der MUAC-Punkte – s.u.) müssen unter akuter Mangelernährung leiden.
     
  3. Es gibt mindestens zwei Nichttrauma-Tote pro 10.000 Einwohnern am Tag.

Kritiker deuten allerdings auf mehrere Probleme in der Methodik des Berichts sowie seiner Verwendung von Mechanismen, die etablierten Standards des IPC widersprechen.

Zu diesen offensichtlichen Mängel gehören:

  • Zur Feststellung akuter Mangelernährung bei Kindern unter fünf Jahren verlässt sich das IPC auf eine Messung des Umfangs des mittleren Oberarms (MUAC), statt auf die verlässlichere Gewicht-Größen-Messung. Auf MUAC kann man sich zwar in Notfällen verlassen (wofür der Gazastreifen infrage kommen könnte), aber das ist „auf die Einstufung von Phase 4 (Notfall) beschränkt, nicht auf Phase 5 (Hungersnot)“. Daher konnte die MUAC-Messung nicht dazu verwendet werden das Gouvernement Gaza von Phase 4 auf Phase 5 anzuheben (was in diesem Bericht geschah).
     
  • Das IPC muss den Zusammenhang der Umgebung des untersuchten Gebiets berücksichtigen. Im Vorkriegs-Gazastreifen war die Häufigkeit von MUAC deutlich höher als die des Gewicht-Größe-Verhältnisses (was das Gegenteil der üblichen Praxis ist). Damit hätte der niedrigere Schwellenwert für die Feststellung eines lebensmittelbdingten Notfalls aufgrund seiner Vorkriegs-Anomalie bei den Kindern des Gazastreifens. als weniger bedeutend angesehen werden müssen,
     
  •  Der Bericht stützt sich enorm auf Krankenhaus-Akten, die die Ergebnisse infolge der der Konzentration auf krankere Kinder und des Ausschlusses gesunder Kinder verzerrt. Das ist der Grund dafür, dass das IPC im Allgemeinen keine Krankenhaus-Aufzeichnungen verwendet, um akute Unterernährung festzustellen, sondern sich auf gemeinschaftsbasierte Aufzeichnungen stützt. Weil  es sich auf Krankenhaus-Akten stützt, hat das IPC gegen seine eigenen Richtlinien verstoßen.
  • Eine der Hauptquellen, auf die sich das IPC verlässt, um Lebensmittelunsicherheit festzustellen, waren Übersichtslisten von Bargeldempfängern der UNICEF. Da das Hamas-Ministerium für soziale Entwicklung hilft zu entscheiden, wer diese Bargeld-Hilfe erhält, verzerrt diese Möglichkeit die Ergebnisse zugunsten derer, die der Hamas loyal ergeben sind oder die Krankesten oder Ärmsten innerhalb des Gebiets sind. Damit vertraut das IPC auf die Ergebnisse unsichere Erhebungen, um Lebensmittelunsicherheit festzustellen.
     
  • Da der Mortalitätsschwellenwert laut den von der Hamas gelieferten offiziellen Zahlen zu Todesfällen durch Mangelernährung nicht überschritten wurde, geht das IPC davon aus, dass viele Tote durch Mangelernährung nicht gemeldet worden sind. Das IPC behauptet, dass es laut offiziellen Quellen durchschnittlich sechs mit Unterernährung zusammenhängende Tote pro Tag gibt. Um den Mortalitätsgrenzwert zur Erklärung einer Hungersnot zu überschreiten, hätte es im Gouvernement Gaza (mit einer Bevölkerung von etwa 650.000) pro Tag etwa 130 Tode im Zusammenhang mit Mangelernährung geben müssen. Es ist absurd zu behaupten, dass es mehr als 20-mal so viele Hungertote pro Tag gibt, als die Hamas-Behörden melden.
     
  • Das IPC hat zwar einen gewissen Spielraum um die Mortalitätsrate einzuschätzen, wenn es schwierig ist diese Informationen vor Ort zu erhalten, doch nähert sich die vorherige Sterblichkeitsrate in der Regel dem Schwellenwert und es kann logischerweise angenommen werden, dass dieser mit sich verschlechternden Umständen im Laufe der Zeit überschritten worden ist. In diesem Fall trifft all das nicht zu, weil die Mortalitätsrate für das Gouvernement Gaza diesem Schwellenwert vor der Einstufung als Hungersnot nicht annähernd nahe kam; und Israel hat Schritte unternommen, um die humanitäre Krise einzudämmen.

Die israelfeindlichen Stimmen hinter dem Bericht

Abgesehen von den vielen Fragen zur die Methodik des Hungerberichts und der offensichtlichen Nichteinhaltung der IPC-Standards ist ein weiterer besorgniserregender Aspekt, dass zwei befangene israelfeindliche Akademiker zu den Autoren des Berichts gehören.

Der erste, Andrew Seal, ist Dozent für internationale Ernährung am Centre for Climate Change, Migration, Conflict, and Health am University College London – Institute for Global Health.

Wenn er keine Vorlesungen zu internationaler Ernährung hält, ist Seal in sozialen Medien damit beschäftigt Houthi-Angriffe auf die internationale Schifffahrt zu verteidigen, Israel der Apartheid zu beschuldigen, Israel mit der Hamas gleichzusetzen, Israel vorzuwerfen, es begehe im Gazastreifen einen Völkermord (bereits am 28. Oktober 2023) und Propaganda des iranischen Regimes zu verbreiten.

Zeina Jamaluddine ist die zweite israelische Akademikerin, Dozentin an der Fakultät für Epidemiologie und Bevölkerungsgesundheit an der London School of Hygiene & Tropical Medicine.

Jamaluddine ist Co-Autorin einer Studie zur Zahl der Todesopfer im Gazastreifen, der Anfang 2025 in The Lancet veröffentlicht wurde, die aber wegen ihrer fehlerhaften Methodik und politisch getriebenen Agenda stark kritisiert wurde. Als Teil dieser Studie wurden Jamaluddine und ihr Team vom von der Hamas geführten Gesundheitsministerium mit exklusivem Zugang zu Daten betraut.

Jamaluddine hat zudem israelische Angriffe auf die Hisbollah im Libanon als „Terror“ beschrieben, ein Ende des Krieges aufgrund ihrer Wahrnehmung einer humanitären Krise seit mindestens dem 16. Oktober 2023 (9 Tage, nach dem Hamas-Massaker und noch vor der israelischen Bodeninvasion des Gazastreifens) und im Zusammenhang von Israel und dem Gazastreifen „Entkolonisierung“ gefordert.

Mit der Aufnahme von Seal und Jamaluddine auf die Liste der Experten, die den Hungersnot-Bericht für den Gazastreifen erstellten, wundert es nicht, dass diese Studie

  • einen neutralen Ton durch gefühlsgeladene Sprache ersetzte
     
  • israelische Schritte ignorierte, die  humanitäre Krise im Gazastreifen zu entschärfen
     
  • gegenüber der Rolle der Hamas bei der Verhinderung der Lieferung von Hilfe an unschuldige Palästinenser die Augen verschließt
     
  • der Ansicht ist, dass für die Krise im Gazastreifen nur eine Lösung gibt – einen sofortigen Waffenstillstand, der die Hamas an der Macht belassen und das Schicksal der israelischen Geiseln im Ungewissen lassen würde

Hungersnot-Standard für den Gazastreifen heruntergesetzt, Medien schauen weg

Verfasst 17. August 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, UNO

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Chaim Lax, HonestReporting, 14. August 2025

Die Schlagzeilen flimmerte Ende Juli über den Bildschirm.

Famine unfolding across Gaza, says global hunger monitor” – The Washington Post (globaler Hunger-Beobachter: Hungersnot breitet sich im Gazastreifen aus)

Famine ‘currently playing out’ in Gaza, UN-backed experts warn” – BBC (UNO-Experten warnen vor sich entwickelnder Hungersnot im Gazastreifen)

‘Worst-case scenario of famine’ is happening in Gaza, food crisis experts warn” – AP (Ernährungs-Experten warnen: Im Gazastreifen findet Worst-Case-Szenario Hungersnot statt)

Dies schockierenden Schlagzeilen stützten sich auf die Veröffentlichung eines Alarms der Integrated Food Security Classification (IPC) vom 29. Juli 2025, die warnt, dass sich im Gazastreifen angeblich eine Hungersnot entfaltet.

Aber haben Nachrichtenmedien in der Berichterstattung über diese IPC-Warnung ihre journalistische Pflicht erfüllt? Oder haben diese Medien ihre professionelle Integrität im Tausch gegen sensationsheischende Schlagzeilen geopfert?

Eine Reihe Fakten deuten auf Letzteres hin.

1. Die Schlagzeilen oben und ähnliche bei anderen Nachrichtenmedien waren irreführend.

Jeder, der die Schlagzeilen überfliegt, würde den Eindruck gewinnen, dass von den führenden Experten der Welt offiziell eine Hungersnot im Gazastreifen erklärt wurde.

Nur diejenigen, die den gesamten Artikel lesen, würden feststellen, dass mehrere Absätze in der Warnung klarstellen, dass diese keine offiziellen Angaben zu Hungersnot im Gazastreifen sind. Mit dem Vergraben dieser wichtigen Information halfen die Medien zum falschen Bild beizutragen, Israel habe eine Hungersnot im Gazastreifen herbeigeführt, das sich wie ein Lauffeuer rund um die Welt verbreitet hat.

2. Zweitens müssen drei Schwellenwerte überschritten werden, damit das IPC ein Gebiet offiziell als von Hungersnot betroffen einstuft: 20% der Haushalte sind von extremem Nahrungsmangel betroffen, 30% der Kinder seiden unter akuter Mangelernährung und es gibt mindestens zwei Todesfälle pro 10.000 Einwohner, die nicht auf ein Trauma zurückzuführen sind.

Wieder einmal haben die Meiden das in tief in ihren Berichten vergraben, dass selbst laut der IPC-Warnung nur ein Schwellenwert (extremer Mangel an Nahrungsmitteln) im gesamten Gazastreifen überschritten wurde. Der zweite Schwellenwert wurde nur in bestimmten Gebieten überschritten, während vom dritten niemals gesagt wurde, er sei irgendwo im Streifen überschritten worden.

Damit im Gazastreifen mit seinen Bevölkerung von mehr als 2 Millionen eine Hungersnot erklärt werden kann, müssten 420 Menschen am Tag aufgrund von Nahrungsmangel sterben. Das wird nirgendwo behauptet, auch nicht von der Hamas-Obrigkeit.

Aber noch einmal: Diese herausstechende Tatsache wurde in den Berichten nur tief vergraben erwähnt, wobei eine vage Behauptungen einer Hungersnot einer angemessenen Darstellung der Fakten den Vorzug erhielten.

Änderung der Parameter

In den letzten Tagen ist aufgedeckt worden, dass diese jüngste IPC-Warnung auch die Parameter dafür änderten, wie akute Unterernährung im Gazastreifen bisher gemessen wurden.

Diese Aufdeckung, zuerst im The Washington Free Beacon veröffentlicht, ergab, dass das IPC die Messgröße zur Feststellung des Schwellenwertes für akute Mangelernährung geändert hatte.

Wo der Schwellenwert ursprünglich festgelegt wurde, indem man das Gewicht und die Größe eines jeden Kindes maß, stützte sich der jüngste IPC-Bericht auf den Umfang des mittleren Oberarms. Obwohl dieses Maß in früheren IPC-Berichten selektiv genutzt wurde, wird als weniger genau betrachtet als Gewicht und Größe.

Der Free Beacon stellte auch fest, dass das IPC den Schwellenwert von 30% der Kinder auf 15% der Kinder gesenkt hatte, wobei die Messung des Arms und vage „Beweise sich rasche Verschlechterung der zugrundeliegenden Ursachen“ genannt wurden.

Das ist eine starke Verschiebung dessen, wie Hungersnot festgestellt wird und könnte ein Signal sein, dass das IPC seine Standards nach unten verschiebt, um den Gazastreifen zu einer Hungerzone zu erklären, egal, was vor Ort passiert; diese Veränderung ist in den Traditionsmedien völlig unerwähnt geblieben.

Es scheint so, dass die Medien sich weit stärker darauf konzentrierte die Hunger-Behauptungen des IPC nachzuplappern, als den Bericht der Organisation kritisch zu analysieren.

Hamas bläht die Zahlen auf

Abgesehen vom IPC-Bericht ist eine weitere Quelle der Medienbehauptung von Hunger im Gazastreifen das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium. Die Medien haben unkritisch die jüngsten Zahlen der durch Mangelernährung und Hunger Verstorbenen veröffentlicht, die vom Gesundheitsministerium geliefert werden.

COGAT, die israelische Organisation, die die Einfuhr von Hilfe in den Gazastreifen koordiniert, stellte gerade fest, dass die Hamas diese Zahlen aufzublähen scheint. Während bisherige Tote durch Verhungern offiziell in offiziellen Kanälen mit voller Beschreibung der Verstorbenen identifiziert wurden, fehlen in den jüngsten Behauptungen der Hamas diese Angaben.

Auf dieser Grundlage vermutet COTAG, dass die Hamas die Zahlen aufbläht, um Israels Kriegsführung im Gazastreifen zu trüben. Trotzdem veröffentlichen die Medien diese Zahlen weiter als verifizierte Fakten.

Jede Form von Hunger und Mangelernährung sind beklagenswert. Allerdings sind, ob es im Gazastreifen eine  Hungersnot gibt oder nicht, wer für diesen weit verbreiteten Mangel an Nahrung verantwortlich ist und welches Ausmaß die Hungersnot im Gazastreifen hat, alles wichtige Fragen, die in der realen Welt Auswirkungen auf die Zukunft von Israels Feldzug, internationale Beziehungen und Innenpolitik haben.

Die vom PIC und den Hamas-Behörden im Gazastreifen vorgelegten Behauptungen müssen kritisch analysiert und nicht blind nachgeplappert werden. Wenn die Medien diese Aufgabe nicht leisten können, dann muss der Durchschnittskonsument die Aufgabe übernehmen hinter die Schlagzeilen zu sehen, indem er diese Behauptungen ernsthaft untersucht und nicht der Autoritätsvoreingenommenheit zu Opfer fällt.

Medien sagen „IDF schießt auf Kinder“, ignorieren aber die Realität der Bekämpfung der Hamas

Verfasst 15. August 2025 von heplev
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit

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Channa Rifkin, HonestReporting, 12. August 2025

Westliche Medien lieben das Narrativ „IDF schießt auf Kinder“, lassen aber die Realität des Kämpfen einer Terrororganisation wie der Hamas aus – wo das Schlachtfeld ein Kinderspielplatz, ein Krankenhaus oder ein Wohnzimmer ist und die „Soldaten“ wie Zivilisten aussehen.

Seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2023 ist „die IDF schießt auf Kinder“ ein Narrativ der Medien gewesen – oder vielmehr ein Narrativ der Hamas. Das Exposé „65 Doctors, Nurses and Paramedics: What We Saw in Gaza“ [65 Ärzte, Pfleger und Sanitäter: Was wir im Gazastreifen gesehen haben] der New York Times und der investigative Bericht der BBC „Two girls shot in Gaza…“ [Zwei Mädchen im Gazastreifen angeschossen] sind nur zwei Beispiele der grotesken Zurschaustellung von Einseitigkeit. Beweise für die Verantwortung der Hamas werden oft bezweifelt oder abgetan, während in einem Narrativ wie im Fall der BBC die Schuld einzig Israel und seiner „fehlenden Rechenschaft“ zugewiesen wird.

Grundlagen der guerilla-artigen urbanen Kriegsführung im Gazastreifen

Urbane Guerilla-Kriegsführung unterscheidet sich enorm von konventionellem Häuserkampf. Bill Roggio, Senior Fellow bei der und Herausgeber des Long War Journals der Foundation for Defense of Democracy’s (FDD), sagte gegenüber HonestReporting, dass Israels eigentliche Herausforderung zur Hamas „die ist, dass die nicht in Uniform kämpft und die kämpfen aus Orten wie Moscheen, Schulen und Krankenhäusern heraus“. Er sagt, zivile Opfer sind im Krieg zwar immer unvermeidbar, aber Feinde wie die Hamas, die sich zwischen ihnen verstecken und von da aus operieren, machen ihn noch „weit komplizierter“.

