Deir Yassin: Das „Massaker“, das es nie gab

Verfasst 10. August 2023 von spotplenni
Kategorien: Araber, Geschichte, Israel

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Bailey Pasternak, HonestReporting, 1. August 2023

Israels Legitimität wird ständig von der falschen Vorstellung bestritten, dass schon seine Gründung 1948 eine Art von „Ursünde“ ist. Die lautet, dass das Land mit ungerechtfertigten Mitteln erworben wurde. Vertreter dieses Narrativs verunglimpfen die Gründer Israels als habgierige Eroberer, die das Land mit Gewalt eroberten und jeden vertrieben oder ermordeten, der ihnen in die Quere kam.

Warum Deir Yassin?

Eine zentrale Geschichte in diesem Narrativ ist die Schlacht um das arabische Dorf Deir Yassin am 9. April 1948. Dieses Ereignis wird jedoch allgemein nicht als Schlacht bezeichnet, sondern ausnahmslos (und falsch) als „Massaker“ beschrieben, was als Beweis für angebliche jüdische Grausamkeit gegenüber Arabern benutzt wird.

In den frühen Tagen des Unabhängigkeitskriegs waren 100.000 Juden in Jerusalem eingeschlossen, weil arabische Kämpfer die Straße von Tel Aviv nach Jerusalem blockierten.

Weil es ihnen an Lebensmitteln, Wasser und anderen überlebenswichtigen Gütern mangelte, waren diese Juden dringend auf Unterstützung angewiesen. Als Ergebnis wurde die Öffnung der Straße nach Jerusalem zu einem wichtigen strategischen Ziel der israelischen Seite.

Im April 1948 initiierten jüdische Milizen die Operation Nachschon, eine Aktion zur Eroberung arabischer Bollwerke und Dörfer entlang der Straße und um einen Korridor zu schaffen, der es Konvois ermöglichen sollte sicher nach Jerusalem zu fahren.

Deir Yassin lag sehr nahe an der Straße und weniger als eine Meile entfernt von benachbarten jüdischen Dörfern. Einwohner von Deir Yassin schossen schon Tage vor Schlacht auf diese jüdischen Dörfer. Weil Deir Yassin eine Hochburg arabischer Kämpfer war, wurde es zum legitimen militärischen Ziel, da es Beweise dafür gab, dass Kombattanten im Dorf auf jüdische Zivilisten schossen.

Zusätzlich erlangte die Haganah vor der Schlacht Informationen, dass im März mehr als 150 irakische und syrische Kämpfer ins Dorf kamen und sich auf einen Angriff vorbereiteten. Diese Information erwies sich zwar später als falsch, aber Deir Yassin wurde trotzdem als feindlich betrachtet.

Planung des Angriffs

Anders als bei einem organisierten Massaker gaben die israelischen Soldaten das Überraschungselement auf, um die Zivilisten von Deir Yassin vor dem Angriff zu warnen, damit sie es verlassen konnten, bevor der Kampf begann.

Sie planten einen LKW mit Lautsprecher darauf zu dem Dorf zu fahren, der eine Aufzeichnung in Arabisch abspielen sollte, die den Zivilisten erklärte, sie sollten fliehen und das Dorf über zwei Pfade verlassen, die bei dem Angriff offen gelassen wurden, damit die Zivilisten sicher in ein benachbartes arabisches Dorf zeihen konnten.

Der knifflige Teil

Obwohl der Angriff auf Deir Yassin militärisch zulässig und so gestaltet war, dass er die zivilen Opfer klein hielt, verlief die Operation nicht nach Plan. Das war allerdings nicht so, weil jüdische Soldaten plötzlich beschlossen Zivilisten zu ermorden. Vielmehr gab es heftigen Widerstand aus dem Dorf heraus und Dutzende Zivilisten wurden getötet.

Nach der Schlacht gab es zahlreiche unterschiedliche Zeugenaussagen darüber, was geschehen war. Die britische Polizei befragte Überlebende aus Deir Yassin, die behaupteten die jüdischen Soldaten hätten Frauen vergewaltigt, Föten aus Bäuchen von Schwangeren geschnitten und Zivilisten hingerichtet.

Die arabischen Forscher Sharif Kan’ane und Nihad Zeitawi hingegen befragten 1987 Überlebende des Angriff und keine einzige Aussage erwähnte Vergewaltigung oder irgendeine Misshandlung arabischer Frauen. Zusätzlich stellten Kan’ane und Zeitawi eine Liste aller getöteter Dorfbewohner zusammen – alles in allem 107, was beträchtlich weniger ist als die ursprünglich berichtete Zahl von mehr als 200 toten Dorfbewohnern.

Walid Khalidi, ein weiterer arabischer Wissenschaftler, schrieb ein Buch über Deir Yassin, in dem er die Äußerung von 30 Überlebenden sowie weitere Informationen verwendete, die über die Schlacht geschrieben worden sind. Laut Khalidi gab es isolierte Vorfälle jüdischer Soldaten, die Zivilisten töteten, aber die Vorwürfe von Vergewaltigung und anderem schwerem Missbräuchen waren erfunden.

Tatsächlich ist bekannt, dass der Führer des Arabischen Hohen Rats in Jerusalem, Hussein Fakhri al-Khalidi, die Überlebenden davon überzeugte das falsche Narrativ zu verbreiten, wenn sie von den Briten verhört wurden, um die jüdischen Soldaten zu diskreditieren und die Unterstützung für die arabische Sache zu verstärken.

Ein wahrer Akt der Grausamkeit

Obwohl die Vorwürfe eines vorsätzlichen Massakers umstritten waren, gab es eine Gräueltat, die von einem jüdischen Soldaten begangen wurde.

Beim Kampf um die Kontrolle eines Hauses in dem Dorf wurde ein Soldaten namens Yehuda Segal getötet. Als die Bewohner sich ergaben und nach draußen gebracht wurden, sah ein anderer jüdischer Soldat die Leiche seines Freundes Segal und in einem Akt blinder Wut ermordete er 11 Mitglieder des Haushalts.

So furchtbar das Verbrechen war, es war für das Verhalten jüdischer Soldaten im Allgemeinen nicht repräsentativ.

Das schwelende Problem

Obwohl jüdische Soldaten in dem Dorf 70 bis 80 Kombattanten begegneten, blieben Fragen, warum so viele Opfer Zivilisten waren.

Manche argumentieren, dies sei das Ergebnis davon, dass der Warnmechanismus nicht ordentlich funktionierte. Auf dem Weg ins Dorf blieb der Lautsprecherwagen in einem Graben stecken, ziemlich außerhalb der Hörweite vom Dorf, also wurden arabische Zivilisten nicht ordnungsgemäß gewarnt, dass die Schlacht vor dem Ausbruch stand.

In der Erwartung, nur Kombattanten in den Wohnbereichen vorzufinden, führten die jüdischen Soldaten – denen traditionelle Kampferfahrung fehlte – ihren ursprünglichen Schlachtplan aus, der darin bestand Granaten in Häuser zu werfen, aus denen die Kombattanten schossen, bevor sie sie betraten und räumten.

Weil sie nicht erwarteten dort noch immer Schutz suchende Zivilisten vorzufinden, ließen sie die Möglichkeit auch nicht zu.

Der Kampf um das Haus der Familie Zahran zeigt die Folgen dieser Taktik in der Schlacht am besten auf. Während dieses Kampfs verteidigten Muhmand Zahran, zwei seiner Söhne und sein Enkel das Anwesen. Die jüdischen Soldaten warfen blind Granaten und schossen in das Haus, töteten auf diese Weise 24 Personen.

Letztlich handelte es sich um mangelhafte Taktik statt ein Interesse zu morden, das für die zivilen Toten verantwortlich war.

Der wahre Terrorangriff

Die Schlacht um Deir Yassin war weder ein Terrorangriff noch ein Massaker. Deir Yassin stellte für die jüdischen Soldaten ein legitimes militärisches Ziel im breiteren militärischen Ziel dar die Straße nach Jerusalem zu sichern. Während sie den Angriff planten, planten die jüdischen Soldaten die zivilen Opfer zu minimieren, selbst auf Kosten des eigenen taktischen Vorteils.

Der Verlust eines jeden zivilen Lebens ist eine Tragödie. Im Fall von Deir Yassin war es eine vermeidbare Tragödie, wäre die militärische Operation nach Plan verlaufen. Aber die Jahrzehnte dauernde Lüge, dass das Dorf Ort eines geplanten und vorsätzlichen Massakers gewesen sei, ist genau das – eine Lüge.

Leider handelt es sich um eine Lüge, die tödliche Folgen hatte. Am 13. April 1948 töteten arabische Militante mehr als 70 Personen medizinisches Personal und Zivilisten in einem Racheangriff wegen Deir Yassin. Ihre Ziel bestand darin so viele unbewaffnete Zivilisten wie möglich zu töten.

Schlussfolgerung

Deir Yassin war ein Fehlschlag. Vor allem war es ein militärischer Misserfolg. Das allgegenwärtige und heimtückische Narrativ, dass eine jüdische Miliz das Dorf und seine Einwohner mit einem Plan unaussprechliche Grausamkeiten zu begehen angegriffen habe, wird von den beweisen schlicht nicht gestützt.

Quellen:

Avner, Yehuda: The Prime Ministers. New Milford, Conn: Toby, 2010.

Gordis, Daniel: Menachem Begin: The Battle for Israel’s Soul. New York: Schocken Books, 2014.

Karsh, Efraim: The Arab-Israeli Conflict the Palestine War, 1948. Oxford: Osprey Publishing, 2010.

Lorch, Netanel: The Edge of the Sword: Israel’s War of Independence, 1947-1949. Easton Press, 1991.

Max Abrahms: “Why Terrorism Does Not Work.” International Security 31, Nr. 2 (2006): S. 42–78. http://www.jstor.org/stable/4137516

Morris , Benny: The Historiography of Deir Yassin.” Taylor & Francis. Zugriff am 28. November 2022. https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13531040500040305.

Shapira, Anita: “Jerusalem in 1948: A Contemporary Perspective.” Jewish Social Studies 17, Nr. 3 (2011): S. 78–123. https://doi.org/10.2979/jewisocistud.17.3.78.

Tauber, Eliezer: Massacre That Never Was. S.l.: TOBY PRESS, 2021. [Anmerkung d. Übers.: Dieses Buch ist mit Sicherheit die wichtigste und genauste Arbeit, die über Deir Yassin geschrieben wurde. Sie stimmt einigen der Angaben dieses Artikels und der Schlussfolgerung nicht zu; so wird die Anwesenheit der Zivilisten im Dorf nicht nur dem steckengebliebenen Lautsprecherwagen und damit den Juden zu. Die Angaben zu Zivilisten, Kombattanten und Opfern sind ausführlich dargestellt, auch in den möglichen Schwankungen, die sich aus den unterschiedlichen Berichten ergeben. Es erfolgt auch eine ausführliche Darstellung der möglichen Herkunft und Motivation der Angaben, es habe ein Massaker gegeben, was eine Lüge, aber auch als Propagandamittel der arabischen Seite wie auch jüdischer Extremistengruppen war. Darüber hinaus gibt es weitere Einzelheiten, die ich auf die Schnelle nicht mehr erinnere.]

Good Cop/Bad Cop: Warum Israel wegen der Umwelt anzugreifen verbale Umweltverschmutzung ist

Verfasst 3. August 2023 von spotplenni
Kategorien: Israel

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Allison Dubrow, HonestReporting, 26. Juli 2023

Israel bereitet sich bereits auf die anstehende Klimawandelkonferenz COP28 Ende November in Dubai vor. Seine Regierung kündigte im Juli an, dass sie eine Delegation von 1.000 Personen dorthin schicken wird, um das Land zu repräsentieren, die von Präsident Isaac Herzog und Premierminister Benjamin Netanyahu angeführt werden wird.Tatsächlich ist Israel sehr umweltbewusst. Trotzdem wird es oft beschuldigt die Umwelt der Palästinenser zu malträtieren.

Ziel: Besser Luftqualität

Israel wird für die Qualität der Luft in der Westbank verantwortlich gemacht, wo laut eines palästinensischen Aktivisten „es klar ist, dass Israel die Westbank als private ‚Opferzone‘ behandelt, weil es viel billiger ist die Gegend zu verschmutzen als Abfall zu verarbeiten oder zu reduzieren“.Die Wahrheit lautet jedoch, dass Israel daran arbeitet in der israelisch kontrollierten Area C der Westbank Regeln zum Schutz der Umwelt zu erstellen, die noch stärker sind, weil das Land glaubt, jeder verdiene saubere Luft.Letztlich lautet das Ziel das Gesetz zur Luftreinhaltung von 2008 und das Gesetz zur Umweltbehandlung elektrischer und elektronischer Ausrüstung und Batterien von 2012 durchzusetzen. Israel versucht herauszufinden, wie diese Regeln in der Westbank angewendet werden können, die schließlich auch den dort lebenden Palästinensern zugutekommen werden.

Israel packt die Entwaldung an

Entwaldung wird zwar als ernstes Umweltproblem betrachtet, aber Al-Haq, eine palästinensische NGO mit Verbindung zu Terrororganisationen, greift Israel wegen des Gegenteils an – wegen Aufforstung, des Pflanzens von Bäumen. Al-Haq behauptet, das Pflanzen von Bäumen sei ein gezielter Versuch palästinensische Geschichte auszulöschen.Israel hat jetzt mehr Bäume als bei der Staatsgründung.  Al-Haq sagt, während Israel „… stolz darauf ist mehr Ende des 20. Jahrhunderts mehr Bäume zu zählen als zu dessen Beginn, versäumt es zu erwähnen, dass die Aufforstung innerhalb der Grünen Linie im Wesentlichen im kolonialistischen Unternehmen des Jüdischen Nationalfonds wurzelt, das darauf abzielte palästinensische Dörfer und ländliche Orte während der Nakba 1948 ethnisch zu säubern.“Als Ergebnis ist das Pflanzen von Bäumen umstritten geworden.Aber Israel und der JNF pflanzen überall im Land Bäume, als Verbesserung für alle, besonders an Tu Bischwat, dem Feiertag, an dem Israelis Bäume als Möglichkeit pflanzen ihre Beziehung zur Erde zu stärken.Bäume können eine wichtige Lösung sein den Klimawandel anzugehen, weil sie Kohlendioxyd absorbieren – das Treibhausgas, das zur globalen Erwärmung führt.

Beutet Israel Wasser aus?

Israel, das stolz darauf ist die Innovations-Nation zu sein, sucht immer nach Möglichkeiten den Einfallsreichtum und die Lebensqualität all seiner Bürger und darüber hinaus zu verbessern, in der Hoffnung, dass Verbesserungen der Technologie hier genutzt werden können , um dabei zu helfen die Umwelt und das Leben für jedermann weltweit zu verbessern.Die Anschuldigung, Israel beute Wasser aus, ist schlicht nicht wahr. Wenn überhaupt, dann werden Israels Erfindungen den USA, China und kleineren Ländern wie Angola, Ghana, Serbien und Spanien helfen.Israel nutzt umfangreich Wasserentsalzung und verwendet sein Abwasser zu 90% für weitere Zwecke. Tatsächlich kommt ein Großteil von Israels Trinkwasser kommt aus dem Mittelmeer und dem Roten Meer. Diese Art Technologie wird in der Lage sein Ländern zu helfen, die aktuell unter Wasserknappheit leiden.Nur allzu viele Leute sind schnell dabei zu behaupten Israel missbrauche die Palästinenser, indem sie ihnen kein Wasser liefern. Aber viele von ihnen wissen nicht, dass Israel bereits ein Wasser-Abkommen mit der palästinensischen Autonomiebehörde unterzeichnet hat. Wie von den Oslo-Vereinbarungen gefordert und festgelegt, gibt e sein Gemeinsames Wasserkomitee (Joint Water Committee/JWC).Dieses JWC wurde von der PA von 2010 bis 2017 boykottiert. Das JWC setzt sich im Vorstand aus Israelis und Palästinensern zusammen. Die Palästinenser lehnten es allerdings ab weitere Projekte zu entwickeln, die helfen würden israelische Siedlungen weiterzuentwickeln.Ein als falsch entlarvter Bericht der UNO gibt auch an, dass „die Hälfte der palästinensischen Brunnen in der Westbank im Verlauf der letzten 20 Jahre ausgetrocknet sind“. Was er einzugestehen versäumt ist, dass es eine Menge illegaler Bohrungen durch Palästinenser gab, was gegen das Wasserabkommen verstößt und schädigende Auswirkungen auf die verfügbare Wassermenge hat.Letztlich ist das Narrativ, die Palästinenser hätten wegen Israel keinen Zugang zu Wasser, falsch. 2017 wurde der PA die volle Autorität über die Wasserversorgung in den Areas A und B der Westbank übergeben, die das System erproben und weiterentwickeln sollte.Israel hat bereits die Blaupausen dafür erstellt, wie andere Länder versuchen können die von ihnen verschwendete Wassermenge zu reduzieren. Diese anderen Staaten müssen das nur in ihr Alltagsleben umsetzen.

Was Israel weiter für die Umwelt leistet

Israels MASHAV-Programm zielt darauf ab „bedürftige Einzelpersonen und Gemeinschaften durch das Teilen von Werkzeugen und Expertise zu stärken, um eine nachhaltige Entwicklung und Transformation innerhalb der eigenen Gesellschaften zu erreichen“.MASHAV wurde 1958 als Ergebnis des Wunschs von Außenministerin Golda Meir und Premierminister David Ben-Gurion geschaffen anderen Staaten zu helfen sich zu entwickeln, indem die Expertise und Technologien weitergegeben werden, die Israel halfen sich zu entwickeln.Heute gehört dazu die Weitergabe von Expertise bei der Verbesserung der Umwelt. Zum Beispiel gehören zu internationalen MASHAV-Kursen in Kasachstan und Kirgistan Fischzucht und Hochwasservorhersagen. Diese Workshops finden in Israel statt, aber viele werden auch im Ausland angeboten.Das Gesamtziel dieser Workshops besteht darin Mitglieder mit dem Wissen und den Fertigkeiten auszurüsten, die sie in ihre Heimatländer mitnehmen können, um wirtschaftiches, gesellschaftliches und Umwelt-Wachstum zu verbessern, um die Ziele des Nachhaltigkeits-Entwicklungsziels (Sustainable Development Goals – SDG) zu erreichen, die von der UNO vorgegeben worden sind.Israel ist des „Greenwashing“ beschuldigt worden – aber das stimmt schlicht nicht. Israel hat Innovationen geschaffen und schafft weitere, um die Umwelt nicht nur für den eigenen Staat, sondern für alle Menschen auf der ganzen Welt zu schützen.

Medien sparen Terrorismus aus Münchener Olympia-Massaker aus

Verfasst 27. Juli 2023 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Chaim Lax, HonestReporting, 24. April 2023

Nach einer konzertierten Kampagne von Verwandten der ermordeten israelischen Athleten kündigte das deutsche Innenministerium an, es habe eine internationale Expertenkommission einberufen, um die Ereignisse rund um das Massaker von München zu analysieren.

Einige Mainstream-Nachrichtenmedien weichten allerdings in ihrer Berichterstattung die Sprache auf, womit sie den terroristischen Charakter der Gräueltat und der dafür Verantwortlichen praktisch verharmlosen.

Aus „Massaker“ machen Medien „Angriff“

Nach dem Mord an 11 israelischen Athleten bei den Olympischen Spielen von München 1972 durch Mitglieder der Terrororganisation Schwarzer September, wurde das in israelischen Kreisen wie auf der internationalen Bühne weithin als „Massaker von München“ bekannt.

Zum Beispiel verwiesen die BBC, NPR, France24 und DW News in ihren veröffentlichten Artikeln zum 50. Jahrestag 2022 darauf allesamt als „Massaker“.

Das macht es nur noch eklatanter, dass Associated Press (AP), die New York Times und Reuters sich alle dafür entschieden den Vorfall in ihren jüngsten Berichten zur Ankündigung der deutschen Regierung nicht als Terroranschlag oder als Massaker zu beschreiben, sondern schlicht als „Angriff“, was das Ausmaß der Gräueltat praktisch verharmlost.

50 Years Later: How the Media Reported on the 1972 Munich Massacre (VIDEO)

Medien machen aus Terroristen „Militante“

AP und Reuters vermieden ebenfalls den Begriff „Terrorist“, wenn sie die Mitglieder der Terrororganisation Schwarzer September  erwähnten, die für das Massaker verantwortlich waren. Stattdessen bezeichnete AP sie wechselnd als „palästinensische Militante“, „Geiselnehmer“, „Kidnapper“ und „Angreife“, während Reuters sie als „Bewaffnete“ bezeichnete. Die New York Times verwendete den Begriff „Terroristen“ nur einmal kurz vor Ende ihrer Story, den Schwarzen September bezeichnete sie überwiegend als „palästinensische Militante“.

Die Weigerung der Medien den Begriff „Terrorist“ überhaupt zu verwenden ist noch krasser angesichts der gezielten Verwendung des Begriffs durch das deutsche Innenministerium in seiner englischen Pressemitteilung.

Die New York Times und Reuters schienen zudem die Natur dessen zu verschleiern, was während des Massakers von München tatsächlich geschah.

Wie AP festhielt, töteten die Terroristen zunächst zwei israelische Sportler, nahmen neun weitere als Geiseln. Dann brach beim Versuch per Hubschrauber mit den verbliebenen Geiseln zu fliehen, zwischen der deutschen Polizei und den Terroristen ein Feuergefecht aus. Während des Schusswechsels warfen die Terroristen ein Handgranate in eine der Gruppen israelischer Sportler, die andere erschossen sie aus nächster Nähe.

Reuters behauptete hingegen, die Sportler „starben nach einer verfahrenen Situation“, während die New York Times ihren Tod als Ergebnis einer „blutigen Schießerei“ beschrieb.

In keinem der Fälle wurden die Leser darüber informiert, dass die Athleten von den Terroristen kaltblütig getötet wurden, was den Eindruck hinterlässt, dass sie im Kreuzfeuer zwischen der deutschen Polizei und dem Schwarzen September getötet wurden.

Selbst mehr als 50 Jahre nach den fraglichen Ereignissen haben die Medien die Pflicht den Lesern einen korrekten und faktisch richtigen Bericht des Massakers von München zu bieten.

Das ungesunde Vertrauen der Medien in „Breaking the Silence“ brechen

Verfasst 20. Juli 2023 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, NGOs

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 26. Juni 2023

Selten vergeht ein Tag, an dem der Name „Breaking the Silence“ nicht in irgendeiner Form in den Medien auftaucht.

Tatsächlich erbringt eine Google-Suche nach der umstrittenen israelischen Gruppe tausende Ergebnisse und die Daten von HonestReporting deckt auf, dass die NGO in den internationalen Medien 2022 mehr als 2.300-mal vorkommt.

Die Organisation, die 2004 von ehemaligen IDF-Soldaten gegründet wurde, die Israel höchst kritisch gegenüberstehen, behauptet „die Öffentlichkeit gegenüber der Realität des Alltagslebens in den Besetzten Gebieten auszusetzen“, indem Zeugenaussagen verwendet werden, die vorgeben „sorgfältig recherchiert“ zu sein, während „alle Fakten mit weiteren Augenzeugen überprüft werden“.

Wie ihre Kritiker aber wiederholt behaupteten scheint die Gruppe sich regelmäßig auf „entweder erfundene oder übertriebene“ Aussagen ehemaliger Soldaten zu stützen – von denen einige von Breaking the Silence ein Gehalt erhielten – und sind „von finanziellen und politischen Bedenken motiviert die palästinensische Agenda zu fördern“.

Der jüngste große Medienangriff von Breaking the Silence kam in Form eines Beitrags für einen „Ermittlung durch CNN“ (über den nachträglich von anderen Medien berichtet wurde) über einen Angriff von Siedlern am 26. Februar 2023 auf das Palästinenserdorf Huwara, bei den eine Reihe Grundstücke und ein Fahrzeug in Brand gesetzt wurden.

In einem weitgehend faktenfreien Text auf CNN wird die Vermutung eines anonymen Soldaten – zur Verfügung gestellt von BtS – gebracht, der behauptet, die Polizei habe nichts unternommen, um bei der Randale in Huwara einzugreifen und dass die IDF unsicher sei, wie mit dem umzugehen sei, was er „Siedlerterrorismus“ nennt.

Wie es leider bei Breaking the Silence üblich ist, gibt es keine Möglichkeit die Richtigkeit des Berichts des nicht identifizierten Soldaten zu überprüfen, noch gibt es irgendwelche bestätigende Zeugenaussagen eines der zahlreichen anderen Soldaten, die vor Ort waren.

