Dilemma

25 03 2026

„… die Sicht der Kritik am Umgang mit dem Sondervermögen zurückgewiesen werde. Die vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung genannten Punkte könne die Regierung nicht nachvollziehen, da sich der Reformbedarf in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten auch ohne die…“

„… aber nur für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur sowie Investitionen zur Erreichung der Klimaneutralität gelte. Artikel 143h GG sei durch dieses Vorgehen der Bundesregierung vorsätzlich ignoriert worden, was für die Opposition zu einer Verfassungskrise führe und unverzüglich im…“

„… dass die Kritiker der Finanzpolitik der Bundesregierung allesamt nicht der Union und der SPD angehören würden, also mit Sicherheit aus dem linksextremistischen Milieu stammen müssten. Linnemann fordere eine sofortige Überwachung der NGOs durch den Verfassungsschutz und eine…“

„… in einem Rundschreiben des Staatssekretärs im Bundesfinanzministeriums an alle Ressorts die Absenkung der Ausgaben gefordert werde, da diese künftig vom Sondervermögen gedeckt würden. Es habe eine centgenaue Verschiebung der Einzelpläne für Wirtschaft, Verkehr und Forschung gegeben, was dem Vizekanzler erlaube, Intransparenz genau wie einen ansteigenden Haushaltsbedarf strikt als Falschdarstellung der Medien und des…“

„… vor und nach der Auszahlung des Kredits an die Bundesregierung nicht genau geklärt worden sei, was genau als Infrastruktur definiert werde. Die CDU habe in einem Fraktionsbeschluss betont, dass der Rückbau des Schienennetzes zur Finanzierung neuer Bundesautobahnen alternativlos sei, auch wenn dadurch die Elektromobilität gefördert und der ebenfalls unumgängliche Bau von mindestens dreißig Atomreaktoren in einer Grauzone des…“

„… die Studie zum Sondervermögen vom WWF Deutschland beauftragt worden sei, was für den Bundesinnenminister darauf schließen lasse, dass eine internationalistische Organisation aus dem Feld des überstaatlichen Ökoterrorismus Gelder dafür ausgebe, um die erfolgreiche Politik der CDU und der CSU zu hintertreiben. Es dürfe deshalb für Umweltschutz keine Förderung mehr geben, da die schwerwiegende Gefahr einer Wiederholung des…“

„… den Vorwurf der Korruption nicht dulde, da alle von der Bundesregierung beauftragten externen Berater aus dem engsten Freundeskreis von Merz und seinen Parteikollegen stammen würden und deshalb über jeden Zweifel…“

„… die Grünen nur deshalb eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht in Erwägung zögen, da sie sich für die erfolgreiche Rechtsdurchsetzung der CDU gegen die linksgrüne Ampel-Junta und ihre unverantwortliche Verschwendungspolitik rächen wollten. Klingbeil habe sich aber genau mit allen verfassungsrechtlichen Vorgaben beschäftigt und sie zum Teil sogar verstanden, so dass von einer bewussten Veruntreuung überhaupt keine…“

„… der Vorwurf, 95% des Schuldenpakets seien zweckentfremdet worden, jeder haushalterischen Grundlage entbehre. Miersch und Bilger hätten in einer gemeinsamen Kalkulation festgestellt, dass nicht einmal die in der Presse genannten 86%, sondern nur 85,998% zuzüglich der Kosten für einen Inlandsflug und den Aufenthalt auf dem Oktoberfest mit anschließendem…“

„… hätten die Grünen durch Verfassungstricks das Sondervermögen überhaupt erst ermöglicht und den Bundeskanzler in ein Dilemma zwischen einer massiven Lügenkampagne und milliardenschwerem Kreditbetrug gezwungen. Söder fordere, die grüne Verbotspartei als staatsfeindliche NGO sofort zu…“

„… auch zur Rettung der Wirtschaft vor dem linksgrünen Terrorregime unter Diktator Habeck gedient habe. Linnemann habe die Aufgabe des Kanzlers darin gesehen, Industrie, Handwerk und viele mittellose, verängstigte Milliardäre vor den Folgen eines zerstörerischen Klimaschutzes zu schützen, was sich auch in der Dominanz der bisher wichtigen ökonomischen Bereiche gegen die vielen ökologischen Ausschweifungen der…“

„… von einem Kreditbetrug nicht die Rede sein könne, da Merz nicht nachgewiesen werden könne, dass er das Schuldenpaket zur Finanzierung von Konsumausgaben herangezogen habe. Es sei nach Ansicht des Unionsexperten für vorhandenes Geld, nicht mehr vorhandenes Geld und Brandmauern Spahn auszuschließen, dass der Kanzler in Bezug auf Wirtschaft, Finanzen oder Geld nennenswerte Kenntnisse besitze, die etwa über die Vorstellungen eines Grundschülers hinaus für den…“

„… die Zukunftsgestaltung, die die Grünen aus den angeblich verfassungskonformen Forderungen ableiten würden, sich in den Leitlinien einer Politik gemäß Koalitionsvertrag gar nicht wiederfänden. So sei für Linnemann offenbar, dass die Ökopartei letztlich einen Betrug am Wähler durchsetzen wolle, der den wirren Wunschvorstellungen von Friedrich Merz nun einmal mehr vertraut habe als einem Kinderbuchautor, der Deutschland durch das Flächenbombardement auf ihre Heizungen ein…“

„… es nicht grundgesetzwidrig sein könne, wenn der Klima- und Transformationsfonds für die Strafzahlungen wegen fehlenden Klimaschutzes herangezogen werde. Nach Einschätzung von Merz seien dies erstens unmittelbare Folgen des Klimas, die zweitens auch für die Zukunft aufgewandt würden, da dann noch höhere Strafen wegen der…“

„… vorher bekannt gewesen sei, dass der von der Bundesregierung geplante Haushalt überhaupt kein Problem lösen würde. Es sei nun erkennbar das Versagen der linksgrünen Opposition, die kein weiteres Sondervermögen zu Rettung der…“





Jackpot

16 02 2026

„Versehen? warum aus Versehen? Hier passiert nichts aus Versehen. Wir sind die Bundesregierung, da können Sie schon davon ausgehen, dass wir alles im Griff haben.

Sie haben ja ganz recht, unsere Energiepolitik wird schon mittelfristig dazu führen, dass wir keine ausreichende Versorgung mehr mit Gas haben, was aber gar nicht schlimm ist. Schlimm ist das, wenn die Grünen das machen, obwohl sie dazu verpflichtet sind. Volle Speicher, jeder kann so viel heizen, wie er will, und diese ideologischen Geisterfahrer haben alle Zeit der Welt, um der Stromkostenexplosion zu begegnen. Bei uns ist das selbstverständlich völlig anders. Volle Gasspeicher verhindern, dass es auf dem Markt zu Bewegung kommt. Oder an der Börse. Leere Gasspeicher, das bedeutet, dass genug Platz ist, um neues Gas zu besorgen, zu welchem Preis auch immer. Da kann sich ja innerhalb kurzer Zeit sehr viel bewegen, und zwar in jede Richtung. Wenn Sie einen leeren Kühlschank haben, dann ist Jammern auch nicht die richtige Reaktion. Dann geht man eben Einkaufen. Wir machen das auch. Ist ja nicht unser Geld.

Das haben Sie jetzt offenbar nicht kapiert, aber das ist bei vielen so. Natürlich ist es Ihr Geld, Sie als Volk zahlen ja Steuern und Abgaben und Preise und Gebühren und alles, und da müssen wir diesen Markt in Bewegung halten. Sonst entwickelt sich der Energiesektor in eine völlig verkehrte Richtung, in der es zu wirtschaftlichen Verwerfungen kommt.

