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Google

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Am Freitag fiel ein dezenter Tweet von Google auf:

Google Jobs in Deutschland

Dazu hat dann Arne P. Berg sich das schon mal näher angeschaut und seine Erfahrungen auf Twitter mitgeteilt. Mittlerweile haben schon etliche dazu etwas geschrieben. Besonders empfehlenswert fand ich den umfangreichen Beitrag von Henner Knabenreich.

Was ist Google Jobs

Die Idee ist ja nicht ganz neu: Google ist eine exzellente Suchmaschine. Also warum auch nicht Jobs hier aggregieren. Die Meinungen, ob Google dafür geeignet ist, gehen auseinander. Allein die Überschrift bei Henner „Google for Jobs erobert Deutschland“, sagt einiges aus.

Ich bin leider noch nicht in den Genuss gekommen, es selber auszuprobieren. Daher ein Screenshot aus der Beschreibung, die Google veröffentlicht hat:

Was ist Google Jobs

Im Endeffekt werden Jobs genauso angezeigt, wie es bereits für Hotels und ähnliches bereits bekannt ist.

Was für Google spricht….

Das Google sich auf weitere Märkte stürzt, ist nicht verwunderlich. Was spricht für Google:

  • Was Google in der Vergangenheit bewiesen hat: „Suchen“ zu bauen, das können die Ingenieure aus den USA
  • Google weiß mehr über seine Nutzer, als kaum jemand anderes. So kann Google nicht nur vergangenheitsbezogen analysieren, sondern auch über Regressionen ableiten, wohin man möchte. Eventuell weiß Google das sogar besser als die betreffende Person.
  • Über die Android Plattform hat Google eine Verbreitung, wie keine andere Stellenbörse oder auch als LinkedIn. So können „Jobs in meiner Nähe“ Interesse bei passiven Kandidaten wecken

…und was dagegen

Allerdings hat Google mit Google+ bewiesen, dass sie eins nicht können: Soziale Netzwerke. Und das ist ein entscheidender Faktor: Google ist darauf angewiesen, dass jemand sich aktiv nach Stellen umschaut.

Immer mehr Jobs werden allerdings entweder durch Active Sourcing oder durch Empfehlungen im Netzwerk vergeben. Hier sind Netzwerke wie LinkedIn wesentlich stärker.

Zwar werden Unternehmen sorge tragen, auch indexiert zu werden. Aber Mühen darüber hinaus werden wohl weniger angenommen werden.

Mein Fazit

Ich persönlich werde Google wie Facebook beobachten: Ich schließe mich daher den Voten von Alexander Fedossov in Wollmilchsau oder  Helge Weinberg in seinem Blog an: Erst mal abwarten. Google ist (wie immer) sehr selbstbewusst und gibt vor, wie ein Stellenangebot auszusehen hat. Die klassischen Stellenausschreibungen sind aber auf einem absteigenden Ast und andere Wege im Kommen. Wozu also den sterbenden Ast optimieren, wenn ich passive Kandidaten doch nicht erreiche.

 

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Auch wenn ich mich auf LinkedIn konzentrieren möchte, hin- und wieder versuche ich über den (Social Media) Tellerrand hinwegzuschauen. Heute ein Artikel über eine, wie ich finde, merkwürde Aktion von Dr. Oetker

Über Dr. Oetkers Fecebook Seite

Was geschah: Am Donnerstag ein fröhlicher Tweet von Dr. Oetker:

Dr. Oetker will Facebook löschen

versehen mit dem trendigen Hashtag „#DeleteFacebook“ erreichte Dr. Oetker nach wenigen Stunden die 1.000 Retweets. Dr. Oetker machte sein Versprechen wahr und zack war die über 130.000 Fans zählende Facebookseite weg und nicht mehr erreichbar….. für wenige Stunden. Danach ist sie nicht nur wieder auferstanden, sondern wird auf Twitter von Dr. Oetker fröhlich beworben.

