Dr. Mabuse, the Gambler
★★★★★

Watched 06 Aug 2024

1001 Filme, die ich gesehen haben möchte, ehe ich 50 werde
(in chronologischer Reihenfolge)

∆ Kapitel 12

Dr. Mabuse, der Spieler
Deutschland 1922
R.: Fritz Lang
270 Min.

Am Ende sind es die Augen, die wahnsinnigen Augen von Rudolf Klein-Rogge, die Fritz Langs monumentales Verbrecher-Epos beenden. Am Ende sind es Dr. Mabuses alles durchdringende Augen, die diesen Film dominieren.
Dr. Mabuse, der Hypnotiseur.
Dr. Mabuse, das Verkleidungsgenie.
Dr. Mabuse, der Verbrecherfürst.

Fritz Lang inszeniert einen nahezu fünfstündigen Krimi, der nicht nur sein Publikum atemlos bei der Stange hält, weil er sich trotz seines Stummfilmdaseins an modernen Genrevertretern messen kann, sondern auch einen Film, der gleichzeitig ein Sinnbild seiner Zeit ist.
Dr. Mabuse, der Spieler als Parabel auf die groteske Verschwendungsucht einer in Saus und Braus lebenden Gesellschaft der Weimarer Republik. Ein gemachtes Nest also, in dem das Böse seine Eier legen kann. Dabei geht es Mabuse gar nicht um die persönliche Bereicherung, sondern um das Verbrechen um des Verbrechens Willen. Er stiftet Chaos und Verwirrung, treibt Menschen in den Selbstmord und labt sich an den Früchten seiner Niedertracht.

Und dabei stehen sie stellvertretend, diese wahnsinnigen Augen des Dr. Mabuse: für eine Welt, kurz vor der totalen Katastrophe, die aber bereits im Wahnsinn zu versinken droht.


Noch 989 Filme.
Noch 11 Jahre, 1 Monat, 29 Tage

{Gesamtspieldauer: 1.564 Minuten}


Vorheriger Film: Madame Beudets sonniges Lächeln
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Fritz Langs Dr. Mabuse-Trilogie:
Dr. Mabuse, der Spieler (1922)
Das Testament des Dr. Mabuse (1933)
Die 1000 Augen des Dr. Mabuse (1960)

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