Produktbeschreibung #

Der RevPi Connect S bzw. der RevPi Connect SE ist ein 24-V-Industrie-PC für IIoT- und Automatisierungsprojekte auf Basis des Raspberry Pi Compute Module 4S. Der RevPi ist ein Basismodul aus der Revolution Pi Produktfamilie. Alle Geräte der Revolution Pi Produktfamilie werden gemäß EN 61131-2 entwickelt.

Aufbau #

Note

RevPi Connect S und RevPi Connect SE sind gleich aufgebaut.

revpi-connects-aufbau
Position Komponente Verwendung

1

X2-Stecker

Relais-Ausgang,
Digitaler Eingang

2

6 × Status-LED

RevPiLED

3

2 × RJ45 Ethernet

Ethernet-Schnittstellen RJ45,
Netzwerkverbindung herstellen

4

Micro-USB

Image sichern und neu installieren

5

2 × USB A

USB-Schnittstellen

6

RS485-Buchse

Serielle Schnittstelle RS485

7

X4-Stecker

Spannungsversorgung anschließen,
Watchdog

8

2 × Arretierklammer

Gerät auf einer Hutschiene montieren

9

Lüftungsschlitze

Gerät auf einer Hutschiene montieren

10

PiBridge

Erweiterungsmodule anschließen

11

ConBridge

RevPi Con Module anschließen

12

Micro-HDMI

Desktop-Betrieb

Varianten #

RevPi Connect S #

Artikelnr. RAM eMMC Kompatibel mit RevPi Gateways

100362

1 GB

8 GB

100363

1 GB

16 GB

100364

1 GB

32 GB

RevPi Connect SE #

Artikelnr. RAM eMMC Kompatibel mit RevPi Gateways

100368

1 GB

8 GB

100369

1 GB

16 GB

100370

1 GB

32 GB

Verfügbare Varianten siehe Revolution Pi Shop.

Kompatibilität #

Das Basismodul RevPi Connect S bzw. RevPi Connect SE kann um bis zu 6 Erweiterungsmodule zu einem Revolution Pi System erweitert werden:

Linke Seite Basismodul Rechte Seite

5 × RevPi I/O-Modul oder
1 × RevPi Gateway + 4 × RevPi I/O-Modul

RevPi Connect S

1 × RevPi Con CAN + 1 × RevPi Con M-Bus

5 × RevPi I/O-Modul

RevPi Connect SE

1 × RevPi Con CAN + 1 × RevPi Con M-Bus

RevPi Gateways #

RevPi Gateways können nur ganz links außen über eine PiBridge Steckbrücke an das System angeschlossen werden. Die RevPi Gateways werden von den SE-Modellen der Revolution Pi Produktfamilie nicht unterstützt.

  • RevPi Gate PROFINET

  • RevPi Gate EtherNet/IP

  • RevPi Gate EtherCAT

  • RevPi Gate PROFIBUS

Virtual Devices #

Die Virtual Devices sind als Komponenten in PiCtory enthalten:

Betriebssystem-Images #

Der RevPi Connect S/SE ist kompatibel mit:

Lieferumfang #

Im Lieferumfang enthalten sind

  • RevPi Connect S bzw. RevPi Connect SE (Basismodul)

  • X4-Stecker mit vorverkabelter Watchdog-Drahtbrücke

  • X2-Stecker

  • 2 × Blindstecker für PiBridge/ConBridge

  • Beiblatt

Montage und Anschluss #

Der RevPi wurde für den Einsatz in einem Schaltschrank entwickelt. Beachte die Vorgaben für den bestimmungsgemäßen Gebrauch und alle Sicherheitshinweise.

Warning
Lebensgefahr durch elektrischen Schlag

Bei Arbeiten an Geräten im Schaltschrank unter Beteiligung von 230-V-Netzspannung besteht tödliche Stromschlaggefahr.

▷ Arbeiten im Schaltschrank nur von Elektrofachkräften durchführen lassen.

▷ Vor allen Arbeiten im Schaltschrank die Spannungsversorgung ordnungsgemäß abschalten.

Caution
Beschädigung des Geräts durch Überhitzung

Die Umgebungstemperatur im Schaltschrank darf die maximal zulässige Betriebstemperatur nicht überschreiten.

▷ Lüftungsschlitze freihalten.

▷ Installationsabstände einhalten.

▷ Gerät senkrecht montieren.

