
Gewerkschaftsdemo gegen Kriegskurs. 12. Oktober 2024 München
Der 1. Mai 2024 in Berlin
Am 1. Mai 2024 spielte sich der DGB während der Demo in Berlin gegenüber der eigenen Basis und dem klassenkämpferischen Proletariat als ein Zivilbulle auf. Kristian Stemmler schrieb darüber in der linksreaktionären jungen Welt: „Der diesjährige 1. Mai (2024) hat deutlich gemacht, dass die Debatten um die Rolle der Gewerkschaften in den sich zuspitzenden politischen und sozialen Auseinandersetzungen an Schärfe zunehmen. Insbesondere bei der traditionellen Demonstration des DGB in Berlin kam es am Mittwoch (1. Mai 2024) durchweg zu Konflikten am Rande des Blocks linker Gewerkschafter und linker Organisationen, weil Gewerkschaftsfunktionäre und Ordner, zum Teil in Zusammenarbeit mit der Polizei, politische Äußerungen vor allem zum Gazakrieg zu unterbinden versuchten. Nach jW-Informationen wurden mehrere Demonstranten durch Ordner und Funktionäre von der Demo verwiesen. Es gab auch Versuche, den gesamten Block von der Demo auszuschließen. Teilnehmer berichteten von einzelnen Ingewahrsamnahmen durch die Polizei. Auf Entpolitisierung bedachte Ordner sollen Teilnehmer immer wieder darauf hingewiesen haben, dass es bei der Demonstration allein um Tarifauseinandersetzungen und Arbeitskämpfe gehen soll.“ (Kristian Stemmler, Konsequente Entpolitisierung, in: junge Welt vom 2. Mai 2024, S. 4.)
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