Die Umfragen erzählen eine ganz andere Geschichte über israelische Araber

First One Through, 13. Mai 2026

Seit Jahren gehört der Vorwurf der „Apartheid“ zu den häufigsten Anschuldigungen gegen Israel. Internationale NGOs rufen ihn routinemäßig auf und Aktivisten an Universitäten wiederholen ihn endlos. Ein großer Teil der westlichen Debatte behandelt die Behauptung inzwischen nicht als Argument, das zu diskutieren ist, sondern als feststehende Tatsache.

Die Anschuldigung trägt eine sehr spezifische Folge: dass arabische Staatsbürger Israels eine dauerhaft ausgegrenzte und unterdrückte Bevölkerung sind, die grundsätzlich von der sie umgebenden Gesellschaft ausgeschlossen ist und dass Israel ein rassistisches illiberales Regime ist.

Aber die Umfragedaten aus Israel zeigen ein grundlegend anderes Bild. Kein vereinfachtes Bild. Kein utopisches Bild. Sondern ein weitaus menschlicheres und komplizierteres.

Seit Jahrzehnten spricht ein großer Teil der Welt über arabische Israelis, ohne jemals ernsthaft ihnen zuzuhören. Westliche Aktivisten sprechen in der Sprache der Revolution. Internationale NGOs sprechen in der Sprache der permanenten Unterdrückung. Protestierende an Universitäten sprechen in der Sprache von „Dekolonisierung“, „Widerstand“ und „Rückkehrrecht“. Die zugrunde liegende Annahme ist immer dieselbe: Arabische Israelis gelten als dauerhaft entfremdete Bevölkerung, die auf die endgültige Abschaffung des jüdischen Staates wartet.

Doch die tatsächlichen Umfragen unter arabischen Israelis weisen zunehmend in eine völlig andere Richtung.

Die neuesten Belege stammen aus einer Studie des Konrad‑Adenauer‑Programms für jüdisch‑arabische Zusammenarbeit an der Universität Tel Aviv vom Mai 2026. Die Umfrage ergab, dass 75,8 % der arabischen israelischen Zwölftklässler das freiwillige Engagement im nicht sicherheitsrelevanten nationalen Dienst [Zivildienst] unterstützen. Noch bemerkenswerter unterstützten 77,2 % den Eintritt arabischer politischer Parteien in israelische Regierungskoalitionen, während erhebliche Anteile den Eintritt in Koalitionen über das gesamte politische Spektrum hinweg unterstützten und nicht nur in linke Allianzen. Mehr als die Hälfte berichtete von einem starken Zugehörigkeitsgefühl zum Staat Israel.

Ds ist nicht das Umfrageprofil einer Bevölkerung, die sich auf einen Aufstand vorbereitet. Es ist das Umfrageprofil einer Bevölkerung, die sich zunehmend für bürgerschaftliche Teilhabe, Integration und praktische Koexistenz interessiert.

Der Verlauf ist noch wichtiger als die reinen Zahlen. Im Jahr 2010 lag die Unterstützung für den Zivildienst bei arabischen Jugendlichen bei nur 43 %. In fünfzehn Jahren verdoppelte sich die Unterstützung nahezu. Das ist keine statistische Schwankung. Es ist gesellschaftliche Entwicklung.

Dann kam der 7. Oktober.

Würde das modische revolutionäre Narrativ zutreffen, dann hätte man erwarten sollen, dass arabische Staatsbürger Israels sich nach dem Hamas-Massaker und dem folgenden Gaza-Krieg radikalisieren. Doch eine Umfrage der Universität Tel Aviv aus dem Jahr 2024 ergab, dass 57,8 % der arabischen Israelis sagten, der Krieg habe die Gefühle eines „gemeinsamen Schicksals“ zwischen arabischen und jüdischen Staatsbürgern Israels tatsächlich gestärkt.

Das ist möglicherweise das wichtigste Umfrageergebnis der Zeit nach dem 7. Oktober.

Denn es kollidiert direkt mit dem Apartheid-Gefüge, das im westlichen Diskurs so dominant ist. Apartheid-Systeme erzeugen im Krieg typischerweise keine wachsenden Gefühle eines gemeinsamen bürgerschaftlichen Schicksals. Welche Spannungen und Ungleichheiten in Israel auch existieren, die Umfragen legen zunehmend nahe, dass arabische Israelis ihre Zukunft nicht primär durch das Objektiv einer dauerhaften Trennung sehen.

Die Umfragen erzählen auch eine subtilere Geschichte über das sogenannte „Rückkehrrecht“, vielleicht das emotional aufgeladenste Thema des gesamten Konflikts. Westliche Aktivisten stellen die Forderung, dass Millionen palästinensischer Nachkommen in das Israel von vor 1967 ziehen sollen, häufig so dar, als würde sie von allen palästinensischen Arabern und israelischen Arabern gleichermaßen universell bejaht.

Die Umfragen deuten auf etwas anderes hin.

Eine gemeinsame Umfrage der Universität Tel Aviv und des Palestinian Center for Policy and Survey Research vom September 2024 ergab, dass 72 % der israelischen Araber eine Zweistaaten-Lösung unterstützten. Diese Zahl lag deutlich höher als unter jüdischen Israelis und sogar höher als unter in den Gebieten lebenden Palästinensern.

Dieses Ergebnis ist von großer Bedeutung, weil ein echtes Zweistaatenmodell die maximalistische Auslegung des „Rückkehrrechts“ implizit zurückweist, die Israel demografisch als jüdischen Mehrheitsstaat auflösen würde. Dieselbe Umfrage stellte nur kleine Minderheiten fest, die Einstaaten-Modelle unterstützten, die auf Dominanz oder Eliminierung der jeweils anderen Seite beruhen.

Mit anderen Worten: Die Umfragen legen zunehmend nahe, dass israelische Araber zwischen der Unterstützung palästinensischer nationaler Bestrebungen und der Unterstützung für die vollständige Beseitigung Israels unterscheiden.

Diese Unterscheidung fehlt im westlichen Aktivistendiskurs nahezu vollständig.

Arabische Israelis identifizieren sich weiterhin deutlich und tief kulturell und emotional mit Palästinensern. Sie bleiben scharf kritisch gegenüber vielen politischen Maßnahmen der israelischen Regierung. Eine Umfrage des Institute for National Security Studies vom März 2025 ergab ein äußerst geringes Vertrauen arabischer Israelis in Premierminister Benjamin Netanyahu und seine Regierung.