▷ Geräte mit starker Eingangsleistung nicht direkt nebeneinander platzieren.

▷ Staub und Schmutz in der Umgebung des Geräts regelmäßig entfernen.

Führe die Montage und den Anschluss in folgender Reihenfolge aus:

  1. Montiere das RevPi Basismodul und alle Erweiterungsmodule auf einer Hutschiene.

  2. Schließe alle Erweiterungsmodule über eine PiBridge Steckbrücke an.

  3. Schließe ggf. die RevPi Con Module über eine ConBridge Steckbrücke an.

  4. Schließe alle sonstigen Geräte wie Sensoren und Aktoren an. Die Schnittstellen, die dir dafür zur Verfügung stehen, findest du im Abschnitt Aufbau.

  5. Schließe einen Bildschirm und eine Tastatur an, wenn du den RevPi im Desktop-Betrieb betreiben möchtest. Das ist nicht notwendig, wenn du über eine Netzwerkverbindung auf den RevPi zugreifst.

  6. Schließe zuletzt die Spannungsversorgung an.

Note

Die RevPi Gateways werden nicht von den RevPi SE-Modellen unterstützt.

USV anschließen #

Eine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) stellt sicher, dass Geräte während einer Störung weiter funktionieren. Je nach Art der USV, kann eine USV vor folgenden Störungen schützen:

  • Stromausfall

  • Überspannung

  • Unterspannung

  • Frequenzänderungen

  • Oberschwingungen

Der RevPi verfügt über einen digitalen Eingang, an dem der Statusausgang einer USV angeschlossen werden kann.

▷ Prüfe, ob deine USV geeignet ist, um sie an den RevPi anzuschließen.

▷ Verbinde den Statusausgang der USV mit dem digitalen Eingang am X2-Stecker (Pin IN und Pin Ground (GND)).

▷ Beachte die Installationsvorgaben des USV-Herstellers.

▷ Teste die USV.

Im Prozessabbild steht in Bit 6 der Variable RevPiStatus 0 oder 1, je nachdem ob 0V oder 24V an den Eingang angelegt sind. Deine Applikation muss dieses Bit zyklisch auslesen. Falls die USV ein Problem meldet, muss deine Applikation eine entsprechende Maßnahme einleiten. Was genau gemacht werden soll, ist abhängig von:

  • der Größe der verwendeten Batterie,

  • der Stromaufnahme des RevPi,

  • der Stromaufnahme aller Komponenten, die zusätzlich an die USV angeschlossen sind.

Typischerweise wird die Anlage in einen sicheren Zustand gebracht und der RevPi heruntergefahren.

Zugriff auf das Gerät #

Der Zugriff auf den RevPi erfolgt in zwei Schritten:

Installiere alle verfügbaren Updates, sobald der RevPi mit dem Internet verbunden ist, damit das System bei sicherheitsrelevanten Features immer auf dem aktuellen Stand ist.

Siehe auch:

Alternativ ist der Zugriff ohne Netzwerk möglich, siehe Desktop-Betrieb.

Konfiguration #

Die Konfiguration des RevPi erfolgt in zwei Schritten:

  1. Das RevPi Basismodul konfigurierst du ab RevPi Bookworm (10/2024) über die Applikation Cockpit.

  2. Das Revolution Pi System, d. h. ein RevPi Basismodul mit Erweiterungsmodulen, konfigurierst du über die Applikation PiCtory oder ggf. direkt in der Entwicklungsumgebung, z. B. über CODESYS.

Note

CODESYS und PiCtory können für die Konfiguration nicht parallel verwendet werden. Eine bestehende Konfiguration über PiCtory wird von einer Konfiguration über CODESYS überschrieben.

Die virtuellen Geräte OPC UA Server und MQTT Client können nur über PiCtory verwendet werden.

Note

Bis RevPi Bullseye (04/2024) wird die Konfiguration des RevPi Basismoduls über die Applikation RevPi Status vorgenommen.

Parametrierung #

Bildet mit den Bits verschiedene Status des piControl Treibers ab.

Bit Bedeutung

0

piControl Treiber läuft.

1

Mindestens ein angeschlossenes I/O-Modul ist nicht konfiguriert.

2

Mindestens ein RevPi I/O-Modul wurde konfiguriert, aber nicht angeschlossen.