Glaubwürdigkeit spielen

Dass CNN sich auf Breaking the Silence verlässt, um seine irreführende Ermittlung der Ereignisse in Huwara zu stützen, passt dazu, wie die Organisation es geschafft hat sich als unantastbare Informationsquelle über das Alltagsleben „unter Besatzung“ in der Westbank darzustellen.

Dieses sorgfältig aufgebaute Bild der Integrität wird jedoch von der langen Geschichte der Gruppe widerlegt, die nicht überprüfbare „Zeugenaussagen“ als ungeschminkte Wahrheit darstellt und angeblich sogar Berichte aus erster Hand fälscht.

Zum Beispiel stellte eine Untersuchung von NGO Monitor aus Jerusalem im Jahr 2015 fest, dass finanzielle Unterstützer von Breaking the Silence nach dem Gaza-Konflikt 2009 weitere Gelder davon abhängig gemacht hatten, dass die Gruppe so viele unkritische „Zeugenaussagen“ wie möglich gegen die israelische Armee sammelt.

Zusätzlich deckte eine NGO Monitor-Analyse der Veröffentlichung der Berichte israelischer Soldaten, die in den Palästinensergebieten gedient hatten, von 2015 auf, dass das Buch „voller methodischer Probleme steckte und vorgefasste ‚Analysen‘ zugeschnitten zu sein schienen, die fälschlich behaupteten, dass israelisches Handeln nicht auf Selbstverteidigung, sondern auf ‚Terrorisierung der Zivilbevölkerung‘ abzielten.“

Breaking the Silence hat auch geholfen die „Brunnenvergiftung“-Verschwörung zu verstärken, die behauptet, Siedler hätten palästinensische Wasserquellen vergiftet und geht auf die antisemitische mittelalterliche Ente zurückgeht, die Juden seien für die Verbreitung von Seuchen verantwortlich.

Propaganda-Führungen in Hebron

Mit der Verbreitung der israelfeindlichen Botschaft hat Breaking the Silence einen Großteil seiner Anstrengungen auf seine Führungen in der Westbank-Stadt Hebron konzentriert, bei der BtS-Aktivisten behaupten die „harten Folgen der Trennungspolitik und der Militärpräsenz in der Stadt“ zu entlarven.

Wie HonestReporting bereits früher feststellte, haben solche Führungen jedoch die Realität des Lebens innerhalb der umkämpften antiken Stadt mit ihrer Bedeutung für Juden, Muslime und Christen verzerrt.

Eine der ungeheuerlichsten Falschdarstellungen, die BtS zu Hebron macht, ist die, dass es eine Art Geisterstadt sei, obwohl sie einen geschäftigen Ort handelt, Heimat für mehr als 200.000 Menschen. Breaking the Silence fabriziert dieses Image, indem sie Führungsteilnehmer in die wenigen Straßen der Stadt bringt, für deren Nutzung durch Palästinenser es wegen wiederholter Ausbrüche von Gewalt gegen die 700 jüdischen Einwohner der Stadt Einschränkungen gibt.

Die Führungen in Hebron sind auch kritisiert worden, weil sie den Teilnehmern nur den israelisch kontrollierten Teil der Stadt zeigen, der nur rund 20 Prozent des Landes bildet, während die anderen 80 Prozent unter der Kontrolle der palästinensischen Autonomiebehörde stehen. Während IDF-Soldaten ständig innerhalb des israelisch kontrollierten Teils stationiert sind, gibt es in den von der PA kontrollierten Bereichen keine israelische Präsenz.

Der Gesamteindruck zu Hebron, den Breaking the Silence vermittelt, ist der, dass die Feindseligkeiten zwischen Muslimen und Juden eine aktuelle Entwicklung ist – heißt, etwas, das vom Aufkommen des Zionismus bewirkt wurde. Den beeindruckbaren Führungsteilnehmern werden allerdings keine Informationen zu Hebrons dunkler Vergangenheit als Ort von Jahrhunderten judenfeindlicher Verfolgungen gegeben, außer eines kurzen Verweises auf das Massaker von 1929, bei dem 67 Juden ermordet wurden.

Zu Breaking the Silence das Schweigen brechen

Breaking the Silence ist eine von einer Handvoll israelischer NGOs, die sich der Dämonisierung und Delegitimierung des jüdischen Staates verschrieben haben und dazu jedes mögliche verfügbare Mittel einsetzen, darunter die Förderung der nachweislich unwahren Apartheid-Verleumdung und der Verteidigung der antisemitischen Kampagne Boykott, De-Investitionen und Sanktionen.

Trotz der wiederholten Aufdeckung seiner chronisch israelfeindlichen Einseitigkeit und unzuverlässigen Beweise behandeln die Medien Breaking the Silence weiter als unbescholtene Quelle.

In angeblich seriösen Publikationen wie der New York Times und der Washington Post kommt BtS regelmäßig in Artikeln vor, die Israel und den Gazastreifen betreffen, ohne deren ideologische Tendenzen und die tiefgehend israelfeindliche Agenda zu erwähnen.

Breaking the Silence mag sich als glaubwürdige Autorität für den israelisch-palästinensischen Konflikt maskieren, aber Nachrichtenmedien haben die Pflicht ihren Lesern die kompletten Fakten zu geben. Und Tatsache ist, dass Breaking the Silence nicht so vertrauenswürdig ist, wie es zu sein vorgibt.

Fake News: Die Top 5 der israelfeindlichen alternativen Nachrichtenquellen

Verfasst 13. Juli 2023 von spotplenni
Kategorien: Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Chaim Lax, HonestReporting, 20. Juni 2023

Mit dem Aufkommen des Internets und der Verbreitung von Personal-Computern hat sich die Medienlandschaft über die traditionellen Nachrichtenquellen hinaus enorm ausgedehnt und schließt eine Vielzahl alternativer und unabhängiger Nachrichtenanabieter ein.

Diese Anbieter mögen zwar ihrem Publikum eine Vielzahl an Meinungen und Nachrichtenmeldungen bieten, die von den Mainstream-Medien nicht abgedeckt werden, aber sie können auch Quellen für Desinformation und irreführender Berichterstattung sein.

Das trifft besonders dann zu, wenn es um Berichterstattung üb er Israel und den israelisch-palästinensischen Konflikt geht.

Die folgenden Top 5 (ohne besondere Reihenfolge) alternativen Nachrichtenquellen haben eine besonders entsetzliche Bilanz, wenn es um ihre Berichterstattung über den jüdischen Staat, die Palästinenser und den Nahen Osten geht:

1. Mondoweiss

Mondoweiss ist eine amerikanische Nachrichtenseite, die „Nachrichten und Meinung zu Palästina, Israel und den USA“ gewidmet ist.

Geführt von Philip Weiss begann sie als Blog für allgemeine Interessen auf der Internetseite des New York Observers. 2007, als der Blog begann einen ungesunden Fokus auf Israel und die jüdische Gemeinschaft zu legen, verließ Weiss den Observer und machte aus dem Blog eine eigenständige Nachrichtenquelle.

Laut seinen vier Grundsatzzielen strebt Mondoweiss an „Alternativen zur pro-zionistischen Ideologie als Grundlage amerikanisch-jüdischer Identität anzubieten“, während gleichzeitig auch 2die Bewegung für mehr Fairness und Gerechtigkeit für Palästinenser in der amerikanischen Außenpolitik“ gefördert wird.

Wie von David Bernstein 2015 in einem Profil für die Washington Post festhielt, ist Mondoweiss „einzige Anlaufstelle für israelfeindliche Nachrichten. Alles Schlechte, das in Israel abläuft, wird bei Mondoweiss veröffentlichte und übertrieben.“ Zusätzlich  betrachtet Bernstein Mondoweiss als „Hass-Seite“; Grund dafür ist ihre Unfähigkeit „eine feine Grenze zwischen Feindschaft gegenüber Juden und Feindschaft gegenüber Israel zu wahren“.

Als Fallbeispiel ist Mariam Barghouti eine der Mondoweiss-Journalisten; sie ist von HonestReporting in der Vergangenheit wegen ihrer Gleichsetzung von Israelis mit Nazis angeprangert worden, wegen ihrer Behauptung der Zionismus beute den Holocaust aus und wegen ihrer Verteidigung von Journalisten, die Unterstützung für Hitler äußern.

Zusammen mit der israelfeindlichen Berichterstattung taucht das in judenfeindliche Rhetorik ein (so die ständige  Verwendung des Begriffs „talmudische Rituale“ für jüdische religiöse Riten), bringt Mondoweiss auch einen Kommentarteil, in dem einige der befremdlichsten Behauptungen und Vorwürfe zu finden sind. Einige der bemerkenswerten, auf Mondoweiss zum Besten gegebenen Meinungen sind unter anderem:

  • Die Meinung, dass die Palästinenser es ablehnen sollten Israel als „jüdischen Staat“ anzuerkennen.
  • Ein Text des in Ungnade gefallenen früheren Labour-Führers Jeremy Corbyn, der das Nakba-Narrativ lebendig erhält.
  • Die Behauptung, der Iran stelle für Israel keine Bedrohung dar.
  • Die Vorwurf an das jüdische Volk: „Wenn es um das palästinensische Volk geht, hat der Holocaust unserer Herzen verhärtet und unseren Geist verschlossen“.
  • Die Meinung, das Judentum „gewalttätige und unethisch“ geworden.
  • Die Behauptung, Juden „verdienen Pessah nicht mehr“, weil sie für „Ungerechtigkeit“ und die Versklavung anderer verantwortlich sind.
  • Der Vorwurf, dass die Geschichte des Exodus sei eine „tragische2 und müsse durch das Objektiv der Stämme Kanaans betrachtet werden.

Trotz seiner extremen ideologischen Veranlagung und unausgewogenen Berichterstattung ist Mondoweiss von einer Reihe Mainstream-Medienorganisationen im Lauf der Jahre zitiert worden. 2012 nutzte Associated Press Mondoweiss als Quelle für eine Story mit Israelbezug; Anfang 2023 wurde sie von Vox News zitiert. Zusätzlich verkündete Salon.com 2012 eine Inhalte teilende Partnerschaft mit Mondoweiss.

Israel hindert seine jüdischen Bürger daran mit dem furchtbaren Umgang mit den Palästinensern klarzukommen. Leider ist die jüdische Gemeinschaft in den USA nicht anders.

Mint Press News

Mint Press News (MPN) mit Sitz in Minnesota wurde 2012 von dem palästinensisch-amerikanischen Journalisten Mnar Muhawesch gegründet.

Mint Press News ist für seine Unterstützung des syrischen Diktators Baschar al-Assad bekannt, für seine prorussische Haltung sowie für seine Gegnerschaft gegenüber Saudi-Arabien und Israel.

MPNs ideologische Neigung könnte Muhaweschs Schwiegervater Odeh Muhawesch zugeschrieben werden, der aus Jordanien stammt und fünf Jahre lang nach der Islamischen Revolution unter einem Ayatollah im Iran studierte.

In seiner Berichterstattung zu Israel bedient sich Mint Press News Verschwörungstheorien, die israelische Gemeindienste mit dem „Epstein-Ring“ in Verbindung bringen wollen und „undurchsichtige“ pro-israelische Organisationen mit Auslandsregierungen verknüpfen.

Selbst HonestReporting war Thema eines Investigativartikels von MPN, in dem behauptet wurde, die Medien-Watchdog-Organisation habe „eine tiefe Beziehung zur Israel-Lobby, Militär und Regierung“.

In anderen Pressemeldungen scheint Mint Press News Propaganda der palästinensischen Autonomiebehörde nachzuplappern, die behauptet jüdische Pilger hätten auf dem Tempelberg „die Heiligkeit der Al-Aqsa“ verletzt und „das Gelände gestürmt“, dass jüdische Besucher des Patriarchengrabs „talmudische Rituale“ vollführten und dass sie versuchten die gesamte heilige Stätte zu „verjuden“.

Russlands Außenministerium hat bestätigt, dass Moskau eine Filiale seiner Botschaft in Jerusalem im besetzten Palästina aufbauen wird. Als Teil dieser Vereinbarung mit „Israel“ wird das Büro auf beschlagnahmtem palästinensischem Land in der besetzten Stadt errichten, bei der beide Seiten sich geeinigt haben, dass es offiziell Russland gehört.

Einer der wichtigsten Autoren von Mint Press News zu Israel-Themen ist Miko Peled, ein extremistischer, israelfeindlicher Vertreter, der vor allem Berühmtheit erlangte, weil sein Vater ein hochdekorierter israelischer General war.

Zu Peleds hasserfüllten Tiraden gehören die Behauptungen, Israel sei ein „Staat, der durch Diebstahl, Lügen und Terrorismus gegründet wurde‘“, dass, „weil der Zionismus eine rassistische, nationalistische Ideologie ist und das Judentum eine Religion, die beiden in Wirklichkeit unvereinbar sind“ und dass Israel der ethnischen Säuberung und des Völkermordes schuldig sei.

In einem seiner unterirdischsten Tiefpunkte veröffentlichte Peled einen Artikel als Antwort auf Rabbi Leo Dees Aussage über Richtig und Falsch und dass Terroristen nicht mit Opfern gleichgesetzt werden sollten (Rabbi Dees Ehefrau und zwei Töchter wurden im April 2023 bei einem Terroranschlag getötet). In seinem Text behauptete Peled, der Rabbi habe „kein Recht irgendjemanden zu verurteilen“ weil er „sich entschied bei einem blutigen Projekt des Völkermords und der ethnischen Säuberung mitzumachen“, als er mit seiner Familie aus Großbritannien nach Israel zog.

Peled setzt seinem Text die Krone auf, indem er erklärt: „Die von zionistischen Siedlern, die eigentlich Terroristen sind, begangene Gewalt ist genau der Grund, weshalb es in Palästina keinen Frieden gibt“, und fügte einiges an historischem Revisionismus hinzu, indem er die uralten jüdische Verbindung zur Stadt Tiberias bestritt, während er behauptete sie sei palästinensischen Ursprungs.

Seit Jahren ist Latuff Thema von Streit, weil seine Karikaturen den Zionismus mit dem Nationalsozialismus gleichsetzen, traditionelle antisemitische Sprachbilder nutzt und Ritualmordlügen lebendig erhält. Latuff erzielt auch den zweiten Platz beim berüchtigten iranischen Holocaust-Karikaturenwettbewerb 2006.

Carlo Latuffs neue Arbeit stellt die Entlassung von Hosam Salem bei der New York Times und Katie Halper bei The Hill dar.

3. Electronic Intifada

Electronic Intifada (EI) wurde 2001 gegründet, in den frühen Tagen der zweiten Intifada, um Israels „inszenierte Medienkampagne zur drehen der Nachrichten zu seinem Vorteil“ wettzumachen.

Die Persönlichkeit, die am meisten mit Electronic Intifada assoziiert wird, ist Ali Abunimah, der Mitgründer und aktuelle Geschäftsführer der Seite.

Abunimah ist ein Anhänger der israelfeindlichen Boykottbewegung BDS und tritt offen für die Einstaatenlösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt ein (wenn nötig über „Zwang“).

Für Abunimah ist der Zionismus „eine der schlimmsten heute existierenden Formen von Antisemitismus [sic]“ und er behauptet, er sei „im Geiste die Fortsetzung“ des Holocaust.

Wenn es um den Holocaust geht, neigt Abunimah stark dazu Israel mit Nazi-Deutschland gleichzusetzen, während er auf das Vermächtnis von Holocaust-Überlebenden besudelt (er bezeichnete Elie Wiesel einmal als „moralischen Betrüger und Hausierer“).

Abunimahs ideologische Prägung ist überall in den Nachrichten und den Kommentaren auf Electronic Intifada zu finden.

EI bringt Artikel, die für die BDS-Bewegung eintreten, die palästinensischen bewaffneten „Widerstand“ rühmen und palästinensische Terrororganisationen verherrlichen, Israel der ethnischen Säuberung und der Unmenschlichkeit beschuldigen und für die Einstaatenlösung (einschließlich der Verteidigung des israelfeindlichen Slogans „From the river to the sea“) eintritt.

Trotz der Bilanz der israelfeindlichen Einseitigkeit Ali Abunimahs und der Electronic Intifada, der hasserfüllten Rhetorik und extremen Ideologie sind Abunimahs Kommentartexte und „Experten“-Analysen in so angesehenen Publikationen wie der New York Times, der Washington Post und The Independent“ veröffentlich worden.

Alles Spaß und Spiel im Podcast von Electronic Intifada, mit ein bisschen Antisemitismus, den Tony Greenstein in einen Schlag gegen eine eingebildete zionistische Verschwörung einschleichen lässt, während die Zionisten in der Synagoge sind.

4. Novara Media

Das 2011 gegründete Novara Media ist eine linksalternative Nachrichtenorganisation mit Sitz in Großbritannien.

Anders als Mondoweiss und Electronic Intifada konzentriert sich Novara nicht hauptsächlich auf Israel. Sie widmet dennoch einen beträchtlichen Teil ihrer Website der Verunglimpfung sowohl der zionistischen Bewegung als auch des jüdischen Staates.

Novaras Artikel zu Israel beinhalten so diskreditierte Plattitüden wie dass Israel ethnischer Säuberung schuldig ist, dass der jüdische Staat „Sportswashing“ betreibt und dass Israel Apartheid praktiziert.

Zusätzlich wäscht Novara palästinensischen Terrorismus rein und bietet dafür eine Rechtfertigung mit Behauptungen wie dass die palästinensische Terrororganisation Islamischer Jihad „bewaffneten Widerstand als Reaktion auf israelische Apartheid befürwortet“ und dass die Palästinenser das Recht auf bewaffneten „Widerstand“ gegen Israel hätten

Ein besonders unerhörtes Beispiel für diese moralische Perversion ist ein Artikel, der behauptet, dass die Hamas im Mai 2021 willkürlich Raketen auf Jerusalem schoss, sei in Wirklichkeit der Aufstand des Gazastreifens „zur Verteidigung der Al-Aqsa“.

Zusätzlich zu Novara Medias Artikeln mit Israelbezug liefert das Organ auch eine Plattform für fanatisch israelfeindliche Stimmen wie Salma Karmi-Ayyoub (früher bei Al-Haq), Mohammed El-Kurd und Husam Zomlot von der PLO.

Zusammen mit seiner negativen Darstellung des jüdischen Staates veröffentlichet Novara Media auch Artikel, die zahlreiche Mitglieder der britisch-jüdischen Gemeinschaft attackieren, darunter die linke Organisation Yachad, das Board of Deputies of British Jews, den Autor David Baddiel und Oberrabbiner Ephraim Mirvis (einschließlich der Behauptung, das Büro des Oberrabbiners sei „ein großer stinkender Furz, dessen Geschichte peinlich kolonial ist“).

Der Nakba-Überlebende Ghdad Karmi, dessen Buchgespräch nach Beschwerden einer liberal-zionistischen Gruppe gestrichen wurde, argumentiert, es sei unmöglich Palästinenserrechte zu fördern, während man sich gleichzeitig mit Israel anfreundet.

5. Middle East Monitor

Der 2009 gegründete Middle East Monitor (MEMO) aus Großbritannien ist eine von Qatar finanzierte Nachrichtenorganisation, die sich auf den Nahen Osten, insbesondere Israel und die Palästinenser konzentriert.

Verschiedene Medienanalysten haben MEMO las eine „Verschwörungstheorien verbreitende, israelfeindliche Organisation“ beschrieben, die „islamistische Anliegen fördert“.

In ihrer Berichterstattung nimmt MEMO kein Blatt vor den Mund, fügt aufwiegelnde Begriffe wie „israelische Besatzungssoldaten“, „Besatzungsarmee“, „Widerstandskämpfer“, „Mudschaheddin“ und „Nakba“ in die Artikel ein.

Aber es sind die  Kommentare, in denen die israelfeindliche Weltanschauung von Middle East Monitor voll zum Tragen kommt.

Eine Lektüre der Kommentare bei MEMO offenbart das Organ als Publikation voller extrem israelfeindlicher Ansichten, darunter Unterstützung der Terrororganisation Hamas, Verherrlichung des palästinensischen bewaffneten „Widerstands“ (d.h. Terrorismus), es wird behauptet Zionismus sei Rassismus, Verschwörungstheorien über Israel verwenden hinterlistige Techniken um Gegner zum Schweigen zu bringen, arabischer Antisemitismus wird reingewaschen und es wird behauptet, die internationale Anerkennung des jüdischen Staates sei ein Fehler gewesen.

Experten und Aktivisten aus aller Welt beschäftigten sich mit internationalen Perspektiven zu Apartheid und Dekolonisierung in Palästina und sprachen digitale Zensur der Herkunft des Zionismus an und wie Israel Apartheid durchsetzt. Sehen sie das ganze Video hier: https://middleeastmonitor.com/20230205-international-perspectives-on-apartheid-and-decolonization-in-

Der Angriff auf Jenin: Der Kampf der IDF in der Westbank gegen den Iran

Verfasst 6. Juli 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medienwelt

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Chaim Lax, HonestReporting, 3. Juli 2023

Der Angriff der IDF auf den Islamischen Jihad in Jenin, der am frühen Montag ist die neueste Schlacht in Israels anhaltendem Versuch die zunehmende Bedrohung der vom Iran gestützten palästinensischen Terrorgruppen in der Westbank einzudämmen.

Da diese israelische Operation nur wenige Tage nach der Ankündigung des Chefs des Islamischen Jihad kommt, die palästinensische Terrorgruppe würde mit Hilfe des Obersten Revolutionsführers Ayatollah Ali Khamenei ihre Präsenz in der Westbank ausweiten, ist die Verbindung der Islamischen Republik und die Zunahme der israelisch-palästinensischen Gewalt nie deutlicher gewesen.

Doch während Teherans schleichende Beteiligung an der Gewalt in der Westbank entscheidend ist, um das Wesen und den Umfang der Terrorbekämpfungsaktivitäten Israels zu verstehen, sind sich viele dieses entscheidenden Kontextes nicht bewusst, weil dieser von den internationalen Medien weitgehend übersehen wird.

Für eine angemessene Kontextualisierung der israelischen Terrorbekämpfungsaktivitäten in Jenin wir dieser Artikel einen Blick auf die Ausweitung des iranischen Einflusses in der Westbank werfen, seine Rolle mi zunehmend tödlichen palästinensischen Terrorismus und dass diese Unterstützung für Terrorismus von den Mainstream-Medien zu wenig berichtet wird.

Aufnahmen von IDF-Angriffen in Jenin diese Nacht. Findet direkt nach dem Interview des PIJ-Generalsekretärs statt, „den Zustand der Ruhe zu einem des Widerstands in der Westbank ändern“.

Schusswaffen, Bomben und Raketen: der Iran in der Westbank

Traditionell war Irans israelfeindlicher Einfluss auf den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen, den von der Hisbollah dominierten Süd-Libanon und Assads Syrien beschränkt.

Allerdings begann Teheran sich beginnend Mitte 2021 auf seine Bemühungen zu konzentrieren die Aktivitäten der palästinensischen Terrororganisationen in der Westbank zu beeinflussen, einschließlich des Islamischen Jihad, der Hamas und der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden.

Während Teheran bereits 2014 ein erklärtes Interesse daran gehabt hat, Einfluss auf das zu nehmen, was in der Westbank geschieht, gibt es mehrere Gründe dafür, dass die Hinwendung des Iran zur Westbank erst vor ein paar Jahren erfolgte: Eine geschwächte palästinensische Autonomiebehörde hinterließ ein Machtvakuum, das zu füllen der Iran bereit war, den „Rückgang des amerikanischen Einflusses in der Region“ und der Wunsch eine vierte Front gegen Israel in dem zu eröffnen, was als Irans „Zangenkrieg“ beschrieben worden ist.

Mit der Ausweitung seines Einflusses in der Region könnte der Iran erfolgreich einen Vielfronten-Angriff auf den jüdischen Staat vom Gazastreifen, dem Libanon, Syrien und der Westbank aus koordinieren. Ein Beispiel dafür war im April 2023 zu sehen, als innerhalb einer Woche aus dem Gazastreifen, dem Libanon und Syrien Raketen auf Israel geschossen wurden, während ein bedeutender Terroranschlag der Hamas in der nördlichen Westbank stattfand.

Dieser Vielfronten-Krieg ist für den Iran erforderlich, wenn er sein Ziel der Destabilisierung Israels und letztlich der Zerstörung des jüdischen Staats erreichen will.

