
Nearly Silent Sunday in Heidelberg was first published at Wanderlustig.

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Seit einigen Monaten kann ich aus persönlichen Gründen keine längeren Reisen unternehmen. Kleine Fluchten sind aber mitunter möglich. So verschlug es mich Mitte Oktober wieder nach Nürnberg.
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Fotomesse
Am Samstag fuhr ich nach Nürnberg, um die Fotomesse „Imaging World“ zu besuchen. Von meinem Hotel in der Nähe des Bahnhofs nahm ich die U-Bahn, die mich in wenigen Minuten zum Messezentrum brachte.
Es war mein erster Besuch einer Fotomesse. Zum Einen staunte ich sehr über das große Sortiment der ausgestellten Fototechnik und zum Anderen über das Publikum. Etliche Besucher, vor allem die männlichen, hatten sich Kameras mit Monsterteleobjektiven umgehängt. Soo weit waren die Motive in der mittelgroßen Messehalle nun auch wieder nicht entfernt …
Die Panels waren zum Teil recht interessant, besonders gefiel es mir beim Schauspieler Armin Rohde, der von seiner Fotoleidenschaft erzählte. In seiner Jugend wollte er Fotojournalist werden, aber dann war ihm in den USA sein sehr teures Equipment gestohlen worden, so dass er viele Jahre lang nicht mehr fotografierte und stattdessen Schauspieler wurde. Inzwischen pflegt er seine Passion wieder und zeigt seine Fotos auf Ausstellungen.
Eine sehr delikate Kostprobe bekam ich am Stand der Foodfotography.
Abends ging ich noch zu einem Empfang der Fotocommunity, in der ich seit einem Jahr Mitglied bin. Alles in Allem ein interessanter und anregender Tag !
Street Art und Stadtspaziergang
Am Sonntag morgen begab ich mich wieder auf Street Art Suche. Im Februar hatte ich die Nürnberger Street Art Hotspots in Langwasser und Gostenhof ausgekundschaftet. Nun wollte ich weitere Werke in anderen Stadtteilen anschauen.
Zunächst lief ich zur Köhnstraße 5 hinter dem Hauptbahnhof. Unter der künstlerischen Leitung von Marissa Herzog entstand dort im Sommer 2025 eine bunte Wand zum Nachhaltigkeitsziel „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ mit Bürgerbeteiligung nach dem Prinzip „Malen nach Zahlen“.



Dann erkundete ich die Urban Art in der Nähe der Wöhrder Wiese. Ich spazierte an der Pegnitz entlang und fand nach etwas Suchen das Werk „Letting the Kids play“ von Hombre SUK und Skor 72 am Hübnersplatz 12.
In der Marientorunterführung in der Nähe bewunderte ich „Intra Muros, Extra Muros“, die poetischen Kinderbilder des tschechischen Künstlers Jakub Janowski.


Nach einer Pause in einem Bäckerei Café wurde es Zeit für einen Gang durch die Altstadt, wo ich die allseits bekannten Fotomotive, das Heilig-Geist-Spital und den Blick von der Maxbrücke noch einmal aufsuchte, bevor ich mit der U-Bahn zur weiteren Street Art Suche in den Nürnberger Nordosten fuhr.
Die wunderbare Mural „Frau mit Kind und Chrysantheme und Kind “ von Telmo Miel, die für die Verbindung zwischen den Generationen steht, in der Äußeren Bayreuther Str. 102 entdeckte ich gleich neben dem U-Bahnhof.

Zur Äußeren Bayreuther Straße 41 ging ich zu Fuß und sah dort „Für Vielfalt in Nürnberg“ von Christian Roesner. Auf der riesigen Häuserfassade werden viele verschiedene Tiere gezeigt, die um einen schwarzen Tapir gruppiert sind, ein Plädoyer für Biodiversität, gesponsert durch die Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.

Schon ein bisschen fußlahm schlappte ich zur Schopenhauer Straße 32, wo Jeroo, einer der bekanntesten deutschen Urban Artists, ein 120qm großes Wandgemälde gestaltet hatte. Das Mural zeigt die typischen Vögel, Formen und Blüten, die an Jugendstil-Motive erinnern. Den Titel des großartigen Werks konnte ich leider nirgends finden.

Mit dem Bus fuhr ich zum nächsten und letzten Street Art Werk am Nordring 48-50, in einer Tordurchfahrt zu einem Wohngebiet, die von Julian Vogel, dem lokalen Street Artist, mit farbenfrohen tropischen Vögeln verziert wurde. Zu meinem Ärger stand dort ein Polizeifahrzeug, das sich kein Stückchen weiter bewegte, obwohl die Herren sehen mussten, wie ich mich verrenkte, um das Piece „Exotische Vögel“ einigermaßen abzulichten.


Mit Bus und U-Bahn fuhr ich zurück in die Innenstadt.
