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Wordless Wednesday in Bavaria/Tutzing erschien zuerst auf /was first published at Wanderlustig.

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Wordless Wednesday in Bavaria/Tutzing erschien zuerst auf /was first published at Wanderlustig.

Silent Sunday in Bavaria/Tutzing erschien zuerst auf /was first published at Wanderlustig.
Seit einigen Monaten kann ich aus persönlichen Gründen keine längeren Reisen mehr unternehmen. Anfang Januar tat sich dann wieder ein kleines Zeitfenster auf. Ich verbrachte zwei Tage in Stuttgart.
Über die Ankunft und meinen etwas holprigen Start in Stuttgart hatte ich schon berichtet (Stuttgart im Januar #1). Nun folgt die Fortsetzung. Damit es euch nicht langweilig wird, versuche ich einmal etwas Anderes. Anstatt „Dann ging ich dahin, fotografierte und dann ging ich weiter“ will ich die nicht mehr ganz junge Inga von außen beobachten und ihre altersbedingten Irrungen und Wirrungen beschreiben. Wenn euch die besuchten Sehenswürdigkeiten und Orte interessieren, könnt ihr jeweils die Links zu Wikipedia und Co anklicken.
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Früh am Morgen suchte Inga ein Bäckereicafé in der Nähe des Hotels auf. Schon seit einiger Zeit schaffte sie das Hotelfrühstück nicht mehr. Tja, das Alter ! Sie aß dann oft zuviel und hinterher war es ihr schlecht. Im Café bestellte sie sich einen Latte Macchiato, Orangensaft und ein Croissant mit Honig. Zusammen kostete es fast soviel wie das Hotelfrühstück und das Sitzen unter der lauten Lüftung fand sie sehr ungemütlich.
Bei sonnigem Winterwetter tappte sie danach durch den noch nicht bevölkerten Oberen Schlossgarten. Wegen Schnee und Glatteis musste sie sehr aufpassen. Jetzt bloß nicht stürzen ! Hinter dem Opern- und Schauspielhaus und dem Landtag (stylische Architektur aus den 1950er Jahren, aber das Gebäude wirkte recht klein) folgte sie der Eugenstraße.
Warum Inga dann unbedingt die vielen Stufen auf der steilen Treppe des Eugenstäffele zum Eugensplatz hinaufsteigen musste, weiß der Teufel. Die Stuttgarter Treppenanlagen oder Stäffele, sind eine lokale Sehenswürdigkeit, und diese konnte sie mal wieder nicht auslassen. Es klappte aber recht gut, obwohl die Stufen im oberen Bereich teilweise vereist waren und sie etwas außer Atem oben ankam. Der prächtige Panoramablick über den Stuttgarter Talkessel entschädigten sie für die Mühe.
Wir folgen der alten Dame, die auf nun auf breiten Straßen hinab zum Bohnenviertel schlenderte. In diesem Szene- und Ausgehviertel waren zur morgendlichen Stunden alle Läden und Lokale verrammelt, die Gassen wirkten verlassen ( na so was aber auch !) und die alten Bauten fand sie nicht gerade spektakulär. Die evangelische Leonhardskirche war außerdem geschlossen.
Als sie durch das Leonhardsvierel in Richtung Heusteigviertel ging, sah sie einige Erotik Bars („Girls, girls, girls“ o.Ä.). Die Gegend war wohl eine Mischung aus Rotlicht- und Ausgehviertel. Bohnen- und Heusteigviertel sollten laut Reiseführer Hotspots für Kaffeepausen sein, aber die durchgefrorene und kaffeedurstige Inga sah kein Café oder Lokal, das um 10 Uhr morgens geöffnet hatte.
Sie suchte Rat bei „Tante Google“ und fand ein hochgelobtes Café in der Nähe. Auf dem Weg entdeckte sie mehrere Pieces und zwei Murals, eine vom lokalen Street Artist Jeroo. Seine Werke hatte sie schon in Nürnberg und aus Rosenheim bewundert. So ganz verstehe ich nicht, warum Inga erst in reiferem Alter die Street Art lieben gelernt hat. Aber seis drum, es interessiert sie und macht ihr Spaß, und das ist schließlich die Hauptsache.
Im Nachbarschaftscafé fühlte sich Inga sehr wohl. Der Barista verneinte ihre Frage nach koffeinfreiem Kaffee, bereitete ihr aber reizenderweise einen weniger starken Cappuccino zu. Dazu bestellte sie sich ein Laugencroissant mit Ei. Alles schmeckte ausgesprochen köstlich und die anderen Gäste fand sie sehr freundlich und nett. Sie hätte den Rest des Tages in diesem Lokal verbringen können, aber das kam selbstverständlich nicht in Frage. Ihr Besichtigungsprogramm musste absolviert werden!
