bilder von mir.

ich war gestern beim zoommeeting der geschwister meines freundes mit dabei. irgendwann kam das thema darauf, was man so macht während der ganzen lockdowns und gleich mehrere erzählten, dass sie sich schon seit wochen durch die abertausenden von fotos, negativen und dias der letzten jahrzehnte durcharbeiten. ich erinnerte mich, dass auch meine eltern eine menge an bildmaterial hatten – es gab da einen sogenannten fotoschrank in unserem haus, der sehr hoch und sehr tief war inklusive 3 sehr tiefen schubladen, alles voll mit bildern, dias, filmrollen, abzügen. ich erinnere mich, dass ich zu meinem 18. geburtstag 2 fotoalben bekam, eines mit einer auswahl an bildern mit hauptsächlich mir als motiv und eines mit allgemeinen familienbildern. ich ließ diese alben bei meinem auszug ein jahr später in meinem elternhaus zurück, ich hielt es dort für am besten verwahrt.

als ich vor jahren damit begonnen habe, mich mit meiner familiengeschichte mehr auseinanderzusetzen, wollte ich diese alben ansehen und musste feststellen – wo immer sie sind, bei mir sind sie nicht. ob es sie überhaupt noch gibt, weiß ich nicht. es wird behauptet, ich hätte sie immer gehabt, aber es wird immer so viel behauptet und ich bin sehr sicher: ich habe sie nicht. alles was ich habe ist dieser klägliche rest an bildern meiner kindheit und bilder meines vaters aus seinen 30ern. erstere habe ich von unserer früheren haushälterin mal zugeschickt bekommen, nachdem ich ihr auf der beerdigung meines vaters erzählt hatte, dass ich wirklich gar keine bilder meiner kindheit besäße und letztere habe ich vor jahren aus dem arbeitszimmer meiner mutter mitgehen lassen. das wars. und jedesmal wenn ich menschen von der bebilderung ihrer jahrzehnte sprechen höre, merke ich, wie sehr mich das trifft und wie tief der schmerz liegt, dass ich nichts dergleichen habe. weil es sich für mich anfühlt wie die logische konsequenz dessen, was meine kindheit und jugend ohnehin für mich ausgemacht hat: ein nicht gesehen werden.

bilder sind zeugnisse. sie sind auch beweise – für einen umgang miteinander, für ein erkannt werden, ein da-sein, die eigene existenz. klar können bilder auch lügen, aber ganz wertfrei betrachtet sind sie für mich erstmal existenzbeweise. da ist ein bild, da bin ich drauf, das wurde irgendwann mal von irgendwem gemacht. hat man das nicht, dann fühlt sich es sich immer so an, als wäre hinter jeder erinnerung ein fragezeichen. habe ich das wirklich so erlebt? stimmt mein eindruck? und vorallem: stimmen die emotionen, die ich mit einer bestimmten begebenheit verbinde? ein bild bildet nicht immer emotionen ab, aber es lässt sie aufleben – schaut euch mal bilder von euren neugeborenen kindern an, dem ersten haustier, dem auszug in die erste eigene wohnung, eure hochzeit etc. ein wust an emotionen kommt da hoch und mit diesem wust lässt sich einiges erinnern, wieder aufleben lassen und ja, auch verifizieren. schaue ich mir heute bilder meiner ersten hochzeit an, dann hab ich einen knoten im magen. mein körper erinnert, was der kopf zu dem zeitpunkt nicht zulassen konnte.

ich bewege mich also in meiner bildlosen kindheit recht unsicher voran, alles kann sein, nichts muss sein. hinzukommt, dass ich nur noch eine lebende person habe, die aus diesen ganz frühen jahren berichten kann und ich just dieser person in ihren erzählungen und sichtweisen nicht vertraue. jemand sagte mir vor kurzem, dass man zwei ebenen von erfahrung aufarbeiten kann – die tatsächlich erfahrene mit ihren fakten und konkreten ereignissen und die gefühlte, persönlich wahrgenommene. keine ebene ist besser oder schlechter und im grunde ist es bei den allermeisten ohnehin die zweite ebene, die man aufarbeitet und mit der man sich zb. therapeutisch beschäftigt. und auch wenn kein konkreter beweis in bild und ton, vielleicht auch o-on da ist, so ist es diese ebene, die mein leben geprägt hat und die bis heute ihre positiven wie negativen auswirkungen auf mein leben hat. ich halte das für sehr wichtig, gerade bei traumatisierten menschen, die sehr oft keine „beweise“ für ihr erleben erbringen können und denen oft suggeriert wird, dass nur stimmt was tatsache ist. menschen mit einem bindungstrauma wie ich, können das nicht erbringen. zumal diese form von traumatisierung auch noch in vor-verbalen zeiten entstanden ist und niemand dafür worte hat, selbst wenn die bindung ein knaller gewesen wäre. es setzt mich oft unter druck oder besser: ich setze mich oft unter druck mir selbst aber auch anderen beweisen zu müssen, dass meine kindheit tatsächlich so beschädigend in vielerlei hinsicht war, wie ich sie auch empfunden habe.

