Nachruf

Im Sommer 2025 hatte ich schon befürchtet, sie würde jeden Moment fallen

heute Nacht war es dann wirklich so weit.

Da fehlt was.

Unsere vor zig Jahren brutal gekappte Birke (ja, das waren wir. Unseren letzten Rest Sonne verteidigen wir…..) hat nun viele Jahre da gestanden, Generationen von Hornissen als Baumaterial gedient und Generationen von Ringeltauben als Sitzplatz.

Bei letzteren hatten wir schon ’25 jedesmal wenn eine der Dicken sich abstieß gedacht „jetzt fällt die Birke um“ – sie schwankte immer bedenklich, aber es hat noch über ein Jahr gedauert.

Nun darf sie neben dem Weg als liegendes Totholz für Käfer und Co dasein und weiter zerfallen.

 

…und das hier hab ich im Winter gemacht: jede Menge Steine aus dem Weg herausgeholt, dann auch noch Erde – und jetzt die kleinen Steine mit Kies wieder eingefüllt. Nun soll sich das erstmal setzen, dann kommen die großen Steine als Pflaster wieder obendrauf und werden mit Kies befestigt. Mal sehn, ob’s klappt.

Bäume, die zweite – der Text zum Baumvergleich und zur Mirabelle

Da es sich als unmöglich erwiesen hat, im neuen Editor einen Bildvergleich (dieses Gimmick gibts im alten, guten Editor nicht) UND weitere Bilder und Texte zu posten, gibts nun halt einen zweiten Bericht, bevor ich vor Ärger Bauchweh bekomme…. Eh hatte ich – dem Schnurregen sei Dank – am Donnerstag noch keine „nachher“-Fotos der Buchen

Hier noch die anderen Mirabellenbilder.

Hier sieht man nochmal die Wucherungen des Pilzes Phellinus tuberculosus, Pflaumen-Zunderschwamm

Hier seht Ihr, wie die Mirabelle mit einer kräftigen Wurzel im linken Teil den morsch gewordenen rechten Teil zu ersetzen versucht – eine gesunde Reaktion, die Lebenswillen zeigt

Aber das war noch nicht Alles:
Auch der großen Buche an der Straße geht es so richtig gut nicht.
Die Baumpfleger sagen „die unterstützen wir beim Rückbau“ … sowas kann ja langsam jahrzehntelang gehen, aber im Auge behalten werden muß das bei einem so großen Baum, der Bürgersteig, Straße und drei Häuser in „Reichweite“ hat.
Außerdem war noch Rücksicht zu nehmen auf die Nachbarn, die sich über die stärker verschattete Solarthermie, Schatten, Laub und auf die in der Einfahrt parkenden Autos scheißende Tauben beklagen. Ändern können wir das nicht, so große Bäume können nicht mal eben an der Grundstücksgrenze abrasiert werden.

 

Aber ihnen (also, den Nachbarn) entgegenkommen können/ wollen wir, also ist auch da (also von der großen Straßenbuche sowie den das Nachbargrundstück säumenden Buchen) viel mehr weggekommen als wir als baumpflegerische Möglichkeit/ überhaupt erwartet hatten. Was mich sehr erleichtert, denn wenn ich Eines nicht will, dann Streß mit Nachbarn. Auf den Vergleichsfotos kann man das, finde ich, SEHR deutlich sehen.

Jetzt reichts aber erstmal, für die nächsten Jahre müssen die Bäume in Ruhe gelassen werden – ebenso mein Geldbeutel….

Bäume, die erste …

Ich hatte ja bereits Fotos gezeigt: die Mirabelle in der Hofeinfahrt schwächelt. Nun haben die Baumpfleger auf den ersten Blick erkannt: der Pflaumenzunderschwamm ist es, der sie langsam lahmlegt, ein Schwamm, der eh geschwächte Bäume langsam „übernimmt“. Die Frage war:
Ganz weg oder einkürzen?

Wer rät, wie die Entscheidung ausfiel?