Wunderbar regeneriert kehrte sie zurück ins Zentrum. Die Touristeninformation war nun geöffnet. Sie bekam dort gute Unterlagen zu Rundgängen, z.B. über die Stuttgarter Hügel, die für die wärmere Jahreszeit geeignet waren, aber der Flyer zum Kunstspaziergang mit modernen Kunstwerken in der Öffentlichkeit wurde nicht mehr aufgelegt und zu Street Art gab es auch Nichts.
Nun war es höchste Zeit für Inga sich auszuruhen. Nicht nur die müden Knochen brauchten eine Pause. Sie kehrte ins Hotel zurück, wo sie bis 13 Uhr relaxte. Am Nachmittag besuchte sie die Weißenhofsiedlung auf dem Stuttgarter Killesberg. Wenn ihr euch für die Geschichte der Modernen Architektur interessiert, kommt doch einfach mit (Bericht folgt)!
Enttäuschen muss ich euch allerdings, wenn euch das Mercedes-Benz oder das Porsche Museum eher zusagen würde. Mit Autos hatte die alte Frau leider überhaupt nichts am Hut.
Stuttgart im Januar #2 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Silent Sunday Sunset erschien zuerst auf/was first published at Wanderlustig.
Seit einigen Monaten kann ich aus persönlichen Gründen keine längeren Reisen mehr unternehmen. Anfang Januar tat sich dann wieder ein kleines Zeitfenster auf. Ich fuhr nach Stuttgart, eine Stadt, die ich schon lange kennenlernen wollte.
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2.1.2026 – Ein holpriger Start !
Um meine Stimmung an diesem Tag zu schildern, gebe ich Auszüge aus meinem Reisetagebuch wieder.
Im Hauptbahnhof in München bekam ich erst einmal einen Schrecken. Mein Zug um 8:45 Uhr fiel aus. In der Reiseinformation sagte man mir, dass ich den nächsten Zug um 9:02 Uhr nehmen solle und eine Tür weiter, im Reisezentrum, konnte ich meine Sitzplatzreservierung umbuchen. Nach zwei Stunden erholsamer Fahrt in der 1.Klasse (Endlich wieder ! Mit dem wahrscheinlich voll belegten Eilzug via Deutschlandticket hätte ich mehr als drei Stunden gebraucht.) kamen wir in Stuttgart an. Irrte einmal rund um die Monsterbaustelle des Bahnhofsgebäudes zum Hotel, das in der Nähe des normalen Hauptausgangs lag.
Im Hotel war das Computersystem zusammengebrochen. Einchecken war nicht möglich. Wartete eine Viertelstunde, dann gab ich den Koffer ab und trollte mich. Draußen war es eklig nasskalt und grau. Freute mich über die gute Lage des Hotels : nicht weit von der Königstraße (Fußgängerzone zum Shoppen, was ich nicht nutzen sollte), über die man in kurzer Zeit den zentralen Schlossplatz erreicht. Na ja, der riesige Platz begeisterte mich nicht. Im Sommer, wenn die Blätter grün sind, sieht es dort wahrscheinlich schöner aus.
Der Renaissancehof des Alten Schlosses gefiel mir dann aber doch. Direkt dahinter liegt der Schillerplatz, der schönste Stuttgarter Platz (laut Reiseführer). Er war von historischen Gebäuden umgeben und ausnahmsweise waren dort mal keine Restaurants, Cafés oder Läden untergebracht (Anm: Bis auf das Restaurant „Alte Kanzlei“, das ich erst später entdecken sollte).
Danach kam ich an der Stiftskirche vorbei, dem ältesten Stuttgarter Gotteshaus. Am Eingang hing ein Schild „Geschlossen bis 6.1.2026, außer zur Messe am 4.1.“. Dann folgte der nächste Hammer. Die Touristeninformation am Marktplatz, wo ich mir einen besseren Stadtplan holen und mich nach Street Art erkundigen wollte, war wegen Inventur an diesem Tag nicht geöffnet.
Auf dem riesigen Marktplatz mit dem markanten Gebäude des Kaufhauses Breuninger wollte ich mich hinsetzen, fand aber keine freie Bank. Ich spazierte weiter zur Markthalle. Beide Restaurants im Erdgeschoss waren voll belegt und in die Edelgastronomie auf der Empore wollte ich nicht einkehren. Der Blick von oben in die Markthalle sah aber nett aus.
Schon etwas entnervt ging ich in ein Bräuhaus gegenüber der Markthalle. Wollte mir mit einer Flädelesuppe (Rinderbrühe mit Pfannkuchenstreifen) etwas Einfaches bestellen. Die Suppe musste ich zweimal zurückgehen lassen, weil sie lauwarm serviert wurde, was für mich bei Fleischbrühe ein absolutes Tabu darstellt. Beim zweiten Mal beschwerte ich mich und danach konnte ich die Suppe endlich heiß genießen. Das ganze Theater dauerte dann etwa eine Stunde (!).
Danach zog ich weiter zur Calwer Straße. Gut, da standen schöne historische Giebelhäuser, aber nur wenige, und in jedem alten Gebäude befand sich ein Café oder ein Restaurant.

