Knapp

Auch hier regnete es und regnete und regnete und…..

So heftig wie in Niedersachsen war es nicht, aber die Äcker mutieren zu Seenplatten. Am Mittwoch war der Teich schon ziemlich voll, und unten im Keller stand das Wasser im „Loch“ trotz aller Maßnahmen wieder bis kurz unter Estrich. Bis abends gab es dann noch einmal ergiebigen Dauerregen – und am Donnerstag dann:

Im Pelletskeller hab ich einen halben Eimer Wasser aufgefeudelt. Blöd ist, daß nicht recht klar ist, woher das Wasser kommt, und daß direkt unterm Zink des Trichters etwas steht. Meine Befürchtung ist, daß die Befestigungen (Schrauben im Estrich) dem Wasser Platz zum hochquellen bieten. Ein Teil drückt aber auch unter der Schwelle zur Thermokellertür rein.

Nach zwei Stunden ist vor der Schwelle zum Restkeller wieder eine Lache, aber nun sieht es so aus, als ob doch Alles von der Thermokellertürschwelle her reindrückt, dann zur Restkellerschwelle und erst von dort gen Pelletstank läuft, denn das Wasser ist NICHT wieder ganz bis zum Tank gelaufen. Habs weggefeudelt und eine „Wassersperre“ aus trockenem Feudel ausgelegt. Mal gucken….

Aus dem Loch habe ich zwei Eimer Wasser geschöpft, um dann zu sehen: es läuft (logo) gleich wieder nach, aber ich wollte wissen, bis in welche Höhe. Und tadaaa: nach zwei Stunden ist der Wasserstand nicht wieder ganz so hoch, auch die Lache hat sich nicht aufgefüllt.

Heute, Freitag, müssen wir noch alle paar Stunden im Pelletkeller mehrere nasse Feudel auswringen, im Heizungskeller ists trocken (der Wasserstand im Loch wie gestern)

Derweil ist der Stand des Teichs kurz unter Rand, d.h. noch ca 10cm, dann ist der Weg unter Wasser. Vielleicht wird ja doch noch der Durchstich getestet 😉

Momentan herrscht Schneegestöber bei 0 bis -1 Grad. Das soll bis morgen nachmittag so weitergehen. Erst dann soll es trocken bleiben, so daß die Wasserstände sinken können, zumal bei Minustemperaturen ja das, was obendrauf dazukommt, erstmal obendrauf bleibt. Das Zulaufrohr zum Teich liegt im Wasser….

So sah das beim ersten Schnee des Winters vor einigen Wochen im Garten aus…. der Herr hatte geschippt, um trockenen Fußes die Vögel füttern zu können. Jetzt wieder???

Ich hoffe, wir werden sagen können: nochmal Glück gehabt!

Derweil hab ich bei naturaufdembalkon schöne Seiten zu den Grundwasserständen in Niedersachsen gesehen. Ich hab sowas für Schleswig-Holstein gesucht, aber leider ist, was das Umweltportal bietet, für uns völlig unverständlich. Es gibt nämlich keine Legende zu den verschiedenen Layern :-/
Es wäre interessant gewesen, wie dicht unter unserem Dorf das Grundwasser steht. Das ist nämlich wohl, je nach tiefliegenden Bodenverhältnissen, extrem unterschiedlich – von wenigen Dutzend Zentimetern bis zu vielen Dutzend Metern. Außerdem wäre es interessant zu wissen, ob und wo die Grundwasserreservoirs schon wieder aufgefüllt sind.

Und nein, ich bin wohl nicht zu doof, das zu kapieren oder zu finden: wir haben zu 2. ver- und gesucht.

Euch Allen wünsche ich trockene Wohnungen und funktionierende Heizungen…..

Zu früh gemault….

Eben ging ich in den Keller, um zumindest noch etwas sinnvolles zu tun – nämlich einen Bilderrahmen anzuschleifen.

Im Keller floß ein Bächlein.

Dem Quell entgegengelaufen, durch die Tür gen Pellettank – und dort stand ein See.

Mehrere Eimer Wasser haben wir rausgeschaufelt, dann den Rest trockengewischt.
Das muß der Starkregen gestern gewesen sein: es hatte dermaßen geschüttet, wie ich’s noch nicht gesehen hatte – selbst die Hofauffahrt war ein einziger Bach!
Aber wo genau das Wasser reingekommen ist, das ist uns ein Rätsel! Wir konnten das „Leck“ nirgends finden, zumal dort, wo das Wasser nicht stand, Alles trocken (schon abgetrocknet!?) war

Ich glaube, ich möchte, daß dieser letzte Urlaubstag sehr schnell zuende geht….. mir reicht’s für heute!

