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Ich erzähle Markengeschichten, die man nie mehr vergisst.
Thun, Bern, Wien
Meine Business Seite als Founder, Owner und head of desaster.
Das hier ist mein persönliches Social Media. Hier kann ich posten, was ich will, wann ich will und für wen ich will. Meine Posts siehst du wahrscheinlich nicht auf Facebook, TikTok oder Insta – dafür bin ich zu wenig sexy, blond und jung. Ich kann dir aber genauso penetrant auf den Geist gehen wie all diese Kanäle auch.
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Am Wochenende habe ich im Garten schon die einen oder andern frühen Vorboten gefunden.



Ich war noch keine zwanzig, wohnte im Berner Oberland, und die Welt dort oben war klein und übersichtlich. Was mich damals weit hinausbefördert hat, waren keine Reisen, kein Geld, keine Karrierepläne – es waren Bücher. Science-Fiction. Utopien. Geschichten, die mir zeigten, dass die Menschheit nicht zwingend scheitern muss, sondern dass es Wege gibt: andere, bessere, fremdartige – aber machbare. Diese Bücher haben mein Denken geformt, meine Haltung zur Welt, meinen Beruf, mein Leben. Das klingt pathetisch. Aber es ist trotzdem wahr.
Deshalb hat mich ein Interview, das heute auf Golem erschienen ist, so interessiert. Es geht um Karlheinz Steinmüller, eine der letzten lebenden Ikonen der DDR-Science-Fiction – und um eine Frage, die sich mir schon länger stellt: Warum haben wir verlernt, von einer besseren Zukunft zu träumen?
Wer war Karlheinz Steinmüller? Zusammen mit seiner Frau Angela schrieb er in der DDR Science-Fiction, die das System immer wieder taktisch umschiffte – und manchmal mit ihm arrangierte. Ihr Roman Andymon, 1982 erschienen, wurde 1989 von ostdeutschen Lesern zur beliebtesten DDR-Science-Fiction-Erzählung gewählt. Dreißig Jahre später setzte ihn eine Jury bei Tor-Online auf die Liste der 100 besten Sci-Fi-Bücher aller Zeiten.
Ich will das nicht beschönigen: Steinmüller hat in einem System gearbeitet, das Literatur als Instrument der Ideologie verstand. Er hat Selbstzensur betrieben. Er hat Kompromisse gemacht. Im Interview spricht er offen darüber – mit einer Ehrlichkeit, die mir imponiert. Er habe lieber ein bisschen revoluzzt als gar nicht, lieber zwischen den Zeilen geschrieben als geschwiegen. Wer bin ich, das zu verurteilen? Lieber jemand, der im Käfig singt und dabei die Stäbe anfeilt, als jemand, der verstummt.
Was aber bleibt, und was zählt, ist seine Haltung zur Zukunft. Steinmüller nennt es das positive Menschenbild. Die Überzeugung, dass Menschen in der Lage sind, tolerant miteinander zu leben, Differenzen zu akzeptieren und solidarisch etwas Gemeinsames aufzubauen. Er will dieses Bild nicht aufgeben – auch nicht heute, wo Autokraten auf Wählerinnen und Wähler warten, die das Träumen verlernt haben und froh sind, wenn jemand anderes es für sie übernimmt.
Das, sagt Steinmüller, sei die eigentliche Gefahr.
Er hat recht. Und er benennt damit ein Problem, das ich selbst seit Jahren beobachte.
Science-Fiction ist, was verfilmt und gestreamt wird, was in den Algorithmen auftaucht, was junge Menschen auf Bildschirmen sehen, fast ausschließlich dystopisch. The Last of Us. Black Mirror. The Hunger Games. Fallout. Severance. Alles gut gemacht, alles sehenswert – und alle zeigen eine Zukunft, in der die Menschheit gescheitert ist, scheitert oder gerade dabei ist zu scheitern. Das ist keine Kritik an diesen Werken. Es ist eine Bestandsaufnahme dessen, was Mainstream-SF gerade dominiert.