Die Stromkostenexplosion, richtig. Das müssten Sie jetzt ja verstehen, dass die nicht versehentlich kommt. Diese Grünen haben lange alles getan, um die Wirtschaft in die verkehrte Richtung zu drängen und erneuerbare Energien zu forcieren, die den Industriestrompreis beinahe hätte absacken lassen. Was meinen Sie, wie viele Arbeitsplätze so hätten erhalten werden müssen, die wir jetzt mit Hilfe der neuen Gesetzgebung beseitigen müssen, damit dies Land zukunftsfähig wird. Nein, das ist nicht falsch, das ist richtig, weil es das Gegenteil ist von dem, was nicht verkehrt sein kann. Das müssen Sie endlich mal schnallen. Wenn der Strom teurer wird, bewegt sich der Markt, es werden mehr Steuern und Abgaben gezahlt, und es gibt mehr Umsatz von denen, die die Preise noch zahlen können, und wir alle werden damit statistisch gesehen reicher. Gut, Sie nicht, aber es ist ja auch unser Geld.

Volkswirtschaftlich gesehen ist zum Beispiel so eine Naturkatastrophe ein Jackpot. Erst kommen Feuerwehr und Polizei und Rettungsdienst, dann muss man umgestürzte Bäume von den Gleisen und aus den Dächern bergen, Schlamm schippen und Brücken abreißen. Das füllt natürlich die Kassen bei den Handwerksbetrieben. in den Kommunen und im Bund, die ja alle eine Leistung erbringen, die auch abgerechnet werden muss. Insofern ist es gar nicht immer so ganz richtig, den Klimawandel als linksgrüne Ideologie zu verteufeln. Wo wir von dieser Entwicklung profitieren können, müssen wir auch die dialektische Perspektive zulassen und das Gegenteil dessen verkünden, was wir für richtig halten. Und dann entsprechend handeln.

Bleiben wir mal bei dem Beispiel: im Ahrtal, da sind ja damals eine Menge Rentner abgesoffen, was für uns als Solidargemeinschaft heißt, dass wir für die alten Säcke nicht mehr zahlen müssen. Jetzt sagen Sie natürlich, das kann man so nicht machen, das ist widerlich, das ist menschenverachtend, wer so etwas tut, gehört schnellstens aus der Regierung entfernt. Das hätten wir ja auch sofort gemacht, nur waren wir damals an der Regierung, deshalb musste das intern geregelt werden. Wir haben also dieser Knalltüte ein paar Witze erzählt, er hat sich fast in die Hose gemacht vor Lachen, schon waren wir die Regierungsverantwortung los und konnten nach der Wahl hetzen, dass diese linksgrüne Bagage sich um die armen Bürger nicht ausreichend kümmert, die ja teilweise schwer traumatisiert waren.

Im Gegenzug kann man jetzt die Leute dafür kritisieren, dass sie ständig beim Arzt hocken, statt zu arbeiten, wie das anständige Deutsche machen. Irgendwo ist ja immer Wahlkampf.

Deshalb ist es auch nicht schlimm, wenn jetzt die Arbeitslosen, die arbeitslos sind, weil sie ja zu faul sind, Überstunden zu machen in den Betrieben, die sich nicht an Marktbewegungen haben anpassen wollen, die hohen Strompreise nicht mehr zahlen können. Entschädigungszahlungen für erneuerbare Energien kosten halt auch etwas. Das ist Ihr Geld, das wir dann nicht mehr in den Ausbau der Netze stecken können, weil Sie ja eine Regierung wählen mussten, die das ablehnt. Ich würde Ihnen da sogar unterstellen, dass das kein Versehen war.

Sie müssen sich jetzt nicht künstlich aufregen, wir machen das Leben für Sie ja auch leichter. Um Balkonsolaranlagen oder Windkraft müssen Sie sich bald gar nicht mehr kümmern. Das ist vorbei. Und dass der Strom aus der Steckdose kommt, das muss auch nicht mehr lange so sein. Da sehen Sie, was diese Grünen Ihnen für unhaltbare Versprechungen gemacht haben. Erinnern Sie sich an einen einzige Warnung vor dem drohenden Blackout? vor den mit Sicherheit bald explodierenden Strompreisen, die der deutschen Wirtschaft den Garaus machen? Wer hat Ihnen denn das damals angekündigt? Na!?

Natürlich muss man da etwas machen, dafür haben Sie die richtige Regierung gewählt, die sich darum kümmert. Der Aufschwung ist nur noch eine Frage der Zeit. Bis dahin werden wir Ihnen zeigen, dass wir das demokratisch im Sinne der Mehrheit lösen. Doch, das stimmt: es gibt nur ein Volk, aber wir haben viele gute Freunde in den Konzernen. Da können wir nicht für jede Minderheit da sein.“





Schweinebande

9 02 2026

„Als erstes müssen Sie sich merken: an allem sind die Grünen schuld. Wenn man das weiß, dann ist die Lage eigentlich nur noch halb so schlimm. Und wenn sie dann doppelt so schlimm wird, dann ist es ja nicht katastrophaler als jetzt, verstehen Sie?

Zum Beispiel dieser furchtbare Blackout, den der Bundeskanzler für 2023 angekündigt hatte – der jetzige Bundeskanzler, nicht der Scholz, der hat ja immer nur Sachen angekündigt, die dann gar nicht passiert sind – den hat es nur deshalb gar nicht gegeben, weil der Bundeskanzler ihn angekündigt hat. Präventionsmaßnahme, verstehen Sie? Weil die Grünen ja behauptet haben, sie könnten einfach so aus der Atomkraft aussteigen, und dann würde gar nichts passieren. Ist ja auch nicht, aber dann haben sie einfach behauptet, die Merkel sei schon aus der Atomkraft ausgestiegen. Die haben Fakten genannt. Fakten! Das muss man sich mal vorstellen, und dann nicht mal im Wahlkampf! Das sollte sich der Bundeskanzler mal erlauben!

Um ein Haar wären die Gasspeicher komplett leer gewesen, wenn wir nicht aufgepasst hätten. Und jetzt, wo die nicht aufpassen, schauen Sie sich mal die Lage an! Da sieht man mal wieder, dass dieser Habeck der schlimmste Minister ist, den die Grünen jemals hatten! Wenn der nämlich damals nicht aufgepasst hätte, wären die Gasspeicher sofort leer gewesen. Da haben die Deutschen zu Hause gesessen, haben fröhlich geheizt, obwohl die Speicher jederzeit hätten leer sein können, und was ist passiert? Sehen Sie, das ist doch eine Gefahr für die nationale Sicherheit, die müsste man doch alle aus dem Verkehr ziehen!

Sie müssen wissen, die Wirtschaftsministerin ist in diesem Amt, weil sie nicht nur etwas von Gas versteht. Also auch, aber nicht nur. Sie war ja bei der Fotovoltaik seinerzeit sehr erfolgreich, das sehen Sie bis heute. Das ist ja auch nur so eine Übergangstechnologie, deshalb mussten wir die so schnell wie möglich loswerden, verstehen Sie? Und darum sind wir heute ja quasi auf der Zielgeraden für die ersten Fusionskraftwerke, die so erfolgreich sind, dass die nur ein Bundeskanzler bauen kann, der wirklich Ahnung davon hat, wie man das macht.

Die Grünen und Habeck haben damals nämlich ständig zum Gassparen aufgerufen, während sie die Lage beobachtetet haben. Da sehen Sie doch schon den eklatanten Widerspruch dieses dilettantischen Kinderbuchfuzzis – auf der einen Seite wird ständig die Lage überprüft, damit sie auf der anderen Seite ständig behaupten können, sie hätte die Lage voll im Griff. Wenn Sie sich dazu im Vergleich mal die Wirtschaftsministerin anschauen, die überprüft gar nichts. Das würde ja so aussehen, als seien jetzt 30% so viel weniger als früher. Und da waren die Speicher nur bis zur Hälfte voll, verstehen Sie? nur bis zur Hälfte, während die nichts getan haben!

Naja, sie haben schon etwas getan. Sie sind in jede Talkshow gegangen und haben behauptet, dass sie Deutschland der Arsch gerettet hätten, obwohl der Bundeskanzler, der nämlich schon damals der echte Bundeskanzler hätte sein können sollen, in jede Talkshow hat laufen müssen, um da das zu sagen, was die Presse jenseits irgendwelcher Fakten alles an ganz schrecklichen Gefahren theoretisch für möglich hätte halten können dürfen müssen. Der wäre ja am Ende noch Bundeskanzler geworden, wenn wir da nicht eingeschritten wären.