Und zum Abschluss ließ ich mir noch Fränkische Bratwürste mit Sauerkraut und Krustenbrot schmecken. Sehr lecker! War nur eine Vorspeise und die Portion hätte dem fränkischen Esser, der an Schäufelegerichte gewöhnt ist, wahrscheinlich nicht ausgereicht.

Als ich mit dem Zug zurück nach Hause fuhr, ließ ich meinen kurzen Aufenthalt in Nürnberg Revue passieren. Neben dem Messebesuch dachte ich vor allem an die großartige Street Art, die ich gesehen hatte. Während in Langwasser und Gostenhof zahlreiche Werke in unmittelbarer Umgebung zu sehen sind, waren die von mir gerade besuchten Pieces in der Stadt verteilt und daher etwas mühsamer zu erreichen.
Aber es hatte sich trotzdem gelohnt. Allerdings hatte ich nun die Highlights der Nürnberger Urban Art gesehen und ein weitere Tour konnte warten, bis es etwas Neues zu bewundern geben würde.
Kurztrip im Oktober: Nürnberg erschien zuerst auf Wanderlustig.
19. und 20.9.2025 – Heimreise mit Übernachtung in Halle, Fazit Fischland Darß Zingst
Um 9:30 Uhr verließen wir Zingst und fuhren entspannt über endlose Landstraßen und schließlich über die Autobahn nach Halle, wo wir um kurz vor 14 Uhr eintrafen. Unser Hotelzimmer war noch nicht fertig, aber da wir sehr nah am Marktplatz wohnten, unternahmen wir gleich einen Altstadtspaziergang.
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Die Marktkirche war leider wegen einer Veranstaltung geschlossen. Wir schlenderten weiter durch die Gassen und landeten in einem alternativen Café in der Kleinen Ulrichstraße, wo wir sehr nett auf der Terrasse saßen und den restlichen Tag planten. Zingst hatten wir bei fiesem Nieselregen verlassen, in Halle schien die Sonne bei angenehmen 23 ° C.



Sodann kehrten wir zum Hotel zurück, wo wir den Check-In am Automaten mit sofortiger Bezahlung und Codierung der Zimmerkarten mit Hilfe der Rezeptionistin meistern konnten. Nachdem wir uns kurz ausgeruht hatten, zogen wir wieder los.
Da die Kirchen (auch der Dom) geschlossen waren, besuchten wir das Kunstmuseum in der spätgotischen Moritzburg. Die Burg wurde im 30jährigen Krieg zerstört. Die Ruine wurde teilweise rekonstruiert sowie durch einen Neubau von 2005 bis 2008 ergänzt. In dem so gestalteten Burghof gefiel es uns sehr.
Dann schauten wir uns die Ausstellungen an. Wegen Umbauarbeiten wurde nur ein Teil der ständigen Sammlung gezeigt, die „Highlights der Moderne“, u.a. mit großartigen Werken von Beckmann, Feininger, Liebermann, Kandinsky, Klee, Klimt, Marc, Moderson-Becker, Nolde und der Brücke-Maler.
Sehr gelungen fand ich die Präsentation der Gemälde und der Skulpturen in den historischen Räumen. Im gotischen Gewölbe im Keller fand außerdem eine sehr sehenswerte Schau statt, „Sakrale Kunst vom Mittelalter bis Barock“.



Anschließend spazierten wir auf der Saalepromenade zum „Pfälzer Ufer“. Dort sollte sich laut Auskunft der Touristeninformation ein Hotspot der Gastronomie befinden. Wir entdeckten allerdings nur drei Restaurants, von denen eines geschlossen war. Auch schien es sich eher um Barbetriebe zu handeln. Jedenfalls saßen die Leute vor ihren Getränken. Niemand hatte ein Essen bestellt.
Auf dem Rückweg zum Marktplatz fanden wir ein böhmisches Lokal mit einem schönen Außenbereich. Wir genossen das leckere Essen, Goulasch bzw. Rinderbraten, mit leckeren Böhmischen Knödeln und beobachteten die vorbeiziehenden Passanten.
Als wir wieder am Marktplatz angekommen waren, fanden wir es noch zu früh zum Schlafengehen. Wir spazierten durch die Umgebung und entdeckten schließlich eine Restaurantzeile in der Sternstraße, wohl den eigentlichen Gastro-Hotspot. Man hatte nichts dagegen, dass wir nur etwas trinken wollten. Es war immer noch angenehm warm und so genossen wir, zum ersten und einzigen Mal in unserem Urlaub, nachts im Freien ein kühles Getränk .
Am nächsten Morgen ging ich nach dem Frühstück auf einen kleinen Fotowalk durch die Altstadt, während sich H. um unser Gepäck kümmerte. Noch einmal kam ich am Halleschen Dom vorbei, einem recht seltsam aussehenden Kirchengebäude. Auf dem Domplatz versuchte ich, den Dom möglichst mit der Perspektive zu fotografieren, die auf dem Gemälde von Lynonel Feininger zu sehen ist. Leider war der Dom noch nicht geöffnet, so dass ich in Sachen Kirchenbesichtigungen in Halle völlig leer ausging.
