Category Archives: Geschichte

Bauen im Kontext als Beruhigung des schlechten Gewissens

Bauen im Kontext als Begriff soll suggerieren, dass man auf seine Umgebung, auf seine Umwelt Rücksicht nimmt. Hört sich gut an und deshalb wird der Begriff gerne angeführt, wenn es Bedenkenträgern darum geht, ein Gebäude zu verhindern. Mir scheint allerdings, … Weiterlesen

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Franz Josef Strauß, der Verfassungsfeind

Franz Josef Strauß war ein verfassungsfeindlicher Sozialist. Könnte man zumindest meinen, wenn man sich einen Ausschnitt seiner Rede auf dem Parteitag der CSU 1970 in Nürnberg anschaut. Zur Bodenfrage sagte er: „Die Grundstückspreise in der Bundesrepublik Deutschland steigen in einem … Weiterlesen

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Vom Frieden in Parma

Eine Freifläche im Zentrum der oberitalienischen Stadt Parma: Dort, wo sich heute im Sommer das bräunliche Gras erstreckt, stand bis 1944 ein Theater. Es wurde durch einen Bombenangriff (USA oder England) zerstört. Man sieht gut die Reste des Theaters an … Weiterlesen

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Die 1990er: Vom schlimmsten Jahrzehnt und seinen Helden

Katja Kipping in ihrer Rede auf dem Leipziger Parteitag der Linken: Das sind jene, die nach 89 sich nicht damit abfinden wollten, dass der  Kapitalismus das Ende der Geschichte ist. Unsere Partei verdankt euch so viel. Dass es uns überhaupt … Weiterlesen

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Fachwerk und Faschismus (2): Die Reaktionen

Die Reaktionen auf Trübys Artikel über die Hintergründe der neuen Frankfurter Altstadt – ich habe hier darüber berichtet – ließen nicht lange auf sich warten. Wolfgang Hübner selbst meldete sich bei pi-news zu Wort. Interessant ist in diesem Artikel die … Weiterlesen

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„… ein neues Außen finden“

[Es folgt ein gedankliches Durcheinander, dennoch unglaublich lesenswert.] Der Ex-RAF-Terrorist Karl-Heinz Dellwo in der jungen welt zum 20. Jahrestag der Auflösung der Gruppe, wie man sagt: Die 68er-Bewegung hat die Souveränitätsfrage gegenüber der kapitalistisch verfassten Gesellschaftsordnung theoretisch aufgeworfen, aber nach … Weiterlesen

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Die Quandts oder: besondere geistige Leistungen

Kürzlich im Spiegel: Die Geschwister Stefan Quandt und Susanne Klatten erhalten von BMW in Kürze 1,1 Milliarden Euro aufs Konto. Hintergrund: Der Autokonzern hat im vergangenen Jahr 8,7 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Nach dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sollen … Weiterlesen

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Letzte Worte zur Sozialdemokratie

Das ist zwar nichts Neues, aber von einem französischen Journalisten gut auf den Punkt gebracht. Christophe Bourdoiseau von der Boulevardzeitung Le Parisien in einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung (2.3., S. 2) über den aktuellen Zustand der sozialdemokratischen Parteien in … Weiterlesen

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Das Herz schlägt, Frankfurt lebt

Im Zentrum von Frankfurt wird gerade eine Altstadt gebaut. Schon die Formulierung zeigt den Irrsinn des Vorhabens, aber eine irrsinnige Idee führt heutzutage bekanntlich nicht zwangsläufig zu Kritik und zum Überdenken. Bemerkenswert ist die Öffentlichkeitsarbeit, mit der die Stadt dieses … Weiterlesen

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Infiltration

Die AfD-Fraktion im Bundestag soll nun drei Ausschüssen vorsitzen: Haushalt, Recht und Tourismus. Bemerkenswert sind die Kandidaten, denen die Fraktion diese Rollen zuteilen will. Peter Boehringer, Verschwörungstheoretiker, Anhänger der New-World-Order-Idee, Hetzer („Merkelnutte“). Interessanterweise Mitglied in der Hayek-Gesellschaft wie auch Beatrix … Weiterlesen

