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Am Holocaust-Gedenktag vergaß die Welt, dass Juden das Ziel waren

2. Februar 2026

Sharon Levy, HonestReporting, 28. Januar 2026

Nach den Schrecken des Holocaust wählten die Vereinten Nationen den 27. Januar – den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau – um der sechs Millionen von den Nazis ermordeten Juden zu gedenken.

Bemerkenswerterweise vergaß ein großer Teil der internationalen Gemeinschaft am vergangenen Holocaust-Gedenktag genau jene Menschen, die an diesem Tag befreit wurden – die Juden. Anstatt das industrialisierte Ausmaß des Völkermords anzuerkennen, der gezielt darauf abzielte, das jüdische Volk auszulöschen, verallgemeinerte die internationale Gemeinschaft ihre Stellungnahmen und verwendete vage Formulierungen, die den Holocaust zu einem beliebigen historischen Ereignis herabstuften.

Heutzutage ist die UNO nicht unbedingt ein großer Freund des jüdischen Volkes. Dennoch ist es schockierend, dass die Erklärung der Weltorganisation zum Holocaust-Gedenken es versäumte, die sechs Millionen ermordeten Juden zu erwähnen.

Die Erklärung verzerrte das Gedenken an den Holocaust, indem sie behauptete, er habe mit „Apathie und Schweigen angesichts von Ungerechtigkeit“ sowie der „Entmenschlichung des Anderen“ begonnen. Doch der Holocaust begann damit, dass das jüdische Volk exklusiv zum Sündenbock der Gesellschaft gemacht wurde, was der Gesellschaft erlaubte in jeder Richte von einem tiefen Hass durchdrungen zu werden. Es war mehr als Entmenschlichung, sondern eine gezielte Strategie, die Juden als eine andere Art von Menschen darzustellen und sie damit der brutalen Erniedrigung jüdischen Lebens in der europäischen Gesellschaft auszusetzen. Diese Lügen ermöglichten es dem Durchschnittsbürger wirklich zu glauben, dass die Verbrechen am jüdischen Volk zum Wohle der Gesellschaft begangen würden.

Der Moderator der Sendung „Today“ von BBC Radio 4 merkte an, dass Gebäude beleuchtet würden, um der „sechs Millionen Menschen zu gedenken, die vom NS-Regime ermordet wurden“. Nicht Juden, nur „Menschen“.

Die BBC hat sich inzwischen entschuldigt. Dass es überhaupt dazu kam, weist jedoch auf einen beunruhigenden Verfall historischer Bildung hin. Auch wenn der Fehler möglicherweise ohne böswillige Absicht gemacht wurde, nehmen Holocaust-Bildung und -Bewusstsein ab. Solche Aussagen können die Fehlinformationen weiter verstärken, die zum Rückgang korrekten Wissens über den Holocaust und zur Normalisierung der Auslöschung jüdischer Identität beitragen.

Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani erkannte das Leben von sechs Millionen Juden an. Allerdings fügte er hinzu: Die Millionen anderer, die sinnlos vom NS‑Regime ermordet wurden“. Damit höhlte er bewusst die eigentliche Bedeutung des Holocaust aus – die gezielte Vernichtungskampagne gegen das jüdische Volk – und verwässerte sie, indem er sie mit Millionen anderer Opfer der Nazis vermischte. Er verwandelte den Holocaust damit faktisch von einem spezifisch jüdischen Ereignis in ein universelles.

Mandanis Handlungen im Kampf gegen Antisemitismus bleiben bislang hinter seinen Worten zurück. Die jüdische Gemeinschaft in New York bleibt weiterhin das größte Ziel von Hasskriminalität und der Bürgermeister hat durch seine frühere Sprache aktiv dazu beigetragen, unter anderem durch seine Weigerung, die Parole „Globalize the intifada“ zu verurteilen, sowie durch seine offene Unterstützung der Bewegung Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen (BDS). Das verschafft Antisemiten eine bequeme Grundlage für ihre Überzeugungen und signalisiert, dass die sich gegen Juden gerichtete eine Rhetorik normalisiert oder entschuldigt werden kann, solange man gelobt, „alle Formen von Hass abzulehnen“, wie es Mamdani machte.

Der Ruf „Nie wieder!“ soll das Andenken an die sechs Millionen Juden bewahren und sicherstellen, dass sich ein solcher Völkermord nie wiederholt. Er appelliert an die Nationen, moralische Passivität abzulehnen, der Normalisierung von Antisemitismus entgegenzuwirken und einzugreifen, bevor die Rhetorik in Vernichtung umschlägt. Dennoch hat der kanadische Senator Yuen Pau Woo den Holocaust ins Gegenteil verkehrt, um einen beleidigenden und unzutreffenden Vergleich zwischen Israel und dem Naziregime anzustellen, obwohl im Gazastreifen kein Völkermord verübt wurde.

