Die UNO und das Völkerrecht sind antisemitisch

First One Through, 31. Mai 2026

Der Tempelberg ist die heiligste Stätte des Judentums.

Seit fast zweitausend Jahren schließen Juden ihre Gebete mit der Hoffnung ab, nach Jerusalem zurückzukehren und das wiederaufzubauen, was dort einst stand. Es ist der Ort des Ersten und des Zweiten Tempels. Die jüdische Sehnsucht nach Jerusalem ist fest in die täglichen Gebete, Feiertage, Hochzeiten und Trauerrituale verwoben.

Dennoch haben wichtige internationale Gremien Resolutionen verabschiedet, in denen die Stätte vorwiegend unter ihren muslimischen Bezeichnungen genannt wird, während ihre zentrale Bedeutung für die jüdische Geschichte heruntergespielt oder unerwähnt gelassen wird. Man stelle sich eine Resolution vor, die den Vatikan behandelt, ohne das Christentum zu erwähnen; oder Mekka, ohne auf den Islam einzugehen. Die Absurdität läge auf der Hand.

Die Problematik geht über die sprachliche Ebene hinaus.

Offizielle UNO-Landkarte, die den Tempelberg als nur für Muslime heilig ausweist

Die internationale Gemeinschaft unterstützt ein Protokoll, nach dem Muslime auf dem Tempelberg frei beten dürfen, während Juden am heiligsten Ort des Judentums im Gebet eingeschränkt werden. Das Ergebnis ist außergewöhnlich: Der einzige jüdische Staat der Welt soll eine Politik durchsetzen, nach der Juden an ihrem heiligsten Ort ein grundlegendes Menschenrecht zugunsten der Angehörigen einer anderen Religion nicht ausüben dürfen.

Der Tempelberg ist nicht nur eine religiöse Stätte. Er steht im Zentrum einer größeren Frage: Hat das jüdische Volk Anspruch auf dieselben Rechte, die jedem anderen Volk zustehen?

Weltweit feiern internationale Institutionen, wenn indigene Völker sich wieder mit angestammten Ländern verbinden, alte Sprachen wiederbeleben, heilige Stätten schützen und kulturelle Traditionen bewahren. Nur im Fall des jüdischen Volkes wird die Rückkehr an den Ort, an dem seine Zivilisation, seine Sprache, seine Religion und seine nationale Identität entstanden, zu einer Form von „Kolonialismus“.

Internationale Institutionen bezeichnen den Tempelberg und das jüdische Viertel routinemäßig als Teil des „besetzten Palästinenser-Gebiets“. Doch genau dort entstand die jüdische Zivilisation, dort standen die antiken Tempel und dort lebten jüdische Gemeinschaften über Jahrhunderte.

Jordaniens Eroberung Ostjerusalems im Jahr 1948 führte zur Vertreibung seiner jüdischen Bevölkerung und zur Verweigerung jüdischen Zugangs zur Klagemauer, zum Tempelberg und zum jüdischen Viertel für neunzehn Jahre. Es gewährte Bewohnern die Staatsbürgerschaft, solange sie nicht jüdisch waren. Die UNO schien das zu mögen. Die internationale Diskussion über die Altstadt von Jerusalem beginnt nach der Vertreibung der Juden, als wäre ihre Abwesenheit der natürliche Zustand und ihre Rückkehr die Störung.

Dasselbe Muster zeigt sich bei Diskussionen über Territorium.

Die Grüne Linie war nie als dauerhafte Grenze gedacht. In den Waffenstillstandsabkommen von 1949 wurde ausdrücklich festgehalten, dass es sich bei der Linie nicht um eine politische Grenze handelt und sie künftigen Verhandlungen nicht vorgreifen würde. Sie war eine militärische Waffenstillstandslinie, die nach einem Krieg gezogen worden war.

Doch Jahrzehnte später behandeln weite Teile des Völkerrechts diese so, als handele es sich um eine heilige Grenze, deren Überschreitung gewöhnliche Juden zu internationalen Kriminellen macht.