Aber Unzufriedenheit mit der Regierung hat sich nicht in breite Unterstützung für die Hamas oder für eine revolutionäre Konfrontation übersetzt. Ganz im Gegenteil. Eine Umfrage nach der anderen seit dem 7. Oktober zeigte weit größere Furcht vor Instabilität, Gewalt in der Gemeinschaft und wirtschaftlicher Störung als Begeisterung für bewaffneten Kampf. Die dominierenden Prioritäten, die aus wiederholten Umfragen hervorgehen, sind öffentliche Sicherheit, wirtschaftliche Chancen, Bildung, Wohnraum, Infrastruktur und die Verringerung gewalttätiger Kriminalität innerhalb arabischer Gemeinschaften.

Gemeinschaften, die sich auf eine Revolution vorbereiten, setzen nicht konsequent Polizeiarbeit, Schulqualität, Infrastrukturinvestitionen und wirtschaftliche Mobilität in der Gemeinschaft ganz oben auf ihre Prioritätenliste. Bürger tun das.

Die Umfragen zeigen zunehmend, dass arabische Israelis weniger wie westliche universitäre Radikale klingen, sondern mehr wie Bürger, die das tägliche Leben für ihre Familien verbessern wollen.

Deshalb ist der Aufstieg pragmatischer arabischer politischer Teilhabe innerhalb Israels so bedeutsam. Persönlichkeiten wie Mansour Abbas stehen für etwas, das viele Außenstehende noch immer schwer verstehen: eine wachsende Bereitschaft arabischer Israelis, innerhalb israelischer politischer Institutionen zu arbeiten, statt sie komplett abzulehnen.

Der damalige israelische Premierminister Naftali Bennet (links) schüttelt dem Führer der Vereinigten Arabischen Liste Mansour Abbas während einer Knesset-Sitzung in Jerusalem die Hand – 13. Juni 2021 (Foto: AP-Archiv)

Das bedeutet nicht, dass Spannungen verschwunden sind. Der Israeli Democracy Index 2025 des Israel Democracy Institute stellte fest, dass arabische Israelis weiterhin von erheblicher Diskriminierung berichten und die jüdisch-arabischen Beziehungen als die tiefste soziale Kluft des Landes identifizieren.

Aber auch hier ist die entscheidende Frage, was arabische Israelis zunehmend als Antwort auf diese Beschwerden getan sehen wollen. Die Umfragen legen nahe, dass sie in deutlicher Mehrheit nicht die Demontage Israels bevorzugen, sondern die Verbesserung ihres Platzes innerhalb des Landes.

Das ist eine transformative Unterscheidung.

Das geht noch deutlicher auseinander, wenn man die Umfragen unter israelischen Arabern mit Umfragen unter Palästinensern im Gazastreifen und im Westjordanland vergleicht, die vom Palestinian Center for Policy and Survey Research durchgeführt wurden.

ThemaIsraelische AraberPalästinenser im Gazastreifen/der Westbank
Unterstützung des Beitritts zu israelischen RegierungskoalitionenStarke mehrheitliche UnterstützungAllgemeine Ablehnung des israelischen politischen Systems
Unterstützung nicht militärischen
nationalen Dienstes (Zivildienst)
75.8% bei arabischen Israelis in der 12. KlasseNicht einsetzbar
Gefühl eines „gemeinsamen Schicksals“ mit den jüdischen Israelis nach dem 7. Oktober57.8% sagte, der Krieg said habe es gestärktUmfragen zeigen starke Zunahme der Feindschaft nach Kriegsbeginn
Bevorzuge PrioritätenReduzierung der Straftaten, Wohnung, Bildung, Infrastruktur, ArbeitsplätzeKonflikt, Eigenstaatlichkeit, Erholung vom Krieg, Widertandspolitik
Unterstützung der Zweistaaten-Lösung72%In aktuellen Umfragen niedriger und abnehmend
Beteiligung an israelischen InstitutionenZunehmend normalisiertAllgemein als illegitim angesehen
Einstellungen gegenüber der Hamas nach dem 7. OktoberKeine Beweise für breite UnterstützungBeträchtlich stärkere Unterstützung in zahlreichen Umfragen

Die Tabelle zeigt eine tiefgreifende Diskrepanz zwischen israelischen Arabern und palästinensischen Arabern sowie zwischen dem ideologischen Aktivismus im Ausland und der gelebten Realität innerhalb Israels selbst.

Die Aktivisten, die „globalize the intifada“ skandieren, stellen sich permanenten Kampf vor. Doch die Umfragen deuten zunehmend auf Koexistenz hin, vermischt mit Frustration; und auf Integration, vermischt mit kultureller Eigenständigkeit.

Deshalb wirkt ein weiterer aktueller Trend in der westlichen Medienberichterstattung zunehmend von der Realität abgekoppelt: das Beharren darauf, den Begriff „israelische Araber“ durch „palästinensische Staatsbürger Israels“ zu ersetzen, als ob letzterer vollständig erfasse, wie diese Bevölkerung sich selbst sieht.

Diese Bürger sind eindeutig Araber. Eindeutig kulturell und emotional mit der breiteren palästinensischen Geschichte verbunden. Aber die Umfragen zeigen zunehmend, dass sie sich auch als Beteiligte am israelischen bürgerlichen Leben, an israelischen Institutionen, an der israelischen Politik, an israelischen Bildungssystemen und an der israelischen Wirtschaft sehen. Sie wählen bei israelischen Wahlen und unterstützen zunehmend den Eintritt in israelische Regierungskoalitionen. Sie unterstützen zunehmend den Zivildienst und äußern zunehmend ein Zugehörigkeitsgefühl zum Staat selbst.

Westliche Aktivisten sprechen die Sprache der permanenten Revolution und des endlosen „Widerstands“. Die Umfragen zeigen, dass arabische Israelis die Sprache von Bürgerschaft, Koexistenz, Chancen, Sicherheit und praktischer Realität sprechen.

Israelische Araber stellen 21 % der israelischen Bevölkerung. Ihre Zahl hat seit 1948 schneller zugenommen als die der jüdischen Israelis. Und sie fühlen sich zunehmend zu Hause im jüdischen Staat.

Israelische Araber genießen den Strand in Tel Aviv (Foto: First One Through)

Ein bewegender Brief erwartete Soldaten im Libanon

Der IDF-Soldat Yehonatan Gottlieb veröffentlichte einen in einem Dorf gefundenen, ungewöhnlichen Brief, in dem Einwohner der IDF dankten.

Israel National News, 8. Juni 2026

Der Brief (Foto: Yehonatan Gottlieb)

Der Reservist Yehonatan Gottlieb, der als Teil des Artilleriebataillons 9260 im Südlibanon im Einsatz ist, veröffentlichte heute (Montag) auf X einen ungewöhnlichen Brief, den Hausbesitzer in einem der Dörfer für die Streitkräfte der IDF hinterlassen hatten.