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„Deutsche Wiedervereinigung nur in einem Massengrab“

Der Historiker und Journalist Sebastian Haffner 1987 in „Von Bismarck zu Hitler“ (S. 324) über die Möglichkeit einer deutschen Wiedervereinigung, wie man sagt: Wie würde denn eine Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, wie sie sich nun in 40 Jahren entwickelt … Weiterlesen

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Von der Aktualität Marxens

Die Deutsche Bahn wird 2018 einen ihrer neuen ICE-Züge “Karl-Marx“ nennen, er setzte sich beim aufwendigen Vergabeprozess unter anderem gegen “Helmut Kohl“ und “Helmut Schmidt“ durch. schreibt Holger Gertz in der Süddeutschen Zeitung (30.12.) in einem Seite-3-Stück über den “Superstar“ Marx, … Weiterlesen

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Die Berliner Mauer und die westdeutsche Geschichtsklitterung

Zurzeit steht in einem Bundestagsnebengebäude in Berlin diese für die Öffentlichkeit kostenlos zu besichtigende Installation: Es geht um die Mauertoten. Ben Wagin heißt der Künstler, und laut der Pressestelle des Bundestages folgen „die Mauersegmente dem ursprünglichen Verlauf der Mauer, die … Weiterlesen

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Sensation: Die letzten Fotos des New Yorker WTC entwickelt

Ich weilte, wie man sagt, am Morgen des 11. September 2001 aus privaten Gründen in New York. Ich war früh aufgestanden, um in der blauen Stunde noch ein paar Fotos des World Trade Centers zu knipsen. Die beiden folgenden Bilder … Weiterlesen

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o.T. 389

Ein Foto aus vergangener Zeit in einer Ausstellung in Ludwigshafen über vergangene Zeit: Gastarbeiter kurz nach ihrer Ankunft in den 1960er Jahren in Deutschland, noch ohne ihre, wie man sagt, Frauen, vor moderner, teilweise organischer Architektur mit hyperbolischem Dach, der … Weiterlesen

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Le Corbusier und die Barbarei

1926 sollte der Völkerbund, der Vorläufer der UNO, in Genf ein neues Hauptquartier bekommen. Man lobte einen Architekturwettbewerb aus, an dem auch Le Corbusier mit einem modernen Entwurf teilnahm. Es folgte eine der wohl ersten großen Auseinandersetzungen zwischen traditioneller und … Weiterlesen

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Die schöne, autoritär verodnete Stadt

Die europäische Stadt, von der wir heute reden, ist zum Teil selbst das Ergebnis einer gigantischen historischen Zerstörung. Das Musterbeispiel ist die beliebteste Stadt überhaupt, Paris, wo Baron Haussmann quer durch die alte Stadt Schneisen und Sichtachsen schlug. Diese großen … Weiterlesen

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Von deutschen Helden

Alexander Gauland von der AfD will „stolz sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“. Er will offenbar die Stimmen der paar deutschen Nazis, die noch nicht AfD wählen. Wie auch immer: Vor ein paar Tagen weilte ich, wie man … Weiterlesen

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„… immer auf dem bekannten Wege“

Goethe berichtet in der Italienischen Reise über seinen abendlichen Aufbruch am Brenner mit der Kutsche Richtung Süden: Ich packte ein und um sieben fuhr ich vom Brenner weg. Wie ich gehofft hatte, ward die Atmosphäre Herr der Wolken und der … Weiterlesen

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Die Bauakademie und die Reichsbürger

Oliver Elser, Kurator am Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt, und andere forderten kürzlich in der FAZ (20. März, S. 12), beim geplanten Wiederaufbau der Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel in Berlin nicht die gleichen Fehler zu machen wie beim Berliner Stadtschloss … Weiterlesen

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Von der zweckmäßigen Schönheit des sich Schüttelns

