Aachener Untergrund Kultur

18. Dezember 2009

>ETIKETTEN, SIEGEL & PREISAUFKLEBER Teil 2

Filed under: Plattengeschäfte in Aachen — Allo Pach @ 7:47 pm

Heiliger & Kleutgens mal wieder…
Erst mal vielen Dank an Paul Mono für die Zusendung dieses schicken H&K Siegels!
Ich glaube, dass H&K das erste Schallplattenfachgeschäft war, das ich je betrat. Ich bin aber nicht sicher, ob ich da auch meine erste LP („The best of Abba“) gekauft habe. Wahrscheinlicher scheint mir, dass ich die LP beim Kaufhof (damals war deren Elektro/Schallplattenabteilung ja noch rechts neben dem eigentlichen Kaufhof) erstanden habe. Bei H&K jedenfalls erinnere ich mich an diese Single-Theke, an der man die Scheiben auch probehören konnte…, am interessantesten für mich war das Regal hinter der Theke, denn dort standen die etwas älteren Singles. Aus diesem Fundus konnte ich damals meine Sweet-Sammlung aufbessern…

16. Dezember 2009

>FREIES RADIO AACHEN 2 1982

Filed under: Cassetten AC, Freies Radio Aachen — karl pach @ 7:36 am
Von 1981 bis 1983 hatte Aachen auch einen eigenen Piratensender. Die seltenen Sendetermine wurden seinerzeit über die einschlägig bekannten Verbreitungsorgane kundgegeben. Nächtens kurvte der Sendewagen, ein umgebauter Bulli, über die Hügel des Aachener Westens und sendete während der Fahrt über einen selbstgebauten UKW Sender. Livesendungen aus dem Bulli waren umstandsbedingt nicht möglich, man sendete auf Kassette vorbereitetes Material. Glücklicherweise veröffentlichte der „Freundeskreis FRA“ die Sendungen seinerzeit auf Kassette. In der hier vorliegenden Ausgabe hören wir u.a. einen Bericht in dem aachener Jugendliche darlegen warum (!) sie Mofa fahren.

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Seite 2: http://www.megaupload.com/?d=QXJLC3SF

>ETIKETTEN, SIEGEL & PREISAUFKLEBER Teil 1

Filed under: Aachener Schallplattenläden, Karl Pach — babula @ 7:12 am

Ich freue mich immer wieder, auf meinen mittlerweile sehr sporadischen Exkursionen zu den lokalen und kreisnahen Trödelmärkten, An- und Verkäufen, sowie Besuchen in den wenigen verbliebenen Second-Hand Plattenläden, auf musikalisch meist fragwürdige Schallplatten zu stoßen, die aber heutzutage für meine nostalgische Seele eine entscheidende Aufwertung aufweisen: Preisetiketten, Versiegelungsetiketten oder gar Stempel oder Werbeaufkleber der von mir so häufig frequentierten Aachener Schallplattengeschäfte der 70er und 80er Jahre. Ich werde in Zukunft immer wieder mal das ein oder andere diesbezügliche Kleinod mit einem knappen Verweis oder Link auf diesen, gerade entstehenden Text online setzen. Den Anfang möchte ich mit dem edlen Versiegelungsetikett von Karl Pach machen. Das ich die abgedruckte Telefonnummer auch damals tatsächlich mindestens einmal angewählt habe, um den Bestand einer mir heutzutage zu peinlichen Single zu erfragen, macht diesen Sticker für mich umso wertvoller. Eine Geschichte über das Ladenlokal Karl Pach in Verbindung mit der SWEET-DOLP STRUNG UP, einem zerstörten Kopfhörer, einer zerschmetterten Glühbirne im hinteren „Lampenteil“ des Ladens und das leinwandmäßige, sirenenunterstützte Auftauchen eines Polizeieinsatzwagens in der Adalbertstrasse (nahezu fast alles zur gleichen Zeit), erzähle ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt.

14. Dezember 2009

>MONTANUS Niederlassung in AC

Filed under: Aachener Schallplattenläden, Kultstätten in AC, New Wave — babula @ 6:05 pm