3

Ein I/O-Modul belegt mehr oder weniger Bytes im Prozessabbild als in der Konfiguration angegeben.
Das bedeutet, dass die Version der Konfigurationsdatei oder der verwendeten Gerätebeschreibungsdateien nicht zur Firmware im I/O-Modul passt.
Siehe auch: Firmware updaten.

4

Ohne Funktion.

5

Ohne Funktion.

6

Digitaler Eingang auf X2-Stecker

RevPiIOCycle (INP) #

Zeigt die Zykluszeit der PiBridge Kommunikation zwischen Basismodul und Erweiterungsmodulen in Millisekunden (ms) als Integer-Wert an.

RS485ErrorCnt (INP) #

Zählt die Fehler in der Kommunikation mit den RevPi I/O-Modulen und gibt deren Anzahl als Integer-Wert aus.

Core_Temperature (INP) #

Zeigt die CPU-Temperatur als Integer-Wert in Grad Celsius (°C) an.

Core_Frequency (INP) #

Zeigt die CPU-Frequenz in MHz / 10 an, z. B. 2400 MHz = Wert 240.

RS485ErrorLimit1 (OUT) und RS485ErrorLimit2 (OUT) #

RS485ErrorLimit1 und RS485ErrorLimit2 dienen als Schwellenwerte für die Fehlerbehandlung in der Kommunikation zwischen dem RevPi Gerät und den I/O-Modulen.

Am Ende jedes Kommunikationszyklus wird der Fehlerzähler RS485ErrorCnt mit diesen beiden Grenzwerten verglichen:

  • RS485ErrorLimit1: Bei Erreichen dieses Wertes wird eine Meldung in der Logdatei kern.log generiert. In kommenden piControl Versionen werden zusätzlich die in PiCtory definierten Default-Werte in das Prozessabbild geschrieben.

  • RS485ErrorLimit2: Erreicht der Fehlerzähler diesen Wert, wird die PiBridge Kommunikation vollständig beendet.

Note

Die Kommunikation über die serielle Schnittstelle RS485 nach außen ist davon nicht betroffen, nur der interne PiBridge Datenverkehr.

Die Deaktivierung der jeweiligen Prüfung erfolgt durch Setzen des entsprechenden Wertes auf 0. Wenn z. B. RS485ErrorLimit1 auf 0 gesetzt wird, werden keine Warnmeldungen in kern.log generiert.

Die Default-Werte sind:

  • RS485ErrorLimit1: 10

  • RS485ErrorLimit2: 1000

Diese Werte bieten für die meisten Anwendungsfälle eine ausgewogene Balance zwischen Fehlertoleranz und Systemstabilität.

RevPiLED (OUT) #

Über RevPiLED können die frei programmierbaren LEDs angesteuert werden, siehe LEDs konfigurieren.

Bit Komponente Statusinformation

1:0
3:2
5:4

LED A1
LED A2
LED A3

0000 0000 = aus
0000 0001 = grün
0000 0010 = rot
0000 0011 = orange
0000 0100 = grün
0000 1000 = rot
0000 1100 = orange
0001 0000 = grün
0010 0000 = rot
0011 0000 = orange

Serielle Schnittstelle RS485 #

revpi-connect-rs485-pinout

Der RevPi verfügt über eine RS485-Schnittstelle am X2-Stecker, um serielle Geräte wie Sensoren anzuschließen.

Die Buchse hat differentielle Datenleitungsklemmen P/N und Referenzklemmen (interne GND und Funktionserde über 1 MOhm RC-Netzwerk).

Unter Linux lässt sich die Schnittstelle über den Device Driver Node mit /dev/ttyRS485 ansprechen.

Wie du diesen Anschluss optimal verwendest, ist von deiner Projektumgebung abhängig. Das Netzwerk, mit dem du arbeitest oder die EMV-Belastung sind individuelle Faktoren, die Einfluss darauf haben, wie du diesen Stecker belegst.

Wir können dir deshalb keinen optimalen Lösungsweg für dein individuelles Projekt zeigen, aber wir haben dir die Probleme zusammengestellt, die auftreten können, und Tipps, wie du sie beheben kannst.

RS485 ist eine voll differentielle Leitung und benötigt normalerweise keine dritte GND-Leitung. Aufgrund der Grenzen der Eingangsempfänger (maximale Gleichtaktspannung) kann es jedoch zu Problemen mit der Signalqualität kommen, wenn kein Potentialbezug zwischen Sender und Empfänger verwendet wird. Durch den Anschluss des internen GND an eine Leitung, die durch EMV belastet ist, kann es jedoch wiederum zu EMV-Problemen innerhalb des RevPi Connect kommen.

