So müde!!! 😴

Es ist noch immer bitterkalt, es friert wie schon seit Anfang Januar (-9° letzte Nacht) – die längste Frostperiode seit fünfzehn Jahren, hörte ich gestern

Immerhin: seit dem letzten Schnee, vorgestern, ist die Sonne herausgekommen. Nun glitzert die Welt!

Mein Körper allerdings scheint den Frühling nahen zu fühlen, ich bin sooooooo müde! Und hungrig – ich könnte den ganzen Tag nur rumgammeln und essen. Und dann früh schlafengehn. (Was heißt „ich KÖNNTE“? Viel mehr tu ich tatsächlich nicht.) Geht Euch das auch so?

Tja – isso…. und tatsächlich soll’s morgen nacht umschlagen und Mitte der Woche dann sogar zweistellige Plusgrade kriegen! Ich bin gespannt!

Flur, wieder nutzbar.

Fertig.
Jedenfalls fertig genug *g*

Am Samstag hab ich die Regale wieder eingebaut, eine schweißtreibende Arbeit, zu meiner Verwunderung – denn die alten Löcher waren ja noch da, wieso also sperrten sich manche Schrauben so, wieso meinten die Bretter, die Wände seien nun dichter aneinander als zuvor?
Das obere Brett hat der Herr F. angebracht….

Ich würde gern noch Vieles tun:

  • aus den schönen Pitchpinebrettern neue Regale machen – die alten Bretter sind wirklich nicht schön. Es sind Reste einer Wandverkleidung, leicht spakig sind die auch, inzwischen
  • Am Lichtschalter zeigte sich beim Befestigen des Oberbaus plötzlich ein Mauerloch. Auch das war wohl von Tapete bedeckt gewesen, und da natürlich das „Gehäuse“ abgenommen war, war mir das nicht aufgefallen bzw war ich davon ausgegangen, das werde später überdeckt sein
  • die Übergänge Wand-Boden hab ich mit meinen rudimentären Spachtelkünsten nicht hingekriegt. Da wäre ein Stück Fußleiste gut
  • Der Türrahmen gehört neu lackiert, mindestens aber gehört überhaupt mal Lack auf die Oberseite des oberen Teils✅, denn dort ist – Raufaser sei Dank – ungestrichenes Holz zu sehen
  • und natürlich: die Schablonenverzierung!!!✅

Momentan ist nicht absehbar, ob irgendetwas davon jemals passieren wird. (Edit: ✅= das IST passiert) Insgesamt ist es eben doch nur ein kleines Flürchen, das Niemand sich je genau anguckt – und ich bin sehr erleichtert, daß das Baustellenchaos wieder weg ist, Alles beim schnellen Hingucken gut aussieht und es wieder sauber und benutzbar ist.

Das mit der Schablonenmacherei allerdings frustriert mich erheblich!
Es kann doch so schwer nicht sein, das von der Wand Abgenommene auf einen schablonierfähigen Untergrund zu übertragen!?
Doch, kann es…… wenn frau halt nicht „kann“.

Bei dieser kleineren Vorlage hab ichs EINIGERMASSEN hingekriegt, vielleicht reicht das, wenn ich’s nicht sehr kontrastfarben aufbringe.

Bei dieser größeren, geschwungeneren sehe ich momentan noch kein Land.

Ich habe mir Kohlepapier besorgt, bin aber schlicht nicht fähig, die Fehlstellen von der Wand so zu ergänzen, daß das Ganze gut aussieht. Ich habe das Auge dafür und weiß genau: so gehört der Strich, da muß der Bogen so aussehen, so dick muß es sein. Aber meine Hände sind nicht in der Lage, den Strich oder Bogen so zu zeichnen, daß das, was das innere Auge vor sich sieht, auf dem Papier landet. Und ein geometrisches, gleichmäßiges Muster sieht halt nur dann gut aus, wenn es gleichmäßig und eben ist.

Mal sehen, ob irgendwann nochmal was draus wird….

Jetzt aber noch ein Katzenbild! 🙂

Katze auf zartgelbem, frisch gestrichenem und raufaserlosem Grund!

Mir gefällt’s 🙂

Beim Wettbewerb „die erste Blüte des Jahres“….

….hat, während es im Garten überall noch so aussieht

in diesem Jahr der Elfenkrokus den Sieg davongetragen!

kein Winterling, kein Schneeglöckchen, nirgends – aber er streckt den ersten Sonnenstrahlen seit Wochen gleich VIER Blüten entgegen!