Das ist ein ganz billiger Trick, verstehen Sie? Der Habeck hat so viel Gas gekauft, dass das gar nicht hat knapp werden können! Eine schreckliche Verschwendung, dabei wussten die gar nicht, ob es überhaupt so kalt wird. Aber das hat die sicher gar nicht gekümmert. Alles mit Geld zuschütten, keine Rücksicht auf die Schulden, das ist typisch grün! Diese Schweinebande, die haben keinen Respekt vor der Verfassung, keinen Respekt mehr vor dem Rechtsstaat und der Demokratie! Geld, das ist das einzige, was diese Schweine interessiert! Wir sind da ganz anders, weil wir ja nicht wissen können, ob es irgendwann nicht doch noch mal kalt wird oder kalt bleibt oder was auch immer, aber wir sind dann flexibel, statt in typisch grüner Verbotsmanier das ganze Gas zu horten und der Bevölkerung das Heizen zu untersagen!

Was sich natürlich auch total positiv auswirkt auf den Markt. Also die Wirtschaftsministerin, die jetzt diese Vorschriften weglässt und einfach die Anbieter liefern lässt, wenn wir irgendwann in der näheren Zukunft vielleicht doch noch mal so ganz flexibel Gas nachkaufen wollen müssen. Da kann der Markt dann zeigen, was er drauf hat. Billige Preise, vor allem von langjährigen Partnern, das ist ja letztlich immer das Ergebnis solcher Prozesse, zum Teil schon mittel- bis langfristig, nachdem die Preise erst mal in die Höhe gegangen sind. Und das heißt ja letztlich nichts anderes als Aufschwung, weil teureres Gas gleich mehr Umsatz, davon mehr Umsatzsteuer, das sind höhere Staatseinnahmen, und wir laufen nicht Gefahr, dass Deutschland ohne Gas dasitzt, weil die Preise fallen und jeder uns das Gas vor der Nase wegkauft, verstehen Sie?

Weshalb auch der Strompreis ansteigt, weil das ja so ist. Und man braucht für dieses LNG auch viel mehr Energie, wenn es kälter wird. Das sind alles Gefahren, die haben die Grünen damals überhaupt nicht auf der Rechnung gehabt. Deshalb war das auch klar, dass die sofort abgewählt werden, sobald es wirtschaftlich wirklich eng wird und die Leute sehen, dass sie für diese jahrelange Kette aus lauter Fehlentscheidungen würden zahlen müssen. Und natürlich ist die Wirtschaftsministerin eine gläubige Christin. Sie glaubt ganz fest daran, dass sie damit ungeschoren davonkommt, verstehen Sie?“





Abbauprodukt

5 11 2025

„Und das sind dann wie viele? Noch mal 10.000? Ja gut, die haben es auch nicht anders verdient. Wer es trotz Kurzarbeit und drohender Kündigung nicht geschafft hat, sich auf die Schnelle einen anderen Job zu beschaffe, der sitzt zurecht auf der Straße. Deutschland ist doch kein Sozialamt!

Was die Bundesagentur sagt, darauf dürfen Sie nicht hören. Das ist wie mit dieser Wirtschaft, wir wissen alles besser. Wenn die nämlich sagen, es gibt in Deutschland so gut wie keine Stellen mehr, und deshalb sind jetzt alle arbeitslos, dann ist das nicht nur falsch, sondern das Gegenteil ist richtig. Es ist der Arbeitsmarkt, verstehen Sie, und Märkte sind immer nachfrageorientiert. Wenn sich nicht genug Arbeitslose bewerben, dann gibt es eben auch nicht genug Stellen, weshalb es so viele Arbeitslose gibt. Wie kann man so doof sein und das nicht kapieren!

Und das liegt nämlich an diesen Grünen, die die Wirtschaft mit ihrem Sozialismus kaputt gemacht haben. Angeblich soll es 2022 eine Höchstzahl an Jobs gegeben haben, aber das lag ja nicht an der Ampel, sondern an unserer Vorgängerregierung. An Kohl nämlich, weil vorher war Merkel, die hat ja gar nichts gekonnt, weil das eine Frau war, davor war wieder Sozialismus, und jetzt haben wir wieder eine Regierung, die überhaupt nichts hinkriegt, weil die Industrie die Arbeitsplätze abbaut, wie das diese Grünen ihnen befohlen hatte. Und Amerika ist auch schuld, obwohl das ja eigentlich gar nicht sein darf, weil wir alles so machen wollten wie Amerika.

Sie müssen sich doch nur mal den Arbeitsmarkt anschauen. Da haben wir jetzt nach ganz viel Tricks mit Statistik angeblich nur noch ein paar hundert Faule, denen man alles kürzen kann, weil sie faul sind. Das ist doch kein Zustand! So kriegen wir die Milliarden doch nie zusammen, die die Wirtschaft braucht, damit sie Deutschland nicht verlässt.

Das hatten Sie verstanden? Also das sagt jetzt nicht die Wirtschaft, weil die von Wirtschaft nicht so viel versteht wie wir als Regierung. Das sagen wir als Regierung, wenn wir mal davon ausgehen würden, dass die Wirtschaft so viel Ahnung von Wirtschaft haben würde wie wir. Weil das nämlich die Reichen auch immer sagen: wenn die Regierung sie nach normalen Maßnahmen behandeln würde, Rechtsdurchsetzung, Steuern und so weiter, dann würden die nämlich Deutschland sofort den Rücken kehren. Gut, das machen die jetzt schon, zumindest die Kohle ist weg, Jobs schaffen die auch keine, aber das war ja klar. Wenn die keine Kohle mehr in Deutschland haben, wie sollen die Jobs schaffen?

So, das haben Sie jetzt also kapiert. Aber das ist ja das Problem. Die Industrie hat kaum noch eine Chance, Jobs zu schaffen, weil die meisten nichts mehr verkaufen. Verstehen Sie das? Die Wirtschaft hat das auch verstanden, weil wir als Regierung das erklärt haben: die Autos – jetzt nur mal als Beispiel, in einigen Ländern werden ja eher Einbauküchen produziert oder Rüstungsgüter – kauft keiner, weil die zu teuer sind, und das liegt an den viel zu hohen Löhnen, die die Arbeiter heutzutage verlangen. Ich meine, das muss man sich mal vorstellen: dieses parasitäre Dreckspack will nicht einfach nur Jobs haben, die wollen davon auch noch leben! Eine Wohnung bezahlen, Strom, Lebensmittel und was weiß ich noch alles! Das ist doch krank!

Das haben die kapiert, jetzt stellen sie endlich die richtigen Forderungen. Subventionen sind ja immer okay, dafür müssen sie nur regelmäßig die Gipfeleinladungen im Kanzleramt wahrnehmen – das haben wir von den Arbeitslosen gelernt, und da wir daran glauben, dass das stimmt, ist das auch richtig – und dann müssen sie natürlich einsehen, dass diese verdammten Grünen schuld sind. Wir haben sie inzwischen so weit, dass sie die von den Grünen verbotenen Atomkraftwerke wiederhaben wollen. Und dann haben wir ihnen beigebracht, mit regelmäßigen Massenentlassungen Druck auf diese gierigen Schweine auszuüben, die ihnen die Bilanz versauen. Aber ganz ehrlich, da arbeitet die Partei nicht mit, die müssten da doch auch umsetzen. Was wir jetzt haben: Rentner, die nicht mehr arbeiten!