…und weiter geht’s … im Keller…

Jubiduuuu!!!

Im Keller ist PLATZ jetzt, und ORDNUNG!!!!

Der Herr F. hat eines Morgens fast ganz allein, bevor ich’s auch nur mitgekriegt hatte, das Regal oben ab- und unten wieder aufgebaut („eigentlich wollte ich nur mal gucken, was für Schrauberbits ich brauche….“*g*), und keine zwei Tage später hatte ich Alles wieder eingeräumt – außer ein paar Kisten. Die muß der Herr F. erstmal durchgucken – aussortieren ist Trumpf!! 😉

Auch ich hab dabei allerhand aussortiert. In den Schuppen ein wenig, aber das meiste davon in den Müll (zB sind alle Farbdosen und -eimer geprüft worden. Und Einiges war nicht mehr brauchbar). Wieder was wech. Eine Luftmatratze, die die Luft nicht mehr hält, Ersatzteile, von denen Niemand mehr weiß, wofür sie sind – lauter so Kram, der sich ansammelt: weg!!!

Jetzt ist im Keller weniger Zeugs, es gibt eine übersichtliche Ordnung, und sauberer ists auch. Wobei das sich da unten im Keller leider immer SEHR schnell ändert (ich sag nur: Asseln und Spinnen….)
Der kühlschrankgroße Gefrierschrank ist auch weg: nachdem im Amt kein Bedarf war hab ich ihn bei ebay eingestellt, und schon hat ihn Einer abgeholt- für die UkrainerInnen, die grad in seinem Ferienhaus wohnen. Gut!!

Und dann haben wir noch – nach ichweißnichtwievielen Jahren den Inhalt unserer beiden Werkzeugkästen rausgeholt, vergnaddelte Schraubenzieher, total verrostete Zangen und Doppeltes raussortiert, Alles zusammengeschmissen, die Kästen gesäubert und einen Kasten für „brauchen wir dauernd“ und den zweiten für „was man selten braucht“ wieder einsortiert. Beide Kästen gehen wieder zu und werden dadurch auch nicht mehr so schnell so dreckig werden. Herrlich!

Wieder was geschafft! 🙂 Das ist sooooo befriedigend, jetzt in diesen Keller gehen und dort etwas TUN zu können, ohne vorher umzuräumen, damit dafür überhaupt Platz ist.
Oder sich einfach nur umzusehen und den Platz zu bewundern und die Ordnung!!! 🙂

P.S. Warum DAS jetzt unter der Kategorie „renovieren und sanieren“ steht? Weil es 1. fast so viel Arbeit war als hätte man renoviert, und weil es 2. irgendwie noch zum renovieren gehört, als Folge des Heizungsumbaus.

Guter Start hier 😃

Hab vormittags eine Kellerecke mit 2 hohen Regalen, die seit ’96 nicht mehr angerührt worden war (also, der Inhalt der Regale schon, aber nicht die Regale selbst und Wände dahinter/ Boden drunter), gesäubert und dann die Regale wieder eingeräumt. Mehrere Stunden Arbeit…. der Beginn der.Chaosbeseitigung nach dem Heizungswechsel. Ich hatte mir ja fest vorgenommen, nicht einfach alles wieder einzuräumen, dreckig und unaussortiert.

Nachmittags dann mit dem Herrn F. zusammen zum ole Mann, Kondolenzlisten und – briefe gemeinsam durchgegangen etc, danach einen Gang durch Kappeln gemacht, und zum guten Ende ein Abend mit Kölner Tatort 😃

Ich mag es, wenn ich abends was geschafft hab….

Schrieb ich „Riesenraum“?

Gerade mal geht noch die Tür zum Thermokeller auf

…denn der Pelletstank ist wirklich, wirklich groß. Da unten werden noch die Schläuche, die die Pellets in die Heizung blasen, angeschlossen.

Hier werden später beim befüllen die Schläuche von draußen angekoppelt

Wenigstens kommt man jetzt gut zur Wasseruhr, und man kann auch (knapp) von jeder Seite drumrum, um an die Wände ranzukommen, falls nötig.

Puh, ist DAS ein Monster!!! 😳

Derweil….

…gehts im Keller munter weiter. Schlagbohrer, Sägen, Hämmer….

Elsa hat entschieden, sich das nicht anzutun.  – hört sie das erste Geräusch, ist sie weg. Heute wollte sie nichtmal frühstücken, weil es schon was zu hören gab 😟Aber wird es ruhig, ist sie genauso schnell wieder da. So war es abends, so war es zur Mittagspause der Handwerker. Nun gut. Solange das so bleibt….

