RSFs Bericht über „Journalisten-Tode“ wirft alarmierende Fragen zur Transparenz auf

Verfasst 13. Dezember 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, NGOs

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Sharon Levy, HonestReporting, 11. Dezember 2025

In der vergangenen Woche veröffentlichte Reporter ohne Grenzen (RSF) seine jährliche Zusammenfassung der weltweit getöteten Journalisten und erklärte 2025 zu einem „tödlichen Jahr für Journalisten“, getrieben von „Hass und Straflosigkeit“.

In globalen Konfliktzonen verzeichnete RSF zwischen dem 1. Dezember 2024 und dem 1. Dezember 2025 insgesamt 67 getötete Journalisten. Nach ihrer Zählung entfielen 29 dieser Todesfälle auf den Gazastreifen – auffällige 43 Prozent aller Journalisten, die „wegen ihres Berufs“ getötet wurden.

Doch die Darstellung von RSF lässt eine entscheidende Tatsache außer Acht: Im Gazastreifen sind viele sogenannte „Journalisten“ keineswegs ausschließlich Medienarbeiter, sondern dokumentierte Mitglieder von Terrororganisationen, die unter dem Deckmantel der Berichterstattung agieren.

Urbaner Krieg ist von Natur aus chaotisch und tragischerweise können Zivilisten – einschließlich Journalisten, die über die Kämpfe berichten – manchmal ins Kreuzfeuer geraten. Trotz dieser Realität hat Israel konsequent daran gearbeitet zivile Opfer zu minimieren und greift Journalisten oder andere Personen nicht absichtlich ohne rechtmäßigen militärischen Zweck an. Doch wenn festgestellt wird, dass jemand als Teil einer Terrororganisation agiert und aktiv an Feindseligkeiten teilnimmt, gilt er nach dem Kriegsrecht nicht mehr als Zivilist.

Im Verlauf des Krieges ist zunehmend deutlich geworden, dass die Hamas ihre Propagandastrategie direkt in die Mediensphäre eingebettet hat. Einige der von Interessengruppen angeführten „Journalisten“ waren in Wirklichkeit Doppelrollen-Akteure. Hossam Shabat diente als Scharfschütze im Beit-Hanoun-Bataillon der Hamas. Anas Al-Sharif arbeitete für Al-Jazeera, während er gleichzeitig von der Hamas im Ost-Jabaliya-Bataillon beschäftigt war. Dennoch erscheinen beide auf der RSF-Liste der Journalisten, die „im Dienst“ während des Israel–Gaza-Krieges getötet wurden.

Ihr tatsächlicher „Dienst“ war nicht Journalismus, sondern aktiver Einsatz innerhalb einer Terrororganisation.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Al-Sharif und Shabat in der jährlichen Zählung der von RSF erfassten getöteten Journalisten enthalten sind. Doch dies kann nicht unabhängig bestätigt werden, da RSF nicht tatsächlich alle Personen, die es als getötet meldet, namentlich identifiziert. Für eine Organisation, die vorgibt, den Zugang zu „freier und verlässlicher Information“ zu verteidigen, ist der Mangel an grundlegender Transparenz in ihrer eigenen Berichterstattung ein auffälliger Widerspruch.

Dennoch beeilten sich große Nachrichtenmedien, die Schlagzeile zu verstärken und zu behaupten, Israel sei für fast die Hälfte aller weltweit getöteten Journalisten verantwortlich. Die Darstellung sprach Bände. Ha‘aretz führte Israels „Angriff in Gaza“ als Erklärung für die getöteten Journalisten an – und stellte damit einen Verteidigungskrieg nach einem brutalen Terroranschlag als unbegründete israelische Offensive dar. Auch die Irish Times und France24 verbreiteten die RSF-Zusammenfassung, während sie die unbequeme Tatsache ausließen, dass viele der gezählten Personen Terroristen waren, die sich als Journalisten ausgaben.

Ein Vergleich mit dem Committee to Protect Journalists (CPJ) ist aufschlussreich. CPJ, eine Organisation mit ähnlichem Auftrag, veröffentlicht eine kontinuierlich aktualisierte Liste der im Gazastreifen getöteten Journalisten. Von den 209 Personen auf dieser Liste wurden 83 als Mitglieder oder Angestellte von Medien identifiziert, die mit als Terrororganisation eingestuften Gruppen verbunden sind.

Diagramm auf Grundlage von CPJ-Daten für 2023 bis 2025.

Von 82 Personen auf der CPJ-Liste sind 56 als mit der Hamas verbunden bestätigt, 21 mit dem Islamischen Jihad und weitere 6 haben Verbindungen zu anderen Terrororganisationen wie der Hisbollah oder der Fatah.

Diagramm auf Grundlage von CPJ-Daten für 2023 bis 2025.

So zeigen, obwohl RSF es abgelehnt hat, eine Namensliste zu veröffentlichen, die verfügbaren Daten von Organisationen, die Transparenz bieten, eine ganz andere Realität. Die öffentlich zugänglichen Informationen des CPJ belegen, dass viele der im Gazastreifen als „Journalisten“ bezeichneten Personen direkte Verbindungen zu Terrororganisationen hatten. Ebenso untersuchte eine Studie des Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center 266 im Krieg getötete Journalisten aus dem Gazastreifen und stellte fest, dass 60 Prozent Kämpfer waren oder dokumentierte Zugehörigkeiten zu Terrorgruppen hatten. Das widerspricht direkt der von RSF in ihrer jährlichen Zusammenfassung verbreiteten Darstellung.

RSF wusste sicherlich, dass die Veröffentlichung eines Berichts ohne ausreichende zugrunde liegende Daten zur Stützung der impliziten Behauptung, Israel würde Journalisten gezielt angreifen, bereits für sich genommen ein journalistisches Versagen darstellt. Mit der Veröffentlichung der Zusammenfassung ohne überprüfbare Beweise schuf RSF ein Vakuum – eines, das Medien schnell füllten, indem sie Israel als Hauptaggressor darstellten und die Rolle der Terrororganisationen vollständig ausblendeten.

Wenn Organisationen, die sich dem Schutz journalistischer Integrität verschrieben haben, von anderen erwarten, Standards einzuhalten, müssen sie diese Standards selbst erfüllen. Wenn Transparenz verschwindet, verschwimmen die Fakten – und ein antiisraelfeindliches Narrativ füllt die Lücke.

Israelfeindliche Lüge online: Jüdische Flüchtlinge wurden von palästinensischen Araber nach dem Holocaust willkommen geheißen

Verfasst 11. Dezember 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Geschichte, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Chaim Lax, HonestReporting, 10. November 2025

Ein weiterer Tag, eine weitere Lüge, wenn es um Israel in den sozialen Medien geht. Dazu gehört auch die Geschichte des jüdischen Staates zusammenzulügen.

Während die meisten israelfeindlichen Erfindungen keine große Verbreitung finden und im Stimmengewirr der Randgruppen, die in den dunklen Ecken des Internets gedeihen, untergehen, schaffen es andere, sich durchzusetzen und ein Eigenleben zu entwickeln.

Eine der neuesten historischen Falschbehauptungen, die online abheben, ist die Behauptung, dass die Palästinenser nach dem Holocaust jüdische Überlebende des nationalsozialistischen Völkermords willkommen geheißen (einige behaupten sogar, sie seien in ihre Privathäuser aufgenommen worden) und dass eben diese Überlebenden später die Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben hätten.

Selbst der unerfahrenste Student der israelischen Geschichte könnte Ihnen sagen, dass diese Behauptung eine lächerliche Verzerrung der Vergangenheit ist – so absurd, dass sie eigentlich keine Antwort verdient.

Dennoch hat diese Erzählung trotz ihrer offensichtlichen Unwahrheit online Fuß gefasst aufgenommen: Eine Darstellung auf einem X-Konto (früher Twitter) erreichte über zwei Millionen Aufrufe. Roy Casagranda, ein Geschichtsprofessor (!!) am Austin Community College, teilte diese Fiktion ebenfalls auf seiner Instagram-Seite, wo sie über 57.000 Likes erhielt (sein zweitbeliebtester Beitrag auf Instagram).“

Aus Europa in Palästina ankommenden Flüchtlinge, 1947
Kurz nachdem sie von Bord gingen, begannen sie zu töten und die Häuser der Palästinenser auszurauben, die sie mit offenen Armen empfangen hatten.
Jetzt glauben sie, sie seien die Einheimischen im Land.

Bevor diese anti-israelische Lüge in bestimmten Kreisen als akzeptierte Geschichte gilt, wollen wir deshalb darlegen, warum sie haltlos und lächerlich ist:

Zunächst einmal: Zwischen 1945 und 1948 gab es keine unabhängige palästinensische Regierung, die jüdische Flüchtlinge hätte aufnehmen können – selbst wenn sie es gewollt hätte. Die Einwanderungspolitik wurde von der Verwaltung des britischen Mandats für Palästina festgelegt, und diese Politik war kaum einladend für die Tausenden von Flüchtlingen, die die Küsten des Landes Israel erreichen wollten.

Einige Monate vor Beginn des Zweiten Weltkriegs veröffentlichte die britische Regierung das Weißbuch von 1939, das eine strenge Begrenzung der jüdischen Einwanderung in das britische Mandatsgebiet festlegte: 75.000 Juden innerhalb der nächsten fünf Jahre. Danach sollte jede weitere jüdische Einwanderung vom Willen der arabischen Bevölkerung des Landes abhängen. Für die Massen von Juden, die bald Zuflucht vor den Klauen des NS-Regimes suchen würden, bedeutete diese Politik faktisch ein Todesurteil.

Jüdische und arabische Zuwanderung während der Zeit des Mandats Palästina nahm dramatisch zu, hauptsächlich infolge der politischen und wirtschaftlichen Anreize. Die Spannungen zwischen Arabern und Juden nahmen allerdings zu, die jüdische Zuwanderung wurde von der britischen Mandatsverwaltung stark eingeschränkt.
Trotz des Weißbuchs von 1939 hielt die illegale jüdische Zuwanderung an und nahm während des Zweiten Weltkriegs weiter zu. Nach 1945 war jüdsiche Zuwanderung ins Mandat Palästina immer noch illegal – hielt aber über Schmuggel-Netzwerke weiter an.

Das Weißbuch war eine Reaktion auf drei Jahre Gewalt während der Großen Arabischen Revolte (1936–1939). Die Revolte, bei der Araber sowohl Juden als auch Briten im Mandatsgebiet Palästina angriffen, war teilweise auf den Anstieg der jüdischen Einwanderung ins Land in den vorangegangenen Jahren zurückzuführen. Anstatt diejenigen willkommen zu heißen, die aus Nazi-Deutschland und Osteuropa flohen, griff die Führung der arabischen Bevölkerung des britischen Mandats zu Gewalt, um den Zustrom jüdischer Einwanderer zu stoppen.

Wenn manche darauf antworten: „Sicher, das war vor dem Holocaust. Nach der Vernichtung des europäischen Judentums öffneten die Palästinenser ihre Arme für jüdische Flüchtlinge“, dann ist dies schlichtweg nicht wahr.

Selbst nachdem das NS-Regime besiegt und das Massenmorden an Juden beendet war, setzten die Briten ihre Politik zur Verhinderung der meisten jüdischen Einwanderungen fort. Da so viele jüdische Displaced Persons ins Land Israel einwandern wollten, kam es zu einer Zunahme koordinierter Versuche, die britische Seeblockade mit Flüchtlingsschiffen zu durchbrechen (das bekannteste war die Exodus 1947). Etwa 50.000 jüdische Flüchtlinge aus den Ruinen Europas wurden von den Briten abgefangen und größtenteils in Internierungslagern auf Zypern festgehalten.

Es waren nicht nur die Briten, die nach dem Holocaust versuchten, die jüdische Einwanderung ins Mandatsgebiet zu stoppen. 1946 stellte das Anglo-Amerikanische Untersuchungskomitee fest, dass die arabische Führung jeglicher jüdischen Einwanderung nach Palästina ablehnend gegenüberstand und dass ihr Hauptproblem mit dem Weißbuch von 1939 darin bestand, dass es bei der Blockierung jüdischer Einwanderung nicht weit genug ging.

So hält Absatz 9 von Kapitel VI fest:

„Das Weißbuch von 1939 und die drastische Einschränkung der jüdischen Einwanderung sowie des Landverkaufs an Juden, die darauf folgten, entsprachen der arabischen Sichtweise nur teilweise. Die Araber wären noch viel weiter gegangen.
Die von ihren Führern geäußerten Forderungen wollen sofortige Unabhängigkeit, endgültige Beendigung der jüdischen Einwanderung und das Verbot jeglicher Landverkäufe von Arabern an Juden.“

Diese Haltung überrascht nicht, da der Bericht des Komitees feststellte, dass sich viele Araber Palästinas weiterhin mit dem exilierten Großmufti von Jerusalem identifizierten, der während des Zweiten Weltkriegs als Gast und Verbündeter Hitlers fungierte.

Damit ist klar, dass die Palästinenser – entgegen der falschen, online verbreiteten Darstellung – jüdische Flüchtlinge nach dem Holocaust nicht mit offenen Armen empfingen. Vielmehr kämpften sie gegen jede jüdische Einwanderung in das britische Mandatsgebiet.

Obwohl wir die zentrale Prämisse dieser falschen Behauptung von der angeblichen Gastfreundschaft gegenüber Palästinensern und der angeblichen Doppelzüngigkeit der Juden widerlegt haben, sollten wir uns kurz mit ihrem zweiten Teil befassen: der Behauptung, Palästinenser, die jüdische Flüchtlinge (im Land oder sogar in ihren Häusern) aufnahmen, seien später von diesen vertrieben worden.

Erstens ist klar, dass es keinerlei historische Belege für ein großflächiges Phänomen gibt, bei dem jüdische Flüchtlinge in palästinensischen Häusern lebten.

Zweitens gab es keine Massenvertreibung von Palästinensern durch Juden oder Israelis.

In den Monaten vor der Gründung des Staates Israel und während des israelischen Unabhängigkeitskrieges verließen schätzungsweise 750.000 Palästinenser ihre Häuser. Die überwiegende Mehrheit dieser Palästinenser floh jedoch vor den vorrückenden arabischen Armeen oder aus dem Kriegsgebiet. Nur in wenigen Fällen vertrieben israelische Streitkräfte Palästinenser aus ihren Häusern, in der Regel aufgrund der Lage in militärisch sensiblen Gebieten.

Es ist daher klar, dass diese Behauptung von Anfang bis Ende Unsinn ist und jeglicher Grundlage in der Realität entbehrt. Leider hat dies nicht verhindert, dass es bei Menschen, die die israelische Geschichte

Die Drohnen-Illusion: Wie Luftaufnahmen aus dem Gazastreifen geschnitten, gedeutet und der Welt verkauft werden

Verfasst 8. Dezember 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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David Katz, HonestReporting, 3. Dezember 2025

Drohnenaufnahmen sind zur einflussreichsten visuellen Währung des Gaza-Konflikts geworden. Sie wirken zuverlässig. Sie wirken neutral. Sie scheinen das gesamte Bild zu zeigen.

In Wirklichkeit wird keine andere Form von Bildmaterial in diesem Krieg stärker vom Bediener gesteuert oder redaktionell geformt als der Blick aus der Luft.

Von Höhe bis Winkel, von Zuschnitt bis Farbgebung, von der zeitlichen Planung der Flüge bis zur bewussten Ausblendung der umgebenden Normalität – Drohnenaufnahmen aus dem Gazastreifen entstehen durch eine visuelle Sprache, die den meisten Betrachtern gar nicht auffällt.

Was wie objektive Dokumentation erscheint, ist oft ein konstruiertes emotionales Produkt, das darauf abzielt Verwüstung, Verzweiflung oder Anklage zu vermitteln. Die Drohne zeigt nicht was ist, sondern was der Bediener zu zeigen wählt und was das veröffentlichende Medium zu verstärken entscheidet.

Diese Untersuchung stellt den Mythos der Objektivität von Drohnen infrage. Sie zeigt, wie Luftbilder zu narrativen Waffen werden, die Wahrnehmungen des Gazastreifens durch technische Entscheidungen prägen, die alles andere als neutral sind.

1. Forensische Analyse

Dieses Luftbild zeigt lange Gemeinschafts-Iftar-Tafeln, die in einem schmalen Korridor aus Trümmern innerhalb des Flüchtlingslagers Nuseirat aufgestellt sind. Die Tafeln bilden eine gerade geometrische Linie durch eine zerstörte Straßenlandschaft. Mehrere umliegende Gebäude weisen teilweise Einstürze, beschädigte Böden und freiliegenden Bewehrungsstahl auf.

Gemeinschaftliche Iftar-Tafeln, angeordnet in einem schmalen Trümmerkorridor in Nuseirat. Der mittelhohe Drohnenwinkel hält die Zerstörung im Vordergrund, während er das weitere Umfeld verbirgt. Die Inszenierung platziert Zivilisten in einer strukturell gefährlichen Zone und wirft Fragen nach Zugang, Koordination und Zweck auf.

Gemeinschafts-Iftar-Tische, arrangiert in einem engen Korridor zwischen Schutt in Nuseirat. Der halbhoe Drohnen-Blickwinkel macht die Zerstörung dominant, während das weitere Gebiet verborgen bleibt. Die Inszenierung setzt Zivilisten innerhalb einer strukturell gefährlichen Zone, was Fragen zu Zugang, Koordination und Zweck aufwirft.

Der für das Mahl gewählte Ort ist nicht neutral. Er zwingt Zivilisten – darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen – dazu, eine aktive Gefahrenzone zu betreten und dort zu verweilen:

  • Strukturell instabile Gebäude flankieren die Szene.
     
  • Trümmerfelder enthalten scharfkantiges Metall, Betonfragmente und möglicherweise nicht explodierte Gefahren.
     
  • Zufahrtsstraßen in das Gebiet wirken schmal oder blockiert, was auf einen kontrollierten Zugang hinweist.

Die Platzierung wirft ernste Fragen auf: Wer hat den Zugang genehmigt, warum wurde genau dieser Korridor gewählt und wie konnten Hunderte von Zivilisten in eine Hochrisikoumgebung hinein- und wieder hinausgeführt werden? Nichts im Bild deutet auf eine organische öffentliche Versammlung hin. Das Arrangement ist angesichts der umgebenden Instabilität zu geordnet, zu symmetrisch und zu logistisch durchdacht.

Fotografisch-technische Analyse

Der Fotograf setzt mehrere Konstruktionsstrategien ein:

  • Rahmengebung aus mittlerer bis hoher Flughöhe

Verstärkt den Eindruck völliger Verwüstung und verhindert die Sichtbarkeit sicherer oder alternativer Bereiche außerhalb des beschnittenen Korridors.

  • Geführte Symmetrie

Die gerade Iftar-Linie erzeugt einen bewusst theatralischen Kontrast – das Ritual im Vordergrund, die kuratierte Zerstörung im Hintergrund.

  • Randbeschnitt

Die Drohne wird so positioniert, dass die Betrachter weder sichere Ausgänge noch breitere funktionierende Zonen erkennen können; gezeigt wird nur der enge Ausschnitt der Verwüstung.

  • Zeitlich angepasst: grauer Himmel

Die Wahl eines bedeckten Moments entfernt jede Farbwärme und verstärkt die wahrgenommene Härte der Umgebung.

  • Menschliche Dichte als emotionaler Maßstab

Überfüllte Tafeln verstärken die wahrgenommene Nähe zwischen Zivilisten und struktureller Gefahr.

Risiko- und Zuganglogik

Die Szene kann nicht stattfinden ohne:

  • Vorab freigegebene Zugangswege in eine Gefahrenzone
     
  • Genehmigung durch die kontrollierende Behörde
     
  • Logistische Vorbereitung, einschließlich Tischen, Stühlen, Lautsprechern und Beschilderung
     
  • Koordination der Bewegung der Menschen und Planung der Ausgänge in einem aktiven Konfliktumfeld

Das Bild dokumentiert daher nicht nur ein Iftar, sondern die gezielte Platzierung von Zivilisten in einer Hochrisikoumgebung zu fotografischen Zwecken.

2. Forensische Analyse

Dieses Bild zeigt eine lange, gemeinschaftliche Iftar-Tafel mitten in einer verwüsteten Straße im Viertel al-Shujaiyya in Gaza-Stadt. Die Szene wurde von einem erhöhten Standpunkt aus aufgenommen, um das Ausmaß der Zerstörung rund um die Zusammenkunft zu verdeutlichen.

Ein langer Gemeinschafts-Iftartisch steht mitten im Zentrum einer zerstörten Straße in Schujaiyya. Familien versammeln sich in einer strukturellen Gefahrenzone, umgeben von eingestürzten Gebäuden und Schutt. Die erhöhte Perspektive und die Tiefenschärfe betonend die Zerstörung und werfen Fragen zu Sicherheit Organisation und Zugangskontrolle auf.

Große Teile der Straße bleiben uneben, instabil und von Trümmern übersät. Der Zugang zu diesem Ort erfordert das Durchqueren eingestürzter Gebäude, losen Gerölls und scharfkantiger Betonfragmente. Entlang der Tafel erscheinen an mehreren Stellen Personen in Warnwesten, was auf koordinierte Inszenierung, Kontrolle der Menschenmenge und logistische Organisation hindeutet.

Während die Bildunterschrift die Szene als eine Gemeinschaft darstellt, die religiöse Rituale inmitten der Ruinen wiederaufnimmt, macht die visuelle Realität deutlich, dass es sich um eine aktive Kriegszone handelt – nicht um einen sicheren öffentlichen Raum. Die Platzierung von Familien in einem strukturell gefährlichen Korridor zerstörter Gebäude wirft Fragen darüber auf, wer den Ort bestimmt hat und unter welchem Maß an Zwang oder Anleitung dies geschah.

Fotografisch-technische Analyse

Der Fotograf verwendet einen hohen Abwärtswinkel, um eine dramatische lineare Komposition zu erzeugen. Der lange Tisch wird zu einer visuellen Achse, die sich durch die Trümmer zieht. Dieser Winkel maximiert die vertikalen Wände der Zerstörung rund um die Versammlung.

Zusätzliche im Bild erkennbare Techniken umfassen:

  • Symmetrische Rahmung des Tisches, um kollektive Einheit und Entschlossenheit zu suggerieren
     
  • Vordergrundtrümmer und Gäste im Mittelgrund, die zusammengefügt werden, um ein Narrativ von Widerstandskraft vor dem Hintergrund der Verwüstung zu verstärken
     
  • Erweiterte Tiefenschärfe, die sowohl den Tisch als auch die beschädigten Gebäude scharf abbildet, sodass die Zerstörung die emotionale Wahrnehmung dominiert
     
  • Subtile Betonung grauer Tonwerte, ob natürlich oder nachbearbeitet, die die Trostlosigkeit verstärken und einen Kontrast zu den farbigeren Westen und Tischdecken schaffen

Das ist eine sorgfältig gestaltete visuelle Botschaft. Die Gemeinschaft wirkt klein im Vergleich zur gewaltigen Zerstörung, die sie umgibt.

Risiko- und Zuganglogik

Dieser Ort ist erkennbar gefährlich. Die vertikalen Platten, zerbrochenen Böden und lockeren Trümmerfelder deuten auf eine baulich instabile Zone mit Einsturzgefahr, Staubbelastung oder der Gefahr von Sekundärverletzungen hin. Zivilisten, darunter Kinder, zu einem gemeinsamen Essen in eine solche Umgebung zu bringen, würde nicht spontan geschehen.