Wie gesagt, Abbau. Damit wir das dann auch wirtschaftlich fördern können, brauchen wir ja eine Art Produkt. Das ist dann das Abbauprodukt. Mehr kriegen wir als Bundesregierung auch nicht hin, aber das ist ja schon einmal etwas. Und damit wir der Wirtschaft erklären können, dass sie dafür die Hilfe der Regierung in Anspruch nehmen dürfen, brauchen wir ein einfaches, auch für die Regierung intellektuell nicht zu kompliziertes Modell, mit dem wir ihre Ansprüche erklären können. Wir haben gut drei Millionen Schmarotzer – die meisten sind gar keine, aber da kriegen wir wieder Probleme mit der Partei, und wir sind ja nur die Regierung, und wenn wir das jetzt denen erklärt haben, die in der Partei geblieben sind, weil sie sogar für diese Regierung zu doof sind, dann sind wir nie fertig – und etwa eine Viertelmillion Stellen, und zwar für Fachkräfte. Da muss man irgendwo abbauen, um produktiv zu sein. Was also bietet sich besser an, als bei denen zu kürzen, die sowieso nicht dafür verantwortlich sind, weil die sich ja nicht wehren können? Ich sehe, Sie haben das mit der Regierung kapiert. Dann ist das mit der Wirtschaft ja nicht mehr so wichtig.

Gucken Sie sich doch mal die Wirtschaft an. Die Regierung. Da sehen Sie doch viele Menschen, die alles erreicht haben. Wohlstand, gute Verbindungen zu denen, die man aus mehreren Gründen noch nie eingeknastet hat. Leistungsträger, die nie jemandem seinen Job wegzunehmen würden. Das ist ein Modell, das muss die Gesellschaft lernen. Das mit den Jobs ist wie mit der Kohle. Die ist nicht weg, die hat jetzt nur jemand anderes.“





Ausbau und Modernisierung

11 09 2025

„… mit bis zu 6,5 Milliarden Euro bezuschussen wolle. Die Bundesregierung plane durch eine Entlastung der Betreiber der Übertragungsnetze die schnelle Senkung der Preise für die…“

„… im Bundeswirtschaftsministerium gedämpft worden sei. Ziel der Kostensenkung seien demnach nicht die Stromkunden, sondern nur die Betreiber nachgelagerter Verteilernetze, die ihre Einsparung jedoch nicht automatisch an die…“

„… sich laut Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft mit einem Anteil von etwa 28% als Kostentreiber am Gesamtpreis bemerkbar machen würden. Anders als von der CDU dargestellt sei dies aber nicht allein durch den Ausbaustopp bei erneuerbaren Energien oder weitere Importe von Atomstrom aus den…“

„… rein rechnerisch etwa achtzig Euro für jeden Bundesbürger bedeute, was pro Monat 6,66 Euro ergebe. Reiche sei nicht sicher, ob dies angesichts der aktuellen Arbeitsunlust der Bevölkerung der richtige Weg sei, die Privathaushalte durch immer mehr und immer höhere Subventionen zu…“

„… sich BILD empört gezeigt habe. Die wochenlang vorbereitete Kampagne, mit der Strompreissenkungen für Verbraucher als Teil einer Agenda gegen das Versagen der Grünen in der Ampelkoalition propagiert werden sollten, sei nun den Werbekunden nicht mehr zu vermitteln und reiße riesige Löcher in die Finanzplanung des…“

„… die Bemühungen der Bundesregierung sehr positiv sehe. Söder wolle sich zwar weiter offensiv gegen einen Ausbau der Netze positionieren, die Senkung der Netzentgelte aber gerne zur Sanierung des Landeshaushalts im…“

„… private Versorgungsnetze der einzige Weg seien, um den durch Windstille und Bewölkung jederzeit drohenden Blackout in letzter Sekunde zu verhindern. Merz warne vor dem Effekt, den ein einzelner Schmetterling in der Nähe einer Hochspannungsleitung auslösen könne, um den vollständigen Zusammenbruch der deutschen Verbrennerindustrie und damit alle relevanten Arbeitsplätze in der…“

„… lehne der Kanzler eine Dezentralisierung der Energiewirtschaft kategorisch ab. Privat heiße in diesem Zusammenhang nicht, dass sich ganz normale Mittelständler wie der Multimilliardär von nebenan auf Augenhöhe mit Konzernen bewegen dürften, die damit eine unfaire Konkurrenz im Kampf um die bis heute in der ganzen Welt beste und zuverlässigste Versorgung mit…“

„… müsse die Bundesregierung erst prüfen lassen, ob die Subventionen auch an die Kunden weitergegeben werden dürften. Man dürfe nicht denselben Fehler machen und wie Scholz eine Senkung der Umsatzsteuer versprechen, wenn diese letztlich die Staatseinnahmen verringern würden. Außerdem sei es für die Union nicht zu vertreten, dass die Gastronomiebetriebe eine Senkung der Umsatzsteuer einbehalten dürften, während man…“

„… werde Merz die rechtlichen Bedingungen prüfen lassen, unter denen sich Unternehmen um eine Versorgung mit regional erzeugtem Strom im deutschen Gesamtnetz bewerben dürften. Dies sei ohne ein Kapital von mehreren hundert Milliarden Euro nicht möglich, die die Bundesregierung aber gerne leihweise an die multinationalen…“

„… plädiere Söder dafür, den teuren Ausbau der Stromnetze vorerst nicht mehr aus den Geldern zu finanzieren, die der Bund zahle. Es sei vielmehr die richtige Entscheidung, die bereits abgeschalteten Atomreaktoren mit einem Sofortprogramm wieder ans regionale Netz zu…“

„… dass es laut eines Papiers aus den Bundeswirtschaftsministerium allen Unternehmen und privaten Haushalten zugute komme. Reiche sei jedoch nicht befugt, diese Entscheidung ohne eine Rücksprache mit der Energiewirtschaft zu…“

„… die Stromsteuer nicht für alle gesenkt werden solle. Linnemann habe sich gegen sämtliche Vorwürfe aus den Handwerksverbänden gewehrt. Der massive Vertrauensbruch, der der Regierung angelastet werde, sei seines Erachtens nicht viel größer als die Lüge, ohne Rekordschulden und nur durch verfassungswidrige Kürzungen im Sozialstaat eine Summe von bis zu…“

„… der Vorschlag eines Industriestrompreises von Habeck die Idee eines gefährlichen Idioten gewesen sei, der vorgehabt habe, die gesamte deutsche Wirtschaft an die Wand zu fahren. Merz halte dieses Projekt, das nur den brillantesten Ökonomen wie ihm selbst habe einfallen können, nur dann für machbar, wenn es unter einer stabilen und zukunftsorientierten Regierung wie…“

„… viel mehr Freiheit bei der Verwendung der Netzentgelte gefordert habe. Söder kritisiere, dass Energieversorger Ausbau und Modernisierung der Stromnetze bezahlen müssten, was sich negativ auf ihre Gewinne auswirken würde. Würde man die Milliardensubventionen nicht zweckgebunden dem Bundeshaushalte entnehmen oder gar nicht erst neue Netze bauen, so werde beispielsweise auch der Freistaat Bayern mit weniger Bürokratie an die…“

„… sei die Bundesregierung derzeit mit vielen anderen Gesetzesvorhaben wie Bürgergeldkürzung und der unbefristeten Erlaubnis für Verbrenner so beschäftigt, dass der Termin im Oktober gar nicht mehr eingehalten werden könne. Linnemann sei zuversichtlich, dass das Kabinett diesem Schritt wie angekündigt nicht werde gehen können, so dass von einer ungerechten Verteilung von Subventionen gar keine Rede mehr…“





Rechtlich bindend

4 09 2025

„Das ist auch eine Form des Bürokratieabbaus, die uns wirklich weiterbringen könnte. Zumindest hat dann die ganze Diskussion ein Ende, wie wir diese Schmarotzer im Bürgergeldbezug finden, die uns mit Schwarzarbeit in den Staatsbankrott bringen. Das sind ja Hunderttausende.

Hunderttausende, ja. Bei den Cum-Ex-Dingern waren das ein paar hundert Milliarden, aber das ist auch eine Frage des Datenschutzes. Wenn wir die Regierenden angreifen, ist der Datentotalitarismus nicht mehr weit, und wir können uns nur noch mit der Vorratsdatenspeicherung wehren. Also müssen wir die Mittel ergreifen, die die Grundlagen unseres Staates schützen, und das ist nun mal das Kapital. Wir verlieren vielleicht viel Geld, wenn wir die Steuerhinterziehung ab sofort nicht nur nicht mehr verfolgen, sondern legalisieren, aber mal ehrlich: wenn wir sie nicht legalisieren und trotzdem nicht verfolgen, wird es dann besser?