Genau 😁

Ein wenig jämmerlich sieht sie ja jetzt aus – mal gucken, wie sie das wegsteckt – und immer noch besser als eine Fällung.
Demnächst mehr, denn das war nur ein sehr kleiner Teil dessen, was passiert ist.

Mirabelle

Direkt auf der Grundstücksgrenze in der Ahornhecke neben der Einfahrt steht eine rotblättrige Mirabelle.
Schon seit ich hier lebe wirkt sie nicht ganz fit. Es ist ja auch nicht gerade ein toller Platz für sie, und irgendwann wurde auch ein ziemlich großer Ast direkt am Stamm abgesägt – da kann man schonmal unfit aussehen.
In den letzten Jahren allerdings wird’s doller:

Das sieht morsch aus (Stamm), etwas über Hüfthöhe)

War schon immer da….

… aber diese morsche Stelle daneben nicht.

Auch der vor meiner Zeit abgesägte Ast sieht ringsum nicht mehr gut aus (Schulterhöhe)

Links heile Wurzel, mittig abgemoderte mit Höhle – und rechts…..!? Sieht nicht dolle aus….

etwas oberhalb wächst der Giersch aus dem Baum….

Das werden wir mal dem Baumpfleger zeigen müssen – schließlich ist die Mirabelle kein Riesenbaum – aber wenn sie kippt sind auf beiden Seiten Häuser.

Hopfen

29.4.2025 Schon seit ich hier eingezogen bin windet sich in der dunkelsten Stelle des Knicks gen Acker jedes Jahr der Hopfen (Humulus lupulus) in Holunder, Erle und Baustahlmatte hoch …. hier die Anfänge, vor ca 14 Tagen – und jetzt. Höhe jetzt ca 1,20m.

In warmen Nächten und unter günstigen Bedingungen wächst der Hopfen bis zu 30 cm in 24 Stunden und 8m in ca. 2 Monaten. Er wird deshalb auch als „Kletterweltmeister“ bezeichnet. Nur der Riesenbambus wächst schneller

Der Hopfen ist zweihäusig, heißt: auf einer Pflanze bilden sich entweder nur weibliche oder nur männliche Blütenstände. Angebaut wird ausschließlich weiblicher Hopfen, da sich nur aus seinen Blüten die gewünschten Dolden entwickeln.

(aus „tettnanger-hopfen.de“)

Unser Hopfen ist weiblich. WENN ich in diesem Jahr ENDLICH mal dran denke, will ich ernten. Die Dolden, ins Kopfkissen gesteckt, sollen schlaffördernd wirken – das will getestet sein!

22.8.2025 PAH! Nix da, weiblich. Unser Hopfen ist MÄNNLICH, und zwar jeder davon – zumindest in diesem Jahr. Ich bin sowas von sicher, Dolden gesehen zu haben, aber hier und heute gibts nur Rispen zu sehen – die aber in großen Mengen, sehr hübsch, gen Feld in Holunder, Eiche, Erle.

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Es gibt drei Falter, deren Raupen an Hopfen fressen, aber sonst passiert da wenig – als Windbestäuber bietet der Hopfen nicht viel…. immerhin: einen der drei habe ich schonmal gesichtet: hier

 

Sommermüdigkeit

Unser very special Kater….. *gg*
In der Abendsonne ists ihm nicht zu heiß, dazu auf dem blanken Boden – so kann auch ElMauski den Sommer genießen, der bei Wärme immer in den Schatten flüchtet und die warme Ofenbank vollends meidet – ganz anders als Elsa, der es gar nicht warm genug sein kann

Und sollte sich jetzt Jemand fragen, wieso da diese Baustelle im Gras ist – das liegt an der behaarten Segge, einem Teufel von Pflanze, die plötzlich im hinteren Staudenbeet auftauchte. Ich kannte die zuvor gar nicht, musste aber feststellen, daß sie bis zu bleistiftdicke und meterlange Wurzeln bildet, an deren Enden charakteristische Grasbüschel über der Erde auftauchen. Einen davon sah ich im Beet, fand und folgte der Wurzel – und stellte fest, daß sie vom Acker kommend das ganze Wiesenstück durchziehen, bis zum Beet.