Der Brief lautet: „Hallo, liebe Leute. Wir sind Christen; wir lieben euch und danken euch dafür, dass ihr den Libanon von den ‚Gelben‘ [d.h. Hisbollah] befreit habt. Bitte verschont unsere Häuser, denn niemand hilft uns beim Wiederaufbau; wir haben Kinder und kein Geld. Jetzt müssen wir fliehen, um uns in Sicherheit zu bringen – bitte lasst uns zurückkehren.“

UNO-Experten

UN Watch, X/twitter, 26. Mai 2026

Neuer Bericht von UN Watch enthüllt, dass UN-„Experten“ Millionen von Dollar von China, Russland und Katar akzeptierten, bevor sie die USA, Israel und den Westen angriffen.

Die auffälligsten Erkenntnisse des Berichts:

Alena Douhan, die UN-Expertin gegen westliche Sanktionen, erhielt 1,3 Millionen US-Dollar an Fördermitteln aus China, Russland und Katar.

Ihre offiziellen Besuche – einschließlich in Teheran, Peking, Damaskus, Doha, Caracas und Harare – wurden ausschließlich durchgeführt, um die Regime zu unterstützen, nicht ihre Opfer.

Ben Saul, der UN-Experte für Terrorismusbekämpfung, erhielt 150.000 Dollar von China und verweigerte dann, Aussagen zur Verfolgung der Uiguren durch China abzugeben, die Peking als „Terrorismusbekämpfung“ rechtfertigt.

Im März verurteilte Saul die USA, während er Somalia als „verantwortungsvollen Staat“ lobte.

George Katrougalos, ein ehemaliger griechischer Außenminister, der als UN-Experte „für eine demokratische und gerechte internationale Ordnung“ dient, erhielt 2025 100.000 US-Dollar von China – im selben Jahr, in dem er das Buch von Xi Jinping und die „Vision von Offenheit und Dialog“ des chinesischen Diktators lobte.

Im November 2025 reiste Katrougalos nach Teheran und traf sich mit Kazem Gharibabadi, dem stellvertretenden Außenminister des iranischen Regimes. Die beiden beklagten israelische und amerikanische „Verbrechen“.

Tlaleng Mofokeng, die UN-Expertin für Gesundheit, sagte: „Hamas sind keine Terroristen“ und billigte „die Legitimität des bewaffneten Kampfes“.

Sie wurde von der Gesundheitsbehörde Südafrikas wegen Fehlverhaltens mit einer Geldstrafe belegt, nachdem sie Hillel Neuer von UN Watch als „böse Abschaum“ angegriffen hatte.

Michael Fakhri, der UN-Experte für das Recht auf Nahrung, wirft Kanada Völkermord vor.

Obwohl Venezuela UN-Beobachter routinemäßig fernhält, wurde Fakhri speziell zu einem Besuch eingeladen, den er nutzte, um das Maduro-Regime überschwänglich zu loben.

Irene Khan, die UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit, verschloss die Augen vor systematischen Verletzungen der Meinungsfreiheit im Iran, in Saudi-Arabien, Venezuela, der Türkei und Myanmar, widmete jedoch einen ganzen UN-Bericht der Verurteilung westlicher Staaten wegen der angeblichen Unterdrückung pro-palästinensischer Proteste.

Reem Alsalem, die UN-Expertin für Gewalt gegen Frauen, hat das Massaker vom 7. Oktober verweigert anzuerkennen, Hamas’ Sexualverbrechen gegen israelische Frauen geleugnet und Hamas-nah ausgerichtete Propaganda verstärkt.

Balakrishnan Rajagopal, der UN-Experte für Wohnungsfragen, verurteilt die USA regelmäßig scharf, während er Missbräuche durch China, Russland und den Iran entschuldigt oder ignoriert.

Er hat das Völkerrecht als ein „imperiales“ System bezeichnet, das „die Ausübung roher Macht durch die USA legitimiert“.

Der Bericht von UN Watch stellt fest, dass die UN-Experten häufig auf unbestätigte und anonyme Quellen zurückgreifen, was die Beweisstandards schwächt.

Trotz dieser Bedenken werden ihre Berichte weiterhin als autoritative Quellen von internationalen Gerichten, Regierungen und Medien zitiert.

Wenn jetzt nicht sofort Hilfe in den Gazastreifen geht, könnten 14.000 Babies sterben. UNO-Friedenstruppen müssen eingreifen.
WIDERLEGT!

Die 13 in dem Bericht bloßgestellten UN-„Experten“ stellen mehr als ein Fünftel der 59 Mandate zur Berichterstattung über Menschenrechte dar. Ihr Verhalten würde Karrieren in jeder anderen Institution beenden. Dennoch behalten alle ihre UN-Plattformen.

„Das UN-Menschenrechtssystem wurde gegründet, um Opfer von Missbrauch zu schützen. Stattdessen wird es manipuliert, um Demokratien anzugreifen und einige der schlimmsten Menschenrechtsverletzer der Welt zu schützen.“ (Hillel Neuer)

UN Watch fordert 12 konkrete Reformen, darunter:

▶️ Vollständiges Verbot, dass UN-Experten zweckgebundene Finanzierung von Regierungen oder externen Einrichtungen erhalten

▶️ Unabhängiger externer Mechanismus zur Überprüfung, Prüfung und Disziplinierung von Experten

▶️ Externe Überprüfung von Kandidaten durch Demokratien

Die Erkenntnisse von UN Watch zeigen ein klares Muster ideologischer Voreingenommenheit und finanzieller Interessenkonflikte, die den Menschenrechtschutz behindern.

Lesen Sie den vollständigen 104-seitigen Untersuchungsbericht:

Report: U.N. “experts” accepted funding from China, Russia, Qatar, pushed their interests

Der Gebot des Islam Nichtmuslime zu erniedrigen

Militärische Angriffe auf Nichtmuslime

Faraz Pervaiz Roshan, Jihad Watch, 1. Juni 2026

Da der Islam von Muslimen als vollständige Lebensordnung betrachtet wird, ist es notwendig zu sehen, welche Art von seltenem und einzigartigem System an Rechten und Pflichten eine wahrhaft islamische Regierung für die anderen nicht-islamischen Stämme und Staaten um sie herum bleiben. Daher besitzt eine islamische Regierung zunächst das Recht, diejenigen Stämme und Staaten anzugreifen, bei denen nicht erwiesen ist, dass sie den Islam angenommen haben.