Ein Jude, der jenseits dieser Linie umzieht, wird zum „Siedler“. Ein Araber, der in dasselbe Gebäude zieht, wird es nicht. Die Geografie ist identisch. Es ist die Identität des Bewohners, die sich ändert.

Internationale Institutionen lehnen häufig Veränderungen des „demografischen Charakters“ Ostjerusalems ab. Aber demografischer Charakter im Verhältnis zu welchem Datum?

Die Antwort ist faktisch 1949, das Jahr nach Jordaniens Eroberung Ostjerusalems und der Vertreibung eines jeden Juden aus dem jüdischen Viertel und den umliegenden Gebieten. Warum sollte die demografische Grundlage für Gerechtigkeit der Moment unmittelbar nach der ethnischen Säuberung der Juden sein?

Warum nicht 1980? Warum nicht 2000? Warum nicht heute?

Menschen ziehen um. Städte entwickeln sich. Viertel verändern sich.

Die einzige Möglichkeit, eine bestimmte demografische Momentaufnahme für immer zu bewahren, besteht darin zu entscheiden, dass eine bestimmte Bevölkerung an der Rückkehr gehindert werden muss.

Und In Jerusalem besteht diese Bevölkerung ausd en Juden.

Dann ist da die Frage der Flüchtlinge.

Dasselbe internationale System, das sich dagegen ausspricht, dass Juden in Viertel jenseits der Grünen Linie ziehen, unterstützt häufig Forderungen, dass Millionen palästinensischer Flüchtlinge und Nachkommen sich innerhalb Israels ansiedeln dürfen.

Bewegung in die eine Richtung wird als Recht beschrieben. Bewegung in die andere Richtung wird als Verletzung des Völkerrechts beschrieben.

Die Asymmetrie ist unmöglich zu übersehen.


Jedes Zeitalter entwickelt sein eigenes Vokabular für Antisemitismus. Im mittelalterlichen Europa sprach er oft die Sprache der Theologie. Im neunzehnten Jahrhundert sprach er die Sprache der Rasse. Heute spricht er zunehmend die Sprache des Völkerrechts.

Weltweit feiern internationale Institutionen, wenn indigene Völker angestammte Länder zurückgewinnen, alte Sprachen wiederbeleben, heilige Stätten schützen und kulturelle Traditionen erneuern.

Juden haben all dies getan.

Sie kehrten in das Land zurück, in dem ihre Zivilisation geboren wurde. Sie belebten Hebräisch von einer Gebetssprache zu einer Alltagssprache wieder. Sie stellten jüdische Souveränität über die Stadt wieder her, die seit drei Jahrtausenden im Zentrum jüdischen Lebens steht. Sie errichteten Gemeinschaften an vielen ihrer ältesten heiligen Stätten neu.

Doch nur im Fall des jüdischen Volkes wird diese Geschichte zu einer Geschichte des Kolonialismus statt der Rückkehr gemacht.

Die Welt verurteilte Jordanien nicht, als es Jerusalem annektierte.

Sie verurteilte Israel, als es die Stadt wiedervereinte

Elder o Ziyon, 15. Mai 2026

Mein letzter Beitrag beschrieb, wie UPI über Israels Sieg über Jordanien in der Schlacht um Jerusalem im Jahr 1967 berichtete. Doch die Freude, die Juden und viele andere empfanden, spiegelte sich in der internationalen Gemeinschaft nicht wider.

Hier ist eine Nachrichtemeldung später in jenem Monat, als Israel offiziell erklärte, dass Jerusalem eine einzige Stadt ist. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien, die Sowjetunion, der Vatikan und weite Teile der UN beeilten sich, diesen Schritt zu verurteilen.

Schlagzeile: Sektoren Jerusalems wiedervereint, während Israel Warnungen ignoriert

Neunzehn Jahre lang kontrollierte Jordanien die heiligen Stätten. Eine muslimische Nation hatte die vollständige Kontrolle über christliche und jüdische heilige Orte. Jordanien verweigerte Juden ausdrücklich den Zugang zur Stadt, obwohl das Waffenstillstandsabkommen ausdrücklich offenen Zugang zu den heiligen Stätten forderte.