ElMauski ist cool. Der sagt sich „bisher waren die nur im Keller“ und schläft entspannt im Fellsessel. So ohne Elsa ist das eh viel ruhiger, findet er.

Inzwischen hängt das Frischwassermodul – das Teil, das so lange auf sich hatte warten lassen – an der Wand. Rohrleitungen werden angeschlossen, Ausgleichsbehälter, Regler…..

Heute ists richtig tummelig und richtig laut, aber abends soll die Heizung so weit sein, daß sie läuft.

Die (15 Kilo-)Säcke mit den Pellets werden, taraaaaa, VON OBEN eingefüllt. Du liebe Güte! „Och“, sagt der junge Fachmann, den ich schon seit seiner Lehrezeit im Betrieb kenne – das ist 15 Jahre her – „dann legt man den Sack oben drauf und schneidet ihn dann auf, so ist das am einfachsten“.
Klar, Junge – 15 Kilo mal eben auf ein zwei Meter hohes Teil legen!? Das ist nix für meine Mudder ihre Tochter! Nebenbei hab ich dann immerhin erfahren, daß in den Vorrat direkt am Gerät zwei solche Säcke passen.
Normalerweise wollen wir ja aus dem Tank einblasen lassen, schon allein wegen Müllvermeidung, aber wenn wir das nicht eh gewollt hätten, dann spätestens jetzt!

Das ist aber auch Alles, was ich bisher schon weiß. Bin neugierig, will die aber auch nicht dauernd nerven. So begnüge ich mich mit EINER Frage bei jedem Kaffee, den ich runtertrage 😉

Insgesamt stresst mich das Ganze doch ziemlich – hauptsächlich wegen Elsa. Bin froh, wenn Wochenende ist. Verschnaufpause.

Vor dem Sturm….

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Nein? Euch fällt auf den Bildern nichts auf? ICH sehe da aufgeräumte Leere….

Denn guckt mal DAS an:


Im hinteren Raum, dem, wo früher die Butter gepackt wurde, herrscht Vollchaos!

Die Gefriertruhe umgeräumt in das alte Gefrierschränkchen und in diesen Raum geräumt. Ebenso sämtliche Farb- und Lack- und Verarbeitungsvorräte (Pinsel und Co), die vorher ein großes Regal im Vorraum zum Öltank in Beschlag genommen hatten. Sowie jede Menge Kram aus dem Heizungs-raum, in dem wir normalerweise nicht nur sämtliches Putzzeug haben, sondern auch unsere Wäsche trocknen- Alles, was hinderlich sein könnte oder aus Stoff ist (sonst muß ich das Alles nachher waschen), also ganze Althandtuch- und Baumwolltüten- und Malerdeckenstapel…. Alles das ist jetzt im hinteren Raum.
Die Farbsachen hab ich immerhin vor dem umräumen durch- und aussortiert, beim Rest muß das NACHHER passieren.
Außerdem haben wir Spinnen, Asseln, Spinnweben und Schmutz gesaugt, was das Zeug hält. Was da in so einem Keller zusammenkommt, selbst wenn er seit den Ute-Zeiten deutlich häufiger gesaugt ist als zuvor!

Morgen früh kommen die Handwerker….

Doch noch landunter.

Gestern Abend war der Teich übergelaufen. Das Gebüsch, der Gierschgraben hinterm Hügelbeet, der gesamte Weg hinter den Teichumrandungssteinen – alles unter Wasser, die Steine nicht mehr zu sehen.

blau: die Oxbek. Kreuz o.l.: Böel, Kreuz u.r.: Brebel. Die Straße sieht man ja.

Es ist so unklar, wohin das Wasser als nächstes geht. Kein gutes Gefühl. Wir werden, wenn wir das alles soweit „durch“ haben, im nächsten Jahr doch noch einen Überlauf in die Au anlegen, und wenn wir den die nächsten 30 Jahre niemals brauchen, dann freuen wir uns. Das kann übrigens sein, denn so viel Wasser wie jetzt hatten wir eigentlich erst ein einziges Mal . Ich messe es gedanklich immer über die Senke kurz vor Brebel. Da fließt die Oxbek durch ein weites, tiefes Tal, obendrüber geht die Straße. Im Tal sind nur Pferde- und Kuhkoppeln, und das hat einen Grund, denn die Oxbek entwässert ein weites Land (unter anderem fließt auch die Entwässerungsau hinterm Haus irgendwann in sie), und schwillt oft ordentlich an. Zur Zeit ist dort ein einziger, großer See bis weit ins Höhergelegene, das Wasser füllt nach und nach das Tal. Ein einziges Mal zuvor habe ich das so gesehen, das war vor Jahren: die Pferde und Kühe hatten nur noch wenig Platz an den oberen Rändern ihrer Koppeln, alles andere war Wasser. Und wenn wir uns recht entsinnen, war DAS die Zeit, in der wir dann den Keller unter Wasser kriegten. Jetzt ists wieder so.