Von Anas wird überliefert, dass er vom Mohammed erzählt: „Wenn ihr ein Volk angreift, greift es nicht an, bis der Morgen kommt, und ihr solltet warten; wenn ihr den Adhan hört, gebt die Absicht des Angriffs auf, und wenn ihr den Adhan nicht hört, dann überfallt sie.“ (Sahih Bukhari, Kitab al-Adhan, Bab ma yahqinu bil-adhan min al-dima’, Hadith 610)

Imam Bukhari hat diesem Hadith einen schönen Titel gegeben: „Das Stoppen des Blutvergießens beim Hören des Adhan.“

„Die aus diesem Beispiel Mohammeds gewonnene Lektion ist, dass es nicht notwendig ist, dass die Leute des Islam vor einem Angriff über einen nichtmuslimischen Stamm oder Staat Bescheid wissen, denn wenn sie bereits über sie Bescheid wüssten, wozu wäre dann die Prüfung ihres Islam durch den Adhan nötig? Offensichtlich dient das Warten auf den Adhan dazu, den Glauben und den islamischen Zustand der Menschen, die angegriffen werden, einzuschätzen. Wenn der Klang des Adhan kommt, bedeutet das, dass die Menschen vor ihnen Muslime sind, also gebt die Absicht des Angriffs auf; und wenn sie nicht mit dem Islam bereichert sind, dann haben sie auch kein Recht auf den Schutz ihres weltlichen Vermögens, ihres Besitzes oder ihres Lebens. Daher greift sie an. Aus diesem Grund findet man oft, dass Mohammed und seine Gefährten die Siedlungen ihrer Feinde angriffen, während diese ahnungslos und unachtsam waren, ihre jungen Männer töteten und ihre unschuldigen Frauen und Kinder als Gefangene und Sklaven nahmen. So wird in einem solchen Vorfall überliefert:

‚Als Mohammed die Banu Mustaliq angriff, waren sie völlig ahnungslos und ihre Tiere wurden gerade am Teich getränkt, also tötete er ihre Kämpfer und nahm ihre Frauen und Kinder als Gefangene. Juwayriyah (Tochter von al-Harith) befand sich ebenfalls unter diesen Gefangenen.‘ (Sahih Bukhari, Kitab al-Itq, Bab man malaka min al-Arab…, Hadith 2541)“

Protest against forced conversion of Christian girls in Pakistan, Banksboomer, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0

Verbot des Umgangs mit Polytheisten

Trotz dieser Vorsicht und Überlegung bleibt die Gefahr bestehen, dass bei solchen blinden islamischen Angriffen zusammen mit den „Kafirs, die schlimmer als Tiere sind“, auch irgendein Muslim getötet wird. Daher wurde dafür dieser Befehl Mohammeds gegeben: „Wohnt nicht bei den Muschrikin, mischt euch nicht mit ihnen. Wer bei ihnen wohnt und sich mit ihnen mischt, ist wie sie.“ (Sunan Tirmidhi, Kitab al-Siyar, Bab ma ja’a fi karahiyat al-muqam bayn azhur al-mushrikin, Hadith nach 1530)

Den Leuten des Islam ist ein solcher Hass und eine solche Abneigung gegen das Leben und den Umgang mit Kafirs und Muschrikin eingeprägt worden, dass, wenn irgendein Muslim trotz dieser islamischen Befehle unter ihnen lebt, es keine Sorge bereitet, selbst wenn solche Muslime bei islamischen Angriffen getötet werden. Jarir bin Abdullah überliefert, dass Mohammed eine Militärexpedition gegen den Stamm Khath’am entsandte. Einige Menschen versuchten, sich durch Niederwerfen zu retten, aber die Muslime töteten sie schnell. Als diese Information Mohammed erreichte, ordnete er für sie halbe Diyah (Blutgeld) an und sagte: „Ich bin frei von jedem Muslim, der unter den Muschrikin lebt.“ (Sunan Tirmidhi, Kitab al-Siyar, Bab ma ja’a fi karahiyat al-muqam bayn azhur al-mushrikin, Hadith 1530)

Eine sehr bemerkenswerte Sache in dieser Überlieferung ist auch, dass die Mohammeds Mudschaheddin des Islam sogar jene Menschen niedermetzelten, die sich in Niederwerfung befanden — das heißt, ob sie Muslime waren oder nicht, war das eine; aber sicher war, dass sie nicht kämpften, sondern sich in Niederwerfung ergeben hatten. Dennoch wurde mit den Schwertern des Glaubens ihr Blut wie Wasser vergossen.

Heute, wenn islamische jihadistische Organisationen und Gruppen — die international als terroristische Organisationen eingestuft sind und schwere Gewaltverbrechen begangen haben — Nichtmuslime gemäß diesen islamischen Befehlen angreifen, hören sie oft von ihren moderaten und islam-unkundigen Muslimen, dass bei diesen jihadistischen Angriffen auch Muslime getötet werden. Die Antwort lautet, dass diese islamischen jihadistischen Organisationen diese islamischen Befehle besser kennen als ihr und Anhänger jenes wahren Islam sind, der Kafir nicht einmal als Menschen betrachtet, aber zugleich denselben Rang und dieselben Rechte für jene Muslime erklärt, die unter diesen Kafir leben.

Nichtmuslimen sollten nur niedere und erniedrigende Arbeiten zugewiesen werden

In einem idealen islamischen Staat wird einem nichtmuslimischen Kafir auch dieses Recht und dieser Status und Rang zuteil, dass er nicht als würdig für irgendeine ehrenvolle oder respektable Arbeit betrachtet werden sollte. Im allgemeinen Verständnis der heutigen Zeit kann man sagen, dass keinem nichtmuslimischen Kafir in einem islamischen Staat eine „White-Collar-Arbeit“ erlaubt werden kann; vielmehr ist sein Status und Rang der, dass ihm nur erniedrigende und niedrige Arbeiten zugewiesen werden sollten.

Entsprechend sagt Abu Musa: Ich sagte zu Omar, dass ich einen christlichen Schreiber bei mir habe. Er sagte: „Was ist mit dir geschehen? Möge Allah dich vernichten! Hast du nicht den Befehl Allahs gehört: {O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und Christen zu Freunden. Sie sind Freunde voneinander. Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der ist wahrlich einer von ihnen. Allah leitet die Ungerechten nicht recht.} Al-Ma’idah (51). Warum hast du also keinen Anhänger der Hanifiyyah-Millat angestellt (d. h. warum hast du keinen muslimischen Schreiber genommen)?“

Abu Musa sagt: Ich sagte: O Amir al-Mu’minin! Ich brauchte seine Schrift und seine Religion ist seine Sache. Omar sagte: „Wenn Allah sie erniedrigt hat und sie verächtlich gemacht hat, werde ich sie nicht ehren; und wenn Allah sie ferngehalten hat, werde ich sie nicht nahebringen.“ (Majmu’ al‑Fatawa: 326/25; Al‑Sunan al‑Kubra lil‑Bayhaqi: 204/9; Ahkam Ahl al‑Dhimma von Ibn Qayyim: 1/454; Irwa’ al‑Ghalil: 256/8. Der Muhaddith und Imam Ibn Taymiyyah erklärte diese Überlieferung für sahih und Allamah al-Albani erklärte ihre ihre Kette für hasan.)