Während dieser neunzehn Jahre blieb die internationale Gemeinschaft weitgehend stumm. Der Vatikan verurteilte die Annexion durch Jordanien nicht. Die UNO forderte nie, dass das Abkommen über offenen Zugang durchgesetzt wird, trotz zahlreicher Beschwerden Israels.

Doch als Juden die Kontrolle übernahmen – und tatsächlich freien Zugang zu allen heiligen Stätten für alle ermöglichten (mit Ausnahme der Juden, die ihren eigenen heiligsten Ort auf dem Tempelberg nicht besuchen durften) – warnte die Welt plötzlich Israel, dies sei schrecklich, ein jüdischer Staat könne unmöglich verantwortungsvoll handeln, obwohl der muslimische Staat bereits gezeigt hatte, dass er kein Interesse daran hatte Jerusalem offen zu halten.

Die Heuchelei war offenkundig, auch seitens des US‑Außenministeriums. Und die Heuchelei besteht bis heute fort, jedes Mal, wenn jemand fordert, Jerusalem solle zum „Status quo“ zurückkehren – womit die anomalen neunzehn Jahre gemeint sind, in denen die Juden der Welt aus der Stadt verbannt worden waren.

„Der Tempelberg ist in unserer Hand“

AMIRAN, X/twitter, 1. Februar 2026

Schauen Sie sich das VIDEO an und lassen Sie sich begeistern! ✡️

Nach 2000 Jahren der Sehnsucht brachte die Befreiung der Westmauer im Jahr 1967 unsere Seele nach Hause.

Staubbedeckte Fallschirmjäger standen dort, wo Generationen nur davon geträumt hatten, ihre Tränen wuschen die uralten Steine. Wir haben nicht nur eine Mauer zurückerobert, wir haben unser Herz wiedergefunden. 🇮🇱

Vergesst niemals unsere Wurzeln.
Teilt diesen Beitrag, wenn euch Jerusalem am Herzen liegt! ❤️

Die brauchten noch nie eine Besatzung, um Juden zu morden!

Captain Allen, X/twitter, 31. Mai 2026

Am Diesen Tag — 31. Mai 1834

114 Jahre vor dem modernen Staat Israel stürmten Tausende arabischer Fellachen (Bauern) & Beduinen — wütend über das Wehrpflichtgesetz des ägyptischen Herrschers Ibrahim Pascha — Jerusalem und entfesselten die Hölle für seine alte, wehrlose jüdische Gemeinschaft.

Keine „Besatzung.“ Keine „Siedlungen.“ Kein Israel. Kein moderner politischer Zionismus. Nur Juden, die als unterworfene Dhimmis unter muslimisch-ägyptischer Herrschaft lebten.

In der Nacht zum 31. Mai krochen ca. 40 Männer aus dem Bethlehem-Fawaghirah-Stamm durch die Abwasserkanäle von Silwan, überwältigten Wachen und öffneten die Tore von innen. Tausende bewaffnete Araber strömten herein.

Die kleine ägyptische Garnison floh in den Davidsturm. Die Meute wandte sich dann den Juden zu.

Augenzeuge Rabbi Jehoseph Schwarz: „Die wilden Sieger, Männer, Frauen und Kinder, umzingelten die Märkte und Straßen und jubelten mit ihrem seltsamen Katzbuckelruf ‚loo, loo, loo‘… Bei Tagesanbruch schauten wir aus unseren Fenstern und sahen, dass die Stadt voller wilder und grausamer Beduinen war… mehrere Häuser waren verwüstet.“

Juden versteckten sich in Höhlen und Spalten. Häuser und Läden wurden geplündert. Viele wurden auf den Straßen ermordet. Frauen und Töchter wurden vergewaltigt.

Ein zeitgenössischer westlicher Bericht (Plymouth Herald – unten) beschrieb Juden, die „nicht einmal ein Bett zum Liegen hatten … viele wurden ermordet, ihre Frauen und Töchter geschändet.“

Die Meute bereitete sich darauf vor, den Davidturm zu stürmen, als das Gerücht von Ibrahim Paschas Näherkommen sie zur Flucht trieb.