Heute morgen plätschert zwar weiter das Bächlein vom Acker in den Teich, doch die Steine sind wieder zu sehen, der Gierschgraben auch, nur noch der unterste Strauch des Gebüschs hat die Füße im Wasser.

Blöder als das mit dem Teich (da nervt mich vor allem der massive Nährstoffeintrag vom Acker samt Pestiziden. Ich hoffe, der Teich kippt im Sommer nicht) ist, daß jetzt doch wieder Wasser im Kellerloch steht, das wir ja extra, um den Erfolg unserer Maßnahmen zu kontrollieren, offen gelassen hatten. Bisher stehts bis knapp unterm Estrich. Ich schätze, das das jetzt kein Oberflächenwasser ist, sondern daß bei diesen Wassermengen schlicht das Grundwasser drückt. Müssen wir im Auge behalten und rechtzeitig Alles hochstapeln, sollte es naß werden. Habe mal das Loch soweit leergeschöpft (kleines Loch, 3 10-L-Eimer. Das drückt ordentlich nach), zum beobachten.

Übrigens: es regnet. Zwar nicht heftig und nicht ohne Unterlaß, aber es regnet. Erst für Mittwoch ist ein Ende der Sturm- und Regengebiete angesagt.

Man darf gespannt sein.

Endlich!

Achtung, viel Lesestoff!!! 😉

VORGESCHICHTE:

Seit 1994 wohne ich hier, und in den ersten Jahren war alles gut. Irgendwann aber begann mein Haus, Risse zu zeigen. Immer in der Außenwand zum Garten hin, dünne Dinger erst, die sich aber stetig mehrten und vergrößerten. Auch der dicke Riß im Wintergarten kam trotz Fundamenterneuerung wieder, und viele neue dazu.

Mich hat das beunruhigt, und weil es das tat, hab ich im Laufe der Jahre immer wieder Rat herangeholt. Ein Baugutachter war dabei, der Unbedenklichkeit bescheinigt hat und dessen Vermutung „Moorlinse im Untergrund“ lautete („aber da was zu machen wäre mit Kanonen auf Spatzen schießen, ist alles nicht so schlimm“). Ob’s nicht an Wasser liegen könne, fragte ich. Nö….

Jahre später, die Risse waren mehr und größer, wollte ichs genauer wissen: Einen hatte ich da, der mit Lebensmittelfarbe kenntlich gemachtes Wasser in unterschiedliche Abläufe und Schächte gedrückt hat. Denn ich wollte wissen, ob evtl Wasser aus den Fallrohren nicht, wie es soll, hinten in der Au landet, sondern durch evtl kaputte Verrohrungen unterm Haus, wo es Unterspülungen verursachen könnte. Schließlich führen die Rohre der gesamten Hofseite in einen Schacht, von dem Niemand so recht wusste, wohin er führt…. Aber das Wasser kam ordnungsgemäß in der Au an, das wars also auch nicht.

Unterschiedliche Handwerker, die aus unterschiedlichen Gründen da waren, wurden befragt, darunter auch einige, die sich Bauschadensanierung aufs Revers geschrieben haben. Immer wurde mir beschieden, ein altes Haus setze sich nunmal, das sein normal, und ich solle mir mal nicht ins Hemd machen.

Der Bauschadensachverständige, der am 8.8. hier war, war denn auch nicht wegen der Risse da, sondern weil sich beim Keller inzwischen herausgestellt hatte, daß das Wasser, das manchmal dort aus dem Bodenablauf hochdrückt, garnicht aus dem Bodenablauf (dem Rohr) kommt: bevor das Loch vom letzten September geschlossen werden konnte, wars „zum Glück“ im Januar nochmal ordentlich naß gewesen – und es zeigte sich: wenn man das Wasser ausschöpft, fließt es nicht aus dem Rohr nach, sondern seitlich aus dem Erdreich daneben! Damit war klar: einfach den Boden wieder dicht zu machen reicht nicht aus. Zwei Firmen waren da gewesen – und haben sich danach einfach nicht mehr gemeldet. Dann hatte ich ein wenig aufgegeben- und dann kam der Jägerfreund mit der Idee um die Ecke, seinen Neffen mal drauf anzusetzen. Der ist der besagte Bauschadenssachverständige, fürderhin „der Neffe“ genannt. Ich rief ihn an, wir machten aus, daß er sich meldet – dann kam Corona, und jetzt endlich gab es besagten Termin.