Teaser: seit heute hängt die neue alte Garderobe, bis auf noch zu erledigende Kleinigkeiten ist der Flur fertig! Wir sind grad dabei, die Bude vom allgegenwärtigen Baustaub zu befreien, bevor heute Abend Freunde zu Besuch kommen. Beim Müll rausbringen hab ich einen Gartengang angeschlossen (mit Gummistiefeln, der Schnee liegt zT wadenhoch) und das Kroküßchen entdeckt.

Weiter gehts….

Das ist, was ich heute getan habe.

Ganz oben sieht man, daß der Herr F. am letzten Wochenende die Decke des Flürchens weiß gestrichen hat. Zuvor hatte ich die Spalten zu den Türrahmen noch mit Acryl versäubert – auch das in zwei Etappen, weil sie trotz aller Spachtelei noch immer groß waren
Decke streichen ist auch Jahre nach „Frozen Shoulder“ noch immer ein Garant für Schmerzen – wahrscheinlich wird das den Rest meines Lebens so bleiben. Deshalb hat er das gemacht.
Heute nun habe ich sämtliche Ränder und Kanten gestrichen. Über eine Stunde hat das gedauert, zT auch das über Schulterhöhe. Ich habe mir verkniffen, mit den Flächen weiterzumachen, obwohl ja „naß in naß“ besser aussieht – ich bin gespannt, ob das ausgereicht hat, um mich vor größeren Nacken- und Schulterschmerzen zu schützen.

Derweil draußen derselbe trostlose Anblick wie seit Wochen, allerdings diesmal wieder mit Neuschnee:

Das, was über der Koppel „weiß“ wirkt ist arges Schneegestöber

Ich habe vormittags ca 3 oder 4cm Pappschnee geschippt, nachher, wenns hoffentlich irgendwann auhört, werden mindestens nochmal 5cm dazugekommen sein. So ätzend – seit Wochen geht das nun schon so. Es muß doch irgendwann mal wieder dauerhaft tauen und vor allem auch mal SONNE durchkommen!? Bäh!

Na, ich verziehe mich jetzt wieder – derzeit habe ich einen Durchsatz von ca einem Buch pro Tag und sitze trotzdem auch noch viel zu viel vor der Glotze.
Ich sag ja: trostlos!

Aber über das Geschaffte freu ich mich 🙂 Nun ist ein Ende der Baustellenzeit absehbar!

Mobilität auf dem Lande

Schon seit Jahren ist es zeitweise fast unmöglich geworden, von Angeln aus in einigermaßen vernünftiger Zeit über die Schlei nach Schwansen zu gelangen.
Ursprünglich gab es mehrere Fähren und die alte Klappbrücke in Lindaunis, die seit 1924 ihren Dienst getan hat. Züge und Autos aus beiden Richtungen mussten sich eine Fahrspur teilen, außerdem wurde stündlich einmal die Brücke hochgeklappt, um Segler durchzulassen.

Das war zwar immer mal ein Ärgernis, aber daß eine Erneuerung so BER-mäßig laufen würde, das hatte sich nun doch Niemand träumen lassen…. denn 2021 wurde die alte Brücke stillgelegt. Eine neue Brücke wird seitdem gebaut.
Ursprünglich hätten wir schon 2023 über diese neue Brücke fahren sollen, die nun getrennte Spuren für Autos und Bahn gehabt hätte. Tatsächlich aber war die Brücke über lange Zeit ganz gesperrt.

Exkurs: ein Ausweichen über die Missunder Schleifähre für Autos war eine Zeit lang möglich, bis dort – nuja, eigentlich müsste Missunde in „Schilda“ umbenannt werden….  (verlinkt ist ein NDR-Artikel, der das Ganze plastisch schildert – allerdings hat es mit dem Start der neuen Fähre Ende 2025 auch wieder nicht geklappt…. aber es fährt momentan ja wieder die alte Fähre)

Mit dem Auto muß Stand jetzt über Schleswig oder Kappeln fahren, wer Richtung Eckernförde/ Kiel/ allgemein in den Süden möchte. Aber die Züge fahren wieder …. wie?
Von Flensburg aus pendelt ein Zug bis „Schleibrücke Nord“. Dort müssen Alle raus und zu Fuß über die alte Brücke laufen, neben der die neue gebaut wird…. und gebaut….. und gebaut…..
Auf der anderen Schleiseite ist der Halt „Schleibrücke Süd“. Dort steigt Alles wieder in den dort bestenfalls schon wartenden Zug, der uns dann weiter bringt.
Tja.
Diese schräge Zugfahrt (über deren Möglichkeit ich allerdings wirklich froh bin! Besser als mit dem Auto so große Umwege zu fahren!) hab ich vorgestern mal wieder genutzt, und da der Zug an der Schleibrücke Nord Verspätung hatte, hatte ich Zeit, für Euch ein paar Fotos zu machen

Brückenwärterhäuschen, neu

Brückenwärterhäuschen, neu

…und alt.

