Es lebe die Möglichkeit der klassen- und staatenlosen Weltgemeinschaft!

  • Die innergewerkschaftliche Opposition gegen den deutschen Imperialismus

    Der 1. Mai 2024 in Berlin

    Am 1. Mai 2024 spielte sich der DGB während der Demo in Berlin gegenüber der eigenen Basis und dem klassenkämpferischen Proletariat als ein Zivilbulle auf. Kristian Stemmler schrieb darüber in der linksreaktionären jungen Welt: „Der diesjährige 1. Mai (2024) hat deutlich gemacht, dass die Debatten um die Rolle der Gewerkschaften in den sich zuspitzenden politischen und sozialen Auseinandersetzungen an Schärfe zunehmen. Insbesondere bei der traditionellen Demonstration des DGB in Berlin kam es am Mittwoch (1. Mai 2024) durchweg zu Konflikten am Rande des Blocks linker Gewerkschafter und linker Organisationen, weil Gewerkschaftsfunktionäre und Ordner, zum Teil in Zusammenarbeit mit der Polizei, politische Äußerungen vor allem zum Gazakrieg zu unterbinden versuchten. Nach jW-Informationen wurden mehrere Demonstranten durch Ordner und Funktionäre von der Demo verwiesen. Es gab auch Versuche, den gesamten Block von der Demo auszuschließen. Teilnehmer berichteten von einzelnen Ingewahrsamnahmen durch die Polizei. Auf Entpolitisierung bedachte Ordner sollen Teilnehmer immer wieder darauf hingewiesen haben, dass es bei der Demonstration allein um Tarifauseinandersetzungen und Arbeitskämpfe gehen soll.“ (Kristian Stemmler, Konsequente Entpolitisierung, in: junge Welt vom 2. Mai 2024, S. 4.)

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  • 1. Revolutionäre Situationen

    Wir veröffentlichen den ersten Text des Kapitels V Die mögliche Weltrevolution aus dem AST-Plattform „Die Möglichkeit der Weltrevolution“.

    Damit sich SozialrevolutionärInnen auf die Möglichkeit der Weltrevolution praktisch-geistig vorbereiten können, brauchen sie bereits heute eine theoretische Skizze von dieser. Wie alle materialistisch-dialektischen Zukunftsbilder kann diese nur in groben Strichen erfolgen. Die theoretische Skizze einer möglichen Weltrevolution geht dabei sowohl von dem Verlauf vergangener Revolutionen beziehungsweise revolutionärer Anläufe als auch von der Analyse der dialektischen Widersprüche des globalen Kapitalismus aus. Die mögliche Weltrevolution ist Bewegungs- und Lösungsform der dialektischen Widersprüche des Kapitalismus.

    1. Revolutionäre Situationen

    Ausgangspunkt aller bisherigen revolutionären Anläufe – einschließlich der antifeudalen Revolutionen in England und Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert, die in die bürgerlichen Konterrevolutionen umschlugen (siehe 1. Teil, Kapitel I.8) – waren revolutionäre Situationen. Es ist also auch in der Zukunft von der revolutionären Situation als objektiv-subjektiver Ausgangslage für eine mögliche Weltrevolution auszugehen.

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  • Die internationale Staatengemeinschaft gegen MigrantInnen aus Afghanistan

    Afghanische Flüchtlinge am Grenzübergang Islam Qala zwischen Afghanistan und dem Iran, nachdem sie aus dem Iran abgeschoben wurden. 28. Juni 2025.

    Ein Land, in dem seit Jahrzehnten massenhaft Gründe für Flucht vorliegen ist Afghanistan. Im Jahre 1978 eroberte die marxistisch-leninistische Demokratische Volkspartei Afghanistans (DVPA) durch einen Staatsstreich die politische Macht. Dadurch wurde Afghanistan zum heißen Schlachtfeld des ersten Kalten Krieges zwischen Privat- und Staatskapitalismus. Der US-Imperialismus unterstützte in Afghanistan bewaffnete Islamisten gegen das marxistisch-leninistische Regime. Gegen die von Washington ausgehaltenen Islamisten richtete sich die militärische Intervention des sowjetischen Imperialismus Ende 1979 in Afghanistan zugunsten der dortigen herrschenden MarxistInnen-LeninistInnen. Der Krieg in Afghanistan war sowohl ein BürgerInnenkrieg als auch ein Stellvertreterkrieg zwischen der Sowjetunion und den USA.