UND?

Und:

  • die Feuchtigkeitsmessung auf der Kellerbodenplatte ergab: unterm Keller ists zu naß. Da ist also definitiv Wasser, das da nicht hingehört, auch viele Tage nach dem letzten Regen.
  • Das ansehen des Lochs samt Kamera im Rohr sagt: unter dem Betonboden liegen Ziegel, die in den gewachsenen Boden verlegt sind. Der Betonboden ist also wahrscheinlich erst später eingegossen worden, denn um 1920 war das normale Kellerbauverfahren: Findlingsfundament, Verrohrung im Boden, Ziegel drauf verlegt, damit Feuchte verdunsten kann. Die Kamera zeigte unglasierte Tonrohre (normal zu der Zeit, glaserte kamen erst in den 30ern auf), die sehr angegriffen sind und Abplatzungen zeigen. Heißt: auch aus den Rohren kommt Wasser in den Boden.
  • Daraus folgt, daß auch die oberflächenwasserabführenden Rohre aus unglasiertem Ton, also porös sind (vom Schacht aus in die Au jedenfalls. Von den Fallrohren bis zum Schacht sind sie ja „neu“, d.h. von 1995/96)
  • Außerdem kommt sehr viel Oberflächenwasser einfach von Hof/ Einfahrt gen Haus. Das versickert zwar, ich sehe außer bei Starkregen nie „Bäche“, aber im Untergrund ist bei uns in Angeln „bindiger Boden“. Will heißen: in einiger Tiefe sind Lehm- und Tonschichten. Das Wasser versickert also, wird dann vom Lehm aufgehalten und werweißwohin geleitet, jedenfalls nicht einfach so runter ins Grundwasser. Und da unser UND des Nachbarn Grundstück sich leicht gen Haus neigen, ist es sehr wahrscheinlich, daß das Wasser auf seinen Wegen auch unterm Haus durch kommt – und dort laaaaaangsam, aber sicher kleine Sedimentteile mit sich nimmt. Heißt: Der Boden verändert sich – das Haus setzt sich – Risse entstehen.

An diesem Punkt ist interessant, daß erst jetzt wir dem Manne auch die Risse gezeigt und die ganze Geschichte oben erzählt haben. Von meiner „Wasser-Sorge“ wusste er also nichts, auch nichts von den massiven Riß-Problemen, denn bislang waren wir nur im Keller und auf der rißfreien Hofseite gewesen. DANN hat er sich die angeguckt – und gesagt „ja, das Rißbild ist ja auch ganz typisch“.

Na, danke, Herr Moorlinsentheoretiker …. Moorlinsen, sagt der Neffe nämlich, machen einerseits ganz andere Rißbilder – und das tun sie andererseits nur etwa bis 20, 30 Jahre nach Bau. Dann hat sich das gesetzt und kommt zum Stillstand.

Ja, und was folgt jetzt aus all dem?

nein, das braucht Ihr NICHT in groß, das bleibt genauso unleserlich und gekritzelt *gg*… aber es gibt eine mehrseitige „Kurzstellungnahme“, die aussagekräftig ist

Wenn wir nicht wollen, daß das weitergeht mit der Nässe und den Rissen, dann empfiehlt der Neffe folgendes:

Es wird bis 30cm unter Kellerbodenniveau ein Graben gezogen, in den ganz unten eine Auffangrinne und Ableitung fürs einsickernde Wasser kommt. Drüber Sand und Rohre fürs Fallrohrwasser. Der Kellerbodenablauf wird rückgebaut, der Kellerschachtablauf (der übrigens ein normaler Duschablauf ist, garnicht für außen gebaut) bis zum Eingang des Mieters erneuert und mit Rücklaufklappen versehen (die verhindern, daß bei Starkregen, wenn nicht alles Wasser abtransportiert wird, das ganze zurückfließt und den Kellerschacht flutet). Der Schacht, in den die Fallrohr- und Drainageleitungen münden, wird aufgegraben und nachgesehen, in welcher Höhe der Ablauf sitzt. Evtl muß eine Pumpe rein. In die (kaputten Ton-)röhren gen Au wird ein Einzollschlauch eingeschoben, der den neuen Ablauf bildet und dafür sorgt, daß kein Wasser auf dem Weg zur Au verloren geht. Dann können sowohl der Kellerboden trocknen als auch der Boden eine neue Struktur bekommen (wenn das alles auftrocknet, wird sich ja auch nochmal was ändern), was 3-4 Jahre dauert, danach kann man dann auch die Risse zumachen – sie sollten dann nicht mehr neu zu arbeiten beginnen.