Im Guerilla-Krieg können die Einsatzregeln oder wie Soldaten gegenüber verdächtigen Aktivitäten handeln sollen, unklar werden. Mit Herausforderungen, die Militärs wie der IDF auf dem Schlachtfeld begegnen, während sie im Gazastreifen manövrieren oder stationiert sind, haben Berichte über verletzte Zivilisten oder sogar Kinder die Medien überflutet und das globale Verständnis des Konflikts gewaltig beeinflusst. Das Problem? Der durchschnittliche Medienkonsument versteht die Realitäten vor Ort nicht.

Roggio bespricht den Zusammenbruch der Einsatzregeln im Chaos einer Guerilla-Umgebung:

Man kann nicht auf jemanden schießen, nur weil der mit einem Funkgerät auf einem Dach steht… Aber dann findest du heraus, dass dieser junge Mensch ein Spotter oder ein Beobachter war oder dass sie benutzt wurden um in Feuergefechten Munition zu bringen oder Frauen und Kinder wurden auf dieselbe Weise eingesetzt oder in manchen Fällen als Selbstmord-Bomber. Bei restriktiven Einsatzregeln benutzt der Feind sie, sobald er sich ihrer bewusst wird, zu seinem Vorteil.

Ganz zu schweigen davon, dass männliche Personen im wehrfähigen Alter von 16 bis 20 immer noch als Kinder gelten, erinnert er uns. Die Medien berichten von angeschossenen Kinder, aber die Hamas unterscheidet bei ihren Angaben zu Toten nicht zwischen Terroristen und Zivilisten. Das dient nur dazu, die Propaganda der Terroristen weiter zu verstärken.

Diese Realitäten des Krieges werden von der Presse, der internationalen Gemeinschaft und NGOs oft missverstanden, sagt Roggio. Seine Kriegsberichterstattung und Militärerfahrung haben ihm den Einblick gegeben, das zu bewerten. Er nutzt die US-Drohnenangriffe auf Al-Qaida in Pakistan im Jahr 2004 als weiteres Beispiel; damals wurde die Rate der Terroristen zu Zivilisten mit 1:1 oder 2:1 berechnet.

Die USA erhielten deswegen sehr viel Kritik, aber das ist ein Falschverstehen des Krieges… Ich denke, manchmal ist es ein absichtliches Falschverstehen oder ich vermute, das wäre kein Missverständnis. Es ist absichtliche Ignoranz.

Und dann behandeln sie die Zahlen und Äußerungen der Terrororganisationen – oder im Fall der Hamas: „Ministerien“ – als glaubwürdig. Hierin liegt eines größten Probleme: Propaganda abzukaufen und wichtigen Kontext wegzulassen ist Irreführung des Publikums.

Der BBC fehlt „Verantwortlichkeit“ für wahrhaftige Berichterstattung

Stephanie Hegarty, Bevölkerungskorrespondentin der BBC, nahm es im November 2023 persönlich auf sich ihr regulär angesetztes Programm zu unterbrechen, um zu zwei getöteten kleinen Gaza-Mädchen zu „ermitteln“ – noch zu Anfang des Krieges.

Hegarty kam zu dem Schluss, auf Grundlage von Ortungen der BBC, die IDF könne für den tragischen Tod von Layan al-Majdalawi und Mira Tanboura verantwortlich sein. Die Logik lautet: Wo die IDF präsent ist, werden Gazaner getötet. Daher muss die IDF sie getötet haben.

Aber die IDF bringt Terroristen zur Strecke, nicht kleine Mädchen. Hegarty gesteht die Möglichkeit nicht zu, dass auch die Hamas dort war und es sich um eine urbane Guerillas-Kampfzone handelte. Die Möglichkeit bleibt unerwähnt, dass sie ins Kreuzfeuer gerieten, von der Hamas getötet wurden oder dass sie von der IDF als Bedrohung verdächtigt wurden.

Obwohl die Hamas zu identifizieren nicht immer offensichtlich ist, dient das Hegartys Narrativ, also ignoriert sie es.

Und natürlich wird eine gemeinsame Anstrengung initiiert, die IDF als abscheuliches, völkermörderisches Militär zu entlarven. Aller Kontext weht zum Fenster hinaus. Nur der angebliche „Mangel an Rechenschaft“ der IDF bleibt.

„K“, ein anonymer IDF-Reservist, gibt Hegarty die Tonschnipsel, die sie haben will, also muss sie sich nicht darum kümmern den Kontext hinter Ks Äußerung „F**k it. Zerstört alles“ zu den Befahlen des IDF-Kommandeurs bezüglich der Einsatzregeln zu untersuchen.

Obwohl der Krieg im Gazastreifen kompliziert ist, kann man den Zuschauern leicht ein vollständigeres Bild bieten.

Dasselbe Narrativ, ein anderes Szenario

Dasselbe gilt für Palästinenser, die auf der Suche nach humanitäre Hilfe getötet werden. Der Artikel der Washington Post „Doctors detail the daily deluge of Gazans shot while seeking foot“ [Ärzte berichten die Einzelheiten zur täglichen Flut der Gazaner, die auf der Suche nach Nahrung erschossen werden] legt die Berichte von Ärzten zu Ereignissen mit Massen an Opfern in den Krankenhäusern des Gazastreifen vor. Der Autor arbeitet an der Unterstellung, dass die Schüsse systematisch sind und erwähnt einzige die Anwesenheit von IDF-Soldaten und dass ihnen die Abgabe von Warnschüssen erlaubt ist.

Keine Erwähnung der Hamas, obwohl es jede Menge Videobeweise gibt, dass die Hamas aus den Hilfskonvois stiehlt und es Berichte gibt, dass die Hamas und andere Banden und andere Banden Palästinenser verprügeln und erschießen, die versuchen an Hilfe zu kommen. Aber es gab auch keinen Kontext zu Feuer der IDF denjenigen, die ihre „militärischen Stellungen“ passierten.

Zeugen sagen, israelische Truppen haben regelmäßig auf Menschen geschossen, die in der Nähe von Militärposten vorbeikommen, wenn sie sich Hilfestellen nähern oder sich bei Hilfskonvois drängen.

Es gibt klare Anweisungen zu Wegen und Zeiten für Hilfesuchende. Man kann annehmen, dass jeder, der diese Zonen verlässt, besonders im Umfeld im Gazastreifen, von der IDF als verdächtig betrachtet werden kann; ihre Soldaten müssen sich ständig der Möglichkeit eines Angriffs auf ihre Stellungen zu jeder Zeit bewusst sein. Eine bedauerliche Realität, die von den Terroristen geschaffen wurde, die ständig innerhalb der Zivilbevölkerung agieren.

Die Washington Post nimmt das Thema von Kindern als Opfer mit hinein:

Der Gang zu GHF-Verteilstellen ist regelmäßig lang und mühsam, also schicken palästinensische Familien oft ihre Fähigsten – in der Regel Teenager-Jungs und junge Männer. Aber bei durch Israels Militäroperationen im Gazastreifen zehntausenden getöteten und verstümmelten Palästinensern hat nicht jede Familie diese Möglichkeit. Das Rote Kreuz sagt, seine Ärzte haben auch Frauen und Kleinkinder wegen Schusswunden behandelt.“

Noch einmal: Urbane Kriegszonen sind chaotisch. Es ist nicht immer klar, was geschieht. Aber medizinisches Personal kann nur die Verletzungen erklärten und Patienten beschreiben, die sie behandelt haben.

Trotzdem ist genau das der Grund, warum die Medien alle Informationen auf den Tisch legen müssen, statt einen vorgefertigte Geschichte vorzulegen die die Medienkonsumenten dazu bringt jegliche Agenda zu übernehmen, die die Journalisten propagieren.

(Fotos. Daphne Lemelin/AFP via Getty Images)

Von Gebet zu Provokation: Wie die Medien Ben-Gvirs Besuch auf dem Tempelberg verdrehte

Verfasst 9. August 2025 von spotplenni
Kategorien: Araber, Israel, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Palästinenser

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Rinat Harash, HonestReporting, 4. August 2025

Am Sonntag, 3. August, verstärkten große Medien das entstellte palästinensische Narrativ über den Tempelberg in Jerusalem – den heiligsten Ort des Judentums – auf eine Weise , die mehr machte als nur zu desinformieren. Sie halfen genau die Rhetorik zu delegitimieren, die die Hamas benutzt um ihr Massaker vom 7. Oktober 2023 zu rechtfertigen.

Von Faktenfehlern bis zu Sensationsmache wurde die Beichterstattung zum Besuch des israelischen Ministers für nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir an Tisha B’Av – dem jüdischen Tag der Trauer um die antiken Tempel – auf dem Al-Aqsa-Gelände als gefährliche Provokation dargestellt, ein Funke, der droht regionale Instabilität weiter zu entzünden.

Da ist mehr als schlechte Berichterstattung. Es ist Mittäterschaft bei einer Lüge, die für Tote sorgt.

Während jüdisches Gebet an dem Ort – dem für Muslime drittheiligsten – verboten ist, übernimmt jedes Medium, das einen solchen gewaltfreien Akt als gefährlich darstellt, den Standpunkt der wahren Extremisten und vergessen, dass solche Berichterstattung der Propaganda der Terroristen Vorschub leistet.

Gelände vs. Moschee

Medien wie der Guardian und die Times of London behaupten, Ben-Gvir habe buchstäblich die Al-Aqsa-Moschee betreten und darin gebetet.

Hat er nicht.

Er besuchte das größere Gelände des Tempelbergs, zu dem auch die Moschee gehört, befand sich aber an der Stelle des ersten und zweiten Tempels. Er sprach ein kurzes, stilles Gebet, um den Tag zu begehen, an dem Juden die Zerstörung dieser Tempel betrauern. Das ist alles.

Die Interational Business Times behauptete sogar, die Al-Aqsa-Moschee selbst sei Juden heilig – ein grundlegender Sachfehler, der entweder Ignoranz oder ideologische Einseitigkeit verrät. Weder das eine noch das andere wirft ein gutes Licht auf einen Journalisten.

Derweil ließen die Los Angeles Times und Associated Press jeglichen Kontext zur Bedeutung des Tages für die Juden aus und nutzten stattdessen die Gelegenheit Ben-Gvirs Besuch mit nicht damit zusammenhängender Gewalt im Gazastreifen in Verbindung zu bringen.

Die BBC vermied es komplett den hebräischen Begriff „Ha HaBayit“ (Tempelberg) zu verwenden; sie bezeichnete ihn einzig mit dem arabischen „Haram al-Scharif“, als sei die jüdische Verbindung zu dem Ort eine Art Behauptung des extremen Randes.

Die Flammen schüren

Solche Berichterstattung – ob nun durch Fahrlässigkeit oder gewollt – stellt die Juden als Problem dar. Und das ist genau die Art von Narrativ, die völkermörderische Gewalt wie die vom 7. Oktober 2023 schürt.

So erklärte die Hamas selbst, nachdem sie 1.200 Israelis abgeschlachtet und hunderte in den Gazastreifen verschleppt hatte, dass die Operation „Al-Aqsa-Flut“ eine legitime Reaktion auf „die israelischen Verjudungspläne für die gesegnete Al-Aqsa-Moschee“ und „die Intensivierung der Einfälle israelische Siedler in die heilige Moschee“.

Mit der Wiederholung dieser Darstellung – dass ein an seinem heiligsten Ort betender Jude eine Bedrohung der Muslime sei – füttern die Medien die Propagandamaschine, die antisemitische Gewalt schürt.

Um es klar zu sagen: Jedes Medium, das behauptet, jüdisches Gebet löse „Empörung“ oder „Wut“ aus, berichtet nicht – es stellt sich auf die Seite der Mörder. Männer, die zu zerbrechlich sind, um auf dem Tempelberg Hebräisch zu hören, aber brutal genug sind, Juden die Kehle durchzuschneiden.

Hinter den Schlagzeilen: Die Daten, die die israelfeindliche Medieneinseitigkeit offenlegen

Verfasst 7. August 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Chaim Lax, HonestReporting, 23. Juli 2025

Für jeden, der die Berichterstattung der Mainstream-Medien im laufenden Krieg zwischen Israel und der Hamas seit dem 7. Oktober 2023 verfolgt hat, ist klar, dass die meisten Nachrichtenmedien in ihren Inhalten eine israelfeindliche Einseitigkeit an den Tag legen.

Diese Einseitigkeit zeigt sich in den Geschichten, die zu veröffentlichen die Medien sich entscheiden, dem Kontext (oder seinem Fehlen), den sie ihrem Publikum bieten und den Quellen, auf die diese Medienorganisationen sich für ihre Artikel verlassen.

Diese Voreingenommenheit ist derart offensichtlich geworden, dass mehrere akademische Quellen Studien zu dieser einseitigen Nachrichten- Berichterstattung veröffentlicht haben, die das Ausmaß quantifizieren, mit dem dein israelfeindliches Objektiv das Verständnis des durchschnittlichen Medienkonsumenten für das färbt, was derzeit im Gazastreifen geschieht.

In diesem Text werden wir einen Blick auf zwei aktuelle Studien werfen, die das Problem der israelfeindlichen Einseitigkeit in den Medien analysiert haben: Eine Studie untersuchte mehrere der englischsprachigen Top-Medien der Welt und die andere konzentrierte sich ausdrücklich auf den Fall New York Times, eine der einflussreichsten Zeitungen der Welt.

Auf die Hamas verlassen, Israel infrage stellen: Wie die Medien über die Opfer des Gaza-Kriegs berichten

Eine Studie von Fifty Global Research Group warf einen Blick auf alle Artikel mit der Erwähnung von Gaza-Opfern, die von Februar bis Mai 2024 in einer der acht englischsprachigen Top-Nachrichtenquellen veröffentlicht wurden: CNN, BBC, New York Times, Washington Post, Reuters, Associated Press, The Guardian und ABC Australia.

Hier sind einige der wichtigsten Erkenntnisse dieser Analyse der Medienberichterstattung zum Krieg zwischen Israel und der Hamas:

  • Die weit überwiegende Mehrzahl der Artikel machten nicht deutlich, dass die Opferzahlen, die vom von der Hamas geführten Gaza-Gesundheitsministerium gemeldet werden Mitglieder der Hamas und anderer Terrororganisationen beinhalten. Nur 15% der Artikel erwähnten die Tatsache, dass das Ministerium nicht zwischen Zivilisten und Hamas unterscheidet, während lediglich 3% die geschätzte Zahl toter Terroristen angaben.
     
  • Es gibt eine gewaltige Differenz darin, wie verschiedene Nachrichtenmedien die oben erwähnten Fakten berichteten. Während die Washington Post und Associated Press in etwa 40% ihrer Artikel erwähnten, dass die Hamas die Zahlen von Zivilisten und Kombattanten nicht trennt, erwähnten die BBC, Reuters und CNN diese Tatsache in weniger als 5% ihrer Artikel.
     
  • 100% aller Artikeln enthielten von der Hamas angegeben Opferzahlen, während nur 4% dieser Artikel von Israel angegeben Opferzahlen enthielten.
     
  • Etwa 80% der Artikel, die Hamas-Opferzahlen brachten, informierten ihre Leser, dass die Zahlen von der Hamas und/oder dem Gaza-Gesundheitsministerium kamen, während 19% dieser Artikel die Quelle dieser Zahlen nicht nannten, womit sie den Eindruck vermittelten, diese seien unbestrittenes Allgemeinwissen.
     
  • In 50% der Artikel, die israelische Opferzahlen angaben, wurden diese mit Skepsis behandelt und als „nicht verifizierbar“ präsentiert. Derselbe Zweifel zu von der Hamas angegebenen Zahlen existiert in weniger als 2% dieser Artikel.

Die verschiedenen Analysten haben festgehalten, dass dieses blinde Verlassen auf Hamas-Statistiken hilft, zur Bestätigung einer international als Terrororganisation anerkannten Gruppe beizutragen und geholfen hat ein falsches Narrativ zu propagieren, nach dem Israel im Gazastreifen rücksichtslos oder vorsätzlich unschuldige Zivilisten statt Terroristen tötet.

Die New York Times: Ein Sonderfall israelfeindlicher Einseitigkeit

Während die Studie oben sich auf mehrere führende Mediengruppen konzentrierte, fokussierte sich eine Analyse von Professor Eytan Gilboa (Bar Ilan Universität) und Lilac Sigan auf Einseitigkeit in der Berichterstattung der New York Times in den ersten sieben Monaten des Kriegs.

