Worüber die Fjonka sich heute gefreut hat.

2020 waren wir zum ersten Mal in Mölln. Dort haben wir uns eine Kombikarte für Stadt- und Eulenspiegelmuseum gekauft. Im Stadtmuseum waren wir, dann war Nacht – und dann war Alles anders: Alle Museen mussten schließen, öffentliche Veranstaltungen wurden abgesagt: Corona hatte seinen Rundumschlag begonnen.

Fünf Jahre später nun sind wir wieder in Mölln, im Gepäck die Eintrittskarte fürs Eulenspiegelmuseum und jede Menge Erklärungen für die Museumskartenabreißenden.

Und dann gehn wir da rein, ich zeige die Karte vor, und frau nimmt sie entgegen und knipst mit ihrer Zange dasselbe Müsterchen raus wie schon im Stadtmuseum vor fünf Jahren.

daß nichts bleibt, daß nichts bleibt wie es war“ stimmt eben doch nicht!

Manches bleibt gleich, auch nach Corona, fünf Jahren und dem 60. Geburtstag.

Das war, worüber die Fjonka sich heute gefreut hat.

😊

Eine weitere Schlupfwespe…

Die Fotos sind von Ende Juli – am Insektenhotel hat dieses große Tier sehr ausdauernd mit den Fühlern unterschiedliche bewohnte Bambusstäbchen untersucht:

Stenarella Domator, so heißt das Tier, ist eine Schlupfwespe – und als solche legt sie ihre Eier in die Larven anderer Wespenarten. Da gibts bei uns ja so Einiges an Angebot…. im unteren Bild sieht man den beeindruckenden Legebohrer.

…ganz nebenher….

…. hab ich auf meinem Spaziergang letzte Woche in der Ecke des Friedhofs an der Kirchenmauer eine Mauerfugenpflanze fotografiert.

Zuhause hab ich die App gefragt, was das wohl ist, und siehe da: ich hatte eine Pflanze gefunden, die in Schleswig-Holstein auf der roten Liste steht, die Mauerraute, zu den Farnen gehörend.

Bei den Juzos (von denen ich ja schon mehrfach berichtet hab) hab ich gefragt, ob es wohl eine Art Meldeplattform für sowas gibt, damit solch seltene Pflanzen öffentlich bekannt sind und nicht dem nächsten Hausmeister mit Ordnungswahn zum Opfer fallen…

tatsächlich: bei Flora Schleswig-Holstein gibts sowas. Die arbeiten mit den Behörden zusammen…. Allerdings muß man sich anmelden, um etwas eingeben zu können, aber was tut frau nicht Alles….

In unserem Kreis, konnte ich sehen, waren nur wenige andere Fundorte gemeldet. In Flensburg ein paar und in Schleswig einer.

Wie schön 🙂

Die Mauerecke ist übrigens genau die, die den uralten Kirchenbau (Ende 18.Jhdt) mit dem ururalten kleinen Anbau (1702) verbindet.

Der Kirchengemeinde hab ich auch gleich noch ’ne Mail samt Foto geschrieben. Ich hoffe mal, daß man sich dort auch freut und der Hausmeister vielleicht gesagt bekommt, daß die Pflänzchen da sein dürfen. Bisher hab ich noch keine Antwort, aber es war ja auch schon fast Wochenende…..

 

Da isser also, der Herbst

Viel zu früh wie jedes Jahr, feucht und dunkel, die Blätter rieseln, der Ofen brennt. Kerzenzeit und, wichtig: jede freundliche Minute nutzen, um RAUS zu gehn!

Heute hatte ich Glück: nach einem Termin kam die Sonne heraus (zwischen Dauernieseln), ich habe in Grundhof gehalten und einen Dorfspaziergang gemacht.