Das Problem: Wer nur Dystopien kennt, lernt keine Alternativen zu denken. Man lernt Angst, man lernt Resignation, man lernt, die Gegenwart für das kleinere Übel zu halten. Dystopien sind, wie Steinmüller es formuliert, notwendige Warnungen – aber aus Warnungen allein folgt nicht, was besser gemacht werden könnte.
Utopien hingegen, und das ist ihre unterschätzte Kraft, trainieren die Vorstellungskraft. Sie zeigen nicht, was kommen wird. Sie zeigen, was kommen könnte. Das ist ein fundamentaler Unterschied – der Unterschied zwischen Schicksal und Entscheidung.
Steinmüller nennt es Future Literacy: die Fähigkeit, überhaupt über Zukünfte nachzudenken, ihre Möglichkeiten zu erkennen und nicht nur ihre Bedrohungen. Wer nie utopische Geschichten gelesen, gesehen oder gespielt hat, ist in dieser Kompetenz unterentwickelt. Und das betrifft gerade junge Menschen in einem Ausmass, das mich besorgt.
Mein Sohn ist Teil der Generation Z. Ich beobachte, wie der Zugang zu Science-Fiction für seine Generation aussieht: Hörbuch-Plattformen voller Endzeitszenarien, Streaming-Dienste mit düsteren Zukunftswelten, Kurzcontent auf TikTok, der keine Zeit lässt für die langsame Entfaltung einer anderen Welt.
Lange Texte? Kein Thema. Dicke Romane? Schlechte Chancen. Das ist keine Faulheit, das ist eine andere Aufmerksamkeitsökonomie. Und wer junge Menschen für SF gewinnen will, muss diese Realität akzeptieren, bevor er sie verändern kann.
Die gute Nachricht: Es gibt Wege. Mehr als man denkt.
Anime als unterschätztes Tor
Anime ist bei der GenZ längst angekommen – und die japanische Animationskultur bietet erstaunlich viele utopische oder zumindest hoffnungsvolle SF-Welten, die im deutschen Mainstream kaum diskutiert werden.
Aria the Animation spielt auf einem terraformierten Mars, in einer Stadt, die Venedig nachempfunden ist. Keine Apokalypse, kein Kampf ums Überleben – sondern eine Geschichte über Schönheit, Verlangsamung und die Kunst, im Moment zu sein. Für jemanden, der von düsteren Welten müde ist, kann das eine Offenbarung sein.
Gurren Lagann ist das Gegenteil von Resignation: Eine Geschichte über zwei Jungen, die buchstäblich aus einem Loch in der Erde herausbohren und immer weiter, immer höher streben – bis zu den Sternen. Überdreht, laut, emotional – und von einer mitreissenden Energie, die an das glaubt, was Menschen leisten können, wenn sie wollen.
Dr. Stone denkt das Scheitern der Zivilisation nicht als Ende, sondern als Ausgangspunkt: Ein wissenschaftliches Genie baut die Menschheit mit Wissen und Neugier Schritt für Schritt neu auf. Weniger Dystopie als Labor-Abenteuer mit einem durch und durch optimistischen Grundton.
Spiele als Philosophie-Schule
Videospiele sind das Medium der GenZ. Und einige der tiefsten SF-Erfahrungen der letzten Jahre fanden auf Bildschirmen statt, auf denen man selbst handelte.
No Man’s Sky hat eine turbulente Geschichte hinter sich, ist heute aber eines der meditativsten SF-Erlebnisse überhaupt: ein schier unendliches Universum zum Erkunden, mit einem grundsätzlich optimistischen Bild von dem, was Zivilisationen über Jahrmillionen aufbauen können. Man kämpft selten. Meistens entdeckt man.
Mass Effect erzählt von einer Menschheit, die – nach einem holprigen Start – in eine galaktische Gemeinschaft aufgenommen wird und lernt, mit fremden Intelligenzen zu kooperieren. Der Grundton ist utopisch: Wir überleben. Wir wachsen. Wir werden Teil von etwas Grösserem.
