Posted tagged ‘OCHA’

Opferstatistiken treiben falsches Narrativ von „Siedler-Gewalt“ in der Westbank an

16. Dezember 2025

Sharon Levy, HonestReporting, 9. Dezember 2025

Nahezu täglich berichten Zeitungen weltweit über die Zahl der Palästinenser, die im Westjordanland angeblich von der IDF oder von Israelis, die im Westjordanland leben, getötet wurden. Unter Bezugnahme auf Zahlen der UNO haben Medien wie The New York Times, The Guardian, ABC Australia und die BBC Palästinenser erwähnt, die sowohl von „israelischen Streitkräften als auch von Siedlern“ getötet worden seien.

Während die IDF dafür bekannt ist, bei ihren Operationen im Westjordanland Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen um Schäden für Zivilisten zu minimieren, handelt es sich bei vielen der Getöteten keineswegs um gewöhnliche palästinensische Zivilisten, sondern vielmehr um Terroristen mit Verbindungen zu Terrororganisationen wie der Hamas und dem Islamischen Jihad oder um Einzeltäter, die Anschläge auf Israelis und die IDF verüben.

Die Medien berichten jedoch nicht korrekt über diese Vorfälle, sondern verfassen durchgehend Darstellungen, die nahelegen, dass palästinensische Zivilisten routinemäßig von Israelis im Westjordanland angegriffen und ermordet würden.

Opfer, über die berichtet wird

Nach Angaben des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) wurden zwischen dem 7. Oktober 2023 und Dezember 2025 mehr als 1.000 Palästinenser im Westjordanland getötet.

B’Tselem, eine randständige israelische „Menschenrechtsorganisation“, die Israel zuvor des Völkermords beschuldigt hat, hat ebenfalls Daten über die im Westjordanland getöteten Palästinenser gesammelt – darunter Name, Ort, Todesdatum und Art der Verletzung.

Vom 7. Oktober 2023 bis zum 31. Oktober 2025 – dem aktuellsten verfügbaren Datum – listet B’Tselem 963 palästinensische Todesfälle durch israelische Streitkräfte im Westjordanland und in Israel auf. Knapp unter 50 Prozent der Getöteten werden als Personen mit bekannten Verbindungen zu Terrorgruppen erfasst, ohne dabei Einzeltäter einzuschließen, die versuchten oder tatsächlich Anschläge auf israelische Zivilisten oder Sicherheitskräfte durchzuführen.

Visualisierung auf Grundlage der Daten von B’Tselem über von israelischen Streitkräften getötete Palästinenser vom 7. Oktober 2023 bis zum 31. Oktober 2025.

Im gleichen Zeitraum verzeichnete B’Tselem zusätzlich 24 Palästinenser, die von israelischen Zivilisten getötet wurden, sowie 13, die von unbekannten Parteien getötet wurden. Diese Zahlen umfassen sowohl Personen mit Verbindungen zu Terrororganisationen wie Hamas oder dem Islamischen Jihad als auch nicht organisierte Angreifer, die Terroranschläge verübten. Insgesamt meldete B’Tselem über den zweijährigen Zeitraum etwa 1.000 Todesfälle.

Das OCHA listet für denselben Zeitraum (7. Oktober 2023 bis 31. Oktober 2025) 1.020 palästinensische Opfer im Westjordanland und in Israel. Darunter sind 23 Palästinenser, die von israelischen Zivilisten oder außer Dienst befindlichen Soldaten getötet wurden. Es werden jedoch weder Name noch Art der Verletzung für die einzelnen Personen angegeben. Die Opfer in dieser Liste umfassen Palästinenser, die bei direkten „Konfrontationen“ mit Israelis ums Leben kamen – darunter also auch Terroristen, die während oder nach der Ausführung eines Terroranschlags getötet wurden.

Beim Vergleich der Daten von OCHA und B’Tselem zeigen sich mehrere Muster. Obwohl sich die Datensätze in Methodik, Kategorisierung und Gesamtzahlen teilweise unterscheiden, bleiben ihre allgemeinen Trends konsistent.

Daten nach Bezirk

Diagramm auf Grundlage von B’Tselem-Daten von Palästinenser, die seit vom 7. Oktober 2023 bis zum 31. Oktober 2025 durch israelische Streitkräfte getötet wurden.