Zurück auf dem Marktplatz traf ich H. wieder und wir spazierten zum Hotel zurück, wo wir schon um 9 Uhr ausscheckten.
Auf unserem Weg zur Autobahn lag der Stadtteil „Freiimfelde“. Da es noch früh war, konnte ich H. überreden, die Fahrt zu unterbrechen, um die dort besonders zahlreich vertretene Street Art Werke in der sog. Freiraumgalerie anzuschauen. Bei einem Rundgang durch die Seitengassen der Freiimfelder Straße entdecken wir in der Tat viele großartige Werke.
Gegen 10 Uhr fuhren wir weiter. Während der ersten zwei Stunden bis zur Mittagspause verlief die Fahrt reibungslos. Danach gerieten wir immer wieder in stockenden Verkehr und in mehrere Staus. Und am Ende der Fahrt, schon in unserem Viertel in München, standen wir noch einmal an einer Baustelle. Ziemlich erschöpft kamen wir zwei Stunden später, als es Google berechnet hatte, gegen 16 Uhr zu Hause an.
Fazit
Auf der Halbinsel „Fischland, Darß, Zingst“ befinden sich einzigartig schöne Strände und Wälder. Die Gegend ist jedoch generell eher zum Radfahren geeignet und nicht so gut zum Wandern (s. Berichte).
Das Wetter an der Ostsee war extrem wechselhaft. Wir erlebten Sonnenschein und Regen im ständigen Wechsel. Das führte aber auch zu meinem persönlichen Highlight dieses Urlaubs : dem traumhaften Wolkentheater (s. Fotos in den Berichten).
Die Orte Wustrow, Ahrenshoop, Prerow und Zingst sind jeweils unterschiedlich. Als Urlaubsquartier eignet sich u.E. Zingst am besten (s. meine Posts).
Die Autofahrt von München ist mit ca. 835 km sehr lang und die Strecke wird zum Teil stark befahren. Eine gute Alternative mit Bus und Bahn haben wir nicht gefunden. Auch wäre es im Urlaubsgebiet schwierig, sich ohne Auto zu bewegen, wenn man, wie ich seit meiner Knieverletzung, nicht Fahrrad fahren möchte. Mit Zwischenübernachtungen ist die Autofahrt machbar, war für uns aber immer noch recht anstrengend.
Aber : richtig toll war es ! Bin sehr froh, dass ich es endlich auf die Halbinsel geschafft habe und hoffe sehr, dass es mir gelingt, noch einmal zurückzukehren.
Rückfahrt von Zingst : Halle erschien zuerst auf Wanderlustig.
2.9.2025 – Street Art, Naschmarkt und „Albertina Modern“
Nicht verheimlichen möchte, dass es mir nachts nicht gut ging. Mein gesundheitliches Problem meldete sich wieder. Zunächst nahm ich eine Tablette, setzte mich dann in einem bequemen Sessel direkt vor die Klimaanlage und surfte ein bisschen. Dabei entdeckte ich eine Street Art Map des „Calle Libre Street Art Festivals“ mit Werken in der Nähe des Naschmarkts, zwar ohne GPS-Track aber mit genauen Adressen. Ich plante eine Tour und derart abgelenkt ging es mir nach einer Weile wieder besser.
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Etwas später als sonst und sehr gemütlich brach ich morgens auf. Eigentlich wollte ich mir zunächst die Ausstellung KLIMT ⇄ WARHOL in der „Heidi Horton Collection“ anschauen, stellt aber fest, dass das Museum erst um 11 Uhr öffnete. Also zog ich die Street Art Tour vor.
Mit der U-bahn fuhr ich bis zur Haltestelle „Pilgramgasse“ und verfolgte dann eine etwas abgekürzte Route auf der Basis der gefundenen Street Art Map. Überanstrengen wollte ich mich nicht wieder.
Schön war’s ! Auch wenn die Sonne brannte, ich manche Werke eine Weile suchen musste und einige Fassaden inzwischen übermalt worden waren.
Um 12 Uhr kam ich am Naschmarkt an : Zeit für eine Mittagspause! Befolgte einen Tipp von ChatGPT und setzte mich im ruhigeren Marktteil, wo die Tische nicht so dicht aneinander stehen, auf eine Terrasse. Dort bestellte ich mir eine rote Linsensuppe: sehr delikat, nur ein bisschen zu scharf. Aber das Beste war, dass ich auf einem bequemen und tiefen Sofa saß. Das gab mir Gelegenheit, die Passanten unauffällig zu beobachten. Ich befand mich auf Augenhöhe mit den oft fetten Bäuchen der Touristen, die häufig kurze Hosen trugen. Die unterschiedlichsten Typen schlenderten über den Markt, zum großen Teil amerikanisch aussehend und fast immer paarweise. So verbrachte ich eine sehr nette und erholsame Stunde im Lokal.
