Zitatsammlung: Links und Rechts als ewige Prinzipien

Eine kleine Sammlung von Aussagen kluger Leute, die die These des obigen Beitrages zumindest erahnend bestätigen.

Wir müssen das Mehrheitliche als homogenes und konstantes System, die Minderheiten als Subsysteme und das Minderheitliche als potentielles, erschaffenes und schöpferisches Werden unterscheiden. Das Problem kann nie darin bestehen, die Mehrheit zu erlangen, selbst wenn man dabei eine Konstante einführen sollte. Es gibt kein mehrheitliches Werden, Mehrheit ist niemals ein Werden. Das Werden ist immer minderheitlich. (Gilles Deleuze: Kleine Schriften. Berlin 1980, S. 28) Weiterlesen

Links und und Rechts als ewige Prinzipien

Die Forschung sagt zum Thema Geschlecht: „Der grobe Draufblick ergibt eine Trennung in männlich und weiblich, aber je näher man an die verschiedenen Definitionen von Geschlecht heranzoomt, desto komplexer wird die Angelegenheit.“ (Focus 2.2.2024) Das beschreibt ziemlich genau meine These, daß man „Links“ und „Rechts“ bei aller Relativität und Fragwürdigkeit der Begriffe am Wirklichkeitszugang unterscheiden kann und das seit Anbeginn der Zeiten. Weiterlesen

Dem Spuk sein Ende!

Als im Herbst 2015 die innere Not am größten war, da erschien auf der „Achse des Guten“ ein Offener Brief einer Journalistin an Angela Merkel: „Sehr geehrte Bundeskanzlerin, liebe Frau Merkel, machen Sie dem Spuk ein Ende!

Er gehörte zwar zum Genre „Wenn der Führer das wüßte“, aber er wirkte wie eine Befreiung, wie ein Fanal, denn zum ersten Mal wagte es jemand, in die sich selbstverstärkende Willkommenshysterie der Medien und vieler Menschen, jener Hälfte der Bevölkerung eine Stimme zu geben, die wie gelähmt und geschockt vor den Bildschirmen saß und Tag für Tag, Nacht für Nacht neue lange Schlangen von fremden jungen Männern auf unsere Grenzen und – darüber hinweg – zuströmen sah. Weiterlesen

Versuch, Links und Rechts zu erklären

Der wahre Linke ist der permanent von sich Abwesende, der aus sich selbst Ausgesiedelte, der von sich Absehende, dem die Sorgen der Unversorgten der Welt mehr bedeuten als die alten Leute im eigenen Viertel … Sich über die Zustände en gros und in der Ferne empören, um Mißstände in Reichweite und en detail ruhiger zu verkennen. Damit ist gesichert, nie etwas Konkretes tun zu müssen, nie etwas zu verantworten, nie an etwas Bestimmten schuld zu sein. Daß man summarisch gegen die Mißstände von überall ist, das genügt, um sich im richtigen Lager zu positionieren. (Peter Sloterdijk: Zeilen und Tage III)

Die (linke) Forschung sagt zum Thema Geschlecht: „Der grobe Draufblick ergibt eine Trennung in männlich und weiblich, aber je näher man an die verschiedenen Definitionen von Geschlecht heranzoomt, desto komplexer wird die Angelegenheit. Bei Säugetieren, auch beim Menschen, gibt es zwischen männlich und weiblich viele Übergangsformen.“ (Focus 2.2.2024)

Das beschreibt ziemlich genau meine – zugegeben grobe – These, daß man „links“ und „rechts“ bei aller Relativität und Fragwürdigkeit der Begriffe am Wirklichkeitszugang unterscheiden kann und das seit Anbeginn der Zeiten:

Also: noch einmal der Versuch, Links und Rechts zu erklären. Weiterlesen

Für einen Analytischen Realismus

Gegneranalyse IV

Die Sorgen, die Enno Stahl – Autor bei JW und taz – umtreiben, kann man teilen. Die geliebte Literatur befindet sich in der Dekadenz, als zeitgenössische kommt sie kaum noch an die klassischen Vorbilder heran, es regieren die Egotrips, die gefühligen Ich-Erzählungen, die „narzißtischen Selbstentblößungen“, die „Bauchnabelperspektiven literarischer Pfeifenheinis und Flötentussis“, die Literatur hat ihren Status als „zentrales Instrument zur Übermittlung von Erfahrung, Weltwissen, Deutungsmustern und der Kritik am Bestehenden weitgehend verloren“, die Postmoderne hat trotz kritischer Einsätze der Analyse der Machtstrukturen zu einer „ironisch-distinktiven Haltung“ oder zu „anti-sozialistischen Säuberungen“ geführt, ist zu einem „Sidekick der neoliberalen Wirtschaft“ verkommen, kurz: es herrscht eine „literarische Anämie der Gegenwartsliteratur“ vor. Weiterlesen

Sich selbst verschlingende Schlange

Manche Artikel schreiben sich wie von allein – besser noch: man muß gar nichts schreiben, es genügt zu zitieren, um den Zeitgeist einzufangen. Weiterlesen

Die zwei Pink Floyd

Pink Floyds Comeback“, „Pink Floyd treffen sich erstmals seit 30 Jahren”, „Pink Floyd reunite“ … derart sensationalistisch klangen die Zeilen der letzten Tage. Ein entsprechendes Video auf Youtube hatte schon nach wenigen Stunden Millionen von Klicks – die Fangemeinde ist noch immer enorm und die gute Sache lockt zum Gutsein an.

Aber Pink Floyd hat sich gar nicht wiedervereinigt, um einen Protestsong in der Causa Ukraine aufzunehmen, denn jedermann kann sehen, daß mit David Gilmour und Nick Mason nur zwei der drei noch lebenden Legenden am Set waren – es fehlt Roger Waters. Und das ist so erwähnenswert wie folgerichtig.

Weiterlesen

Zeitungen – Junge Welt

Heute lief mein Abo der „Jungen Welt“ aus – ein Probeabo über drei Monate, das ich aufgrund eines günstigen Angebotspreises genommen hatte. Vor wenigen Tagen erhielt ich ein Schreiben mit der Bitte, doch länger zu zeichnen, es lohne sich, denn die JW schreibe „gegen den Strich“ und biete Informationen, „über die in anderen Zeitungen geschwiegen wird“. Das stimmt!

Hier mein kurzes Fazit:

Weiterlesen

Guardiolas Titanic-Fahrt

Verlieren gehört dazu! Wer nicht verlieren kann, der sollte kein Fußball-Fan sein. Manche – wie z.B. Schalke oder HSV-Fans – kennen gar nichts anderes mehr. Auch bei Manchester City weiß man ein Lied davon zu singen. Jahrzehntelang war man eine unberechenbare Fahrstuhlmannschaft, deren offizieller Slogan zwar „Superbia in Proelia“ lautete, inoffiziell erkannte man den wahren Fan aber an seinem „typical City“, was so viel hieß wie: nie Vorfreude riskieren, sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auf tragische Weise bitter bestraft werden.

Weiterlesen

Die eingebildete Diskriminierung

Die Linke Psyche II

Stephan Anpalagan reicht eine Wortmeldung von Julia Probst weiter. Die ist Gebärdensprachlerin und Lippenleserin und vermutlich gehörlos, Mitglied der Grünen.

Weiterlesen

Stokowski – ohne Worte

siehe auch: Die linke Psyche

Die linke Psyche

Für Menschen, die das differenzierte und ausgewälzte distinguierte Gespräch lieben und meist auch für notwendig erachten, ist Twitter ein Graus.

Weiterlesen