Tja.

Und von wegen „an deren Enden“ – es sind VORLÄUFIGE Enden. Denn wo sie länger stehenbleiben, die Grasbüschel, da bilden sie neue Abzweige der Kriechwurzeln…..

Wie auch immer, es ist schön da hinten!

Mittig, der „Busch“, das ist der in diesem Jahr endlich …..

….richtig feste blühende große Wiesenknopf.

Die Kornelkirsche hat rote Beeren

Die Wasserminze blüht helllila

…. und dieses Bild spricht für sich, oder? 🙂

Wiesenflockenblume, Wegwarte und Wieseskabiose bilden riesige Blütenbüsche, die von Insekten umschwärmt, aber leider – ich habs versucht – unknipsbar sind.
Und die Sonne steht schon wieder merklich tiefer *seufz*
Hochsommer ist immer auch Sommerende …

Grubiger Wurzelrübling

Nein, das ist KEIN Scherz. Dieser Pilz heißt wirklich so 🙂

Meist sind ja zumindest die lateinischen Namen eindeutig, hier nicht. denn Hymenopellis radicata hat auch noch zwei andere lateinische Namen. Wie sowas immer zustande kommt…..

Wikipedia sagt:

Die Art ist häufig und wächst als Parasit und Saprophyt auf morschem, totem Laubholz, bevorzugt dem von Rotbuchen, oft scheinbar auf dem Erdboden, wobei der wurzelnde Stiel mit den Baumwurzeln der Wirtsbäume verbunden ist. (…) Sie fruktifiziert von Juni bis Oktober, einzeln oder in kleinen Gruppen.

Tja, da haben wir ja Einiges zu bieten…..

 

Tragant

Ein schönes Wort, finde ich. Der lateinische Name ist nicht so wohlklingend: Astragalus glycyphyllos.
Aber wer heißt denn nun so?
Er hier:

Süßer Tragant, auch Süßhlolz-Tragant genannt

Das „süß“ in seinem Namen können wir, die seine Blättchen mal testweise gekaut haben, nicht wirklich nachvollziehen: bitter ist er, mit einem süßen Beigeschmack – eine greusliche Mischung!
Leider finden die Nacktschnecken das offenbar lecker. Zur Blüte kommt diese Pflanze jedes Jahr nur, weil ich absammle. Wenn ich das nicht tu, wird sie skelettiert, nur Reste der roten Stengel bleiben übrig, ich hab’s ausprobiert 😉
…. da es heißt, daß Waldränder und lichte Gebüsche ihr Lebensraum sind, frage ich mich wirklich, wie irgendeine Pflanze, die von Schnecken so geliebt wird, in diesem Lebensraum in der Natur überleben kann.

Der süße Tragant ist ein Hülsenfrüchtler. Und die bekommen nach der Blüte Schoten. Deshalb wird er in manchen Gegenden auch als Bärenschote geführt.
Ich habe die interessante Pflanze vor einigen Jahren zugekauft und freue mich an ihrem merkwürdigen Wuchs: die Triebe liegen am Boden, aber wenn die Blüten kommen, krümmen sich die Enden der ganzen Triebe nach oben

Nelkenzeit!

klein’s Blütelein, Du bist so fein  🙂

Schon seit Frühjahr freue ich mich auf das unspektakulärtste Spektakel meines Gartens, das nun laaaangsam beginnt:

die raue Nelke, Dianthus armeria, beginnt, ihre winzigkleinen Blütchen in verschwenderischer Fülle über den Staudengarten zu legen!