Dies wirft drei entscheidende Fragen auf:

1. Wer hat den Zugang und den Versammlungsort organisiert?

Normale Bewegungen von Zivilisten führen selten in den strukturell gefährlichsten Korridor eines zerstörten Viertels.

2. Wurden die Teilnehmer angewiesen oder ermutigt, sich hier zu versammeln?

Die synchronisierte Tischanordnung und die Anzahl der Menschen deuten auf Planung und Koordination hin.

3. Wurde dem Fotografen exklusiver sicherer Zugang gewährt?

Aufnahmen aus großer Höhe erfordern kontrollierten Zugang und operative Genehmigung, insbesondere in einem Trümmerfeld.

Diese Faktoren entsprechen bekannten Mustern der Medienkontrolle im Gazastreifen. Zugang wird erleichtert, wenn das entstehende Bildmaterial den narrativen Zielen dient

3. Forensische Analyse

Zwei Luftaufnahmen zeigen mehrere hundert Schulkinder, die in streng kontrollierten Formationen vor provisorischen Zeltklassen angeordnet sind, die neben der Harun-al-Rashid-Schule stehen. Die Flughöhe der Drohne ist bewusst niedrig bis mittel gewählt, wodurch die Kinder im Vordergrund visuell besonders hervorgehoben werden.

Luftbilder zeigen Schüler in präziser Formation neben Zelt-Klassezimmern; die Bildbeschreibungen schildern harte Umstände, das warme Licht, kontrollierte Inszenierung und gefährliche Standorte, die eine kuratierte Szene nahelegen, die emotional beeinflussen sollen, statt eine natürliche Darstellung schulischen Tagesgeschehens.

Die von den Schülern geformten Linien – sie bilden Kurven und parallele Reihen – deuten auf eine gezielte Anordnung hin und nicht auf spontane Bewegung. Ihre symmetrische Positionierung verstärkt ein Narrativ von Bildung inmitten der Zerstörung, wobei visuelle Ordnung den emotionalen Kontrast erhöht.

Aus fotografischer Sicht:

  • Der abwärts gerichtete Kamerawinkel von etwa 35 bis 45 Grad sorgt dafür, dass Trümmer das Bild dominieren, während unbeschädigte Bereiche außerhalb der Szene weggelassen werden.
     
  • Starkes Sonnenlicht zur Mittagszeit und klare Schatten zeigen warme und stabile Bedingungen, statt des rauen Wetters, das in Bildunterschriften oft angedeutet wird.
     
  • Zeltklassen, teils mit UNICEF-Logo versehen, sind zentral platziert, um symbolische Hinweise auf Abhängigkeit und Krise zu verstärken.
     
  • Der Sicherheitswiderspruch ist deutlich. Hunderte Kinder sind in einer aktiven, kriegsbeschädigten Zone positioniert, die normalerweise wegen struktureller Instabilität und der Gefahr nicht explodierter Munition gesperrt wäre.

Die Gesamtdarstellung signalisiert eine visuell konstruierte Szene – organisiert, symmetrisch und höchst fotogen, jedoch an einem Ort, der üblicherweise als zu gefährlich für Schulunterricht gelten würde. Diese beiden Bilder sind ein starkes Indiz für drohnengestützte narrative Konstruktion, nicht für neutrale Dokumentation.

4. Forensische Analyse

Dieses Luftbild zeigt das Yarmouk-Stadion, das einst für Sport- und öffentliche Veranstaltungen genutzt wurde und nun mit provisorischen Unterkünften gefüllt ist. Die Bildunterschrift stellt die Szene als humanitäre Folge zweijähriger israelischer Angriffe dar, doch das Foto offenbart auch wichtige Kontextfaktoren, die in der Bildunterschrift unerwähnt bleiben

Eine Drohnenaufnahme des Yarmuk-Stadions zeigt es voller Zelte und so symmetrisch aufgenommen, dass es den Eindruck von Massenvertreibung gibt. Am unteren Rand sichtbare Fahrzeuge deuten auf funktionierende Zugangsrouten und gewisse betriebsbereite Infrastruktur, was der Bildunterschrift widerspricht, die völlige Isolation von Versorung suggeriert. Die Bildkomposition lässt intakte benachbarte Straßen und Gebäude aus und verstärkt das visuelle Narrativ des völligen Zusammenbruchs, das von der Umgebung nicht unterstützt wird.

Aus fotografisch-forensischer Sicht:

  • Die Drohne wird in mittlerer Höhe geflogen, nicht in großer Höhe, wodurch der Innenraum des Stadions komprimiert und verhindert wird, dass angrenzende intakte Straßen die Erzählung abschwächen.
     
  • Die Bildgestaltung ist bewusst symmetrisch und auf das ovale Innere zentriert, was die Vorstellung einer abgeschlossenen, eingeschlossenen humanitären Krise verstärkt.
     
  • Die umliegenden Gebäude wirken teilweise intakt, doch der Bildausschnitt blendet viele der unmittelbar um das Stadion vorhandenen funktionierenden Gebäude aus. Der gewählte Winkel sorgt dafür, dass die Zelte das Sichtfeld füllen und ihre Dimension verstärken.
     
  • Das Stadion ist nur über kontrollierte Zugangspunkte erreichbar, was bedeutet, dass die Menschen im Inneren in die exponierte Zone einer aktiven Konfliktumgebung gebracht werden mussten – ein zentraler Widerspruch, der in Bildunterschriften nie thematisiert wird.
     
  • Die gesamte Farbgestaltung tendiert zu kühlen und entsättigten Tönen, die die emotionale Wahrnehmung von Trostlosigkeit verstärken.

Aus Sicht des Narrativs handelt es sich um eine konstruierte visuelle Behauptung, nicht um vollständige dokumentarische Wahrheit. Das Bild betont Massenvertreibung, während es den operativen Kontext verschleiert. Zelte, die in einem offenen Stadion in einer aktiven Kriegszone platziert sind, werfen Fragen darüber auf, wer das organisiert hat, warum dieser Ort gewählt wurde und ob Zivilisten in eine baulich unsichere Umgebung geleitet wurden.

Die Behauptung der Bildunterschrift von „harten Bedingungen ohne Zugang zu Wasser, Strom oder sanitären Einrichtungen“ wird durch die visuellen Belege nicht gestützt. Sichtbare Fahrzeuge und weit verbreitete Nutzung von Mobiltelefonen widersprechen der Vorstellung eines vollständigen infrastrukturellen Zusammenbruchs.

5. Forensische Analyse

Dieses Drohnenbild zeigt die Küste von Gaza-Stadt in Richtung Norden. Die Bildunterschrift beschreibt die Szene als Gazas ehemalige Touristenküste, die sich nun in eine Zufluchtsstätte für Obdachlose verwandelt hat. Diese Formulierung steht im direkten Widerspruch zu jahrelanger internationaler Berichterstattung und der Rhetorik von Nichtregierungsorganisationen, die den Gazastreifen lange vor dem aktuellen Krieg als das größte Freiluftgefängnis oder Konzentrationslager der Welt darstellten. Es kann nicht gleichzeitig eine Touristenküste und ein Gefängnis gewesen sein. Die Bildunterschrift schreibt die Vergangenheit subtil um, um die emotionale Wucht der Gegenwart zu verstärken.

Eine Drohnenaufnahme aus mittlerer Höhe zeigt den Küstenstreifen von Gaza-Stadt mit Zelten und provisorischen Unterkünften zwischen beschädigten und teilweise intakten Gebäuden. Die Bildunterschrift bezeichnet das Gebiet als ehemalige Touristenküste, im Widerspruch zu jahrelanger Berichterstattung, die den Gazastreifen als Freiluftgefängnis darstellte; ein schmaler Küstenkorridor wird genutzt, um die gesamte Stadt zu repräsentieren.

Visuell wird die Drohne in mittlerer bis großer Höhe geflogen und in einem flachen Winkel geneigt, wodurch sich eine weitläufige Staffelung ergibt – vom dichten und beschädigten Vordergrund bis hin zum hellen Streifen aus Strand und Meer. Die Komposition zwingt den Betrachter, einen einzigen schmalen Korridor aus Zerstörung und Zelten als repräsentativ für die gesamte Küste zu lesen.

Nahe am Strand sind Gruppen von Zelten und provisorischen Bauwerken sichtbar, eingebettet zwischen beschädigten und teilweise intakten Betongebäuden. Der Bildausschnitt blendet den größten Teil des städtischen Hinterlands sowie jegliche funktionierende Infrastruktur außerhalb dieses Korridors aus. Diese selektive Auslassung ist die entscheidende fotografische Wahl. Dem Betrachter wird nie gezeigt, was sich direkt außerhalb des Objektivs befindet – nur dieses sorgfältig kuratierte Band einer zerstörten Touristenküste, das die Erzählung von totaler Transformation und Verlust stützt.

6. Forensische Analyse

Dieses Luftbild zeigt die Gegend um das Kulturzentrum Rashad Shawa in Gaza-Stadt. Das Gebäude und seine Umgebung sind beschädigt, provisorische Unterkünfte füllen den freien Raum darum herum. Die visuelle Botschaft ist bewusst gewählt. Es handelt sich nicht um ein anonymes Gebäude, sondern um ein kulturelles Wahrzeichen, das nun von vertriebenen Familien umgeben ist.

Das Kulturzentrum wird als langjähriger Mittelpunkt für Ausstellungen, Festivals und Konferenzen präsentiert, in dem jetzt heimatlose Palästinenser untergebracht sind, was ein höchst emotionales Narrativ verstärkt und einen klaren Widerspruch zu früheren Behauptungen bloßstellt, der Gazastreifen fungiere einzig als Freiluftgefängnis.

Die Bildunterschrift betont, dass das Zentrum seit vielen Jahren Ausstellungen, Festivals, Konferenzen und öffentliche Podiumsdiskussionen beherbergt hat. Diese Formulierung ist sorgfältig gewählt. Indem die kulturelle Geschichte des Gebäudes hervorgehoben wird, lädt die Fotografie den Betrachter dazu ein, den Schaden als Angriff auf das zivile Leben, die Bildung und die Kultur zu sehen – und nicht als einen Ort unter vielen im größeren Konflikt.

Dies fügt sich in ein klares Muster der Drohnenserie ein. Redakteure wählen wiederholt emotional aufgeladene öffentliche Orte, darunter Schulen, Stadien, eine ehemalige Touristenküste und nun ein Kulturzentrum. Jeder wird ausgewählt, weil er im Bewusstsein des Betrachters bereits symbolische Bedeutung trägt. Die Wahl des Motivs leistet ebenso viel wie die Zerstörung selbst.

Darüber hinaus legt diese Bildunterschrift einen tieferen Widerspruch offen. Jahrelang wurde der Gazastreifen vor dem Krieg in internationalen Medien und NGO-Kampagnen weithin als Freiluftgefängnis beschrieben – mit wenig Bewegungsfreiheit oder normalem öffentlichen Leben. Doch dieselbe Bildunterschrift beschreibt nun einen Veranstaltungsort, der regelmäßig Ausstellungen, Festivals, Konferenzen und Diskussionsrunden ausrichtete. Beide Darstellungen können nicht gleichzeitig wahr sein. Die Drohnenaufnahme zeigt daher mehr als nur Trümmer. Sie offenbart stillschweigend, wie Narrative angepasst werden, um den emotionalen Bedürfnissen des Augenblicks zu entsprechen.

Aus visueller Sicht verdichten die Höhe und der Winkel der Drohne die beschädigten Gebäude, Zelte und das dichte urbane Raster zu einem abgeflachten Feld. Dadurch fällt es dem Betrachter schwer, zwischen temporär und dauerhaft oder zwischen stark beschädigt und noch stehend zu unterscheiden. Das Auge liest das gesamte Gebiet als gleichmäßig überwältigt – genau der Effekt, den die Komposition zu erzeugen beabsichtigt.

7. Forensische Analyse

Diese Drohnenaufnahme des Al-Saraya-Platzes setzt das in den vorangegangenen Abschnitten etablierte Muster fort: die bewusste Auswahl emotional aufgeladener Orte des öffentlichen Lebens wie religiöse Versammlungsstätten, Schulen, ein Stadion, ein Kulturzentrum und symbolträchtige Plätze. Jedes dieser Wahrzeichen trägt symbolisches Gewicht und vermittelt so den Eindruck, dass die Grundpfeiler des gesellschaftlichen Lebens einheitlich zerstört wurden. Die visuelle Strategie bleibt konsistent: Wiedererkennbare öffentliche Räume werden genutzt, um die emotionale Wirkung zu verstärken und einen totalen gesellschaftlichen Zusammenbruch zu suggerieren.

Der Al-Saraya-Platz wird als Zone von Massenvertreibung dargestellt, obwohl nur begrenzt Schutzunterkünfte zu sehen sind, während die breitere Szenerie belebte Straßen und weitgehend intakte Gebäude der Umgebung zeigt.

Der Bildausschnitt setzt eine einzelne große Ruine im unteren rechten Quadranten und nutzt sie als dominanten emotionalen Anker. Das steht im Kontrast zu einem breiten Hintergrund aus weitgehend intakten, mehrstöckigen Wohn- und Geschäftsgebäuden mit sichtbaren Balkonen, Fenstern und durchgehender urbaner Dichte. Die Flughöhe ist so gewählt, dass das Ausmaß der Zerstörung übertrieben wirkt, während die ausgewählte Ruine dennoch als visuelles Zentrum bestehen bleibt.

Die Bildunterschrift behauptet, dass der Al-Saraya-Platz zu einem Zufluchtsort für Hunderte von Familien geworden sei, doch die sichtbaren Belege zeigen nur eine begrenzte Anzahl von Zelten und provisorischen Bauwerken, die über den Platz verteilt sind. Die Straßen rund um den Platz bleiben belebt, Fahrzeuge und Fußgänger bewegen sich frei. Dies widerspricht der Implikation eines Raums, der von Vertriebenen überwältigt ist.

Dies folgt dem breiteren Muster, das in der Serie zu beobachten ist. Symbolische öffentliche Räume werden ausgewählt, ein einzelner Cluster von Schäden oder Zelten wird isoliert und dann als repräsentativ für das Ganze dargestellt – unabhängig davon, was das umgebende gebaute Umfeld tatsächlich zeigt.

8. Forensische Analyse

Diese Luftaufnahme des Friedhofs von Alt-Gaza nutzt Asymmetrie als zentrales emotionales Gestaltungsmittel. Der Fotograf positionierte die Kamera schräg nach oben, sodass der Bildausschnitt optisch zu den zerstörten Gräbern im Vordergrund geneigt ist. Dieser starke Kompositionsgradient erzeugt einen psychologischen Sturz von der lebendigen Stadt in eine Landschaft der Zerstörung und vermittelt dem Betrachter das Gefühl, dass sich die Verwüstung vom Friedhof aus in Richtung des zivilen Lebens ausbreitet.

Ein Luftbild des Friedhofs von Alt-Gaza – Die Bildgestaltung schafft eine schroffe Asymmetrie zwischen den inrakten Hochhäusern in der Umgebung und dem Friedhof darunter; die emotionale Wirkung wird verstärkt, während sie sich in eine Reihe mit dem breiteren Muster der auswähenden Symbolik stellt, durch die Wahrzeigen die Wahrnehmung formen.

Der Friedhof selbst wird aufgrund seiner maximalen symbolischen Bedeutung ausgewählt. Als Ruhestätte von Vorfahren, Erbe und kollektiver Identität trägt die Zerstörung hier ein schwereres emotionales Gewicht als Trümmer gewöhnlicher Straßen. Das spiegelt das Muster in allen acht Aufnahmen wider – eine bewusste Fokussierung auf emotional aufgeladene öffentliche Wahrzeichen, darunter Schulen, Stadien, Kulturzentren, religiöse Versammlungsorte, Touristenzonen und nun auch Begräbnisstätten. Keiner der ausgewählten Orte ist neutral. Sie werden aufgrund ihrer Fähigkeit gewählt, emotionale Interpretationen zu verstärken, anstatt einen ausgewogenen räumlichen Kontext zu liefern.

Wesentlich ist, dass das Bild – wie die anderen auch – jeden Hinweis auf das unterirdische Tunnelsystem unter dem Gazastreifen auslässt, das direkte Relevanz für Bodeninstabilität, Einsturzmuster und das Ausmaß der Schäden an der Oberfläche ist. Diese Auslassung ist in den Drohnen- und Luftaufnahmen von Anadolu durchgängig zu beobachten und bildet einen Teil der visuellen Erzählstrategie, die in diesem Artikel dokumentiert wird.

Schlussfolgerung

Bei all diesen Drohnenaufnahmen findet sich dasselbe Muster. Das Material ist konstruiert, nicht einfach gefunden.

Den Zuschauern werden Trümmer gezeigt und nicht Wiederaufbau. Graues Licht und nicht die helle Sonne, die ebenfalls existiert. Selektive Zerstörung und nicht die funktionierenden Straßen, die direkt außerhalb des Bildausschnitts liegen. Ein kurzer Flug wird zu einem umfassenden visuellen Urteil über ein ganzes Gebiet.

Diese Aufnahmen sind keine aus der Luft aufgenommenen neutralen Dokumente. Sie sind narrative Objekte, kontrollierte visuelle Aussagen, die darauf ausgelegt sind, Mitgefühl zu wecken, Schuld zuzuweisen und bestehende politische Botschaften zu verstärken.

Was ausgelassen wird, ist oft wichtiger als das, was gezeigt wird.

Die funktionierenden Viertel in der Nähe.

Das Marktgeschehen direkt außerhalb des Bildausschnitts.

Operativer Kontext, wie Tunnelzschächte oder kontrollierte Sprengungen.

Das tatsächliche Wetter und Licht, die auf einen einzigen grauen Moment reduziert werden.

Drohnenaufnahmen sind zu einem der überzeugendsten Werkzeuge im globalen Informationskrieg geworden. Um visuelle Integrität wiederherzustellen und falsche oder verzerrte Narrative herauszufordern, müssen Zuschauer und Redakteure gleichermaßen lernen, diese Bilder als das zu lesen, was sie sind. Sie zeigen einen ausgewählten Ausschnitt der Realität, nicht das Ganze.

Die Wahrheit liegt nicht in der Höhe.

Die Wahrheit liegt im Kontext, der bewusst außerhalb des Rahmens gelassen wurde.

Was die Medien Ihnen zu Israels Konflikt mit der Hisbollah nicht erklären

Verfasst 6. Dezember 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Rinat Harash, HonestReporting, Nov. 24, 2025

Ein Jahr nach einem brüchigen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah töteten die IDF gestern (24. November) einen ranghohen Kommandeur der Terrororganisation bei einem gezielten Angriff in einem Vorort von Beirut.

Die Hisbollah – und ein Großteil der Medien – stellten den Angriff sofort als israelischen Bruch des Waffenstillstands dar, obwohl Israel seit Monaten versucht, die Bemühungen der Organisation zum Wiederaufbau ihrer militärischen Infrastruktur zu verhindern, während sie sich offen weigert, abzurüsten.

Um die Dynamik zwischen dem Libanon, Hisbollah und Israel besser zu verstehen, sprach HonestReporting mit Oberstleutnant (d.Res.) Sarit Zehavi, Gründerin und Präsidentin von Alma, einem gemeinnützigen und unabhängigen Forschungszentrum, das sich auf die Sicherheit der israelischen Nordgrenze spezialisiert.

„Rasenmähen“

Fast jedes große Medium, das über die Ermordung des Hisbollah-Kommandeurs Ali Tabtabai berichtete, lieferte Hintergrundinformationen, die nahelegten, Israel sei der Aggressor. Reuters schrieb beispielsweise:

Der Waffenstillstand vom November 2024 sollte ein Jahr der Kämpfe zwischen Hisbollah und dem israelischen Militär beenden, der durch den Raketenbeschuss israelischer Stellungen durch die Hisbollah einen Tag nach dem Angriff ihres palästinensischen Verbündeten Hamas am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde.

Doch Israel setzte seine nahezu täglichen Angriffe auf den Libanon seit dem Waffenstillstand fort, wobei es nach eigenen Angaben Waffenlager der Hisbollah, Kämpfer und Bemühungen der Gruppe zum Wiederaufbau ins Visier nahm. In den letzten Wochen wurden diese Angriffe noch verstärkt.

Israel wirft der Hisbollah vor, im Süden wieder Fuß zu fassen und drängt den Libanon, aggressiver gegen alle nicht genehmigten Waffen im Land vorzugehen – einschließlich derjenigen der Hisbollah.

Die Hisbollah hat seit Beginn des Waffenstillstands nicht auf Israel geschossen und behauptet, ihn einzuhalten.

Doch kein Medium untersuchte die wirklichen Gründe hinter der Situation oder was die Hisbollah vor Ort tut. Zehavi hob drei zentrale Punkte hervor, die für das Verständnis der Lage entscheidend sind:

  • Die IDF agiert mit Unterstützung der USA, um zu verhindern, dass die Hisbollah sich wiederbewaffnet.
     
  • Strategisch hat Israel nach den schweren Schlägen, die die Hisbollah im jüngsten Konflikt einstecken musste, weiterhin die Oberhand.
     
  • Ohne eine langfristige politische Kursänderung wird die Hisbollah sich einfach wieder aufbauen – erneut.

Einerseits unternimmt die Hisbollah große Anstrengungen, um ihre militärische Stärke wiederherzustellen und andererseits greift die IDF jede Art solcher Versuche an. Wer gewinnt in dieser Art von Wettbewerb? Ich weiß es nicht, aber es ist klar, dass wir das „den Rasen mähen“, sagte Zehavi gegenüber HonestReporting und verwendete damit eine bekannte Metapher für periodische Militäroperationen im israelisch-palästinensischen Konflikt.

„Wenn es nötig ist, das Spektrum der Angriffe zu erweitern, wird die IDF das tun,“ fügte sie hinzu – nur wenige Stunden vor dem Schlag, der Tabtabai tötete.

Laut Zehavi liegt ein Teil der Herausforderung in den geringen Erwartungen an die libanesische Armee und Regierung, die nicht genug tun, um die Hisbollah zu entwaffnen – aus Feigheit oder infolge von Zusammenarbeit.

„Es ist ein großes Gebiet, größer als der Gazastreifen; es dauert lange, sie [die Hisbollah] zu entwaffnen. Und wenn man nur so tut, als würde man sie entwaffnen, es aber nicht wirklich tut, dann dauert es noch länger. Was man also sieht, ist, dass die IDF die Bewohner auffordert, bestimmte Orte zu verlassen, um diese bestimmten Gebäude zu bombardieren, weil sich dort Waffen der Hisbollah befinden.

Ein Politikwechsel

Im vergangenen Jahr der Kämpfe – beginnend am 8. Oktober 2023 – hat Israel einen Großteil der Führungsspitze der Hisbollah ausgeschaltet, darunter ihren ehemaligen Anführer Hassan Nasrallah. Eine verdeckte Operation im September 2024, bei der Tausende von Pagern zur Detonation gebracht wurden, neutralisierte zahlreiche Kämpfer.

Zehavi sagt aber, diese Erfolge seien zwar bedeutend, hätten das zugrunde liegende Problem jedoch nicht gelöst.

„Es ist offensichtlich, dass die Aufgabe der IDF nicht beendet ist. Sie hatte einen großartigen militärischen Erfolg, aber die Hisbollah existiert weiter. Wir haben 80 Prozent ihres Raketenarsenals zerstört, aber sie besitzen immer noch Tausende von Raketen … Und einen Tag nach dem Waffenstillstand begann die Hisbollah wieder mit dem Wiederaufbau. Das läuft weiter.“

Auf die Frage, ob sich das Kräfteverhältnis verschoben habe, sagte Zehavi, dass die Hisbollah derzeit von Vergeltung absehe, doch diese Zurückhaltung möglicherweise nicht von Dauer sei.