Besuchte dann das Kunstmuseum, mehr aus Verzweifelung, weil ich nicht wusste, was ich in der Stuttgarter Innenstadt noch tun sollte. Die Sammlung mit vielen Gemälden von Otto Dix war allerdings nicht mein Fall. Ich hatte auf einen Platz im Dachterrassencafé mit schönem Blick auf den Schlossplatz gehofft, aber der gute Mann am Eingang konnte uns keinen Platz mehr anbieten. Im Gastraum sah es eigentlich nicht voll aus, aber er meinte, die Kollegen seien krank und er schaffe es nicht mehr. Wenigstens konnte ich neben dem Café den Schlossplatz durch die spiegelnden Scheiben fotografieren.
Sogar das Kaffeetrinken war schwierig. Im Café im Königsbau dachte ich, dass es eventuell noch etwas Besseres gab und ging in ein bekanntes Lokal in der Königstraße. Dort stand ich mit einigen Anderen in der Warteschlange. Schließlich wurde ich zu einem langen Holztisch geführt, an dem Hocker ohne Lehne standen. Ein Paar, das mit mir hineingekommen war, durfte an einem Vierertisch mit bequemen Stühlen sitzen. Fragte beim Kellner nach, der mir antwortete, dass es für mich keine andere Sitzmöglichkeit gab, weil ich alleine war. Verließ die ungastliche Stätte und kehrte zurück ins Café im Königsbau, wo ich eine köstliche Pistazienschnitte zum Cappuccino bekam.
Hinterher fotografierte ich noch ein bisschen auf dem Schlossplatz. Nun sah ich sogar die Sonne. Das Riesenrad und die Jubiläumssäule sahen im Abendlicht und in der Dämmerung herrlich aus.
Danach checkte ich im Hotel ein. Mein Zimmer lag sehr ruhig im 7.Stock im Innenhof.
Abends aß ich in einem vietnamesischen Lokal in der Nähe des Schlossplatzes. Hatte reserviert und wurde an ein Tischchen gesetzt, das direkt an der Theke stand. War nicht wirklich gemütlich, weil die Kellnerinnen dauernd vorbei flitzten, auch wenn sie dabei so ruhig waren, dass es nicht so auffiel. Fünf Minuten nach meiner Bestellung kam schon das Essen und nach einer knappen halben Stunde war ich wieder draußen. Die Ente hatte mir aber gut geschmeckt !
Das Riesenrad war um 20 Uhr schon geschlossen, aber den Königsbau, den Pavillion und das Kunstmuseum konnte ich schön beleuchtet fotografieren
Mit der U-Bahn fuhr ich zur Stadtbibliothek. Die Fassade war aber nicht so herrlich blau illuminiert, wie ich es auf vielen Fotos gesehen hatte. An der Information im Gebäude fragte ich nach. Es passierte nur noch an wenigen Tagen im Jahr. Wahrscheinlich eine Sparmaßnahme genau wie die Abschaffung der „Glanzlichter Stuttgart“, der Weihnachtsbeleuchtung des Schlossplatzes durch fünf Lichtkunstwerke, seit der Saison 2025/2026.

Zurück im Hotel ging ich an die Bar, wo ich einen alkoholfreien Mojito trank (nur Ginger Ale, Minze, Limette und Rohrzucker aber erfrischend und lecker). Mein 1. Tag in Stuttgart war nicht wirklich rund gelaufen. Hoffentlich wurde das noch besser !
Tatsächlich gefiel es mir am nächsten Tag in Stuttgart. Seid gespannt auf meinen Bericht.
Stuttgart im Januar #1 erschien zuerst auf Wanderlustig.