Na also. Deshalb ist es auch unser Plan, dass wir ein Abkommen mit denen schließen, die überhaupt davon betroffen sind, Steuern zu hinterziehen, also Steuerhinterzieher. Das ist rechtlich bindend für die Steuerhinterzieher, die dann möglicherweise weiter Steuern hinterziehen, nur wissen wir es dann halt nicht mehr, und für den Staat, der dann aber nicht weiß, ob es sich tatsächlich um Steuerhinterziehung handelt, und deshalb auch nicht mehr einschreiten darf. Weil es ein Gesetz gibt, und an Gesetze muss man sich im Rechtsstaat halten, auch und vor allem als Staat, der seinen Bürgern, vielmehr: einem Teil seiner Bürger Rechtsfrieden garantieren muss.

Das ist so ein abstraktes Wort, das will auch mit Leben gefüllt sein. Rechtsfrieden heißt, dass nicht alle Konflikte mit geltendem Recht vor Gericht kommen, was man zum Beispiel schon dadurch im Vorfeld erreichen kann, indem der Staat die Anzahl der möglichen Strafverfahren sinnvoll eingrenzt. Das werden Sie auch an der Kriminalitätsstatistik sehen, wie die Verbrechensrate erheblich schrumpft. Wir machen Deutschland sicherer, auch für Sie, oder wollen Sie nicht in einem Deutschland leben, das alles dafür tut, für Sie sicherer zu werden?

Ihre Kritik in allen Ehren, aber als Staat haben wir nun einmal das Gewaltmonopol, deshalb hat es auch keinen Sinn, sich darüber aufzuregen. Wir haben allen Bürgern einen effektiven Rechtsschutz zu gewähren, für den wir die staatliche Justiz so unterhalten, dass sie handlungsfähig bleibt. Das ist die Waffengleichheit zwischen Staat und Volk. Sie als Souverän können uns als Staat nicht anzeigen, weil wir gar keine Steuerhinterziehung begehen können. Warum sollte dann der Staat sich das den Bürgern gegenüber herausnehmen?

Und wir müssen auch mal aufhören, immer die alten Fälle wieder durch die Presse zu jagen, von Flick bis Cum-Ex, weil Rechtsfrieden eben auch bedeutet, dass nicht alle früheren Verletzungen des Rechts beseitigt sein müssen. Sonst müssten wir ja auch die komplette Entnazifizierung aufrollen, die Arisierungsvermögen, dann sind wir plötzlich bei der AfD, bei Merz und Spahn, und ob es überhaupt einen Unterschied gibt, und das kann doch keiner wollen. Von denen zumindest. Damit muss man sich abfinden, sonst findet das ja nie ein Ende.

Natürlich muss man das differenziert sehen, da haben Sie vollkommen recht. Deshalb ist es ja auch ein bisschen zu kurz gegriffen, wenn jetzt überall verkündet wird, Steuerhinterziehung sei nicht mehr strafbar. Das ist so nicht richtig. Wir wollen, dass Steuerhinterziehung ab einer gewissen Höhe des Vermögens nicht mehr strafbar ist. Ja, wir beziehen uns auf das Vermögen. Wenn wir jetzt plötzlich die Einkommen zum Maßstab nehmen würden – die werden selbstverständlich auch berücksichtigt, wir stellen uns da eine Bemessungsobergrenze für die Strafverfolgung vor, Sie kennen das vielleicht von den Sozialversicherungsbeiträgen, denn so oft und so krank kann man gar nicht werden, wie man da in die Kassen einzahlen würde, wie die Linken sich das vorstellen – dann müssten wir von unserem Grundsatz abweichen, dass wir die Vermögen mehr besteuern als die Einkommen, auch im Falle einer Prüfung, ob da überhaupt besteuert werden darf. Da müssen wir nämlich zusätzlich zum Rechtsfrieden auch die Rechtssicherheit garantieren.

Rechtssicherheit heißt in dem Fall, dass wir die Rechte der Vermögenden nicht einfach so durch ein Gesetz einschränken dürfen. Auch nicht, wenn es das Gesetz schon seit längerem gibt, aber eben nur sehr selektiv angewandt wird, nämlich an denen, die überhaupt Steuern hinterziehen. Da ist dann die Gleichheit vor dem Recht nicht mehr gewahrt, und der Staat würde gegen die Verfassung verstoßen, und das darf der Staat eben auch nur da, wo es sich um wichtige Dinge handelt. Wahlkampf etwa.

Der Sozialstaat sind alle, auch die Superreichen. Den können wir uns eben nicht mehr leisten, vor allem nicht die Steuerflucht, und dazu gibt es ein ganz einfaches Mittel: wir messen die nicht mehr. Das klingt jetzt sehr einfach, ist es aber auch. Wir befinden uns aber auch in einer Notlage, zu den Themen Rechtsfrieden und Rechtssicherheit hatte ich Ihnen schon etwas erklärt, und dann kommen die sogenannten Sachzwänge. Wir haben gar nicht genug Steuerfahnder, um Steuerhinterziehung zu ahnden. Die sind ja zum Teil überraschend aus dem Dienst ausgeschieden, manche durch Kündigung, dann wurden da Planstellen nicht besetzt, die aus Versehen nicht gestrichen worden waren, und… – Schwarzfahren erlauben? Um Gottes Willen, die Schweine schädigen die Mitte der Gesellschaft! Oder haben Sie schon mal einen Milliardär im Bus gesehen?“





Unternehmerisches Risiko

7 08 2025

„Das spielt erst mal keine Rolle, dass Ihre Frau gar nicht die benötigte Ausbildung hat für diese Stelle. Qualifikationen werden überbewertet, das sehen Sie in der Politik überall. Und wenn Ihre Frau nun gar keine Ausbildung hat statt eines abgeschlossenen Studiums der Rechtswissenschaft, dann kann man da wenigstens nichts falsch machen. Stellen Sie sie ruhig an, das merkt der Steuerzahler gar nicht.

Unsere Kurse sind eigentlich für Arme gedacht, und arm im Sinne der Bundesregierung sind ja die, die für Stundenlöhne von unter 5.000 Euro arbeiten oder wenigstens so tun, als täten sie etwas. Das sind Schicksale. Neulich hatten wir einen da, der wurde richtig gemobbt. Villengrundstück am Starnberger See, aber so schlecht geschnitten, das reicht gerade für einen einzigen Helikopterlandeplatz. Da können Sie keinen Besuch empfangen, da ist man sozial ausgegrenzt. Und da muss man auch helfen, dass solche Menschen ein soziokulturelles Minimum für ihr Überleben erhalten.

Die 24/7 GmbH & Co. KG haben Sie schon abgewickelt, und jetzt ist die Ding-Dong AG dran? Ach so, Fusion – die werden dann von der Ditt & Datt Holding geschluckt, die ihrerseits mit der 123 Ltd. fusioniert? Aber die reiten Sie ganz normal in die Scheiße? Richtig so. Falls Sie vorher irgendeine Art von Wirtschaftshilfen kassiert haben sollten, ist das jetzt der richtige Zeitpunkt. Die Regierung ist mit sich selbst beschäftigt, die haben überhaupt keinen Plan mehr von Wirtschaft, und jetzt können Sie aus dem Unternehmensgeflecht noch mal die maximale Höhe an Abfindungen rauslutschen. Sie müssen nicht mal irgendwelche Kaufhäuser haben oder irgendwas an sich selbst vermieten, das geht alles von selbst. Sie müssen nur rausholen, was Sie nicht reingesteckt haben. Gar nichts? Um so besser, das läuft ja wie Cum-Ex!