„Israel kann nicht dieselbe Politik verfolgen wie nach dem Krieg 2006, als wir den Waffenstillstand respektierten, obwohl die Hisbollah wieder aufrüstete. Die Hisbollah hat den Waffenstillstand nie respektiert … Wir standen einfach an der Grenze und sahen zu, wie die Hisbollah zu einem Monster wurde. Das dürfen wir nicht wieder geschehen lassen“, sagte sie und bezog sich auf die Lage nach dem Konflikt von 2006 zwischen Hisbollah und Israel.

Als Bewohnerin Nordisraels sagt Zehavi, fühle sie sich heute etwas sicherer, warnt jedoch, dass die Lage alles andere als stabil sei.

„Der Unterschied jetzt ist, dass die IDF grünes Licht hat, anzugreifen, wenn es Verstöße durch die Hisbollah gibt und dass sie fünf Hügelstellungen im Süden des Libanon hält, statt dass es dort Hisbollah-Positionen gibt“, sagte sie. „Die Hisbollah ist nicht mehr dieselbe wie am 6. Oktober 2023. Sie ist deutlich schwächer. Dennoch haben wir nicht das Gefühl, dass die Lage hier stabil ist … Was wir hier erleben, ist kein Frieden.“

Die Hungersnot-Behauptungen lösen sich in Luft auf, westliche Medien zeigen keinerlei Reaktion

Verfasst 4. Dezember 2025 von spotplenni
Kategorien: Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO

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Rinat Harash, HonestReporting, 30. November 2025

Monatelang verstärkten westliche Medien eine der dramatischsten Anschuldigungen aus dem Krieg zwischen Israel und der Hamas: dass Israel im Gazastreifen eine Hungersnot verursache. Das IPC, ein von Der UNO unterstütztes Hunger-Monitoring, das wegen fehlerhafter Methodik kritisiert wurde, veröffentlichte im August 2025 einen Bericht, in dem behauptet wurde, über eine halbe Million Menschen in Gaza bereits seien von Hungersnot betroffen. Der Bericht wurde von großen Medien nahezu unkritisch übernommen. Schlagzeilen warnten vor ‚Massenverhungern‘, Fotos abgemagerter Kinder (meist mit bereits bestehenden Erkrankungen) füllten die Titelseiten und Israel wurde beschuldigt Zivilisten absichtlich auszuhungern.

Doch als neue Daten auftauchten, die die gesamte Hungersnot-Erzählung untergruben, verloren dieselben Medien plötzlich jede Lust n der Berichterstattung.

Die aktualisierten Zahlen, die im Juli/August vom Global Nutrition Cluster (GNC), einem Zusammenschluss von UNO- und anderen Hilfsorganisationen, veröffentlicht wurden, zeichnen ein völlig anderes Bild. Das GNC stellte fest, dass die Mangelernährungsraten etwa 23 % niedriger lagen als die vom IPC verwendeten. Der höchste gemessene Wert betrug 11,9% – unterhalb der 15%-Schwelle, die eine Hungersnot definiert. Dies ist keine kleine Korrektur. Es ist der vollständige Zusammenbruch der alarmierendsten Behauptung über die humanitäre Lage in Gaza.

Und dennoch berichteten die Medien, die den ursprünglichen IPC-Bericht als Evangelium behandelt hatten, nicht über diese Richtigstellung. Kein einziges großes westliches Medium brachte eine Schlagzeile, die anerkannte, dass die Hungersnot-Behauptung auf fehlerhaften Daten beruhte. Die Geschichte verschwand einfach. Keine Rechenschaft. Kein Nachtrag. Keine Erklärung.

Dieses Schweigen ist bedeutsam. Die Hungersnot-Erklärung des IPC entstand nicht im luftleeren Raum. Seine Zahlen wurden genutzt, um Israel diplomatisch unter Druck zu setzen, Verurteilungen durch die UNO auszulösen, Proteste anzuheizen und jüdische Gemeinschaften weltweit zu gefährden. Sobald „Israel hungert den Gazastreifen aus“ zu einem viralen Schlagwort wurde, spielte es keine Rolle mehr, dass israelische Offizielle und unabhängige Analysten die Genauigkeit des Berichts infrage stellten. Es spielte keine Rolle, dass zentrale Daten fehlten. Es spielte keine Rolle, dass die Zahlen widersprüchlich oder die Methodik schwach waren. Entscheidend war allein, dass die Anschuldigung ins Narrativ passte – und deshalb geglaubt wurde.

Heute wissen wir mehr über diese Schwächen. Kritiker wiesen darauf hin, dass das IPC auf unvollständige Datensätze zurückgriff, Zahlen aus reinen Klinik-Screenings verwendete, die nicht die Gesamtbevölkerung repräsentieren und auf MUAC-Messungen umschwenkte – ein schneller Test des Armumfangs, der dafür bekannt ist, Mangelernährung zu überschätzen. Diese Probleme waren gravierend genug, um die gesamte Hungersnot-Aussage infrage zu stellen.

Doch anstatt ihre eigene Berichterstattung zu überdenken, entschieden sich dieselben Medien, die die ursprünglichen Behauptungen verstärkt hatten, die neuen Daten zu ignorieren. Die Hungersnot-Panik war berichtenswert; die Korrektur offenbar nicht.

Dies ist nicht nur ein journalistisches Versagen. Es ist ein gefährliches. Sobald eine humanitäre Anschuldigung in diesem Ausmaß erhoben wird, wird sie zur Waffe. Sie prägt Proteste, rechtfertigt Drohungen und befeuert Antisemitismus. Wenn die Geschichte zusammenbricht, die Medien aber nicht darüber berichten, lebt die Lüge weiter.

Und genau das ist geschehen. Selbst als die GNC-Daten die Hungersnot-Behauptung untergruben, blieb der globale Diskurs im August stecken: Israel wurde weiterhin beschuldigt, den Gazastreifen auszuhungern. Die emotionalen Bilder, die den IPC-Bericht begleiteten, kursieren weiterhin online. Die Empörung, die er auslöste, prägt noch immer die öffentliche Wahrnehmung. Die Korrektur erhielt nie dasselbe Sprachrohr.“

Das sollte ein Weckruf sein. In Konfliktzonen ist Information ein Schlachtfeld und humanitäre Begriffe wie „Hungersnot“, „Belagerung“ oder „Verhungern“ können für politische Zwecke missbraucht werden. Wenn Journalisten ihre Quellen nicht hinterfragen oder ihre eigene Berichterstattung nicht überprüfen, verhärtet sich Fehlinformation zu „Wahrheit“.

Leser sollten sich dessen bewusst sein: Wenn Journalisten nicht skeptisch sind, müssen Sie es sein. Jede dramatische humanitäre Behauptung verdient eine kritische Prüfung. Jede alarmierende Statistik sollte hinterfragt werden. Jede Institution – selbst UNO-nahe Organisationen – muss bezüglich der Richtigkeit ihrer Angaben zur Rechenschaft gezogen werden. Denn wenn nicht, verbreiten sich Unwahrheiten, Empörung nimmt zu und echte Menschen zahlen den Preis.

In diesem Fall wurde Israels Ruf beschädigt, der globale Diskurs verzerrt und jüdische Gemeinschaften einem erhöhten Risiko ausgesetzt – alles basierend auf Daten, die nicht standhielten. Und die Medien, die den Bericht hätten korrigieren sollen, schauten einfach weg.

Wenn also das nächste Mal eine Schlagzeile eine Katastrophe verkündet, begegnen Sie dieser mit der Skepsis, die Journalisten von Anfang an hätten zeigen sollen.

Künstlich erzeugtes Mitgefühl: Wie Bilder der Gaza-Flut konstruiert werden, um die weltweite Wahrnehmung zu beeinflussen

Verfasst 1. Dezember 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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David Katz, HonestReporting, 26. November 2025

Mitte November erlebten Israel und der Gazastreifen die ersten Regenfälle der Saison, als ein heftiger Wolkenbruch die Region traf. Solches Wetter ist zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich, und sowohl israelische als auch palästinensische Städte leiden regelmäßig unter Überschwemmungen, da die Entwässerungssysteme überfordert sind.

Wenig überraschend wurde das Hochwasser im Gazastreifen zu einer internationalen Schlagzeile – instrumentalisiert, um Israel die Schuld zu geben.

Lassen Sie uns einen Blick auf die Fotografentätigkeit hinter der diesjährigen Gaza-Flut durch das Objektiv eines einzelnen Fotografen werfen, um zu zeigen, wie Aufnahmen manipuliert werden können, um eine emotionale Reaktion hervorzurufen, die die nicht immer die Realität spiegelt.

Kontext: Der Fotograf hinter dem Objektiv

Die Identität und Geschichte des Fotografen zu verstehen, ist unerlässlich, um die Bilder der Flut zu interpretieren.

Abed Rahim Khatib, dessen Arbeiten über Anadolu, AP und Getty verbreitet werden, ist dokumentiert worden, wie er am Morgen des 7. Oktober 2023 innerhalb Israels fotografierte – am durchbrochenen Grenzzaun nahe zerstörter IDF-Stellungen. Diese Bilder belegen, dass er zusammen mit Hamas-Angreifern in der ersten Welle des Massakers nach Israel eindrang und an Orten von Entführungen und Morden anwesend war.

Das ist kein nebensächliches Detail. Es zeigt, dass derselbe Mann, der Leichenschauhäuser, Krankenhäuser, Geiselübergaben, Trümmer und nun auch Regenpfützen fotografierte, physisch Teil des Invasionsgeschehens in Israel war.

Ebenso relevant ist, dass Khatib für Anadolu arbeitet. Anadolu ist eine türkische staatliche Nachrichtenagentur, die durchgehend eine israelfeindliche Linie verfolgt und als zentrale Verteilstelle für Bilder aus dem Gazastreifen an internationale Medien fungiert. Dieser institutionelle Kontext ist wichtig.

Screenshot
Screenshot
Screenshots

Oben sehen Sie Bilder, des Fotografen Abed Rahim Khatib aus dem Gazastreifen innerhalb Israels am Morgen des 7. Oktobers am durchbrochenen Grenzzaun und zerstörten IDF-Stellungen. Seine Anwesenheit bestätigt den direkten Zugang während der Invasion der Hamas.

1. Forensische Analyse

Ein Kind fährt mit dem Fahrrad durch eine knöcheltiefe Pfütze. Die Bildunterschrift behauptet starken Regen und kaltes Wetter, doch der Himmel ist klar und die Temperaturen lagen bei etwa 25 Grad Celsius. Zwei weiße Autos im Hintergrund stehen vollständig auf trockenem Boden. Mehrere Fußgänger befinden sich wenige Meter hinter dem Kind auf trockenem Beton.

Der Fotograf nimmt aus einer abgesenkten Perspektive auf, leicht nach oben gerichtet. Das komprimiert das Wasser im Vordergrund und verstärkt das emotionale Gewicht des Kinders. Aus einer höheren oder neutralen Perspektive würde sofort den trockenen Horizont offenbaren.

Technisch betrachtet ist es ungewöhnlich, mit einem Fahrrad durch Wasser zu fahren. Wasser dieser Tiefe würde Pedale, Kette und Lager beschädigen. In einer Umgebung mit begrenztem Zugang zu Ersatzteilen würde ein Kind das Fahrrad realistischerweise tragen und zu Fuß gehen.

Sreenshot

Oben: Ein Kind fährt durch eine flache Pfütze, während die Umgebung trocken bleibt. Die Bildunterschrift spricht von kaltem Wetter, doch es war warm und sonnig. Die Szene ist bewusst so gewählt, dass die Notlage übertrieben dargestellt wird.

2. Forensische Analyse

Das Foto zeigt fünf Kinder ohne Kapuze in einem Auto neben einem Eselskarren, auf dem drei maskierte oder vermummte erwachsene Männer sitzen. Die Erwachsenen verbergen ihre Gesichter, während die Kinder direkt in die Kamera schauen. Dieser Kontrast erzeugt eine bewusst inszenierte emotionale Wirkung.

Die Straßenoberfläche hinter beiden Fahrzeugen ist trocken. Fußgänger stehen entspannt auf nicht betroffenem Boden. Die angebliche Überschwemmungszone besteht lediglich aus einer flachen Pfütze im unmittelbaren Vordergrund.

Der Fotograf wählt eine mittlere Kamerahöhe, die die räumliche Tiefe komprimiert. Eine Neigung hin zum Wasser im Vordergrund und weg von den trockenen Bereichen verstärkt den Eindruck einer größeren Überflutung.

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Oben: Kinder werden als emotionales Zentrum des Bildes platziert, während die vermummten Erwachsenen Sichtbarkeit vermeiden. Der Hintergrund zeigt trockenen Boden und widerspricht damit der Darstellung einer großflächigen Überschwemmung.

3. Forensische Analyse

Ein Kind läuft durch Wasser im Vordergrund. Dahinter ist der Horizont trocken. Autos und Fußgänger befinden sich vollständig auf trockenem Boden. Die Bildunterschrift macht erneut ausschließlich israelische Angriffe verantwortlich und verschweigt sowohl das warme Wetter als auch die sichtbare Trockenheit.

Der Fotograf nutzt eine leichte Vorwärtsneigung und mittlere Tiefenschärfe, um die Aufmerksamkeit auf das spritzende Wasser im Vordergrund zu lenken. Die trockene Zone wird zu unscharfem Hintergrund.

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Oben: Ein Kind läuft durch eine Pfütze, während Autos und Fußgänger auf trockenem Boden bleiben. Die Bildunterschrift betont Not und Härte, doch das Bild zeigt lediglich eine örtlich begrenzte Wasserfläche.

4. Forensische Analyse

Ein kleines Kind steht in einer dünnen, spiegelnden Wasserschicht und trägt Flip-Flops. Erwachsene sind nicht zu sehen. Die Körperhaltung des Kindes ist neutral und gelassen, was der Bildunterschrift widerspricht, die eine Verschlechterung der Lage suggeriert. Zelte im Mittelgrund stehen auf trockenem Boden.

Der Fotograf arbeitet mit geringer Tiefenschärfe, sodass die Pfütze im Vordergrund dominanter erscheint, als sie tatsächlich ist. Die trockenen Zeltwände und der trockene Boden sind vorhanden, werden jedoch visuell in den Hintergrund gedrängt.

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Oben: Ein Kind steht in einer flachen, spiegelnden Pfütze, während Zelte und Wege dahinter trocken bleiben. Die Bildunterschrift deutet auf sich verschlechternde Bedingungen hin, doch die Umgebung zeigt nur minimale Wasseransammlungen.

5. Forensische Analyse
Kinder springen und spielen in einer flachen Pfütze. Das Wasser ist dünn und spiegelnd. Hinter ihnen sind sowohl die Wege als auch die Zeltwände trocken. Erwachsene sind im Bild nicht zu sehen. Der Fotograf wählt einen engen Bildausschnitt, um die größere trockene Umgebung rund um die Szene auszublenden.

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Oben: Trotz dramatischer Schlagzeilen handelt es sich hier um eine Gruppe von Kindern, die in einer Pfütze spielen, die von trockenem Boden umgeben ist. Eine Überschwemmung liegt nicht vor.

6. Forensische Analyse

Ein älterer Mann kniet auf trockenem Boden und repariert etwas, während ein Kind neben ihm ebenfalls auf völlig trockenem Grund steht. In der Nähe befindet sich eine schmale Pfütze, die ihre Bewegungen jedoch nicht beeinträchtigt. Der Fotograf vermeidet es, die weite trockene Umgebung zu zeigen, indem er einen komprimierten Winkel und einen engen Bildausschnitt wählt.

Screenshot

Oben: Die Bildunterschrift spricht von sich verstärkendem Regen, doch beide Personen stehen auf trockenem Boden. Es handelt sich um eine alltägliche Szene, nicht um die Folgen einer Überschwemmung.

7. Forensische Analyse

Eine Gruppe von Kindern geht an einer flachen Pfütze vorbei. Dahinter befinden sich mehrere trockene Flächen sowie geparkte Fahrzeuge. Das Sonnenlicht wirft deutliche Schatten und widerspricht damit der Behauptung von kaltem oder extremem Wetter. Der Fotograf wählt eine mittlere Kamerahöhe, um die Pfütze im Vordergrund dominanter erscheinen zu lassen, während die trockenen Bereiche dahinter nur am Bildrand sichtbar sind.

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Oben: Kinder gehen an einer flachen Pfütze vorbei, während große trockene Flächen und Fahrzeuge dahinter keinerlei Überschwemmung zeigen. Die emotionale Botschaft entspricht nicht der tatsächlichen Umgebung.

8. Forensische Analyse

Ein Junge trägt seine Schuhe und tritt in eine flache, spiegelnde Pfütze. Ältere Jungen folgen ihm. Die Pfütze ist schmal und örtlich begrenzt. Zelte, Kisten und Stoffkonstruktionen hinter ihnen sind vollständig trocken. Der Fotograf kippt den Bildausschnitt so, dass die Wasserlinie als zentrales Bildelement erhalten bleibt, während die umgebende Trockenheit visuell minimiert wird.

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Oben: Kinder gehen im hellen Sonnenlicht durch eine schmale, spiegelnde Pfütze. Zelte und Kisten dahinter sind trocken – ein Hinweis darauf, dass die Szene für emotionale Wirkung inszeniert ist und nicht eine großflächige Überschwemmung dokumentiert.

Schlussfolgerung: Eine visuelle Erzählung, konstruiert für Mitgefühl

Über alle acht Bilder hinweg zeigt sich ein gleichbleibendes Muster. Jedes Bild stellt ein Kind in den Mittelpunkt. Jedes Bild isoliert eine flache Pfütze. Jedes Bild kaschiert trockenen Boden in der Nähe. Jede Bildunterschrift betont Not und Härte, während widersprüchliche visuelle Fakten verschwiegen werden. Jedes Foto wurde von einem Fotografen aufgenommen, der am 7. Oktober zusammen mit der Hamas nach Israel eindrang.

Nichts davon ist zufällig.

Da ist keine neutrale Dokumentation.

Es handelt sich um konstruierte Bildsprache, die Mitgefühl wecken, Zusammenbruch suggerieren und Schuld verankern soll.

Das unterirdische Tunnelsystem und seine Auswirkungen auf die Entwässerung des Gazastreifens werden nie erwähnt. Die warmen Wetterbedingungen werden nie erwähnt. Die trockene Umgebung wird nie erwähnt. Die Infiltration des Fotografen am 7. Oktober wird nie erwähnt.

Diese Untersuchung zeigt, wie ein zweitägiges Regenereignis – derselbe Typ, der jedes Jahr auch überall in israelischen Städten kurzzeitig Tümpel verursacht – in ein globales Symbol des Leidens verwandelt wurde.

Das Narrativ wurde konstruiert.

Es handelt sich um ausgesuchte Bilder.

Die Bildgestaltung erfolgte bewusst.

Die emotionale Botschaft wurde inszeniert.

Gaza-Hilfe: Fakten von Fiktion trennen

Verfasst 27. November 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, NGOs, Palästinenser, UNO

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Chaim Lax, HonestReporting, 19. November 2025

Das aktuelle Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas, das von US-Präsident Donald Trump vermittelt wurde, sieht eine bestimmte Menge humanitärer Hilfe für den Gazastreifen vor.

Medien und internationale Organisationen stellen die bisherige Hilfsmenge jedoch als verschwindend gering dar und behaupten, Israel hindere den Großteil der Hilfe daran, die notleidende Zivilbevölkerung in Gaza zu erreichen.

Stimmt das?

Folgendes ist über die humanitären Hilfslieferungen in den Gazastreifen seit Beginn des Waffenstillstands am 10. Oktober 2025 bekannt:

Laut COGAT, dem Gremium des israelischen Verteidigungsministeriums, das die Aktivitäten im Westjordanland und im Gazastreifen koordiniert, erfüllt Israel seine Verpflichtungen aus dem Waffenstillstand, indem es täglich die Einfuhr von Hunderten von Lkw mit Lebensmitteln, Medikamenten, Unterkünften und anderen Hilfsgütern nach Gaza ermöglicht.

Israel tut dies in Abstimmung mit internationalen Hilfsorganisationen und dem Civil-Military Coordination Center (CMCC), einer von den USA unterstützten Einrichtung, die seit Beginn des Waffenstillstands die humanitären Hilfsmaßnahmen im Gazastreifen koordiniert.

Jeden Tag kommen in Koordination mit der UNO, internationalen Organisationen, Geberländern und dem Privatsektor hunderte LKWs mit Lebensmitteln, Wasser, Treibstoff, Gas, Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Ausrüstung für Unterkünfte in den Gazastreifen.

Wenn Israel die Zunahme der Verteilung von Hilfen im Gazastreifen ermöglicht, wie lässt sich dann die Behauptung erklären, Israel verhindere Hilfslieferungen?

Dieses Missverständnis scheint auf Probleme zurückzuführen zu sein, die bereits vor dem Waffenstillstand bestanden.

Erstens gelten einige Güter als „Dual-Use“-Waren, deren Einfuhr Israel aufgrund der Möglichkeit, dass sie von der Hamas für terroristische Zwecke oder zur Aufstockung ihrer Reserven missbraucht werden könnten, in den Gazastreifen verboten hat. Laut COGAT koordiniert die Organisation bei einem Verbot von Dual-Use-Gütern für den Gazastreifen mit internationalen Hilfsorganisationen und dem CMCC die Suche nach geeigneten Ersatzgütern.

Zweitens scheint die UNO weiterhin nur die Lkw zu melden, die unter ihrer Schirmherrschaft in den Gazastreifen einfahren. Dies führt zu einer Untererfassung der tatsächlichen Anzahl der in den Gazastreifen einfahrenden Lkw in den UNO-Berichten, die dann von den Medien verbreitet werden. Diese Kette von Fehlinformationen erweckt den falschen Eindruck, Israel lasse nur einen Bruchteil der Hilfslieferungen in den Gazastreifen hinein.

Diese Untererfassung würde erklären, warum die UNO nur von einigen hundert Lkw berichtet, während das US-Zentralkommando meldete, dass in der zweiten Novemberwoche durchschnittlich 800 Lkw pro Tag in den Gazastreifen einfuhren.

Drittens ist ein weiteres Problem, das bereits vor dem Waffenstillstand bestand und weiterhin relevant zu sein scheint, die mangelnde Kooperation zwischen bestimmten Hilfsorganisationen und den israelischen Behörden. Um sicherzustellen, dass im Gazastreifen ansässige Organisationen keine Palästinenser mit Verbindungen zur Hamas oder anderen verbotenen Terrorgruppen beschäftigen, verlangt Israel von diesen Organisationen die Registrierung beim Ministerium für Diasporaangelegenheiten und die Vorlage einer Mitarbeiterliste für eine Sicherheitsüberprüfung.

Aus verschiedenen Gründen haben jedoch mehrere Hilfsorganisationen die Zusammenarbeit mit den israelischen Behörden verweigert. Ohne diese Kooperation kann Israel die Einfuhr ihrer Hilfsgüter in den Gazastreifen und deren Verteilung an die Zivilbevölkerung nicht gestatten. Selbst die Vereinten Nationen haben dies eingeräumt und am 6. November erklärt, dass von den 107 von Israel abgelehnten Anträgen mehr als die Hälfte „mit der Begründung abgelehnt wurden, dass die Organisationen nicht befugt seien, Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen“.