Einen schönen Kirchhof haben sie da im Dorf! Die uralte, begrenzende Mauer ist vor einigen Jahren ergänzt und mit einem Dachziegel-Mauerkopf versehen worden, ein kleiner Anbau trägt das stolze Datum 1702! Dann geh ich die Straße längs, bis ich, was hier in Angeln eher selten ist, einen Rad-Fußweg ABBIEGEND (also nicht immer nur an der Straße lang) sehe. Es geht zwischen Gärten entlang bis zu einem recht schön gemachten Spiel-und Grillplatz, daran schließt eine riesige Streuobstwiese an, mit sogar schon richtig großen Hochstamm-Apfelbäumen. Leider ist Alles umzäunt.
Leider, weil der Weg über einen gluckernden Bach aus einem Wäldchen in die Wiese führt. Ich wäre zu und zu gern dem Bachlauf gefolgt. Auch schlängelnde, glucksende Bäche gibt es nämlich hier im Intensiv-Ackerbau-Land mit heftigster Flurbereinigung in den 70ern so gut wie gar nicht.
Aber weiter – es folgt eine kleine Wegkreuzung. Ich entscheide mich für „geradeaus“, beschließe aber, „links“ eines Tages auch noch einmal auszutesten 😉 Durch ältere Wohngebiete komme ich fast ohne am Straßenrand lang zu laufen, wieder zurück, kurz vor der 2. Kirchhofquerung setzt der Niesel wieder ein.

Wie so oft, wenn was gut war, beschließe ich für mich, mich zu Ähnlichem öfter zu entschließen. Ob’s diesmal gelingt, das wird sich zeigen.

Mamaaaaaaaatschi….😖

Wer kennt dieses gruslige, weinerliche Heintje-Lied, wo’s immer geht

Mamaaaatschi, schenk mir ein Pferdchen! Ein Pferdchen wär‘ mein Paaaradiiiies… nein, solch‘ ein Pferdchen meeeeeint‘ ich nie!

Immer kriegt das verwöhnte Balg wieder Pferde (Holz, Stoff…), nie ists das Richtige, und zum Schluß ists das Pferd vor dem Wagen mit dem Mamaaaaatschi- Sarg, und schon wieder jammert das Gör, weils schon wieder nicht das richtige Pferdchen ist (nicht etwa, weil Muddern im Sarg liegt…).

Furchtbar! Aber leider: immer wenn ich irgendwas mit nicht-echten Pferden zu tun hab, hab ich das als Ohrwurm, seit Jahrzehnten! 🥴

So auch jetzt:

Seit Jahren steht dieses Pferdchen mit Windfähnlein, ein  Fundstück vom Straßenrand, in unserem Keller und wartet drauf, gängig gemacht zu werden.

V statt W – das muß ein Däne sein! 🙂

Weiter als bis zum „Entrosteröl in die Gewinde sprühen“ ists nie gekommen, auch, weil ich nicht die leiseste Idee hatte, wie wir das auf dem Dach würden befestigen können, wenns wieder gängig wäre.

Also hab ichs jetzt ohne langes Nachdenken aus dem Keller geholt und in den Garten gebracht.

Und ich hab einen Ohrwurm *seufz*

Chanz alleine…

…. bin ich grad schon wieder. Der Herr F. ist vonne Arbeit aus in Köln.
Dabei war er erst vor zwei Wochen aus vonne Arbeit aus im Ahrtal. Das war so eine Veranstaltung zwischen Arbeit und Urlaub. Davor war er bei seiner Mutter zu Besuch ….und diesmal ist es also reine Arbeit.
Wie auch immer – ich bin nicht mehr gern alleine.
Es gibt durchaus auch Vorteile: ich schlafe besser, zum Beispiel. Da kann der Herr F. nix dafür, es ist sein Heuschnupfen, der mich aufweckt und wachhält. Trotzdem….
Und manchmal, im besten Fall, bin ich mehr bei mir, wenn Ihr wisst, was ich damit meine.

