Medien ignorieren Beweise, die zeigen, dass die toten Gaza-„Journalisten“ Terroristen waren

Verfasst 1. Februar 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Rinat Harasch, HonestReporting, 11. Januar 2024

Am 7. Januar berichtete die Medien weithin, dass Israel im Gazastreifen zwei palästinensische „Journalisten“ getötet hatte.

Die Geschichten über den Tod der für Al-Jazira arbeitenden Freiberufler Hamza Al-Dahdouh und den von Mustafa Thuraya, der auch für AFP arbeitete, waren beinahe identisch: Alle hoben die Tatsache hervor, dass der erste der Sohn von Wael Al-Dahdouh war, dem bekannten Chefkorrespondenten des qatarischen Fernsehsenders im Gazastreifen.

Die Geschichte konzentrierten sich auf die persönliche Tragödie des Vaters, der seine direkte Familie im Krieg verloren hatte, aber weiter unter gefährlichen Umständen vom Schlachtfeld.

Die Medien zitierten auch Al-Jaziras Verurteilung der vorsätzlichen israelischen „Inzielnahme2 von Journalisten und erwähnten die Zahl der bisher in dem Krieg getöteten Journalisten, wie die fehlerhaften Daten des Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ – Committee to Protect Journalists) sie anführen.

Kein Medienunternehmen machte sich jedoch die Mühe den eigenen Bericht zu aktualisieren oder zu korrigieren, als die israelische Armee am 10. Januar Beweise veröffentlichte, die zeigten, dass Al-Dahdouh und Thuraya Terroristen waren.

Zum Beispiel ließen Reuters und AP, die für Nachrichtenaktualisierungen bei tausenden Medien weltweit verantwortlich sind, ihre Schlagzeilen unverändert:

Der Bericht von AP beinhaltet zudem eine emotional-kollegiale Note:

Palästinensische Journalisten haben eine entscheidende Rolle in der Berichterstattung über den Konflikt in lokalen und internationalen Medien gespielt, selbst nachdem viele Angehörige verloren haben und wegen des Kriegs gezwungen waren aus den eigenen Heimen zu fliehen.

Eine weitere Nachrichtenagentur, AFP, hatte keine andere Wahl als eine Story über ihren freiberuflichen Mitarbeiter zu veröffentlichen, der nach der Ankündigung der Armee zum Terroristen wurde. Aber auf der sozialen Medienplattform X gibt der einzige Post der der Agentur immer noch Al-Jazira wieder:

Familientragödie

Andere Medien zogen nach.

Die New York Times und die Washington Post betonten Al-Dahdouhs Familientragödie.

Beide Geschichten sagen immer noch, die israelische Armee habe nicht sofort auf die Anfragen um Kommentare geantwortet.

Und die Washington Post ging so weit den Tod von jemandem zu beklagen, der zu seinem Vater als Journalist und Vorbild aufzusehen.

Aber es war die Nachricht von Sonntag, dass sein Sohn  Hamza al-Dahdouh, derjenige, der in seine Fußstapfen trat und Journalist geworden ist, zusammen mit einem weiteren Kollegen, Mustafa Thuraya, getötet worden war, die den tiefsten Eindruck machte.

Nachdem die IDF ankündigte, dass der Sohn in Terrorist des Islamischen Jihad war, hätten die Autoren entdecken können, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, wenn auch in einem anderen Sinn: Bevor er Journalist wurde, war der Vater wegen Terroraktivitäten in Israel in Haft gewesen. Laut einer israelischen Sicherheitsquelle war er mit dem Islamischen Jihad verbunden.

Aber die Story in der Washington Post und die der New York Times wurden nicht aktualisiert.

Dasselbe gilt für CNN, ABC News, BBC und viele andere. Sie wiederholten den tragischen humanitären blick oder Al-Jaziras Behauptungen, verfehlten es aber ihre Artikel zu ändern oder neue zu veröffentlichen, als die neue Information ans Licht kam.

Während einige Medienorgane die unmittelbare Antwort der Armee einschlossen, die besagte, sie habe Terroristen ins Visier genommen, können sie sie nicht mit einer Äußerung ersetzen, die drei Tages später nach gründlicher Ermittlung veröffentlicht wurde. Besonders weil diese Medien sie auch in Artikeln vergraben hatten, die mit Al-Dahdouhs misslicher Lage aufgemacht hatten.

Als die IDF irgendwann Beweise zeigte, die Hamza Al-Dahdouhs Namen auf einem Dokument des Islamischen Jihad zeigte, zusammen mit konkreten Daten, die den anderen „Journalisten“ als Hamas-Kommandeur identifizierten, hätten die Medien ihre ursprünglichen Berichte schnell aktualisieren müssen.

Sie hätten zumindest einen neuen, gesonderten Artikel veröffentlichen müssen, der mit den neuen Informationen aufmacht.

Haben sie aber nicht.

Warum sind die meiden so schnell dabei die unbestätigten Behauptungen des Qatar gehörenden Propagandasenders als Evangelium zu nehmen und Beweise zu ignorieren, die ihre Abwegigkeit beweisen?

Könnte es deshalb sein, weil die Beweise der „falschen“ Seite in diesem Konflikt dienen?

Die Hamas sagt, sie will immer wieder Massaker wie am 7. Oktober… Warum glauben die Medien ihnen nicht?

Verfasst 25. Januar 2024 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rachel O’Donoguhe, HonestReporting, 3. Januar 2024

Nicht lange, nachdem die Hamas-Terroristen nach Südisrael eindrangen, um jede Menge Zivilisten zu vergewaltigen und zu massakrieren, bevor sie hunderte Geiseln zurück  in den Gazastreifen verschleppten, sprach der ranghohe Hamas-Führer Ghazi Hamad mit dem libanesischen Nachrichten-Organ LBCI.

In dem Interview sagte Hamad: „Israel ist ein Land, das auf unserem Land keinen Platz hat.“ Er erklärte, dass es die Aufgabe der Hamas sei „dieses Land zu beseitigen“.

Zu den Gräueltaten des 7. Oktober gefragt, antwortete Hamad:

Wir müssen Israel eine Lektion erteilen und wir werden das immer wieder tun. Die Al-Aqsa-Flut ist nur das erste Mal und es wird ein zweites Mal, ein drittes Mal, ein viertes Mal geben, denn wir haben die Entschlossenheit und die Fähigkeiten zu kämpfen… Niemand würde uns deswegen Vorwürfe machen. Am 7. Oktober, 10. Oktober, eine Million – alles, was wir tun, ist gerechtfertigt.

Es kann keinen Zweifel geben, was die Hamas und ihre Ziele angeht: Die Terrororganisation will Israel und jeden einzelnen seiner Bürger vernichten.

Die Führer der Hamas haben die Tatsache nicht versteckt, dass sie glauben, das Massaker vom 7. Oktober sei gerechtfertigt und dass sie versuchen werden die Schrecken immer und immer wieder zu wiederholen.

Genauso hat die Hamas vor dem 7. Oktober nie ihre völkermörderischen Ziele verborgen, die in ihrer Charta gründen, die gelobt, dass der Islam Israel „auslöschen“ wird.

Warum stellen die Medien dann die Hamas als brauchbaren Friedenspartner dar, während sie implizit suggerieren, der Extremismus der Terrororganisation sei, zumindest teilweise, ein Reaktion auf die rechte Falken-Regierung, die 2022 gebildet wurde?

In einem aktuellen Op-Ed im Guardian argumentiert Peter Hain, ein ehemaliger britischer Nahost-Minister, während Israel der Hamas militärisch Schade zufügte kann es nicht hoffen sie totale zu vernichten, denn die „Hamas ist eine Bewegung und eine Ideologie, die Netanyahus Extremismus in vieler Hinsicht zu fördern half“.

Er fügt hinzu: „Rechte israelische Regierungen haben ernsthafte Verhandlungen mit Palästinas ‚moderaterer‘ Partei, der Fatah des verstorbenen Yassir Arafat, seit dem Camp David-Gipfel 2000 hintertrieben – vor mehr als 20 Jahren. Sie haben zudem die Einwohner des Gazastreifens durchweg unterdrückt, einen fast ständigen Belagerungszustand  verhängt. Überrascht es wirklich, dass viele Palästinenser sich verzweifelt  an die extremistische Alternative Hamas gewandt haben?“

Hier muss mit mehreren Punkten geantwortet werden.

1. Die Behauptung der „Extremismus“ des Premierministers Netanyahu habe geholfen die Hamas zu fördern, ist nicht nur falsch, sondern grob beleidigend.

Was immer man von Netanyahu hält, er ist keinesfalls verantwortlich für die Förderung der verdrehten Ideologie der Hamas. Die Hamas ist nicht nur deutlich älter als Netanyahus Regierungen, sondern – was aus Ghazi Hamads Kommentaren deutlich hervorgeht – sie hat geschworen Israel ungeachtet dessen anzugreifen, wer dort regiert.

2. Hain hat offenkundig Unrecht, wenn er suggeriert die Palästinenser im Gazastreifen „wandten sich verzweifelt der extremistischen Alternative Hamas zu“, nachdem Camp David fehlschlug und dem, was er als „fast ständigen Belagerungszustand“ beschrieb.

Die Blockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten betrieben wird, begann 2007 und kam, nachdem die Palästinenser die Hamas wählten und nachdem sie einen internen Krieg gegen die Rivalen der Hamas führten, die sie aus dem Gebiet vertrieben.

3. Es ist eine Lüge, dass  rechte israelische Regierungen seit Camp David „ernsthafte Verhandlungen hintertrieben“ haben. Es hat seit 2000 zahlreiche Versuche Israels gegeben, die Friedensgespräche wieder in Gang zu bringen und Netanyahu selbst gab 2011 zu, dass Israel Land würde aufgeben müssen, um „echten Frieden“ zu schaffen.

Hain erklärt weiter, dass eine friedliche Lösung zu finden beinhalten müsse, dass die Hamas mit am Verhandlungstisch sitzt; dazu argumentiert er, Diskussionen, die nur die diskreditierte palästinensische Autonomiebehörde involvieren, zum Scheitern verurteilt sind.

Und hier liegt das Problem – Hain hat, wie viele andere Kommentatoren, Unrecht, wenn er glaubt, die Hamas könne jemals ein friedliebender Nachbar Israels sein.

Die Hamas hat geschworen, dass sie nie aufhören wird anzugreifen, bis Israel und alle  Juden tot sind.

Warum glauben Leute wie Peter Hain, die Hamas werde plötzlich ihr völkermörderisches Tun aufgeben, wenn eine weniger rechte israelische Regierung an der Macht ist?

Israels Krieg gegen die Hamas beweist, dass Gaza nie ein Freiluftgefängnis war

Verfasst 24. Januar 2024 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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HonestReporting, 15. Januar 2024

Vor dem 7. Oktober liebten die Medien und andere es das Narrativ zu puschen, der Gazastreifen sei ein Freiluftgefängnis, vergleichbar mit einem Nazi-KZ.

Das Leben im Gazastreifen unter der Herrschaft der Hamas hat seine Herausforderungen, aber in Wahrheit kommt das einer akkuraten Beschreibung nicht einmal nahe.

Israelische Medien kritisiert, sie „zeigen nicht genug vom Leid der Palästinenser“ – während die palästinensischen Medien das Gemetzel vom 7. Oktober feiern

Verfasst 18. Januar 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 8. Januar 2024

Die Schwesterzeitung des Guardian, The Observer, veröffentlichte kürzlich einen Artikel, der sich gegen israelische Journalisten richtete.

Der Text von Emma Graham-Harrison und Quique Kierszenbaum mit dem Titel „Journalisten betrachten ihre Rolle als Beitrag zum Sieg – wie das israelische Fernsehen über den Gaza-Krieg berichtet“ beschreibt, dass die israelischen Medien bisher eine „einheitlich patriotische Vision der Realität“ bieten, seit die Hamas Israel angriff:

Eine „Geeint werden wir siegen“-Parole steht bei den meisten Fernsehnachrichten und Talkshows auf dem Bildschirm. Politiker sehen sich heftiger Kritik gegenüber, aber Befragungen des Militärs, seiner Strategien, seiner Generäle und einfacher Truppen erfolgt verhalten.

Die leidenden Zivilisten des Gazastreifens kommen kaum vor, sagen altgediente Journalisten drei Monate nach Beginn einer israelischen Offensive, die mehr als 22.000 Menschen getötet, fast 2 Millionen vertrieben und fast die Hälfte der Bevölkerung an den Rand einer Hungersnot gebracht und von Krankheiten heimgesucht hat.

Die Botschaft an israelische Journalisten, behaupten Graham-Harrison und Kierszenbaum, ist klar: „Wenn du nichts Vereinendes zu sagen hast, dann halt einfach den Mund.“

Diese Kritik an den israelischen Medien ist bizarr; sie wiederholt eine ähnlich geschmacklose Analyse des BBC-Sicherheitskorrespondenten Jeremy Bowen, der israelische Nachrichtensender kritisierte, sie würde sich zu sehr auf das Trauma des Landes nach den Angriffen vom 7. Oktober konzentrieren und nicht genug auf das Leid der Palästinenser.

Wie bei Bowen ist der Punkt, den Graham-Harrison und Kierszenbaum bei ihrer jüngsten Verurteilung der israelischen Presse übersehen, dass es für kein Land, einschließlich seiner Medien, ungewöhnlich ist sich in Kriegszeiten zusammenzuschließen, insbesondere, wenn es sich einem Kampf ums Überleben gegenüber sieht.

Wie wir früher schon festhielten, werden die israelischen Medien, wenn der Krieg vorbei ist und die Nation um ihre gefallenen Soldaten getrauert hat, analysieren, wie der Krieg geführt wurde, was eine Untersuchung der militärischen Taktiken beinhalten wird und ob die palästinensischen (wie auch die israelischen) Opfer hätten vermieden werden können.

Der Artikel geht dann auf das ein, was als die „Trennung“ beschrieben wird, die Israelis verspüren, weil ihr Schmerz und Trauma wegen der Gräuel vom 7. Oktober ignoriert werden:

Der ehemalige nationale Sicherheitsberater Eyal Hulata hat eine „Trennkuppel“ beschreiben, die vom Trauma des 7. Oktobers geschaffen ist; in dieser sind die Israelis isoliert, getrennt von der Welt, die ihren Schmerz und ihrer Angst nicht versteht, dass die Hamas zurückkehren könnte.

Die Abschottung läuft übrigens in beide Richtungen. Die Israelis haben das Gefühl, dass ihre Qual infolge von Massenmord und Verschleppung ignoriert wird, aber die israelischen Medien präsentieren ihrem Publikum eine Realität vor, in der palästinensisches Leid kaum existiert.

Aber hier haben Israels Kritiker völlig übersehen, dass diese Trennung alles andere als in beide Richtungen verläuft.

Tatsächlich wäre das Argument „beide Richtungen“ nur dann stichhaltig, wenn die palästinensischen Medien seit dem 7. Oktober Aufnahmen der Hamas-Gräuel gesendet hätten, würden sie das Leiden der Israelis zeigen, die Familienmitglieder verloren und deren Verwandte als Geiseln gehalten werden.

Es ist eine seltsame Welt, in der die israelische Presse dafür gescholten wird, dass sie palästinensisches Leid nicht ausreichend detailliert zeigt, während wenig zu der Tatsache gezeigt wird, dass die palästinensischen Nachrichtenmedien das Massaker vom 7. Oktober sogar feierten.

Der Artikel endet mit einigen Kommentaren von Meron Rapoport, einem Journalisten der israelfeindlichen Truppe +972 Magazine, der behauptet, die „Entmenschlichung der Zivilisten des Gazastreifens“ sei ein Ergebnis einer „langen Abkoppelung von der Berichterstattung zu palästinensischem Leben“.