Doch Jerusalem war nur der Anfang.

Zwei Wochen später in Safed (damals die größte jüdische Gemeinde im Land, ~2.000 Haushalte) dauerte das Pogrom 33 Tage. Bewaffnete arabische Dorfbewohner und Einheimische:

  • ermordeten ~500 Juden
  • vergewaltigten Frauen vor den Augen von Ehemännern und Kindern, manchmal auf Thorarollen
  • verbrannten mehr als 500 Thorarollen — nutzten sie als Pferdezaumzeug, Schmiedeschürzen und Schuhe
  • rissen Tefillin und Tallitot um Schärpen und Säcke daraus zu machen
  • prügelten Rabbiner erbarmungslos, stachen Augen aus und trieben Überlebende nackt in die Felder „wie wilde Tiere“, ließen sie dort wochenlang hungern
  • zerstörten die einzige hebräische Druckerei im Land

Keine Armee. Kein Staat. Nur wehrlose Dhimmi-Juden — bequeme, machtlose Sündenböcke für einen arabischen Aufstand gegen die Ägypter (an dem die Juden null Beteiligung hatten).

Muster zu erkennen ist wichtig. Lange vor der modernen Politik, als Araber Macht über Juden im Land Israel hatten, war der Impuls Juden zu demütigen, zu plündern, zu vergewaltigen und zu massakrieren bereits tief verwurzelt.

Ich hatte ein Jerusalem-Ritual

Ich kann mich einfach nicht mehr dazu aufraffen mich auf den „Parkplatz“ zu stellen

Forest Rain, Inspiration from Zion, 14. Mai 2026

Ich hatte früher ein Jerusalem‑Ritual.
Wann immer wir zu Besuch waren, gingen wir, bevor wir abreisten, zur Kotel.
Es spielte keine Rolle, zu welcher Tageszeit. Die Kotel ist immer da, wartet.

Die Kotel. Eine Mauer, die so wichtig ist, dass sie keinen anderen Namen braucht außer: „Die Mauer.“

Sie zieht sich durch das Herz Jerusalems. Sie steht.
Golden und geduldig.

Sie ruft, schweigend lockend:
„Komm zu mir. Du gehörst zu mir. Ich bin deine Vergangenheit, deine Gegenwart, deine Zukunft. Ich habe mich über Jahrhunderte an dich erinnert. Ich warte jetzt auf dich.“

An der Kotel sind immer Menschen;
um 2:00 Uhr morgens. Wenn es kalt ist. Wenn es heiß ist. Wenn es regnet.
Manchmal ist sie so voll, dass man sich kaum bewegen kann. Manchmal sind nur wenige Menschen da.

Es ist immer jemand da: singend, tanzend, betend, lernend, lehrend, schlafend, weinend, erwachsen werdend, allein, mit Freunden, mit Brüdern in Waffen… die Nation Israel in all ihren Farben und Variationen.

Und Freunde zu Besuch – nicht aus unserer Nation, aber ebenso willkommen.

Wann immer ich die Kotel besuchte, wurde mir schwindlig.
Jedes Mal.

Je näher ich kam, desto lauter hörte ich das Pochen in meinen Adern.
Und als ich meine Hände auf die Steine legte, die so viele andere berührt haben,
begann mein Kopf zu schmerzen.

Wie Blut, das durch verstopfte Arterien pumpt,
ein Herz, das stark und hart schlägt,
Blut, das versucht, jede Zelle des Körpers mit Sauerstoff zu versorgen –
es gelingt.
Aber mit Mühe.

Die Kotel ist nicht das Herz,
sie steht zwischen mir und dem Herzen.

Der Tempel ist das Herz, nicht die Kotel.
So wie die Mauer neben dem Platz, wo ich mein Auto parke, vor meinem Zuhause nicht der Ort ist, der mein Herz beruhigt.
Meine Seele atmet auf, nachdem ich hineingegangen bin.