Als ich dann vor der Horten Collection stand, entdeckte ich, dass Dienstags geschlossen war. Inzwischen hatte es sich stark bewölkt, daher kehrte ich ins Hotel zurück, wo ich eine Stunde lang relaxte, was mir richtig gut tat.
Am Nachmittag schüttete es stark. Für die paar Schritte ins Café musste ich tatsächlich meinen Schirm aufspannen. In dem traditionell eingerichteten Wiener Kaffeehaus gefiel mir sehr und die Jubiläumstorte mit Himbeeren, Schokolade und Creme war ausgesprochen köstlich.
Inzwischen hatte ich beschlossen, die Ausstellung „Remix“ in der „Albertina Modern“ zu besuchen. Um dort einigermaßen trocken anzukommen, fuhr ich mit der U-Bahn zum Karlsplatz.

Von dort sollten es nur 100 Meter zum Museumseingang sein. Nur leider nahm ich den falschen Ausgang, fragte einen Passanten, der mich zur „Albertina“ schickte und eilte schließlich ein gutes Stück über überflutete Gehwege. Mein leichte Regenjacke bestand den Stresstest selbst unter dem Schirm nicht.
In der Albertina Modern vergaß ich schnell die nassen Klamotten. Ich schaute mir zunächst die Ausstellung mit Damien Hirsts Zeichnungen und seiner Zeichenmaschine an und danach „Remix. Von Gerhard Richter bis Katharina Grosse“. Ein schöner Ausklang meiner Wienreise und ideal bei Regenwetter!
Abends aß ich Ramen in einem Chinarestaurant. Meinen Bedarf an österreichischem Essen hatte ich inzwischen gedeckt. Die Brühe schmeckte sehr würzig aber nicht zu scharf und die selbst gezogenen Nudeln waren ein Gedicht. Durch den Regen ging ich zwei Häuser weiter in ein asiatisches Restaurant mit Bar, wo ich mir einen alkoholfreien Cocktail mit Gurken, Wasabi und hausgemachtem Calpis (japanischer Softdrink) bestellte. Eine interessanter und erfrischender Drink, der aber doch nach flüssigem Gurkensalat schmeckte.
Im Hotel packte ich noch ein bisschen für die am nächsten Morgen anstehende Rückreise und ging nach dem schönen und erholsamen Tag gegen 22 Uhr ins Bett.
Wien – kurz und knapp # 6 erschien zuerst auf Wanderlustig.
1.9.2025 – Uno- und Donau City, Wirtschaftsuniversität Wien und Prater
Morgens mit der U-Bahn zur Donau-City gefahren. Die Sonne lachte ! Der Zutritt zur Uno-City war nur mit Führung möglich.
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Die Führung dauerte eine gute Stunde und war richtig interessant. In Wien sind u.a. die Internationale Atomenergie Organisation, das Hohe Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), das Büro der UN für Weltraumfragen und dasjenige für Drogen- und Verbrechensbekämpfung sowie die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung angesiedelt. Die Uno-City ist exterritorial und gibt eigene Briefmarken heraus.
Wir schauten auch in einen (leeren) Sitzungssaal. Simultandolmetscher übersetzen die Redebeiträge in die sechs Amtssprachen der UN (Englisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch, Russisch und Arabisch) und in Wien auch in Deutsch.
Und zu guter Letzt gingen wir noch durch die Rotunde, den zentralen Marktplatz, wo ein Teil der Kunst- und Gemäldesammlung der UN hängt. Dazu gibt es noch eine separate Führung, die prompt auf meiner To-Do-Liste landete.
Danach spazierte ich zum Kaiserwasser (einem mittelgroßen Badeteich), in dem sich die Uno-City schön spiegelte.
In einem Bäckereicafé in der angrenzenden Donau-City stärkte mich und fotografierte noch ein bisschen.
Die Wirtschaftsuniversität Wien (WU) hatte ich mir von ChatGPT als Fotospot für Moderne Architektur vorschlagen lassen. Praktischerweise lag sie in der Nähe des Praters, den ich danach besuchen wollte. Auf dem recht langen Fußweg zur WU entdeckte ich zufällig Street Art des Calle Libre Festivals 2024, die wesentlich besser erhalten war, als die meisten Werke, die ich am Westbahnhof gesehen hatte.
In der WU bekam ich einen guten Cappuccino und leckeren Zwetschgenkuchen zum Studentenpreis. Man bestellte auf Englisch und eine Melange wurde nicht angeboten. Hach, wie international ! Fotografisch interessant war vor allem der zentrale Platz.
Den Prater war ein tolles Erlebnis : ein riesiges Areal, mit hochhaushohen Fahrgeschäften, statt Bierzelten wie auf dem Oktoberfest mehr oder minder große Lokale mit Biergärten und massenweise total überdrehte, quengelnde Kinder, die mit ihren Eltern vor dem Schulanfang in der kommenden Woche einen Ausflug unternahmen. Es gab Unendlich viel zu schauen und zu bestaunen. Darüber vergaß ich fast das Fotografieren. Zum Abschluss gönnte ich mir einen köstlichen Marilleneisknödel. Diese Österreicher können Süßspeisen !
