Channa Rifkin, HonestReporting, 22. Juli 2024
Es ist verständlich, dass Adidas in einer neuen Kampagne ein Supermodel bringen will, die 61,3 Millionen Follower auf Instagram hat.
Und vielleicht hat Adidas die Verbindung zwischen Bella Hadid als stolzer Palästinenserin und den Münchner Olympischen Spielen von 1972 nicht hergestellt, bei denen palästinensische Terroristen israelische Sportler ermordeten, als die Firma sie für eine Werbekampagne engagierte, die den Turnschuh SL72OG erneut in Verkehr brachte.
Das Problem mit Hadid und ihrer berühmten Familie ist, dass sie online Propaganda und antisemitische Ritualmordlügen an ihre zusammen hunderte Millionen Follower verbreiten.
Verständlicherweise waren viele empört, dass Adidas zum Gesicht einer Kampagne im Zusammenhang mit Olympischen Spielen gemacht hat, an die man sich nur wegen eines tragischen Terroranschlags auf israelische Sportler erinnert. Eine palästinensische Terrororganisation namens Schwarzer September nahm im Olympischen Dorf elf israelische Sportler als Geiseln und ermordete sie dann brutal.
HonestReporting führt Hadids Spur gefährlicher Desinformation vor und was bei den Münchener Spielen 1972 geschah:

Stattdessen haben sie sich für das eine entschieden, die genau das macht.
Es ist ziemlich unglaublich, dass ein gesamtes Werbe- und Kreativteam sowie das Management von Adidas in Vorbereitung diese Kampagne um einen Tisch saßen – vermutlich Wochen oder Monate lang – und niemand gegen die Idee Einspruch einlegte Hadid zu ihrem Gesicht zu machen.
Man müsste unter einem Felsen leben, um nicht zu wissen, dass ihr Name synonym mit Terrorpropaganda ist. Viele betrachten sie als eine Antisemitin, die für den „Widerstand“ der Palästinenser gegen Israel propagiert und sie hat die Hamas nicht direkt verurteilt, nur „Gewalt“.
Das ist nicht nur ein Flop, besonders, wenn man bedenkt, dass die Olympischen Spiele 1972 in Deutschland stattfanden und Adidas eine deutsche Firma ist. Man sollte denken, diese Art von Auswirkungen wären, wie jedes andere soziale Problem, zumindest bedacht worden oder bekannt.
Aber Sie würden nichts davon wissen, wären Sie ein eifriger Leser des Guardian, der BBC oder der Los Angeles Times. Anders als das, was verbreitet worden ist und das eigentliche Problem ist (siehe oben), wird der Staat Israel als der Grund für die Entschuldigung von Adidas und die Entscheidung genommen, die Werbung zurückzuziehen. Sie stellten Israel als verärgert dar, dass eine Sportartikelfirma ein palästinensisches Model für ihre Werbekampagne nimmt.
Der Guardian und die BBC: Adidas lässt Hadid wegen „Israelkritik“ fallen
Die vielleicht belastendsten Artikel sind die, die allein diesen Tweet auf Israels offiziellem X-Account (ehemals twitter) dafür verantwortlich machen, dass Adidas seine Werbekampagne „überarbeitet“:
Elf Israelis wurden während der Münchener Spiele von palästinensischen Terroristen ermordet.
Raten Sie mal, wer das Gesicht der Kampagne ist: Bella Hadid, ein halbpalästinensisches Model, die eine Geschichte…
Israels offizieller Account auf X sagte, man erhebe Einspruch gegen Hadid als „Gesicht der [Adidas-] Kampagne… Hadid hat über die Jahre die israelische Regierung wiederholt kritisiert und die Palästinenser unterstützt und am 23. Oktober auf Instagram eine Äußerung abgegeben, die den Verlust unschuldigen Lebens beklagt, während sie ihre Follower aufrief Druck auf ihre Führungspolitiker die Zivilisten im Gazastreifen zu schützen.
Anscheinend will der Guardian, dass seine Leser die Gegenreaktion einzig mit Israel verbinden, während diese in Wirklichkeit innerhalb weniger Stunden weit verbreitet und viral ging. Das American Jewish Committee war nur eine der jüdischen Gruppen, die sich äußerten, Rechenschaft von der großen Sportartikelfirma forderten und auch Einzelpersonen drückten sofort Wut und Empörung aus.
Dass Adidas ein lautstarkes israelfeindliches Model auswählt, um an diese dunklen Olympischen Spiel zu erinnern, ist entweder ein massiver Fehler oder gewollte Hetze…
Sowohl die BBC als auch der Guardian haben beschlossen, dass einzig Israel verantwortlich ist – so sehr, dass das in ihren Schlagzeilen steht.