Eigentlich ist dies eine Montanus-Kassenzettel-Datumsnachweisgeschichte, aber beim Durchblättern der Zeitschrift, die ich einst höchstpersönlich in der unteren Adalbertstrasse gekauft habe, holt mich die Erinnerung an unvergessene Musikmomente im Montanus Ladenlokal ein. Und wenn sie (meine Erinnerung) mich nicht trügt, dürften die jetzigen „Wohltat“ Räume die legendäre Aachener Montanus-Filiale beherbergt haben. Oder war’s doch noch etwas höher Richtung Allo Pach?
Da ich seinerzeit eine stinklangweilige Ausbildung zum Versicherungskaufmann in der Aachener Bezirksdirektion einer großen Bremer Versicherung durchzustehen hatte und mir mittags immer 45 Minuten Mittagspause zustanden und der Weg zu Heiliger und Kleutgens oder Montanus in etwa gleich waren, stand ich mindestens alle 2 Tage im hintersten Bereich des Ladens um mir alle möglichen „New Wave“ Platten (ja…das war der magische Musikbegriff damals und nicht Post-Punk) anzuhören. Habe viele, viele Entdeckungen gemacht aber nahezu NIE Schallplatten bei Montanus gekauft (wohl aber Zeitschriften und Taschenbücher), da diese im Vergleich zu Allo Pach, Horten(!), Disco-shop in der Schützenstrasse und dem Laden im neu eröffneten City-Center und vor allem Jansen in der Peterstrasse, einfach deutlich teurer waren. Nur einmal erinnere ich mich an einen Anflug von Pflicht zur Dankbarkeit, in dem ich die zuvor mindestens 30x in diversen Mittagspausen gehörte und schon ziemlich mitgenommene erste GANG OF FOUR LP – Entertainment bei Montanus kaufte. Leider hatte ich nichts eiligeres zu tun, als zu Hause das Preisschild abzuknibbeln, ganz zum Nachteil dieses Blogbeitrages. Da ich das Cover bei Montanus während des Hörens so oft in den Händen hielt, bin ich mir ziemlich sicher, dass die Platte 23,95 DM kostete.
Vor allem danke ich Montanus nachträglich auch für die damalige Möglichkeit, die ganzen Schundplatten anhören zu können, die im Vermarktungsdunstkreis des New Wave von den Plattenfirmen propagandiert wurden, und die man dann nicht fehlerhaft erstanden hätte. Ich denke da an LPs von Bands wie den Romantics, A’s, Paul Collins Beat, After the Fire, 20/20, the Nits, Urban Heroes, Ian Gomm, Bram Tchaikovsky, Mi-sex, Live Wire, Pezband, Dwight Twilley, Holly&the Italians, The Pop, Paley Brothers, The Shoes und wie sie alle hießen…
Jedenfalls verdient auch die abgebildete Zeitschrift einen Blogbeitrag, da sie eines der wirklich obskuren Artefakte seiner Zeit ist/war. Berichte wechseln von Il y a Volkswagen und Wirtschaftswunder zu Rory Gallagher und Foreigner, von Marius Müller-Westernhagen zu SPK und von den Clash zurück zu Peter Maffay. Ein Konzertbericht der Dead Kennedys steht direkt neben Piierpauke und der Mario Henne Band(?) und das CHERRY RED den (hervorragenden) Sampler Business Unusual veröffentlichen wird, erfährt man neben der essentiellen Info das Jürgen Drews mit der Single ‚Don’t want nobody‘ in den US-Charts gelandet ist. Ich besitze 7 Ausgaben dieser Zeitschrift, ich weiß aber, dass es mehr geben muß. Ich brauche ALLE. Zahle was immer verlangt wird!
Nun gut, das Kaufdatum ist datiert auf den 20.01.1981. Wie bereits in einem früheren Kommentar vermutet, glaube ich nicht so recht, dass Montanus länger als 1985 in AC gastiert hat.

11. Dezember 2009

>FUTTER FÜR DIE AACHENER OHREN

Filed under: Plattengeschäfte in Aachen — Allo Pach @ 1:31 pm

Eine ganz tolle neue Blog-Seite unseres Autors Jolly Joker über die Historie sämtlicher Aachener Plattenläden (inklusive einiger Super-Bilder) gibt es hier:
http://www.futterfuerdieaachenerohren.blogspot.com/
Toll recherchiert! SEHR gelungen!

7. Dezember 2009

>INVASION OF THE BLOOD FARMERS

Filed under: Cassetten AC, Tapes of terror — karl pach @ 4:06 pm
Punksampler mit meist politisch aufgeklärten Musikformationen. Erschien bei „Tapes of terror“ im Sommer 1987 zusammen mit dem Fanzine Crimson Ghost Nr.5. Die bereits hier besprochene „Gruppe Lindt“ ist u.a. mit einem Beitrag zu hören. Soweit im Beiblatt zu erkennen sind auch Gruppen aus dem „Nicht Aachener Raum“ vertreten. Tapes of terror hatte einen umfangreichen Backkatalog. In folgenden Postings werde ich den Labelweg des Herrn Klotz noch ausführlich beschreiben. Gruß an dieser Stelle an den geschätzten Splatterfreund, die nächste Gartensaison wird kommen…

Seite 1: http://www.megaupload.com/?d=D1C0AQ88
Seite 2:http://www.megaupload.com/?d=OGGU8X0G

>CRIMSON GHOST Nr.5

Filed under: Fanzine, Tapes of terror — karl pach @ 3:58 pm
1987 erschien die Nummer 5 des Fachblattes für Punk und Horrorkultur. Der zugehörige Sampler folgt im nächsten Posting.