Als Teil seines zunehmenden Einflusses innerhalb der Westbank hat der Iran geholfen:

  • die Terrorgruppe Löwengrube in Nablus zu bilden
  • den Schmuggel von Waffen aus dem Libanon n die Hände des Islamischen Jihad in der Westbank zu arrangieren
  • die Einflussbereich des Islamischen Jihad und der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden in der nördlichen Westbank auszuweiten
  • die Entwicklung selbstgebauter Raketen in Jenin zu unterstützen
  • die Ausführung tödlicher Terroranschläge in der Region zu koordinieren

Insbesondere folgten nachTreffen zwischen Vertretern von Hamas, Islamischem Jihad und der Islamischen Republik in Teheran im Juni 2023 eine scharfe Zunahme von Terroranschlägen in der Westbank. Für regionale Analysten ist das Beleg für eine direkte Verbindung zwischen iranischen Mäzenatentums und palästinensischem Terror.

Führer des Islamischen Jihad kollaborieren offen mit dem islamischen Regime im Iran , das direkt Terrorismus in der Westbank koordiniert und palästinensische Terrorgruppen finanziert und mit Waffen versorgt hat.
Diesen Monat traf sich der PIJ mit Khamenei und sagte…

Die Blindheit der Medien gegenüber Irans Unterstützung für palästinensischen Terror

Gleichzeitig damit, dass die globalen Medien die schleichende Einflussnahme des Iran auf den palästinensischen Terrorismus in der Westbank zu beschönigen, haben sie den Beziehungen des Iran zu den USA und Europa eine beträchtliche Menge an Aufmerksamkeit gewidmet.

Aktuelle Artikel mehrerer internationaler Medienorgane haben über die Atomgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran berichtet, über die Wahrscheinlichkeit, dass Großbritannien, Frankreich und Deutschland den Atomdeal von 2015 verletzen werden, indem sie die Sanktionen gegen den Einsatz von Raketen durch die Islamische Republik nicht aufheben und auf Teherans materielle Unterstützung des russischen Einmarschs in die Ukraine.

Mit der Konzentration auf diese Aspekte des iranischen Regimes bei der gleichzeitigen Ignorierung seiner Unterstützung für palästinensischen Terrorismus und die Destabilisierung der Westbank haben die internationalen Medien darin versagt ihrem Publikum ein komplettes Bild der aggressiven Absichten der Islamischen Republik und der Bedrohung der Stabilität innerhalb des Nahen Ostens und weltweit zu bieten.

Solange der Iran nicht für seine fortgesetzten Bemühungen zur Rechenschaft gezogen wird den jüdischen Staat zu destabilisieren, wird der palästinensische Terrorismus sein übles Haupt in der Westbank weiter erheben und die IDF wird weiter gezwungen sein Terrorbekämpfungs-Operationen zu betreiben, um israelisches Leben zu schützen.

Zerlegung der Mähr von der „medizinischen Apartheid“

Verfasst 29. Juni 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Nahost-Konflikt

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Akiva Van Koningsveld, HonestReporting 3. Mai 2023

Die Kampagne „Israel Apartheid“ ist nicht nur auf die Mainstream-Medien beschränkt. Sie infiziert auch den Diskurs in medizinischen Publikationen.

In einem von Global Public Health veröffentlichten Artikel, einem von Experten geprüftes medizinisches Journal, das sich auf öffentliche Gesundheitspolitik spezialisiert, stellen die Epidemiologen Yazid Barhoush und Joseph Amon (früher Human Rights Watch) die falsche Behauptung auf, Israel halte in der Westbank und dem Gazastreifen ein „System der medizinischen Apartheid“ aufrecht, das „arabische nichtjüdische Bürger benachteiligt“.

HonestReporting hat wiederholt umrissen, dass institutionalisierter Rassismus und die Rassentrennung die eigentliche Definition von Apartheid ist, die in den Beziehungen Israels zu den Palästinensern fehlt. Israelische Bürger und permanente Einwohner sind alle aufgefordert denselben Zugang zu Gesundheitsversorgung gewährt wird, ungeachtet Religion, Ethnie oder nationaler Herkunft. Unterdessen wird die Mehrheit der Palästinenser seit der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen in den 1990-ern entweder von der bekanntermaßen korrupten palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in der Westbank oder von der Hamas regiert, die von den USA als Terrororganisation eingestuft ist.

Von all den gegen Israel vorgebrachten boshaften Anschuldigungen ist der Vorwurf der „medizinischen Apartheid“ an uralte Ritualmordlügen gegen das jüdische Volk vielleicht am leichtesten mit harten Fakten und Daten zu widerlegen.

In den fünf auf den Sieg des jüdischen Staates im Sechstage-Krieg 1967 folgenden Jahrzehnten, die der jordanischen und ägyptischen Herrschaft über die Westbank (einschließlich Jerusalems) bzw. den Gazastreifen beendete, sind die Palästinenser gesünder geworden als je zuvor; ihre Lebenserwartung ist von 48 auf 73,8 Jahre sprunghaft gestiegen. Während desselben Zeitraums fiel die geschätzte Kindersterblichkeit von 150 auf 17 pro 1.000 Lebendgeburten; und seit Jerusalem in den 1970-er Jahren eine Impfkampagne in den arabischen Gemeinden einführte, ist die Verbreitung gefährlicher Kinderkrankheiten wie Polio beträchtlich zurückgegangen.

Während immer noch Fortschritte gemacht werden müssen, übertreffen die Westbank und der Gazastreifen viele Länder in der Region in Bezug auf die Gesundheitsziele der UNO. Zum Beispiel sind die Krebs-Fälle und Sterblichkeitsraten der Palästinenser denen einiger westlicher Staaten, einschließlich Israels, vergleichbar oder liegen darunter. Und während Korrelation nicht Ursache bedeutet, kann dem jüdischen Staat zumindest teilweise einige der Initiativen zugeschrieben werden, die enorm dabei halfen das palästinensisch Gesundheitssystem über die Jahre zu verbessern.

So bestätigte Dr. David Stone, Professor Emeritus für pädiatrische Epidemiologie an der University of Glasgow ein einer Abhandlung im Jahr 2014: „Israel hat die Gesundheit der Palästinenser nicht geschädigt. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die israelische Politik war sorgfältig formuliert, um die Gesundheitsbedingungen in WB/G [Westbank und Gazastreifen] so schnell wie möglich zu verbessern. Diese Politik wurde bis zur Umsetzung vor Ort durchgeführt und brachten messbare Verbesserungen in der palästinensisch in der Gesundheit und dem Wohlergehen der Palästinenser.“

Sezierung der widerlichen Behauptung der „medizinischen Apartheid“

In „Medical Apartheid in Palestine“ [Medizinische Apartheid in Palästina] behaupten Barhoush und Amon drei israelische Praktiken erkannt zu haben, von denen sie argumentieren, sie kämen „medizinischer Apartheid“ gleich (ein Begriff, für die es, was entscheidend ist, keine formelle Definition im humanitären Völkerrecht hat). Zu dieser angeblichen Definition gehört „dem palästinensischen Gesundheitssystem systematisch Gelder vorzuenthalten, „regelmäßige Angriffe“ auf die Gesundheitsinfrastruktur sowie von Palästinenser der Westbank und des Gazastreifens zu fordern Genehmigungen zu besorgen, um Behandlung in Israel oder im Ausland zu erlangen.

Erstens ist die Behauptung, Israel entziehe palästinensischen Gesundheitseinrichtungen Gelder, gelinde gesagt höchst irreführend. Dr. David Stone weist darauf hin, dass Israel zwischen 1967 und 1994 in ein „herausragendes“ Kinderimmunisierungsprogramm investiert, mit dem Krankenhäuser entwickelt wurden und Ärzte sowie Pfleger „hochqualifiziertes Training“ erhielten. Dann unterzeichneten Israel und die Palästinensische Befreiungsorganisation am 29. August 1994 die Vereinbarung zum Vorbereitenden Transfer von Befugnissen und Verantwortlichkeiten, womit die Verantwortung für den Gesundheitsbereich an die neu geschaffene palästinensische Autonomiebehörde übertragen wurde. Daher ist die PA seit 29 Jahren verantwortlich, während Israels Militärregierung das Gesundheitssystem nur 27 Jahre lang (1967 bis 1994) verwaltete.

Laut der Recherche von Palestinian Media Watch (PMW) hat Ramallah jedoch seitdem „Geld für Mord“-Zahlungen an Terroristen und ihre Familien höhere Prioritäten gegeben als der Verbesserung der palästinensischen Gesundheitsdienste. Letztes Jahr deckte PMW auf, dass die PA 33,34-mal mehr pro Kopf für die Bezahlung von Terror-Belohnungen ausgibt als sie für Gesundheitsdienst für die Zivilbevölkerung ausgibt. Tatsächlich „verdienen“ einige Terroristen in israelischen Gefängnissen mehr als Ärzte und sogar mitten in einer globalen Pandemie lehnte die PA es ab Terrorgelder umzuverteilen, damit sie Coronavirus-Tests und Beatmungsgeräte zu kaufen.

Insbesondere beschaffen die Palästinenser Millionen Dosen COVID-19-Impfstoffe – einige davon von Israel geliefert – und waren unter den ersten in der Region, die im August 2021 begannen Auffrischungsimpfungen zu verabreichen. Doch in ihrer offensichtlichen Suche danach den jüdischen Staat der „Impf-Apartheid“ zu beschuldigen, obwohl es für Jerusalem keine klare rechtliche Verpflichtung gab Palästinenser zu impfen, die Untertanen der PA-Regierung sind.

Die Beschuldigung, dass die Israelischen Verteidigungskräfte palästinensische Sanitäter beschießen, ist eine besonders massive. Immerhin gewährte das Kriegsvölkerrecht medizinischem Personal und Einrichtungen besonderen Schutz vor militärischen Angriffen und der Moralkodex der IDF verbietet Truppen ausdrücklich „den Einsatz von Waffen und Gewalt um Nichtkombattanten Schaden zuzufügen“.

Aber die Palästinenser halten sich nicht an dasselbe Regelbuch. Barhoush und Amon lassen komplett aus, das Hamas, Islamischer Jihad und andere Terrororganisationen beschuldigt werden das humanitäre Völkerrecht zu brechen, indem sie Krankenwagen und medizinische Einrichtungen nutzen um Israelis anzugreifen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, das die Einhaltung der Genfer Konventionen überwacht, betont, dass medizinische Einheiten und Transporte ihren völkerrechtlich geschützten Status gemäß verlieren, „wenn sie außerhalb ihrer humanitären Funktion“ Taten begehen, die dem Feind schaden.

Zum Beispiel suchten am 14. Oktober 2022 bewaffnete Terroristen hinter einem Krankenwagen des Palästinensischen Roten Halbmonds Schutz, während sie bei einer Terrorbekämpfungsaktion in Jenin auf israelische Truppen schossen. Nach dem der Feuerwechsel vorbei war, verkündet der PA-Gesundheitsminister, dass ein lokaler Arzt bei den Kämpfen getötet worden war. Trotzdem erklärten die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, eine mit der herrschenden Fatah verbundene, international als Terrororganisation eingestufte Gruppe, kurz nach der offiziellen Verkündung, dass der Arzt Mitglied der Organisation war und „bei einem bewaffneten Zusammenstoß starb“.

Schließlich behaupten Barhoush und Amon, dass das Reisegenehmigungssystem, das von Palästinensern der Westbank und des Gazastreifens verlangt Genehmigungen zu beantragen, bevor sie Behandlung in Einrichtungen  im Israel von vor 1967 und anderen Ländern anstreben, „entziehe den Palästinensern die volle Verwirklichung ihres Rechts auf Gesundheit“. Diese Argumentation schlägt genauso fehlt, weil Israel schlicht nicht verpflichtet ist PA-Einwohner zu behandeln.

Trotz der anhaltenden Versuche Israels humanitäre Politik auszunutzen erhalten immer noch rund 100.000 Palästinenser jedes Jahr eine Einreisegenehmigung zur Behandlung. Vor zehn Jahren zitierte die offizielle Zeitung der palästinensischen Autonomiebehörde den damaligen Gesundheitsminister mit den Worten, dass 30 Prozent der Kinderpatienten in Israels Hadassah Medical Center Palästinenser sind und dass das Krankenhaus in Jerusalem 260 palästinensisch medizinische Praktikanten und ärztliche Spezialisten ausbildet, die in die PA-Gebiete, um ihren Arbeit zu tun“.

Tatsächlich werden israelische Juden und palästinensische Araber in israelischen Krankenhäusern von jüdischem wie arabischem medizinischen Personal gleich behandelt, einzig aufgrund medizinischer und nicht politischer Belange, was alle Apartheid-Anschuldigungen ein für allemal unter die Erde bringt.

Politisierte Geschwafel, das sich als wissenschaftliche Forschung ausgibt

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die zentrale Behauptung von Barhoush und Amon – Israel unterwerfe die Palästinenser irgendwie ihrer Gesundheit und ihres Wohlergehens beraube – selbst minimalster Prüfung nicht standhält. Bei weiterer Untersuchung erscheint praktisch jeder Punt, den sie in dem Artikel anführen, als faktenfreies, politisches Geschwafel, das sich als wissenschaftliche Forschung ausgibt.

Das 13 Seiten starke politische Pamphlet, das sich weitgehend auf nichtakademische Quellen stützt, gefälschte Äußerungen palästinensischer Offizieller und berichte israelfeindlicher NGOs einschließt, hätte nie in einem Forschungsmagazin veröffentlicht werden dürfen, das stolz darauf ist „die höchsten Überprüfungsstandards einzuhalten“.

IfNotNow: Gegen Israel aus der jüdische Gemeinschaft heraus

Verfasst 22. Juni 2023 von spotplenni
Kategorien: NGOs, USA

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Chaim Lax, HonestReporting, 12. Juni 2023

Zusammen mit der Jewish Voice for Peace ist IfNotNow (INN) eine der prominentesten jüdischen Anti-Israel-Organisationen in den USA.

Seit ihrer Gründung 2014 hat INN eine beträchtliche Anhängerschaft in den sozialen Medien gesammelt und ist von mehreren Mainstream-Medien-Organisationen porträtiert worden, darunter der New York Times, der Washington Post und der Los Angeles Times.

Aber IfNotNow ist, wie JVP auch, kein gutwilliger Mainstream-Akteur , wenn es darum geht die amerikanisch-jüdische Gemeinschaft zu repräsentieren oder Meinungen zum israelisch-palästinensischen Konflikt abzugeben.

INN ist vielmehr eine radikale Organisation, die sich gegen amerikanisch-jüdische Establishment-Organisationen und ihre Unterstützung für den jüdischen Staat stellt, gegen Israels Interessen im Bereich der Politik agiert, doppeldeutig zur Bedrohung durch palästinensischen Terrorismus ist und gegen rechten Antisemitismus kämpft, während sie Antisemitismus, der von Linken und Progressiven ausgeht, wegsieht.

Diese Schlagzeile („SkipAIPac kommt von neuer Generation jüdischer Aktivisten“), mit der IfNotNow als „neue Generation“ bezeichnet wird, lässt sie größer klingen, als sie tatsächlich ist. Es handelt sich um eine Randgruppen-Bewegung, die von randständigen Politikern unterstützt wird, nichts anderes.

IfNotNow und die jüdische Gemeinschaft

IfNotNow [Wenn nicht jetzt (wann dann)] wurde 2014 als Protestbewegung junger Juden gegründet, die wegen der Unterstützung von Israels Kampf gegen die Hamas während der Operation Fels in der Brandung erbost waren.

Der Name der Organisation ist einem rabbinischen Diktum des talmudischen Weisen Hillel dem Älteren entnommen.

Im sowohl für antizionistische wie auch linke Zionisten attraktiv zu sein, nahm INN keine offizielle Haltung zu Fragen wie der Ein- oder Zweistaatenlösung, BDS oder Zionismus ein.

Anfangs erklärte sich INN zu einer Anti-„Besatzungs“-Organisation, hat aber ihre Auftragserklärung in den letzten Jahren erweitert, um die Beendigung der amerikanischen Unterstützung für „Israels Apartheitsystem“ einzuschließen.

INNs erster großer Protest fand vor dem Hauptsitz der Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations in Manhattan statt.

Seitdem hat die Organisation gegen andere amerikanisch-jüdische Gemeinschaftsinstitutionen wie Birthright, die Celebrate Israel-Parade in New York City, das American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), die American Friends of Magen David Adom (die israelische Version des Roten Kreuzes) und die Anti-Defamation League Stellung bezogen.

Ein wichtiger Fokus Interessenvertretung INNs innerhalb der jüdischen Gemeinschaft ist Bildung. Da mehrere Mitglieder von INN Absolventen des jüdischen Schulsystems sind, die das Gefühl haben, sie seien nicht ordentlich zu Israel gebildet worden, initiierte die Gruppe die Kampagne „You Never Told Me“ (das hast du mir nie erzählt), die die Einbindung des palästinensischen Narrativs ins amerikanisch-jüdische Bildungssystem fordert.

INNs Scheinwerferlicht auf jüdische Bildung ist auch der Fokus von „Israelism“ (Israelismus), einem Dokumentarfilm von 2023, der behauptet, jüdische Bildungsinstitutionen würden zu Israel lügen und hätten dann eine jüdische Identität um diese Lüge aufgebaut.

Zusammen mit seiner Bildungsinitiative betreibt INN auch ein Trainingsseminar für Berater in jüdischen Sommerlagern, damit sie die Lagerteilnehmer in die palästinensischen Narrative einführen können.

Als selbsternannte jüdische Organisation vereinnahmt IfNotNow verschiedene jüdische Rituale als Mittel seine politische Botschaft zu verbreiten. Zu den Beispielen gehören das Rezitieren des Trauergebets Kaddisch in der Öffentlichkeit, die Organisation von „Befreiungs-Sederessen“, die Verwendung des Taschlich-Rituals zur „Buße“ für die Sünden der Organisationen der jüdischen Gemeinschaft und das Blasen des Schofars vor den Büros der ADL.

IfNotNow geht nach Washington: INN und die amerikanische Politik

IfNotNow tritt im nationalen politischen Bereich gegen Israel ein. Zu den Beispiele gehört:

  • Sie setzen sich dafür ein, dass amerikanische Politiker die Politik-Konferenz von AIPAC auslassen.
  • 2017 nahm INN an der Störung der Bestätigungsanhörungen des auswärtigen Ausschusses des Senats für David Friedmans Nominierung zum US-Botschafter in Israel teil.
  • Einreichung einer Petition im Jahr 2018 bei Senatorin Dianne Feinstein, um „israelische Gewalt gegen palästinensische Demonstranten zu verurteilen“, während die Tatsache ignoriert wurde, dass diese Proteste vom Einsatz von Molotowcocktails und gewalttätigen Versuchen getrübt wurde die Sicherheitsbarriere zwischen dem Gazastreifen und Israel zu beschädigen.
  • Unterstützung der Kongressabgeordneten Betty McCollums Gesetzesvorlage, mit der  Militärhilfe für Israel an Bedingungen geknüpft würde.
  • Bei einer Debatte im Kongress über die Aufstockung des Verteidigungssystems Eiserne Kuppel 2021 sprach sich INN gegen die „bedingungslose Militärhilfe für Israel“ durch die USA aus.

Zusätzlich zu dem oben Angeführten haben Mitglieder von IfNotNow formale Verbindungen zu führenden amerikanischen Politikern gehabt.

Max Berger, ein Mitbegründer von INN, war Direktor für progressive Partnerschaften für Elizabeth Warrens Kampagne für die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, während Simone Zimmerman, eine weitere Mitbegründerin, kurz als Bernie Sanders‘ Koordinatorin für Kontaktsuche zu Juden diente.

Terroristen betrauern und Terror beschönigen

Wenn es um palästinensische Gewalt und Terrorismus geht, scheint IfNotNow eine ambivalente Haltung gegenüber der Bedrohung zu haben, der sich israelische Zivilisten und Sicherheitspersonal ausgesetzt sehen.

Wie oben bereits erwähnt sprach sich INN bei einer Debatte im Kongress zur Auffüllung des israelischen Verteidigungssystems Eiserne Kuppel gegen Amerikas „bedingungslose Militärhilfe für Israel“ aus.

Ebenso hat INN sich für ein Ende der israelischen Blockade des Gazastreifens eingesetzt, wobei man die Tatsache ignorierte, dass die Blockade besteht, um materielle Unterstützung der Terrorgruppen im Gazastreifen, darunter Hamas und Islamischer Jihad zu verweigern.

Zusammenmit ihrer scheinbar fehlenden Sorge bezüglich der von palästinensischem Terrorismus dargestellten Bedrohung verwischt IfNotNow auch die Grenze zwischen palästinensischen Terroristen und Zivilisten.

Sowohl 2014 als auch 2021 veranstalte INN öffentliche Lesungen des Trauergebets Kaddisch für Israelis und Palästinenser, die bei israelischen Terrorbekämpfungsoperationen mi Gazastreifen getötet wurden. Auf den Listen der Namen derer, die sie betrauerten, standen allerdings auch Mitglieder der internationale als Terrororganisation eingestuften Hamas und Islamischer Jihad.

Genauso reagierte INN im Mai 2019 auf einen Tweet über fünf bei einer israelischen Aktion zur Bekämpfung der Zunahme von Raketenangriffen aus dem Gazastreifen getöteten fünf Palästinensern mit der Aussage, das sei „herzzerreißend“. Zu den in dem Tweet aufgeführten Palästinensern gehörte Mohammed Nseir, ein Mitglied der Raketeneinheit der kleinen Islamistengruppe Kataeb Humat al-Aqsa.

Im August 2022 wurde von HonstReporting aufgedeckt, dass Hosam Salem, ein Fotograf im Gazastreifen, der für die New York Times gearbeitet hatte, eine Geschichte der Glorifizierung von Terroranschlägen in seinen Accounts in den sozialen Medien hatte, darunter eines Bombenanschlags auf einen Bus in Jerusalem und ein Anschlag auf eine Jerusalemer Synagoge.

In Reaktion auf seine Entlassung durch die NY Times nach dieser Offenlegung wusch INN Salems Geschichte praktisch rein, in man twitterte, er sei gefeuert worden, weil er „sich gegen Israels Apartheidsystem aussprach“ und für Palästinenserrechte eintrat (INN löschte in der Folge den Tweet).

Zusätzlich zu dem oben Angeführten lässt IfNotNow auch von israelfeindlicher Gewalt und Terrorismus nicht abhalten gewisse Autoren zu unterstützen oder Partnerschaften mit bestimmten Organisationen eingehen.

Als Teil ihrer Bildungsinitiative veröffentlichte INN seinen „Liberation Syllabus“, mit dem eine Bücherliste sowohl von palästinensischen als auch israelischen Autoren zur Einbindung ins jüdische Bildungssystem geliefert wurde.

Eines dieser empfohlenen Bücher wurde von Ghassan Kanafani geschrieben, einem Sprecher der international als Terrororganisation eingestuften PFLP.

INN hat sich zudem mit American Muslims for Palestine zusammengetan, einer Organisation mit Sitz in Chicago, die israelfeindliche Gewalt und Terrorismus als legitime Formen des „Widerstands“ befürwortet.

IfNotNows Kampf gegen (rechten) Antisemitismus

Wenn es zu IfNotNows Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus in Amerika geht, so nimmt die Organisation eine starke Grundhaltung gegen den Judenhass der Rechten im amerikanischen politischen Spektrum ein.

Dabei ignorier die Organisation allerdings den Antisemitismus oder spielt ihn herunter, der innerhalb von linken und progressiven Kreisen zu finden ist. Zu Beispielen dafür gehört:

  • INN verurteilte Führerinnen des Women‘s March, weil diese sich mit Louis Farrakhan trafen. Die Organisation gewährte ihnen allerdings den „Zweifel für den Angeklagten“ und verteidigte sie vor den Verurteilungen durch jüdisch-amerikanische Mainstream-Organisationen.
  • Nachdem während eines Black Lives Matter-Protests die Parole „Free Palestine“ vor der Synagoge von Kenosha (Wisconsin) gesprüht wurde, verurteilte INN die Tat erst. Dann zog INN seine Verurteilung allerdings nach Gegenreaktionen zurück.
  • INN unterstützte das Verbot der jüdischen Pride-Flagge beim D.C. Dyke-Marsch, weil sie mit ihrem Davidstern an die israelische Flagge erinnerte.
  • INN sprach sich gegen die weit verbreitete IHRA-Definition für Antisemitismus aus; man behauptete, diese „zerstöre die progressive Bewegung“.