Abends speiste ich wieder in meinem Lieblingslokal in der Nähe des Hotels, aber dieses Mal vegetarisch. Danach hatte ich ausnahmsweise noch etwas Platz im Magen und fragte nach einem leichten Dessert. Es kam ein großer Teller mit einem „Othello“ (früher : „Mohr im Hemd“), ein kleiner saftiger Schoko-Nuss-Kuchen, der in einer großen Menge fetter Schokoladensauce und Schlagobers stand. Wirklich lecker, aber danach war ich pappsatt, und brauchte einen längeren Verdauungsspaziergang.
Über den Graben und den Kohlmarkt ging ich bis zum Michaelerplatz und dann durch das Tor der Hofburg in den Innenhof mit dem Schweizer Tor. Nach der Hitze des Tages tat mir das Spazieren in der milden Nachtluft richtig gut.
Noch einmal fotografierte ich mit meinem lichtstarken 35er Objektiv den Stefansdom und kehrte dann, erst um 22:30 Uhr, ins Hotel zurück. Was für ein Tag !
Vorhaben für den letzten Tag : Horton Collection oder Street Art des Calle Libre Festivals, nachmittags Albertina Modern, falls es regnet (Spoiler : das tat es und nicht nur bisschen !)
Wien – kurz und knapp #5 erschien zuerst auf Wanderlustig.
Morgens spazierte ich über die Wiener Ringstraße, die rund um das historische Zentrum und an Hauptsehenswürdigkeiten vorbei führt. Zunächst ging ich durch den Burggarten und besuchte das Schmetterlingshaus in der Hofburg.
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Anfangs war ich ziemlich enttäuscht, weil die „Biester“ hauptsächlich in Deckenhöhe flatterten, aber an einer Futterstelle kurz vor dem Ausgang herrschte reges Treiben. Einer der blauen Morphofalter, die sehr fotoscheu sind, blieb sogar brav sitzen und ließ sich ablichten.
Danach schlenderte ich über den Heldenplatz und folgte weiter der Ringstraße : Zwillingsmuseen „Kunsthistorisches -“ und „Naturhistorisches Museum„, Parlament und durch den Volksgarten. Nach allen den pompösen Gebäuden war es wohltuend, durch den Park zu spazieren, auch wenn die gesponserten und einzelnen Personen (Vater, Ehefrau, Kinder etc.) gewidmeten Rosenstöcke größtenteils verblüht waren.





Hinter dem Burgtheater kehrte ich im Traditionscafé Landtmann ein, wo es so voll war, dass ich auf den Service warten musste, was in Österreich eher untypisch ist. Das ausgesprochen köstliche Stück Landtmann Torte (8,20 € Euro !) mit Orange, Marzipan, Nougatcreme und knackiger Zartbitterschokolade war das Warten jedoch wert. Danke Martha für diesen tollen Tipp!
Das Rathaus, schräg gegenüber, war zugestellt mit den Buden und der riesigen Leinwand des Filmfestivals der Stadt Wien. Leider war es der letzte Tag. Der ein oder andere kostenlose Film hätte mich interessiert. Ging noch zur TU Wien, suchte und fand den Arkadenhof hinter einer Baustelle und schließlich zur neugotischen Votivkirche, die leider geschlossen war.
Es folgte meine selbst geführte Street Art Tour rund um den Wiener Westbahnhof. Die Tour wurde im Street Art Guide Vienna Murals vorgeschlagen, allerdings ohne GPX-Track. Die Adressen der einzelnen Werke hatte ich mir mühsam herausgeschrieben und ich navigierte mit Google Maps. Bald musste ich feststellen, dass Vieles halbverfallen, gecrosst oder übermalt war. Der Guide wurde 2022 aufgelegt, fotografiert wurde wohl noch früher … Und was noch zu sehen war, sah oft nicht soo toll aus. Meistens handelte es sich um relativ kleine Werke, zwei größere Murals stammten von Calle Libre Street Art Festival 2017, waren also auch nicht gerade frisch.
Am Schwendlermarkt sollte es mehrere Pieces geben, diese waren fast alle verschwunden, aber es gab auch neue Werke. Ein junger Mann sprayte gerade seinen Tag, wie er mir erzählte, nachdem ich ihn angesprochen hatte. Sein vorheriges Werk war gerade wieder einmal übermalt worden. Deswegen erneuerte er es.
Die Gegend um den Bahnhof war zum Teil sonntäglich verlassen und etwas heruntergekommen, fühlte mich nicht hundertprozentig sicher und steckte meine Kamera immer wieder in den Rucksack.
Nach fast 7 km und dreieinhalb Stunden Suche kam ich ziemlich ermattet wieder am Westbahnhof an. Vor der Rückfahrt erholte ich mich in einer gut besuchten Eisdiele bei einem Spaghetti Eis und einem Kaffee.