Von den 3.848 zum Krieg zwischen Israel und der Hamas veröffentlichten Artikeln betrachteten Gilboa und Sigan als Stichprobe die 1.398 Texte, die im täglichen E-Mail-Newsletter für Abonnenten enthalten waren.

Hier sind einige der wichtigen Befunde ihrer Studie zu israelfeindlicher Einseitigkeit in einer der einflussreichsten und angesehensten Zeitungen der Welt:

  • 46% der Artikel drückten einzig Mitgefühl für die Palästinenser aus. Gleichzeitig gaben nur 10% der Artikel Mitgefühl für Israel zum Ausdruck.
     
  • Den gesamten Zeitraum von sieben Monaten hindurch war die Berichterstattung 4,4-mal verständnisvoller gegenüber den Palästinensern als gegenüber den Israelis. Selbst während des Oktobers 2023, in wenigen Wochen nach dem schlimmsten Massaker an Juden seit dem Holocaust, war das gegenüber Palästinensern zum Ausdruck gebrachte Mitgefühl doppelt so groß wie gegenüber Israelis.
     
  • Von 50 Artikeln über die Geiseln machten nur 28 (56%) die Hamas für deren Leiden verantwortlich, während 11 (22%) Kritik an Israel übten.
     
  • Gleichzeitig machten 647 Artikel, die gegenüber den Palästinensern mitfühlend waren, nur 2 die Hamas für deren Leid verantwortlich.
     
  • Es gab etwa dreimal mehr Op-Eds, die Israel gegenüber kritisch (72) waren, als es solche gab, die der Hamas gegenüber kritisch waren (23).

Es ist klar, dass die New York Times Israel als den Hauptaggressor in diesem Konflikt sieht, der Hamas eine fast untergeordnete Rolle in dem Konflikt und seiner Fortsetzung gegeben wird. Dasselbe könnte dafür gesagt werden, wie die New York Times das Leiden sowohl der Israelis als der Palästinenser betrachtet. Sie konzentriert sich stark auf die Erfahrung der Palästinenser, während sie die der Israelis weitgehend ignoriert.

Diese Beobachtungen sind auch von Edieal Pinker (Yale School of Management) in seiner Analyse der Berichterstattung der New York Times gemacht worden. Pinkas schloss:

Ich fand in der Berichterstattung der New York Times zahlreiche Missverhältnisse, als da sind: Die Berichterstattung zu erlittenen israelischen militärischen und zivilen Verlusten nach dem 7. Oktober ist dürftig. Berichte über israelisches Leiden durch persönliche Berichte von Opfern außerhalb des 7. Oktobers ist sehr eingeschränkt, während palästinensische persönliche Leidensbericht sehr regelmäßig erscheinen. Bericht von Verlusten bei Hamas-Militanten sind spärlich. Die Hamas, Hisbollah oder der Iran werden weit weniger erwähnt als Israel.

Der potenzielle Nettoeffekt dieser Unausgewogenheit ist vielschichtig. Die Ungleichgewichte schaffen enormes Mitgefühl für das palästinensische Volk, während gleichzeitig die Verantwortung der Hamas für ihre Lage und die Fortsetzung des Krieges verringert wird. Abgesehen von den direkten israelischen Opfern des 7. Oktobers gibt es relativ wenig Sympathie für Israelis, wenig Anerkennung dessen, was Israel der Krieg kostet und die Verantwortung für das Leiden der Palästinenser und die Lage in der Region wird in enormem Umfang Israel angelastet. Es liegt eine gewisse Ironie in diesem Muster der Berichterstattung. Der Löwenanteil der Verantwortung für die Situation und ihre Lösung wird Israel angelastet. Gleichzeitig vermittelt die Berichterstattung dem Leser jedoch kein volles Verständnis dafür, wie Israelis den Krieg erleben.

Ist es angesichts solch unverfroren israelfeindlicher Einseitigkeit in der Berichterstattung über den Krieg in einigen der einflussreichsten und angesehensten Nachrichtenmedien ein Wunder, dass es weltweit eine Zunahme der israelfeindlichen Empfindungen gibt?

Der Teddybär in den Trümmern: Das Bild, das im Gazastreifen immer wieder erscheint

Verfasst 17. Juli 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 8. Juli 2025

Sie haben es wahrscheinlich früher schon gesehen, nicht nur im Gazastreifen, nicht nur in diesem Krieg, sondern in Kriegsgebieten rund um die Welt. Inmitten von verbogenem Metall liegt: ein Teddybär. Weich, kindlich, absurd fehl am Platz. Die Schlussfolgerung ergeht unmittelbar und instinktiv. Hier ist ein unschuldiges Kind gestorben. Das Spielzeug, halb im Staub vergraben, ist alles, was übriggeblieben ist. Es handelt sich um ein Bild, das Trauer, Empörung und Vorwürfe hervorrufen soll.

Die düstere Wahrheit lautet, dass Krieg furchtbar ist und die Unschuldigen oft am meisten leiden. Der Tod eines Kindes ist immer eine Tragödie, ob im Gazastreifen, in Israel oder sonstwo auf der Welt.

Aber im Gazastreifen gefährdet die Hamas, wie HonestReporting wiederholt schon dokumentiert hat, nicht nur Zivilisten, darunter Kinder, sie manipuliert auch das Narrativ. Sie bläst die Zahl der zivilen Toten auf, besonders die von Frauen und Kindern; das ist Teil ihres breiteren Propagandakriegs gegen Israel.

Und das funktioniert. Die Medien haben diese Strategie ermöglicht, oft durch fraglose Wiedergabe von von der Hamas gelieferten Daten oder schlimmer durch den Einsatz von Bildern, die eine einseitig emotionale Botschaft vermitteln. Eines der bekanntesten Beispiele ist der Teddybär in den Trümmern.

Diese Bilder neigen dazu kurz nach israelischen Luftangriffen aufzutauchen und verbreiten sie schnell über internationale und soziale Medien. Die Botschaft ist unmissverständlich: Hier wurde ein Kind getötet. Keine Bildunterschrift nötig. Das Spielzeug sagt alles.

Ein Beispiel dafür erschien in einem BBC-Bericht zu einer Explosion in einem Café in Gaza-Stadt, in dem ein ranghoher Hamas-Terrorist das Ziel war. Inmitten der Zerstörung ein Teddybär, bis auf etwas Staub kaum beschädigt, saß aufrecht und markant in den Trümmern platziert. Die Folgerung war klar. Aber sind Bilder wie diese immer so echt, wie sie scheinen?

Eine Durchsicht des Archivs von Getty Images, das die großen Nachrichtenmedien der Welt mit Fotografien versorgt, weckt Zweifel. In mehreren Fällen schienen Teddybären bewusst dort platziert worden zu sein.

Am 21. Januar 2025, als während eines Waffenstillstands Einwohner zu ihren Häusern in Rafah zurückkehrten, schossen zwei verschiedene Fotografen Bilder von Kindern, die einen roten Teddybären aus den Trümmern zogen. Die Bildbeschreibungen sage, sie versuchen Besitz zu retten. Doch derselbe Bär taucht auf zahlreichen Fotos auf, gehalten von verschiedenen Kindern, was Fragen zur Darstellung dieser Szene aufwirft.

Derselbe Bär erschien in einer fast identischen Anordnung einem anderen Getty-Bild mit Datum vom 1. Dezember 2024. Dieses Foto, das Saeed Jaras von Middle East Images zugeordnet ist, wurde mit der Beschreibung gepostet: „Das Mädchen, das sie sammelte, versucht inmitten der Zerstörung Freude zu bewahren.“

Eine breiter angelegte Suche des Getty-Archivs zeigt immer wieder ähnliche Bilder. Die Bären sind oft sauber, sorgsam positioniert und stechen krass auf dem grauen Schutt um sie herum heraus.

Nichts davon soll nahelegen, dass Kinder keine Kriegsopfer sind. Das sind sie. Es gibt zivile Tote, auch wenn Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Aber das wiederholte Erscheinen sorgfältig platzierten Spielzeugs sollte Fragen aufwerfen. Nicht dazu, ob es Tragödien gibt, sondern dazu, wie und durch wen sie präsentiert werden.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und die kumulative Wirkung dieser sorgfältig kuratierten Bilder besteht darin ein falsches Narrativ aufzubauen. Eines, in dem Israel als rücksichtlos oder grausam dargestellt wird, während die Taktiken und Verantwortung der Hamas übersehen werden.

Dieses Narrativ hat sich durchgesetzt. Schlagzeilen wie kürzlich im New Yorker (Der Krieg gegen Gazas Kinder) zeigt, wie machtvoll diese Bilder sein können. Sie überdröhnen Fakten, schüren Empörung und machen es schwerer ehrlich über das zu reden, was wirklich passiert.

Weil manchmal en Teddybär auf einem Haufen Schutt überzeugender ist als die Wahrheit.

Wie man die Hamas verschwinden lässt: Wie die Medien Israels Krieg im Gazastreifen neuschreiben

Verfasst 10. Juli 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Channa Rifkin, HonestReporting, 8. Juli 2025

Im Gazastreifen werden IDF-Soldaten getötet und niemand redet darüber, schon gar nicht wird gefragt, wer das macht. Das ist entscheidender, als es scheint.

Am Montagabend brach zwischen israelischen Soldaten und Hamas-Terroristen einer der intensivsten Kämpfe aus, seit der Krieg zwischen Israel und der Hamas begann. Soldaten waren zu Fuß in Beit Hanoun im nördlichen Gazastreifen unterwegs, als ein Sprengsatz am Straßenrand explodierte und mindestens fünf Soldaten tötete sowie 14 verletzte. So wurden im Verlauf der letzten Monate die meisten Soldaten im Gazastreifen getötet.

Als die Toten und Verletzten evakuiert wurden, wurden die IDF-Kräfte beschossen. Jemand schoss eindeutig auf sie, Aber wer?

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Israel hat in der Enklave eindeutig einen Feind und da sind keine Kinder, trotz allem, was der New Yorker seine Leser glauben machen will.

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Das ist im Verlauf von mehr als 21 Monaten Krieg im Gazastreifen zum Muster geworden: Meiden veröffentlichen einen Artikel darüber, dass Israel „zivile“ Infrastruktur wie ein Wohngebäude oder eine Schule angreift oder berichten, dass die IDF angeblich auf Dutzende oder Hunderte Palästinenser schießt und sie tötet, die um Hilfsgüter anstehen. Dem folgt ein Bericht über die Zahl der Todesopfer, in der Regel geliefert vom von der Hamas gelführten Gesundheitsministerium. Die Beteiligung der Hamas oder die Taktik der menschlichen Schutzschilde wird nie erwähnt – abgesehen davon, dass der gelegentliche IDF-Kommentar dazu abschätzig behandelt wird.

Und wenn die IDF-Kommentare enthalten sind, dann sieht das oft so aus:

Wenn das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium etwas sagt, behandelt es die BBC als Fakten. Wenn die von Israel und den USA gestützte Gaza Humanitarian Foundation etwas sagt, sät die BBC Zweifel. Warum bevorzugt die BBC immer die Terroristen?

Das ist ein offenes Täuschungsmanöver. Warum? Weil das, was der durchschnittliche Leser oder Nachrichtenkonsument verinnerlicht, ist, dass den Worten der Hamas vertraut werden sollte, während Israel mit Skepsis behandelt wird und dass Israel einfach unschuldige Zivilisten angreift. Das Narrativ lautet: Die IDF beschießt Schulen und Krankenhausgelände, in denen obdachlose und kranke Menschen untergebracht sind, also müssen sie versuchen unschuldige Palästinenser zu töten.

Das ist aber nicht die ganze Geschichte. Warum greift Israel diese Orte an? Gegen wen führt Israel Krieg? Bei jedem Angriff, bei jedem berichteten Angriff auf Zivilisten, die bei der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) kostenlose Hilfe erhalten wollen, bei jedem Sprengsatz, der IDF-Soldaten tötet, versteckt sich der wahre Feind im Schatten – in Zivil und er versucht die Medien und den Rest der Welt zu täuschen.

Der ehemalige IDF-Sprecher Oberstleutnant (a.D.) Jonathan Conricus fragte ein einem Interview auf Sky News: „Wann war das letzte Mal, dass jemand einen Hamas-Kämpfer – den wir als Terroristen bezeichnen würden – gesehen hat, der in Uniform kämpft? Ich kann mich nicht erinnern, dass die Hamas in den letzten eineinhalb Jahren in Uniform gekämpft hat. Die einzige Gelegenheit, dass sie Uniform getragen haben, ist bei der Übergabe von Geiseln oder bei Paraden.“

Und wenn die Hamas ein unsichtbarer Spieler in diesem Krieg ist, dann gibt es nur eine Seite, die aus Sicht der Medien beteiligt ist.

Und nur eine Seite schießt mit Waffen und nur eine Seite wird für den Tod und die Zerstörung im Gazastreifen verantwortlich gemacht: Israel.

Wundert es dann wirklich, dass die Hamas in der Lage ist ihrer Verantwortung für die Katastrophe zu entgehen, die sie über die Menschen des Gazastreifens gebracht hat?

Was geschah wirklich in Gazas Café Al-Baqa?

Verfasst 7. Juli 2025 von spotplenni
Kategorien: Israel, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 3. Juli 2025

Am 30. Juni führte die IDF einen gezielten Angriff auf Gaza-Stadt aus.

Wie inzwischen üblich, lieferten die Palästinenser vor Ort schnell eine detaillierte Zahl der Opfer – mehr als 30 Tote und Dutzende Verletzte, dazu andere anschauliche Ausschmückungen. Medien in aller Welt griffen die Story begierig auf. Einmal mehr machten Erzählungen eines angeblichen israelischen Angriffs auf unschuldige Zivilisten Schlagzeilen, bevor auch nur ein einziges Detail verifiziert werden konnte.

Hier ist eine Stichprobe dessen, wie die Medien über den Vorfall berichteten:

Die New York Times zitierte den Direktor des Al-Schifa-Krankenhauses Mohammed Abu Samiya und berichtete, dass am Seaside Café „mehr als 30 Menschen getötet worden waren“. Der Artikel zitierte später eine Hamas-Stellungnahme an, die behauptete, Israel habe „unschuldige Zivilsten beschossen, die auf einem Rastplatz am Strand von Gaza-Stadt versammelt waren“. Keine der Quellen wurde überprüft.

Der Guardian ging noch einen Schritt weiter; er legte nahe, dass der Angriff ein Kriegsverbrechen sein dürfte. Er zitierte nicht genannte „Experten“, die behaupteten, die IDF habe eine 250kg-Bombe eingesetzt, angeblich aufgrund von „Fragmenten“, die vor Ort gefunden wurden.

Die Darstellung von ABC News aus Australien unterstellte, Journalisten seien das Ziel gewesen; man beschrieb das Café als einen Ort, „der regelmäßig von Journalisten, Medienmitarbeitern, Aktivisten und Studenten besucht“ werde. Die berichtete Zahl der Todesopfer kam wieder einmal von der „Zivilverteidigung“ des Gazastreifens – also der Hamas.

NPR verwischte die Linien zwischen getrennten Vorfällen und brachte die Schlagzeile: „74 Tote in Gaza, als israelische Streitkräfte ein Café angreifen und auf Lebensmittel suchende Leute schießen.“

CNN zitierte „offizielle Krankenhaus-Vertreter“, die behaupteten „Dutzende“ seien getötet worden, während auch festgehalten wurde, dass das Café bei Journalisten und „Telearbeitern“ im Gazastreifen beliebt war.

Wir werden nicht jedes einzelne Beispiel von Hörensagen, Übertreibung oder wiederverwendeten Gesprächsthemen in diesen Artikeln analysieren. Wichtig ist, dass sie alle auf Quellen beruhen, die unter der Kontrolle der Hamas stehen; und sie alle ließen entscheidende Details aus.

Lassen Sie uns also versuchen dieses Puzzle zusammenzusetzen.

  • Die IDF bestätigte, dass sie das Café al-Baqa beschossen hat, ein Treffpunkt, der an Küstenpromenade liegt. Laut dem israelischen Militär richtete der Angriff sich gegen Hamas-Aktive im nördlichen Gazastreifen. Die IDF wartet derzeit auf Bestätigung, dass ein ranghoher Hamas-Mann zu den Eliminierten gehört.
     