Fast dort zu sein, reicht nicht.

Wie lange würdest du neben der Mauer stehen, die außerhalb des Hauses steht, das einst dir gehörte?
Wie oft würdest du zu ihr zurückkehren, nur um dort zu sein?
Um nahe bei dem Ort zu sein, an dem dein Herz ruhig ruhte?

Würdest du deinen Kindern vom Zuhause deines Herzens erzählen?
Und den Kindern deiner Kinder?
Und deren Kindern?

Dir gestohlen, zerstört, von anderen Menschen wiederverwendet,
würdest du weiter zurückkehren, um neben der Mauer zu stehen,
sie zu berühren, die Sehnsüchte deiner Seele zu sprechen?
Der einzige verbleibende Teil des Ortes, zu dem dein Herz gehört
oder, genauer gesagt, der einzige Ort, den du frei erreichen kannst.

Jahr für Jahr, Generation um Generation…
Würdest du dich erinnern?

Nachdem du einen neuen Ort zum Leben hast, würdest du dich daran erinnern, dass er nur vorübergehend ist?
So bequem er auch sein mag, dass er nicht dein wahres Zuhause ist?
Würdest du dich erinnern?
Wie lange?

Wie oft am Tag würdest du von dem Ort sprechen, zu dem dein Herz gehört?
Wie oft würdest du seinen Namen in deinen Gebeten aussprechen?
Wie oft würdest du deinen Kindern sagen: „Nächstes Jahr werden wir dort sein und er wird wieder aufgebaut werden“?

Generation um Generation, Jahrhundert um Jahrhundert,
überall, wo Juden gelebt haben,
egal wie leicht oder wie schwer ihr Leben war,
in Europa oder im Nahen Osten,
Äthiopien,
Russland,
Indien,
Amerika…

Immer gab es Jerusalem.
Und in ihm das Herz,
der Ort, an den unsere Herzen gehören.

Mein Jerusalem‑Ritual ruft mich immer wieder zur Kotel zurück.
Hüterin unserer Erinnerung,
Zeugin unserer Sehnsucht.

Ich berühre die Mauer und spüre das Gewicht der Jahrhunderte.
Meines Volkes
und unserer Sehnsucht.

Fast dort zu sein, reicht nicht.

Nachdem ich auf den Tempelberg gestiegen bin, habe ich kein Verlangen mehr, mich damit zufriedenzugeben, auf dem „Parkplatz“ zu stehen.

Es ist nicht leicht, auf den Tempelberg zu steigen.

Der Tempelberg ist der einzige Ort in Israel, an dem Apartheid herrscht – zwei Regelwerke, eines für Muslime und eines für Juden. Anders als die meisten annehmen würden, sind es die Juden, nicht die Araber, die unter dieser Diskriminierung leiden.

An dem heiligsten Ort der Erde für Juden, im Herzen Jerusalems, der ewigen Hauptstadt der Nation Israel, sind Juden nicht frei.

Die Stunden, in denen Juden hinaufsteigen dürfen, sind stark begrenzt, eine absichtliche Unannehmlichkeit, die entmutigen soll. Juden dürfen durch ein einziges Tor hinein und müssen Sicherheitskontrollen durchlaufen. Muslime können durch mehrere Tore zu jeder Stunde ein‑ und ausgehen, ohne Sicherheitskontrollen; sie genießen völlige Freiheit im weitläufigen Gelände. Juden haben keine Religionsfreiheit und keine Bewegungsfreiheit auf dem Tempelberg und werden während ihres gesamten Aufenthalts von der Polizei begleitet.

Die Ungerechtigkeit macht wütend.

Und trotzdem, auf dem Tempelberg verändert sich alles. Das Bewusstsein weitet sich auf eine Weise, die sich danach nicht wieder zusammenziehen kann.

Das ist der Ort, wo das Herz ist.

Die Juden sind nach Hause zurückgekehrt, nach Zion, aber nicht vollständig. Denn Zuhause ist dort, wo das Herz ist. Nicht daneben.

