4.1.2026 – Morgenspaziergang, Staatsgalerie Stuttgart und Fazit
Am frühen Sonntagmorgen spazierte ich über die verlassene Königstraße an geschlossenen Läden vorbei zum Dorotheenquartier, einem Einkaufszentrum in zentraler Lage neben dem Kaufhaus Breuninger, in dem Luxusprodukte und teure Markenkleidung verkauft werden.
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Die moderne Architektur nahm ich in einer kurzen Fotosession auf, während der angenehmerweise nur wenige Passanten durchs Bild liefen. Dann ging ich weiter zum Marktplatz und entdeckte dort in einem Hauseingang ein weiteres Piece von Jerroo, interessanterweise direkt gegenüber der Touristeninformation. Dort hatte man mir mitgeteilt, dass es keine Karte mit Stutttgarter Street Art gebe. Soweit so gut, aber ein winziger Hinweis auf das quasi vor der Haustür liegende Werk des Stuttgarter Streetart Matadors wäre sicher nicht verkehrt gewesen.
Die Stiftskirche, der älteste Kirchenbau in Stuttgart, war zwar bis zum 6.1. geschlossen, sollte aber zur Sonntagsmesse um 10 Uhr geöffnet werden. Das wollte ich nutzen, um mir das Kircheninnere anzuschauen. Am Eingang wurde jeder Besucher begrüßt und bekam ein Sitzkissen sowie ein Gebetbuch angeboten. Peinlich! Ich lehnte Beides ab und sagte, dass ich nur eine kurze Runde vor dem Gottesdienst drehen wollte. Die verbliebenen fünf Minuten reichten mir völlig. In dem nach den Zerstörungen des 2.Weltkriegs modern restaurierten Kircheninneren gab es nur einige historische Statuen zu sehen. Aber das dunkle hölzerne Tonnengewölbe gefiel mir. Allerdings war Fotografieren verboten und kam unter den gegebenen Umständen überhaupt nicht in Frage.
Dann war es Zeit für den Besuch Staatsgalerie. Das bekannte Kunstmuseum hatte schon seit ewigen Zeiten auf meiner Liste gestanden. Durch die Sammlung der Klassischen Moderne u.a. mit Werken von Oskar Schlemmer, Amedeo Modigliani, Henri Matisse, Egon Schiele, Paula Modersohn-Becker, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Wassily Kandinsky und Franz Marc schlenderte ich fast drei Stunden lang. Zwischendurch verspeiste ich ein delikates Pastagericht im Museumsrestaurant.
Auf der DB-Seite sah ich dann, dass mein Zug Verspätung hatte. So blieb mir noch Zeit für einen Abschiedscappucino in einer italienischen Bar. Dazu bestellte ich mir einen köstlichen Pistazienéclair.

Gegen 15:30 Uhr holte ich meinen Koffer aus dem Hotel und ging zum Bahnhof. Der Weg zum Gebäude war nicht weit, aber wegen der andauernden Bauarbeiten im Rahmen des Projekts „Stuttgart 21“ folgte ein ewig langer Umweg durch einen überdachten Tunnel. Am Gleis wurde eine weitere Verspätung meiner Zugverbindung angezeigt, da aber ab 20 Minuten Verspätung die Zugbindung aufgehoben ist, konnte ich einen anderen Zug nach München nehmen, der nach wenigen Minuten abfuhr. Nach zwei entspannenden Stunden erreichten wir pünktlich den Münchner Hauptbahnhof und bald hieß es bald wieder „Home sweet Home“.
Fazit
Schwierig ! Die Stuttgarter Innenstadt hat mich nicht begeistert : keine herausragenden Sehenswürdigkeiten und zuviel Kommerz. Shopping ist nicht mehr mein Ding. Weil ich es nicht schaffte, mir neue Handschuhe zu kaufen, trug ich während meines Aufenthalts ein nicht zusammenpassendes Paar!
Die Weissenhofsiedlung, der Chinagarten und die Staatbibliothek waren richtig toll. Auch gefiel mir das Quartier am Killesberg mit seinen Stadtaussichten. Im Sommer auf den Panoramawegen (Broschüre der Touristeninformation) durchs Grüne zu spazieren und die Stadt von oben anzuschauen, würde mir wahrscheinlich gefallen.
Sehr wohlgefühlt habe ich mich in den beiden Nachbarschaftscafés, in denen ich Pausen einlegte. Dort herrschte eine sehr entspannte Atmosphäre und ich traf nur nette und hilfsbereite Mitmenschen. Das galt auch für meine sonstigen Begegnung mit Stuttgartern.
Die Staatsgalerie zu besuchen, hatte zu den Hauptmotiven für den Besuch in Stuttgart gehört. Könnte mir gut vorstellen, wegen einer Sonderausstellung zurückzukehren ein oder zweimal zu übernachten, vielleicht eine Theatervorstellung zu besuchen und auf einem Panoramaweg zu wandern. Gerade lese ich allerdings, dass die Staatsgalerie im Laufe diesen Jahres wegen Sanierungsarbeiten schließt und ein Interimsquartier am Schlossplatz beziehen wird. Mal sehen …
Im Januar schaffte ich noch einen Tagesausflug nach Memmingen, ein wunderbares Städtchen mit einer sehr sehenswerten Altstadt. Stay tuned!
Stuttgart im Januar # 4 erschien zuerst auf Wanderlustig.





































































































































