Ich wusste, ehrlich gesagt, nicht, welches Geschenk mir vor drei oder vier Jahren Maren-hoppefloh mit ihrem Tütchen Saat gemacht hat, kannte ich Nelken doch nur in der ollen Blumenladen-Version, die ich nie gemocht habe. Daß es aber auch heimische gibt, die sich noch dazu so zurücknehmen, das wusste ich nicht, hatte ich sie doch noch nie draußen gesenen – und das ist auch leider kein Wunder:

In Deutschland finden wir sie zerstreut an Wald- und Gebüschrändern und in Halbtrockenrasen. Durch die zunehmende „Ausräumung der Landschaft“ und das daraus folgende Verschwinden entsprechender Standorte sind die Bestände von Dianthus armeria im Rückgang begriffen und deshalb ist sie regional „stark gefährdet“.

die erste Ahnung des Blütenflors

Jedenfalls säte ich – und dann passierte erst einmal nichts. Logisch, denn zunächst bildet die raue Nelke kleine Rosetten direkt am Boden. So wartet sie auf das nächste Jahr, in dem sie loslegt.

Etwa bis Spatenhöhe wächst sie bei mir, und da oben legt sich inzwischen ein Blütenflor über den Staudengarten. Jedes Jahr sammle ich Saat und streue sie an Stellen aus, die ich mag – und die raue Nelke offenbar auch, inzwischen hab ich’s raus: von alleine wandert sie ab, denn sie liebt die Sonne und sät sich ihr entgegen – gen Straße und gen Nachbars, die aber eh nicht wissen, was ihnen da blüht.

grünes Gestrüpp vor’m Spaten? Nein! Raue Nelken in Massen!

Also säe ich eifrig weiter hinten im Staudengarten auf offenem Boden, überall, wo ich zuvor im Jahr gerupft und ausgegraben habe (derzeit versuche ich, den Blutstorchschnabel und den bodendeckenden Staudenehhrenpreis an der Alleinherrschaft zu hindern, davor waren’s der kriechende Günsel und die Montbretie- irgendwas möchte immer groß rauskommen und Anderes verdrängen) – und in diesem Jahr dankt mir’s die raue Nelke – wie gesagt, ich freu mich schon seit Frühjahr….

Jetzt schon aktiv ebenso ausaatfreudig, bloß leider absolut nicht mit der Zurückhaltung der rauen Nelke gesegnet ist eine andere Nelke, von derselben Naturgarten-Freundin  vor Jahren im Saattütchen bekommen: die Kronen-Lichtnelke (Silene coronaria)

Kronen-Lichtnelken säumen die Einfahrt

Strenggenommen: sie gehört zu den Nelkengewächsen, ist aber ein Leimkraut, wie schon das „Silene“ ihres lateinischen Namens verrät, aber da ich das nicht wusste, bis ich vergeblich nach ihrem Namen suchte unter dem Suchbegriff „Nelke, pink“ will ich mal nicht so sein *g*

Sie drängelt sich vor mit ihren neonpinken, großen Blüten, und darüber war ich erstmal gar nicht so glücklich…. aber dann hat sie es mir gezeigt: sie hat sich in der Einfahrt ausgesät – da, wo wir vor Jahren die Buchenhecke in der Breite massiv gestutzt hatten, ist ein schöner Blühstreifen ganz von alleine entstanden, und dort könnte es gar nicht schöner sein, diese aufgetakelte Primadonna blühen zu sehen.

Heidenelkenblüte

Es fehlt noch eine kleine, auf die ich mich auch freue, und die jährlich größer wird. Auch sie habe ich als Ableger von der Nelkenmaren bekommen (das wäre doch mal ein guter Nickname, oder?) Damit sie (die Pflanze *g*) bleibt, muß ich sie hegen, denn sie ist zart und niedrig. Erst zur Blüte richten sich die dünnen Stengelchen etwas auf …. aber da sie immer etwas im Schatten der Großen ist, lässt ihre Blüte noch auf sich warten: die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) Meine Versuche, Ableger (die jedes Mal entstehen, wenn ich Anderes aus ihrem Polster zupfe und dazwischen dann bewurzelte Kriechstengelchen sind) im ihr eigentlich – dachte ich – besser entsprechenden Vorgartenbeet unterzubringen, sind bislang fehlgeschlagen

Bartnelke

Ja, und dann ist da ja auch noch eine, die wacker jedes Jahr wieder im Staudengarten auftaucht, inzwischen nur noch in weiß und in rosa-weiß, früher auch in bordeaux und reinrosa: die Bartnelke (Dianthus barbatus). Irgendeine Züchtung, seit je ein geduldetes Stiefkind in meinem Garten, das ich inzwischen schlicht deshalb mag, weil es sich einfach nicht unterkriegen lässt.