Dr. Oetker bewirbt Facebook Seite

Reichweite …. über alles?

Elon Musk hat es mit den Seiten von Tesla und SpaceX vorgemacht und der Hashtag #deletefacebook ist trendy: So hat auch Brian Acton , der Gründer von WhatsApp, seinen Facebook Account gelöscht:

Brian Acton delete Facebook

Und diesen Hashtag und die Medienwirksamkeit wollte sich Dr. Oetker auch zu nutze ziehen. Und so wird Twitter genutzt, die Reichweite zu erhöhen.

Ist Reichweite wirklich alles? Stefanie Bamberg hat es auf Facebook gut in kurzen Worten https://www.facebook.com/plugins/comment_embed.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fphoto.php%3Ffbid%3D1893354927364833%26set%3Da.179978375369172.40380.100000710320866%26type%3D3%26comment_id%3D1893510154015977&include_parent=false„>beschrieben:

„Trotzdem selten sinnlose Aktion. Aber gut. Kann man machen.“

Dieser Ausdruck entspricht ungefähr meiner Haltung: Aufmerksamkeit irgendwie zu erhaschen, egal wie, wird aus meiner Sicht weder eine treue Fangemeinde zusammengetrommelt bekommen, noch anderweitig ernst genommen.

Wer nur auf Reichweite achtet, kann auch günstig Follower kaufen. Wichtig ist, egal ob Consumer Brand oder auch B2B Kontext: Relevante Reichweite, also Menschen, die nicht nur eine Marke oder Produkt unterstützen, sondern die Markenbotschaften auch dort verteilen, wo die Zielgruppe sich befindet.

Am Besten verteilen sich Inhalte: Diese können praktischer Natur sein (Bei Konsumprodukten wie Pizza kann man sich da viel vorstellen), aber gern mal auch Cat Content oder lustige Sachen. Diese verbreiten sich auch gut und unterstützen. Damit sollte man es aber auch nicht übertreiben: Wer nur Cat Content verbreitet, erntet halt nur Katzenfans.

Tweet Jacking (also sich an einen Trend anhängen), kann helfen, die Reichweite zu erhöhen. Allerdings ob man treue Follower damit generiert, sei dahingestellt. Aber wenn Reichweite alles ist: Jetzt habe ich ja auch darüber geschrieben….

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XING hat jetzt nachgezogen und bietet in einem Selbstbedienungsmodus Kleinanzeigen zum Schalten an. Jedes Mitglied von XING kann unter diesem Link selber kleine Anzeigen schalten. Dabei stellte ich auch fest, dass man den AdPlanner für Auswertungen verwenden kann, was ich auch gleich umsetzen musste. Um mir ein genaueres Bild zu verschaffen, wollte ich auch gleich eine Anzeige auf XING mit dem neuen XAS Tool schalten:

XING Anzeige Schalten

So funktioniert es auf XING

Bei XING kann man direkt starten. Man benötigt, im Gegensatz zu LinkedIn, kein Unternehmensprofil, um Anzeigen schalten zu können. Auch reicht ein Basisprofil auch aus. Die Nutzer können eine Homepage, Ihr Profil, eine Gruppe oder auch eine Stellenanzeige bewerben. Als Formen kann man zwischen „Sponsored Update“ und einer kleinen Anzeige alá GoogleAds wählen.

Die Selektionskriterien sind nicht so fein, wie bei LinkedIn: Man kann Alter, Geschlecht, Karrierelevel, zwischen den drei deutschsprachigen Ländern, Branche und Alter wählen.

Die Kosten funktionieren, genau wie bei Google oder LinkedIn, im Biddingverfahren: Man kann eine Range angeben und erhält den Zuschlag, wenn man bei dem Kriterium der „Höchstbietende“ ist. Daher kann man auch keine pauschalen Preisangaben machen. Im Vergleich unten habe ich daher auch die Vorschläge nach einer identischen Zielgruppe übernommen.