  • Wie bei allen Operationen, bei denen Zivilisten zu Schaden kommen, wird die IDF vor dem Angriff eine rechtliche und ethische Bewertung durchgeführt haben. Die verwendete Munition war eine durch Laser präzisionsgeleitete Bomb, eine mit einem JDAM-Kit versehene Standardbombe (JDAM = Joint Direct Attack Munition), die „dumme“ Bomben zu höchst genauen macht. Lenny Ben-David, ein früherer israelischer Diplomat und Fellow am Jerusalem Center, hielt fest, dass dies dem Hinweis des Guardian direkt widerspricht, die Verwendung einer 250kg-Bombe könnte ein Kriegsverbrechen darstellen. Im Gegenteil: Präzisionsangriffe sind genau das, was das Völkerrecht fordert.
     
  • Die Quelle der Zahl der Toten war noch nicht einmal das Hamas-Gesundheitsministerium, sondern Dr. Mohammed Abu Salmiya. Er ist der Krankenhaus-Direktor, der schon einmal von Israel festgenommen worden war, nachdem die IDF ein Hamas-Kommandozentrum unter dem Al-Schifa-Krankenhaus aufdeckte und dokumentierte. Abu Salmiya hat seitdem behauptet, er sei in Haft gefoltert worden, darunter mit täglicher Prügel und Angriffen durch Hunde. Er hat keine Beweise für irgendeine dieser Anschuldigungen vorgelegt, von denen viele ans Absurde grenzen.
  • Mehrere Medien betonten auch, dass Al-Baqa bei Journalisten beliebt war. Viele führten die Gaza-Journalistin Bayan Abu Sultan an, der Berichten zufolge bei dem Angriff verletzte wurde. Zahlreiche Organe veröffentlichten Bilder, auf denen sie blutig erschien. Allerdings zeigen Videoaufnahmen kurz nach dem Angriff Bayan in derselben Kleidung, wie sie lacht und grinst. Die Aufnahmen werfen ernste Fragen sowohl zum zeitlichen Ablauf als auch den angeblichen Verletzungen sowie dem Versagen der Medien auf, die dramatischen Bilder vor der Veröffentlichung zu verifizieren.
  • NPR fügte eine weitere Ebene hinzu; sie verknüpften den Angriff mit der größeren humanitären Krise im nördlichen Gazastreifen und beschrieben Szenen von Verzweiflung und Hungersnot. Auch dieses Narrativ verdient genauer Überprüfung. Das Al-Baqa befindet sich in genau der Region, die vor einer Hungersnot stehen soll und war am 30. Juni nicht nur geöffnet, sondern servierte den Gästen Essen und Getränke. Fotos und Videos aus der Gegend weitere andere ähnlich Cafés und Geschäfte, was weitere Zweifel zu dem von der Presse gezeichneten Bild aufwirft.

Was bleibt uns also?

Ein Café, von dem gesagt wird, es liege in einer Hungerzone, wimmelt vor Kunden. Eine Journalistin, die bei einer tödlichen Explosion angeblich verletzt wurde, lacht nur wenige Minuten später. Ein Zahl von Toten, die von einem mit der Hamas verbundenen Krankenhauschef geliefert wird, der ein Geschichte nicht verifizierbarer Behauptungen hat. Und Medien-Schlagzeilen, zu denen alle oben gezeigten gehören.

Die volle Wahrheit mag komplex sein, aber sie wird von einem Großteil der internationalen Presse auf keinen Fall präsentiert. Ob Zivilisten nun tragischerweise bei dem Angriff betroffen waren oder nicht, die Eile der Medien Israel dafür verantwortlich zu machen, die Hamas-Narrative nachzuplappern und unbequeme Fakten zu ignorieren, hat einmal mehr den ehrlichen Journalismus untergraben.

Wir werden die Leser ihre eigenen Schlüsse ziehen lassen. Aber wenn die Szene einer sogenannten humanitären Katastrophe ein belebtes Café am Strand ist und „verletzte Opfer“ kurz darauf in die Kamera grinsen, dann ist klar, dass einige Elemente der Story einfach nicht zusammenpassen.

Das Killing Field von Ha’aretz, wo der Journalismus stirbt

Verfasst 1. Juli 2025 von spotplenni
Kategorien: Israel, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Simon Plosker, HonestReporting, 29. Juni 2025

Am 27. Juni veröffentlichte Ha’aretz einen Enthüllungsbericht, der behauptete: „Israelische Soldaten sagten [der Zeitung], sie bekamen den Befehl auf unbewaffnete Menschenmengen nahe den Verteilungszentren im Gazastreifen zu schießen, selbst wenn es keine Bedrohung gab.“

Das sind in der Tat schwere Vorwürfe und es dauerte nicht lange, bis die Story in westliche Medien wanderte, darunter Reuters, CNN und NPR sowie weitere.

Lassen Se uns die schweren Fehler in der Berichterstattung untersuchen, dazu die Agenden hinter der Story.

Massaker-Verleumdung

IN den letzten Wochen hat es jede Menge palästinensische Behauptungen gegeben, die IDF habe unbewaffnete Gazaner „massakriert“, die auf von die von den UNSA und Israel gestützten Gaza Humanitarian Foundation verteilten Lebensmittel warteten.

Von diesen Behauptungen wurde festgestellt, dass sie bestenfalls fragwürdig und schlimmstenfalls glatte Lügen sind.

HonestReporting-Vorstandsmitglied Salo Aizenberg hat die verschiedenen Vorwürfe auf X angesprochen:

Die Gaza-„Hilfsgüter-Massaker“ sind falsch, eine Hamas-List, um die GHF zu schädigen, von bereitwilligen Medien verstärkt:
-> Die Hamas tötete Gazaner, es gibt viele bestätigte Fälle
-> Schlüsselquelle: Hamas-Akteur Mahmoud Basel
-> Berichte gehen zurück auf 1 einzigen Reporter im Gazastreifen
-> Behauptungen zitieren anonyme „Sanitäter“
-> Zeugen aus dem Gazastreifen lügen

Der Militärexperte Andrew Fox den jüngsten Artikel in Ha’aretz umfassend widerlegt und kommt zu folgendem Schluss:

„Die Armee hat vorsätzlich auf Palästinenser geschossen.“

Eine grauenvolle und verdammende Zeile, wenn sie stimmt. Allerdings beginnt die Story unter dem Gewicht der Widersprüche zusammenzubrechen. Ein zitierte Soldat solle die IDF als ein „Killing Field“ schaffend beschrieben haben, komplett mit schweren Maschinengewehren, Mörsern und Granatwerfern. Doch dieses angebliche „Killing Field“ verursachte  – jetzt kommt’s – nur ein bis fünf Opfer am Tag. Das ist kein Massaker; jedenfalls nicht an Gazanern. Vielleicht bei journalistischen Standards bei Ha’aretz.

Fox weist zurecht darauf hin, dass die IDF-Soldaten, wenn sie wirklich so blutrünstig wären und mit schweren Waffen auf die Palästinenser schossen, die Zahl der Toten beträchtlich höher sein würde. Letztlich sollen die Vorwürfe die IDF dämonisieren, indem ihren Soldaten üble Absichten zugeschrieben werden.

Wichtig ist auch festzuhalten, dass in vielen dieser Artikel die Quelle der Opferzahlen Mahmoud Basel ist, der Leiter der von der Hamas geführten Zivilverteidigungsorganisation ist, der von der IDF zudem als aktives Hamas-Mitglied identifiziert.

Diesen ganzen Krieg hindurch haben sich Aufnahmen aus dem Gazastreifen dank mit Smartphones bewaffneten Palästinensern ihren Weg in die sozialen Medien gefunden. Während die Bilder der ActionCams des Wütens der Hamas vom 7. Oktober ein nur allzu genaues Spiegelbild der Realität war, ist ein Großteil der späteren Bilder aus dem Gazastreifen höchst fragwürdig gewesen und dazu genutzt worden falsche Narrative und Mordlügen zu schaffen.

Dass die fehlenden Aufnahmen der sogenannten „Massaker“ nahe der Hilfsgüter-Verteilzentren stattfinden, ist daher verwirrend. Wenn solches Blutvergießen stattfinden würde, wie kommt es dann, dass es so wenig dokumentiert worden ist, insbesondere angesichts des Narrativ-Vorteils, den dies der palästinensischen Seite geben würde, wenn es denn wahr wäre.

Vorsätzlich falsche Übersetzung

Weitere Lügen von Ha’aretz: Yair Elsner hat eingefangen, dass die englische Version behauptet, IDF-Soldaten sei gesagt worden „auf“ Palästinenser an den Gaza-Hilfestellen zu schießen.
Im Gegensatz dazu heißt es in der hebräischen Version, dass ihnen gesagt wurde „in Richtung“ der Massen zu schießen, die sich an den Orten versammelten, „um sie fernzuhalten“.

Es gibt einen beträchtlichen Unterschied zwischen dem Schießen „auf“ Palästinenser in der englischen Version, was vorsätzlich auf sie zu schießen impliziert und dem hebräischen Original von Schüssen „in Richtung“ der Menschenmengen im Versuch sie vom Näherkommen abzuhalten.

Es mag spitzfindig sein, aber dieser sprachliche Taschenspielertrick ändert das gesamte Framing der Geschichte. Das eine ist praktisch Schießen, um zu töten oder zu verletzen; das andere läuft auf Warnschüsse hinaus.

Wer schießt vorsätzlich auf Palästinenser?

Aizenberg hebt hervor, dass die Hamas für die Schüsse auf Palästinenser verantwortlich ist. Und wenn wir „auf“ sagen, nicht „in Richtung von“, dann meinen wir das auch so.

Entscheidende Bestätigung, dass die Hamas viele Gazaner getötet hat, um die Schuld Israel zu geben und die GHF zu stören: Die offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida berichtete am 19. Juni, das die Hamas-„Todesschwadronen“ Al-Sahm auf Zivilisten schießt, m die Kontrolle über die Hilfen zu behalten; dazu werden lokale Araber angeführt.

Ha’aretz hingegen zieht die Möglichkeit, dass die Hamas auf die eigenen Leute schießt, gar nicht erst in Betracht, auch nicht, dass Terroristen innerhalb der Massen der Gazaner anwesend sein könnten.

Fox geht darauf ein:

Der Autor gibt zu, dass sie nicht wissen, wer auf die Zivilisten in der Nähe dieser Hilfeverteilzentren schießt. Doch statt die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass z.B. die Hamas beteiligt sein könnte, wechselt der Artikel auf die aufgeladene Ziele:

„Die IDF erlaubt keinen bewaffneten Einzelpersonen in diese humanitäre Zonen ohne, dass sie davon weiß.“

Verstanden? Wenn jemand schießt und die IDF erlaubt keine Schützen außer sich selbst in dem Gebiet, nun … zwinker, zwinker. Verschwörung komplett.

Es gibt keine Erwähnung der Möglichkeit, dass Bewaffnete (Hamas, Verbrecherbanden oder Schurken) ohne Erlaubnis der IDF in diese chaotischen Bereich eindringen könnten; es gibt auch keinerlei Neugier dazu, wie IDF-Soldaten an genau diesen Lebensmittelstellen verwundet werden. Nicht gerade eine unwichtige Frage, insbesondere angesichts einiger der in den letzten Wochen veröffentlichten Videoaufnahmen, die zeigen, dass die Hamas das Feuer auf die eigene Bevölkerung eröffnet.

In einer eklatanten Diskrepanz erwähnt Ha’aretz in der Unterüberschrift auch, dass IDF-Soldaten „befohlen wurde auf unbewaffnete Menschenmengen in der Nähe von Nahrungsverteilstellen im Gazastreifen zu schießen, selbst wenn es aktuell keine Gefahr gab“, was den Eindruck vermittelt, dass sich keine Terroristen oder potenzielle Angreifer in der Nähe befanden. Später jedoch erfuhren wir, dass „es bei diesen Vorfällen auch Tote und Verletzte unter den IDF-Soldaten gab“.

Wenn also IDF-Soldaten getötet und verletzt wurden, wer schießt dann nach der Meinung von Ha’aretz auf sie? Und wenn Terroristen auf die IDF schießen, ist es dann nicht möglich, dass unschuldige Palästinenser ins Kreuzfeuer geraten sowie vorsätzlich von der Hamas ins Ziel genommen werden, weil sie es wagen Lebensmittelhilfe von einer von Israel gestützten Organisation anzunehmen?

Und sind diese Palästinenser in der Menge unbewaffnet? Nur in den letzten zwei Wochen hat die IDF zwei Hamas-Terroristen getötet, die sich als Frauen verkleidet hatten. Kein Wunder, dass IDF-Soldaten unter diesen aufreibenden Umständen um ihre eigene Sicherheit besorg sind.

Zweierlei Maß

Es wäre naiv anzudeuten, dass jeder Soldat in der IDF oder irgendeiner anderen vergleichbaren Armee sich vorbildlich verhält. Erst letzten September veröffentlichte der New Yorker eine Datenbank dessen, was die „größte bekannte Sammlung von Ermittlungen vom [US-Militärs] begangener möglicher Kriegsverbrechen  im Irak und Afghanistan seit dem 9/11 – insgesamt fast achthundert  Vorfälle“ sein soll.

Einige der vorgeworfenen Verbrechen schockieren. Mit all dem soll nicht behauptet werden, dass die IDF unbedingt moralischer ist als das amerikanische Militär, obwohl es dafür durchaus gute Argumente gibt. Das Problem ist, dass niemand die gesamte US-Armee als unmoralische Einheit verurteilt, die mit dem Verhalten einer Minderheit ihrer Truppen ihrem Land Schande bringt.

Und wie bei der US-Armee ist es ein Zeichen eines Militärs, das das Kriegsrecht und das humanitäre Recht befolgt, dass die IDF bereits Ermittlungen zu den Anschuldigungen eingeleitet hat, die in dem Artikel von Ha’aretz erhoben wurden.

Fox sagt:

Könnten einige Soldaten versehentlich daneben geschossen und jemanden getroffen haben? Ja. Das ist tragisch und benötigt Untersuchungen. Der Artikel selbst bestätigt, dass die IDF diese Vorfälle bereits untersucht. Von da zu „vorsätzlichen Killing Fields“ zu gelangen, ist keine verantwortungsvolle Berichterstattung. Das ist reines Narrativ-Waschen.

Die IDF ist nicht perfekt. Sie soll auch keine Polizeistreitkraft oder verantwortlich für die Kontrolle von Menschenmengen sein. Wenn Fox auf „chaotische Gebiete“ rund um die Lebensmittel-Verteilstellen verweist, dann hebt er die Notwendigkeit hervor, dass IDF-Soldaten vor Ort ein gewisses Maß an Ordnung sorgen, sowohl für ihre eigene Sicherheit, als auch für die der Palästinenser, die Lebensmittel für sich selbst und ihre Familien suchen.

Israelische Soldaten wird praktisch verlangt, mitten in einem Kriegsgebiet die Kontrolle über die Menschenmenge zu übernehmen – etwas, für das sie nie ausgebildet worden sind. Es mag dafür zwar reichlich Kritik geben, doch es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass etwaige Todesfälle bei Palästinensern das Ergebnis von Fehlern ist statt das von vorsätzlichen Angriffen.

Aber Ha’aretz ist israelisch. Warum sollte die Zeitung nicht korrekt berichten?

Es ist nicht das erste Mal, dass eine unverantwortlicher und agendagetriebener Ha’aretz-Artikel internationale Schlagzeilen gemacht hat und Schmähungen Israels zum Ergebnis hat. 2014 haben wir die Agenda von Ha’aretz-Eigentümer Amos Schocken hervorgehoben, der offen zugab, dass seine Zeitung alles andere als objektiv ist. Da Ha’aretz keinerlei nennenswerten Einfluss auf die Innenpolitik nehmen kann, nutzt Ha’aretz seine englischsprachige Internetseite und gedruckte Zeitung um externen Druck auf Israel auszuüben.

Ha’aretz ist zwar ein Produkt der lebendigen israelischen Demokratie und Pressefreiheit, aber sie spielt auch eine wichtige Rolle bei der Dämonisierung Israels.

Ihr „Killing Field“-Artikel bestätigt das leider.

Wie westliche Medien dem Regime des Iran bei seinen Angriffen auf Israel geholfen haben

Verfasst 23. Juni 2025 von spotplenni
Kategorien: Israel, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Gil Hoffman, HonestReporting, 17. Juni 2025

Knessetmitglied Azmi Bischara floh 2007 dramatisch aus Israel, um der Strafverfolgung wegen der Annahme von Geld im Tausch dafür zu entgehen, dass er während des Zweiten Libanon-Kriegs im Jahr zuvor der Hisbollah Informationen über strategische Stellen in Israel gab, die beschossen werden sollten.