Bemerkenswert ist, dass die Daten von B’Tselem eine Korrelation zwischen Bezirken mit der höchsten Zahl an Todesfällen und einer hohen Konzentration terroristischer Aktivitäten und Verbindungen zeigen. Die Gebiete, die in Zeitungen am häufigsten als die „tödlichsten“ bezeichnet werden, sind oft dieselben, in denen Terrororganisationen wie Hamas und Islamischer Dschihad eine starke operative Präsenz unterhalten. Dies gilt insbesondere für Jenin, das sowohl von B’Tselem als auch vom OCHA als der Ort mit den höchsten palästinensischen Todesraten genannt wird. Andere Städte mit hohen Todesraten sind Tulkarm, Nablus und Tubas, in denen die IDF operiert hat, um Terrorbedrohungen zu vereiteln.

Die eigenen Daten von B’Tselem zeigen, dass mehr als die Hälfte der Todesfälle in Jenin seit dem 7. Oktober 2023 Personen mit Verbindungen zu Terrororganisationen betraf. Dennoch hat die Medienberichterstattung die Stadt weiterhin als „Hauptstadt der Märtyrer“ dargestellt.

Erinnerung für das Wall Street Journal: Jenin war kein Zentrum militanten Widerstands – es IST ein Terror-Knotenpunkt, der Selbstmord-Bombenanschläge gegen israelische Zivilisten antreibt. Seine Terroristen haben vor kurzem Israelis in Tel Aviv, Elad und Jerusalem ermordet.

Opferzahlen, die von der sicherheitspolitischen Realität dieser Städte losgelöst sind, bergen die Gefahr, Leser in die Irre zu führen, indem sie wahllose Gewalt gegen palästinensische Zivilisten suggerieren – oft dargestellt als durch israelische Zivilisten verübt – statt die Realität israelischer Terrorbekämpfungsoperationen gegen organisierte Terrornetzwerke im Westjordanland abzubilden.

Von Israelis getötete Terroristen

Ein Terroranschlag mit Schusswaffen an einer Tankstelle in der jüdischen Gemeinde Eli im Westjordanland am 29. Februar 2024 hinterließ zwei ermordete Israelis. Ein außer Dienst befindlicher Reservist neutralisierte den Terroristen. Diese Daten erscheinen ebenfalls in der OCHA-Liste der Opferzahlen, wo der Israeli, der den Terroristen neutralisierte, als „israelischer ziviler Siedler“ aufgeführt wird. Da es sich bei dem Israeli um einen außer Dienst befindlichen Soldaten handelte, führte B’Tselem den palästinensischen Terroristen in der Liste derjenigen, die von israelischen Streitkräften getötet wurden. Obwohl die OCHA-Daten jede Person nicht nach Namen und Hintergrund aufschlüsseln, zeigt ein Abgleich der Daten, dass Terroristen in den Opferzahlen enthalten sind.

Daten der OCHA-Datenbank „Opferdaten“ mit einem palästinensischen Opfer am 29. Februar 2024

In B’Tselems Liste zu Palästinensern, die von israelischen Zivilisten getötet wurden, finden sich auch Personen, die Terroranschläge verübten – wie Hareth Khaled ‘Abdallah Jbarah, der am 6. November 2024 sein Auto in eine Bushaltestelle nahe der jüdischen Gemeinde Shilo im Westjordanland lenkte. Anschließend stieg er mit einem Messer aus dem Wagen und versuchte, Israelis zu attackieren, bevor er von einem israelischen Zivilisten erschossen wurde. Er wird auf der OCHA-Website ebenfalls als palästinensisches Opfer dieses Tages aufgeführt, wobei die Person, die seinen Angriff stoppte, als „israelischer ziviler Siedler“ beschrieben wird.

Erst kürzlich vermerkte das OCHA im Humanitarian Situation Update #343, dass im Gebiet Gush Etzion am 18. November 2025 „zwei Palästinenser versucht haben, eine Gruppe von Israelis zu überfahren“, bevor „israelische Streitkräfte das Feuer eröffneten und beide palästinensischen Männer töteten.“ Diese Daten erscheinen ebenfalls in den Opferstatistiken des OCHA.