Schlagzeile: „UNRWA-Vertreter: Israel verstößt gegen Völkerrecht, indem es Hilfe für den Gazastreifen einschränkt.“
Eylon Levy: UNRWA lügt natürlich. Sie erzählte dem Guardian, dass täglich höchstens 250 bis 300 LKW in den Gazastreifen einfahren. Aber CENTCOM sagt, dass es jeden einzelnen Tag **800 LKWs mit Hilfe** sind. Aber die Hamas-Fassade namens UNRWA hat keinen Anteil daran, also lügt Natbouclyis zugunsten der Hamas.“

Kurz gesagt: Entgegen den Behauptungen einiger Medien und internationaler Hilfsorganisationen hat Israel seit dem Waffenstillstand die Lieferung von Hilfsgütern in den Gazastreifen nicht zynisch zurückgehalten. Vielmehr hängen etwaige Verzögerungen bei der Einfahrt bestimmter Hilfslastwagen in das Gebiet mit seit Langem bestehenden Problemen zusammen: dem durchaus angemessenen Verbot bestimmter Dual-Use-Güter, der unzureichenden Berichterstattung der Vereinten Nationen und der mangelnden Kooperation mehrerer Hilfsorganisationen mit den israelischen Behörden.

Der Einsatz von Bildern in der Kampagne zur Delegitimierung Israels

Verfasst 24. November 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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id Katz, HonestReporting, 19. November 2025

Worte und Sprache sind nur ein Teil der Flut an Berichterstattung aus dem Gazastreifen. Für viele Menschen sind es nicht die beschreibenden Texte, die Eindruck hinterlassen, sondern die begleitenden Bilder. Doch wie Journalisten, die ihre Worte sorgfältig wählen, um eine Geschichte zu erzählen, so treffen auch der Fotograf, der das Bild aufnimmt oder der Bildredakteur, der die Bilder auswählt, bewusste Entscheidungen, um die Erzählung zu rahmen.

Die emotionale Wucht dieser Bilder ist beabsichtigt. Ziel ist es, die Logik zu umgehen und Empörung zu provozieren; Israel als Urheber von Völkermord und Hungersnot darzustellen, obwohl solche Realitäten nicht existieren. Die Bilder werden genutzt, um die globale Wahrnehmung zu prägen und einen Verteidigungskrieg gegen den Terror in eine moralische Anklage gegen den jüdischen Staat zu verwandeln. Fakten, Lebensmittellieferungen, Hilfskoordination und offene Grenzübergänge werden von der Flut emotionaler Bilder unsichtbar gemacht. Jeder Betrachter muss verstehen, dass kein Bild den Gazastreifen ohne die Zustimmung oder die Aufsicht der Hamas verlässt. Dieser Mangel an unabhängigem Zugang ist eine strukturelle Voreingenommenheit und muss die Art und Weise prägen, wie diese Fotografien vom Betrachter aufgenommen, interpretiert und bewertet werden.

Bildmaterial ist die wichtigste Waffe im Kampf gegen Israel. Fotografen im Gazastreifen arbeiten vollständig unter der Kontrolle der Hamas und die globalen Medien verbreiten diese Bilder unkritisch und verstärken so Emotionen statt der Wahrheit. Emotionale Manipulation hat die journalistische Überprüfung ersetzt und formt die falschen Narrative von „Völkermord“ und „Hungersnot“.

Seit über vierzig Jahren erlebe ich die Macht der Bilder, Menschen zu bewegen – manchmal zu Mitgefühl, manchmal zu Wut und oft zu Schlussfolgerungen, die jeglicher Grundlage entbehren. Im heutigen Informationskrieg gegen Israel ist Emotion zur bevorzugten Waffe geworden und Bildmaterial zu ihrem Verbreitungsmittel.

Seit den Angriffen vom 7. Oktober 2023 sind Millionen von Fotos und Videos aus dem Gazastreifen geströmt. Sie beherrschen die globalen Nachrichten, Schlagzeilen und Hashtags. Sie sind nicht dazu geschaffen zu informieren, sondern um Gefühle wecken – ein weinendes Kind, ein blutbeflecktes Spielzeug, die ausgestreckte Hand eines Elternteils inmitten von Trümmern. Jedes Bild spricht das Herz an, bevor der Verstand fragt, was, wann oder warum geschehen ist.

Diese Bilder entstehen nicht in einem Umfeld freier Presse. Jedes Bild, das den Gazastreifen verlässt, geschieht mit Genehmigung und unter Zensur der Hamas. Fotografen arbeiten dort unter ständiger Aufsicht einer Terrororganisation, die entscheidet, was gezeigt und was verborgen werden muss.

Dennoch werden diese Bilder, entstanden aus Zwang und Angst, von den Weltmedien als spontane Wahrheit behandelt.

Ein weit verbreitetes Foto der New York Times zeigt eine dicht gedrängte Gruppe von Jungen, die an ein Metallgeländer gepresst sind, Töpfe über den Köpfen, die Gesichter unter Tränen verzerrt. Der Fotograf ist extrem nah positioniert und verwendet ein Weitwinkelobjektiv, das den Vordergrund überzeichnet und zahlreiche Gliedmaßen und Behälter zu einer einzigen, intensiven Masse verdichtet. Das grelle Sonnenlicht verstärkt den Schweiß und die Anspannung und erhöht die emotionale Belastung. Der weitere Kontext ist nicht sichtbar. Nur der Eindruck von Panik und Hunger wird erzeugt. Das Bild vermittelt Verzweiflung, anstatt die Realität jenseits des Bildausschnitts abzubilden.

Ein zweites Foto, aus einigen Metern Entfernung mit einem Standardobjektiv aufgenommen, zeigt dieselben Personen aufrecht, ruhig und ordentlich hinter demselben Geländer stehend. Jeder hält einen Topf oder Behälter in der Hand und wartet. Der Boden ist frei, der Raum offen und niemand scheint eingeengt oder in Gefahr zu sein. Das scheinbare Chaos des ersten Bildes existiert nur innerhalb des engen Bildausschnitts.

Nichts auf dem größeren Bild stützt die Behauptung einer unmittelbar bevorstehenden Hungersnot oder eines Zusammenbruchs. Der Unterschied zwischen den beiden Bildern – das eine nah und theatralisch, das andere gewöhnlich und ereignislos – offenbart, wie emotionale Bilder durch Bildausschnitt, Nähe und selektives Weglassen konstruiert werden, anstatt durch die Fakten des Geschehens.

Vor fünfzehn Jahren dokumentierte ich in meiner Recherche „Shattered Lens“, dass internationale Nachrichtenagenturen auf freie Mitarbeiter im Gazastreifen angewiesen waren, die unter denselben Einschränkungen arbeiteten. Das Ergebnis waren stereotype, emotional aufgeladene Bilder, die ohne Kontext die globalen Schlagzeilen prägten. Die Mechanismen haben sich nicht geändert. Sie sind lediglich raffinierter geworden.

Und wir erlebten das am 7. Oktober erneut. Freie Mitarbeiter von AP und Reuters waren in Israel anwesend und fotografierten die Gräueltaten der Hamas im Moment ihres Geschehens. Die globalen Medien verbreiteten diese Bilder anschließend, ohne dass sie Transparenz zum Zugang, Zeitpunkt oder dem Grad der möglichen Koordination schufen. Bildausschnitt, Sequenz und selektives Weglassen spiegelten dieselbe emotionale Logik wider: maximale Schockwirkung, Ausblendung des Kontextes und Umleitung der Schuld.

Als jemand, der sein Leben der Fotografie und Bildanalyse gewidmet hat, weiß ich, wie leicht ein Bild manipuliert werden kann, ohne dass auch nur ein einziges Pixel verändert wird. Man ändert den Winkel, verschiebt den Bildausschnitt, entfernt die bewaffneten Männer, die knapp außerhalb des Bildausschnitts stehen und schon wird ein Bild zur Waffe. Die Emotionen übernehmen die Kontrolle, und die Wahrheit bleibt auf der Strecke.

Das Publikum muss lernen, das Gesehene zu hinterfragen. Wer hat das Foto aufgenommen? In wessen Auftrag? Was befand sich außerhalb des Bildausschnitts? Mitgefühl ohne Kontext ist genau das, worauf Propagandisten setzen.

Heute wird die Kampagne zur Delegitimierung Israels nicht nur mit Worten, sondern auch mit Bildern geführt, die darauf abzielen, dass die Welt fühlt, bevor sie denkt. Die einzige Verteidigung dagegen ist Urteilsvermögen. Sobald Emotionen die Fakten ersetzen, verliert das Foto seine Informationskraft; es täuscht. Und wenn Täuschung Fuß fasst, wird die Geschichte selbst umgeschrieben.

„Breaking Ranks“ von ITV: Die IDF-Soldatendokumentation, die sich von der Wahrheit löste

Verfasst 20. November 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Sharon Levy, HonestReporting, 12. November 2025

Auf ITV gibt es eine neue Dokumentation, „Breaking Ranks: Inside Israel’s War“; diese gibt vor, „die Geschichte des Gaza-Krieges aus der Perspektive der Soldaten zu erzählen, die ihn geführt haben“. Ein Insiderbericht klingt vielversprechend, insbesondere angesichts der Flut an Fehlinformationen im Internet von Menschen, die nie als IDF-Soldaten vor Ort waren und keine Erfahrung mit dem Kampf gegen eine Terrororganisation haben.

Doch von Tausenden von Soldaten, sowohl im Wehrdienst als auch in der Reserve, präsentiert die Dokumentation nur eine sorgfältig ausgewählte Handvoll, die ihre Version der Ereignisse in Gaza schildern sollen.

Diese Darstellung verzerrt – wenn nicht gar verschweigt – entscheidende Fakten. Der Film blendet die Realität des Kampfes gegen eine von einer Vernichtungsideologie getrieben Terrororganisation aus, die sich gezielt unter die Zivilbevölkerung mischt, um aus deren Gemeinschaft heraus Krieg zu führen.

Das hielt andere Medien jedoch nicht davon ab, die Vorwürfe von Kriegsverbrechen aufzugreifen. So veröffentlichten beispielsweise der Guardian und der Independent Artikel, die auf den Schlussfolgerungen der Dokumentation basierten. Dass auch die Tehran Times sich genüsslich darauf stürzte, spricht für sich.

Der Krieg gegen die Hamas

Obwohl der Film einige Minuten den schrecklichen Tragödien des von der Hamas verübten Massakers vom 7. Oktober 2023 widmet, verlagert er seinen Fokus schnell auf angebliche Gräueltaten der israelischen Armee (IDF) im Nachgang.

Von Anfang an stellte die IDF unmissverständlich klar, dass sich der Krieg ausschließlich gegen Terrororganisationen richtete – es gab keine gezielten Angriffe auf unschuldige Zivilisten im Gazastreifen. Die IDF hielt während des gesamten Krieges daran fest und ergriff alle möglichen Maßnahmen, um die Zivilbevölkerung vor potenziellen Gefahren zu warnen, darunter den Abwurf von Flugblättern vor gezielten Angriffen und die Einrichtung von Schutzzonen für Zivilisten.

Die Komplexität des Kampfs gegen eine Terrororganisation wird im Film weitgehend außer Acht gelassen. An einer Stelle wird der Einsatz von Gewalt im Gazastreifen als „beispiellos in der Kampfgeschichte hinsichtlich der Anzahl der abgeworfenen Sprengkörper pro Quadratmeile“ bezeichnet, wodurch er schlimmer als die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki dargestellt wird. Verschwiegen wird dabei, dass Israel präzise Terroristen und deren Infrastruktur angreift.

Um die terroristische Infrastruktur in Gaza angemessen darzustellen, müsste die Dokumentation natürlich ausführlich auf das riesige Tunnelsystem eingehen, das die Hamas unter dem gesamten Gazastreifen gebaut hat. Diese unbestreitbare Tatsache wird jedoch schnell übergangen. Die Filmemacher suggerieren, die Tunnel würden lediglich für „Schmuggel, Kriegsführung und zur Vermeidung israelischer Luftangriffe“ genutzt.

Diese Darstellung schiebt die Schuld subtil Israel zu, als sei die Notwendigkeit der Hamas, der israelischen Luftwaffe zu „ausweichen“, eine Verteidigungsmaßnahme und keine bewusste Strategie, Krieg aus zivilen Gebieten heraus zu führen. Terrorismus? Die unmenschliche Gefangenschaft und Folter von Geiseln, die eklatant gegen alle Aspekte des humanitären Völkerrechts verstößt? Völlig unerwähnt.

Breaking the Silence

Das Auslassen des wahren Zwecks der Tunnel wird stattdessen zu der auf Hörensagen basierenden Behauptung verdreht, die IDF setze im Gazastreifen menschliche Schutzschilde ein. Trotz der eindeutigen Dementi der IDF wird diese Behauptung von den Interviewpartnern verstärkt.

Dies dürfte jedoch niemanden überraschen, da einer der Interviewpartner, unter dem Namen „Yaakov“, diese Behauptung bereits zuvor gegenüber der New York Times über Breaking the Silence geäußert hatte. Diese stark politisierte israelische Organisation verwendet weniger Zeit darauf, die israelische Öffentlichkeit von ihren Argumenten zu überzeugen, als vielmehr darauf, ausländischen Medien Material für Angriffe auf Israel zu liefern.

Die Organisation gibt zwar vor, „die Öffentlichkeit mit der Realität des Alltags in den besetzten Gebieten vertraut zu machen“, stützt sich aber in Wirklichkeit auf unbestätigte und übertriebene Behauptungen von IDF-Soldaten, von denen einige von der Organisation bezahlt werden und daher durchaus eigennützige Motive verfolgen könnten.

„Yaakov“ teilte Fotos, die er während seines Reservedienstes im Gazastreifen aufgenommen hatte, darunter ein mittlerweile berüchtigtes Foto, das er bereits in einem Artikel der New York Times veröffentlicht hatte. Das Foto soll Zivilisten zeigen, die von der IDF als menschliche Schutzschilde bei der Erkundung des Tunnelsystems missbraucht würden. Doch das unscharfe und aus dem Zusammenhang gerissene Bild liefert keinerlei Beweise für diese schwerwiegende Anschuldigung.

Im Abspann der Dokumentation wird „Yaakov“ von Breaking the Silence ein besonderer Dank ausgesprochen, was eine klare Voreingenommenheit der Quellen offenbart, die darauf abzielt, ein bestimmtes Bild der israelischen Armee zu zeichnen. Anstatt eine Reihe glaubwürdiger Stimmen – darunter zahlreiche aktive Soldaten, unabhängige Analysten und Militärexperten – zu Wort kommen zu lassen, wird eine Person hervorgehoben, die mit einer umstrittenen Interessengruppe verbunden ist, die für ihre Falschdarstellungen bekannt ist.

Verstärkung nicht-neutraler Stimmen

„Yaakov“ von Breaking the Silence ist nicht die einzige voreingenommene Quelle. Dr. Itamar Mann, Professor für Völkerrecht an der Universität Haifa, äußert sich beispielsweise äußerst kritisch zu den Aktionen der israelischen Streitkräfte.

Dr. Mann wird als Autor und Rechtsberater in einem Bericht von Physicians for Human Rights (Israel) aufgeführt, der einen Völkermord im Gazastreifen behauptet. Die Organisation ist dafür bekannt, falsche und verzerrte Darstellungen zu verbreiten, um Israel zu delegitimieren. Tatsächlich erklärte die Organisation unmittelbar nach den Ereignissen vom 7. Oktober, es sei unsere „menschliche Pflicht, die Gewalt des Vortages in den Kontext zu setzen“.

Die Dokumentation bringt auch Amjad al-Shara, den Direktor des Palästinensischen NGO-Netzwerks (PNGO), ein, der die israelischen Streitkräfte als „Besatzungstruppen“ bezeichnet und selbst als „Hamas-nah“ beschrieben wird. Das PNGO hat in der Vergangenheit Terrorismus unterstützt und war Gastgeber für Konferenzen oder Redner mit Verbindungen zur PFLP.

Falsche Opferstatistiken und widerlegte Behauptungen

Angesichts der mangelhaften Quellen und der Abhängigkeit von fragwürdigen Organisationen überrascht es nicht, dass auch die Dokumentation in die Falle tappte, bereits widerlegte Behauptungen über Opferstatistiken, Völkermord und Hungersnot im Gazastreifen zu wiederholen.

An einer Stelle bezieht sich der Film auf eine bereits widerlegte Statistik aus einer sogenannten Studie des Guardian und des Magazins +972, die behauptet, 83 % aller Opfer im Gazastreifen seien Frauen und Kinder. Diese Zahl basiert auf Daten des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums und führt zu einem irreführenden Vergleich mit der von der israelischen Armee bestätigten Zahl von 8.900 identifizierten Terroristen. Indem diese Medien und die Dokumentation diese Zahl von der damals von der Hamas angegebenen, nicht überprüfbaren Opferzahl von 53.000 abziehen, stellen sie die verbleibenden 83 % der Opfer fälschlicherweise als Zivilisten dar und verbreiten damit die Propaganda der Hamas.

Angesichts der einseitigen Darstellung im Dokumentarfilm werden Israel ebenfalls Völkermord und Hungersnot zur Last gelegt. Obwohl die Definitionen beider Begriffe verzerrt wurden, um Israel solcher Gräueltaten zu bezichtigen, präsentiert der Film diese Anschuldigungen als Tatsachen und nicht als Propaganda.

Damit eine Dokumentation ihrer Aufgabe gerecht wird und bei solch schwerwiegenden Anschuldigungen neutral bleibt, müssen auch gegenteilige Beweise vorgelegt werden. Dies wurde jedoch in der gesamten Dokumentation bewusst vermieden.

Krieg, insbesondere gegen eine Terrororganisation, die mit Guerillataktiken operiert, birgt immens schwierige Herausforderungen. Im Nebel des Krieges können Fehler und Fehlentscheidungen passieren. Es stimmt aber auch, dass die IDF von ihren Soldaten stets höchste Standards verlangen und jedes Fehlverhalten umgehend untersuchen.

Es wäre naiv anzunehmen, dass sich jeder Soldat der IDF oder einer vergleichbaren Armee vorbildlich verhält. Im September 2024 veröffentlichte der New Yorker eine Datenbank mit der nach eigenen Angaben „größten bekannten Sammlung von Untersuchungen zu möglichen Kriegsverbrechen [des US-Militärs] im Irak und in Afghanistan seit dem 11. September – insgesamt fast achthundert Vorfälle“.

Zu den mutmaßlichen Verbrechen gehören unter anderem der Fall von Soldaten, die ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigten und anschließend sie und ihre Familie ermordeten; die mutmaßliche Tötung eines Mannes durch einen Green Beret, der seinem Opfer das Ohr abschnitt und es behielt; sowie Grausamkeiten gegenüber Gefangenen im Abu-Ghraib-Gefängnis und in der Haftanstalt auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram.

All dies soll nicht bedeuten, dass die IDF zwangsläufig moralischer seien als das US-Militär, obwohl es durchaus gute Argumente dafür gibt. Fakt ist: Niemand würde die gesamte US-Armee als unmoralische Institution verurteilen, die Schande über ihr Land bringt, nur weil sich eine Minderheit ihrer Truppen danebenbenommen hat.

Letztendlich stützt sich die ITV-Dokumentation auf eine winzige Anzahl israelischer Soldaten als „Augenzeugen“, von denen die meisten offenbar eine politische Agenda verfolgen, die von „Breaking the Silence“ unterstützt wird. Anstatt einen ehrlichen Einblick in die Komplexität der modernen Kriegsführung gegen eine Terrororganisation zu geben, wählten die Filmemacher eine vereinfachte, einseitige Darstellung der angeblichen israelischen Aggression. Damit scheitert ITV mit „Breaking Ranks“ an dem selbstgesteckten Anspruch: die Geschichte des Krieges „durch die Augen der Soldaten, die ihn geführt haben“, zu erzählen. Stattdessen erzählt sie eine bereits geschriebene Geschichte – eine Geschichte, die von Voreingenommenheit, Auslassungen und der Weigerung, sich der vollen Wahrheit zu stellen, geprägt ist.

BBC in der Krise: Führungskräfte treten nach Enthüllung eines Dossiers zurück, das manipulierte Trump-Aufnahmen und antiisraelische Voreingenommenheit offenbart.

Verfasst 14. November 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 10. November 2025

Die BBC geriet am Sonntagabend (9. November) in Aufruhr, nachdem Generaldirektor Tim Davie und die Chefin der Nachrichtenabteilung, Deborah Turness, beide nach der Veröffentlichung eines vernichtenden internen Berichts zurückgetreten waren. Der Bericht deckte schockierende redaktionelle Fehler und tief verwurzelte Voreingenommenheit beim öffentlich-rechtlichen Sender auf.

Das 53 Seiten starke Dossier – verfasst vom erfahrenen Journalisten Michael Prescott und an den BBC-Verwaltungsrat weitergeleitet – beschreibt eine Reihe von Vorfällen, die zusammen ein Bild einer Nachrichtenredaktion zeichnen, die bereit ist Fakten zu verfälschen um vorgegebene Narrative zu untermauern. Zu den Ergebnissen gehörten Beweise, dass BBC-Redakteure Aufnahmen einer Rede von Donald Trump manipuliert hatten und systemische Mängel in der Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und der Hamas.

Davie, der den Sender seit 2020 leitete, lehnte es ab, seinen Rücktritt direkt mit dem Leck in Verbindung zu bringen und gab stattdessen eine vage Erklärung ab, er wolle „Raum für einen neuen Generaldirektor schaffen, der die nächste Charta-Periode gestalten kann“.

Turness war offener und gab zu, dass die Kontroverse um die Trump-Aufnahmen „ein Stadium erreicht hat, in dem sie der BBC schadet“, und räumte ein, dass sie die Verantwortung dafür trage.

Die Rücktritte, die in separaten internen E-Mails um 18:00 Uhr britischer Zeit an die Mitarbeiter bekannt gegeben wurden, erfolgten eine Woche, nachdem der Telegraph Auszüge aus dem Prescott-Bericht veröffentlicht hatte. Die Enthüllungen lösten Unruhe in Westminster und Washington aus, wo die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, den Sender als „hundertprozentige Fake News“ bezeichnete.

Das durchgesickerte Dossier warf BBC News vor, „Hamas-Lügen in der ganzen Welt zu verbreiten“, indem es unbestätigte Behauptungen vorschnell ausstrahlte und gleichzeitig „das Leid der Israelis herunterzuspielen“.

Es führte wiederholt Beispiele dafür an, wie der arabischsprachige Ableger des Senders – der teilweise vom britischen Außenministerium finanziert wird – die Argumente der Hamas verbreitete, die sich in Ton und Darstellung „erheblich“ von denen auf der Hauptwebsite von BBC News unterschieden.

Kurz gesagt, die Versäumnisse des Senders waren keine Reihe isolierter „Fehler“, sondern Teil eines durchgängigen redaktionellen Musters, das Israel als Aggressor und seine Feinde als Opfer darstellte.

Obwohl das Dossier schnelle Rücktritte auslöste, sind seine Enthüllungen nur das jüngste Kapitel in der langen Geschichte der BBC-Kontroversen wegen ihrer Berichterstattung über den Nahen Osten.

Ein Muster des Versagens

Das Prescott-Dossier mag die jüngste Krise ausgelöst haben, doch seine Enthüllungen sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Falschberichterstattung der BBC zu Israel reicht weit vor das durchgesickerte Dokument zurück – ein Muster von Fehlern und Verzerrungen, das so konstant ist, dass es nicht länger als Zufall oder Versehen abgetan werden kann.