Bischara wurde erwischt, wie er die vom Iran gestützte Terrororganisation Ratschläge gab, wie sie ihre Raketen genauer zielen können, um bedeutende Ziele in genau dem Land zu treffen, in dem er als Parlamentarier diente.

Achtzehn Jahre später ist kein Bischara nötig.

Wenn die Führer des Iran heute die Effektivität ihrer Angriffe auswerten wollen, dann müssen sie nur den Fernseher anstellen oder online gehen. Seit die vom Iran gestützte Hamas den derzeitigen Krieg mit ihrem Massaker vom 7. Oktober begannen, haben Medien wiederholt Israels Feinden Beihilfe geleistet, indem sie von den Orten des Angriffs berichteten.

Dieser Verstoß gegen die Jahrzehnte alte Regel der israelischen Militärzensur hat sich während der aktuellen Angriffswelle des Iran auf israelische militärische und zivile Ziele nur noch intensiviert.

Es begann am Samstag [14.06.], als Fox News-Korrespondent Trey Vingst live verriet, dass die Hamas ein Wohngebäude in Tel Aviv nahe der Militärbasis Kirya getroffen hatte, die er als „Israels Version des Pentagon“ beschrieb.

Nach einer Warnung des Pressebüros der Regierung wurde Yingst vorsichtiger, berichtete allgemeiner aus „Zentralisrael“.

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Dann sendete am Sonntag eine Gruppe Kameramänner gut eine Stunde lang aus dem Kraftwerk der Ölraffinerie in Haifa – ein weiterer hochsensibler Ort, der von einer iranischen ballistischen Rakete getroffen worden war. Al-Jazira verwendete die Aufnahmen.

Als die Polizei sich den Kameramännern näherte, stellte sich heraus, dass sie nicht wirklich für Al-Jazira arbeiteten. Deshalb konnte ihre Ausrüstung nicht aufgrund des, im letzten Jahr beschlossenen Gesetzes, dem vom Staat Qatar betriebenen Propagandaorgan die Arbeit in Israel zu verbieten, nicht legal beschlagnahmt werden. Al-Jazira hat freie Journalisten eingesetzt, um das Verbot zu umgehen, womit sie dem Katz- und Maus-Spiel der israelischen Gesetzgeber einen Schritt voraus blieben.

Aber die Kameramänner unterliegen, wie alle Journalisten in Israel, immer noch der Militärzensur-Gesetzgebung, die die Veröffentlichung sensibler Sicherheitsinformationen verbietet, die Israels Feinden helfen und Zivilisten gefährden könnten.

„Wir sind darauf aufmerksam gemacht worden, dass gewisse Mitglieder der Presse nach Raketeneinschlägen sensible und beschränkte Bereich filmen, trotz klarer und wiederholter Anweisungen der Gesetzeshüter vor Ort sowie früherer Richtlinien, die der Militärzensor ausgegeben hat“, hieß es in einer von der Polizei auf Englisch ausgegebenen Stellungnahme. „Solches Handeln ist sowohl rechtswidrig als auch unverantwortlich. Es gefährdet die öffentliche Sicherheit, stört Notfallmaßnahmen und könnte unabsichtlich feindlichen Akteuren helfen.“

Die Polizei betonte, dass die an die Medien ausgegebenen Richtlinien rechtlich bindend und zum Schutz von Leben gedacht sind, um operative Sicherheit zu wahren und koordinierte Notfall-Maßnahmen sicherzustellen.

„Wir rufen alle Journalisten und Medien auf Verantwortung zu übernehmen und das Gesetz einzuhalten“, fuhr die Stellungnahme fort. „Diejenigen, die sich entscheiden gegen diese Beschränkungen zu verstoßen, werden in Übereinstimmung mit dem Gesetz in vollem Umfang zur Verantwortung gezogen.“

Die Gesetze wurden am Montag in einem Brief an die Vereinigung der Auslandspresse wiederholt.

Zensur bleibt in demokratischen Gesellschaften unbeliebt. Sie wird als Verstoß gegen die freie Meinungsäußerung und Relikt längst vergangener Zeiten betrachtet. Israels Zensurgesetz wurde 1966 erlassen, als das Land kleiner war und die Medien unter sehr anderen Umständen arbeiteten.

Aber diese Politik bleibt in Kraft, weil sie Leben rettet. Das gilt besonders jetzt, inmitten einer hochriskanten israelischen Operation, die verhindern soll, dass die Islamische Republik Atomwaffen erwirbt und ihr Ziel der Auslöschung des jüdischen Staates erfüllt.

Am Montag schrieb der Minister für nationale Sicherheit Ben-Gvir an S., den neuen Interimsleiter des Geheimdienstes Schin Bet und drängte auf Handeln gegen die Medien, die gegen die Zensurgesetze verstoßen; er versprach Hilfe durch die Polizei.

Wenn der umstrittene Ben-Gvir, der sich im gegenwärtigen Kampf gegen den Iran ungewöhnlich zurückgehalten hat, einen Journalisten verhaften lässt, würde das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit negative Berichterstattung nach sich ziehen. Israel ist bereits wegen der Bomben auf den IRIB-Hauptsitz, den Staatssender des iranischen Regimes, international verurteilt worden.

Dieser Angriff fand statt, als die Moderatorin Sahar Emami live auf Sendung war und mit dem Finger auf das zeigte, was sie „Irans Aggressoren“ nannte.

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Die IDF antwortete mit der Äußerung, dass das Kommunikationszentrum vom iranischen Regime für militärische Zwecke genutzt wurde und dass der Angriff eine Stunde nach der Ausgabe einer israelischen Warnung erfolgte den Bereich von Teheran zu evakuieren, in dem der Sender sich befindet.

Aber der Angriff hatte noch weitere Berechtigung. IRIB dient, zusammen mit dem englischsprachigen Gegenüber Press TV, als Propagandaarm des iranischen Regimes. Er verbreitet Desinformation, unterdrückt innenpolitische abweichende Meinungen und stachelt zu Angriffen auf Israel durch den Iran und seine Handlanger auf.

Diese Sender sind ein integraler Bestandteil der iranischen Kriegsmaschine, genauso wie Hitlers Propagandisten es im zweiten Weltkrieg waren.

Der globale Kampf um das Narrativ wird den Ausgang dieses Krieges genauso bestimmen wie das, was sich an seinen sieben militärischen Fronten abspielt.

Und am militärischen wie dem Medienschlachtfeld kann Israel es sich nicht leisten zu verlieren.

Israels Präventivschlag gegen den Iran war legal. Punkt.

Verfasst 19. Juni 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Iran, Israel

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Channa Rifkin, HonestReporting, 17. Juni 2025

Jahrzehnte lang hat das Regime im Iran durchweg und regelmäßig Israels Existenz bedroht – geschworen es von der Landkarte zu wischen und versucht Israelis überall auf dem Globus zu ermorden. Israelische Führungspolitiker und Experten, allen voran Premierminister Benjamin Netanyahu, haben gewarnt, dass dem Atomprogramm des Iran nicht erlaubt werden darf verwirklicht zu werden.

Nach der Neutralisierung der iranischen Handlanger Hamas und Hisbollah und der Beseitigung der Diktatur des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, hatte Israel ein strategisches Zeitfenster und die Fähigkeit einen Präventivschlag auf das Atomprogramm der Islamischen Republik zu führen.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), die Nuklear-Watchdog-Organisation der UNO, behauptet, Israels Angriff auf die iranischen Atomeinrichtungen verstoße gegen das Völkerrecht, aber im selben Atemzug sagen sie dann, dass der Iran gegen die Beschränkungen zur Urananreicherung verstoßen hat und jetzt die Fähigkeit haben könnte neun Atomwaffen zu entwickeln.

Andererseits erlaubt das Völkerrecht Präventive Selbstverteidigung, aber nur unter bestimmten, strengen Bedingungen.

Hier kommt die Frage: Ist Israels Präventivschlag auf das Atomprogramm des Iran angesichts dieser Gegenargumente legal?

Die kurze Antwort lautet: Ja.

In dem Fall des sich gegen den Iran verteidigenden Israel werden diese Bedingungen zur Rechtfertigung eines rechtmäßigen Präventivangriffs komplett erfüllt.

Wenn die Medien sagen, Israels Angriff auf die Atomeinrichtungen des Iran oder anderer Ziele in der Islamischen Republik verstoßen gegen das Völkerrecht, dann füttern sie Sie mit falschen Informationen, die auf einem tendenziösen Narrativ gründen.

Die Islamische Republik Iran ist die Seite, die gegen das Völkerrecht verstößt, indem sie willkürlich hunderte Selbstmord-Drohnen und ballistische Raketen gegen israelische Zivilisten startet.

Alle an Bord der „Selfie-Yacht“: Wie die Medien einen als Aktivismus getarnten PR-Stunt anheizten

Verfasst 14. Juni 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt

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Sharon Levy, HonestReporting, 9. Juni 2025

Am 1. Juni versuchten die schwedische zur israelfeindlichen Agitatorin gewordene Klimaaktivistin Greta Thunberg und elf Mitreisende mit einem Boot zum Gazastreifen zu gelangen. Das mit weniger als einer LKW-Ladung an Hilfe beladene Boot hätte nie die Aufmerksamkeit der internationalen Medien erlangen dürfen. Aber im Verlauf des neuntägigen Urlaubs der Besatzung machten Great und ihre Freunde überall Schlagzeilen.

Die Medien waren glücklich dieser Aufführung eine Plattform geben zu können. Die Irish Times erhöhte schnell die Größe des Fahrzeugs, das sie als „Wohltätigkeitsboot“ bezeichnete, als ob eine Handvoll Aktivisten mit einer symbolischen Hilfslieferung eine große humanitäre Aktion anführen würde.

Am auffallendsten ist, dass CNN Greta und der deutschen Aktivistin Yasemin Acar Sendezeit einräumte, was den Stunt durch die mediale Aufmerksamkeit praktisch legitimierte. Nicht ein einziges Mal während des zweiminütigen Interviews werden die beiden Aktivistinnen zur Machbarkeit ihrer Nummer befragt oder dazu, wie sie die magere Menge an Hilfe verteilen würden, die sie mitführten. Besonders auffällig ist, dass die beiden nicht gefragt wurden, wie genau sie sich im Gazastreifen zurechtfinden wollten – einem aktiven Kriegsgebiet, in dem die israelische Armee eine Terrororganisation bekämpft, die sich innerhalb der zivilen Infrastruktur eingebettet hat.

Der Mangel an Koordination der Aktivisten mit anerkannten humanitären Organisationen unterstreicht, wie wenig Vertrauen sie hatten den Gazastreifen tatsächlich zu erreichen, um Hilfe sicher zu verteilen, was weiter beweist, dass es bei der Flottille nie um Hilfe ging, sondern nur um Publicity.

Während die Yacht ihre Reise immer näher an Israel brachte, griff die IDF erfolgreich und sicher ein, übernahm die Kontrolle über das Schiff, um die Besatzung nach Israel zu bringen.

Während die Übernahme stattfand, postete Greta ein vorab aufgenommenes Video; sie behauptete, die Besatzung werde von der IDF „entführt“. Natürlich dachten Greta und ihre Aktivisten-Freunde kein einziges Mal an die fehlende Hilfe oder die furchtbaren  Lage der 55 israelischen Geiseln, die immer noch im Gazastreifen festgehalten werden. Es überrascht nicht, dass Sky News Greta schnell eine weitere Plattform für Gretas Selbstdarstellung gab.

Die Schlagzeile von Newsweek verlieh ihrer Behauptung noch mehr Legitimität:

Als die IDF die Kontrolle über das Schiff übernahm, online teilte, dass die Besatzungsmitglieder alle in Sicherheit waren und sich auf dem Schiff befänden, gingen die Medien dazu über die nicht mehr nur die von Aktivisten angeführte Reise zu verstärken, sondern Israels dokumentiertes Handeln in Zweifel zu ziehen.

Trotz der Veröffentlichung eines Videos der Aktivisten, wie ihnen Essen und Wasser gereicht wurden, behauptete die Washington Post, die Aufnahmen würden lediglich „scheinbar“ das Beschriebene zeigen. Derweil wurden unbestätigte Behauptungen von Greta Thunbergs Schiff ohne zu zögern oder sie zu überprüfen berichtet. Der Unterschied ist auffallend: Wenn es um Israel geht, dann werden selbst Videobeweise mit Skepsis behandelt, während Narrative von Aktivisten für bare Münze genommen werden.

Die BBC verpasst nie eine Gelegenheit ihre verdrehte Haltung gegenüber Israel vorzuführen. In der Berichterstattung, dass die IDF den Aktivisten Aufnahmen vom 7. Oktober zeigen würden, setzte der Sender das Wort „Massaker“ in Anführungszeichen, bezweifelte damit die Natur der am besten dokumentierten Gräueltaten der jüngsten Geschichte.

Die BBC aktualisierte in der Folge ihren Eintrag zwar nach der öffentlichen Demütigung mit dem vollständigen Zitat des israelischen Verteidigungsministers Yisrael Katz, doch die Tatsache dass sie sich ursprünglich auf das eine Wort von Katz konzentrierte, spricht Bände.

Neun Tage lang stellten die Medien die Besatzungsmitglieder der Madleen als heldenhafte Aktivisten dar, die den Gazastreifen retten könnten. Die ganze Zeit über fuhren täglich LKWs mit humanitärer Hilfe in den Gazastreifen, in enger Abstimmung mit der IDF und legitimen humanitären Organisationen. Die koordinierten Medienkampagne zur Ausschmückung der Reise ohne Logistikplan und ohne glaubwürdige Partner unternahm nichts, um der Zivilbevölkerung des Gazastreifens zu helfen. Stattdessen diente sie nur den Interessen von ein paar narzisstischen Aktivisten, die Schlagzeilen und einer betreuten Instagram-Geschichte hinterherjagten.

Segeltörn nach Gaza: Greta Thunbergs neuester israelfeindlicher Publicity Stunt

Verfasst 8. Juni 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Chaim Lax, HonestReporting, 4. Juni 2025

Greta Thunberg ist auf dem Weg das Volk im Gazastreifen zu retten. Die 22-jährige schwedische Klima-Kreuzritterin ist eine von 12 israelfeindlichen Aktivisten, die auf dem Boot Madleen zum Gazastreifen schippert, angeblich um der umkämpften Enklave Hilfe zu bringen und Israels Seeblockade herauszufordern.

Obwohl das Boot immer noch mehrere Tage von der Küste entfernt ist, sorgt es aufgrund des Bekanntheitsgrads einiger der Passagiere bereits für Schlagzeilen. Neben Thunberg befinden sich der Game of Thrones-Schauspieler Liam Cunningham, die französische Politikerin Rima Hassan und Al-Jazira-Journalist Omar Faiad an Bord.

Da die sozialen Medien mit Bildern der auf See umherziehenden Aktivisten überflutet werden und die Mainstream-Medien wie Associated Press, ABC Australia und CBS News fangen an über den „humanitären Auftrag“ des Schiffs zu berichten, ist es wichtig, dass Nachrichtenkonsumenten verstehen, warum der Gazastreifens blockiert ist und sich der schäbigen Geschichte der vergangenen Versuche die Blockade zu brechen bewusst sind.

Greta Thunbergs sogenannte „Freiheitsflottille“ beschreibt die Einbildung und Scheinheiligkeit im Umfeld des Kriegs zwischen Israel und dem Gazastreifen.
Das ist keine humanitäre Mission – das ist eine Urlaubsfahrt. Die Teilnehmer lachen, schwimmen und filmen TikTok-Videos. Das ist eigennütziger Aktivismus. Und seien wir ehrlich: Sie würde diese Nummer nirgendwo in der Nähe von Hamas-kontrollierten Gewässern wagen
Sie weiß, dass sie in Sicherheit ist, weil Israel die Hamas im Schwitzkasten hat.
Das ist kein Aktivismus. Das ist ein Auftritt. Und sie ist armselig.

Die Blockade des Gazastreifens: eine kurze Geschichte

Nach der gewaltsamen Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas 2007 beschränkten sowohl Israel als auch Ägypten den Seeverkehr vor der Küste des Gazastreifens, um Waffenschmuggel durch die Hamas einzudämmen.