Das offenbart ein durchgängiges Muster: Palästinenser, die während der aktiven Ausführung eines Terroranschlags getötet werden, werden als „palästinensische Opfer“ erfasst. Gleichzeitig werden die Israelis, die sie neutralisieren, als die Gewalttäter dargestellt.

Daten aus der OCHA-Opferdatenbank zeigen israelische Opfer vom 7. Oktober 2023 bis 31. Oktober 2025.

Interessanterweise unterscheidet das OCHA in seinen Daten zu israelischen Todesfällen zwischen einem „Siedler“ und einem „israelischen Zivilisten“ – was impliziert, dass es einen Unterschied zwischen beiden gibt. Diese Unterscheidung wird jedoch nicht angewandt, wenn über palästinensische Todesfälle berichtet wird.

Das weist auf ein größeres Problem in der Berichterstattung über das Westjordanland hin. Die Opferdaten der Vereinten Nationen werden irreführend, wenn Terroristen zusammen mit Zivilisten, die tragischerweise ins Kreuzfeuer geraten sind, in einer gemeinsamen Kategorie erfasst werden – und die unkritische Nutzung dieser Zahlen durch die Medien, ohne Unterscheidung, Überprüfung oder Kontext, verstärkt ein verzerrtes Bild der Ereignisse vor Ort zusätzlich.

Indem Medien aggregierte Opferzahlen zitieren, ohne darzulegen, wie, wo und warum Todesfälle eingetreten sind, reduzieren sie komplexe Terrorbekämpfungs-Operationen auf vereinfachte Narrative einseitiger Gewalt. Das Ergebnis ist eine Berichterstattung, die Verantwortlichkeiten verschleiert, die Rolle von Terrororganisationen ausblendet und den Lesern ein grundlegend falsches Verständnis davon vermittelt, was im Westjordanland geschieht.

UNO untersucht „Falsches Foto“-Tweeterin

19. März 2012

Alex Margolin, HonestReporting, 19. März 2012

Die UNO sagt, es wird eine interne Untersuchung geben, um zu ermitteln, ob gegen die Tweeterin des falschen Fotos, Khulood Badawi, etwas unternommen wird.

Nun ist es Zeit, die UNO wissen zu lassen, dass es in der Organisation keinen Platz für Menschen gibt, die falsche und schädigende Propaganda gegen Israel einstellen.

Innerhalb von vier Tagen haben sich unserer Petition, die die Entlassung Badawis fordert, 10.000 Personen angeschlossen. Bitte unterzeichnen Sie, wenn Sie das noch nicht getan haben, und verbreiten Sie die Petition an alle, die gegen antiisraelische Propaganda seitens der UNO kämpfen wollen.

Jede Unterschrift verstärkt die Botschaft, dass die UNO gegen Badawi vorgehen muss, wenn sie keinen Schaden für sich oder ihre Glaubwürdigkeit erfahren will. Wir werden unsere Petition innerhalb der nächsten 10 Tage der Leitung des Büros für die Koordination Humanitärer Fragen (OCHA) übergeben, in dem Badawi arbeitet.

Hier ist ein Update zu den jüngsten Entwicklungen:

Nachdem HR aufdeckte, dass der falsche Tweet von einer UNO-Mitarbeiterin eingestellt wurde, verbreitete sich die Nachricht in die höchsten Ebenen der israelischen Regierung; das gipfelte in einer offiziellen Forderung von UNO-Botschafter Ron Prosor, die UNO müsse Badawi entlassen.

In einem scharf formulierten Brief stellte Prosor fest: „Frau Badawi befindet sich in kompletter Verletzung der Artikel 100 und 101 der UNO-Charta.“ Die Artikel beziehen sich auf die Prinzipien der von UNO-Mitarbeitern erwarteten Objektivität und Überparteilichkeit. Zu den Prinzipien gehört die Erklärung, dass Beschäftigte „sich jeglicher Handlungen enthalten, die ein schlechtes Licht auf ihre Position als internationale Beamte werfen könnte, die nur der Organisation gegenüber verantwortlich sind.“

In Antwort auf Prosors Brief schrieb die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos: „Es ist bedauerlich, dass ein Mitglied der OCHA-Belegschaft Informationen auf ihrem persönlichen Twitter-Profil einstellte, die sowohl falsch sind als auch Fragen reflektiert, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit stehen. Die in ihren Tweets zum Ausdruck gebrachten Ansichten spiegeln in keiner Wiese die Ansichten der OCHA wider, noch sind sie von der OCHA genehmigt.“

Diese Haltung wurde von OCHA-Sprecherin Amanda Pitt bestätigt, die gegenüber Fox News sagte, Badawi würde weiterhin bei der OCHA arbeiten, während die Organisation eine interne Untersuchung durchführt, um festzustellen, ob gehandelt werden muss.