Outer Wilds schliesslich ist in seiner Kategorie einzigartig: ein kleines Sonnensystem, eine Zeitschleife, keine Kämpfe – nur Neugier. Das Spiel belohnt ausschliesslich das Nachdenken, das Fragen, das Verstehen. Es ist das spielerische Äquivalent zu dem, was gute SF-Literatur tut: Es trainiert die Fähigkeit, die Welt anders zu sehen.
Für alle, die doch noch lesen
Wer den Einstieg ins utopische SF-Lesen sucht, dem empfehle ich zwei Bücher, die beweisen, dass Utopie nicht naiv sein muss.
Becky Chambers’ The Long Way to a Small, Angry Planet zeigt eine Zukunft, in der unterschiedlichste Wesen auf engem Raum miteinander auskommen müssen – und es irgendwie hinbekommen. Keine grossen Schlachten. Kein Untergang. Nur das mühsame, wunderbare Projekt des Zusammenlebens.
Ursula K. Le Guins The Dispossessed ist älter und anspruchsvoller – aber es ist vielleicht der klügste Roman über das, was eine Gesellschaft ausmacht, den ich je gelesen habe. Eine ambige Utopie, wie Steinmüller sie beschreiben würde: unfertig, im Werden, voller Widersprüche. Und genau deshalb wahr.
Steinmüller erzählt im Interview von seinem Traummeister: einem Geschichtenmann, der Nacht für Nacht die Träume einer ganzen Stadt sendet. Der Rat der Stadt hatte eine Richtschnur für Lothrechtes Träumen – eine Vorschrift, was geträumt werden soll. Der Traummeister hielt sich nicht daran.
Steinmüllers eigentliche Botschaft aber war nicht die Rebellion des Einzelnen, sondern etwas Radikaleres: Am Ende soll jeder seinen eigenen Traum träumen. Nicht den Traum des Staates, nicht den Traum der Autokraten, nicht den Traum der KI, die uns die Zukunft erklärt. Den eigenen.
Das ist, glaube ich, das Wertvollste, was Science-Fiction leisten kann – nicht als Unterhaltung, sondern als Schule des Denkens: Sie gibt uns Bilder, Vokabular und Mut, uns vorzustellen, was noch nicht ist. Und dann zu fragen: Warum eigentlich nicht?
Aber vielleicht schicke ich ihm den Link zu Outer Wilds. Oder wir schauen zusammen eine Folge Aria. Oder ich schicke ihm dieses Interview einfach kommentarlos – mit der stillen Hoffnung, dass er versteht, warum.
Karlheinz Steinmüller wurde 1950 geboren und lebt in Deutschland. Das Interview mit ihm erschien am 22. Februar 2026 auf Golem.de, geführt von Tim Reinboth.
In dieser Keynote legt Gee Ranasinha dar, warum die Zukunft des Marketings in der Psychologie und nicht in der Technologie liegt. Er diagnostiziert dem modernen Marketing eine Krise: Trotz Rekordbudgets sinkt die Wirksamkeit, da Bots und Werbeblocker dominieren und die Inhalte oft generisch und austauschbar sind [01:48].
Marketing sollte den Menschen wieder als „fühlendes Wesen, das denkt“ begreifen, statt als rein rationalen Akteur [38:46]. Im abschließenden Teil betont Ranasinha zudem den Unterschied zwischen Manipulation und legitimer Beeinflussung durch relevante Information [40:50].
Video: Keynote: The future of marketing is psychological, not technological with Gee Ranasinha
Ich arbeite an unserem Markenzauber-Framework und habe gevibecodet.
Testen Sie alle 7 Markenzauber auf Verständlichkeit
So funktioniert der Test:
1. Geben Sie Ihre 7 Markenzauber-Sätze ein
2. Die Sätze werden in zufälliger Reihenfolge getestet
3. Jeder Satz wird kurz eingeblendet (200ms pro Wort)
4. Schreiben Sie auf, woran Sie sich erinnern
5. Am Ende sehen Sie die Gesamtauswertung

Zum Auftakt der Mozartwoche 2026 zeigt der ORF eine neue Inszenierung von Mozarts «Zauberflöte». Am 27. Januar 2026 jährt sich Mozarts Geburtstag zum 270. Mal. Gleichzeitig feiert die Internationale Stiftung Mozarteum ihr 70-jähriges Bestehen.