2008 erklärte Israel das Mittelmeer unmittelbar vor dem Gazastreifen zum Kriegsgebiet und behielt sich das Recht vor, in dieses Gebiet einfahrende Schiffe zu kontrollieren. 2009 verhängte Israel dann eine totale Seeblockade des Gazastreifens.

Seit der Verhängung der Seeblockade im Jahr 2009 hat es mehrere Vorfälle gegeben, bei denen das israelische Militär Schiffe abfingen, die Waffen für die Hamas oder andere Terrororganisationen im Gazastreifen transportierten.

Das zugehörte die Victoria, die 2011 mit 50t iranischer Waffen abgefangen wurde; die Klos-C, ein iranisches Waffenschiff, das 2014 sichergestellt wurde; und ein als Fischerboot getarntes, Waffen schmuggelndes Schiff, das 2016 abgefangen wurde.

Neben der Seeblockade des Gazastreifens gab es noch Einschränkungen beim Import von Waren über die Übergänge zwischen dem Gazastreifen und Israel sowie auch Ägypten an Land, die ebenfalls dazu gedacht waren, die Fähigkeit der Hamas einzuschränken Waffen und andere für ihre Terrorinfrastruktur gedachten Waren einzuführen.

Die israelisch-ägyptische Land- und See-Blockade des Gazastreifens mag zwar brutal erscheinen, doch es handelt sich um eine legale Notwendigkeit, die die Menschen im Gazastreifen versorgt und zugleich der Abschreckung für die Terrorkampagne dient.

Es sollte auch darauf hingewiesen werden, dass sich bei der Blockade des Gazastreifens anders, als es von einigen Aktivisten und Journalisten dargestellt wird, keine „Belagerung“ ist. Abgesehen von einem kurzen, zweimonatigen Zeitraum (März bis Mai 2025) während des laufenden Kriegs zwischen Israel und der Hamas hat es nie längere Zeiträume gegeben, in denen die Einfuhr von Lebensmitteln und anderen Notwendigkeiten völlig verboten war.

Krise im Gazastreifen
Monate lang hat die Hamas Hilfe gestohlen und den Zugang der Zivilisten zu Lebensmitteln blockiert. Als die von den USA gestützte Gaza Humanitarian Foundation eingriff, um die Hamas davon abzuhalten Hilfe umzuleiten, verbreitete die Hamas Lügen, um ihre Anstrengungen zu sabotieren.
Die wahre Tragödie? Die Hamas hortet Hilfe, Zivilisten riskieren ihr Leben, um Zugang dazu zu bekommen und die Hamas bestraft sie dafür, dass sie das tun.
Das ist kein humanitäre Krise – da ist das Ergebnis der Kontrolle der Hamas über den Gazastreifen.

Versuche die Blockade zu brechen

Fast so lange wie es die Gaza-Blockade gab, haben Aktivisten versucht sie zu brechen; dabei legten sie mehr Wert auf öffentliche Aufmerksamkeit als darauf den Menschen im Gazastreifen tatsächlich Hilfe zu bringen. Selbst in diesem aktuellen Fall der Madleen haben die Organisatoren zugegeben, dass die begrenzte Menge an Hilfe auf diesem Schiff „symbolisch“ ist.

Den berühmtesten Versuch die Blockade zu brechen gab es 2010, als israelische Streitkräfte eine Flottille abfingen (angeführt vom Schiff Mavi Marmara), die versuchte die Küste des Gazastreifens zu erreichen. Nachdem israelische Marinekommandos das Führungsschiff geentert hatten, brach eine gewalttätige Konfrontation zwischen den „Friedensaktivisten“ und den Soldaten aus, die den Tod 10 türkischer Aktivisten und die Verletzung mehrerer israelischer Soldaten zur Folge hatte.

Die türkische Organisation, die diese Flottille organisiert hatte, die Stiftung für Menschenrechte und Freiheiten und Humanitäre Entlastung (IHH) hat Berichten zufolge Verbindungen zur Hamas und konzentrierte sich stärker darauf der israelischen Blockade zu trotzen, als den Menschen im Gazastreifen Hilfe zu bringen. Die Hilfe, die in Israel ausgeladen wurde, wurde dann von der Hamas-Obrigkeit im Gazastreifen abgelehnt.

15 Jahre später ist die IHH weiter in die Freedom Flotilla Coalition involviert, die den jüngsten Versuch der Madleen die Blockade zu durchbrechen sponsert.

Während die öffentliche Kampagne um Greta Thunberg und die Madleen immer mehr an Fahrt aufnimmt, stellt sich die Frage: Werden die Medien ihrem Publikum einen angemessenen Kontext zum Verständnis der israelischen Blockade des Gazastreifens bieten oder wird diese jüngste Nummer als nur als Blitzableiter für falsche Narrative und irreführende Informationen zu Israels Krieg gegen die Hamas dienen ?

48 Stunden, 2 Ritualmordlügen: Verteilstellen-Massaker von Hamas vorgetäuscht, von den Medien verbreitet

Verfasst 5. Juni 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 3. Juni 2025

Im Verlauf von nur zwei Tagen berichtete die BBC, so wie auch andere Medien, über zwei angebliche Massaker an palästinensischen Zivilisten an Verteilstellen für humanitäre Hilfe im Gazastreifen. Beide Storys haben sich rasant verbreitet und tun das noch. Beide sind unwahr. Und  beide spiegeln zutiefst fehlerhaften journalistischen Prozess, der Sensationsgier über Genauigkeit stellt und terroristischer Propaganda mehr Gewicht gibt als verifizierten Daten.

Beginnen wir mit den Fakten.

Am 27. Mai begann die Gaza Humanitarian Foundation (GHF) – eine von den USA gestützte Initiative, die sicherstellen soll, dass die Hilfe Zivilisten erreicht, nicht die Hamas – innerhalb des Gazastreifens zu agieren. Am 2. Juni berichtete die GHF, dass sie an Verteilstellen im südlichen  und mittleren Gazastreifen fast 5,9 Millionen Mahlzeiten in mehr als 87.000 Lebensmittelkisten ausgeliefert. Sie kündigte außerdem Pläne an ihre Operationen in den Norden des Streifens auszuweiten.

Der erste volle Betriebstag war chaotisch. Die Hamas versuchte Berichten zufolge den Zugang zu blockieren und große Mengen stürmten den Ort. Warnschüsse in die Luft wurden abgegeben, um die Kontrolle wiederherzustellen. Von entscheidender Bedeutung ist, dass weder Verletzte noch Tote gemeldet wurden. Seitdem, sagt die GHF, ist die Verteilung der Hilfsgüter ohne größere Zwischenfälle verlaufen.

Das ist das, wir über das Geschehen wissen.

Doch das hier ist das, was die BBC – wie auch andere große Medien – der Welt berichtete:

Retter: 26 Tote nachdem israelische Panzer nahe eines Hilfezentrums das Feuer eröffnen

Wir konzentrieren uns auf die BBC, weil deren Berichterstattung besonders aufschlussreich ist. Es handelt sich um einen Sender, der behauptet unparteiisch zu sein und sich als globaler Standard für Journalisten positioniert. Aber seine redaktionellen Entscheidungen im Verlauf dieses Krieges haben ein durchgängiges Muster des Versagens entlarvt. Er hat eine Bereitschaft gezeigt nicht verifizierte Behauptungen aus Quellen zu veröffentlichen, die Verbindungen zu Terrororganisationen haben; dabei wird wenig Vorsicht und noch weniger Verantwortung an den Tag gelegt.

Gefälschter Bericht über ein Massaker auf Grundlage anonymer Quellen

Am 1. Juni veröffentlichte die BBC eine ergänzende Eilmeldung mit der Behauptung „israelische Panzer“ hätten das Feuer auf die Palästinensermenge vor Ort eröffnet, wobei 26 getötet wurden. Der Vorwurf wurde ohne Bestätigung vorgelegt, basiert einzig auf anonymen Quellen: „Einwohner und Sanitäter“ sowie ein „lokaler palästinensischer Journalist“. Zu den Einzelheiten gehörte laut Sebastian Usher, dem BBC-eigenen Nahost-Redakteur, Leichen, die per Esel weggekarrt wurden und „tausende“ Zivilisten, die sich nahe des von den USA unterstützen Hilfezentrums in Rafah sammelten.

Die Story erschien als wichtige Aktualisierungs-Schlagzeile zu einer bereits irreführenden und verständnisvollen Schlagzeile zur Ablehnung eines Waffenstillstands durch die Hamas: „Die Hamas verspricht 10 lebende Geiseln freizulassen, strebt aber in Reaktion auf US-Plan einen dauerhaften Waffenstillstand an.“

Diese Schlagzeile blieb den Großteil des Tages so stehen. Die Behauptung von 26 Toten wurde später danke des Hamas- Gesundheitsministeriums zu 31. Und obwohl die GHF das vehement bestritt – sie erklärte unmissverständlich, dass Berichte über Tote und Verletzte „falsch und erfunden“ waren und warnte, dass die Lügen „von der Hamas aktiv geschürt“ werden – zog die BBC die Story nicht zurück.

Die IDF gab ebenfalls eine Stellungnahme ab: Sie sei sich keiner Verletzten durch israelisches Feuer bewusst, würde die Sache aber überprüfen. Statt das mit Vorsicht zu behandeln, veröffentlichte die BBC eine weitere Aktualisierung, in der über israelische Verantwortung spekuliert wurde – auf Grundlage von Operationen, die am selben Morgen in Khan Junes durchgeführt wurden, wobei die BBC es versäumte zu sagen, dass das in rund 8 Kilometer Entfernung von Rafah stattfand, wo die Ausgabe stelle sich befindet.

Später an dem Tag ergänzte die BBC nach erheblichem Druck und weiteren Klarstellungen der IDF wie der GHF endlich ihre Schlagzeile:

„Israel bestreitet auf Zivilisten geschossen zu haben, nachdem das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium sagt, beim Angriff auf ein Hilfszentrum im Gazastreifen seien 31 Menschen getötet worden.

Immer noch keine Rücknahme. Keine Entschuldigung.

Die Farce von „BBC Verify“

Die BBC beauftragte dann ihre sogenannte Faktenchecker-Einheit BBC Verify mit Untersuchungen. Das Team kam zu dem Schluss, es könne nicht bestätigen, was geschehen sei; dazu wurden „widersprüchliche Berichte“ seitens der IDF, des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums und der Gaza Humanitarian Foundation angeführt.

Um das klar zu machen: BBC Verify behauptete, sie seien nicht in der Lage gewesen festzustellen, ob man dem israelischen Militär, einer von den USA unterstützten Hilfsorganisation, die transparent vor Ort arbeiten, oder einer Terrororganisation mit einer dokumentierten Geschichte Opferzahlen zu erfinden und Angriffe zu inszenieren, glauben kann.

Aber es wird noch schlimmer. Einer der wenigen Inhalte, die BBC Verify zu widerlegen in der Lage war, war ein Video, das die Folgen des sogenannten Massakers zeigen soll – ein Video, das sie BBC selbst zuvor in ihrer Berichterstattung gezeigt hatte.

In der Tat überprüfte die BBC ihre eigene Unwahrheit, während sie die ursprüngliche Anschuldigung stehen ließ.

Eine zweite Blutlüge

Kaum 48 Stunden später, am 3. Juni, berichtete die BBC von einem weiteren sogenannten Massaker an derselben Stelle in Rafah:

Einmal mehr erklärte die IDF, sie sei sich keines Vorfalls bewusst, abgesehen von einer Gruppe Verdächtiger, die sich etwa 500m von der Stelle auf die Truppen zubewegten – was Warnschüsse veranlasste. Und einmal mehr bestätigte die GHF: „Verteilung wurde sicher und ohne Vorfall durchgeführt.“

Sie fügte hinzu, dass jeder Vorfall, zu dem ermittelt wird, deutlich außerhalb des sicheren Verteilbereichs ereignet hätten und die Zivilisten aufgefordert wurden innerhalb eines ausgewiesenen Sicherheitskorridors zu bleiben.

Trotzdem bestand Jeremy Bowen, BBCs Redakteur für internationale Angelegenheiten, dass es „Zeugen gab, die von einer massiven Schießerei redeten“, als ob das irgendwie das gleiche Gewicht hätte wie Äußerungen von Einsatzkräften vor Ort und Militärs, die sich an rechtliche Vorschriften halten müssen.

Radikalisierende Lügen

Was wir hier erleben, hat nichts mehr mit Nachlässigkeit zu tun. Das ist etwas weitaus Ernsteres.

Indem sie die Hamas-Propaganda als Tatsachen präsentieren und falsche Anschuldigungen über israelische Massaker unter dem Banner von Eilmeldungen ausstrahlt, informiert die BBC die Öffentlichkeit nicht. Sie stiftet Verwirrung und vertieft Spaltungen.

Diese Schlagzeilen haben nicht nur irregeführt. Sie schüren Wut. Sie tragen zu einer Atmosphäre bei, in der jüdisches Leben abgewertet wird, es offene Angriffe auf „Zionisten“ gibt und israelfeindlicher Hass sich in der realen Welt in Gewalttaten ausdrückt.

Andere große Medien, darunter CNNNBC und die New York Times, haben in den letzten Wochen ähnlich unverantwortliche Fehler gemacht. Auch sie tragen Verantwortung. Aber die BBC hat mit ihrem globalen Einfluss und öffentlich finanziertem Auftrag neutral zu sein keine Ausrede.

Was wir hier dokumentiert haben, ist kein isolierter Aussetzer. Es ist ein durchgängiges Muster.

Schlagzeile um Schlagzeile. Blutlüge nach Blutlüge. Eine Kaskade an Lügen mit tödlichen Konsequenzen.

Das sind keine journalistischen Versager.

Das sind die Lügen, die töten.

Tragische Geschichte einer Gaza-Ärztin lässt zahlreiche Alarme klingeln – die die Medien lieber ignorieren

Verfasst 29. Mai 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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HonestReporting, 26. Mai 2025

Wer ist Alaa Al-Najjar?

Laut Hamas ist sie eine Ärztin und Mutter von neun Kindern, die bei einem israelischen Luftangriff am Freitag (23. Mai) getötet wurden, während sie im Nasser-Krankenhaus im südlichen Gazastreifen im Dienst war. Als sie von dem Angriff hörte, rannte sie zu ihrem zerstörten Haus in Khan Junes, nur um die verkohlten Leichen ihrer Kinder zu entdecken. Ihr Ehemann und ein Kind überlebten schwer verletzt.

Diese tragische Geschichte machte übers Wochenende Schlagzeilen, begleitet von herzerweichenden Fotos winziger, eingewickelter Leichen, weinender Frauen und alter Familienbilder der bezaubernden Kinder. Während es keinen Zweifel an ihrem tragischen Tod gab, fragen wir uns, warum die Mutter selbst nirgendwo auf einem Foto aus der Notaufnahme, dem Ort des Vorfalls, der Beerdigung oder den Familienfotos auftaucht, die nur den Vater zeigen.

Tatsächlich verbreiteten Medien unkritisch oder vorsätzlich alte und gefälschte Fotos, identifizierten die Nichte fälschlich als die Mutter und schließlich – nach drei Tagen – veröffentlichten sie ein Foto, das angeblich die Mutter zeigt – nicht in einem Arztkittel, sondern verschleiert durch einen Niqab.

Irreführende Fotos

Eines der ersten Bilder, die nach dem Vorfall kursierten, war das dramatische Foto einer schreienden Frau, die die eingewickelte Leiche eines Babys festhält, umgeben von einem weinenden Jungen und einem Mann, der versucht sie zu tröten.

Das schmerzliche Bild, das auf tragische Weise an Michelangelos Pieta erinnert, bewegte zweifellose manche Redakteure. Und weil sie ein Foto für ihren Artikel über Alaa Al-Najjar brauchten, kümmerten sie sich nicht darum das Datum des Bildes zu überprüfen, das aus dem Dezember 2023 stammt.

„Israel verbrennt 9 Kinder einer Kinderärztin bei lebendigem Leib“
31 (Such-) Ergebnisse; erstmals am 28. Dezember 2023 im Index aufgenommen

Derweil brachten viele Medien – einschließlich CNN und dem Guardian – Getty/Anadolu-Bilder der Nichte des Ehemanns, die ihn im Krankenhaus besuchte und identifizierten sie fälschlich als die Mutter.

