50 Jahre lang zum 1. Mai sind Radsportler über den Lindener Berg gebrettert, haben sich den kurzen giftigen Anstieg zum Ziel an der Lindener Sternwarte hochgequält. 40 Runden à zwei Kilometer waren zu fahren. Doch für 2026 hat der organisierende Radsportklub Concordia das Traditionsrennen abgesagt. Die Verwaltung der Stadt Hannover hatte die erforderliche Genehmigung erteilt, die Stadt wollte jedoch kein Geld für die notwendigen Absperrungen zuschießen. In Leserbriefen wird schnell der Schuldige benannt, der türkischstämmige grüne Oberbürgermeister Belit Onay. Er habe überall Geld versenkt, aber fürs Radrennen sei kein Geld da. Eine Elisabeth W. stellt gleich den ihr passenden Zusammenhang her: „es wird eine 3. Moschee in Hannover gebaut.“ Vermutlich lässt Onay das zu versenkende Geld in den Grundstein der neuen Moschee einmauern, der Schelm. So sind die Zeiten. Ein Andreas meint: „Fuer jeden Firlefanz ist in Hannover Geld da, nur hier leistet die Stadt noch nicht einmal Unterstützung. Zum Glück sind im September Kommunalwahlen.“ Dann ist aber Schluss mit dem ganzen Firlefanz. Einem wie mir wird der fehlen.
Ob ich den AfD-Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt in Hannover kenne, fragt der Mann, der meinem Gespräch mit einer jungen Türkin entnommen hat, dass ich nach Hannover zurückreise. Ich verneine, verweise auf Herrn Onay. Er ignoriert das, nennt einen mir unbekannten Namen und ergänzt: „Ein Bäckermeister. Der kommt aus unserem Dorf!“ Ach so. Ein Bäckermeister vom Dorf. Wird sich bestens auskennen mit den Problemen einer Großstadt. Der Mann, der mich angesprochen hat, ist ebenfalls einer „aus der Mitte der Gesellschaft.“ Als mein Taxi vorfährt, trägt er ungefragt meinen schweren Koffer nach draußen. Ein manierlicher Mann und Fan der AfD. Die werden sich alle wundern. Auch über den deutschnationalen Firlefanz.














