Der Krieg, den es nur außerhalb Israels gibt

First One Through, 9. Juni 2026

Die jüngste Stellungnahme des UNO-Generalsekretärs vom 8. Juni warnt vor Konflikt im Libanon, dem Iran und dem Gazastreifen.

Israel erscheint darin jedoch nur als Akteur, nie als Ziel

Die folgende Erklärung wurde heute vom Sprecher des UNO-Generalsekretärs António Guterres ausgegeben:
Der Generalsekretär ist zutiefst beunruhigt über die erneute Eskalation im Nahen Osten. Er ruft alle beteiligten Parteien auf die Angriffe sofort einzustellen, maximale Zurückhaltung zu üben und von jeglichen Handlungen abzusehen, die eine ohnehin bereits explosive Lage weiter anheizen könnten.
Der Generalsekretär fordert alle Seiten auf die Waffenruhen im Libanon, im Iran und im Gazastreifen vollständig einzuhalten und alle Schritte zu vermeiden, die laufende diplomatische Bemühungen untergraben könnten.
Der Generalsekretär ist außerdem zutiefst besorgt über die Entscheidung Israels die Übergänge in den Gazastreifen zu schließen. Er wiederholt seinen Aufruf zur sofortigen Wiederöffnung aller Übergänge, um die rasche, sichere und ungehinderte Lieferung von humanitärer Hilfe in großem Umfang im gesamten Gazastreifen zu gewährleisten.

Iranische Raketen werden auf Israel abgefeuert. Hisbollah-Drohnen dringen nach Israel ein. Huthi-Raketen zielen auf israelische Städte. Millionen Israelis leben unter der Drohung von Angriffen.

Doch in großen Teilen der internationalen Debatte findet der Krieg immer irgendwo anders statt.

Die Kämpfe sind „im Libanon“. Sie sind „im Iran“. Sie sind „im Gazastreifen“.

Die Realität ist, dass Israel in den Gesprächen hauptsächlich dann auftaucht, wenn es reagiert.

Diese Darstellung ist bedeutsam. Sie verwandelt Israel von einem Land unter Beschuss in ein Land, das einfach nur angreift. Die Raketen verschwinden. Die Drohnen verschwinden. Die Zivilisten, die in Schutzräume rennen, verschwinden.

Eine Rakete, die vom Iran in Richtung Haifa abgefeuert wird, ist kein Konflikt „im Iran“.

Eine Drohne, die vom Libanon in Richtung Kiryat Shmona gestartet wird, ist kein Konflikt „im Libanon“.

Das sind Angriffe auf Israel.

Doch allzu oft erscheint Israel in internationalen Stellungnahmen erst, nachdem es zurückgeschossen hat.

Jesus ist Palästinenser und die Bibel wird entkolonisiert

Die Bemühungen Israel zur Rettung der Menschheit zu vernichten

Samuel J. Hyde, 7. Juni 2026

Jesus ist Palästinenser. Das Verb ist offenbart alles. In der Theologie beschreibt ist im Allgemeinen nicht etwas oder jemanden; es erklärt ewige Existenz und den Weg zur Erlösung. „Dies ist mein Leib“, „Ich bin der Weg.“

Zu sagen, Jesus ist Palästinenser, bedeutet daher nicht nur, dass eine Behauptung über die Identität einer historischen Figur aufgestellt wird. Es ist auch nicht in erster Linie der Versuch die Juden aus ihrer eigenen Geschichte herauszuschreiben, obwohl dies sicherlich eines seiner dominanten Grundmuster ist. Das Projekt ist weit ehrgeiziger und weit gefährlicher. Es versucht, die Bedeutung der Erlösung an sich innerhalb der Idee der palästinensischen Sache neu zu verorten.

Aus diesem Grund hat es wenig Sinn mit Aktivisten im Westen darüber zu streiten, ob Jesus ein Jude war, der in Judäa unter römischer Besatzung geboren wurde. Dass sie das wissen, es leugnen oder einfach als irrelevant betrachten, ist genau der Punkt. Das Problem ist etwas Tiefergehendes als historische Unwissenheit; es ist der Versuch, aus einer zeitgenössischen politischen Sache eine theologische Kategorie zu machen, Palästina von einem Ort und einem Volk zu einem erlösenden Prinzip zu erheben, durch das die biblische Geschichte selbst nun gelesen werden muss.

Ich möchte auf zwei bestimmte Werke hinweisen, die genau dieses Bestreben offenbaren – Werke, deren Lektüre ich mir als Säkularer und Jude gewissermaßen selbst auferlegt habe und die ich – zu meinem großen Unglück – vor Kurzem abgeschlossen habe. Ganz gleich, wie man zur Religion steht: Ich ermutige meine Leser, es mir gleichzutun. Es wird eine Offenbarung sein!

Bevor ich fortfahre, lohnt es sich zu fragen, was die Aufgabe eines Theologen eigentlich ist. Die Berufung des Theologen besteht natürlich nicht darin, Gott nach dem Bild einer politischen Sache neu zu formen. Sie besteht darin, sich mit Offenbarung auseinanderzusetzen, die Integrität einer religiösen Tradition zu bewahren und die Beziehung zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen zu erhellen. Theologie kann zur Politik sprechen, aber sie hört auf, Theologie zu sein, wenn Offenbarung lediglich ein Mittel für Ideologie wird. Seit Jahrhunderten versuchen Theologen zu verstehen, wie ewige Wahrheiten auf zeitliche Angelegenheiten einwirken. Sie versuchen nicht, das Ewige den politischen Forderungen des politischen Moments zu unterwerfen.