Wichtiger Hinweis: Die Zielgruppe

Ein ganz wichtiger Hinweis: Man kann viel Pro und Contra abwägen: Wichtiger ist die Zielgruppe! Sie sollten sich nicht von Funktionen, sondern davon, wen Sie erreichen wollen, eine Entscheidung was zu nutzen sei, abhängig machen.

Wer kann was?

Hier ein kleiner Überblick, was die beiden Tools können und wo sie ihre Stärken haben:

LinkedIn Ads vs XING Ads

Vorteile LinkedIn

LinkedIn hat ganz klar seine Stärke in den Selektionskriterien. So kann man zum Beispiel ganz konkret nur Ingenieure eines bestimmten Automobilkonzernes eine Stellenanzeige empfehlen lassen. Dieses verhindert Streuverluste und macht eine Schaltung effektiver.

Die Kosten liegen bei LinkedIn nur bei 1/5 im Vergleich zu XING. Es erfolgt keine manuelle Prüfung, so dass die Anzeige sehr schnell online ist.

Vorteile XING

XING hat einen großen Vorteil: Man benötigt kein Unternehmensprofil, so, dass ich als Freiberufler auch ohne eins Anzeigen schalten kann. Ein weiterer Vorteil ist die Abrechnung in Euro.

Extro

Die Anzeigen bei XING werden scheinbar manuell auf die Konformität zu den AGB geprüft. Auf jeden Fall hat das Hamburger Unternehmen keinen Humor: Die Schaltung meiner Anzeige scheiterte an den formalen Bedingungen:

Ablehnung XING Anzeige

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Logo elloIn meinen Timelines war in den letzten Tagen ein neues, soziales Netzwerk, dass die Runde machte: Ello. Das neue Netzwerk möchte Transparenz in die Datenhaushalte bringen. So verspricht ello: „keine Werbung – niemals“. In den Policies ist genau ausgewiesen, was ello mit den Daten vorhat. Der Ansatz sollte zumindest näher betrachtet werden.

Was ist ello

Ello ist im Moment ein kleines, aber feines soziales Netzwerk. Schon da ist die Creme de la Creme im Social Media Umfeld. Die Funktionen sind noch sehr überschaubar (und alles sehr, sehr Beta). An den Start scheint ello Anfang Juli gegangen zu sein.

Screenshot Ello Timeline

Was mir jetzt schon gefällt: Die Eingabemöglichkeiten (Omnibar) in der Timeline zu formatieren und Links einzufügen.

Omnibar Eingabe in der Timeline von Ello

Für den kurzen Zeitraum, wo es existiert, sehr sympathisch. Ansonsten erinnert ello in seinen Funktionalitäten anderen Netzwerken wie Facebook, So.Cl oder auch Google+: Eine Timeline, die man zwischen Friends und Noise hin- und herschalten kann. Friends ist hierbei in so weit irreführend, da ello asynchron arbeitet: Man folgt den Freunden wie bei Twitter. Noise hingegen ist die „Best of“ Sammlung der Kommentare, die man markiert.

Das Styling ist sehr unaufdringlich und in schwarz und weiß gehalten. Das „Profil“ hat zur Zeit nur wenige Eingabemöglichkeiten:

Profil bei ello

Meinungen und Stimmungen

Einige haben bereits über ello geschrieben. T3N natürlich, Nina Diercks auf ihren SocialMedia und Recht Blog oder auch Torsten Materna auf seinem Social Media Talk. Dirk Baranek sieht gar einen Twitter Killer. Interessant hierbei: Weder auf Mashable, noch auf techcrunch habe ich Artikel zu ello gefunden, im deutschsprachigen Raum jedoch etliche.

