Was ist Bromelain?
Bromelain ist ein Enzymgemisch, das in Ananas enthalten ist – vor allem in unreifen Früchten. Es besteht aus Proteasen – spezielle Enzyme, die zur Spaltung von Eiweißen beitragen.
Proteasen sind unter anderem für die Eiweißverdauung wichtig. Darüber hinaus wird Bromelain in der Forschung im Zusammenhang mit entzündungslindernden Eigenschaften untersucht.
Der Körper kann Bromelain nicht selbst bilden. Es wird ausschließlich über die Ernährung aufgenommen. In bestimmten Lebenssituationen kann die körpereigene Enzymbildung nachlassen. Dazu zählt auch das zunehmende Alter. In solchen Fällen kann die Aufnahme enzymhaltiger Lebensmittel sinnvoll sein.
Was ist Papain?
Wie Bromelain ist Papain ein eiweißspaltendes Enzym. Solche Enzyme sind zum Beispiel für die Verdauung von Eiweißen wichtig. Darüber hinaus wird Papain in Studien im Zusammenhang mit entzündungsbezogenen Prozessen untersucht.
Papain ist in der Papaya enthalten – vor allem in unreifen Früchten. In reifen Früchten kommt es hingegen kaum vor.
Der Körper bildet Papain nicht selbst, sondern nimmt es ausschließlich über die Ernährung auf. Ebenso wie Bromelain kann die Zufuhr enzymhaltiger Lebensmittel sinnvoll sein, wenn die körpereigene Enzymbildung nachlässt.
Bromelain in Lebensmitteln: Wo ist das Ananas-Enzym drin?
Bromelain kommt ausschließlich in der Ananas vor und wird deshalb auch als „Ananasenzym“ bezeichnet. Wie viel Bromelain in einer Ananas enthalten ist, hängt vom Reifegrad der Frucht ab: Je reifer die Frucht ist, desto weniger Bromelain enthält sie. Durchschnittlich stecken etwa 0,4 mg Bromelain in einer Ananas.
Papain in Lebensmitteln
Papain ist in Papayas enthalten. Ebenso wie Bromelain steckt das Enzym vorwiegend in unreifen Früchten – genauer genommen in deren Haut. Je unreifer und grüner sie sind, desto höher ist der Gehalt an Papain.
Eine besonders hohe Konzentration liegt außerdem im weißen Milchsaft der Frucht vor – dem sogenannten Latex.
Bromelain und Papain: Wirkung eiweißspaltender Enzyme
Bei Papain und Bromelain ist die Wirkungsweise ähnlich: Beide gehören zu den Proteasen. Solche Enzyme helfen bei der Spaltung von Proteinen – nicht nur im Rahmen der Verdauung, sondern auch bei verschiedenen Prozessen im Körper, etwa beim Umbau von Gewebe oder im Immunsystem. Welche Rolle Bromelain dabei genau spielt, wird derzeit wissenschaftlich erforscht.
Außerdem wird untersucht, ob Papain und Bromelain entzündungshemmende Eigenschaften haben.
Viele Menschen ergänzen Papain und Bromelain für die Gelenke. Auch im Bereich der Nasennebenhöhlen wird Bromelain thematisiert.
Papain und Bromelain kaufen: Welche Darreichungsformen gibt es?
Papain und Bromelain sind als Nahrungsergänzungsmittel in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Häufig werden sie als Tabletten oder Kapseln angeboten.
Papain- und Bromelain-Kapseln haben den Vorteil, dass sich das Pulver ohne Zusatzstoffe in Kapseln abfüllen lässt. Für die Herstellung von Tabletten sind hingegen oft Zusätze nötig – darunter Aromastoffe, damit die Tabletten beim Schlucken nicht unangenehm schmecken.
Häufig werden Papain und Bromelain in kombinierter Form angeboten.
Einnahme: Wie werden Papain und Bromelain eingenommen?
Papain und Bromelain sollten auf nüchternen Magen zwischen den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden – mindestens eine Stunde vor dem Essen oder zwei Stunden danach.
Oft wird die Einnahme von Kapseln oder Tabletten über den Tag verteilt.
Da die individuellen Bedürfnisse und die gesundheitliche Situation verschieden sein können, ist es sinnvoll, die Papain- und Bromelain-Tagesdosis mit einem Arzt oder Therapeuten zu besprechen.