Fußgängerbrücke neu

…. und alt (da sieht man die Gleise noch)

Da sitzt doch ein Pinguin!?
(Nee, Scherz….ist nur ein Kormoran….)

Brückenpfeileranfang. Das wird ein MONSTER!

 

Was NOCH kein Ende nimmt:

Katzenkummer.

Gestern abend, kurz vorm Zubettgehn, kam der Mauski humpelnd und blutend rein. Am linken Bein und an der rechten Schulter blutig, ein Stückchen vom rechten Ohr fehlt, überm einen Auge ist eine fette Schramme. Und fremdes Fell in den Krallen. Fuck!

Wir haben ihn erstmal mit Schmerzmittel versorgt und warten nun ab, ob sich die Wunden als harmlos zeigen, oder ob sich wieder was entzündet bzw sich sonstwas Beunruhigendes zeigt.
Offenbar ist ein neuer Kater im Revier: vorgestern und tags davor hat ElMauski uns mit Katergesängen (Drohgehabe) im Wintergarten erschreckt, ich sah einmal beim Fensteröffnen einen Gefleckten wegrennen….
Mich erinnert Mauskis Zustand sehr an die erste Zeit hier, als er raus durfte. Da hatte er ja auch einen echten Feind und war schlimm verwundet. Nach einiger Zeit hatte man sich offenbar geeinigt.
Ich hab mal im Blog gesucht:

  • November 2019,
  • Dezember 2019
  • Februar 2020
  • November 2024
  • Mai 2025

habe ich gefunden, immer Sorgen wegen Kloppe-Wunden, zT mit Tierarzt bzw gabs Antibiotika ohne Tierarzt

Diese Nacht haben wir die Klappen geschlossen, aber Mauski wollte eh erst morgens wieder raus. Das Hinken ist nur noch ganz leicht (allerdings hat er ja auch Schmerzmittel), er ist hungrig – ansonsten schläft er.
Ich allerdings habe sehr schlecht geschlafen. Was mir zu schaffen macht ist die tiefe Unsicherheit; man kann ja nicht einfach mal vorsorglich zum Tierarzt fahren wie mit einer normalen Katze.
Am Montag gehts dann aber hin, sollte nicht bis dahin Alles deutlich harmlos sein (will heißen: nix dick, Hinken ganz weg). Das muß der Herr F. erledigen, denn am Montag beginnt auch meine „Arzt-Woche“ mit einem Ohrenarzttermin.

Es nimmt kein Ende….

Wenns kalt ist, muß man sich’s gemütlich machen …

Was kein Ende nimmt?

  1. Das Winterwetter. Gestern wurde zum 2. Mal unser Doppelkopftermin verschooben – wieder Schneegestöber, diesmal aber bei 0–1° – will heißen: Schneewehen, aber vor allem: glatt isses! Trotzdem nimmt der Dauerfrost kein Ende: wo der Boden seit Wochen steinhart gefroren ist, hilfts auch nix, wenn ein paar Stunden am Tag 1°C angesagt sind…. Der Wind immerhin wird langsam weniger, seit gestern sinken die Windstärken zumindest mal unter die 30 km/Std
  2. Die Spachtelei. Da sind so tiefe Löcher, daß das nicht mit einer Lage getan ist. Immerhin: nachdem ich den großen Riß überm Türrahmen mit Bauschaum gefüllt hatte (und dessen überstehende Wülste abgeschnitten; natürlich isses mir NICHT geglückt, richtig zu dosieren. Aber das ging, nix war über das Rahmenholz gequollen), habe ich DEN immerhin mit nur 3 Lagen dicht und einigermaßen glatt bekommen. Aber unten, zum Boden hin, sind noch fette Putzabbrüche – ich hoffe, heute endlich auch die verfüllen zu können.

Blöd ist, daß nach jedem Spachteln (und das dauert dann keine halbe Stunde jedes Mal) Handgelenk, Nacken und Schulter wütend protestieren. Und manchmal kommt noch hartnäckiges Kopfweh dazu. Deshalb dauern die Pausen zwischen den Lagen eher zwei Tage als einen halben Tag (was zum Durchtrocknen durchaus ausreichen würde)
Nuja, was lange währt…..

Zehn Jahre Naturgarten!

Das hätte ich damals nicht gedacht, als eine neue Bekanntschaft mir einen Stapel Natur&Garten – Zeitschriften auslieh!

Hier hab ich von den ersten Impulsen geschrieben *klick*, damals, im Februar 2016 – und zack, sind zehn Jahre rum, der Garten hat sich ordentlich gewandelt, hat sogar eine Silber-Prämierung bekommen, und ich sitze im Regiogruppenvorstand unserer S-H-Gruppe, zuständig fürs Schreiben des Rundbriefs an unsere mehrere Hundert Mitglieder und InteressentInnen.

Aber was hat sich denn nun im Garten konkret getan?

  • die Silber-Goldnessel ist aus dem gesamten Garten verschwunden, drängt aber stets aus sämtlichen Randbereichen nach, weil sie in Nachbars Gärten ist, im Knick und auch auf den Randstreifen zum Acker. Und auf DEN Flächen, die ich als zum Garten gehörig betrachte, was aber eigentlich nicht stimmt – also am Wall direkt hinterm Hof zB – will heißen: ich bleibe ständig dran, und solange ich das tu, hab ich im Garten keine Silbergoldnessel. Warum das von Belang ist? Weil die Silber-Goldnessel eine invasive Art ist, die in meinem Garten so dominant war, daß in großen Flächen außer Giersch und ihr nix mehr zu finden war. Dasselbe gilt für die Schneebeere: vorher große Flächen, jetzt weg. Hier ist ein Artikel, der gut beschreibt, warum es gut ist, invasive Arten aus Gärten zu entfernen: *klick*
    Einige andere invasive Arten stehen bei uns trotzdem noch, so wie der letztens erwähnte runzelblättrige Schneeball oder mein eines, mickriges Sommerfliederexemplar.
  • Auch die meisten Forsythien sind weg und durch Sträucher ersetzt, die Nutzen für die Tierwelt haben (Forsythien blühen schön, werden aber von überhaupt keiner unserer heimischen Tierarten genutzt. Eine gute Alternative, wenn man das frühe gelbe Blühen mag, sind Kornelkirschen)
  • Der Teich hat durch die Teichsanierung und Einsaat und Bepflanzung mit heimischen Pflanzen Licht, Luft und Leben bekommen
  • Laub bleibt im Garten liegen. Dünne Blätterschichten bleiben ganz, dicke Schichten reche ich nur in den Beeten und erst im Frühjahr weg, hier und da sind auch ganze Haufen für Igel und Co
  • es gibt ne Menge Totholz im Garten (warum DAS wichtig ist, damit hab ich Euch schon oft genug genervt – ich hoffe, es hat gewirkt 😉 )
  • auch im Staudenbeet hat sich die Zusammensetzung der Pflanzen sehr stark gen „heimische“ verschoben.

    Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass die Annahme „Glockenblume ist gleich Glockenblume“ oder „Naja, ist ja die gleiche Gattung, dann passt das schon“ ein Trugschluss ist. Heimische Wildpflanzen wurden mit 67% aller Blütenbesuche signifikant häufiger besucht als verwandte nichtheimische Pflanzen (24%) und nicht verwandte exotische Pflanzen (9%). Dieses Ergebnis ist für Naturgärtner zwar nicht überraschend – es ist damit aber „amtlich“. (Quelle: naturgarten.org Im verlinkten Beitrag stehen viel mehr Details)

  • der Rasen wird seltener gemäht. Dadurch wird er mehr und mehr zum Kräuterrasen. Gundermann, Braunelle, Gänseblümchen, Fingerkraut, Hahnenfuß, …… können hier blühen. Da es viele Zecken gibt, haben wir aber auch öfter gemähte Rasenstücke dort, wo wir viel sitzen. Die eh nicht genutzte superschattige Fläche unter den Buchen ist in drei Bereiche aufgeteilt, die zu unterschiedlichen Zeiten 1-2x jährlich gemäht werden. Im Buchenschatten entsteht dadurch zwar leider keine bunte Blühwiese, aber auch Gräser sind zB für viele Schmetterlingsraupen als Nahrung und auch zum Überwintern in den alten Grasbüscheln, die in selten gemähten Flächen entstehen, wichtige Pflanzen.
  • es gibt mehrere Kleinteiche (auch mein vielbeschriebenes Sumpfbeet hat sich eher als Kleinteich herausgestellt, denn so trocken es auch ist – irgendwie steht da doch immer Wasser….. ich überlege, ob ich ein Loch in die Zinkwanne bohren soll – und wenn, in welcher Höhe….)