Wie Beta ello ist, erkannt man daran, dass die Domain über GoDaddy registriert ist und in der Amazon Cloud arbeitet. Die Policies lassen Gutes erahnen. Kann sich ello etablieren? Versuche, weitere Netzwerke auszurollen, hat es etliche gegeben. Datenschutz scheint international hierbei keine hohe Relevanz zu genießen, ansonsten hätte Facebook nicht seinen Siegeszug gefeiert. Soziale Netzwerke werden sich bei uns allen weiter etablieren – welches Netzwerk in 10 Jahren die Nase vorne hat, weiß niemand.

Wer selber recherchieren möchte, kann bei Angel mal vorbeischauen. Ansonsten ist ello im Moment nur über Einladung erreichbar. Lieben Dank an Robert Krauss, der mich eingeladen hat!

Stephan Koß/Google+

Autor: Stephan Koß;;

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Logo GuteFrage.netVerschiedene soziale Netzwerke haben sich etabliert. Ein heimlicher Champion aus deutschen Land war „GuteFrage.Net„. Man merkte es bei seinen eigenen Google Anfragen: Wen man triviale Fragestellungen zu Haushalt oder Handy hatte, so fand man häufig GuteFrage.Net in den ersten Suchergebnissen. Seit 2014 ändert sich die Landschaft: Der amerikanische Anbieter Quora holt kontinuierlich auf, während Gutefrage.net das Panda Update von Google nicht bekommen zu sein scheint: Viel Raum wurde verloren.

Der zeitliche Verlauf

Letztes Jahr im August hatte ich mich intensiver mit den Thema Frageportale auseinandergesetzt. Ein überraschendes Ergebnis war, dass das deutschsprachige Portal GuteFrage.Net nicht nur weit vor dem amerikanischen Pendanten Quora war, sondern in der gleichen Liga wie ask.com oder Yahoo Fragen spielte.

Seit letzem Jahr hat sich einiges getan, und leider nicht im Sinne eines der letzten deutschen Anbieter in sozialen Netzwerken

Trend GuteFrage.Net

Der Trend ist leider eindeutig. Auch Google Trends hat ähnliche Ergebnisse:

Google Trends zu Gutefrage.net

Wenn man den zeitlichen Verlauf, drängt sich der Vergleich auf, den ich bereits am Anfang angesprochen habe: Die Dominanz von GuteFrage.Net in den Google Suchen wurde im Sommer letzten Jahres gebrochen.

Quo Vadis?

Während Ask.Com auf nach wie vor hohen Level international ist, so scheint in Deutschland sich die Landschaft zu wandeln. So holt Quora stark auf, während die deutschsprachigen Portale immer weniger angenommen werden. So baut die Möglichkeiten, Inhalte zu verbreiten, stark aus (zum Beispiel mit Bloggingfunktionen, wie auch LinkedIn ergänzt hat, XING allerdings abgeschaltet). GuteFrage.net scheint gerade alá Moderatoren Wikipedia unter aktiven Autoren aufzuräumen, also genau den entgegengesetzten Weg. Ob sich dieser als sinnvoll herausstellt, weiß ich nicht.

Extro

Nach wie vor halte ich die Frageportale für ein wichtiges Marketinginstrument, vor allem im B2C Kontext. Ob man sich auf die Deutschen konzentrieren sollte? Langfristig scheinen die englischsprachigen auch in dem deutschen Markt auszubreiten. Die Frageportale bleiben aber ein wichtiges Instrument um den Markt zu sondieren und Konsumenten zu beobachten.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Facebook LogoDas ein Facebook Phone kommen soll, ist schon lange im Gespräch. Nun wurde zu einem Event geladen und es wurde Facebook Home präsentiert. Hierbei handelt es sich nicht um eine eigene Entwicklung, sondern um ein „verbogenes“ Android, dass Power Usern es ermöglichen soll, besser mit ihrem Netzwerk zu agieren. Ist die Strategie sinnvoll?

Was technisch falsch erscheint…..