Deshalb empfehlen wir dir, eine gemeinsame Funktionserde zwischen allen RS485-Netzwerkteilnehmern zu verwenden. Dadurch erreichst du ein gutes, gemeinsames Bezugspotential für das differentielle Bussignal.

Wenn das auch nicht funktioniert, kannst du die FE-Klemme des RS485-Steckers mit der dritten (GND-)Leitung des Busses verbinden.

Du kannst außerdem versuchen, mit der GND-Klemme Signalprobleme zu lösen.

Terminierungswiderstand aktivieren

✓ Der integrierte 120-Ω-Abschlusswiderstand der RS485-Schnittstelle ist nach einem Neustart ausgeschaltet.

▷ Logge dich über ein Terminal am RevPi ein.

▷ Checke das Git-Repository des Kommandozeilen-Tools rs485_config aus GitLab aus mit dem Befehl:

git clone https://gitlab.com/revolutionpi/rs485_config.git

▷ Baue das Tool mit dem Befehl:

cd rs485_config; make

▷ Aktiviere den Widerstand mit dem Befehl:

./rs485_config <SERDEV> --set-bus-term

Ersetze dabei <SERDEV> durch den Namen der Schnittstelle, z. B. /dev/ttyRS485.

▷ Prüfe, ob der Widerstand aktiviert wurde, indem du dir die Einstellungen der RS485-Schnittstelle anzeigen lässt mit dem Befehl:

./rs485_config <SERDEV>

❯❯ Wenn der Widerstand aktiviert ist, wird Bus termination: Yes ausgegeben.

Ethernet-Schnittstellen RJ45 #

Über die RJ45-Schnittstelle kann der RevPi mit einem Netzwerk verbunden werden.

Am RevPi stehen zwei 10/100-Ethernet-Anschlüsse zur Verfügung, die voneinander unabhängig sind. Damit kann der RevPi in zwei unterschiedliche Netze eingebunden werden. Die MAC-Adressen sind auf der Vorderseite des Gehäuses aufgedruckt. Unter Linux lassen sich die Schnittstellen ansprechen mit:

  • Buchse A: eth0

  • Buchse B: eth1

USB-Schnittstellen #

Der RevPi verfügt über zwei USB-A-Schnittstellen. Der maximale Ausgangsstrom beider USB-Schnittstellen zusammen (nicht pro Schnittstelle) beträgt 1 A und ist nur bei einer Spannungsversorgung des RevPi mit 24 V DC -15 % / +20 % gewährleistet.

▷ Schließe eine Einspeisung für die Spannungsversorgung von typ. 24 V DC (10,8 … 28,8 V DC) an den mit 24V markierten Pin an. Wenn nur ein Anschluss verwendet wird, steht bis zu 1 A zur Verfügung. Bei gleichzeitiger Nutzung beider Anschlüsse teilt sich der Strom entsprechend auf.

Bei Überlast wird der Strom abgeschaltet.

Relais-Ausgang #

Dieser Relais-Ausgang kann verwendet werden, um z. B. die Stromversorgung einer angeschlossenen Hardware zu unterbrechen.

  • Das Relais kann maximal 30 V und 300 mA schalten.

  • Der Relaiskontakt ist nach dem Start geöffnet.

▷ Stelle sicher, dass alle Geräte von ihrer Spannungsversorgung getrennt sind.

▷ Schließe die zu schaltende Last an die wie Pins OUT am X2-Stecker an.

▷ Schließe die Spannungsversorgung an.

Der Relais-Ausgang wird im Prozessabbild über das Status-Byte RevPiOutput, Bit 6 gesteuert.

Digitaler Eingang #

Der Eingang verfügt über einen internen Pull-Down-Widerstand.

Der digitale Eingang kann für den Anschluss einer USV verwendet werden.

▷ Stelle sicher, dass alle Geräte von ihrer Spannungsversorgung getrennt sind.

▷ Schließe den Signalgeber an die Pins IN+ und IN- des X2-Steckers an.

▷ Schließe die Spannungsversorgung an.

Watchdog #

Der RevPi ist mit einem Hardware-Watchdog ausgestattet.

