Genauso verharmloste die BBC die Verbrechen der Terroristen, indem sie sich weigerte, sie überhaupt Terroristen zu nennen. Stattdessen wurden sie lediglich als „Bewaffnete“ bezeichnet – ein derart beschönigender Begriff, dass Leser aus der Schlagzeile nicht einmal erkennen konnten, dass sie einen tödlichen Angriff auf Juden verübt hatten.
Unterdessen verlagerte Sky News [UK] den Fokus von den jüdischen Opfern hin zu der Warnung, dass sich Muslime in Australien unsicher fühlen könnten. Das erzeugt eine moralische Umkehrung, die das Nachspiel eines antisemitischen Terroranschlags zu einer Geschichte über das mögliche Unbehagen einer völlig anderen Gemeinschaft umdeutet.
Diese Umkehrung vollendet ein vertrautes Muster: Jüdische Opfer verschwinden, Antisemitismus wird abstrakt und die Medien ziehen weiter, ohne sich jemals der Feindseligkeit zu stellen, die den Anschlag überhaupt erst möglich gemacht hat.
Wenn offene Aufrufe zum Mord an Juden als Einzelfälle abgetan werden, wenn Angriffe auf jüdische Einrichtungen verharmlost werden und wenn jüdische Angst als politische Übertreibung behandelt wird, wird Gewalt unausweichlich. Ein Terroranschlag gegen Juden in Australien ist die Folge von anhaltender Verleugnung, Gleichgültigkeit und moralischem Versagen. Die Verharmlosung antisemitischer Vorfälle und von Gewalt gegen das jüdische Volk in den Medien trägt zu diesem Teufelskreis bei.
Antisemitismus beginnt nicht mit Terroranschlägen. Er beginnt, wenn Warnzeichen ignoriert werden – und er wird so lange anhalten, bis Institutionen, Führungspersönlichkeiten und Medien bereit sind, klar und unmissverständlich zu sagen, dass Juden angegriffen wurden, weil sie Juden sind.
Australien versucht,

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