Die wahre Nakba

Rabbi Poupko, X/twitter, 30. Dezember 2025

Palästinenser plündern das jüdische Viertel in Jerusalem im Jahr 1948, nachdem Palästinenser ganz Ostjerusalem ethnisch von den dort lebenden Juden gesäubert und die Synagogen zerstört hatten.

Das ist die wahre Geschichte der Nakba.

Antizionismus macht dumm

Ignoranz und moralischer Bankrott zur Schau gestellt

Joseph Hippolito, FrontPage Mag, 17. April 2026

Beim Versuch, die Schließung der Grabeskirche am Palmsonntag zur Förderung ihres Narrativs zu nutzen, legen Anti‑Zionisten ihre eigene moralische Bankrotterklärung offen.

Sie ignorieren nicht nur die Fakten vor Ort, sie übergehen auch die Ermordung von Christen am selben Tag.

Am 29. März verhinderten israelische Polizisten unter Verweis auf Sicherheitsbedenken, dass Kardinal Pierbattista Pizzaballa, der lateinische Patriarch von Jerusalem, die Palmsonntagsmesse in der Grabeskirche in der Jerusalemer Altstadt las. Pizzaballa und Pater Francesco Ielpo, Leiter eines katholischen Dienstes, der für heilige Stätten verantwortlich ist, gingen ohne die übliche Prozession zur Kirche.

Die israelischen Behörden schlossen die Kirche, die über der traditionellen Grabstätte Jesu errichtet wurde, als der Krieg gegen Iran am 28. Februar begann. Noch am 21. März, acht Tage vor Palmsonntag, veröffentlichte die Aufsicht des Heiligen Landes, die von Ielpo geleitet wird, eine Erklärung, in der sie angesichts der Unsicherheit ihre Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden betonte.

„Derzeit ist es nicht möglich, irgendwelche Vorhersagen bezüglich der Feierlichkeiten der Karwoche zu treffen“, hieß es in der Erklärung. „Die Aufsicht des Heiligen Landes steht in ständigem Dialog mit den zuständigen Behörden und mit den anderen Kirchen, die für die Grabeskirche verantwortlich sind. Sobald klare Hinweise zu den Feierlichkeiten vorliegen, werden offizielle Mitteilungen über die institutionellen Kanäle veröffentlicht.“

Offenbar gaben diese institutionellen Kanäle keine solchen Mitteilungen heraus, bevor Pizzaballa und Ielpo zur Kirche gingen. Beide hätten über die Lage Bescheid gewusst und Zeit gehabt, alternative Vorkehrungen zu treffen – selbst angesichts der tiefen Bedeutung des Ortes.

Kam es zu einem Kommunikationsversagen zwischen allen Beteiligten? Wollte Pizzaballa, der Kritik an palästinensischen Gräueltaten dämpft, einen Vorfall provozieren oder die Israelis in Verlegenheit bringen? Falls ja, ist es ihm gelungen.

„Dieser Vorfall ist ein schwerwiegender Präzedenzfall“, der „eine eindeutig unvernünftige und grob unverhältnismäßige Maßnahme darstellt“, erklärten das Patriarchat und die Aufsicht des Heiligen Landes in einer gemeinsamen Stellungnahme, die keinerlei Kommunikationsprobleme oder erteilte Genehmigungen erwähnte. „Diese übereilte und grundsätzlich fehlerhafte Entscheidung, belastet durch unzulässige Erwägungen, stellt eine extreme Abweichung von grundlegenden Prinzipien der Vernünftigkeit, der Religionsfreiheit und des Respekts vor dem Status quo dar.“

Der Status quo, den das Osmanische Reich einführte, als es das Gebiet beherrschte, legt Verantwortlichkeiten und Gottesdienstzeiten für jede Kirche fest, die Anspruch auf die Stätten erhebt. Israel betrachtet ihn als rechtlich bindend.

Auf die gemeinsame Erklärung folgte nahezu universelle Kritik, darunter auch von Mike Huckabee, dem Botschafter der Vereinigten Staaten in Israel. Regierungen mit arabischer oder muslimischer Mehrheit warfen Israel vor, Muslime und arabische Christen systematisch zu verfolgen.