Über Jahre hinweg hat der Sender wiederholt falsche oder irreführende Behauptungen über Israel verbreitet und gleichzeitig den Kontext der Hamas-Aktionen heruntergespielt oder verschwiegen. Als die Hamas Israel fälschlicherweise für die Explosion im Al-Ahli-Krankenhaus im Oktober 2023 verantwortlich machte, verbreitete die BBC die Anschuldigung weltweit innerhalb von Minuten und Stunden, bevor die Überprüfung sie widerlegte. Wochen später, während des Einsatzes im Al-Shifa-Krankenhaus, stellte ein BBC-Moderator Israels erklärte Mission, Zivilisten zu helfen, fälschlicherweise als vorsätzlichen Angriff auf medizinisches Personal dar.

Derselbe Reflex zeigte sich immer wieder – sowohl während als auch vor dem aktuellen Krieg. Er war in der unkritischen Wiederholung der haltlosen Behauptung eines UNO-Beamten offenbar, im Gazastreifen würden innerhalb weniger Tage „14.000 Babys sterben“, aber auch schon lange davor in der Anschuldigung eines Moderators, israelische Streitkräfte würden „gerne Kinder töten“. Er erstreckte sich sogar auf die Berichterstattung im Inland, als ein hebräischer Hilferuf fälschlicherweise als antimuslimische Beleidigung dargestellt wurde – ein so schwerwiegender Fehler, dass die britische Kommunikationsaufsichtsbehörde Ofcom die BBC später wegen eines „schwerwiegenden redaktionellen Fehlurteils“ rügte.

Diese Beispiele, obwohl zu den krassesten gehörend, stellen nur einen Bruchteil der umfassenderen Versäumnisse der BBC dar. Zusammen offenbaren sie eine Nachrichtenredaktionskultur, die von einer einzigen Annahme geprägt ist: Israel ist der Aggressor und seinen Gegnern muss erst einmal Glauben geschenkt werden, recherchiert wird später.

Deshalb ist das Prescott-Dossier so wichtig – nicht weil es etwas Neues aufgedeckt hat, sondern weil es endlich das ans Licht gebracht hat, was Zuschauer, Journalisten und Aufsichtsbehörden seit Jahren dokumentieren.

Leugnung und Verheimlichung

Trotz der sich auftürmenden Beweise besteht Deborah Turness weiter darauf, es gebe bei der BBC „keine systemische Einseitigkeit“; sie bezeichnete sie als „den Nachrichten-Lieferanten, dem in der Welt das größte Vertrauen entgegengebracht wird“.

Diese Behauptung steht in starkem Kontrast zur langen Geschichte der BBC, die sowohl intern als auch extern immer wieder Kritik ausgesetzt war. Bereits vor fast zwei Jahrzehnten wurden Bedenken hinsichtlich ihrer Berichterstattung über Israel geäußert, die seither nur weiter geeitert sind.

Ganz vorne an steht der Balen-Bericht – eine 20.000 Wörter umfassende Untersuchung, die 2004 vom Chefredakteur Malcolm Balen erstellt wurde. Der Bericht, der nach zahlreichen Beschwerden über eine antiisraelische Voreingenommenheit in Auftrag gegeben wurde, ist nie veröffentlicht worden. Die BBC hat Hunderttausende von Pfund für Anwaltskosten ausgegeben, um Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz abzuwehren, mit der Begründung, ihre journalistische Arbeit sei von der Offenlegung ausgenommen. Selbst ein Ausschuss des Oberhauses des britischen Parlaments befand 2007, der Sender habe „falsch“ gehandelt, indem er das Dokument zurückhielt, doch die Ergebnisse bleiben weiterhin unter Verschluss.

Dieselbe Kultur der Intransparenz prägt auch das Beschwerdeverfahren der BBC. Organisationen wie HonestReporting haben Dutzende formeller Beschwerden über ungenaue oder irreführende Berichterstattung eingereicht – und erhielten lediglich verzögerte, abwehrende Antworten und oberflächliche Ablehnungen. Immer wieder reagiert der Sender nicht mit Selbstkorrektur, sondern mit Selbstschutz.

Und jetzt?

Genau diese Frage stellte Davie selbst in seinem Rücktrittsschreiben – und ließ sie dann auffallend unbeantwortet. Viele fragen sich nun nicht nur, warum Tim Davie und Deborah Turness zurückgetreten sind, sondern auch, warum es so lange gedauert hat.

Jahrzehntelang agierte die BBC nahezu unbehelligt, geschützt durch ihren Ruf und die Einnahmen aus den Rundfunkgebühren in Höhe von 3,8 Milliarden Pfund von britischen Haushalten – dem Großteil ihres jährlichen Budgets von 6 Milliarden Pfund. Sie ist nach wie vor der einflussreichste Sender der Welt: Allein der BBC World Service erreicht wöchentlich über 450 Millionen Menschen in 42 Sprachen. Wenn die BBC in Bezug auf Israel Fehler macht, haben die Folgen weltweite Auswirkungen.

Doch erst jetzt – nach den Enthüllungen, dass Redakteure Filmmaterial eines amerikanischen Präsidenten manipuliert haben – kommt es zu echter Rechenschaftspflicht. Das deckt eine unangenehme Wahrheit auf: Wenn die BBC in Bezug auf Israel irreführt, kümmert das nur wenige Mächtige.

Die Rücktritte sind ein Anfang, keine Lösung. Das Prescott-Dossier wurde veröffentlicht; der Balen-Bericht hingegen nie. Der Unterschied darf nicht hier enden. Das Parlament sollte sicherstellen, dass der neue Bericht zu dauerhaften Reformen führt, einschließlich einer unabhängigen Aufsicht darüber, wie die BBC Berichte aus Konfliktgebieten auswählt, überprüft und darstellt.

Nur durch echte Reformen kann die BBC beginnen, ihre Glaubwürdigkeit wiederherzustellen. Ohne sie wird die „vertrauenswürdigste“ Nachrichtenmarke der Welt das bleiben, wovor ihre Kritiker schon lange gewarnt haben – eine vom Steuerzahler finanzierte Echokammer, in der Voreingenommenheit Programm ist und Rechenschaftspflicht optional.

Der Redaktionsleiter von HonestReporting, Simon Plosker, veröffentlichte am Sonntagabend eine Pressemitteilung:

Die BBC hat sich beharrlich geweigert, ihre systemische Einseitigkeit anzuerkennen und es ist ein trauriges Armutszeugnis für den Sender, dass Köpfe erst infolge eines durchgesickerten Memos gerollt sind und nicht aufgrund einer dringend notwendigen Selbstreflexion. Es reicht nicht aus, dass die BBC-Führung für die schockierenden Verstöße gegen journalistische Standards zur Rechenschaft gezogen wird. Es bedarf einer gründlichen Säuberung unter den Journalisten, die offenbar wenig Wert auf die BBC-Regeln zur Unparteilichkeit legen, wenn es um die Berichterstattung über Israel geht.

Schlechte Berichterstattung, Voreingenommenheit und Fehlinformationen haben reale Konsequenzen. Die BBC hat zweifellos nicht nur zur Welle extremer Feindseligkeit gegenüber Israel beigetragen, sondern auch zum Anstieg des Antisemitismus in Großbritannien, der im entsetzlichen Terroranschlag auf die Synagoge in Manchester am Jom Kippur gipfelte. Es scheint, als ob Juden für die BBC einfach keine Rolle spielen. Wäre dem nicht so, hätte allein die Berichterstattung über den Gazastreifen ausgereicht, um die Situation eskalieren zu lassen, ohne dass ein beschämender Vorfall mit dem US-Präsidenten nötig gewesen wäre, um die Rücktritte von Davie und Turness zu erzwingen.

HonestReporting wird die BBC weiterhin beobachten, wie es dies bereits seit 25 Jahren tut und den Sender zur Rechenschaft ziehen, unabhängig davon, wer die Verantwortung trägt.

25 aus 25: Ein Vierteljahrhundert falscher Anschuldigungen gegen Israel

Verfasst 13. November 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Gil Hoffman, HonestReporting, 6. November 2025

Als HonestReporting vor 25 Jahren gegründet wurde, war klar, dass es notwendig war, die Medieneinseitigkeit gegenüber Israel aufzudecken und zu bekämpfen.

Doch das Ausmaß der Verleumdungen, mit denen der jüdische Staat konfrontiert sein würde, hätte man sich damals nicht vorstellen können.

Die internationalen Medien verbreiteten – und erfanden in vielen Fällen – ungeheuerliche und schädliche Falschinformationen und Desinformationen.

HonestReporting war da, um die Fakten richtigzustellen.

Diese Liste der 25 schlimmsten falschen Anschuldigungen gegen Israel in den letzten 25 Jahren wurde mithilfe erfahrener Diplomaten und Journalisten erstellt, die sich in Echtzeit damit auseinandergesetzt haben. Bitte senden Sie uns wichtige Vorfälle, die der Liste hinzugefügt werden könnten.

Unterstützer Israels können ihren Beitrag leisten, um die Verleumdungen, die in den nächsten 25 Jahren mit Sicherheit kommen werden, zu verhindern oder zumindest zu bekämpfen.

Hier sind sie in chronologischer Reihenfolge

Wie die „Experten“ ihre Glaubwürdigkeit verloren: 10 Vorhersagen zu Israels Krieg, die sich in Wohlgefallen auflösten

Verfasst 30. Oktober 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Gil Hoffman, HonestReporting, 23. Oktober 2025

Israels Gründungs-Premierminister David Ben-Gurion witzelte einmal: „Wenn ein Experte sagt, das geht nicht, hole einen anderen Experten.“

Es gibt zwar gesicherte Fakten, egal wer sie verkündet, doch diese Weisheit hat sich im Krieg, der mit der Invasion Israels durch die Hamas am 7. Oktober 2023 begann, bestätigt.

In den letzten zwei Jahren haben Politiker, Wissenschaftler, Journalisten und Analysten – Menschen, die regelmäßig als „Experten“ dargestellt werden – düstere Vorhersagen und pauschale moralische Urteile über Israel und seine Feinde abgegeben. Immer wieder lagen sie falsch.

Hier sind zehn Beispiele.

1. Der General, der die israelischen Streitkräfte unterschätzte

Kurz nach dem 7. Oktober warnte ein mit der Beratung Israels beauftragter Drei-Sterne-Generalleutnant des US-Marineinfanterieregiments vor einer Bodenoffensive und prognostizierte, dass Israel täglich 20 Soldaten verlieren würde. Seine Prognose – über 14.000 Todesopfer – erwies sich als maßlos übertrieben. Die 918 getöteten israelischen Soldaten bleiben eine nationale Tragödie, doch die Vorhersage katastrophaler Verluste war, wie viele andere auch, unbegründet.

2. Der nie eingetretene „Sieg“ der Hisbollah

Am 4. Oktober 2024 schrieb Samer Jaber, Doktorand an der Royal Holloway University, auf Al Jazira: „Die Hisbollah hat einen schweren Schlag erlitten, aber sie kann Israel noch besiegen.“ Ein Jahr später ist die Hisbollah als Streitmacht zerschlagen und selbst die libanesische Regierung betrachtet sie nun als Feind.

3. Die „Dritten Weltkrieg“-Vorhersagen

Als Israel – und später die USA – im Juni 2025 den Iran angriffen, warnten Medien wie The Independent und The New York Times vor „katastrophalen Folgen“ und dem „Beginn des Dritten Weltkriegs“. Der iranische Botschafter in Frankreich erklärte ein solches Szenario für unvermeidlich. Doch anstatt einen globalen Krieg auszulösen, lähmten die Angriffe das iranische Terrornetzwerk und zwangen die Hamas, da einer ihrer Hauptsponsoren fehlte, zu einem Waffenstillstand.

4. Die „14.000 Babys“-Behauptung der UN

Im Mai 2025 sagte Tom Fletcher, der humanitäre Leiter der UNO, gegenüber BBC Radio 4: „14.000 Babys werden in den nächsten 48 Stunden sterben, wenn wir sie nicht erreichen.“ Seine Worte wurden von der New York Times, NBC, ABC, TIME und dem Guardian unkritisch wiederholt. Die Vorhersage traf nie ein – der Imageschaden für Israel jedoch schon.

5. Die inszenierte „Hungersnot“

UNRWA-Chef Philippe Lazzarini warnte wiederholt vor einer „unmittelbar drohenden Hungersnot“ im Gazastreifen. Doch gemäß der integrierten Phasenklassifizierung für Ernährungssicherheit kann eine Hungersnot nur dann ausgerufen werden, wenn drei spezifische Schwellenwerte überschritten werden: 20 Prozent der Haushalte sind von extremer Nahrungsmittelknappheit betroffen, 30 Prozent der Kinder leiden an akuter Unterernährung und täglich verhungern zwei oder mehr von 10.000 Menschen. Keine dieser Bedingungen wurde erfüllt. Für die Bevölkerung des Gazastreifens würde dies über 400 Hungertote täglich bedeuten – eine Zahl, die nicht einmal die Hamas behauptet.

6. Die „Völkermordforscher“

Omer Bartov, Professor für Holocaust- und Genozidstudien an der Brown University, erklärte in der New York Times: „Ich bin ein Völkermordforscher. Ich erkenne es, wenn ich es sehe.“ Im Dezember 2024 – Monate vor Kriegsende – beschuldigte er Israel erstmals des Völkermords. Dennoch nahm die Bevölkerung des Gazastreifens während des gesamten Konflikts zu, da Israel kontinuierlich Zivilisten aus den Kampfgebieten evakuierte. Völkermord erfordert die Absicht zu vernichten; Israels Absicht war es zu schützen. Wie Salo Aizenberg, Vorstandsmitglied von HonestReporting, trocken bemerkte, „braucht man lediglich eine Kreditkarte, um Mitglied der International Association of Genocide Scholars zu werden.“

7. Das falsch interpretierte IGH-Urteil

Im Mai 2024 ordnete der Internationale Gerichtshof an, dass Israel alle Aktionen in Rafah einstellen solle, die die vollständige oder teilweise Vernichtung des palästinensischen Volkes zur Folge haben könnten. Große Medien – BBC, CNN, NBC, Newsweek – berichteten jedoch fälschlicherweise, es handle sich um ein generelles Verbot der israelischen Rafah-Operation. Die israelischen Streitkräfte griffen ein, zerstörten die letzte Hochburg der Hamas und der vermeintliche „Verstoß“ blieb aus.

8. Die „zurückhaltende“ Hamas

Am Vorabend des Angriffs vom 7. Oktober bezeichnete Israels Nationaler Sicherheitsberater Tzachi Hanegbi die Hamas selbstbewusst als „zurückhaltend“. In einem privaten Gespräch am Nachmittag des 6. Oktober stellte er fest, dass sich die Hamas aus den jüngsten Zusammenstößen Israels mit dem Islamischen Jihad herausgehalten und sich darauf konzentriert habe, mehr Arbeiter aus dem Gazastreifen nach Israel zu schicken. Sechzehn Stunden später marschierte die Hamas ein.

Hanegbi – der diese Woche von Premierminister Netanjahu entlassen wurde – hatte Ma‘ariv im September 2023 auch gesagt: „Ich sehe unsere Feinde nicht kampfbereit, nicht im Libanon, nicht im Gazastreifen und nicht in Syrien.“

9. Hat die Hamas Stabilität dem Jihad vorgezogen?

Der Historiker und ehemalige stellvertretende Minister Michael Oren schrieb nach der Operation Shield and Arrow im Mai 2023, die Hamas habe „soziale und finanzielle Stabilität dem Jihad vorgezogen“. In Wirklichkeit war die „Zurückhaltung“ der Hamas eine strategische Täuschung – ein Vorspiel zum 7. Oktober. Die Ruhe war kein Frieden, sondern Vorbereitung.

10. Der Unheilsprophet

Im Mai 2025 sagte der New York Times-Kolumnist Thomas Friedman voraus, Israel bereite sich auf eine „erneute Invasion in den Gazastreifen“ und eine „fortschreitende Annexion“ im Westjordanland vor. Seine Schlagzeile lautete: „Diese israelische Regierung ist nicht unser Verbündeter.“ Sechs Monate später erklärte Präsident Trump den Krieg für beendet. Es gab keine Annexion, keine Massenvertreibung – nur eine weitere gescheiterte Prophezeiung der Zeitung, die selten etwas lernt.

Das Muster: Expertise ohne Verantwortung

Von Generälen bis zu Journalisten, von UNO-Beamten bis zu Akademikern ist das Muster dasselbe: Selbstüberschätzung, Verzerrung und mangelnde Verantwortung, wenn die Erzählungen der „Experten“ zusammenbrechen.

Ben-Gurions Rat gilt nach wie vor: Wenn ein Experte darauf besteht, dass etwas nicht möglich ist – oder Schrecken erfindet, die es nie gab –, ist es Zeit, einen anderen Experten zu suchen.

Medienblindheit: Wenn die Hamas den Waffenstillstand bricht und die Schlagzeilen Israel die Schuld geben

Verfasst 23. Oktober 2025 von spotplenni
Kategorien: Israel, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rinat Harash, HonestReporting, 20. Oktober 2025

Der Waffenstillstand im Gazastreifen brach diese Woche beinahe auseinander. Das geschah, weil die Hamas zwei israelische Soldaten in einem gemäß dem international gestützten Abkommen mit der Terrororganisation von der IDF kontrollierten Bereich tötete.

In Reaktion schlug Israel mit Luftangriffen auf Hamas-Ziele in der Enklave zurück.

Dennoch schafften es die Medien die erste Tatsache zu verwischen und die zweite zu betonen; sie stellten Israel als den regionalen Schläger dar, der eine zerbrechlichen Waffenruhe brach.

Sie erreichten dies durch eine skeptische Sprache – oder indem sie die Hamas ganz aus der Geschichte ausklammerten.

Skepsis und Zweifel

Die erste Taktik stellte infrage, was die Hamas tatsächlich tat. Formulierungen, die das Handeln der Hamas wie bloße „Anschuldigungen“ aussehen ließen, machten in der New York Times Schlagzeilen.

Die BBC war ebenfalls skeptisch – ging aber noch weiter. Die britische Sender stellte subtil infrage, ob israelische Truppen sich tatsächlich innerhalb der vereinbarten Grenzen aufhielten, die als „Gelbe Linie“ bezeichnet werden, was praktisch implizierte, der Angriff sei möglicherweise gerechtfertigt gewesen.

Sky News bezweifelte sogar, ob die Hamas-Kämpfer, die zwei Soldaten mit einer direkt auf sie geschossenen Panzerfaust töteten, Terroristen waren. Und sie verließen sich dabei auf die Hamas – getarnt unter dem Titel „Das Medienbüro der Gaza-Regierung“ – um Israel für weitere Verstöße die Schuld zu geben.

Die Times of London machte sich gar nicht erst die Mühe Schuldige zu nennen. Ihre Schlagzeile begann mit Israels Angriff und bezeichnete den Angriff der Hamas als „angeblich“.

Hamas weglassen

Reuters vermied unterdessen die Fakten komplett, indem man die Hamas in der Schlagzeile gar nicht erst erwähnte – diese konzentrierte sich einzig auf Israel.

Und der Einführungsabsatz im Artikel der Agentur beschrieb „einen Angriff“ ohne Täter.

Das israelische Militär erklärte am Sonntag, der Waffenstillstand in Gaza sei wieder in Kraft getreten, nachdem bei einem Angriff zwei israelische Soldaten getötet und eine Welle von Luftangriffen ausgelöst worden war, bei denen nach Angaben der Palästinenser 26 Menschen ums Leben kamen – die bisher schwerwiegendste Bewährungsprobe für den Waffenstillstand dieses Monats.

Associated Press folgte diesem Beispiel, erwähnte die Hamas jedoch nicht.

France24 ging noch weiter: Der Sender ließ nicht nur die Hamas komplett außen vor und gab Israel die Schuld, sondern fügte auch noch eine eigene Verdrehung hinzu – dass der jüdische Staat „trotz Waffenstillstandsvereinbarung handelte.

Dieses Muster ist kein Zufall – es ist systembedingt. Indem sie die Hamas verschweigen oder ihre Taten als „angeblich“ abstempeln, schützen viele Medien die Terrororganisation vor der Verantwortung und machen Israel zum ewigen Verbrecher.

Wenn die Hamas während eines Waffenstillstands Israelis tötet, bricht sie den Waffenstillstand. Reagiert Israel, verteidigt es sich. Doch in den Schlagzeilen wird diese Wahrheit verwischt – und die Leser werden in die Irre geführt. Die Rolle des Journalismus besteht darin, aufzuklären, nicht zu verschweigen. Wenn große Medien verschleiern, wer den ersten Schuss abgefeuert hat, machen sie sich mitschuldig daran, die Geschichte von Aggression und Opferrolle umzuschreiben.

Anmerkung:
Deutsche Medien sind da nicht unbedingt besser – nur zwei Beispiele:

tagesschau, 19.10. (Sonntag): „Israel bestätigt Angriffe auf Gaza nach Vorwürfen gegen Hamas.“ Nach Vorwürfen – nachdem Terroristen gleich an 3 Stellen offene Angriffe auf Soldaten geführt haben.

SPIEGEL genauso: „mutmaßliche Angriffe auf israelische Soldaten“.

Medien waschen freigelassene Terroristen rein, stellen ihre Familien vor, ignorieren ihre Opfer

Verfasst 21. Oktober 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Chaim Lax, HonestReporting, 15. Oktober 2025

Ein alter Vater wartet auf die Rückkehr seines Sohnes nach 32 Jahren im Gefängnis.

Ein erwachsener Mann freut sich darauf, seinen Vater wiederzusehen, der verhaftet wurde, als er erst neun Jahre alt war.

Dies war die einfühlsame Darstellung einer palästinensischen Familie, die auf die Rückkehr ihrer lange inhaftierten Verwandten wartete, präsentiert von France24 am 12. Oktober 2025.

Erst gegen Ende dieses knapp zweiminütigen Berichts erfahren die Zuschauer, warum zwei Mitglieder der Familie Schamasneh seit über 30 Jahren inhaftiert sind: Sie waren an einem Terroranschlag in Jerusalem beteiligt, bei dem drei Israelis getötet wurden.

Diese wohlwollende Darstellung der Familie eines palästinensischen Terroristen durch ein Mainstream-Medienunternehmen war kein Einzelfall.

Seit Israel im Rahmen seines Waffenstillstandsabkommens mit der Hamas die Freilassung von 250 prominenten palästinensischen Gefangenen ankündigte, haben mehrere andere Medienunternehmen dazu beigetragen, die Verbrechen dieser Terroristen zu vertuschen, indem sie den Fokus auf die Familienmitglieder richteten, die auf ihre Freilassung warteten.

Am Vorabend der Freilassung der Gefangenen veröffentlichte die New York Times einen Artikel über mehrere palästinensische Terroristen und ihre Familien, darunter auch diejenigen, die einen „vernichtenden Schlag“ erlitten hatten, als sie erfuhren, dass ihr gewalttätiger Verwandter nicht freigelassen würde.

Die New York Times weckte nicht nur Sympathie für diese Terroristen und ihre Familien, indem sie die Strapazen beschrieb, die sie angeblich während ihrer langen Haftstrafen erdulden mussten, sondern versuchte auch, ihre Gewalttaten zu beschönigen, indem sie darauf hinwies, dass einige ihrer Opfer „Siedler“ gewesen seien (eine implizite Rechtfertigung für ihre Taten) oder indem sie sich auf ihre nicht-terroristischen Aktivitäten konzentrierte und die Karriere eines Opfers als „altgedientes Fatah-Mitglied“ bezeichnete, während ein anderer als „Schriftsteller“ galt, der „aus dem Gefängnis heraus Gedichtbände und mehrere Romane veröffentlicht“ habe.