Nearly Silent Sunday in Heidelberg was first published at Wanderlustig.
„Landshut lohnt sich immer !“ dachte ich und begab mich an einem trüben Dezembermorgen in die niederbayerische Stadt mit 72000 Einwohnern. Mein letzter Besuch im liebenswerten Landshut lag schon jahrelang zurück. Es hatte mir dort immer gut gefallen, daher war nun höchste Zeit für eine Wiederholung.
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Eigentlich wollte ich mit dem Zug fahren, um mein Deutschlandticket zu nutzen, aber wieder einmal wurde eine Bahnstrecke saniert, so daß sich die Fahrtzeit verdoppelt hatte. Mit dem Weg zum Bahnhof wäre ich fast drei Stunden unterwegs gewesen, daher nahm ich das Auto. Nach einer guten Stunde kam ich in Landshut an, parkte auf dem riesigen Platz an der Grieserwiese (1€ pro Tag) und legte den kurzen Fußweg in die Altstadt zurück. Auf dem Dreifaltigkeitsplatz warf ich einen ersten Blick auf die hoch über der Stadt thronende Burg Trausnitz, die ich später besichtigen wollte.
Zunächst besuchte ich die spätgotische Martinskirche, die im Jahr 1500 fertiggestellt wurde und mit 130 Metern den höchsten Backsteinturm der Welt sowie den höchste Kirchturm Bayerns aufweist.
Weiter ging es durch die Fußgängerzone mit dem passenden Namen „Altstadt“ (wobei es noch eine Parallelstraße namens „Neustadt“ gibt, die nur etwas neuer wirkt), wo ich den gut erhaltenen Stadtkern mit zahlreichen Bauten aus der Gotik und der Renaissance bewundern konnte.
Vor einer Fassade hing eine riesige Stoffplane mit einer Darstellung der Landshuter Hochzeit. Im Jahr 1475 war Landshut Schauplatz der pompösen Hochzeit von Herzog Georg dem Reichen und der polnischen Königstochter Hedwig. Dieses Ereignis wird von den Landshuter Bürgern seit 1903 in einem mehrwöchigen historischen Fest nachgespielt, das alle vier Jahre im Sommer veranstaltet wird. Die nächste „Landshuter Hochzeit“ ist im Jahr 2027 geplant. Ich hätte schon Lust, mir einmal einen der Festzüge anzuschauen.
Mein nächstes Ziel war die Burg Trausnitz, aber vor dem Aufstieg brauchte ich noch eine Stärkung. Ich kehrte im Café Belstner (Werbung ohne Auftrag) im Herzen der Altstadt ein, wo ich mich aufwärmte und eine wunderbar köstliche „Himmlische Torte“ verspeiste. Danke Tom (von CoffeeNewstom) für diesen guten Tipp !
Gut gestärkt machte ich mich an den Aufstieg auf den Hofberg. Sehr fit war ich wieder nicht, doch langsam aber stetig erreichte ich das Ziel. Dabei muss ich recht angestrengt gewirkt haben. Eine freundliche Dame, die mir entgegenkam, rief mir aufmunternd zu : „Gleich haben Sie es geschafft !“. Schon peinlich, das Alter !
Im Burghof traf ich auf eine große Reisegruppe aus China, aber als meine Führung eine halbe Stunde später startete, waren wir glücklicherweise nur zu dritt. Wir verbrachten eine kurzweilige und interessante Geschichtsstunde im historischen Gemäuer (Baubeginn im Jahr 1204). Die Führerin erwähnte natürlich, dass die Ludwigs-Maximilian Universität in München bis 1826 in Landshut angesiedelt war, worauf das Ingolstädter Ehepaar, das an der Führung teilnahm, darauf hinwies, das die erste bayerische Landesuniversität 1472 in Ingolstadt gegründet wurde und erst im Jahr 1800 nach Landshut verlegt wurde. Heutzutage ist Landshut wieder Hochschulstandort mit knapp 5000 Studierenden.
Den wunderbaren Ausblick über die Landshuter Altstadt von der Burgterrasse konnte das trübe Wetter nur ein kleines bisschen trüben.
Durch den Hofgarten, der auf mich wie ein großer Stadtwald wirkte, stiegen wir wieder hinunter zur Altstadt. Ich ging sehr langsam und vorsichtig, weil mir das feuchte, steile Gelände rutschig vorkam. Schnell trennten sich daher unsere Wege.
Zurück in der Altstadt schaute ich noch im Rathausprunksaal vorbei, den man kostenlos besichtigen kann. Im Obergeschoss des Rathausmittelgebäudes befindet sich dieser prächtig bemalte Raum. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Saal im neugotischen Stil umgestaltet. Dargestellt ist auf Gemälden des umlaufenden Frieses die Landshuter Hochzeit (https://www.ostbayern-tourismus.de/attraktionen/rathausprunksaal-60cdcda1c7 mit einer 360 ° Ansicht). Angemessen beeindruckt verlies ich das Rathaus und bummelte noch ein bisschen durch die Fußgängerzone.
Zum Abschluss gönnte ich mir eine kleine Brotzeit und fuhr dann hochzufrieden nach Hause. Landshut hatte mir wieder sehr gut gefallen. In der warmen Jahreszeit möchte ich zurückkehren und weitere Plätze besuchen, u.a. am Isarufer spazieren und mir die Skulpturen von Fritz Koenig im Prantlgarten am Hofberg anschauen. Und auf einer Caféterrasse dem Treiben in der Altstadt zuzuschauen, ist sicher herrlich.
Tagestour : Landshut im Dezember erschien zuerst auf Wanderlustig.
14.11.2025
Vor 9 Uhr brach ich auf, um meine restlichen Ziele in Ulm „abzufrühstücken“. Zunächst machte ich mich auf den Weg zu den Grabenhäusle.
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Unterwegs kam ich am Kepler-Gymnasium vorbei, wo ich eine herrliche Mural mit Portraits der Wissenschaftler Kepler (links) und von Humboldt (rechts) bewunderte, die von Partners in Paint umgesetzt wurde.