Es kann sich nicht jeder einen Autokonzern leisten, Sie sehen ja, mit welcher Klientel wir es zunehmend zu tun bekommen. Teilweise haben die Investoren gar nichts, selbst deren Geldgeber sind auf Investoren angewiesen, die Geldgeber brauchen – lauter Kleinmillionäre, die noch selbst mit dem Zweitmaserati zum Banktermin fahren müssen. Die müssen ja auch irgendwie gefördert werden, mit Fordern kommen wir da nicht weiter.

Steuerhinterziehung? ’tschuldigung, ich wollte Sie nicht beleidigen, aber das ist doch zu putzig. Die Millionengrenze gilt nicht für Ihre Einnahmen, das ist die Größenordnung für Ihre hinterzogenen Steuern. Also wenn Sie zehn Millionen an Steuern zu zahlen haben und etwa ein Prozent davon nicht zahlen, dann gehen Sie bitte Ihrem Anwalt auf den Sack. Wir sind nicht das Sozialamt.

Das Bundeslagebild Korruption zeigt über 1.500 Tatverdächtige jährlich, davon 50–60% Amtsträger, Tendenz steigend. Das ist ein gutes Zeichen, denn Beamte sind nun mal zuverlässig. Da weiß man, die liefern auch, das ist gut angelegtes Geld. Und das Bild vom Amtmann, der so schlecht bezahlt wird, dass er sich von jedem schmieren lässt, das ist ja so 1900. Heute können Sie das im Gesundheitssektor richtig gut aufziehen. Auch wenn da Amtsträger herumlaufen, das sind echt Arschlöcher.

Dass die sogenannte Schattenwirtschaft – man darf das ja nicht mehr Schwarzarbeit nennen oder Bestechung, das klingt so leistungsfeindlich – dass die inzwischen als ganz normaler Bestandteil des ökonomisch erwünschten Wachstums in der EU gilt, das wissen Sie doch. Deshalb ja auch der ganze Aufstand, dass man endlich Bürokratie abbauen muss, weil sonst der Zoll die verborgenen Quellen aufspürt, die ohne die lästigen Steuern und Abgaben die Investoren und Geldgeber ein bisschen weniger arm sein lässt. Schließlich tragen die immer ein unternehmerisches Risiko, dass sie von der Polizei überwacht und von den Einsatzkräften überrascht werden. Dann war die ganze Vorleistung umsonst.

Es muss ja nicht zwingend ein Fleischbetrieb sein, aber wenn Sie in Personalunion Arbeitgeber und Vermieter sind, können Sie manche Leistung viel preiswerter abrechnen. Suchen Sie sich aber besser jemanden, der eine Gesellschaft gründet, über die man die Mieten in den Abbruchhäusern abrechnen kann, sonst fällt das auf. Die Software ist schon in der Lage, die Namensgleichheit zu sehen, wir haben sie aber noch nicht installiert. Hier gilt konsequenter Opferschutz, falls Sie beispielsweise mal irgendwann im Fadenkreuz der Ermittlungen stehen sollten. Und dann beantragen Sie am besten Bürgergeld, das kommt immer gut an. Dafür sind die Ausländer verantwortlich, die unseren Staat in den Ruin bringen wollen. Sie sind ja deutscher Unternehmer, wer soll Sir schon verdächtigen?

Korruption ist nicht immer Machtmissbrauch. Oft ist sie erst die Voraussetzung dafür, dass man genug Geld hat, um an die Macht zu kommen und sie dann selbst zu missbrauchen. In dem Sinne müssen wir auch darauf achten, dass wir die Reihen sauber halten. Nicht jeder darf es bis nach oben schaffen, aber wer es nach oben geschafft hat, für den gilt natürlich auch kein Gesetz mehr. Und dann brauchen wir auch ein gut geführtes Controlling. Es sind bis jetzt ungefähr zwei Drittel Deutsche, die in der schattenwirtschaftlichen Kompetenz aufgestellt sind, und das sollte mindestens so bleiben. Wenn es plötzlich 99% wären, keiner würde mehr über die nationale Gefahr von Ausländerkriminalität reden.

Anschubfinanzierung? Wo sind Sie denn bisher tätig? Baustoffe? Sehr gut, da haben wir beste Verbindungen. Ihr Bruder würde als Komplementär einsteigen? Interessant, womit verdient der denn bis jetzt sein Geld? Wie, der arbeitet!? Laufen Sie! laufen Sie so schnell Sie können!“





Blutgeld

19 06 2025

„… täglich etwa 15.000 Spenden benötigt würden, um Erkrankte und Verletzte zu versorgen. Da vor allem in den Sommermonaten eine kritische Versorgungslage drohe, müsse man präventiv…“

„… das Anreizsystem nicht ausgereift sei. Warken wolle mit höheren Prämien für Spender die Bereitschaft erhöhen, regelmäßig in die…“

„… gewarnt habe, dass die Mindestdauer für den Abstand zwischen zwei Vollblutspenden nicht verkürzt werden dürfe. Der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen halte nichts von den aus der Bundesregierung geäußerten…“

„… sich der Bundespräsident von kolportierten Äußerungen distanziert habe. Steinmeier sei nach wie vor für eine Dienstpflicht, die allen volljährigen Bürgerinnen und Bürgern freiwillig auferlegt werden solle. Dies mit einer Blutgabe zu verbinden könne aber nicht im Sinne des…“

„… Konserven aus dem Ausland dazukaufen müsse. Das Bundesgesundheitsministerium sei in der Pflicht, die Versorgung in deutschen Kliniken notfalls auch unter finanziellen…“

„… analog zu den beliebten Urlaubsländern Italien und Spanien die erweiterte Zustimmung zur Organspende durch eine Widerspruchslösung zu ersetzen plane. Linnemann werde die Regierung auffordern, schnellstmöglich die erforderlichen…“

„… einen Preisstopp gefordert habe. Die Krankenkassen würden derzeit für 330 Milliliter Blut bis zu 130 Euro bezahlen. Dies sei vor allem für die privat Versicherten kein tragbarer Zustand, da langfristig die Beitragsbemessungsgrenze nicht mehr zu…“

„… eine Anfrage an mehrere Importeure für den asiatischen Märkt gestellt habe. Der Unionsexperte für blutende Kinder, schnelle Finanzlösungen und Körperflüssigkeiten Spahn halte sich durch sein mit großem Erfolg ausgeführtes Ministeramt auch jetzt für befugt, zu jedem Preis angebotene…“

„… dass Blut im medizinischen Sinne als Organ angesehen werden müsse, so dass auch die Pflicht zur regelmäßigen Spende keine Schwierigkeiten darstellen werde. Linnemann plane außerdem ein Blutgruppenregister, damit die Versorgung mit…“

„… für Vollblutspenden etwa 25 Euro, bei Plasma- oder Thrombozytenspenden auch doppelt so viel betrage. Merz erwarte von der SPD, die noch in diesem Jahr seinem innovativen Plan der Steuererklärung auf einem Bierdeckel zustimmen müsse, dass dafür immer eine Blutspendequittung ausgestellt werde, die Besserverdienenden als…“

„… zu einem Gipfel mit der Bundesministerin geladen würden. Die Klinikkonzerne würden eine Finanzspritze von 20 Milliarden Euro erwarten, der zu etwa 97% an die Aktionäre fließen werde, damit diese in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihre Anteile nicht plötzlich in andere…“

„… auch kommerzielle Anbieter auf dem deutschen Markt vorhanden seien, die mehr als die betriebswirtschaftlich notwendigen Rücklagen in der Bilanz vorweisen würden. Anders als von der Bundesgesundheitsministerin dargestellt sei aber der Preis für Vollblutkonserven bis zu 50% niedriger als im EU-Vergleich, so dass eine…“

„… schwierig zu besorgende Blutgruppen wie AB Rh− schneller zur Verfügung gestellt werden könnten, wenn der verpflichtende Eintrag in das Bundesregister auch gegen das Urteil aus Karlsruhe erfolge. Linnemann verlasse sich auf die Amtshilfe des Bundesinnenministers, damit die praktische Umsetzung seiner Befehle schnellstmöglich im…“