Ganz schön viele Nelken dafür, daß ich ja eigentlich keine Nelken mag, gell?

Engelwurz

Vor zwei Jahren, im Spätsommer,  bekam ich zwei kleine Pflanzen mit großen Blättern geschenkt – es waren „übriggebliebene“ Wald-Engelwurz, die sonst auf dem Kompost gelandet wären.

Im Frühling

Die ist so groß wie ich (1,60 ca)

 


Ich war der Meinung, es sei die Wald-Engelwurz, aber nun hab ich mir die mal angesehen, weil ich dachte, die wird noch weißer, so Richtung Gierschblüte…. Das stimmt auch – und so schätze ich nun, daß ich die echte Engelwurz (Angelica archangelica) bekommen habe, denn die Blüten bleiben grünlich:


Trotz des eisigen Wetters (14°, windig, wolkig, ab und an Regen) sitzen Hummeln und Fliegen dran und saugen an den Blüten.
Interessant finde ich dies: Die Arznei-Engelwurz ist eine sommergrüne, zwei- bis vierjährige, nur einmal blühende (hapaxanthe) krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 1,2 bis 3 Metern. Meine hat in diesem Jahr die 1,8m geknackt!

Man sieht: da kommt was…. 😉

Wikipedia liefert eine sehr interessante Info:

Die bauchigen Blattscheiden können mit Wasser gefüllt sein und sind dann Lebensraum von Tieren. Es wurden darin Rhizopoden, Ciliaten, Rotatorien, eine Pinnularia-Art, Nematoden, Tardigraden, Nacktschnecken, Collembolen, Maden von Dipteren und eine Ohrwurm-Art beobachtet.[1]

Knospen und erste Blüten

Die Blüten sind unscheinbar, duften aber sehr gut.

Anfang Juli: Die Blüte ist beendet, die Saat ausgebildet – und plötzlich ist der eine Trieb ein Paradies für Blattläuse! Eifrige Ameisen schützen die Kolonie

 

Der Erbsenstrauch

Der da mit hellem Laub und gelben Blüten überm Teich hängt – das ist der Erbsenstrauch.

In Zeiten, als wir zwar schon frisch Bienen hielten, aber noch nichts vom großen Nutzen einheimischer Pflanzen wussten, war die Mirabelle Christian, dem Orkan, zum Opfer gefallen. Dadurch hatten wir keinerlei Sichtschutz mehr nach hinten – also in DEN Teil des Grundstücks, der zuvor Niemandem einsichtig gewesen war. Da unser Grundstück vom Bürgersteig her ein wenig abfällt, hatten nun Spaziergänger den Durchblick bis dorthin.

Das hat uns nicht gefallen. Also wurde gepflanzt. Das war 2014. Hier sieht man zwei der Bilder, nach getaner Pflanzarbeit. Damals sah das nach NICHTS aus, heute sage ich: steht Alles VIEL zu eng…. Aber hülft ja nix….

Als frisch motivierte Imkerin hatte ich damals darauf geachtet, Büsche zu pflanzen, die besonders dann viel Nektar boten, wenn Anderes noch nicht so recht blühen mag. Nette Idee – bloß daß in unseren Breiten dann eh kaum mal eine Biene sich draußen blicken lässt…. nuja.

Worauf ich NICHT geachtet habe ist, woher denn diese frühblühenden Sträucher kommen, und so sind auch zwei Erbsensträucher (Caragana arborescens) dabei. Die wohnen eigentlich in Asien. Und in diesem Jahr – immerhin ihrem elften bei uns – hängen sie voll mit den namensgebenden Schoten.