Obwohl IfNotNows Verurteilungen von Antisemitismus bewundernswert ist, hinterlässt ihre Beschränkungen dieser Verurteilungen auf die Rechten, während der Antisemitismus der Linken ignoriert oder verharmlost werden, den Eindruck, dass es der Organisation nicht ernst damit ist alle Formen von Judenhass zu bekämpfen und sie zufrieden damit ist den Kampf gegen Antisemitismus als Mittel gegen politische Gegner zu verwenden.

Israels Legalisierung von Außenposten und Siedlungsbau erklärt

Verfasst 15. Juni 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel, Medienwelt

Chaim Lax, HonestReporting, 20. Februar 2023

Das israelische Kabinett stimmte für die Legalisierung von zehn Außenposten in der Westbank sowie die Vorplanung von10.000 neuen Heimen in bereits bestehenden jüdischen Gemeinden in der Westbank.

Die Berichterstattung der internationalen Medien, darunter der BBC, AP, The Guardian und Reuters, versäumte es die angemessenen Kontext und entscheidenden Kontext zu bringen, die notwendig sind um den Beschluss der israelischen Regierung zu verstehen.

Die zehn Außenposten: ein Leitfaden

In der Westbank wird eine jüdische Gemeinde, die ohne die Anerkennung oder Genehmigung der israelischen Regierung gegründet wurde, als „Außenposten“ bezeichnet.

Außenposten schossen in den frühen 1990-er Jahren aus dem Boden, als Teil des Oslo-Prozesses der Bau von neuen jüdischen Gemeinden in der Westbank eingefroren wurde, was ideologisch angetriebene Siedler dazu brachte einseitige Baumaßnahmen in der Region zu unternehmen.

Außenposten können in der Größe von ein paar Familien bis zu hunderten Menschen reichen. Die meisten bestehen aus Wohnwagen-Heimen (die nicht einmal an israelische Grundversorgungsdienste wie Strom und Wasser angeschlossen sind), während einige weiter entwickelte Wohnstätten sind.

Da sie ohne Genehmigung durch die israelische Regierung gebaut wurden, sind alle Außenposten von der Räumung und Zerstörung durch die israelischen Behörden bedroht.

Die Abstimmung zehn Außenposten zu legalisieren beginnt den Prozess ihrer offiziellen Anerkennung durch den Staat. Das wird sich vor der Zerstörung schützen, sie an israelische Grundinfrastruktur anschließen und ihren Einwohnern erlauben dauerhafte Häuser zu bauen.

Bei mehr als 100 über die Westbank verstreuten Außenposten scheinen diese speziellen Außenposten zur Legalisierung ausgewählt worden zu sein, weil die Mehrheit davon sich nahe bestehenden Siedlungen befinden und viele vorher schon zur Legalisierung vorgesehen waren.

Die zehn Außenposten sind:

  • Avigayil: Das 2001 gegründete Avigayil liegt nahe der jüdischen Gemeinde Maon in den südlichen Hebron-bergen. Mit einer aktuellen Bevölkerung von rund 40 Familien war Avigayil schon 2020 zur Anerkennung durch die Regierung vorgesehen.
  • Givat Harel und Givat Haroeh: Diese beiden in den späten 1990-er / frühen 2000-er Jahren gegründeten Außenposten liegen beide in der Region Binyamin nördlich von Jerusalem. wegen ihrer geringen Einwohnerschaft sollten Givat Harel (ca. 60 Familien) und Givat Heroeh (ca. 22 Familien) in eine einzige anerkannte Gemeinde zusammengefügt werden. Nach Angaben von Berichten wurden beide Außenposten von der Regierung bereits 2020 für die Anerkennung vorgeschlagen.
  • Givat Arnon: Das um die Jahrhundertwende gegründet Givat Arnon liegt außerhalb der Gemeinde Itamar in der Region Samaria. Mit weniger als 10 Familien sollte Givat Arnon bereits 2020 als Gemeinde anerkannt werden.
  • Sde Boaz: Das 2002 gegründete Sde Boaz liegt im Siedlungsblock Gush Etzion. Das von rund 50 Familien bewohnte Sde Boaz sollte Berichten zufolge schon 2020 von der Regierung anerkannt werden.
  • Ashael: Das 2001 gegründet Ashael liegt in den südlichen Hebron-Bergen an einem von der Regierung anerkannten Wasserturm. Mit seiner Bevölkerung von rund 60 Familien war Ashael schon 2020 zur Anerkennung durch die Regierung vorgesehen.
  • Beit Hogla (Roeh Nevo): Das 1993 als Bauernhof gegründete Beit Hogla liegt an der Straße nach Jericho im Jordantal. 2016 entstand Roeh Nevo daneben. In der Gemeinde gibt es rund 35 Familien.
  • Malachei HaSchalom: Der 1998 gegründete Bauernhof Malachei HaSchlaom hat zahlreiche seit 2016 Einwohner beherbergt. Direkt neben der jüdischen Gemeinde Kochav HaSchachar gelegen ist Malachei HaSchalom Heimat für ein Reihe Familien.
  • Shaharit: Die 2011 gegründete Bauernhof-Gemeinde Shaharit liegt in der Region Samaria. Sie sollte Berichten zufolge schon 2018 von der Regierung zur Anerkennung vorgesehen sein.
  • Mitzpe Yehuda: Die 2019 gegründete Bauernhofgemeinschaft Mitzpe Yehuda liegt direkt neben der Gemeinde Kedar zwischen dem Gush Etzion und Ma’aleh Adumim (außerhalb von Jerusalem).

Im Gegensatz zu dem, was in den Medien gesagt wird, bedeutet der Beschluss des israelischen Kabinetts nicht, dass diese Außenposten sofort als legale Gemeinden in der Westbank anerkannt werden.

Die Regierung muss jetzt dem obersten Gerichtshof beweisen, dass diese Außenposten auf Staatsland gebaut wurden.

Weil eine Reihe von Außenposten komplett oder zum Teil auf Privatland gebaut worden sein sollen, kann es einen längeren Zeitraum dauern (möglicherweise eine Reihe von Jahren), bis das Rechtsverfahren zur Anerkennung abgeschlossen ist.

10.000 Heime: zwischen Genehmigung und Wirklichkeit

Die israelische Regierung entschied sich auch den Bau von 1.000 neuen Häusern für etablierte jüdische Gemeinden in der Westbank zu genehmigen.

Allerdings ließen die internationalen Medien, wie bei der Legalisierung der Außenposten, entscheidenden Kontext und relevante Informationen aus.

Trotz der Andeutungen in einigen Medien bedeutet die Genehmigung des Baus durch die israelische Regierung am Sonntag nicht, dass schon am Montag die Schaufeln geschwungen werden.

Der nächste Schritt  besteht darin, dass das Obere Planungskomitee der Zivilverwaltung sich trifft und diese Pläne genehmigt. Das Obere Planungskomitee, das sich seit neun Monaten nicht getroffen hat, ist berüchtigt für seine Verzögerungen wegen personeller Unterbesetzung und bürokratischen Komplexitäten.

Sobald die Baupläne dem Oberen Planungskomitee vorgelegt worden sind, gibt es weitere Schritte im Genehmigungsprozess, bevor sie zertifiziert und aktualisiert werden können.

Selbst wenn es keine Opposition zu den Bauplänen gibt (was weitere Schritte erforderlich macht), gibt es immer noch fünf Schritte zwischen dem Treffen des Oberen Planungskomitees und der Endgenehmigung für diese Häuser.

Dann, sobald diese Häuser ihre endgültige Genehmigung erhalten, kann es eine Reihe Jahre dauern, bevor sie endlich gebaut werden und Familien dort einziehen können.

Zusätzlich plapperten mehrere große Medien die Behauptung nach, dass die Genehmigung dieser Häuser ernsthafte Auswirkungen auf jede zukünftige Friedenverhandlungen zwischen der israelischen Regierung und der palästinensischen Autonomiebehörde haben werden.

Es sollte jedoch festgehalten werden, dass die meisten jüdischen Gemeinden in der Westbank in den sogenannten „Konsens-Siedlungsblöcken“ liegen, von denen zahlreiche Regierungen behauptet haben, dass sie bei einem zukünftigen Friedensabkommen unter israelischer Kontrolle bleiben werden.

Die Mehrheit dieser Blöcke liegen nahe der Grünen Linie und können leicht in die dauerhaften Grenzen des jüdischen Staates aufgenommen werden können, während sie die Außengrenzen eines zukünftigen Palästinenserstaates nicht beeinträchtigen.

Weil die Gemeinden in diesen Blöcken zu den am schnellsten wachsenden jüdischen Gemeinden in der Westbank gehören, kann es leicht so verstanden werden, dass die überwiegende Mehrheit dieser 10.000 Häuser in diesen Konsens-Siedlungen gebaut werden.

Während der Aufschrei und die Übertreibung der Nachrichten-Berichte zu israelischen Kabinettsentscheidungen möglicherweise den Eindruck erweckt haben, dass die beiden Schritte – Legalisierung und Bau – sofort in Kraft treten, ist es wichtig zu begreifen, dass die Ankündigung der Regierung nur der Anfang des möglicherweise Jahre dauernden Prozesses ist, zu dem die Beteiligung einer Reihe juristischer Gremien gehören, die mit der Beaufsichtigung und Einhaltung der Vorschriften beauftragt sind.

Untersuchung des „Verbrechens“ der Zurückweisung von Frieden durch Abbas

Verfasst 8. Juni 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA

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Salo Aizenberg, HonestReporting, 7. Mai 2023

Die von Prinz Bandar von Saudi-Arabien als „Verbrechen“ und „Tragödie“ bezeichneten Ablehnung des von Bill Clinton vermittelten Friedensabkommens 2000/2001 durch PA-Präsident Yassir Arafat schien der Nagel im Sarg der trügerischen Zweistaaten-Lösung zu sein.

Es war zwar zweifellos eine verpasste Gelegenheit, aber ein ähnliches Angebot der Eigenstaatlichkeit wurden den Palästinensern von Premierminister Ehud Olmert im September 2008 gemacht. Leider wurde Olmerts Angebot mit derselben Reaktion von Arafats Nachfolger Mahmud Abbas begegnet: Ablehnung durch Schweigen, ohne Gegenangebot.

Aber warum tut das israelfeindliche Narrativ so, als habe es Olmerts Angebot nicht gegeben oder sei irrelevant?

Die Wahrheit lautet, dass die aufeinanderfolgende israelische Führungspolitiker – Ehud Barak, Ariel Sharon und Olmert – die Kontrolle über das Territorium dauerhaft an die Palästinenser übergeben wollten, was von Typen wie Amnesty International und Human Rights Watch regelmäßig ignoriert wird, während sie die Idee verewigen, Israel wünsche das palästinensische Volk zu kontrollieren und zu beherrschen.

Würde man tatsächlich anerkennen, dass Israel volle Eigenstaatlichkeit auf Territorium, dass 100 Prozent der Westbank und des Gazastreifens entspricht, anbot, dann wäre bewiesen, dass die Darstellung des unnachgiebigen Israel, das es ablehnt seine Besatzung zu beenden, falsch ist.

Olmerts Friedenszusage

Nach dem Triumpf von Olmerts Partei Kadima bei der Wahl im März 2006 deutete er in seiner ersten politischen Rede den Wunsch an ein Friedensabkommen mit den Palästinensern über die Schaffung eines Palästinenserstaats anzustreben.

Obwohl er mit dem israelischen Krieg mit der Hisbollah im Sommer 2006 und einem Luftangriff auf einen vermuteten Atomreaktor im Irak im September 2007 zu tun hatte, verfolgte Olmert seine Amtszeit als Premierminister hindurch aktiv eine Zweistaatenlösung mit dem Palästinenser.

Der Friedensprozess unter Olmert begann formell auf der Konferenz in Annapolis im November 2007 und wollte der sogenannten „Roadmap for Peace“ folgen, wie sie von Präsident George W. Bush im Juni 2002 vorgeschlagen wurde.

Die Roadmap war ein Stufenplan, der schließlich zu voller palästinensischer Eigenstaatlichkeit führen sollte.

Im Verlauf mehrerer Monate traf sich Olmert 36-mal mit Abbas, meist in Jerusalem und einmal in Jericho. Es gab etwas 300 Treffen von ranghohen Vertretern und Profi-Komitees beider Seiten.

Eine Schlüssel-Einvernehmen der Verhandlungen lautete, dass „nichts vereinbart ist, bis Übereinstimmung zu allem erzielt ist“, was bedeutete, dass keine Position, zu was auch immer, endgültig sein würde, bis die gesamte Vereinbarung abgeschlossen war.

Nach Monaten der Diskussion und Verhandlungen gipfelte der Prozess im September 2008 damit, dass Olmert einen abschließenden Vorschlag vorlegte, er ein Paket an Zugeständnissen beinhaltete, das auf vielen Runden vorheriger Diskussionen basierte, dazu die jüngste Version einer Landkarte auf Grundlage der bisherigen Verhandlungen zu Landtausch.

Dazu gehörten:

  • Einen unabhängigen Palästinenserstaat zu schaffen, der in der Westbank zu 93,7 Prozent zusammenhängt, wobei die übrigen 6,3 Prozent aus großen Siedlungsblöcken bestehen, die dem Staat Israel zugeschlagen würden. Zum Ausgleich würde Israel 5,8 Prozent seines Territoriums an den Palästinenser geben und das andere halbe Prozent wäre eine Autobahn, die im Israel von vor 1967 gebaut würde, um den Gazastreifen mit der Westbank zu verbinden.
  • Jerusalem sollte mit Hilfe des Grundprinzips geteilt werden, dass nach 1967 gebaute jüdische Viertel Teil Israels bleiben und arabische Viertel, die vor 1967 nicht Teil Israels waren, Teil des Palästinenserstaats sein würden.
  • Der Tempelberg sollte unter internationale, von Saudi-Arabien, Jordanien, den USA, Israel und den Palästinensern geführte Treuhänderschaft gestellt werden.
  • Bezüglich des sogenannten „Rückkehrrechts“ würden palästinensische Flüchtlinge nicht in an Orte innerhalb Israels „zurückkehren“ können. Israel würde einer symbolischen Anzahl zustimmen und mit internationalen Gremien arbeiten, einen Fonds erstellen, um sowohl Palästinensern als auch Israels Reparationen zur Verfügung zu stellen, die vom Konflikt 1948 Schaden zugefügt bekamen.

Die palästinensische Ablehnung

Laut Olmert antwortete Abbas, er wolle die Vereinbarung nicht bei der Vorlage unterzeichnen und wollte weitere Diskussionen über die Karte mit seinem Expertenteam führen, bevor er akzeptiert. Die beiden Seiten sollten sich am nächsten Tag treffen, sagte Abbas.

Die palästinensische Seite kehrte allerdings nie zu diesem Treffen am nächsten Tag zurück und kommunizierten nie wieder über die Verhandlungen. Es herrschte ab diesem Punkt totale Stille und das Treffen vom 16. September 2008 endete damit das nach einem fast einjährigen Verhandlungsprozess letzte zwischen den beiden Seiten zu sein.

Damit, dass sie nie zu dem weiteren Treffen auftauchten und nie irgendeine andere Art von Antwort oder Schritt zur Wiederaufnahme der Verhandlungen anboten, war das praktisch eine komplette Ablehnung. Abbas spielte exakt dasselbe Spiel wie Arafat acht Jahre zuvor – einfach wegzugehen ohne zu antworten und Monate lange Verhandlungen ohne ein weiteres Wort zu beenden.

Was die Schlüsselfiguren sagten

Ehud Olmert

In einem  Op-Ed, das Olmert im Juli 2009 in der Washington Post schrieb, einer seiner frühesten Kommentare zu den Ereignissen des Vorjahrs, sagte er:

Bis heute kann ich nicht verstehen, warum die Palästinenserführung den weitreichenden und nicht da gewesenen Vorschlag nicht akzeptierte, die ich ihr anbot. Mein Vorschlag beinhaltete eine Lösung aller ausstehenden Fragen: territorialen Kompromiss, Sicherheitsarrangements, Jerusalem und Flüchtlinge. Es würde sich lohnen die Gründe zu erkunden, warum die Palästinenser mein Angebot ablehnten und es stattdessen vorzogen alles zu verschleppen und echte Entscheidungen auszuweichen. Mein Vorschlag hätte geholfen die „Zweistaatenlösung“ in Übereinstimmung mit den Prinzipien der US-Administration, der von mir geführten israelischen Regierung und den Kriterien der Palästinenserführung zu verwirklichen, denen die Jahre hindurch gefolgt wurde. Ich glaube, es ist entscheidend die Lektionen aus der Ablehnung eines solchen Angebots durch die Palästinenser zu überprüfen.

Mahmud Abbas

Abbas gab im November 2015 Erklärungen ab, in denen er die wichtigsten Einzelheiten des Angebots der Eigenstaatlichkeit einräumt und zugibt, dass er Olmerts Angebot ablehnte, weil ihm nicht erlaubt war die Landkarte zu studieren, die Olmert ihm vorgelegt hatte.

Er [Olmert] zeigte mir die Landkarte. Er gab mir die Karte nicht… er sagte mir: „Das ist die Karte“ und nahm sie wieder weg. Ich respektierte seine Ansicht, aber wie kann ich etwas unterschreiben, das ich nicht erhalten habe.

Abbas versäumte zu erwähnen, dass Olmert die Karte nicht in diesem Moment als endgültiges „Nimm oder stirb“ vorlegte, dass Olmert ausdrücklich weitere Überprüfung der Karte akzeptierte und dass das palästinensische Verhandlungsteam zugestimmt hatte die Landkarte am folgenden Tag zu überprüfen. Abbas ließ auch die Tatsache aus, dass die Palästinenser mit den Israelis nie wieder über das Thema sprachen.

Saeb Erekat

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat machte deutlich, dass eine Ablehnung von maximalistischen palästinensischen Positionen abzurücken der wahre Grund war, warum diese Vorschläge abgelehnt wurden, statt nicht in der Lage gewesen zu sein eine Landkarte zu prüfen.

Es wird keinerlei Frieden geben, wenn nicht Ostjerusalem – mit jedem einzelnen Stein darin – zur Hauptstadt Palästinas wird.

In einem Interview im Dezember 2018 im offiziellen PA-Fernsehen bestätigte Erekat erneut die Parameter von Olmerts Angebot und deutete an, dass der gesamte Landbereich für einen Palästinenserstaat sogar größer war als das Gesamtterritorium der Westbank und des Gazastreifens:

Ich hörte Olmert sagen, dass er [Abba] 100 Prozent des Westbank-Territoriums anbot. Das stimmt. Her [Olmert] legte [Abbas] eine Landkarte vor und sagte: „Ich möchte, dass Israel 6,5 Prozent der Westbank nimmt und ich werde [der PA] 6,5 Prozent des Territoriums dafür geben.“ Olmert sagte zu Abbas: „Der Bereich der Westbank und des Gazastreifens am Vorabend des 4. Juni 1967 betrug 6.235 km2. Ich [Erekat] sagte zu Abbas: 2Olmert will dir 20 km2 mehr geben, du kannst also [den Palästinensern] sagten: ‚Ich habe mehr bekommen als die Gebiete von 1967.‘“ Zu Jerusalem [sagte Olmert]: „Was arabisch ist, ist arabisch und was jüdisch ist, ist jüdisch und wir werden sie als offene Stadt bewahren.“

Condoleezza Rice

Als Außenministerin unter Präsident Bush war Rice bis zum Ende der Administration Bush im Januar 2009 in jeden Aspekt der Friedensverhandlungen von Annapolis involviert. Rice veröffentlichte 2011 ausführliche Memoiren und im letzten Kapitel schildert sie die letzten Tage der Verhandlungen zwischen Olmert und Abbas. Rice bestätigt die Grundelemente von Olmerts Vorschlag vom 16. September 2008 und das geplante Treffen am folgenden Tag, das nie stattfand. Rice berichtet, dass sie ihr Team, nachdem die Palästinenser nicht auftauchten, bat eine Annäherung des Territorial-Kompromisses zu erstellen, um „das Angebot von Olmert zu bewahren“. Rice bat Präsident Bush Olmert und Abbas ein letztes Mal empfangen, um sie vielleicht zu überzeugen die Parameter des Vorschlags zu akzeptieren. Rice war sich bewusst, dass Olmert ein Lame Duck-Premierminister war und seine Nachfolgerin am Steuer der Kadima, Tzipi Livni, drängte sie dem Vorschlag angesichts seines schwachen Ansehens nicht festzuklopfen. Rice glaubte allerdings „einen israelischen Premierminister mit diesem Angebot aktenkundig zu haben, der diese bemerkenswerten Elemente anbietet und einen Palästinenserpräsidenten, der sie akzeptiert, den Friedensprozess auf eine neue Ebene gehoben hätte“. Das vorgeschlagene letzte Treffen fand nie statt, wie Rice erklärt: „Abbas lehnte ab.“

Elliott Abrams

Abrams war für die USA als stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater eng in alle Angelegenheiten um die Verhandlungen involviert.

In Sachen von Olmerts Eigenstaatlichkeitsangebots schrieb Abrams in seinem Buch Tested by Zion von 2013:

Die Palästinenser glauben nicht, dass sie eine nicht zu ersetzende Gelegenheit verpassten. Obwohl ihnen gesagt wurde, sie würden diese Kombination eines israelischen Premierministers und eines amerikanischen Präsidenten, die so scharf auf einen Deal waren, nie wieder bekommen, hatten sie das früher schon gehört. 2001 sagte der amerikanische Unterhändler Dennis Ross genau dasselbe gegenüber Arafat zur Regierung Barak und Clinton… Dennoch hatte Arafat den Deal ausgeschlagen, Abbas sah ihn das tun und jetzt machte Abbas genau dasselbe: Untätigkeit.

Die Palästinenser wollten nicht unterschreiben, wollten aber auch dem Vorwurf entgehen Nein gesagt zu haben.

Die Palestine Papers

Im Januar 2011 erhielt Al-Jazira mehr als 1.600 vorher geheime Dokumente zum israelisch-palästinensischen Friedensprozess. Die Dokumente umfassten detaillierte Memos, E-Mails, Landkarten, Sitzungsprotokolle und Strategiepapiere, die den Zeitraum von 1999 bis 2010 abdeckten.

Die Palestine Papers, die für authentisch befunden wurden und unumstritten sind, erzeugten bei vielen Palästinensern Empörung; sie sahen, dass palästinensische Unterhändler tatsächlich israelische Vorschläge in Betracht zogen, so diejenigen, die das volle und buchstäbliche „Rückkehrrecht“ kompromittieren würden. Die Empörung überzeugte Saeb Erekat eine Antwort zu schreiben, dass die Unterhändler „keine Hinterzimmer-Vereinbarungen trafen“ und dass „zwischen den Seiten nie eine Vereinbarung zu irgendeiner Dauerstatus-Frage erzielt wurde“.

Wichtig ist, dass die Palestine Papers dem Narrativ widersprechen, mit dem manche aufwarten, Abbas sei nicht in der Lage gewesen Olmerts Vorschlag zuzustimmen, weil er und sein Team mehr Zeit benötigten die Landkarte zu studieren. Tatsächlich entwarf das palästinensische Verhandlungsteam bereits auf Grundlage früherer Diskussionen und detaillierter Vorschläge eine höchst detailliere Karte, die auf zahlreichen Diskussionsrunden und einem späteren Treffen vom 31. August 2008 beruhte.

Folgen

Das schicksalhafte und letzte Treffen am 16. September 2008 war praktisch das Ende der Friedensverhandlungen zwischen den Israelis und den Palästinensern. Nach etwa 10 Monaten Diskussionen, die in Annapolis begannen, war die finale palästinensische Antwort ein Nichterscheinen ohne weitere Erklärung oder Gegenangebot.

Wir können uns die Berichterstattung der New York Times als guten Stellvertreter dafür ansehen, wie diese Ereignisse der Welt damals vermittelt wurden: am 16. und  17. September berichtete die Zeitung, dass Olmert sich in Jerusalem zwei Stunden lang mit Abbas getroffen hatte und dass Olmert „sehr daran interessiert war eine Art historischer Friedensvereinbarung mit den Palästinenser zu treffen, bevor er seine Amtszeit endgültig beendet“.

Ähnlich dem Ablauf der Ereignisse und der Berichterstattung in den letzten Wochen der Administration Clinton wurden den Medien die Details der Treffen nicht mitgeteilt, weil es immer noch Hoffnung gab, dass ein Deal erzielt werden könnte. am 29. September 2008 berichtete die New York Times, dass der Palästinenser-Vertreter Yassir Abed Rabbo sagte, Olmert hätte „bisher keinen detaillierten Plan für eine Grenze zwischen Israel und einem Palästinenserstaat vorgelegt“ – aber heute wissen wir, dass Olmert das tatsächlich machte und dass die Palästinenser eine detaillierte Landkarte des Vorschlags in Händen hatten.

Gleichgültigkeit der Medien und Begräbnis

Die Ereignisse vom September 2008 blieben dem Großteil der Welt unbekannt, bis Saeb Erekat Al-Jazira TV am 27. März 2009 ein Interview gab. Bis dahin hatte es keine öffentliches Eingeständnis seitens der Palästinenser zu Olmerts Angebot und der Ablehnung durch die Palästinenser gegeben.

Mark Lavie, ein Journalist der Associated Press im Büro in Jerusalem, behauptete, er sei sich des Erekat-Interviews und der Eingeständnisse bewusst geworden und versuchte die Story über AP zu bringen, ihm wurde aber APs Jerusalem-Chef die Veröffentlichung verboten. Laut Lavie lehnte AP die Story ab, seil „die Redaktionslinie des Büros immer noch lautete, dass der Konflikt Israels Fehler sei und die Palästinenser und die arabische Welt schuldlos seien“.

Die Berichterstattung in den ersten Jahren nach Olmerts Angebot war spärlich, zum Teil, weil viele der Schlüssen-Unterhändler die Einzelheiten des Friedensprozesses noch nicht verraten hatten.

Olmert schrieb im September 2011 einen Kommentar in der New York Times, in dem er die Einzelheiten des Abbas gemachten Angebots aufzählte. Die AP brachte eine Story über Olmerts Angebot und Abbas‘ Ablehnung erst mehrere Jahre später, im November 2015, nachdem Abbas das Angebot und die Ablehnung im israelischen Fernsehen eingestanden hatte. Laut der AP-Story von 2015 lehnte Abbas das Angebot ab, „weil ihm nicht erlaubt worden war die Landkarte zu studieren“ – aber wir wissen heute natürlich, dass dieses Narrativ falsch ist.

Revisionisten haben Arafat mit einer Unzahl von und endlosen Ausreden versorgt, warum er Recht hatte Nein zu sagen, aber die Ablehnung von Abbas wird allgemein nicht bestritten, zum großen Teil auf die öffentlichen und konkreten Eingeständnisse von Abbas und Erekat zu den Ereignissen zurückzuführen ist. Fürsprecher wiederholen normalerweise die Unwahrheit, dass Abbas nicht erlaubt wurde eine Landkarte zu prüfen oder dass es kein formell schriftliches Angebot gab, aber wiederum waren die Einzelheiten des Eigenstaatlichkeits-Angebots nach 36 Treffen der beiden Seiten beiden Seiten bestens bekannt.

Ein sicherer Fehlschlag

Hätte eine positive Antwort von Abbas zu einer endgültigen Vereinbarung zu Beendigung des Konflikts geführt?

Es gab bestimmte wichtige Bedenken wie Olmerts schwache Position als Premierminister und Beweise, dass Livni in den späteren Phasen versuchte den Prozess zu untergraben.

Trotz dieser Mängel glaubten die Amerikaner, wenn die beiden Führer zu einer Vereinbarung fänden, würde das Momentum vorhalten und dass keine nachfolgende Führungskraft den Kurs umkehren und zu dem Deal Nein sagen würde.

Rice bringt genau dieses Argument an; sie schreibt in ihrem Fazit zu dem Thema: „Hätte Abbas eine Bereitschaft gezeigt die außergewöhnlichen Bedingungen zu  akzeptieren, die ihm angeboten wurden, hätte das ein Wendepunkt in der langen Geschichte des hartnäckigen Konflikts sein können.“

Man kann natürlich keineswegs wissen, aber die palästinensische Ablehnung stellte zweifelsfreies Scheitern sicher. Was außer Zweifel steht, ist, dass ein israelischer Premierminister im Amt bereit war einem definitiven Friedensabkommen zuzustimmen, das einen Palästinenserstaat auf Territorium zustimmt, das 100 Prozent der Westbank und des Gazastreifens entspricht, aber Abbas sagte Nein, indem er es ablehnte bei einem Folgetreffen zu erscheinen und nie eine weitere Antwort oder ein Gegenangebot machte.

Der wahre Grund für die Ablehnung war nicht Olmerts schwaches Ansehen; es war Abbas‘ nicht vorhandene Bereitschaft von den maximalistischen palästinensischen Forderungen abzuweichen, selbst wenn das bedeutete die Chance für palästinensische Eigenstaatlichkeit zu verlieren. Die Vorstellung, dass Israel anstrebt auf Dauer Palästinenser zu „beherrschen“ oder „fortwährend zu besetzen“ ist wird von Olmerts Angebot und dem Baraks mehrere Jahr zuvor komplett zunichte gemacht.

Israelfeindlicher Diskurs lässt diese Ereignisse bewusst aus oder verfälscht sie, um ihr erfundenes Narrativ eines unnachgiebigen Israel zu propagieren, das nicht bereit ist Frieden zu schließen und seine Kontrolle über die Westbank aufzugeben.

Die ganze Wahrheit über Gefahren für heilige Stätten

Verfasst 1. Juni 2023 von spotplenni
Kategorien: Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 22. Mai 2023

Nur allzu oft haben Kritiker dem jüdischen Staat vorgeworfen die Religionsfreiheit der Palästinenser einzuschränken, besonders an der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem. Eine ehrliche Untersuchung der Fakten und des relevanten Völkerrechts offenbart jedoch, dass die Palästinenser genau dessen schuldig sind, was sie Israel vorwerfen.

In diesem Text werden wir einige der Einschränkungen und Drohungen untersuchen, denen sich jüdisches Gebet an heiligen Stätten und archäologische Grabungen in Jerusalem und der Westbank gegenüber sieht.

Tempelberg (Jerusalem)

Der Tempelberg in Jerusalems Altstadt ist der heiligste Ort des Judentums – eine Tatsache, die unstrittig ist. Gemäß mündlicher Tradition wie auch Mystischer Quellen befindet sich auf dem Berg der Gründungsstein, von dem aus Gott die Welt schuf. Die Midrasch und der Jerusalemer Talmud erklären weiterhin, dass Adam, der erste Mann, aus dem Staub des Plateaus geformt wurde. Dann brachten Kain, Abel und Noah auf demselben Berg Opfer. In Genesis 22 (1. Mose 22) wird dem jüdischen Patriarchen Abraham befohlen seinen Sohn Isaak auf dem Berg Moriah zu opfern, ein weiterer Name für den Ort.

Später kaufte König David die Tenne von Araunah dem Jebusiter (2. Samuel 24,24; 1. Chroniken 21,22-30), um einen Altar dort zu bauen. Um 950 v.Chr. baute ein Sohn Salomo den Ersten Tempel, den Mittelpunkt jüdischer Anbetung mit dem Allerheiligsten und der Bundeslade auf dem Gründungsstein. Obwohl der Tempel heute in Trümmern liegt hat sich der religiöse Status des heiligsten Orts des Judentums nie geändert. Der jüdische Weise Maimonides (1138 – 1204) kommt in seinem magnus opus Mischneh Thora: „Eine Person muss den Ort in Ehrfurcht halten, so wie man ihn betrachten würde, wenn der Tempel noch stünde.“

Heutzutage sind jüdische Rundgänge auf dem Tempelberg vielen Einschränkungen unterworfen. Der heutige Stand der Dinge geht auf 1967 zurück, als Israel Ostjerusalem von Jordanien eroberte. Nur Tage nach dem Krieg traf sich Verteidigungsminister Mosche Dayan mit islamischen Leitern der Stadt. Gemäß der an diesem Tag in Kraft gesetzten informellen Vereinbarungen dürfen Nichtmuslime den Tempelberg nur zu bestimmten Tagesstunden besuchen, die von der Polizei festgelegten engen Wege benutzen und dürfen dort nicht beten. Darüber  hinaus ist Israel infolge der unablässigen palästinensischen Gewalt oft gezwungen den Tempelberg während des muslimischen heiligen Monats Ramadan für Juden zu schließen.

Die Patriarchenhöhle (Hebron)

Nach Jerusalem gilt Hebron als die zweitheiligste Stadt des Judentums; sie wird in der [hebräischen] Bibel  nicht weniger als 87-mal erwähnt. Laut jüdischer Tradition ist sie Heimat der Höhle der Patriarchen und Matriarchinnen – die Grabstätte von Abraham, Isaak, Jakob, Sarah, Rebecca und Leah. Später machte König David Hebron zu seiner ersten Hauptstadt und regierte dort sieben Jahre lang, wie es im Buch Samuel beschrieben wird.

Jüdische mystische Texte ermutigen die Gläubigen in der Machpela-Höhle zu beten, stellen sie als verheißungsvollen Ort dar, um sich mit Gottes Licht und Barmherzigkeit zu verbinden, besonders, wenn die Welt Gnade braucht. Allerdings verboten fremde Herrscher 700 Jahre lang die Stätte zu betreten, die in eine Moschee umgewandelt wurde; sie schränkten sie darauf ein auf ein zum Beten bis zur siebten Stufe vor dem Gebäude zu gehen. Als der IDF-Oberrabbiner Schlomo Goren am 8. Juni 1967 im Alleingang Hebron befreite, wurde das Verbot endlich aufgehoben- aber einige Beschränkungen sind bis heute geblieben.

Laut Vereinbarungen zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) kontrolliert die muslimische Waqf rund 81 Prozent des Gebäudes und Juden wird nur an einigen jüdischen Feiertagen gestattet seinen größten Bereich – die Hall von Isaak und Rebekka – zu betreten, die nur zehn Tage im Jahr betragen. Entscheidend ist, dass sich in Ohel Yitzhak der Eingang zur antiken Grabeshöhle der Patriarchen und Matriachinnen befindet, der manchmal auch der „Eingang zum Garten Eden“ genannt wird. Zusätzlich wird Juden während muslimischen Feiertagen der Zugang zum Patriarchenhöhle komplett verboten.

Josuas Altar (Berg Ebal)

In den Jahren, nachdem der jüdische Staat 1967 im Sechstage-Krieg das Westjordanland eroberte (das auch mit seinen biblischen Namen Judäa und Samaria bekannt ist) lokalisierten israelische Forscher mehr als 1.500 archäologische Stätten und bieten einen einzigartigen Einblick in die uralte jüdische Zivilisation. Neben anderen Entdeckungen im nördlichen Samaria identifizierte Professor Adam Zertal von der Universität Haifa das, von dem manche glauben, es sei der Steinaltar aus Josua 8,30-35.

Die Maße des Bauwerks auf dem Berg Ebal passt, entsprechend den in Deuteronomium (5. Mose) 27 zu findenden Anweisungen, erstaunlich genau zu den Beschreibungen in der Mischna und dem Talmud. Insbesondere bekräftigen an der Stelle gefundene Tonwaren sowie Radiokarbon-Analysen die Behauptung, dass der alter vor mehr als 3.200 Jahren gebaut wurde, um die Zeit, als die Israeliten das verheißene Land eroberten. „Wenn das genau das bestätigt, was in diesem sehr alten Teil der Bibel geschrieben steht“, erklärte Zertal einmal, „dann heißt das, dass wahrscheinlich auch andere Teile historisch korrekt sind. Die Auswirkungen sind enorm.“

Für Juden ist der Besuch des Josua-Altars allerdings keine einfache Sache – und kann manchmal gefährlich sein. Der Berg Ebal liegt in der Area B der Westbank, wo die palästinensische Autonomiebehörde Verwaltungsangelegenheiten kontrolliert und entsprechend benötigen Besucher eine Eskorte des israelischen Militärs. Die Palästinenser haben in einer organisierten Kampagne jüdische Geschichte im Land Israel auszulöschen an dem Stätte auch beträchtlichen Schaden angerichtet. Zum Beispiel zermahlten Arbeiter der PA 2021 antike Steine aus der Außenmauer des Grabes zu Schotter, um eine Straße zu befestigen. Früher dieses Jahr kündigte die PA den Bau eines Wohnprojekts an der Stelle an, laut Völkerrecht ein klarer Bruch ihrer Verpflichtungen „alle archäologischen Stätten zu schützen und zu bewahren“.

Synagoge Schalom Al Yisrael-Synagoge und Synagoge Na’aran (Jericho)

Jericho, eine der ältesten immer noch bewohnten Stadt in der Region, ist vielleicht am besten aus dem Buch Josua bekannt. Laut der Bibel war die stark befestigte „Stadt der Palmen“ die erste Stadt im Land Israel, die das jüdische Volk nach der Durchquerung des Jordan eroberte. Traurigerweise zerstörte die römische Armee Jericho im Jahr 68 n.Chr. und Forscher glauben, dass die jüdische Gemeinde erst im sechsten oder siebten Jahrhundert zurückkehrte.

Die Synagogen Schalom Al Yisrael („Friede sei Israel“) und Na’aran im Umland von Jericho gehen wahrscheinlich auf die byzantinische Zeit zurück (313 – 636). Im Einklang mit dem Stil der Zeit weisen beide Stätten wunderschöne Mosaike auf, die Menoren und andere jüdische Symbole darstellen. Die ehemalige Synagoge hat in der jüdischen Tradition besondere Bedeutung, da man glaubt an der Stelle gebaut zu haben, an der ein Engel Josua sagte: „Zieh deine Schuhe aus, denn der Ort, wo du stehst, ist heilig.“ (Josua 5,15)

Ungeachtet der spirituellen Bedeutung war Jericho die erste Stadt in der Westbank, die 1994/95 an die palästinensische Autonomiebehörde übergeben wurde mit dem Versprechen, dass die neu geschaffenen PA-Sicherheitskräfte jüdischen Pilgern erlauben würden die beiden Synagogen sicher zu besuchen.

Darüber hinaus wurde als Teil der Oslo-Vereinbarungen beschlossen, dass „religiöse Angelegenheiten in der Synagoge ‚Schalom Al Israel‘ in Jericho unter dem Schutz der israelischen Obrigkeit stehen sollten. Die Einhaltung der Vereinbarungen durch die PA ist jedoch bestenfalls lückenhaft. Bei einem Vorfall am 12. Oktober 2000 versäumte es die palästinensische Polizei zu handeln, als arabische Randalierer die Synagoge Schalom Al Yisrael brandschatzten. Jüdische Gottesdienstbesucher kehrten erst 2009 nach Jericho zurück. Dieses Jahr reduzierte die israelische Armee inmitten der palästinensischen Angriffe die Besuche stark.

Die Synagoge von Gaza (Gaza Stadt)

Obwohl der Gazastreifen seit 2007 zwar unter voller Kontrolle der palästinensischen Terrororganisation Hamas gestanden hat, hat die Küstenenklave eine reichhaltige jüdische Geschichte, die bis in biblische Zeiten zurückreicht und bis weit ins 20. Jahrhundert geht. Ein typisches Beispiel: In seinem Reisetagebuch von 1481 zählt Rabbi Meschullam da Volterra, ein italienischer Pilger, rund fünfzig bis sechzig jüdische Familien in dem Bereich. „Sie haben eine kleine, aber hübsche Synagoge und Weinberge und Felder und Häuser“, hielt er fest; er fügte hinzu, dass die Juden „oben auf dem Hügel leben“.

Leider war die historische Gemeinschaft infolge der Welle der gewalttätigen arabischen Krawalle von 1929 gezwungen zu fliehen und sich in Sicherheit zu bringen und Gazas 1.500 Jahre altes Gotteshaus wurde bald darauf von lokalen Muslimen in Schutt und Asche gelegt. Sie wurde erst kurz vor dem Sechstage-Krieg von 1967 wieder entdeckt, als ägyptische Behörden bei Bauarbeiten nahe des Hafens der Stadt ein Mosaik freilegten, das König David darstellt. Offizielle christliche Vertreter behaupteten anfangs, sie hätten die Überreste einer Kirche aus dem fünften Jahrhundert gefunden, aber nachdem Israel das Gebiet eroberte, bestätigten Archäologen, dass sie in Wirklichkeit die antike Synagoge gefunden hatten.

Anhang II des Gaza-Jericho-Abkommens von 1994 erklärt: „Die palästinensische Autonomiebehörde wird freien Zugang zu allen heiligen Stätten im Gazastreifen und dem Raum Jericho gewährleisten, die von den jeweiligen religiösen Gruppen festgelegt werden.“

Darüber hinaus stimmten die Palästinenser im ein Jahr später unterzeichneten Oslo II-Interimsabkommen zu „freien Zugang zur Synagoge in Gaza Stadt gewährleisten und die Gottesdienst-Gebräuche darin zu respektieren.“ Doch seit Israels Abzug 2005 und der folgenden Übernahme durch die Hamas ist die archäologische Arbeit an der Stätte zum Stillstand gekommen, weil verhindert wurde, dass Juden überhaupt Zugang zum Streifen erhalten. Ein Teil des Mosaikbodens der Synagoge wird im Museum des guten Samariters bei Jerusalem ausgestellt.

„Die Al-Aqsa ist in Gefahr“ – Anatomie einer Lüge

Verfasst 25. Mai 2023 von spotplenni
Kategorien: Araber, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Chaim Lax, HonestReporting, 18. Mai 2023

Im Verlauf der letzten hundert Jahre ist eine der gefährlichsten Lügen, die aus der palästinensischen Gesellschaft auftauchten, die Behauptung, „Die Al-Aqsa ist in Gefahr“.

Diese Beschuldigung behauptet, die Juden/Zionisten/der Staat Israel plane die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören und durch den dritten Tempel zu ersetzen.

Anders als andere Mythen, die über Israel und das jüdische Volk verbreitet werden, ist diese Verleumdung besonders gefährlich, da sie zu tödlicher judenfeindlicher Gewalt angespornt hat und weiter anspornt.

In diesem Text werden wir einen Blick auf die historische Entwicklung dieser bösartigen Verleumdung sowie ihren anhaltenden Einfluss auf die moderne palästinensische Gesellschaft werfen.

1921: Eine Lüge ist geboren

Das Märchen, Juden und Zionisten würden drohen die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören, kann bis 1921 zurückverfolgt werden, kurz nach der Einrichtung des britischen Mandats Palästina.

Diese antisemitische Verleumdung wurde ursprünglich vom Großmufti von Jerusalem, Haddsch Amin al-Husseini fabriziert und verbreitet.

Für den Großmufti bestand der Zweck der Verbreitung dieser Verleumdung darin, gegen die Zionisten und die lokale jüdische Gemeinschaft aufzustacheln, seine politischen Gegner als diejenigen zu verhöhnen, die die Moschee zugunsten der Juden aufgeben würden und bei der Schaffung eines nationalen palästinensischen Ethos zu helfen.

Was anfangs ein palästinensisch-arabischer Mythos war, der sich auf das britische Mandat beschränkte, wurde schnell von Scheik Abd al-Qadir al-Muzaffar, einem muslimisch-religiösen Führer und palästinensischen Nationalisten, in andere Teile der muslimischen Welt verbreitet.

Von 1922 bis 1924 leitete al-Muzaffar verschiedene Delegationen zu großen muslimischen Gemeinschaften im Nahen Osten, Nordafrika und Indien, sammelte Geld für die Renovierung des Felsendoms und den Haram al-Scharif (von der die Al-Aqsa-Moschee ein Teil ist). In seinen finanziellen Aufrufen behauptete al-Muzzaffar auch, die gesammelten Gelder würden nicht nur für die Renovierungen verwendet werden, sondern auch für die „Verteidigung des Haram al-Scharif“.

Damit wurde die Verleumdung jüdischer Bedrohungen der Al-Aqsa-Moschee vom britischen Mandat Palästina in die weitere muslimische Welt exportiert.

Die 1920-er Jahre hindurch durchdrang die Lüge die „Al-Aqsa ist in Gefahr“ die gespannte Atmosphäre, die innerhalb des britischen Mandats existierte. Zum Beispiel wurde, nachdem an der Westmauer ein religiöser Teiler aufgestellt wurde, von der jüdischen Gemeinschaft ein Brief veröffentlicht, der offen erklärte, dies sollte nicht als Bedrohung der Moscheen gedeutet werden. Aber zwei Monate später verabschiedete die Allgemeine Muslim-Konferenz einen Beschluss, der als „Erklärung der Gefahr, die infolge der Ambitionen der Juden sie aus den Händen der Muslime zu reißen, die Moschee bedroht“ diente.

Diese Spannungen spitzten sich im August 1929 zu, als palästinensische Muslime, aufgestachelt von Gerüchten eines unmittelbar bevorstehenden jüdischen Komplotts zur Zerstörung der Al-Aqsa, durch das Land wüteten. Insgesamt wurden 133 Juden im Verlauf von sechs Tagen getötet, darunter 67 Mitglieder der uralten jüdischen Gemeinschaft in Hebron.

Während der 1930-er und 1940-er Jahre, als der politische Kampf um die Zukunft des Landes Israel eine weit wichtigere Rolle einnahm, wurde nahm die zentrale Rolle der Al-Aqsa-Moschee im palästinensischen nationalen Narrativs ab und damit auch die Verleumdung die Moschee sei in Gefahr von den Juden und Zionisten zerstört zu werden.

Mit der jordanischen Eroberung Ostjerusalems 1948 und dem Verbot der Juden in der Altstadt verschwand dann die Verleumdung praktisch aus der Öffentlichkeit.

Die Verleumdung taucht wieder auf: 1967 bis 2000

Nach Israels Befreiung von Ostjerusalem (einschließlich der Altstadt) 1967 kam die Verleumdung „die Al-Aqsa ist in Gefahr“ wieder auf, insbesondere in Jordanien und der palästinensischen Gesellschaft.

In den Jahren nach 1967 gab es zwei Ereignisse, die halfen die Popularität dieser Verleumdung auf der palästinensischen Straße zu festigen: 1969 legte ein Australier namens Denis Rohan, der unter einer Psychose litt, Feuer an der Al-Aqsa-Moschee, das die Gebetshalle beschädigte.

Dann eröffnete ein israelischer  Amerikaner namens Alan Goodman mit seinem von der Armee ausgegebenen Gewehr das Feuer im Hof der Moschee, tötete zwei Menschen und verletzte mehrere weitere.

Obwohl sowohl Rohan als auch Goodman alleine handelten und von Israel umgehend verhaftet sowie zu langen Gefängnisstrafen verurteilt wurden, halfen diese beiden Anschläge die Verschwörungstheorie zu füttern, die Al-Aqsa-Moschee sei von Juden, Zionisten und den Staat Israel bedroht.

Selbst heute wird Rohans Brandanschlag jedes Jahr überall in der muslimischen Welt als jüdischer Anschlag auf die islamische heilige Stätte begangen, ungeachtet der Tatsache, dass Rohan ein religiöser Christ war.

1990 inspirierte die Verleumdung „die Al-Aqsa ist in Gefahr“ 3.000 Menschen, sich auf dem Tempelberg zu versammeln, nachdem ein Gerücht verbreitet wurde, eine jüdische Organisation plane dorthin zu marschieren. Das entwickelte sich in die Oktober-Krawalle, die zum Tod von 17 Muslimen und einer Reihe Verletzten auf beiden Seiten führten.

1996 beschuldigten Yassir Arafat und die palästinensische Autonomiebehörde Israel nach der Öffnung eines Ausgangs der Westmauer-Tunnel im christlichen Viertel der Altstadt der vorsätzlichen Gefährdung der Al-Aqsa-Moschee. Das führte zu drei Tage langen Krawallen, bei denen 17 IDF-Soldaten und  rund 100 Palästinenser getötet wurden.

Etwa Mitte der 1990-er Jahre gewann die Verleumdung „die Al-Aqsa ist in Gefahr“ in der arabischen Gesellschaft stärker an Boden, als sie von Scheik Raed Salah und den nördlichen Zweig der Islamischen Bewegung in Israel aufgegriffen wurde.

Für Salah, der auch als „Scheik Al-Aqsa“ gekannt ist, ist die Verleumdung eine Tatsache als auch ein Mittel der Popularisierung seine Vision eines globalen Kalifats mit Jerusalem als Zentrum. Eine der bekanntesten Arten, wie Salah seine gefährliche Verschwörung verbreitet hat, ist die Einrichtung von „Die Al-Aqsa ist in Gefahr“-Kundgebungen in der nordisraelischen Stadt Um el-Fahm Mitte der 1990-er Jahre.