Ein Watchdog ist eine Zeitschaltuhr, die nach 60 Sekunden den RevPi neu startet. Damit dies nicht passiert, muss der Watchdog regelmäßig zurückgesetzt werden, solange das System fehlerfrei läuft. Bei einem Fehler, wie einem Absturz des Applikationsprozesses, erfolgt kein Zurücksetzen, und der Watchdog löst einen Neustart des RevPi aus.

Watchdog aktivieren #

Der RevPi wird mit einem X4-Stecker ausgeliefert, der bereits vorverkabelt ist. Durch die Drahtbrücke zwischen Pin 2 und Pin 3 ist der Watchdog deaktiviert.

Der Watchdog ist ohne diese Drahtbrücke aktiv und der Watchdog-Timer muss von deiner Anwendungssoftware zyklisch neu gestartet werden, damit dein System nicht neu gestartet wird. Bis du eine solche Software hast, ist es deshalb sinnvoll, den Watchdog zu deaktivieren. Es wäre sonst möglich, dass er dich während deiner Entwicklungsarbeiten stört.

▷ Entferne die Drahtbrücke zwischen zwischen Pin 2 und Pin 3, um den Watchdog zu aktivieren.

Angeschlossene Geräte überwachen #

Ein Relais-Ausgang ermöglicht es, dass auch Geräte, die an den X2-Anschluss angeschlossen sind, durch den Watchdog überwacht werden können.

Du kannst den Relais-Ausgang im Prozessabbild (RevPiLED, Bit 6) bitweise schalten. Damit kannst du z. B. auch einstellen, dass das Relais schaltet, wenn der Watchdog einen Fehler gemeldet hat.

Auf dem RevPi findest du ein Beispiel-Skript dazu.

Die Datei watchdog.sh findest du im Verzeichnis /etc/rc.local.

Du kannst das Skript ausführen, indem du folgenden Befehl in die Kommandozeile schreibst:

/home/pi/connect/revpi-connect-watchdog.sh/>dev/null_&

Dieses Skript ist nur ein Beispiel und eignet sich nicht dazu, Watchdog oder Relais anzusteuern. Du kannst es jedoch als Vorlage verwenden, um einen eigenen Befehl in einem Anwendungsprogramm (z. B. logiRTS) zu erstellen.

So verwendest du den Watchdog, um auch das Relais neu zu starten:

▷ Patche das FTDI-EEPROM:

devnum=$(cat /sys/bus/usb/devices/1-1.5.2/devnum)sudo /home/pi/connect/patch_eeprom d:1/$devnum 0x14=0xaa 0x15=0x00

Diesen Arbeitsschritt musst du nicht mehr erledigen, wenn du den Watchdog bereits zum Ansteuern des Relais verwendet hast.

▷ Starte RevPi Connect neu:

sudo reboot

▷ Gib einen der folgenden Befehle ein, um das Relais bei einer Rückmeldung des Watchdogs ein- oder auszuschalten:

Einschalten:

sudo /home/pi/connect/enable_relay_watchdog.py

Ausschalten:

sudo /home/pi/connect/disable_relay_watchdog.py

Den gewünschten Befehl musst du nach jedem Reboot erneut aufrufen.

Wenn du diesen Befehl eingegeben hast, ist es möglich, dass die Schnittstelle /dev/ttyRS485 kurzzeitig verschwindet.

Technische Daten RevPi Connect S #

Artikelnr.: 100362, 100363, 100364

Gehäuseabmessungen (H × B × T)

96 × 45 × 110,5 mm

Gehäusevariante

Hutschienengehäuse (für Hutschienenvariante EN 50022)

Gehäusematerial

Polycarbonat

Gewicht

Ca. 197 g / 224 g (inkl. Stecker)

Schutzart

IP20 / NEMA Class 1

Spannungsversorgung

12 … 24 V DC -15 % / +20 %, verpolungssicher

Maximale Leistungsaufnahme

20 W (inkl. 1 A Summe USB-Ausgangsstrom)[1]

Zulässige Betriebstemperatur

-25 … +55 °C

Zulässige Lagertemperatur

-40 … +85 °C

Max. relative Luftfeuchtigkeit (bei 40 °C)

93 % (keine Betauung)

Schnittstellen

  • 2 × USB A (Summe der Stromentnahme aus beiden Buchsen max. 1 A)[2]

  • 2 × RJ45 10/100 Ethernet (mit unabhängigen MAC-Adressen)

  • 1 × RS485 Schraubklemmverbindung

  • 1 × Micro-USB-Buchse (exklusiv für Image-Transfer auf eMMC)