Dieselbe Frau erscheint in einem Reuters-Interview; sie beschreibt die furchtbare Erfahrung ihrer Tante. Andere Reuters-Interviews zeigen die Schwester und den Bruder des Ehemanns. Aber seine Frau – die Mutter der neun toten Kinder – wird nirgendwo interviewt, ist nirgendwo zu sehen.

rot unterstrichen: Interview mit Hamdi Al-Najjars Nichte

Schließlich erschien sie am Sonntag (25. Mai) in einem Reuters-Foto, das sie in einem Niqab zeigen sollte. Niemand in der weltweiten Nachrichtenagentur schien sich darüber zu wundern, aber ein Experte für Arabisches sagte HonestReporting, die streng religiöse Erscheinung sei „sehr seltsam“, angesichts dessen, dass ihr erlaubt werde Medizin zu praktizieren und Kinderärztin zu werden.

Die Maskierung von Alaas Erscheinung war auch auf einem Foto offensichtlich, das eine Frau zeigte, deren Gesicht nicht zu sehen war, als sie sich über die Leichen ihrer Kinder beugte. Ein weiteres Foto, das fast identische Kinderleichen mit einer über ihnen weinenden, nicht identifizierten Frau zeigt, war höchstwahrscheinlich KI-generiert.

Das Fehlen er Mutter auf Familienfotos, die online kursierten, hätte ein paar hochgezogene Augenbrauen veranlassen müssen.

Der Hamas glauben

Der Tod eines jeden Kindes ist eine Tragödie, die nicht bagatellisiert werden kann und es gibt keinen Zweifel am Tod der Kinder Al-Najjars. Wir weisen schlicht auf Löcher im Narrativ der Hamas hin, die von jedem Journalisten, der der Story auf den Grund gehen will, hätten aufgeworfen werden müssen.

Im Gazastreifen erhalten medizinische Teams in der Regel sehr schnell Aufnahmen – besonders, wenn viele Menschen getötet werden und wenn trauernde Familienmitglieder im Zentrum des Narrativs stehen. Daher lohnt es sich zumindest zu fragen, warum Fotos manipuliert worden sind und wo die echte Mutter ist.

Wichtig ist auch zu fragen, warum alle Quellen dieser traurigen Geschichte bestenfalls aus zweiter Hand kommen (die Verwandten) oder schlimmstenfalls Agenda getrieben sind (Vertreter des Hamas-Gesundheitsministeriums).

Schließlich hätte jeder Journalist fragen müssen, warum Al-Najjars Haus beschossen wurde, denn die IDF hat deutlich gemacht, dass sie Terroristen ins Visier nimmt, nicht die Zivilisten, hinter denen sie sich verstecken.

Wenn solche Fragen nicht gestellt werden, dann ist das Ergebnis verantwortungslose Berichterstattung, die die Worte der Hamas als Evangelium nimmt und denen weitere Ungerechtigkeit erweist, die sie als menschliche Schutzschilde benutzt. Dieses Verhalten nutzt zudem das Vertrauen von Nachrichten-Konsumenten aus, die glauben, sie würden aus einer verlässlichen Quelle alle Fakten erhalten.

Aber wenn Medien nicht einmal die falschen Ritualmordverleumdung hinterfragen, die zu verbreiten sie letzte Woche zu 14.000 Babys im Gazastreifen halfen, von denen man erwartete, sie würden innerhalb von zwei Tagen Hungers sterben – warum sollte irgendwer erwarten, dass sie überhaupt etwas anzweifeln?

Hunger im Gazastreifen? Die Wahrheit hinter den Schlagzeilen

Verfasst 29. Mai 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Die Antwort ist komplexer und differenzierter als die sensationalistischen Schlagzeilen uns glauben machen wollen.

Israels Hilfsembargo des Gazastreifens geht in seinen dritten Monat.
Gibt es  Hungersnot im Gazastreifen, wie viele internationale Organisationen behaupten; oder gibt es hinreichend Nahrung im Streifen, wie Israel insistiert?
Es ist ein komplexes Bild – Märkte und einige Restaurants sind geöffnet, aber die Preise und Mangelernährung sind gewaltig.

Wenn man die Nachrichten zu der angeblich anhaltende Lebensmittelkrise im Gazastreifen liest, ist es wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass

  • Während des zweiten Waffenstillstands Anfang 2025 ist ausreichend Hilfe in den Gazastreifen geliefert worden, um seine zwei Millionen Einwohner mindestens fünf bis sechs Millionen zu ernähren.
     
  • Die Ungleichheit der Verteilung von Lebensmitteln unter den Menschen des Gazastreifens hat als Ursache eine Reihe von komplizierenden Faktoren vor Ort, darunter die Kaperung der kostenlosen Lebensmittelhilfe durch die Hamas und ihre Ausnutzung für Profite.
     
  • Die israelische Führung entwickelt derzeit Pläne zum Neustart der Verteilung von Lebensmitteln an die Gaza-Palästinenser, ohne dass sie der Hamas in die Hände fällt.
     
  • Den Krieg hindurch hat es verschiedene Behauptungen gegeben, israelische Einschränkungen der Hilfe hätten eine bevorstehende Hungersnot verursacht. Von diesen vorhergesagten Hungersnöten ist allerdings nie eine eingetroffen.
     
  • Die Mangelernährung bei Kindern im Gazastreifen gleicht in etwa der Mangelernährung, die es vor Beginn des Krieges gab.

Märkte, Restaurants und Essensschlangen: Die Lage der Lebensmittelhilfe im Gazastreifen

Nach einem sechswöchigen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas im Januar und Februar 2025 verhängte Israel eine totale Blockade des Gazastreifens, in der Hoffnung die Hamas unter Druck zu setzen israelische Geiseln freizulassen und bessere Bedingungen für einen erneuerten Waffenstillstand zu erhalten.

Unter dieser Blockade gibt es keine Hilfe und Materialien (einschließlich Lebensmitteln), die in den umkämpften Streifen gebracht wird.

In diesen sechs Wochenzwischen Beginn des Waffenstillstands und der Verhängung der Blockade ermöglichte Israel die Lieferung von 338.676 Tonnen Lebensmittel in den Gazastreifen.

Laut der Schätzung des Welternährungsprogramms würde diese Menge an Lebensmitteln ausreichen alle 2 Millionen Einwohner des Gazastreifens 5 bis 6 Monate zu versorgen, während – laut der Schätzung der UNO – diese Menge 6 bis 8 Monate lang reichen sollte.

heute, weniger als vier Monate seit Beginn des Waffenstillstands, ist klar, dass es immer noch reichlich Vorräte an verfügbaren Lebensmitteln im gesamten Gazastreifen geben sollte.

Wenn dem so ist, was ist dann der Grund für die verstörenden Bilder palästinensischer Zivilisten, die in langen Schlangen vor Lebensmittelausgaben anstehen?

Laut Lazar Berman, Journalist der Times of Israel, deutet die Existenz langer und chaotischer Lebensmittelschlangen von Gazanern, die Märkte und Restaurants besuchen (die noch die Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien erfahren müssen) wahrscheinlich auf ein Ungleichgewicht bei der Verteilung von Hilfe innerhalb des Streifens. Manche Berichte haben zwar ausreichenden Zugang zu Lebensmitteln, aber andere Bereiche haben entweder kaum Zugang zu Lebensmitteln oder haben nur Nahrung zu überhöhten und einschränkenden Preise Zugang dazu.

Einer der Hauptfaktoren, die zu dieser Unstimmigkeit beim Zugang zu Nahrungsmittelhilfe beitragen, ist die Hamas selbst; sie hat eine beträchtliche Menge dieser kostenlosen Lebensmittelhilfe beschlagnahmt, entweder um sie zu horten oder sie zu überhöhten Preisen zu verkaufen und ihre Kassen mit den Profiten zu füllen.

Mangelernährung bei Kindern

Neben Geschichten und Bildern langer Lebensmittelschlangen hat ein weiterer Aspekt der angeblichen Lebensmittelkreise im Gazastreifen erhebliche Aufmerksamkeit der Medien erhalten; das ist die Unterernährung der Kinder vor Ort.

In der ersten Hälfte des Aprils 2025 wurden 32.000 Kinder auf akute Mangelernährung untersucht. Von den Untersuchten wurden 984 mit schwerer oder mittelschwerer Unterernährung diagnostiziert.

Obwohl jedes Niveau an Unterernährung unter Kindern beklagenswert ist, hat der Analyst Mark Zlochin festgestellt, dass dieses Niveau an Unterernährung bei Kindern (3%) tatsächlich etwas niedriger liegt als die Rate, die im Gazastreifen vor dem Krieg herrschte.

Im Rahmen der medialen Berichterstattung zu Unterernährung bei Kindern konzentrieren sich die Nachrichtenmedien auf bestimmte Beispiele, um dem Thema ein menschliches Gesicht zu geben.

In vielen Fällen leiden die in diesen Storys präsentierten Kinder allerdings unter Vorerkrankungen, die zu ihrem Krankheitsstatus beitragen können. Beispielsweise haben NBC News, CBC News, und CNN allesamt über Osama Al-Raqab berichtet, einen 6-jährigen Jungen aus dem Gazastreifen, bei dem Unterernährung diagnostiziert wurde. Anders als die Beschreibung, er sei „voller Leben“ und „früher gesund“ gewesen, leidet Osama an Mukoviszidose, einer Krankheit, die auch unter den günstigsten Umständen zu Unterernährung führen kann. Israels Blockade die Schuld für Osamas Zustand zu geben, ist sowohl irreführend als auch manipulativ.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Während viele Medien und NGOs Israels zweimonatiger Blockade des Gazastreifens als einzige Ursache für bevorstehende Hungersnot und Massenverhungern in der Region darstellen, sieht die Realität weit komplexer aus.

Es ist an der Zeit, dass die Medien die Komplexität anerkennen und vor allem aufhören auf das Hamas-Narrativ einer nicht existenten Hungersnot im Gazastreifen hereinzufallen.

Die Medien stellten Israels Eurovisions-Beitrag als „spaltend“ dar

Verfasst 22. Mai 2025 von spotplenni
Kategorien: Antiisraelismus, Die Welt und Nahost, Europ. Medien und Nahost, Europa und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Weltmedien und Nahost

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Die Zuschauer machten sie zum Star.

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 18. Mai 2025

Hätten Sie die Berichterstattung der Medien zum Eurovision Song Contest vor dem Finale am Samstag gelesen, dann hätte man Ihnen dafür vergeben können gedacht zu haben, Europa befinde sich am Rande einer Revolte – nicht wegen der Musik, sondern weil Israel erlaubt wurde anzutreten.

Tage lang brachten die großen Medien tröpfchenweise einen Strom an Artikeln, sie sich weniger auf die Musik und mehr auf die „spalterische Wirkung“ des israelischen Beitrags konzentrierten. Der Wettbewerb fand im schweizerischen Basel statt – aufgrund der Tradition, dass der Vorjahressieger Gastgeber der nächsten Veranstaltung ist. Aber statt Berichterstattung über Kostüme, Bühnenshow oder Lied-Vorhersagen schoss sich ein Großteil der Presse auf Israel ein.

Nehmen wir z.B. Associated Press, die am 16. Mai einen Artikel veröffentlichten, Schlagzeile: „Israels Anwesenheit trübt den ESC ein Jahr nach den großen Protesten wegen des Kriegs im Gazastreifen immer noch.“ Der Artikel beschrieb detailliert einen Protest in Basel am Abend vor dem Finale – an dem 200 Personen teilnahmen, „viele in Palästinenserflaggen gehüllt“; sie forderten Israels Ausschluss aus dem Wettbewerb.

Das waren 200 Leute. In einer Stadt, die Gastgeber einer Veranstaltung mit 160 Millionen Zuschauern war.

Aber über die Entscheidung von AP hinaus einen ganzen Artikel einem relativ kleinen Protest zu widmen, ist das darin nicht gesagte das, was auffällt. Der Artikel beschreibt feierlich Demonstranten, „die schweigend eine laute Straße mit Musik und ESC-Feiern“ entlangmarschieren – was der Szene eine stille Würde verleihen soll – lässt aber aus, dass nur ein paar Tage zuvor Demonstranten in derselben Stadt gefilmt wurden, die Morddrohungen brüllten und ein Mann wurde erwischt, wie de reine Geste machte, wie er Yuval Raphael die Kehle durchschneidet.

Der Artikel zählt auch die Themen der Demonstranten auf: „Russland wurde nach dem Einmarsch in die Ukraine ausgeschlossen, warum also nicht Israel?“ Eine verantwortungsvoller Journalist hätte ein klein wenig Schlüsselkontext hinzugefügt: Der ESC ist ein Wettbewerb zwischen Sendern und Russlands Staatssender wurde disqualifiziert, weil er gegen die Wettbewerbsregeln verstieß. Israel hingegen wurde am 7. Oktober von der Hamas angegriffen und sein Sender KANN wurde nicht beschuldigt irgendetwas falsch gemacht zu haben.

NBC News legte einen noch dramatischeren Ton an den Tag; die Schlagzeile lautete: „Vereint durch Musik, gespalten aufgrund von Israel: ESC-Spannungsblase in der bekanntlich neutralen Schweiz.“ Den Lesern wird erzählt, dass Proteste wegen Israels Teilnahme einen „fiebernden Höhepunkt“ erreicht hätten und dass „Basel und Europa insgesamt alles andere als vereint sind“.

Ein fiebernder Höhepunkt? Ein gesamter Kontinent gespalten? Mehr als 200 Leute mit Flaggen – und wenige mehr als Morddrohungen gegen eine 24-jährige Frau?

AFP fiel mit einer Schlagzeile vom 11. Mai in den Chor ein: „Parade, Proteste zum Auftakt der ESC-Woche.“ Aber selbst dieser Artikel eröffnete mit einer widersprüchlichen Aussage: „Die schweizerische Stadt ist Gastgeber der 69. Ausgabe der weltgrößten jährlichen, live übertragenen Musikveranstaltung, die etwa 160 Millionen Zuschauer erreicht.“

Mit anderen Worten: massives globales Interesse. Und doch sollen wir glauben, die Veranstaltung sei von einem Protest überschattet, der kaum einen Marktplatz füllen konnte.

CNN demonstrierte derweil, wie abgehoben von der öffentlichen Stimmung es ist; dazu diente ein Artikel mit dem Titel: „Die Guten, die Schlechten und die Anzüglichen: Alle 26 ESC-Songs, vom schlechtesten bis zum ersten.“ Der Artikel setzte Yuval Raphaels „New Day Will Rise“ auf einen abschätzigen 20. von 26 Plätzen, beschrieb ihn als den zweiten israelischen Beitrag nacheinander, der „implizit auf die Angriffe der Hamas anspielt“; fügte aber hinzu, dass „auf er auf musikalischem Niveau schwächer als der Durchschnitt sei“.

Man muss sich fragen: Würde CNN den künstlerischen Ausdruck eines Überlebenden irgendeines anderen Massakers auch so salopp kritisieren? Und abgesehen von der geschmacklosen Darstellung – was das schlicht falsch. Die öffentliche Abstimmung erzählt etwas völlig anderes.

Die britischen Medien leisteten ebenfalls ihre Anteil. Am 10. Mai meldete die BBC: „Israel auf dem Weg ins ESC-Finale, trotz Protesten“ – eine Schlagzeile, die suggerieren sollte, dass Raphael unter einem Sturm der Empörung so gerade eben durchgekommen sei.

Derweil behauptete der Independent vage, wegen Israels Aufführung seien „Spannungen“ ausgebrochen, ohne zu sagen, wer angespannt war und warum.

Dieselbe Publikation versuchte sogar einen der israelfeindlichen Demonstranten, der bei Raphaels Auftritt im Finale die Bühne stürmen wollte, als Opfer darzustellen; sie brachte eine Schlagzeile, die jeder Beschreibung spottet: „Pro-Palästina-Protester am Haar gezogen, als der Versuch einer Störung blockiert wurde.“

Und der Guardian brachte zahlreiche Tete, die unterstellten, Israels Teilnahme sei gefährdet, nachdem die nationalen Sendeanstalten Spaniens und Irlands eine „Diskussion“ der Einbeziehung Israels forderten.

Yuval Raphael, eine Überlebende des Massakers des Nova-Musikfestivals, ist Israels ESC-Teilnehmerin. Trotz ihres kraftvollen Liedes über Widerstandskraft wurde ihr gesagt, sie solle nicht über ihre Erfahrung sprechen – weil Terrorismus zu verurteilen „zu politisch“ ist.
Derweil haben andere Nationen in Wettbewerben in der Vergangenheit die Plattform offen für unverhohlene politische Äußerungen genutzt.
Das ist die Wirklichkeit des ständigen Kampfs Israels mit zweierlei Maß. Eine Überleblende sollte für ihren Mut gefeiert werden, nicht darüber schweigen müssen, woher sie kommt.