Das erste Werk stammt von Mitri Raheb, einem palästinensisch-christlichen Theologen, der uns in seinem Buch Decolonizing Palestine: The Land, the People, the Bible [Palästina entkolonisieren: Das Land, das Volk, die Bibel] von 2023 dieses Projekt anbietet. Raheb lädt Christen im Westen ein die Bibel nicht als das jüdische Ursprungsbuch zu sehen, das dem Christentum vorausging, sondern als eine Waffe, die von „zionistischen Kolonisatoren gegen indigene Palästinenser“ geschmiedet wurde.

Es ist schwer zu übersehen, dass Raheb mehr Zeit damit verbracht hat die Lehren Edward Saids zu verinnerlichen als die Schriften. Für ihn ist „die traditionelle Lesart der Bibel“ ein klassisches Beispiel für „Orientalismus“. In Bezug auf seine Zielsetzung ist er deutlich: „Dieses Buch ist ein erster Versuch die Siedlerkolonialtheorie in einen Dialog mit palästinensischer Theologie zu bringen.“

Was auch immer „palästinensische Theologie“ heißen soll, entzieht sich jedem Verständnis. Klar ist, dass die betreffende Theologie die Verwandlung der grundlegenden Texte des Judentums und des Christentums in Instrumente eines zeitgenössischen Anliegens verlangt, die auf die Vernichtung des jüdischen Staates abzielt.

„Es ist an der Zeit, diese Theologie zu entkolonisieren, die dem indigenen palästinensischen Volk sein Land, seinen Lebensunterhalt und seine Wurzeln raubt“, schreibt er. Seiner Darstellung nach sind die Juden nicht länger die Erben der Schrift, sondern Usurpatoren, die sich als ihre Hüter ausgeben. Die Bibel selbst: das Buch der Propheten, das Testament des Bundes und das Lied des jüdischen Weges durch Phasen von Exil und Rückkehr, wird als palästinensisches Erbe erklärt, „gestohlen von einem Volk“ [den Juden], „das es niemals wirklich besessen hat“.

Raheb nimmt seine Leser mit auf eine Reise, in der das jüdische Volk rückwirkend aus seiner eigenen Geschichte vertrieben wird. Aus den Nachkommen der Propheten werden „fremde Eindringlinge“ gemacht, jede jüdische Kontinuität im Land wird als Illusion behandelt oder schlimmer noch als „zionistische Propaganda“; und die Bibel selbst „ist Teil des palästinensischen Erbes“, das „man gegen uns [Palästinenser] wendet, um jüdische Vorherrschaft zu verankern“.

Man sollte annehmen, dass ein christlicher Theologe sich zuerst mit der jüdischen Schrift auseinandersetzt oder zumindest mit der christlichen Tradition, die sie geerbt hat. Aber in dieser Lesart taucht Moses hauptsächlich durch islamische Quellen auf. Raheb will nicht Moses, den hebräischen Gesetzgeber; er will Moses, den palästinensischen Revolutionär, losgelöst von der hartnäckigen Beständigkeit des jüdischen Volks.

In seinem ersten Kapitel geht es um Bethlehem; es trägt den charmanten Titel „The Little Town… A Big Ghetto“ [eine kleine Stadt – ein großes Ghetto]. Man ist versucht, den Theologen an die Grundlagen zu erinnern: Bethlehem leitet sich vom hebräischen בית לחם (Beit Lechem) ab, „Haus des Brotes“.

Doch die Symbolik im Titel ist bewusst gewählt und entspricht seinem Inhalt und seiner beabsichtigten Botschaft. Israel ist das neue nationalsozialistische Deutschland. Die Nakba entspricht dem Holocaust. Die Palästinenser sind daher die neuen Juden und die Juden selbst sind in Wirklichkeit nur Europäer und somit die Kolonisatoren des Geburtsortes des Messias. Christen wird gesagt, dass sie, wenn sie die Bibel so lesen, wie sie seit Jahrtausenden gelesen wurde, „mitschuldig an der Unterdrückung der Palästinenser“ sind.

Das ist nicht nur ein Argument zu Geschichte, es ist ein klarer Versuch das Christentum selbst in den Dienst Palästinas zu stellen. Jüdische „Auserwähltheit“ wird als „Herrenmenschentum“ dekonstruiert und der Bund zwischen Gott und den Juden wird als „kolonialer Vertrag“ behandelt.

Die Arroganz zeigt sich vielleicht am deutlichsten in seiner Methodik. Der Zweck des Buches besteht nie darin, die Heilige Schrift zu verstehen; in dieser Hinsicht ist es alles andere als die Arbeit eines Theologen. Der Zweck besteht darin die Überzeugung zu internationalisieren, dass Erlösung über Palästina verläuft. Man muss fragen, welcher Mensch statt mit Demut vor dem Text zu beginnen, mit der Überzeugung anfängt, dass der Text selbst sich seiner Politik beugen muss.

Das zweite Werk ist Christ in the Rubble: Faith, the Bible, and the Genocide in Gaza [Christus im in den Trümmern: Glaube, die Bibel und der Völkermord im Gazastreifen] von Munther Isaac, einem palästinensischen Pastor, der sich gegen das wendet, was er das „unkritische Bekenntnis der Mainstream-Christen zum modernen Staat Israel“ nennt.

