Eine Frau sieht rot. Soeben ausgelesen: Ariana Harwicz – „Stirb doch Liebling“ (2012)
„Stirb doch Liebling“ wurde mir als sarkastisch-misanthropischer Roman empfohlen, der es aus meiner Sicht aber kein Stück. Er ist kompromiss- und rücksichtlos, mutig. Für mich las es sich durchaus befreiend, einmal eine Frau zu erleben, die beim Thema Kinder nicht automatisch in den Verzückungsmodus schaltet, die stattdessen richtiggehend Aggro wird.
Grüße vom Kinderschutzbund. Soeben ausgelesen: Jermaine Jackson – „You Are Not Alone – Mein Bruder Michael Jackson“ (2012)
von David Wonschewski Michael Jackson. Der war Boxweltmeister im Halbschwergewicht. Aber dann hat ihn Eddie Ahlersmeier nach Punkten geschlagen. Das war 1952. Komisch – für sowas hab‘ ich ein Gedächtnis. … Weiterlesen
Glücksfaktor Träumetöten. Soeben ausgelesen: Richard Russo – „Diese gottverdammten Träume“ (2001)
von David Wonschewski Wer den Fehler macht, sich ausgiebig in sozialen Netzwerken herumzutreiben, kennt das erschütternde Phänomen: Die idiotischsten Einzeiler und Hashtags sind auch immer die, die am meisten gemocht, … Weiterlesen
Der sabbelnde Unsympath. Soeben ausgelesen: Amélie Nothomb – „Kosmetik des Bösen“ (2001)
von David Wonschewski So wenig das auch für meinen Charakter sprechen mag, es gibt sie einfach: Bücher, die ich mit der Kneifzange nicht anpacken würde. Die ich, wir dürfen das … Weiterlesen
Auf der Suche nach dem vergammelten Schinkenbrot. Soeben ausgelesen: Lukas Bärfuss – „Koala“ (2014)
von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Kennt ihr das? Ihr steht in eurem Wohnzimmer und denkt: Was zum Teufel müffelt hier denn so? Und ihr schaut euch um … Weiterlesen
Geplant verpeilt. Soeben ausgelesen: Dag Solstad – „16.7.41“ (2002)
von David Wonschewski Es ist doch so: Wer an einem Anfang schon dessen Ende kennt, der mag zwar ein guter Handwerker sein – bleibt jedoch zeitlebens ein lausiger Abenteurer. Diese … Weiterlesen
Die Banalität des Bösen. Soeben ausgelesen: Angel Igov – „Die Sanftmütigen“ (2015)
von David Wonschewski Mein eigener, so sanfter Opa hatte eine schwere Kindheit und Jugend. Geboren als unerwünschtes Resultat eines Stelldicheins eines polnischen Großgrundbesitzers mit seiner deutschstämmigen Magd, fristete er seine … Weiterlesen
Deutschland den Deutschen, Reichsbürger raus. Oder: Sie wussten, dass sie angelogen wurden, doch waren die Lügen hinreichend schlüssig. Soeben ausgelesen: JG Ballard – „Das Reich kommt“ (2006)
„Sie wussten, dass sie angelogen wurde, doch wenn die Lügen hinreichend schlüssig waren, dann definierten sie sich als glaubhafte Alternative zur Wahrheit. Emotionen beherrschten nahezu alles, und Lügen wurden von Emotionen angetrieben, die vertraut und hilfreich waren, wohingegen die Wahrheit Kanten hatte, die schnitten und schrammten.“
Weimar unter Palmen. Soeben ausgelesen: Klaus Modick – „Sunset“ (2015)
Was Modick hier aufzeigt, ist somit auch, warum unmögliche Freundschaften, die von Umstehenden oftmals mit einem Kopfschütteln abgetan werden, doch funktionieren. Denn Brecht und Feuchtwanger profitieren voneinander, da doch der eine hat, was dem anderen fehlt.
Eine frostige Frau. Soeben ausgelesen: Ottessa Moshfegh – „Eileen“ (2015)
von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Neuengland im Jahre 1964. Eileen ist 24 und hässlich. Also innerlich. Und dadurch, das eine führt bekanntlich oftmals geradewegs zum anderen, auch … Weiterlesen
Ich bin der Graf von Monte Schizo. Soeben ausgelesen: David Vann – „Dreck“ (2013)
von David Wonschewski Der Gedanke, eine weitere Weltreligion zu gründen, kam mir auch schon. Oder, wenn es dafür intellektuell nicht reicht, zumindest eine neue Philosophie. Doch, doch, die Bereitschaft, mich … Weiterlesen
Der Wolf, das Lamm – Hurz! Soeben ausgelesen: Dietmar Dath – „Die Abschaffung der Arten“ (2008)
von David Wonschewski Wie die meisten Menschen, die sich in den sozialen Netzwerken tummeln, halte auch ich mich für ziemlich intelligent, unsagbar vielwissend, weltweise geradezu. Ich fürchte das ist normal … Weiterlesen
Drecksgrützenbeziehungen. Soeben ausgelesen: Jonathan Franzen – „Unschuld“ (2015)
von David Wonschewski Erinnern Sie sich noch daran, wie Drecksgrützenbeziehungen genannt wurden, bevor es total en vogue wurde, mit schmerzbebenden Lippen beständig von „toxischen Partnerschaften“ zu fabulieren? Man nannte es … Weiterlesen
Ach, die! oder Das Wonschewski-Theorem. Soeben ausgelesen: Monika Maron – „Munin oder Chaos im Kopf“ (2018)
von David Wonschewski Kennen Sie die „Ach, die! – Replik“, in den Lehrbüchern leider noch nicht zu finden als „Wonschewski-Theorem“? Diese ist einfach erklärt und findet in nahezu allen Bereichen … Weiterlesen
Brutale Poesie. Soeben ausgelesen: Szczepan Twardoch – „Drach“ (2014)
von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Doch, doch, natürlich kenne sogar ich diese angeblich so fiese Frage. Woher ich denn stamme. Also eigentlich eigentlich. Und wirklich wirklich. „Deutschland“ … Weiterlesen
Einer geht noch, einer geht noch rein. Soeben ausgelesen: Peter Wawerzinek – „Schluckspecht“(2014)
von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Ach, was ist nur aus dem guten alten Säuferroman geworden? Zu Zeiten eines Bukowski fast schon ein eigenes Sub-Genre, sind all die … Weiterlesen
Gott schütze die Königin. Soeben ausgelesen: John Lydon – „Anger is an Energy. Die Autobiografie von Johnny Rotten.“ (Musikbiografie, 2015)
von David Wonschewski Wer, so wie ich, vor allem über Public Image Limited zu John Lydon gefunden hat (und nicht so sehr via Sex Pistols), für den ist diese Biografie … Weiterlesen
Flankierende Frauen. Soeben ausgelesen: Michael Köhlmeier – „Idylle mit ertrinkendem Hund“ (2008)
von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Ein schmaler Band, diese „Idylle mit ertrinkendem Hund“. Über gerade einmal knapp 100 Seiten erstreckt sich der Text des Österreichers Michael Köhlmeier … Weiterlesen