New York Times: „ein schwerer Schlag“ für die Familien

BBC versäumt es den Zuschauern zu sagen, dass palästinensischer Häftling Selbstmord-Bombenanschläge geplant hatte.

Die britischen Medien waren ebenfalls beteiligt, als Lucy Williamson von der BBC eine gefühlsgeladene Story über die Schwester von Murad, einem der freigelassenen Häftlinge, veröffentlichte, die wegen der Tatsache beunruhigt war, dass er nicht nach Ramallah freigelassen wurde, sondern ins Exil außerhalb der Westbank gehen musste.

Was Williamson in ihrem Bericht ausließ: Murad war Mitglied der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, die dafür verantwortlich waren, dass 2006 ein von ihnen losgeschickter Selbstmordbomber vier israelische Zivilisten tötete.

„Flut an Tränen“

Ähnlich verhielt es sich mit Sky News, die einen Bericht über die Rückkehr palästinensischer Gefangener nach Ramallah veröffentlichten und die Trauer der Familien schilderten, deren freigelassene Angehörige nicht ins Westjordanland geschickt, sondern deportiert wurden.

Die Beschreibungen von Skys Nahost-Korrespondent Adam Parsons triefen von „Tränenfluten“ und „tiefster Trauer“. Doch über die israelischen Opfer dieser gefährlichen Gefangenen verliert er kaum ein Wort. Es scheint, als ob die Erinnerung an die Gründe für die Inhaftierung dieser Palästinenser nichts zu der von Sky News angestrebten wohlwollenden Berichterstattung beitragen.

Falsche moralische Gleichwertigkeit herstellen

Im Zusammenhang mit der Freilassung von 250 gefährlichen palästinensischen Terroristen im Austausch gegen 20 lebende israelische Geiseln versuchten die Medien nicht nur, sie und ihre Familien durch sentimentale Lobhudeleien zu beschönigen, sondern auch, eine moralische Gleichstellung zwischen den gefangenen Terroristen und den Geiseln herzustellen, indem sie beide Gruppen entweder als „Geiseln“ oder als „Gefangene“ bezeichneten.

Die folgenden sind nur ein paar wenige Beispiele für dieses Phänomen, das in den letzten Tagen die Mainstream-Medien durchzog:

New York Times: „Geiselaustausch“
BBC: „Geiselaustausch“
ABC News: „Gefangenenaustausch“

Es gibt in dieser Geschichte keine zwei moralisch gleichwertigen Seiten. Aber das hat die Medien nicht davon abgehalten es auf diese Weise falsch darzustellen.

Fake-Massaker, verzerrte Statistiken und irreführende Behauptungen: Die 25 Lügen, die die Medien Ihnen über den 7. Oktober-Krieg erzählten

Verfasst 9. Oktober 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, NGOs, Palästinenser, UNO

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Chaim Lax. HonestReporting, 6. Oktober 2025

Die Medien sind übervoll mit Desinformation und Verleumdungen über Israels Verhalten während des Krieges, den vor zwei Jahren von den von der Hamas angeführten Massakern in Südisrael am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde.

HonestReporting hat Tag und Nacht daran gearbeitet diese israelfeindlichen Lügen zu bekämpfen, während sie sich im Mainstream-Diskurs verbreiten. Sie formen ein kontextfreies Narrativ, das Israel als alleinigen Aggressor darstellt und den Terrorismus der Hamas beschönigt.

Während einige Lügen schnell in den Mainstream-Medien auftauchten und nach ein paar Tagen wieder verschwanden, haben sich andere in der einen oder anderen Form gehalten. Unabhängig von ihrer Langlebigkeit dient jede Lüge als Baustein des israelfeindlichen Narrativs, das Israels Verteidigungskrieg als Verbrechen gegen die Menschheit darstellt und versucht, den jüdischen Staat innerhalb der internationalen Gemeinschaft zum Paria zu machen.

Im Folgenden sind die 25 wichtigsten Lügen aufgeführt, die seit dem 7. Oktober von den Mainstream-Medien verbreitet wurden:

Lüge Nr. 1: Israel begeht im Gazastreifen Völkermord

Wahrheit: Die Behauptung Israel begehe im Gazastreifen Völkermord reicht fast bis zum Beginn des israelischen Krieges gegen die Hamas zurück.

Allerdings erfüllen all diese Behauptungen (ob von Amnesty International, dem Wissenschaftler Omer Bartov, der International Association of Genocide Scholars oder der UN-Untersuchungskommission) nicht die rechtlichen Voraussetzungen für die Feststellung eines Völkermords: Die einzige vernünftige Schlussfolgerung, die aus Israels Vorgehen in Gaza gezogen werden kann, ist die Absicht zum Völkermord.

Diejenigen, die behaupten, Israel begehe einen Völkermord, scheinen diese Schlussfolgerung vorwegzunehmen und versuchen dann, die Beweise und die rechtliche Definition von Völkermord zu verdrehen, um Israel dieses abscheulichen Verbrechens für schuldig zu befinden.

Lüge Nr. 2: Israel ist für die Hungersnot im Gazastreifen verantwortlich.

Wahrheit: Während des gesamten Krieges im Gazastreifen haben Medien und Hilfsorganisationen eine unmittelbar bevorstehende Hungersnot im Gazastreifen vorhergesagt, um Israel für die Hungersnot der Palästinenser in Gaza verantwortlich zu machen.

Trotz der unmittelbaren und alarmierenden Beschaffenheit dieser Vorhersagen wurde bis August 2025 in keinem Teil des Gazastreifens eine Hungersnot ausgerufen und es gab keine Hinweise auf eine Massenhungersnot in der Enklave.

In einem Bericht vom August 2025 erklärte die von den Vereinten Nationen unterstützte Organisation zur Überwachung des Hungers eine Hungersnot im Gouvernement Gaza, zu dem auch Gaza-Stadt und Umgebung gehören. Analysten haben jedoch mehrere fragwürdige Aspekte der Methodik und Analyse des Berichts festgestellt, die seine Schlussfolgerungen in Frage stellen.

Eine vollständige Enthüllung des Hungerberichts finden Sie hier.

Lüge Nr. 3: Der Gazastreifen ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Am 7. Oktober hatte es 9 Millionen Einwohner.

Wahrheit: Am 7. Oktober 2023 hatte der Gazastreifen 2 Millionen Einwohner. Mit einer Fläche von 366 Quadratkilometern gehört der Gazastreifen nicht einmal zu den 200 bevölkerungsreichsten Gebieten der Welt.

Lüge Nr. 4: Nachdem Israel die Palästinenser aufgefordert hatte, den Norden Gazas zu verlassen, bombardierte es die nach Süden fliehenden Palästinenser.

Wahrheit: Im Oktober 2023 wiederholten einige Medien die Behauptung der Hamas, Israel bombardiere Palästinenser, die aus dem Norden Gazas fliehen; sie veröffentlichten Bilder, die Explosionen inmitten von Konvois in Richtung Süden zeigten.

Analysten stellten fest, dass es keine Beweise für einen israelischen Luftangriff auf die Konvois gab und dass die Explosionen durch von der Hamas platzierte Sprengsätze (um Zivilisten von der Flucht aus dem Kampfgebiet abzuhalten) oder defekte Treibstoffbehälter verursacht worden sein könnten, die von den nach Süden fliehenden Personen transportiert wurden.

Lüge Nr. 5: Israel bombardierte das Al-Ahli-Krankenhaus und tötete 500 Menschen.

Wahrheit: Am 17. Oktober 2023 ereignete sich im Al-Ahli-Krankenhaus in Gaza-Stadt eine Explosion. Die Medien berichteten zunächst über die Behauptung der Hamas, das Krankenhaus sei bombardiert und Hunderte Menschen getötet worden.

In Wirklichkeit traf eine fehlgezündete Rakete des Islamischen Jihad den Parkplatz des Krankenhauses. Sie verursachte nur minimalen Schaden am Krankenhaus selbst und tötete auf tragische Weise einige Palästinenser, die im Einschlagsbereich der Rakete Zuflucht gesucht hatten.

Lüge Nr. 6: Israel nimmt palästinensische Journalisten ins Visier.

Wahrheit: Seit Kriegsbeginn behaupten verschiedene Medienrechtsorganisationen, darunter das Committee to Protect Journalists (CPJ) und Reporter ohne Grenzen (RSF), dass Israel palästinensische Journalisten in Gaza ins Visier nimmt.

Es stimmt, dass laut CPJ während des anhaltenden Krieges zwischen Israel und der Hamas fast 200 Journalisten und Medienschaffende getötet wurden. Eine Analyse dieser Namen zeigt jedoch, dass etwa 40 % der Getöteten Verbindungen zu Terrorgruppen hatten (einschließlich der Arbeit für terroristische Medienorganisationen) und dass einige an aktiven Kampfhandlungen gegen Israel teilgenommen hatten.

Angesichts der Einbettung der Hamas-Truppen in zivile Gebiete ist es tragisch, aber unvermeidlich, dass Zivilisten (einschließlich Journalisten) bei militärischen Aktivitäten getötet werden. Dies ist jedoch kein Beweis für gezielte Angriffe auf Journalisten.

Lüge Nr. 7: 500 Lastwagen werden benötigt, um Gazas Vorkriegsniveau an Hilfsgütern zu erreichen.

Wahrheit: Die Behauptung der Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen, vor dem 7. Oktober seien täglich 500 Lastwagen nach Gaza gefahren und diese Zahl sei nötig, um den Bedarf der Zivilbevölkerung zu decken, ist irreführend.

Vor dem 7. Oktober fuhren täglich durchschnittlich 500 Lastwagen nach Gaza, doch die überwiegende Mehrheit davon transportierte Handelsgüter, landwirtschaftliche Produkte, Textilien und Baumaterialien. Nur 100 Lastwagen enthielten humanitäre Hilfe, was in etwa der Anzahl der Lastwagen entspricht, die während des größten Teils des Krieges täglich nach Gaza gefahren sind.

Lüge Nr. 8: Israels Beweise dafür, dass die Hamas das Al-Shifa-Krankenhaus als Basis nutzte, sind nicht überzeugend.

Wahrheit: Entgegen den Medienbehauptungen hat die israelische Armee zahlreiche Beweise dafür vorgelegt, dass die Hamas das Al-Shifa-Krankenhaus für Terrorzwecke nutzte.

Zu diesen Beweisen gehören Aussagen gefangener Terroristen, abgefangene Nachrichten über die Nutzung des Al-Shifa-Krankenhauses durch die Hamas, die Entdeckung von Waffen und militärischer Ausrüstung auf dem Krankenhausgelände, die Freilegung eines Terrortunnels unter dem Krankenhaus sowie Videoaufnahmen, die zeigen, wie Geiseln am 7. Oktober ins Krankenhaus gebracht werden.

Lüge Nr. 9: UNRWA ist keine problematische Hilfsorganisation und eine der wichtigsten humanitären Ressourcen im Gazastreifen.

Wahrheit: Trotz Dementis der Medien und der UNO gibt es unwiderlegbare Beweise dafür, dass die UNO-Hilfsorganisation für palästinensische Flüchtlinge, UNRWA, im Gazastreifen eine problematische Rolle spielt.

1.200 UNRWA-Mitarbeiter sind entweder Mitglieder der Hamas oder des Islamischen Jihad, die Schulen der Organisation lehren Antisemitismus und fördern antiisraelische Gewalt, und die global finanzierte Organisation ignoriert die Platzierung terroristischer Infrastruktur und Waffen in der Nähe ihrer Einrichtungen. Sogar unter dem UNRWA-Hauptquartier befand sich eine Hamas-Kommandozentrale, von der die Organisation selige Unwissenheit behauptete.

Lüge Nr. 10: Israel massakrierte während des „Mehlmassakers“ palästinensische Zivilisten, die auf Hilfe warteten.

Wahrheit: Am 29. Februar 2024 starben zahlreiche Palästinenser, während sie in Gaza-Stadt auf Hilfsgüter warteten. Die Medien wiederholten zunächst die Behauptung der Hamas, sie seien bei einem gezielten israelischen Angriff getötet worden.

In Wirklichkeit wurde die überwiegende Mehrheit der Todesopfer entweder im Chaos, das bei der Ankunft der Hilfstransporter ausbrach, von der Menge erdrückt oder von den Transportern selbst überfahren. Etwa zehn Palästinenser wurden durch israelisches Gewehrfeuer getötet, als sie auf nahegelegene IDF-Stellungen zustürmten.

Lüge Nr. 11: Während der israelischen Operation im Al-Shifa-Krankenhaus im März 2024 vergewaltigten israelische Streitkräfte palästinensische Frauen und ermordeten andere Zivilisten brutal.

Wahrheit: Diese Lüge wurde von einer Frau aus Gaza namens Jamila al-Hessi während eines Interviews mit dem Top-Nachrichtensprecher von Al-Jazeera Arabic verbreitet.

Keine 24 Stunden nach dem Interview wurde al-Hessis Behauptung sowohl von einem ehemaligen Direktor von Al Jazeera als auch von der Hamas selbst zurückgewiesen. Al-Hessi gab zu, diese Lüge verbreitet zu haben, um „die Begeisterung und Brüderlichkeit der Nation zu wecken“.

Lüge Nr. 12: Massengräber vor zwei Krankenhäusern in Gaza zeugen von israelischen Hinrichtungen und Leichenschändungen.

Wahrheit: Ende April 2024 wurden Massengräber vor dem Al-Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt und dem Nasser-Krankenhaus in Khan Younis entdeckt.

Analysten stellten fest, dass die Gräber tatsächlich vor dem Eintreffen der israelischen Streitkräfte ausgehoben worden waren, um diejenigen zu begraben, die in den Krankenhäusern gestorben waren, aber nicht auf einem offiziellen Friedhof beigesetzt werden konnten. Es ist möglich, dass während der Kämpfe zwischen israelischen Streitkräften und der Hamas weitere Leichen hinzukamen, aber höchstwahrscheinlich wurden sie von anderen Palästinensern begraben.

Trotz einiger Behauptungen, Leichen mit auf dem Rücken gefesselten Händen gefunden zu haben, wurden für diese Behauptung nie unabhängige Beweise vorgelegt.

Obwohl israelische Streitkräfte bei der Suche nach israelischen Geiseln tatsächlich einige Gräber ausgehoben hatten, begruben die israelischen Streitkräfte alle vorübergehend entfernten Leichen erneut und zerstörten weder Erkennungszeichen noch schändeten sie die Gräber.

Lüge Nr. 13: Das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium von Gaza liefert genaue Opferzahlen.

Wahrheit: Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen versuchen die Medien und die Vereinten Nationen, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass die Opferzahlen des Gesundheitsministeriums von Gaza korrekt sind.

Es gibt jedoch mehrere Hinweise darauf, dass das Gesundheitsministerium und seine Behauptung, 70 % der Opfer seien Frauen und Kinder, unzuverlässig sind.

Beispiele für diese Unzuverlässigkeit sind nicht überprüfbare und anonyme „Medienberichte“ in den Zahlen des Ministeriums, der geringe Anteil nicht kämpfender Männer unter den Opfern und Diskrepanzen zwischen den Zahlen von einem Tag zum nächsten.

Ein Beispiel für den letzten Punkt: Zwischen dem 2. und 5. Dezember 2023 überstieg die Zahl der Todesfälle von Frauen und Kindern die Gesamtzahl der Todesfälle – eine absurde statistische Anomalie.

Lüge Nr. 14: Der IGH entschied, dass es „plausible“ Beweise für einen Völkermord in Gaza gebe und Israel seine Operationen in Rafah einstellen müsse.

Wahrheit: Im Dezember 2023 reichte Südafrika Klage vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) ein und behauptete, Israel begehe im Gazastreifen einen Völkermord. Im Januar 2024 fällte der IGH sein erstes Urteil in dieser Angelegenheit. Wie Joan Donoghue, die ehemalige Präsidentin des Gerichtshofs, klarstellte, wurde kein „plausibler Völkermord“ im Gazastreifen festgestellt, sondern lediglich, dass die Palästinenser „ein plausibles Recht auf Schutz vor Völkermord“ hätten.

Im Mai 2024 fällte der IGH ein Urteil über die israelischen Militäraktivitäten im südlichen Gazastreifen und entschied, dass Israel alle militärischen Aktivitäten einstellen müsse, die „der palästinensischen Gruppe im Gazastreifen Lebensbedingungen auferlegen könnten, die ihre physische Vernichtung ganz oder teilweise herbeiführen könnten“.

Dabei handelte es sich nicht um eine generelle Einschränkung der israelischen Militäraktivitäten, und Israels Krieg gegen die Hamas konnte im Süden der Enklave fortgesetzt werden.

Lüge Nr. 15: Israel bombardierte gezielt ein Flüchtlingslager in Rafah und verursachte einen Zeltbrand, bei dem Dutzende Zivilisten ums Leben kamen.

Wahrheit: Ende Mai 2024 griff Israel zwei hochrangige Hamas-Kommandeure an, die sich in der Nähe von Zivilisten, aber außerhalb einer ausgewiesenen Sicherheitszone versteckt hielten.

Berichten aus Israel und den USA zufolge ist es wahrscheinlich, dass Granatsplitter des gezielten Angriffs auf etwas Brennbares (entweder Munition oder einen Treibstoffbehälter) trafen, sich entzündeten und das tödliche Feuer auslösten, das die Zelte erfasste. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bezeichnete dies als „tragischen Unfall“.

Lüge Nr. 16: Israel massakrierte mehr als 200 Palästinenser, als es vier israelische Geiseln im Flüchtlingslager Nuseirat rettete.

Wahrheit: Am 8. Juni 2024 retteten israelische Sicherheitskräfte vier Geiseln (Noa Argamani, Almog Meir Jan, Shlomi Ziv und Andrey Kozlov) aus zivilen Häusern, in denen sie im Flüchtlingslager Nuseirat festgehalten wurden. Während der Rettungsaktion griffen lokale Hamas-Kräfte das Rettungsteam und die Geiseln bei ihrem Fluchtversuch an, was zu einem Feuergefecht mitten in einem zivilen Gebiet führte.

Es gab keine unabhängigen Beweise für die Behauptung der Hamas, dass während der Rettungsaktion Hunderte von Palästinensern getötet worden seien oder dass die Mehrheit der Getöteten Zivilisten und keine an dem Feuergefecht beteiligten Kombattanten waren.

Lüge Nr. 17: Studien im Lancet belegen, dass viel mehr Palästinenser getötet wurden, als das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium des Gazastreifens behauptet.

Wahrheit: Im Juli 2024 veröffentlichte The Lancet einen nicht begutachtete Brief, in dem behauptet wurde, die Zahl der Toten in Gaza könnte bis zu 186.000 betragen. Diese fehlerhafte Analyse kam zu dieser Zahl, indem sie die fragwürdige Opferzahl der Hamas (damals 37.000) mit fünf multiplizierte, basierend auf der unbegründeten Annahme, dass es fünfmal so viele indirekte Todesfälle wie aktiv während des Krieges Getötete geben wird.

Der Widerstand gegen den Artikel war so groß, dass einer der Autoren zugeben musste, dass es sich nicht um eine wissenschaftlich fundierte Analyse handelte, sondern „rein illustrativ“ für das, was sein könnte.

Im Januar 2025 veröffentlichte The Lancet einen Artikel, der angeblich beweisen sollte, dass die vom Gesundheitsministerium des Gazastreifens angegebene Opferzahl die Realität unterschätzte.

Diese Studie geriet jedoch aufgrund mehrerer Mängel ins Visier. So war der Algorithmus, der die in sozialen Medien gemeldeten Todesfälle mit anderen Opferlisten verglich, in 30 % der Fälle fehlerhaft. Die drei für die Studie verwendeten Opferlisten waren miteinander verflochten (was die Ergebnisse verfälschte) und die Autoren ignorierten analytische Modelle, die eine niedrigere geschätzte Opferzahl zeigten.

Lüge Nr. 18: Ismail Haniyeh war eine mäßigende und pragmatische Stimme innerhalb der Hamas, die Israel mit seiner Ermordung im Juli 2024 zum Schweigen brachte.

Wahrheit: Im Gegensatz zu seiner Darstellung in den Medienberichten zum Zeitpunkt seines Todes war Hamas-Führer Ismail Haniyeh kein Gemäßigter.

Haniyeh war ein kaltblütiger Terrorist, der die Anschläge vom 7. Oktober feierte, zu „Widerstandsaktivitäten“ (d. h. terroristischen Aktivitäten) in ganz Israel aufrief und den Tod palästinensischer Zivilisten für das höhere Ziel des Kampfes gegen Israel und der letztendlichen Zerstörung des jüdischen Staates förderte.

Lüge Nr. 19: Wie ein Essay der New York Times zeigt, zielen israelische Streitkräfte gezielt auf Kinder ab.

Wahrheit: Die New York Times veröffentlichte einen Gastbeitrag mit dem Titel „65 Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter: Was wir in Gaza sahen“. Der Artikel wurde von medizinischem Personal verfasst, das in Gaza gedient hatte. Darin wurde behauptet, Beweise dafür gesehen zu haben, dass Israel gezielt Kinder durch Kopfschüsse angegriffen habe.

Mehrere Militär-, Medizin- und Forensik-Experten stellten jedoch bestimmte Aspekte des Artikels in Frage, darunter Röntgenaufnahmen, die angeblich Kugeln des Kalibers 5,56 in den Schädeln dieser Kinder zeigten, die aber nicht mit der Einschlagskraft einer Kugel dieser Größe übereinzustimmen schienen. So gab es beispielsweise keine Austrittswunden, Schädelbrüche oder Veränderungen der Form der Kugeln.

Darüber hinaus gibt es keine Beweise dafür, dass die Kugeln aus einer israelischen Waffe und nicht aus der eines palästinensischen Terroristen abgefeuert wurden. Um die Zweifel an dem Artikel noch weiter zu säen, reagierte einer seiner Autoren auf die Kritik mit der falschen Behauptung, dass die Hamas keine menschlichen Schutzschilde verwende, Israel jedoch schon.

Lüge Nr. 20: Israelische Streitkräfte brannten im Dezember 2024 das Kamal-Adwan-Krankenhaus nieder.

Wahrheit: Während einer Anti-Terror-Operation im Kamal-Adwan-Krankenhaus in Beit Lahia, bei der 240 Mitglieder der Hamas und des Islamischen Jhad festgenommen und eine beträchtliche Menge an Waffen beschlagnahmt wurden, brach in einem leeren Teil des Krankenhauses ein Feuer aus, das schnell eingedämmt wurde.

Eine erste Untersuchung der IDF ergab, dass kein Zusammenhang zwischen dem Brand und den in dem Gebiet operierenden israelischen Streitkräften bestand.

Lüge Nr. 21: Wenn die Hilfskräfte nicht sofort vor Ort wären, würden innerhalb der nächsten 48 Stunden 14.000 Babys sterben.

Wahrheit: Diese absurde Behauptung wurde vom UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe, Tom Fletcher, im Mai 2025 in einem Interview mit der BBC aufgestellt.

Auf Nachfrage lieferte Fletcher keine Beweise für seine Behauptung, außer dass fähige Teams vor Ort seien.