Regie führt Rolando Villazón, Intendant im Haus für Mozart. Er verbindet historische Aufführungspraxis mit einer heutigen Bildsprache. Er kleistert die Oper nicht mit gigantischer Show zu. Keine Dauerreize, keine Effekte um der Effekte willen. Gerade das macht die Inszenierung sehenswert. Man sieht die Geschichte und hört die Musik, statt ständig auf den nächsten Trick zu warten.
Dazu passt, dass das Libretto verständlich bleibt. Man folgt Tamino als Suchendem, Pamina zwischen Liebe und Erkenntnis und Papageno als erdigem Gegenpol. Auf der anderen Seite stehen Königin der Nacht und Sarastro: Dunkelheit gegen Licht, Macht gegen Weisheit. Eine zusätzliche Bühnenfigur setzt einen Akzent: Mozart selbst tritt auf und kommentiert spielerisch den eigenen Schaffensprozess.
Musikalisch trägt das Mozarteumorchester Salzburg den Abend unter der Leitung von Roberto González-Monjas. Das Solistenensemble ist prominent besetzt, unter anderem mit Kathryn Lewek, Franz-Josef Selig, Emily Pogorelc und Magnus Dietrich.
Diese «Zauberflöte» will nichts neu erfinden. Sie zeigt, wie stark das Stück ist, wenn man es ernst nimmt und klar erzählt. Wer Oper mag, bekommt Substanz. Wer selten Oper schaut, findet einen guten Einstieg, weil Text und Geschichte verständlich bleiben.
Seit heute Morgen kann ich mich nicht bei SwissPass einlogen. Ich finde es schon etwas bedenklich, wenn das so lange nicht funktioniert. Eigentlich möchte ich mein GA hinterlegen – mal sehen, ob das heute noch was wird.

Wes Anderson ist ein US-amerikanischer Regisseur mit klar erkennbarem Stil. Man erkennt seine Filme nach wenigen Sekunden.
Geboren 1969 in Houston. Bekannt seit „Rushmore“ (1998). Internationale Durchbrüche: „The Royal Tenenbaums“, „The Grand Budapest Hotel“.
Strenge Symmetrie. Feste Bildachsen. Präzise Kadrierung. Jede Einstellung wirkt gebaut, nicht gefunden. Farben folgen klaren Paletten, oft Pastell.
Skurrile Charaktere mit trockener Sprache. Emotionen bleiben kontrolliert, fast unterkühlt. Humor entsteht aus Timing, nicht aus Pointen.
Kapitelstruktur. Off-Kommentare. Typografie als Gestaltungselement. Musik kuratiert wie ein Mixtape, oft 60er- und 70er-Jahre.
Anderson zeigt, wie konsequente Form Bedeutung trägt. Stil ist hier kein Schmuck, sondern Struktur. Das macht seine Filme unverwechselbar und langlebig.
ChatGPR kann jetzt also auch das Internet bedienen.
Ja — genau, die legendäre japanische Künstlerin mit den endlosen Punkten, Spiegelräumen und Kürbissen ist aktuell in der Fondation Beyeler in Riehen (Basel, Schweiz) mit einer umfassenden Retrospektive vertreten.
Yayoi Kusama fasziniert mich, weil sie seit Jahrzehnten konsequent dasselbe Thema neu erfindet: Wahrnehmung, Wiederholung und Selbstauflösung im Raum. Ihre Arbeiten sind radikal persönlich und zugleich universell. Sie zeigt, wie man aus einer inneren Obsession eine globale visuelle Sprache formen kann – das ist pure Marken- und Identitätskunst.
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Als «Nerd zum Mieten» kann man mich auch stunden oder tageweise engagieren.