dabei muss ich mir immer wieder vor augen führen, dass ich meiner erinnerung, meinem narrativ meiner kindheit und jugend glauben darf, auch wenn immer wieder dagegen angesprochen wird und ich keine „beweise“ dafür habe, sondern nur mein erleben. dagegen gesprochen wird, weil auch diese personen ihr narrativ schützen wollen. das ist legitim, manchmal leider nicht zu ändern und am ende hinzunehmen. das wichtigste ist, sich das eigene erleben nicht zerreden zu lassen. ich brauche dazu keine bilder, es wäre schön hätte ich welche und vielleicht wäre es auch leichter, aber brauchen tue ich sie nicht. es geht darum, mir meine geschichte zurück zu erobern.

ich hasse brettspiele.

kennt jemand die szene aus „friends“ in der monica, wo alle miteinander spielen, sehr viel spass haben, alles wild durcheinander geht und monica plötzlich schreit: „Rules are good. Rules help control the fun.“ das in etwa beschreibt kurz und knapp mein gefühl zu brettspielen. mir war zwar schon als kind klar, dass ein bisschen regeln beim spiel sinnvoll sind – aber hej, ein bisschen spass sollte auch dabei sein. und der fehlte gänzlich bei mir. vielleicht lag es an der auswahl der spiele: gefühlt waren es immer spiele, die sich nach einer zeit wie textaufgaben in meinem hirn anfühlten, unberechenbar, absolut unverständlich und ohne jeglichen sinn und verstand. ich vermute, hätte man mir einfach ein anderes spiel untergeschoben, ich hätte es nicht mal gemerkt und mich nicht mehr über die regeln gewundert als ohnehin schon. vielleicht lag es an der umgebung: spiele waren für familienabende und alles was irgendwie mit klassischer familienzusammenkunft zu tun hatte war eher so meh für mich. schnell gabs streit, schnell gabs grundsatzdiskussionen die wirklich gar nichts mehr mit dem spiel zu tun hatten. meine eltern schafften es in sekundenbruchteilen von maumau zu meinen schlechten schulischen leistungen zu switchen ohne je wieder den weg zurück zu finden. und da meine schulischen leistungen 13 jahre nicht der knaller waren…..genau. vielleicht lag es auch an so simplen dingen wie snacks während dem spielen: die waren nämlich nicht erlaubt. nur in den spielpausen war es möglich in windeseile 3 flips einzuatmen und dann waren schon wieder alle spielfiguren aufgestellt und die erdnussflips weg. weiss jemand wie lange so eine runde „fang den hut“ dauert? genau.

wie auch immer, ich entwickelte einen ausgeprägten hass gegen spiele. einzig spiele draussen oder spiele mit höchstens einer regel funktionierten noch, aber die wollte keiner mitspielen. in den 90ern/2000er brach die zeit der ultrakomplizierten strategiespiele an und erschwerend kam hinzu, dass ich immer an partner geriet, die sehr spielefreudige freundeskreise hatten. wo ich mein über viele kindesjahre hinweg optimiertes pokerface einsetzen konnte: ich sass am spieltisch, tausende von spielfiguren in nicht nachvollziehbarer aufstellung vor mir stehend, ein kartenstapel mit irgendwelchen spielkarten vor mir und nickte mit unbeweglicher mine jede frage, jede erklärung ab. „also wenn spieler A das macht und dahinten die karte liegt, musst du spieler B eine spielkarte deines stapels geben. verstanden?“ „aber klar doch!“ – auf die art und weise hatte ich es sogar durchs matheabi geschafft. natürlich kapierte nach spätestens der ersten runde jeder, dass ich wirklich nichts kapiert hatte und wahrscheinlich aus höflichkeit oder loyalität des jeweiligen partners gegenüber hielt man mich am spieltisch aus und liess mich einfach so schnell wie möglich verlieren….wahrscheinlich habe ich auch daher meinen null-ehrgeiz was spiele angeht und das wo ich sonst auf jeden wettbewerbszug aufspringe.

dann kam die zeit der eigenen kinder und ich vermute ich habe da leider recht übel geprägt – keines meiner kinder spielt gerne brettspiele. draussen spielen? super sofort! wilde kampfspiele mit viel lärm und keilerei? gerne! brettspiele am adventskranz mit kerzenschein und plätzchen? vergiss es. es gab ein zwei spiele die möglich waren, was bedeutet, dass ich nach ca. 5 jahren dauerschleife „lotti karotti“ schon alleine beim drehgeräusch der möhre gänsehaut bekomme. die kinder wurden älter, verlagerten den spieltrieb mehr (sohn) oder weniger (tochter) ins virtuelle und ich hatte endlich ruhe vor brettspielen.