Sein Ziel ist im Wesentlichen dasselbe wie das von Raheb. Christen, argumentiert er, müssen erkennen, dass „die Unterstützung für das Völkermord-Projekt des Zionismus ein Versagen darstellt, eine wirklich christliche theologische Kritik auf Kolonialismus, Rassismus und Imperium anzuwenden“. Ein weiterer Siedler-Kolonialist, der sich als Mann Gottes ausgibt.

Doch Isaac treibt die Anklage gegen die Westler weiter als Raheb. Christen in den Vereinigten Staaten und Europa werden aufgerufen, „Buße zu tun“ für „ihre Mitschuld an der Vernichtung des palästinensischen Volkes“. Und wie soll man Buße tun? „Durch die Befreiung des historischen Palästina“.

Das Vorwort des Buches stammt von Willie James Jennings, einem amerikanischen Theologen, dessen Arbeit sich auf „Befreiungstheologien, kulturelle Identitäten und theologische Anthropologie“ konzentriert. Jennings hat die renommierte Andrew W. Mellon Professur für Systematische Theologie und Africana Studies an der Yale Divinity School inne.

Für Jennings ist es Isaac’s gelungen, den Lesern vor Augen zu führen, dass die Bibel selbst zu kaum mehr als einem kolonialen Instrument geworden ist – zu einer „rassischen Vision der [jüdischen] Volkszugehörigkeit, verwoben mit verzerrten jüdischen und christlichen Praktiken der Lektüre heiliger Texte, der Geschichtsdeutung und der Entwicklung von Visionen für die Gestaltung von Lebensräumen“.

Beachten Sie das Muster. Das jüdische Volk wird nicht nur anhand der Texte kritisiert. Es wird in die Quelle der Textverfälschung selbst verwandelt. Jüdische Selbstbestimmung ist Herrenmenschentum, jüdische Volkstum ist rassische Vorherrschaft und jüdisches Gedächtnis ist koloniale Mythologie.

Im gesamten Buch bezeichnet Isaac Israel als eine Art extra ecclesiam (von extra ecclesiam nulla salus — außerhalb der Kirche gibt es keine Erlösung). Und in einer solchen Geschichte muss es immer einen Schurken unter sub iudicio (im Gerichtsverfahren) geben — jemanden, der nicht nur auf der falschen Seite der Geschichte steht, sondern auf der falschen Seite der Erlösung.

Mit seinem Versuch, Unterstützung für Palästina in ein moralisches Absolutum zu verwandeln, legt er dar, dass alles, was „seine Befreiung“ behindert — also Israel — zum Wohl der Menschheit verschwinden muss.

Ich habe Jahre damit verbracht, revolutionäre Manifeste zu lesen, die zerstörerischsten der Moderne, von Sayyid Qutbs Milestones [Meilensteine] bis zu Frantz Fanons The Wretched of the Earth [Die Verdammten dieser Erde], von Maos revolutionären Fantasien bis zu den Ba’ath-Katechismen der arabischen Welt. Jedes besaß seine eigene eigentümliche Arroganz, indem es sich einbildete, die Geschichte könne durch die Kraft einer erlösenden Idee neu gestaltet werden. Doch die Anmaßung, die sich in den Werken von Raheb und Isaac findet, übersteigt die zerstörerische Natur selbst dieser Projekte. Diese beiden Männer versuchen, anders als der Revolutionär, der versucht, die Geschichte hin zu einem finalen Bogen zu biegen, die Ewigkeit zugunsten ihrer Sache zu verbiegen. Und damit sind sie bereit, die Gründungsgeschichten von Völkern dem Erdboden gleichzumachen.

Hier geschehen drei Dinge gleichzeitig: die Neuchreibung der Bibel mit dem Ziel der Auslöschung der Juden; die Unterordnung der eigenen Gründungsgeschichte des Westens unter die Forderungen Palästinas; und die Ausstellung eines moralischen Freibriefs für Antizionisten, ein Land — und vermutlich sein Volk — zum Wohl der Menschheit zu vernichten. In der Wirkung sind beide Werke „theologische“ Spiegel der politischen Parole „From the river to the sea“. Darin gibt es keinen Raum für jüdische Existenz — weder in der Vergangenheit, noch in der Gegenwart, noch in der Zukunft.

Nun ist offensichtlich, warum Juden das wichtig nehmen sollten. Aber was ist mit allen anderen? Was bedeutet es für die nichtjüdische Welt, diesen theologischen Exorzismus zu akzeptieren? Palästina in der Weise zu akzeptieren, wie diese Autoren es fordern, bedeutet nicht nur eine Position zum Nahen Osten einzunehmen. Es bedeutet, an einer tieferen zivilisatorischen Kapitulation teilzunehmen. Es bedeutet zu akzeptieren, dass es eine ganze Generation gibt, die nicht mehr glaubt, dass ihr eigenes Erbe es wert ist verteidigt, bewahrt oder auch nur mit Dankbarkeit betrachtet zu werden. Und dass der einzige verbleibende Weg durch die Negierung des Zionisten führt.

Die Logik ist letztlich nihilistisch, da sie darauf abzielt Völkern, Traditionen und Zivilisationen ihre Legitimität zu entziehen, bis nichts mehr übrig bleibt außer dem leeren Versprechen, dass Palästina die Menschheit von kolonialer Sünde befreien werde und dass die wahre Form moralischen Fortschritts in der Auslöschung eines ganzen Staates liege. Die Juden werden letztlich nicht die letzten Opfer dieser antizionistischen Krankheit sein.