Nichtmuslime sollten Ziel von Beleidigung und Spott gemacht werden

Ein besonderes Merkmal einer rechtschaffenen islamischen Gesellschaft wird sein, dass nichtmuslimische Kafir keinesfalls zuerst gegrüßt werden sollten und keine Gelegenheit verpasst werden sollte die im Umfeld lebenden Kafir zu beleidigen. So sehr, dass, wenn ein nichtmuslimischer Kafir auf der Straße vorbeigehen gesehen wird, sein Weg verengt werden sollte, um ihn zu erniedrigen. Dies sind die moralischen Werte des Islam, auf die Muslime nicht stolz genug sein können, denn dies sind die Lehren jenes Mohammed, dessen Titel „Barmherzigkeit für die Welten“ ist.

Entsprechend wird von Abu Hurairah überliefert, dass Mohammed sagte: „Beginnt nicht mit dem Gruß an die Juden und Christen und wenn einer von ihnen euch auf der Straße begegnet, zwingt ihn zum engsten Teil davon.“ (Sahih Muslim, Kitab al‑Salam, Bab al-Nahy ‘an ibtida’ Ahl al-Kitab bil-salam wa kayf yurd ‘alayhim, Hadith 5546)

Der berühmte Muhaddith und Imam Tirmidhi schreibt, nachdem er denselben Hadith in seinem Buch gebracht hat: „Einige Gelehrte sagen: Dies ist verhasst, weil das zuerst zu grüßen eine Ehrung für sie wäre, während den Muslimen befohlen wurde, sie zu erniedrigen. Ebenso sollte ihnen, wenn sie ihnen auf der Straße begegnen, der Weg nicht freigelassen werden, weil auch das eine Ehrung für sie enthält.“ (Sunan Tirmidhi, Kitab al-Siyar, Bab ma ja’a fi al-taslim ‘ala Ahl al-Kitab, unter Hadith 1602)

Denken Sie nur praktisch über diese erhabene moralische Lehre nach, dass beim Kommen und Gehen der Weg anderer verengt werden sollte, um sie zu erniedrigen. Kann es ein besseres Beispiel für eine voreingenommene und verächtliche Haltung geben als dieses, das der Islam in seinen Anhängern erzeugen will? Das Beleidigen und Erniedrigen von Nichtmuslimen ist die grundlegende Lektion, die der Islam seinen Anhängern lehrt; und das ist die islamische Schulung, an der die Gelehrten der muslimischen Salaf festhielten. Aber heute wird durch das Verbergen dieser ursprünglichen Lehren so getan, als ob der Islam eine Religion extremer Toleranz und Nachsicht sei.

Als die Glocken verstummten

Aufstieg, Wandel und Verschwinden der großen Städte des Christentums

Aynaz Anni Cyrus, 25. Mai 2026

Touristen gehen jeden Tag durch Istanbul, ohne zu erkennen, dass sie sich durch das bewegen, was einst das pulsierende Herz des östlichen Christentums war.

In Alexandria fließt der Verkehr an Kirchen vorbei, die älter sind als viele moderne Nationen, während die Zivilisation, die die Stadt einst zu einem der größten intellektuellen Zentren des Christentums machte, nur noch in Fragmenten überlebt.

In Antakya, der modernen Stadt, die über dem antiken Antiochia errichtet wurde, haben Erdbeben, Krieg, Eroberung und Zeit Schicht um Schicht einer der frühesten christlichen Gemeinschaften der Erde begraben.

Ephesus liegt größtenteils still unter der türkischen Sonne, seine Straßen gefüllt eher mit Archäologie als mit Gottesdienst.

Karthago überlebt weitgehend als Ruine und Erinnerung, obwohl es einst dazu beitrug, die christliche Theologie für die gesamte westliche Welt zu formen.

Die meisten Christen heute kennen Rom und Jerusalem. Einige kennen Bethlehem oder Nazareth. Doch einst existierte eine ganze christliche Welt, die sich über Nordafrika, die Levante, Anatolien und das östliche Mittelmeer erstreckte. Ihre Städte brachten Bischöfe, Theologen, Missionare, Mönche, Konzile, Manuskripte, Choräle, Schulen, Bibliotheken und Debatten hervor, die halfen das Christentum selbst zu definieren.

Viele dieser Städte existieren noch. Aber die Zivilisationen, die sie erbauten, existieren nicht mehr.

Dies ist nicht die Geschichte einer einzigen Invasion oder eines einzigen Jahrhunderts. Es ist keine vereinfachte Geschichte darüber, dass eine Zivilisation eine andere sofort ersetzt. Die Transformation der großen christlichen Städte geschah langsam über Generationen hinweg – durch Eroberung, Besteuerung, Migration, rechtliche Ungleichheit, demografischen Wandel, politischen Zusammenbruch, Krieg, Konversion, Assimilation und die Zeit selbst.

Einige Gemeinschaften überlebten, einige passten sich an, einige schrumpften zu isolierten Minderheiten und einige verschwanden fast vollständig.

Und schließlich verstummten die Glocken.


Antiochia: Wo Christen als erste Christen genannt wurden

Lange vor dem Aufstieg islamischer Reiche gehörte Antiochia zu den größten Städten der antiken Welt. Gegründet gegen Ende des vierten Jahrhunderts v. Chr. von Seleukos I. Nikator, einem der Generäle Alexanders von Makedonien, wurde Antiochia zu einem Zentrum griechischer Kultur, des Handels und der kaiserlichen Verwaltung.

In der Römerzeit war es neben Rom und Alexandria eine der größten Städte des Reiches.

Doch Antiochias größte historische Bedeutung kam durch das Christentum.

Nach der Apostelgeschichte war wurden die Anhänger Jesu in Antiochia erstmals „Christen“ genannt.

Und als er ihn fand, brachte er ihn nach Antiochia. So kamen sie ein ganzes Jahr lang in der Gemeinde zusammen und lehrten viele Menschen. In Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt. (Apostelgeschichte 11,26)

Die Stadt wurde zu einem der frühesten und einflussreichsten Zentren des christlichen Lebens. Die christliche Tradition verbindet den Apostel Petrus mit Antiochia, bevor er später in Rom wirkte.