Es stellte sich außerdem heraus, dass Fletchers Behauptung eine falsche Darstellung eines IPC-Berichts war, der prognostizierte, dass zwischen April 2025 und März 2026 14.000 Kinder im Gazastreifen an akuter Unterernährung leiden könnten.

Lüge Nr. 22: Israel plant, 600.000 Palästinenser in Lagern im südlichen Gazastreifen zu internieren.

Wahrheit: Im Juli 2025 kündigte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz Pläne zum Bau einer „humanitären Stadt“ im südlichen Gazastreifen an. Diese sollte 600.000 palästinensischen Zivilisten aus der Region Al-Mawasi Unterkunft bieten und ihnen besseren Zugang zu humanitärer Hilfe ermöglichen. Um den zivilen Charakter dieser Stadt zu gewährleisten, sollten alle Personen einer Kontrolle unterzogen werden, um sicherzustellen, dass sie keine Verbindung zur Hamas haben. Katz erwähnte diesen Plan zu keinem Zeitpunkt mit dem Wort „Lager“.

Israelischen Berichten zufolge handelte es sich bei Katz‘ Idee um einen Notfallplan zur Unterstützung von Zivilisten im Kampf gegen die Hamas. Die Arbeit daran war jedoch noch nicht begonnen worden.

Lüge Nr. 23: Bilder von unterernährten Kindern zeugen von weit verbreitetem Hunger in Gaza.

Wahrheit: Ende Juli 2025 veröffentlichten verschiedene Medien Fotos von abgemagerten und unterernährten Kindern und gaben sie als Beweis für weit verbreiteten Hunger in Gaza aus.

Viele der abgebildeten Kinder litten jedoch an Vorerkrankungen, von denen einige (wie Muskeldystrophie und Zerebralparese) selbst in Friedenszeiten ein erhöhtes Risiko für Unterernährung bergen.

In einigen Fällen waren auf Fotos unterernährter Kinder ihre wohlgenährten Geschwister im Hintergrund zu sehen.

Obwohl die humanitäre Krise in Gaza zweifellos tragisch ist, sind Bilder von unterernährten Kindern mit Vorerkrankungen kein Beweis für weit verbreiteten Hunger.

Lüge Nr. 24: Israel verhindert die Lieferung von Hilfsgütern nach Gaza.

Wahrheit: Abgesehen von den ersten beiden Kriegswochen und einer zweimonatigen Blockade im Jahr 2025, die darauf abzielte, die Hamas zur Kapitulation zu zwingen, hat Israel die kontinuierliche Lieferung von Hilfsgütern in den Gazastreifen zugelassen.

Tatsächlich wurden zwischen Kriegsbeginn und Ende August 2025 über zwei Millionen Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen geliefert. Dies ist eine der größten humanitären Operationen während eines Krieges in der modernen Geschichte.

Verzögerungen bei der Lieferung dieser Hilfsgüter an die Bevölkerung des Gazastreifens sind auf die inhärenten Schwierigkeiten bei der Lieferung in Kampfgebieten, den Diebstahl von Hilfsgütern durch die Hamas, die Weigerung der UNO, die Hilfsgüter abzuholen, und die Weigerung der UNO, von Israel genehmigte Routen zu nutzen, zurückzuführen.

Lüge Nr. 25: Israel massakriert Gaza-Bewohner, die Hilfe von GHF-Standorten suchen.

Wahrheit: Als Israel im Mai 2025 seine Hilfslieferungen in den Gazastreifen wieder aufnahm, unterstützten Israel und die Vereinigten Staaten eine neue Hilfsorganisation, die Gaza Humanitarian Foundation (GHF), die Hilfsgüter an palästinensische Zivilisten liefern und gleichzeitig sicherstellen sollte, dass die Hamas diese nicht in die Hände bekommt.

Obwohl die GHF Millionen von Mahlzeiten an Palästinenser geliefert hat, wurde sie von den Medien, der UNO und anderen Hilfsorganisationen verleumdet.

Eine der Hauptverleumdungen über die GHF lautet, Israel massakriere regelmäßig Hilfssuchende. Zwar gibt die IDF manchmal Warnschüsse auf diejenigen ab, die von den ausgewiesenen Wegen in der Nähe der Hilfszentren abweichen und tötet manchmal diejenigen, die sich ihren Positionen zu nahe nähern, doch viele Fälle gemeldeter Massaker erwiesen sich als unbegründet oder waren fälschlicherweise als Feuerfälle gemeldet worden, die nichts mit dem Hilfsstandort zu tun hatten.

Israels Taktiken beim Kampf im Gazastreifen im Gaza-Stadt verstehen

Verfasst 1. Oktober 2025 von spotplenni
Kategorien: Israel, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Channa Rifkin, HonestReporting, 18. September 2025

Es gibt mehrere Punkte, die zu Israels Operation zur Einnahme von Gaza-Stadt zu beleuchten sind. Der erste Punkt ist aber der eklatante Widerspruch in der Darstellung des Gazastreifens im Internet.

Der Gazastreifen als „Freiluftgefängnis“

Eines der am häufigsten im Internet geäußerten Argumente ist, Gaza sei ein „Freiluftgefängnis“. Doch genau diese Behauptung wird von den Influencern, die sie vertreten, widerlegt. Seit Kriegsbeginn posten Persönlichkeiten wie Bisan Owda, Plestia Alaqad und Hind Khoudary wehmütig von den Strandcafés, Luxushäusern und internationalen Reisen, die sie einst genossen haben. Ihre eigenen Beschreibungen offenbaren einen Lebensstil, der nicht mit dem Narrativ eines abgeschotteten, mittellosen Gefängnisses vereinbar ist.

Ja, das Leben in Gaza ist unter der Kontrolle der Hamas schwieriger geworden. Aber ein „Freiluftgefängnis“ ist kein Ort mit Nutella-Cafés, Hochhaushotels oder Märkten, die hochwertige Waren verkaufen. Accounts wie der von Jacqui Peleg (@imshin) posten regelmäßig Bilder von Gazas Luxusgütern und Infrastruktur, die unter einer jahrzehntelangen „Belagerung“ unmöglich wären. Hätte Israel den Gazastreifen 20 Jahre lang wirklich abgeriegelt, gäbe es kein Baumaterial für Türme, keine Smartphones und schon gar keine Vorräte für den Bau des riesigen unterirdischen Tunnelnetzes der Hamas.

Wenn der Gazastreifen sich wie ein Gefängnis anfühlt, dann ist die Hamas der Wärter – nicht Israel.

Warum Israel Hochhäuser beschießt

Die Angriffe der israelischen Armee auf Hochhäuser in Gaza-Stadt sorgten weltweit für Schlagzeilen. Kritiker stellen sie als wahllose Zerstörung dar, doch die Realität sieht anders aus: Die Hamas hat ihre Streitkräfte in genau diesen Gebäuden verankert.

Die israelischen Angriffe wurden auch nicht blind durchgeführt. Die Bewohner erhielten lange im Voraus Evakuierungswarnungen, was sogar die Associated Press in ihrer Berichterstattung einräumte, die dennoch Zweifel an den israelischen Absichten zu säen versuchte.

Israels Militär zerstörte am Sonntag zahlreiche Hochhäuser in Gaza-Stadt, nachdem Einwohner gewarnt wurden, sie sollten evakuieren. Die Palästinenser eilten, um ihre Habe zu retten, warfen sie aus den Fenstern, bevor die Gebäude getroffen wurden.

Laut Peleg wurden Geheimdienstinformationen über die Nutzung der Hochhäuser im Gazastreifen durch die Hamas von Experten wie dem israelischen Militäranalysten Or Fikalov bestätigt. Er berichtete, dass das Hotel Ayan nördlich von Gaza-Stadt am Sudaniyya-Strand kurz vor dem 7. Oktober 2023 renoviert wurde –doch es war von Tunnelschächten durchzogen und als Beobachtungsposten der Hamas genutzt wurde.

Ein weiterer wichtiger Angriff richtete sich gegen den al-Ghafri-Turm, von den die IDF sagte, die Hamas haben ihn für die Beobachtung israelischer Truppenbewegungen genutzt wurde. In seinen oberen Stockwerken, wurde von Restaurants wie dem Flamingo berichtet, dass sie von Journalisten frequentiert wurden, die Raketenschüsse nach Israel filmten. Das Dach des Turms war schon lange als Hauptplatz für das Fotografieren von Hamas-Angriffe bekannt – ein deutliches Beispiel dafür, wie aus zivilen Stellen Waffen gemacht wurden.

Diese Angriffe wurden von der internationalen Medien heftig kritisiert, die die Evakuierungsanweisungen und Gebäudezerstörungen als willkürlich oder übertrieben bezeichnen. Militärexperten hingegen betrachten sie anders.

Andrew Vox, ein altgedienter Analyst zu urbaner Kriegsführung, erklärte auf X:

Willkommen in der urbanen Kriegsführung, wenn der Verteidiger die gesamte Landschaft in einem Maß zur Waffe gemacht hat, wie es in der modernen Kriegsführung noch nie zu sehen war. Ich meine *NIE*. Was die Hamas mit der Militarisierung der zivilen Infrastruktur des Gazastreifens gemacht hat, hat es bisher noch nie gegeben.

Unter solchen Umständen wird der Beschuss von Hochhäusern erwartet, sondern notwendig, um vorrückende Truppen zu schützen – eine Taktik, die in anderen Kriegen zu sehen ist, auch in der Ukraine.

Die rechtlichen Gründe für Israels Belagerung

John Spencer, ein angesehener Experte für urbane Kriegsführung, argumentierte in einem Artikel für die Washington Post, Israels Belagerung des Gazastreifens „rechtmäßig und notwendig“ ist. Er betonte, dass Belagerungen gemäß den Gesetzen für bewaffnete Konflikte erlaubt bleiben, wenn sie sich gegen Kombattanten richten, vorausgesetzt es werden Vorkehrungen getroffen den Schaden für Zivilisten zu minimieren. Tatsächlich, so argumentiert er, ist eine Belagerung oft die beste Möglichkeit in urbanem Krieg zivile Opfer zu begrenzen.

Westliche Meiden hingegen tendieren dazu palästinensische zivile Tote zu betonen, während sie Israels Behauptungen über die Minimierung von Schäden in Anführungszeichen setzen. Spencer weist jedoch darauf hin, dass Israel Herangehensweise einem etablierten Präzedenzfall folgt.

Er führt die zweite Schlacht um Fallujah an (2004), wo US- und irakische Kräfte die Stadt einschlossen, die Zivilisten drängten sie zu verlassen und dann den größten Angriff des Irak-Kriegs begannen. In der Schlacht um Marawi auf den Philippinen 2017 lag die Stadt nach monatelangen Kämpfen in Ruinen. Doch kein ernst zu nehmender Beobachter argumentierte, die Belagerung sei illegal gewesen – sie war notwendig, um Militante zu besiegen, die sich in der Zivilbevölkerung verschanzten.

Spencer schloss, dass Gaza-Stadt genau in dieses Muster passt:

Angesichts der bisherigen Bilanz Israels, wird sein Angriff auf Gaza-Stadt rechtmäßig, moralisch und notwendig sein. Die IDF wird wie jedes andere moderne Militär einem verschanzten Feind in dichtbesiedelten Städten gegenüberstehen.

680.000 Tote im Gazastreifen?

Verfasst 27. September 2025 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt

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Soziale Medien verschlingen unsinnige Analyse

Chaim Lax, HonestReporting, 15. September 2025

Die neueste israelfeindliche Verleumdung, die sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien verbreitet, ist die Behauptung, im Gazastreifen seien während der beinahe zwei Jahre Krieg zwischen Israel und der Hamas 680.000 Menschen getötet worden, einschließlich 380.000 Kinder unter 5 Jahren.

Im Verlauf der letzten Tage ist diese erstaunliche Behauptung von Accounts der sozialen Medien einem breiten Publikum geteilt worden, darunter vom Middle East Monitor (für sein israelfeindliches Weltbild, die Unterstützung der Hamas und israelfeindliche Verschwörungstheorien bekannt), der israelfeindlichen Aufwiegel-Aktivistin Nerdeen Kiswani und selbst der abgehalfterten Schauspielerin Rosie O’Donnell.

Aber woher kam diese wahnsinnige Zahl?

Werden die Leute, die sich als pro-palästinensisch betrachten es jemals müde belogen zu werden? Diese Zahlen sind nicht nur erfunden, sondern 380.000 Kinder unter 5 Jahren in einer Bevölkerung von etwas mehr als 2 Millionen wären selbst bei einer jugendlichen Bevölkerung jedes einzelne Kind in diesem Alter im Gazastreifen.
Völkermord wird nicht nur durch Zahlen, sondern durch Absicht definiert. Israel hat sein Ziel erklärt das palästinensische Leben im Gazastreifen auszulöschen. Das Ausmaß ist klar: 680.000 tote, 380.000 Kinder. Ein Völkermord, der in überwältigendem Maß gegen Kinder geführt wird, Auslöschung palästinensischen Lebens an der Wurzel.

Die Behauptung, Israel habe ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Gazastreifens getötet, entstammt aus einem Artikel in Arena vom Juli 2025 mit der Überschrift „Skewering History: The Odious Politics of Counting Gaza’s Dead“ (Geschichte aufspießen: Die abstoßende Politik die Gaza-Toten zu zählen); Arena ist ein linksextremes australisches Magazin.

Der Artikel zielt darauf ab den Ruf Israels und seiner Verteidiger zu beschmutzen, während das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium des Gazastreifens verteidigt wird.

Seine Autoren kommen zu dem Schluss, dass die menschlichen Kosten des Krieges über die zehntausenden (Kombattanten und Zivilisten) hinaus gehen, die das Gesundheitsministerium des Gazastreifens zählt und auf 680.000 Menschen steigt, wenn indirekte Tote in die Opferstatistik einbezogen werden.

Ein genauerer Blick auf die Methodik der Autoren zeigt jedoch, dass das amateurhaft ist und die Realität nicht wiedergibt.

Die Autoren verlassen sich auf eine Studie des Lancet vom Januar 2025, der festlegte, die Zahlen des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums würden um 41% zu niedrig angegeben.

Den Autoren des Arena-Artikels zufolge müsste unter Nutzung der Methodik des Lancet die Zahl der Gazaner, die bis Ende April 2025 einen gewaltsamen Tod erlitten haben, bei 136.000 liegt (etwa zweieinhalb mal so viele wie die, die die Hamas selbst angibt).

Die Studie des Lancet ist allerdings keine unanfechtbare Analyse. Tatsächlich stellen mehrere Beobachter fest, dass sowohl die Methodik der Studie als auch ihre Schlussfolgerungen problematisch seien.

Analysten wie Mark Zlochin und Salo Aizenberg (die auch HonestReporting-Vorstandsmitglieder sind) wiesen damals darauf hin, dass die in der Studie verwendete Methode der „Eroberung und Wiedereroberung“ zur Feststellung der Zahl der im Gazastreifen getöteten Palästinenser fehlerhaft ist, weil:

  • Die drei von der Studie verwendeten Opferlisten wurden miteinander verflochten (womit die Ergebnisse verzerrt wurden).
     
  • Ihre Algorithmen zum Vergleich von in sozialen Medien gemeldeten Toten mit anderen Opferlisten waren in 30% der Fälle fehlerhaft.
     
  • Die Autoren missachten analytische Modelle, die zeigten, dass die geschätzten Opferzahlen niedriger liegen

Wenn es bis zum April 2025 136.000 gewaltsame Tötungen im Gazastreifen gegeben hätte, muss es 544.000 nicht gewaltsam Getötete in Verbindung mit dem Konflikt geben, so die Berechnungen der vom Lancet inspirierten Autoren.

Die Autoren kommen zu diesem Schluss, indem sie eine „konservative“ Schätzung der nicht gewaltsamen Tode auf viermal so viele wie gewaltsame Tode im Konflikt schätzen. Die kommen zu dieser Einschätzung, indem sie sich das Verhältnis von gewaltsamen zu nicht gewaltsamen Todesfällen in anderen Konflikten schätzen.

Wie aber Mark Zlochin herausstellte, als eine Korrespondenz des Lancet ähnliche Behauptungen aufstellte, „gab es, außer wenn sehr starke Beweise, die anderes nahelegen“, keine Grundlage für die Rate der gewaltsamen zu nicht gewaltsamen Todesfällen niedriger als vier, darunter null für den Kosovo-Konflikt.

Es sollte zudem festgehalten werden, dass die von der Hamas gelieferten Opferlisten einige beinhaltet, die nicht von Israel getötet wurden, sondern an Krankheiten, durch Unfälle usw. starben. Damit ist die ganze Annahme, dass es in diesem Krieg viermal so viele nicht gewaltsame wie gewaltsame Todesfälle e gab, unbegründet und spiegelt offenbar nicht die Realität des Gazastreifens wider.

Um zu veranschaulichen, wie abgehoben von der Realität diese Studie ist, ist ein Aspekt ihrer Schlussfolgerungen besonders ins Lächerliche gezogen wurde: Die Behauptung, es seien während des Krieges 380.000 Kinder im Alter unter 5 Jahren getötet worden. Diese Behauptung ist absurd, weil die jüngste Schätzung für die Bevölkerung unter 5 Jahren im Gazastreifen 341.790 betrug. Damit behauptet dieser Studie, es seien mehr Kinder im Alter unter 5 Jahren getötet worden, als es im Gazastreifen gab.

Dieser Artikel hält eindeutig nicht der geringsten Überprüfung stand.

Aber vielleicht war das der Punkt. Diese beiden „Akademiker“ entschlossen sich, ihren Artikel nicht in einem wissenschaftlichen Journal zu veröffentlichen (wo er einer akademischen Kontrolle unterworfen gewesen wäre), sondern in einem politischen Magazin, das solche israelfeindlichen Analysen nur wenige Wochen nach den Angriffen vom 7. Oktober als „Wer hat das Recht auf Selbstverteidigung, der Besatzer oder die Besetzten?“ und „Kritische Einstellungen zum israelischen Kolonialismus und der Vielfalt von Nazi-Opfern in der Popkultur“ veröffentliche.

Dieser Artikel ist von seiner fehlerhaften Analyse bis zu ihren unbegründeten Schlussfolgerungen (wie der, dass Israels Feldzug im Gazastreifen schlimmer sei als das Massaker der Nazis 1944 in Italien) keine ernstzunehmende Analysearbeit, sondern ein Stück Propaganda, das diejenigen beeinflussen soll, die nicht über di Schlagzeile hinausblicken, die Israel als boshaftes Monster darstellt.

Auf Grundlage der Beliebtheit, die dieser Artikel im Lauf der letzten Tage in sozialen Medien gewann, scheint es so, dass die Autoren leider erfolgreich ihren Propagandazweck erfüllt haben, sehr zum Nachteil echter akademischer Forschung und dem israelischen Krieg gegen die Hamas.

Widerlegt: UNO-Ermittlungsbericht beschuldigt Israel fälschlich des „Völkermords“

Verfasst 25. September 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO

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HonestReporting, 17. September 2025 (Gastbeitrag)

Die Veröffentlichung des Berichts einer UNO-Untersuchungskommission, der Israel „Völkermord“ vorwirft, hat vorhersagbar weltweit Schlagzeilen erzeugt und die potenziellen Folgen sind ernst.

Die New York Times gibt Navi Pillay eine Plattform, um Israel zu beschuldigen Völkermord zu begehen, aber sie sagt ihnen nicht, warum diese Untersuchungskommission schon vor langem jedes Recht aufgegeben hat als legitimes oder objektives Gremium zu gelten.

Was ist die Pillay-Kommission? Und wer sind die Personen dahinter? Während die Medien sich darauf konzentrieren dieser Völkermord-Anschuldigungen Glaubwürdigkeit zu verleihen, die der UNO und nur allzu vielen anderen internationalen automatisch zugesprochen wird, haben sie es versäumt die wahre Agenda hinter dem Bericht zu erkennen.

Wie UN Watch erklärt, beriefen Pakistan und die PLO eine Dringlichkeitssitzung ein, die zur Einsetzung einer beispiellosen Untersuchungskommission gegen Israel führte, die damit beauftragt wurde die „Ursachen“ für den Konflikt und „systematische Diskriminierung“ zu untersuchen.

Anders als alle bisherigen Untersuchungen ist diese mit einem offenen Mandat ausgestattet, das die Untersuchung beliebiger Themen und Zeiträume ermöglicht und kein Enddatum hat.

Es ist eine unendliche Untersuchung des jüdischen Staates, wobei das Schuldig-Urteil bereits vorab festgelegt ist. Kanadas Botschafter bei der UNO Bob Rae drückte es so aus: Es ist eine moderne Inquisition.

Für den Fall, dass es dazu irgendwelche Zweifel gibt. Die UNO hat ihre Absichten unmissverständlich klar gemacht, als sie Navi Pillay zur Vorsitzenden der Untersuchung ernannte – die bei Regierungen Lobbyarbeit für „Sanktionen gegen das Apartheid-Israel“ geleistet hat.

Ihr zwei Kollegen sind nicht besser. Kommissar Miloon Kothan löste weltweit Empörung aus, als er in einem Interview auf „die jüdische Lobby“ schimpfte und Israels Recht auf Mitgliedschaft in der UNO infrage stellte. Kothan wurde von 20 Regierungen wegen seines Antisemitismus angeprangert, sogar vom UNO-Generalsekretär.

Chris Sioti, der dritte Kommissar, hat Verbindungen zu einer Gruppe, die im Juli 2022 zum Boykott Israels aufrief; er sagte dem Rat, manche Juden würden „mit Antisemitismus-Anschuldigungen um sich werfen, wie mit Reis auf einer Hochzeit“.

Unter Bruch der UNO-Anforderung der Unparteilichkeit wurden alle drei Kommissare nur aus einem einzigen Grund ernannt: um ein Schuldig-Urteil gegen Israel sicherzustellen und es mit Imprimatur der UNO als „Apartheidstaat“ zu bezeichnen.

Nach Druck der US-Regierung traten alle drei Kommissare im Juli 2025 von ihren Posten zurück, aber sie hinterließen mit diesem jüngsten Bericht ein letztes Abschiedsgeschenk.

Ein flüchtiger Blick verrät zum Beispiel, dass der Bericht aufgrund von Fake News zu seinem Völkermord-Schluss kommt, die von Medien wie dem Guardian veröffentlicht wurden, was die manchmal hinterhältige symbiotische Beziehung zwischen Medien und sogenannten Menschenrechts-Gruppen veranschaulicht, wenn es um den israelisch-palästinensischen Konflikt geht.

VERLEUMDUNG: Ein UNO-Bericht, der Israel des Völkermords beschuldigt, zitiert einen Artikel des Guardian, israelische Daten zeigten, dass 83% der im Gazastreifen Getöteten Zivilisten seien.
Es wurde bewiesen, dass der Artikel und die Zahlen wurden kategorisch falsch waren.
Die Beweise der UNO? Fake News.