Als PDF: http://www.megaupload.com/?d=J6E7OSN0

30. November 2009

>Produktion 1982

Filed under: Cassetten AC, SMC — karl pach @ 7:25 am

Der zweite Sampler aus dem Hause SMC. Interessante Mischung beliebter SMC Artisten und mir bis dato unbekannter Namen. Zippi Elektra beispielsweise überrascht mit angenehmen NDW Liedgut. Hat jemand ein Foto von Zippi? Insgesamt kommt der 2. SMC Sampler etwas vielfältiger daher als sein fetziger Vorgänger.
Seite 1: http://www.megaupload.com/?d=YXH13XL7
Seite 2: http://www.megaupload.com/?d=TMRCFPKL

29. November 2009

>Nostalgie Part 7 MONTANUS

Filed under: Plattengeschäfte in Aachen — Allo Pach @ 12:48 pm

Dank eines Scans von Herrn Jolly Joker geht die Nostalgie-Reihe weiter. Ich hab‘ keine Ahnung wann Montanus in Bad Aachen eröffnet hat (frühe 80er?), ebenfalls hab ich keine Erinnerung an die Schließung. (Ich hätte nicht gedacht, dass der Laden 1988 noch da war, das war ja nur 2 Jahre vor Eröffnung von Dragnet…). Wohl aber weiß ich, dass ich dort einige, damals sonst kaum erhältliche Scheiben gekauft habe (Chrome – Read only memory)…

27. November 2009

BUCK CHERRY – Sing along coma EP

Filed under: Punk in Aachen — karl pach @ 7:29 am


Produkt Beschreibung von Herrn Merx, welcher mir freundlicherweise das Material zur Verfügung stellte (lieben Gruß an dieser Stelle):
Single/EP Buck Cherry & the Great Sound Robbery – „Single on a Coma EP“ von 93 (Der Titel entstammt einem Zitat aus einem „Spitting Image“-Sketch – Max Buygrave. Ich erzähl das Ding mal bei Gelegenheit, kann man schlecht schriftlich machen. Die Platte hat 5 Stücke und läuft auf 33 rpm.

Das „Bandfoto“ ist übrigens der Scan eines Bildes, das unsere damalige Lieblingsgyrosbude im Gastraum hängen hatte und zeigt nicht die Bandmitglieder (auch nicht im heutigen Zustand).
Das Photo auf dem Label (Seite A) ist ein Kinderphoto von einem Onkel von Sänger Jupp Preußen, (wenn man die Platte auflegt kriegt der Onkel auch wieder ne Nase – Pinochio lässt grüßen).
Aufgenommen wurde teilweise im Proberaum (Drums, Bass) und der Rest incl. Gong in meinem damaligen Homestudio auf einer AKAI MG 1214. Die wurde danach zum Mastern zu Ramon ins Studio geschleppt, wo die Einzelspuren mit dem Gate gesäubert wurden und noch ein wenig „Soundkram“ wie Hall etc. hinzugefügt wurde.

Ich weiß nicht ob es von urheberrechtlicher Relevanz ist – das Coverphoto vorne ist aus Hitchcocks „die Vögel“.
Außerdem haben wir „Ring of Fire“ von Johnny Cash (bzw. June Carter) gecovert. Nicht dass das evtl. irgendwann reklamiert wird. Ich kanns mir zwar nicht vorstellen – aber zumindest der Hinweis muß sein.
Zur Besetzung:
Mike Schumacher an den Drums war auch bei den „Neon Kits“, beim „Verdacht“, „Sport im Westen“ und der „Free ElectricBand“, sowie bei zahlreichen anderen Projekten fürs Schlagwerk zuständig.
Jupp Preußen – Gesang – spielte vorher Schlagzeug bei „Reptile“
Hansel Dieken- Bass – machte das auch vorher bei „Reptile“ und „Ausbruch“, sowie nachher noch bei so einigen anderen Kapellen…

Anmerkung von Karl: Meines Wissens startete der Jupp seine Karriere bei Zehntausend. Die hatten in den frühen 80ern mindestens 1 Tape veröffentlicht. Posten wir hoffentlich auch noch…
Completto: http://www.megaupload.com/?d=VHDBJ8O6
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