Was bedeutet „Enryo“?

Der Begriff „Enryo“ ist mir auf Andreas Blog „puremyself“ begegnet und hat mich gleich angesprochen:

„Im Japanischen bedeutet es Zurückhaltung. Das bewusste Zurücknehmen der eigenen Wünsche oder Bedürfnisse, damit Harmonie gewahrt bleibt. Es ist nicht Schüchternheit, sondern ein feines Gespür für das Gegenüber. Enryo heisst: Ich dränge mich nicht in den Vordergrund. Ich lasse Raum. (…)“

Andrea fügt hinzu:

„Natürlich kann Enryo auch eine Schattenseite haben, wenn es uns zu sehr daran hindert, das Eigene zu leben oder die eigenen Grenzen oder Bedürfnisse zu beachten. Aber in seiner ursprünglichen Bedeutung steckt etwas Wunderbares darin:

Rücksicht, das Nicht-Immer-Ich-Zuerst, die zarte Balance zwischen mir und dir“.

Lasst uns doch alle etwas mehr Enryo leben. Es würde uns selbst und allen gut tun oder was meint ihr?

Mehr darüber findet ihr bei Andrea und ihrem Blog puremyself:

Wie wäre es mit etwas mehr „Enryo?

Wie übergriffig sind wir eigentlich? Wie gut grenzen wir uns ab?

Wir alle kennen Menschen, die selbst nie oder nur schlecht gelernt haben, anderen Grenzen zu setzen oder selbst keine Grenzen gesetzt bekommen haben. Gerade diese Menschen verhalten sich selbst oft übergriffig gegen andere. Und ich meine hier insbesondere die psychischen und emotionalen Grenzen, diese scheinbar unsichtbaren, feinen Linien, die nicht respektiert werden, wie z. B., was sich für dich richtig oder falsch anfühlt, was du zulässt oder ablehnst oder auch wie nah dir jemand, körperlich, emotional oder privat kommen darf.

Weiterlesen

Wie übergriffig sind wir eigentlich? Wie gut grenzen wir uns ab?

Während der Blog-Pause ein kleines Lebenszeichen

Hallo liebe Leserinnen und Leser, liebe Blogger und Bloggerinnen,

seit August habe ich hier nichts veröffentlicht und mich nur gelegentlich auf dem einen oder anderen Blog blicken lassen. Im Hintergrund bin ich weiter sehr aktiv und weil wir alle immer etwas Wärme und Freundlichkeit, gerade zu dieser Jahreszeit, brauchen können, reblogge ich am Ende dieses Textes einen Beitrag aus dem vorigen Jahr, dem viele tolle Kommentare von euch folgten. Vielleicht erinnern sich manche von euch noch daran? Schaut doch mal hinein, wenn ihr gerade etwas Freundlichkeit und Wärme gebrauchen könnt oder ihr ein paar freundliche Gedanken und Kommentare beisteuern wollt. Ich freue mich schon darauf😊

Bis bald und herzliche Grüße, Annette

Während der Blog-Pause ein kleines Lebenszeichen

Pause

Hallo Ihr Lieben,

wenn einen andere Dinge zu sehr in Anspruch nehmen, wird es Zeit für eine kleine Blog-Pause, die hoffentlich nicht allzu lange dauern wird. Wir lesen uns bald wieder. Lasst es euch bitte gut gehen und bleibt gesund, 

Annette

Foto: Annette Mertens

Liebe Gisela, deine Worte und dein Bild zu meinem Beitrag haben mich sehr berührt und du bist hoffentlich damit einverstanden, dass ich deinen Beitrag hier verlinke: https://einneuertagneuemoeglichkeiten.wordpress.com/2025/08/27/pause-zeichnung/#respond

Vielen lieben Dank an Gisela und an euch alle für euer Interesse, eure Gedanken, eure Beiträge,

herzliche Grüße, Annette

Pause

Hast du einen Balkon?

Und falls ja, ist er bepflanzt?

Auf dem kleinsten und schattigsten Balkon, der Terrasse oder einer Fensterbank findet sich immer noch Platz für einen Blumentopf, denn:

„Jeder Meter zählt“

Wenn du aus den Fenstern deiner Wohnung schaust: Siehst du Balkone? Sind sie begrünt oder kahl? Dienen sie als Abstellraum, Platz für den Wäscheständer oder blüht und summt es überall?

Durch Birgit vom Bio-Balkon-Kongress wurde meine Leidenschaft für begrünte Balkone wieder neu entfacht. Von ihr stammt auch das Zitat „Jeder Meter zählt“. Birgit geht es um „ökologisches Gärtnern auf kleinem Raum. Selbstversorgung, Artenvielfalt, Stadtnatur und natürlich verbunden sein“.

Ob du Insekten unterstützen, ganzjährig gesundes frisches Bio-Gemüse, Salate, Obst und Kräuter genießen möchtest: Bei Birgits alljährlichen Bio-Balkon-Kongressen „teilen viele Expert:innen online & gratis ihr Wissen, geben praxiserprobte Tipps zum ertragreichen Anbau von Gemüse und Kräutern auf Balkon, Terrasse, Fensterbrett und Küchentisch sowie zur Förderung der Artenvielfalt“, heißt es auf ihrer Website.

Clematis als Beschattung vor dem Fenster, Foto: Annette Mertens
Weiterlesen

Hast du einen Balkon?