Missionsreisen führten durch die Stadt. Das syrische Christentum blühte dort. Theologische Schulen entstanden. Bischöfe aus Antiochia wurden zu bedeutenden Gestalten der frühen Kirche.

Über Jahrhunderte war Antiochia neben Rom, Konstantinopel, Alexandria und Jerusalem eines der fünf großen Patriarchate des Christentums. Seine Kirchen prägten die Lehre. Seine Gelehrten debattierten Theologie, die das Christentum bis heute beeinflusst.

Dann änderte sich der Lauf der Geschichte.

Im siebten Jahrhundert besiegten die expandierenden arabisch-islamischen Armeen die byzantinischen Streitkräfte und eroberten im Jahr 637 n. Chr. Antiochia. Die Eroberung löschte das Christentum nicht über Nacht aus.

Christen blieben in der Stadt und praktizierten ihren Glauben weiterhin unter islamischer Herrschaft. Doch die politische und soziale Struktur, die das Christentum umgab, veränderte sich grundlegend.

Die Stadt durchlief Jahrhunderte des Konflikts zwischen byzantinischen und islamischen Mächten. Im zehnten Jahrhundert kehrte sie kurzzeitig unter byzantinische Kontrolle zurück, bevor sie erneut erobert wurde.

Später errichteten Kreuzfahrer das Fürstentum Antiochia und machten die Stadt zu einer wichtigen Kreuzfahrerfestung. Doch 1268 n.Chr. eroberten Mameluken-Truppen Antiochia endgültig.

Die Mameluken waren eine mächtige islamische militärische Herrscherklasse, die ursprünglich aus Soldatensklaven bestand, von denen viele als Kinder aus turkstämmigen, tscherkessischen und anderen nichtarabischen Bevölkerungen genommen, zum Islam konvertiert und für den Krieg ausgebildet worden waren.

Die Stadt erlangte ihren früheren Status nie wieder zurück.

Handelsrouten verlagerten sich. Politische Macht wanderte anderswohin. Die christliche Bevölkerungszahl ging über Jahrhunderte zurück. Kirchen verschwanden oder wurden umgewidmet. Gemeinschaften wanderten aus oder assimilierten sich. Wiederholte Kriege, Massaker, Erdbeben und Instabilität beschleunigten den Zusammenbruch dessen, was einst eine der prägenden Städte des Christentums gewesen war.

Das moderne Antakya enthält noch immer christliche Minderheiten, antike Kirchen und Spuren seiner außergewöhnlichen Vergangenheit. Doch der Maßstab ist kaum vergleichbar.

Eine Stadt, die einst half, das Christentum für die Welt zu definieren, wurde zu einem Überrest der religiösen Welt, die sie einst repräsentierte.

Heute kennen viele Besucher Antiochia eher durch Archäologie als durch eine lebendige christliche Zivilisation.


Alexandria: Der intellektuelle Gigant der frühen Christenheit

Wenn Antiochia eines der frühesten Missionszentren des Christentums war, wurde Alexandria zu einem seiner intellektuellen Hauptorte.

331 v. Chr. von Alexander von Makedonien gegründet, entwickelte sich Alexandria zu einer der größten Städte der Mittelmeerwelt. Es war berühmt für seine Bibliothek, seine Gelehrsamkeit, seine Philosophie und seine multikulturelle Bevölkerung.

Griechische, ägyptische, jüdische und römische Einflüsse trafen dort lange vor dem Aufkommen des Christentums aufeinander. Als sich das Christentum in Ägypten ausbreitete, wurde Alexandria zu einem seiner stärksten Zentren des Lernens.

Die Katechetische Schule von Alexandria brachte bedeutende christliche Denker wie Clemens von Alexandria und Origenes hervor. Athanasius von Alexandria wurde zu einem der einflussreichsten Verteidiger des trinitarischen Christentums während des arianischen Streits.

Alexandrias Ketechenschule

Das ägyptische Mönchtum entstand aus den Wüsten rund um die Stadt und veränderte die christliche Spiritualität für immer. Die Wüstenväter, Asketen, Klöster und theologischen Schriften, die in Ägypten entstanden, verbreiteten sich über die gesamte Christenheit.

Über Jahrhunderte war Alexandria nicht am Rand des Christentums. Es stand in seinem Zentrum.

Dann kam die islamische Eroberung Ägyptens im siebten Jahrhundert.

Im Jahr 641 n. Chr. eroberten arabisch-muslimische Armeen Alexandria, nachdem sie die byzantinischen Streitkräfte besiegt hatten. Wie in Antiochia hörte die Stadt nicht sofort auf, christlich zu sein. Ägypten blieb über Generationen hinweg stark christlich, besonders unter der koptischen Bevölkerung.

Doch die langfristige Transformation hatte begonnen.

Arabisch ersetzte nach und nach Griechisch und Koptisch als dominierende Verwaltungs- und Kultursprache. Christen wurden unter islamischer Herrschaft zu Dhimmis, durften ihre Religion ausüben, waren jedoch Einschränkungen und einer Sonderbesteuerung durch das Jizya-System unterworfen.

Über Generationen hinweg förderten soziale und wirtschaftliche Zwänge Konversion und Assimilation.

Einige Perioden waren relativ stabil. Andere waren geprägt von strengeren Einschränkungen, Kirchenzerstörungen, Verfolgung oder politischer Instabilität. Die christliche Bevölkerung nahm über Generationen hinweg ab, während die islamische Identität in ganz Ägypten dominierte.

Dieser Wandel war nicht nur ein religiöser. Er veränderte Sprache, Architektur, Verwaltung, Bildung und kulturelle Identität.

Das moderne Alexandria enthält noch immer Kirchen und bedeutende christliche Geschichte und die koptischen Christen Ägyptens gehören zu den ältesten überlebenden christlichen Gemeinschaften der Welt.

Doch die Stadt, die einst half, die christliche Theologie für die gesamte Mittelmeerwelt zu formen, funktioniert nicht mehr als Zentrum christlicher Zivilisation.


Konstantinopel: Die Stadt, die ihre Zivilisation überdauerte

Keine Stadt symbolisiert die Transformation der antiken christlichen Welt mehr als Konstantinopel.

Im vierten Jahrhundert von Kaiser Konstantin als neue Hauptstadt des Römischen Reiches gegründet, wurde Konstantinopel über mehr als tausend Jahre hinweg zum Zentrum des östlichen Christentums.

Die Stadt lag am Schnittpunkt von Europa und Asien, geschützt durch gewaltige Mauern und bereichert durch Handel, kaiserlichen Wohlstand und religiöses Prestige.

