Posted tagged ‘BDS’

Der „Apartheid“-Mythos: Die anstößige und Verwendung falscher und irreführender Behauptungen zu Israel

17. August 2023

Das Supermodel Bella Hadid postete auf ihrem Instagram-Account mit 58 Millionen Followern Karikaturen, die Palästinenser als „unterdrückt“ bezeichnen. In einem sagt eine Frau zu ihrem Freund: „Es gibt keine ‚Kämpfe‘. Es gibt nur eine israelische Kolonisierung, ethnische Säuberung, militärische Besatzung und Apartheid.“

Diese Apartheid bezieht sich auf die Rassentrennung im Südafrika vor den 1990-er Jahren, die auf Israel nicht ansatzweise zutrifft, schein für die UNO, angebliche Menschenrechtsgruppen und die Medien irrelevant zu sein. Das Merriam-Webster-Wörterbuch definiert „Apartheid“ als „eine ehemalige Politik der Trennung und politischen, sozialen und wirtschaftlichen Diskriminierung der nicht weißen Mehrheitsbevölkerung Südafrikas“.

Vergleichen Sie das mit Israels Beziehung zu den Palästinensern. Seit den Oslo-Vereinbarungen der 1990-er Jahre ist die überwiegende Mehrheit der Palästinenser von der PA bzw. der Hamas regiert worden.

In Israel dienen Araber am Obersten Gerichtshof, als Kampfpiloten, Politiker, Künstler und Sportler. Alles, was Israelis tun, tun arabische Israelis. BDS-Mitgründer und Apartheid-Behaupter Omar Barghouti erwarb seinen akademischen Abschluss an der Universität Tel Aviv.

Nicht nur gibt es die gesetzliche, vom Staat zugelassene Diskriminierung, die die Definition von Apartheid in Israel nicht, sie wird von den Gesetzen und der unabhängigen Justiz des Staates heftig bekämpft. Israels Grundlagengesetze dienen als rechtliche Absicherung, die Schutz von Leben, Körper und Würde in einem demokratischen Staat dienen, mit gleichen Rechten für alle, auch für ethnische Minderheiten.

Israel herauszugreifen, deckt daher ein zweierlei Maß und Fehldarstellung der tatsächlichen und praktischen Zustände im Land auf.

BDS-Bezwinger der Woche: Eugene Kontorowitsch von „Volokh Conspiracy“

27. Oktober 2014

Alex Margolin, HonestReporting, 23. Oktober 2014
(Übersetzung: Yvaine De Winter)

BDSBuster

Das größte BDS-Versagen diese Woche war fraglos die verzweifelte, zusammenhanglose und letztlich unsinnige Reihe von Aussagen und Klarstellungen der American Studies Association (ASA) als Antwort auf Anschuldigungen, ihr akademischer Boykott Israels sei eine Form der Diskriminierung.

Die Gruppe bereitet ihre Jahreskonferenz im November vor, und ihre Politik bei israelischen Gelehrten, die an der Konferenz teilnehmen möchten, geriet unter Beschuss. Am Ende der Woche war nicht mehr klar, was die Gruppe mit ihrem Boykott wirklich will und wer das wirkliche Ziel ist.

Und die wesentlichste Ursache für die wirren Reaktionen der ASA waren die Beiträge von „Volokh Conspiracy“-Blogger Eugene Kontorowitsch, einem Professor an der Rechtsschule der Northwestern University. Der Blog wird von der Website der Washington Post gehostet, die diese Thematik der breiten Masse bekannt machte.

Kontorowitsch zeigte sehr anschaulich, wie man den Spieß umdrehen kann: Er übte Druck auf die Boykotteure aus und offenbarte den substantiellen Mangel im Kern ihrer Handlungen, was ihm bei uns den Titel des BDS-Bezwingers der Woche eingebracht hat.

Zwar war Kontorowitsch nicht für die initialen Anschuldigungen verantwortlich, die zu der nervösen Aktivität führten – diese Ehre gebührt dem American Center for Law and Justice -, aber seine Reihe von Kommentaren führte zu einer breiten Debatte über die Angelegenheit, die sich zu einem gewissen Grad auf negative Aspekte des akademischen Boykotts konzentrierte. In seinem ersten Beitrag von dreien bemerkte Kontorowitsch, die Behauptung der ASA, der Boykott gelte nicht einzelnen Israelis, sondern nur israelischen Institutionen und ihren Repräsentanten, schütze die Gruppe kaum vor Diskriminierungsvorwürfen:

Das Argument der ASA, man würde keine Israelis aussperren, sondern nur Israelis, die als Repräsentanten ihrer akademischen Institutionen teilnehmen, wird der Gruppe wahrscheinlich nicht viel helfen, denn Akademiker nehmen an akademischen Konferenzen normalerweise als Repräsentanten ihrer Institutionen teil. Jedenfalls kommt dieses Argument der Aussage gleich, die ASA diskriminiere nicht so sehr, wie sie hätte diskriminieren können, und das ist keine ratsame Verteidigung bei Diskriminierungsfällen.

Dieser Artikel führte zur ersten krampfhaften Verteidigung des verantwortlichen Direktors der ASA, John Stephens, der entgegen den Informationen auf der Website der Gruppe behauptete, jeder Israeli sei bei der Konferenz willkommen, selbst Repräsentanten israelischer Institutionen.