Derweil kehrte Badawi zum ersten Mal seit sechs Tagen zu ihrer Twitterseite zurück, um eine „Korrektur“ ihres früheren Tweets einzustellen – aber keine Entschuldigung oder Reue für die Verbreitung von Lügen. Sie unterließ es ebenfalls zuzugeben, dass das Foto falsch war, das ein Mädchen zeigt, das bei einem Unfall verletzt wurde, nicht durch Israel.

Sowohl die UNO als auch Badawi legen Wert darauf, Badawis Arbeit als UNO-Beamtin und ihren persönlichen Twitter-Account zu trennen. Doch die Trennung ist unaufrichtig, da zu Badawis Arbeit gehört über mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen in den Palästinensergebieten zu berichten.

Wie kann die UNO Berichten vertrauen, die von einer Person eingereicht werden, die über Twitter falsche Informationen verbreitet und erst sechs Tage später etwas unternommen hat, das zu korrigieren – lange nachdem der Schaden angerichtet wurde und erst nachdem Berichte über interne Untersuchungen ans Tageslicht kamen? Und wie kann die Öffentlichkeit Berichten vertrauen, die von einem Zweig der UNO veröffentlicht werden, die Personen beschäftigt, die sich als Verbreiter von Propaganda erwiesen haben?

Die UNO kann Badawi nicht vertrauen; und die Öffentlichkeit kann Berichten der OCHA nicht vertrauen, so lange Badawi dort beschäftigt bleibt. Deshalb hat die UNO keine Alternative zur sofortigen Entlassung Badawis.

Wir haben die Regeln eingehalten, indem wir Menschen auf die UNO-Kontaktseite verwiesen, aber wenn deren Seite nur drei Beschwerden pro Stunde gestattet, mussten wir ihre Aufmerksamkeit mit anderen Mitteln gewinnen.

Unterschreiben Sie unsere Petition, um die UNO wissen zu lassen, dass Sie es ablehnen, dass dieser Fall ohne Lösung bleibt. Die Nutzung von Twitter, um falsche und schädliche Bilder zu verbreiten, ist eine relativ neue Waffe in den Händen der Feinde Israels, aber sie ist nicht anders als der Gebrauch jedes anderen Mediums, das Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit benötigt. Die Verlässlichkeit der UNO ruht auf zügigem Handeln, damit eine Propagandistin aus ihren Reihen entfernt wird.

Gefälschtes Tweet-Foto: Botschafter fordert Badawis Entlassung

17. März 2012

HonestReporting Media BackSpin, 17. März 2012

Reaktion von hoher Stelle auf den Bericht von HonestReporting zur Involvierung der UN bei Khulood Badawis gefälschtem Foto-Tweet. Israels UN-Botschafter Ron Prosor (Abb. rechts) forderte Badawis Entlassung.

Die Jerusalem Post schreibt:

Prosor brachte in einem Brief an UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos seine „Empörung“ über Badawis Verhalten zum Ausdruck mit dem Verweis darauf, dass, obwohl ihr Tweet absolut falsch war, er an die Spitze aller Mitteilungen rückte, die an diesem Tag zu Gaza gepostet worden waren.

„Wir haben vor uns eine OCHA-Beamtin, die direkt an der Verbreitung von Falschinformationen beschäftigt war“, so Prosor.

„Wenn das Verhalten einer OCHA-Mitarbeiterin so grob von der Verantwortung der Organisation, unparteilich zu bleiben, abweicht, nimmt die Integrität der gesamten Organisation Schaden.

