Splitter

Hätte mir Jemand vor zehn Jahren gesagt, daß ich über den Zweidrittelsieg einer erzkonservativen, fremdenfeindlichen rechten Partei in Ungarn erleichtert sein würde, dann hätte ich dem Jemand einen Vogel gezeigt.

Mal sehn, wer sich in Ungarn in zehn Jahren noch beheimatet fühlen darf. Und in der EU. Und hier in Deutschland.

(Zeichnung: Doi Germann)

Nichtsdestotrotz: ich BIN erleichtert, und da bin ich beileibe nicht die Einzige.

 

 

Warum ich nach Jahren doch noch ein neues Handy bekam

Mein altes Handy hat zu wenig Speicherplatz.
Neue Apps kann ich nicht mehr aufnehmen, wenn Signal aktualisieren will, muß ich vorher Platz schaffen, indem ich Medien lösche. Sowas…)
Die Geopositionierung ist kaputt, was bei neuen Touren lästig ist.
Aber ein „neues“ bedeutet viel Arbeit für den Mann.
Also gehts seit Jahren auch so. Irgendwann einmal…..

Dann besuche ich Eckernförde. Am Strand angekommen mache ich ein Foto, dann geh ich langsam und gemütlich gen Ostseezentrum, ein paar hundert Meter, und sammle dabei immer wieder Müll Anderer auf. Ein erster sonniger Tag 2026, Ruhe kehrt in mir ein, endlich einmal – herrlich!

Am Ostseezentrum angekommen setze ich mich, stelle dann fest: ein Tisch mit Strandkorb wird grad frei, wechsle dorthin – was hab ich heute für ein Glück!
Grad will ich aufstehn, um mir einen Cappuccino zu holen – da spüre ich es plötzlich: das Gewicht in der Jackentasche fehlt!

Kein Handy!

Jede Tasche wird mehrfach durchsucht, ich gucke vor, neben, hinter mich – nix!
O, Scheiße!!

Was nun?
Das kann gar nicht sein, aber es IST so. Nochmal alle Taschen durchgucken – das Dingen bleibt verschwunden

Also los: auf den eigenen Spuren zurück bis zum Ort, an dem ich das Foto gemacht habe. Langsam, suchend, die Augen über den Boden schweifend bewege ich mich dorthin.

Nichts.
Dann zurück.
Jeder Hundespaziergänger wird gefragt, ob er oder sie vllt ein Handy gefunden haben. Niemand hat eines gesehen. Einer bietet an, mich anzurufen, aber ich hab immer die Flugzeugsicherung an und kenne auch meine Nummer nicht auswendig ….

Es fühlt sich unwirklich an, und dann – auf halbem Weg zurück – plötzlich Adrenalin, fast schon Panik: da sind ja auch die verdammten Banking-Apps drauf! Oh nein! Ab diesem Moment wechselt das Gefühl von „Handy verloren“ zu „Katastrophe!!!“ Banking des ole Manns, das der Eltern (vorsorglich installiert), meins natürlich – Alles neu anfordern und aufsetzen? Watte im Kopf….

Zurück am Ostseezentrum will ich gen Cafeteria, frage aber noch zwei Menschen, die friedlich dort sitzen – und JAAAAAAAAA!!!! 🙂 Diese beiden haben das Dingen gefunden, gleich am Tisch am Boden (warum hab ich das nicht gesehen???) und in der Cafeteria abgegeben! Die Knie sind weich vor lauter Erleichterung, die Welt ist gut zu mir – es gibt noch nette Menschen!

Boah, ej!!!

Darum hab ich jetzt ein neues Handy bekommen.

Die Bank-Apps bleiben auf dem alten, warm und sicher zuhause …..

Gepflegte österliche Langeweile….

Seit Tagen Gluggavedur hier. Herrlicher Sonnenschein, aber kalter Sturm dazu; Wetter zum aus-dem-Fenster-gucken.
Gluggavedur ist der isländische Ausdruck genau dafür.

Gestern hat Ab. uns aus unserem „da kann man ja nun wirklich nicht raus“ geholt. Er rief an, und wir verabredeten uns zu einem Spaziergang am Südensee. Anderthalb Stunden hats uns durchgepustet, aber es gab auch windstille Wegstrecken.
Ich war ihm dankbar, trotzdem mag ich heute wieder überhaupt nicht raus.