Die BBC ging weiter, indem sie nahelegt, der Grund sei ihr palästinensischer Hintergrund:
Adidas hat das Supermodel Bella Hadid, eine Halbpalästinenserin, aus seiner Werbekampagne für Retro-Schuhe mit Bezug zu den Olympischen Spielen von München 1972 genommen. Israel hat die Entscheidung für Ms Hadid kritisiert. Es beschuldigt sie der Israelfeindlichkeit und merkte an, dass 11 israelische Sportler bei den Münchener Spielen von palästinensischen Angreifern getötet worden sind.
Es wird nirgendwo die Jahre dauernde Geschichte israelfeindlicher Äußerungen und falscher Behauptungen durch Hadid und ihre Familie erwähnt, die Reaktionen, die ihr Bruder erhielt, weil er im Maio 2021 sagte, er wolle, dass alle Israelis „ausradiert“ werden, oder dass ihr Vater behauptete, ein früher israelischer Luftangriff nach dem 7. Oktober sei ein Völkermord an Gazanern, ohne dass jeglicher Kontext zu dem fraglichen Angriff gegeben wurde. Die Liste lässt sich fortsetzen, aber irgendwie wird dieser Kontext in beiden Artikeln als irrelevant betrachtet.
Wie oben geschrieben, erwähnt der Guardian lediglich Hadids Kritik an „der israelischen Regierung“ und ihre Unterstützung für die Palästinenser. Das ist eine Untertreibung, bedenkt man, dass sie im Mai 2021 an einem Protest teilnahm, auf dem sie „From the river to the sea, Palestine will be free“ skandierte. Der Post befand sich ursprünglich auf ihrer Instagram-Seite, ist aber inzwischen abgelaufen oder entfernt worden.
Los Angeles Times spielt Hadids Geschichte antisemitischer Äußerungen herunter
In die gleiche Richtung geht, dass die LA Times die verleumderisch israelfeindlichen Äußerungen des Supermodels herunterspielt:
Der Streit folgt der Entscheidung der Sportkleidungsfirma Hadid zu engagieren, die palästinensische Amerikanerin ist und lautstark für Hilfsaktionen für Palästinenser eintritt… Adidas erhielt Kritik von jüdischen Organisationen und Israel, weil es die SL72-Kampagne mit einem Model zusammenbrachte, das für seine pro-palästinensischen Ansichten bekannt ist.
Es reicht nicht, dass die Medien nur eine Seite dieser Geschichte erzählen. Das würde die Öffentlichkeit von angemessenem Kontext und Transparenz zu dem abhalten, was Hadid als Gesicht der SL72-Werbekampagne von Adidas problematisch macht.
Israelischer Olympiasportler zu sein bringt zwangsläufig Gepäck und Verantwortung mit sich. Jedes Mal, wenn jemand aus Israel öffentlich im Ausland auftritt, egal, wie unpolitisch, dann weiß er oder sie, was für eine Last das ist. Dieses Jahr ist besonders signifikant – wir erlebten das bei der israelischen Sängerin Eden Golan beim ESC und wir sehen es jetzt bei Aufrufen Israel von den Olympischen Spielen in Paris 2024 auszuschließen; den Sportlern werden sogar Morddrohungen geschickt.
Dass die Medien dieses Thema derart unsensibel und derart einseitig behandeln, schürt die Flammen des Antisemitismus und macht Israeli oder Jude zu sein noch gefährlicher. Es ist unmoralisch eine Prominente mit problematischem Ruf, die im Zentrum dieser Kampagne steht, um des Narrativs willen zu verharmlosen.
Dan Wolken von USA Today brachte auf den Punkt und fing den wahren Grund ein, weshalb die SL72-Kampagne von Adidas solch heftige Reaktionen erhielt:
Stellen Sie sich vor, Sie leben Ihr ganzes Leben in dem Wissen, dass der Traum, für den Sie jeden Tag trainieren, untrennbar mit einem der traumatischsten Ereignisse in der Geschichte Ihres Landes verbunden ist, als 11 Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft beim Terroranschlag auf die Münchener Spiele 1972 ihr Leben verloren.
Er schreibt auch, dass dieses Jahr für israelische Sportler die Teilnahme in Paris in diesem Sommer emotionaler ist, die neun Monate „Trauer und Chaos“ seit dem von der Terrororganisation Hamas und ihren Verbündeten am 7. Oktober verübten Massakers stattfinden.
Wo hattet ihr eure Köpfe, Adidas? Medien, wo ist eure Integrität?

Neueste Kommentare