Währenddessen lief die antizionistische Empörungsmaschinerie Nordamerikas auf Hochtouren an.

„Die israelische Regierung hasst Christen“, schrieb Carrie Prejean Boller, ehemaliges Mitglied der White House Religious Liberty Commission und katholische Konvertitin, auf X.

„Deshalb sagte Papst Pius XII. (sic), dass Juden keine Souveränität im Heiligen Land haben können“, schrieb Patrick Delaney auf Facebook. „Wir brauchen einen neuen Kreuzzug. Genug von diesem Mist.“ (Tatsächlich meinte Delaney Pius X.)

Ein solcher Kreuzzug würde selbstverständlich bedeuten, Juden zu töten.

Zu denen, die Delaney zustimmten, gehörte Michael Hichborn, Gründer und Präsident des Lepanto Institute, das traditionalistischen Katholizismus fördert. Hichborn veröffentlichte einen Beitrag über die Schließung auf seiner Facebook-Seite.

Doch das Brennmaterial der Empörungsmaschine erkennt nicht, dass die römisch-katholische Kirche die Grabeskirche nicht besitzt. Sie teilt sich die Obhut mit der armenisch-apostolischen und der griechisch-orthodoxen Kirche, wobei die Griechen den größten Teil kontrollieren. Israel übernimmt als politische Verwaltungsmacht die Sicherheitsverantwortung, ohne Eigentumsanspruch zu erheben.

Diese Verantwortung veranlasste die Behörden, religiöse Stätten in der Jerusalemer Altstadt zu schließen, darunter die Al-Aqsa-Moschee und die Westmauer. Iranische Raketen mit international geächteter Streumunition ließen Splitter über mehrere religiöse Stätten regnen.

„Wir wissen, dass die Iraner bestimmte Kultstätten ins Visier nehmen und sie erhalten russische Satellitenaufklärung“, sagte Victor Davis Hanson in seinem Podcast vom 2. April. „Sie haben im Westen ausgebildete Leute, die ziemlich präzise beim Programmieren ihrer Raketen sind. Wenn sie also die Grabeskirche getroffen hätten, mit Katholiken oder Orthodoxen darin, was hätten sie gesagt? [Israels Premierminister Benjamin] Netanyahu hat sie in Gefahr gebracht. Das hätten sie gesagt.“

Starre Rivalität zwischen den Kirchen, die die Grabeskirche kontrollieren, verschlimmerte die Lage.

„Es ist wichtig zu beachten, dass seit den 1990-er-Jahren in Neubauten Schutzräume verpflichtend sind“, schrieb Jonathan Feldstein, ein amerikanischer Israeli, im Christian Post. „Aber die christlichen Konfessionen, die die Grabeskirche kontrollieren, konnten sich nicht darauf einigen, einen Schutzraum an der heiligen Stätte einzurichten, um vor modernen Bedrohungen zu schützen. Mit anderen Worten: Ein Schutzraum hätte diesen Konflikt vermeiden können.“

Diplomaten des Vatikans und Israels, darunter Netanyahu, lösten die Situation innerhalb weniger Stunden. Netanyahu sagte, Pizzaballa werde „vollen und sofortigen Zugang“ zur Kirche erhalten. Dennoch schürte ein prominenter traditionalistischer amerikanischer Bischof weiter antizionistische Rhetorik.

Bischof Joseph Strickland deutete an, dass die Schließung der Kirche Israels angebliche Verfolgung von Christen widerspiegele, die er mit Israels Einsätzen gegen die Hamas und Iran verknüpfte.

„Diese Schließung ist nur eine von vielen Folgen eines tieferen moralischen Versagens“, sagte Strickland am 31. März in der Sendung von Tucker Carlson. „Wir müssen immer wieder auf das Prinzip zurückkommen, dass großflächige Zerstörung zivilen Lebens niemals gerechtfertigt werden kann.“

Im Verlauf des Interviews offenbarten Carlson und Strickland unbeabsichtigt ihre völlige Unkenntnis der Lage.