das hat sich bis heute nicht geändert, aber ich probiere dennoch immer wieder mal was aus. mit mässigem erfolg, die neueste spielerrungenschaft allerdings ist grossartig! eine regel (alle schwarzen nupsis durch eine kleine öffnung ins gegnerische feld schnipsen) und man kann sich herrlich aufregen und rumschreien. es ist ganz kurz, je besser ich schnipse umso schneller, keiner ist gross beleidigt, keiner muss was erklären und das beste – ich hab immer eine hand frei um in die erdnussflipsschüssel zu greifen.

spiel heisst: bouncing chess (keine werbung, selbst gekauft)

nulllinie

ich habe mein leben lang geglaubt, dass ich nicht perfektionistisch bin. lustig eigentlich.

ich bin damit aufgewachsen, dass ich nie reichte. alles was mich ausmachte, bewegte sich immer unter null. alles was ich leistete bewegte sich unter null. alle anderen, die gleichaltrigen, die freunde, die wunschvorstellung meiner eltern von mir, alles befand sich über der nulllinie und wurden mir immer wieder als vorbild aufgezeigt. über die jahre divergierte das bild immer mehr – ich rutschte immer weiter unter die nulllinie, die anderen automatisch immer weiter drüber. manchmal gab und gibt es besondere trigger-menschen, diejenige die so viele elterlichen ideale in sich vereinten, dass sie unerreichbar als mahnender zeigefinger über mir schwebten alsl hinweis auf alles was ich nicht war. noch heute gibt es diese menschen, noch heute spüre ich ein fast sofortiges rutschten unter die nullinie wenn sie auftauchen.

vor ein paar tagen dann hörte ich einen podcast in dem es um selbstliebe geht. ich mache für gewöhnlich einen großen bogen um alle angebote zum thema „selbstliebe“, weil mir das thema und die art und weise wie es oft bearbeitet wird, so unangenehm und peinlich ist. realease your inner goddess, my ass. dieser podcast aber hatte mehrere fragestellungen in petto, die ich spannend genug fand sie einfach nochmal anzugehen. zum einen ging es um die berühmten glaubenssätze zum thema selbstliebe – welche glaubenssätze bezüglich meiner person hatte ich über die vielen lebensjahre internalisiert? das war leicht, die schwirren ständig in mir rum. die nächste fragestellung oder besser der nächste impuls ging um das thema perfektion. der podcast setzte perfektion und selbstliebe in denselben kontext, den ich erstmal nicht begriff: sollte ich jetzt selbstliebe perfektionieren? oder konnte ich mich erst dann lieben, wenn ich perfektionisch bin? da kann ich gleich einpacken, denn perfektionistisch bin ich ja überhaupt nicht.

sagt wer?

alle. ich. immer schon. dabei wäre es geblieben, wie es eben all die jahre dabei geblieben ist, wenn im podcast nicht weitergedacht worden wäre, nämlich darüber was für arten von perfektionismus es überhaupt gibt. ich hatte darüber noch nie nachgedacht. perfektionistisch sind für mich diejenigen, die immer blitzsaubere wohnungen haben und regelmässig aufräumen. oder die ein ablagesystem für ihre rechnungen und verträge haben und nicht nur einen kofferraum, in dem genau das alles rumliegt. oder die, die wert auf gestaltung legen, so mit blumen oder adventskranz und dekozeug und den kram nicht 10 jahre eingestaubt irgendwo stehen haben weil sie nie zum wegräumen gekommen sind. diejenigen, die sich an regeln halten, die sagen „naja, aber wir müssen das halt jetzt so machen“ statt „naja, aber müssen wir das halt jetzt echt so machen?“. das alles sind für mich maßstäbe des perfektionismus. die habe ich über meine erziehung mitbekommen, die sind gesellschaftlich anerkannt, oft gefordert. menschen die diese maßstäbe nicht erfüllen nennt man, je nach grad des nicht-erfüllens, freaks, außenseiter, schrullige menschen. oh hello!

der podcast aber dachte nicht in meinen bahnen und auch nicht in den gesellschaftlichen, sondern erweiterte die frage nach dem perfektionismus auf alle bereiche menschlichen lebens zb. auch den von beziehungen oder hobbies oder wissen. sicher ist das nicht neu, aber für mich war es eine offenbarung: denn mit der idee, dass perfektionismus sich ja in ganz vielen facetten zeigen kann, erkannte ich plötzlich, dass es ziemlich viele bereiche gibt in denen ich tatsächlich sehr perfektionistisch bin. ganz besonders in beziehungen, sei es zu meinem partner oder meinen kindern. ich fordere sehr viel von mir an loyalität, an präsenz, an zugewandtheit, verlässlichkeit, fürsorge. ich bin perfektionisch in bezug auf meine moral, meine werte und normen, meine bildung – das sind meine leistungsprinzipien. auch in bezug auf meine arbeit bin ich perfektionistisch, inhaltlich aber, nicht formell – letzteres ist aber wieder so ein ding, dass inhaltliche glaubwürdigkeit und qualität erst dann gegeben scheint, wenn der formelle rahmen perfekt ist, was völliger quatsch ist.