Im nächsten Absatz deuten Graham-Harrison und  Kierszenbaum an, dass dieser Trend sich fortsetzen könnte, indem er feststellt, dass „Kommentatoren zu arabischen Angelegenheiten alles jüdische Israelis sind und während israelische Medienkorrespondenten in New York und London stationiert sind, es nie reguläre Posten in Ramallah oder Gaza gegeben hat…“

Das stimmt, es hat nie  reguläre Posten für israelische Journalisten in Ramallah oder Gaza gegeben. Aber nachdem man gesehen hat, was die Hamas Israelis antut, wenn sie die Chance dazu bekommt, überrascht es dann wirklich, dass israelische Journalisten nicht live aus dem Gazastreifen berichten?

Offengelegt: Gaza-Fotojournalisten teilten am 7. Oktober Aufruf zum Eindringen nach Israel

Verfasst 11. Januar 2024 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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HonestReporting, 8. Januar 2024

Ein für internationale Medien arbeitender Gaza-Fotojournalist rief am 7. Oktober die Einwohner der Küstenenklave auf die Grenze nach Israel zu überschreiten, nachdem Hamas-Terroristen sie durchbrochen hatten, hat eine Untersuchung von HonestReporting festgestellt.

Mohammed Fayq Abu Mostafa, ein Freiberufler, der für Reuters gearbeitet hat, gab die Kommentare ab, während er begeistert Aufnahmen von Hamas-Gräueln auf Instagram Live im Gazastreifen hochlud, moderiert von, Ashraf Amra, einem weiteren Fotojournalisten.

Amra hat für AP, Reuters und APA Images gearbeitet, außerdem für die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Die Untersuchung stellte auch fest, dass Amra von Hamas-Führer Ismail Haniyeh bei zwei früheren Gelegenheiten mit Küssen geehrt wurde.

Die Enthüllung wirft Zweifel zur journalistischen Unparteilichkeit der beiden freien Fotojournalisten sowie den Überprüfungsverfahren der Medienorgane auf, die sich auf die Arbeit dieser Auftragnehmer verlassen haben.

Die folgenden Informationen wurden auf Grundlage einer Untersuchung der Social-Media-Accounts von Amra und Abu Mostafa zusammengestellt. Wir haben uns auch online veröffentlichte Artikel und Bilder angesehen und Bilddatenbanken relevanter Medien überprüft.

„Wer immer gehen kann – geht!“

Am 7. Oktober moderierte Amra ein Instagram Live aus Khan Junes, um Aktuelles nach dem tödlichen grenzüberschreitenden Angriff der Hamas auf Israel zu liefern, bei dem 1.200 Menschen getötet und rund 240 als Geiseln genommen wurden.

Während der Sendung ließ Amra einen begeisterten Abu Mostafa, der gerade aus dem israelischen Gebiet zurückgekommen war, die brutalen taten zeigen, die er auf seinem Handy in dem heimgesuchten Gebiet aufgenommen hatte. Amra ist lachend und lächelnd zu sehen, während Abu Mostafa Aufnahmen des Lynchmords an einem israelischen Soldaten vorführte:

Abu Mostafa sagte dann: „Wir waren vor zwei Stunden dort, von Anfang an.“

Er beschrieb ausführlich, was er an der Grenze und tief in Israel, in Sderot, sah. Er beschrieb den Einbruch in einen Raum, in dem Israelis sich versteckten, bevor sie von den Hamas-Terroristen mitgenommen wurden.

Dann rief er die Menschen auf über die Grenze nach Israel zu gehen: „Ein Rat: Wer immer gehen kann – geht. Das ist ein einmaliges Ereignis, das nicht noch einmal stattfinden wird.“

Und Amra antwortet: „Wirklich, das wird sich nicht wiederholen.“

Abu Mostafas Fotos von der Grenzen, von denen eines den Lynchmord zu zeigen scheint, den er bei Amra live teilte, wurden gerade erst von Reuters und der New York Times in deren „Bilder des Jahres“ 2023 aufgenommen.

Palästinenser tragen die Leiche einer Person, von der sie sagen, er sei ein von Hamas-Bewaffneten, die am 7. Oktober über die Gaza-Grenze in Bereiche von Südisrael eingedrungen waren, getöteter israelischer Soldat. (Reuters/Mohammed Fayq Abu Mostafa)

Amra war auch früher am Tag an der Grenze. Auf Instagram Live sagte er:

Ich bin gerade aus dem Bereich Khuza’a zurückgekommen, aus der Nähe des Bereichs Khuza’a an der Ostgrenze des Gazastreifens. Dutzende bewaffnete palästinensische Männer stürmen die ganze Zeit die Grenze in Richtung der Siedlungen um den Gazastreifen.

Einige Medien veröffentlichten ein Foto, mit „Ashraf Amra/Anadolu via Getty Images“ als Quellenangabe, das einen Radlader zeigt, der den Grenzzaun durchbricht. Reuters wählte ein weiteres Foto von Amra, aufgenommen am 7. Oktober innerhalb des Gazastreifens, als eines  seiner „Bilder des Monats“ für den Oktober 2023.

Palästinensergruppen brechen am 7. Oktober 2023 mit Hilfe eines Radladers durch einen Zaun, während die Zusammenstöße zwischen Palästinensergruppen und israelischen Streitkräften in Gaza-Stadt weitergehen. (Foto: Ashraf Amra/Anadolu via Getty Images)
Rauch und Flammen quellen aus einem Hochhaus, nachdem israelische Streitkräfte es in Gaza-Stadt trafen, 7. Oktober, Reuters/Ashraf Amra

Im November veröffentlichte HonestReporting ein Exposé, das ernste ethische Fragen bezüglich der frühmorgendlichen Anwesenheit der Fotojournalisten aus dem Gazastreifen – darunter Abu Mostafa – an der durchbrochenen Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel am 7. Oktober.

Wir hinterfragten die Moral und die Professionalität dieser Fotojournalisten, die Hamas-Terroristen bei ihren Ausschreitungen zu begleiten schienen und fragten, wie weit diese Freiberufler vorab von dem Hamas-Einmarsch wussten; wir fragten, ob da nur physische Grenzen überschritten wurden.

Jetzt wird mit der Aufdeckung eines Journalisten, der stolz erklärt, dass er „von Anfang an“ an der Grenze dabei war, gepaart mit seinem Aufruf nach Israel einzudringen, wobei er Hamas-Gräuel zeigt – noch mehr Grenzen überschritten.

Insbesondere als ihm von einem anderen Journalisten dafür eine Plattform gegeben wurde, der glücklich war das mit seinen 188.000 Instagram-Followern zu teilen.

Von Haniyeh geküsst.

Amras Bereitschaft seinen Kanal in den sozialen Medien auf diese Weise zu verwenden, könnte mit der besonderen Weise erklärt werden, wie er von Hamas-Führer Ismail Haniyeh behandelt wurde.

Mitte September wurde Amra vom Führer der Terrororganisation besucht; dieser wurde in einem Krankenhaus in Istanbul wegen einer Verletzung an der Hand behandelt.

Amra wurde verletzt, als er (ohne Presseweste) über die Krawalle an der Grenze des Gazastreifens berichtete und er warf den israelischen Truppen vor ihn gezielt ins Visier genommen zu haben.

Auf den Fotos und in den Videos, die nach dem Treffen veröffentlicht wurden, sieht man Haniyeh, wie er Amras Wangen und Gipsarm küsst.

Laut Medienberichten sagte Haniyeh Amra während des Besuchs, dass er seine Rolle und die der palästinensischen Medien bei der Offenlegung „der Verbrechen der Besatzung“ schätze. Amra antwortete, dass die Verletzung ihn nicht daran hindern werde zu seiner „nationalen Rolle“ zurückzukehren.

Dieser prominente Krankenhausbesuch war nicht das erste Mal, dass Haniyeh den altgedienten Journalisten ehrte, dem er schon 2012 einen Preis verlieh.

Bietet Haniyeh jedem Journalisten aus dem Gazastreifen diese VIP-Behandlung, der bei der Arbeit verletzt wurde? Welcher Art ist seine Verbindung zu Amra? Erklärt das Amras leichten Zugang zur Berichterstattung über die Hamas-Führung und Training im Gazastreifen?

Interessanterweise hat Amra nach Angaben des Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center auch an der Seite von Hassan Eslaiah gearbeitet, einem freiberuflichen Journalisten, dessen Eindringen nach Israel und enge Bande zu Hamasführer Yahya Sinwar in HonestReportings Exposé im November ausführlich beschrieben wurde. Danach brachen AP und CNN ihre Verbindungen zu Eslaiah ab.

All das oben müsste bei Nachrichtgenorganisationen und ihrem Publikum weltweit die Alarmglocken schrillen lassen.

Das Hochgefühl angesichts der Zurschaustellung der Hamas-Gräuel, zusammen mit dem Aufruf nach Israel einzudringen, wo die Hamas unschuldige Israelis am 7. Oktober brutal behandelten, vergewaltigten und ermordeten, ist an sich schon erschreckend. Gleiches gilt für die Schmeichelei, die ihr Tun vom Chef einer völkermörderischen Terrororganisation erhielt.

Es gibt ernste Fragen, an die internationalen Medienunternehmen, die die Arbeit der Fotojournalisten auffällig präsentiert hatten:

  • Haben sie Amra und Abu Mostafa vor der Veröffentlichung ihrer Arbeit überprüft?
  • War sich irgendeines der Medien der Aktivitäten der Fotojournalisten in den sozialen Medien und der Anerkennung Amras durch den Führer einer geächteten Terrororganisation bewusst?
  • Wie genau sehen ihre Überprüfungsverfahren für Freiberufler im Gazastreifen aus?
  • Und wenn es unterschiedliche Verhaltenskodizes  für Freischaffende und feste Mitarbeiter gibt, warum wird das nicht mit jedem einzelnen Artikel offengelegt, an dem ein Freischaffender arbeitet?

Eine Verpflichtung gegenüber journalistischer Ethik sollte der von uns genannten Nachrichtenmedien dazu veranlassen diese sehr grundlegenden Fragen zu beantworten.

Und grundlegende Menschlichkeit sollte sie dazu zwingen diese Fragen zu beantworten.

Durchbrochene Grenzen? Medien präsentieren Bilder von Fotojournalisten aus dem Gazastreifen vom 7. Oktober als „Bilder des Jahres“

Verfasst 28. Dezember 2023 von spotplenni
Kategorien: Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Jeden Dezember suchen die Medien ihre besten Fotos des Jahres aus, die in die Sammlungen kommen, die zeigen, was sie als ihre besten Beispiele für Fotojournalismus halten.

Dieses Jahr allerdings beschlossen die New York Times, Reuters und Associated Press in ihre renommierten Fotogalerien Bilder aufzunehmen, die von Fotojournalisten aus dem Gazastreifen aufgenommen wurden, die am frühen Morgen beim Durchbruch der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel am 7. Oktober anwesend waren und die Gräuel der Hamas einfingen, was ernste ethische Fragen aufwarf, die letzten Monat in einem Exposé von HonestReporting ausführlich beschrieben wurden. Der Artikel fragte, ob nicht nur physische Grenzen verletzt worden sind, sondern auch professionelle und moralische.

Die Veröffentlichung des Artikels am 8. November schuf einen öffentlichen Aufschrei, was AP und CNN dazu brachte die Kontakte zu einem der Fotojournalisten zu kappen, dessen enge Beziehungen zu Hamasführer Yahya Sinwar herausgestellt wurden.

Zusätzlich warnte eine Gruppe von 14 US-Staatsanwälten die Chefs von CNN, der New York Times, Reuters und AP, sie sollten ihre Freischaffenden bessert überprüfen, wollen sie nicht mit Gesetzen gegen die materielle Unterstützung von Terrororganisationen wie der Hamas in Konflikt geraten.

Aber all das hat Amerikas führende Zeitung und die größten Nachrichtenagenturen der Welt nicht davon abgehalten einige der umstrittenen Fotos dieser Freischaffenden noch einmal zu veröffentlichen – und ihren professionellen Wert zu feiern.

„Mutige Fotografen“

Die Fotogalerie der New York Times ist überschrieben: „A Weary World“ (eine erschöpfte Welt) und präsentiert Bilder aus der Ukraine bis zu Hawaii. Sie erklärt Folgendes:

Jedes Jahr versuchen unsere Foto-Redakteure den besten Fotojournalismus in einer intensiven Präsentation einzufangen. Das Jahr in Bildern ist eine Möglichkeit der großen Nachrichtenereignisse von Januar bis Dezember zu gedenken: diejenigen, die uns traumatisierten – und davon gibt es viele – gemischt mit einigen Augenblicken des Glücks.

Dann folgt:

Die hier gesammelten Bilder, ein Tribut an die mutigen Fotografen, die sich in Gefahr brachten, um sie einzufangen, erinnern uns daran, dass es 2023 viele Tränen gab.

Mit dem im Hinterkopf stoßen die Leser auf das folgende Foto des Durchbruchs durch den Gaza-Grenzzauns:

Palästinenser nutzten Erdbaumaschinen, um die Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel zu durchbrechen. Bewaffnete der Hamas drängten über Land, über See und durch die Luft nach Israel ein, ein Überraschungsangriff, der einen ausgewachsenen Krieg auslöste.

Wurde der „mutige Fotograf“, Mohammed Fayq Abu Mostafa für Reuters, von den Eindringlingen bedroht, die die Grenze gestürmt hatten, um Juden zu ermorden und zu vergewaltigen? Oder ließen sie ihn seine Bilder ungestört aufnehmen? Und ist das eine professionelle Leistung, die gefeiert werden sollte?

Reuters wählte ein anderes Bild desselben Fotografen für seine Galerie, die den Titel „Eine Auswahl einiger unserer Top-Nachrichtenfotografie aus aller Welt 2023“ trägt:

Palästinenser tragen die Leiche einer Person, von der sie sagen, sie sei ein von Hamas-Bewaffneten, die in Bereich von Südisrael eingedrungen waren, getöteter Israeli an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen, 7. Oktober 2023

Der Fotograf war eindeutig in der Lage ungehindert vom Lynchmob zu agieren und trug natürlich zur visuellen Botschaft bei, die die Hamas an diesem Tag mit ihrer eigenen Dokumentation des Massakers übermitteln wollte. Und was ist mit dem fehlenden Respekt, der von Reuters mit der Veröffentlichung eines Fotos gezeigt wird, das der Welt das Gesicht eines ermordeten israelischen Soldaten und dessen verstümmelte Leiche zeigt? Hat irgendjemand bei Reuters die Erlaubnis der Familie des Opfers eingeholt? Und noch einmal: Ist das die Art von Journalismus, auf den ein seriöses Presseorgan stolz sein sollte?

„Mit Ethik und Mitgefühl“

AP zog nach. Diese Worte leiten ihre Fotogalerie 2023 ein:

Der Auftrag des Fotojournalismus besteht darin Momente einzufangen, die das endlose Spektrum der menschlichen Erfahrung repräsentieren – und im besten Fall wirklich offenbaren.

Fotografen der Associated Press in aller Welt haben 2023 damit verbracht genau das zu tun – manchmal unter großen Risiken oder persönlichen Strapazen, immer ethisch und mit Mitgefühl und Qualität und einem Auge, das auf immer für das Unvergessliche geschult ist.

Wenn diese Fotografen der Welt begegnen, dann haben sie allerdings oft – von Israel und dem Gazastreifen bis nach Brasilien, von der Mongolei bis zum amerikanischen Kernland und darüber hinaus – keine Ahnung, was sie vorfinden werden, bis es ihnen begegnet.