Weiter ging’s zu den Grabenhäusle. Dort wohnt man quasi direkt auf der Stadtmauer. Die Grabenhäusle wurden Anfang des 17. Jahrhunderts als Soldatenunterkünfte gebaut. Damals eher einfach ausgestattet, sind die restaurierten Häuschen in malerischer Umgebung inzwischen heiß begehrte Immobilien. Und in einer Straße mit dem wunderbaren Namen „Seelengraben“ zu wohnen, hat was!
Während ich in Richtung Donauufer schlenderte, passierte ich das historische Zeughausgebäude, vor dem der skurrile Einsteinbrunnen steht, der dem berühmten Phyiker und Sohn der Stadt Ulm gewidmet ist. Es handelt es sich allerdings nicht um einen Brunnen sondern um eine Plastik.

Nun war es nicht mehr weit zum Gänsturm (Baubeginn im Jahr 1360), dem letzten noch verbliebenen Stadttor. An diesem Morgen war es sehr dunstig. Eigentlich sollte die Sonne herauskommen, aber darauf wartete ich vergeblich. Im Gegensatz zu dem herrlichen Wetter am Vortag musste ich nun mit flachem, trübem Fotolicht zurechtkommen.

Dann folgte ich dem Donauuferweg in Richtung Innenstadt. Mein nächstes Ziel war der Aufstieg auf den Berblinger Turm, der an Pionier der Luftfahrt Albrecht Ludwig Berblinger, den sog. Schneider von Ulm, und seinen leider mißglückten Flugversuch mit einer Art Gleitfluggerät über die Donau am 30. Mai 1811 erinnert. Erst 2020 wurde am Donauufer an der Stelle von Berblingers Flugversuch ein 20 Meter hoher, um 10° aus der Senkrechten zur Donau geneigter Aussichtsturm in Gestalt einer Wendeltreppe eröffnet, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Mir war der Aufstieg über die Stufen, durch die man nach unten blicken konnte, verbunden mit der Neigung des Turms, nicht geheuer. Stur geradeaus schauend strebte ich nach oben und nach einem kurzen Rundblick gleich wieder hinunter.



Zurück in der Altstadt fotografierte ich noch ein bisschen, u.a. den Kontrast der Fassade des historischen Rathauses zum pyramidenförmigen Neubau der Stadtbibliothek und eine besprühte Wand am Museum Ulm. Die Mural war teilweise von einer Baustelle (des Museumsgebäudes ?) verdeckt. Des öfteren frage ich mich, warum zur Zeit in unserem Land an so vielen Stellen gebaut wird, ob es sich vielleicht um Investitionen aus dem deutschen Sondervermögen für die Infrastruktur handelt.
Nach einem kurzen Rundgang durch die Altstadt kehrte ich ins Hotel zurück, um auszuchecken und meinen Koffer zu deponieren. Nach einer Stärkung in einem Bäckerei Café beschloss ich, dem nasskalten Wetter durch Ausstellungsbesuche auszuweichen.
In Stadthaus schaute ich mir die überaus interessante Fotoschau „Nothing Personal – The Back Office of War“ von Nikita Teryoshin an. Mit seiner Langzeitserie dokumentierte der Fotograf internationale Waffenmessen und zeigte dabei die Kulissen des Millardengeschäfts. Auf Empfängen wird das Kriegsgeschehen in einer künstlichen Umgebung vor Ministern, Staatsoberhäuptern, Generälen und Händlern eindrucksvoll inszeniert. Mir gefiel besonders, dass die Akteure zwar abgebildet, aber ihre Gesichter in der Regel nicht gezeigt wurden, was ihre Anonymität und Austauschbarkeit akzentuierte. Teilweise waren sie von hinten zu sehen, z.B. mit riesigen Militärkappen bekleidet, oder die Köpfe waren abgeschnitten.
Danach besuchte ich die Kunsthalle Weishaupt in der Neuen Mitte, die ich am Vortag fotografiert hatte. Leider wurde nicht die Sammlung von geometrisch-konkreter Kunst gezeigt, sondern die Ausstellung „Cosmic Color“ von Werken von Willi Siber, die nicht mein Fall war. Aber die moderne Architektur von Innen zu sehen, war interessant und eröffnete schöne Durchblicke.
Zum Mittagessen setzte ich mich in ein Café neben dem Herrenkeller, das gut besucht war und zwei Tagesgerichte anbot. Ich entschied mich für Tagliatelle mit Hähnchenbrust und Pilzen: eine gute Wahl!
Auf dem Rückweg zum Hotel entdeckte ich noch herrliche Fachwerkbauten und eine Figur, die den Ulmer Spatz darstellt. Dieser Vogel ist ein Wahrzeichen Ulms. Der Sage nach schafften es die Ulmer beim Bau des Münsters nicht, einen großen Balken durch das Stadttor zu bringen. Da sahen sie einen Spatzen, der einen Zweig im Schnabel trug und diesen vor dem Einbau in sein Nest längsseits drehte. Nun ging den Ulmern ein Licht auf. Sie legten den Balken der Länge nach auf ihren Wagen nicht, wie bisher, quer. Man muss sich aber fragen, ob derart begriffsstutzige Menschen ein so großartiges Bauwerk wie das Münster hätten errichten können.
Für das Museum „Brot und Kunst“ fehlte mir leider die Zeit. Diesen Besuch werde ich bei Gelegenheit nachholen.
Als ich mein Köfferchen zum Bahnhof rollte, entdeckte ich zum Abschied ein bemerkenswertes Street Art Werk „Stop Bombing Civilians“ : das ein Sterntalermädchen zeigt, das statt Talern Raketen auffängt. Man muss allerdings befürchten, dass sie dabei zu Schaden kommt!