In der israelischen Öffentlichkeit wird die Glaubwürdigkeit von OCHA bereits ernsthaft in Zweifel gezogen. Deshalb ist in diesem Fall sofortiges Handeln erforderlich.“

Prosor sagte, dass das Vorgehen von Badawi nicht nur die von einer UN-Beamtin erwartete Verhaltensweise verletzte, sondern dass sie auch „aktiv an der Dämonisierung Israel, einem Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen, mitgewirkt hatte. Solche Aktionen führen zu Aufhetzung, Konflikt und letztlich Gewalt.“

Prosor forderte nicht nur ihre Entlassung, sondern auch eine Stellungnahme der OCHA, in der sie sich von ihren Twitter-Kommentaren distanziert.

Doch wenn die lauwarme Reaktion eines OCHA-Offiziellen bei AP bezeichnend ist für den Standpunkt der Agentur, dann erwarten sie besser kein Eingeständnis von Verantwortlichkeit:

….Badawis Webseite Long live Palestine ist ihre Privatsache. Sie hatte keinen Bezug zur UNO, so Ramesh Rajasingham, Leiter des Büros, in dem Badawi angestellt ist.

„Es ist zu bedauern, dass eine UN-Mitarbeiterin auf ihrem persönlichen Twitter-Feed anscheinend fehlerhaftes Material verschickt hat“, sagte Rajasingham. „Allerdings spiegeln diese Informationen in weder die Ansichten oder Meinungen der Vereinten Nationen wider, noch sind sie von der Organisation sanktioniert worden.“

Während Badawi weiterhin auf Funkstille setzt empfehle ich Marcus Sheff, der die Seriosität ihres Tweet beurteilt:

Es gibt einige sympathische Leute bei OCHA – darunter sogar ein paar Mitarbeiter, für die ich großen Respekt empfinde, und deren Aufgabe darin besteht, die Komplexität der israelischen Gesellschaft für die Entscheider auf der Hügelkette Armon Hanatziv, wo sich das OCHA-Büro befindet, zu analysieren.

Aber es ist undenkbar, dass im Jahr 2012 eine UN-Mitarbeiterin sich befugt fühlen kann, im Dreck antisemitischer Verschwörungstheorien zu wühlen.

Ob man für eine Nachrichtenagentur arbeitet, als Stringer für eine amerikanische Tageszeitung oder im Namen der UN Informationen über Israel und der Palästinensische Autonomiebehörde an die Presse herausgibt: man hat die grundlegende ethische Verpflichtung, die Wahrheit zu sagen und ehrlich sowie fair mit den Fakten umzugehen.

Badawi muss weg. Unterzeichnen Sie HonestReportings Petition an OCHA, dass Badawi entlassen wird.

(Abbildung von Prosor via UN/Paulo Filgueiras, Badawi via YouTube/aicvideo)

Keiner fühlt sich für falsches Foto einer UN-Mitarbeiterin verantwortlich

14. März 2012

HonestReporting Media BackSpin, 14. März 2012

Gestern deckten wir auf, dass UN-Medien verantwortlich für die Verbreitung eines Tweet-Fotos sind.

Wir forderten auch das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten auf, Khulood Badawi zu entlassen. Eine „Koordinatorin für Information und Medien“, die Twitter missbraucht, um Falschinformationen über Israel zu verbreiten, hat keinen Platz in der UNO.

Was passierte?

Leser, die sich auf der OCHA-Kontaktseite beschwerten, bekamen Abfuhren: Die Website erlaubt drei Einsprüche pro Stunde, um im Grunde genommen zu verhindern, dass Menschen sich Gehör verschaffen. So viel zur Rechenschaftspflicht der UNO für jeden.

Badawi hat sich, so weit bis jetzt bekannt, nicht entschuldigt. Die Twitter-Meldung ist der einzige Beleg für den von ihr angerichteten Schlamassel, weil sie ein altes Foto hochgeladen und als aktuell ausgegeben hatte.

Beurteilen Sie selbst den Artikel Diana Alzeers, auf den Badawi verlinkt. Alzeer reagierte (jedoch) richtig und zog ihren Tweet zurück.

Aber Badawi trägt die Verantwortung für das angerichtete Chaos.

Wenn sie aus Versehen handelte, warum entschuldigt sie sich dann nicht? Und wenn  sie absichtlich so vorging: was sagt das dann aus über ihre Position als Informations- und Medienkoodinatorin einer UN-Organisation?


Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten