Archiv der Kategorie: Baum

mähen

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Das erst Mal im Jahr die Wiese zu mähen, ist das härteste Mal. Es ist immer zu früh dafür. Aber es soll sein. Bei meinem elekrischen Rasenmäher fiel mehrfach ein Hinterrad ab, weil das Gras schon zu fett da stand. Die Scilla haben sich noch nicht zuckgezogen, das Wiesenschaumkraut war gar nicht da, um die Vergissmeinnichthorste kurve ich herum.

Kompost machen wir später

(Berliner Bärlaich im Plänterwald, leider stürzt die Seite dauernd ab, wenn ich die Bu machen will.)

Seit fast zehn Jahren habe ich einen Schrebergarten. Oft frage ich mich, wie ich das. Leben sonst ertragen hätte. Nicht, dass ich Grund zu klagen gehabt hätte, im Gegenteil, aber als notorischer Giftschleuder liegt mir das Meckern einfach mehr. Hier nun sollen kleine Geschichten und  Beobachtungen aus dem Gartenleben stehen, und weil das Interesse für die Natur bei mir mit dem Altern zunimmt, geht es auch daum. Im Garten kann man das eigene Altern, den,Verfall und das Humuswerden sehr anschaulich lernen.

Lob der Koniferen

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Wieso haben eigentlich alle was gegen Koniferen? Die sähen langweilig und friedhofsmäßig aus. Ja und? Sind Friedhöfe keine wunderbaren Oasen der Ruhe und Einkehr? Meine Koniferen sind auch alles andere als eintönig. Vier verschiedene Sorten der kiefernartigen Nacktsamer drängen sich nebeneinander zu einer undurchdringlichen Mauer, filigran gefiedert, ruppig bewedelt, konisch streng oder pyramidal, fuchsschwänzig elegant oder filzig verbuscht, jedenfalls allesamt alt und groß. Zu groß nach dem Deutschen Kleingartengesetz von 1913, das zum öffentlichen Raum, also den Wegen hin, eine Heckenhöhe von 1,25 m vorschreibt. Deshalb müssen ihre schon ziemlich knorrigen Auswüchse jedes Jahr aufs Neue gestutzt werden. Erlaubt ist das aus Vogelschutzgründen nur im Herbst und Winter. Dazu braucht’s eine elektrische Heckenschere, ich leih mir die gerne mit Mann dran aus. Der rasiert meine winterharte Sichtblende in Façon, bis sie wie Grace Jones aussieht. Umwerfend würzig ist dabei der Duft des frischen Koniferenschnitts. Allein dafür haben sie (trotz des in ihnen überwinternden Gitterrosts) einen Ehrenplatz bei mir verdient. Übrigens sollen sogar die als tantenhaft verunglimpften (was ist eigentlich so schlimm an Tanten?) Hortensien mit ihren rosa-hellblauen Blütenbällen wieder in Mode kommen. Zumindest steht das im Gartenfreund, unserer allmonatlichen Vereinszeitschrift, und die hat den grünen Daumen am Puls des Gärtnerbedarfs.