Mehr fällt mir jetzt spontan nicht ein – eine große Veränderung für den Garten und ein riesiger Gewinn für die Tier-und Pflanzenwelt. Bei uns wohnen zB seit vielen Jahren Igel, auch im letzten Herbst haben wir wieder Jungigel gesehen, die den Garten erkundeten. In meiner Tierliste ist gut zu sehen, was kreucht und fleucht – und da gibt es ja unendlich viel mehr, denn ich kann nur relativ große und relativ ruhige Tiere überhaupt zu bestimmen versuchen….. momentan stehen da immerhin 342 Tierarten drauf! Einige wenige sind sogar Rote-Listen-Arten.
Und, ganz nebenbei 😉 : auch für uns, die wir ja gerne da drin sind und gucken…. (und buddeln, auch wenn ich das merklich weniger kann als vor der fucking Frozen Shoulder) ist der Garten eine große Freude.

Zum Trost in schlechten Zeiten

Der Mensch sagt, die Zeit vergeht.
Die Zeit sagt, der Mensch vergeht.

Indisches Sprichwort


Mir hilft, wenn die üble Weltenlage mich mal wieder zu überrollen droht, immer wieder die lange Sicht.
Da gibt es „es geht Alles vorüber, es geht Alles vorbei – auf jeden September folgt wieder ein Mai“ (das ist ein alter Schlager) für persönliches Ungemach. Oder den zugegebenermaßen uralten Witz „Treffen sich zwei Planeten. „Uuuuuh, mir ist so schlecht!“, sagt die Erde „Was ist denn los?“ „Ach, ich hab Mensch!“ „Kenn ich, hatte ich auch schon! Das geht vorbei….“
Oder, etwas ernsthafter, wenn ich an zu viel Trump, Netanjahu oder Putin leide, das Lesen von Büchern, die Menschen geschrieben haben, die das Zeitgeschehen in längere Achsen einordnen. Ist ja nix Neues, daß Weltordnungen sich ändern, daß Imperien fallen und neu errichtet werden oder auch „nur“, daß narzisstische Gernegroße mit viel Macht großes Unheil über viele unschuldige Menschen bringen.
Daß das Alles schonmal da war und in wenigen hundert Jahren bloß ne kleine Notiz in Geschichtsbüchern sein wird – und daß das Geschichtsbuch eh vom nächsten Meteoriten mit Allem, was Unsereins so kennt und als groß und wichtig empfindet mitgenommen wird – jepp. Die Zeit wird Recht behalten. Der Mensch vergeht.

Wir waren im Planetarium. *

*nein, die verlinkte Vorstellung haben wir nicht gesehen, aber einen Teil davon. Und aus diesem Teil stammt das obige Zitat.

Noch mehr Flur

Auf der linken Treppenseite ist mit viel gutem Willen zu erkennen gewesen, daß sich auch hier mal Schablonenmalerei über die Wand gezogen hat. Das Foto zeigt das besser als es in Wirklichkeit zu sehen ist, weil ich den Kontrast vergrößert und die Helligkeit geändert habe.
Darüber habe ich kleine Reste von zwei Tapeten gefunden (einmal Längsstreifen, einmal ein „florales Omamuster“, dann natürlich die leidige Raufaser, auch da an manchen Stellen 2 Lagen.

Tage später dann zwei weitere Entdeckungen, so schlecht direkt an der Wand zu erkennen, daß ich sie erst wirklich nicht gesehen habe.

Auch hier habe ich Kontrast etc verbessert, damit man’s „gut“ sehen kann

Vorhin hab ich die Buckellandschaft der schlechten Spachtelei des Vorbesitzers per Schleifer zu nivellieren versucht, nuja. Besser isses, gut nicht. Dafür bin ich dadurch spontan ergraut *g*

Selfies zu machen gehört ebensowenig zu meinen Talenten wie mauern oder zeichnen…*g*

Nachdem ich dann heftig gesaugt und geduscht hatte, habe ich beschlossen, daß ich versuchen will, die Muster zu erhalten und evtl selbst zu einer Schablone zu machen.

Linkes Muster

Also überlegt – wie? So wenig sichtbar, wie die Muster waren, war durchpausen auf Papier nicht möglich. Also eine Frischhaltefolie gesucht. Da wir sowas nicht benutzen, haben wir seit Jahren Reste über, die bei Partys hier vergessen wurden, und, tadaaaaa, die Weichmacher sind noch drin. Aufgelegt – hält nicht. Befeuchtet, aufgelegt – geht. Versucht, die Konturen nachzuziehen. Dann ausgemalt, Butterbrottüten geholt und aufgeschnitten, durchgepauscht. Die Malereien sind verdammt schlecht erhalten, und ich bin keine Künstlerin mit dem Talent, sowas von alleine in den Proportionen anpassen zu können. Aber erkennen kann man sie. Sehen gut aus, finde ich!