Okay.

Das wird Geld kosten, aber im Moment bin ich einfach nur froh. Inzwischen haben wir die versprochene schriftliche Zusammenfassung samt Skizze und die Kontaktdaten eines Bauunternehmens. Das immer wieder für den Neffen arbeitet und von dem 1. er weiß: die können das und das 2. weiß: er hat ein Auge drauf, sie Interesse an seinen Aufträgen (die oft groß sind) und deshalb das auch vernünftig machen wird. Wir können es ja schlecht kontrollieren….

 

 

Naß – Teil drei. Jetzt wird es akut :-(

Im Kellerloch steigt das Wasser, und die ersten Risse im Estrich sind feucht – immer das Zeichen, daß es jetzt kurz vor knapp steht, also kurz vor „Wasser im Keller“ 😦

Kein Wunder! Ich habe einen RegenRÜCKBLICK gefunden, es ist schon verrückt, wie viel da im letzten Monat runtergekommen ist, alles auf eh schon nassen Boden: *klick*

Am Wochenende sind nochmal insgesamt 20l/qm angekündigt, bis Donnerstag sollen es insgesamt „nur“ noch etwa 3 Liter werden, danach ENDLICH etwas besser, also mit trockenen Tagen.

Ich kann nur hoffen, daß nicht genau diese Restliter das Fass, also den Keller, zum überlaufen bringen werden.

Naß von oben und von unten

Da ist er also, der langersehnte Regen. Seit Montag pladdert es, fisselt, nieselt oder schüttet. Dunkel ists dabei, und ich habs – unschwer zu erraten – schon wieder satt, obwohl mir klar ist: dieses Naß ist dringendst notwendig.

Naß ist es allerdings auch im Keller! Zwar nicht so wie damals, Heilig Abend 2014, aber mehrfach hatte sich seit dem Frühjahr eine Wasserlache um den Bodenablauf im Keller gebildet, so daß wir meinten, vorbeugende Maßnahmen treffen zu wollen. Angesichts immer häufigerer Starkregenfälle vielleicht nicht ganz unsinnig.

Also her mit dem Fachmann. Der Bodenablauf, irgendwann nachträglich eingebaut und sowieso eher höchster Punkt im Keller, sollte weg. Herr Sani(tär- und Heizungsbauer) meinte, der wird mit Silikon verklebt und gut is‘. Ich war skeptisch und äußerte das auch, aber beugte mich dem fachlichen Urteil. Mit dem Effekt, daß AUF der Silikonschicht wenige Wochen später, beim nächsten dolleren Regen, wieder Wasser stand. Also wieder angerufen.

Lange gedauert hat’s, aber jetzt war Herr Sani wieder da. Er hat den Bodenablauf rausgestemmt, den Boden drumrum geöffnet – und zu unserer Überraschung zeigte sich, daß alles gaaaaaaanz anders ist als gedacht.

Wir hatten immer gedacht, ein Rohr führe vom Bodenablauf zum Schacht mit der Treppe draußen, von dort werde das Wasser in den Ablauf im Hof geschickt. Jetzt stellte sich heraus: nix da! Offenbar läuft auch das Wasser, das in den Treppenschacht kommt, IN den Keller – und von dort UNTER dem ganzen Keller längs, (mit Abzweig nach oben zum Bodenablauf) Richtung „Böser-Mann-Schacht“  Ob es wirklich dortHIN läuft, bezweifle ich (meiner Meinung nach war der Schacht dafür einfach zu trocken), jedenfalls läuft das Wasser über ein Tonrohr irgendwohin Richtung Garten. Blöde, denn damit ist der Plan, das Wasser ganz grundsätzlich aus dem Keller auszusperren, dahin.

Nun ist erstmal ein Stopfen auf dem Bodenablaufsrohr, um das ganze mal einige Zeit beobachten zu können. Aber erst, nachdem wir ordentlich gespült hatten, um zu sehen, ob vielleicht das Problem in einer Verstopfung liegen könnte (was offenbar nicht so ist) Alles lief gut ab, trotz des leichten Gefälles vom Schacht aus in die falsche Richtung (nämlich in Richtung Keller) Sollte in den nächsten Wochen nichts auffälliges geschehen lautet der Plan: Bodenabfluß dichtmachen, Beton drüber, fertig.

Am Freitag kommt eh ein weiterer Handwerker, wegen des Sumpfkalkputzes im Keller, der ja auch schon länger neu soll. Der macht auch Kellersanierungen etc. – eine 2. Meinung schadet nie, ich werde ihm das auch mal zeigen….