In der AP-Galerie ist das folgende Foto von Ali Mahmud enthalten:

Palästinensische Militante fahren mit der Leiche von Shani Louk, einer Deutsch-Israelin, während des Angriffs auf Israel vom 7. Okt. 2023 zurück in den Gazastreifen (AP Photo/Ali Mahmud)

Erkannte Mahmud, was ihm begegnete, als er dieser Welt der Hamas-Terroristen „begegnete“, die die Leiche der Deutsch-Israelin Shani Louk herumparadierten? War er überrascht? Zeigte er irgendwelche „Ethik und Mitgefühl“, indem er Fotos ihrer nackten, verschandelten Leiche machte?

Aber warum sollte ein Fotograf solche Überlegungen anstellen, wenn ein Bild wie dieses den Erfolg hat es in die Fotos des Jahres 2023 zu schaffen?

Wie schon im HonestReporting-Artikel vom 8. November erklärt, kommen ernste Fragen allein schon durch die Tatsache auf, dass diese Fotografen zur richtigen Zeit am richtigen Ort eingesetzt waren, um die Einmärsche und Entführungen aufzunehmen.

Die Öffentlichkeit verdient immer noch Antworten. Wie konnten diese Freiberufler wissen, wann sie wo sein sollten, was gaben sie ihren Nachrichtenredakteuren weiter und was könnte sich sonst noch auf ihren Speicherkarten befinden?

Es spricht Bände, dass CNN offenbar beschloss keines ihrer Fotos in die Galerie des Senders für 2023 einzustellen.

Derweil hoffen Medien, dass sie für ihre Marke werben und davon profitieren, dass sie diese Fotos veröffentlichen, besonders wenn sie mit dem Qualitätsstempel „Fotos des Jahres“ versehen werden. Ganz zu schweigen von dem hervorragenden Ruf und Respekt, den die Fotojournalisten selbst erlangen, die für den Job bezahlt wurden.

Wie lautet also die Botschaft dieser Fotogalerien? Zugang ist alles? Es gibt keine Grenzen?

Können die die Aufnahmen der Hamas-Terroristen von ihrem Mordzug in Südisrael aufgrund dieser Logik ebenfalls als mutige Dokumentation der Realität gelten?

Bilder palästinensischer Gefangener lösen Aufruhr und Desinformation in den Mainstream- und sozialen Medien aus

Verfasst 13. Dezember 2023 von spotplenni
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Chaim Lax, HonestReporting, 11. Dezember 2023

Während der letzten Tage sind mehrere Fotos und Videos palästinensischer Männer aufgetaucht (viele davon bis zur Unterwäsche entkleidet), die von israelischen Soldaten in verschiedenen Teilen des nördlichen Gazastreifens gefangengenommen wurden.

Sowohl in den Mainstream-Medien als auch in den sozialen Medien haben diese Bilder ziemlich viel Aufmerksamkeit hervorgerufen; mancher kritisiert die Maßnahmen der IDF und andere verbreiten Fehlinformationen und Verschwörungstheorien.

Was geschieht in diesen Bildern?

Diese Bilder zeigen Männer im militärischen Alter, die im nördlichen Gazastreifen festgenommen wurden.

Nach intensiven Kämpfen zwischen israelischen Soldaten und Hamas-Terroristen, verließen diese Männer in Massen nahegelegene Gebäude und Tunnelschächte und ergaben sich israelischen Streitkräften.

Die Männer wurden dann gefesselt und in einigen Fällen wurden ihnen die Augen verbunden, man brachte sie in Durchgangsbereiche gebracht, wo von israelischen Sicherheitsbeamten festgestellt wurde, ob sie Hamas-Mitglieder oder Zivilisten waren. Waren sie Zivilisten, dann wurden sie aus israelischem Gewahrsam freigelassen.

der Grund, dass so viele in verschiedenen Zuständen ohne Bekleidung fotografiert worden sind, ist der Angst geschuldet, dass sie Sprengstoff und Waffen unter ihrer Kleidung verstecken und darauf warten könnten israelische Soldaten hinterrücks anzugreifen.

Die Angst ist nicht unbegründet, denn die Hamas ist dafür bekannt, dass sie in der Vergangenheit Selbstmordbomber einsetzte und es gibt festgehaltene Vorfälle, bei denen Terroristen Kapitulation vortäuschten, nur um Sicherheitskräfte anzugreifen, sobald sie näher kamen (wie es mit einem „kapitulierenden“ ISIS-Terroristen 2017 im Irak der Fall war).

Da es mehr als einen Monat her ist, dass Israel die Einwohner des nördlichen Gazastreifens aufforderte in den Süden zu evakuieren, ist es auch verständlich, dass die israelischen Streitkräfte bei jedem Mann argwöhnisch sind, der aus Verstecken in Hamas-Enklaven im Norden auftauchen und sie als potenzielle Bedrohung behandeln, bis das Gegenteil festgestellt werden kann.

So machte der israelische Sprecher Eylon Levy in einem aktuellen Interview mit CNN deutlich, dass das das Ergebnis der Entscheidung der Hamas ist sich in eine Zivilbevölkerung einzubetten und ihre Mitglieder gegen israelische Soldaten in Zivilkleidung kämpfen zu lassen, ohne Kennzeichnung, die sie als Kombattanten identifizieren (eine klare Verletzung des Völkerrechts).

Obwohl es nötig ist, dass Gefangene ihre Kleidung ablegen, um sicherzustellen, dass sie nicht bewaffnet oder mit Sprengfallen versehen sind, haben Bilder israelischer Soldaten um fast nackte palästinensische Gefangene in den Mainstream-Medien wie in den sozialen Medien für ziemlichen Wirbel gesorgt.

Ryan McBeth, ein Veteran der US Army und Geheimdienst-Analytiker mit großer Followerschaft in den sozialen Medien, sagte in einem aktuellen Video zu diesem Thema: „Israel macht das, weil das die effektivste Weise ist sicherzustellen, dass niemand eine Selbstmordweste trägt. Die Optik davon ist allerdings weniger gut.“

Wie berichteten die Medien über die Bilder der palästinensischen Gefangenen?

In den Tagen nach der ersten Veröffentlichung dieser Fotos männlicher palästinensischer Gefangener im nördlichen Gazastreifen, berichteten mehrere Mainstream-Medien mit unterschiedlichen Nuancen und Genauigkeit.

Die Berichterstattung in der Times of London wird erst im vierten Absatz erwähnt, dass 2 einige der Männer“ Berichten zufolge „Hamas-Kämpfer waren, die sich der Armee ergaben“.

Dann heißt es zwei Absätze später, dass „israelische Streitkräfte regelmäßig ihre Gefangenen ausziehen, um sicherzustellen, dass sie keine verborgenen Waffen oder Sprengstoff mitführen“.

Sowohl in der Schlagzeile als auch dem Rest des Berichts behauptet The Telegraph, dass die gefangengenommenen Männer ausgezogen und über einen zentralen Platz „paradiert“ wurden, der früher von der Hamas genutzt wurde, was Bilder siegreicher Streitkräfte hervorruft, die ihre gefangenen Feinde vorführen.

Allerdings liefert der Bericht keine Beweise für irgendwelches „Vorführen“ und sein Videobeweis  zeigt lediglich männliche palästinensische Gefangene, die unter dem wachsamen Auge israelischer Soldaten sitzen.

Die BBC begann mit Zitaten sowohl des IDF-Sprechers als auch Eylon Levys, gab dann aber den Kritikern am Handeln der IDF mehr Raum, einschließlich dem palästinensischen Gesandten Husam Zomlog, der sie als „grausame Bilder“ beschrieb und sagte, dass „das einige der dunkelsten Abschnitte der Menschheitsgeschichte heraufbeschwört“.

Während der Entfernung der Kleidung der Gefangenen erwähnt wird, wird das als „erniedrigend“ und „entsetzlich“ bezeichnet, ohne dass ein Grund dafür angegeben wird, warum sie dazu gezwungen wurden. So wird beim Leser der Eindruck israelischer Grausamkeit hinterlassen, statt dem Verständnis, dass die Maßnahme in einer aktiven Kampfzone, wo der Feind sich in die Zivilbevölkerung einbettet.

Genauso verwendete NBC News die Begriffe „erniedrigend“ und „Erniedrigung“ mehrmals, aber mit keinem einzigen Wort, warum israelische Streitkräfte von ihnen verlangen, dass sie bei ihrer Kapitulation ihre Kleidung ausziehen.

NBC News schien auch erpicht davon zu sein Israels Terrorbekämpfungsaktivitäten, indem sie die Gültigkeit bestimmten israelischen Handelns diskreditieren und setzte eine Äußerung der Hamas ein, um Israels Behauptung zu entkräften, dass einige der Gefangengenommenen „aktive Hamas-Terroristen“ waren.

Die New York Times gab israelischen Vertretern vier Absätze zur Erklärung des Handelns der IDF, während den Kritiker der Gefangennahme dieser palästinensischer Männer durch Israel mehr als dreimal so viel gegeben wurde.

Die Beschreibung dieser Gefangenen durch die New York Times als „im Freien gefesselten und bis auf die Unterwäsche Ausgezogenen“ hilft ein falsches Bild dieser Gefangenen zu schaffen, sie seien von der IDF grausam wie Tiere behandelt worden, statt die Realität zu schildern, dass sie gefangengesetzt werden, bis festgestellt werden kann, ob sie feindliche Kombattanten sind oder nicht.

Sky News wiederum gab den von Israel und der IDF vorgebrachten Vorwürfen ausreichend Raum und färbte seine Berichterstattung nicht mit Sprachgebrauch, der Israels Vorgehen in ein negatives Licht setzen soll.

Insgesamt ist das von den meisten dieser Nachrichtenmedien geschaffene Narrativ eines von israelischer Vergeltung und grausamer Rache an palästinensischen Gefangenen statt dem, was tatsächlich ist: ein abgestimmter Versuch die israelischen Truppen vor Angriffen zu schützen, während gleichzeitig in einer aktiven und nervenaufreibenden Kampfzone zwischen Hamas-Mitgliedern und Zivilisten zu unterscheiden.

Wie reagierten die sozialen Medien auf die Fotos von den palästinensischen Gefangenen?

Während viele in den sozialen Medien das falsche Narrativ zu Israels Verhalten im nördlichen Gazastreifen puschten, gingen andere weiter und verbreiteten sowohl Fehlinformationen und Verschwörungstheorien über Israels Umgang mit den Gefangenen.

Manche behaupteten, Israel nehme diese Gefangenen als Geiseln, andere behaupteten, die Bilder dienten als Beweis für die „willkürliche Verhaftung und Folter aller palästinensischer Männer“ während wieder andere sogar so weit gingen zu behaupten, die Gefangenen würden zur Hinrichtung weggeführt.

Bei einem Vorfall wurde das Video von einem Mann, der von israelischen Soldaten angewiesen wird ein Gewehr auf den Boden zu legen, von mehreren Persönlichkeiten in den sozialen Medien wie Muhammad Shehada, Angelo Giuliano und Max Blumenthal dazu benutzt zu behaupten, das sei von der IDF inszeniert, um als „Bild des Sieges“ zu dienen.

Laut dieser Behauptung beweist das Vorhandensein zweier Videos des Mannes, der sein Gewehr ablegt, dass das mehrmals gemacht für die Kamera gemacht wurde.

Diese Behauptung wurde allerdings von denen schnell widerlegt, die bewiesen, dass es in diesen Videos verschiedene Gewehre sind und dass der Mann vermutlich von der IDF ausgewählt wurde, um alle Gewehre zu entfernen, die bei der Gruppe Palästinenser vorhanden waren, die sich dem israelischen Militär ergaben.

Obwohl es unter den palästinensischen Gefangenen Hamas-Mitglieder gab und diese gezwungen wurden ihre Kleidung auszuziehen, um sicherzustellen, dass sie keine verborgenen Waffen oder Sprengstoff dabei hatten, haben die Bilder von über halbnackten Palästinensern stehenden israelischen Soldaten einen Sturm in den Mainstream- und sozialen Medien hervorgerufen.

Der Sturm wegen dieser Fotos hat sich fälschlich gegen Israel und die IDF gerichtet statt gegen die wahren Täter in diesen Bildern: die Terroristen, die sich unter Zivilisten verstecken und sowohl palästinensische Zivilisten als auch israelische Soldaten in Gefahr bringen.

Medien legitimieren Hamas trotz der Gräueltaten vom 7. Oktober als Friedenspartner

Verfasst 13. Dezember 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Rinat Harash, HonestReporting, 6. Dezember 2023

Nach den terroristischen Ausschreitungen der Hamas im südlichen Israel mit einer Orgie an Mord und Vergewaltigung am 7. Oktober erklärte Israel dem naziartigen Feind den Krieg. Niemand bei gesundem Menschenverstand hat das als Gelegenheit für diplomatische Verhandlungen, ganz zu schweigen von Frieden, mit der völkermörderischen Organisation betrachtet.

Doch als Zeit verging ist in der Berichterstattung zum Konflikt in den Mainstream-Medien ein verstörender Trend eingesetzt die Hamas als legitimen Partner zu betrachten.

Die Argumentationslinie ist eine zweifache: Erstens wird behauptet, dass das, was die Hamas tat, zeigt, dass die Palästinenserfrage nicht ignoriert werden kann. Zweitens wird der wahre Charakter der Hamas fehlinterpretiert. Die Schlussfolgerung, wie in den Magazinen The Economist und Foreign Affairs zu sehen war, ist eine stillschweigende Legitimierung des Bösen.

In einem aktuellen Artikel mit dem Titel „Will die Hamas weiter gegen Israel kämpfen oder anfangen über Frieden zu reden?“ erklärt The Economist praktisch für gültig, was die Terrororganisation am 7. Oktober erreichen wollte:

Als die Hamas am 7. Oktober durch die Grenze des Gazastreifens brach, rund 1.200 Israelis tötete und rund 250 weitere verschleppte, katapultierte sie sich mitten ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Das Thema der palästinensischen Eigenstaatlichkeit, das vergessen wurde, weil arabische Staaten mit den Abraham-Vereinbarungen diplomatische Beziehungen zu Israel aufnahmen, wird einmal mehr als der Schlüssel für die Stabilität in der Region betrachtet.

Dann geht er zum zweiten Punkt über: Eine Fehldarstellung dessen, wofür die Hamas steht. Indem behauptet wird, die Terrorgruppe sei in sogenannte „Moderate“ im Ausland und „Extremisten“ im Gazastreifen aufgeteilt, schafft er den absurden Eindruck, dass Frieden mit der richtigen Führung möglich sein könnte:

… das hängt auch von riskanten Kämpfen innerhalb der Hamas ab: zwischen einem radikalen Flügel im Gazastreifen und moderateren Elementen im Exil in Qatar und dem Libanon; zwischen denen, die sich eng am Iran und seiner „Achse des Widerstands“ ausrichten und denen, die engere Beziehungen zu arabischen Regierungen anstreben; und entscheidend darüber, ob man Israel implizit anerkennt oder den Kampf zu seiner Auslöschung weiterführt. Wer diesen Streit gewinnt, wird beeinflussen, ob eine Friedensvereinbarung auf Grundlage eines Palästinenserstaats an der Seite Israels jemals zustande kommt.

Auf dieser Grundlage ist das, was folgt, ein verdrehter Versuch die Gründungscharta der Hamas von 1988, ein Dokument, das dazu aufruft Israel auszulöschen, als irrelevant hinzustellen. Warum? Weil der „moderate“ frühere Hamas-Chef Khaled Meschaal 2017 auf die Veröffentlichung eines revidierten Dokuments drängte, das einen Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 befürwortet.

Nirgendwo erwähnt The Economist, dass Meschaal selbst deutlich gemacht hatte, dass das neue Dokument das Original nicht ersetzt. The Economist ignoriert zudem zahlreiche Expertenmeinungen, die angaben, das neue Dokument sei lediglich ein rhetorischer Versuch der Hamas ihre globale Wirkung zu erweitern, während sie ihre gewalttätigen Aktivitäten weiterführt.