Ostersonntag in den Wald zum Ostereiersuchen – das hat für gleich drei Menschen hier ums Eck, in Satrupholm (da, wo wir letztens die Moorführung gemacht haben) tragisch geendet, von einem Baum erschlagen! Weitere vier wurden dabei verletzt. Unvorstellbar!

Der Sturm ist heute weniger stark, aber dafür bläst es deutlich kälter.

Heute also drinnen. Telefonieren, essen, lesen, TV, Abwasch, Computer/ Handy…. morgen dann zur 2. Gürtelrosenimpfung. Hoffentlich haut die mich nicht wieder so doll um wie die erste.

Im BookCrossingforum gings um Umzüge. Jemand fragt mich, ob ich denn wirklich auch den weiten Umzug in den Norden nur mit Freunden gestemmt hatte.
Ich muß lachen: Damals passte mein Hab und Gut in zwei Autos. Wenn ich mich recht entsinne, fuhr ich mit meinem vollen Mitsubishi Colt, und ein Freundespaar kam mit einem Kombi mit. Und zuerst hatte ich noch einen Monat oder zwei ein möbliertes Übergangszimmer, bis wir in die WG einziehen konnten. Dahin war ich auch schon mit vollgepacktem Colt gefahren
Und noch früher, Rheinland- Unterfranken, da wars mein Colt und das normale Auto meines Onkels. Da zog ich in eine möblierte Wohnung, nur mein Schlafsofa aus dem Rheinland hatte ich mit, und später in ein WGzimmer, für das ich mir dann Tisch, Schrank, Stühle im Trödel „neu“ gekauft hab.

Ich stelle mir vor, wie ein Umzug jetzt aussähe. Monatelanges Ausmisten/ Verkaufen vorher, dann Kartons sammeln und einpacken … ein Umzugsunternehmen bestellen, denn immerhin wäre es ja wohl „von Haus in Wohnung“, umziehen, auspacken – zuvor dort evtl noch renovieren, nachher hier evtl noch saubermachen…. das wird ARBEIT. Und den Garten zurücklassen – das wird traurig werden!. Puh. Besser, ich denke nicht weiter drüber nach, bis es so weit ist.

Und dann kommt DAS rein – kannte ich noch gar nicht! 🙂

 

Neues ….

…gibt es derzeit viel.

    Narzissen, Kornelkirschen, Lerchensporn, Buschwindröschen – es erblüht täglich mehr. Allen Frühblühern hat der kalte Winter gut geran, sie blühen üppig wie lange nicht! 🙂 Schade nur, daß es an wenigen Tagen sonnig und warm genug ist, das zu genießen. Gestern sah ich bei einem bibberigen Gartenrundgang auf der Kuhkoppel zwei flirtende Feldhasen!

Mein Wunsch: deutlich mehr Alltagstrott. Bin hin-und hergerissen zwischen dem Wunsch nach „nicht nur Rumsitzen“ und dem Wunsch nach „ich will meine Ruhe haben!“ Bloß bedeutet „Ruhe haben“ ja nicht „sich ruhig fühlen“… *seufz* Es naht mein erster „offene-Kirche“-Dienst. Auch neu, aufregend…. hoffentlich sind die Dienste einfach schön ruhig

Inzwischen war ich beim Ohrenarzt und nun auch beim Akustiker – und teste seit einigen Tagen die ersten Hörgeräte. Ungewohnt, aber weniger unangenehm als befürchtet. Ich habe bei den dunklen Tönen größere Hörverluste, die auch aufs Wortverständnis schlagen – mal sehn, was letztlich draus wird. Zuerst gehts mal drum, sich zu gewöhnen.
Die Tasten klappern beim Tippen hier am Computer schonmal deutlich mehr, und auch den Fernseher kann ich ein wenig leiser stellen. Alles ist heller, vom Sound her.
Nicht so fein: es fühlt sich stets an, als hätte ich ein wenig Druck auf den Ohren (so wie wenn man im Zug in einen Tunnel fährt – diese Art Druck, bloß nicht so stark) Wird sich zeigen, ob das ein Gewöhnungs- oder Änderungsdings ist. Außerdem rutschen die Stöpsel regelmäßig raus, da ist noch Handlungsbedarf. Heute ist der nächste Termin, mal sehn, ob’s danach schon besser ist.
Der Herr F. meldet, daß ich deutlich seltener nachfrage, wenn er was sagt.