Am 18. September 2025 legte die Pillay-Kommission dem UNO-Menschenrechtsrat ein 72 Seiten starkes Konferenzraum-Papier vor, das den Titel trug: Legal analysis of the conduct of Israel in Gaza pursuant to the Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide (Rechtliche Analyse des Verhaltens Israels in Gaza gemäß der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes). Der Text erhebt extreme und haltlose Fakten gegen den Staat Israel, wobei er sich auf eine einseitige Darstellung, die Fakten außer Acht lässt, die seinen vorgefassten Schlussfolgerungen widersprechen. Die Pillay-Kommission, ein mit unabhängiger Faktenfindung beauftragt ist, erstellte einen Bericht, der nichts anderes ist als in juristische Sprache gehüllte Pro-Hamas-Propaganda. Der Bericht untergräbt die internationale Faktenfindung, das Völkerrecht und das UNO-System als Ganzes. Eine Zusammenfassung der detaillierten juristischen Widerlegung durch UN Watch folgt (die komplette Widerlegung finden Sie hier):

Von Salo Aizenberg

Völkermord-Beschuldigungen gehören zu den schwersten Vorwürfen, die man gegen einen Staat erheben kann. Sie beschwören die dunkelsten Episoden der modernen Geschichte herauf – den Holocaust, Ruanda und Srebenica – und sie haben immense rechtliche Folgen sowie tiefgreifende moralische Folgen. Aus diesem Grund legte die Völkermord-Konvention von 1948 die Messlatte bewusst sehr hoch: Für Völkermord gibt es die Anforderung einer spezifische Absicht (dolus specialis) zu eine geschützte Gruppe als Ganzes oder in Teilen zu vernichten.[1] Völkermordabsicht wird erst festgestellt, wenn es keine andere vernünftige Schlussfolgerung gibt. Beweise für weitverbreitete zivile Opfer, umfangreiche Zerstörung oder aufhetzerische Rhetorik reichen nicht aus; erforderlich ist der Beweis, dass Tote und Leiden das Ergebnis einer gezielten Politik zur Auslöschung eines Volks sind. Solche Absicht festzustellen gehört zu dem schwierigsten Elementen im Völkerrecht und der Völkermord-Vorwurf gegen Israel verfehlt diese Messlatte selbst noch bevor man die im Bericht erhaltenen Verzerrungen seines Vorgehens im Gazastreifen berücksichtigt.

Der Untersuchungsbericht des UNO-Menschenrechtsrats weist fatale Mängel auf: Seine Argumentation ist zutiefst fehlerhaft, seine Beweislage ist unzuverlässig und seinen Methodik fragwürdig. Er betreibt fehlerhafte Interpretation von Äußerungen israelischer Führungspolitiker, akzeptiert nicht verifizierte Hamas-Opferzahlen, missachtet den systematischen Einsatz menschlicher Schutzschilde durch die Hamas, verlässt sich auf nicht verifizierte Medienberichte (wie die von Al-Jazira) und geht davon aus, dass zivile Tote im Gazastreifen sind einzig das Ergebnis vorsätzlicher Angriffe auf sie durch Israel. Da auszulassen ist genauso auffallend. Der Bericht löscht die Hamas als aktiven Kriegsteilnehmer aus; in den gesamte 72 Seiten wird nie eingestanden, dass die IDF gegen eine 30.000 Mann starke Streitkraft kämpft, die ein Schlachtfeld eingerichtet hat, das mit 500 km Tunneln befestigt wurde. Solche Mängel nehmen dem Dokument juristische Glaubwürdigkeit und machen es nicht unterscheidbar von in juristische Sprache gekleidete Propaganda.

Diese Widerlegung untersucht die zentralen Fehler des UNO-Berichts (der „Bericht“), die von der Untersuchungskommission (die „Kommission“). Sie zeigt auf, warum die vorgelegten Beweise nach internationalem Recht keinen Völkermord begründen können. Die wichtigsten Mängel sind wie folgt zusammengefasst:

  1. Fehlender Nachweis eines dolus specialis: Die konkrete Absicht, eine geschützte Gruppe zu vernichten, ist die zentrale und extrem hohe Hürde in jedem Völkermordfall. Die Behauptung der Kommission, es liege eine Völkermordabsicht vor, scheitert allein an dieser Schwelle. Sie stützt sich auf eine mühevolle Analyse von Aussagen, ausgewählte Zitate und Vermutungen statt auf eindeutige Beweise.
     
  2. Ausblendung der Hamas als Kriegspartei: Der Bericht erwähnt nicht, dass die israelischen Streitkräfte im Gazastreifen mit einer schätzungsweise 30.000 Mann starken Hamas-Truppe sowie Tausenden Kämpfern anderer militanter Gruppen kämpfen. Der Leser könnte glauben, die israelischen Streitkräfte würden in diesem Krieg nur gegen Frauen und Kinder eingesetzt, während die Hamas aus der Darstellung gestrichen wird. Die Kommission unternimmt keinen Versuch, den Krieg selbst zu analysieren, da es in ihrer alternativen Version der Realität keinen solchen gibt.
     
  3. Schweigen zur militärischen Infrastruktur der Hamas: Der 17-jährige militärische Aufmarsch der Hamas im Gazastreifen, einschließlich ihres riesigen Tunnelnetzes, der mit Sprengfallen versehenen Gebäude und der massiven Aufrüstung, wird nicht erwähnt. Indem der Bericht diese Realität ignoriert, löst er den Konflikt aus seinem militärischen Kontext und stellt rechtmäßige militärische Ziele als Beweis für Völkermord dar.
     
  4. Die Nutzung ziviler Infrastruktur durch die Hamas wird ignoriert: Die Kommission ignoriert die offen bekannte Strategie der Hamas, menschliche Schutzschilde zu nutzen,[2] einschließlich der Nutzung von Moscheen, Schulen, Wohngebäuden und Krankenhäusern zum Verstecken von Tunneln und Waffen. Stattdessen werden Schäden an diesen Orten konsequent als gezielte Angriffe Israels auf Zivilisten dargestellt.
     
  5. Keine Anerkennung der Geiselnahme: Der Bericht verschweigt die Tatsache, dass die Hamas israelische Geiseln nahm und diese weiterhin festhält, aushungert[3] und vergewaltigt.[4] Diese Auslassung steht im Einklang mit der allgemeinen Ausblendung der Hamas als aktivem Akteur im Gazastreifen und entfernt wesentliche Zusammenhänge aus der Darstellung der Kommission.
     
  6. Den von der Hamas bereitgestellten Opferzahlen wird vertraut: Obwohl die Hamas seit Langem die Zahl der zivilen Todesopfer übertreibt und obwohl sie von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird, werden ihre Zahlen als Tatsachen behandelt, während die Daten der IDF über getötete Kämpfer ignoriert werden.
     
  7. Zivile Opfer werden als Beweis für Völkermord verdreht: Der Bericht stellt zivile Opfer als Anscheinsbeweis für Völkermord dar und nicht als tragische und unvermeidbare Folgen des Häuserkampfes, der durch die menschliche Schutzschild-Strategie der Hamas noch verschärft wird. Zahlreiche Vorfälle, bei denen Zivilisten getötet wurden, werden im Bericht als vorsätzliche und gezielte Taten Israels bezeichnet, ohne dass es dafür Beweise gibt.
     
  8. Normale Kriegsfolgen werden als Verbrechen behandelt: Regelmäßige und zu erwartende Auswirkungen eines Krieges auf die Zivilbevölkerung, wie etwa psychische Probleme, Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischer Versorgung und Verschiebung, werden als Beweis für einen Völkermord und nicht als unvermeidliche Folgen eines städtischen Konflikts dargestellt.
     
  9. Die Zerstörung von Städten wird als Ausrottung dargestellt: Große Zerstörungen werden als Beweis für einen Völkermord angeführt, wobei ignoriert wird, dass Kämpfe in Städten zwangsläufig zu erheblicher Zerstörung führen, insbesondere wenn Militärkräfte sich in zivile Gebiete einbetten.

Die Kommission ignoriert zudem das Offensichtliche: Das Leid der Gaza-Bewohner könnte deutlich gemindert oder sogar beendet werden, wenn die Hamas alle Geiseln freiließe und die Kontrolle über den Gazastreifen aufgäbe. Die Idee, die Bevölkerung, die den angeblichen Völkermord erlebt, hätte die Macht, ihn zu stoppen, weigert sich aber, ist in der Geschichte tatsächlicher Völkermorde beispiellos und offenbart einen bewussten blinden Fleck im Bericht. Diese Auslassung spiegelt die allgemeine Ausblendung der Hamas durch die Kommission als aktive Konfliktpartei, als Gruppe mit Handlungsmacht und Verantwortung wider und erweckt bei den Lesern den falschen Eindruck, alles Leid in Gaza trage allein Israels Verantwortung.

Der Bericht ist voller sachlicher Fehler und Behauptungen ohne glaubwürdige Beweise. Ein vollständiger Katalog dieser Fehler und ihrer Korrekturen würde den Bericht selbst übersteigen. Diese Widerlegung hebt wesentliche sachliche Fehler und erhebliche Auslassungen hervor, auf die sich die Kommission zur Untermauerung ihrer These vom Völkermord stützt.


[1] Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide, 78 U.N.T.S. 277 (verabschiedet am 9. Dezember 1948, in Kraft seit dem 12. Januar 1951)

[2] How Hamas is fighting in Gaza: tunnels, traps and ambushes, New York Times, 13. Juli 2024

[3] World leaders condemn videos of emaciated Israeli hostages in Gaza as Red Cross calls for access, BBC, 4. August 2025

[4] Hostages released from Gaza detail sexual violence as Israeli report concludes Hamas used it as ‘weapon of war’ on October 7, CNN, 8. Juli 2025); A Quest for Justice: October 7 and Beyond, The Dinah Project, Juni 2025; Mission report Official visit of the Office of the SRSG-SVC to Israel and the occupied West Bank 29 January – 14 February 2024, UNO, 4. März 2024

Verschwörungstheorien geben Israel die Schuld für die Ermordung von Charlie Kirk

Verfasst 18. September 2025 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, USA

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Sharon Levy, HonestReporting, 11. September 2025

Gestern, am 10. September, wurde eine laute Aktivistenstimme der amerikanischen konservativen Politik zum Schweigen gebracht; er wurde bei einer Veranstaltung an der Utah Valley University ermordet. Charlie Kirk (31) war zwar eine polarisierende Persönlichkeit in den US-Kulturkriegen, aber ein freimütiger Anhänger Israels, des jüdischen Volks und der freien Meinungsäußerung.

Am 11. September ist ein Mörder weiter unbekannt, die amerikanischen Behörden fahnden nach ihm. [Er wurde inzwischen in Haft genommen.] obwohl über den Hintergrund, seinen Aufenthaltsort oder Motive des Mörders keine öffentliche Information verfügbar sind, posteten unmittelbar nach dem Mord viele sogenannte Aktivisten online die Behauptung, dass der Angreifer kein Einzeltäter war, sondern eine Gruppe, die entschlossen war Kirk zum Schweigen zu bringen. [Inzwischen gilt er als Einzeltäter, der aber Unterstützer hatte, die eventuell von seinem Vorhaben wussten.]

Ihr Sündenbock? Israel und der Mossad.

Ehrlich gesagt, wäre ich nicht überrascht herauszufinden, dass der Mossad Charlie Kirk erschossen hat.

Durch die Aneinanderreihung von „Beweisen“, die völlig ohne Bezug zueinander sind, begann sich ein falsches Narrativ über Israel als Täter zu formen.

Diese Verschwörungstheoretiker bestehen darauf, dass Kirks Ansichten sich langsam zu Israelfeindschaft entwickelten und er begann das Handeln des Staates infrage zu stellen. Und das, obwohl er konsequent Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen Terrorismus und andere Bedrohungen verteidigte, denen sich er jüdische Staat ausgesetzt sieht.

Sie mögen nicht gemerkt haben, dass Charlie Kirk Israel schwächt. Aber die Zionisten mit Sicherheit.
[Dieser Tweet wurde inzwischen gelöscht.]

Indem sie Kirk als zunehmenden Kritiker des jüdischen Staats darstellen, versuchen Online-Stimmen seine öffentlichen Darstellungen umzuschreiben, ein Motiv zu erfinden, dass Israel ihn zum Schweigen bringen will. Diese Verschwörer wiesen auf antiisraelische Ansichten seiner Anhänger hin und verdrehten das zu „Beweisen“ für Kirks eigenen „Wandel“, mit dem er eine „JQ“-Reise begonnen habe. „JQ“ ist die Abkürzung für „jüdische Frage“, eine Theorie, mit der diese Personen hausieren gehen, das jüdische Volk kontrolliere heimlich Politik, Wirtschaft und Medien. Von jedem, der diese angebliche Kontrolle infrage stellt oder herausfordert, wird gesagt, er werde von den Juden, die sie angeblich ausüben, bestraft.

Natürlich gibt es für diese Verschwörungstheorie keine Faktenbeweise, sondern recycelte antisemitische Mythen. Das wurde zu einer weiteren Möglichkeit eine Tragödie in ein Vehikel zu verwandeln, um die Juden zu Sündenböcken zu machen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Mossad/CIA Charlie Kirk tötete, weil er begann im Privaten das Handeln des Staats Israels infrage zu stellen.
All seine israelbezogenen X-Posts der letzten Monate ziegten eine stark antiisraelische Halung seiner Follower.
Das hat wahrscheinlich seine JQ-Reise eingeleitet…

Ich werde keine Namen nennen, aber mir wurde von jemandem, der Charlie Kirk nahe steht, gesagt, dass Charlie glaubt, Israel werde ihn töten, wenn er sich gegen es wendet.

Das Internet forderte Israel als Täter, der Kirk nur ermordete, um seine eigene Agenda voranzutreiben, selbst wenn das auf Kosten der Beziehungen zwischen Israel und den USA erfolgte. Die Beschuldigungen sind völlig unbegründet, erhielt aber trotzdem Unterstützung von Accounts mit mehr als einer Million Followern.

Gestern war ein Wendepunkt für die israelisch-amerikanischen Beziehungen.
Weniger als 24 Stunden und das Internet hat bereits herausgefunden, wer der höchstwahrscheinliche Täter war.
Er war ihr Freund. Er hat ihnen im Grunde sein Leiben gewidmet. Und sie ermordeten ihn vor den Augen seiner Familie.

Ein Ergebnis der Unterstützung Kirks für Israel beeilten sich israelische Politiker, darunter Premierminister Netanyahu, ihm Unterstützung anzubieten, als sie die Nachricht hörten, er sei lebensgefährlich verletzt und beteten für seine Genesung.

Doch online kamen Stimmen schnell zu dem Schluss, dass Netanyahus Genesungswünsche nur eines bedeuten könnten: Israel steckt hinter dem Mord.

Er ist wahrscheinlich derjenige, der das befahl.

Natürlich sprang der Terroristenanhänger und Verschwörungstheoretiker Jackson Hinkle auf den Zug der Verschwörungstheorien auf:

Ja, ich glaube, es ist merkwürdig, dass ein israelischer Premierminister, der mitten in der Bombardierung von 7 Ländern in der halben Welt steckt, Minuten nach seiner Ermordung über Charlie Kirk twitterte.

Das ist nicht das erste Mal, dass Verschwörungstheorien geschaffen wurden, die Israel für den Tod unschuldiger Menschen verantwortlich machen.

Die tragischen Ereignisse des 11. Septembers 2001 wurden auch in eine Verschwörungstheorien verarbeitet; mit ihr wurde behauptet das sei eine Mossad-Operation gewesen, dieser habe den Terroranschlag ausgeführt, um die Agenda des jüdischen Staats zu fördern.

Weil die Ermordung einen Tag vor dem 11. September stattfand, fanden dieselben Verschwörungstheoretiker, die das Mossad-Narrativ puschen, es leicht die beiden Ereignisse zu verbinden. Sie behaupteten, Kirks Tod sei Teil eines größeren, koordinierten Plans Israels, die globalen Ereignisse und die öffentliche Wahrnehmung des Landes in Kriegszeiten zu manipulieren.

Auch noch am Tag vor dem 9/11. Stellte das perfekte Narrativ für „der
Schütze war pro-palästinensisch.“

Das Muster, dass Spekulationen zu „Beweisen“ werden, ist nicht neu. Die Geschwindigkeit, mit der diese falschen Narrative verbreitet werden können, ist es hingegen sehr wohl. Mit der Ablenkung der Aufmerksamkeit von den tatsächlichen Fakten können Verschwörungstheoretiker ihr Publikum erfolgreich dazu verführen gefährliche Klischees zu glauben, die Antisemitismus schüren. Die Instrumentalisierung der grausamen Ermordung von Charlie Kirk demonstriert, wie schnell eine Tragödie zur Waffe gemacht werden kann, um uralte alte antisemitische Klischees zu befeuern, indem man Juden für eine Tragödie die Schuld gibt, mit der sie nichts zu tun hatten.

Jahrelang haben sie Gewalt gerechtfertigt. Jetzt betrauern sie Charlie Kirk.

Verfasst 14. September 2025 von spotplenni
Kategorien: Medienwelt, USA

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Channa Rifkin, HonestReporting, 11. September 2025

Die Ermordung des amerikanischen Konservativen Aktivisten Charlie Kirk löste weltweit  Schockwellen aus. Staats- und Regierungschefs wie der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu, US-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer würdigen ihn.

Kirk wurde bei einer Veranstaltung an einer Universität in Utah niedergeschossen – eine erschreckende Erinnerung an die zunehmende Bedrohung durch politische Gewalt in Amerika. Sein Tod hat bereits Diskussionen über den Zustand der freien Meinungsäußerung und die Gefahren ausgelöst, die polarisierende Persönlichkeiten trifft, zudem über den anhaltenden Kampf um Waffenrechte im Land.

Dies Diskussionen mögen sich im Kielwasser eines solchen Mordes unausweichlich anfühlen. Aber es gibt einen Aspekt von Kirks Vermächtnis, der besondere Anerkennung verdient – besonders seitens derer, denen Israel und das jüdisch Volk am Herzen liegt.

Jahre lang stand Kirk bei Amerikas Campus-Kulturkriegen an vorderster Front, stellt Lügen über den jüdischen Staat furchtlos infrage. Er scheute sich nicht vor feindlichen Räumen. Er verwässerte seine Botschaft nicht. Er trat für Israels Anliegen dort ein, wo es am meisten gehört werden musste – in Klassenzimmern, Hörsälen und Studentenforen, in denen israelfeindliche Narrative nur allzu oft ungehindert gedeihen dürfen.

Kirks politische Ansichten haben viele gespalten. Aber seine unerschütterliche Verteidigung Israels, seine Weigerung Unwahrheiten unwidersprochen zu lassen und seine Bereitschaft sich an die Seite angegriffener jüdischer Studenten zu stellen sind etwas, das Anerkennung verdient. Er war in jedem Sinne eine Freund des jüdischen Staates.

Und doch sind innerhalb von Stunden seit seiner Ermordung von einigen ausgerechnet der Stimmen Nachrufe aufgetaucht, die mit ihrem antiisraelischen Hass für die vergiftete öffentliche Sphäre verantwortlich sind. Personen, die einst zur „Globalisierung der Intifada“ aufriefen – Rhetorik, die Gewalt gegen Juden und Israelis verherrlicht – schlagen jetzt wegen Kirks Tod einen Trauerton an. Journalisten, Aktivisten und Politiker, die antisemitische Sprachbilder verbreitet oder vor Gewalt gegen Zionisten die Augen verschlossen haben, sind plötzlich gegen politische Gewalt, wenn sie einem Mann das Leben nimmt, den sie Jahre lang verteufelt haben.

Nehmen Sie z.B. den Demokraten-Kandidaten für den Bürgermeister-Posten Zohran Mamdani. Er hat es berüchtigterweise abgelehnt, die Parole „globalize the intifada“ – eine Formulierung, die offen gewalttätigen Aufstand gegen Juden und Israelis romantisiert. Erst nach heftigen Reaktionen behauptete Mamdani, er würde diese Worte in Zukunft vermeiden. Doch in den Stunden unmittelbar nach Kirks Ermordung beeilte Mamdani sich auf X sich für „entsetzt“ zu erklären und bestand darauf, dass „politische Gewalt in unserem Land keinen Platz hat“.

Genauso schloss sich die Demokraten-Kongressabgeordnete Ilhan Omar – die jüdische Studenten als „pro-Völkermord“ verleumdete und wiederholt antisemitische Sprachbilder verbreitete – sich dem Chor an. „Politische Gewalt ist absolut inakzeptabel und nicht zu verteidigen“, schrieb sie und dränget die Amerikaner „dafür zu beten, dass keine weiteren Leben durch Waffengewalt verloren gehen.“ Dieselbe Politikerin, die jüdische Studenten wegen ihres Zionismus verunglimpft hat, beansprucht jetzt zu politischer Gewalt die moralische Überlegenheit für sich ein.

Und dann gibt es den ehemaligen MSNBC-Kommentator Mehdi Hasan. Er benutzte Kirks Tod nicht dazu, über seine eigene Rhetorik nachzudenken, sondern um persönliche Rechnungen zu begleichen – indem er darauf hinwies, dass Kirk ihn einmal als „einen Verrückten“ und „Hure“ bezeichnet sowie seine Ausweisung gefordert hatte. Hasan wollte großmütig erscheinen: „Nichts, nichts rechtfertigt ihn zu töten oder seinen Kindern den Vater zu rauben.“ Das ist aber derselbe Hasan, der die Sprechchöre für eine „Intifada“ verteidigt hat, darauf bestand, das sei lediglich ein „Aufstand“ und sagte, Israelis unterstützten Völkermord. Früher dieses Jahr wurde ihm vorgeworfen, er haben die Terrorangriffe vom 11. September mit einem Tweet verhöhnt: „Lasst amerikanische Flugzeuge wieder abstürzen.“

Andere Ehrungen wurden von der demokratischen früheren Kongress-Abgeordneten Cori Bush, von der Kreativdirektorin und Aktivistin Alana Hadid und anderen gepostet und repostet – alles Personen mit langen Akten der Dämonisierung derer, die politisch nicht ihrer Meinung sind.

Am anderen Ende des politischen Spektrums betrachtete Candace Owens sich als Freundin Kirks. Owens ist aber eine Serienverbreiterin antisemitischer und israelfeindlicher Hetze. In einer Reihe kurzer, untröstlicher Tweets bettelte Owens ihre Follower an für Kirk und seine Familie zu „beten“. Doch während sie ihre äußerste Schockiertheit betont, versäumt Owens es anzuerkennen, dass ihre eigene Marke hasserfüllter und Verschwörungs-Rhetorik über die pro-israelische Gemeinschaft und das jüdische Volk ein zu einer Atmosphäre beiträgt, die zu politischer Gewalt ermutigt, egal, ob sie von links oder von rechts kommt.

Die Heuchelei ist schwindelerregend. Du kannst nicht Jahre damit verbringen Rhetorik mainstreamfähig zu machen, die Gewalt gegen Juden, Zionisten und pro-israelische Stimmen befürwortet – und dann schockiert tun, wenn dieselbe Rhetorik in echtes Blutvergießen metastasiert.

Gewalt-Sprache gegenüber Juden und Israel ist im amerikanischen Diskurs beunruhigend normal geworden. [Nicht nur da – in Europa, in Deutschland auch! – d.Ü.] Heute wollen einige ihrer lautesten Befürworter adrette moralische Grenzen ziehen, wo es ihnen passt. Aber ihre plötzlichen Appelle an den Anstand klingen hohl. Immerhin sind es ihre Worte – „Intifada“, „Völkermord“, „Apartheid“ – die geholfen haben die Atmosphäre weiter über die israelisch-palästinensische Diskussion hinaus zu vergiften.

In diesem Kommentar zu Charlie Kirks Ermordung geht es nicht darum über ein Motiv zu spekulieren. Es geht um die Gefahr der Legitimierung von Rhetorik, die Gegner entmenschlicht und die mit Gewalt flirtet. Worte haben Folgen. Und diejenigen, die Gewalt gegen Israel entschuldigen, können ihre Hände nicht in Unschuld waschen, wenn diese Kultur der Feindschaft unweigerlich die gesamte politische Sphäre zersetzt.


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