Stephens versuchte mich über die Politik der ASA in die Irre zu führen, und vermutlich versucht er das auch beim Westin-Hotel. Die eindeutige Politik ist, die Teilnahme von israelischen Gelehrten auf eine Weise zu begrenzen, der keine andere Nationalität ausgesetzt ist.

Als die ASA darauf bestand, israelischen Gelehrten würde es erlaubt, an der Konferenz teilzunehmen, sagte Kontorowitsch, die Position sei eine Umkehrung der ursprünglichen Position:

Klar ist, dass die ASA in einem vielfach publizierten Schritt entschieden hatte, einige israelische Gelehrte zu diskriminieren. Jetzt sagt die ASA, sie würde keine israelischen Gelehrten diskriminieren. Die Konferenz stünde „allen“ offen, so die Gruppe, sogar „Repräsentanten israelischer Institutionen“, wie mir der verantwortliche Direktor der ASA erklärte.

Schlussendlich veröffentlichte die ASA eine Pressemeldung mit der Erklärung, der akademische Boykott bestünde nach wie vor. Aber wenn alle, also auch Repräsentanten israelischer Institutionen, bei der ASA-Konferenz willkommen sind, so ist es klar, dass dieser Boykott nur eine weitere symbolische Geste ist. Und laut Kontorowitsch ist es eine Geste, die der BDS-Bewegung mehr schadet als nützt:

War die ursprüngliche Handlung der ASA wichtig für die Popularisierung solcher Boykotte (zumindest im engen Rahmen der Regionalwissenschaften), ist deren Umkehrung gleichermaßen wichtig für die Botschaft, dass solche Boykotte völlig inakzeptabel sind. Anderen akademischen Gruppen wird es nun extrem schwerfallen, guter Miene einen Boykott anzustrengen, von dem sich die ASA mit so vielen Mühen distanziert hat.

ASA: Bibi bei Konferenz willkommen, nur nicht als Premierminister

24. Oktober 2014

Alex Margolin, HonestReporting, 21. Oktober 2014

asa

Gibt es einen Unterschied, ob Akademiker als Individuen an einer Konferenz teilnehmen oder ob sie die Universitäten, an denen sie lehren, „repräsentieren“?

Für die American Studies Association (ASA) gibt es diesen Unterschied. Die ASA führt diese Unterscheidung angesichts von Behauptungen an, sie wolle israelische Akademiker aufgrund derer nationaler Herkunft in unzulässiger Weise diskriminieren.

Die ASA machte 2013 Schlagzeilen, weil sie einen akademischen Boykott Israels unterstützte. Als Antwort darauf sprachen sich 250 Universitätspräsidenten gegen diesen Schritt aus und nannten ihn eine Verletzung der akademischen Freiheit.

Nun hat sich die Angelegenheit in eine Grundrechtsfrage verwandelt.

Die ASA bereitet sich auf ihre Jahreskonferenz im November vor, macht aber schon jetzt Schlagzeilen – aus den falschen Gründen. Das American Center for Law and Justice schrieb dem die Konferenz berherbergenden Hotel einen Brief mit der Warnung, es setze sich rechtlichen Gefahren aus, wenn Israelis ausgesondert und von der Konferenz ferngehalten würden.

Die ASA antwortete einmal, dann ein zweites Mal, um ihre erste Antwort richtigzustellen. Israelis könnten teilnehmen, würden aber als Individuen behandelt und nicht als Repräsentanten israelischer Institutionen. Selbst Benjamin Netanyahu könne der Konferenz beiwohnen, so ein Sprecher der ASA, „aber im Programm führen wir seinen Titel als Herr Netanyahu auf, und auf seinem Namensschild steht Benjamin Netanyahu“.

Mit anderen Worten, selbst Netanyahu ist auf einer Konferenz willkommen, die von einer Gruppe durchgeführt wird, die Israel boykottiert – solange niemand dazu gebracht wird zu glauben, er sei der Premierminister. Wenn niemand etwas sagt, vielleicht weiß es dann ja niemand.

Der Sprecher fügte hinzu: „Ich sollte betonen, dass die ASA niemanden anerkennen wird, der als offizieller Repräsentant [Israels] teilnehmen möchte.“

Dieses Manöver mag der ASA dabei helfen, zivilrechtlichen Prozessen zu entgehen, aber es wirft Fragen darüber auf, was die ASA wirklich erreichen will. Wird die Regelung so befolgt wie dargestellt, würde dies Israel im Grunde aus der öffentlichen Wahrnehmung löschen. Dies wäre etwas, das viel mit der palästinensischen Antinormalisierungsbewegung zu tun hätte, die jede Bemühung um Zusammenarbeit und Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern verhindern will.

Es erinnert an einen Antinormalisierungsvorfall mit der pro-palästinensischen Reporterin Amira Hass, die zum Verlassen einer Konferenz an einer palästinensischen Universität gezwungen wurde, weil ihr Namensschild sie als jüdische Israeli kennzeichnete. „Ein Dozent sagte mir, hätte ich im Registrierungsformular nicht ‘Haaretz’ geschrieben, hätte ich bleiben können“, schrieb Hass nach dem Vorfall.

Der Boykott ist somit nichts weniger als ein Angriff auf Israels Legitimität. Aber wird es Teilnehmern aus anderen Ländern erlaubt, sich als Repräsentanten ihrer Universitäten zu identifizieren? Wenn ja, dann würden Israelis noch immer diskriminiert, aber die ASA käme damit durch.


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