Aber:
Die alltägliche Selbstverständlichkeit, in der wir uns um die Katzen kümmern und um das Haus, nebeneinander auf dem Sofa sitzen, einen Ausflug machen oder keinen, Besuch bekommen oder nicht, mal einige Worte reden und mal lange gar nicht – all das fehlt mir. Auch, ihn zwischendurch mal in den Arm zu nehmen, einen Kaffee gebracht oder ein Essen gekocht zu bekommen, mit den erledigten Haus- und Gartenarbeiten zu prahlen oder genervt zu sein, wenn der Mann SCHON WIEDER keine Lust hat, das zu tun, was ich denke, das gut für ihn sei (zum Beispiel, mit zu sporteln. Die Lohnsteuerunterlagen zusammenzusuchen. Einen Termin für die Darmspiegelung zu machen) All das vermisse ich jetzt …

Doch, der Herr F. fehlt mir, wenn er nicht da ist!

Weißrandiger Grashüpfer sowie düt und dat zum Tage

Chorthippus albomarginatus

Mitte Juli hat der Herr F. diesen Hübschen aufgenommen, der sich auf meinem Arm häuslich niedergelassen hatte.

Was besonders ist: hier haben wir mal ein Tier, das im Norden deutlich häufiger vorkommt als im Süden!

Da es sonst keine großen Besonderheiten über dieses Tier zu berichten gibt, erzähl ich Euch noch sonst büschen was. Ich komm ja zu nix, weder hier noch im echten Leben…

Tag des offenen Denkmals war, und ich hab keine Ahnung, ob ich dazu wirklich nochmal extra was berichten werde, ist inzwischen schon wieder so lang her….. danach war ich die Malerfeundin in Hamburg besuchen, außerdem wollten die Zwetschgen von Nachbars Baum geerntet und verarbeitet werden (jedenfalls die, an die wir vom Hof aus rankommen. Nachbar lässt sie eh runterfallen), – Zwei Kuchen. Dann auch noch ganz eben schnell 2 Kilo Kreten (Marmelade), weil die nach Hamburg schon nix mehr gewesen wären, und jetzt sammle ich auch noch DIE Haselnüsse, die das Eichhörnchen fallen läßt, bevor sie unten die Mäuse aufknabbern* Die ersten Walnüsse liegen auch schon am Boden, allerdings noch ganz unreif. Ich hoffe, da läßt das Eichhörnchen noch die Pfoten von!

Es ist Herbst geworden inwischen. Sonne plus Windschatten – ja, das läßt sich draußen aushalten. Aber drin ist der Ofen wieder in Betrieb, und wenns wie jetzt windig und wolkig ist, dann locken die momentanen 14° nicht raus. Ich hoffe, da kommt noch was. Letztes Jahr haben wir den Oktober ja im T-shirt verbracht….

Was noch?

Auf dem Norderstraßenfest gab es einen Kunstautomaten! 🙂

Wunsch notieren, Spende einwerfen, und der Roboter macht Wunschkunst….

Witzig waren die Kinder-Reaktionen, sehr schön die Ergebnisse!

*Ergänzung HEUTE: Das Eichhörnchen weiß, was es tut: von Dutzenden Haselnüssen waren genau FÜNF nicht taub *seufz*. Weitere ERgänzung: inzwischen hab ich auch noch Kornelkirschen zu Marmelade verarbeitet, aber noch nicht gekostet. Und welche eingelegt für „Korneliven“, mal sehn, ob uns die schmecken. Und mit zwei Kilo Äpfeln von der B.

einen leckeren Apfelaufstrich mit Rumrosinen und Gewürzen fabriziert. Und einige Fenster mit dem Besenstiel-Wischer von außen geputzt, an die sonst kaum ein Rankommen ist.

Ja, ich bin emsig.

!?

25.9. 2015

Als ich vorletzte Woche so durch den Garten ging, sah ich plötzlich im Augenwinkel etwas.

Was ist das?