Cover Feed Facebook Home

(c) Facebook 2013

Im Zentrum der Facebook Entwicklung ist der Cover Feed. Mit diesem wird die Interaktion mit seinem Facebook Netzwerk verbessert, Facebook ist zentraler Bestandteil des Handys. Dieser wandelt ein Android Handy in ein „Facebook“ Handy. Es handelt sich also nicht um eine eigene, technische Entwicklung eines Betriebssystems, sondern ein bestehendes wird modifiziert (oder besser: Customized, um es englisch auszudrücken). Hierbei begibt sich Facebook in gewisse Risiken: Auch wenn man dem ersten Anschein Google durch die Nutzung seines Quellcodes ein Schnippchen geschlagen wird, so begibt man sich in eine starke Abhängigkeit: Man ist dem Suchmaschinenhersteller in gewisser Weise ausgeliefert, da man seine Weiterentwicklungen am Android System benötigen wird. Sich in Abhängigkeiten zu begeben, ist immer mit Risiken verbunden. So kann Google einzelne Bestandteile seines Betriebssystems so modifizieren, dass eine Nutzung durch Facebook Home nicht möglich wäre.

…kann trotzdem richtig sein

MA Facebook Google Microsoft Ende 2012Warum macht Facebook nicht sein eigenes Android? Die Antwort ergibt sich aus den Ressourcen, die Facebook zur Verfügung stehen. Vergleicht man die Mitarbeiter von Facebook mit Google und Microsoft, so sieht man, dass Facebook, trotz des gigantischen Marktwertes von 60 Milliarden Dollar eher ein mittelständisches Unternehmen ist. Android hat mittlerweile so viele Codezeile, wie Windows NT: Ein Betriebssystem mit wesentlich weniger Funktionen würden die Anwender wohl kaum akzeptieren. Von daher erscheint es sinnvoll, „nur“ auf ein bestehendes aufzusetzen. Hinzu kommt: Wer ist die Zielgruppe? Hier kommen eher Power User in Frage, vor allem im Bereich der jungen Generation (deren Verdrängung schon seit 2007 beobachtet werden will)

Extro

Eine Bewertung von der Sinnhaftigkeit von Facebook Home liegt mir fern: Dafür gibt es bessere Möglichkeiten. Dass sich Facebook nicht in den Hardwaremarkt direkt begibt, sondern Kooperationen sucht und auf bestehende Integrationen setzt, erscheint betriebswirtschaftlich sinnvoll.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

….und keiner merkt es

Facebook LogoOkay, die Schlagzeile ist etwas hoch gegriffen. Trotz der Schwierigkeiten im Kontext der Messung von Zahlen beobachte ich ja verschiedene Dienste. Neben professionellen Diensten wie SocialBench oder Socialbakers gibt es auch noch den Dienst Alexa. Ich weiß, dieser ist in Punkto Genauigkeit nicht google-plus-logo-buttondie erste Wahl (wahrscheinlich auch nicht die Zweite), aber man bekommt Vergleichswerte über einen Zeitraum. Und der Dienst steht halt jedem zur Verfügung. Bei dem gestrigen Artikel über Domian, ist mir etwas aufgefallen, dass ich von allein gar nicht gemerkt hätte: Ich wollte ja nur zeigen, in wie weit Facebook Anteil am weltweiten Traffic hat und stellte fest, dass nach Pageviews Facebook Google überholt hat.