Eine (für meine Verhältnisse) größere Reise wird konkreter. Unterkünfte, Nachtzugbuchungen – es wird ernst, auch wenn’s erst im September losgehen soll.

Und ich hab ein neues (altes, aufgearbeitetes) Handy – die Arbeit damit hat der Herr F., der fast das ganze Wochenende damit verbracht hat. (Das ist so viel Arbeit, weil er’s mit Lineage – weitgehend googlefrei – versehen hat, was für mich sehr angenehm ist, aber auch manchmal ein bißchen umständlich, in der Anfangsphase aber bedeutet: ALLES muß neu, das man sonst „einfach bequem draufhat“. Um den Preis, daß das große G Alles mitkriegt)
Inzwischen ists schon gut nutzbar. Am besten ist: ich hab nun auch Geodaten, kann mich also von A nach B lotsen lassen. Das war beim alten Handy kaputt – ich warte noch auf eine SIMkarte. Neu, weil ich nun doch für Reisen etc die Möglichkeiten des mobilen Internet nutzen möchte. Aber meine Güte, ist das schwierig, eine 5€- monatlich-Prepaid-SIMkarte zu beantragen! PostIdent geht nur noch mit App, alle anderen Möglichkeiten sind noch aufwändiger….. na, nun isse bestellt. Ab jetzt sollte es einfacher werden.

Eigentlich wollte ich die Sportstätte wechseln, hin zu „da kann ich mit dem E-bike hinkommen“, weg von „extra nach Flensburg“. Aber noch mehr Neues scheue ich, nun ist schon der 2. Monat, wo ich mich doch noch nicht vom Aroha abmelde…. (ChiGong hatte ich ausprobiert, schön nah bei – aber war nix für mich) Außerdem sehe ich seitdem Ladypark deutlich häufiger, auch nach dem Sport – und das finde ich schön!

 

Ein seltsamer Tag

Der gestrige Tag war ein besonderer. Sehr voll, Alles mir neu, trotzdem war ich irgendwie nicht ganz anwesend.

Morgens erwachte ich, wie schon seit nunmehr einer Woche, gebeutelt von schlechtem Schlaf wegen Bauchweh und Übelkeit. (Ich weiß gar nicht, ob ich’s erwähnt hatte: die Magen-und Darmspiegelung vor einiger Zeit blieb ohne Befund. Als Nächstes gibts dann, um alle Eventualitäten auszuschließen, im Juni eine CT. Zur Zeit ists wieder besonders dolle, leider)

Ich hatte vormittags einen Termin in der Kappelner Kirche, wo ich mich gemeldet hatte, das Team „offene Kirche“ zu verstärken. Gestern war „technische Führung“: wo sind Lichtschalter, Schlüssel, Verbrauchsmaterial etc. Nach drei Stunden (incl einem Kaffee- Klönschnack mit den anderen Anwesenden danach und Hin- und Rückfahrt) kam ich zurück, habe etwas gegessen und mich aufs Sofa gelegt – um erst anderthalb Stunden später zu erwachen. – Das kenne ich sonst nur vom Kranksein.

Frisch hab ich mich trotzdem nicht gefühlt, aber am späten Nachmittag gings los zum Termin No2: eine Frau von der Stiftung Naturschutz hatte angefragt, ob nicht Jd vom Naturgartenverein ihren Vortrag über natürlichere, insektenfreundliche Gärten mit Vereinsmaterial unterstützen möge, und ich hatte zugesagt. Der Herr F. ist mitgewesen, das war fein für mich.

Der Vortrag war interessant, fünfzig Zuhörende (doppelt so viele wie erwartet) waren gekommen – und ich wurde völlig unerwartet gebeten, kurz etwas zum Verein und dem Mitgebrachten zu sagen…. ohweh, noch nie im Leben habe ich vor so vielen Menschen gesprochen, und nun völlig unvorbereitet loslegen….. aber ich hab mich gut geschlagen, nur der Herr F. hat gemerkt, daß ich nervös war: etwas schneller und gepresster hätte ich gesprochen, aber wirklich nur einen Tick, meinte er, und sonst sei’s gut gewesen. Puh.