Ferede Aklum: Der äthiopische Held, der den äthiopischen Exodus anführte

Lloyd Masel. Israellycool, 29. April 2026

Ferede Aklum (1949–2009) wurde in einem Distrikt Äthiopiens geboren. Sein Vater, ein gebildeter und wohlhabender Mann, legte Wert auf die Ausbildung all seiner Kinder.

Ferede studierte Pädagogik (die Methode, Theorie und Praxis des Unterrichtens) am Addis Ababa Teachers’ College.

Nach seiner Initiative zur Eröffnung einer jüdischen ORT-Schule in der äthiopischen Region Tigray in den 1970er Jahren waren bis 1982 nicht weniger als 22 ORT-Schulen in Äthiopien entstanden.

Die Schulen entstanden in Zusammenarbeit mit World ORT und dem „Struggle to Save Ethiopian Jewry“ (Kampf zur Rettung des äthiopischen Judentums) und bieten eine spezialisierte Ausbildung für hunderte jüdischer Schüler im Alter von 14 bis 21 Jahren.

Die Ausbildung bei ORT konzentriert sich auf High-Tech-Fähigkeiten, STEAM‑Programme (Science, Technology, Education, Art, Math/Naturwissenschaften, Technologie, Bildung, Kunst, Mathematik), die darauf abzielen die Lebensgrundlagen zu verbessern und Schüler auf eine mögliche Einwanderung nach Israel vorzubereiten.

Es gibt immer noch viele Spekulationen über die Aufräge, die die äthiopische Gemeinschaft nach Israel bringen sollten, aber ein großer Teil des Erfolgs der verschiedenen Operationen beruhte auf den Bemühungen von Aktivisten aus der äthiopisch-jüdischen Gemeinschaft in Verbindung mit dem Mossad.

Farede Aklum war einer der herausragendsten Aktivisten und arbeitete unermüdlich für das Wohlergehen und das Überleben der äthiopisch-jüdischen Gemeinschaft, um sie davor zu schützen, Opfer des im Land tobenden Bürgerkriegs zu werden.

Aklum 1982. (Foto: Amram Aklum, Familienfoto, CC BY-SA 4.0)

Im Jahr 1977 wurde eine geheime Vereinbarung zwischen Äthiopien und Israel getroffen, um Juden im Austausch gegen Waffen nach Israel zu bringen.

Einige gelangten nach Israel, aber das Abkommen sickerte durch und wurde aufgedeckt, was dazu führte, dass Äthiopien alle diplomatischen Beziehungen zu Israel abbrach und die beteiligten israelischen Vertreter ausgewiesen wurden – mit der Behauptung, die Zionisten im Land seien Verräter.

Glücklicherweise entkam Ferede Aklum in den Sudan und ging die 480 Kilometer bis zur sudanesischen Hauptstadt Khartum zu Fuß.

Noch glücklicher war seine Entscheidung ein Notizbuch mit den Kontaktinformationen der Mossad- Agenten in seiner Tasche mitzunehmen, mit denen er in der Luftbrückenoperation zusammengearbeitet hatte.

Nachdem er im Sudan angekommen war, schickte er Briefe an seine Kontakte beim Mossad und bat um Hilfe dabei die Juden Äthiopiens herauszubringen.

Ferede schrieb, dass er die Grenze in den Sudan überquert hatte und der Mossad, der nach neuen Wegen suchte, die Juden Äthiopiens mitten im äthiopischen Bürgerkrieg nach Israel zu bringen, begann die Möglichkeit einer Rettungsoperation vom Sudan nach Israel zu prüfen.

Einer der Briefe erreichte Premierminister Menachem Begin, der Mossad-Agenten in den Sudan schickte, um Ferede zu treffen und diese Möglichkeit zu untersuchen.

Als die Agenten Ferede ausfindig machten, erkannten sie, dass ein Mann seines Ansehens und mit seinen Verbindungen sich für eine Rettungsmission dieser Größenordnung als unschätzbar erweisen würde.

Schließlich wurde er als Mossad-Agent rekrutiert.

Der ursprüngliche Plan musste geheim bleiben und langsam durchgeführt werden und anstatt das Leben tausender Juden in Äthiopien zu riskieren, schmuggelte er zunächst seine Familie als Flüchtlingen getarnt über den Sudan heraus.

Der Erfolg des Testplans ermutigte Ferede und den Mossad, sodass immer mehr Juden über den Sudan nach Israel geschmuggelt wurden.

Es war keine leichte Reise, da etwa 20.000 Dorfbewohner zu Fuß in den Sudan gingen, deren Zahl durch Hunger, Krankheit und Banditen auf dem Weg stark dezimiert wurde.

Die nächste Phase der gefährlichen Mission bestand darin, wie man viele Tausend Flüchtlinge vom Sudan nach Israel transportieren konnte, aber das ist eine weitere Reihe von Geschichten.

Ferede Aklum arbeitete den Rest seines Lebens weiter an der Verbesserung der äthiopisch-jüdischen Gemeinschaft, sowohl in Äthiopien als auch in Israel und unterstützte ihre Aufnahme und Integration in die israelische Gesellschaft.