Die Zahlen

Während viele den Traffic von Pinterest verfolgen, habe ich mir aktuelle die Pageviews von Facebook und Google genauer angeschaut. Dabei ergaben sich im Dreimonatsvergleich folgende Werte:

Traffic Google FacebookAllerdings hat Google noch einen Trumpf im Ärmel: Das 2006 erworbene YouTube. Schaut man sich die Zahlen mit YouTube an, so ist das Verhältnis ein anderes:

Traffic Google Facebook YoutubeWas dabei interessant ist: Der Anteil von Google+ ist nach wie vor gering, auch wenn nach eigenen Bekunden über 500 Millionen Personen bei Google+ sein sollen. Ich selber bin ja seit Anfang an bei Google+ dabei, aber die hohen Nutzerzahl spiegeln nicht meine eigene Wahrnehmung wieder, die Alexa Zahlen da eher. Lustiges Detail am Rande: Im Zeitvergleich scheinen Facebook und Google Nutzung exakt antizyklisch zu sein:

Facebook Google Antizyklisch

So eine exakte Symmetrie lässt eher auf Messfehler, als auf Zufall hindeuten.

Strategie zählt

Bei Google+ habe ich eigentlich auf den Penetrationseffekt getippt. Das Wachstum von facebook scheint seit dem Börsengang eher dezenter zu verlaufen. Google und Facebook scheinen mittlerweile auf Augenhöhe zu sein. Was jetzt zählt, ist die Strategie: Facebook versucht mit dem Social Graph in die Kernkompetenz von Google einzudringen und durch die Social Jobs im Gebiet von LinkedIn zu wildern. Gleichzeitig wird die Monetarisierung mit dem Edgerank vorangetrieben. Google versucht es eher durch Penetration über die Handies:  Android kommt mittlerweile auf einen Marktanteil von 67% und bringt Google damit in die Haushalte. Facebooks Handypläne wiederum machen kaum noch von sich reden.

Extro

Ich muss selber sagen: Ich bin erstaunt. Hintergrund ist, dass selbst 1 Milliarde facebook Nutzer im Vergleich zu Google (also ohne Plus!) wenig erscheinen. Ich denke, der Titanenkampf wird auf Ausdauer und Innovation hinauslaufen. Ideen, wer das Rennen gewinnen mag, habe ich keine. Ihr?

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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google-plus-logo-buttonLetzte Woche war es soweit: Google+, das (noch) mit dem Ruf einer Geisterstadt kämpft, hat endlich seine Gruppen herausgebracht. Bei Google+ nennen sich diese „Google+ Communities“. Am ersten Tag wurde jeder, der sich mehr oder weniger aktiv mit Google+ beschäftigt, mit Gruppen (bzw. Community) Einladungen regelrecht geflutet. Wie sieht das Konzept aus?

Anlegen – einfach wie nie!

Wenn man bei Google+ eine Gruppe anlegen möchte, so findet sich auf der Seite Communities ein Button „Erstellen“. Die prominente Platzierung lädt gerade dazu ein, nicht nur in Gruppen zu stöbern, sondern eine eigene anzulegen:

Google+ Gruppe anlegenGoogle+ Gruppe anlegenWenn man sich an den Button heranwagt, so muss man sich einen Namen ausdenken, entscheiden, ob die Gruppe öffentlich oder geschlossen sein soll und ist danach…fertig!

Google+ Community erstellen

Google+ Community erstellen

Als Gründer von ein paar Gruppen habe ich noch nicht gesehen, dass es so anwenderfreundlich gestaltet werden kann. Man kann dann ein Logo hochladen, entscheiden, ob man Mitglieder zulassen will oder ob die Mitglieder automatisch in die Gruppe gelassen werden. Einen Beschreibungstext ist auch sinnvoll, damit die Gruppe über die Suche gefunden werden kann.

Viele Funktionen, die man aus Gruppen kennt, gibt es auch beim Start der Google+ Communities. Auch Gruppenevents kann man anlegen und ein Feature ist von besonderem Interesse: Man kann in der Gruppe HangOuts durchführen, also Videokonferenzen über das Google+ Netzwerk. Ansonsten wurde das Styling dem normalen Google+ Auftritt angepasst

Gute Chancen?

