„Deutschlands Kulturhauptstadt“ zum dritten! Was muß zu der Zeit wohl dann alles in der Kaiserstadt los gewesen sein, wenn Stolberg schon so „glänzt“…?!
25. Dezember 2009
>STOLBERG ROCK CITY 2
24. Dezember 2009
>STOLBERG rockt(e)…
Passend zum Fest kommt hier der Beweis, dass selbst in Stolberg in den 70ern kulturmäßig echt was los war. Ich kann mich auch noch an Stolberger Konzerte von UFO, Franz K. etc. in den Spät-70ern erinnern…
Dank an Paul Mono, der wieder „tief“ im Archiv gestöbert hat.
Frohes Fest von Allo!
23. Dezember 2009
>SO NICHT – V.A.
1981-82?/Reinfall RC 003
C-60 Sampler aus Aachen von Reinfall Tapes.
mit:
REINFALL/RÜCKSTAND/NEROS TANZENDE ELEKTROPÄPSTE/KEINE AHNUNG/
ZUKUNFTSWEISENDE ZUSAMMENKUNFT/DIE KURSCHATTEN/TIEFPUNKT/
URIN/ABNORM
REINFALLs „Kein Land in Sicht“ bleibt für mich das beste Stück des Labels. Textzeilen wie „Subkultur im Untergrund…“ und „…Helmut, dein System zerbricht…“ sind grandios und machen (mir) immer wieder viel Spaß.
Die Cassette habe ich damals (1982?) bei Mono für 4 oder 5 DM erstanden. Erinnere mich noch gut an das Mono-Tape Regal.
Komplette Cassette gibt es hier:
http://www.megaupload.com/?d=IDR0P0WP
21. Dezember 2009
>PAUL STEINBUSCH ’s Letztes Hemd am Leib Cassette 1981
Originalzitat Paul:
Dieses sind die einzigen Aufnahmen, die ich jemals offiziell veröffentlicht habe, und zwar 1981 als MusiCassette (sozusagen im Stil der Zeit). Selbstverständlich war die Sache ein Riesenerfolg, ich habe knapp 10 Stück davon verkauft und nur etwa doppelt soviele verschenkt (Promoexemplare). Und tatsächlich ist die Cassette in einer Zeitschrift (wohlwollend) besprochen worden und sogar von einer kanadischen Rundfunkstation durch den Äther gejagt worden. Und nicht zu vergessen ist, dass das Stück „The Whistler“ in einem Club in Süddeutschland zum Hit avancierte.
Gab es da nicht noch eine „heavy-psychedelische“ Paul Cassette auf Reinfall, Karl oder ist das die hier?
>KONZERTE IN AACHEN 1986
20. Dezember 2009
>ALGEBRA SUICIDE – Summer virus night CD
…die Aachen-Chicago Connection…
Algebra Suicides „The secret like crazy“ LP war die erste Veröffentlichung auf dem Aachener DOM ELCHKLANG Label im Jahre 1987. In den Mittagspausen des Zivildienstes wurde des öfteren von einer Eschweiler Telefonzelle in die USA telefoniert, um den Plattendeal amtlich zu machen. 1990 gab es dann eine Deutschland Tour des amerikanischen Duos, in Köln spielte man im Rose Club. Danach verlor sich der Kontakt zwischen Band und Label und wurde erst 2008 über Myspace wieder aufgefrischt.
Lydia Tomkiw, die Sängerin der Band, verstarb tragischerweise im September 2007 und so entwickelten Don Hedeker (die andere Hälfte der Band) und DOM EK die Idee einer Hommage an Lydia.
Dazu wurden Tapes der ’90er BRD Tour kompiliert und gemastert und so entstand die CD ALGEBRA SUICIDE-SUMMER VIRUS NIGHT, LIVE IN GERMANY 1990 (DOM EK 027) mit 27 Stücken der Deutschlandtournee und ausführlichen Linernotes von Bart Plantenga, einem engen Freund von Lydia.
VÖ: 04/12/2009
Erhältlich bei: domelchklang at hotmail.com
Klangprobe:
Algebra Suicide -Please respect our decadence:
http://megaupload.com/?d=12AX4D8Q
>Aachener Aborte 3
Mein Entzücken hätte größer nicht sein könne als ich den Abort aufsuchte. Der Laden war auch hier voll auf der Höhe edelster Ästhetik. Eines dieser seltenen Fallrohr Klos wartete mir auf. Welchen Sinn diese Bauform macht ist für mich immer noch ein Mysterium. Der abgebildete Spülkasten in hochhängender Bauform sorgte für eine solide und lautstarke Entsorgung. Der Sound des ins Becken strömenden Wassers war überzeugend. Dummerweise hatte ich es seinerzeit nicht geschafft die Akustik zu dokumentieren. Die Fotos zeigen die Anlage in Aktion.