je mehr ich drüber nachdachte, desto mehr fiel mir ein. und plötzlich machte auch der satz „perfektioismus ist ein ausdruck von mangel an selbstliebe“ sinn. zumindest für mich, in meinen bereichen des perfektionismus. denn in demselben maß wie ich investiere und ständig 100% plus gebe, bin ich der meinung, dass es ohnehin nie reicht. dass ich nie reiche. das war und ist einer meiner glaubenssätze, der an mir klebt wie teer und von dem ich denke, dass ich lediglich versuchen kann gut mit ihm zu leben – weg werde ich ihn nie kriegen. mein stress in diesen bereichen wurde mir so deutlich, dieser permanente mahnende finger über all meinen zwischenmenschlichen handlungen, dass ich immer noch nicht genug wäre, genug täte. dass ich immer noch weit unter nullinie liege und nicht mal das normale maß schaffe. das hatte und hat zur folge, dass ich oft völlig übers ziel hinausschiesse und mir einen großen zwischenmenschlichen stress verursache. wenn mir zum beispiel jemand etwas gutes tut oder was nettes sagt, kann ich es nicht nur schlecht annehmen, sondern es muss ein ausgleich meinerseits her, der weit über ursprüngliche geste hinaus geht – oder aber, ich unterlasse gleich jegliche beantwortung, weil ich sie eh nicht für ausreichend halte.

die lösung, so der podcast, liegt in einer haltungsänderung. nämlich der veränderung hin zu dem gedanken, dass man quasi qua geburt auf nulllinie liegt und dass das was man ist, wie man ist, gut und ausreichend ist. es gibt keinen bereich, ausser denen wo man aus freien stücken zb. aus ehrgeiz oder wettbewerbslust oder neugierde handelt, der unter dieser nulllinie ist. und jeder darf gerne für sich entscheiden ob er aus diesen gründen bei manchen themen immer über nulllinie ist – aber jeder der das nicht tut, rutscht nicht automatisch drunter, das ist der entscheidende zusatz. alles was ich gebe, was natürlich aus mir strömt, was ich gebe und nehme, ist gut und ausreichend. auch wenn es vielleicht dem gegenüber nicht reicht. das muss dann besprochen werden, das ist die grenze wo wachstum stattfinden kann und veränderung. aber nicht aus der haltung heraus, dass ich nicht reiche, sondern aus der haltung heraus ob ich bereit bin mehr zu geben und aus welchen motiven vielleicht auch nicht. dann kann begegnung auf augenhöhe stattfinden, auch weil zugewandtheit und liebe selbstlos sind und nicht den zweck erfüllen müssen vor sich selbst und anderen gut dazustehen.

die letzte fragestellung des podcastes war die frage nach der eigenschaft, die tatsächlich sehr stark und natürlich in einem vorhanden war oder ist und die aber nicht gut geheißen und früh unterbunden wurde. auch das eine spannende frage über die ich längere zeit nachdachte. und ulkigerweise fand ich die antwort in der einen eigenschaft, die genau konträr zu dieser art von perfektionsmus ist, die versucht wurde mir anzuerziehen: meine unkonventionalität. ich kann wunderbar in alle richtungen denken, ohne mich gross in gesellschaftliche konventionen zu verstricken. ich kann 5 grade sein lassen und denke recht wenig in kategorien und schablonen. menschen, die aus der art fallen und vielleicht auch aus gesellschaft kann ich gut annehmen wie sie sind und ich finde für fast alles eine lösung. „der kopf ist rund, damit das denken seine richtung ändern kann“ ist ein schnack, der mich ziemlich treffend beschreibt – gehts nicht linksrum, dann halt rechtsrum. ich kann fast sagen, in meiner unkonventionellen art zu denken und zu leben, bin ich perfektionistisch.

was fange ich nun damit an? ich denke am hilfreichsten im moment ist für mich die idee dieser nulllinie und die möglichkeit mich immer wieder daran zu erinnern, dass ich schon reiche nur so wie ich bin. und alles andere ist ein zusatz an was auch immer, den ich leisten kann aber nicht muss. und dass ich aufhören darf, zu meinen ich sei nichts wert im gegensatz zu den leuten, deren perfektionismus man gut sehen kann. perfektionimus ist kein qualitätsmerkmal per se, es erhebt niemanden über einen anderen und macht ihn zu was besserem. und last but not least: meine unkonventiontionalität ist eine grosse stärke und eine grosse ressource, die nichts mit mangelndem perfektionismus zu tun hat.

