Dieses Tutorial erklärt, wie man ein RevPi Basismodul als Modbus RTU Slave mit einem USB-RS485-Converter konfiguriert. Es beinhaltet detaillierte Schritte zur Einrichtung der Verbindung und zum Abfragen von Daten vom RevPi mithilfe eines Modbus RTU Masters. Dieses Tutorial richtet sich an Fachleute aus der industriellen Automatisierung, IoT-Entwickler und andere, die RevPi als Modbus RTU Slave in ihren Systemen integrieren müssen.
Voraussetzungen #
Hardware
✓ RevPi Basismodul (z.B. RevPi Connect 4)
✓ Master-Gerät oder Software: z. B. QModmaster auf einem Windows-PC
✓ USB-RS485-Adapter
✓ Kabel und Anschlüsse für die RS485-Kommunikation
Software
✓ Moderner Webbrowser (z.B. Google Chrome oder Mozilla Firefox). ✓ QModmaster: herunterladbar von SourceForge.
RS485 Signalanschlüsse
| Signal | Pin |
|---|---|
RS485- |
D+ |
RS485+ |
D- |

Schritt 1: Hardware einrichten #
▷ Schließe den USB-RS485-Adapter an das RevPi Connect an.
▷ Verdrahte die RS485+ und RS485- Signale entsprechend den Geräten.
▷ Stelle sicher, dass das RevPi Connect mit Strom versorgt wird.
Schritt 2: Modbus RTU Slaves in PiCtory konfigurieren #
▷ Füge das Basismodul hinzu und füge den virtuellen Modbus RTU Slave zu deiner Konfiguration hinzu, siehe Geräte anordnen.
▷ Ziehe das Basismodul aus dem Device Catalog auf die virtuelle Hutschiene.
▷ Öffne den Ordner Virtual Devices im Device Catalog.
▷ Ziehe Modbus RTU Slave auf das Basismodul auf der virtuellen Hutschiene.
❯ Der Modbus RTU Slave wird nun in der Konfiguration angezeigt.
▷ Konfiguriere den Modbus RTU Slave, siehe Ein- und Ausgänge konfigurieren.
▷ Wähle den Modbus RTU Slave in der Konfiguration aus.
▷ Stelle die folgenden Parameter im Value Editor ein:
| Parameter | Beschreibung |
|---|---|
Input |
Konfiguriere bis zu 32 Eingabewerte, jeweils 16 Bit breit. |
Output |
Konfiguriere bis zu 32 Ausgabewerte, jeweils 16 Bit breit. |
device_path |
Pfad zur Linux-Gerätedatei, Standard: |
baud_rate |
Geschwindigkeit der seriellen Verbindung, Standard: |
parity |
Konfiguriere das Paritätsbit: Keine, Gerade (Standard) oder Ungerade. |
data_bits |
Anzahl der Datenbits, Standard: |
stop_bits |
Anzahl der Stopbits, Standard: |
|
Note
|
Wenn mehrere Geräte desselben Typs verwendet werden, konfiguriere eindeutige udev-Regeln, um nach einem Neustart Gerätepfadkonflikte zu vermeiden. |
▷ Speichere die Konfiguration und starte den Treiber neu, um die Änderungen anzuwenden.
Schritt 3: Daten mit QModMaster abfragen #
▷ Starte QModmaster auf dem Windows-PC.
▷ Stelle die Parameter Baudrate, Parität, Stopbits und Datenbits für die Kommunikation so ein, dass sie mit der Konfiguration des Modbus RTU Slaves übereinstimmen.
▷ Verwende QModmaster, um Werte (z.B. 1, 2, 3) in die Modbus-Register zu schreiben.
▷ Verwende den Befehl piTest, um Daten vom Modbus RTU Slave abzufragen:
piTest -1 -r Input_1
Beispielausgabe:
2 Byte-Wert von Input_1: 1 dez (=0001 hex)
piTest -1 -r Input_2
2 Byte-Wert von Input_2: 2 dez (=0002 hex)
piTest -1 -r Input_3
2 Byte-Wert von Input_3: 3 dez (=0003 hex)
|
Note
|
Stelle sicher, dass die Master- und Slave-Geräte mit übereinstimmenden Baudraten konfiguriert sind, um eine ordnungsgemäße Kommunikation zu gewährleisten. |