Da ist was, oben auf dem Hünengrab!
P1110160Näher ran, und ich sah: ein Engelchen ist uns zugeflogen!

P1110159Ich bin mir nicht ganz im klaren, was diese Körperhaltung, gepaart mit diesem Gesichtsausdruck, mir sagen will…. vielleicht hat es einen Bienenstich abbekommen und hält sich deshalb das Kinn? (dann wäre wohl ein Eiswürfel in der Hand) Oder es hat Zahnweh? Nach entspanntem Kinn-abstützen sieht es jedenfalls nicht aus, aber wer weiß schon, was in so einem  Engelchen so vorgeht… jedenfalls scheint es ihm am Hünengrab ganz gut zu gefallen: es hat sich inzwischen einen etwas weniger exponierten Standort gesucht (was ich bei den Windböen in den letzten Tagen gut verstehen kann), sitzt aber nach wie vor dort und schaut sich um. Vielleicht zähmt es ja gerade das Erdhörnchen, das schon länger dort wohnt – es würde mich nicht wundern, wenn wir die beiden demnächst aneinandergekuschelt vorfinden würden… abwarten!

Woher es kommt, das Engelchen?

Der Herr F. hat es in Eckernförde im Friedhofsmüll gefunden und gefragt, ob es bei uns wohnen möchte. Er hat ihm die GPS-Koordinaten aufgeschrieben – und offenbar ist sein Vorschlag gut angekommen, denn plötzlich saß es dann dort.

Ich war wirklich sehr überrascht, denn mir hatte Niemand Bescheid gegeben …

September 2020: seit diesem Sommer ist das Engelchen wieder fort. Wir wissen beide nicht, ob wir es irgendwie vergrault haben, oder ob es einfach alle paar Jahre weiterzieht – jedenfalls ists spurlos verschwunden … wir sind überrascht und ein klitzekleines Bißchen traurig.

Gute Reise, Kleines!!

Herbst 2025, ten years after….. 😉

Mehrfach schon war das Engelchen eine Zeit lang verschwunden, ist aber immer wiedergekommen. Derzeit ist es schon recht lange in einer kleinen Höhle eines der Findlinge im Hünengrab. Wer weiß, vielleicht hat es ja zwischendurch immer wieder irgendwelche Aufgaben zu erledigen? Jedenfalls verbringt es die meiste Zeit bei uns und scheint sich hier wohlzufühlen 🙂

Fundstücke

Auf dem ehemaligen Müllplatz – unserem zukünftigen windstillen Sonnenplätzchen – war nicht allzuviel interessanter Müll zu finden, Eines aber doch: dieses kleine Schild, das nach dem Säubern ganz gut lesbar ist:

Wikipedia sagt,

Das Unternehmen wurde als Deutsch-Amerikanische Petroleum Gesellschaft (DAPG) am 25. Februar 1890 in Bremen als gemeinsames Unternehmen von den deutschen Kaufleuten Franz Ernst Schütte, Carl Schütte und Wilhelm Anton Riedemann sowie dem US-Amerikaner John D. Rockefeller von Standard Oil gegründet, um das Petroleumgeschäft der Standard Oil in Deutschland zu betreiben.

Inzwischen – es wurde viel verkauft, umfirmiert, umbenannt – heißt die Firma ESSO. Das Schild ist also irgendwann zwischen 1890 und 1950 an irgendeinem Kanister? Gerät? einer Maschine? angebracht worden.

Außerdem hab ich noch dieses Eisenteil gefunden. Ein Gewinde, offenbar konnte man irgendwas runter-und hochdrehen – aber keinen blassen Schimmer, was das mal war…..

Inzwischen ist mir ein Licht aufgegangen, was die etwa 5cm langen, roten, dünnen Teile sind, die ich immer wieder überall ausbuddle – manchmal in größerer Zahl. Besenborsten sind das von den allgegenwärtigen Draußenbesen mit den roten Plastikborsten!