nix dearf ma!

jammernd sitzt er vor mir. der ergraute mann, 50+. ich bin zum gespräch bei ihm, seine frau hat ihn verlassen, weil er weder finger noch schwanz bei sich lassen konnte und ich vermute aus sehr vielen gründen mehr. „nix dearf ma!“ erklärt er sich auf die trennungsgründe angesprochen. dabei schaut er mich mit einer mischung aus trotz und hoffnung an. trotzig, weil er zutiefst davon überzeugt ist, dass es sein gutes recht ist mit seinem schwanz zu machen was er will, wenn seine frau schon seit jahren nicht mehr mit seinem schwanz macht was er will. hoffnungsvoll, weil endlich mal eine frau da ist, die sich zeit nimmt um ihm zuzuhören wie ungerecht die welt zu ihm war und ist. dass ich hier sitze, weil ich hier sitzen muss, blendet er aus. ich lasse ihn reden, er ist so voll mit seinen annahmen und befindlichkeiten, seinem leid auch – das sicher, das will ich ihm gar nicht ansprechen, auch wenn ich es nicht verstehe.

er hat zwei kinder, die alt genug sind um ihre entscheidung, nichts mehr mit ihm zu tun haben zu wollen, auch in die tat umsetzen können. er erzählt viel über sie, alles kindheitsgeschichten, geprägt von wochenenderlebnissen. alltagssachen hat er nicht mitbekommen, er hat immer gearbeitet. darauf angesprochen, dass seine frau das meines wissens ja auch gemacht hat und dennoch…..er starrt mich misstrauisch an, fragt ob „i a so oane sei!“ ich antworte nicht, es erübrigt sich. ich muss ihn aushalten, er muss mich aushalten.

auf seiner maske, die er widerwillig über die nase geschoben hat, nachdem ich ihn mehrfach drauf angesprochen habe, steht in comic sans „nix dearf ma!“ und ich möchte eigentlich am liebsten aufstehen und gehen. ich kann sein gejammer nicht ertragen, es ist genau der typ abgehängter und verlassener mann, den man jetzt öfters auf demos gegen corona und die welt an sich sieht.

ich hatte schon immer den anspruch, dass ich auch die letzte wurst verstehen will wie sie tickt und warum sie tickt, also bemühe ich mich auch hier. ich frage nach seiner geschichte, was ist ihm wohl passiert, was hat ihn nur so ruiniert? es findet sich keine antwort. da ist nichts im klassisch bürgerlichen lebenslauf, mit immer ausreichend geld, sogar liebe wie er betont. es ist absicherung zu finden, eine seit jahrzehnten bestehende arbeitsstelle, ein eingebunden sein in verein und tradition und gemeinschaft. privilegiert as fuck.

und ich verstehe diese diskrepanz nicht – woher verdammt nochmal nimmt er das recht, derart privilegiert derart rumzujammern? ich finde nirgends auch nur den hauch von „passt schon, mein leben!“ sondern nur „nix dearf ma, i bin immer s`opfer“. warum ist das so? was hat ihn dazu gemacht? woher kommt dieses gefühl abgehängt zu sein, nicht gesehen zu werden?

ich weiß die antwort eh, irgendwo in der kindheit wird irgendwer zuviel oder gar nicht anwesend gewesen sein. irgendwer wird ziemlich sicher zu wenig liebe gegeben haben und irgendwo muss dort ein loch entstanden sein, was bis heute niemand gestopft hat oder stopfen konnte. ich selbst kenne diese lücke, die man seiner umwelt ständig vor die nase hält in der hoffnung, dass sich doch bitte irgendwer stellvertretend für diejenigen, die die lücke gerissen haben, ihrer annimmt und füllt. nur, dass das leider so nicht funktioniert. und irgendwann ist man in einem alter, wo man selber sich darum kümmern muss – entweder mit ihr zu leben oder aber sie ein bisschen zu kompensieren, aber auf eine gesunde art. und spätestens da trennen sich halt die wege derjenigen, die sich tapfer durchschlagen, sich konfrontieren mit ihrem verhalten und daran arbeiten, einigermaßen gut und ohne kollateralschäden durchs weitere leben zu kommen. und der rest manifestiert einfach weiter den eigenen glauben an seinen opferstatus, macht alle anderen dafür verantwortlich und vergiftet sich und seine umwelt mit dem eigenen leid. ich verstehe das schon, es ist soviel leichter und ja auch nicht unwahr: man ist opfer. nur irgendwann ist opfer-sein, das was du draus machst. und das macht den unterschied.