Abends kehrte ich in einem rumänischen Restaurant in der Nähe des Hotels ein. Die Krautwickel waren in Ordnung und ich saß dort sehr angenehm und ruhig. Nach einem sehr kurzen Verdauungsspaziergang ging ich zurück ins Hotel und bald ins Bett.
Plan für den nächsten Tag : Donau- und Uno-City, Architektur der Wirtschaftsuniversität Wien und Prater (Bericht).
Wien – kurz und knapp #4 erschien zuerst auf Wanderlustig.
30.08.2025 – Klassische Moderne in der Albertina und Street Art am Donaukanal in Spittelau
Wien hatte ich schon mehrmals besucht, daher musste ich nun nicht mehr die klassischen Sehenswürdigkeiten abhaken.
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Morgens spazierte ich zunächst zur Albertina, wo ich mir die Dauerausstellung „Monet bis Picasso“ anschaute. Die ausgestellte Sammlung Batliner war unglaublich vielfältig, vertreten waren impressionistische Künstler, deutsche Expressionisten (Brücke und der Blaue Reiter), die Neue Sachlichkeit und viele mehr. Fehlte eigentlich nur ein Van Gogh. Danach suchte ich in den Prunkräumen nach der berühmten Hasengrafik von Dürer. Erst ganz am Ende fand ich schließlich eine Kopie. Sehr beeindruckend fand ich dagegen die Ausstellung von Lichtinstallationen, der leider schon verstorbenen Künstlerin Brigitte Kowanz.
Vor dem Albertina Gebäude präsentierte sich ein großes Aufgebot der chinesischen Falun Gong zu lauter Marschmusik. Die gelb und blau uniformierten Mitglieder verteilten Flugblätter und sprachen Passanten an.
Verspürte ein kleines Hüngerchen, nahm mir daher eine kleine Portion Kaiserschmarrn von einem Stand des Zuckerbäckers Demel mit. Ausgesprochen köstlich, aber danach war ich stundenlang pappsatt.
Ging zu Fuß zum Naschmarkt, vorbei an zwei Jugendstilgebäuden, den Pavillons von Otto Wagner am Karlsplatz. Ganz in der Nähe befindet sich auch das Jugendstilbauwerk der Secession, die ich schon am Vortag besucht hatte.
Auf dem Naschmarkt bestellte ich mir einen griechischen Salat, weil ich bis zu meiner gebuchten Street Art Führung im Stadtteil Spittelau noch Zeit hatte. Erwartet hatte ich, dass es sich um ein leichtes Essen handelte. Aber so etwas gibt es in der österreichischen Gastromie nicht ! Es kam eine Riesenportion mit sensationell gutem Schafskäse, die ich gerade einmal zur Hälfte schaffte.
Nachdem ich das Majolika- und das Goldene Haus an der Wienzeile, ein weiteres Werk von Otto Wagner, fotografiert hatte (schwierig, selbst mit dem Weitwinkelobjektiv), schlenderte ich gemütlich zur U-Bahnhaltestelle. Bis zu meiner Führung mit Treffpunkt am U-bahnhof „Spittelau“ waren es noch gut 45 Minuten.

Kam dort fünf Minuten zu spät an, völlig abgehetzt. Wegen einer Baustelle fuhr die U-Bahn nur bis zum „Schottenring“ und dann ging es im Schienenersatzverkehr mit einer unfassbar trödeligen Tram weiter. Netterweise hatte die Gruppe auf mich gewartet, nachdem ich dem Guide telefonisch Bescheid gegeben hatte.
Die englischsprachige Führung war nicht das Gelbe vom Ei. Etwas schräg fand ich, dass wir alle Englisch sprechen mussten, obwohl niemand teilnahm, dessen Muttersprache das war und alle gut Deutsch konnten. Und der Guide sprach Englisch mit einem starken Akzent, war teilweise schwer zu verstehen.
Wir gingen an der von Hundertwasser gestalteten Müllverbrennungsanlage vorbei und dann hinunter zum Donaukanal, wo wir wirklich hochkarätige Street Art bewundern konnten. Der Guide erzählte Interessantes zu den Graffitis, entzifferte mit uns einige Tags (Signaturen der Graffiti Writer) und wies darauf hin, dass mit diesen meist illegalen Werke, die eilig erstellt werden müssen, alle bedeutenden Street Artists begonnen haben.
Blöderweise fing es während der Führung an zu regnen, aber unter dem Regenschirm ging es. Hinterher wollte ich einen Kaffee trinken gehen, aber Fehlanzeige in der Gegend um den Franz-Josef-Bahnhof . Nur bei Mc Donalds hätte ich einkehren können. In Wien!
Erst um kurz vor 18 Uhr war ich zurück am Stephansdom, in der Nähe des Hotels. Beschloss, das Abendessen ausfallen zu lassen und in einem Café auf der Kärtner Straße einzukehren, wo ich ein Stück der schmackhaften Schokoladen-Blaubeer-Tarte zum koffeinfreien Cappuccino verspeiste.
Abends in meinem gemütlichen Zimmer relaxt, dem Regen zugehört und mein arg vernachlässigtes Tagebuch aktualisiert.
Vorhaben für den nächsten Tag : Ringstraßenspaziergang und selbst geführte Street Art Tour rund um den Westbahnhof.
Wien – kurz und knapp #3 erschien zuerst auf Wanderlustig.
Ende August / Anfang September verbrachte ich einige wunderbare Tage in Wien. Darüber berichte ich nun, wenn auch anders als sonst. Normalerweise verfasse ich meine Blogbeiträge mit Hilfe meiner Tagebuchnotizen, die ich zum großen Teil wiedergebe.
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Aus persönlichen Gründen werde ich über meine Wienreise Kurzberichte verfassen. Und mal sehen, vielleicht gefällt es mir und euch. Dann bleibe ich dabei.
29.8.2025 – Schloss Bevedere, Karskirche und Secession
An prächtigen Gebäuden vorbei zur Straßenbahnhaltestelle geschlendert und prompt die falsche Tram genommen, aber schließlich am Oberen Belvedere angekommen. Das Sommerwetter war zu schön, um die umfangreiche Gemäldesammlung anzuschauen, spazierte lieber durch den Schlosspark zum Unteren Belvedere. Den Garten fand ich ziemlich enttäuschend, hauptsächlich niedrige, vertrocknet aussehende Buchsbaumhecken, aber die Ausblicke zu den beiden Schlössern und die Wasserspiele gefielen mir.
Im Unteren Belvedere schaute ich mir drei kleinere Ausstellungen an ( Radikal ! , die Mittelaltersammlung und „Gustav Klimt Pigment und Pixel“, digitale Rekonstruktion der Arbeitsweise von Klimt). Vor allem letztere Schau fand ich sehr interessant, aber am besten gefielen mir die historischen Schlossräume.
Nach dem Kunstgenuss Pause im Schlosscafé, verspeiste, obwohl es erst Mittag war, den ersten Kuchen (köstlich, das Himbeer-Mohn-Törtchen !). Danach zur Karlskirche, es war heiß, die 700 m kamen mir lang vor. Im Brunnen vor der Kirche den aufgeblasenen Plastikoktopus bewundert, der aber leider das Foto mit der Spiegelung des Gebäudes verdarb. In der Kuppel der Kirche (Eintritt 9,5 €) hing eine moderne Skulptur („Form through folds [ascending]“), ein intermittierend knisterndes Gewirr von Plastikstäben, originell, aber nicht zur Stille in der Kirche passend. Die 120 Stufen bis zur Aussichtsplattform geschlappt, der Ausblick lohnte die Mühen. Alles in Allem gefiel mir die augenzwinkernde Kombination des ikonischen historischen Monuments mit moderner Kunst.
Dann zur Secession gelaufen (als Ausstellungsgebäude der österreichischen Jugenstilkünstler errichtet), hauptsächlich um den Beethovenfries von Gustav Klimt im Untergeschoss anzuschauen. Wunderte mich, dass der Fries nicht vollständig erhalten war, freute mich aber über die bereitgestellten Kopfhörer, mit denen man Beethovens Fünfte während des Rundgangs anhören konnte.
Vor der Rückkehr ins Hotel Sachertorte mit Schlag(sahne) und eine Melange genossen, nicht ganz wie die „Original Sachertorte“, die es nur im gleichnamigen Hotel gibt, aber sehr lecker.
Abends unglaublich zarten Tafelspitz mit köstlichem Apfelkren und Bratkartoffeln gegessen, durch die Altstadt spaziert und mit meinem lichtstarken 35 mm Objektiv fotografiert. Sodann rechtschaffen müde ins Bett gefallen.
Vorhaben für den nächsten Tag : Kunstsammlung im Museum „Albertina “ anschauen, an einer Street Art Führung teilnehmen und schauen, was der Tag bringt.
Wien – kurz und knapp # 2 erschien zuerst auf Wanderlustig.
Anfang August diesen Jahres war die Regenperiode von fast vier Wochen endlich zu Ende. Einen der ersten schönen Tage nutzte ich, um in einer guten Stunde mit dem Zug nach Kochel zu fahren. Dort besuchte ich nach langer Zeit wieder das Franz Marc Museum.
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Das Franz Marc Museum in Kochel zeigt Werke des Malers Franz Marc, Kunstwerke seiner Zeitgenossen und anderer bedeutender Künstler des 20. Jahrhunderts. Ich schaute mir die sehenswerte Sonderausstellung „Die Moderne im Zoo“ an, die einen umfassenden „Einblick in die Rolle zoologischer Gärten als Inspirationsquelle für die Kunst der Moderne“ bietet (laut Webseite des Franz Marc Museums). Vertreten waren u.a. die Künstler Heinrich Campendonk, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Alfred Kubin, Max Liebermann, August Macke, Franz Marc, Gabriel von Max, Adolph Menzel, Emil Nolde, und Max Slevogt. Etwas schade fand ich, dass in zwei Räumen nur einige Werke der ständigen Sammlung des Museums präsentiert wurden. Anndererseits wurden in der Sonderausstellung einige herausragende Gemälde von Franz Marc, z.B. der Esels- und der Affenfries, gezeigt.
Das Museum, ein Villengebäude mit einem modernen Anbau liegt in einem kleinen Park in der Nähe des Kochelsees. Einige Innenräume bieten einen wunderschönen Ausblick auf den Kochelsee und zu den Bergen. Besonders schön ist die Sicht im Panoramaraum, der gänzlich frei von Kunst ist. Besucher sollen vom Erlebnis der voralpinen Landschaft nicht abgelenkt werden.
Durch den Park spazierte ich hinunter zum See und bewunderte unterwegs Skulpturen von Tony Cragg, Per Kirkeby und Alf Lechner.
Nach so viel Kultur freute ich mich auf eine Kaffeepause. Ich schlenderte am Seeufer entlang zum „Seehotel Grauer Bär“ (Werbung ohne Auftrag). Dass der Weg relativ dicht an der Bundesstraße vorbeiführte, störte mich nicht, weil nicht viel Verkehr herrschte. Auch am See war es sehr ruhig, es herrschte nur geringer Badebetrieb. Am Wochenende ist es auf der Straße und am Seeufer mit Sicherheit anders. Nach geruhsamen 750 Metern mit schönen Ausblicken kam ich am Restaurant an.
Auf der Terrasse am See, die gerade geöffnet wurde, fand ich ein hübsches, schattiges Plätzchen . Bei leckeren selbstgebackenem Käsekuchen und Cappuccino ließ ich es mir gut gehen und genoss den Ausblick über den See und auf die Berge.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof ließ ich den herrlichen Tag Revue passieren und erinnerte mich an meine Rucksackwanderung im Sommer 2021. In Kochel hatte ich mich, frisch geimpft gegen Corona, zum ersten Mal getraut, in einem Hotel zu übernachten.
Der Kochelsee liegt in einer herrlichen Umgebung und hatte mir wieder sehr gut gefallen. Schon auf der Rückfahrt beschloss ich, bei Gelegenheit zurückzukehren und den See zu Fuß zu umrunden (ca. 16 km). Praktischerweise kann man die Wanderung durch eine Schifffahrt von Schlehdorf nach Kochel um vier Kilometer verkürzen.
Kultur und Natur am Kochelsee/Bayern erschien zuerst auf Wanderlustig.
Kürzlich hatte Juergen in seinem Blog „Street und Urban Photography“ das (ehemalige ?) Glasscherbenviertel Giesing sehr kenntnisreich und sogar liebevoll beschrieben und den Post sehr schön bebildert (Ein Berliner Kiez in München ?).
Das regte mich dazu an, dem Viertel einen Kurzbesuch abzustatten. Auf dem Weg zum Kino stieg ich aus der U-Bahn, um mir endlich die größte Mural der Stadt am Umspannwerk der Stadtwerke München in der Martin-Luther-Straße anzusehen.
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Markus Müller alias Won ABC stellte dort die Vorkämpfer der bayerischen Räterepublik 1919 dar (von links nach rechts zu sehen: Kurt Eisner, Sarah Lerch-Rabinovitz, Erich Mühsam, Gustav Landauer und Ernst Toller) sowie auf der Gebäudeseite an der Zehentbauernstraße Robin Page, seinen Professor an der Münchner Kunstakademie.
Das Bild der Revolutionäre ist dreifarbig gestaltet. Die in Pink und Hellblau gehaltenen Protagonisten kämpfen mit ihren Widersachern, die in Brauntönen dargestellt sind. Kurt Eisner versetzt dort der Monarchie einen kräftigen Tritt in den Hintern. Die Köpfe der Revolutionäre werden realistisch wiedergegeben, aber ihre Körper sind Häuser.
Da gab es richtig viel zu sehen. Sehr lange konnte ich mich allerdings bei der großartigen Mural nicht aufhalten. Nach kurzer Zeit begann es wieder einmal zu regnen und den Film wollte ich auch nicht verpassen. So schlenderte ich unter dem Regenschirm zurück zur U-Bahn-Haltestelle. Im Vorübergehen entdeckte ich noch ein paar Malereien und einen netten kleinen Biergarten. Fest steht : ich komme wieder, nicht nur um Street Art zu entdecken.
Näheres zu Giesing und zum Lokalfußballverein „München 1860“, der seinen treuen Fans, den „Löwen“ oder „Sechzigern“, viel Kummer bereitet, könnt ihr in Juergens Beitrag (s.o.) nachlesen. Inzwischen hat er eine nicht minder spannende Fortsetzung ( Die schönen Ecken von Giesing ) veröffentlicht.
Revolutionäre Streetart in Giesing/München erschien zuerst auf Wanderlustig.