Einige der palästinensischen Terroristen, die Israelis angegriffen haben, haben an diesen Kundgebungen teilgenommen und sind von der Botschaft beeinflusst worden, dass sie gebraucht werden, um die Al-Aqsa gegen die Juden und den Staat Israel zu verteidigen.

Terror zur Verteidigung der Al-Aqsa: 2000 bis heute

Im September 2000 ging der damalige israelische Oppositionsführer Ariel Sharon den Tempelberg mit einem großen Kontingent Polizisten als Teil eines Besuchs der heiligsten Stätten des Judentums.

Bald danach nutzten Yassir Arafat und die palästinensische Autonomiebehörde Sharons Besuch als Vorwand eine zweite Intifada zu beginnen (auch als Al-Aqsa-Intifada bekannt).

Die Verleumdung „die Al-Aqsa ist in Gefahr“ war eines der Mittel, mit denen die Anstifter der Intifada in der Lage waren Palästinenser dazu anzuspornen Gewalt und Terrorismus gegen israelische Ziele zu verüben.

In dieser Zeit lautete eine beliebte Parole bei Palästinenser-Kundgebungen „Wir marschieren zur Al-Aqsa – Millionen Schahide (Märtyrer).“

Ein Jahrzehnt nach der zweiten Intifada, während des Anstiegs palästinensischer Gewalt und Terrorismus von Sommer 2014 bis Sommer 2016 wurden viele derer, die Gewalt betrieben, von den Vorwürfen angeregt, dass die Al-Aqsa-Moschee von der Zerstörung durch Juden und den Staat Israel bedroht werde.

Laut einer Studie waren 67 der 71 Palästinenser, die von April 2014 bis Mai 2016 in Jerusalem Terroranschläge begingen, von dieser Verleumdung beeinflusst.

Für viele dieser Terroristen führten viele andere Faktoren (psychologische Probleme, persönliche Probleme usw.) zusammen mit der ungezügelten Hetze innerhalb der palästinensischen Gesellschaft über die angebliche israelische Bedrohung der Al-Aqsa dazu, dass sie ihre Anschläge auf israelische Ziele im Namen der islamischen heiligen Stätte ausführten.

Da Gewalt und Terrorismus Mitte der 2010-er Jahre nachließen, wird die Verleumdung „die Al-Aqsa ist in Gefahr“ von offiziellen palästinensischen Medien in der Westbank wie im Gazastreifen weiter verbreitet.

Diese Propaganda, die in Nachrichtenprogrammen und Kindersendungen verbreitet wird, beinhaltet antisemitische Stereotype, die Adaptionen der in den Protokollen der Weisen von Zion und des Stürmers sind.

Viele der Behauptungen über israelische und jüdische Bedrohungen der Al-Aqsa sind Manipulationen der Realität. Zum Beispiel werden archäologische Grabungen um die Altstadt als Versuche betrachtet die Moschee von unten zu zerstören, während israelische Projekte zu Wiederbelebung der Mughrabi-Brücke (die den Tempelberg mit dem Platz vor der Westmauer verbindet) als Komplott betrachtet wird Soldaten zu erlauben die islamische heilige Stätte zu überrennen.

Mehr als 100 Jahre, nachdem es erstmals vom Großmufti von Jerusalem verbreitet wurde, dient die Verleumdung „die Al-Aqsa ist in Gefahr“ weiter als eine der populärsten Hetz-Botschaften gegen Juden und den Staat Israel.

Solange die Verleumdung weiterhin unwidersprochen verbreitet wird, wird sie die nächsten 100 Jahre und länger zu Hass, Mord und Terrorismus anspornen.

Israelfeindliche Online-Einseitigkeit hat antisemitische Auswirkungen in der realen Welt

Verfasst 22. Mai 2023 von spotplenni
Kategorien: Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Zara Nybo (Gastautorin), HonestReporting, 18. Januar 2023

Soziale Medienplattformen sind unzweifelhaft ein sicherer Ort, an dem israelfeindliche Aktivisten antisemitische Meinungen und gefälschte Fakten über Israel mit wenig bis keinen Konsequenzen verbreiten können. Die Auswirkungen dieser Verbreitung judenfeindlicher Ansichten online hat zur alarmierenden Erosion der Legitimität Israels auf der Weltbühne geführt; darüber hinaus hat es für jüdische Gemeinden weltweit Folgen im echten Leben.

Aber statt die zahllosen Beispiele israelfeindlicher Einseitigkeit und wie sie sich online verbreitet haben zu untersuchen, ist es hilfreicher über den Welleneffekt dieser Einseitigkeit nachzudenken und wie sie möglicherweise das Leben von Juden weltweit gefährden.

CyberWell, eine gerade gegründete gemeinnützige Initiative, ist dabei in seiner offenen Datenbank Daten über antisemitische Trends zu sammeln. CyberWell nutzt Online-Recherche, Medienbeobachtung und ein Alarmierungszentrum, um Online-Judeophobie auf allen sozialen Medienplattformen und in zahlreichen Sprachen zu verfolgen.

Leider ist die Arbeit der Organisation nie nötiger gewesen: Daten zeigen eine Zunahme der gegen Juden gerichtete Hassrede auf Twitter von 61 Prozent, seit Elon Musk die Plattform kaufte, was dazu geführt hat, dass Hashtags wie „the Jews“ zu einem trendenden Thema geworden sind.

Damit Online-Plattformen Antisemitismus bekämpfen, sollte es einen Rahmen geben, der Hassrede definiert. Zum Beispiel die weithin übernommene Antisemitismus-Arbeitsdefinition der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA), die CyberWell nutzt, um zu beurteilen, ob Inhalte antisemitisch sind.

„Daten müssen der Eckpfeiler unseres Kampfs um Rechenschaft in sozialen Medien sein“, hat CyberWell-Gründer und Geschäftsführer Tal-Or Cohen erklärt; er fügte hinzu: „Anekdoten sind machtvoll, aber harte Zahlen zu verwenden, um sprunghaft ansteigenden digitalen Judenhass zu demonstrieren, macht es für Plattformen wie Twitter unmöglich die Krise zu ignorieren.“

Mit neuen Initiativen wie CyberWell können die Auswirkungen israelfeindlicher Medien auf Juden weltweit verfolgt werden.

Entmenschlichung wird als „der Prozess eine Person oder Gruppe positiver menschlicher Qualitäten zu berauben“ definiert. Der Prozess der Entmenschlichung einer Person oder Bevölkerung bedeutet, dass sie nicht länger menschlich behandelt wird.

Die Anti-Defamation League erklärt: „Von 2018 bis 2020 haben zwischen sieben und neun Prozent der antisemitischen Vorfälle, die der ADL gemeldet wurden, ausdrücklich antiisraelische oder antizionistische Elemente enthalten. Dazu gehört, dass Juden gesagt wurde, sie sollten ‚zurück nach Israel gehen‘ und dass Synagogen mit pro-palästinensischen Graffiti beschädigt wurden.“

Herdenmentalität wird definiert als „Tendenz von Menschen in Gruppen zu denken und sich auf Weisen zu verhalten, die mit andren in der Gruppe übereinstimmen und nicht wie von Einzelnen“. Diese Mentalität ist in Gruppenaktivitäten wie Wahlen, internationalen Sportveranstaltungen und Protesten zu erleben.

Das Gefühl der Anonymität, die damit kommt Teil eines Kollektivs zu sein, kann zu spontan begangenen Gewalttaten führen. Solches Verhalten ist auch online zu sehen.

Tatsächlich können viele individuelle Nutzer der sozialen Medien offen antisemitisch sein oder auch nicht, wenn sie sich nicht hinter dem Computer oder Smartphone befinden. Wenn jedoch Hashtags wie „#jewishmedia“ viral gehen, werden sie von diesen Usern geteilt, weil sie keine Konsequenzen befürchten – vielleicht gibt es eine Art Sicherheit in Zahlen.

Der damalige israelische Premierminister Yair Lapid sprach im September letzten Jahres vor der UNO-Vollversammlung und erklärte: „Die zweite Bedrohung [Israels] ist der Niedergang der Wahrheit. Unsere Demokratien werden langsam von Lügen und Fake News vergiftet. Rücksichtslose Politiker, totalitäre Staaten und radikale Organisationen untergraben unsere Wahrnehmung der Realität.“

Er fügte hinzu: „Wir sollten wissen, dass es in der Welt kein Land gibt, das sich diesem Phänomen stärker ausgesetzt sieht als Israel. Es gibt kein Land, das stärker mit Lügen angegriffen worden ist, gegen das eine solch gewaltige Menge an Geld und Mühe in die Verbreitung von Desinformation investiert wurde.“

Lapid nutzte in seiner Rede ein Beispiel zur Verwendung von Desinformation durch die Terrororganisation Hamas. Er erzählte die Geschichte von „Malak al-Tanani“, einem Dreijährigen, von dem die Hamas behauptete, er war Palästinenser.

Die Hamas behauptete, dass Junge während des Konflikts im Mai 2021 bei einem israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen zusammen mit seiner Familie getötet wurde. In Wirklichkeit war das Foto von „al-Tanani“ tatsächlich das eines russischen Mädchens und wurde von der Instagram-Seite seiner Mutter gestohlen. Obwohl sie völlig unwahr war, wurde die Geschichte tausende Mal online geteilt.

Im Wesentlichen ging die Verleumdung, dass Israel ein kleines Kind ermordete, viral.

Lapid diskutierte auch Desinformation; er kommentierte: „Ich kann Ihnen tausende weitere Beispiele ähnlicher Fake News über Israel liefern. Die israelfeindliche Bewegung hat diese Lügen seit Jahren verbreitet. In den Medien, an Universitäten und in sozialen Medien. Die Frage ist nicht, warum sie es tun, sondern warum Sie bereit sind ihnen zuzuhören.“

Aber warum sind die Menschen so bereit falsche Informationen zu teilen?

Wir bei der al-Tanani-Geschichte zu sehen, werden israelfeindliche Verleumdungen genutzt, um Israel zu delegitimieren und das jüdische Existenzrecht zu bestreiten. Darüber hinaus glaube ich, dass sie darauf abzielen die Rechte des jüdischen Volks überall auf der Welt in Sicherheit zu leben anzufechten.

Terrororganisationen, die anstreben Israel zu vernichten, werden oft Fake News online verbreiten. Terrorgruppen verlassen sich auf uninformierte Bürger, um diese Geschichten weiterzuverbreiten.

Muster von Herdenmentalität und Entmenschlichung sind in der antiisraelischen Online-Agenda zu erkennen. Die Legitimität Israels und damit das Recht der Juden auf ein sicheres Heimatland wird bezweifelt.

Israel sieht sich einem Krieg gegenüber, der online ausgetragen wird – ein virtuelles Schlachtfeld.

Das Nakba-Narrativ: Eine Geschichte der Täuschung

Verfasst 18. Mai 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Geschichte, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Chaim Lax, HonestReporting, 7. Mai 2023

„Die Nakba“ wird in den Medien, akademischer Literatur, Politik und Popkultur rund um den israelisch-palästinensischen wiederholt beschworen.

Ihr Auftreten ist an diesem Punkt derart allgegenwärtig, dass es so scheint, als sei sie immer Teil des allgemeinen Lexikons gewesen.

Das ist aber nicht der Fall.

Hier werden wir einen Blick auf die Bedeutung des Begriffs „Nakba“ werfen, die Geschichte des Begriffs ab 1948 bis zur Gegenwart, wie der arabische Begriff weltweit an Popularität gewann und auf die Übernahme des Begriffs durch manche, auf judenfeindliche Verfolgung durch die arabische und muslimische Welt zu verweisen.

Die Nakba: Israels Gründung als Katastrophe

Das Wort „al-Nakba“ im Arabischen bedeutet „die Katastrophe“. Im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts ist die Katastrophe, auf die sich „Nakba“ bezieht, die Gründung des Staates Israel 1948 und der Zerfall der palästinensisch-arabischen Gesellschaft.

Für diejenigen, die dieses Narrativ übernehmen, sind einzige die zionistische Bewegung und Israel für die Verdrängung der palästinensischen Araber von 1947 bis 1949 verantwortlich, während die Araber selbst die alleinigen Opfer des Konflikts sind.

Indem sie es versäumten die palästinensische und arabische Weigerung 1947 eine Zweistaatenlösung zu akzeptieren und den folgenden militärischen Versuch den jüdischen Staat zu vernichten außer Acht lässt, fördert das Nakba-Narrativ den Anspruch palästinensischen Opfertums und dient als historische Grundlage für das palästinensische Rückkehrrecht.

Das Nakba-Narrativ: von 1948 bis 1998

Der Begriff „al-Nakba“ wurde erstmals Ende der 1930-er Jahre als Verweis auf die Auflösung des osmanischen Reichs und die Schaffung des modernen Nahen Ostens 1920 ins politische Wörterbuch eingetragen.

Das Wort wurde im August 1948 (als der israelische Unabhängigkeitskrieg noch tobte) erstmals mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt assoziiert, als Constantine Zurayk, ein syrischer Akademiker und Diplomat in Beirut ein kleines Heft mit dem Titel Maana al-Nakba (Die Bedeutung der Katastrophe) veröffentlichte.

In dieser Arbeit machte Zurayk die arabischen Führer für die Nakba verantwortlich (wegen ihres militärischen Fehlschlags und weil sie die arabischen Zivilisten drängten zu fliehen, bis die Kämpfe vorbei sind), nicht einen angeblichen groß angelegten, vorbedachten zionistischen Plan die lokale arabische Bevölkerung zu vertreiben (was später eine Standard-Komponente des Nakba-Narrativs wurde).

Außerdem bedeutete Zurayks pan-arabische Ideologie, dass er die Nakba nicht als ausschließlich palästinensische Katastrophe betrachtete, sondern eine, die in erster Linie die größere arabische Welt betraf.

In den 1950-er Jahren begannen einige palästinensische Autoren wie Aref al-Aref die Nakba in ihren Werken zu verwenden, während andere andere Worte vorzogen. In einer Arbeit von 1956 verwendete Haddsch Amin al-Husseini, der frühere Großmufti von Jerusalem, das Wort „al-Karitha“ (was Katastrophe/Desaster bedeutet), weil „al-Nakba“ einen Beiklang hatte, der das Schicksal der palästinensisch-arabischen Gesellschaft von 1948 als selbstverschuldet beinhaltete.

In den auf Constantine Zaryks Einführung von „al-Nakba“ ins palästinensische politische Lexikon folgende Jahrzehnten entwickelte sich der Begriff so, dass er auf ein Narrativ verwies, das sich ausschließlich auf die palästinensischen Araber konzentrierte (statt auf die größere arabische Nation) und allmählich begann alle Schuld am Verfall der palästinensisch-arabischen Gesellschaft dem Handeln Israels zuzuschreiben.

In den 1980-er Jahren bekam das Nakba-Narrativ einen bedeutenden Auftrieb mit dem Aufkommen der „neuen Historiker“, einer Gruppe aufstrebender israelischer Forscher, die die traditionelle zionistische Darstellung der Ereignisse von 1948 infrage stellten und die Schilderung der Israelis als gewalttätige Aggressoren und der Palästinenser als verzweifelte Opfer übernahmen.

2008 allerdings beklagte Benny Morris, der als der „Dekan“ der „neuen Historiker“ betrachtet wurde, die Tatsache, dass sein Werk dafür benutzt wurde das Nakba-Narrativ zu stützen. In einem Brief an die Irish Times behauptete Morris, dass die Ereignisse von 1948 viel nuancierter und komplexer waren als die grob vereinfachende Interpretation, die von diesem Narrativ vorgebracht wurde.

Selbst mit dem Vorteil, der durch das Aufkommen der „neuen Historiker“ in den 1980-er Jahren gewonnen wurde, würde das Nakba-Narrativ ohne die Ausrufung des Nakba-Tags durch Yassir Arafat 1998 nicht die Bekanntheit haben, die es heute hat.

Das Nakba-Narrativ nach 1998: Von Rand in den Mittelpunkt

Als Israel 1998 seinen 50. Unabhängigkeitstag beging, erklärte der Palästinenserführer Yassir Arafat den 15. Mai (den Tag nach Israels Unabhängigkeit) zum „Nakba-Tag“.

Als Teil seiner Verkündung erklärte Arafat, dass das ultimative Ziel die Rückkehr von Millionen palästinensischen Flüchtlingen und ihrer Nachkommen nach Israel sowie die Gründung eines „unabhängigen palästinensischen Staates in unserem Land“ sei.

Laut Beobachtern gibt es eine Reihe von Gründen, dass Arafat beschloss 1998 offiziell den 15. Mai zum Nakba-Tag erklärte:

  • Die Angst vieler alter Palästinenser, dass die Erinnerung an die Ereignisse von 1948 bei der jüngeren Generation 50 Jahre später verloren gehen könnte.
  • Den Wunsch ein Gegen-Narrativ zu dem zu bieten, das von Israel zu seinem 50. Geburtstag vorgestellt wurde.
  • 1998 war fünf Jahre nach den Oslo-Vereinbarungen, als Israel und die palästinensische Autonomiebehörde Endstatusverhandlungen beginnen sollten. Mit der Ausrufung des Nakba-Tags und der Betonung des Rückkehrrechts für palästinensische Flüchtlinge stellte sich Arafat auf die Seite der Hardliner in der palästinensischen Nationalbewegung und deutete seine Weiterung beim Thema der Flüchtlinge nachzugeben (was faktisch die Verhandlungen torpedierte, bevor sie überhaupt begannen).

Der erste Nakba-Tag wurde mit Gewalt begangen: Bei Zusammenstößen, von denen Israel sagt, dass die palästinensische Autonomiebehörde dazu ermutigte, wurden vier Palästinenser getötet und 71 verletzt.

Seitdem sind einige Nakba-Tage friedlich verlaufen, während andere gewalttätig und tödlich gewesen sind.

Ob ein Nakba-Tag relativ friedlich oder gewalttätige verläuft, hängt in der Regel von der vorherrschenden politischen Atmosphäre zu diesem Zeitpunkt ab. Zum Beispiel waren die Nakba-Tage von 1999 und 2000 relativ friedlich, aber der Nakba-Tag 2001, der erste, der während der Zweiten Intifada stattfand, war gekennzeichnet vom Tod von vier Palästinensern und einem Israeli.

Seit der Ausrufung des Nakba-Tags 1998 hat das Nakba-Narrativ sowohl in den israelischen als auch den palästinensischen Diskursen sowie auf der internationalen Bühne große Bedeutung gewonnen.

2001 wurde in Israel die arabische Jugendorganisation Baladna gegründet. Sie wirbt für ein Weltbild, das in diesem Narrativ durchdrungen ist und für das palästinensische Rückkehrrecht wirbt.

Genauso wurde 2020 die höchst politisierte israelische NGO Zochrot (Erinnern) gegründet. Zochrot will „das öffentliche Bewusstsein für die palästinensische Nakba sensibilisiere“ und wirbt für das palästinensische Rückkehrrecht. 2014 veröffentlichte Zochrot „iNakba“ als Smartphone-App, die Usern eine Landkarte und Fotos palästinensisch-arabischer Dörfer zeigt, die 1948 entvölkert wurden.

2007 genehmigte die israelische Bildungsministerin Yuli Tamir von der Arbeitspartei, dass ein Schulbuch, das Aspekte des Nakba-Narrativs beinhaltete, in den Lehrplan für arabisch-israelische Grundschüler aufgenommen wird. Das führte zu einer lautstarken Debatte in der Knesset.

Dann verabschiedete die Knesset 2011 einen Ergänzung zum Haushalt-Grundgesetz. Die Ergänzung erhielt den Spitznamen „Nakba-Gesetz“ und erlaubt der Regierung die Gelder für jede Organisation zu reduzieren, die Israels Unabhängigkeit als „Trauertag“ begeht.

Einer der ersten großen Vorfälle, bei denen das Nakba-Narrativ auf der internationalen Bühne anerkannt wurde, ereignete sich 2007, als UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon anlässlich des „Nakba-Tags“ sein Mitgefühl für PA-Präsident Mahmud Abbas übermittelte.

Seitdem gab es viele weitere Vorfälle des Nakba-Narrativs auf der internationalen Bühne, darunter:

  • Das Canadian Museum for Human Rights überlegte 2021 eine Sonderausstellung zur Nakba zu veranstalten.
  • Die Abgeordnete Rashida Tlaib brachte Mitte 2022 im Kongress die Gesetzesvorlage H. Res. 1123 „Anerkennung der Nakba und der Rechte der palästinensischen Flüchtlinge“ ein.
  • Das Streaming des Films „Farha“ auf Netflix Ende 2022. Der Film ist stark vom Nakba-Narrativ durchdrungen (einschließlich einer 15  Minuten dauernden Szene, die vorgibt ein israelisches Massaker zu schildern) und ist kritisiert worden, weil er historisch ungenau ist.
  • Der Beschluss der UNO-Vollversammlung im Mai 2023 eine Veranstaltung zum Gedenken an „den 75. Jahrestag der Nakba“ auszurichten.

Seit 1998 hat sich die Akzeptanz dieses Narrativs auch innerhalb westlicher akademischer Institutionen sowie in den globalen Medien verbreitet.

Dieser Trend ist mit Hilfe einer Suche in Bibliotheks-Katalogen und Nachrichtenarchiven leicht zu verfolgen.

Eine Suche im WorldCat-Katalog nach Bibliotheksmaterial zeigt, dass es vor 1998 nur drei englischsprachige Bücher gab, die den Begriff „Nakba“ in ihrem Titel führten. Seit 1998 ist diese Zahl auf über 100 in die Höhe geschossen.

Genauso zeigt eine Suche im Archiv der New York Times, dass der Begriff „Nakba“ von 1948 bis 1997 nur einmal in einem Artikel auftauchte. Seit 1998 ist er mehr als 200-mal in einer großen Anzahl von Artikeln erschienen.

Yassir Arafats Ausrufung des „Nakba-Tags“ 1998 hat eindeutig weitreichende Auswirkungen gehabt, nicht nur das Nakba-Narrativ innerhalb der palästinensischen Autonomiebehörde zu verfestigen, sondern es auch auf internationaler Bühne zu legitimieren und institutionalisieren.

Die jüdische Nakba: eine nicht beachtete Katastrophe

In den letzten Jahren haben sowohl Israel als auch jüdischer Leiter weltweit angefangen dem zu gedenken, was die „jüdische Nakba“ genannt wird.

Die „jüdische Nakba“ bezieht sich auf die Verfolgung und Vertreibung von 850.000 Juden aus ihren Heimen im Nahen Osten und Nordafrika. Sie erinnert auch an die jüdischen Gebiete im Land Israel, die 1948 durch arabische Streitkräfte entvölkert wurden.

Der Begriff „jüdische Nakba“ soll die historischen Darstellungen korrigieren, indem nachgewiesen wird, dass die palästinensischen Araber die einzigen Opfer der Ereignisse von 1948 seien sowie die Komplexität der Lage zu vermitteln, die mit Israels Unabhängigkeit entstand (im Gegensatz zur Schlichtheit des Nakba-Narrativs).

Es gibt aber auch Opposition gegen die Verwendung des Wortes „jüdische Nakba“, weil das den Gebrauch des Begriffs „Nakba“ legitimiert und zudem die Verfolgung der in den entlegenen arabischen und muslimischen Ländern lebenden Juden und der arabischen Weigerung und dem folgenden Einmarsch in den jüdischen Staat gleichzusetzen scheint.

Dennoch beweist die Tatsache, dass manche das Gefühl haben sie müssten die historische Darstellung korrigieren, indem sie auf die Terminologie des palästinensischen Narrativs zurückgreifen, wie erfolgreich und einflussreich die palästinensische Propagandamaschine während der letzten 25 Jahre in der westlichen Welt geworden ist.

Medien geben dem hungerstreik-toten Terroristen ein freundliches neues Image

Verfasst 11. Mai 2023 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 3. Mai 2023

Khader Adnan war ein prominentes Mitglied der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Jihad. Der von Israel wegen Terror-Vorwürfen zahlreich Verurteilt starb diese Woche während seiner 13. Haft am 87. Tag eines Hungerstreiks, nachdem er jegliche ihm angebotene medizinische Behandlung seitens israelischer Behörden abgelehnt hatte.

Obwohl sein Untergang selbstverschuldet war, bestand die Reaktion seiner Mitterroristen vom Islamischen Jihad und ihrer Kollegen von der Hamas im Gazastreifen darin, Israel allein verantwortlich zu machen, innerhalb von 24 Stunden Salven mit mehr als 100 Raketen und Mörsern auf Israels Süden zu schießen; eine Rakete davon schlug in Sderot ein und verletzte drei Nichtisraelis.