Als Carlson fragte, ob Strickland Zweifel an legitimen Sicherheitsbedenken äußere, antwortete der Bischof: „Ich weiß es wirklich nicht. Vielleicht glauben das einige Entscheidungsträger. Aber warum sollte es als unsicher gelten?“

Als Carlson sich fragte, ob Israel das Recht habe, Eigentum zu schließen, das ihm nicht gehört, schluckte Strickland den Köder bereitwillig.

„Ich glaube nicht, dass das echte Befugnis ist“, sagte er. „Es spiegelt eine Art totalitäre Denkweise wider: ‚Wir haben die Macht, also können wir tun, was wir wollen.‘“

Als Carlson fragte, warum israelische Sicherheitsbehörden christliche Geistliche als Bedrohung ansehen würden, kleidete Strickland seine Unwissenheit in selbstgerechte Opferhaltung.

„Weil Wahrheit bedrohlich ist“, sagte der Bischof. „Denke an Jesus vor Pontius Pilatus. Pilatus fragte: ‚Was ist Wahrheit?‘ Und doch fühlten sich alle Anwesenden von Christus bedroht, der die Wahrheit in Person ist. Diese Dynamik existiert auch heute. Diejenigen, die Gewalt und Ungerechtigkeit fördern, fühlen sich von der Wahrheit bedroht. Selbst ein kleiner Akt der Wahrheitsverkündigung kann Gewissen wecken. Das ist es, wovor sie Angst haben.“

Stricklands Bemerkungen spiegeln Pizzaballas Aussagen nach seinem Besuch im Gazastreifen am 22. Juli 2025 wider: „Christus ist im Gazastreifen nicht abwesend. Er ist dort – gekreuzigt in den Verwundeten, begraben unter Trümmern und doch gegenwärtig in jeder Tat der Barmherzigkeit, jeder Kerze in der Dunkelheit, jeder ausgestreckten Hand zu den Leidenden.“

Solche Aussagen zu machen, während man sich weigert, die rund 1.200 Ermordeten beim Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und die fast 250 Entführten zu würdigen – von denen einige noch in Gefangenschaft waren, als Pizzaballa sprach – ist moralisch obszön.

Doch moralische Obszönität ist das Markenzeichen der Antizionisten. Am Palmsonntag in Nigeria ermordeten Muslime oder ihre Sympathisanten mutmaßlich mehr als 50 Christen. Zwei traditionalistisch-katholische Medien, Crisis Magazine und The Remnant, veröffentlichten nichts darüber. Ein weiteres, LifeSite News, brachte drei Tage später einen einzelnen Artikel und seither keinen weiteren – nicht einmal Gebetsaufrufe.

Alle drei jedoch verbreiten eifrig die antizionistische Erzählung.

Als er die Haltung europäischer Eliten gegenüber Israel beschrieb, charakterisierte ein amerikanischer Israeli namens Ido Singer treffend auch die Stricklands, Carlsons, Bollers und ihresgleichen.

„Es ist leicht sich moralisch aufzuspielen, wenn man glaubt, außer Reichweite zu sein“, schrieb Singer auf Substack. „Das Vereinigte Königreich, Spanien, Frankreich, Deutschland – sie wedeln mit dem Finger vor Israel, mit stolz geschwellter Brust. Jetzt wissen wir, dass Irans ballistische Raketen den Großteil Europas erreichen. Das moralische Theater wird leiser, wenn die Gefahr vor der eigenen Tür steht. Das ist kein Zufall. Das ist Feigheit, die sich als Prinzip ausgibt.

‚Sie handelten nicht aus Moral. Sie handelten aus sicherer Entfernung. Diese Entfernung ist verschwunden. Die Moral war niemals da.‘“ (Hervorhebung im Original)

Die kurze Kontroverse um die Grabeskirche beweist nicht nur, dass Antizionisten Eigentum höher bewerten als Menschen. Sie beweist auch, dass sie ihre antisemitische Verachtung höher bewerten als den jüdischen Messias, den sie als „König“ verkünden.