„… das Selbstbestimmungsgesetz abgeschafft werden müsse, da dies das Neutralitätsgebot nicht berücksichtige. Da Männer sechs und Frauen vier Blutspenden jährlich abgeben könnten, sehe die Bundestagspräsidentin bei Personen, die böswillig ihren Geschlechtseintrag ändern würden, entweder die Möglichkeit, mehr Aufwandsentschädigungen zu kassieren oder aber die Volksgemeinschaft um lebensrettende Blutspenden zu betrügen, was als schwere moralische Verfehlung gegen die…“

„… vorgehalten worden sei, dass Linnemann Bürgergeldempfänger kategorisch ausgeschlossen habe, da diese ihre ohnehin hohen Einkünfte durch Blutgeld noch aufbessern würden, ohne eine echte Leistung dafür zu erbringen. Sein Plan, diese Gruppe regelmäßig zur Spende ohne Gegenleistung zu zwingen, sei deshalb eine Kehrtwende, die auch dem DRK und anderen Instituten nicht als eine…“

„… genug Mittel zur Verfügung stellen könne, um chinesische Blutkonserven zum Höchstpreis zu besorgen. Der Unionsexperte für Grundrechenarten, Vollkaskoversicherung und Teflon Spahn wolle dazu einen Großteil der deutschen Blutspenden auf dem internationalen Markt absetzen, um dann von der Preisdifferenz wiederum Waren von den…“

„… den Empfängerkreis auf Leistungsträger zu beschränken. Merz halte es für ausgeschlossen, dass gesetzlich Krankenversicherte für Petitessen wie Verkehrs- oder Arbeitsunfälle auch noch kostenlos mit Blut versorgt würden, und regte eine komplette Abschaffung der…“

„… durch Hacker oder im Verteidigungsfall von einem schnellen Zugriff abgeschnitten werden könne, was eine nationale Notlage bedeute. Für diese Fälle werde Linnemann jeden Bundesbürger mit einer Tätowierung an der Innenseite des linken Oberarms als verpflichtendes…“

„… sich die Bundesregierung auf ein Paket von Schnellmaßnahmen geeinigt habe. Schon für die laufende Saison sei eine totale Abschaffung von Schulferien und Erholungsurlaub sowie ein Verbot von Radfahrten und Freibadbesuchen geplant, um die kritische Versorgungslage im Keim zu…“





Amtshilfe

21 05 2025

„Es hat doch schon mal geklappt.“ „Eben, und da wir jetzt ja die Probleme der Vergangenheit mit den Mitteln bekämpfen sollen, die uns die Probleme an die Backe genagelt haben, sollte es jetzt noch mal klappen.“ „Und sie ist ja wirklich die Richtige für den Job.“ „Die kann nichts.“ „Aber hallo!“ „Also gut, was schlagen wir ihr denn jetzt vor?“

„Sie wollte doch für Wachstum sorgen.“ „Bei den Strompreisen?“ „Das klingt schon mal sehr gut.“ „Und irgendwie logisch.“ „Und wo soll sich das auswirken.“ „An der Börse.“ „Nein, ich meine am Ende.“ „Ja, das ist das Ende der Wirtschaft in Deutschland, oder was meinten Sie?“ „Wer die halt zahlt, die Strompreise!“ „Naja, alle.“ „Wollen wir nicht lieber eine Lösung, bei der energieintensive Branchen als erstes in die Knie gehen?“ „Also Stahl und Auto und so?“ „Das klingt professionell.“ „Die Autoindustrie könnte ja sonst überleben.“ „Wenn da etwas schief geht, bauen die am Ende noch ganz moderne Batterien ein.“ „Malen Sie bloß den Teufel nicht an die Wand!“ „Aber natürlich dürfen wir das erst klarstellen, nachdem die Ministerin völlig haltlose Versprechungen gemacht hat.“ „In welcher Partei war sie noch gleich?“ „Stimmt auch wieder.“

„Das mit der Atomkraft haben wir leider viel zu früh verhindert.“ „Ich hatte Ihnen doch gesagt, mit Vernunft kommen wir nicht weiter.“ „Ja, hinterher ist man immer schlauer.“ „Dabei war das doch gut durchdacht.“ „Aber noch viel zu technologieoffen.“ „Was heißt das eigentlich?“ „Dass wir erst mal nur Ochsenkarren benutzen, bis jemand Flugtaxis mit Überlichtgeschwindigkeit erfunden hat.“ „Aber die Solarenergie hat sie doch schon mal in die Tonne getreten.“ „Dafür ist sie ja Ministerin geworden.“ „Wir haben jetzt aber kaum noch Solarindustrie.“ „Das kann sich jeden Moment ändern.“ „Wobei es an gewisse Rahmenbedingungen geknüpft ist.“ „Das Vertrauen der Wirtschaft in die Regierung müsste wieder da sein.“ „Da haben wir ja gerade noch mal Glück gehabt.“

„Natürlich könnten wir das auch für Windkraft durchziehen.“ „Stimmt es, dass man für so ein Ding bis zu 37 Genehmigungen braucht?“ „Bis jetzt.“ „Da ist noch sehr viel Luft nach oben.“ „Immer vorausgesetzt, dass wir den Bürokratieabbau in die Wege leiten.“ „Für den Bau von Windrädern?“ „Für die schnelle Verhinderung auf lokaler Ebene wegen der Risiken des potenziell tödlichen Infraschalls.“ „Dann können wir natürlich auch keinen grünen Wasserstoff erzeugen.“ „Eine Win-Win-Situation.“

„Hatten wir die Gaskraftwerke nicht schon mal als Notlösung?“ „Da waren sie aber noch total falsch, weil sie von der linksgrünen Regierung kamen.“ „Die hätten letztlich Arbeitsplätze erhalten im Umweltschutz, den keiner braucht.“ „Die Jobs oder den Umweltschutz?“ „Schon wieder so eine Win-Win-Situation!“ „Jedenfalls wird das jetzt nach der Regierungsübernahe alles viel größer und viel schöner wieder aufgebaut.“ „Und dann kommt da irgendwann grüner Wasserstoff?“ „Also…“ „Wer sagt’s ihm?“

„Das ist eben der Unterschied nach diesem Politikwechsel, wir versprechen irgendwas, und dann wird auch irgendwas gehalten.“ „Das ist die nötige Flexibilität, die diese grüne Verbotspartei nie wollte.“ „Genau, das wäre ja der Untergang von Deutschland gewesen!“ „Stellen Sie sich das mal vor, ein Wirtschaftsminister, der Ahnung von dem hat, was er sagt, und es trotzdem tut!“ „Schlimm!“ „Dafür haben wir jetzt langfristige Verträge für das Gas, das uns weiterhin ein angenehm warmes Geschäftsklima beschert.“ „Bis auf die Jobs.“ „Sie haben die Einsparungen bei den Lohnkosten nicht auf dem Schirm.“ „Vor allem müssen wir ja bei den ansteigenden CO2-Preisen davon ausgehen, dass sich über das Strompreissystem auch alle anderen Energiearten verteuern.“ „Wir sind eben für mehr Freiheit, die Industrie darf sich gerne aussuchen, woran sie letztlich stirbt.“

„Das heißt ja im Grunde, wir zementieren die Abhängigkeit von einer Diktatur, die gleichzeitig Preise und Liefermengen diktieren und uns politisch unter Druck setzen kann.“ „Sie sagen das so, als wäre es unangenehm.“ „Nein, erlauben Sie mal: warum hat man die überhaupt in der Wirtschaft etwas werden lassen?“ „Weil alle gesagt haben, dass die total viel Einfluss in der Politik hat.“ „Und warum ist die jetzt in der Politik?“ „Weil sie angeblich so viel von Wirtschaft versteht.“ „Und warum müssen wir hier ihren Job erledigen?“ „Betrachten wir das als Amtshilfe.“ „Also was!?“ „Sie hat ja noch nicht so viel Ahnung von dem, was sie machen soll, was man unter anderem daran sieht, was sie erst mal sagt, dass sie es machen will.“ „Modell Schnitzel, von beiden Seiten bekloppt.“ „Warum muss ich gerade an den Bundeskanzler denken?“ „Sagen Sie’s mir.“