Jetzt weiß ich wieder, warum ich nach Besen mit Naturborsten suche, wenn ich neue Besen brauche ….

Unterwegs, die erste: Satrupholmer Moor

In der letzten Zeit gab es richtig viele richtig tolle Angebote hier in unserer Gegend.

Das erste war eine Führung durchs Satrupholmer Moor. Das hatten wir auf eigene Faust zwar schon mehrfach besucht, waren aber – eine Selbstverständlichkeit, schließlich gibts hier ruhebedürftige Tiere und Pflanzen – nicht vom Spazierweg abgewichen. Trotzdem ists sehenswert. Aber nun haben wir sehr viel drüber erfahren und gelernt, nach dem Motto:- nur was man kennt kann man schätzen.

Als Erstes aber sah ich etwas direkt am Wegesrand, über Kopfhöhe: die erste Ringelnatter meines Lebens! 🙂

Runder Sonnentau (tellerförmig)

Was ich zB NICHT wusste: daß es mehrere heimische Sonnentau-Arten gibt (Sonnentau, einer der Insektenfresser unter den Pflanzen!)

Die Pflanzen – obwohl es viele zu sehen gab – hätten wir nicht entdeckt, weil wir schlicht nichts so Winziges erwartet hatten!

Wir dachten beide, Sonnentau sei erheblich größer.

Mittlerer Sonnentau (löffelförmig)

Oder die Torfmoose….. Worüber freut sich der Moorschützer mehr: Rote Torfmoose (das Nadelförmige drüber: Krähenbeeren? Oder Moosbeeren)?

Oder über gelbe Torfmoose? Antwort: über die roten, denn die sind das wichtige Gerüst des Torfaufbaus, ohne den kein Moor Moor bleibt.

Das hier ist der Gagelstrauch. Er freut sich über feuchte Füße und steht auf der roten Liste.

Trotzdem freuen sich die Moorschützer gar nicht, ihn hier zu haben. Er ist nämlich so bitter, daß die Schafe, die hier für die Moorpflege sorgen, ihn nicht fressen – und in solchen Mengen wie hier nimmt er den Torfmoosen das Licht, das sie brauchen, um ihre Arbeit zu tun. Im Gegensatz zu den Birken darf er aber nicht ausgerissen oder sonstwie entfernt werden…..

Dieser Teil ist so gut vernäßt, daß er nicht mehr betreten werden kann. Moorfrösche, Waldeidechsen, Kraniche usw lieben diese Ecke. Alle drei Arten haben wir gesehen 🙂

Daß es dieses Moor gibt, ist einer vor 40 Jahren gegründeten kleinen Naturschutzgruppe zu verdanken. Die haben mit Hilfe der Stiftung Naturschutz von der Fläche angekauft, was immer ankaufbar war, von den übrigen BesitzerInnen bis auf eineN die Erlaubnis zur Wiedervernässung bekommen, Drainagen gezogen, Torfwälle aufgeschütter, Birken gezupft – und sind inzwischen fast Alle Ü70 – Kein Nachwuchs…. nun versuchen sie Vereine für Zupfaktionen zu gewinnen. Letztes Jahr zB waren über 30 GeocacherInnen da, trotzdem ist nicht der gesamte Rundweg noch begehbar. Das Moor ist übrigens kein Naturschutzgebiet!

Drei Stunden Moor vergingen wie im Fluge – drei Stunden, in denen die Ringelnatter gemütlich ihren Platz behielt. Aber als wir zurückkamen, wurde es ihr zu viel…. Tschüß! 🙂

Vorbereitungen….

…. für einen neuen Sitzplatz im Garten nehme ich gerade vor.