Ein abenteuerlicher Tag, nach dem ich völlig platt war, der aber trotzdem irgendwie „an mir vorbeigegangen“ ist. Es fühlt sich an, als bleibt neben den Bauchweh wenig Platz für Anderes. Das muß langsam mal wieder besser werden!!!

Abgekartet No 33

Das war mal eine Geburtstagskarte vom Herrn F. Großartig 🙂

Ja – und wer mit etwas Neuem beginnen will, muß Geduld haben….

so wie ich derzeit:

  • Yoga war nix
  • Aroha ist soweit okay, aber halt weit weg in Flensburg – und zeitlich so blöd gelegen, daß ich’s auch nicht gut mit einem allgemeinen Flensburgbesuch verbinden kann
  • QiGong fand ich eher wie …. Entspannungsübungen als wie Sport, ich will aber gern mich 1x wöchentlich richtig BEWEGEN

Und dann war da ja noch die Idee, ein Ehrenamt könnte was sein – was prinzipiell auch sicherlich stimmt, denn ich fange an, Kontakte zu meiden. Ohne ist einfacher oder so….. Will ich nicht!!

Also starte ich weitere Versuche:

  • bei uns im Dorf gibts Gymnastik. Obwohl das natürlich schön nah bei ist, hat mich „bei uns im Dorf“ abgeschreckt. Ich bemerke einen starken Dorfwiderstand, denn über die Jahre bin ich nie mit Aktivitäten im Dorf warmgeworden. Immer fühlte ich mich unwillkommen, abseits eines „Klüngels“. Aber sporteln will ich nun doch mal testen
  • und ich hab mich als Freiwillige für die „offene Kirche“ DER Kirche gemeldet, die ich schon lange sehr mag: der in Kappeln. Dort hatte ich im Herbst einen Zettel gesehen, daß man Freiwillige dafür suche. Ich kann mir gut vorstellen, dort immer mal wieder zwei Stunden zu verbringen. Das alte Gemäuer strahlt eine freundliche Ruhe aus.
    Jetzt endlich hab ich angerufen – und dabei fühlte ich mich sehr willkommen – man braucht Leute, und die Frau, die das macht, wirkte herzlich und ehrlich erfreut – und gut organisiert. Nächste Woche ist ein Treffen.

Was heißt denn eigentlich „abgekartet“?

Aktuelles

Am Mittwoch hab ich mir die Gürtelrosenimpfung abgeholt.

Und dann – ohweh! Mich hat die total zerlegt! Daß ich donnerstags einen Impfarm hatte und schlapp war – geschenkt! Freitags war ich auch noch etwas schlapp, der Arm dick, aber ich dachte „okay, das wars, heute schone ich mich auch noch etwas, und morgen isses wieder gut“.
Aber dann!
Samstags wachte ich auf mit üblem Kopfweh und dicken, schmerzenden Lymphknoten. Es zog bis in die Ohren hoch. Und das „schlapp“ der beiden Tage zuvor war, wie ich nun merkte, GAR NICHTS gewesen! Immer wieder gab es Hitzewallungen, Mannmann, das war NICHT schön. Impfung? Oder ein Infekt obendrauf?
Impfung, merkte ich sonntags. Der Morgen, wieder Kopfweh, noch immer schlapp, bis mittags war auch noch doof. Aber Halleluja – ab nachmittags wurde es sprunghaft besser, abends fühlte ich mich gesund.

Ich habe jetzt von unterschiedlichen Leuten Alles gehört über die Nachwirkungen dieser Impfung. Von „Impfarm, ja, aber das wars“ bis „Ich hatte wochenlang (!) damit zu tun“ ist Alles dabei.
Bin gespannt auf die 2. Impfung *seufz*

Am Samstag habe ich mich trotzdem zu einer Veranstaltung geschleppt (das Essen mit Freunden vorher hab ich abgesagt), und das war gut, denn es war wirklich großartig: es gab handgemalte Glasbilder von 1750 bis 1890 ca zu sehen, in der ersten Hälfte „normale“, dann, eine spätere Entwicklung, „Nebelbilder“.
Hier ist ein Beispiel, das wir auch vorgeführt bekamen, zu sehen *klick*
Wow, man muß sich vorstellen, daß so ein Bild etwa handgroß ist – das sind wirklich tolle KünstlerInnen, die sowas gemalt haben! Das projizierte Bild war ja noch größer, so daß man noch viel mehr Details erkennen konnte – und die Stimmungen, die durch die Überblendungen zT erzeugt wurden waren fantastisch gemacht, zB wenn man den Himalaya bei Tag und dann – langsam übergeblendet – bei Nacht gezeigt bekam.