Zitate

Pedro Sánchez behauptet, Israel sei am 7. Oktober in den Gazastreifen einmarschiert.
Nun fehlt nur noch, dass er sagt, es seien während des Holocausts die Juden gewesen, die sechs Millionen Deutsche in die Gaskammern geschickt haben.
Isaac, X/twitter, 16.05.26

Die Zwei-Staaten-Lösung, die Flatearth-Theorie der Außenpolitik.
Benedikt Brechtken, X/twitter, 22.05.26

Vielleicht sollte er sich besser mal mit der Gewalt durch neue „Siedler“ in Deutschland beschäftigen.
Julian Reichelt, X/twitter, 22.05.26 über Kanzler Merz und seine bescheuerten Äußerungen über Siedlergewalt in Israel.

Was die Palästinenser wollen, haben sie am 7. Oktober gezeigt. Und es ist keine Zweistaatenlösung.
Gruß von Gideon Böss, X/twitter, 22.05.26 an den Kanzler Merz.

Wenn Israel die Waffenruhe im Libanon „ständig bricht“, wieso tötet sie dann dabei Hezbollah-Kämpfer im Süden des Landes, wo die sich laut Waffenruhe gar nicht aufhalten dürfen?
Yahudi Brudi, X/twitter, 27.05.26

In den tagesthemen wird Johann Wadephul gerade gefragt, ob die Leugnung des Genozid in Gaza dazu geführt hat, dass Deutschland nicht in den Sicherheitsrat berufen wurde. Wohlgemerkt, der Genozid, den der Chef Ankläger der UN gerade verneint hat.
Fräulein Holle, X/twitter, 03.06.26

Nur dumme Länder schießen nicht zurück, wenn auf sie geschossen wird.
US-Außenminister Rubio, 08.06.26 zu den iranischen Angriffen auf amerikanische Schiffe und zu israelischen Angriffen im Libaon.

Wer glaubt, das Mullah-Regime werde durch Entgegenkommen milder, hat seine Logik nie begriffen. Kompromisse besänftigen Teheran nicht – sie ermutigen es. Jede ausgestreckte Hand gilt dort nicht als Friedensangebot, sondern als Eingeständnis von Schwäche, das zur nächsten Eskalation einlädt. Der Angriff auf den Flughafen Kuwait ist kein Ausbruch von Irrationalität, sondern das Ergebnis eines kühlen Kalküls, das der Westen aus Bequemlichkeit verdrängt: Stärke wird respektiert, Nachgiebigkeit bestraft.
Ahmad Mansour, X/twitter, 03.06.26, 08.06.26 erneut gepostet

Als Atheist wundere ich mich immer wieder: Warum interessieren sich Christen im Westen scheinbar mehr für vermeintlich diskriminierte Muslime hier vor Ort als für die tausenden Christen, die in Afrika von Islamisten brutal verfolgt und ermordet werden?
Ali Utlu, X/twitter, 07.06.26

Israel hat offenbar SCHON WIEDER zuerst zurückgeschossen.
X/twitter-User, 08.06.26 über die sogenannte Berichterstattung des ZDF

In Deutschland Juden zu drangsalieren wird die Lage im Gazastreifen nicht besser machen.
Hen Mazzig, X/twitter, 09.06.26

Wenn die Mehrheit der Muslime in Deutschland nicht endlich das Maul aufbekommt und klarstellt, dass sie loyal zur westlichen, freien Gesellschaft steht, dürfen sie sich nicht wundern, wenn die westliche, freie Gesellschaft keinen Bock auf Islam in egal welcher Form hat.
X/twitter-User, 10.06.26

Off-topic:

Der grundlegende moralische Makel der Linken ist die Empathie für die Kriminellen und nicht die Empathie für die Opfer.
Elon Musk, zitiert von ihm auf X/twitter, 15.05.26

Denen, die mich beschuldigen einen pädophilen Präsidenten zu unterstützen, will ich deutlich sagen: Ich habe niemals für Joe Biden gestimmt oder ihn unterstützt.
Brilyn Hollyland, Aktivist, zitiert auf X/twitter, 16.05.26

Haben Sie eine Theorie, warum viele Politiker heute derart empfindlich auf zugespitzte Kritik reagieren? Das hat drei Gründe: fehlendes persönliches Format, Angst vor Machtverlust und ein zunehmend autoritäres Staatsverständnis.
Joachim N. Steinhöfel, X/twitter, 17.05.26

Sozialismus war nie „fürsorglich“ – er war immer eine Ideologie der totalen Gewalt gegen den Einzelnen. Wer Privateigentum abschafft, muss zwangsläufig Menschen abschaffen, die es benutzen wollen. Das Ergebnis ist eine Hierarchie von Schlägern und Opfern: 100+ Millionen Tote, Gulags, Hungersnöte und ein Stasi-Staat als Beweis.
Hayek-Club Weimar, X/twitter, 18.05.26; und weiter:
Wer heute noch „aber das war nicht echter Sozialismus“ sagt, ignoriert nicht nur die Geschichte, sondern die Logik: Sobald du das Recht auf Eigentum und freie Entscheidung leugnest, bleibt nur die Knute übrig.

