Auch wenn Benedikt Kaisers neues Buch längst von Linksintellektuellen diskutiert wird, ist seine intendierte Zielgruppe unzweideutig: die Partei und ihr Vorfeld. Er richtet sich also an „uns“. Das Buch verhält sich zu seinem „Solidarischen Patriotismus“ wie die strategische und taktische Handlungsanleitung zur weltanschauliche Grundlegung, wenn auch auf einem gewissen Abstraktionsniveau.
Erschien das erste bei Antaios, so deutet der Verlagswechsel zum Jungeuropa Verlag schon eine gewisse inhaltliche Verlagerung an. Selbstbewußt hat man sich dort vom „Schnellrodaer Kernfeld“ emanzipiert, geht jetzt von einer Doppelspitze innerhalb der Neuen Rechten aus und nimmt für sich in Anspruch, an die frühe Neue Rechte stärker anzuschließen, inklusive „Europaorientierung, Kapitalismuskritik und Westbindungsaversion“. Weiterlesen