Rechtes Muster

Danach hab ich dann noch, so weit ich es meiner Schulter zumuten kann (also nicht über Kopf, das muß der Herr F. machen) das Ganze mit Tiefgrund gestrichen, um dann irgendwann weiter/zuende spachteln zu können, sollte JEMALS dieser sich ständig erneuernde Schnee wieder weggehn, die Straßen griffig werden und ich dann zum Baumarkt fahren können, um Bauschaum zu kaufen.

Es geht langsam voran, aber es geht voran….

abgeklebt

Achja, die Vorarbeiten – nämlich Alles abzukleben für das Tiefgrund-Geplansche – hatte ich zum Glück gestern schon gemacht. Sonst wäre ich da heute nicht rangegangen, denn das allein hat gefühlte Ewigkeiten gebraucht.

Und an Alle, die mich wegen meines Seilchenfrusts so aufgebaut haben: inzwischen sind 50 Supereinfachhüpfer (also pro Seilchenschlag ein Schritt mit beiden Beinen nacheinander, sozusagen) ohne Verheddern, danach noch 10x Stufe 2 (also beidbeiniges Hüpfen mit Zwischenhupf) kein Problem mehr. Und danach bin ich total außer Atem, aber das ist ja auch richtig so. Und lässt sich leicht steigern, sollte es mal nicht mehr so sein.
Zu meinen Sportgymnastikzeiten habe ich problemlos pro Hüpfer zwei Seilchenschläge gemacht, Dreier gingen auch, aber nicht massenhaft nacheinander 😉 Diese Zeiten sind wirklich vorbei, aber das, was ich jetzt hinkriege, das ist okay für mich.

Dochdoch, da tut sich was…..

… in unserem kleinen Flur. Inzwischen sind die Tapeten runter, das war der Herr F.. Außerdem war unter der Tapete an der Decke Leimfarbe.

Leimfarbe abkratzen damals, 2006, als mir das noch leichter fiel ….aber, seh ich grad: ich hatte denselben Pulli an *ggg*

Das kennen wir schon aus dem oberen Zimmer. Leimfarbe muß auch abgekratzt werden, weil da drauf nix richtig hält….boah – ist das wirklich schon ZWANZIG JAHRE her??????

Als der Herr F. mit diesen Arbeiten fertig war, war wieder ich dran.
Es ist erstaunlich, wie viele Dübellöcher, Putzfehlstellen und -risse, auch richtig große und tiefe und andere Löcher die Tapete gnädig zugedeckt hat. Am Schlimmsten: die Tür hält eigentlich nur durch vier große Dübel, die deutlich in den Mauerlöchern zu sehen sind. Also muß der ganze Rahmen angeputzt werden. Momentan stellt sich raus, daß das wohl oberhalb nicht geht, weil nix da ist, das den Mörtel oben hält. Ich überlege, ob ich Bauschaum kaufen muß. Denn mauern (also, richtig Steinbröckchen da rein bringen, die Halt geben), das kann ich schlicht nicht.
Außerdem ist auf der einen Wandseite der meiste Putz nicht fest an der Mauer, das hört man, weil sich’s beim Kratzen und Klopfen hohl anhört. An einer Stelle ist denn auch ein Riß und Loch allein schon durchs Kratzen entstanden, so lose war’s. EIGENTLICH müsste man besser den Putz dieser ganzen Wand abklopfen und neu verputzen. Da wir das Beide nicht können, wird das Provisorium weiter bestehen. Es ist ja nur ein Flur, und wahrscheinlich hält das Ganze problemlos auch noch weitere vierzig Jahre lang, weil ja Niemand groß dran rumpusselt…..

Wenn das Spachteln fertig ist:

  • Acryl für den Anschluß Tür/ Putz spritzen und versäubern
  • mit Tiefgrund vorstreichen
  • Farbe drauf
  • wahrscheinlich 2x
  • gründlich saubermachen
  • ….uuuuuund ….. Regale dran und befüllen
  • Katze anbringen,
  • feiern!!! 😉

Na, das wird noch dauern…..

Irgendwas ist ja immer….

Diesmal waren/ sind es die Katzen.