Wer angebliche Lügen mit Strafrecht bekämpfen will, hat keine Argumente mehr. Wer Konkurrenz im Netz mit Blocken bekämpft, hat den Wettbewerb der Ideen längst aufgegeben. Wer sich gegenseitig die Orden umhängt, kennt den Beifall von außen nicht mehr.
Joana Cotar, X/twitter, 21.05.26

Wer die Linkspartei an der Macht will, aber innerlich noch nicht so weit ist, diese Kommunisten zu wählen, kann auch einfach CDU wählen.
Julian Reichelt, X/twitter, 21.05.26

Allen sozialistischen Umverteilern ins Handbuch geschrieben:
Robin Hood hat nicht von den Reichen gestohlen, um es den Armen zu geben. Er holt das Geld zurück, das Regierung und Bürokraten den Menschen per Steuern geraubt haben – und gab es denen zurück, denen es gestohlen wurde.
Robin Hood war kein Sozialist.

Hayek-Club Weimar, X/twitter, 21.05.26

Das sensible Ostdeutschland riecht den Kommunismus von weitem, während der Westen noch genüsslich am Prosecco der Wohlstandsverwahrlosung nippt.
Michael Münch, ansage!, 21.05.26

Am Absturz der CDU ist nur die CDU selbst schuld. Denn an nichts, was in diesem Land falsch läuft, ist die AfD schuld, denn sie hat nie regiert. Regiert hat fast immer die CDU, mit einer immer linkeren Politik und linke Politik führt immer in den Abgrund.
Ali Utlu, X/twitter, 21.05.26

Thomas Sowell: „Wenn man wirklich an gleiche Rechte glaubt, was sollen dann Begriffe wie ‚Frauenrechte‘, ‚Homorechte‘ und Ähnliches bedeuten? Entweder sind sie überflüssig – oder sie verstoßen gegen das Prinzip gleicher Rechte für alle.“

Morgens um sechs schon wissen, was einem abends um acht verschwiegen wird.
Neuer NiUS-Werbeslogan

Vielfalt wird nur in westlichen, mehrheitlich weißen Ländern gefordert.
Niemand würde auf die Idee kommen, mehr Vielfalt für Kabul oder Kinshasa zu fordern.

Anabel Schunke, Facebook, 22.05.26

Steinhöfel über staatliche Förderung, wo sie nicht angebracht ist, aber mit Riesenbeträgen stattfindet:

Auf deutsche Ansprüche muss da jetzt keine Rücksicht genommen werden.
Außenminister Johann What-a-fool, Video auf X/twitter, 06.11.25 – Das ist kein deutscher Außenminister, das ist Landesverrat.

Bei ihrem Anblick stelle ich mir permanent die Frage, was Dr. Goebbels wohl mit dieser verkommenen Kreatur gemacht hätte, die offen zur Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz Andersdenkender aufruft.
Es kommt mir immer wieder nur eine einzige Antwort in den Sinn:
Sie hätte die ganze große Karriere gemacht.

„Die Stahlfeder“, 01.06.26 über Saskia Esken

Vielleicht hätte sich Frau Baerbock darauf konzentrieren sollen, ihre Arbeit in der deutschen Diplomatie zu erledigen, anstatt zu versuchen, Nigerianern vorzuschreiben, wo sie ihre Toiletten zu bauen haben, und den Afrikanern zu sagen, wie sie mit Elefanten umgehen sollen. Vielleicht hätte Deutschland dann mehr Stimmen aus Afrika für den UN-Sitz erhalten.
Botswanas ehemaliger Präsident Mokgweetsi Masisi, zitiert ein Epoch Times, 06.06.26

Warum ist Steuerhinterziehung strafbar, Steuerverschwendung aber nicht?
Dr. David Lütke, X/twitter, 06.06.26 zur „schlimmsten Steuerverschwendung des Jahres“ (gekürt wurde die 600-Millionen-Pleite von Northvolt – selbst die 2.000t Masken, die vom Gesundheitsministerium vernichtet werden, kommen da anscheinend nicht dran!).

Der Sozialismus ist die Kunst, Neid in eine Tugend und Faulheit in ein Recht zu verwandeln.
Hayek-Club Weimar, X/twitter, 07.06.26

Du kannst 50 Wissenschaftler mit einem Fakt zum Schweigen bringen, aber du kannst einen Idioten auch mit 50 Fakten nicht zum Schweigen bringen.
Video auf X/twitter, 10.06.26

Vor 140 Wochen – der einzige Völkermord war am 7. Oktober

Der Rest ist Krieg.

Daniel Hanuka, X/twitter 29. Mai 2026

(WordPress lässt das Video nicht einbinden; daher ein Screenshot und der Link dazu.)

Gazas Zerstörung hat einen Namen: Hamas

Mikha’el, X/twitter, 29. Mai 2026

Vielleicht liegt Gazas Zustand #Gaza ja doch nicht an einer mysteriösen Laune des Universums sondern daran, dass die 𝐇𝐚𝐦𝐚𝐬 jedes zweite Haus zur Sprengfalle umbaut oder komplette Straßenzüge mit IEDs präpariert und unter dem Gebiet hunderte Kilometer Tunnel #TerrorTunnels angelegt hat 🕳️

𝐕𝐞𝐫𝐫ü𝐜𝐤𝐭𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐝𝐚𝐧𝐤𝐞, 𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐞𝐢ß 🙃

Es gibt Videomaterial 🎥 das zeigt, wie 𝐇𝐚𝐦𝐚𝐬-𝐌𝐢𝐭𝐠𝐥𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 in ganz normalen Wohnhäusern Minen vergraben und Sprengsätze verstecken. Also genau dort, wo eigentlich Familien leben sollten.