Ja, ich bin wirklich begeistert!! 🙂

Am Sonntag konnten wir dann dank überzähliger Karten anderer Freunde noch Marc-Uwe Klings neueste Show ansehen. Die hatte durchaus Längen – am Besten war, wenn er aus dem irgendwann demnächst herauskommenden neuen Känguru-Band gelesen hat. Hauptteil war aber, einen Comic zu zeigen und lesen – dieses Format hat für mich nicht so gut funktioniert. Ein netter Abend, auf jeden Fall, aber nuja …. nochmal brauch ich sowas nicht.

Eine Woche, die wechselhafter nicht hätte sein können 🙂

Und die Tapeten? Ich konnte noch nicht weitermachen, aber der Herr F. hat gestern noch einen Großteil der übrigen runtergeholt, ich hab vorhin saubergemacht. Mal sehn, wann wir den Rest angehen.

Laut

Absurd ist, daß die Lautstärke im öffentlichen Raum proportional zur abnehmenden Hörfähigkeit der Fjonka steigt – das aber keine gute Nachricht ist, denn:

Ich höre schlechter. Das mag in meinem Alter normal sein, ist aber sicherlich auch mindestens zu einem kleinen Teil selbstverschuldet. Denn ich bin in den 90ern wöchentlich 2-3x in der Zappelbude (Roxy, Baumgarten) tanzen gewesen. Und außerdem beim Roskildefestival, auf Livekonzerten undundund. Immer dicht an den Boxen, nie mit Stöpseln im Ohr. Mir war klar, was das bedeutet, ich habs zugunsten der Musikqualität hingenommen und finde immer noch: Das war’s wert! 🙂

Aber daß nun ausgerechnet jetzt, wo es mir durch die (diagnostiziert:) beginnende Altersschwerhörigkeit eh schwerer fällt, Unterhaltungen mit mehreren Menschen gleichzeitig zu folgen, die Mode zunimmt, Hintergrundmusik immer lauter aufzudrehen – das finde ich echt Mist!

Schon häufiger habe ich in Restaurants darum gebeten, doch bitte leiser zu drehen – weil man sich nur mit Lautwerden überhaupt verständigen konnte. Das schaukelt sich dann natürlich hoch, denn JedeR muß ja lauter reden…. der Pegel steigt.
In Kneipen gehe ich schon kaum noch, denn offenbar ist es inzwischen dort unüblich, miteinander zu sprechen: auch die jüngeren Leute dort KÖNNEN sich nicht unterhalten, ohne sich ins Ohr zu rufen, so laut ist oft die Musik. Das kenne ich von früher nur von Discos – aber dort wollte man ja auch TANZEN, nicht reden….

Richtig erschüttert war ich allerdings vor zwei Jahren, als ich den Martinszug der Kitas und Grundschulen in Süder miterleben musste (weil er am Laden vorbeiführt, in dem ich arbeitete): statt der örtlichen Kapelle fuhr ein Lautsprecherwagen mit dröhnend lauter Rolf-Zuckowski oder ähnlich süßlicher Kinderstimmen-Martinsliedermusik vorweg! Keine Chance, das eigene Mitsingen zu hören (wenn man hätte mitsingen wollen)
Letzten November erwies sich das nicht, wie erhofft, als einmalige Verirrung, denn wieder dröhnte es aus dem Lautsprecher. Gesund ist das nicht – so sorgt man dafür, daß eine ganze Generation hiesiger Kids Gehörschäden bekommt, noch bevor sie im Disco- (oder, heute, Club-)alter angekommen sind.

Wie auch immer: ich schätze, eine solche Entwicklung ist wie so viele nicht zurückzudrehen. Trotzdem ist sie weder kinder- noch seniorenfreundlich. Und auch nicht kommunikationsfördernd.