Stattdessen verlässt sich das Magazinauf „Hamas-Leute“, um den Eindruck zu schaffen, dass Yahya Sinwar, der Drahtzieher hinter dem tödlichen Angriff auf Israel vom 7. Oktober und verurteilter Massenmörder, „extremer wurden“, nachdem das Dokument von 2017 es nicht schaffte eine politische Lösung mit Israel herbeizuführen:

Mr. Sinwar hat die neue Charta angenommen, wurde aber extremer, nachdem sie nicht zu einer politischen Lösung mit Israel führte, sagten Hamas-Leute. Der Angriff am 7. Oktober kennzeichnete, dass die Extremisten die Oberhand haben.

Um zu vermeiden der Voraussetzung des gesamten Artikels zu widersprechen, schließt der Economist mit der Infantilisierung der Hamas und sagt, sie müssen aufhören „Friedensverderber“ zu sein – ein rechtfertigender Begriff, der die Selbstbeschreibung der Gruppe als Kriegsverherrlicher verschleiert.

Gut gegen Böse

Ähnliche Muster zum Reinwaschen der Hamas erscheinen in einem aktuellen Text bei Foreign Affairs, dessen Schlagzeile ruft: „Verlängert den Waffenstillstand im Gazastreifen – aber haltet da nicht an.“

Wie der Economist beginnt er mit der Behauptung, die israelisch-palästinensische Frage könne jetzt nicht ignoriert werden. Aber statt Israels Ziel die Hamas auszumerzen als möglichen Weg nach vorne zu betrachten, folgern die Autoren, dass die Terrororganisation (über Mittelsmänner) irgendwann an den Verhandlungstisch eingeladen werden sollte:

… wenn ein verlängerter Waffenstillstand anhält, sollte Washington sofort die Seiten zusammenrufen, die sich im Februar trafen, um über den israelisch-palästinensischen Konflikt zu diskutieren und das sogenannte Aqaba-Kommuniqué auszugeben: Ägypten, Israel, Jordanien, die USA und Vertreter der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Diesmal jedoch sollten die Türkei und Qatar – US-Sicherheitspartner , die Kanäle zum Iran und der Hamas offenhalten – auch eingeladen werden.

Die Erklärung dafür ignoriert komplett die Absichten der Hamas Israel vernichten, wie es in ihrem Gründungsmanifest steht. Statt die Ideologie der Terrororganisation als inakzeptabel oder unrealistisch zu benennen, beschlossen die Autoren von Foreign Affairs Israels erklärtes Ziel „der Hamas ein Ende zu setzen“ als unrealistisch:

Wenn ein verlängerter Waffenstillstand anhält, könnte er den Weg für einen Lösung des derzeitigen Krieges bereiten. Jede Vereinbarung muss Israels Blockade und amtliche Inhaftierung palästinensischer Zivilisten im Gazastreifen beenden. Sie muss auch der Hamas die Fähigkeit verweigern Angriffe auf Israel zu führen. Das erklärte Ziel der israelischen Regierung „der Hamas ein Ende zu setzen“ ist angesichts der Gräueltaten der Gruppe am 7. Oktober verständlich, aber es bleibt unrealistisch. Die Hamas wird als politische Bewegung fortbestehen, solange die Verweigerung palästinensischer Rechte anhält.

Einerseits behauptet der Text: „Es ist hart sich vorzustellen, dass aus den letzten zwei Monaten des Horrors und des Blutvergießens irgendetwas Gutes entstehen kann“; andererseits endet der Text mit einem utopischen Aufruf nach „einem nachhaltigen diplomatischen Prozess“ hin zu „einer sicheren und friedlichen Zukunft“ für beide Seiten.

Aber der Angriff vom 7. Oktober, bei den Hamas-Terroristen israelische Männer, Frauen und Kinder abschlachteten, verstümmelten und verschleppten, sollte jede Ansicht ausgelöscht haben, die die Terrororganisation als politischen Akteur legitimiert.

Warum sind achtbare Medien dieser Tatsache gegenüber willentlich blind, ebenso gegenüber unerschütterlichen, völkermörderischen Ideologie? Warum wird die Hamas zu eliminieren nicht – wie die Eliminierung der Nazis – als wünschenswerte Lösung betrachtet?

Die Antwort scheint – bestenfalls – eine Fehleinschätzung von Gut und Böser zu sein; oder schlimmstenfalls eine stillschweigende Akzeptanz des Letzeren – besonders wenn es sich gegen Juden richtet.

Fotografen ohne Grenzen: Bilder von AP und Reuters zu den Hamas-Gräueln werfen ethische Fragen auf

Verfasst 10. November 2023 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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HonestReporting, 8. November 2023

Am 7. Oktober waren die Hamas-Terroristen nicht die Einzigen, die die Kriegsverbrechen dokumentierten, diese sie bei ihren Mordzügen im südlichen Israel begingen. Einige ihrer Gräueltaten wurden von im Gazastreifen ansässigen Fotojournalisten festgehalten, die für die Nachrichtenagenturen Associated Press und Reuters arbeiten, deren Anwesenheit beim Grenzdurchbruch am frühen Morgen ernste ethische Fragen aufwirft.

Was haben die so früh dort gemacht, an einem Tag der normalerweise ein stiller Samstagmorgen gewesen wäre? War das mit der Hamas koordiniert? Haben die ehrenwerten Agenturen, die ihre Fotos veröffentlichten, ihre Anwesenheit auf Feindgebiet zusammenmit den terroristischen Eindringlingen genehmigt? Haben die freien Fotojournalisten, die für andere Medien wie CNN und die New York Times arbeiten, diese Medien informiert? Geht man nach den Bildern der Lynchmorde, Entführungen und der Erstürmung eines israelischen Kibbuz, dann scheint es so, als sei die Grenze nicht nur physisch, sondern auch journalistisch durchbrochen worden.

AP: Fotojournalisten oder Infiltratoren?

In den Fotonachweisen bei AP zum Grenzgebiet Israel-Gaza am 7. Oktober tauchen vier Namen auf: Hassan Eslaiah, Yousef Masoud, Ali Mahmud und Hatem Ali

Eslaiah, ein freier Journalist, arbeitet auch für CNN, überschritt die Grenze nach Israel, nahem einen brennenden israelischen Panzer auf und fotografierte dann Eindringlinge im Kibbuz Kfar Aza.

HonestReporting hat Screenshots von Eslaias inzwischen gelöschten Tweets auf X, in denen er sich selbst vor dem israelischen Panzer stehend dokumentierte. Er trug keine Presseweste, keinen Helm und die arabische Bildbeschreibung seines Tweets lautete: „Live aus den Siedlungen am Gazastreifen.“

Masoud, der auch für die New York Times arbeitet, war ebenfalls dort – gerade rechtzeitig, um den Fuß auf israelisches Gebiet zu setzen und weiter Panzerbilder zu machen.

Ali Mahmud und Hatem Ali waren in Position, um Bilder der entsetzlichen Entführungen von Israelis in den Gazastreifen aufzunehmen.

Mahmud nahm den Pickup-Truck auf, der die Leiche der Deutsch-Israelin Shani Louk transportierte und Ali machte mehrere Bilder von Entführten, wie sie in den Gazastreifen gebracht wurden.

Interessanterweise sind die Namen der Fotografen, die in anderen Quellen erscheinen, von einigen der Fotos in der Datenbank von AP gelöscht worden. Vielleicht hat jemand bei der Agentur erkannt, dass sie ernste Fragen bezüglich ihrer journalistischen Ethik aufwerfen.

Reuters: Lynchmord als „Bild des Tages“

Reuters hat Bilder von zwei Fotojournalisten veröffentlicht, die ebenfalls zufällig rechtszeitig zum Eindringen der Hamas an der Grenze waren: Mohammed Fayq Abu Mostafa und Ýasser Qudih.

Beide machten Aufnahmen eines brennenden israelischen Panzers auf der israelischen Seite der Grenzen, aber Abu Mustafa ging noch weiter: Er machte Fotos eines Lynchmobs, der die Leiche eines israelischen Soldaten misshandelte, der aus dem Panzer gezogen worden war.

Reuters war so freundlich der Bildbeschreibung eine Warnung beizufügen, aber das hinderte die Redakteure nicht daran, das auf der Datenbankseite ihrer Redaktion schamlos als eines der „Bilder des Tages“ zu kennzeichnen.

Um es klar zu sagen: Nachrichtenagenturen mögen behaupten, dass diese Leute einfach nur ihre Arbeit machten. Kriegsverbrechen dokumentieren kann leider Teil davon sein. Aber so einfach ist das hier nicht.

Inzwischen ist offensichtlich, dass die Hamas ihren Angriff auf Israel vom 7. Oktober sehr lange geplant hatte: sein Ausmaß, seine brutalen ziele und seine massive Dokumentation sind über Monate, wenn nicht Jahre vorbereitet worden. Alles wurde einberechnet – die Stationierungen, das Timing sowie die Verwendung von Bodycams und Handyvideos, um die Gräueltaten zu teilen.

Ist es vorstellbar anzunehmen, dass „Journalisten“ rein zufällig früh morgens ohne vorherige Absprache mit den Terrorristen an der Grenze auftauchen? Und wenn, haben sie die Nachrichtenagenturen informiert? Zweifellos war eine Art Kommunikation nötig – vor, nach oder während des Angriffs – um die Fotos zu veröffentlichen.

Wie auch immer: Wenn internationale Nachrichtenagenturen beschließen für Material zu bezahlen, das unter solch problematischen Umständen aufgenommen wurde, dann dürfen ihre Standards hinterfragt werden und ihr Publikum verdient es darüber Bescheid zu wissen. Und wenn ihre Leute vor Ort aktiv oder passiv mit der Hamas kollaborierten, um die Bilder zu bekommen, sollten sie dafür angeprangert werden die Grenze zwischen Journalismus und Barbarei neu definiert zu haben.

Wiederholung: Das Versagen der Medien die Lektionen aus der Operation Fels in der Brandung von 2014 zu lernen

Verfasst 9. November 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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Chaim Lax, HonestReporting, 5. November 2023

Von den Medien und im Gericht der öffentlichen Meinung einem Donnerwetter unterzogen zu werden, weil es sein Recht auf Selbstverteidigung gegen die Hamas-Terroristen im Gazastreifen, hat Israel früher schon durchgemacht.

Während die Barbarei der Gräueltaten der Hamas und die Intensität der Reaktion des israelischen Militärs beispiellos sind, gibt es Parallelen zwischen dem Tun der Hamas und der Berichterstattung der Medien in diesem Krieg und Israels Operation Fels in der Brandung/Protective Edge von 2014.

Nach diesem Konflikt produzierte der australische Geschäftsmann Robert Magid „Eyeless in Gaza“ [Ohne Augen im Gazastreifen], eine preisgekrönte Dokumentation, bei der Martin Himel Regie führte; dieser folgte Journalisten, die über den Gaza-Konflikt von 2014 berichteten, und entlarvte das einseitige Narrativ, das von den internationalen Medien mit authentischen Aufnahmen und Interviews mit Journalisten erzählte, die bereit waren die tatsächliche Geschichte hinter den Storys anzuerkennen.

Während der aktuellen Operation Eisenschwerter sind nur wenige Auslandsjournalisten in der Lage gewesen in die IDF eingebettet in den Gazastreifen zu kommen, was bedeutet, dass die Berichterstattung und Aufnahmen von vor Ort von einer Mischung palästinensischer Medienmitarbeiter kommt, die für die internationalen und arabischen Medien und von anderen, mit Handys bewaffneten Palästinenser mit riesiger Gefolgschaft in den sozialen Meiden stammen. Einige dieser Influencer, die sich als unabhängige Journalisten identifizieren, sind in einer gemeinsamen Ermittlung von HonestReporting und der Jerusalem Post entlarvt worden.

Trotz der Unterschiede zwischen der Operation Fels in der Brandung und dem aktuellen Krieg, was die Berichterstattung vor Ort angeht, zeigt eine Umfrage der Arbeit von HonestReporting 2014 und Aufnahmen von Eyeless in Gaza (von der unten einiges gezeigt wird) mehrere Gemeinsamkeiten zwischen beiden Feindseligkeiten: Die Verankerung der Terrorinfrastruktur der Hamas in der Zivilbevölkerung, dass Israel für den von den fehlgeleiteten Hamas-Raketen verursachten Schäden, die Bagatellisierung der anhaltenden Raketenangriffe auf Israel und dass Israel für den Konflikt an sich verantwortlich gemacht wird.

Hamas unter Zivilisten: Palästinenser an menschliche Schutzschilde

Während der Operation Fels in der Brandung wurde deutlich, dass die Hamas ihre Terror-Ressourcen in die Zivilbevölkerung Gazas eingebettet hatte, wo sie unter Wohnvierteln Tunnel baute, ihre Bewaffnung an geschützten Orten (wie Moscheen, Schulen und Krankenhäusern) lagerte und Raketen aus dicht besiedelten Gebieten auf Israel schoss.

Das wurde auch von mehreren Auslandsjournalisten bestätigt, die in ihren Berichten darauf verwiesen,  dass bewaffnete Hamas-Mitglieder sich durch zivile Gebiete bewegten, dass die Hamas das Schifa-Krankenhaus in Gaza Stadt als „de facto“-Hauptquartier benutzten und Raketen in einer Moschee lagerten.

(Siehe mehr beim israelisch-kanadischen Journalisten, Autor und früheren AP-Mitarbeiter Matti Friedman im folgenden Video.)

(Video)

Zwei Vorfälle stechen bezüglich Journalisten, die die Verwendung von menschlichen Schutzschilden durch die Hamas hervorheben, aus der Operation Fels in der Brandung heraus.

Bei einem Vorfall berichtete ein Journalist von France24 gerade live direkt neben einer UNRWA-Schule, als eine Rakete auf Israel abgefeuert wurde.

(Video)

Beim zweiten Vorfall konnte eine Crew von Indian TV heimlich ein Hamas-Team filmen, das neben seinem Hotel einen Abschussplatz einrichtete und schließlich von direkt neben dem Hotel eine Rakete auf Israel schoss.

(Video)

Zusammen mit der Verwendung menschlicher Schutzschilde während der Operation Fels in der Brandung gab es auch Berichte, dass Hamas-Mitglieder Palästinenser wie Ausländer davon abhielten in sichere Bereiche des Gazastreifens zu entkommen oder den Streifen ganz zu verlassen.

Im jetzigen Krieg nutzt die Hamas die Zivilbevölkerung des Gazastreifens zynisch als menschliche Schutzschilde.

Die IDF hat Beweise veröffentlicht, dass das wichtigste Hamas-Hauptquartier sich unter dem Schifa-Krankenhaus in Gaza Stadt befindet, dem größten Krankenhaus im Streifen; dass sie Frauen und Kinder als Schutzschilde benutzt hat, um Hamas-Terroristen vor anrückenden israelischen Soldaten zu schützen; und dass sie weiter wahllos aus dicht besiedelten Bereichen Raketen auf Israel schießt.

Zusätzlich hat es zahlreiche Berichte gegeben, dass die Hamas palästinensische Zivilisten blockiert, damit sie nicht aus den nördlichen Gazastreifen in die relative Sicherheit des südlichen entkommen; dazu hat sie auch Sprengsätze an der nach Süden führenden Stadt eingesetzt.

Hamas schießt daneben, Israel wird beschuldigt

Sowohl 2014 als auch 2023 gab es Vorfälle, bei denen Israel für von Hamas-Raketen verursachten Tod und Zerstörung verantwortlich gemacht wurde, weil diese fehl gingen und im Gazastreifen einschlugen.

2014 wurden sieben Kinder bei der Explosion auf einem Spielplatz im Flüchtlingslager Schati im nördlichen Gazastreifen getötet.