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  • Unsere Differenzen mit Třídní Válka

    I. Dank an Třídní Válka

    1. Für das Geben von Impulsen unserer eigenen Radikalisierung

    Die GenossInnen von Třídní Válka schrieben über die AST: „Insgesamt würdigen wir den kämpferischen Einsatz dieser Genossen, insbesondere im Hinblick auf revolutionären Defätismus, d.h. den Kampf gegen kapitalistischen Krieg und Frieden.“ (Für die globale Vernetzung von revolutionären AnarchistInnen und antileninistischen KommunistInnen!) In diesem gemeinsamen Kampf lernten wir die GenossInnen von Třídní Válka kennen und schätzen. Auf der Prager Aktionswoche gegen die kapitalistischen Massaker im Mai 2024, auf der wir unseren Vortrag „Für eine revolutionäre Antikriegsposition“ hielten.

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  • 5. Weder Sozialreformismus noch eine weltfremde Sektenideologie

    Wir veröffentlichen hier einen weiteren Text des Kapitels IV. SozialrevolutionärInnen in nichtrevolutionären Zeiten aus dem AST-Plattform „Die Möglichkeit der Weltrevolution“.

    SozialrevolutionärInnen sind in nichtrevolutionären Zeiten objektiv von der Mehrheit des Proletariats und dem progressiven Teil des lohnabhängigen KleinbürgerInnentums isoliert. Progressiv kann diese Isolation nur durch die soziale Revolution aufgelöst werden. In nichtrevolutionären Zeiten muss diese von SozialrevolutionärInnen ausgehalten werden. Versuche aus der Isolation herauszukommen, indem sich die SozialrevolutionärInnen an das sozialreformistische Bewusstsein der Mehrheit des Proletariats opportunistisch anpassen, sind erstens objektiv sozialreaktionär und zweitens nicht von einem besonderen quantitativen Erfolg gekennzeichnet.

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  • Ungarn: Rechtskonservativer Chauvinismus und liberaler Regenbogenimperialismus

    Pride Parade in Budapest, Juni 2024. Robert Hegedus/MTI/dpa

    In vielen Ländern der Welt gehen die politischen Gewaltapparate noch immer mehr oder weniger repressiv gegen Transgender sowie Homo- und Intersexualität vor. Auch in dem rechtskonservativ regierten Land Ungarn. So beschloss das Parlament in Ungarn im Juni 2021 das Verbot der „Werbung“ für Homosexualität. Von nun an sind in diesem Land Bildungsprogramme zur Homosexualität und Transgendern oder die Werbung von Großkonzernen, die sich mit Homosexuellen/Transgendern solidarisch erklären, verboten. Und das, wo die Europäische Union (EU) propagandistisch-ideologisch auf dem Werte-Imperialismus beruht! Da Ungarn Mitglied der imperialistischen Zweckgemeinschaft europäischer Nationen ist, konnten Brüssel als der Hauptstadt des Staatenbündnisses und Berlin als einer ihrer mächtigsten Hegemonen sich mit erhobenen Zeigefingern und wehenden Regenbogenfahnen imperialistisch in die Innenpolitik dieses Landes einmischen.

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  • Der US-Imperialismus und der Panamakanal

    Panamakanal Gatún-Schleusen

    Auch gegenüber Panama verschärfte der US-Imperialismus unter Trump 2024/2025 den Ton – nicht ohne Erfolg. Panama und der Panamakanal, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, sind Produkte der USA. Das Territorium des heutigen Staates Panama gehörte einst zu Kolumbien.

