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Weltreisende unter D

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D wie Deus, zumindest Halbgötter, zwischen Dasgupta, Davis, Descuela, Deville entdecke ich Marie Dermout (1888-1962). Nach ihren Erinnerungen, die sie als 63 Jährige veröffentlichte, erschien  vier Jahre später, 1955, ihr  Roman „Die zehntausend Dinge“ (dtv, 2016). Er erzählt die Geschichte von Felicia, der Frau im Kleinen Garten an der Innenbucht einer sehr abgelegen kleinen Molukkeninsel. In deren Brandungsrauschen, Farben, Palmen, und Geistergeschichten die Autorin sich bestens auskannte. Sie wurde in  Java auf einer Zuckerplantage geboren, lebte mit ihrem Mann, einem Juristen, „in jeder Stadt und jeder Wildnis auf Java, Celebes und den Molukken“, bis sie 1933 zurück in die Niederlande übersiedelte. Neuübersetzt von Bettina Bach, die von Heilbronn nach Jena zog, und aus der Vergessenheit geholt wurde diese traumverlorene Frauengeschichte aus der Kolonialzeit im Rahmen der Förderungsprogramme zum letzt-jährigen Buchmessen-Schwerpunkt Niederlande. Felicia kommt als junge Mutter, vom Mann verlassen, mit ihrem Sohn zurück in den Garten, der eher eine Art Gewürzplantage ist (Nelken), und in dem drei vergiftete Mädchen herumspuken. Der Sohn fällt im Krieg, die Großmutter und Felicia müssen Geld verdienen, sie arbeiten hart und werden moderne Unternehmerinnen. Felicia erkundet die Insel…