Anfangs behaupteten mehrere Medien,  ein israelischer Luftangriff gewesen habe die Explosion verursacht; sie stützten sich dabei auf die Äußerungen von Hamas und palästinensischen Zeugen.

Israel stellte aber bald fest, dass die Explosion in Wirklichkeit von einer fehlgeschossenen Rakete verursacht worden war, die zu kurz flog.

Während die meisten Medien ihre Berichte daraufhin änderten, um den Erklärungen Israels und der Hamas gleiches Gesicht zu geben, was daraus eine „er sagt, sie sagt“-Schilderung machte, war ein italienischer Journalist in der Lage war Israels Aussagen zu bestätigen und twitterte (nachdem er sicher aus dem Gazastreifen heraus war), dass Aussagen von Augenzeugen bewiesen, dass es sich um eine von der Hamas fehlgeschossene Rakete handelte und nicht um einen israelischen Luftangriff.

(Video)

Genauso wurde 2023 eine Explosion am Al-Ahli-Krankenhaus, bei dem eine unbestimmte Zahl an Menschen getötet wurde, von der Hamas einem israelischen Luftangriff zur Last gelegt.

Die Mainstream-Medien verbreiteten anfangs die Behauptungen der Hamas, berichteten, es sei ein israelischer Luftangriff gewesen.

Erst nachdem die IDF zahlreiche Beweise lieferte, um die Behauptungen der Hamas zu widerlegen und zu dem Schluss kam, dass es sich um eine fehlgeschossene Rakete aus dem Gazastreifen handelte, die Schaden und Tod vor dem Krankenhaus verursachte, korrigierten einige Medien ihre Berichte, während andere die falsche Story verbreiteten, Israel sei schuldig.

Im aktuellen Krieg gingen zwischen 10 und 20 Prozent der von Hamas und Islamischem Jihad geschossenen Raketen fehl und landeten im Gazastreifen.

Medien ignorieren Hamas-Raketen

Ein weiteres gemeinsames Thema, das die Berichterstattung der Operation zu Fels in der Brandung sowie Israels jetzigen Krieg gegen die Hamas durchzieht, ist das Fehlen der Berichte über die unablässigen, wahllosen Raketenschüsse der Hamas auf israelische Zivilisten.

2014 vermerkte HonestReporting mehrere Beispiele dafür, dass die Medien die Zahl der Raketen, die auf den jüdischen Staat eintrommelten, entweder herunterspielten oder ihre tödliche Wirkung bagatellisierten.

Genauso deckte HonestReporting 2023 auf, dass verschiedene Medien das anhaltende Raketenfeuer auf Israel entweder komplett ausließen oder sie nur kurz nebenher erwähnten. Gleichzeitig haben diese Medien eine beträchtlichen Teil der Berichterstattung zu Israels Gegenangriffen auf die Hamas im Gazastreifen gewidmet.

Indem sie es  unterlassen angemessen über die fortgesetzte Bombardierung israelischer ziviler  Zentren durch Hamas-Raketen zu beichten, schaffen die Medien ein gefährliches Narrativ, das die Rolle der Hamas bei der Gewalt verschleiert und gleichzeitig Israels Handeln mit der Lupe prüft.

Hamas greift an, Israel bekommt die Schuld

Sowohl Operation Fels in der Brandung als auch der aktuelle Krieg mit Hamas-Angriffen auf israelische Zivilisten angefangen. 2014 war es die Entführung dreier israelischer Teenager, gefolgt von einer Raketensalve auf Israel, die zu Israels Operation im Gazastreifen führte. 2023 war es die beispiellose Invasion der Hamas nach Israel mit dem Massaker an israelischen Zivilisten und der Entführung von Israelis in den Gazastreifen, die den aktuellen Krieg initiierte.

In beiden Fällen versuchten allerdings einige, der Hamas die Handlungsfähigkeit abzusprechen und richteten ihren Zorn auf Israel. 2014 hob die New York Times einen Text von Nathan Thrall hervor, in dem argumentiert wurde, der Krieg sei die Folge der Politik Israels. Genauso haben diejenigen, die der Hamas von Schuld befreien wollen, 2023 die brutale Invasion der Hamas als natürliche Reaktion auf Israels Politik gegenüber den Palästinenser in der Westbank wie im Gazastreifen dargestellt.

Diese Art der grob vereinfachten Analyse ignoriert die völkermörderische Ideologie der Hamas und legt die gesamte Verantwortung für die Gewalt zwischen Israelis und den Palästinensern dem jüdischen Staat zur Last.

Der israelisch-kanadische Journalist Matti Friedman sagte nach der Operation Fels in der Brandung Folgendes:

Wenn du sagst, dass die Hamas antisemitisch ist, wenn du ihre Charta zitierst, wenn du dir zu genau ansiehst, was ihre Ziele sind und wer sie sind, dann würde das das Narrativ zerreißen, laut dem Israel ein Aggressor und die Palästinenser passive Opfer sind, die vernünftige Ziele haben. Ansonsten müssten wir einfach zu dem Schluss kommen, dass das, was du hier hast, eine sehr komplizierte Lage ist, in der es keinen klaren Schurken gibt und es kein klares Opfer gib und eine Lösung nicht nahe ist. Und das wollen Reporter nicht.

(Video)

Statt eines historischen Dokuments aus einem früheren Konflikt, scheint Eyeless in Gaza eine prophetische Warnung an die internationalen Medien zu ihrer Berichterstattung über den heutigen Krieg zu sein. Und es ist klar, dass die Medien nichts aus dem Vorhergehenden gelernt haben.

Reuters macht Israel für das Versagen von Oslo verantwortlich, ignoriert palästinensischen Terrorismus

Verfasst 5. Oktober 2023 von spotplenni
Kategorien: Geschichte, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt

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t Harash, HonestReporting, 10. September 2023

Wenn die größte Nachrichtenagentur der Welt einen Text erstellt, der auf eines der historischen Ereignisse des Nahen Ostens zurückblickt, dann sollte man erwarten, dass er so sorgfältig wie möglich damit umgeht seine Standards der unparteiischen Berichterstattung beizubehalten.

Doch Reuters versagte jämmerlich bei seiner Podcast-Wochenendfolge, die „das Vermächtnis der Oslo-Vereinbarungen“ analysieren sollte und 30 Jahre seit ihrer Unterzeichnung beging.

Man muss sich das anhören, um es zu glauben, aber so fasste der Moderator ihr Versagen zusammen:

Jubel vom Rasen des Weißen Hauses 1993, als der israelische Premierminister Yitzhak Rabin und der PLO-Vorsitzende Yassir Arafat sich die Hände schüttelten.

Aber sofortige Proteste zuhause und Rabin – dem zusammen mit Arafat 1994 der Friedensnobelpreis verliehen wurde – wurde im Folgejahr von einem rechtsextremen jüdischen Israeli ermordet, der gegen das Abkommen war.

Kein Wort von den tausenden Israelis, die während und nach dem Oslo-Prozess durch palästinensische Terroristen ermordet wurden (mehr als 100 allein im März 2002, der die fast täglichen Anschläge und Selbstmord-Bomber in israelischen Städten erlebte).

Kein Wort darüber, dass Arafat ständig großzügige Angebote ablehnte. Kein Wort davon, dass er der Drahtzieher der zweiten Intifada war.

Blankes Schweigen.

Nur die extremistischen Israelis sind laut Reuters‘ verdrehtem Narrativ verantwortlich zu machen.

Aber es wird noch schlimmer.

Der Moderator, in Sorge wegen der Zukunft der Zweistaatenlösung, bittet einen Reuters-Korrespondenten in Jerusalem um eine Erklärung. Was folgt ist über alle Maßen vereinfachte Berichterstattung, die für alles die israelischen Siedlungen verantwortlich macht, während die Palästinenser so hingestellt werden, also würden sie einfach nur gleiche Rechte haben wollen.

Würde ein Außerirdischer dem mit echtem Interesse zuhören, etwas über den israelisch-palästinensischen Konflikt lernen zu wollen, dann würde er glauben, das gesamte Problem sei auf die bösen Juden zurückzuführen, die die Friedenshoffnungen zerschlugen und seitdem ständig die unschuldigen Palästinenser unterdrücken.

Fast die Hälfte des gesamten Podcasts zu diesem Thema ist dem Problem der israelischen Siedlungen, denn der Korrespondent betrauert die Tatsache, dass sie:

wirklich das Erscheinungsbild einer richtigen Stadt haben… von enormen Häusern, manchmal Hochhäusern, die in die Höhe ragen. Wenn man sie ansieht, dann denkt man darüber nach, wie schwierig es sein würde sich aus diesen Siedlungen zurückzuziehen.

Der Korrespondent versäumte es zu erwähnen, dass laut den Oslo-Vereinbarungen die großen Siedlungsblocks (die mit scheinbar beunruhigenden Hochhäusern) dauerhaft unter israelischer Kontrolle bleiben sollten. Diese Blocks, die zumeist nahe der Grünen Linie liegen, sind Heimat der Mehrheit der Siedlerbevölkerung (anders als die Siedler-Außenposten). Sie werden von vielen Israelis als „Konsens“-Siedlungsblocks betrachtet.

Unausgewogene Beurteilung

Aber Reuters ist nicht allein dabei Israel für den Niedergang der Oslo-Friedensvereinbarung die Schuld zu geben.

AFP zieht mit einem Beitrag nach, der die palästinensischen Wasserprobleme detailliert beschreibt (wobei auch Ägyptens Blockade des Gazastreifens ignoriert wird):

Das ultimative Ziel war für viele die Gründung eines Palästinenserstaats, dessen Volk eines Tages frei und friedlich an der Seite Israels leben wird.

Stattdessen sind die israelischen Siedlungen drei Jahrzehnte später überall in der Westbank wie Pilze aus dem Boden geschossen, tödliche Gewalt aus aufgeflammt und der blockierte Gazastreifen ist mit den Ruinen mehrerer Kriege übersät.

Der letzte Satz, der es umgeht die Verursacher der „tödlichen Gewalt“ zu benennen (die überwiegend palästinensisch sind), bezeichnet israelische Siedlungen als „Pilze“. Ist das ein akzeptabler Begriff für einen Text einer Nachrichtenagentur? Ist er aufgeladen mit kritischer, negativer und unausgewogener Beurteilung?

Es überrascht nicht, wenn Publikationen wie The Middle East Eye oder Arab News ähnliche Verfälschung zu betreiben. Aber Agenturen, auf die sich Medienorgane und Nachrichtenkonsumenten weltweit stark verlassen, müssen bei der Darstellung der Fakten bessere journalistische Arbeit leisten. Oder sie zumindest nicht verfälschen.

Die fehlenden Terroristen: Medien bei Berichterstattung über palästinensische Tote vage und uninformativ

Verfasst 28. September 2023 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt

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Chaim Lax, HonestReporting, 21. September 2023

Am 19. und 20. September wurden bei drei verschiedenen gewalttätigen Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften sechs Palästinenser getötet.

Eine wurde getötet, als er sich an gewalttätigen Krawallen am Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel beteiligte, vier wurden bei bewaffneten Zusammenstößen mit israelischen Streitkräften getötet, die in der Terror-Brutstätte Jenin eine Verhaftung vornahmen und einer wurde getötet, nachdem er Sprengsätze auf israelische Soldaten war, die eine Verhaftungsaktion im Flüchtlingslager Aqabat Jaber durchführten.

Von den sechs getöteten Palästinensern waren alle an gewalttätigen Konfrontationen mit israelischen Soldaten beteiligt und mindestens vier waren bekannte Mitglieder von international als Terrororganisationen eingestuften Gruppen.

Allerdings haben einige Mainstream-Medienorgane sowie alternative Nachrichtenquellen in den sozialen Medien dieses wichtige Detail verwischt, wodurch ihr Publikum uninformiert blieb und den falschen Eindruck erhielt, dass diese getöteten Palästinenser vor ihrem Tod nicht aktiv an der Gewalt beteiligt waren.

3 palästinensische Militante bei Zusammenstößen mit der IDF in Jenin heute Abend getötet. Israelische Streitkräfte operierten in dem Bereich, um gesuchte Terroristen zu verhaften, als laut der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Jihad PIJ-Mitglieder das Feuer auf israelische Streitkräfte eröffneten und Sprengsätze zündeten…

Die fehlenden Terroristen: Die vagen Schlagzeilen & nicht informativen Berichte der Medien

Bei der Berichterstattung über diese Vorfälle betitelten mehrere Nachrichten-Organe ihre Artikel ohne jeglichen Verweis auf deren gewalttätigen Hintergrund oder die terroristische Verbindung zu denen, die getötet wurden.

Die Schlagzeile der BBC meldete lediglich: „In der Westbank wurden sechs Palästinenser von israelischen Streitkräften getötet.“

Genauso nutzte die LA Times eine überholte Schlagzeile der Associated Press: „Mindestens 6 Palästinenser in jüngsten Kämpfen mit Israel getötet, sagen Gesundheitsvertreter.“

In ihrem Bericht zu dem Aufeinandertreffen in Aqabat Jaber lautete die Schlagzeile von France24: „Razzia der israelischen Armee in der Westbank tötet Palästinenser.“

Weil Studien zeigen, dass ein großer Anteil der Nachrichtenkonsumenten nur die Schlagzeile lesen und nicht den ganzen Artikel, ist es unerlässlich, dass Nachrichtenquellen unverzichtbare Informationen in ihren Schlagzeilen wiedergegeben werden und nicht nur später in ihren Texten.

Einige Nachrichten-Medien gingen sogar so weit die Tatsache komplett auszulassen, dass die Mehrheit der Getöteten Mitglieder von Terrororganisationen waren oder dass sie alle an Gewalt beteiligt waren.

Forbes identifizierte in seinem Bericht nie die vier Getöteten, die Mitglieder von Terrororganisationen waren.

Überdies behauptete das Magazin lediglich, dass die Palästinenser in Jenin und Aqabat Jaber bei Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Streitkräften getötet wurden. Jeder, der diesen Artikel liest, könnte dann glauben, dass sie nur Zuschauer waren und nicht an der Gewalt Beteiligte.

In einem Text über die eskalierenden Spannungen zwischen Israel und der Hamas schrieb die Washington Post schlicht: „Mindestens fünf Palästinenser wurden Dienstag bei Razzien in Jenin und Jericho getötet.“

In demselben Text wurde auch die Operation gegen den Islamischen Jihad im Gazastreifen im Mai 2023 als „kurzlebigen Feuerwechsel“ beschrieben, „bei dem 33 Menschen im Gazastreifen und zwei in Israel getötet wurden“. Einmal mehr versäumt es die Washington Post zwischen Zivilisten und Terroristen zu unterscheiden, womit das wahre Wesen dieser Ereignisse verschleiert wird.

Genauso beschrieb die Associated Press in ihrem Videobericht über die Razzia in Jenin, dass die israelischen Streitkräfte „Menschen töteten und Dutzende verletzten“.

Voice of America war in einer Fotobeschreibung genauso irrführend, berichtete nur, dass der „die Zahl der Toten in einem Tag der Kämpfe zwischen Israel und den Palästinensern in der besetzten Westbank und dem Gazastreifen auf sechs gestiegen war, vier in Jenin“.

Ohne zu erwähnen, dass alle Toten an Gewalt beteiligt waren und vier als Mitglieder von Terrororganisationen identifiziert wurden, gibt diese Beschreibung kaum das ganze Bild wieder.

Israelfeindliche soziale Medien verbergen Terrorzugehörigkeit

In sozialen Medien waren alternative Nachrichtenquellen ähnlich vage und uninformativ in Hinblick darauf, wer die Getöteten waren sowie der Gewalt die ihren Tod herbeiführte.

Die Times of Gaza bezeichnete die Getöteten als „Bürger, die von israelischen Besatzungskräften bei Massenrazzien getötet wurden“.