  • 1 × Micro-HDMI 2.0a (4K)

  • 1 × PiBridge Systembus

  • 1 × ConBridge Systembus


2. 1 A USB-Ausgangsstrom (Summe beider USB-Ausgänge) stehen nur bei Eingangsspannungen >11 V zur Verfügung. Die von der EN 61131-2 geforderte Überbrückungszeit von Spannungseinbrüchen von mind. 10 ms ist nur bei Versorgung mit 20,4 … 28,8 V gewährleistet. Bei 12 V Versorgung verkürzt sich diese Zeit deutlich, insbesondere bei Abruf von Leistung aus den USB-Buchsen.

Steckverbinder

  • 1 × 4-poliger Schraubverbinder für Relaiskontakt und Signaleingang

  • × 4-poliger Schraubverbinder für Spannungsversorgung

Prozessor

Broadcom BCM2711 mit Quad-Core-Prozessor Arm Cortex-A72

Taktfrequenz

1,5 GHz

Prozessorkühlung

Passiv mit Kühlkörper

RAM

1 GB LPDDR4

Flash-Speicher

8 GB (Artikelnr.: 100362), 16 GB (Artikelnr.: 100363), 32 GB (Artikelnr.: 100364)

Anzahl der digitalen Eingänge

1

Typ des digitalen Eingangs

24 V Steuerspannung (z. B. für Power-Good-Signal einer USV)

Eingangsschwelle

Ca. 3,0 V (0 → 1) bzw. 2,3 V (1 → 0)

Schutz des Eingangs

Gegen Überspannung und negative Spannungen

Anzahl der digitalen Ausgänge

1

Typ des Ausgangs

Relaiskontakt, zugelassen bis 30 V Schaltspannung (z. B. für Spannungsversorgung eines Routers)

Maximale Strombelastung des Kontaktes

2 A @ 30 V DC (ohmsche Last)

Softwareanbindung des Ein- und Ausgangs

Über GPIOs sowie Prozessabbild. Der Ausgang wird optional auch durch den Hardware-Watchdog geschaltet.

Hardware Watchdog Funktion

Deaktivierbar durch Drahtbrücke am 4-poligen Schraubverbinder.
Reset durch Toggeln eines GPIOs oder alternativ eines Bits im Prozessabbild.
Intervall: Trigger nach ca. 60 Sekunden ohne Toggeln des Reset-Bits.

Kompatible RevPi Module

  • Alle RevPi I/O-Module und RevPi Gateway-Module können über den Systembus PiBridge angeschlossen werden.

  • Alle RevPi Con Module können über den Systembus ConBridge angeschlossen werden.

ESD-Schutz

4 kV / 8 kV (gemäß EN 61131-2 und IEC 61000-6-2)

EMI-Prüfungen

Gemäß EN 61131-2 und IEC 61000-6-2

Surge-/Burst-Prüfungen

Gemäß EN 61131-2 und IEC 61000-6-2

Pufferzeit RTC

Mindestens 24 h

Optische Anzeige

6 Status-LEDs (2-farbig), davon 2 LEDs frei programmierbar

Konformität

CE, RoHS, REACH, UKCA

UL-Zertifizierung

UL-File-Nr. E494534
HINWEIS: Das Gerät darf nur von Stromkreisen versorgt werden, die der Klasse II (Class 2) oder Safety Extra Low Voltage (SELV) gemäß Klasse 9.4 von UL 61010-1 entsprechen.

Technische Daten RevPi Connect SE #

Artikelnr.: 100368, 100369, 100370

Gehäuseabmessungen (H × B × T)

96 × 45 × 110,5 mm

Gehäusevariante

Hutschienengehäuse (für Hutschienenvariante EN 50022)

Gehäusematerial

Polycarbonat

Gewicht

Ca. 197 g / 224 g (inkl. Stecker)

Schutzart

IP20 / NEMA Class 1

Spannungsversorgung

12 … 24 V DC -15 % / +20 %, verpolungssicher

Maximale Leistungsaufnahme

20 W (inkl. 1 A Summe USB-Ausgangsstrom)[3]

Zulässige Betriebstemperatur

-25 … +55 °C

Zulässige Lagertemperatur

-40 … +85 °C

Max. relative Luftfeuchtigkeit (bei 40 °C)

93 % (keine Betauung)