Ist das typisch Ruhrgebiet?

Dieser freundliche, lösungsorientierte Umgang miteinander, insbesondere, wenn eine Bestellung vielleicht nicht sofort klappt in Zeiten des Versand-Booms? Oder sind wir rumpelige Bollerköppe? Was meint ihr? Wie sind eure Erfahrungen mit uns?

Mich hat die angenehme Kommunikation und der sehr kundenorientierte Service so begeistert, dass daraus dieser Beitrag entstanden ist, bei dem ihr dieses Mal sogar ein Buch geschenkt bekommen könnt:

Vor einigen Tagen begegnet mir bei „Kohlenspott“ ein Beitrag mit dem Titel „Am Amazonas gibt es keine Lollies„. Lo, der Blogger hinter „Kohlenpott“, stellt dort unter anderem ein Buch mit dem Titel „Generation 45 Ruhrgebiet Kriegskinder erinnern sich“ vor, das soeben herausgegeben wurde. Kurz darauf bestelle ich das Buch direkt bei dem Verlag aus Bottrop vonne Ruhr.de und erhalte umgehend eine sehr freundliche, personalisierte(!) Bestellbestätigung, mit dem Hinweis, dass das Buch sofort am nächsten Tag versendet wird.

Foto: Annette Mertens
Weiterlesen

Typisch Ruhrgebiet?

Frohe Ostern mit Kirschblüte

„Die Eiche: Kehrt sich kein Stück um das Blühen der Kirsche.“ – Haiku von BASHO

Manchmal sagen Bilder mehr als Worte: Ich wünsche euch allen angenehme Osterfeiertage und eine schöne Frühlingszeit mit lieben Grüßen aus dem Rombergpark/Botanischen Garten Dortmund, Annette

Eisenhaltiges Wasser entspringt an einem Berghang aus eisenhaltigen Quellen und zu Tage tretendem Grubenwasser der Zeche Glückaufsegen laut Wikipedia, Foto: Annette Mertens

P.S. Für alle Haiku-Fans empfehle ich einen Besuch des Haiku-Weges.

Weiterlesen

Frohe Ostern mit Kirschblüte – Auch das ist Dortmund

Foto: generiert mit KI https://www.yeschat.ai/de/features/chatgpt-image-generator

Autos

Autos. Überall. Rote Lichter, weiße Lichter. Die Sonne spiegelt sich im kalten Metall und den Fenstern, die die Welt nicht hinein lassen. Der Lärm der Fahrzeuge und die abgasschwangere Luft isolieren und reduzieren.
Menschen eilen zu Terminen, zur Arbeit.

Ist jemand gerne hier?

Weiterlesen

#Gedanken im #Ruhrgebiet: Das macht nichts? Das macht was?

Frohe Weihnachten

Weihnachtsplätzchen, Foto: Anke S.
Weihnachtsplätzchen, Foto: Anke S.

Dortmund an einem Wochentag im Dezember:

Der alljährliche wuselige Vorweihnachtstrubel der City, ummantelt vom Duft gebrannter Mandeln, dem Aroma von Reibeplätzchen, Backfisch und Zuckerwatte, vermischt sich mit den vielen bunt dekorierten Fußballfans aus Barcelona und Dortmund auf ihrem Weg vom Bahnhof zum Fußballstadion.

Weiterlesen

Frohe Weihnachten

Wer trägt die Verantwortung dafür, ein Missverständnis auszuräumen? Was macht ein heilsames „Tut mir leid“ so unaussprechlich?

Ein falsches Wort, eine falsche Bemerkung ist schnell gesagt oder geschrieben und schon steht das (vermeintliche?) Missverständnis im Raum.

Wer ist verantwortlich, das Missverständnis auszuräumen? Die Person, die das Missverständnis verursacht, weil nur sie erkennt, dass etwas in der Kommunikation schief gelaufen ist?

Weshalb geht vielen von uns ein „Tut mir leid, das habe ich nicht so gemeint, wie es herüber gekommen ist“, so schwer über die Lippen? Ist es der Stolz? Oder die Angst, sich selbst verletzlich zu zeigen und eine Beziehung zu belasten? Ist uns die Tragweite unseres Handelns nicht klar? Haben wir Angst vor unseren eigenen Gefühlen und nehmen es billigend in Kauf, das Missverständnis nicht aufzuklären? Fehlt uns der Mut, uns unsere eigenen Fehler und Schwächen einzugestehen und die Verantwortung dafür zu tragen? Schieben wir deshalb die Verantwortung dem Menschen zu, der uns in unseren Augen missverstanden hat?

Ein aufrichtig ausgesprochenes „Tut mir leid, kommt nicht wieder vor“ ist ein Ausdruck von Empathie und Verständnis für sein Gegenüber. Ist das so viel schmerzhafter, als einen Menschen dauerhaft zu verlieren?

Mir fällt dazu mein Lieblingszitat von Albert Camus ein: „Gehe nicht hinter mir, vielleicht führe ich nicht. Gehe nicht vor mir, vielleicht folge ich nicht. Gehe einfach neben mir und sei mein Freund“.

Text und Fotos: Annette Mertens

Schafe auf Mallorca. Foto: Annette Mertens

Wer trägt die Verantwortung dafür, ein Missverständnis auszuräumen? Was macht ein heilsames „Tut mir leid“ so unaussprechlich?