In diesem jahr hatten wir sehr oft das Problem, daß die Sonne sehr fein schien, aber dazu ein eisiger Wind wehte.
Wir haben ja unseren Windschutz, aber wenn die Sonne noch oder schon wieder tief steht, dann liegt der im Schatten – und windstiller Schatten war dann wiederum zu kalt. Also fanden wir uns nachmittags häufig auf dem Weg zum Teich am Boden sitzend wieder. Dort nämlich stand die Sonne, und der Wind war nicht zu merken.
So richtig hinsetzen ging dort aber nicht, zu wenig Platz: vorn fällt das Teichufer ab, hinten liegt all das Gezweig, das noch ins Lagerfeuer soll.

Also haben wir 3x Lagerfeuer gemacht, dann hab ich drei Schubkarren voll Gruscht (eins der Wörter, die aus meiner Zeit in Unterfranken übrig geblieben sind. Es gibt weder im Rheinland noch hier oben in Angeln ein besserers Wort für diesen ollen Kleinkram, der sich sammelt, den aber kein Mensch brauchen kann….) und zwei voller Giersch- und Waldziestwurzeln entferntdann ein wenig gegraben, und jetzt sieht das erstmal so aus: 

2x haben wir testen können, seitdem regnet es….

Wir sitzen dann unter Linden, zwischen ebendiesen und der Totholzmauer, die mit Wurzelsperre versucht, den Giersch vom Beetbereich fernzuhalten (Man erinnert sich? 2018….., der Farn des Grauens war entfernt *klick*)

Der Ausblick ist jener:

 

Und das muß mal ein Müllplatz gewesen sein, denn:

Einen halben 10-l-Eimer voll mit Schrauben, Scherben, Plastik- und Aluschmurgel. Offenbar wurde hier Müll verbrannt 😦

Ein einziges nettes Fundstück gab es, und ein interessantes. Zeig ich später mal. Sonst nur fieses Zeug, einmal hab ich mir denn auch eine der Millionen winziger, gaaaanz dünner Glasscherben in den Finger gerammt. Zum Glück neigen meine  Wunden nicht zum Entzünden….

Jetztzustand: Hinten steht noch eine Schubkarre voller Gruscht, denn das Ganze muß noch ein wenig geebnet werden (fällt nach vorn ab und ist von Wühlmäusen etc so unterhöhlt, daß die Stühle oft weit einsinken, wenn man draufdrückt)
Wenn wir den Platz dann wirklich auch gern nutzen, soll es noch ein wenig mehr geschützt werden. Mal sehn….

 

Scharlachrot und andere Farben

Scharlachrot ist kein Farbton, unter dem ich mir so recht etwas vorstellen konnte. Scharlach ist für mich ne fiese Krankheit, sonst nix.

Aber dann:

Scharlachroter Stäublingskäfer

DAS also ist scharlachrot!?

Man findet die Käfer bodennah an verpilzten Laubhölzern wie Birken und Rotbuchen, wo sie sich ebenfalls von Pilzen ernähren. Die Käfer können auch in verrottendem Laub und an Pilzgeflechten unter Rinde angetroffen werden. Die Flugzeit reicht von April bis Juni. (Wikipedia)

Unser Stäublingskäfer war allerdings Ende Juli zu sehen, nuja….. und der Fotoapparat hat die Farbe auch ein wenig verfälscht, der orangene Einschlag ist in echt weniger stark.

Deshalb passt auch dieses Bild recht gut dazu – eins der beeindruckenden Unterwasserfotos aus einer Ausstellung im Schleswiger Stadtmuseum. Seerosen von unten, großartig!

Unser Garten bietet auch Kunst an, einfach so, ganz ohne Einsatz von Filtern, ohne Bewegung, ohne irgendwas außer „Augen auf“.

DAS sind Farben, was? Und der Kontrast – wie das Blatt sich da hindrapiert hat! Also, ich war ganz beeindruckt

Auauau!