Das der Hamas angehörende Quds News Network postete genauso einfach, dass „vier Palästinenser“ nach „einem brutalen Angriff getötet wurden“, ohne Einzelheiten anzugeben.

Die linkextreme MintPress News berichtete ebenfalls, dass „Israel in den letzten 24 Stunden von Gaza bis Jenin sechs Palästinenser getötet hat“, womit sie implizit als unschuldige Opfer und nicht als gewalttätige Mitglieder international als Terrororganisationen eingestufter Gruppen dargestellt werden.

Mariam Barghouti von Mondweiss postete über Mahmud Ali al-Saadi, einem der bei der Operation in Jenin getöteten Terror-Mitglieder, nannte ihn liebevoll mit seinem Spitznamen „chiawara“, den er wegen seiner zierlichen Statur hatte.

Sie erwähnt zwar seinen „Mut dabei das Militär zu konfrontieren“, aber Barghouti verschleiert seine Beteiligung an Gewalt vor seinem Tod, stellt ihn dafür als unschuldiges Opfer israelischer Aggression dar.

Man sollte erwarten, dass die oben erwähnten Accounts in den sozialen Medien, die für ihre antiisraelische Feindschaft bekannt sind, zu denen, die bei den Zusammenstößen mit israelischen Streitkräften in den letzten Wochen so vage und uninformativ sind.

Die Tatsache, dass mehrere Mainstream-Medienorganisationen einen ähnlichen Ansatz verfolgen, sollte aber jedem, der sich wegen differenzierter und informativer Berichterstattung an diese Medien wendet, große Sorgen bereiten.

„Gefixt“: Wie Hitler lobenden Palästinenser die Berichterstattung zum Gaza-Konflikt verdrehen

Verfasst 21. September 2023 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Akiva Von Koningsveld, HonestReporting, 11. August 2022

In einer seltenen Form demonstrativer Kritik an der Hamas beschuldigte die Associated Press (AP) am Dienstag die Herrscher des Gazastreifens des Versuchs Reporter, die in der Küstenenklave arbeiten, mundtot zu machen. Unter neuen Regeln, die die von den USA als Terrororganisation eingestuften Gruppe ausgegeben hat, wurde Palästinenser, die für Auslandsmedien Einreisevisa beantragt haben, gesagt, sie müssten ihre Kollegen immer begleiten und würden für das verantwortlich gemacht, was diese produzieren.

Neben weiteren Einschränkungen ordnete die Hamas die Medien an, nicht über durch fehlgeschossene Raketen getötete Gazaner zu berichten und Israel für die Eskalation mit dem vom Iran gestützten Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ) verantwortlich zu machen.

Nachdem die Vereinigung der Auslandspresse die „schweren, inakzeptablen und nicht zu rechtfertigenden Einschränkungen der Pressefreiheit“ verurteilte, behauptete die Hamas die unterstellte Politik geändert zu haben. Doch wie AP berichtete, „hat die Hamas ihre Erwartungen weiter signalisiert, was eine abschreckende Auswirkung zu kritischer Berichterstattung haben könnte“.

Die Drohung der Hamas ist nur der jüngste Versuch Journalisten einzuschüchtern. Seit sie die Kontrolle über den Streifen 2007 mit Gewalt an sich riss, fordert die Terrororganisation von allen besuchenden Reportern einen vom Regime genehmigten lokalen Sponsor, der ihre Arbeit beaufsichtigt. – in der Regel ein palästinensischer Journalist oder Übersetzer, der der Medienfirma angeheuert wird.

Um die Gefahr dieser Einschüchterung zu dokumentieren, warf HonestReporting einen Blick auf eine der „Fixer“, die halfen die westliche Berichterstattung zum jüngsten Konflikt zwischen den Israelischen Verteidigungskräften und den islamistischen Terroristen im Gazastreifen zu formen.

Fady Hanona von der New York Times drängt zu Raketenangriffen auf Israel

Von den acht Artikeln, die von der New York Times während der vom PIJ initiierten dreitätigen Konflikts gefertigt wurden, geben sechs Fady Hanona als denjenigen an, der aus Gaza Stadt dazu beigetragen hat (s. hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Der freie Producer und Fixer Hanona, der auch von der BBC, dem Guardian und VICE News beschäftigt worden ist, scheint daran zu arbeiten das israelfeindliche Narrativ zu fördern, das von den palästinensischen Terrororganisationen propagiert wird, die die Vernichtung des einzigen jüdischen Staates der Welt anstreben.

Erstens unterstützt er den Erz-Terroristen Marwan Barghouti, hat ich wiederholt auf seinem inzwischen gelöschten Facebook-Profil gestützt. Vor seiner Inhaftierung war Barghouti Mitbegründer der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden und leitete sie; das ist eine Organisation, die während der zweiten Intifada (2000 – 2005) Dutzende Israels mit Selbstmord-Bombenanschlägen und Schusswaffenanschlägen ermordete.

Hanona spielte auch die Flucht von Mitgliedern der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden und des Palästinensischen Islamischen Jihad aus dem Gefängnis im September letzten Jahres herunter. Die meisten Geflüchteten sitzen wegen ihrer Rolle in Anschlägen auf israelische Bürger lebenslange Haftstrafen ab. Ayham Kamaji z.B. wurde wegen der Entführung und Ermordung des Teenagers Eliyhau Ascheri verurteilt.

Tatsächlich unternimmt Hanona keinen Versuch seien Wunsch zu verbergen, dass Israel von der Landkarte getilgt wird; er verweist auf das souveräne Territorium des Landes als das „Land von 1948“, wobei er „Israel“ in Twitter-Posts in Anführungszeichen setzt.

Während der Operation Protective Edge gegen die Hamas 2014 drohte der freie Journalist der New York Times in den sozialen Medien mit der Ermordung von Ghassan Alian, eines israelischen Drusen, der damals die Golani-Brigade der IDF befehligte.

Dann drängte Hanona am 18. August 2014 – nur Tage, bevor ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas in Kraft trat – den palästinensischen „Widerstand“ dazu eine Waffenruhe abzulehnen und die Raketenangriffe auf Tel Aviv fortzusetzen, die zu diesem Zeitpunkt bereits das Leben von fünf Zivilisten gekostet hatte.

In einem weitere Online-Post aus demselben Monat ging er so weit den Naziführer Adolf Hitler ins Feld zu führen, um seinen Standpunkt zur Stärkung der der Kämpfer im Gazastreifen zu unterstützen. „Wie Hitler sagte: Gebt mir einen palästinensische Soldaten und eine deutsche Waffe und ich werde Europa auf seinen Fingerspitzen kriechen lassen“, hieß es in Hanonas Post, der ein unbestätigtes Zitat anführte, das dem Mann zugeschrieben wird, der für die Ermordung von 6 Millionen Juden verantwortlich war.

Der Fixer für die NYT teilte außerdem auf Facebook ein inzwischen gelöschtes Propaganda-Video von Terrorgruppen in Jenin, die ihren Anhängern erzählten, die Palästinenser sollten zur „Kultur der Bekämpfung und Tötung von Israelis“ zurückkehren.

„Ich akzeptiere keinen Juden, Israeli oder Zionisten oder sonst jemanden, der Hebräisch spricht. Ich bin dafür sie zu töten, wo immer sie sind: Kinder, Alte und Soldaten“, behauptete Hanona und fügte hinzu: „Die Juden sind die Söhne von Hunden… Ich bin dafür sie zu töten und zu verbrennen, wie Hitler es machte. Ich werde glücklich sein.“ Laut seines Twitter-Feeds haben Israels Sicherheitskräfte seinen Namen daraufhin mit einer Warnmarke versehen, wenn er eine Genehmigung nach Jerusalem zu reisen beantragte.

CNNs Amira Harouda beklagt die Verhaftung palästinensischer Terroristen

Fady Hanona ist natürlich berechtigt seine persönlichen Meinungen haben, so ignorant und geschmacklos diese auch sein mögen. Aber wie HonestReporting früher schon erklärte, können Fixer und Übersetzer mit einer politischen Agenda mit den Informationen, die sie Journalisten weitergeben selektiv umgehen, schlimmstenfalls die Worte von Interviewten falsch übersetzen, was verzerrte Berichterstattung über den arabisch-israelischen Konflikt zur Folge hat.

Und Hanona ist nicht der einzige Fixer im Gazastreifen mit einer fragwürdigen Bilanz, wenn es um journalistische Ethik geht. Nehmen wir zum Beispiel Amira Harouda, eine freie Journalistin, die für CNN und das Wall Street Journal gearbeitet hat.

Als israelische Truppen im September den Gefängnisausbrecher Zakaria Zubeidi wieder einfing, gab Harouda in einem Facebook-Post ihrer Bestürzung Ausdruck, während sie einen Kommentar likte, der arabische Israelis als „Verräter“ bezeichnete, die der Polizei Terroristen meldeten. Zubeidi hatte einen Anschlag der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden geplant, bei dem sechs Israelis getötet wurden.

CNNs Frauen im Gazastreifen forderten auch die Freilassung von Anhar Al-Deek aus dem Gefängnis, einem Terroristen, dem ein versuchter Stichanschlag auf eine israelische Familie vorgeworfen wird.

Recherchen zeigen immer und immer wieder, dass Nachrichtenkonsumenten Objektivität als eine der wichtigsten Lackmustest für professionelle Journalisten betrachten. Die Fakten zu berichten – ohne Agenda oder Einseitigkeit – wird weithin als wichtigste Aufgabe der Medien angesehen.

Um das öffentliche Vertrauen in die Medien wiederherzustellen, müssen die New York Times, CNN und andere Organe ihre Verpflichtung zur Objektivität wahren.

Daher rufen wir von HonestReporting unsere Abonnenten auf den Bürochef der New York Times in Jerusalem, Patrick Kingsley zu kontaktieren und respektvoll, aber bestimmt zu fordern, dass die „Newspaper of Record2 ihre Beziehung zu Fady Hanona auf der Stelle beendet.

Update, 11. August 2022): Nach der Veröffentlichung dieses Artikels löschte Fady Hanona seine Accounts in den sozialen Medien. Screenshots der fraglichen Facebook-Posts finden Sie hier, hier, here, hier, hier und hier.



Mahmud Abbas‘ anhaltende Altlast der Holocaust-Verfälschung

Verfasst 14. September 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Palästinenser

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Chaim Lax, HonestReporting, 10. September 2023

Vor kurzem erlangte Mahmud Abbas eine Menge Aufmerksamkeit, nachdem das Middle East Media Research Institute (MEMRI) einen Teil einer Rede des Palästinenserpräsidenten in einer Sitzung des Revolutionsrats der Fatah im Augst veröffentlichte.

In diesem siebenminütigen Auszug führte Abbas eine Reihe antisemitischer Sprachbilder, darunter die weithin diskreditierte Theorie, dass europäische Juden von den Chasaren abstammen, dass Juden von den Nazis wegen ihrer „Rolle in der Gesellschaft“ als Wucherer und Saboteure verfolgt wurden und dass Israel dafür verantwortlich war, dass Juden aus arabischen Ländern zur Emigration in den jüdischen Staat gezwungen wurden.

Da dieses Video online Wellen schlug, wurde ein Chor von Verurteilungen gegen den achtzigjährigen Palästinenserführer entfesselt. Regierungsvertreter der USA, Israels, Deutschlands und Kanadas verurteilten Abbas wegen seines Geschichtsrevisionismus und die Rechtfertigung des Holocaust. Die Bürgermeisterin von Paris entzog Abbas die höchste Ehre der französischen Hauptstadt, die ihm 2015 verliehen wurde.

In ihren Berichten bezeichneten die meisten großen Nachrichtemedien die Rede ausdrücklich als „antisemitisch“. Die bemerkenswerteste Ausnahme war Associated Press, die bloß behauptete, seine Kommentare zogen „die Anschuldigungen wegen Antisemitismus aus den USA und Europa“ auf sich.

Selbst bekannte israelfeindliche Persönlichkeiten wie Mehdi Hasan und James Zogby verurteilten Abbas‘ Kommentare.

Allerdings hätten weder Abbas‘ Hausieren mit falschen historischen Theorien, noch seine Rechtfertigung des Holocaust noch dass er die Juden für ihre eigene Unterdrückung verantwortlich machte irgendjemanden überraschen sollen.

Abbas hat seit mehr als 40 Jahren Holocaust-Leugnung und -Verharmlosung betrieben. Und bei wie seine aktuellen Kommentare zeigen, dass der „moderate“ Leiter der palästinensischen Autonomiebehörde nicht vorhat bald damit aufzuhören.

Mahmud Abbas‘ Geschichte der Holocaustverzerrung

Abbas’ beunruhigende Beziehung zum Holocaust und die geschichtliche Akkuratesse erstreckt sich bis 1982 zurück, als er seine Doktorarbeit zu Zionismus und der Vernichtung des europäischen Judentums veröffentlichte.

Die Dissertation mit dem Titel „Die Beziehung zwischen den Zionisten und den Nazis, 1933 – 1945“ ist rappelvoll mit antisemitischen Verfälschungen, darunter der Behauptung, dass Zionisten mit den Nazis gegen die Europäischen Juden kollaborierten, dass der Zionismus und der Nationalsozialismus derselben Ideologie der Rassenüberlegenheit entstammten und dass Zionisten gegen Juden unter Nazi-Kontrolle aufstachelten, um die Immigration zum Land Israel zu steigern.

Abbas behauptet auch, dass die Zahl von sechs Millionen im Holocaust getöteten Juden von den Zionisten übertrieben wurde, um „politisch Profit daraus zu schlagen“ und dass die Zahl der jüdischen Opfer höchstwahrscheinlich unter einer Million liegt.

Bald danach entwickelte Abbas seine These in ein Buch weiter, das den Titel „Das andere Gesicht: Die geheime Verbindung zwischen dem Nationalsozialismus und der Führung der zionistischen Bewegung“.

Das auf Arabisch geschriebene Buch führt Abbas‘ Behauptung breiter aus, dass zionistische Juden für die Auslöschung des europäischen Judentums im Holocaust verantwortlich waren, währen er auch weiter argumentiert, dass die wenigen, die bereit waren die ruchlose Verbindung zwischen den Nazis und den Zionisten aufzudecken, vom israelischem Geheimdienst getötet wurden.

In seinem Buch stellt Abbas auch den Einsatz von Gaskammern durch die Nazis infrage; dazu stützt er sich auf den bekannten Holocaust-Leugner Robert Faurisson.

Mit einem solchen akademischen Hintergrund überrascht es nicht, dass Abbas den Holocaust seine gesamte politische Karriere hindurch weiter bagatellisierte, seine Geschichte verzerrte oder ihn als Rammbock gegen Israel nutzte.

2013 behauptete Abbas in einem Interview, er hätte „70 weitere Bücher über die mutmaßliche Kollaboration zwischen den Nazis und den Zionisten bei der Vernichtung des europäischen Judentums, die ich noch nicht veröffentlicht habe.

2018 behauptete Abbas, die europäische Verfolgung der Juden „richtete sich nicht gegen ihre Religion, sondern gegen ihre gesellschaftliche Funktion, die mit Wucher und Bankwesen und so etwas zu tun hatte“.

2022 beschuldigte Abbas Israel während einer Presskonferenz mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz „50 Holocausts“ an den Palästinenser begangen zu haben.

Sowohl 2018 als auch 2022 schien Abbas nach einem Aufschrei seine Kommentare ein wenig zurückzufahren, indem er den Holocaust als das „abscheulichste Verbrechen der Geschichte“ bezeichnete.

Wie aber Yair Rosenberg im Tablet Magazine aufzeigte, fällt diese Beschreibung des Holocaust in Abbas‘ Weltanschauung.