Was für ein fürsorgliches Regierungskonzept. Fast schon rührend, wenn es nicht so abgrundtief krank wäre. 🥳

Der Punkt ist simpel: Die Terrorgruppe nutzt 𝐳𝐢𝐯𝐢𝐥𝐞 𝐆𝐞𝐛ä𝐮𝐝𝐞 systematisch für militärische Zwecke. Nicht, um die eigene Bevölkerung zu schützen, sondern um sie als 𝐦𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐢𝐥𝐝𝐞 in ihre Kriegsstrategie einzubauen 🛡️

Und wenn diese Gebäude dann zerstört werden, folgt das übliche Theater 🎭

Israel ist schuld, Hamas ist plötzlich unsichtbar und alle tun so, als kämen die Sprengfallen vom Weihnachtsmann 🎅💣

Die massive Zerstörung ist keine willkürliche Rache Israels, sondern das logische Ergebnis dieser zynischen Terrorstrategie. Wer Wohnviertel in 𝐓𝐨𝐝𝐞𝐬𝐟𝐚𝐥𝐥𝐞𝐧 verwandelt ☠️ muss sich hinterher nicht wundern, wenn am Ende nur noch Trümmer übrig bleiben.

11 Arten, wie das Völkerrecht Israel unterstützt

Uri Kurlianchik, 2. Juni 2026

Frank Herbert, der Autor von Dune, satirisierte die Art und Weise, wie Barbaren das Völkerrecht gegen seine Urheber einsetzen, mit dem brillanten Zitat: „Wenn ich schwächer bin als du, bitte ich dich um Freiheit, weil das deinen Prinzipien entspricht; wenn ich stärker bin als du, nehme ich dir die Freiheit, weil das meinen Prinzipien entspricht.“

Barbaren kümmern sich nicht im Geringsten um internationales Recht oder irgendein anderes Recht, aber sie nutzen die Gesetze zivilisierter Menschen nur allzu gern als Knüppel gegen sie.

Der vornehme Begriff dafür ist „Lawfare“.

Da sie jedoch Barbaren sind, machen sie sich nicht die Mühe, das Recht zu verstehen. Stattdessen schreien sie „Kriegsverbrechen!“ und „Völkermord!“ bei allem, was ihnen nicht gefällt.

Dieser Scheiß funktioniert oft, weil es im Westen viele Scheißfresser gibt, die sich ebenfalls nicht um Zivilisation kümmern und nur allzu bereit sind, sich den Barbaren anzuschließen. Für sie ist alles, was sie ästhetisch nicht ansprechend finden, ein Kriegsverbrechen, und Völkermord bedeutet einfach Töten, das sie nicht gutheißen.

Dennoch ist die westliche Zivilisation noch nicht gefallen. Die Gesetze wurden noch nicht vergessen. Es gibt im Westen noch Menschen, die zu Vernunft fähig sind.

Also werde ich heute 11 Wege aufzählen, auf denen das Völkerrecht tatsächlich Israels Position unterstützt, unabhängig davon, wie laut die Barbaren das Gegenteil kreischen.

1. Die Unabhängigkeitserklärung von 1948 ist rechtmäßig

Israel wurde über die Resolution 181 der UNO-Vollversammlung gegründet. Die Ausrufung der Staatlichkeit im Einklang mit einem international anerkannten Teilungsprozess entspricht vollständig dem Recht auf Selbstbestimmung nach dem Völkerrecht. Man kann argumentieren, dass Israel das legitimste Land der Welt ist, weil es das einzige Land ist, dessen Gründung von der Mehrheit der Staaten der Welt befürwortet wurde.

2. Das Recht auf Selbstverteidigung

Artikel 51 der UN‑Charta bewahrt ausdrücklich das „inhärente Recht“ eines Staates auf Selbstverteidigung im Falle eines Angriffs. Er macht keine Ausnahmen für „Widerstand“ oder irgendein anderes Schlagwort, das Israels Feinde derzeit verwenden. Die Behauptung, man leiste Widerstand gegen Besatzung, entbindet nicht vom Völkerrecht, besonders dann nicht, wenn man „Widerstand“ leistet, indem man zivile Ziele in einem Nachbarstaat angreift, wie es die Hisbollah im Dienst des Iran tut.

3. Der Rechtsstatus des Westjordanlands ist umstritten

Die gängige Behauptung lautet, das Westjordanland sei „besetztes palästinensisches Gebiet“ im Sinne der Vierten Genfer Konvention. Da jedoch die Annexion durch Jordanien nie rechtlich anerkannt wurde und es keinen vorherigen souveränen Staat Palästina gab (es war ein britisches Mandatsgebiet), ist der Status des Territoriums sui generis (also ein einzigartiger Fall) – nicht „besetzt“.

4. Sicherheitsbarrieren sind rechtmäßig

Das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs von 2004 zur Sperranlage wird häufig gegen Israel angeführt, war jedoch beratend und nicht bindend. Der Oberste Gerichtshof Israels überprüfte den Verlauf der Barriere anhand humanitärrechtlicher Grundsätze und ordnete Änderungen an, was zeigt, dass Israel sich mit rechtlichen Normen auseinandersetzt, statt sie abzulehnen. Ähnliche Projekte wie Marokkos Mauer in der Westsahara oder die „Peace Walls“ in Belfast wurden nie annähernd so intensiv geprüft, obwohl sie sehr ähnlich sind.