Mittwoch: ElMauski hustet, und er schluckt schwer; außerdem lässt er Elsa in Ruhe. Ein deutliches Zeichen, daß mit ihm was nicht stimmt. Wir überlegen, ob was getan werden muß, da kommt uns Elsa dazwischen: abends will ich sie mit hoch nehmen, als sie plötzlich fürchterlich hinkt, und dann sehen wir schon, daß ihre rechte Pfote ganz dick geschwollen ist.

Donnerstag: einen Tierarzttermin gibts erst für abends. Dort wird festgestellt, daß sie oben in der Pfote einen Biß hat, der entzündet ist. (Der Kater war’s nicht!! Und da es keinerlei Kampfspuren und nur diesen einen Biß gibt, war es vermutlich ’ne große Maus oder Ratte) Ohje…. sie bekommt Antibiotika und Schmerzmittel. Im Rausgehen schildern wir des Katers Beschwerden und rechnen nach dem Theater mit den fast nicht zu bekommenden Medikamenten* damit, daß wir den auch einpacken müssen – aber weit gefehlt: ohne mit der Wimper zu zucken gibt der TA uns ein Hustenmittel mit! 🤔

Samstag: Elsa nimmt die Tabletten und das Schmerzmittel problemlos. Die Pfote ist noch nicht ganz abgeschwollen, aber es ist ja auch noch nicht viel Zeit vergangen. Der Kater aber mag den Hustensaft gar nicht! Eigentlich ist der zum Ins-Maul- spritzen, aber das können wir eh vergessen, also muß der mit dem Futter rein, 2x täglich. Die Folge ist ein chronisch schlechtgelaunter Kater… mal abwarten.

  • als der Kater seinen letzten Abszeß hatte wollten wir „wie immer“ Antibiotika holen – eine gute Lösung, weil wir den ja nicht in eine Box kriegten. Es wurde uns beschieden, es gebe keine Medikamente mehr für Tiere, die man nicht mindestens im Laufe eines Jahres einmal gesehen habe, nicht mal Wurmzeugs, weil es neue Richtlinien für Tierärzte gebe. Nur mit heiligem Ehrenwort, den Kater, wenn wir ihn erfolgreich „in die Box trainiert“ habe, nachzureichen, bekamen wir das Medikament mit. „Nachgereicht“ haben wir ihn nicht 🥴: gut vier Wochen gab es Futter erst direkt davor, dann immer ein paar Zentimeter weiter drin – übrigens in einer extra gekauften größeren Hundebox, weil er sich sonst so lang macht, daß die Hinterbeine draußen sind. Jetzt ist er so weit, daß wir ihm sogar den Schwanz reintun können und die Tür schließen. Allerdings nur, wenn er richtig arg Hunger hat. Sonst wartet er mit dem Fressen, bis wir außer Reichweite sind. ElMauski geht nämlich nach wie vor nur ungern in die Box und ist skeptisch… will heißen, wir haben vermutlich genau EINE Chance, ihn zum Tierarzt zu bringen, die wir nur im Notfall und keinesfalls für eine Erkältung nutzen wollen *seufz* Letzte Woche waren wir dicht davor, da hatte er sich schon wieder heftig geprügelt, hatte zwar keinen Abszeß, sondern nur allerhand nicht entzündete Schrammen, war aber für gleich mehrere Tage so „durch“, daß ich mir wirklich Sorgen gemacht hab. Es kann ja auch innere Verletzungen geben, die man nicht bemerkt…. 😟 Es bleibt schwierig.

Schneeballblattkäfer

8/25

Einige Insekten, die wir im letzten Sommer bestimmt haben, harren noch ihrer Vorstellung hier. Ich fange mal an….

Das Runzlige sind meine Seniorinnenfinger, das Blaue mit silbern ist ein Ring, den ich beim Nürnbergbesuch mit dem Manne vor vielen Jahren erstanden habe – jetzt, nicht mehr im Lebensmittelbereich arbeitend, kann ich ihn wieder tragen. Und das, wie man sieht, sehr kleine daneben, das ist der Schneeballblattkäfer (Pyrrhalta viburni)

Dieser Käfer lebt ausschließlich an Schneeballarten – womit der häßliche und nicht nur nichtheimische, sondern sogar invasive (wovon ich in unserem Garten allerdings noch nichts gemerkt habe) Runzelblättrige Schneeball (Viburnum rhytidophyllum), er kommt aus China, den wir nur deshalb noch nicht gefällt haben, weil er im Winter immergrünen Sichtschutz aus der Küche zu Nachbars bietet, nun also doch eine Existenzberechtigung bekommen hat 😉

Ui, das war aber jetzt ein Bandwurmsatz *g*

Also, es gibt eine Existenzberechtigung für den Schneeball abseits vom Sichtschutz …. Es sei denn, der Schneeballblattkäfer kommt von weiter her – in unserem Garten gibt es nämlich nur diese eine Art Schneeball.
Immerhin hab ich in unseres Schneeballs runzligen Blättern durchaus schon unregelmäßige Löcher zwischen den Blattadern gesehen – und genau solche hinterlassen die Larven des kleinen Käfers laut Wikipedia.