Laut Abbas war der Holocaust ein furchtbares Verbrechen, aber er war das Nebenprodukt der Kollaboration der Zionisten mit den Nazis. Mit anderen Worten: Juden sind die die Kriminellen, die für die Vernichtung des europäischen Judentums verantwortlich waren.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Mahmud Abbas eine weitere Rede hält oder aus dem Stand einen Kommentar abgibt, der das Ausmaß des Holocaust infrage stellt oder die Juden selbst für die Vernichtung des europäischen Judentums verantwortlich macht.

Werden die Politiker, Medien und Fernsehleute Überraschung und Empörung wie damals heucheln , dass der „moderate“ Chef der palästinensischen Autonomiebehörde solch absurde Bemerkungen macht?

Immerhin hat er von seinen revisionistischen Theorien und ahistorischen Meinungen zum Holocaust nur  mehr als 40 Jahre verbreitet.

Wie der Film „Golda“ zum Mittel für die Verbreitung von Hass wurde

Verfasst 9. September 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 30. August 2023

Schon bevor die mit großem Budget gedrehte Filmbiografie über Israels erste und einzige Premierministerin Golda Meir weltweit in die Kinos kam, sorgte sie für Streit. Für manche gab es den Streitpunkt, dass die britische Oscargewinnerin Helen Mirren als Nichtjüdin die israelische Kultpolitikerin während des Yom Kippur-Kriegs von 1973 spielte.

Und jetzt, wo der Film in den Kinos ist, nutzen ihn einige als Mittel, um den israelischen Staat allgemein zu attackieren.

Zu den Profi-Kritikern, die den Film angreifen, gehört der freie Journalist Noah Berlatsky, der in einem glühenden Interview mit CNN behauptete, er propagiere das „Weiß sein“:

Mirren in Golda spielen zu lassen – eine weiße, international berühmte britische Schauspielerin – ist eine Metapher für die Art und Weise, wie der Film die israelische Identität mit einer allgemein weißen, westlichen Identität verwischt. Auf diese Weise wird Israels Krisenmoment mit einer Tradition triumphalistischer amerikanischer Militärfilme verknüpft, die die Tugend der USA, Israels und des Weiß seins bestätigt.

Natürlich sieht Berlatsky es so, dass der Film „die israelische Identität mit einer allgemeinen weißen, westlichen Identität verwischt“ absurd und spiegelt einen hinterhältigen Trend, in dem Israel durch die Brille der amerikanischer Identitätspolitik betrachtet wird.

Noch beunruhigender ist, dass Berlatsky den Film als nächstes mit anderen „Geschichten weißer militärischer Außenseiter vergleicht, die mühsam kämpften, um nichtweise Feinde zu besiegen“, darunter, so behauptet er, Filme wie „Birth of a Nation“. Für diejenigen, die mit diesem Epos von1915 nicht vertraut sind: Er ist als der „rassistischste jemals gedrehte Film“ bezeichnet worden, der „das Lynchen [von Schwarzen] als etwas Positives darstellt“.

Die Film-Website Awards Watch nutzte ihre Rezension des Films, um Meir bizarrerweise als „Siedlerin“ zu verreißen und ihn dafür zu kritisieren, dass er „die Palästinenser oder irgendetwas anders wie sie in dem Film nicht erwähnt“, was technisch nicht stimmt, weil er eine Montage beinhaltet, die zeigt, wie Araber während des arabisch-israelischen Kriegs von 1967 fliehen.

Jewish Voice for Peace, die radikale antiisraelische Gruppe, die die BDS-Kampagne befürwortet, gab auf Instagram natürlich ihr Urteil zum Film ab; sie beschimpfte Golda Meir als „Rassistin, die Kriegsverbrechen beaufsichtigte“ und behauptet, die Filmbiografie feiere eine Führerin, deren „Vermächtnis das einer gewalttätiger ethnischer Säuberung ist“.

Natürlich ignoriert JVP bequemerweise die Tatsache, dass Meir versuchte Frieden mit den benachbarten arabischen Staaten zu schließen, auch damit, dass sie Ägypten den größten Teil des Sinai anbot, nur Monate, bevor Präsident Anwar Sadat sich Syrien bei einem Überraschungsangriff auf Israel anschloss.

Der Film endet damit, dass Meir mit Sadat über den Friedensvertrag spricht, der mit Ägypten geschlossen wurde, nachdem sie aus dem Amt schied und ihr die Ehre zuerkennt den Weg zum Frieden schon mitten im Krieg begonnen zu haben.

Darüber hinaus zeigen Dokumente, die früher dieses Jahr freigegeben wurden, dass Meir für die Möglichkeit eines Palästinenserstaats offen war.

Der Film feiert die ehemalige Premierministerin als feministische Heldin, die stolz die zionistische Bewegung und einen wachsenden israelischen Staat vertritt. Für Palästinenser und viele andere verkörpern Meir den Zionismus, aber auf Weisen, die dieser Film nicht zeigt.

Für Palästinenser ist Meirs Vermächtnis das einer gewalttätigen ethnischen Säuberung. Seit sie 1969 ins Amt kam, intensivierte sie die gewalttätige Vertreibung von Palästinensern durch die israelische Regierung auf neue Ebenen.

Golda Meir war auch eine wichtige Architektin der Gründung israelischer Siedlungen. Sie ermöglichte die vorsätzliche Vergiftung und den Diebstahl palästinensischen Landes in den 1970-er Jahren, indem sie eine giftige Chemikalie über das palästinensische Dorf Aqraba versprühen ließ, was die dort lebenden Leute verjagte, die durch jüdische Siedler ersetzt wurden.

Meirs Rassismus beschränkte sich auch nicht auf die Palästinenser. Sie verunglimpfte offen Juden aus Ländern wie dem Iran, Libyen, Ägypten und Syrien als „Israel des 16. Jahrhunderts“ und sagte, damit Juden aus diesen Ländern in die israelische Gesellschaft aufgenommen werden, müssten sie „erhöht“ werden.

Mit den Worten der @palestinianyouthmovement: „Es ist nicht so, dass Filme nicht gedreht werden können, um das ‚komplizierte‘ Vermächtnis von Weltführern zu thematisieren; tatsächlich unterstützen wir solche Unternehmungen. Aber Golda ist ein bösartig rassistischer Film, der das israelische Projekt und seine Führer propagieren soll – etwas, das Kinos nicht zeigen dürfen.

Unterdessen postete Craving Palestine, der Selbstbeschreibung nach ein „Online-Marktplatz und eine Bewegung, die das reichhaltige Erbe, die pulsierende Kultur und das immense Talent Palästinas demonstriert und feiert, eine langatmige Hetzrede gegen den Film.

Die Seite beschrieb den Film grotesk als „bösartig rassistisch“ und „dazu gedacht für das israelische Projekt und seine Kriegsverbrecher-Gründer sowie die ethnische Säuberung Palästinas und die Ausweitung illegaler Siedlungen und die Verankerung von Apartheid und Besatzung Propaganda zu machen.“

Der Post behauptete auch, Meir sei „vor 1948 die palästinensische Staatsbürgerschaft und ein Reisepass verliehen worden, als Palästina jüdische Flüchtlinge willkommen hieß, die der Verfolgung in Europa und den USA entkamen“.

Craving Palestine versäumt es zu erwähnen, dass Meir ihren palästinensischen Pass unter dem britischen Mandat hatte – keinen, der von einem souveränen palästinensischen Staat ausgegeben wurde. Darüber hinaus stellte Meir ausgerechnet in dem Interview, in dem sie offenbarte, dass sie im Besitz eines palästinensischen Reisepasses war, heraus, dass diese Tatsache demonstriere, dass die palästinensische Identität eine moderne Entwicklung ist.

User des Social Media-Netzwerks X (früher Twitter) haben den Film genutzt, um antisemitische Verschwörungstheorien über Israel zu propagieren.

In dem, was vielleicht ein guter Indikator dafür ist, wie gut die Social Media-Plattform ihre eigenen Regeln gegen hasserfülltes Verhalten durchsetzt, posteten hunderte Accounts Kommentare, die Meir als „Nazi“ beschrieben und die offensichtlich falsche Behauptung verbreiten, Israel begehe einen „Völkermord“ an den Palästinensern.

„Die Nazi-Kriegsverbrecher-Schlampe Golda Meir wirft den Palästinensern vor, dass sie sich und ihr Land verteidigen und ihrer Unterdrücker hassen.“
(oben drüber eine Antwort: „Ihr braucht psychiatrische Behandlung. So wie die Leute hier drunter.“ Die Bilder zeigen Beispiele für die Verehrung Hitlers durch Palästinenser.)
„Es ist absolut in Ordnung als Sammlung rassistischer ethno-herrenmenschlicher Nationalisten aus aller Welt (Zionisten, falls das nicht klar war), die über das Schicksal anderer Menschen (der einheimischen Palästinenser) ohne deren Zustimmung entscheiden. Verfaule in der Hölle, Golda, du Nazi-Hexe.“
„Zollywood macht eine gefälschte Filmbiografie über die Kriegsverbrecherin Golda Meir, aber sie keine über JFK oder Malcolm X – Letzterer war eine gute Filmbiografie, aber sie war frustrierend unvollständig. Keine Erwähnung von Israhell und X verachtete Israhell total!“
„Golda Meir ist die falsche Person, um sie als Leuchte für Frauen zu nehmen. Sie war die Führerin von IsraHELL, ein TERRORISTISCHES Apartheid-Regime, Kolonisierer, Besatzer Palästinas. ZIOs schlachteten, machten allein 1948 eine Dreiviertelmillion Menschen zu Flüchtlingen, Nakba. ZIOs töten weiter Menschen.“
„Ende 1947 schrieb Golda Meir (Myerson) für die NYT, dass die Palästinenser ‚keinen Widerstand mehr leisten‘.
Widerstand war bereits entwaffnet, getötet, zerstreut worden.
Trotz keiner Sicherheitsrisiken verübten Zionistenführer VÖLKERMORD, massakrierten mehr als 10.000, vertrieben mehr als 750.000 Palästinenser…“
„Mehr Goebbels-artige Propaganda Golda war eine Zionazi-Anhängerin“
„Darf ich Ihnen Golda Meir vorstellen, eine völkermörderische Kriminellen, eine Terrorgestalt und eine Psychopathin, die von den Zionisten vergöttert wird!“

Es überrascht nicht, dass die israelfeindlichen Aktivisten und Antisemitismus den Film benutzt haben um Israel zu attackieren. Wir können nur hoffen, dass die Zuschauer aufgeschlossener dem gegenüber sind, was praktisch eine Erzählung von Israels Überlebenskampf gegen Feinde ist, die versessen darauf sind es zu vernichten.

Großes Medienorgan erbricht ekelhafte BDS-Lügen und behauptet fälschlich, Tel Aviv sei Israels Hauptstadt

Verfasst 7. September 2023 von spotplenni
Kategorien: Medieneinseitigkeit, Medienwelt

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2023

Nachdem HonestReporting sie wegen der Veröffentlichung eklatanter Propaganda und unverhohlener Lügen bei mehreren Gelegenheiten angeprangert wurde, scheint es so, dass Independent Online (IOL), die älteste Nachrichtenseite Südafrikas, ihre Lektion immer noch nicht gelernt hat.

Diese Woche druckte das Organ einen Text ab, der die Nachricht brachte, eine „pro-palästinensische Lobbygruppe Boycott, Disinvestment and Sanctions South Africa (BDS)“ dränge den Schwimmverbgand Südafrikas dazu sich aus den Weltjunior-Schwimmmeisterschaften in Israel im nächsten Monat zurückzuziehen.

Erstens: BDS Südafrika als lediglich eine „pro-palästinensische Lobbygruppe“ zu bezeichnen, erforderte beträchtliche geistige Klimmzüge. Dabei handelt es sich immerhin im eine Gruppe, die Kampagnen für einen wirtschaftlichen Würgegriff fährt, die dazu ausgelegt sind den einzigen jüdischen Staat der Welt zu verprellen und schließlich aufzulösen.

Zweitens: taucht man tiefer in den Artikel ein, dann offenbart sich, dass das nichts weiter als eine BDS-Maskerade ist, die sich als legitime Nachrichten tarnt.

Der gesamte Text gründet faktisch auf einer Pressemitteilung von BDS Südafrika, die auf ihrer Internetseite veröffentlicht wurde. Es gibt keinen Hinweise darauf, dass der Schwimmverband Südafrikas überhaupt darüber nachdenkt die Veranstaltung in Israel zu boykottieren und die Teilnahme der Gruppe wird auf ihrer Internetseite bestätigt.

Es ist beunruhigend, dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass der Autor des Textes, der politische Journalist Sihle Mavuso, sich überhaupt die Mühe machte den Schwimmverband Südafrika wegen eins Kommentars zu kontaktieren, trotz der Tatsache, dass das sogenannte „Recht auf Reaktion“ für in Nachrichtentexten Erwähnte als ethische Verpflichtung seriöser Medien betrachtet wird.

Ein kurzer Überblick über die Pressemitteilung, auf der der Artikel gründet, offenbart auch, dass er voller Fehlinformationen über Israel ist, die von IOL schlampig wiedergegeben wurden, darunter die Behauptung, dass dieses Jahr in der Westbank mehr als 200 Palästinenser getötet wurden und die Wiederholung der abgedroschene Apartheid-Verleumdung.

Mavuso, dessen Account auf X (früher twitter) offenbart, dass er extrem israelfeindliche Ansichten hegt, schaffte es sogar eine eigene kleine Lüge in die Story einzufügen.

Im letzten Absatz verweist Mavuso darauf, dass BDS Südafrika auch den Fußballverein Orlando Pirates drängte ein Spiel gegen Maccabi Tel Aviv abzusagen, von dem er fälschlich behauptete, er sei „aus der Hauptstadt des jüdischen Staates“. Wie unsere Leser wissen, ist zu leugnen, dass Jerusalem Israels Hauptstadt ist oder die jüdische Verbindung zur heiligen Stadt herunterzuspielen eine übliche, von BDS-Anhängern verwendete Taktik ist.

HonestReporting hat bei IOL eine offizielle Beschwerde eingereicht.

Zusätzlich dazu, herauszustellen, dass Jerusalem Israels Hauptstadt ist, gaben wir unserer Enttäuschung Ausdruck, dass ein Nachrichtenmedium unkritisch die verleumderischen Lügen einer Organisation weiter veröffentlich, die die Vernichtung Israels unterstützt.

„Wir vertrauen darauf, dass der Fehler bezüglich der Hauptstadt korrigiert wird und hoffen, dass IOL überdenkt, ob es BDS Südafrika eine kostenlose Plattform zur Verbreitung israelfeindlichen Hasses gibt“, endete unsere E-Mail.

IOL und einige seiner Journalisten haben ein persönliches israelfeindliches Interesse. Es ist schon sehr peinlich, dass man dort derart bereit ist journalistische Integrität aufzugeben, um seine verdrehte Agenda gegen den jüdischen Staat voranzubringen.

Ist die Auslandspresse zu nachsichtig gegenüber Israel?

Verfasst 31. August 2023 von spotplenni
Kategorien: Israel, Medienwelt

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onestReporting, 16. August 2023

Wir werden oft gefragt, warum HonestReporting die Medien von mehr als 190 Ländern beobachtet, aber Israel nicht dazugehört.

Wir konzentrieren uns nicht auf die israelische Presse – weder in Englisch noch Hebräisch – außer sie machen einen außerordentlichen Fehler, wenn sie als Quelle für die internationalen Medien genutzt werden. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen:

  • Die kritische freie Presse in Israel ist Kennzeichen einer gesunden Demokratie.
  • Es wird erwartet, dass die israelische Presse eine übergroße Konzentration auf das hat, was in Israel geschieht, es ist als nicht diskriminierend, wenn das passiert.
  • Wir konzentrieren uns auf den Rest der Welt. Wenn in Artikeln Fehler gemacht werden, die für eine Auslandspublikum gedacht sind, kann das starken Einfluss darauf nehmen, wie die Ereignisse von Konsumenten der internationalen Nachrichtenmedien verstanden werden. Das sind die Fehlwahrnehmungen, die wir versuchen zu korrigieren, weil sein Image im Ausland zu erhalten für Israels Sicherheit langfristig absolut kritisch ist.