ich versuche ihn dorthin zu lenken. und scheitere total. wie ich das denn jetzt meine, wie es ihm ginge und ob er mal über beratungsangebote nachgedacht hat, so im rahmen der scheidung. er bräuchte da sicher nichts, mit ihm sei alles super. die anderen wären ja die, die ihm das leben zur hölle machen. ich lasse ihm flyer von beratungsangeboten da, sage ihm, dass es ok ist auch mal hilfe anzunehmen. aber ich weiß, dass unser gespräch zu kurz und einmalig ist um irgendwas zu erreichen. und das ist am ende auch der große frust bei mir: die menge an menschen, die dringend hilfe bräuchten, sie nicht annehmen wollen oder können und einfach mit ihrem scheiß weitermachen – so lange bis alles was ihnen begegnet genau das bestätigt worunter sie so leiden.

das ist ja wie mit kindern!?

wir hattens heute spannend. aus sehr blöden gründen (shame on me) hat der hund heute eine voltaren tablette von mir geschluckt.

ich war erst noch recht entspannt, weil hej! bully! die fressen alles und überleben das auch noch! ein anruf in der tierklinik machte dann aber klar: auch bullypower ist endlich, ich soll sofort kommen, das zeug muss raus.

gesagt getan. eine spritze und ein paar minuten später dann das elend in form von hund. ich hätte fast mitgespuckt aus mitleid. so ein kleines häuflein hund, sie ist ja erst ein jahr alt und so draufgängerisch sie sonst ist – heute war sie wieder das kleine schnupfibaby.

als alles draussen war gabs eine spritze für den kreislauf und aktivkohle – was gerade zur folge hat, dass sie alle stunde noch bisschen kotzelt und das ganze wie beim
exorzisten aussieht („Die Kraft Jesu Christi bezwingt Dich!“). was aber schon wieder geht – um futter betteln während ich koche.

da ist sie wieder: die bullypower.

remo largo.

remo largo ist tot.

er war derjenige, der mich vor all den grauenhaften erziehungsratgebern bewahrte und den ich gott sei dank noch rechtzeitig empfohlen bekam, bevor juuls, kast-zahn und van de rijt mich weiter triggern konnten. (beim googeln eben fällt mir ein, wie unsagbar bescheuert eigentlich der titel „oje, ich wachse!“ ist – was soll denn dieses „oje“? was ist das denn für eine haltung dem kind gegenüber?)

kurz nach der geburt des sohnes, kam ich trotz bester vorsätze nicht an erziehungsratgebern vorbei. in ermangelung von vertrauen in die eigene intuition, kaufte ich mir das buch „oje, ich wachse“, das damals in blogmütterkreisen als empfehlung kursierte. es ist unterteilt in, ich zitiere „[…] 10 sprünge in der mentalen entwicklung ihres kindes während der ersten 20 monate und wie sie damit umgehen können.“ zur damaligen zeit waren es noch 8 sprünge in 14 monaten, da scheint irgendwas entwicklungsthematisches hinzugekommen zu sein.

jedenfalls versuchte ich mir mit diesem buch das nicht erklärbare geschrei und verhalten meines sohnes zu erklären. ich las über den ersten entwicklungsschritt mit 3 monaten – oje, er wächst!- der mit allerhand symptomen verbunden war, die der sohn alle erfüllte und mit allerhand neuen fertigkeiten verbunden, die der sohn leider nicht erfüllte. was zu großer besorgnis bei mir führte: was zum henker lief falsch bei meinem kind, dass er nach nächtelanger schreierei nicht plötzlich lesen/schreiben/rechnen konnte!? so las sich das damals für mich – es gibt auffälligkeiten, daraufhin passiert dieses und dann muss er jenes können. das buch wirkte wahnsinnig schematisch auf mich, was haargenau das denkmuster in mir bediente, wonach doch alles in meinem leben bisher nach einem gewissen tun-ergehen-zusammenhang funktioniert hatte, warum dann also nicht auch das kind und seine erziehung?

bei sprung keine ahnung angekommen, wonach der sohn mittlerweile sitzen und sich auch anderweitig entwicklungspsychologisch angepasst verhalten hätte sollen, nahm mein stress derartig zu, dass ich einer freundin heulend von meinem nicht-konformen sohn berichtete. sie empfahl mir alle erziehungsratgeber – es lauerten noch juuls und kast-zahn im regal- wegzuwerfen und mir ein einziges buch zu kaufen: „babyjahre“ von remo largo. noch nie hatte ich von ihm gehört, ich weiss auch im nachhinein gar nicht, warum – wahrscheinlich, weil er in seiner haltung kindesentwicklung gegenüber so völlig anders war, als alles was ich so an prägung diesbezüglich in mir hatte. man begegnet den dingen ja auch nur, wenn der blick für sie offen ist.

ich kaufte mir also „babyjahre“ und aller stress fiel von mir ab. mein kind war völlig in ordnung! alles normal! wie – es gibt keine maßstäbe, wie ein kind wann was können muss? ist ja der wahnsinn! ich war völlig geplättet über die unbeschwertheit und entspanntheit mit der dieser mann entwicklung und erziehung beschrieb und schmiss erstmal alle anderen bücher weg.