Vor meiner Abfahrt wollte ich gerne noch einen Kaffee im Bahnhof trinken. Dort angekommen merkte ich, dass die Bahnhofshalle wegen Renovierung geschlossen war. In einem Bäckereicafé auf der anderen Straßenseite fand ich noch einen Platz. Beim Cappuccino, der nicht gerade köstlich war, dachte ich wieder darüber nach, warum zur Zeit so viele öffentliche Gebäude in Deutschland jahrelang umgebaut werden müssen.
Der Zug nach München war hoffnungslos überfüllt. Ich fand noch einen Sitzplatz, war aber froh als die zweistündige Fahrt mit zum Teil arg nervenden Mitreisenden zu Ende war. Immerhin kamen wir pünktlich in München an.
Fazit
Ulm ist eine Reise wert. Die kompakte Innenstadt lässt sich ohne Weiteres fußläufig besichtigen. Ulm eignet sich gut für einen Kurztrip und kann z.B. an langen Sommertagen auch gut an einem Tag besichtigt werden. Gemütlicher ist es allerdings mit einer Übernachtung in der malerischen Altstadt.
Hin- und hergerissen war ich nicht von den Ulmer Sehenswürdigkeiten, fand ich es aber recht nett in der Stadt. Mit weniger Baustellen, z.B. im Fischerviertel, lässt sich dort sicher eine entspannte Zeit verbringen.
Gefallen hat mir besonders die hochkarätige, kostenlose Fotoausstellung im Stadthaus. Wenn ich wieder einmal in der Gegend bin, würde ich schauen, was dort gezeigt wird.
Eine längere Reise mit dem Regionalzug möchte ich mir aber nicht mehr antun. Lieber verzichte ich auf die Fahrt mit dem Deutschlandticket und nehme den ICE.
Kurztrip im November : Ulm #2 erschien zuerst auf Wanderlustig.
Seit einigen Monaten kann ich aus persönlichen Gründen keine längeren Reisen mehr unternehmen. Kleine Fluchten sind aber mitunter möglich. Im November 2025 brach ich wieder zu einem Kurztrip auf. „In Ulm und um Ulm und in Ulm und um Ulm herum“ hielt ich mich nicht auf, stromerte aber doch kreuz und quer durch die Ulmer Altstadt.
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13.11.2025
Kurz vor 11 Uhr kam ich nach zwei Stunden Fahrt mit dem Bummelzug (pardon: Regionalexpress) pünktlich in Ulm an. Zum Hotel lief ich nur zehn Minuten, deponierte mein Köfferchen und ging gleich zum Münsterplatz. Ebenfalls ein kurzer Fußweg !
Auf dem Münsterplatz erlitt ich den im deutschen November üblichen Schock : alles war verbarrikadiert, der Weihnachtsmarkt wurde aufgebaut. Im Stadthaus, dem modernen Ausstellungsgebäude am Münsterplatz, fuhr ich auf die Aussichtsterrasse im 3. Stock. Dort hatte ich einen guten Blick auf das Münster.