Ihre Kirchen beherrschten die Skyline. Ihre Kaiser beeinflussten die christliche Lehre. Ihre Konzile prägten die Theologie. Pilger, Mönche, Gelehrte und Händler strömten aus allen Teilen der Christenheit durch ihre Straßen.

Und im Zentrum stand die Hagia Sophia.

Fast tausend Jahre lang war die Hagia Sophia eine der bedeutendsten Kirchen der Welt. Ihre gewaltige Kuppel symbolisierte das kaiserliche Christentum selbst. Generationen versammelten sich unter ihren Mosaiken und Kronleuchtern zum Gottesdienst, während die byzantinische Liturgie durch das Bauwerk hallte.

Dann kam das Jahr 1453.

Als Sultan Mehmed II. Konstantinopel eroberte, fand das Byzantinische Reich faktisch sein Ende. Die Hagia Sophia wurde in eine Moschee umgewandelt. Kreuze wichen Minaretten. Das östliche kaiserliche Christentum verlor seine politische Hauptstadt.

Doch die Umgestaltung Konstantinopels zu Istanbul wurde nicht an einem einzigen Tag vollendet.

Griechische christliche Gemeinschaften blieben über Jahrhunderte unter osmanischer Herrschaft bestehen. Kirchen überdauerten. Patriarchate arbeiteten weiter. Christliche Händler und Viertel existierten weiterhin in der ganzen Stadt. Doch das Machtgefüge hatte sich dauerhaft verschoben.

Mit der Zeit beschleunigten sich demografische Veränderungen. Islamische Institutionen expandierten. Türkische Identität ersetzte die byzantinische Identität. Christliche Bevölkerungen gingen stetig zurück – durch Migration, Druck, nationalistische Konflikte, Massaker, Bevölkerungsaustausche und Ausweisungen im zwanzigsten Jahrhundert.

Die griechische Bevölkerung, die einst einen bedeutenden Teil der Stadt ausmachte, verschwand nahezu vollständig.

Heute ist Istanbul weiterhin eine der großen Städte der Welt. Millionen gehen täglich durch ihre Straßen. Die Hagia Sophia steht noch immer, nicht mehr als die Kathedrale, die einst das östliche Christentum symbolisierte, sondern als Moschee unter osmanischen Minaretten. Byzantinische Mauern ragen noch über Teile der Stadt. Einige antike Kirchen überleben in veränderter Form, in verborgenen Winkeln oder als historische Überreste der christlichen Welt, die Konstantinopel einst prägte.

Doch die Zivilisation, die die Botschaft Christi nach Konstantinopel brachte, existiert nicht mehr.


Ephesus: Die Kirche, die zur Ruine wurde

Anders als Konstantinopel oder Alexandria tritt Ephesus der modernen Welt nicht als lebende Metropole gegenüber.

Es tritt ihr als Stille gegenüber.

An der Westküste Anatoliens gelegen, war Ephesus einst eine der großen Städte der römischen Welt. Es war wohlhabend, kosmopolitisch und strategisch bedeutend.

Der Apostel Paulus predigte dort.

Frühe christliche Gemeinschaften blühten dort. Die Stadt war mit einigen der frühesten theologischen Auseinandersetzungen und missionarischen Aktivitäten des Christentums verbunden.

Die Offenbarung richtete sich direkt an die Gemeinde von Ephesus.

Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe:
Das sagt, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt: Ich weiß deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld und dass du die Bösen nicht ertragen kannst, und daß du die geprüft hast, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lügner erkannt; und du hast [Schweres] ertragen und hast standhaftes Ausharren und um meines Namens willen hast du gearbeitet und bist nicht müde geworden.

Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke nun, wovon du gefallen bist; und tue Buße und tue die ersten Werke! Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen. Aber dies hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hasst, die auch ich hasse.

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist.
Offenbarung 2,1–7

Die christliche Tradition verband die Region auch mit dem Apostel Johannes und mit Überlieferungen zu Maria.

Über Jahrhunderte hinweg spielte Ephesus eine bedeutende Rolle im christlichen Gedächtnis. Doch Geografie und Geschichte verließen es langsam.

Sein Hafen verschlammte allmählich, was Handel und Wirtschaftskraft schwächte. Invasionen, politische Instabilität, Erdbeben und sich verlagernde Handelsrouten beschleunigten den Niedergang.

Die islamische Eroberung gestaltete die weitere Region im Laufe der Zeit um, während die Stadt selbst bereits lange vor dem vollen Einsetzen der osmanischen Ära wirtschaftlich und demografisch an Bedeutung verlor.

Schließlich stellte Ephesus seine Funktion als bedeutendes städtisches Zentrum gänzlich ein. Was heute bleibt, sind Ruinen: Säulen, steinerne Straßen, Fragmente von Kirchen und zerbrochene Bögen, unter der anatolischen Sonne verwittert.

Touristen spazieren durch die Überreste einer Stadt, die einst im gesamten Christentum von enormer spiritueller Bedeutung war. Dennoch haftet Ephesus etwas einzigartig Gespenstisches an – denn fast nichts trat an seine Stelle. Es verwandelte sich weder in eine weitere bedeutende christliche Hauptstadt noch in eine islamische Metropole.

Es verblasste schlichtweg.


Karthago: Die christliche Welt, die Nordafrika verlor

Moderne Gespräche über das Christentum konzentrieren sich oft stark auf Europa, wenn es um die größten intellektuellen und theologischen Zentren des Glaubens geht.

Doch lange bevor große Teile Nordeuropas christlich wurden, half Nordafrika bereits dabei, die christliche Theologie für die weitere Welt zu formen.

Und Karthago stand nahe dem Zentrum dieser Welt.

Im heutigen Tunesien gelegen, wurde Karthago nach den Punischen Kriegen zu einer der wichtigsten Städte des Römischen Reiches. Das Christentum verbreitete sich rasch im römischen Nordafrika und brachte einflussreiche Theologen wie Tertullian, Cyprian und Augustinus von Hippo hervor.

Die Region war voller Kirchen, Klöster, Bischöfe und christlicher Gelehrsamkeit. Das lateinische Christentum blühte dort Jahrhunderte, bevor viele Teile Europas vollständig christianisiert waren.

Dann brach die politische Struktur zusammen, die das römische Nordafrika zusammenhielt.

Vandaleninvasionen schwächten die Region im fünften Jahrhundert. Die byzantinische Rückeroberung stellte einen Teil der kaiserlichen Kontrolle wieder her, doch die alte Ordnung erholte sich nie vollständig. Im siebten Jahrhundert dehnten sich islamische Armeen über Nordafrika aus, besiegten den byzantinischen Widerstand und veränderten die Region nach und nach politisch, kulturell und religiös.