 

Ich hoffe, Ihr habt Alle….

schöne Geschenke auspacken dürfen 😉

P1070783(Nein, keine Bange, nachdem der Katz so prima mitgeholfen hat, ein Weihnachtsgrußbild herzustellen, hab ich ihm das weggenommen und ihm stattdessen einige Leckerchen zukommen lassen, die für Katzen gesünder sind)

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Zunächst einmal: heute morgen gabs weitgehend Entwarnung. Im Heizungskellervorraum ist noch recht viel, da müssen wir dranbleiben, im vorderen Raum scheint es nicht mehr reinzudrücken, im hinteren sind nur noch entlang der Fensterwand feuchte Kanten. Morgen ist es sicher so weit, daß ein bautrockner, den wir dann hoffentlich beim Baumarkt ausleihen können, sonst halt kaufen, helfen wird

Wir haben den gestrigen Tag damit verbracht, regelmäßig so alle zwei, später drei Stunden die neuen Wasserlachen zu beseitigen (wobei „Lachen“ eigentlich ein zu harmloses Bild vermittelt) Dann mehrere Möbel rausgeräumt, damit sie nicht total durchweichen, aber vieles müssen wir auch stehenlassen. Holzvorräte (BAUholz) durchsortiert, das sollte auch nicht naß werden, eine alte Spüle, einen Sack Dachdeckermörtel, der schon seit fast 15 Jahren an Ort und Stelle steht, einfach weil er so furchtbar schwer ist und etwas Kleinkram gleich nach draußen gebracht – so hab ich also auch gleich das aussortiert-Pensum für die letzten Tage erfüllt…. Dann fuhr ich zu Luc, der uns eine Tauchpumpe leihweise angeboten hat, die ab 5mm Höhe abpumpen kann. Leider (naja, also, wenn man da jetzt von „leider“ reden kann) war der „Pegel“ als ich spätnachmittags damit zurückkam auf exakt 4,5mm gesunken, und die Pumpe hat sich nicht erweichen lassen, 4,5mm abzusaugen. Also wieder den Naßsauger genommen.

Offenbar sanken also jetzt die Pegel, es drückte zwar noch, aber das Wasser kamt nicht mehr so massiv und auch nicht mehr so schnell nach. Obwohl es nachmittags dann auch noch zu schneien begonnen hat, na super! Die Temperaturen gingen auf 0°, aber liegen blieb noch nix. Jetzt friert es richtig, die Überschwemmungen und der Teich haben schon Eisränder, und leider kommt auch immer mal Schnee runter – eigentlich war angesagt, es solle trocken bleiben…. Drin haben alle Fenster feuchte Ränder, der Ofen bullert und wir werden immer mal Durchzug schaffen – die Feuchte muß ja raus, und dauerlüften geht bei Frost nicht…. Im Flur riecht es modrig-feucht, aber bisher auch nur im Flur- durch Tür- und Treppenritzen zieht der Duft vom Keller mit der Wärme nach oben….

Ja, so ist die Lage. Mir tut von den letzten beiden Tagen ziemlich jeder Knochen weh (hebt mal 30, 40x pro Tag so einen 15-L-Naßsaugereimer voll hoch in die Spüle zum auskippen, dann wisst Ihr, was ich meine….), aber heute kann ich dann endlich die Erholung starten, auf die ich mich am heiligen Abend so gefreut hatte… und morgen gehts dann munter zur Arbeit….

1. Weihnachtstag, morgens

Die Nacht war früh zuende, um viertel vor acht gabs kein dösendes ablenken mehr… raus, Lage begucken Und die sieht so aus:

  • gute Nachricht: im Treppenschacht draußen ist das Wasserniveau jetzt direkt UNTER dem Bodenabfluß
  • im vorderen Raum stand dann auch etwas weniger Wasser als gestern zu Beginn.
  • schlechte Nachricht: im hinteren Raum sieht die Lage schlechter aus als gestern: das Wasser stand flächendeckend so 2-3cm hoch, an der tiefsten Stelle an der Fensterseite auch gut 7-8cm. Gut, daß das haus so schön schief ist. Schlecht, daß offenbar die tiefste Stelle da ist, wo am meisten durch die Wände drückt, denn
  • nach wie vor drückt es durch den Boden hoch und durch die Wände (einige) rein
  • die Lache im Vorraum zum Ölkeller (der noch trocken ist) ist größer als gestern, aber es ist nach wie vor eine Lache.