In krassem Widerspruch zu dem auf Zivilisten gerichteten wahllosen Raketenfeuer beschoss die IDF 16 einzelne, über den Gazastreifen verteilte Ziele, die zu den Terrorgruppen Islamischer Jihad und Hamas gehörten.

Die Reaktion einiger Mainstream-Medien auf die Ereignisse war nur allzu vorhersagbar.

Wer war Khader Adnan?

Während Human Rights Watchs Direktor für Israel und Palästina, Omar Schakir, davon schwärmte, davon, dass Adnan „heldenhaft kämpfte“ und „mit erhobenem Kopf starb“, war die Realität, dass Adnan wegen Ermutigung und Aufstachelung zu Terroranschlägen gegen unschuldige israelische Zivilisten verurteilt wurde und voraussichtlich auf dem Weg zu einer weiteren Verurteilung war, da er auf sein nächstes Verfahren wartete.

Tatsächlich geben Videoaufzeichnungen von Adnan bei Kundgebungen einen guten Einblick in seine Ansichten. „Oh Quds-Brigaden, schlagt zu! Oh Quds-Brigaden, lasst die Erde beben! Wer von euch ist Hasan Abu Zaid [ein Selbstmord-Bomber, der fünf Zivilisten tötete]? Wer von euch ist der nächste Selbstmord-Bomber? Wer von euch wird den nächsten Sprengstoffgürtel tragen? Wer von euch wird die nächsten Kugeln feuern? Wer von euch wird seinen Körper überallhin sprengen lassen?“ Adnan ist zu sehen, wie er das einem aufgeregten Mob aus Palästinensern zubrüllt.

Medien säubern den Terroristen

Die internationalen Medien waren ähnlich schnell dabei Adnan als den mutigen Freiheitskämpfer umzudichten, der mutig und friedlich gegen ein ungerechtes System kämpfte, das ihn unfair bestrafte.

Nehmen Sie z.B. die BBC, die ihn ursprünglich als „bekannten Aktivisten des Islamischen Jihad“ bezeichnete – Terminologie, die noch weiter von der Realität abwich als die übliche BBC-Definition von Terroristen als „Militante“. Diese gereinigte Beschreibung wurde schließlich geändert, nachdem sie von HonestReporting auf Twitter angeprangert wurde.

Der britische Sender schien zudem seinen gesamten Bericht auf eine Pressemitteilung des palästinensischen NGO Addameer zu gründen – eine Gruppe, die mit der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) verbunden ist, der hinter zahlreichen tödlichen Anschlägen steckenden Terrororganisation.

Reuters versuchte Adnans Image abzumildern und bezeichnete ihn einen „Bäcker und neunfachen Vater“, der ein „prominente politischer Führer“ innerhalb des Islamischen Jihad sei – einer Organisation, die, anders als die Hamas, sich nicht in die palästinensische Politik oder die Verwaltung des Gazastreifens einmischt.

Ähnlich gestaltete der Guardian Adnan als „bekannte politische Persönlichkeit“ um und zitierte seinen Anwalt Jamil Al-Khatibs haltlose Anschuldigung, ihm sei vor seinem Tod medizinische Versorgung verweigert worden.

Raja Abdulrahim von der New York Times, der nie eine Gelegenheit auslässt palästinensischen Terrorismus herunterzuspielen, vergrub die Tatsache, dass Adnan ein Terrorist des Islamischen Jihad war und berichteten im ersten Absatz, dass ein „prominenter palästinensischer Gefangener“ gestorben sei. Obwohl die Story eine Salve von 20 Raketen berichtete, verweist die Unter-Überschrift nur auf einen einsamen palästinensischen Raketenangriff, womit er auf die Reinwaschung sowohl Adnans als auch der gewalttätigen Antwort der Terroristen auf seinen Tod beiträgt.

Palästinensischer Terror und die israelische Reaktion – eine falsche Gleichsetzung

Wie so oft versäumten es einige Medien, so auch die Financial Times, eine moralische Unterscheidung zwischen dem wahllosen palästinensischen Raketenfeuer und der bedächtigen Reaktion der IDF zu treffen.

Bizarrerweise behauptete UPI, die IDF habe „palästinensische Siedlungen“ beschossen, was fälschlich beinhaltet, dass Israel Zivilisten bombardierte, bevor dort in aller Stille der Text ergänz wir, nachdem es eine Beschwerde von HonestReporting gab. Die falsche Gleichsetzung bleibt jedoch.

Adnan befand sich nicht in Administrativhaft

Zusätzlich schienen zahllose Medienorganisationen – entweder wissentlich oder fahrlässig – anzudeuten, dass Adnan in Administrativhaft gehalten wurde, mit der Terroristen, die eine unmittelbare Bedrohung darstellen, eine Zeit lang ohne Anklage festgehalten werden können.

Aber während er früher mit Hilfe der Politik der Administrativhaft festgehalten wurde, war Adnan diesmal nicht mit Hilfe dieses Mittels in Haft, als er starb, sondern war angeklagt worden und wurde festgehalten, nachdem ein Richter sich die Beweise angesehen hatte.

Die schlichte Wahrheit lautet, dass Adnan sich in einem langgezogenen Hungerstreik befand, um das Mitgefühl einiger nützlicher Idioten im Ausland aufzupeitschen und Israel unter Druck zu setzen ihn freizulassen.

Damit in Hinterkopf ein kleines Memo unsererseits an die internationalen Medien und andere Fans Adnans: Gefährliche Terroristen entscheiden nicht über das Datum zur Entlassung aus dem Gefängnis, das macht das Recht.

Die israelische Unabhängigkeit – wie reagierte die Presse 1948?

Verfasst 4. Mai 2023 von spotplenni
Kategorien: Geschichte, Medienwelt

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Chaim Lax, HonestReporting, 25. April 2023

Als am 14. Mai 1948 das britische Mandat Palästina zu Ende ging, versammelten sich politische Repräsentanten der jüdischen Gemeinschaft in Tel Aviv, um David Ben-Gurion zuzuhören, wie er die Gründung des Staates Israel und die Wiedereinrichtung jüdischer Unabhängigkeit im Land Israel nach fast 2.000 Jahren verkündete.

Bald nach der Unabhängigkeitserklärung marschierten fünf benachbarte arabische Armeen nach Israel ein und zwangen den entstehenden jüdischen Staat um sein Überleben zu kämpfen.

Wie reagierte die internationale Presse auf die Gründung des Staates Israel und den folgenden arabischen Einmarsch? Auf welche Aspekte der israelischen Unabhängigkeit konzentrierten sich die Nachrichten und welche Aspekte ignorierten sie?

Hier folgt, wie die globalen Medien in den Stunden und Tagen nach Ben-Gurions schicksalhafter Erklärung über die israelische Unabhängigkeit berichteten.

Die New York Times berichtet umfangreich über die israelische Unabhängigkeit

Am 15. Mai 1948 widmete die New York Times einen großen Teil der ersten drei Seiten der Zeitung dieses Tages der Berichterstattung über den entstehenden jüdischen Staat.

Dazu gehörte eine detaillierte Beschreibung der Unabhängigkeitserklärung, Berichte über den arabischen Einmarsch (einschließlich der Bombardierung von Tel Aviv) und der militärischen Zusammenstöße, Berichte über UNO-Debatten und Nachrichten über jüdische Feiern in Israel und den USA. Die Berichte verglichen die amerikanische Anerkennung des neuen jüdischen Staats und der britischen „Distanziertheit“ diesem gegenüber.

Zusätzlich beinhaltete Seite 2 der Zeitung dieses Tages eine vollständige englische Übersetzung der israelischen Unabhängigkeitserklärung.

Der Manchester Guardian konzentriert sich auf die britische Sicht

In seiner Berichterstattung zur israelischen Unabhängigkeit konzentrierte sich der Manchester Guardian (heute als The Guardian bekannt) auf die Unabhängigkeitszeremonie in Tel Aviv, den Abzug der britischen Streitkräfte und die Auswirkung, die der arabische Einmarsch auf die Grenzen entstehenden jüdischen Staat haben würde, wie sie im UNO-Teilungsplan von 1947 dargelegt wurden.

In seinem Leitartikel drückte der Guardian zurückhaltenden Optimismus bezüglich der Fähigkeit des neuen jüdischen Staats aus in den Gebieten unter seiner Zuständigkeit die Ordnung zu schaffen und warnte davor, dass Israel eine offensive militärische Haltung einnehmen könnte, die den Krieg mit seinen arabischen Nachbarn in die Länge ziehen würde.

Der Guardian reservierte seine scharfen Worte jedoch für das britische Mandat und die Kolonialbehörden, weil ihre vage und scheinheilige Politik gegenüber sowohl der lokalen jüdischen wie der arabischen Bevölkerung zum „unehrenhaften Ende“ des Mandats und dem Blutvergießen führte, das derzeit die Region heimsuchte.

UPI konzentriert sich auf Militär und Diplomatie

In ihrem Bericht zum 14. Mai erwähnte die Nachrichtenagentur United Press International (UPI) die Unabhängigkeitserklärung nebenher, während man sich stark auf die militärischen und diplomatischen Fronten konzentrierte.

Der UPI-Bericht drehte sich um die schweren Kämpfe in Jerusalem, israelische und arabische militärische Bewegungen in der gesamten Region und den Abzug der britischen Streitkräfte aus Palästina. Der Bericht erwähnte auch aktuelle amerikanische Versuche die israelische Unabhängigkeit hinauszuzögern.

Beachtenswert ist, dass aufgrund der Unmittelbarkeit des Berichts nicht erwähnt wurde, dass die USA den entstehenden jüdischen Staat anerkannte (was um Mitternacht des 15. Mai geschah), wobei der Bericht damit schloss, dass unbekannt war, welche Richtung die USA nach der israelischen Unabhängigkeit einschlagen würden.

Interessanterweise streute UPI einige religiöse Ansichten in dem Bericht ein, hielt fest: „Der jüdische Traum von fast 2.000 Jahren – ein eigener Staat – wurde war“ und schrieb, jüdische Streitkräfte stünden „von Dan bis Beer Sheva im Kampf mit arabischen Kriegern, den biblischen Grenzen des Heiligen Landes“.

Le Figaro fasst die Ereignisse des Tages prägnant zusammen

Einen Tag nach der Gründung Israels lieferte Le Figaro seinen Lesern eine knappe Zusammenfassung der Ereignisse vom 14. Mai.

Unter der Schlagzeile „Israel ist geboren“ konzentrierte sich die französische Tageszeitung auf drei wichtige Ereignisse des Vortages: Den Abzug der Briten aus dem Heiligen Land, die Gründung des jüdischen Staates (einschließlich Auszügen der Unabhängigkeitserklärung) und der Steigerung des Konflikts zwischen dem neugegründeten jüdischen Staat und seiner arabischen Nachbarn, insbesondere Ägyptens.

Le Figaro erwähnte nebenbei auch diplomatische Diskussionen bei den Vereinten Nationen über einen amerikanischen Vorschlag einen UNO-Vermittler in die Region zu schicken, um in dem sich verschärfenden Konflikt zu vermitteln.

Der Toronto Daily Star schätzt die Situation ein

Am 14. wie am 15. Mai brachte der Toronto Daily Star (heute als Toronto Star bekannt) mehrere unterschiedliche Artikel der Nachrichtenagenturen AP und UPI im Zusammenhang mit Israel auf seiner Titelseite.

Auf Seite 6 der Ausgabe vom 15. Mail lieferte der Daily Star seine eigene Ansicht zu den Nachrichten aus dem Nahen Osten unter der Schlagzeile „Die jüdische Republik Israel“.

Die kanadische Tageszeitung nannte die Gründung Israels „ein großes historisches Ereignis“ und fuhr dann mit einer Beurteilung der militärischen Stärke sowohl Israels als auch seiner arabischen Nachbarn  sowie einer kurzen historischen Zusammenfassung zur Region seit der Einrichtung des britischen Mandats 1923 fort.

Der Toronto Daily Star schloss seine Zusammenfassung mit einem Lob der Tugenden des Friedens und der Kooperation zwischen den jüdischen und arabischen Gemeinschaften.

Seite 6 der Ausgabe vom 15. Mai brachte auch eine fragwürdiges Editorial-Karikatur mit der Bildbeschreibung „Goliath übernimmt das Mandat“, die das Wort „Krieg“ auf seinem Schild aufgeprägt, der aggressiv über dem Wort „Palästina“ steht.

Der Daily Worker begrüßt die jüdische Eigenstaatlichkeit

Es mag nach heutigen politischen Standards überraschend sein, aber die Ausgabe der britischen kommunistischen Tageszeitung Daily Worker vom 15. Mai hielt fest, dass die Gründung Israels „von Freunden des Friedens und Fortschritts in aller Welt gefeiert wird … er wird von all denen begrüßt, die damit sympathisieren, dass das jüdische Volk seine eigene nationale Heimstatt gründet.“

Eine Woche später, in der Ausgabe vom 21. Mai, drückte der Daily Worker seine „wärmsten Grüße an den neuen jüdischen Staat Israel“ aus, „dessen Grundlage ein großer Schritt vorwärts zur Erfüllung der Selbstbestimmung der Völker Palästinas ist“.

Der Daily Worker ließ dem dann eine glühende Attacke auf die USA und Großbritannien folgen, weil diese – seiner Meinung nach – den arabischen Einmarsch in den entstehenden jüdischen Staat ermöglichten, bevor er – unter anderem – forderte, dass die britische Regierung Israel offiziell anerkennt.

Wie Medien während der erhöhten Spannungen über Pessah, Ramadan und Ostern versagten

Verfasst 27. April 2023 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 17. April 2023

Die religiösen Feste Pessah, Ostern und Ramadan fielen dieses Jahr in einer Zeit bereits erhöhter Spannungen in Israel nach einem starken Anstieg bei Terroranschlägen in den letzten Monaten zusammen.

Aber Anfang April brachen auf dem Tempelberg Konflikte zwischen palästinensischen Randalierern und israelischer Polizei, Raketenangriffe von Terroristen im Gazastreifen und dem Libanon drohten einen weiteren Krieg zu entzünden.

Am 7. April reagierten Israelis mit Entsetzen auf die Nachricht, dass palästinensische Terroristen die israelischen Schwestern Maia Dee (20) und Rina Dee (15) bei einem Schusswaffenanschlag ermordet hatten, der auch das Leben ihrer Mutter Lucy Dee (48) forderte; das Auto der Familie wurde von einem Kugelhagel getroffen als sie im nördlichen Jordantal unterwegs waren.

Weil fehlerhafte Berichterstattung online und andernorts nach oben schoss, reagierte HonestReporting in Echtzeit und prangerte die schlimmsten Einseitigkeiten an.

Al-Jazira demonstrierte seine tief verwurzelte, israelfeindliche Schlagseite in seiner Berichterstattung zum Anschlag auf die Dees, darunter anfängliche Storys, die die ermordeten Schwestern als „Siedler“ bezeichneten, was nur als stillschweigende Rechtfertigung ihrer Ermordung betrachtet werden kann und wo die palästinensischen Täter als lediglich auf das Fahrzeug zielend beschrieben wurden:

CNN International fasste seine Berichterstattung über die in dieser Woche geschossenen Raketen mit einem durchwachsenen Bericht zusammen, der es sowohl versäumte die bei dem grenzüberschreitenden Angriff verletzten Israels als auch die Schüsse in der Westbank zu erwähnen.

Mehrere führende britische Medienorgane entschieden sich ihre Berichterstattung über die Morde an den Dees zu säubern, darunter die Sunday Times und der Guardian. Erstere führte eine Bildsprache an, die einer Auseinandersetzung zwischen städtischen Banden angemessener gewesen wäre – die junge Frauen wurden als bei einer „Westbank-Drive-by-Schießerei“ gestorben, während der linke Guardian passiv sagte, die Opfer seien „getötet“ worden statt „ermordet“.

Nur wenige Stunden, nachdem die Familie Dee überfallen wurde, rammte ein palästinensischer Terrorist nahe des Strandes von Tel Aviv ein Fahrzeug in eine Gruppe Fußgänger. Der Italiener Alessandro Parini (35) starb und sieben andere Touristen wurden verletzt, als Yussef Jaber sie mit hoher Geschwindigkeit auf der Kaufmann-Straße traf.

HonestReporting hob die Widersprüchlichkeit dabei heraus, wie die Medienorganisationen solche Vorfälle betrachten, wenn die Opfer nicht Israelis, sondern Touristen sind.

Sky News z.B. gehörte zu einer Handvoll internationaler Medien, die den Auto-Rammanschlag korrekt als „Terroranschlag“ bezeichneten, es aber vorher versäumten das zu tun, als sie über ähnliche Vorfälle mit Israelis berichteten:

Unterdessen spielte der Guardian das Wesen des Anschlags herunter, indem er in einem Artikel lediglich auf „Gewalt in Tel Aviv“ hinwies, der auch die Schüsse in der Westbank auf Israels Abschuss einer aus dem Libanon gesteuerten Drohne in Verbindung brachte:

HonestReporting stellte auch den Direktor der antiisraelischen Hass-Website Electronic Intifada zur Rede, Ali Abunimah, der in den Stunden nach dem Anschlag auf Twitter spekulierte, es habe sich um einen „Autounfall“ handeln können, der das Ergebnis eines „medizinischen Vorfalls“ beim Fahrer gewesen wäre.

Unsere forensische Analyse der einseitigen und verzerrten Berichterstattung über die Gräueltaten führte auch zum Exposé einer CNN-Journalistin, der versucht hatte den palästinensischen Terrorismus in mindestens einem Artikel herunterzuspielen.

Wir deckten auf, dass Tamara Qiblawi, eine Libanesin und CNNs Senior Digital Middle East Producer in London, hatte zahlreiche beunruhigende Äußerungen in ihren Social Media Accounts gepostet; unter anderem verwies sie auf Israel als „ethno-religiösen Exklusivstaat“ und  bezweifelte, ob „muslimische Terroristen“ für den Anschlag auf Charlie Hebdo in Frankreich verantwortlich waren.

Diese Woche beschrieben wir ausführlich, wie zahlreiche Nachrichtenorgane fälschlich berichteten, dass Israel allein verantwortlich für die Beschränkung der Zahl der christlichen Gottesdienstbesucher verantwortlich war, denen erlaubt wurde in der Jerusalemer Altstadt dem Ritual des Heiligen Feuers in der Grabeskirche beizuwohnen.

Ein durchgesickerter Brief, in dem stand, dass es eigentlich der Ingenieur der Kirche war, der die Menschenmenge auf 1.800 innerhalb der Kirche und weitere 200 im Hof beschränkte, nicht die israelische Polizei:

Die Fakten verwässern: Israel, die Palästinenser und der Zugang zu Wasser

Verfasst 20. April 2023 von spotplenni
Kategorien: Israel, Palästinenser

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Chaim Lax, HonestReporting, 11. April 2023

Eine der bösartigsten Lügen, die weiter über Israel verbreitet werden, ist die Behauptung, dass der jüdische Staat der lokalen Palästinenser-Bevölkerung gezielt den Zugang zu Trinkwasser verweigert, was im Effekt eine wasserbezogene humanitäre Krise in der Westbank und dem Gazastreifen schafft.

Diese Verleumdung, die von Influencern in den sozialen Medien, einer Reihe von Nachrichten-Organen und Schlüssel-NGOs verbreitet wird, wird in der Regel auf eine Reihe falscher und irreführender Behauptungen gestützt: dass israelische Behörden lokalen Palästinensern Wasser vorenthalten, dass Israel Wasser stiehlt, das rechtmäßig den Palästinensern gehört und dass Israel zielgerichtet palästinensische Wasserquellen verunreinigt.

Wie zu sehen sein wird, haben all diese Anschuldigungen keine Grundlage in Fakten und sollen einzig Israels Ansehen auf der internationalen Bühne beschmutzen.

Verweigert Israel den Palästinensern Zugang zu Wasser?

Wenn es um die Wasser-Verleumdung geht, dann lautet eine der beliebtesten Anschuldigungen gegen den Jüdischen Staat, Israel verweigere den Palästinensern Zugang zu Wasser in der Westbank (oder schränkt ihn stark ein).

Diese Anschuldigung erfolgt auf Grundlage einer Manipulation der Geschichte sowie einer irreführenden Darstellung der aktuellen Wasserordnung in der Westbank.

Vor 1967, als Israel die Kontrolle über die Westbank gewann, war das Wassersystem  in der Region veraltet und ineffizient.

Einige große Städte hatten zwar Zugang zu einem Pipeline-System, das vom britischen Mandat Jahrzehnte früher installiert wurde, aber der größte Teil der palästinensischen Bevölkerung war auf uralte Aquädukte und örtliche Brunnen angewiesen.

Nach dem Sechstage-Krieg unternahm Israel Schritte, um das Wassersystem der Westbank zu verbessern und die Pipelines auszuweiten.

Als in der Westbank in den 1970-er Jahren erstmals jüdisch-israelische Gemeinden gebaut wurden, arbeitete die israelische Zivilverwaltung daran, diese Gemeinden mit den Nationalen Wasserleitungssystem des jüdischen Staates zu verbinden. Gleichzeitig verband es auch die palästinensischen Bevölkerungszentren mit demselben Wasserleitungssystem.

Wegen dieser Überholung des Wassersystems der Westbank zwischen 1967 und 1995 verdoppelte sich die Versorgung der Palästinenser mit Waser beinahe und der Pro-Kopf-Wasserverbrauch der Palästinenser nahm beträchtlich zu, so dass er sich dem israelischen Niveau an.

Es sollte festgehalten werden, dass Israel Wasser nur an etablierte palästinensische Gemeinden in der Westbank liefert und nicht an die, die in Area C illegal gebaut worden sind.

1995 unterschrieben Israel und die palästinensische Autonomiebehörde als Teil des Oslo II-Interimsabkommens eine detaillierte Vereinbarung, die als Wasser-Abkommen bekannt ist.

Als Teil des Abkommens erkannte Israel palästinensische Wasserrechte in der Westbank an (mit Ausnahme der Rechte, die in einer Endstatus-Vereinbarung festgelegt werden sollten); während auch eine gewisse jährliche Menge an Wasser für die lokalen Palästinenser zugesagt wurde. Laut des Abkommens muss der Rest des palästinensischen Wasserbedarfs von der palästinensische Autonomiebehörde erbracht werden.

Das Abkommen gründete auch die das Joint Water Committee (JWC – gemeinsames Wasserkomitee), ein Zweiparteien-Gremium, das sich zu gleichen Teilen aus israelischen und palästinensischen Vertretern zusammensetzte, die den Wassergebrauch von Israelis wie Palästinensern in der Westbank ermöglichen sollte.

Obwohl es anfangs nur fünf Jahre lang dienen sollte, setzte das Mandat des JWC immer weiter verlängert, während zukünftige Friedensverhandlungen hinausgezögert wurden und eine Endstatus-Vereinbarung immer noch nicht erreicht wurde.

Als Teil des Wasser-Abkommens ist Israel verpflichtet die Westbank-Palästinenser mit 31 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr zu versorgen, liefert aber sogar viel mehr als vorgeschrieben. Aktuell liefert Israel ein Viertel des gesamten von der palästinensischen Autonomiebehörde verbrauchten Wassers in der Westbank.

Teil dieser erhöhten Wassermenge kommt aus der Quote des Wasser-Abkommens für die jüdisch-israelischen Gemeinden in der Westbank. Während nachhaltige Technologie es diesen Gemeinden ermöglicht sich weniger auf Grundwasser angewiesen zu sein, wird jegliches übrige Wasser aus der Quote für diese Gemeinden dann an die Palästinenser verteilt.

Während die Palästinenser zusätzlich für das Wasser zahlen, das ihnen von Mekorot, Israels nationalem Wasserversorger, geliefert wird, ist der von Israel und der PA festgelegte Preis sogar niedriger als der von israelischen Konsumenten gezahlte.

Wenn also Israel seine Verpflichtungen gegenüber der palästinensischen Autonomiebehörde im Rahmen des Wasser-Abkommens übertrifft und die Mehrheit der Wasserbrunnen in der Westbank Palästinensern gehört und von diesen betrieben wird, was ist dann für Wasserknappheit verantwortlich, die palästinensische Kommunen betreffen?

Dier Hauptfehler liegt bei der palästinensischen Wasserbehörde (PWA – Palestinian Water Authority), die mit der Verwaltung der Wasserversorgung der Palästinenser beauftragt ist.

Eine Reihe internationaler Beobachter (einschließlich der Weltbank) haben eine Kultur der Misswirtschaft innerhalb der PWA festgestellt.