Schade

Und ich hab nun bald einen Termin beim Ohrenarzt.
Der soll sich meinen Tinnitus mal ansehen, denn der ist zwar seit vielen Jahren vorhanden, stört mich so richtig aber erst, seit er sich angewöhnt hat, zeitweise zusätzlich zum Geräusch noch einen starken Druck im Ohr zu erzeugen, der auf der Grenze zum Schmerzhaften ist. Mal sehn, ob da etwas zu ändern ist – und wie weit es ist mit den Ohren…. ich hoffe, noch keine Hörgeräte zu brauchen. Ich hab sehr schmerzhafte Kontaktallergien bei jeder Sorte Ohrstöpsel und fürchte, daß die sich auch bei Hörgeräte-Plastik zeigen werden.
Man darf gespannt sein….

 

Neujahr

(Bild von Andrea, Blick aus ihrem Fenster vor längerer Zeit)

Ein gutes neues Jahr wünsche ich Euch – hoffend, daß Ihr gut reingekommen seid …

Wir haben das Jahr damit begonnen, das Musikorakel zu befragen, was 2026 uns zu sagen hat 😉
Das ist für mich inzwischen schon eine liebgewordene Tradition, die begann, als ich im Kangoo und später noch im 1. Toyota die Soundmachine, einen 10-CD-Wechsler mit „shuffle all“-Funktion hatte. Die habe ich in einem Anfall von Mutwilligkeit 2004 am 1.1. angeschmissen, und während sie nudelte (das dauerte immer etwas, bis was abgespielt wurde) gedacht: so, und was JETZT kommt, das ist das Jahresmotto! Damals war das „Rangehn“ von Nina Hagen – und in DEM Jahr hab ich denn auch den Herrn F. kennengelernt…..
Inzwischen gibt es auf dem Smartphone eine Liste sämtlicher CDs, die ich hab, und von der habe ich immer wieder Stücke, die ich nicht mag, runtergeworfen. Übriggeblieben sind fast 220 Stunden Musik, aus denen ich über „Mix all“ das Musikorakel befragen kann.

In diesem Jahr hat es mir mit auf den Weg gegeben

„Tea for one“ von Led Zeppelin.

Musikalisch ein wirklich tolles Stück, aber….. Textausschnitt:

How come 24 hours sometimes seem to slip into days?
Each minute feels like a lifetime when I feel this way

Das kann ein zähes Jahr werden…. 🤨

Aus des Herrn über tausendstündiger Liste (er hat DIE befragt, in der auch seine „rausgeworfenen“ mit drin sind, hat aber eh viel mehr CDs als ich) hat das Orakel etwas ganz Anderes herausgesucht:

„The Core“ von Eric Clapton

Textauszug:

Oh, you have a flame;
Feel it in your heart.
And down at the core is the hottest part.
We can run without fear.
It is burning.
It is burning.

Viel besser – der Herr F. darf optimistisch ins neue Jahr blicken! 😊

Die zweite Neujahrstradition ist, den literarischen Katzenkalender abzuhängen. In der dafür vorgesehenen Schublade wird er verstaut. Dort liegen, nach Wochentag des 1.1. geordnet, sieben literarische Katzenkalender. Für den Jahresbeginn mit jedem Wochentag einer.
Danke, liebe Rosenfrau! 🙂 (Von ihr habe ich die meisten davon vor zig Jahren bekommen, als sie sie aussortiert hat)
Mit dem Donnerstag scheint schon lange kein Jahr mehr begonnen zu haben, denn das erste Blatt kommt mir ganz unbekannt vor.

Habt Ihr auch Silvester- oder Neujahrstraditionen?

Nach dem letzten etwas stimmungsbenachteiligten Beitrag….

