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Konflikte, massive Vertreibung, Klimaschocks, wirtschaftliche Instabilität und der anhaltende Krieg im benachbarten Sudan verschärfen die schwere Hungerkrise im Südsudan.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung – 7,8 Millionen Menschen – wird während der Hungerperiode 2026 (April bis Juli) von einem hohen Ausmaß an Hunger betroffen sein, so der jüngste Bericht der Integrierten Klassifikation der Ernährungssicherheit (IPC). Aktuelle Analysen zeigen, dass seit September 2025 weitere 280.000 Menschen in akute Ernährungsunsicherheit geraten sind. Besonders dramatisch ist die Lage in den von Konflikten betroffenen Bundesstaaten Jonglei und Upper Nile, wo Gemeinschaften von Nahrungsmitteln, Märkten und grundlegenden Dienstleistungen abgeschnitten sind. In mehreren Countys – darunter Akobo, Fangak, Luakpiny/Nasir, Nyirol, Ulang und Uror – erleben die Menschen bereits katastrophale Hungerbedingungen. Das Risiko einer weiteren Eskalation der Gewalt im Bundesstaat Jonglei bedeutet, dass viele der dort lebenden zwei Millionen Menschen zur Flucht gezwungen sein könnten – auf der Suche nach Sicherheit und Nahrung.

WFP fordert alle Konfliktparteien eindringlich auf, militärische Operationen unverzüglich einzustellen, die Lage zu deeskalieren und einen sicheren humanitären Zugang zu ermöglichen, damit lebensrettende Nahrungsmittelhilfe Hunderttausende Menschen im Bundesstaat Jonglei erreichen kann.

Seit Beginn des Krieges im Sudan sind über eine Million Menschen in den Südsudan geflohen – nur um dort erneut Hunger zu erleben, da der gravierende wirtschaftliche Niedergang, extremes Wetter und anhaltende Konflikte die Situation weiter verschlechtern.

WFP plant, im Jahr 2026 insgesamt 3,3 Millionen der am stärksten gefährdeten Frauen, Männer und Kinder mit lebensrettender Nothilfe zu erreichen – darunter Nahrungsmittelhilfe, Ernährungsprogramme, Schulmahlzeiten, Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz sowie Bargeldhilfen.

Ein kritischer Finanzierungsengpass von 355 Millionen US‑Dollar im Jahr 2026 gefährdet jedoch diese Programme. Dringende und anhaltende Unterstützung ist unerlässlich, um Leben zu retten, Lebensgrundlagen zu schützen und zu verhindern, dass sich die Lage zu einer noch tieferen humanitären Krise entwickelt.

Wie WFP im Südsudan hilft

Nothilfe

WFP stellt Nahrungsmittel und Geldtransfers bereit, unter anderem für Flüchtlinge, Binnenvertriebene und die Aufnahmegemeinden.

Wie Sie helfen können

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