„Aber wir müssen jetzt auch noch etwa für die Privathaushalte tun.“ „Wärmepumpenindustrie!“ „Das gute alte Zwangsmantra!“ „Genial, damit ist die nächste Branche im Arsch!“ „Ich wäre damit vorsichtig.“ „Stimmt, wenn wir nicht aufpassen, muss der Bundeskanzler am Ende noch eins von seinen Wahlversprechen halten.“ „Aber dafür reicht dann das Gas wieder nicht.“ „Das Gas schon, aber der Preis nicht.“ „Das wäre ja einen Kompromiss wert.“ „Letztlich würde das auch Arbeitsplätze im Sanitär- und Heizungsgewerbe kosten.“ „Schon wieder eine…“ „Telefon!“ „Wer ruft denn jetzt noch an?“ „Herr Ministerialrat, wir sind gleich fertig – noch ein paar Vorschläge, dann wissen wir endlich, woher wir neue Soldaten für die Grenzsicherung bekommen!“





Einhornzucht

27 03 2025

„Bis wann müssen wir denn fertig sein?“ „Bis die ganze Kohle futsch ist.“ „So schnell?“ „Alter!“ „Also mal langsam, wir kriegen hier ja nicht eine Billion einfach auf den Tisch gelegt…“ „Menno!“ „… und dürfen dann sofort alles ausgeben.“ „Naja, aber so ein bisschen?“ „Das muss alles organisiert werden.“ „Oder zumindest so aussehen.“ „Oder so.“

„Können wir das für die Autobahnen gleich abziehen?“ „Welche Autobahnen?“ „Ist das nicht Infrastruktur?“ „Aber welche Autobahnen?“ „Sie wollen doch nicht schon wieder mehr Autobahnen in Ihrem Wahlkreis?“ „Ach was, nein.“ „Und ich hatte schon gedacht…“ „Nur in Bayern halt.“ „Auf der anderen Seite gilt das als Wirtschaftsförderung.“ „Sie meinen als Industriesubvention?“ „Das erlaubt, wenn man es ‚Wirtschaftsförderung‘ nennt.“ „Aber dann haben wir nichts für die Autobauer.“ „Kann man da nicht ein paar Milliarden umwidmen?“ „Das macht das Bundesverfassungsgericht nicht mit.“ „Weil das beim letzten Versuch auch so war?“ „Also erstens ist nichts fürs Klima…“ „Da bin ich ja schon mal beruhigt.“ „… und zweitens sitzt die CDU jetzt ja nicht mehr in der Opposition.“

„Wenn der Bildungsetat…“ „Langsam, so weit sind wir nicht!“ „Vorerst könnten wir die Gelder für Landwirtschaftssubventionen auf die Bundesländer aufteilen.“ „Das mit dem Agrardiesel?“ „Ja, aber die Viehzüchter wollen nicht mehr nur für Veganer arbeiten und verlangen Verlagerungen weg von der Pflanzenproduktion.“ „Und was fressen dann ihre Schweine?“ „Da müssten wir nach der Streichung der Subventionen für Pflanzen natürlich eine neue Subvention für Pflanzenproduktion schaffen.“ „Futtermittel, richtig?“ „Genau.“ „Gut, dass das Geld nicht wieder in falsche Hände gerät.“ „Sonst müsste Söder bald Selfies mit einer Banane machen.“ „Das wäre eine Beleidigung!“ „Für die Banane?“

„Und die Entlastung unterer Einkommen?“ „Da bleibt dann ja kaum noch etwas übrig für die Entlastung der mittleren Einkommen.“ „Wenn wir die entlasten, haben wir bei den Spitzenverdienern gar keinen Spielraum mehr.“ „Das wäre ja auch so ein Punkt.“ „Wie meinen Sie das?“ „Ich meine, wir haben schon einmal ein zentrales Wahlversprechen gebrochen.“ „Stimmt, das wäre noch eins.“ „Und wenn wir bei den Superreichen anfangen?“ „Das ist perfekt!“ „Wieso?“ „Denken Sie doch mal nach, wenn wir oben anfangen…“ „… ist unten nichts mehr möglich.“ „Und wir müssen noch nicht mal sagen, dass wir aus ideologischen Gründen gespart haben.“ „Genau, unten war einfach kein Geld mehr da.“ „Super!“ „Ich sage doch, Ehrlichkeit zahlt sich aus.“ „Für wen auch immer.“

„Und die Bildung?“ „Gemach, wir sind doch noch lange nicht durch mit der Wirtschaft.“ „Und die Kürzungen im Sozialbereich haben wir auch noch nicht beschlossen.“ „Was wollen Sie denn da noch groß kürzen?“ „Keine Ahnung, aber das steht hier in den Formulierungshilfen für Beschlüsse und Beschlussvorlagen.“ „Dann wird das wohl auch so stimmen.“ „Und was bringt uns das ein?“ „Keine Ahnung, wir geben wohl im Endeffekt hinterher mehr aus.“ „Warum sollen wir dann unbedingt bei den Sozialausgaben kürzen?“ „Haushaltsdisziplin – die Leute müssen sehen, dass wir es ernst meinen.“ „Womit?“ „Dass wir kein mehr Geld haben für die Wünsche der Bürger.“

„Ich würde gerne Einhörner züchten.“ „Bitte was!?“ „Also Fusionsreaktoren: ja, aber das geht dann doch etwas zu weit.“ „Wobei es von diesen Viechern ja jede Menge Belege gibt.“ „Plüschtiere zähle nicht.“ „Menno!“ „Was hatten Sie sich denn so gedacht?“ „Drei Milliarden.“ „Sie wollen doch jetzt nicht ernsthaft über eine Einhornzucht als förderungswürdiges Wissenschaftsexperiment…“ „Ich würde das eher als Wirtschaftszweig sehen.“ „Hä!?“ „Sehen Sie irgendwo ein Vorbild auf dem internationalen Markt?“ „Nö.“ „Na also.“ „Dann sind drei Milliarden ja zu verschmerzen, wenn man die Laufzeit bedenkt.“ „Ich meinte jetzt drei pro Jahr.“ „Wie bitte!?“ „Und was kriegen wir dafür?“ „Das kann ich Ihnen sagen, wenn wir mit dem Geld bei der Bank einen noch höheren Kredit beantragt haben.“ „Aber Sie werden uns doch schon sagen können, was Sie mit der Kohle vorhaben?“ „Wie gesagt, mein Schwager will die Firma gründen.“ „Das ist gut, dann behalten wir wenigstens die Kontrolle über die Geldflüsse.“ „Frühestens in vier Jahren können wir dann auch sagen, was wir uns als Perspektive vorstellen.“ „Sie meinen: spätestens in vier Jahren.“ „Nein.“ „Aber…“ „Ich finde das sehr gut, es klingt nachhaltig.“ „Die Konkurrenz auf den internationalen Märkten ist auch überschaubar.“ „Und es ist bestimmt CO2-neutral.“ „Da sind dann ja noch mal EU-Subventionen extra drin.“ „Super!“ „Ich glaube, damit haben wir auch die Grünen überzeugt.“ „Das klingt so friedlich.“ „Schade, die Wagenkecht weg ist.“ „Ja, schade.“

„Meine Güte, jetzt geben Sie schon her!“ „Was denn?“ „Den Bildungsscheiß da!“ „Das ist doch!“ „Wir haben sowieso keine Mittel dafür, das ist eh alles Ländersache.“ „Aber die Länder sollen doch auch…“ „Aber wir können doch nicht alles mit Geld zuschütten!“ „Wie haben Sie sich das denn gedacht?“ „Wir haben Fachkräftemangel und eine hohe Abbrecherquote, die Industrie verliert den Anschluss an die internationalen Standards, da ist doch Bildung absolut…“ „Wir sind doch hier nicht die organisierte Korruption zur Aufteilung des Schuldenpakets!“ „Nicht?“ „Warum wollen Sie gerade jetzt den Bildungshaushalt festschreiben?“ „Dann wissen wir wenigstens, was das kostet, und mit dem Geld müssen die dann auch auskommen.“