5. Das juristische Ziel des Mandats war ein jüdischer Staat

Die Konferenz von San Remo im Jahr 1920 – ein seinerzeit völkerrechtlich bindender Akt – wies das Palästina-Mandat mit der ausdrücklichen Zielsetzung zu die Errichtung einer nationalen Heimstatt für das jüdische Volk zu ermöglichen. Diese Rechte sind niemals formell erloschen; sie bestehen gemäß Artikel 80 der UNO-Charta (der sogenannten „Palästina-Klausel“) fort.

6. Resolution 242 verlangt keinen vollständigen Rückzug

Die Resolution 242 aus dem Jahr 1967 fordert einen Rückzug „aus Gebieten“, nicht „aus allen Gebieten“. Diese bewusste Auslassung, die von den Verfassern bestätigt wurde, ist beabsichtigt. Es herrscht Einigkeit darüber, dass Israel nicht zu jedem Zentimeter der Grenzen von vor 1967 zurückkehren muss – insbesondere angesichts nach fast 60 Jahren sich ändernder Umstände.

7. Das Recht gegen eine feindliche Instanz eine Blockade zu verhängen

Nach dem Seekriegsrecht ist die Blockade einer feindlichen Instanz zulässig, sofern sie förmlich erklärt wird, wirksam ist und der Zivilbevölkerung keine lebensnotwendigen Güter vorenthält. Die israelische Blockade des Gazastreifens ist angesichts des von der Hamas erklärten Kriegszustands völkerrechtlich begründet. Erwähnenswert ist zudem, dass sowohl Ägypten als auch die Palästinensische Autonomiebehörde die Blockade nach der Machtübernahme durch die Hamas im Gazastreifen offiziell unterstützt und sich daran beteiligt haben.

8. Gezielte Tötungen sind rechtmäßig

Israels Politik der gezielten Tötung von Terroristen-Kommandeuren ist vollkommen rechtmäßig. Nach dem humanitären Völkerrecht sind Kombattanten und Personen, die unmittelbar an Feindseligkeiten teilnehmen, legitime Ziele. Die USA übernahmen nach dem 11. September denselben Rechtsrahmen.

9. Die Hamas ist für zivile Opfer im Gazastreifen verantwortlich

Gemäß dem im humanitären Völkerrecht verankerten Unterscheidungsgebot dürfen zivile Einrichtungen nicht für militärische Zwecke genutzt werden. Wenn die Hamas (Gleiches gilt für die Hisbollah, die Huthi-Rebellen, die Islamischen Revolutionsgarden usw.) militärische Infrastruktur in Krankenhäusern, Schulen und Wohngebieten unterbringt, verlagert sich die rechtliche Verantwortung für die daraus resultierenden zivilen Opfer maßgeblich auf die Hamas.

10. Israel ist nicht verpflichtet einen Feind zu versorgen

Es gibt im Völkerrecht keine Regel, die einen Staat dazu verpflichtet ein Gebiet mit Strom, Treibstoff oder Gütern zu versorgen, wenn dieses von einer Organisation kontrolliert wird, die ihm den Krieg erklärt hat. Die rechtliche Verpflichtung beschränkt sich auf die Gewährleistung humanitärer Zugänge – und selbst diese Pflicht erfährt Einschränkungen, wenn es sich bei der Empfängerpartei um eine Kriegspartei handelt. Die Vorstellung, Israel müsse jene Menschen mit Lebensmitteln versorgen, die auf Israelis schießen – und das auch noch, während diese gerade auf sie schießen – entbehrt jeder völkerrechtlichen Grundlage; sie entspringt lediglich der Fantasie der Feinde Israels.

11. Massaker, Geiselnahmen und das Kriegsrecht

Die massenhafte Geiselnahme und die sonstigen Gräueltaten der Hamas am 7. Oktober stellen nach dem Statut von Rom und den Genfer Konventionen ein Kriegsverbrechen dar. Hierdurch entsteht ein völkerrechtlicher Kontext, in dem die militärische Reaktion Israels keinen isolierten Akt der Aggression, sondern eine Antwort auf dokumentierte, völkerrechtlich definierte Verbrechen darstellt. Gemäß dem Völkerrecht werden Verhältnismäßigkeit und Erforderlichkeit nicht losgelöst von den Umständen beurteilt, sondern stets im jeweiligen Kontext. Dieser Kontext besteht im vorliegenden Fall aus einem dokumentierten, großangelegten und andauernden Kriegsverbrechen. Ein Staat, dessen Zivilbevölkerung von einer Organisation als Geisel gehalten wird, die ihm den dauerhaften Krieg erklärt hat, befindet sich in einer grundlegend anderen rechtlichen Lage als ein Aggressor, der unprovozierte Angriffe führt.

Wie bereits erwähnt: Modeworte wie „Besatzung“, „Widerstand“, „Freiheitskämpfer“ – und was auch immer Möchtegern-Revolutionären ein wohliges Gefühl verschafft – machen kriminelles Verhalten nicht plötzlich legal. Sexuelle Gewalt, kämpfen ohne Uniform, Angriffe auf Zivilisten und dergleichen sind Straftaten, ungeachtet der angeblichen Motivation der Täter.

Auch wenn sie oft missbraucht werden, handelt es sich bei internationalen Rechtsnormen um echte Gesetze, nicht bloß um eine Frage der Stimmungslage.