Auch hier war der Prozess nicht unmittelbar.

Christliche Gemeinschaften überlebten Generationen lang nach der Eroberung. Doch über Jahrhunderte hinweg ging das lateinische Christentum dramatisch zurück. Arabische Sprache und islamische Kultur wurden dominant. Ökonomische und politische Anreize begünstigten die Integration in die neue Ordnung. Christliche Institutionen schwächten sich. Kirchen verschwanden. Gemeinschaften zerfielen.

Schließlich verschwand eines der großen intellektuellen Herzlande des Christentums nahezu vollständig aus der Region.

Heute stehen die Ruinen von Karthago nahe Tunis als Erinnerungen an Zivilisationen, die sich übereinanderschichteten. Die meisten Besucher verbinden die Stadt mit Hannibal und Rom, nicht mit dem Christentum.


Die Verwandlung dieser Städte verlief nicht in exakt gleicher Weise, aber sie erreichten letztlich dasselbe Ziel: Sie gerieten unter islamische Eroberung und islamische politische Kontrolle und über Jahrhunderte hinweg nahm ihr christlicher Charakter ab, zerbrach oder verschwand fast vollständig.

Doch fast alle von ihnen teilten eine gemeinsame Realität: Das Christentum zog sich zurück, während islamische Macht sich ausweitete.

Und vielleicht ist der wichtigste Teil dieser Geschichte das, was danach geschah.

Immer wieder passten sich Christen dem Verlust an, indem sie woandershin zogen. Neue christliche Zentren entstanden, während die alten verblassten. Die Grenze verschob sich. Die Kirchen leerten sich. Die Bevölkerungen veränderten sich. Die geerbte Ordnung veränderte ihren Charakter.

Mit der Zeit wurden Städte, die einst halfen, das Christentum an sich zu definieren, zu islamischen Hauptstädten, archäologischen Ruinen, Touristenzielen oder kleinen überlebenden Minderheiten, umgeben von völlig anderen zivilisatorischen Identitäten.

Dieses Muster ist nicht nur alte Geschichte.

Viele Christen gehen heute durch diese Städte, ohne zu erkennen, dass sie einst im Zentrum der christlichen Zivilisation standen. Die Straßen, über die einst christliche Prozessionen, Liturgie, Taufen, Beerdigungen und Gottesdienste führten, bewahren heute kaum mehr als Echos jener Welt.

Und dieser Mangel an historischem Wissen ist der Grund, warum heute islamischer Einfluss in vielen westlichen Städten und Regionen – durch demografisches Wachstum, Migration, politische Organisation, institutionellen Einfluss und kulturellen Druck – rasch wächst, während ein großer Teil des westlichen Christentums mit denselben Annahmen reagiert, die einst in Antiochia, Alexandria, Konstantinopel und Karthago existierten: dass Koexistenz allein das kulturelle Fundament darunter bewahren werde.

Und erneut wiederholen viele Christen dieselbe Geschichte: Einige ziehen sich nach innen zurück. Einige ziehen in andere Viertel, Städte oder Bundesstaaten, in der Hoffnung, Fragmente des Lebens zu bewahren, das sie einst kannten. Andere überzeugen sich selbst, dass die Verwandlung um sie herum vorübergehend, beherrschbar oder sogar eingebildet sei – bis das kulturelle Gleichgewicht sich bereits jenseits der Wiedererkennbarkeit verschoben hat.

Die Geschichte hat dieses Muster früher schon gesehen.

Deshalb ist das Verständnis langer historischer Muster wichtig. Und deshalb habe ich The Architecture of Jihad geschrieben: um in konkreten und historischen Begriffen zu dokumentieren, wie islamische Doktrin, Scharia, demografische Expansion, Migrationsmuster, politischer Einfluss, parallele Rechtsstrukturen, Finanzsysteme und kultureller Druck Gesellschaften immer wieder im Verlauf der Geschichte umgeformt haben.

Nicht nur durch offene Eroberung, sondern durch langsame zivilisatorische Ersetzung, der immer wieder Bevölkerungen begegneten, die die Bedrohung unterschätzten, Konfrontation vermieden, kulturelles Selbstvertrauen aufgaben oder einfach anderswohin zogen, während die geerbte Gesellschaft um sie herum allmählich zu etwas anderem wurde.

Der Unterschied zwischen radikalen und moderaten Muslimen

Ex Muslim Afghana, X/twitter, 4. Juni 2026

Radikaler Islam: Befolge den Isla, oder ich werde dich töten

Moderater Islam: Befolge den Islam oder er wird die töten.

Fun Fact: Die Araber, die Balfour-Erklärung und die jüdische Heimstatt

Mor Edge Insight, X/twitter, 29. Mai 2026

Im Jahr 1917 wurde die Balfour-Deklaration verfasst. Die Araber lehnten sie ab, weil sie das gesamte Land wollten. Sie weigerten sich, jegliche jüdische Souveränität auf dem Land anzuerkennen.

Im Jahr 1920 vergab der Völkerbund Großbritannien das offizielle Mandat für das Land, das zuvor zum Osmanischen Reich gehört hatte. Der gesamte Bereich wurde als jüdische Heimstatt reserviert. Diese umfasste das heutige Israel (mit dem Gazastreifen, Samaria und Judäa) sowie das gesamte (heutige) Jordanien.

Die Araber lehnten das ebenfalls ab.

Sie wollten das gesamte Land und weigerten sich, jegliche jüdische Souveränität anzuerkennen.

Im Jahr 1922 schlossen die saudischen Haschemiten und andere Araber einen geheimen Deal mit Großbritannien hinter dem Rücken der Juden ab, ohne die Zustimmung des Völkerbunds.

Großbritannien schnitt dann Transjordanien heraus und gab den gesamten Bereich den Arabern. Dass waren 77% des gesamten Landes, das als jüdische Heimstatt versprochen worden war.

Die Araber nahmen Transjordanien glücklich an, lehnten aber immer noch die verbleibenden 23% für die Juden ab. Sie weigerten sich, jegliche jüdische Souveränität auf dem Land anzuerkennen.

Stellen Sie sich jetzt diese Frage:
Wenn den Arabern bereits 77% des Landes gegeben wurden, das für den jüdischen Staat vorgesehen war, warum reden wir dann immer noch darüber, die letzten 23% aufzuteilen und ihnen noch mehr zu geben?

Wenn Sie die Wahrheit sehen, verstehen Sie, wer das eigentliche Problem ist und warum wir um das bisschen Land kämpfen werden, das uns noch geblieben ist.