Bibi und die „leichte“ Auslandspresse

Seit er am 29. Dezember zurück an die Macht kam, hat Premierminister Benjamin Netanyahu der Auslandspresse und nur vier israelischen Medienorganen 22 Interviews gegeben, darunter der englischsprachigen Jerusalem Post.

Die von seinem Medienberater Topaz Luk dazu gegebene Erklärung lautet: „Die amerikanischen Medien lassen dich reden. Du fängst einen Satz an und beendest ihn.“

Netanyahus Kritiker hingegen beschuldigen ihn mit der Auslandspresse zu reden, um die israelischen Medien zu umgehen. „Indem er dem Ausland Interviews über innenpolitische Themen gibt, kann Netanyahu oft mit Ungenauigkeiten und manchmal sogar alternativen Fakten davonkommen“, schrieb der diplomatische Reporter von Ha’aretz Jonathan Lis

In einem Podcast sagte der frühere Netanyahu-Sprecher Aviv Bushinsky letzte Woche: „Mit den Auslandsmedien ist es für Netanyahu am einfachsten, denn die stellen keine harten Fragen.“

Der altgediente diplomatische Korrespondent Itamar Eichner von Yediot Aharonot ging weiter; er schrieb: „[Netanyahus] Interviews mit internationalen Medien erlauben es ihm in erster Linie harten Fragen auszuweichen, weil den Interviewern oft das Wissen zu israelischem Recht und die Kenntnis aktueller Ereignisse fehlt und sie wenig Interesse an Fragen zu Angelegenheiten haben, die für Israelis ausschlaggebend sind, z.B. die steigenden Lebenshaltungskosten.“

HonestReporting hält sich aus der Politik raus. Wir verteidigen oder rechtfertigen Politik oder Entscheidungen der aktuellen israelischen Regierung nicht – auch nicht irgendeiner anderen Regierung. Nicht einmal ihre Medienstrategie.

Aber unsere Expertise zur Berichterstattung über Israel durch die Auslandsmedien ermöglicht uns diese Behauptungen mit entsprechender Perspektive zu analysieren

Machen es die Auslandsmedien es also Bibi zu leicht?

Die meisten der internationalen Journalisten, die den Premierminister interviewt haben, sind zu Israel sachkundig und können nicht manipuliert werden. Er gab Wolf Blitzer und Jake Tapper von CNN Interviews, Raf Sanchez von NBC und Francine Lacqua von Bloomberg’s von denen es ihm niemand leicht machte.

Netanyahu wurde auch von Mark Levin von Fox interviewt, der ihn und Israel das ganze Interview hindurch pries, die Kritiker des Premierministers verspottete und überhaupt nicht hart war.

Warum ist das wichtig?

Wahrnehmung ist wichtig. Nirgendwo stimmt das mehr als bei Israel und Israels Führungspolitikern. Wenn die Auslandspresse so oft ein Narrativ zu Israel verbreitet, das unverhohlen unehrlich ist, sollte seinen Führungskräften erlaubt sein damit zu antworten, dass sie für Israel eintreten.

Die Auslandspresse ist weit davon entfernt mit Israel sanft umzugehen und das ist der Grund, warum die Medien, die HonestReporting beobachtet, für Israels Zukunft so enorm wichtig ist.

Solange die Ereignisse in Israel weiterhin einen so übergroßen Einfluss auf die internationalen Medien haben, sollten die Top-Journalisten der Welt mit Israel in Kontakt treten und diese israelischen Führungskräfte zur Rechenschaft ziehen. Und HonestReporting wird bei jedem Schritt zur Seite stehen, um die internationalen Medien zur Rechenschaft zu ziehen.

Das Armageddon-Mosaik und was es über Israels Beziehungen zu evangelikalen Christen aussagt

Verfasst 24. August 2023 von spotplenni
Kategorien: Israel

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Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 16. August 2023

Ein antikes christliches Mosaik, das eine der frühesten Verweise auf Jesus als Gott trägt, steht derzeit inmitten eines Disputs, in den Archäologen, evangelikale Christen und israelische Beamte verwickelt sind.

Das Megiddo wurde 2005 von der Israelischen Antiquitäten-Behörde (IAA) während Rettungsgrabungen im israelischen Megiddo-Gefängnis entdeckt und ist Teil dessen, von dem vermutet wird, dass es die älteste christliche Gebetshalle ist. Bezeichnenderweise liegt sie in der Nähe des Ortes, der laut Gläubigen der Schauplatz von Armageddon sein wird.

Diese Woche brach ein öffentlicher Streit aus, nachdem mehrere prominente Archäologen und Akademiker die IAA wegen eines Vorschlags kritisierten den Fliesenschatz dem Bibelmuseum in Washington auszuleihen, das laut Associated Press „in der Vergangenheit wegen Erwerbspraktiken kritisiert“ worden ist.

Während Kritiker dem Museum vorgeworfen haben „für eine evangelikal-christliche politische Agenda zu werben“, haben laut AP mehrere führende Archäologen seine Beschreibung als rechts-evangelikal abgestritten; sie argumentieren, das Institut sei eine globale wissenschaftliche Bildungsinstitution mit vielen internationalen Partnerschaften.

Die Berichterstattung der sich entwickelnden Kontroverse hat sich unweigerlich auf die „sich vertiefenden Verbindungen“ zwischen Amerikas evangelikaler christlicher Gemeinschaft und dem jüdischen Staat konzentriert; dazu stellt AP fest, dass Israel „bei politischer Unterstützung, Tourismus-Dollars und anderen Vorteilen auf [Evangelikale] zählt“.

Die Nachrichtenagentur unterlässt es dabei allerdings den Kontext einzufügen, dass das Band zwischen Israel und Christen, die sich selbst als Zionisten betrachten, kein neues Phänomen ist.

Tatsächlich hat der christliche Zionismus seine Wurzeln bei den pietistischen Protestanten des 16. Jahrhunderts und den englischen Puritanern des 17. Jahrhunderts. Historische Aufzeichnungen zeigen, dass ein Mann namens Francis Kett 1587 verbrannt wurde, wie er seine Überzeugung äußerte, dass die Bibel prophezeite, das jüdische Volk werde in sein Land zurückkehren.

Bis zum 18. Jahrhundert als Wiederherstellungsbewegung bekannt, war der christliche Zionismus in wenig hundert Jahren so gewachsen, dass führende Schriftsteller, Theologen und Politiker dazugehörten.

Die Bewegung erhielt das 19. Jahrhundert hindurch weiter Zulauf und wurde im 20. Jahrhundert von einigen der hervorragendsten Persönlichkeiten der Gesellschaft unterstützt, darunter dem konservativen britischen Politiker Lord Arthur James Balfour.

Anfang November 1917 setzte Balfour als Außenminister Großbritanniens die britische Verpflichtung in Gang, um an der Gründung einer „nationalen Heimstatt für das jüdische Volk“ zu arbeiten, als er die Erklärung seiner Regierung in einem Brief an den Präsident der British Zionist Federation, Lord Lionel Walter Rothschild an sein Zuhause in London schickte.

In den Vereinigten Staaten können christliche Mainstream-Zionisten am stärksten auf William Hechler zurückgeführt werden, der ein Komitee christlicher Zionisten bildete, der hinter einer Mission steckte nach einer Reihe von Pogromen russisch-jüdische Flüchtlinge in das Land zu bringen, das heute Israel ist.

In den 1880-er Jahren freundete sich Hechler mit Theodor Herzl an, der als Gründer des modernen politischen Zionismus betrachtet wird und die World Zionist Organization gründete, die führende Zionisten zusammenbrachte, um an der Gründung eines jüdischen Staates in Israel arbeitete. Hechler arbeitete mit Herzl im Verlauf der Jahre daran Unterstützung für den Zionismus zu wecken.

Heute – 75 Jahre nach der offiziellen Gründung Israels – gehören der christlich-zionistischen Bewegung Dutzende Millionen Gläubige an, von denen die meisten in den USA leben.

Während manche Juden sich mit christlich-zionistischer Unterstützung für Israel unwohl fühlen, insbesondere wegen Fragen wie Mission und ihrem Glauben, dass Juden sich während eines vorhergesagten Armageddon zum Christentum bekehren werden, bleiben christliche Zionisten ein integraler Bestandteil Unterstützung für den jüdischen Staat aus dem Ausland.

Ihre standhafte Unterstützung für Israel ist zum Beispiel in Krisenzeiten da gewesen, unter anderem als Israels Tourismusindustrie in den Jahren der zweiten Intifada schwer getroffen wurde. Die Zahl der christlichen Touristen im Land stellte die der jüdischen Touristen in den Schatten, als prominente Fernseh-Evangelisten ihre Plattformen nutzten, um ihre Anhänger zu Besuchen ermutigten.

Zusätzlich haben christlich-zionistischen Organisationen riesige Geldsummen für israelische Zwecke gespendet, beispielsweise an Wohltätigkeitsorganisationen, die dafür zahlen Juden aus der ehemaligen Sowjetunion und Äthiopien nach Israel zu bringen.

Über die Frage, ob das antike Megiddo-Mosaik ausgegraben werden und an ein amerikanisch-christliches Museum ausgeliehen werden soll oder nicht, kann man diskutieren.

Was indiskutabel ist und in der Berichterstattung über das Mosaik übersehen wurde, ist, dass es in Sachen der Unterstützung Israels durch Evangelikale nichts Neues gibt.

BBC und AFP können nicht widerstehen und machen die Opfer für den Anschlag in Huwara verantwortlich

Verfasst 22. August 2023 von spotplenni
Kategorien: Nicht kategorisiert

Rachel O’Donogue, HonestReporting, 20. August 2023

Ein Vater und sein Sohn wurden die neuesten Opfer palästinensischen Terrorismus, als ein Schütze an einer Autowaschanlage nahe der Westbank-Stadt-Huwara am Samstag das Feuer auf sie eröffnete.

Shai Silas Nigreker (60) und Aviad Nigreker (28) aus Aschdod waren Berichten zufolge gekommen, um ihre Klimaanlage reparieren zu lassen, bevor sie aus nächster Nähe von einem nicht identifizierten Angreifer beschossen wurden, der dann zu Fuß floh.

Israelische Ermittler untersuchen derzeit die Möglichkeit, dass Angestellte der Autowaschanlage dem Terroristen einen Tipp gaben, nachdem sie die beiden Hebräisch sprechen hörten.

Ein Großteil der Medienberichterstattung zu dem Anschlag nahe des Brennpunkt-Dorfs, das im Februar Ort von Rache-Ausschreitungen von Siedlern war, nachdem zwei israelische Brüder von einem Hamas-Terroristen ermordet wurden, brachten ihren Tod mit der zunehmenden Gewalt in Huwara und der gesamten Westbank in Verbindung.

Zum Beispiel berichtete die BBC:

Dieses Jahr hat das Dorf mehrere Schusswaffenangriffe erlebt, bei denen israelische Siedler und Soldaten das Ziel waren – darunter die Tötung zweier Brüder im Februar.

Das löste eine tödliche Randale einer großen Siedlermenge aus, einer der schlimmste solchen Akte in Jahren. Es hat auch weitere Vorfälle von Siedlergewalt gegeben.

Ähnlich veröffentlichte die Nachrichtenagentur AFP einen Text, in dem erklärt wurde.

Huwara, ein palästinensischer Ort nahe der Stadt Nablus, hat seit Anfang letzten Jahres eine Reihe von Angriffen jüdischer Siedler oder des israelischen Militärs erlebt.

Siedler haben auch mit Racheanschlägen auf den Ort und die umgebenden Dörfer reagiert.

Die Absätze oben mögen ziemlich harmlos erscheinen, sind aber alles andere.

Obwohl die Mehrzahl dieser Angriffe in Huwara – wie die BBC und AFP herausstellen –Soldaten oder Siedler waren, beweist der Anschlag vom Samstag, dass palästinensische Terroristen nicht ausdrücklich Siedler angreifen.

Dennoch versäumen es BBC wie AFP die Tatsache weiterzugeben, dass Shai und Aviad Nigreker beide Einwohner der südisraelischen Stadt Aschdod waren und nicht – wie beide Berichte suggerieren – Siedler aus einer Westbank-Siedlung.

Palästinensische Terroristen nehmen nicht gezielt sogenannte „Siedler“ ins Visier, sondern Israelis. Shai und Aviad wurden kaltblütig ermordet weil sie als Israelis identifiziert wurden und es hätte für ihren Mörder nicht ansatzweise eine Rolle gespielt, ob sie aus einer Siedlung der Westbank oder aus Tel Aviv waren.

Aber das Entscheidende ist, dass die Mehrheit der israelischen Opfer palästinensischen Terrorismus Zivilisten sind. Ob sie Siedler sind oder nicht, ist nicht von Bedeutung und Organe wie die BBC und AFP sollten über sie schreiben, wie sie es über jedes andere Opfer von Terrorismus tun – ohne implizit den Opfern die Schuld zu geben.

Angreifer überprüfen nicht, wen sie angreifen. Israelis, Siedler oder nicht, werden einfach deshalb angegriffen, weil sie Israelis sind.
Diese Fußnote von Yolande Knell von BBC News impliziert, dass die Opfer Einwohner der Umgebung waren. Sie waren Aus Aschdod.

Der „Apartheid“-Mythos: Die anstößige und Verwendung falscher und irreführender Behauptungen zu Israel

Verfasst 17. August 2023 von spotplenni
Kategorien: Die Welt und Nahost, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, NGOs, Palästinenser

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Das Supermodel Bella Hadid postete auf ihrem Instagram-Account mit 58 Millionen Followern Karikaturen, die Palästinenser als „unterdrückt“ bezeichnen. In einem sagt eine Frau zu ihrem Freund: „Es gibt keine ‚Kämpfe‘. Es gibt nur eine israelische Kolonisierung, ethnische Säuberung, militärische Besatzung und Apartheid.“

Diese Apartheid bezieht sich auf die Rassentrennung im Südafrika vor den 1990-er Jahren, die auf Israel nicht ansatzweise zutrifft, schein für die UNO, angebliche Menschenrechtsgruppen und die Medien irrelevant zu sein. Das Merriam-Webster-Wörterbuch definiert „Apartheid“ als „eine ehemalige Politik der Trennung und politischen, sozialen und wirtschaftlichen Diskriminierung der nicht weißen Mehrheitsbevölkerung Südafrikas“.

Vergleichen Sie das mit Israels Beziehung zu den Palästinensern. Seit den Oslo-Vereinbarungen der 1990-er Jahre ist die überwiegende Mehrheit der Palästinenser von der PA bzw. der Hamas regiert worden.

In Israel dienen Araber am Obersten Gerichtshof, als Kampfpiloten, Politiker, Künstler und Sportler. Alles, was Israelis tun, tun arabische Israelis. BDS-Mitgründer und Apartheid-Behaupter Omar Barghouti erwarb seinen akademischen Abschluss an der Universität Tel Aviv.

Nicht nur gibt es die gesetzliche, vom Staat zugelassene Diskriminierung, die die Definition von Apartheid in Israel nicht, sie wird von den Gesetzen und der unabhängigen Justiz des Staates heftig bekämpft. Israels Grundlagengesetze dienen als rechtliche Absicherung, die Schutz von Leben, Körper und Würde in einem demokratischen Staat dienen, mit gleichen Rechten für alle, auch für ethnische Minderheiten.

Israel herauszugreifen, deckt daher ein zweierlei Maß und Fehldarstellung der tatsächlichen und praktischen Zustände im Land auf.


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