Die Gruppen haben ein paar Reize. Bei Google+ lief bis jetzt das gesamte Netzwerkleben in der Timeline statt. Gute Suchmöglichkeiten (von denen andere soziale Netzwerke träumen), die Unterstützung von Hashtags und Mentioning machten eine Sachdiskussion nicht nur mit bekannten Personen möglich.

Den Gruppen (oder Communities) gebe ich gute Chancen: Zum einen ist die Einfachheit gut gelöst. Zum anderen bietet Google+ viele Möglichkeiten über  öffentliche Nachrichten Personen, insbesondere Meinungsführer zu seinem Terrain, auf sich aufmerksam zu machen. Hier bietet Google+ viel Potenzial.

Die Gruppen sind nun eine Woche alt. Wer behauptet, Google+ wäre zu nerdlastig, dem sei gesagt: Die bis jetzt größte Gruppe, die ich nach einer Woche gesehen habe mit 14.000 Mitgliedern (wie schon gesagt, nach einer Woche!), ist eine Gruppe zu Star Wars……

Immer aktuell bleiben: G+

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Heute mal wieder ein richtiges spannendes Thema (wahrscheinlich noch spannender als Rechnungen von LinkedIn steuerlich geltend zu machen): Das Arbeitszeitgesetz und die Probleme, die aktive Community Manager bekommen können. Zu diesem Thema bin ich gekommen, da ich auf Google+ einen sehr aktiven Sprecher folge. Und hin- und wieder hat man das Gefühl, dass dieser wirklich durchgängig online ist.

Community Manager Huges Free

Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Das Arbeitszeitgesetz besteht in seiner Form seit nahezu 20 Jahren. In den 90ern wurde allerdings die Ausgestaltung eines Arbeitsplatzes im Jahr 2012 nicht beachtet: Dass der Arbeitsplatz mit einem 5 Zoll Display in die Hosen- (bzw. Hand-)tasche passt. Elemente hieraus sind

  • Nach der Grundregelung darf die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. (§ 3 ArbZG)
  • Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben (§ 5 ArbZG)
  • Betroffen sind alle, die keine leitenden Angestellten sind

Die Rahmenbedingungen sind ja den meisten bekannt. Was viele nicht wissen, ist, wie rigide mit Verstößen umgegangen wird. So sind Strafen bis 15.000 € für Verstöße vorgesehen und werden auch tatsächlich verhängt. Ein weiteres Problem besteht mit den Berufsgenossenschaften und einem Arbeitsunfall, wenn ein Arbeitszeitverstoß nachgewiesen wird.

….ja und?

Wieso komme ich nun darauf im Zusammenhang mit Community Management? Die Sache ist relativ einfach: Viele Community Manager dokumentieren Arbeitszeitverstöße öffentlich! Der schnelle Blick abends in sein Forum, wo sich die Hitzköpfe gerade die Rübe einschlagen (meistens wegen Nichtigkeiten) und ein kurzes Statement, bei der Sache zu bleiben, ist eine Unterbrechung der Ruhezeit. Und diese wird unterschiedlich dokumentiert.

Nicht jedes Forum ist gleichgefährdet

Der Unterschied liegt in den Foren, wie ein Kommentar dokumentiert wird. Die amerikanischen Anbieter (Facebook, LinkedIn, Pinterest aber auch der neue Dienst So.Cl) „verwischen“ die Zeitangaben (vor 1h, vor 1 Tag, vor einer Woche etc.), so dass ein Verstoß online dokumentiert werden muss. DIeses ist unrealistisch.

Es gibt auch Communities, die aber relativ einfach, die einen Zeitstempel in einem Kommentar oder unter einem Artikel abspeichern. Hier sind die bekanntesten Twitter und das deutsche Netzwerk Xing. Hier kann man noch nach Monaten oder Jahren minutiös die Erstellung eines Kommentars nachvollziehen, und so unter Umständen einen Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz.

Wie gehe ich als Unternehmer damit um?