Israels Triumph beim Public Voting

Aber was passierte nach all dem Lärm?

Israel kam bei der Publikumsabstimmung auf Platz 1.

Yuval Raphael kam in der Gesamtwertung mit 357 Punkten auf Platz 2. Österreichs Sieger erhielt 436 Punkte. Aber es gibt da so ein kleines Detail: Israel erhielt vom Publikum 297 Punkte, von den Jurys nur 60. Österreich erhielt hingegen 178 Punkte vom Publikum und 258 von den Jurys.

Mit anderen W orten: Wenn das Publikum alleine entschieden hätte, hätte Israel gewonnen.

Israel erhielt bei der Publikumsabstimmung die maximale Punktzahl von 12 aus Großbritannien, Spanien, Schweden, Australien und Portugal – deren Jurys ihm allesamt 0 Punkte gaben. In Irland, wo der Sender die Diskussion über Israels Teilnahme anführte, gab das Publikum Israel 10 und die Jury 7 Punkte.

Bei allem Beharren der Medien, Israels Anwesenheit sei nicht willkommen, stimmten Millionen gewöhnlicher Zuschauer anders ab.

Und doch untergruben die Sender, als das Finale ausgestrahlt wurde, Israel weiter. Spaniens RTVE ignorierte Warnungen der Eurovision und erlaubte seinen Moderatoren nicht verifizierbare Opferzahlen anzuführen: „Die Zahl der Opfer der israelischen Angriffe im Gazastreifen überschreitet jetzt die 50.000, darunter mehr als 15.000 Kinder, so die Vereinten Nationen.“ (Die UNO hat keine solch eindeutige Zahl veröffentlicht.) Bevor die Sendung begann, strahlte RTVE eine Meldung aus: „Angesichts der Menschenrechte ist Schweigen keine Option. Frieden und Gerechtigkeit für Palästina.“

Droht Spanien nächstes Jahr die Disqualifikation wegen Politisierung des Wettbewerbs? Man darf nicht gespannt sein.

Selbst Graham Norton von der BBC schien sich dem Muster der Auslassungen anzuschließen; er beschrieb Yuval Raphael als Newcomerin, die erst 2023 zu singen begann, nachdem sie in Israels Sendung „Rising Star“ auftrat. Er versäumte es zu erwähnen, dass sie auch eine Überlebende des Massakers auf dem Nova-Musikfestival vom 7. Oktober ist – wo sie sich unter den Leichen anderer versteckte, die ermordet wurden.

Wollen wir ehrlich sein: Viele der Medien berichteten nicht über den ESC – sie führten eine Kampagne dagegen. Die Presse wollte Israels Teilnahme als kontrovers erscheinen lassen. Sie wollte, dass Raphael verliert. Das wäre für sie das ultimative Urteil gewesen: eine musikalische Abstimmung über Israel.

Aber sie sind gescheitert.

Das Publikum hat das durchschaut. Die Öffentlichkeit hat abgestimmt. Und Israels Yuval Raphael hat gesungen – und ist hoch emporgestiegen.

Aufgedeckt: Neuer Pulitzerpreis-Gewinner rechtfertigte Verschleppung von Israelis durch die Hamas

Verfasst 15. Mai 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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HonestReporting (Mitarbeiter), 7. Mai 2025

Diese Woche wurde der Pulitzer-Preis an den Gaza-Poeten verliehen, der die Entführung von Israelis durch die Hamas rechtfertigte, deckte HonestReporting am Dienstag (6. Mai) auf, während es den Widerruf des angesehenen Preises forderte.

Mosab Abu Toha, der auf seinen Social Media-Plattformen auch antisemitische Inhalte und Fake News verbreitete, gewann am Montag (5. Mai) die höchste Ehre des Journalismus für seinen im New Yorker veröffentlichten Aufsätze, der den laufenden Krieg in der Enklave beschrieb.

Aber es scheint so, dass sowohl das Magazin als auch das Pulitzer-Komitee es versäumten Abu Tohas bösartige Social Media-Posts gegen israelische Geiseln zu überprüfen, die von der Hamas am 7. Oktober 2023 brutal verschleppt wurden.

HonestReporting gab zusammen mit Fox News Digital diese Posts exklusiv weiter, das sich um Kommentare an Abu Toha, The New Yorker und die Pulitzerpreis-Organisation wandte.

Darf ich Ihnen Pulitzerpreis-Gewinner Mosab Abu Toha vorstellen. Er rechtfertigt die Verschleppung von Israelis am 7. Oktober. Wir werden ihm nicht zu seiner Auszeichnung gratulieren. Stattdessen werden wir @PulitzerPrizes fragen, ob sie die Mühe gemacht haben seine Social Media-Konten zu überprüfen. Weil wir das gemacht haben – und das ist nicht schön.

„Wie kann diese junge Frau als Geisel bezeichnet werden?“

Abu Toha, der derzeit in den USA lebt, schmähte insbesondere weibliche israelische Geiseln; er stellte ihren Geiselstatus infrage und rechtfertigte implizit ihre Verschleppung.

Toha postete am 24. Januar 2025 Folgendes über die israelische Geisel Emily Damari:

Wie um alles in der Welt kann diese junge Frau als Geisel bezeichnet werden? (Und das gilt für die meisten „Geiseln“)? Das ist Emily Damari, eine 28 Jahre alte britisch-israelische Soldatin, die die Hamas am 10/7 abkommandierte… Also diese junge Frau wird als eine „Geisel“ bezeichnet? Diese Soldatin, die sich nahe der Grenze mit einer Stadt befand, das sie und ihr Land besetzt haben, als „Geisel“ bezeichnet werden?

Damari, eine israelische Staatsbürgerin, wurde zweimal angeschossen und am 7. Oktober aus ihrem Haus im Kibbuz Kfar Aza verschleppt wurde. Sie wurde 471 Tage lang festgehalten. Aber Abu Toha glaubt, sie könne nicht einmal als Geisel angesehen werden, weil sie eine „Soldatin“ sei.

Ein ähnlicher Post von Abu Toha, eingetragen am 3. Februar 2025, schoss gegen die ehemalige israelische Geisel Agam Berger:

Die israelische „Geisel“ Agam Berger, die vor ein paar Tagen entlassen wurde, nimmt an der Abschlussfeier ihrer Schwester für einen Offizierskurs der israelischen Luftwaffe teil. Das sind diejenigen, von der die Welt Mitgefühl sehen will, Killer, die der Armee beitreten und Familie in der Armee haben! Das sind die, die CNN, BBC und Ihresgleichen in Artikeln und Fernsehsendungen und Nachrichtenmeldungen menschlich machen.

Die Hamas hielt Agam Berger als Geisel fest, ohne jegliche einem Gefangenen zustehenden Rechte fest, der ein Gerichtsverfahren durchlaufen hatte. Aber das spielt für Abu Toha keine Rolle. Denn in seinen Augen kann kein Israeli eine Geisel sein.

Toha bezweifelte auch die forensischen Beweise, die zeigten, dass die Bibas-Kinder – der neun Monate alte Kfir und der vierjährige Ariel – von ihren Geiselnehmern getötet wurden.

Toha postete am 21. Februar 2025:

Schande über die BBC, die Propagandamaschine. IDF-Sprecher Daniel Hagari sagte „forensische Befunden, die wir von der BBC nicht gezeigt bekommen haben, würden nahelegen, dass die Jungs „mit bloßen Händen“ getötet worden waren. Wenn ihr keinerlei Beweise gesehen habt, warum veröffentlicht ihr das? Nun, das seid ihr, ihr dreckigen Leute.

Eine israelische forensische Analyse stellte fest, dass die zwei kleinen Jungs von den Mördern „mit bloßen Händen“ getötet wurde. Herzerweichende Aufnahmen vom 7. Oktober zeigten Shiri Bibas und ihre zwei Jungs, wie sie aus ihrem Haus im Kibbuz Nir Oz verschleppt wurden.

Abu Tohas Eile, die Hamas von ihren brutalen Morden reinzuwaschen, kommt einer Rechtfertigung dieser Morde gleich.

Antisemitische Verleumdungen

Weitere Posts von Abu Toha stellen einen klaren Verstoß gegen die IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus dar.

Als Electronic Intifadas Ali Abunimeh von der schweizerischen Polizei in Zürich verhaftet wurde, gab Abu Toha „den Zionisten“ die Schuld; damit gab er antisemitische Sprachbilder über jüdische Kontrolle über Staatsgrenzen, Regierung und die Medien wieder.

Ein weiteres Muster in Abu Tohas Posts ist die Dämonisierung israelischer Soldaten und Symbole. Laut Abu Toha sind israelische Terror-Soldaten, die das jüdische Fest Hanukkah feiern, das, „wie wahrer Antisemitismus aussieht“.

Er glaubt auch, dass das Blut israelischer Soldaten verwirkt sei, wenn sie nicht im Dienst sind – und unterstützt damit implizit die Schädigung israelischer Zivilisten, von denen die meisten wegen Israels Wehrpflicht gedient haben oder immer noch als Reservisten in der IDF dienen.

In einem weiteren Verstoß gegen die IHRA-Definition verharmloste Abu Toha den Holocaust, indem er ihn mit dem „Völkermord“ im Gazastreifen auf eine Stufe stellte.

Abu Toha scheint auch Hamas-Propaganda und Fake News daherzureden; er beschuldigt Israel am 17. Oktober 2023 das Al-Ahli-Krankenhaus im Gazastreifen bombardiert zu haben. In den ersten Stunden nach der Explosion plapperten Mainstream-Medien Behauptungen des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums im Gazastreifen nach, Israel habe das Krankenhaus bombardiert und bis zu 500 Menschen getötet.

Aber internationale Autoritäten kamen schnell zu dem Schluss, dass der Parkplatz des Krankenhauses von einer fehlgeschossenen Rakete des Islamischen Jihad getroffen wurde, was in einem Bruchteil dessen an Toten führte, was die Hamas anfangs behauptet hatte.

Ein Schandfleck für den Pulitzer-Preis

Die Enthüllung der Posts von Abu Toha veranlasste HonestReportings Executive Director Gil Hoffman dazu die Rücknahme des Preises zu fordern.

Der Pulitzer-Preis ist der Spitzenpreis des Journalismus und sollte nicht dadurch entstellt werden, dass man ihn einem Mann verleiht, der wiederholt Fakten verdrehte“, sagte Hoffman. „Abu Toha rechtfertigt die Verschleppung von Zivilisten aus ihren Häusern, verbreitet Fake News und bezeichnet das Anzünden einer Menora an Hanukkah als Antisemitismus. Das klingt für mich nicht preiswürdig.“

Hoffmans Worte sind um so schärfer, bedenkt man, dass HonestReporting sich letztes Jahr dagegen einsetzte den Pulitzer-Preis Fotografen zu verleihen, die am 7. Oktober zusammen mit Terroristen die Grenze aus dem Gazastreifen durchbrachen und physische wie ethische Grenzen überschritten.

Als Reuters den Preis für internationale Fotografie gewannt, gab es in der Bewerbung keine Bilder von diesem Tag. Reuters bestätigte später, dass von Eindringlingen bezogene Bilder absichtlich außen vor gelassen wurden, um den Sieg nicht zu trüben.

Derweil sagte der israelische Generalkonsul in New York, Ofir Akunis, gegenüber Fox News Digital: „Diese Posts sind eine absolute Schande und dieser Mann sollte für seine Kommentare verurteilt werden, statt dass man ihm einen Pulitzer-Preis gibt. Diese Posts zu lesen sollten jedem anständigen Menschen absolut Übelkeit bereiten.“

HonestReporting glaubt, dass es notwendig ist Abu Toha unmissverständlich zu verurteilen und den Preis zurückzunehmen, wen die Pulitzer-Organisation ihren Ruf als Leuchtturm der Exzellenz und Ethik im Journalismus aufrecht erhalten will, der nicht beschmutzt werden darf.

Journalistin oder Sprachrohr?

Verfasst 8. Mai 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt

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Hamas teilte israelfeindliche Botschaft von France24-Korrespondentin

HonestReporting, 16. Oktober 2024

Wie nennt man eine Person, die eine israelfeindliche Botschaft liefert, die in einer offiziellen Hamas-Broschüre zitiert wird, von Top-Hamasterroristen geehrt wurde, die „Völkermord“-Verleumdung gegen Israel teilte und um Terroristen trauerte? Sprachrohr, aber nicht Journalist.

Dennoch kann der France24-Korrspondentin im Gazastreifen Maha Abuelkas für sich beanspruchen, sich all das oben gesagte auf ihre Fahnen zu schreiben, was Zweifel an ihrer Objektivität und die journalistischen Standards ihres öffentlich finanzierten Netzwerks weckt.

Diese altgediente Journalistin, die seit 2013 für France24 gearbeitet hat, wurde 2021 in einer Propaganda-Broschüre der Hamas zitiert, die für den „Tag der Loyalität mit dem palästinensischen Journalismus“ der Terrorbewegung wirbt. Ihre Botschaft machte „die israelische Besatzung“ für „schwere Angriffe auf und Verstöße gegen die Menschenrechte, Land und heilige Stätten“ verantwortlich.

„Am 31. Dezember begehen wir als Journalisten, Medienprofis und offizielle Institutionen den Tag der Loyalität mit dem palästinensischen Journalisten im Gedenken und Wertschätzung aller Kollegen, die in den Palästinensergebieten arbeiten, die ständig unter schweren Angriffen und Verstößen gegen die Menschenrechte, das Land und heilige Stätten durch die israelische Besatzung.“
Maha Abuelkas, arabische Korrespondentin für France24

Und die Veranstaltung, für die sie warb, war nicht einfach beruflicher Natur. Laut der Facebook-Seite des Medienbüros der Hamas, wo die Broschüre veröffentlicht wurde, gilt die „Loyalitäts“-Veranstaltung darauf ab, „die berufliche und nationale Bedeutung der Ritter und Wahrheitssucher dieses Feldes zu unterstützen – jener Meister der Worte und Bilder, der Führung der Kameralinse und der Federspitze, was sie zu den machtvollsten Mitteln des Widerstands gegen den Besatzer macht.“

Abuelkas erhielt zudem 2014 besondere Ehren von hohen Hamas-Führern und teilte sich stolz auf ihrer Instagram-Seite.

Hier wird sie von Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum (links) und Taher al-Nunu (Mitte), Berater des ehemaligen Hamas-Führers Ismail Haniyeh, geehrt:

Und hier steht niemand anderes als der führende Hamas-Vertreter Muschir al-Masri (rechts) an ihrer Seite, der geschworen hat „die Zionisten mit unseren Beilen, Messern, Schusswaffen auszurotten“:

Es spielt keine Rolle, ob Abuelkas sich die Hamas-Agenda zueigen macht oder nicht. Ihre unethische, wechselseitige Beziehung zu Gaza-Herrschern – über die sie objektiv berichten müsste – kompromittiert automatisch ihre journalistische Glaubwürdigkeit.

Dasselbe gilt für all anderen „Journalisten“, die von HonestReporting wegen aktiver Teilnahme an Hamas-Veranstaltungen und Ehrenfeiern teilnahmen.

Aber was Abuelkas wirklich denkt, lässt sich aus einem Facebook-Post erkennen, den sie im Juli 2024 teilte, der zeigt, dass die US-Abgeordnete Rashida Tlaib ein Schild hält, auf dem „Schuldig des Völkermords“ hält, als der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu im Kongress sprach.

In einem weiteren Post beklagt Abuelkas den Tod des Al-Jazira-„Reporters“ Ismail Al-Ghoul (links), eines Hamas-Terroristen, der am 7. Oktober am Massaker in Südisrael beteiligt war.

Wie kann Abuelkas angesichts der oben angeführten Beweise objektiv aus dem Gazastreifen berichten?

Und schlimmer noch: Könnte die France24-Berichterstattung zum Gazastreifen durch die Verbindung Abuelkas zu Hamas-Persönlichkeiten ernsthaft kompromittiert sein?

Wie kann ein Redakteur oder Nachrichtenkonsument den Nachrichten vertrauen, die Abuelkas liefert, wenn sie am Ende des Tages nichts als ein Hamas-Sprachrohr ist?


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