Dann war es nicht einfach, den Zugang zum Ulmer Münster, immerhin die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt, zu finden. Nachdem ich mehrfach am Bauzaun entlang gelaufen war und Passanten angesprochen hatte, gelang es mir schließlich. Im Kircheninneren des größten gotischen Sakralbaus in Süddeutschland und der größten protestantische Kirche in Deutschland, die ab 1377 gebaut wurde (Quelle: Wikipedia), war natürlich wieder Baustelle. Der lichte Gesamteindruck im Münster gefiel mir, auch wenn man hinter dem Gerüst den Altar und weitere kunstvollen Objekte nicht sehen konnte, wohl aber die Orgel.
Dann konnte ich es wieder einmal nicht lassen. Gesundheitlich war ich nicht richtig fit, musste aber unbedingt auf den Turm steigen. Immerhin handelt es sich um den zweithöchsten Kirchturm der Welt (erst im Oktober 2025 war er vom noch unvollendeten Turm der Sagrada Familia in Barcelona als der Höchste entthront worden). Glücklicherweise konnte ich wegen der Bauarbeiten von den 768 Stufen nur 520 Stufen hinaufsteigen.
Der Aufstieg über die enge Treppe ohne nennenswerte Rastmöglichkeiten war schrecklich anstrengend. Zum Schluss ging ich im Zehnertakt, immer 10 Stufen weiter und dann eine kurze Pause. Außerdem begann, als ich den Turm hinaufjapste, auch noch ein sehr lautes und langes Mittagsläuten der Glocken. Der Ausblick über die Stadt war schön, aber die Strapaze definitiv nicht wert. Es wunderte mich nicht, dass ich beim Aufstieg nur einem Mann begegnete.
Mit zitternden Knien kam ich wieder unten an. Ich steuerte das nächste Restaurant am Münsterplatz an und regenerierte mich bei sehr leckeren knusprigen Bruschette.
Gut erholt spazierte ich danach zum Rathaus, aber zunächst zur „Neuen Mitte“. Durch den Rückbau einer vierspurigen Straße durch das Ulmer Zentrum hatte sich die Möglichkeit ergeben, ab dem Jahr 2004 mitten in der Altstadt modernste Architektur zu errichten. Beteiligt waren an den Bauten rund um den Hans-und-Sophie-Scholl-Platz Stararchitekten wie Gottfried-Böhm, der einzige deutsche Träger des Pritzker Preises (Zentralbibliothek in Pyramidenform), Stefan Braunfels (Kaufhaus „Münstertor“ und Sparkassengebäude) und Wolfgang Wöhr (Kunsthalle Weishaupt).
Quelle: http://www.schwaebischealb.de
Nachdem ich die Pilgerstätte der modernen Architektur bewundert hatte, ging ich zum historischen Rathaus mit seinen farbenprächtigen Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert und der astronomischen Uhr. Ziemlich opulente Fassaden, die ich persönlich fast schon ein kleines bisschen überladen fand (sorry !).
Dann schlenderte ich bei schönstem Sonnenschein zur Donau, ging durch das Metzgertor aus dem 13.Jahrhundert, dem schiefen Turm von Ulm, und auf der Stadtmauer zum Fischerviertel. Leider waren die schönsten malerischen Fachwerkgebäude hinter Bauzäunen versteckt. Und erst im dritten Anlauf gelang es mir, ein Mühlrad von dem Standpunkt zu fotografieren, den ich auf der Seite der Touristeninformation gesehen hatte. Trotzdem gefiel mir der Spaziergang im Sonnenschein.





Zurück in der Altstadt besuchte ich das Café Bellavista (Werbung ohne Auftrag) im Münstertor. Während ich ein sehr delikates Tiramisutörtchen zum Cappuccino verspeiste, freute ich mich über einen herrlichen Blick auf das Münster im warmen Nachmittagslicht.
Danach kehrte ich zur Donau zurück, um den Sonnenuntergang abzulichten, der allerdings nicht sehr fotogen war, weil die Sonne vorher hinter den Häusern verschwand.
Abends folgte ich einer Empfehlung von Tripadvisor und speiste in einem Traditionslokal. Die sauren Nierchen waren in Ordnung, aber ich hatte noch nicht ausgetrunken, da wurde ich schon gefragt, ob ich ein neues Getränk bestellen wollte und kurz danach, ob ich ein Dessert möchte. Ich verneinte Beides und dann kam immer abwechselnd einer der beiden Kellner an meinen Tisch und fragte nach meinen Wünschen. Dabei waren im Restaurant noch Tische frei ! Schließlich reichte es mir, ich zahlte und verließ das Lokal.
Auf dem Weg ins Hotel kehrte ich im Herrenkeller (Werbung ohne Auftrag) ein, einem Tipp der Hotelrezeption. Dort war es pickpacke voll, ich durfte mich aber trotzdem auf dem letzten Platz niederlassen. Sehr gemütlich ließ ich den Abend bei einem leckeren, wenn auch sehr mächtigen, Dessert und einem alkoholfreien Weißbier ausklingen.
Bevor ich ziemlich erschöpft in die Federn sank, überlegte ich mir noch, was ich vor meiner Heimreise am nächsten Tag unternehmen wollte. Seid gespannt!
Kurztrip im November: Ulm #1 erschien zuerst auf Wanderlustig.
Seit einigen Monaten kann ich aus persönlichen Gründen keine längeren Reisen unternehmen. Kleine Fluchten sind aber mitunter möglich. So verschlug es mich Mitte Oktober wieder nach Nürnberg.
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Fotomesse
Am Samstag fuhr ich nach Nürnberg, um die Fotomesse „Imaging World“ zu besuchen. Von meinem Hotel in der Nähe des Bahnhofs nahm ich die U-Bahn, die mich in wenigen Minuten zum Messezentrum brachte.
Es war mein erster Besuch einer Fotomesse. Zum Einen staunte ich sehr über das große Sortiment der ausgestellten Fototechnik und zum Anderen über das Publikum. Etliche Besucher, vor allem die männlichen, hatten sich Kameras mit Monsterteleobjektiven umgehängt. Soo weit waren die Motive in der mittelgroßen Messehalle nun auch wieder nicht entfernt …
Die Panels waren zum Teil recht interessant, besonders gefiel es mir beim Schauspieler Armin Rohde, der von seiner Fotoleidenschaft erzählte. In seiner Jugend wollte er Fotojournalist werden, aber dann war ihm in den USA sein sehr teures Equipment gestohlen worden, so dass er viele Jahre lang nicht mehr fotografierte und stattdessen Schauspieler wurde. Inzwischen pflegt er seine Passion wieder und zeigt seine Fotos auf Ausstellungen.
Eine sehr delikate Kostprobe bekam ich am Stand der Foodfotography.
Abends ging ich noch zu einem Empfang der Fotocommunity, in der ich seit einem Jahr Mitglied bin. Alles in Allem ein interessanter und anregender Tag !
Street Art und Stadtspaziergang
Am Sonntag morgen begab ich mich wieder auf Street Art Suche. Im Februar hatte ich die Nürnberger Street Art Hotspots in Langwasser und Gostenhof ausgekundschaftet. Nun wollte ich weitere Werke in anderen Stadtteilen anschauen.
Zunächst lief ich zur Köhnstraße 5 hinter dem Hauptbahnhof. Unter der künstlerischen Leitung von Marissa Herzog entstand dort im Sommer 2025 eine bunte Wand zum Nachhaltigkeitsziel „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ mit Bürgerbeteiligung nach dem Prinzip „Malen nach Zahlen“.