War dem Senator bewusst, dass die Gleichsetzung israelischer Handlungen mit denen der Nazis in der international anerkannten IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus ausdrücklich angeprangert wird? Traurigerweise scheint „Nie wieder!“ genau das Gegenteil zu bedeuten.

Der Papst stellte klar, dass „die Kirche jede Form von Diskriminierung und Belästigung ablehnt“. Auch wenn der Holocaust auf diese Weise begonnen haben mag, endete er sicherlich nicht mit bloßer Diskriminierung oder Schikane.

US-Vizepräsident JD Vance äußerte sich ähnlich, ohne die Juden auch nur ein einziges Mal zu erwähnen. Indem man das jüdische Volk aus dem Kontext seines eigenen Völkermords streicht, wird der Holocaust zu einem allgemeinen historischen Ereignis umgedeutet, das zwar erschütternd ist, aber so dargestellt wird, als hätte es jedem passieren können. Dem war aber nicht so. Es handelte sich um eine gezielte, systematische Form des Massenmords zur Auslöschung der jüdischen Weltbevölkerung. Der Mord an sechs Millionen Juden hätte nicht das sein dürfen, was der Menschheit eine „dauerhafte Lehre“ über das Mitläufertum und den systemischen Hass erteilt, die diesen Völkermord ermöglichten.

Der Holocaust war nicht als moralische Fabel gedacht, an die man sich einmal jährlich am 27. Januar erinnert, um der Menschheit Lektionen über Toleranz und Hass im Allgemeinen zu erteilen. Um der Katastrophe, die das jüdische Volk erlitt, gerecht zu werden, muss die Welt den systematischen Hass anerkennen, der sich gezielt gegen das jüdische Volk richtete und in dessen Völkermord gipfelte. Die sechs Millionen jüdischen Opfer verdienen es, dass ihre Würde bewahrt und nicht zu einer abstrakten Erinnerung verwässert wird.

Weiterer Akademikerboykott braut sich zusammen

25. Februar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 25. Februar 2009

Von allen Druckmitteln, die bisher gegen Israel eingesetzt worden waren, ist der Akademikerboykott vielleicht der bizarrste. Warum auf die armen Professoren und Forscher losgehen, von denen viele Israels größte Anwälte der Palästinenser sind? Glaubt wirklich jemand, dass Akademiker konsultiert werden, wenn die Regierung ihre Politik bestimmt?

Doch just vor den abschließenden Vorbereitungen für Durban II erklärte ein Zweig der kanadischen Gewerkschaft für Öffentliche Angestellte(CUPE) einen weiteren Akademikerboykott gegen Israel. Ein Ausschuss von CUPE in Ontario nahm einen Antrag an, den israelischen Wissenschaftsbetrieb generell zu boykottieren, lehnte es aber ab, einzelne Wissenschaftler mit einzubeziehen.

Der Ausschuss, zuständig für die Belange der Hochschulangestellten, rief die Gewerkschaft dazu auf, eine Aufklärungskampagne zu starten, in der ihre Befürworter die „Apartheidspraxis“ Israels benennen, darunter die Errichtung einer Mauer um palästinensisches Territorium und die Invasion in den Gazastreifen im Dezember; er rief die Gewerkschaft weiterhin dazu auf, internationale Sanktions- und Boykottmaßnahmen gegen das Land zu unterstützen auf und forderte vom nationalen Gewerkschaftsdachverband, Nachforschungen anzustellen, was Kanadas Verbindung zu Israels Besetzung der palästinensischen Gebiet betrifft.

Es bleibt weiterhin unklar, wie man den Einmarsch im Gazastreifen als Beispiel von Apartheid bezeichnen kann, aber das dient lediglich dazu, den Begriff noch unkenntlicher zu machen. Auch bleibt unklar, warum ein akademischer Boykott nicht in die berüchtigte Kategorie „Kollektive Bestrafung“ fällt, die diese Aktivisten Israel oft im Umgang mit den Palästinensern vorwerfen.

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Excalibur-Schreiberling rechtfertigt Anschlag auf Merkaz Harav

20. März 2008

honestreporting Media BackSpin, 20. März 2008

Hochschulzeitung rechtfertigt Merkaz Harav-Massaker. Nachzulesen [In Englisch] im neuen Communiqué von HonestReporting Kanada: Excalibur-Schreiberling rechtfertigt Anschlag auf Merkaz Harav


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