Schnittstellen

  • 2 × USB A (Summe der Stromentnahme aus beiden Buchsen max. 1 A)[4]

  • 2 × RJ45 10/100 Ethernet (mit unabhängigen MAC-Adressen)

  • 1 × RS485 Schraubklemmverbindung

  • 1 × Micro-USB-Buchse (exklusiv für Image-Transfer auf eMMC)

  • 1 × Micro-HDMI 2.0a (4K)

  • 1 × PiBridge Systembus

  • 1 × ConBridge Systembus


4. 1 A USB-Ausgangsstrom (Summe beider USB-Ausgänge) stehen nur bei Eingangsspannungen >11 V zur Verfügung. Die von der EN 61131-2 geforderte Überbrückungszeit von Spannungseinbrüchen von mind. 10 ms ist nur bei Versorgung mit 20,4 … 28,8 V gewährleistet. Bei 12 V Versorgung verkürzt sich diese Zeit deutlich, insbesondere bei Abruf von Leistung aus den USB-Buchsen.

Steckverbinder

  • 1 × 4-poliger Schraubverbinder für Relaiskontakt und Signaleingang

  • 1 × 4-poliger Schraubverbinder für Spannungsversorgung

Prozessor

Broadcom BCM2711 mit Quad-Core-Prozessor Arm Cortex-A72

Taktfrequenz

1,5 GHz

Prozessorkühlung

passiv mit Kühlkörper

RAM

1 GB LPDDR4

Flash-Speicher

8 GB (Artikelnr.: 100368), 16 GB (Artikelnr.: 100369), 32 GB (Artikelnr.: 100370)

Anzahl der digitalen Eingänge

1

Typ des digitalen Eingangs

24 V Steuerspannung (z. B. für Power-Good-Signal einer USV)

Eingangsschwelle

Ca. 3,0 V (0 → 1) bzw. 2,3 V (1 → 0); Schutz des Eingangs gegen Überspannung und negative Spannungen

Schutz des Eingangs

Gegen Überspannung, negative Spannungen

Anzahl der digitalen Ausgänge

1

Typ des Ausgangs

Relaiskontakt, zugelassen bis 30 V Schaltspannung (z. B. für Spannungsversorgung eines Routers)

Maximale Strombelastung des Kontaktes

2 A @ 30 V DC (ohmsche Last)

Softwareanbindung des Ein- und Ausgangs

Über GPIOs sowie Prozessabbild. Der Ausgang wird optional auch durch den Hardware-Watchdog geschaltet.

Hardware Watchdog Funktion

Deaktivierbar durch Drahtbrücke am 4-poligen Schraubverbinder.
Reset durch Toggeln eines GPIOs oder alternativ eines Bits im Prozessabbild.

Hardware Watchdog Intervall

Trigger nach ca. 60 Sekunden ohne Toggeln des Reset-Bits.

Kompatible RevPi Module

  • Alle RevPi I/O-Module können über den Systembus PiBridge angeschlossen werden.

  • Alle RevPi Con Module können über den Systembus ConBridge angeschlossen werden.

  • Nicht kompatibel mit RevPi Gateways.

ESD-Schutz

4 kV / 8 kV (gemäß EN 61131-2 und IEC 61000-6-2)

EMI-Prüfungen

Gemäß EN 61131-2 und IEC 61000-6-2

Surge-/Burst-Prüfungen

Gemäß EN 61131-2 und IEC 61000-6-2

Pufferzeit RTC

Mindestens 24 h

Optische Anzeige

6 Status-LEDs (2-farbig), davon 2 LEDs frei programmierbar

Konformität

CE, RoHS, REACH, UKCA

UL-Zertifizierung

UL-File-Nr. E494534
HINWEIS: Das Gerät darf nur von Stromkreisen versorgt werden, die der Klasse II (Class 2) oder Safety Extra Low Voltage (SELV) gemäß Klasse 9.4 von UL 61010-1 entsprechen.


1. Die durchschnittliche Leistungsaufnahme ohne USB-Belastung schwankt stark und ist von der Nutzung der Schnittstellen, der GPU und der CPU abhängig. Sie liegt in der Regel ohne HDMI bei deutlich unter 4 W.
3. Die durchschnittliche Leistungsaufnahme ohne USB-Belastung schwankt stark und ist von der Nutzung der Schnittstellen, der GPU und der CPU abhängig. Sie liegt in der Regel ohne HDMI bei deutlich unter 4 W.