das buch von ihm war weniger ein buch, das ich für meine kinder las, damit ich sie besser verstand, sondern mehr eines, das ich für mich als mutter las um mich selbst besser zu verstehen. ich stellte fest, mit was für schrecklichen und völlig unangemessenen (heute weiß ich NS-ideologisierten) bildern über kinder und ihre entwicklung ich innerlich vollgestopft war – annahmen über das funktionieren von kindern, die ich auch hinsichtlich meiner eigenen kindheitserziehung plötzlich wiedererkannte. überhaupt erkannte, wieviel von der unsäglichen NS-pädagogik noch in unserer gesellschaft steckte und dass das noch jahrgänge betraf, die weitaus jünger waren als ich. es war nicht so, dass largo sich in seiner haltung groß von juuls zb. unterschied. es war wohl mehr seine art, die ich besser annehmen konnte als die der anderen: sie war geprägt durch seine medizinische ausbildung, durch die er glaube ich, seine pädagogischen und entwicklungspsychologischen erkenntnisse anders einbetten und auch übermitteln und erklären konnte.

largo war es, der den allerersten dominostein in mir zu kippen brachte und einen langen, langen prozess in ganz setzte, der mich maßgeblich als die mutter und auch der mensch, die ich heute bin, geprägt hat.

damit – abgesehen von meinen zwei wunderbaren kindern, denen ich so dankbar bin, dass sie die ersten jahre mit mir als mutter so tapfer überstanden haben – verdanke ich remo largo meine heutige haltung als mutter und infolge dessen auch als pädagogin. dafür werde ich ihm immer dankbar sein.

josi.

ich erinnere mich noch, wie ich auf dem sofa sass, letztes jahr ungefähr um die zeit, und zu meiner familie sprach: „wenn ihr meint, dass ihr euch einen hund anschaffen müsst, dann tut das, aber ohne mich. vielleicht mal gassi gehen, wenns gar nicht anders geht, aber mehr nicht.“ heulen und zähne klappern, „du bist so doof“ und „dann geht das nicht“ – ich blieb hart.

der hund kam trotzdem.

nun. und wer verbietet jetzt allen anderen mit ihm spazieren zu gehen, weil sie selbst gehen will? und wer begrüsst immer den hund zuerst und dann alle anderen? und wer sagt immer „mein hund“?

sie ist der freundlichste, lustigste und wildeste hund den ich kenne und überhaupt: es ist kein life ohne sie ♥️

wherever you may roam.

manchmal kommt er zu mir wenn ich draussen bin, an orten die er gemocht hätte, wenn ich nach dem essen ein stückchen schokolade esse oder von einem frischen brot den kanten abschneide und mit dick butter und marmelade bestreiche. wenn ich in der arbeit manchmal mit schwierigen menschen zu tun habe, die so anders sind als ich. wenn ich berge sehe und kirschen esse. wenn ich zu schnell auto fahre und den tüv schon wieder monate überziehe. wenn jemand ungerecht behandelt wird und wenn ich kein taschentuch dabei habe. wenn ich allein sein muss weil mir zuviele menschen zu nahe sind, wenn ich verzeihe egal wie gross der scheisselkram war.

heute 9 jahre und auch wenn sich meine sichtweise auf ihn so verändert hat und ich schon lange nicht mehr weiss wie sich tochter-sein anfühlt – in all diesen dingen ist er immer noch da.

seestrasse 18

mein elternhaus ist vergangene woche abgerissen worden.

irgendwann vor vielen monaten erwähnte meine mutter das mal und ich vergass es wieder. als ich gestern abend dieses bild der abbruchstelle geschickt bekommen habe, schossen mir die tränen in die augen. ich hadere ja schon mein leben lang mit dem begriff heimat und auch wenn dieses haus und auch die stadt in der es steht, schon seit jahrzehnten nicht mehr meinen lebensmittelpunkt darstellt, war dennoch gestern abend beim anblick der erste gedanke: jetzt bin ich vollends heimatlos.

diese „18“ da wirkt so unendlich einsam, als letzter überrest all dessen was sich dort alles mal an leben abgespielt hat. 19 jahre habe ich in diesem kasten gewohnt, ich war gott froh ihn verlassen zu haben nach diesen jahren, aber es war nun mal auch das haus mit der nr. 18, in dem ich gross wurde und wo das leben mich zu dem gemacht hat was ich bin. oder auch zu dem was ich nicht bin.

und jetzt ist es weg.