    Und vorher war das Gebiet des heutigen Panama spanische Kolonie. In den 1520er und 1530er Jahren bestellte Spanien Gutachten über die Machbarkeit eines Kanalbaus zwischen Atlantik und Pazifik über den Isthmus. Jedoch verfolgte der spanische Kolonialismus diese Ideen nicht. Dies geschah erst im kolumbianischen Nationalstaat. So versuchte zwischen 1880 und 1889 die französische Compagnie Universelle du Canal Interocéanique einen transpanamaischen Kanal auf Seehöhe. Das französische Einzelkapital wurde jedoch sowohl vor unüberwindbare Gesundheitsprobleme (beispielsweise Gelbfieber- und Malariaepidemien) als auch ingenieurstechnische Herausforderungen (zum Beispiel regelmäßige Erdrutsche und sehr weicher Boden) gestellt. Schließlich ging das Unternehmen in einem Finanzkollaps krachen.

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  • 4. Verkörperung einer Kulturrevolution

    Wir veröffentlichen hier einen weiteren Text des Kapitels IV. SozialrevolutionärInnen in nichtrevolutionären Zeiten aus dem AST-Plattform „Die Möglichkeit der Weltrevolution“.

    Wenn auch das revolutionäre Bewusstsein in nichtrevolutionären Zeiten ein dialektischer Widerspruch darstellt, ist es doch ein Ausdruck einer Kulturrevolution. Diese geht der möglichen sozialen Revolution entweder voran und bereitet diese mit geistig-subjektiv vor –, um sie anschließend zu begleiten – oder sie bleibt isoliert, weil sich keine siegreiche Revolution entwickelt. Diese wirkliche Kulturrevolution hat nichts mit der ideologischen Kampagnen- und Machtpolitik im staatskapitalistisch-maoistischen China Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre zu tun, die sich demagogisch diesen Namen gab.

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  • Proletarischer Klassenkampf gegen den deutschen Imperialismus

    Bundeswehr-Werbung auf einer Tram

    Die Logistik-Branche ist auch für den Transport von Waffen sehr wichtig. Das klassenkämpferische globale Proletariat unterbricht hin und wieder den reibungslosen Transport von Mordwerkzeug. Noch nicht aber in der BRD. Und dies aus zwei Gründen. Erstens würden die tief in das deutsche Nationalkapital integrierten BRD-Gewerkschaften niemals so offensiv den Imperialismus angreifen (siehe unser Flugblatt Der DGB, Die Linke und das BSW: Subjekte des deutschen Imperialismus) und zweitens wäre eine solche Blockadeaktion auch illegal, weil sie nicht in einem Tarifvertrag münden könnte. Ob in Zukunft wilde Streiks die deutschen Waffenlieferungen an das zionistische Massenmordregime in Israel oder an die ukrainischen NationalistInnen zumindest vorrübergehend stören werden, muss die Zukunft zeigen.

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  • Kurdische LinksnationalistInnen und „InternationalistInnen“

    Auch „InternationalistInnen“ aus Deutschland vergeudeten und vergeuden ihr Leben im reaktionären Konkurrenzkampf zwischen kurdischem Linksnationalismus und türkischem Imperialismus, der auch nach der Kapitulation der PKK brutal gegen diese Organisation im nordirakischen Exil vorging: „Derweil bleibt die Frage der Entwaffnung der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) unbeantwortet. In diesem Punkt setzt die Türkei weiter auf eine direkte Konfrontation. Trotz eines einseitigen Waffenstillstandes, den die PKK Anfang März (2025) verkündet hatte, werden weiter beinahe täglich Angriffe in der autonomen Region im Nordirak vermeldet. Dabei kommt es auch immer wieder zu Todesopfern. Am Montag (2. Juni 2025) gab die PKK den Tod einer deutschen Guerillakämpferin bekannt. Demnach wurde die aus Hamburg stammende Kelly Freygang – Kampfname Tijda Zagros – bei einem Drohnenangriff am 29. April in der seit Jahren umkämpften Zap-Region getötet. ,Wir geben unser Wort, dass wir die Träume, für die sie ihr Leben gab, verwirklichen werden´, versprechen die Volksverteidigungskräfte in ihrem Nachruf.“ (Tim Krüger, Dämpfer für Friedensprozess, in: junge Welt vom 3. Juni 2025, S. 6.)

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