Erbsenstrauch mit Schoten


Scho‘ schee!

Weiter unten könnt Ihr’s sehen.

Derselbe Zweig in voller Blüte

Und sofern man sich auf NaturaDB verlassen kann, ists so schlimm nicht mit diesem Strauch: ganze 44 Arten von Wildbienen besuchen demnach den Erbsenstrauch, und das nicht nur für Nektar, sondern auch, um Pollen zu sammeln. Und die Früchte sollen sich als Vogelfutter eignen. Also weit besser als Kirschlorbeere oder Forsythie. Hoffentlich stimmt’s – da die Zweige tief über unserem Kraterteich hängen, kann ich nicht beobachten, ob auch bei uns was los ist, wenn der Strauch blüht. Das ist im Mai, also immerhin auch nicht zu früh für Bienen – auch Wildbienen.

Und so sieht das aus – daß er so schön über dem dunklen Teich hängt, gefällt mir gut – Erbsenstrauch, Du wirst bleiben! 😉

 

 

Jelängerjelieber….

Drei Sorten Jelängerjelieber hab ich derzeit im Garten, von denen sich das echte Geißblatt, also das wilde, Lonicera caprifolia, selbst im Buchsbaum unter der Vogelfutterstelle angesiedelt hat. Darüber freue ich mich sehr – ein weiteres dieser Sorte ist im Knick gen Acker, auch da darf’s gern wachsen…. Erstmals blüht es in diesem Jahr üppig, mal sehn, wie lange….

Übrigens las ich jetzt: auch dieses Geißblatt ist ein Neophyt, also nicht eigentlich heimisch bei uns in D. Ist aber nicht als invasiv bekannt. Gut so.

Sorte No2 ist sehr hübsch

Lonicera x tellmaniana

mit dem hellgrünen Laub und der honiggelben Blüte – leider blüht es nur sehr kurz, wenn wir 14 Tage davon gut haben, dann ists viel….

Die Sorte heißt wohl Tellmaniana.

Und dann gibts noch meinen Liebling, schon oft gezeigt und gepriesen hier im Blog, es blüht von Juni bis in den Oktober hinein, ist beliebt bei Nachtfaltern (was sicherlich für alle Geißblätter gilt) und duftet herrlich an den seltenen lauen Sommerabenden ohne Wind.

Es ist Lonicera x heckrottii, vermute ich, das sich jetzt, da es seine Holunder-Stütze verloren hat, über den ganzen Totholzhaufen ausbreitet.

Letzte Woche hab ich festegestellt: da muß ich aufpassen: Triebe, die, weil sie nix zum Hochranken finden, Bodenkontakt bekommen, wurzeln an. Also, wer eine tolle, wuchsfreudige, duftende aber nicht heimische Geißblattpflanze haben möchte, dem kann ich gern einen Absenker ziehen – der selbstgezogene hat bereits eine Abnehmerin gefunden….

Die Knoblauchsrauke blüht

Und da es beim wilden Meter über diese Pflanze einen wirklich spannenden und gut geschriebenen Beitrag gibt, werde ich Euch heute einfach nur den Tipp geben: anklicken, lesen!! 🙂

Die schlaue Knoblauchsrauke

 

…übrigens…

… habe ich den Saatgutbetrügern noch eine zweite, jetzt etwas erboste Mail geschrieben wegen der breitblättrigen Platterbse, nachdem sie auf die 1. weder geantworte haben noch ihre falschen Angaben korrigiert (was ja einzig mein Wunsch war)

Auch auf die 2. Mail kam keine Reaktion.

Ich habe nun keine Idee mehr, was ich noch tun könnte außer hier und in persönlichem Kontakt zu berichten, daß man sich auf die nicht verlassen kann und besser woanders kauft.

Sehr schade und ärgerlich, das!

(die ganze Geschichte: 1. Saat bekommen

2. Endlich will’s blühen, ein Verdacht kommt auf….

3. Tja…. 😦