19. Dezember 2009
>ETIKETTEN, SIEGEL & PREISAUFKLEBER Teil 3
Ton-Studio Jansen…tja…so mißverständlich der Name gewesen sein mag, so legendär waren seine allesamt in der Peterstrasse gelegenen Vinyloasen. Viel Wesentliches ist schon auf der bemerkenswerten Blogseite von Jolly Joker berichtet worden. Außerdem ist dort eine an „Reliquienwert“ kaum zu überbietende Kundenstammkarte abgebildet. Was es herauszufinden gilt ist jedoch, WANN genau begann Hans Jansen seine kulturell wichtigen Aachener Versorgungsaktionen im Vinyl –und nicht zu vergessen im Musikkassettensektor? Die auf dem Bild abgelichtete Platte ist von KENT AND THE CANDIDATES, einer guten End60iger US Soul-Psyche Band. Und der Jansen-Sticker ist interessanterweise auf der deutlich besseren B-Seite angebracht. Meine bisherigen Recherchen haben ergeben, dass der Jansen-Aufkleber in der Regel die A-Seite der Singles zierte. Wollen wir uns doch einfach in dem festen Glauben suhlen, dass Herr Jansen abends in einem gemütlichen Hi-Fi Sessel saß, alle Neuerscheinungen höchstpersönlich durchhörte (seine Gattin in einem anderen entsprechend ausgestatteten Raum alle Schlagerneuerscheinungen, versteht sich) und entschied, auf welcher Seite (nämlich der qualitativ besseren), der Sticker befestigt werden sollte. Ein wahrhaft schönes Bild! Die abgebildete Single der Bee Gees ist im September 1967 erschienen, was höchstwahrscheinlich besagt, dass er sein Geschäft dann und dort bereits betrieb. Ich werde selbstverständlich JEDE ältere, mit einem Sticker versehene Platte posten, damit wir wissen, wann er tatsächlich begonnen hat.
18. Dezember 2009
>AACHENER ABORTE 2 -VERGESSENE ÖRTCHEN
>
Ja, es gibt sie noch: vergessene Örtchen in Aachen. Früher gehörten sie ins Stadtbild. Zentral gelegen auf Plätzen, an Parkanlagen oder dezent ins Stadtbild eingebunden. Meistens hatten sie einen zweifelhaften Ruf und unberechtigter Weise wurde ihnen mit gewissem Ekel und Abneigung begegnet. Wenn der Kackstift drückte oder die Blase längst ihr Limit überschritten hatte, waren sie der absolute Retter in der Not. In manchen Örtchen fand man sogar Personal, das für die Ordnung und Sauberkeit zuständig waren. Die Örtchen erhielten damals von den Aachenern die unterschiedlichsten Namen: Urinal, Pissoir, Kackstation oder Bedürfnisanstalt. Heute sind sie aus dem Stadtbild fast verschwunden. Nur wenige Hinweise finden sich noch. Mein Lieblingspissoir wartete am Burtscheider Viadukt zur Dammstraße hin, auf der rechten Seite zur Jägerstrasse auf mich. Auf dem Heimweg von der Schule in der Lothringerstrasse machte ich dort gerne Station und entleerte mich. Schon der penetrante Geruch von Klowürfel und Urin, der beim Betreten des Pissoirs in meine Nasenlöcher strömte, besaß einen sehr hohen Widererkennungswert. In diesem Pissoir , das nur richtigen Männern Asyl bot und Frauen regelrecht ausschloss, befand sich ein gefliestes Urinbecken. Entleerte man sich synchron so konnte man sich, je nach dem wo man am Becken stand, von der Flüssigkeit des Anderen durch einarmigen Salut mit verabschieden, wen alles langsam aber geregelt an einem vorbei floss. Heute ist die Urinalstation verschlossen und ich denke beim Anblick an glückliche gemeinsame Jahre.
Heute steht in unmittelbarer Nähe zu den alten Sanitäranlagen ein kostenpflichtiger, hochmoderner, silberner Einmannbedürfniserlebnisraum. Alles clean und alles steril. Da kann die Entsorgung eigentlich keinen Spass machen. Allein mit der ganzen Technik und die Angst im Nacken, dass jederzeit die Tür automatisch aufgeht, bevor man richtig fertig ist.
