Dem Naßsauger sei dank, haben wir die Lage nach anderthalb Stunden jetzt so weit im Griff, daß ich jetzt erstmal ein Frühstück in Angriff nehmen kann. Allerdings ein kurzes, denn im hinteren Raum stand nach 20 Minuten „vorderer Raum“ an besagter Fensterfront das Wasser bereits wieder seine 7,8cm hoch – bloß nicht auch noch flächendeckend im ganzen Raum, und das soll auch mal wenigstens bis morgen früh wieder so gehalten werden….

Fuckfuckfuckfuckfuckfuckfuckfuckfuck!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Nach einer total besch**** Vorweihnachtszeit hab ich mich vorhin, gefühlt am Rande meiner Kräfte, von der Arbeit gen Heimat aufgemacht, heilfroh, jetzt mal ganze zwei Tage frei zu haben.

Daheim angekommen, mich auf meinen Espresso freuend, rufe ich „hallo!“
Der Herr, dumpf „Hallo“
Ich“ Hallo?“
Der Herr: „Ich bin im Keller, kannst ja mal gucken kommen“

Mir wurde leicht flau, es schwante mir böses, schließlich war ich an Fluß- und Seenlandschaften vorbeigefahren wo sonst nur Bäche, Auen und Äcker sind. Und tatsächlich:

Wasser im Keller 😦

Also die Gummistiefel an, die Kehrschaufel und die Eimer in die hand – und es ist schlimmer als gedacht: als wir den gröbsten Wasserstand beseitigt und den Bodenauslauf, aus dem Wasser kam, relativ dicht hatten, zeigte sich: es drückt auch durch die Wände rein. Massiv.

Mittdendrin die Erleuchtung: der Nachbar – der in Urlaub ist – hat doch einen Naßsauger. Bin ich einfach rein und hab den geholt, das machts leichter.

3 Stunden nach meinem heimkommen habe ich dann eben doch noch meinen Kaffee gemacht, allerdings unter Tränen, weil ich so fix und fertig war/ bin – das schlimmste ist für mich derzeit garnicht das Wasser, sondern das Wissen: nix mit 2 Tagen Ruhe und Erholung.Der Herr meinte es gut und wollte mich beruhigen- da haben wir uns dann kurzfristig auch noch richtig in die Haare gekriegt, weil mich das einfach nur wütend gemacht hat – zum Glück war das dann recht schnell noch wieder zu klären, ich glaube, verstanden haben wir’s beide nicht, was der/ die Andere denkt – aber immerhin erklärt, gegenseitig akzeptiert und den Mund gehalten *augenroll*

Die Frühstückseinladung für morgen ist abgesagt, denn selbst wenn wir viel Glück haben und das ganze Wasser so schnell aus dem Boden wegkommt, daß morgen durch die Wände nix mehr nachdrückt (woran ich ehrlich gesagt nicht wirklich glaube), müssen wir ja trocken und sauber machen. Wahrscheinlich steht morgen aber weiterhin an, den Pegel nicht zu hoch werden zu lassen, um die Wände möglichst trocken zu halten.

Jetzt (fast 17 Uhr) werde ich aber meine Arbeitsklamotten ausziehen, die normalen an – die heutige Essenseinladung und Feier mit „die ole Lüüd“ machen wir. Kürzer wohl, damit wir nachher nochmal was wegschaffen können, bevors zu Bett geht, aber trotzdem.

Frohe Weihnachten…. 😦

PS ich habe ein paar Bilder gemacht, aber die gibts später erst, ich musste mir das jetzt nur nochmal kurz „runterschreiben“, mir hilft das ja immer ganz gut.


Update dreieinhalb Stunden später: nach einer weiteren Stunde ist der Keller zum 2. Mal einigermaßen trocken. Diesmal so schnell, weil wir uns vom – im Urlaub weilenden – Nachbarn einfach mal dessen Einverständnsi im Notfall voraussetzend seinen Naßsauger geliehen hatten. (Hatte ich ja schon erwähnt)

Nach wie vor drückt das Wasser durch die Wände nach, flächendeckend hatten wir ca 2-3cm stehen nach den paar Stunden. Aber uns beiden scheint, daß der Wasserstand im Rohr, das wir zur Abdichtung auf den Bodenauslauf gesetzt haben, gut 2cm niedriger und jetzt nur noch knapp über Bodenhöhe ist. Hoffentlich haben wir recht, und hoffentlich wirds dann noch weniger, und hoffentlich regnet es nicht – und Euch allen, die Ihr am heiligen Abend mit uns fühlt und nette Worte schreibt: DANKESCHÖN!!!! – ach, ich trage schon wieder zum Wasserstand bei, es drückt mir aus den Augen…… ich weiß noch nicht, ob wir heute noch einen weiteren Durchagng machen… werde morgen berichten.