…. möchte ich doch mal anmerken, daß Samstag UND Sonntag viel besser waren! 🙂

Samstags haben wir einen gemütlichen Flensburgbummel gemacht (der bei uns eisige Wind war dort nicht zu merken, und so war Sonnengenuß möglich!)

und gestern habe ich im Wintergarten saubergemacht und Kerzen gegossen, dann ist der Mann mit dem Kater raus – ich war unmotiviert, bin dann aber doch hinterhergedackelt – was darin mündete, daß der Herr F. seine neue Säge ausprobiert hat (Zugsäge, schmal, superscharf und wunderbar auch im Gebüsch zu nutzen, da so hübsch handlich) und dann das Entfernte zerlegt und in der Totholzhercke untergebracht hat, während ich einen großen Kessel voll Brombeerranken zerschnippelt habe. (Das mache ich, um die allmählich im Müll entsorgen zu können) Als wir just wieder drin waren, klingelte das Telefon- Spontanbesuch von Freunden!!!! Ich glaube, ich habs schon mehrfach erwähnt, daß ich Spontanbesuche LIEBE – erst recht, seit sie so selten geworden sind, weil wir so weit ab wohnen.
Schön war das!!! 🙂

Also: zwei gute Tage hintereinander!

 

Zwischen den Feiertagen

…liegt in diesem Jahr auch noch ein Wochenende. Ich gönne das allen Arbeitenden sehr, muß aber feststellen: ohne familiäre Verpflichtungen sowie ohne jeglichen Sinn für „Weihnachten“ oder auch „Silvester“ kann die Zeit da lang werden. Das Wetter ist eisekalt. Draußen wäre es – trocken und windstill – aushaltbar, könnte man was TUN. Das aber ist doof, wenn alle Anderen auf Feiertagsruhe gepolt sind. Jetzt Kettensäge anwerfen oder Laub rechen kommt nicht so gut.
Da es außerdem weiterhin düster ist (Hochnebel) zieht uns wenig raus, aber selbst in den sonnigen Stunden (es gab einzelne) – spazierengehn kann man hier nicht so gut, und extra losfahren, um ’ne halbe Stunde zu laufen und dann durchgefroren zum Auto zurückzudackeln? Wenig verlockend.
Ausflüge funktionieren auch nicht. Alles ist geschlossen – und nichtmal das Fernsehprogramm bietet Attraktives. Die immergleichen Weihnachtsfilme, tränenselige Rührstücke oder später dann Zwangspartylaune bei stundenlangen Silvesterpartys? Ich freu mich jetzt schon drauf, wenn wieder Normalbetrieb herrscht.

was ich auch tu: stricken.

Theoretisch wäre diese Zwangsruhe natürlich super für einen Hausputz – aber nachdem ich mir beim Duscheschrubben schon wieder so den Nacken verrenkt hab, daß ich seit Tagen mit Kopfweh laufe, hab ich da auch wenig Motivation – und der Mann ist viel, aber kein Motivator…. der couchpotatoet mit Wonne: spielt ein (finde ich) todlangweiliges Spiel am Computer, befragt sein Smartphone nach den neusten Unsäglichkeiten des gelben Autokraten oder liest, ohne daß ihm je langweilig zu werden scheint. Zwischendurch kocht er allerdings lecker! Das kommt mir sehr zupaß, ich mach da lieber sauber hinterher oder woanders, immerhin hab ich vor dem fatalen Duscheschrubben noch ordentlich was gesaugt, Türen abgewaschen, Klo geputzt etc.

Der Abend des 24. immerhin war schön. Bei Freunden gab es erst Köstliches (Wild, selbst erjagt, mit herrlichen Soßen, Rosenkohl und Maronen, danach unsere mitgebrachte leckere Nachspeise, dann nette Gespräche sowie eine Spielrunde.
Der Besuch beim ole Mann gestern dagegen…. die extra gebackenen Zimtschnecken waren so mißlungen, daß wir bei Tante Enso Plätzchen gekauft haben, und der ole Mann ist in Weltuntergangsstimmung, wie immer, wenn er krank ist – und das ist er, denn von der Antibiose im Kkh hat er eine Chlostridieninfektion nachbehalten, die – tadaaaa – weil sie nicht nachlassen will, mit Antibiotikum behandelt wird. Daß er sich da nicht gut fühlt – keine Frage. Das Drama, das er daraus macht allerdings, das steht auf einem anderen Blatt.
Außerdem baut er geistig langsam nun doch ab – er ist nicht verwirrt oder so, aber die Aufmerksamkeitsspanne liegt bei etwa einer Minute oder anderthalb.
Wir kennen das ja schon, aber Spaß macht das nicht…. die letztlich nur anderthalb Stunden bei ihm fühlten sich an wie fünf, so zäh war die Unterhaltung. Tja. Isso.