Als Unternehmer, insbesondere als Konzern, muss ich das Wohlergehen meiner Angestellten ernst nehmen. Wenn Angestellte öffentlich Arbeitszeitverstöße kann dieses mindestens teuer werden. Hierbei meine ich nicht nur den (nicht zu hoffenden) Arbeitsunfalles: Auch ein Mitbewerber kann sich diese Dokumentationen zu Nutze machen, um mein Unternehmen bei der Genossenschaft zu diskreditieren oder sogar Abmahnungen darauf aufsetzen.

Legen Sie sich eine Strategie zurecht: Wer tritt wann öffentlich auf. Foren, die mit Zeitstempel arbeiten, sind außerhalb der regulären Arbeitszeiten tabu, alle anderen nur im Krisenfall zu bearbeiten. Aber geben Sie Ihren Mitarbeitern auch Ansprechpartner zur Hand, die sie im entsprechenden Fall informieren können.

Immer aktuell bleiben: G+

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Gestern hatte ich einen Artikel über Bettina Wulff, die Suchmaschine Google und den aktuellen Streit über die Autocomplete Funktion geschrieben. Dort habe ich mich über den Streisand Effekt ausgelassen und was für eine Auswirkung so eine Vorgehensweise in den sozialen Medien hat.

Alles Zufall?

Im Nachgang zu meinem Artikel ärgere ich mich, dass ich (und natürlich die anderen Blogger etc.) dazu hingerissen habe, mich über diese Vorgehensweise auszulassen. Warum? Zwei Informationen hatte ich in meinen gestrigen Artikel nicht richtig gewürdigt:

  1. Das Buch: Bettina Wulf veröffentlicht gerade ein Buch. nach Angaben der Süddeutschen Zeitung wurde der Erscheinungstermin sogar vorgezogen.
  2. Die Agentur: Laut dem Focus hat Bettina Wulff aktuell eine eigene PR-Agentur gegründet.

Was kann man aus dem zusätzlichen Wissen entnehmen? Zum einen, dass die öffentliche Wahrnehmung zum Zeitpunkt, wo Bettina Wulff eine eigene Agentur gründet und ein Buch veröffentlicht auf einen Tiefspunkt ist. Die Gerüchte, dass Sie im Rotlichtmilieu tätig gewesen sein soll, sind aus dem letzten Jahr. Christian Wulff schied am 17.02.2012 aus seinem Amt aus. Warum also jetzt die Klage? Zufall scheint mir das nicht zu sein, zu offensichtlich liegen alle drei Ereignisse innerhalb dieses kurzen Zeitraumes. Und da Bettina Wulff selber im PR arbeitet, wird sie solche Blogs wie meinen nicht benötigen, sie wird bei ausreichenden Grundkenntnissen um die Funktionsweisen innerhalb der öffentlichen Wahrnehmung Bescheid wissen.

Instrumentalisierung von Social Media

Ich denke, es könnte sich hier um die Nutzung des Streisand Effektes handeln. Wenn man ein Buch schreibt und eine Agentur gründet, ist eine öffentliche Wahrnehmung wichtig. Wie diese ausfällt, ist im ersten Schritt sekundär. Also habe ich geholfen, Bettina Wulff zurückzuholen in die Wahrnehmung.

Google und Twitter

Bettina Wulff Top Tweets SonntagDas Google in der Lage ist, die Autocomplete Funktion manuell zu beeinflussen, scheint offensichtlich. So werden Begriffe wie „Torrents“ nicht mehr ergänzt, obwohl bestimmt nach wie vor beliebt. Während Google die Problematik demonstrativ aussitzt, scheint Twitter anders zu handeln: Obwohl im Sekundentakt Tweets zur Causa Bettina Wulff erscheinen, wird der Umstand seit heuten Mittag nicht mehr in den Trend Tweets. Das erscheint doch auch recht eigentümlich. Immer aktuell bleiben: G+

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