Dann erkundete ich die Urban Art in der Nähe der Wöhrder Wiese. Ich spazierte an der Pegnitz entlang und fand nach etwas Suchen das Werk „Letting the Kids play“ von Hombre SUK und Skor 72 am Hübnersplatz 12.
In der Marientorunterführung in der Nähe bewunderte ich „Intra Muros, Extra Muros“, die poetischen Kinderbilder des tschechischen Künstlers Jakub Janowski.


Nach einer Pause in einem Bäckerei Café wurde es Zeit für einen Gang durch die Altstadt, wo ich die allseits bekannten Fotomotive, das Heilig-Geist-Spital und den Blick von der Maxbrücke noch einmal aufsuchte, bevor ich mit der U-Bahn zur weiteren Street Art Suche in den Nürnberger Nordosten fuhr.
Die wunderbare Mural „Frau mit Kind und Chrysantheme und Kind “ von Telmo Miel, die für die Verbindung zwischen den Generationen steht, in der Äußeren Bayreuther Str. 102 entdeckte ich gleich neben dem U-Bahnhof.

Zur Äußeren Bayreuther Straße 41 ging ich zu Fuß und sah dort „Für Vielfalt in Nürnberg“ von Christian Roesner. Auf der riesigen Häuserfassade werden viele verschiedene Tiere gezeigt, die um einen schwarzen Tapir gruppiert sind, ein Plädoyer für Biodiversität, gesponsert durch die Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.

Schon ein bisschen fußlahm schlappte ich zur Schopenhauer Straße 32, wo Jeroo, einer der bekanntesten deutschen Urban Artists, ein 120qm großes Wandgemälde gestaltet hatte. Das Mural zeigt die typischen Vögel, Formen und Blüten, die an Jugendstil-Motive erinnern. Den Titel des großartigen Werks konnte ich leider nirgends finden.

Mit dem Bus fuhr ich zum nächsten und letzten Street Art Werk am Nordring 48-50, in einer Tordurchfahrt zu einem Wohngebiet, die von Julian Vogel, dem lokalen Street Artist, mit farbenfrohen tropischen Vögeln verziert wurde. Zu meinem Ärger stand dort ein Polizeifahrzeug, das sich kein Stückchen weiter bewegte, obwohl die Herren sehen mussten, wie ich mich verrenkte, um das Piece „Exotische Vögel“ einigermaßen abzulichten.


Mit Bus und U-Bahn fuhr ich zurück in die Innenstadt.
Und zum Abschluss ließ ich mir noch Fränkische Bratwürste mit Sauerkraut und Krustenbrot schmecken. Sehr lecker! War nur eine Vorspeise und die Portion hätte dem fränkischen Esser, der an Schäufelegerichte gewöhnt ist, wahrscheinlich nicht ausgereicht.

Als ich mit dem Zug zurück nach Hause fuhr, ließ ich meinen kurzen Aufenthalt in Nürnberg Revue passieren. Neben dem Messebesuch dachte ich vor allem an die großartige Street Art, die ich gesehen hatte. Während in Langwasser und Gostenhof zahlreiche Werke in unmittelbarer Umgebung zu sehen sind, waren die von mir gerade besuchten Pieces in der Stadt verteilt und daher etwas mühsamer zu erreichen.
Aber es hatte sich trotzdem gelohnt. Allerdings hatte ich nun die Highlights der Nürnberger Urban Art gesehen und ein weitere Tour konnte warten, bis es etwas Neues zu bewundern geben würde.
Kurztrip im Oktober: Nürnberg erschien zuerst auf Wanderlustig.