Heute ist ja nun Samstag und KEIN Feiertag.
Mal gucken, ob wir da irgendwas Schönes zu tun finden…. momentan hab ich noch keine Idee….

Abgekartet No.32

Ja, das wünsche ich Euch heute mit dieser besonders hübschen letztjährigen Weihnachtskarte vom fränkischen Freund! Habt es gut, macht Euch’s nett!!


Was heißt denn eigentlich „abgekartet“?

Abgekartet No.31

Es weihnachtet sehr, da zeige ich Euch mal, was ich so abgekartet habe, das in die Adventszeit paßt!

Einmal mehr bekamen wir vor, glaube ich, inzwischen auch schon zwei Jahren ein kleines Kunstwerk getarnt als Weihnachtskarte von satay-spiess.

Lange konnte ich mich nicht davon trennen, aber andere Karten drängten nach 😉

Nuja, drängten…. letztens schickte ich einer der Doko-Runden-Frauen aus Gründen eine hübsche Karte – und bekam zurück, sie habe sich sehr gefreut – wann bekäme man denn schon nochmal eine KARTE, sie könne sich schon gar nicht mehr recht erinnern….

Leider ists wirklich so. Auch meine Karten hängen länger, weil selten welche nachkommen.*

Trotzdem: die Läden sind voll mit Postkartenständern, und es gibt immer wieder neue witzige, rührende, schöne….. also, liebe Leute, macht’s wie ich und schickt nicht nur immer Sprachnachrichten oder threema-Bildchen oÄ sondern auch mal eine Postkarte – fast JedeR freut sich drüber!! 🙂

*PS: ich muß fair bleiben, es fällt mir erst jetzt nachträglich so richtig auf: jetzt, kurz vor Weihnachten, kommen erstaunlich viele Karten. Es stehen schon mehrere auf dem Buffet bei den Adventskalendern, und auch heute kamen wieder zwei dazu.
Weihnachtskarten zählen für mich offenbar nicht so richtig, außer solchen Kunstwerken wie dem obigen. Das ist wirklich doof von mir, und ändert sich mit dem jetzigen Augenblick, in dem es mir klar wurde!
Danke Euch WeihnachtskartenschreiberInnen! Verzeiht mir! 

Ein Schwein, ein Schwein!

Seit mein Zimmer oben fertig ist, lagen noch mehrere kleine Bilder bereit, die sich hier irgendwie um was Größeres positionieren sollen – aber da war nix Größeres, das passte.

Dann war Straßenflohmarkt. Und ich sah dies:

farblich muß man sich das Alles etwas weniger gelblich vorstellen. Beim momentanen Licht hab ich das nicht anders hingekriegt…

Ein echtes Portrait eines Ferkels.
Ich musste immer wieder hingucken, bin 2x vorbei, weil der Verstand sagte „zu niedlich“, aber es WOLLTE zu mir. Und dann berichtete die Verkäuferin, daß es ihr ähnlich gegangen war, als sie es gekauft hatte.
Erst „nee, doch kein SCHWEIN!“, und dann gings ihr nicht mehr aus dem Kopf.  😊
Sie hat es dann auch rahmen lassen.

Inzwischen hängt das Ferkelchen schon seit fast einem halben Jahr – und ich merke selbst beim Betrachten des Fotos beim Schreiben plötzlich: da ist ja ein Lächeln auf meinem Gesicht!
Diesen Effekt bemerke ich ziemlich oft – und das, obwohl ich EIGENTLICH immer noch finde, daß das ein MY zu niedlich ist. Aber meine Seele findet das offenbar nicht – dann soll das wohl so sein.

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De ole Mann ist noch immer nicht wieder daheim. Die Antibiose hat nicht so durchgeschlagen wie gewünscht. Mindestens bis Sonnteg muß er noch ausharren, denn die Antibiotika, die er bekommt, gibts nur als Infusion, und die können sie im Altenheim nicht passen.
Die Freundin hat ihm seinen Rollstuhl gebracht, und er bekommt nun Physiotherapie und kann ein wenig die Gänge hoch und runter schippern, wenn er nicht grad an Der Infusion hängt. Immerhin.