mein freund meinte gestern zu mir, dass heimat etwas ist, was man in sich trägt und nichts ist, was zwangsläufig an einen ort gebunden sein muss. „du bist dir selbst heimat“ meinte er und selten habe ich mich besser wiedergefunden in einem satz. denn ja, letztendlich war das wohl der weg der letzten jahrzehnte den ich gegangen bin, es mir so in mir selbst einzurichten, dass ich mir selbst hafen und heimat bin – unabhängig von orten, von menschen.

ich werfe einen letzten blick auf dieses bild, auf den schutt unter dem meine kindheit und jugend, all meine erinnerungen liegen – und lass los. alles wichtige habe ich in mir und bei mir. was für ein trost, was für eine freiheit.

flowers in the window.

also ich 2015 40 wurde, lud mich meine mutter auf eine reise ein. ich weiss noch, dass ich im auto sass, als sie anrief und meinte, sie wolle mir was besonderes zum 40. schenken, eine reise, gemeinsam mit ihr, für 12 tage. wer meine mutter und mich kennt weiss, warum ich erstmal so tat als sei ich in ein funkloch gefahren („hallo? chchzz…hallo? tkrztdgzl…..“) und rechts ranfuhr. im geiste stellte ich mir meine mutter und mich in irgendeinem südtiroler hotel mit eiche rustikal und geranien auf dem balkon, bergblick und doppelzimmer vor mit jeden tag wandern und zeit. so entsetzlich viel zeit in einer gegend ohne ablenkung und fluchtmöglichkeit. oder besser: entsetzlich viel zeit, ohne ablenkung und fluchtmöglichkeit zusammen mit meiner mutter auf engstem raum. yeah. geiles geschenk. mir war klar, dass mein funkloch allmählich mal rum sein sollte und rief zurück, gewappnet „nein“ zu sagen, zu allem was da kommen möge.

meine mutter überraschte mich. sie lud mich auf eine atlantiküberfahrt auf der queen mary 2 ein – von hamburg über southampton nach new york. ein angebot von zeit-reisen, distungierte hanseaten waren zu erwarten und dazwischen meine mutter und ich. alleine diese tatsache, ein echter brüller.

irgendwann auf dieser überfahrt, es war 2 tage vor new york, stand ich am heck der queen mary 2 und hatte musik auf den ohren. es ging mir nicht gut in diesen tagen – ich war gerade 40 geworden, seit zwei jahren war meine ehe beendet, dennoch hing ich irgendwie noch in ihr. es war eine seltsame mischung dort an bord, aus heimweh, fernweh, unerwartetem trennungsschmerz und undefinierbarer sehnsucht nach irgendwas mit liebe. über mir der endlose, blaue himmel, unter mir das endlose, blaue meer in dem die delfine sich tummelten und in mir stiegen die tränen. in diesem moment und ich schwöre ich werde diesen moment mein leben lang nicht vergessen, begann travis zu singen „when i first held you i was cold, a melting snowman i was told. but there was no-one there to hold before, i swore that i would be alone for ever more….“ und mit einem mal fiel alles in mir an seinen platz.

in der focusing therapie gibt es den begriff des „big shift“ – eine erfahrung, die körper, geist und seele betrifft, in der alle unsicherheit und verwirrung einer grossen klarheit und erkenntnis weicht. nie zuvor habe ich begriffen was das bedeuten soll – bis zu diesem moment. es war als würden alle dämme brechen, als würde alles alte, ungeklärte, verzweifelt bearbeitete mit einem schlag abgelegt werden in mir und zur ruhe kommen. mein körper fühlte sich an wie gummi, aber wohlig entspannt, ich weinte so sehr, dass es mich schüttelte, aber es war diese art von weinen, das löst und nicht verkrampft, das loslässt und nichts festhalten will. „cause to stand up, out in the crowd, you are one in a million and i love you so, lets watch the flowers grow.“ sang travis und ich schwöre er sang jedes wort für mich. ich erinnere mich, dass ich irgendwann den blick vom wasser und in die ferne an diesen unendlichen horizont hob, der auf dem meer nochmal ganz anders ist als am meer.

und plötzlich war dieser eine satz in mir, völlig klar. „etwas von dir bleibt hier.“ und so war es. damals wusste ich noch nicht was genau es war, aber es stellte sich sehr schnell nach der rückreise heraus. dieses „etwas von dir bleibt hier“ hatte was ungemein tröstliches, so als ob das meer dort an dieser stelle auf immer ein hüter eines teils meiner geschichte bleiben würde und dem ich gerne gab, was ich schon viel zu lange mit mir herum trug.

und zu all diesem erleben sang travis, wieder und wieder. ich glaube, ich habe diesen song an diesem nachmittag hundertmal gehört und bis heute, drei jahre später, rührt sich meine seele wenn ich ihn höre.

„there is no reason to feel bad but there are many seasons to feel glad, sad, mad. it’s just a bunch of feelings that we have to hold
but i am here to help you with the load.“

(danke r., fürs erinnern – seine geschichte lest ihr hier.)