Die Shaker – religiöse Neuankömmlinge in den USA, die sich schüttelnd und hart arbeitend durch die Prärie zogen – schrieben kurz vor 1800 in ihren Leitsätzen: Jede Kraft erzeugt eine Form, jeder Gegenstand kann vollkommen genannt werden, der genau den … Weiterlesen

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Das Kreuz mit dem Kreuz

Das perfekte Symbolbild der deutsche Reaktion, das im Entstehen befindliche Berliner Stadtschloss, soll nun nicht nur die Kuppel wiederbekommen, sondern auch das vergoldete Kreuz obendrauf. Ausgerechnet die FAZ kritisiert das Vorhaben deutlich. Andreas Kilb schreibt: Die Debatte über das Kuppelkreuz … Weiterlesen

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Ricardo Bofill und das Architektentheater

Der spanische Architekt Ricardo Bofill versuchte sich in den 1970er und 1980er Jahren in sozialer Wohnarchitektur in Frankreich. Die Gebäude sind mittlerweile weltberühmt, weil sie Anleihen im Barock mit Säulen, Giebeln, Friesen und anderen vorfabrizierten Elementen genommen hatten. Mehr Fotos … Weiterlesen

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Randbemerkung zur regressiven Gesellschaft

Eine Meldung aus Absurdistan, auch Deutschland genannt: Das Bundesverkehrsministerium will prüfen, ob man „in bestimmten Fällen“ das Rechtsabbiegen bei roter Ampel für Radfahrer erlauben kann. Was in jedem halbwegs vernünftigen Land kein Thema wäre, weil Radfahrer einfach abbiegen, wenn kein … Weiterlesen

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Die Wohnungsfrage: Engels contra Proudhon

Der Streit zwischen Hardcore-Linken und den Gemäßigten ist alt und oft wohl müßig. Es geht dabei immer um den Grad der Kritik am Kapitalismus: Darf man ihn nur in toto verdammen oder kann man ihn partiell kritisieren? Einen netten Einblick … Weiterlesen

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Friedrich Engels: „… immer nur ausnahmsweise Arbeiterwohnungen bauen“

Liest man ein wenig in Friedrich Engels 1872 geschriebenem Text „Die Wohnungsfrage“, findet man eine Menge Stellen, die klingen, als seien sie heute geschrieben worden. Diese hier, zum Beispiel: Die Ausdehnung der modernen großen Städte gibt in gewissen, besonders in … Weiterlesen

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Das Deutschland wählt

„Deutschland wählt sein neues Staatsoberhaupt“ titelte gestern der Tagesspiegel und zeigt damit einen ordentlichen Teil des Dilemmas. Der, das oder die Deutschland wählt nicht, Deutschland ist nur ein künstliches Konstrukt. Wer da tatsächlich wählt, ist die interessantere Frage. Es ist … Weiterlesen

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Müller und Holm und ein Freudentag fürs Kapital

Berlins Regierungschef Michael Müller will offenbar den Bau-Staatssekretär Andrej Holm absetzen. Holm war 1989 fünf Monate bei der Stasi, dazu hat er später nicht ganz eindeutige Angaben gemacht. Bemerkenswert ist die Begründung Müllers, die er „nach reiflicher Überlegung“ formuliert hat. … Weiterlesen

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Dessau: Abstieg eines Superstars

„Nicht erst die großen preußischen Zeitgenossen wie David Gilly, Langhans und Schinkel, sondern Erdmannsdorff und der Dessauer Reformkreis sind die Bahnbrecher des Klassizismus in Deutschland.“ schrieb der angenehme DDR-Historiker Erhard Hirsch 1985 in „Dessau-Wörlitz. Aufklärung und Frühklassik„. Angenehm, weil er … Weiterlesen

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„Ganz eigentümliche Verhältnisse“

Der Kölner Erzbischof Antonius Fischer äußerte sich im Februar 1912 zu der Frage, in welchem Stil Kirchen in seinem Bistum künftig gebaut werden sollen. Im sogenannten Gotik-Erlass schrieb er: „Neue Kirchen sind der Regel nach nur in romanischem oder gotischem … Weiterlesen

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