Aufgewacht, wie seit etwa zehn Tagen schon wieder allmorgendlich, mit dem leidigen Bauchweh (das zwischenzeitlich insoweit weggewesen war, daß ich nicht mehr davon aufwachte – ach, war DAS schön!) Früh wache ich davon auf.
Es ist jedesmal stockfinster, und der Herr F., der oft schon gegen halb sieben aufsteht, schläft noch.
Irgendwann schlafe ich dann zwar wieder ein, aber nicht mehr gut und fest – und mit dem ängstlichen Bauchwehfeeling geh ich dann auch in den Tag, wissend, daß es keine Angst ist – aber sag DAS mal dem Körper und der Seele, die seit der Kindheit solche Bauchweh mit Angst verbinden…..

Um halb neun aufgestanden, merke ich gegen halb zehn: ich muß jetzt was TUN, um nicht in dieser Stimmung zu versumpfen. Aber was?

Irgendwann kommt kurz die Sonne raus, mit ihr geh auch ich raus. Und dann.

Das Zierstachelbeergebüsch (Drei Astwirren am Wegesrand nach hinten, die Bienen vor „Rückenwind“ schützend) hat mittig seit einiger Zeit ein großes Loch in den Blättern. Irgendwelche Viecher haben es auf etwa zwei Metern Breite kahlgefressen. Ein guter Zeitpunkt, das Ganze etwas auszulichten. Ich hole die Gartenschere.

Zwei Stunden später ist ALLES kahl *g*:

Ja, schon klar. Ich finde auch nicht, daß das nach zwei Stunden Arbeit aussieht. War’s trotzdem. Der kahle Fleck am rechten unteren Rand der roten Markierung – bis dahin war ein Büschel gewandert. Gut, das mal weggemacht zu haben (PLATZ!!)

Das hinterste Büschel steht noch zum Teil, der Rest ist runter.

Mittig war ein großes Loch, jetzt hab ich da zwei Büschel vom Rand eingepflanzt, die ich ausgebuddelt hatte. Die werden grad ordentlich gewässert, denn trotz des wirklich vielen Regens in den letzten zwei Tagen ist der Boden da drunter sehr trocken. Hoffe, das Ganze wird nun sowas wie ein Heckenbuschstück 😉

Wenn man sich ansieht, wie das Zeug wächst (dicht an dicht Schößlinge aus dem Boden raus), kann man sich vorstellen, daß ich zwei riesige Berge langer, dünner Äste mit Zweig- und Blattbüscheln ab dem oberen Drittel in der Totholzhecke „entsorgt“ habe. Die füllt sich beängstigend schnell wieder auf – für Winter steht noch so Manches an, ich hoffe, keinen Platzmangel zu bekommen, denn unser Lagerfeuerzweige-Lagerplatz musste weichen (davon später mehr)

Wie immer: eine solche Aktion ist wirklich befriedigend. Die Schwere des Morgens ist zwar nicht gänzlich gewichen, aber doch erträglicher. Und nun ist da ein neues, angenehmeres AUAUAU: mein Rücken, aber auch Oberschenkel- und Bauchmuskeln protestieren.
Vorsichtshalber hab ich nach Mittag gleich meine täglichen fünf Minuten Rückentraining angeschlossen. Ich glaube, ich hatte schonmal davon berichtet. Inzwischen hab ich mir das Buch besorgt und bin schon beim 2. Achtwochendurchgang angelangt. Fünf Minuten täglich schaffe sogar ich, und es tut merklich gut, dem Rücken, aber vor allem meinem Nacken, dem geplagten und den Schultern.

Zweiter Versuch zum „Rübergucken“:

Da das Rebloggen, von WordPress xtra zu dem Zweck konzipiert, Vorschauen zu anderen WordPress-Beiträgen zu machen, nicht funktioniert (*grummel*), hier also händisch ein kleiner Teaser zum Schupfenblog-Beitrag über einen Besuch des privaten, dollen kleinen Bauernmuseum in Gintoft am Tag der offenen Museen:

Was ein Schmied so Alles herstellt – kleiner Teil der Sammlung ….

Guckt mal rüber! 🙂 *klick*