Den Käfer sieht man von Juni bis September – unseren haben wir im August fotografiert, das paßt also.

Aktuelles

Am Mittwoch hab ich mir die Gürtelrosenimpfung abgeholt.

Und dann – ohweh! Mich hat die total zerlegt! Daß ich donnerstags einen Impfarm hatte und schlapp war – geschenkt! Freitags war ich auch noch etwas schlapp, der Arm dick, aber ich dachte „okay, das wars, heute schone ich mich auch noch etwas, und morgen isses wieder gut“.
Aber dann!
Samstags wachte ich auf mit üblem Kopfweh und dicken, schmerzenden Lymphknoten. Es zog bis in die Ohren hoch. Und das „schlapp“ der beiden Tage zuvor war, wie ich nun merkte, GAR NICHTS gewesen! Immer wieder gab es Hitzewallungen, Mannmann, das war NICHT schön. Impfung? Oder ein Infekt obendrauf?
Impfung, merkte ich sonntags. Der Morgen, wieder Kopfweh, noch immer schlapp, bis mittags war auch noch doof. Aber Halleluja – ab nachmittags wurde es sprunghaft besser, abends fühlte ich mich gesund.

Ich habe jetzt von unterschiedlichen Leuten Alles gehört über die Nachwirkungen dieser Impfung. Von „Impfarm, ja, aber das wars“ bis „Ich hatte wochenlang (!) damit zu tun“ ist Alles dabei.
Bin gespannt auf die 2. Impfung *seufz*

Am Samstag habe ich mich trotzdem zu einer Veranstaltung geschleppt (das Essen mit Freunden vorher hab ich abgesagt), und das war gut, denn es war wirklich großartig: es gab handgemalte Glasbilder von 1750 bis 1890 ca zu sehen, in der ersten Hälfte „normale“, dann, eine spätere Entwicklung, „Nebelbilder“.
Hier ist ein Beispiel, das wir auch vorgeführt bekamen, zu sehen *klick*
Wow, man muß sich vorstellen, daß so ein Bild etwa handgroß ist – das sind wirklich tolle KünstlerInnen, die sowas gemalt haben! Das projizierte Bild war ja noch größer, so daß man noch viel mehr Details erkennen konnte – und die Stimmungen, die durch die Überblendungen zT erzeugt wurden waren fantastisch gemacht, zB wenn man den Himalaya bei Tag und dann – langsam übergeblendet – bei Nacht gezeigt bekam.

Ja, ich bin wirklich begeistert!! 🙂

Am Sonntag konnten wir dann dank überzähliger Karten anderer Freunde noch Marc-Uwe Klings neueste Show ansehen. Die hatte durchaus Längen – am Besten war, wenn er aus dem irgendwann demnächst herauskommenden neuen Känguru-Band gelesen hat. Hauptteil war aber, einen Comic zu zeigen und lesen – dieses Format hat für mich nicht so gut funktioniert. Ein netter Abend, auf jeden Fall, aber nuja …. nochmal brauch ich sowas nicht.

Eine Woche, die wechselhafter nicht hätte sein können 🙂

Und die Tapeten? Ich konnte noch nicht weitermachen, aber der Herr F. hat gestern noch einen Großteil der übrigen runtergeholt, ich hab vorhin saubergemacht. Mal sehn, wann wir den Rest angehen.

Im Schnee

Immer wieder schön: Kardenfruchtstand im Frost

Was sieht man hier?

Auflösung 1: ein Reh war im Teich! Seltsam: die Spuren sind ERHÖHT, das erkennt man hier nicht so gut.

Auflösung 2: glitzerndes Holunder-Totholz mit Iro 🙂

So langen und so dollen Dauerfrost hatten wir seit vielen Jahren nicht mehr!

Im Schupfenblog kann, wer mag, sich auch noch sehr schöne Eis- und Schneebilder von Ulsnisstrand ansehen. Dorthin haben wir einen Dorfspaziergang gemacht, als am letzten Sonntag die Sonne so schön schien und es aber noch bitterkalt war.

Inzwischen ist Alles weggetaut, einige Tage lang gab es stete Plustemperaturen. Jetzt wechselt es, ist aber trocken. Auch recht.