Klangwelt (2)

Neulich hatte ich über das elektrische Feuerzeug geschrieben, das mit einem Lichtbogen arbeitet. Das Ding ist irgendwie witzig, aber leider hören jüngere Leute da ein unangenehmes Piepsen, weshalb wires selten benutzen.

(Dass es außerdem nicht ganz einfach ist, das Ding so zu halten, dass der Lichtbogen den anzuzündenden Docht auch erwischt und vor Ablauf der zehn Sekunden Lichtbogenzeit auch zum Brennen bringt, trägt auch dazu bei, dass das Gerät eher Deko als Gebrauchsgegenstand ist.

So sieht das aus:

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Der Lichtbogen ist übrigens ganz ungefähr 2,5 Millimeter lang und sieht – ich gehe mal mit dem Lineal an die Fotos – vielleicht einen halben bis zweidrittel Millimeter dick aus.)

Damals Weiterlesen „Klangwelt (2)“

Induktive Lösung

Heutzutage tragen ja fast alle so gut wie immer ein Handy mit sich herum. Viele haben das auch nicht einfach nur dabei, sondern benutzen es praktisch durchgehend. Jede Sekunde Wartezeit wird mit Blick auf den Bildschirm verbracht, Mitteilungen checken, in Chats schreiben, Nachrichten lesen, Filme schauen, Spiele spielen. Das geht alles auf den Akku, und irgendwann ist der dann leer, gelegentlich eben unterwegs, wo man keine Steckdose hat (oder, wenn man Bahn fährt, sie nicht benutzen will, weil vielleicht wieder wer dran rummanipuliert hat). Eine Powerbank hat auch nicht jeder immer dabei.

Manchmal also geht einem unterwegs das Handy mangels Strom schlicht aus und man steht unversehens incommunicado in der Fremde. Das kann je nach Umständen sehr ärgerlich sein. Zum Glück kann ich einen kleinen Life Hack anbieten, der zuverlässig Abhilfe schafft bei solchen Malheuren.

(Warum Weiterlesen „Induktive Lösung“

Roter Tee

Kalt aufgegossen. Genauer: Teebeutel in kaltes Wasser gehängt. Diese Schlieren sind faszinierend, die könnte man vielleicht mal mit in stiller Luft aufsteigendem Zigarettenrauch vergleichen.

Hübsch sieht es ja aus, aber wieso „fällt“ das rot eingefärbte Wasser aus dem Teebeutel nach unten? Ist es schwerer als ungefärbtes Wasser und es findet eine Art Konvektion statt? Für Diffusion Weiterlesen „Roter Tee“

Wohltemperiert

Bei ganz vielen Dingen gibt es unerwartet abrupte Übergänge von einem Zustand in einen anderen. Das ist nicht nur bei Zahnpasta (nach dem ersten Öffnen sind die Tuben längere Zeit praktisch voll, um dann direkt zu fast leer zu wechseln, ein Zustand, den sie dann wochenlang unverändert beibehalten) oder Akkus (die sind oft Ewigkeiten lang halbvoll/halbleer, bis man die Ladeanzeige für kaputt hält und ignoriert, und in dem Moment schaltet sich der Apparat ganz unvermittelt wegen Strommangel aus) der Fall.

Auch bei Heißgetränken gibt es sowas, die haben fast nie die richtige Temperatur. Mein Lieblingsgetränk etwa geht fast übergangslos von „untrinkbar weil brühheiß“ zu „irgendwo zwischen lau- und handwarm“ über. Die wohl kaum ein oder zwei Minuten lange Phase der genau richtigen Trinktemperatur verpasst man im Alltag fast immer. Und selbst wenn nicht – wer mag Weiterlesen „Wohltemperiert“

Strukturen unter dem Schnee

Zwei am Straßenrand geparkte Pkw mit einer Schneedecke, ein schwarzer, ein silbergrauer. Auf der Motorhaube des schwarzen Pkw ist der Schnee abgetaut, nur eine Struktur aus schmalen Schneewülsten ist noch übrig. Die Motorhaube des silbergrauen Pkw ist schneebedeckt, nur eine Stuktur aus schmalen abgetauten Streifen ist sichtbar.

In der Nacht war das Thermometer ein paar Grad unter Null gefallen, und es hatte ein paar Zentimeter geschneit. Die Autos lagen unter einer geschlossenen Schneedecke, aber schon am Morgen waren die Strukturen der Trägerelemente unter dem Blech der Motorhauben durch die dünne Schneeschicht zu erahnen. Die Motorhauben sahen sich dabei sehr ähnlich: eine dünne Schneeschicht, und die Linien der Rahmenelemente waren als blasse Schatten sichtbar (leider habe ich davon kein Foto gemacht).

Nach ein paar Stunden bei knapp über Null Grad Weiterlesen „Strukturen unter dem Schnee“

Klangwelt

Vor einer Weile habe ich irgendwo ein Feuerzeug gesehen, das nicht mit Gas oder Benzin funktioniert, sondern einen Lichtbogen erzeugt, mit dem man dann Kerzen u.ä. anzünden kann. Fand ich cool, habe ich natürlich sofort gekauft.

Der Akku in dem Stromdings ist umwelttechnisch sicher nicht so toll (obwohl da möglicherweise Abhilfe in Aussicht ist), aber ab einer bestimmten Nutzungsdauer müsste meine Zündkerze besser dastehen als die lange Reihe angeblich wiederaufladbarer Gasfeuerzeuge, die grundsätzlich dann kaputtgehen, wenn man sie gerade aufgefüllt hat.

Egal, jetzt hatte ich dieses coole Space-Age-Dingens und zünde damit zuhause die erste Kerze an. Der Lichtbogen ist nicht lautlos – ich höre ein dezentes, leicht raspeliges Rauschen, ähnlich wie eine Wunderkerze, nur mit technischerer Anmutung. Beide Kinder kommen praktisch unisono mit dem Aufschrei: Weiterlesen „Klangwelt“

Spiegelung

Der Zug hält irgendwo in der Provinz, einer dieser Kleinstadtbahnhöfe mit einem knappen Dutzend Gleisen, wo Personen- und Güterverkehr munter durcheinandergeht. Von mir aus gesehen rechts steht am übernächsten Gleis ein Zug mit Doppelstockwagen, und in der oberen Fensterreihe spiegelt sich ein Schriftzug. Ich schaue mich um und entdecke denselben Schriftzug auf den Güterwagen, die links über den Bahnsteig auf dem nächsten Gleis stehen. Ok, alles klar.

Aber, Moment mal, die oberste Fensterreihe dieser Doppelstockwagen ist doch geneigt, die Wagen werden oben schmaler. Also müsste etwas, das sich in der oberen Fensterreihe spiegelt, viel höher hängen als ein normaler Güterwagen. Bei Spiegelungen gilt Einfallwinkel gleich Ausfallwinkel, aber in Richtung Ausfallwinkel gibt es da nichts, wo so ein Logo dranhängen könnte. Da ist kein achtstöckiger Bau, nur ein niedriger Lagerschuppen und dann Weiterlesen „Spiegelung“

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