Zu dieser Misswirtschaft gehört fehlende Wartung der Infrastruktur, was zu einem Verlust von 335 an Wasser infolge von Lecks und Diebstahl verursacht (dreimal so viel Wasser, wie das israelische Wassersystem verliert), dazu verschwenderischer Wassergebrauch.

Die palästinensische Landwirtschaft nutzt zu 100% Trinkwasser (60% des von der israelischen Landwirtschaft in der Westbank verwendet keine Trinkwasserquellen) und nutzt veraltete Landwirtschaftstechniken, die zu überwässerten Feldfrüchten führt.

Zusätzlich war die PWA nicht in der Lage die Kontrolle über die Wasserquellen in bestimmten palästinensischen Kommunen den lokalen Behörden abzunehmen, was zur Dezentralisierung des palästinensischen Wassersystems und ungezügeltem Wasserdiebstahl führte.

Neben seiner Misswirtschaft beim palästinensischen Wassersystem hat die PA es auch politisiert, indem der JWC unregelmäßig boykottiert wird (um die Verbesserungen von Wasserprojekten zu vermeiden, die israelischen Gemeinden in der Westbank nutzen würde) sowie ein israelischer Vorschlag zum Bau einer Entsalzungsanlage an der Mittelmeerküste zugunsten der Palästinenser in der nördlichen Westbank zurückgewiesen wurde.

Die PA führte das Wassersystem nicht nur schlecht und politisierte es, sondern sie vergeudete auch ihre Ressourcen.

Obwohl viele palästinensische Wasserprojekte vom JWC für die Westbank abgesegnet wurden, sind die meisten davon nie verwirklicht worden, selbst in den Areas A und B der Westbank, wo die PA die Kontrolle über die Infrastruktur hat.

2017 wurde, um die Entwicklung des PA-Wassersystems zu ermöglichen, beschlossen, dass der JWC nicht länger die Zuständigkeit über die Areas A und B der Westbank haben sollte, wo die Mehrheit der Palästinenser lebt. Das hat allerdings den Nutzen für die lokalen Palästinenser eingeschränkt.

Wenn also Palästinenser in etablierten Westbank-Gemeinden unter Wasserknappheit leiden, dann nicht wegen israelischer Knausrigkeit oder Grausamkeit, sondern aufgrund der Unfähigkeit der palästinensisch Wasserbehörde, der Politisierung des Wassersystems und der Trägheit bei der Entwicklung der natürlichen Ressourcen der Westbank.

Stiehlt Israel den Palästinensern Wasser?

Eine weitere beliebte Behauptung zu Wasser gegen den jüdischen Staat lautet, dass Israel Wasser stiehlt, das rechtmäßig der lokalen Palästinenserbevölkerung in der Westbank gehört.

Ganz so wie bei der ersten Behauptung steckt diese voller Fehlinformationen und verdreht die Realität.

Erstens ist es wichtig festzuhalten, dass es infolge der dynamischen Natur von Wasser innerhalb des Völkerrechts keinen Konsens bezüglich des Status von Wasser in umstrittenen Gebieten gibt.

Während das Völkerrecht keinen Konsens erreicht werden könnte, ist rechtlich (d.h. dem Wasser-Abkommen) verankert, dass Israel berechtigt ist eine Teilmenge an Wasser aus der Westbank zu entnehmen.

Was Behauptungen zu israelischem Wasserdiebstahl angeht, so gehen die Anschuldigungen hauptsächlich um die Bergwasserschicht, die größte Quelle von unterirdischem Wasser in der Westbank.

Die Bergwasserschicht ist in zwei Teile geteilt, den östlichen Grundwasserleiter, der unter dem Jordantal verläuft und dem westlichen Leiter, der unter dem westlichen Teil der Westbank und dem Israel von vor 1967 verläuft. Die Mehrheit der westlichen Grundwasserschicht liegt innerhalb des Israels von vor 1967, während die östliche Schicht komplett innerhalb der Westbank liegt.

Noch bevor Israel 1967 die Kontrolle über die Westbank gewann, floss eine große Menge Wasser, das aus der Westbank kommt, infolge der Topografie der Region nach Israel.

Mit dem etablierten Präzedenzfall des auf natürliche Weise ins Israel vor 1967 fließenden Wassers aus der Westbank und der Lage der Mehrheit der westlichen Grundwasserschickt innerhalb des Israel von vor 1967 ist daher klar, dass der jüdische Staat einen bedeutenden Anspruch auf Wasser hat, das innerhalb der Westbank entspringt.

Es sollte auch festgehalten werden, dass die palästinensische Autonomiebehörde zwar  Zugang zu weitgehend unerschlossenem Wasser des östlichen Grundwasserträgers hat, es aber versäumte in diesem Bereich fachgerecht zu bohren und sich stattdessen entschieden hat im Bereich der westlichen Grundwasserträgers illegal zu bohren.

Daher ist die Anschuldigung, abgesehen von der dürftigen Behauptung, dass Israel palästinensisches Wasser stiehlt, eigentlich eine Spiegelung der PA-Aktivitäten in der Westbank, ein direkter Verstoß gegen das Wasser-Abkommen.

Verschmutzt Israel palästinensisches Wasser?

Ganz ähnlich der Behauptung, Israel stehle palästinensisches Wasser spiegelt die Anschuldigung, Israel verschmutze palästinensisches Wasser die palästinensische Autonomiebehörde mehr als den jüdischen Staat.

Während Israel daran arbeitet Wasser zu sparen und die Folge der Verwendung von Wasser auf die Umwelt über Recycling von Wasser zu reduzieren, indem wasserbewusste Anbaumethoden eingesetzt werden und nicht trinkbares Wasser zu entsalzen, unternimmt die palästinensische Autonomiebehörde nichts in dieser Richtung.

In der Westbank wird rund 65% des palästinensischen Abwassers unbehandelt zurück in die Umwelt abgelassen, so dass es die palästinensischen Wasserquellen sowie die israelischen Wasserwege verunreinigt.

Obwohl Auslandsregierungen Mittel für palästinensische Wasseraufbereitung vorgesehen haben, sind die meisten dieser Projekte nicht in Gang gekommen und die Folgen für die Umwelt verschlimmern sich weiter.

Anders als israelische Bauern in der Westbank, die für ihre Landwirtschaft bis zu 80% aufbereitetes Abwasser verwenden, setzen palästinensische Bauern nur Trinkwasser ein, was die lokalen Palästinensern zur Verfügung stehende Menge Trinkwasser reduziert.

Neben der Verschmutzung lokaler Wasserquellen mit palästinensischem Abwasser und den ineffektiven Landwirtschaftstechniken, die Zugang zu Trinkwasser reduzieren, gibt es eine dritte Art von Aktivitäten, die dem lokalen Wassersystem schaden: illegale Wasserbohrungen.

Während Mekorot daran gearbeitet hat Entnahmen aus der Berg-Grundwasserschicht zu reduzieren, um nachhaltige Wasserstände zu erhalten, haben illegale palästinensische Bohrungen in der westlichen Grundwasserschicht den Wasserfluss zu den lokalen Gemeinden reduziert und könnten die Wasserqualität schädigen, wenn die Wasserstände weiter sinken.

Während also Gegner des jüdischen Staates versuchen das internationale Ansehen des jüdischen Staates in Zweifel zu ziehen, indem behauptet wird Israel verschmutze palästinensische Wasserquellen, zeigt das Obige eindeutig, dass Israel weiter daran arbeitet, Umwelt und Wasserquellen in der Westbank zu schützen, während die Nachlässigkeit und die Missachtung der palästinensischen Autonomiebehörde für die Umwelt lokalen Israelis und Palästinensern weiter Schaden zufügt.

Der Fall des Wassers im Gazastreifen

Während das Obige sich hauptsächlich auf die Westbank konzentriert, ist es auch wichtig einen Blick auf die Wasserprobleme im Gazastreifen zu werfen.

Als Teil des Wasserabkommens von 1995 wurden der palästinensischen Obrigkeit die Kontrolle über die Wasser-Infrastruktur im Gazastreifen gegeben, abgesehen von dem, was jüdischen Gemeinden und Militärbasen diente.

Nach dem Abzug aller israelischen Zivilisten und Soldaten aus dem Gazastreifen 2005 gewannen lokale Behörden die komplette Kontrolle über den Wasser-Sektor des gesamten Gazastreifens, wozu 25 Brunnen gehörten, die zuvor von israelisch-jüdischen Gemeinden im Gazastreifen genutzt wurden.

Unter der Kontrolle der Hamas, die 2007 die PA stürzte, wurde das Wassersystem im Gazastreifen allerdings vernachlässigt, was dazu führte, dass 40% seines Wassers infolge von Lecks und Diebstahl sowie dem Einsickern von Salzwasser in die Wasserversorgung verloren ging

Zusätzlich hat die Hamas Material für Terrorzwecke unterschlagen, das für die Wasser-Infrastruktur vorgesehen war (zum Beispiel Rohre), was zu israelischen und ägyptischen Einschränkungen für die Einfuhr von Dual-Use-Material in den Gazastreifen geführt hat.

Gazas palästinensische Herrscher tragen alleine die Verantwortung für das Wasser im Gazastreifen, außer für eine vernachlässigbare Menge an Wasser, das Israel zu liefern verpflichtet ist; diese wurde 2018 verdoppelt. Trotzdem hat Israel zur Verbesserung des Wassersystems im Gazastreifen beigetragen, in dem es zulässt, dass mit Wasser in Verbindung stehende Ausrüstung in die Küstenenklave eingeführt wird, den Bau von Kläranlagen und Entsalzungsanlagen ermöglicht und eine Abwasserleitung verlegt, die den Gazastreifen zu einer Bearbeitungsanlage in der nahegelegenen israelischen Stadt Sderot verbindet.

Damit arbeitet Israel, obwohl es fast keine offizielle Verantwortung für die Wasserqualität im Gazastreifen hat, ständig daran das Wassersystem des Gazastreifens zu verbessern, obwohl er von einer Terrororganisation geführt wird, die entschlossen ist den jüdischen Staat zu vernichten.

Pessah 2002: Die Geschichte zweier Massaker

Verfasst 13. April 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Chaim Lax, HonestReporting, 30. März 2023

Dieses Pessah markiert 21 Jahre seit dem Bombenanschlag auf das Park Hotel in Netanya sowie der Schlacht von Jenin.

Beide Ereignisse werden zwar von den internationalen Medien als „Massaker“ bezeichnet“, aber die Bezeichnung „Pessach-Massaker“ ist bestehen geblieben, während die Behauptung „Massaker von Jenin“ diskreditiert worden ist.

In diesem Text werden wir einen Blick darauf werfen, was ein Massaker ist, warum jedes Ereignis als „Massaker“ bezeichnet wird und warum dieser Begriff auf die Bombe im Park Hotel zutrifft, aber nicht auf die Schlacht in Jenin.

Was ist ein Massaker?

Kurz gesagt ist ein Massaker die massenhafte und mutwillige Tötung einer Gruppe Menschen, die widerstandslos ist, insbesondere von Zivilisten.

Anders als andere belastete Begriffe, die in allgemeinen Gesprächen verwendet werden (so wie „Völkermord“, „Apartheid“ und „Kriegsverbrechen“) gibt es keine gültige Definition des Begriffs „Massaker“.

Das Pessah-Massaker

Der tödlichste Anschlag palästinensischer Terroristen während der zweiten Intifada, das Pessach-Massaker, fand am 27. März 2002 statt.

Am ersten Abend des jüdischen Pessach-Festes war der Speisesaal des Park Hotels in der Küstenstadt Netanyahu vollgepackt mit Gästen, die gekommen waren, um am festlichen Seder-Essen teilzunehmen.

Als das Essen im Gang war, eilte ein Terrorist aus der nahegelegenen Palästinenserstadt Tulkarm am Sicherheitspersonal des Hotels vorbei und zündete mitten in der geschäftigen Feier seinen Selbstmordgürtel.

Dreißig Menschen im Alter von 20 bis 90 wurden getötet und 140 verletzt.

Das schiere Ausmaß des Anschlags in Verbindung mit der Entweihung eines religiösen Festes und der Unschuld der Opfer (von denen viele alte Menschen und eine Reihe Holocaust-Überlebende waren) provozierte in Israel wie weltweit eine heftige und instinktive Reaktion.

Um die Verdorbenheit und Monstrosität dieses Anschlags zu veranschaulichen, bezeichneten Regierungssprecher ihn schnell als „Pessah-Massaker“, wenn sie mit Auslandsmedien sprachen.

Die Bezeichnung wurde von der internationalen Presse aufgenommen, wobei viele der anfänglichen Berichte es als solches bezeichneten (wenn auch als Zitat der Sprecher).

Tatsächlich ist der Begriff so weit verbreitet worden, dass das Magazin Salon einen Tag nach dem Anschlag einen Artikel veröffentlichte, der fragte, ob der Bombenanschlag auf das Park Hotel wegen seines Erscheinens in einer großen Bandbreite der internationalen Medien als das „Pessah-Massaker“ in die Geschichte eingehen würde.

Heute, 21 Jahre danach, wissen wir, dass es so ist.

Der Begriff „Massaker“ ist ein passendes Schlagwort für den Bombenanschlag auf das Park Hotel, weil er sich willkürlich und gezielt gegen eine Gruppe keinen Widerstand leistender Zivilisten richtete, was eine große Zahl von Opfern zur Folge hatte.

Die Schlacht von Jenin: Das Massaker, das nie stattfand
In Reaktion auf das Pessah-Massaker und weitere tödliche palästinensische Terroranschläge, die um dieselbe Zeit stattfanden, begann das israelische Militär die Operation Schutzschild, um die Aktivitäten der palästinensischen Terrororganisationen zu stören und der fortgesetzten Welle palästinensischer Terroranschläge ein Ende zu setzen.
Da die Operation sich auf die Zentren der Terroraktivität in der Westbank konzentrierte, war eine der Schlüsselstellen, gegen die die IDF vorging, das Flüchtlingslager in Jenin, das wegen der großen Anzahl der aus dieser Stadt kommenden Selbstmord-Bomber als „Märtyrer-Hauptstadt“ bekannt war.
Die Schlacht von Jenin, die am 1. April (dem fünften Tag von Pessah) begann, fingen Nachrichtenmedien an, von einem „Massaker“ und anderen „Kriegsverbrechen“ zu berichten, die von israelischen Streitkräften in Jenin begangen worden seien.
Diese Beschuldigungen verbreiteten sich schnell weltweit, wobei eine Vielzahl Journalisten, Aktivisten und Politiker den jüdischen Staat angriffen und eine Untersuchung israelischen Handelns während der elftägigen Schlacht forderte.

Doch bald, nachdem diese Anschuldigungen anfingen die Runde zu machen, wurde klar, dass der Vorwurf eines Massakers in Jenin haltlos war. Die Zahl der getöteten Palästinenser war weit geringer als anfangs berichtet und die weit überwiegende Mehrheit der Getöteten waren Kämpfer. Während es tragisch ist, wenn dabei ein Zivilist in der Hitze des Gefechts getötet wird, stellt das kein „Massaker“ dar.

Warum konnte die Behauptung eines Massakers überhaupt an Fahrt aufnehmen, bevor die Wahrheit ans Licht kam?

Laut Medienanalysten trug eine ganze Reihe von Faktoren dazu bei: Die IDF versäumte es, vor den Kämpfen eine Medienstrategie aufzubauen. Um die Verluste gering zu halten und die Bewegung der israelischen Streitkräfte zu unterstützen, verbot Israel Journalisten den Bereich zu betreten, wodurch diese gezwungen waren sich auf Gerüchte zu verlassen, die aus dem Lager kamen. Sobald Israel Journalisten Zugang zum Schauplatz der Schlacht gewährt hatte, nahmen sie die unbegründeten Behauptungen für bare Münze, die von Palästinensern vorgebracht wurden, um Israels Ansehen in der Öffentlichkeit in Verruf zu bringen.

Obwohl die Behauptung eines Massakers in Jenin widerlegt wurde, glauben selbst 20 Jahre später noch viele, dass dort ein Massaker stattfand.

Einer der Gründe für diese fortbestehende falsche Überzeugung ist, dass dieselben Nachrichtenmedien, die die Vorwürfe eines Massakers in Jenin so schnell verbreiteten, über die Widerlegung der Massaker-Vorwürfe so wenig berichteten und so wenige Journalisten und Redakteure zugaben, dass sie mit der Verbreitung der Lüge des Massakers in Jenin etwas falsch gemacht hatten.

Die Verwendung und der Missbrauch des Begriffs „Massaker“ heute

Der Begriff „Massaker“ ist ein machtvolles rhetorisches Mittel, das Gefühle moralischen Ekels und Abscheus angesichts von frevelhafter Gewalt und Verdorbenheit heraufbeschwört.

Als Israel den Selbstmord-Bombenanschlag im Park Hotel als „Pessah-Massaker“ bezeichnete, war das daher nicht nur eine angemessene Angabe, sondern bedeutete auch die Vermittlung der Ungeheuerlichkeit der Grausamkeit und Monstrosität des Anschlags.

Ähnlich sollte, als die Palästinenser fälschlich behaupteten, in Jenin habe ein Massaker stattgefunden, das nicht nur den jüdischen Staat in Verruf bringen, sondern auch ein instinktive emotionale Reaktion gegen Israel und zur Unterstützung der Palästinenser provozieren.

Im Verlauf der letzten 20 Jahre hat es eine Reihe ähnlicher Fälle gegeben, bei denen mit dem Wort „Massaker“ um sich geworfen wurde, um eine emotionale Reaktion gegen Israel und sein Handeln zu provozieren, selbst wenn der fragliche Vorfall sich nicht als Massaker qualifiziert.

Das schließt die Verwendung des Begriffs „Pessah-Massaker“ durch Al-Jazira ein, um die Tötung gewalttätiger Randalierer entlang der Grenze zum Gazastreifen im März 2018 zu beschreiben, auch für die Behauptung eines zweiten „Massakers von Jenin“ während Zusammenstößen zwischen der IDF und palästinensischen Bewaffneten im Januar 2023 sowie die Beschuldigungen ein Massaker in Nablus bei Zusammenstößen zwischen der IDF und palästinensischen Bewaffneten zur damaligen Zeit angerichtet zu haben.

Wenn das Wort „Massaker“ willkürlich verwendet wird, um einen politischen Punkt zu machen statt einen gewalttätigen Vorfall akkurat zu beschreiben, schwächt das nicht nur die Bedeutung des Wortes, sondern mindert auch den Ernst der Ereignisse, die korrekterweise als „Massaker“ bezeichnet werden, so wie das Massaker durch Baruch Goldstein an muslimischen Betenden 1994 und das Massaker in der arabischen Stadt Kafir Qasim 1956.

Daher ist es wichtig, dass bei der Berichterstattung zu Gewalt-Vorfällen Journalisten ihre Worte sorgfältig wählen, um keine falschen Verleumdungen zu unterstützen oder die Bedeutung der Ereignisse zu mindern, die zurecht als „Massaker“ bezeichnet werden können.

Ramadan in Israel: Es gibt mehr als ins Auge fällt

Verfasst 6. April 2023 von spotplenni
Kategorien: Israel

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Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 28. März 2023

Ramadan, der islamische heilige Monat des Fastens und Gebets, bringt regelmäßig Gewalt in Israel und der Westbank hervor; einige historische Daten legen nahe, dass palästinensischer Terrorismus während der jährlichen Einhaltung des Festes stark zunimmt. Entsprechend haben Journalisten in ihrer Berichterstattung zum arabisch-israelischen Konflikt oft die behaupteten negativen Aspekte des Ramadan betont.

Die alleinige und unablässige Hauptbeschäftigung der Medien mit Gewalt während der Feiertage tut Israels umfangreichen Bemühungen Unrecht freie Religionsausübung für Menschen aller Religionen zu fördern, einschließlich der Millionen Muslime, die in Jerusalem, den israelischen kontrollierten Bereichen der Westbank und im gesamten jüdischen Staat leben.

Ramadan in Israel: 100.000 Betende auf dem Tempelberg

Leider ist wenige über die Versuche aufeinander folgender Regierungen veröffentlicht worden schon vor dem Ramadan die Spannungen zu entschärfen; auch nicht über die Tatsache, dass israelische Behörden jedes Jahr den sicheren Aufstieg hunderttausender muslimischer Pilger zur Al-Aqsa-Moschee ermöglichen, der drittheiligsten Stätte des Islam auf dem Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem.

Zum Beispiel besuchten allein am ersten Freitag des Ramadan mehr als 100.000 Gläubige die Freitagsgebete in der Al-Aqsa, berichten zufolge eine Zunahme von rund 20.000 gegenüber dem Vorjahr. Trotz mehrerer Versuche von Terrororganisationen zu Gewalt an Krisenorten anzustacheln verlief die Veranstaltung weitgehend friedlich.

Im Versuch Palästinensern einen Olivenzweig anzubieten kündigte Israels Regierung im März 2023 eine Reihe von Zugeständnissen zum Ramadan an. Unter anderem erklärte der Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT), dass aus der Westbank Frauen aller Altersgruppen, Kinder bis 12 Jahre und Männer über 55 erlaubt sein wird an Freitagen nach Jerusalem zu kommen, ohne dass sie eine bestehende Einreisegenehmigung brauchen.

Ähnlich wird Palästinensern aus dem Gazastreifen erlaubt ohne Einschränkung in Israels Hauptstadt zu beten, wenngleich von sonntags bis donnerstags. Bemerkenswerterweise wurden im April 2022 von Israels Verteidigungsminister ähnliche Schritte unternommen, nur Tage, nachdem das Land drei fürchterliche Anschläge erlebte, bei dem Terroristen innerhalb von nur einer Woche in Israel 11 Menschen ermordeten.

Um die Bewegung großer Gruppen Gläubiger aus Jerusalem, der Westbank und dem Gazastreifen die in die Altstadt kommen und sie wieder verlassen, zu optimieren, sperrt die israelische Polizei regelmäßig jeden Freitag im Ramadan mehrere Stunden lang Teile der Hebron-Straße ab – eine Hauptverkehrsader in einem vorwiegend jüdischen Bereich.

Zusätzlich verstärkt die Stadtverwaltung Jerusalems die Feiertagsstimmung, indem sie den östlichen Teil der Stadt mit Ramadan-Dekorationen und Lichtern schmückt. 2023 kündigte Bürgermeister Mosche Lion zahlreiche neue kulturelle und Erholungsaktivitäten für arabische Einwohner an; er fügte hinzu, das städtische Sportstätten nachts für Aktivitäten nach den Feierlichkeiten geöffnet und beleuchtet bleiben würden. Die Lokalregierung verteilte auch Lebensmittel-Gutscheine an bedürftige Familien.

In den Tagen vor Ramadan ruft Israels Staatsoberhaupt üblicherweise die Führer der muslimischen Länder überall in der Welt sowie den Vorsitzenden der in Ramallah ansässigen palästinensischen Autonomiebehörde an, um seine Feiertagsgrüße zu übermitteln. Den ganzen Monat über finden  interreligiöse Veranstaltungen mit Religionsführern und Auslandsdiplomaten statt, an denen oft ranghohe Vertreter Israels teilnehmen.

Im Ramadan früher die Arbeit verlassen

Derweil beschäftigt sich das israelische Recht mit den Bedürfnissen von Bürgern, die den Ramadan einhalten. Zum Beispiel wird muslimischen öffentlichen Bediensteten den ganzen Monat Ramadan über erlaubt zwei Stunden später zur Arbeit zu kommen oder sie zwei Stunden früher zu verlassen. Id al-Fitr, der Feiertag, der das Ende des Ramadan markiert, wird für alle muslimischen Beschäftigten als bezahlter freier Tag anerkannt und die meisten Arbeitgeber lassen die Arbeitnehmer am Tag davor früher gehen.

Viele öffentlichen Universitäten haben Sonderregelungen für den islamischen heiligen Monat. An der Hebräischen Universität in Jerusalem werden Dozenten ermutigt Sonderregelungen mit fastenden Studenten zu besprechen sowie ihnen zu erlauben Veranstaltungen und Prüfungen auszulassen, die nach 17 Uhr liegen. Bildungsinstitutionen organisieren zudem festliche Iftar-Essen (Fastenbrechen).

Ein genauerer Blick auf die Ramadan-Feiern in Israel zeigt, dass es mehr gibt, als ins Auge fällt – oder vor die Kameras der Medien kommt. Wir alle hier in Jerusalem wünschen denen, die ihn feiern, ein Ramadan Karim und Eid Mubarak.


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